2011 in review

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka, Johann Caspar Lavater, Physiognomische Fragmente am 1. Januar 2012 von helioda1

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 18.000 mal besucht. Das entspräche etwa 7 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

2010 in review

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka, Johann Caspar Lavater, Physiognomische Fragmente am 2. Januar 2011 von helioda1

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human body.

DgM 101

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 9. Oktober 2010 von helioda1

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Juni 1941, Nr. 101



[LETZTE AUSGABE NUMMER 101]

Stets ist die Physiognomische Psychologie Carl Huters die Grundlage für alle in dieser Zeitschrift gebrachten Arbeiten gewesen. [Hinzgefügt]

WIE ERKENNT MAN DIE TUGENDEN DER TREUE,

GEWISSENHAFTIGKEIT UND EHRBARKEIT –
Und wie den Heuchler und Betrüger?

DAS LEBEN WURZELT

IM EMPFINDEN;
EMPFINDEN IST DIE
URKRAFT DER NATUR.

Wo das Leben das GUTE und WAHRE

empfindet, bindet es die FORM zu
EDLER GESTALT und KONTUR.



Es ist eine Freude, Menschen aus dem einfachen Leben unseres Volkes im Bilde zu betrachten, die in keiner Weise besonders hervortreten, die, wie man sagt, nichts von sich hermachen, und die doch anderseits GOLDENE LEBENDIGE WERDEN in sich tragen und verkörpern.
Von diesen Menschen spricht die große Welt nicht, man nimmt ihr Leben und Dasein als selbstverständlich hin, und doch verdiene diese kostbaren lebendigen Menschenwerte die ganz besondere Beachtung, auch wenn sie bescheiden zurückstehen und nicht hervortreten.
Die lebendige Natur kennzeichnet diese Menschen; – aber wie die Natur das macht, das eben ist ihr Geheimnis, – es liegt in FORM UND LEBENSAUSDRUCK. Wenn man daher so oft gelehrt hat: ZURÜCK ZU NATUR, – SO HAT MAN MEIST ÜBERSEHEN, AUCH IN GEISTIGEN DINGEN ZUR NATUR ZURÜCKZUKEHREN, D.H. AUS DEN NATÜRLICHEN FORMEN UND LEBENSERSCHEINUNGEN DIE LEBENDIGEN INNEREN WERTE ZU ERKENNEN, DEN LEBENSAUSDRUCK ALS GRUNDLAGE DER WAHREN UND NATÜRLICHEN CHARAKTER- UND WESENSERKENNUNG ZU BEWERTEN.
Wenn wir so verfahren, dann ist das nicht nur natürlich, einfach, sondern auch sehr nützlich und bringt Freude und Genugtuung, allein schon durch die Erkenntnis, wie die Natur arbeitet.

Bild 1. Dieser Mann hat gar nicht anders können, wie in seinem ganzen Leben verbindlich und gut zu sein, sehr fleißig zu arbeiten, anderen Menschen das Leben zu erleichtern und, soweit es ihm möglich war, zu verschönern, freudig und angenehm zu gestalten. Er hat unbedingt gehalten, was er versprochen hat.

Und nun betrachte man die Kopf- und Gesichtsbildung und den Augenausdruck, auch die Kleidung und Körperhaltung. (Wenn man nun sagt: die Kleidung und Körperhaltung kann man doch willkürlich verändern, – so ist das schon richtig; aber wenn man den Menschen vom physiognomischen Standpunkt aus betrachtet, wenn man erkennt, daß lebendige Kräfte die Form hervorbringen und beherrschen, daß sich diese Kräfte ordnen und richten, dann hat auf einmal DIE LEBENDIGE FORMBILDUNG GROSSE BEDEUTUNG, und es ergibt sich, daß auch ETWAS INDIVIDUELLES AUF DAS ÄUSSERE UND DIE UMWELT, AUF HALTUNG UND KLEIDUNG, STIL UND MANIER ÜBERTRAGEN WIRD.)

Unser Mann ist sehr korrekt, sehr ordentlich und schön gekleidet und so ist auch seine Körper- und Kopfhaltung gesittet und den guten Gewohnheiten seiner Zeit entsprechend, – aber dabei ganz natürlich, ohne Eitelkeit. Feierlichkeit liegt über dem Bild. Den Bart trägt er ganz wie er will, ohne besondere Zierde, so recht natürlich und männlich, und das Haupthaar wirkt sehr angenehm. So war auch seine Wesensart, natürlich, einfach und doch vornehm und angenehm.
Es ist das EMPFINDUNGS-NATURELL MIT HARMONIE. Alle Formteil von Stirn, Ober- und Seitenhaupt, Augen, Nase, Kinn, Wangen und Ohr sind ruhig und gut gebildet und regelmäßig geformt. So korrekt und ordentlich war sein Leben. Der Schädelbau zeigt den tüchtigen kaufmännischen Verwalter.
Wenn man ganz genau hinsieht, so erkennt man, daß der Augen- und Mundausdruck sehr ernst ist, – und doch blickt anderseits dabei das Auge gütig. Was bedeutet das nun? Er hat sehr ernste Lebenserfahrungen gemacht – und ist doch dabei gütig geblieben. Es hat ihn die ernst Lebenserfahrung nicht verstandeshart, kalt, real und kühl gemacht, sondern die innere gute warme Gesamtveranlagung war stärker, – daher ist der Gesichtsausdruck wohl ernst und fest, aber das Auge blickt gütig.
DAS IST DER GUTE MENSCH; ER BLEIBT GUT, SELBST WENN IHM UNRECHT GETAN WIRD. Beim bösen Menschen aber ist das gerade Gegenteil der Fall.
Daher lohnt sich eine aufmerksame Betrachtung des Lebensausdrucks eines Bildes, ja, es ist diese Art der Formdeutung, die praktische Ausübung der vornehmsten Naturwissenschaft.

Bild 2
Das ist ein Mann aus dem Volk, ein strebsamer und guter Mensch, der neben seinem Beruf – aus eigener Initiative und aus guter Veranlagung heraus – selbstlos, um des Guten willen ganz Hervorragendes geleistet hat.
Man beachte, wie aufmerksam, offen und korrekt das Auge eingestellt ist; so ist auch sein warmes Denkleben. Dabei ist der Blick fest und bestimmt nach innen, in die eigne Innenwelt und Tiefe – und doch wiederum auch in die Ferne gerichtet. So ist sein inneres gutes Denkleben auf ein fernes Ziel, das ihm vor Augen schwebt, eingestellt. An Augen und Nasenform liegt DER ZUG DER GUTEN MENSCHLICHKEIT, SCHÖNES UND NÜTZLICHES ZU SCHAFFEN.
Beschäftigt in einer großen Fabrik, war er doch ein Freund der schönen Natur, – siehe die gute Formbildung über den Augen, wo die Beobachtung liegt, ferner die reine Festigkeit in der gespannten Haut und die kernige Nasenwurzel. Er beschloß, seinen Mitmenschen die Erholung in freier, schöner Natur weitgehend zu erschließen. – Dazu trieb ihn die starke Ethik, die in dem fein gewölbten Vorder- und Oberhaupt liegt in Verbindung mit dem außerordentlich praktischen Sinn, den die gut gebildete und breite Nasenwurzel kenntlich macht.
Mit viel Fleiß und großer Gewissenhaftigkeit, Sorglichkeit und Vorsicht – diese Tugenden birgt das breit gewölbte hintere Oberhaupt – schaffte er, wieder zufolge seiner Anlage – siehe, wie der starke Anspannungssinn über dem Ohr hoch nach oben hin zum Menschenwohlwollen und Hilfsbereitschaftssinn mit angespannter Aderbildung verläuft, – trotz großer Hindernisse ein vorbildliches und modernes, großes Erholungsvolksbad, gelegen auf schöner Bergeshöhe.

Man beachte die starke Durchführungskraft, die am Unterkieferbogen liegt, die Selbstanspannung, die an der gut gebauten Nasenform, die Menschenfreundlichkeit, die am Mund zum Ausdruck kommt, die Verbindlichkeit, die am gerundeten Kinn liegt.
Sicher wird jeder Leser von dem Bild den Eindruck haben, daß dieser einfache Mann in seiner Treue zum Guten alle Hochachtung und Wertschätzung verdient.

Bild 3. Hier kann man im Gegensatz zu Bild 1 und 2 den grimmigen und bösen Augen- und Gesichtsausdruck gut unterscheidend beobachten und sich überzeugen, daß auch hier DER GEIST, DIE GEDANKEN UND INNERE LEBENWELT AUS AUGEN UND GESICHTSAUSDRUCK SPRECHEN.
Dieser Mann mit dem Vollbart ist ein scharf vorgehender Hochstapler, der seine Tätigkeit auf Schiffen, Bahnhöfen und Eisenbahnen entfaltete. Es ist ein Betrüger durch und durch, der nach außen hin elegant auftrat.
Das ist der zwingende, harte und unheimliche Dauerblick, der seine Opfer fest ins Auge faßt und in der Gewalt behält, Augen, Stirn und Nasenform haben den zwingend harten Zug.
Man beachte auch, wie die sonst weichen und nervenreichen Gewebe um die Augen wie verdorrt und sehr unschön sind, ein ZEICHEN DER GEFÜHLSVERHÄRTUNG. Der Zug der Nasenform ist streng, hart und unerbittlich, ebenso ist der Charakter. So hart wie der Bart und das Haar, so hart und unerbittlich ist der Denk- und Gemütszustand dieses Mannes.
Die starke Breitenspannung des Kopfes seitlich über den Ohren zeigt den starken Anspannungs-, Erwerbs- und Diebessinn. Öde und unheimlich wirkt der Haar- und Bartfall. Das sind hier DIE HAUPTMERKMALE DER ENTARTUNG.

Bild 4. Im Gegensatz zu dem reinen und ruhigen Gesichtsausdruck bei den Bildern 1 und 2 zeigt dieses Bild den durchtriebenen Heuchler, den pfiffigen und raffinierten Gauner, der die Augen niederschlägt und mit den Lidern zwinkert, der versteckt und böshaft beobachtet. An Augen, Nasenform und Mund liegt der Zug der Unehrlichkeit.

Zum Vergleich Bilder 1 und 2

Man beachte die Kopfhaltung. Der kühle Teil des Körper, das Rückgrat, ist steif gereckt; der Mann boxte seine Opfer nieder, um sie zu berauben. Er schlägt plötzlich zu und gewinnt. Typisch sind die hängenden zitternden Haarsträhne und die Zerrissenheit im Ausdruck.

Die verschmitzte Miene an Mund, Nase und Augen zeigt die Durchtriebenheit, die Selbstgefälligkeit, Eitelkeit und Schadenfreude. Dabei ist der Mann kühl und real bis in die Knochen, daher das glatte Gewebe. Wenn man ferner die einzelnen Formen im Gesicht beachtet, so sieht man, daß alle Teil im einzelnen und auch in ihrer Stellung zueinander schief sind, spitz und kantig; er ist voller elektrischer Lebensenergie.

Dabei ist der Mann intelligent und flink, – er fühlt sich überlegen. Er ist innerlich in einer fortwährenden Unruhe und elektrischen Gespanntheit, die ihn zu keiner ruhigen Geistes- und Gemütsverfassung mehr kommen läßt.
Wenn auch die Stirn hoch gebaut ist, so zeigen die tief sitzenden Ohren und der verschlagene spöttische Ausdruck im Gesicht doch, daß hier alle feineren und edleren Kräfte, die in der oberen Stirn und im Oberhaupt wirken, verkommen und ausgeschaltet sind.


Wenn man keine physiognomische Menschenkenntnis hat und nichts von derselben kennt, so muß doch die vergleichende Betrachtung dieser vier Bilder zu denken geben und man muß sich sagen: HIER LIEGT EIN BISHER NUR WENIG BEACHTETES STUDIENGEBIET, DAS WERT IST, WEITER VERTIEFT ZU WERDEN, DA ES ZUR UNMITTELBAREN WAHRHEITSERKENNTIS ÜBER DIE MENSCHLICHE WESENS- UND DENKENSART FÜHREN KANN.





VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)



Carl-Huter-Museum in Leipzig, 1910/11. [Hinzugefügt]


ZUR ENTWICKLUNG DER KÖRPERBAUTYPEN.
Die weitere Entwicklung in der befruchteten Zell vollzieht sich in folgender Weise:
Es bilden sich im ersten Stadium ZWEI KEIMBLÄTTER, DAS OBERE, ÄUSSERE UND DAS INNERE. Das äußere enthält das EMPFINDUNGSELEMENT, das untere Keimblatt das ERNÄHRUNGS- und MATERIELLE ELEMENT.







Keimblase, drei Keimblätter und Naturelle [Hinzugefügt]

Dort, wo sich die Einbuchtung der Keimblase befindet, entwickelt sich das RÜCKENMARK, das nach oben zu später das GEHIRN bildet, nach unten die GESCHLECHTSORGANE.
Aus dem oberen Keimblatt entwickelt sich die Haut und das Nervensystem. Wenn dieses von Natur aus stark begünstigt ist, so entsteht das EMPFINDUNGS-NATURELL.

Empfindungs-Naturell [Hinzugefügt]

Wird das untere Keimblatt stärker als das obere begünstigt, so entsteht das ERNÄHRUNGS-NATURELL.

Ernährungs-Naturell [Hinzugefügt]

Im zweiten Stadium der Entwicklung bildet sich ein DRITTES Keimblatt, es liegt in der Mitte zwischen dem äußeren und dem inneren Keimblatt. Wenn die Natur hierauf die meiste Energie verschwendet, so entsteht das BEWEGUNGS- UND ENERGIE-NATURELL.

Bewegungs-Naturell [Hinzugefügt]

Wir erkennen daraus die großartige Folgerichtigkeit und den Parallelismus der Natur- und Naturentwicklung. Von Anbeginn der Welt ist aus EMPFINDEN, KRAFT UND STOFF alles hervorgegangen, was geworden ist. In der anorganischen Materie und weiter in der organischen Welt hat sich dieses Dreiteilungsprinzip in der Natur immer vollendeter ausgewirkt, wie es Huter in seiner neuen Entwicklungslehre dargelegt hat. Wir können sicher sein, daß eine Körpertypenlehre, die sich so eng an das ganze Entwicklungsgeschehen der Natur anlehnt, vollständig original und in ihrer Folgerichtigkeit nicht mehr zu übertreffen ist.

Carl Huter = Original; Kretschmer = Plagiat [Hinzugefügt]

Die Naturelle sind von Carl Huter entdeckt, und er hat in der Naturellehre eine KÖRPERKONSTITUTIONSLEHRE und eine KÖRPERFORMENAUSDRUCKSLEHRE begründet, – die er seit 1880 lehrte.

Hauptwerk 1904-06 [Hinzugefügt]

Wenn noch heute, 1941, in einem Lehrbuch über Menschenkenntnis gesagt wird: „Die von Huter begründete Naturellehre nannten die alten Lebens- und Gestaltforscher TEMPERAMENTSLEHRE“, so muß man sich wundern, wie wenig doch diesbezüglich das Unterscheidungsvermögen ausgebildet ist [Stand 1941]. Man wird daran erinnert, daß bis in das 19. Jahrhundert hinein TEMPERAMENT und RASSE noch nicht klar unterschieden wurden. Man ist gezwungen, die größte Nachsicht zu üben, denn die Erkenntnis auf diesen Forschungsgebieten bricht sich nur ganz langsam Bahn. – Wenn es weiterhin 1941 in einem Lehrbuch über Diagnostik heißt: „Asthenisch; nach Huter Tat- und Bewegungs-Naturell“, so sollt man sich doch daran erinnern, daß die von Huter entdeckten NATURELLE so klar aus dem Naturgeschehen herausgehoben und beschrieben sind, daß man sie mit den Worten des Entdeckers benennen sollte und nicht mit alten und neu aufgetauchten Bezeichnungen und noch überdies fehlerhaft, denn der Astheniker ist nicht das Hutersche Ta- und Bewegungs-Naturell. Man sollte die wissenschaftliche Forschung über diese Dinge nicht durch unnütze und fehlerhafte Bezeichnungen unnötig erschweren. –

Dreitypenlehre. Vergleich Huter – Kretschmer [Hinzugefügt]

Übertragen wir kurz diese DREITYPENLEHRE auf die PFLANZEN, so werden wir auf die Zweckbestimmung in der Natur aufmerksam. In den Blumen haben wir EMPFINDUNGS-PFLANZEN vor uns. Sie sind duftend und strahlend, wie z.B. das Veilchen. Es ist das geistig betonte Prinzip. Die Blumen wachsen sich selber zur Freude und sie wollen die Sinne erfreuen.

Die hohen, langgestreckten Eiche, Buchen, Pappeln und ähnliche Holzformpflanzen verkörpern das ENERGIE- UND BEWEGUNGSELEMENT. Ganz anders wie die Blumen sind die Holzformpflanzen wie geschaffen, um zu nützlichen Dingen verwendet zu werden.
Die Pflanzen, welche breitmassige und niedrige Formen bilden, Kohlpflanzen, Kartoffeln, Rüben, Salatpflanzen usw. dienen zu Futter- und Nahrungszwecken, sie verkörpern das ERNÄHRUNGSELEMENT.

Auch die Tiere im Ernährungstypus sind infolge ihrer Trägheit zu Nahrungszwecken wie geschaffen; – aber die edlen Empfindungstiere sollte man mit fortschreitender Kultur und Nahrungsmöglichkeit davon ausnehmen, denn sie erfüllen einen anderen Zweck.
Die länglichen Tiere sind BEWEGUNGSTIERE und haben sich vielfach zu Raubtieren entwickelt. Diese fressen wiederum andere Tiere, z.B. der Wolf frißt das Schaf, der Eisbär den Seehund usw.

Die menschlichen Empfindungs-Naturelle kultivieren das Geistige; die Ernährungs-Naturelle das Materielle. Die Bewegungs-Naturelle haben die Völker am meisten ausgebeutet, sie machten sich zu Herren der Erde.

Wir haben besprochen 1. die WELTLEHRE, 2. die ZELLEHRE, 3. die NATURELLEHRE. Es bleibt noch 4. die NERVENENTWICKLUNGSLEHRE, 5. die NEUE PHRENOLOGIE, der GEHIRNBAU und 6. die GEISTESLEHRE.
Nach Ca. Huters Forschungen hat sich aus dem ZENTROSOMA der befruchteten Zelle die spätere NERVENSUBSTANZ gebildet.
Das ZENTROSOMA mit der in ihm wirkenden LEBENSSTRAHLUNG ist ursprünglich GESCHLECHTS-, ZEUGUNGS-, EMPFINDUNGS- UND HIRNORGAN. (DER ORGANISATOR DES LEBENDIGEN.)



DAS WUNDER [Hinzugefügt]
Wunderbar ist es, daß nach der Befruchtung die GESCHLECHTSZELLEN die ersten sind, die sich neu bilden, die aber erst im reifen Organismus als männliche oder weibliche Fortpflanzungszellen zur vollen Entwicklung kommen.
Unter Einfluß des sich teilenden ZENTROSOMAS teilt sich die KERNSUBSTANZ DES BEFRUCHTETEN EIES in zwei gleiche Hälften. Daraus gehen alle Zellen hervor, die den GESAMTKÖRPER aufbauen und auch die GESCHLECHTSZELLEN.
Die Haupt-, Leit- und Erbzelle behält etwas Stabiles, Sichgleichbleibendes, das von Vater und Mutter vererbt wird, so daß man mit Recht sagen kann, daß es das GRÖSSTE GLÜCK ist, gesund und glücklich gezeugt und geboren zu werden.
Die GESCHLECHTSANLAGE entsteht also sofort nach der Befruchtung (nicht erst, wie der Gynäkologe Schenk, Wien, lehrte, im 6. Monat der embryonalen Entwicklung).
DIE ERBANLAGEN EINES MENSCHEN UND DIE UMWELTEINFLÜSSE FORMEN SEINE WESENSART.

Keimblase [Hinzugefügt]

In der KEIMBLASE, die sich aus dem befruchteten Ei, dem Keim, zunächst entwickelt, sind bereits in den DREI KEIMBLÄTTERN die Anlagen für die späteren DREI KÖRPERORGANSYSTEME vorhanden.

Keimblase und Drei Körperorgansysteme [Hinzugefügt]
An dem äußeren Keimblatt bildet sich wie eine leitende Kraftquelle der Zellzentrosomen der EMPFINDUNGSSTRAHLPUNKT. Dieser fließt in das Innere der Keimblase hinein und ruft die erste NERVENBILDUNG hervor.
Aus der GESCHLECHTSANALGE erwächst das SYMPATHISCHE NERVENSYSTEM. Am Gegenpol bildet sich die erste GEHIRNZELLE.
Weitere Zellen bilden die Anlage für das Rückenmark, die Magenzelle, die Herznervenzelle usf. (In die Mitte hinein dringt die Geschlechtszelle.)
Die äußerste wird die innerste Zelle, bei der weiblichen Frucht die Gebärmutter bildend. Diese nimmt von allen Seiten Materielles und Geistiges auf.
Das GEISTIG dringt immer von außen nach der Mitte zu, (wie das Zentrosoma bei dem Eindringen des männlichen Samens von außen in das Innere des Eies zu intensiver Strahlung erwacht).
Dieses innerste Kraftzentrum strahlt wieder nach außen zur Haut zurück.
Aus der HAUT wächst alles heraus, das ganze NERVENSYSTEM. Ein Teil der NERVEN bleibt im Äußeren und wächst später neu in das Innere.
Es stehen daher im vollentwickelten Organismus die inneren Organe teils unmittelbar und teils durch Umschaltung mit den Hautnerven in Verbindung. DAHER IST EINE SPIEGELUNG DER INNERSTEN NERVENORGANE ANDER HAUT ZU ERKENNEN. ES KANN ALSO INNERES (PHYSISCHES, SEELISCHES UND GEISTIGES) AUS DEM ÄUSSEREN WAHRGENOMMEN WERDEN.
Die fortschreitende Erkenntnis über die ENTWICKLUNG DES MENSCHEN gibt uns einen Beweis für die Physiognomik. (Ein weiterer Beweis liegt darin, daß alle Physiologen und Histologen beobachtet haben, daß der Zellkern begrenzt ist und stets in Gestalt und Form der äußeren Gestalt und Form der Zelle entspricht.) Hieraus folgt, daß nicht nur eine innere korrespondierende EMPFINDUNGSENERGIE in der ZELLE wohnt, sondern daß auch die innerlich und äußerlich wirkende MECHANISCHE Energie miteinander korrespondiert. Daraus leitete Huter das „MECHANISCH-BIOLOGISCHE KORRESPONDENZ-GESETZ“ ab. Danach sind aus der äußeren Körperform und Gestalt RÜCKSCHLÜSSE AUF DIE FORM UND GESTALT innerer Organe bei Tieren und Menschen, ja selbst im gewissen Grade auch bei manchen Pflanzen möglich.


IN DEN FORMEN LEBT DER GEIST [Hinzugefügt]
Fragt man, OB DER WILLE AUF DIE KONSTANTEN FORMEN ZU WIRKEN VERMAG, so kann man das nur bedingungsweise bejahen. Fragt man aber umgekehrt: KÖNNEN DIE FESTEN UND KONSTANTEN FORMEN, die die Physiognomik wiedergibt, AUF WILLEN UND BEWUSSTSEIN WIRKEN? – SO IST DAS ZU BEJAHEN.
Es ist der Wille, der in fester Form und Materie nicht nur ruht, sondern auch stetig magnetisch, chemisch, elektrisch, spannend, wärmend, strahlend usw. wirkt.
Es ist der allmächtige Wille des Seienden, der auf uns selbst zurückwirkt, ein Gesetz, worauf alle konstante Formbildung in der Natur und alle Bildnerkunst der Menschen beruht.

Ja wäre DIE MIMIK ALLEIN wertvoll für die Erkenntnis der inneren Wesensart des Menschen und die konstante lebendige Formbildung demgegenüber bedeutungslos, dann wäre ja alle Bildnerkunst der Welt, die auf den Gesetzen der konstanten Formbildung aufgebaut ist, ein einziger endloser Irrtum, – und die Natur selbst, die in Formen, Farben und Gestalten wirksam ist, müßte ihr Antlitz verhüllen.

Ambrosi. Die Seele. Die Blüte [Hinzugefügt]

Die Einseitigkeit in der diesbezüglichen Forschung übersieht damit eine Welt der Tatsachen. (Ist es nicht ähnlich so in der Zellforschung? Alle großen Zellforschern haben die BEDEUTUNG DES STRAHLENDEN ZENTROSOMAS FÜR DAS LEBEN DER ZELLE HERVORGEHOGEN, – und doch liegt das Schwergewicht auf der Erforschung der CHROMOSOMEN DER ZELLE, – und damit ist die GRUNDERKENNTNIS ÜBER DAS STRAHLENDE, LEUCHTENDE, SPANNENDE, FORMENDE UND LIEBENDE LEBEN vertag.)
Wir lernen verstehen, was hier nur angedeutet werden kann, – daß GEIST und ENERGIE nicht nur in den unter unserem WILLEN stehenden Muskeln, also nicht nur in MIMIK und GEBÄRDEN zum Ausdruck kommen, sondern auch in den weichen und festen, konstanten, nicht unter unserem Willen stehenden FORMEN.

HAUPTWERK [Hinzugefügt]

Ja, das, WAS WIR WILLE NENNEN, IST DIE GESAMTSUMME ALLER MECHANISCHEN UND GEISTIGEN ENERGIEN EINER LEBENSFORM, und dieser Wille ist schließlich nicht allein an das Gehirn gebunden, sondern auch Blut, Muskeln, Knochen, Haut, Gewebe, Innen- und Außennerven, besonders auch die Sehnenbänder und Muskeln, die das Zentralnervenorgan, das GEHIRN, einschließen, nehmen daran Anteil.
Dieses ist erklärlich durch die chemischen, strahlenden und spannenden Kräfte, UND DADURCH GEWINNT DIE PHYSIOGNOMIK EINE GANZ HERVORRAGENDE WISSENSCHAFTLICHE BEDEUTUNG: SIE WIRD DADURCH ZUM ERSTENMAL ZUR NATURWISSENSCHAFT ERHOBEN.


CARL HUTER [Hinzugefügt]

Mit offenen Aug und Sinn und Denken ist die Natur und alles Geschehen in derselben gerade so zu sehen, zu werten und zu verstehen, wie es sich bin in alle verborgenen Feinheiten abspielt und wirklich ist.




KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

Wir wissen nun, daß die zu starken Kiefer- oder Jochbeinknochen das Gehirn- und Willensleben beeinflussen, wodurch sich die VERBRECHERMERKMALE NICHT ALS TOTE ANATOMISCHE, sondern als BESEELTE, physiologisch und psychisch mitwirkende, im GESAMTHAUSHALT DER KRÄFTE des INDIVIDUUMS begreifen lassen.
Weiterhin lernen wir nicht nur die nahen Beziehungen von Gesichtsknochen, Muskeln und anderen Geweben zum Gehirn verstehen, wir lernen auch den Zusammenhang zwischen dem Gesicht und den entfernt liegenden Körperorganen begreifen, und dadurch wird uns das GESICHT wahrhaft EIN SPIEGEL DES KÖRPERS UND DER SEELE, des Bewußtseins und des Unterbewußtseins.










Aufnahme: Siegfried Kupfer

Wie an den eingesunkenen Geweben oberhalb und unterhalb der Augen und an der Brust zu erkennen ist, hat das PFERD viel durchgemacht, – daher auch der traurige Ausdruck. Aber die Haltung ist trotzdem so ruhig und vernünftig, wie das Gewebe durch und durch warm getönt ist. Die einzelnen Formen, die Erhöhungen und Vertiefungen, die Aderbildung und die Umrißlinien machen insgesamt einen wohlproportionierten, ja edlen Eindruck und geben kund, daß die inneren chemischen, physikalischen und seelischen Kräfte in bester Harmonie zueinander stehen, daher die HÖCHSTE ZUVERLÄSSIGKEIT DES TIERES.








ZUM 110. GEBURTSTAG DES BERÜHMTEN BERLINER BILDHAUERS

PROF. REINHOLD BEGAS [STAND 1941].



Prof. Reinhold Begas. Photo Atlantic.

Das Portrait zeigt Prof. Begas, der das BERLINER BISMARCK-DENKMAL schuf, das vor 40 Jahren [Stand 1941] enthüllt wurde. Begas entstammte einer berühmten Künstlerfamilie und hat ganz im Sinne seiner Zeit Denkmäler der großen deutschen Staatsmänner geschaffen. Für die Ruhmeshalle in Berlin entstand eine KOLOSSALSTATUE DER BORUSSIA, – DER KOLOSSALE NEPTUNBRUNNEN IN BRONZE auf dem BERLINER SCHLOSSPLATZ, DAS DENKMALS VON ALEXANDER und WILHELM V. HUMBOLDT, von KAISER WILHELM I., DIE BILNISBÜSTEN VON ADOLF MENZEL, MOLTKE, des KRONPRINZEN FRIEDRICH WILHELM u.a. Zu seinen größten Werken zählen das KAISER-WILHELM- und das BISMARCK-DENKMAL IN BERLIN.

Das Porträt von Begas ist so sprechend lebendig, daß man die realistisch-malerische Richtung seiner Zeit darin zu erkennen glaubt. Ganz wie die Jahrhundertwende war, in der Begas lebte und wirkte, so tritt uns der Künstler hier im Bilde entgegen, mit stattlichem Vollbart, mit dem Ausdruck der Großzügigkeit, der Lebens- und Schaffensfreude, – den weichen Hut ganz so unternehmungsfreudig tragend, – wie er – eine hervorragende Künstlernatur, – es gerade für gut hält.



Im Auge liegt volle Gegenwartsfreude und Beobachtung, geniale, plastische Spann- und Nervenkraft liegt besonders in dem voll getönten Gewebe seitlich der Nasenform und eine feine künstlerische Abklärung und Formkraft an Augen, Wangen und Barthaar.

Prof. Begas muß ein großartiges Augenmaß gehabt haben, denn das zeigt die Spannkraft aller Gewebe in und über den Augen; ganz außerordentlich lebhaft, gerundet und sprechend plastisch, geradezu den Formen- und Gestaltsinn hervorhebend, tritt die Formbildung der Nasenwurzel hervor. Diese kernige Kraft zeigt, daß er die Formen scharf ins Auge faßt, sie im Gedächtnis behält und aus seinem reichen Inneren künstlerisch gestaltend wiederzugeben vermag. So findet der in Fleisch und Blut übergegangene FORMEN- UND GESTALTSINN des Bildhauers einen sichtbaren Ausdruck. Und dieser Zug pflanzt sich fort über die Nasenform, über Wangen und Mund bis in alle Barthaare hinein, den künstlerisch-schaffenden, freien, freudig ernsten Lebensgeist lebendig verkörpernd. Unsere heutige Kunstrichtung trägt demgegenüber einen ganz anderen durch DIE GROSSEN GESCHEHNISSE BEDINGTEN – GESTEIGERTEN CHARAKTER.






















[STEMPEL VIOLETT]

EINSTELLUNG DER ZEITSCHRIFT
Die Kriegswirtschaft erfordert Konzentration aller Kräfte. Diese macht es notwendig, daß unsere Zeitschrift bis auf weiteres ihr Erscheinen einstellt, um Menschen und Material für andere kriegswichtige Zwecke freizumachen.









Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Die 101 Ausgaben von „Der gute Menschenkenner“ in den Jahren August 1932 bis Juni 1941 durch den bedeutsamsten persönlichen Schüler von unserem Großmeister Carl Huter (1861-1912) in der Tradition von Albrecht Dürer, nämlich Amandus Kupfer (1879-1952) mußte diplomatisch formuliert publizieren.

Seit 1937 agitierte das Hausblatt „Der Angriff“ vom damaligen Reichslügenminister Goebbels, (für den Kenner der gefährlichste Raubtier-Menschen-Typ, „Ha-Typ“), publizistisch gegen Amandus Kupfer:

Amandus Kupfer sollte schweigen („Schweig“ = analog Schwaig, als Anspielung auf den Wohnort vom Herausgeber der Menschenkenner 1 bis 101 bei Nürnberg.

In dem wissenschaftshistorischen sehr bedeutsamen Werk von Amandus Kupfer, in akuter Lebensgefahr und heimlich vor der GESTAPO geschrieben und vergraben, nämlich „Das Buch von 1941“, wird das NAZI-DEUTSCHLAND-SYSTEM UND SEINE GRAUSAMEN REPRÄSENTANTEN, INSBESONDERE GOEBBELS & ADOLF HITLER, sowie die Gegenspieler CHURCHILL und ROOSEVELT undiplomatisch und direkt geschildert. Vollständige Digitale-Neuherausgabe by Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm im Auftrag von Carl-Huter-Zentral-Archiv in Kooperation mit der Physiognomischen Gesellschaft Schweiz, PGS, in Zürich unter folgendem LINK:




Nach dem Publikationsverbot für Amandus Kupfer auf persönliche Anordnung vom Ha-Typ Goebbels, damaliger Reichslügenminister GOEBBELS in Nazi-Deutschland, folgte die angeordnete und auch akribisch durchgeführte TOTALVERNICHTUNG DER GESAMTEN ORIGINAL-LITERATUR VON UND NACH CARL HUTER. Den damals in Berlin ausgestellten Einlieferungsbefehl ins KZ (Vernichtungs-Konzentrationslager) und an Amandus Kupfer auch persönlich in Nürnberg ausgehändigt, 1945, konnte glücklicherweise nicht mehr vollumfänglich umgesetzt werden, da die chaotischen Verhältnisse zum Ende und Unterganges des Nazi-Systems in Deutschland dies nicht mehr zuließen. Mit Glück überlebte Amandus Kupfer, „Das Buch von 1941“, konnte unversehrt ausgegraben werden und wurde 1948 in der Schweiz original publiziert. Im damaligen Nachkriegs-Deutschland fand sich bezeichnenderweise kein Verlag, der dieses so bedeutsame Werk publizieren wollte.
DIE SCHWEIZ UND SEINE REDLICHEN MENSCHEN WAR DER RETTUNGSANKER FÜR DIE ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS AUS DEUTSCHLAND – UNTER TEILS LEBENSGEFAHR WURDEN ORIGINAL-WERKE IN DEN KLEINEN SOUVERÄNEN STAAT „HELVETIA“ GESCHMUGGELT UND SOMIT DER NACHWELT ERHALTEN!
Möge gerade heute, 5. Februar 2010, die Schweiz und seine wunderbaren Menschen den wirtschafts-kriegerischen Angriffen gegen ihren souveränen kleinen sehr lebenswerten Staat mit beispielloser Freiheit, als der definitiv letzte freie und souveräne Staat in Europa mit eigener bewährter Währung Franken, ihre Einzigartigkeit und Andersartigkeit bewahren. Noch gilt der Wille des Schweizer Volkes in „Helvetia“ – Stichwort „Rütli-Schwur“ und die in der Vergangenheit vor ca. 500 Jahren bewußte und gesunde historische Abgrenzung zum damaligen DEUTSCHEN REICH mit seinem großtuerischen Gehabe und seinem Herrschafts-Klassen-Dünkel, das auch heute wieder unangenehm jedem Informierten in der nun seit 61 Jahren definitiv fremdbestimmten OMF-BRD negativ aufstößt („OMF“ = Organisierte Modalität Fremdbestimmt, Begriff von Carlo Schmidt).


























RESPONSIBILITY IS THE KEY


VERANTWORTUNG IST DER SCHLÜSSEL



Abschließend sei noch angemerkt, daß auf den Monat genau – exakt 50 Jahre nach der letzten publizierten Ausgabe der großformatigen Zeitung „Der gute Menschenkenner“ Nummer 101 – meine Wenigkeit seine erste Publikation im renommierten Verlag Julius Groos in Heidelberg zur SELBSTVERANTWORTUNG in „HÖRGESCHÄDIGTENPÄDAGOGIK“ publizierte. Die wesentlichen Ergebnisse meiner damaligen DIPLOMARBEIT AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG wurden veröffentlicht (allerdings noch methodologisch und geistig sehr beschränkt im üblichen akademischen „Setting“. Datum Juni 1991!)

HÖRPAD: SELBSTVERANTWORTUNG BY W. TIMM, HUSUM IM SEHR RENOMMIERTEN VERLAG „JULIUS GROOS VERLAG HEIDELBERG“. DATE: JUNI 1991. 11 JAHRE ZUVOR HATTE ICH ALS GYMNASIAL-SCHÜLER IN HAMBURG AUF DEM ERSTEN INTERNATIONALEN HÖRGESCHÄDIGTEN KONGRESS IN HAMBURG, 1980, DEN BÜCHER-STAND VON DIESEM VERLAG AUS HEIDELBERG BETREUT. [Hinzugefügt]


DIE ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLSIOPHIE UNSERES GROSSMEISTERS CARL HUTER (1861-1912) IST SOZUSAGEN DAS „MASTERPROGRAM“ ZUR SELBSTVERDELEUNG. DIE INTENSIVE REDLICHE BESCHÄFTIGUNG MIT DEN GRUNDLAGEN UND ENTDECKUNGEN DER BAHNBRECHENDEN PHYSIOGNOMISCHEN PSYCHOLOGIE & KALLISOPHIE STÄRKT DIE LEBENSLICHTLEITSTRAHLKRAFT, HELIODA, IN UNSEREN BILLIONEN LEBENDEN ZELLEN. DIESE HAUPTLEITSTRAHLKRAFT VEREDELT DIE FORMEN UND GEWEBE UNSERES KÖRPERS, IST DIE KRAFT FÜR DIE NATÜRLICHE SCHÖNHEIT.



Edited by Diplom Psychologe Wolfgang Timm, Husum-Schobüll

DgM 100

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 5. September 2010 von helioda1

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Mai 1941, Nr. 100


ZUR HUNDERTSTEN AUSGABE.
Stets ist die Physiognomische Psychologie Carl Huters die Grundlage für alle in dieser Zeitschrift gebrachten Arbeiten gewesen.


DAS EDLE DENKEN
UND EMPFINDEN
und die
äußere Formbildung

DER SCHAFFENDE LEBENSGEIST

baut und formt in allen Zellen und
Geweben an der inneren und äußeren
Organ- und Gestaltbildung
und bringt – von LIEBE getragen –
das EDLE STREBEN, das GUTE WOLLEN,
die HOHEIT DES GEISTES IN AUGEN
UND GESICHT zum Ausdruck

DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN [Hinzugefügt]


WAS IST SCHÖN? WAS GUT IST,
ECHT UND WAHR.

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]


WIE ERKENNT MAN DAS GUTE?
An der Harmonie und Symmetrie, am
Geistigen Ausdruck der Lebensformen.


Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte!
[Hinzugefügt]

Das obige Bildwerk „Die Perlenfee“ ist eine Schöpfung der Phantasie und eine Darstellung der idealen Kunst. Die Perlenfee entnimmt aus einer Schale die schönsten in Schmuck und Fassung kunstvoll verarbeiteten Perlen, die sie auf ihre Schönheit prüft und mit denen drei Engelskinder um sie her in frohem Spiel beschäftigt sind. So etwas gibt es in Wirklichkeit nicht, aber der Künstler hat ein Recht zu idealisieren, weil er durch ideale und schöne Schöpfungen die Lust und Liebe, die Freude am Glücklichen und Schönen anregen will. Die Idee eilt ja stets den Werken des schaffenden Menschengeistes voraus.

Die Perlenfee von N. Diaz

Der Künstler will den Alltag vergolden und alle Sorgen vergessen machen, er will durch schöne und glückliche Darstellungen erheben und erfreuen, schöne Vorstellungen wachrufen, und so konnte er aus diesem Gefühl heraus das schöne Bildnis, „die Perlenfee“, hervorbringen.
Das Bild strahlt Glück aus und eine überirdisch ideale Stimmung liegt über den Gestalten, der Handlung und Landschaft. Der Künstler kann sich die Perlenfee und die Engelskinder offenbar nur in einer sehr schönen Umwelt denken, daher paßt er die Landschaft diesem frohen Spiel der Gestalten an.
Blumen umgeben die Fee, der Jugend frohe Fülle begleitet sie. Lebenswarm und Freude erweckend schön ist der Körperbau dieser Frauengestalt, die ewige Jugendkraft und Schönheit des sich erneuernden Lebens symbolisierend.

Die Körperformen der Perlenfee sind sehr weich und voll plastischer Lebenswärme, voll unergründlichem Lebensgeheimnis – wie die Perlen, – edel und schön. Es ist das harmonische Empfindungs-Naturell mit dem zarten Hals, dem kleinen Gesicht, den schönen Gesichtsorganen und großen Augenlidern.

Der Künstler hat sich aber auch wieder ganz an die Wirklichkeit gehalten. Die Perlenfee liebt Schmuck, sie hat den prüfenden Ausdruck im Gesicht, und bei aller Grazie und Gelassenheit in der Haltung und Bewegung und trotz der Perlen, die das Haar und Vorderhaupt schmücken, hebt der Künstler dennoch den hinteren Teil des oberen Kopfbaues hervor. Dort liegen die Gehirnzentren und Organe für den edlen Stolz und die Festigkeit der Persönlichkeit. Es ist also mit Absicht nicht das vordere und mittlere Oberhaupt am stärksten betont, wo der Sinn für die höchsten Ideale, die der Mensch haben kann, zu suchen ist.

Der Künstler verleiht aber der Fee einen ganz besonders weichen und eigenartig feinen, wie Perlen schimmernden Schmelz über der ganzen Haut, an Brust, Hals und Gesicht, und besonders im oberen Teil ist das breite Seitenhaupt schön betont; dort liegt der Sinn für Schmuck und die Liebe zu den allerschönsten Gegenständen.


Zweifellos hat der Künstler diese Formbildung bei Personen, die eine besondere Liebe für edlen Schmuck haben, im wirklichen Leben beobachtet und auch richtig wiedergegeben.
Der Künstler hat damit sagen wollen, daß das Weib das Glück und allen Schmuck und alles Schöne, auch die glücklichste Umwelt haben sollte. Er hat andeuten wollen, daß das in der Natur des Weibes begründet liegt. Gleich einer Fee möchte er ihr alles geben.
Und doch hat der Künstler gewußt, daß Diamanten und Perlen, alles, was das Herz nur begehrt, – der herrlichste Schmuck und die schönste Umwelt, das Weib noch nicht glücklich machen.
Dieses vollkommenere Glück sieht der Künstler in den Kindern, denn ohne die drei Engelkinder wäre das Bild leer und würde niemals das sagen, was es zum Ausdruck bringt. Der Maler weist damit auf die Zweckbestimmung des Lebens und die Gesetze der Liebe und des Lebens, auf die göttliche Schöpferkraft der Liebe hin. Diese kann aber nur ihre beste Erfüllung finden, wenn das Weib glücklich ist, der Schönheit und dem Glück in schönster Umwelt leben kann.

Helioda = Lebenslichtleitstrahlkraft [Hinzugefügt]
Welch großartige Harmonie und Symmetrie und glückliche Ruhe liegt in dem Körperbau, der Bewegung und Haltung und den Gesichtern der vier Gestalten unsers Bildes! Es ist klar, daß die bauenden und formenden Natur- und Lebenskräfte eine solche glückliche und schönste Formgestaltung nur hervorbringen können, wenn das Glück der Liebe und der Umgebung vorhanden ist.
Der Künstler hat damit sagen wollen, daß der Mann seine Aufgabe nicht übersehen soll, für das liebende und sich nach Glück, Liebe und Kindern sehnende Weib das Herrlichste, das Beste und Schönste zu schaffen.
Aber auch dann wäre das Glück des Weibes noch nicht vollkommen, denn wir sehen, daß das vordere und mittlere Oberhaupt der Fee wohl mit Perlen geschmückt, aber zweifellos unvollkommen entwickelt hat.
Was ist es nun, was zu einem vollkommenen Glück noch fehlen könnte? Die Antwort ist leicht gegeben. Es sollte noch alles das hinzukommen, was das vordere und mittlere Oberhaupt und selbst die Stirn des Menschen zur vollendeten Entfaltung bringt.
Das ist das höchste Ideal. Der Reichtum, der Schmuck, die schönste Umwelt, das Glück der Kinder, alles was das Herz begehrt, vollendet das Glück noch nicht; denn das Weib will mit ihren Kindern nicht nur sich selbst und dem Kinde, sondern auch noch dem Manne dienen, der nicht nur das Idealste und Schönste schafft und gibt, sondern der darüber hinaus das Weib zu den höchsten Menschheitsidealen mit hinaufzieht. Dann erst ist das Glück des Weibes vollkommen und alle Wünsche sind erfüllt. Das Glück der Fee wird Wirklichkeit, und das Weib vermag dann erst ihre ganze große herrliche Aufgabe zu erfüllen, Leben und Liebe zu spenden, mit zu schaffen und mit zu arbeiten und sich an allem Schönen zu erfreuen.


Das aber setzt voraus, daß der Mensch seine körperlichen und geistigen Anlagen nicht nur einseitig, sondern nach jeder Richtung hin abgerundet ohne Ecken und Kanten zur Entwicklung und Entfaltung zu bringen versucht.

Die Möglichkeit ist, wenn auch nicht von heut auf morgen, gegeben, denn die Natur hat sich auch aus den kleinsten Anfängen immer mehr zur Harmonie und Vollendung entwickelt. Wie in der ganzen Natur der schaffende Lebensgeist in den Formen, Farben und Gestalten, in Tönen, Gesten und Bewegungen zum Ausdruck kommt, so erst recht in der Form- und Lebensbildung beim Menschen, der Krone der Schöpfung dieser Erdenwelt.
So kann ein Bildwerk vieles lehren, selbst dann noch, wenn es nur eine ideale Schöpfung der Phantasie.


Wir bringen rechts oben – zur hundertsten Ausgabe dieser Zeitschrift – ein Bildnis Carl Huters, des Begünders der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], die ja die Grundlage für alle vorangegangenen hier veröffentlichten Arbeiten gewesen ist.

CARL HUTER (1861-1912)

IN DEN FORMEN
LEBT DER GEIST!
Das Bild zeigt die Lebenswirklichkeit, – es ist weder ein Kunstwerk, noch eine Idealisierung, sondern eine naturgetreue photographische Aufnahme. Und doch könnte man im ersten Augenblick und bei näherer Betrachtung des Bildes denken, es sei kunstvoll idealisiert. Da das nicht der Fall ist, so muß man diese Form- und Ausdrucksbildung als ein Kunstwerk der Natur ansprechen.


Der Goldene Schnitt [Hinzugefügt]

Man vergleiche nach allen Seiten die einzelnen Proportionen von Augen und Gesicht im Verhältnis zur Stirn- und Schädelbildung; – und wer gewohnt ist, die Maßverhältnisse nach dem goldenen Schnitt zu beobachten, – nach welchem die Natur arbeitet, – wird die seltene Erhabenheit derselben erkennen.
Dabei beachte man die sehr bestimmte Körperhaltung, den feierlichen festen Augen- und Gesichtsausdruck, dann wird man bei der Betrachtung des Bildes selbst ganz unwillkürlich feierlich gestimmt.

Die große Iris der Augen, - man versuche diese durchgeistigte Augensternbildung zu erkennen, – die Abgeklärtheit, die in und über allen Geweben liegt, ist so etwas Seltenes, daß man staunt, daß die Natur ein solches Form- und Lebenswerk hervorzubringen imstande ist.

Plan der Iris von Carl Huter in 33 jähriger Lebensarbeit [Hinzugefügt]

Huter hatte zu der Zeit der Aufnahme des Bildes seine Forschungen im Prinzip abgeschlossen, aber auch das aller schwerste Leid durchgemacht und noch zu überwinden, – sein Leben neigte sich dem Ende zu. Das alles ist in den Gesichtszügen ausgeprägt, ebenso wie das Bewußtsein, daß seine Forschungen die größte Wahrheit in der Natur erkennen lassen. Sein Idealismus, seine Treue und innerliche Festigkeit in der Erkenntnis der Wahrheit in der Natur ist ungebrochen. Daher der feierliche und erhabene Ernst. – Im tiefsten Leid noch spiegelt der Ausdruck die ganze Schönheit seiner Forschungen und Entdeckungen in ihrer Gesamtheit und die Zielrichtung derselben wieder. Lebendig ist in Nerven, Fleisch und Blut, Muskeln, Gewebe und Formbau sein schaffender Lebensgeist hier verkörpert.

Es ist der Lebensgeist, der alles Schöne in der Natur geschaffen hat, der die Materie organisiert und formt, den Huter zuerst in der Empfindungsenergie der Materie nachwies und dann als eine besondere Lebensstrahlenergie erkannte. Er stützte sich dabei auf die zu seiner Zeit neuen Zellzentrosomaforschungen. -

Huter hatte den Organisator im Lebendigen in dem anatomischen Strahlengebilde der Zelle gefunden und als allüberall in der ganzen Natur wirkend und gestaltend nachgewiesen.

Entdeckungen [Hinzugefügt]

Es war Huter völlig klar und geistesgegenwärtig, daß diese Lebensstrahlenergie mit Zeugungs-, Liebes-, Glückes-, Freudes- und geistiger Schöpferkraft identisch ist. Daher das Glück der Wahrheitserkenntnis, das der Ausdruck spiegelt, das wie ein verborgenes Licht in seine Augen, in allen lebendigen Geweben, in der Formbildung und der Haltung glimmt.

Die herrlichste Schönheit in allen Lebensdingen sieht Huter durch seine Forschungen zur praktischen Lebenswirklichkeit werden. Das Bild und die Entdeckungen Huters sind Zeugen für dem lebendigen Parallelismus zwischen dem Schöpfer und seinem Werk, zwischen Innen- und Außenwelt, der geistigen Schaffenskraft und den in der Natur liegenden Prinzipien der Lebensentwicklung zu immer größerer Vollkommenheit und Schönheit.


VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)

DIE ZELLENLEHRE.

(Mit der Zelle nimmt das Leben seinen Anfang und der Organismus baut sich aus Zellen auf.)
Das lebende Eiweiß sucht sich in der Lebenszelle zu organisieren. Der Urschleim oder der Protoplasmaschleim besteht aus Kernen und aus einer Zellmasse. Der Zellkern ist der Beweis für die Attraktionserscheinung. Der Zellkern zieht die Teile zusammen.
Jede organisierte Zelle besitzt aber außer dem Kern noch ein Strahlkörperchen (ZENTROSOMA). Wenn die materialistische Weltanschauung sagt, daß vom Zellkern alles abhänge, so ist das ein Irrtum.

Dogma [Hinzugefügt]

Das Leben, die Helioda, die im Zellstrahlkörperchen gesammelte geistige Strahlkraft, IST DAS OBERSTE PRINZIP, nicht das materielle Prinzip im Zellkern, denn dieses ist dem ersteren untergeordnet. Demnach gibt es drei Elemente in den ersten Lebensgebilden,
1. Zellmasse,
2. Zellkern,
3. Zellstrahlkörperchen.

RECHTSSEITIG IN DER ZELLE sammelt sich im Kern die harte Materie, LINKSSEITIG das geistige Element in der Strahlung. Bei der Zellteilung (Wachstum), wenn das Liebesleben in die Erscheinung tritt und das Lebenslicht im Zentrosoma zentral zu wachsen beginnt, teilt sich das Strahlkörperchen und die zwei so entstandenen Zentrosomen wandern in die magnetische Achse hinein und spannen damit die magnetischen Lebensenergien in ihren Dienst.


Der Zellkern wird auseinandergezogen, und es bilden sich aus dem Zellkern Schleifen. Diese Kernschleifen wachsen und folgen den nach den Polen abgewanderten Zentrosomen, unter deren Richtkraft sie sich zu neuen Kernen ordnen. Huter hat den Beweis erbracht, daß die seelische Materie unter normalen Umständen die lebenskräftigere ist und stärker wirkt wie die chemische Energie. Diese zarten, feinen Strahlen ziehen also, sobald die magnetische Energie unter ihrer Botmäßigkeit steht, die sehr festen Bestandteile des Kerns auseinander; die geistigen Strahlen ziehen das Materielle auseinander, es bilden sich NEUE FORMEN. (ES IST DER SIEG DES GEISTIGEN ÜBER DAS MATERIELLE ELEMENT.) DAS PRIMÄRE, DAS ERSTE, WAS SICH TRENNTE, UM NEU ZU SCHAFFEN, WAR DAS GEISTIG ZENTRALE; ES TEILT SICH IN ZWEI FORMEN, – DAS IST DER ERSTE WACHSTUMSVORGANG. DAS GEISTIGE ELEMENT TEILT ODER SPALTET SICH, WENN ES ÜBERGLÜCKLICH IST UND VERMEHRT SICH IN ZWEI TEILE. (HUTER BENANNTE DIE IN DEN ZELLSTRAHLKÖRPERCHEN WIRKENDE ENERGIE, DA ER DIESE ALS GEISTESSTRAHLKRAFT ERKANNTE, HELIODA, D. I. LEBENSLICHT.)

HELIODA = LEBENSLICHT [Hinzugefügt]


WARUM BAUTE ICH MEINE GANZE LEBENSFORMKUNDE UND PHYSIOGNOMIK [PHYSIOGNOMISCHE PSYCHOLOGIE] IN DIESER WEISE AUF?
DAS ZENTROSOMA IST DER BEGINN DES LEBENS! DIE ZELLE STIRBT AB, WENN DAS GEISTIGE, DIE LEBENSSTRAHLUNG, DIE KRAFT DER HELIODA, NICHT EINWIRKT.

Der Vorgang der Zellteilung unter Mitwirkung des Zentrosomas wurde u.a. von Prof Stöhr, Würzburg, dargestellt. (Wir können den Histologen, Zell- und Gewebsforschern für ihre mühsamste Arbeit nicht genug dankbar sein. Huter hatte die Lebensstrahlung auf anderem Wege gefunden, und er sah sie durch die Zellzentrosomastrahlung bestätigt.)


Prof. Stöhr [Hinzugefügt]

DIE NATURELLEHRE.

Beim Manne ist das Geistige und die Naturellanlage stärker entwickelt wie beim Weibe. Das Weib hat nicht so viel strahlende positive Kraft, sondern mehr negatives, weiches Empfinden. Das ist im Durchschnitt der Unterschied zwischen den Geschlechtern in Form, Inhalt und Wesen.

Kräfte am Beispiel der Frau [Hinzugefügt]
Im Weibe ist die Empfindungskraft mehr verteilt, es hat mehr abgerundete weiche Formen. Der Mann ist härter, eckiger und extremer. Es gibt drei Grundtypen in der Natur.
1. das EMPFINDUNGS-NATURELL mit zarten Formen,
2. das ERNÄHRUNGS-NATURELL, das die runden Formen hat,
3.das BEWEGUNGS-NATURELL, das die stärkste Form und Masse besitzt, den stärksten Lebensmagnetismus, aber auch die Neigung zur Disharmonie. Wir haben drei primäre und zwei polare Naturellformen.

Die untenstehenden DREI BILDER gehören noch zu den ersten Naturellaufnahmen, die Huter vor 1900 anfertigen ließ.

ZUR NATURELLEHRE



Das Bilde links oben zeigt das PRIMÄRE CHEMISCHE RUH- UND ERNÄHRUNGS-NATURELL, den vollen, runden und dicken Körperbautypus. Es ist das wirtschaftliche Talent mit der Neigung zu Seßhaftigkeit, Ruhe und Bequemlichkeit, zu reichlich gutem Essen und Trinken.

Das zweite Bild zeigt das PSYCHISCHE, IDEALE DENK- UND EMPFINDUNGS-NATURELL, den zarten Körperbautypus. Es ist, auf sich allein angewiesen, dem harten Dasteinskampf nicht gewachsen. Es neigt zu einer verfeinerten Lebensart mit entsprechender Betätigung.


Das nebenstehende Bild zeigt das PHYSIKALISCHE TAT- UND BEWEGUNGS-NATURELL mit dem fast athletischen Körperbau, dem bevorzugten Knochen- und Muskelsystem. Es neigt zu harter Arbeit, Kraft- und Energieentfaltung, Ertragung von Strapazen, zu Überhebung und harter Herrschaft über andere. Es kann sehr unökonomisch sein.

Sie stellen die von ihm entdeckten DREI PRIMÄREN KÖRPERBAUTYPEN dar. Anläßlich der 100. Ausgabe dieser Zeitschrift sollen uns diese alten Originalbilder nochmals an jene Zeit erinnern; denn gerade diese Entdeckung Huters ist weitgehendst bekannt geworden und hat praktische Auswertung gefunden. –

Carl Huter = Original; Kretschmer = Plagiat

Ursprünglich, im ersten Anfangsstadium der jungen Frucht im Mutterleib, bilden sich nach einer kleinen Anhäufung von Zellen DREI KEIMBLÄTTER.




Das obere und äußere Keimblatt enthält das stärkste EMPFINDUNGSLEBEN, und daraus entsteht das NEVENSYSTEM.

Durch Spaltung entstehen aus dem äußeren Keimblatt die ÄUSSERE HAUT und die EMPFINDUNGSORGANE. Haut und Nervensubstanz stehen im Zusammenhang. Daher ist es durchaus verständlich, wenn Huter lehrt: an der feinen Haut erkennt man den feinen Menschen. Aus dem feinfühlenden Menschen hat sich der GEISTIGE MENSCH entwickelt, der Künstler, Dichter, Gelehrte, Musiker usw.
Das INNERE KEIMBLATT enthält das ERNÄHRUNGSLEBEN, und daraus entstehen die ERNÄHRUNGSORGANE. Durch die Ernährung wird das Leben stärker.



Unter diesem Keimblatt wächst die Substanz für die BEWEGUNGSORGANE hervor, das MITTLERE KEIMBLATT, und aus diesem entsteht das BEWEGUNGSSYSTEM. (Es liegt das durch die ganze Natur gegebene DREITEILUNGSPRINZIP auch dem Aufbau unseres Körpers zugrund.)

Die Naturellanlage wir durch die Vererbung fortgepflanzt, wenn der männliche Same das POLARE, STARKE, die GEISTESKRAFT, das LEBEN, in das WEIBLICHE, NEGATIVE ELEMENT hineinbringt.
In dem äußeren Keimblatt ist das darin liegende Empfinden stärker betont, – das geistig starke Gefühl bei der Befruchtung kommt in dem inneren Keimblatt zum Ausdruck, – während in dem mittleren Keimblatt die Bewegungskraft sich äußert.
Wenn die Kraft des männlichen Elements stärker ist als die des weiblichen, – dann wird die Frucht männlich.
Ist die weibliche Kraft stärker als die männliche, dann entsteht eine weibliche Frucht.



Die Zeugung kann aber auch SEELISCH BEEINFLUSST WERDEN, – denn die primäre seelische Energie im Zellzentrosoma zieht wie an feinen Fäden die dichte Kernsubstanz auseinander und ermöglicht die Bildung neuer Geschlechts- und aller weiteren Körperzellen. (DIE LEIB-SEELE-EINHEIT ist heute ZUM LEITPRINZIP ALLER FORTSCHREITENDEN ERKENNTNIS GEWORDEN, und der seelische Einfluß bei der Schöpfung und Zeugung ist von ähnlicher Bedeutung für das Zentrosoma, – den ORGANISATOR IM LEBENDIGEN, – wie der chemische und physikalische Einfluß für die Schleifenbildung der Chromosomen.)
Wenn in der Liebe eine zarte Frau einen Mann sehr stark liebt, dann werden Knaben erzeugt. Denn was man liebt, wird erzeugt, d.h. durch das GLÜCK DER LIEBE wird die Nerven- und ZENTROSOMASTRAHLUNG stärkstens angeregt, der Samenfaden mit dem männlichen Geschlechtselement stärker angezogen, daß er das Ei befruchtet. Im Übermaß des Glückes erscheinen durch Spaltung die Strahlengebilde der beiden Zentrosomen, wie sie von allen Zellforschern übereinstimmend beobachtet sind.


Liebt der Mann die Frau stark, dann werden Mädchen gezeugt, weil im Geiste des Mannes die Vorstellung des Weibes am stärksten ist, und bei der Einheitlichkeit des Lebens erhält der Samenfaden mit dem weiblichen Chromosomen die stärkste Impulskraft und Beweglichkeit und befruchtet das Ei.

Ist der Mann kühler und die Frau stärker in der Liebe, so werden Knaben gezeugt. Das Seelische ist ausschlaggebend.



Nach der Befruchtung beginnt die Entwicklung. Die Befruchtung ist der SCHÖPFUNGSVORGANG. Daher gibt es nicht nur eine Entwicklung in der Natur, sondern auch einen Schöpfungsentwicklungsvorgang. Daher ist die Hutersche Lebensentwicklungslehre und speziell die des Menschen eine SCHÖPFUNGSENTWICKLUNGSLEHRE, durch welche die Kluft überbrückbar erscheint, die zwischen dem höchsten Affen und dem ersten wohlproportionierten Urmenschen liegt. Es gibt beides, – Schöpfung und Entwicklung.

Fortsetzung folgt.





ZUR HUNDERSTEN AUSGABE.

Stets ist die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters die Grundlage für alle in dieser Zeitschrift gebrachten Arbeiten gewesen.


Der gute Menschenkenner 1932-1941 [Hinzugefügt]
Huter starb im Jahre 1912, und nach der kurzen Zeitspanne unseres Lebens bemessen ist das nun schon lange her. Viele Leser werden nur das eine oder andere Werk Huters kennen oder noch keines gelesen haben. Da kann es vorkommen, daß die Meinung entsteht, daß die hier behandelten Forschungen und Entdeckungen dem Herausgeber dieser Zeitschrift, also mir [Amandus Kupfer (1879-1952)], zugeschrieben werden.
Daher möchte ich betonen, daß ich weder Neuforschungen, noch irgendwelche Entdeckungen gemacht habe und die Folgerungen, welche ich aus den Forschungen Huter gezogen habe, liegen durchaus im Rahmen derselben.
Ein Beispiel kann das noch deutlicher machen: Ein Meister, der etwas ersann und etwas Besonderes geleistet hat, bleibt darin original. Wenn nun Lehrlinge und Gesellen etwas von diesem Meister gelernt haben, so bleibt doch die ursprüngliche Arbeit des Meisters einmalig und wohl kaum in derselben Weise wiederkehrend. Daher sagt auch der Volksmund mit Recht: „Den Meister soll man ehren“, und das ist es, was ich mit diesen Worten sagen wollte.
Die Freude aber, das Glück, der Wahrheit in der Natur näher zu kommen, um auch den praktischen Lebensnutzen daraus ziehen zu können, die verbleibt uns allemal und macht am Ende alle Mühe und Arbeit gering.




So kann ich nur den Wunsch zum Ausdruck bringen, daß der Leser mehr und mehr die Naturwahrheit der Lebensausdruckskunde mit eigenem Sehen und Denken erkennen möge, seelische und geistige Befriedigung finden möge und recht großen praktischen Lebensnutzen davontrage, „daß Segen der Mühe Preis sei!“ Mag dann die Zeit vergehen, die große Natur ist ewig und alles Geschehen drängt zu einem großen Ziel, DER WAHREN UND ECHTEN SCHÖNHEIT IN ALLEN DINGEN DES LEBENS.

[Georg Meisenbach (1841 - 1912)

Ursprünglich Stahl- und Kupferstecher, Unternehmer, war als Erfinder der Autotypie entscheidend an der Weiterentwicklung der Reproduktionstechniken in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts beteiligt. Um 1876 Gründung einer "Chemigraphischen Kunstanstalt" in München und Entwicklung eines verbesserten zinkographischen Druckverfahrens. Weitere Arbeiten an Verfahren zur Reproduktion von Halbtonbildern. Kooperation mit Josef Ritter von Schmädel, mit dem zusammen Meisenbach 1883 in München die "Autotypie-Company" gründete. Um 1900 war die in Berlin, München und Leipzig ansässige Firma "Meisenbach, Riffarth & Co." zur europaweit bedeutendsten graphischen Kunstanstalt aufgestiegen.]


Meisenbach-Riffarth, München

DEM ERFINDER DER AUTOTYPIE
GEORG MEISENBACH
Geb. zu Nürnberg, am 27. Mai 1841, zum 100. Jahresgedenktag [Stand 1941].
Wie lebendig und aufmerksam blicken die Augen des obigen Bildes, – voller Lebensbejahung ist der Ausdruck an Nasenform, Bart und Mund. Rege und kraftvoll ist der Impuls und Wille, das sieht man am kräftigen Kinn und Unterkieferbogen.

Die helle und sehr plastisch gespannte Schläfenregion, wo der technische Kunstfertigungssinn liegt und die offene und gespannte Plastik vornehmlich an der Stirnmitte, wo der Tiefensinn liegt, zeigen den Erfindergeist. Der plastische Bau des unteren und mittleren Seitenhauptes ist typisch für einen guten kaufmännischen Sinn, verbunden mit steter Anspannung zur Verbesserung der Dinge des Berufslebens.

Besonders der rechtsseitige Schwung der Brauen zeigt die lebhafte Anspannung des Licht-, Farben- und perspektivischen Beobachtungssinnes. Der Stirnbau ist der für den Chemiker und Physiker typische. Das Verfahren Meisenbachs verbindet die photochemische Erfahrung mit den physikalischen Gesetzen der Optik und mit der graphischen Kunst. Der lebensvolle und freudige Ausdruck und die sehr feine Plastik der Nasenwurzel, der Augenlider und die Augenstellung zeigen den großen Naturliebhaber und das Zeichentalent.

[AUTOTYPIE

Gerastertes Bild im Hochdruck (Buchdruck)
1882 setzte sich das von Georg Meisenbach (1841-1912) entwickelte Verfahren durch, nachdem bereits viele andere versucht hatten, das Problem des gleichzeitigen Drucks von Halbtonbild und Text zu lösen. Meisenbach zerlegte die Bildvorlage beim Abphotographieren in unterschiedlich große, regelmäßig angeordnete Punkte, indem er sie durch eine mit einem feinen, parallelen Linienmuster versehene Glasscheibe aufnahm (Autotypieraster). Nach der Hälfte der Belichtungszeit drehte er das Raster um 90°. Erst später konnten in den USA die ersten Kreuzraster hergestellt werden. Das Negativ wurde dann einer mit chromiertem Fischleim beschichteten Zinkplatte aufbelichtet. Nach dem Entwickeln blieben nur die Rasterpunkte abgedeckt, die Zwischenräume konnten mit einer Säure tiefgeätzt werden.
Die Suche nach der optimalen Rasterform, -frequenz, -stellung etc. beschäftigte um die Jahrhundertwende eine Vielzahl von Praktikern und Forschern. Bei mehr- oder naturfarbigen Drucken bereitete das paßgenaue Übereinanderdrucken mehrerer Farben lange Zeit große Schwierigkeiten. Auch stand die erreichbare Qualität der Halbtonauflösung immer hinter den Flachdruckverfahren (Lichtdruck, Offsetdruck) und Tiefdruckverfahren (Heliogravüre, Rakeltiefdruck) zurück.]

Seine epochemachende Erfindung der Autotypie, die im Laufe von 50 Jahren immer mehr vervollkommnet wurde, ist die Grundlage für den Druck all der Bilder geworden, die wir in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen heute zu betrachten gewohnt sind. Seine Erfindung war eine Großtat. Auch das obige Bild ist eine Autotypie. Wenn der Leser dasselbe mit einem Vergrößerungsglas betrachtet, so wird er lauter feinste Punkte feststellen, die mehr oder weniger dicht zusammen liegen. Darauf beruht das Meisenbachsche Verfahren, das Bild mit Hilfe eines Rasters, d.h. eines linearen Diagonalnetzes in Punkte zu zerlegen und dann auf Metall zu übertragen. Dadurch sind in der naturgetreuen Bildwiedergabe Vorteile von ganz ungeahntem Ausmaß erreicht. Dieser hervorragende Nürnberger Erfinder hat den Druck der gesamten Kulturwelt verdient.


DAS GOLDENE ZEITALTER

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Das sehr unfangreiche Werk „Aus eigener Kraft. Mit Pinsel und Palette“, 1911, enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Mensch auf seinem PC, oder sehr komfortabel auf seinem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren kann. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde. Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert. Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung. Seit ca. 10 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet real das GOLDEN ZEITALTER. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]

Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]

Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.







Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.
Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.
Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.
Enthüllst du sie, so löst
Sich dir des Rätsels Siegel.


ZUR HUNDERTSTEN AUSGABE.

Stets ist die Physiognomische Psychologie Carl Huters die Grundlage für alle in dieser Zeitschrift gebrachten Arbeiten gewesen.







































Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum-Schobüll

DgM 099

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 30. Juni 2010 von helioda1




Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© April 1941, Nr. 99

Der geistige Ausdruck an Augen und Gesicht von

WAHRHAFTIGKEIT, GERECHTIGKEIT UND LIEBE

Im Gegensatz zu Ungerechtigkeit, Bosheit und Betrug
DIE BEDEUTUNG DER LEBENS- UND
SEELENKRÄFTE IM MENSCHEN.


DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN [Hinzugefügt]

WODURCH ERKLÄRT SICH DIE VERSCHIEDENHEIT
DER RECHTEN UND LINKEN KÖRPER-, KOPF-
UND GESICHTSHÄLFTE?

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK

SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS
ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte!
[Hinzugefügt]

Das obige antike Kunstwerk zeigt die Muse Clio, welche die Geschichte niederschreibt und daraus belehrt und erklärt.
Alle Geschichte, alle Erfahrung soll uns Lehren geben, damit die Menschheit an der Geschichte emporsteigen kann.
Das ist in diesem Bildwerk zum Ausdruck gebracht und meisterhaft dargestellt.
Der Künstler hat die Muse Clio in einer idealen weiblichen Figur dargestellt. Die Gestalt mit dem prächtigen Faltenwurf der Kleidung ist edel-kräftig und schön gebaut mit einer wohltuenden Harmonie in allen Formen. Die Haltung zeugt von größter Aufmerksamkeit, die Geste ist lebhaft und schön und das frauenhafte Graziöse bleibt durchaus gewahrt.
Die edle Gesichtsform der Muse erscheint so durchgeistigt, daß man fast glauben könnte, der Künstler habe dem Marmor Leben eingehaucht.
Dabei ist das Gesicht zart und die Haut erscheint so feinnervig, hell und klar, daß man das feinste Empfinden, das in den Weichteilen, in Muskeln, Nerven und Geweben wohnt, darin vermutet. Der Künstler hat gewußt, daß zur Niederschreibung der Geschichte, zur Belehrung und Erhebung ein großes Feinempfinden nötig ist.
Das Haupt der Muse erscheint wie geadelt, und bei aller geistigen Regsamkeit liegt dennoch eine klassische Ruhe über den Formen. Das Auge ist wunderbar licht, und die stark herausgehobene, lange und gerade griechische Nasenform macht die Geisteskonzentration, Darstellungsgabe und das Lehrtalent kenntlich. Sprechend schön ist der Mund mit den bewegten Lippen.

Ganz sorgfältig ist jede Locke des reich gewellten und sehr feinen Haares gelegt, womit der Künstler das sehr edle Gemütsleben, die große Ordnungsliebe und auch die Nervenkraft andeutet.
Sehr voll und schön gewölbt ist das hohe und breite Oberhaupt, wodurch die Fülle der idealen Welt-, Menschlichkeits- und Persönlichkeitstriebe zum Ausdruck kommt.
Klassisch rein und schön ist die Wölbung der Stirn besonders in der Mitte und über der Nasenwurzel, wo die Gedächtniskraft und die Gegenständlichkeit liegt, und dann spannt sich die Stirn im plastischen Zug zur Schläfe und zum Seitenhaupt hin, damit alles vielseitige Wissen von nah und fern vereint und in Betracht gezogen werden kann. Der Künstler hat gewußt, daß die Verstandesschärfe sich in der feinplastischen, sehr klar und helldurchleuchteten Stirn zeigt, die den Philologen auszeichnet, und ebenso hat er auch die Nasenwurzel, die den Sammelsinn aller Erkenntnis ausprägt, in großartigster feinster Eckenkraft modelliert.
Wahrhaftigkeit, Weisheit, Liebe und Lebensfülle kommt hier in Gestalt, Haupt, Augen und Gesicht zum Ausdruck.
So dachten sich die Alten die Geschichtsschreibung und sie haben uns mit diesem Meisterwerk ersten Ranges ein Sinnbild ihrer Kultur hinterlassen. –

Bild 1. Haben wir die Gerechtigkeit, Vernünftigkeit, die Klarheit und den besten Willen in dem Kunstwerk, die Muse Clio, kennengelernt, so zeigt dieses Bild das gerade Gegenteil. So klein und trübe wie das Auge im Verhältnis zu dem großen Gesicht ist, wie die Augenlieder verdickt und die Gewebe schwer sind, so schwach wie die Nasenwurzel ist, so eng begrenzt ist auch das geistige Blickfeld dieses Mannes.
Dabei sind aber die Augenbrauen massig, übergroß ist der vorgeschobenen Mund, dabei roh in Form und Ausdruck, wie auch die untere Nasenpartie. Daher geht der Sinn dieses Mannes zum rohen und brutalen Genuß hin, zu Verschlagenheit und Tücke. Es ist der typisch rohe Gesichtsausdruck, gepaart mit moralischem Stumpfsinn und halber Idiotenhaftigkeit.
Typisch matt und ohne Kernkraft ist das Gewebe an Hals und Gesicht. Daher ist der Mensch auch faul, er will nicht ehrlich arbeiten, aber um so mehr gut leben und genießen. Die Arbeits- und Erwerbsanlage ist, nach dem unteren eingedrückten Seitenhaupt zu schließen, sehr schwach, – aber um so stärker ausgebuchtet ist der Hab- und Sachensinn, – der kleine Pfeilstrich deutet diese Region an, – der ihn beherrscht.
Es ist nach der Personalbeschreibung ein unverbesserlicher Taschendieb mit einem langen Sündenregister, 45 Jahre alt, ohne Beruf, 5 Fuß 7 Zoll groß, mit einem Körpergewicht von 145 Pfund. Diese Personenbeschreibung besagt wenig, und sie trifft auch nicht den Kern der Sache, um so mehr aber gibt der Augen-, Kopf- und Gesichtsausdruck Aufschluß über Anlage und Wesensart.


Bild 2. Das ist eine gute photographische Aufnahme mit dem typischen Augenausdruck eines Taschendiebes. Das Auge liegt nach unten, der Blick ist unsicher, liegt in den Ecken und schweift umher, um die Gegenstände, die begehrt werden, verstohlen in das Blickfeld zu bekommen.
Das Gewebe an der Nasenwurzel, wo die Konzentration liegt, ist angespannt, um das Auge zu unterstützen, und die Augenbrauen und Gewebe zeigen, von der Berechnung ausgehend, die seitlich der Augen liegt, – bis zur Nasenwurzel, über den Form-, Gestalt-, Richtungs- und Gewichtssinn laufend, sehr lebhaften Schwung. Das gibt die Schnelligkeit und Geübtheit kund, mit welcher der Mensch bei seinen Diebereien vorgeht. Um Nase und Mund spielt ein hämischer Zug. Wo die Organe der Vorsicht, Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit liegen und Raum beanspruchen, läuft der lange Schädel nach hinten und oben zu schmal und spitz aus.
Die Stirn ist nach beiden Schläfen hin in Form der Diebesecken ausgebuchtet, siehe den Pfeilstrich. Der Mann hatte eine große Geschicklichkeit, in Warenhäusern und im Gedränge Damentaschen zu stehlen.


Bild 3. Man betrachte die merkwürdigen Augenformen, den finsteren und abstoßenden Ausdruck, der um dieselben liegt, und der sich über die unklar gezeichnete Nasenform und das ganze Gesicht ausbreitet. Das gibt schon ein Bild von dem unnormalen Lebensgeist, der in diesen Formen wohnt.
Es ist der gewohnheitsmäßige Taschendieb; das Auge rechts ist hochgezogen und verkniffen, links ist der Ausdruck unsauber, der Blick scharf und beobachtend. Verkümmert und unschön ist die ganze Augenbildung.
Im Auge liegt das Licht des Geistes, kommt der Gedanke und die Art der geistigen Erkenntnis und des Wissens, der Aus- und Durchführungskraft und des Widerstandes zum Ausdruck.
Diese Augenbildung mit dem damit verbundenen Gesamtausdruck des Gesichtes ist das Merkmal der unsauberen Gesinnung und Unehrlichkeit, der moralischen Schwäche und Bösartigkeit.
Dazu kommt die häßliche Formbildung der stark ungleich am Kopfe angesetzten Ohren, die zeigen, wie häßlich die Aufnahme durch das Ohr ist und das damit in Verbindung stehende inner Seelenleben.
Die eckige Schädelbildung mit dem groben Haarwuchs gibt den Starrsinn kund, mit dem dieser Mann behaftet ist, und rechts die scharfe Ecke des Haaransatzes am Seitenkopf, wo der Sachen- und Habsinn liegt, und ebenso an der anderen Seite läßt die scharfe Anspannung, die geistige Richtungsanlage, den Trieb zum unehrlichen Erwerb erkennen.


Bild 4. Das ist der finster und drohend gespannte Augen-, Nasenform-, Mund- und Gesichtsausdruck.
Der Augapfel ist fest und düster nach unten liegend hervorgedrückt, die Nasenform ist gestrafft, das Gewebe seitlich derselben hart angespannt, der Mundzug ist unwillig, versteckt und zeigt völlige Unzugänglichkeit. Eckig und scharf hebt sich die Kinnlinie ab.
Diese Formbildung und der Ausdruck sind der lebendige Beweis dafür, daß der Mann konsequent das tut, was er will, das Böse. Finster und böse ist der Gedanke, der Wille, der Impuls und die Tatdurchführung.
Wie es in seinem Gehirnleben aussieht, das versinnbildlicht deutlich der auf dem oberen Schädelbau kreuz und quer liegende Haarwuchs.
Gerade dort im obersten Schädelbau liegt die Gehirnregion für die Moraltriebe, – und in dieser sieht es so aus, wie es der Haarwuchs zeigt.
Wohin aber die Betätigung des Mannes, seine Verstandesrichtung und seine Veranlagung geht, das zeigt deutlich der Stirn- und Seitenhauptbau.

Links, wo der kleine Pfeilstrich hinzeigt, ist eine plastische und gespannte Ausbuchtung, es ist der übermäßig stark hervorgehobene Hab- und Sachensinn. Deutlich zieht sich die Spannkraft von hier aus über die Stirn nach der Nasenwurzel hin, wo der geistige Konzentrationssinn liegt, der den Charakter und Willen bestimmt.

Es ist der Taschendieb aus Anlage, Gedanke, Neigung und Willen, und der Mann hatte auch als Taschendieb einen besonderen Ruf.
Der finstere Sinn dieses Mannes ist so natürlich und wahr wiedergegeben, daß man sich daran erinnern kann, wenn man etwas Ähnliches im Leben wiedersieht. Hier mit Gutheit, mit Liebe, Belehrung und gutem Beispiel einwirken zu wollen, ist verkehrt und bleibt völlig wirkungslos.
Der Mann will stehlen und macht sich kein Gewissen, denn das ist übertönt.



VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung.)
Die magnetische Energie bildet die Richtachse der Körper und den Nord- und Südpol. Die Konzentrationsenergie sammelt sich innerhalb der Peripherie. Die elektrische Energie sammelt sich stets an der Peripherie und in der Nähe derselben.

Helioda und sonstige Kräfte in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Da die elektrische Energie die magnetische Achse durchschneiden müßte, dies aber nicht kann, so bilden sich zwei halbkugelförmige Hälften.
Alle Formen werden nun in dieser Weise gebildet. Dadurch wird die Seitigkeit der Erde bestätigt.



Erde [Hinzugefügt]

Die Konzentrationsenergie gibt Sammelkraft, die Attraktionsenergie gibt Rotationskraft, die magnetische Kraft gibt Richtkraft, die Elektrizität gibt plastische Formenkraft und Gliederkraft.
Die geistige Kraft ist überall mitwirkend.
Bei einem Baume z.B. bilden sich in der Rinde Einschnitte, bewirkt durch die Attraktionskraft. Was nun die Stoffe aus dem Stamm heraus treibt, ist elektrische Kraft.
In der Harmonie, d.h. in günstigem Maßverhältnis, ist die Lebenselektrizität Entfaltungskraft; wenn sie stärker wird, wird sie zur Zerstörungskraft.




Goldener Schnitt = Kräfte sind harmonisch zueinander geordnet [Hinzugefügt]
(Wird z.B. die elektrische Lebensenergie im Mittelhirn des Menschen stark, dann werden die Ohren bis quer vom Kopfe abstehend und zeigen bei einem Übermaß der elektrischen Lebensenergie eine zu harte Spannkraft. Die Bedeutung dieser Formbildung ist durch die Erfahrungen vieler Jahrzehnte bestätigt und bekannt geworden.
Aber auch die zu breite Kopfbildung in der Gegend der Ohren, der Jochbeine und Kiefer kann nicht nur elektrisch, sondern auch mechanisch, chemisch, spannend, wärmend, strahlend usw. auf die Weichteile und Nervenmassen anreizend, und schließlich willens- und bewußtseinsbestimmend zurückwirken. Der lebendige konstante Formenbau ist kein Zufallsergebnis und auch nicht bedeutungslos, sondern läßt erkennen, wie die Natur- und Lebenskräfte in ihrem Zusammenwirken geordnet, gelagert und gerichtet sind. Man sollte dem Formbau in der Natur besondere Aufmerksamkeit zuwenden und erkennen, von welch hoher Bedeutung das Gesetz der wahren und edlen Schönheit in der Lebenswelt ist.)



Goldener Schnitt = Kräfte sind harmonisch zueinander geordnet [Hinzugefügt]

Außer diesen vier positiven Kräften wirken vier weitere negative Kräfte. Es sind diese:
5. Die anhaftende Wärme, die man magnetische oder spezifische Wärme nennt. Wird diese Wärme zu stark vermindert, so tritt allmählich Zerstörung ein.
6. Die elektrische oder strahlende Wärme, welche von innen nach außen wirkt, gibt mehr Wärme ab. Die spezifische Wärme behält der Körper beständig. Es kann aber durch Ernährung neue Wärme erzeugt werden, das ist die strahlende Wärme.
7. Hartmedioma. sie ist das die Verdauung, den Ausgleich und die Umwandlung der Stoffe vermittelnde Lebenselement.
8. Die Weichmedioma. Der Hartmedioma wohnt eine stärkere Festigungskraft inne. Die Weichmedioma hat Reichenbach Od genannt; sie ist ebenfalls ein vermittelnder Feinstoff, der stärker durch das Empfindungselement beeinflußt wird.

Wir sind bei den Mediomen bereits zu einer Verfeinerung der Materie gelangt, die unterhalb der Grenze der Atome und Elektronen liegt, aber noch oberhalb der Grenze des neutralen Weltäthers, zu einer Verfeinerung, die es menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit nicht mehr ermöglicht, zwischen Kraft und Stoff die Grenze zu ziehen. Hier müssen philosophische Schlußfolgerungen und gesteigerte Wahrnehmungssinne uns zu weiteren Erkenntnissen führen.

Wenn man früher einen Biologen fragte: Hat die Pflanze eine linke und rechte Seite? So lachte er wohl. Soweit er sich aber mit Chemie befaßte, lehrte er, jedes Atom habe zwei Seiten. Aus diesem Prinzip der Seitigkeit hat sich das Symmetrische der Seitigkeit aller Lebensformen gebildet. (Die nur scheinbare Einseitigkeit bei Schnecken und Muscheln hat der Zoologe, Prof. Fleischmann, Erlangen, in mühsamer Forschungsarbeit nachgewiesen.)



Für uns fragt es sich: Was ist im Prinzip rechts, was ist links?
Es ist sehr wichtig, wenn wir wissen, daß an jedem gewachsenen Körper eine rechte und linke Seite vorhanden ist, denn dann muß sich auch eine Rücken- und Vorderseite bilden.
Rechtsseitig haben sich unter dem Einfluß der hier positiv wirkenden Elektrizität zuerst die harten Mediomen gebildet, linksseitig die weicheren Stoffe. Durch die Unterschiede der Hart- und Weichmedioma ist die unterschiedliche Wertigkeit von rechts und links bedingt.
Jeder Körper hat darum eine rechte und eine linke Seite. Unser Erdkörper, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch hat zwei Seiten. Rechtsseitig sammelt sich Hartmedioma, d.h. harte Stoffe, linksseitig Weichmedioma, d.h. weiche Stoffe.
Bei dem Erdkörper liegen an der östlichen Halbkugel die großen Festmassen; die östliche Halbkugel ist also die rechtsseitige; linksseitig liegen die geringeren Massen.
Die Rückseite des Erdkörpers bildet der große oder stille Ozean, die vordere Seite das reichgegliederte Europa und weiter abwärts, was nach Afrika zu liegt.

Die Elektrizität spannt sich bei den Lebensformen links- und rechtsseitig aus, nicht aber nach vorne und hinten.

Es ist außer dem Seitendurchmesser noch ein zweiter Durchmesser bei jedem Körper vorhanden, das ist der Lebensdurchmesser (Tiefenachse), der von der Rückseite nach der Vorderseite läuft.
Rückseitig wirkt das negative Leben, das die Schutzorgane bildete, und vorderseitig wirkt das strahlende Leben, die schöpferische Liebe.



Helioda [Hinzugefügt]
Der stille Ozean hat das wenigste Leben, wie ihn auch schon der Name kennzeichnet.
Der Mensch muß in der gemäßigten Zone entstanden sein, und demnach muß auch dort eine paradiesische Natur zu jener Zeit gewesen sein.
Beim Menschen wirkt vorn die strahlende Helioda, hinten die magnetische schützende Spannkraft.
Von der rechten Rückseite nach der linken Vorderseite muß man sich ferner eine Achse schräg durch den Körper laufend denken. Die Kraft der Ausstrahlung ist am stärksten etwas mehr nach links an der Vorderseite; die Rückseite hat rechtsseitig die stärkste Attraktion. Vorn ist die strahlende Helioda – links am stärksten wirkend, von unten nach oben sich steigernd, und rechts hinten ist der Todesteil von oben nach unten absinkend. – Links ist der lebendige Teil, das Geistige, – rechts hat die Materie das Übergewicht.
Nach dieser Lehre wird uns das Wesen der Körperbildung verständlich. Stets folgt die Natur bestimmten Gesetzen, die sich ordnungsmäßig entwickelt haben.





Der Bauplan der Natur vom Privatgelehrten Carl Huter gefunden [Hinzugefügt]

(Wir finden diese Ordnung, Richtung und Entwicklung der Kräfte, die weiterhin dargelegt ist, in der lebenden Zelle wieder.)
Im Anschluß an die obigen Ausführungen sei bemerkt, daß bei genauer Beobachtung der Gesichtsformen und besonders der Gewebe deutlich zu erkennen ist, daß beim Menschen die beiden Gesichtshälften nicht völlig gleich sind.








Man betrachte die Bilder 1, 2 und 3, die bei normaler Veranlagung die Verschiedenheit der beiden Gesichtshälften deutlich zeigen, – im Originalgroßbild noch viel leichter erkennbar.

Nach Carl Huters Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] kann man ein Gesichtsgewebe mit der entsprechenden Formbildung wie bei Bild 2 als mediomisch bezeichnen. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß das Gewebe und die Blutbeschaffenheit mehr chemisch positiv ist, mit festeren metallischen Beimischungen. Ein solcher Mensch würde nicht nur die stärkere Verdauungskraft, sondern auch im allgemeinen die größere körperliche Widerstandskraft besitzen.

Bild 2 [Mediomisch]

Ein Gesichtsgewebe wie bei Bild 3 kann man als odisch bezeichnen und drückt damit aus, daß die leichtstoffliche Beschaffenheit der Gewebe mit mehr nichtmetallischen Beimischungen überwiegt.

Bild 3 [Odisch]

Ein solcher Mensch würde also zarter sein, körperlich nicht so robust und widerstandsfähig, dafür aber weicher und gefühlvoller, da das Od bekanntlich vornehmlich mit der negativen, innerlich gerichteten Lebens- und Liebesstrahlkraft [Negative Helioda] korrespondiert.
Die Medioma korrespondiert stärker mit dem Lebensmagnetismus und der positiven Lebensstrahlkraft [Positive Helioda].

Bild 2 und Bild 3
Der Typus Bild 2 wäre nach Form und Gewebe mehr der des aktiv nach außenhin tätigen Unternehmers; Bild 3 dagegen würde mehr den Menschen mit stärkerer Verinnerlichung und entsprechender Tätigkeit kennzeichnen.
Wir sehen daran, wie nötig die naturwissenschaftliche Erkenntnis nicht nur für das Verständnis der anorganischen Welt ist, sondern auch der organischen, da im lebendigen Organismus das gesamte Naturgeschehen ineinander fließt.
Man soll also auch die angeborenen und entfalteten Kräfte erkennen lernen, die teils schon die Körperbeschaffenheit, den Charakter und Lebensweg des Menschen mitbestimmen.
Die rechte Körper- und Gesichtshälfte offenbart, zum Unterschied von der linken, die Wehr- und Widerstandsgrundkräfte des physischen und geistigen Lebens. Die linke Hals-, Gesichts-, Hirn- und Körperhälfte des Menschen birgt vorzugsweise die sensiblen, sympathischen und freien schöpferischen Liebes- und Gestaltungtriebe.
In welcher Art diese in Kopf und Gesicht zum Ausdruck kommen, das ist von Huter zum erstenmal wissenschaftlich nachgewiesen.


Heilwissen/Krankenphysiognomik [Hinzugefügt]

Daß gewisse schleichende Krankheiten und Lebensgifte, durch welche das Blut und das sympathische Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen werden, besonders die Gewebe der linken Gesichtshälfte stark verändern können, so daß sie wie leblos erscheinen, läßt sich nach dem oben Gesagten nicht nur logisch folgern, – sondern es ist auch tatsächlich der Fall. Unsere Naturerkenntnis durch die Beobachtung des Lebendigen ist noch lange nicht erschöpft, sie beschreitet neue Wege.
Fortsetzung folgt.

[DEM GESCHICHTSSCHREIBER GERVINUS ZUM 70. TODESTAG (STAND 1941]

Georg Gottfried Gervinus Atlantik-Photo

Das Bild zeigt Georg Gottfried Gervinus, der in seinem reichen Leben, von 1805-1871, von den kleinsten Anfängen sich zum großen Geschichtsschreiber aufgeschwungen hat.
Sein erstes Hauptwerk von 5 Bänden, 1835-42, „Geschichte der deutschen Dichtung“, bringt zum erstenmal die deutsche Literatur in engste Verbindung mit dem nationalen und politischen Leben und der kulturellen Entwicklung.

Man betrachte das Bildnis, – Aus innere Liebe und Lebensfülle hat Gervinus den Versuch gemacht, das nationale Selbstgefühl und Bewußtsein in lebendiger Weise wachzurufen und zu stärken. Er hat gewußt, daß die Lebensfreude unseres Volkes und seine Kraft gesteigert wird, wenn in edler Weise seine Poesie und Geschichte, sein politisches Leben und alle Errungenschaften wie in einem Blumenkranz verflochten werden.

Dieser Gedanke lag seiner unermüdlich fleißigen Arbeit zugrunde, daher auch das freundliche Auge, der gute Zug, der um den reinen Mund liegt und im ganzen Antlitz sich widerspiegelt. Gervinus ist eine harmonische Natur. Huter schreibt: Ist die Stirn länger als die Nase, die Nase länger als die Oberkiefer-, Mund- und Kinnpartie, so haben wir den höheren Geistesmenschen vor uns – und das ist hier der Fall.



Das quellende Gewebe im mittleren Gesicht zeigt die Fülle des reichen Empfindungslebens. Die Feinplastik in der Mitte der Stirn zeigt die Verstandeskräfte und das gute Gedächtnis. Die Eckenkraft der Nasenwurzel ist ähnlich so gebildet wie bei der Muse Clio. Vorzüglich ist die Spannung und Form der Gewebe seitlich über den Augen, wo der Zeichen- und Schriftausdruck liegt. Man glaubt, aus Augen und Gesicht zu sehn, wie treu und redlich hier die Absicht ist, wie groß das innere Glück gewesen sein muß, das alle Arbeit und Mühe erleichterte und Hindernisse überwinden ließ.


[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Das sehr unfangreiche Werk "Aus eigener Kraft. Mit Pinsel und Palette", 1911, enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Mensch auf seinem PC, oder sehr komfortabel auf seinem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren kann. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde. Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert. Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung. Seit ca. 10 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet real das GOLDEN ZEITALTER. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]


Goldenes Zeitalter [Hinzugefügt]

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.



Kampf um Macht [Hinzugefügt]
Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.

Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.



DgM 098

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 30. Juni 2010 von helioda1







Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© März 1941, Nr. 98

FORM UND CHARAKTER

DENKEN – EMPFINDEN –

kurz der
LEBENSGEIST – IST DAS
REALSTE IM MENSCHEN

DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN [Hinzugefügt]

DURCH NATÜRLICHE BEOBACHTUNG

DER LEBENSFORMEN LERNEN WIR UNTERSCHEIDEN
DAS GUTE VOM SCHLECHTEN
DAS WAHRE UND SCHÖNE
VON ENTARTETEN SEIN.

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS

ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]

Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte! [Hinzugefügt]


Mit der folgenden Studien soll das Spiel der Kräfte und Energien in den Lebensformen durch die vergleichende Betrachtung gegensätzlicher Bilder vor Augen geführt werden.

Die Natur ist auch in der organischen Welt der größte Baumeister und fügt das Wesen der inneren Form- und Lebenskräfte in Körperbau und Gestalt zu einem einheitlichen Ganzen und bringt es zur sichtbaren Erkennung.


In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Daher ist das Studium der äußeren Erscheinungswelt und ihr Verhältnis zur Umwelt der unerschöpfliche Quell naturwissenschaftlicher Wahrheitserkenntnis.

Bild 1 zeigt das Selbstbildnis des bedeutenden Historienmalers Anselm von Feuerbach, der u.a. das Monumentalgemälde, „die Amazonenschlacht“, geschaffen hat.
Feuerbach, Anselm; 1829-1880. „Nanna“. (Nanna Risi, Frau eines Schusters aus dem römischen Stadtteil Trastevere, Feuerbachs Modell während der Jahre 1861 bis 1865).




Amazonenschlacht [Hinzugefügt]

Diese klar gezeichneten Formen, vornehmlich an Stirn, Nasenbildung und Jochbeinregionen in Verbindung mit der sichtlichen Durchleuchtung der Formen von innen heraus, sind der lebendige Beweis dafür, daß eine gesteigerte innere geistige Gestaltungsform- und Erlebniskraft bildend wirksam ist. Man glaubt förmlich, die Energie, die in dem Knochengerüst des Körpers und Kopfbaues tätig ist, mit Augen zu schauen.

Helioda [Hinzugefügt]

Der Blick und das Auge hat den Ausdruck der gesteigerten und lauschenden Formbetrachtung, verbunden mit der Tiefe des Verstandes der gestaltenden Phantasie und einer reichen inneren Gedankenwelt. Außerordentlich energievoll herausgeholt ist die Plastik der Stirn unmittelbar über den Augen, wodurch die markante Beobachtung von Form und Gestalt, der Richtung, Entfernung, Farbe und Ordnung, das Augenmaß und die Berechnung, Farbe und Ordnung, das Augenmaß und die Berechnung neben der darüber liegenden großartigen Erfassungs- und Vorstellungsgabe zum Ausdruck kommt.

Die energievolle Bildung der Nasenform offenbart ebenso deutlich die Kraft des Willens, wie auch den aktiven Fleiß, die hervorragende Darstellungs- und Gestaltungsgabe. Der plastische Zug der Stirn nach den Schläfen hin läßt die Kompositionskraft und technische Kunstfertigkeit offenbar werden.

Dabei spielt um den Mund das feinste Empfinden, ein herber Zug in den unteren Wangen, und am wohlgerundeten, männlich starken Kinn drückt sich der aktive körperliche Impuls aus. Die Umrahmung des Hauptes mit dem vollen Schmuck des Haares erinnert ganz an den Formenreichtum, die Bewegtheit, Kraft und Tiefe seiner Gemälde.
Das ist der schöpferische Lebensgeist dieses großen Malers, – so offenbart ihn die Natur.



Bild 2 zeigt ein Frauenbildnis voll klassischer Ruhe und Stolz, „Nana“, das Anselm v. Feuerbach gemalt hat. Man kann das Bildnis mit einem Wort – „Körperadel“ – treffend kennzeichnen.
Man kann sich denken, mit welchem Wohlgefallen das Auge des Künstlers auf dieser Frauengestalt von körperlichem Adel mit den kräftig schönen Formen, dem hochgebauten oberen Hinterhaupt, der langen griechisch-klassischen Nasenform, mit dem dunklen Haar und Auge – geruht haben mag.
Der Künstler konnte diese Frauengestalt gar nicht besser darstellen, als von der linken Schulter und dem Rücken aus gesehen, um die vorwiegende Kraft des Lebensmagnetismus zu kennzeichnen, der die Formenkraft und Festigkeit verleiht, das Hochgefühl der Persönlichkeit, den Stolz, die Ruhe und den Körperadel.
Auch hier liegt am Mund etwas ähnlich sprechend Lebensfreudiges wie bei dem Künstler selbst, wenn auch bei weitem nicht diese ausgesprochene Feinheit des Empfindens. –


Und nun werfe man einen Blick auf Bild 3. Wir steigen damit herab in eine andere Lebenswelt, – die aber ebenso wirklich und wahrhaftig ist.
Dieser abgebildete Bursche, dessen Vater ein alter Taschendieb war, ist gefährlich. Schon mit 15 Jahren fing er seine Verbrecherlaufbahn an, beging einen Hausdiebstahl und tötete dabei einen farbigen Mann, worauf seine Verurteilung erfolgte.
Den bösen und moralisch blöden Augenausdruck wird man leicht erkennen können, ebenso den fast tierisch verwilderten Mundausdruck und die häßlich verbildete charakterlose Nasenform. Bei eingedrückter Schläfe sehen wir einen hohen hinteren Schädelbau mit hartem, struppigem Haarwuchs.
Das ganze Gesicht hat dabei einen feinheitslosen, ganz gewöhnlichen, groben und dumpfen Gewebscharakter. Das Gesicht geht stark in die Breite, wobei noch die Jochbeinregionen seitlich spitz hervortreten und die ungleichen Ohren sind übergroß und häßlich vom Kopfe abgetrieben.
Das alles sind die sichtbaren Zeichen, daß im Spiel der chemischen und physikalischen Lebensenergien die elektrische Lebensenergie und der harte Lebensmagnetismus vorherrschen und völlig die Liebes-, Glückes- und geistige Lebenslichtkraft [Helioda] übertönen. Daher diese gefährliche, moralisch verblödete Veranlagung.

Bild 4. Dieser Mann hat den ausgesprochenen moralisch verkümmerten Augen- und Gesichtsausdruck. Dem entspricht ganz die schlampige Körper-, Hals- und Kopfhaltung. Dabei ist der Bursche intelligent, man betrachte die gespannte Stirn. – Er brach z.B. morgens gegen 2 Uhr in eine Bank ein, wo er viel Geld stahl. Er staute alles in seine Taschen und ging zum Bahnhof, stahl dort einen Handwagen und fuhr mit demselben 8 km weit bis zur nächsten Station, erbrach dort die Kasse, um dann mit dem nächsten Fernzug weiterzufahren.

Man betrachte den schlechten Ausdruck des Mundes, das Gewebe des Gesichtes, dem alle feineren und edleren Blutstoffe entzogen sind, die starke Verschiedenheit der beiden Gesichtshälften und die verbildeten Ohren, um sofort innezuwerden, daß die Stoffe, Kräfte und Lebensenergien einen Tiefstand der Verkommenheit erreicht haben.

Bild 5. Dieser elegant auftretende Mann ist ein gefährlicher und geschickter Taschendieb, der auch in Form von Tropfen und Bonbons Betäubungsmittel anwandte, um seine Opfer wehrlos zu machen, der anderseits aber auch Leute auf der Landstraße beraubte.
Der Gesichtsausdruck ist herabziehend und entwertend.
Typisch ist hier die kalte und herzlose Spannung, die im Augen- und Mundausdruck und in allen Geweben liegt, – und wie sich diese kühle, verhaltene Spannung der Gewebe nach der Breite, nach den Ohren hinzieht, die übergroß, vom Kopfe abgetrieben und sehr häßlich sind. Das läßt deutlich werden, daß bei aller geriebenen Intelligenz die elektrische Lebensenergie vorherrschend und entscheidend ist.
Diese vergleichende Studie lehrt, daß ohne die Kenntnis der Kraftrichtungsordnung in der belebten und unbelebten Materie der Lebensausdruck naturwissenschaftlich nicht zu erfassen und vernünftig zu erklären ist. Betont sei noch, – daß das ideale Grundprinzip des Lebens, die Ordnung der Kräfte, stets gleich bleibt, so unerschöpflich mannigfaltig der Formenreichtum in der belebten Natur auch sein mag.


VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)
1. Die Entwicklung geht also zwei Wege:
1. Aus dem Empfinden entwickelt sich:
2. Die Ernährung daraus,
3. die Bewegung.
Dieses wird durch folgendes Beispiel sinnfällig: Man betrachte die Abbildung, welche die Entwicklung des Menschen in der ersten Jugendzeit zeigt.



[Entwicklung des Menschen in der ersten Jugendzeit]

Aus den Proportionsverhältnissen des Körperbaues ist unschwer zu erkennen, daß nach der Geburt der Kopfbau und damit das Empfindungsleben das Übergewicht hat.

Schon nach einem Jahr hat sich das Maßverhältnis wesentlich geändert, der Rumpfbau und damit das Ernährungsleben tritt hervor.

Bereits mit 4 1/2 Jahren sehen wir deutlich den Gliederbau und damit das Bewegungsleben in den Vordergrund treten. (Ähnlich haben sich in der organischen Welt in langen Zeitläufen die Lebensgrundformtypen entwickelt.)


Aus dem Bewegungselement geht bei zu starker einseitiger Fortentwicklung
4. die Disharmonie hervor,
5. daraus das Verbrechen, daraus
6. das Teuflische und später das Satanische.
Mit dem Satanischen ist nach dieser Richtung hin die äußerste Entwicklungsgrenze erreicht, ähnlich wie es eine Grenze bei der Entwicklung der Elemente gibt. Die Vererbungslehre gibt uns durch Erfahrungstatsachen die Beweise dafür. Die Minderwertigkeit führt bei fortgesetzter Steigerung der Minderwertigkeit in wenigen Generationen zum Verfall.
Es gibt die Gegenpole von Gut und Böse in der Entwicklung, den Dualismus in der Natur. Ewigkeitswert kann nur das Gute haben, denn das gesteigerte Böse, das wir als teuflisch und im Grenzbegriff als das Satanische bezeichnen, spaltet sich, – bricht zusammen, sieht seiner eigenen völligen Vernichtung und Auflösung entgegen, – und geht in sich selbst zugrunde. Das ist der Fluch des Bösen. Es gibt also nicht ewig Teuflisches; alles Minderwertige, je schlechter es ist, wird um so sicherer zerstört.



II. Der andere Weg der Entwicklung ist folgender:
1. Aus dem Empfinden entwickelt sich
2. das Ideale, daraus
3. das Harmonische, daraus
4. die seelische Verfeinerung, daraus
5. das Engelhafte, daraus
6. das Göttliche.
Auch hier, in der Entwicklung des gesteigerten Geistigen ist dem Körper eine Grenze gezogen. Wir haben demnach im Naturell drei Steigerungen der geistigen Entwicklung: das Ideale, das Harmonische und die seelische Verfeinerung. Die gesamte Entwicklung in der Natur ist aber in den uns erkennbaren Formen noch nicht abgeschlossen. Die Steigerung in der Entwicklung nach dieser Richtung hin ist ewig und unaufhörlich.
Der Fluch des Bösen ist, daß es zugrunde geht in sich selbst. Es bleibt nur das Göttliche ewig leben. Die edlen Menschen bringen das Gute in die Welt. In der Verlängerungslinie ist hier die Entwicklung Glück – im ewigen Schönheitsstreben. Wenn auch das Unedle meist mehr Erfolg im Leben hat, in der Verlängerungslinie der Entwicklung ist es zunächst Selbstqual; es stirbt alles Böse ab. Der Entwicklungsgedanke ist konsequent durchgeführt, – es ist meine neue Entwicklungs- und Ausgleichslehre. –
Ich komme nun weiter auf die Kraftentwicklung zurück. Wir haben gesprochen I. über Konzentrations-, II. über die Attraktionsenergie und kommen III. zu dem Magnetismus.
Wenn sich die Kraft nicht mehr konzentrieren und die Attraktion nicht mehr festigen kann, d.h. wenn die für den jeweiligen Weltenkörper höchste Atomdichte erreicht ist, dann suchen die bedrängten Massen einen Ausweg.
Es bildet sich eine magnetische Achse, welche bewirkt, daß der ursprüngliche Mittelpunkt sich zu einem Strahl-, dem positiven oder Nordpol ausbildet und zu einem Saugpol, dem negativen oder Südpol.



Jede Kristallisation ist ein Beweis von der magnetischen Kraft, denn sie geht immer in bestimmter Achsenrichtung vor sich.
So geht auch das Wachstum der Pflanze vor sich. Die Wurzeln saugen an dem Südpol; der Nordpol der Pflanzen, – die Blume, – liegt deshalb in der Krone, also immer oben. Dasselbe Gesetz beherrscht bei allen Weltenkörpern und bei allen Lebensvorgängen die Entwicklung.

Die vierte Kraft, welche sich entwickelt, ist die Elektrizität. Sie stellt sich immer rechtswinklig zum Magnetismus.
Der Weltenkörper bewegt sich um sich selbst, rotiert um sich selbst, infolgedessen ist er rund und kann nicht Längskörper werden.
Die Pflanze als Längskörper kann nur in der Ruhe entstehen und zum Längskörper auswachsen.
Das ideale Prinzip der Kraftordnung bleibt dasselbe, nur kann der Weltkörper aus physikalischen Gründen nicht aus der runden Form herauswachsen.
Jeder Weltenkörper hat eine magnetische und eine elektrische Achse, welch letztere sich stets rechtwinklig, also mit 90° , zur magnetischen Achse stellt.

Die stärkste elektrische Achse ist daher am Äquator. Die elektrische Kraft ist im Innern negativ und nach außen positiv.
Diese Lehren über die Entwicklung der Kräfte und die Entstehung der Formen sind noch von keinem Physiker aufgestellt worden. Es sind meine Originallehren. Um diese finden zu können, muß der Mensch Physiker, Biologe und Chemiker zugleich sein.

WIE KOMMT NUN DIE AUSSTRAHLUNG ZUSTANDE?
Sie entwickelt sich dadurch, daß der von außen zusammengepreßte Äther wieder, nach außen herausstrebt.
Die Elektrizität bildet plastische Formen. Sie bildet immer breite Formen; die magnetische Form bildet sich immer lang.
Die Elektrizität ist das verneinende, das gegensätzliche Prinzip; die hohe Achse, der Magnetismus, ist das bejahende Prinzip.
Die Elektrizität bewirkt Verneinung – keineswegs Zerstörung; – solange sie mit dem Magnetismus zusammenwirkt, solange wird sie füllend und erzeugend wirken.
In der Tertiärzeit war das wunderbar vegetabilische Leben entwickelt. Die Tertiärzeit war die günstigste Lebenszeit für unsere Erde.
In der Eiszeit hat die elektrische Achse sich verlängert, die magnetische Achse sich verkürzt. Dadurch wurde die Erde aus der hohen länglichen Form, die sie in der Tertiärzeit wahrscheinlich hatte, in eine breitgedrückte Form gebracht.
Durch das starke verneinende Prinzip wurde das Empfinden zurückgedrängt und unser Erdkörper hat sich vereist.
Das verneinende Prinzip der Eiszeit weckte aber auch den Widerstand und es hat sich die Lebensenergie erprobt.
Bei den Säugetieren wuchsen Haare, bei den Vögeln Federn, bei den Fischen Schuppen.
Der Mensch hat allein drei verschiedene Haararten. Die Lebenskraft hat neue Organe gebildet, das Empfinden, die Selbsterhaltung hat diese geschaffen. (Jetzt im Winter, bei der Kälte ist deutlich zu bemerken, daß die Haut im Gesicht dicker, fester und widerstandsfähiger geworden ist.)
Das Gesetz der Kräfte ist folgendes: Wo sich eine Kraft besonders sammelt, kann sich eine andere Kraft nicht sammeln.
Jede Kraft sucht sich ihren besonderen Ort. Wo eine Kraft sammelt, da weicht die andere aus.
Daher nenne ich dies neue Kraftentwicklungslehre die KRAFTRICHTUNGSORDNUNG.
Der positive Pol der Elektrizität steht rechtwinklig zu den magnetischen Polen, weil er vom Nord- und Südpol abgestoßen wird. Er wird stärker abgestoßen von dem Nordpol als von dem Südpol. Daher kommt es, daß die Erdachse sich neigt.
Die beiden Pole der Elektrizität haben in gleicher Entfernung vom Nord- und Südpol des Magnetismus ihren Hauptkraftentfaltungsort.
Die elektrische Energie will nicht sammeln, sie will zerstreuen.
Der Magnetismus sammelt doppelt. Am Südpol saugt er aus dem Weltall, am Nordpol sammelt er für das eigene Ich.
Die Elektrizität will zerstreuen, sie besitzt Ausdehnungskraft.
Beim Magnetismus können wir von einer Achse sprechen, bei der Elektrizität eigentlich nur von zwei Speichen.
In der Mitte eines Körpers wirkt die Attraktionsenergie; überall in seinem Innern ist sonst Konzentrationsenergie,
2. Attraktionsenergie, 3. Magnetismus, 4. Elektrizität.
Fortsetzung folgt.






















[DR. GEORG HIRTH-MÜNCHEN

ZUM 25. TODESTAG IM MÄRZ 1941 (STAND 1941)]
Das nebenstehende Porträt zeigt den Schriftsteller und Verleger, Dr. Georg Hirth, den einstigen Herausgeber der „Jugend“ und der „Münchener Neuesten Nachrichten“, der sich u.a. große Verdienste durch sein freimütiges Eintreten für die bildende Kunst in der damaligen „lex-Heinze-Bewegung“ erworben hat.

Dr. Georg Hirth-München

Hirths Lieblingskind „die Jugend“, wäre schwer bedrängt worden durch die feindlichen Elemente, die der freien Entwicklung in Kunst und Wissenschaft hindernd in den Weg traten, wäre das Gesetz (im Volke „lex Heinze“ genannt), das die beigegebene Abbildung humorvoll illustriert, Tatsache geworden.


Hirth war ein harmonischer Mann mit viel Allgemeinsinn (d.h. mit der Anlage, vielseitig verbindlich zu wirken), mit großer Liebe für geistige Freiheit, für Fortschritt, für Wissenschaft und für die Ideale der Kunst. Das zeigt der lebenswarme, freie, freundliche und natürliche Ausdruck an Augen und Gesicht, sowie die Bildung der belebten hochgewölbten Stirn, das licht bewegte, schön gewellte Haar.
Diese höheren Triebe Hirths traten in einer Zeit, da die deutsche Kunst hart bedrängt wurde, fraglos in starke Aktion.
Auf Anregung des Dichters Paul Heyse und unter kräftiger Mitwirkung von Dr. G. Hirth wurde der erste deutsche Goethe-Bund begründet mit dem Ziel, der freien geistigen Entwicklung und besonders der Kunst ein Schutzhort zu sein. Huter schrieb damals: „Schützt und schirmt unser Streben für Wahrheit, Freiheit und Schönheit durch reinste Naturerkenntnis und höchste Kunstideale“.
Die Abbildung aus der damaligen Zeit zeigt, wohin das geplante Gesetz hätte führen können. Rechts neben dem Apollo mit der umgehängten Riesenkarte sehen wir den menschenfeindlichen Dogmatiker mit der großen gebogenen Nase und dem hohen, idealeren unnatürlichen Turmschädel. Darunter sehen wir den spießbürgerlichen Sittenrichter mit kleinen Augen und überfetten Wangen, feistem Mund und dicker Nase. Dahinter ist die prüde Jungfer mit aufgerissenen Augen zu sehen, die sich über die nackte Gestalt des Apollo entsetzt.

In launiger Weise hat hier der Künstler zeigen wollen, „wer“ sich das natürlich Schöne und Nackte in der Kunst nicht mit reinen Augen anzusehen vermag und den freien Fortschritt unterbinden möchte.

Die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] lehrt, daß Körper und Geist in innigster Wechselbeziehung stehen, sie bewertet daher den Gesamtkörperbau und schätzt gerade darum die große bildende Kunst im Alltag des Lebens, die uns vor Versimplung, vor Modetorheit und Entartung bewahren kann – und ohne die keine höhere Kultur möglich ist.


Ich möchte diesen Ausdruck angewendet sehen, denn die Zelle als solche lebt ein bewußtes Leben. Sie ernährt sich, pflanzt sich fort, bewegt sich und empfindet gegenüber Gutem Zuneigung, gegen Schädliches Abneigung und äußert das auch; das alles aber läßt auf bewußtes Seelenleben schließen.
Ich habe nachgewiesen, daß diese geistige Kraft die Lebensgrund- und Leitkraft ist, daß also das Leben nicht ausschließlich von chemischen und mechanischen Kräften abhängt. Wille, Gefühl, Gedanke und Form entstehen nicht aus den von der materialistischen Lebensauffassung angenommenen Kräften, sondern aus der von mir nachgewiesenen geistigen Naturkraft „HELIODA“.
Damit ist die materialistische Welt- und Lebensauffassung, die alles Geistge leugnet, gebrochen und die Auffassung der alten Theologie, die das lehrt, alles Geistige sei immateriell und unerforschbar, ist ebenfalls als eine irrige Idee abgetan. Denn vieles erkennbare Geistige offenbart sich in den Formen der uns umgebenden Natur.
Dogma
Ich habe ferner nachgewiesen, daß die Auffassung jeder Religionsrichtung, die lehrt, nur in ihrer Offenbarungsschrift – nach dem Mosaismus im Alten Testament, nach dem Christentum im Neuen Testament, nach dem Islam im Koran – offenbare sich einzig und allein die Wahrheit über das geistige Leben, eine viel zu eng gefaßte Welt- und Lebensauffassung darstellt und daher zu jenem unhaltbaren Glaubenszwang an Dinge führte, deren Kontrolle uns entzogen ist – und darum können diese Glaubenssysteme keine praktische Lebensreligion für den modernen, naturbeobachtenden Menschen mehr sein. Es sind Offenbarungs-, Glaubens-, Zwangs- und Suggestionsreligionen, aber nicht genügend natürliche Wissenschaftsreligionen.
Dogma
Ich will ihnen deswegen nicht ihren hohen Kulturwert absprechen, ich will auch anerkennen, daß viele Wahrheiten in ihnen enthalten sind; aber das ausgebaute Seelenleben des auch nur halbwegs Gebildeten unserer Zeit befriedigen sie nicht mehr.
Wir brauchen daher eine neue große Natur- und Weltreligion, die es einem jeden ermöglicht, mit eigenem Auge zu sehen, mit eigenen Sinnen zu fühlen und sich selbst von einer Wahrheit zu überzeugen. Eine solche Welt- und Lebenslehre habe ich in meinen Entdeckungen und Lehren begründet.
Bauplan der Natur von Carl Huter gefunden
Ich habe nachgewiesen, daß das Wesen der Lebens-, Empfindungs- und Strahlkraft der Liebe ist und daß diese als Schöpferin aller Dinge betrachtet werden muß; denn bei meinen Strahlexperimenten verstärkten sich die Heliodastrahlübertragungen mit liebenden Gedanken; sie verkürzten sich bei Schwächung der Liebe und des Wohlwollens und verschwanden bei Indifferenz und Lieblosigkeit.
Es scheint also, als zögen die Lebensstrahlen von einer verborgenen, großen Allkraft ihre Nahrung, und zwar durch die Liebe – und als könne oder wolle diese Allkraft ohne Liebe keine Kraft abgeben.


LIEBE – STÄRKUNG DER HELIODA

Es ist bei mir Überzeugung geworden, daß diese verborgene Urkraft selbst die unerschöpfliche Liebe und Güte ist und daß sie, die Trägerin aller Dinge, alles Lebens und alles Seins, im letzten Grunde auch von Ewigkeit her war.
Ich habe festgestellt, daß die Liebe das Schöne, das Harmonische, das Glückliche bildet und daß die Liebelosigkeit Lebensstillstand und Vergänglichkeit bewirkt, daß aber Haß, Wut, Neid und böse Leidenschaften lebenszerstörend wirken.
Ein Mensch, der sich mit Liebelosigkeit und bösen Gedanken erfüllt, handelt nicht klug, er vernichtet damit seine eigene Lebenskraft, sein edleres Empfinden, seine Liebe, woraus alles Wohlwollen und alle gute, schöpferische Tat entspringt.
Er zerstört damit bei sich selber seine Lebenskraft, seine Innenharmonie und seine Gesundheit und äußere Schönheit bildende Lebensstrahlkraft „HELIODA“.
Auch der, welcher in sich den Glauben an ein höchstes gute, glückliches, geistiges Wesen vernichtet hat, der gottlose Mensch, rief damit bei sich eine entgeistigende Degeneration künstlich hervor.
Der ethisch noch hochstehende, aber gottlose Mensch ist kein Vollmensch, weil er sich die wachsende Kraft, die in die Höhe treibt, genommen hat.
Der böse handelnde Mensch treibt sich aber selbst in die Vernichtung.
Ich stellte fest, daß alle bösen Gedanken und Taten von der elektrischen Energie und Strahlkraft begleitet sind, daß bei dem Übelwollenden also nicht mehr die Lebensstrahlen „Helioda“, sondern die elektrischen Strahlen im Vordergrunde der Tätigkeit stehen.
Ich glaube an den Gott der Liebe aus wissenschaftlicher Erfahrung heraus und bete ihn an als das alldurchflutende, große Welt- und Lebensgeheimnis.
Ich glaube aber in vielem anders, als wie die Kirche zu glauben lehrt. Ich glaube, Gott ist kein Rächer, kein Verdammer, kein Beschuldiger, sondern ist Geist, Güte und Gesetz des Geistes in sich selbst. Wer ihn nehmen will, nun der hat ihn; wer von ihm nichts wissen will, der erfährt ihn nicht, der erhält von ihm weniger, dem verschließt er sich mehr, dem bleibt er eventuell tot und erscheint als nicht existierend.
Aus allen diesen Gründen ist der böse und auch der gottlose Mensch nicht klug, denn er hemmt sich in seiner und seiner Nachkommen Lebensentwicklung, – er ist, selbst wenn er ein Reicher wäre, doch ein armer Mann. Der Arme aber, der Gutes denkt und tut, der das letzte und höchste Weltgeheimnis, die Gottheit, zu erkennen sucht, der an dieses höchste Lebewesen glaubt, der von ihm nimmt, der ist ein reicher Mann; er sammelt geistige Güter und er verschönt damit seine Seele und sein Leben.

Lebensschönheits-, Lebensliebegestalten, das ist daher die moralische Aufgabe dieser neuen Lebens- und Gottheitslehre und daher ist sie auch praktische Diesseitsreligion. Sie ist wahre Lebensreligion und wird alle Völker der Erde unter ihren Einfluß bringen und dermaleinst Weltreligion werden.


Wie sich aber der Geist in seinen Grundkräften äußert, wie das Gute eines Menschen und auch seine nachteiligen und fehlerhaften Seiten zu erkennen sind, das lehrt uns die [Physiognomische Psychologie], die neue Methode der praktischen Natur- und Menschenkenntnis.


Ich habe nachgewiesen, daß nicht alles so ist, wie die Kirche einseitig lehrt. Ich glaube auch nicht, daß die einseitige moderne Entwicklungslehre richtig ist, daß es nämlich nur eine mechanische Entwicklung gibt, wodurch alles geworden ist, ich lehre vielmehr beides, SCHÖPFUNG UND ENTWICKLUNG, UND DAHER EINE SCHÖPFUNGSENTWICKLUNGSLEHRE.


ALLES GEISTIGE MUSS AUS GEISTIGER URENERGIEN DER WELT HERVORGEGANGEN SEIN UND KANN SICH NICHT GEBILDET ODER ENTWICKELT HABEN, OHNE DASS DER MATERIE SOLCHE URKRÄFTE GEISTIGEN LEBENS INNEWOHNEN.


Ich glaube nicht, daß die Schöpfung durch die Persönlichkeit, die eher da war als die Welt, möglich gewesen ist. Alle Individuen und persönlichen Wesen haben sich aus dem Weltall, das ewig mit der Allseele da war, entwickelt.
Ebensowenig kann sich das Stoffliche aus dem Geistigen entwickelt haben. Aller Stoff ist aus einem Urstoff hervorgegangen und alles Geistige ist aus einer urgeistigen Weltenergie geboren.
Diese Urenergie braucht aber lange noch nicht als Gott im Sinne einer zentralen Weltpersönlichkeit aufgefaßt werden, sie kann auch als geistige Wurzelkraft – in allen, selbst den kleinsten Dingen wohnend – als Eigengeistiges unzertrennlich und unveräußerlich damit verbunden sein.
Über diesem alles beseelenden Wurzelgeist aller Dinge im Kleinen ist recht wohl ein geistiger Stamm zu denken, in welchem alle unzähligen geistigen Wurzeln sich vereinigen zu einer großen Einheit, zu einem Oberbewußtsein aller Dinge. Ich glaube, daß es so ist und daß dieses Oberbewußtsein die Vorsehung ist, der eigentliche Gott-Vater, der das All durchflutet, zugleich Weltgeist und doch Persönlichkeit ist. Aus diesem Stamm schließlich läßt sich eine Krone entwickelt denken, das Reich der ewigen Glückseligkeit.
Das aber steht fest, daß alles, was ist, durch einen innewohnenden Trieb empor entwickelt wurde und immer weiter entwickelt wird. – Alles, was ist, fühlt, daß es ein über das eigene Ich hinausgehendes, höheres Etwas gibt und daß dieses nur mit dem Innenleben, mit dem Gefühl und mit der Phantasie erfaßt werden kann. Es ist das Idealbild, das jedes gesundempfindende Lebewesen in sich erzeugt und in sich trägt, dem es nachlebt und von dem es wünscht, daß es sei.
Dieses ist sein heiliges, sein göttliches Sein, sein über das Ich hinausgehendes Lebensideal an Geist, Talent, Kraft, Glück und Schönheit. Ich habe nachgewiesen, daß diese innere Schöpferkraft die dritte Grundursache zu aller höheren Entwicklung ist; sie ist die wahre, innere und natürliche Religionskraft, die nicht vernachlässigt werden darf, sondern die wieder geweckt, geläutert und kultiviert werden muß.

I. Der Kampf um die neue Weltanschauung, die dritte Weltenergie, das Empfindungsvermögen der Materie.
In jedem Kreise guter, offener Menschen, denen ich meine neuen Entdeckungen und Forschungsresultate über die oben benanntenGebiete bekannt gab, sei es durch kurze, erläuternde Erklärungen, sei es durch beweisführende Experimente oder durch Unterricht und Vorträge, das wurde bei den Anwesenden eine Begeisterung, ein Erzittern der letzten und tiefsten Seiten des innern Seelenlebens wachgerufen, das bei dem einen mehr, bei dem andern weniger einen heiligen Glauben an eine neue, frohe Botschaft wachrief.
Erwachen / Awakening [Hinzugefügt]
Hätte man doch das eine gefunden, daß der Materialismus, der eine tote Welt lehrt ohne besondere Lebenskraft, ohne Gefühl und geistige Energie, ein Irrtum ist; denn ich wies das Empfindungsvermögen der Materie, das nicht auf Wellenbewegung und Äthervibration allein beruht, als primäre Weltenergie nach.

Irrlehre – Empfindung als primäre Dritte Weltenergie [Hinzugefügt]
Ich wies nach, daß Leben nicht nur in der organischen, sondern spurenweise auch in der anorganischen Materie vorhanden ist und daß die geistige Lebensenergie nicht nur in der Zelle, sondern als Lebenskeim auch in jedem Molekül, Atom und Ätherillion, kurz in jeder auch noch so sicher tot erscheinenden Substanz existiert. „ES GIBT NICHTS UNBESEELTES IN DER NATUR. ES GIBT EWIGES, ALLÜBERALL SCHLUMMERNDES ODER TÄTIGES LEBEN!“
Das war der durch Experiment und vergleichende Forschung über Gedächtnis, Empfindungsfähigkeit und Zweckmäßigkeit im Anordnen und Aufbauen der Einzelteile jeder Materie nachgewiesene Grundsatz.
Ich stand mit meiner Anschauung unter den Naturforschern auch nicht isoliert da, denn der bekannte Zellenforscher und berühmte Biologe Oskar Hartwig, ein Anhänger der Entwicklungslehre, sowie der namhafte Anatom und Physiologe Stöhr, Direktor des anatomischen Instituts in Würzburg, erkannten eine noch nicht näher erforschte Lebenskraft an.

STÖHR UND Helioda in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Ich wies wiederholt durch Hellfühlexperimente das Gedächtnis der anorganischen Materie für psychische Eindrücke und Begebenheiten auf Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende nach. Damit war die Theorie, daß solche Eindrücke durch Atom- und Ätherschwingungen ihre Erklärung fänden, hinfällig geworden. Denn alle nachfolgenden stärkeren physikalischen Eindrücke auf einen bestimmten Gegenstand müssen die vorhergehenden nach den Gesetzen der Mechanik infolge durchkreuzender Wellenbewegungen aufheben.
Das Gedächtnis der anorganischen Materie ist daher nicht auf mechanische Ätherschwingungen, sondern auf eine besondere selbständige Empfindungsenergie zurückzuführen.
ICH NANNTE DIESE ENERGIE DER MATERIE DIE DRITTE WELTENERGIE.
Daß diese Annahme richtig war, haben alle weiteren Nachforschungen und Prüfungen ergeben.
Masaru Emoto, Japan, hat dies mit der Visualisierung und dem Nachweis der Gedächtniskraft von Wasser voll bestätigt [Hinzugefügt]
Das gab natürlich der rohen, materialistischen Weltanschauung einen gewaltigen Stoß und die Anhänger derselben, denen ihr Dogma von der unbeseelten und geistlosen Materie eine einsuggerierte Lieblingsidee geworden war, hatte ich plötzlich zu einem großen Teile als Gegner.

Dogma [Hinzugefügt]
Die tiefer Denkenden hielten sich zuerst vornehm zurück, aber viele prüften auch nach und fanden meine Angaben bestätigt. Sie erkannten an, daß durch mich der Nachweis für die dritte Weltenergie, die Eigenbeseeltheit und Allbeseeltheit der Materie, erbracht worden war.
Aber ich befand mich damit plötzlich inmitten von Kämpfen und Angriffen gebildeter und nichtgebildeter Materialisten, die wie sich bald herausstellte, Feinde der Kirche und der Religionslehren, sowie des Okkultismus und verwandeter Gebiete waren und die sich einbildeten, die Kirche könne durch meine Entdeckungen vielleicht neue Stützpunkte für ihre Gottes-, Geist- und Glaubensanschauungen gewinnen. Aus diesem Grunde glaubten manche von ihnen, sie müßten mich und die an das Licht gezogenen, neuen Tatsachen geheim halten, ableugnen, verschleiern und bekämpfen.
Dieser Wahn ist aber ebenso unehrlich als auch unhaltbar, denn die Wahrheit ist eine Macht, und niemand vermag sie zu hemmen und zu unterdrücken. Hat sich die materialistische Weltanschauung in manchen Punkten geirrt, nun, so mögen die Anhänger derselben das doch ruhig eingestehen und sich nicht neuen und tieferen Forschungen verschließen.

„Kampf ums Dasein“ sagt LAMARCK und „Zuchtwahl“ sagt DARWIN, sei die Ursache der Entwicklung der Lebewesen.
Ich aber sage: IDEALLIEBE, IDEALKRAFT, IDEALKULTUS, kurz RELIGIÖSES, VON DOGMEN FREIES, HEILIGES INNENLEBEN IM STREBEN NACH BESSEREM UND VOLLKOMMENEREM IST DIE LETZTE URSACHE ALLER HÖHERENTWICKLUNG.
Kampf ums Dasein und Zuchtwahl können uns entfalten; DIE LIEBE, DIE SCHÖNHEIT, DIE RELIGION ALLEIN KANN UNS HÖHER ENTWICKELN UND DIE LIEBE IN ALLEM KANN HÖHERES, BESSERES SCHAFFEN, ZEUGEN UND VERERBEN.
Wo diese Elemente fehlen, tritt Stillstand, Verfall und Niedergang auf und damit ist das Schicksal eines Individuums, einer Art und eines Volkes besiegelt!
Von diesen praktischen Gesichtspunkten aus möchte ich ein religiös-wissenschaftliches Kulturneuleben schaffen. DAS SIND MEINE IDEALE UND BESTREBUNGEN, DIESEN GEHE ICH NACH TROTZ DEN KÄMPFEN UND HINDERNISSEN, DIE MIR FANATIKER VON RECHTS UND VON LINKS BEREITET HABEN.

Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.



Kampf um Macht [Hinzugefügt]
Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.

Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

DgM 097

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 31. Januar 2010 von helioda1








LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. –
LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN!

MENSCHENKENNTNIS

Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN

Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.


Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Jan. 1941, Nr. 96

DIE PHYSIOGNOMIE

DES EHRLICHEN UND
FLEISSIGEN MENSCHEN

Und wie erkennt man
Unehrlichkeit,
Verwegenheit,
Arbeitsscheu und
Verschlagenheit?

DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT

DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN.

Es bauen und formen die
Inneren Kräfte und bringen
Zum Ausdruck in Aug`und
Gesicht der Seele Gestalten,
ob gut oder böse, natürlich
oder verdorben, ob vernünftig
oder betört das menschliche
Wesen.


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Februar 1941, Nr. 97

DIE KRAFT DES GUTEN

IM MENSCHEN
und die Energie des Bösen
in Form und Ausdruck

WELCH EIN UNTERSCHIED IN
AUGEN – UND GESICHTSAUSDRUCK!


DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN
[Hinzugefügt]

Zwei entgegengesetzte Welten – das Licht des
Geistes, des Lebens und der Liebe – und der
Degenerierte Geist in Körperform und Gestalt.

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN!
[Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS
ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen!
[Hinzugefügt]

Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte!

DER LEBENS- U. FORMENAUSDRUCK

der obigen vier Bilder
Wenn man das Werden der Welt, des Lebens und des Menschen von einem natürlichen Standpunkt aus betrachtet, dann vermag man den Ausdruck der obigen vier Bilder und die Bedeutung der äußeren Formbildung für die Wesenart des Menschen leichter zu überblicken.
Man weiß, – daß Leben auf natürliche Weise entstanden und demzufolge auch vernünftig zu erklären ist.


Das Empfindungsvermögen, - das hervortretende Merkmal des Lebens, – ist als Ur- und Empfindungsenergie in allen Dingen und im ganzen Weltall vorhanden. Es ist die treibende Kraft, die das Sehnen des einen nach dem andern, die Geneigtheit, Sympathie und Antipathie, Anziehung und Abstoßung der Stoffe und Kräfte, die Festigung und Formbildung der Materie wachrief und mehr oder weniger stark belebend wirksam ist. Wo das Empfinden in einem Gegenstand leitend gewesen ist, da sagen wir, das Ding ist lebendig, es lebt.


Universum [Hinzugefügt]

Die in der lebenden Materie stark konzentrierte Empfindungsenergie ist die Lebens- und Geisteskraft des Individuums [HELIODA]. Sie organisiert die Lebensmaterie, schafft die Organe, belebt und bildet nach ihrem jeweiligen Vermögen die inneren und äußeren Formen und beherrscht dementsprechend die Lebensstoffe und –kräfte.


Helioda [Hinzugefügt]

Es ist – mit andern Worten gesagt – die Kraft zum Leben, die Lebens-Liebeskraft, die vorwärts und aufwärts strebt zum Glück, zur Schönheit – und damit zu immer größerer Vollendung, Schaffenskraft und Einsicht, Macht, Weisheit und Gerechtigkeit. Das heißt, die Lebenskraft beherrscht in vollendeter Weise den gesamten Formenausdruck der belebten Körpermaterie, ordnet und richtet die Stoffe und Kräfte und offenbart sich in Formen, Farben und Erscheinungen dem Auge, dem Verstand und dem Gefühl.
Daher ist der Lebens- und Formenausdruck auch ebenso einfach und natürlich zu verstehen und zu erfassen, was wir hiermit an unseren Bildern, die aus Kunst und Leben gegriffen sind, versuchen wollen.







Bild 1, Beatrice, Cenci, ein Werk des Malers Guido Reni, ist ein wunderbar fein belebter und geformter Frauenkopf.
Schön und kraftvoll gerundet ist die Stirn, auffallend kraftvoll und dennoch klassisch schön ist der Stirnansatz und lang die Nasenform gebildet. Herrlich und voller Empfindungstiefe ist das Auge, glücklich und fein gebildet die Augenumrahmung mit den Augenbrauen.
Lieblich ist auch die Form des Mundes; das Kinn ist nur klein, – aber alle Gewebe an Wangen, Hals und Stirn sind außerordentlich feinplastisch und empfindungs- und nervenreich und von der innewohnenden Lebenskraft durchstrahlt und durchleuchtet. Wunderbar weich und schön quillt das Haar unter dem malerischen Faltenwurf der Kopfbedeckung hervor. Bei aller Belebtheit liegt über allen Formen eine wunderbare Grazie und natürliche Ruhe, verbunden mit einer sehr feinen Proportion aller Formen.
Damit hat der Künstler uns ein gesundes, hochentwickeltes und edles Menschenkind vor Augen geführt.





Bild 2 zeigt uns den holländischen Maler Anton van Dyck, nach E. Hader, den Schöpfer großer Kunstwerke, – und nie ist der Schöpfer weniger wert wie sein Werk. –
Wie klar, scharf und lebensfreudig beobachtend blickt das Auge; – wie prachtvoll, sprechend und schön ist die Augenumrahmung; – wie lebendig die feinkernige hochgewölbte Stirn, – und von welch feinster weicher Haarfülle ist das Haupt gekrönt! Welcher Eifer, Fleiß und welche Gestaltungskraft sprechen aus der fein geformten, langen Nasenbildung! –
Sprechend und schön ist die Oberlippe, der Mund und das Kinn gebildet, und in der Haut liegt eine gespannte Feinheit und Reinheit, eine frische Durchstrahlungs-, Durchleuchtungs- und Empfindungskraft.
Großartig ist, dem idealen Typus entsprechend, die Proportionalität der Formen; daher hat er auch als Maler das großartige Proportionsgefühl, – die Gefühls- und Geisteskonzentriertheit, die aus allen Formen spricht. Das ist der Lebens- und Persönlichkeitsausdruck dieses großen Malers.

Bild 3. Und nun das Gegenteil. Das Auge möchte weh tun, – wenn man den Vergleich mit Bild 1 und 2 sieht. Man denkt und fühlt dabei, daß die Idee, „alle Menschen seien gleich“, ein Irrwahn ist, – und man fragt: Sollten alle Menschen gleiche Rechte in allen Dingen haben?

Dieser Mann, Bild 3, benutzte seine Lebensrechte, um Diebereien und Einbrüche zu begehen; – vornehme Wohnungen auszurauben, war seine Spezialität. Und wie ist nun die Formbildung? Ganz entgegengesetzt von Bild 1 und 2, – sie steht außer aller guten Proportionalität.



Ungleichmäßig, oben hinten einseitig hoch und vorne nieder und eckig ist die Kopfbildung; nach rechts ist die Augenstellung geneigt, nach links der schiefe Mund mit dem rohen verschlagenen Ausdruck; den lüsternen Charakter zeigt die unangenehme Bildung der Nasenform, die verzogene Gewebspartie um Nase und Mund.
Dabei ist das Kinn hart, lang und grob, und beide Gesichtshälften sind stark verschieden. Unschön und hartförmig sind die Formen der Ohren. Das alles zeigt, daß die Lebensstoffe und –kräfte zersplittert und zerfahren sind, daß die Formbildung verunglückt ist.
Und wie ist der Lebensausdruck? – der Ausdruck der Augen ist nicht gleich, auch die Formbildung ist ungleich; unklar, verschleiert, schwül und prüfend blickt das Auge. Dumpf und matt ist die Tonart der Gewebe, gleichsam wie gummiartig; es fehlt alle Verfeinerung durch die innere geistige Lebens- und Empfindungsenergie; sie hat ihr Ziel der Veredelung des Lebensgeistes, der inneren und äußeren Formbildung nicht erreichen können.

Selbst-Veredelung mit Hilfe der Original-Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

Sollte man das nicht für wert halten, es zu beobachten, um die Lebenswahrheit zu erkennen und sich danach zu richten?

Und nun Bild 4. Die Hexe. Hier liegt eine völlige Verknöcherung und Verbildung aller Formen und des Lebensausdrucks vor. Das kann jeder sehen. Huter schrieb einmal unter ein Bild, das einen menschlichen Teufel darstellte: „Mag selbst der Teufel im Bunde gierig seine Krallen ausstrecken, wie der Geier nach der Beute, das Gute bleibt doch ewig.

Aber Menschenkenntnis, praktische Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] studiere man von der Jugend bis ins Alter und lehre und verbreite sie allerorten – in Hütten und Palästen, so wird die Wahrheit siegen, daß das Schöne und Gute das bessere Teil ist, das sich der Mensch erwählen kann, das Gegenteil nur eitel Torheit ist und Unheil bringt.“

Der Künstler hat die Hexe ganz richtig im völlig matten, dumpfen und dunklen Gewebston dargestellt, womit er hat sagen wollen, daß das Licht des Geistes, des Lebens und der Liebe gegenüber den rohen Naturkräften wie erloschen ist.

Außerordentlich häßlich ist die ganze Formbildung, die Gewebe erinnern an die Materie der Erde. Typisch für die verworfene, böse Natur dieses Weibes ist besonders das tief unter der Achse liegende, schlangenartig hervorstechende Auge, die Verbildung und Verknöcherung der unteren sonst weichen Nasenteile. Ferner die langen, spitzen Raubtierzähne, sowie das breite, heftig vorspringende Kinn.


Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein [Hinzugefügt]

Als stärkster Beobachter der menschlichen Natur hat der bildende Künstler auch hier durch sein Werk die Wahrheit kundgetan.





VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN
ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.

Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)
Da nun der Empfindungsäther sich ebenfalls besonders zu sammeln gesucht hat, so muß notwendigerweise, das der Empfindungsäther feiner ist als der Schweräther, dieser den Schweräther in den großen Weltnebelringen durchdrungen haben und der Empfindungsäther ist in den großen innersten Hohlraum dieser Ringe gelangt und hat sich immer mehr gesammelt, immer mehr konzentriert. Auf diese Weise wurde die Grundlage zur Entwicklung der Sonnensysteme mit ihren Planeten gegeben.
Die Sonne unseres Planetensystems ist als Zentralkörper einer dieser Ringe in einem großen Hohlraume.
Dieser Ringkörper ist ein Hohlkörper mit zusammengepreßtem Weltäther erfüllt. Je feiner dieser Empfindungsäther wurde, um so mehr konnte er alles durchdringen und selbst in die feinsten Fernen des den Riesenweltnebelball umgebenden neutralen Äthers eindringen.

Urstoff [Hinzugefügt]

Um diese näher zu erklären, stellen wir uns einen großen Weltnebelball vor, vielleicht zehnmal größer als unser heutiges Sonnen- und Planetensystem. Der neutrale Uräther differenzierte sich 1. in den Empfindungsäther, aus dem sich das Geistige entwickelte, 2. in den Schweräther, aus dem das chemische Element hervorging, und 3. in den Fliehäther, der die Kraft hervorrief.
Die nichtdifferenzierte Äthermasse bilden den heutigen neutralen Weltäther.
Es lag im Weltäther nach unserer Vorstellung also Kraft, Stoff und Empfinden.


Spiegelt sich in den Grund-Naturellen wider [Hinzugefügt]
In der Mitte des vorgestellten gigantischen Nebelgebildes bildete sich notwendigerweise, nachdem sich der verdichtete Schweräther konzentriert hatte, – da bei dem Sammeln von außen her sich alle Massen nach innen konzentriert hatten, – in der Folge ein Kern.
Dieser Kern war eine Hohlkugel, denn als sich die Materie mehr und mehr verdichtete, wurde der Weltäther, der in sich ein raumerfüllender, innerer Gegenstand ist, in den Hohlraum dieses Kernringes zusammengepreßt.
Dieses Zusammenpressen hat eine Grenze gebildet, denn vom Mittelpunkt kam ein Gegendruck durch den zusammengepreßten Äther, und in dem Kernringe haben sich durch Druck und Gegendruck die festesten, metallischen Stoffe mit ihrer Spannkraft gebildet.
Die Empfindungsätherteile waren aber feiner als die Schwerätherteile und haben diesen harten Ring durchdringen können.
Nicht nur aus dem innersten Hohlraum unseres Sonnensystems, aus dem innersten Kernring unserer Sonne, sondern aus allen Sonnen des Universums durchdrangen sie die festesten Kernringe und die inneren Hohlräume dieser Ringe. Je mehr der Äther verfeinert war, je besser konnte er nach dem Mittelpunkt drängen.
In der Mitte mußte sich notwendigerweise der feinste Empfindungsäther gesammelt haben.
Nachdem sich nun der erste oder der Kernring gefestigt hatte, preßten die Massen, die zum Mittelpunkt dringen wollten, den Äther zurück und infolgedessen bildete sich, durch Äthermassen von dem ersten getrennt, ein zweiter Kernring um den ersten.
Der innere kugelförmige Körper fing an, sich durch die doppelte Kraft des inneren und äußeren Druckes zu bewegen. Er fing an, sich um die eigene Achse in rotierende Bewegung zu setzen.
Der zweite Ringkörper fing in der Folge auch an sich zu bewegen.
So bildete sich nach und nach ein dritter, vierter, fünfter, sechster, siebenter, achter und neunter Ringkörper.
Diese wickelten sich bei der Rotation auf und schoben sich an einzelnen Punkten zu geballten Massen zusammen, und so bildete sich allmählich ein Planet, ursprünglich mit einem länglichen Kern.
Dasselbe wiederholte sich bei der Bildung eines zweiten, dritten und vierten Planeten, und so hat sich nach und nach das Planetensystem entwickelt.
Nach und nach rollte sich die Materie um den Kern auf, wickelte sich zur Kugel auf.


Universum [Hinzugefügt]

So bildete sich der Sonne zunächst der Merkur, dann Venus, Erde, Mars, dann der Planetoidenring, Asteroide genannt, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.
Die ersten vier sind die Nahplaneten, die letzten vier die Fernplaneten.

Mars [Hinzugefügt]
Nun hat sich der Empfindungsäther in hohem Maße in dem innersten Hohlring der Sonne angesammelt.
Die Nahplaneten sind festere Körper als die Fernplaneten, weil sich die schwerstwiegenden Metalle hier bilden konnten.
Um den innersten Sonnenball lagern sich die festesten Stoffe, – aber die Sonne ist hohl und von Empfindungsäther angefüllt.
Außer diesem Ring hat die Sonne wahrscheinlich noch einen zweiten Ring; den ersteren nenne ich, zufolge der hier vorwiegenden Kräfte, die ich späterhin erkläre, – den magnetischen Ring, den zweiten, den elektrischen Ring. Der zweite Ring entstand durch den von den Planeten ausgehenden Ätherdruck und die dadurch bedingte Ansammlung von Stoffen. Das ist meine Theorie, meine Hypothese.






Sonne [Hinzugefügt]

Ist auch dem neutralen Weltäther, der die Urelemente, Kraft, Stoff und Geist trug, – der Geistäther teilweise entzogen und in den Sonnen konzentriert, so bleibt trotzdem jedem Fliehäther noch Empfindungsäther anhaftend, und auch jedem Schweräther, selbst jedem Atom bleibt das Empfindungselement anhaften.
Da also nichts empfindungslos ist, so ist alles beseelt, und alles Empfinden ist ein einheitliches Agens, ein einheitliches Etwas, das die Welt verbindet.



Empfindungsvermögen der Materie [Hinzugefügt]
Es ist nicht der Bewegungsäther, der die Welt verbindet, es ist auch nicht der Schweräther, sondern der feinste Empfindungsäther verbindet alles im Weltall.
Das ist auch der Grund, weshalb die Körper, die arm an Empfindungsstoff sind, sich nach der Sonne sehnen und nach dem Mittelpunkt, und deshalb sehnen sich die Planeten nach dem Zentralpunkt, der Sonne. Dieses Sehnen der Materie ist die Sympathie der Planeten mit der Sonne.
Je mehr Empfinden die Sonne gesammelt hat, je mehr hat sich dort die Liebe, die Sympathie entwickelt.
Da ich nachgewiesen habe, daß sich aus dem Empfinden das Sehnen und die Sympathie entwickelt, so muß in dem Sehnen des Empfindungsäthers in der Sonne eine große Sympathie für die Planeten aufgespeichert sein, – und ich vergleiche die Sonne mit einer fürsorgenden Henne, die für ihre Kleinen sorgt und an diese ihre Strahlen aussendet.
Daher erklärt Huter nicht nur die Bewegung und den Aufbau unseres Planetensystems, sondern auch die Entstehung des Lebens auf unserm Planeten durch das Empfinden, welches durch die Strahlung von der Sonne ins Weltall gesandt wird.
Durch die Sonnenstrahlen wird in die Oberfläche der Planeten das Lebenselement hineingepflanzt.
Aus diesem Grunde sage ich, daß durch das Sonnenlicht die Lebenskraft in die Materie eingepflanzt wird und daher lehre ich, daß die Sonnenstrahlen die Lebensstrahlen sind, welche die Oberfläche der Planeten befruchten, – wodurch die Lebewesen geschaffen wurden.
Bei der Entstehung des Lebens wirkten zwei Ursachen zusammen.
In der irdischen Materie, die sich in einem Urzustande befand, d.h. in ganz anderer Wesensart, wie wir sie heute kennen, schlummerte das Empfindungselement. Zu diesem traten die Sonnenstrahlen, die zugleich auch Geistesstrahlen sind, in polare Wechselbeziehung.
Die Geistes-Sonnenstrahlen, welche ich das positive Lebenselement nenne, wirkten auf die Planeten ein und regten dort das negativ Geistige, das Empfindungselement in der chemischen Materie an und brachten es im lebenden Eiweiß zum Lebenserwachen.
Infolgedessen muß denn auch auf unserem Planeten das Leben da entstanden sein, wo sich die Sonnenstrahlen am meisten konzentriert haben, in den heißen Zonen.


Erde [Hinzugefügt]

Ich habe nun eine gewisse Einleitung in meine neue Weltlehre gegeben und komme nun weiter auf die Kraftentwicklung zurück.
Wir haben gesehen, daß die Konzentrationsenergie die erste Urkraft gewesen ist.
Nachdem die Festteile des Äthers sich gesammelt hatten, taten dies auch die feinen Teile.
Nachdem die kräftigen, starken Teile sich gefestigt hatten, haben die festen Teile die leichten chemischen Teil angezogen.
Die zweite Kraft, die sich entwickeln konnte, muß notwendigerweise Anziehungskraft, Attraktion, sein.
Jeder Körper hat mehr oder weniger diese Anziehungskraft.

Mensch [Hinzugefügt]

Wenn wir dies auf die Menschen übertragen, müssen diejenigen starke Attraktionskraft besitzen, die die stärksten Menschen sind, das sind die, welche die meisten chemisch-positiven, also schwermetallischen Bestandteile im Blute haben.
Es sind körper- und spannkraftstarke magnetische Menschen, die starke physische Attraktionskraft haben, nicht geistige Attraktionskraft, siehe Bild 1.





Bild 1. Napoleon. Aus Form und Spannung spricht stärkste körperliche Attraktionsenergie, die für seine Erfolge durch Verbindung mit besonderer Verstandeskraft maßgebend war.

Da nun auch das Geistige eine ganz außerordentliche Konzentration entwickelt hat und schließlich zu der Attraktion übergegangen ist, so hat der stärkste geistige Mensch die stärkste geistige Attraktion, wie der Künstler, Musiker usw., siehe Bild 2.




Bild 2. Kant. Alles drückt die stärkste geistige Attraktionskraft, das stärkste Verstandesleben aus. Seine Philosophie ist die klassische, die Weltgeltung hat.


Der Unterschied zwischen beiden Typen ist so, wie wir ihn zwischen Bewegungsmenschen und Geistmenschen beobachten, siehe Bild 3 und 4.



Bild 3. Bewegungsmensch. Herrschernatur.



Bild 4. Geistmensch, von Schelling, bedeutender Philosoph. Harder

Der Bewegungsmensch hat physische, der Geistmensch hat geistige Attraktion, der physische strahlt wenig aus, der geistige mehr. Die physische Kraft festigt, gibt aber zu wenig; die geistige zieht an und gibt zurück.
Eigentlich ist ja der Ernährungstypus der Sammler der Massen. Siehe Bild 5


Bild 5. Grundtypus Ernährung.




Bild 6. Empfindungstypus. Archiv

Empfindungs- und Ernährungstypus sind Gegensätze, siehe Bild 5 und 6.

Chemisches Stoff-Ernährungs-Naturell [Hinzugefügt]

Aus dem Ernährungs-Naturell ist durch starke Festigung und Fortsetzung dieser Entwicklungsrichtung das Bewegungs-Naturell hervorgegangen.

Physikalisches Kraft-Bewegungs-Naturell [Hinzugefügt]

Aus dem Empfindungselement hat sich durch starke Konzentration und Fortsetzung dieser Richtung in der Entwicklung das Ideale entwickelt.

Ideales Empfindungs-Naturell [Hinzugefügt]

Das Bewegungselement rief in der fortgesetzten Steigerung, da die Kraft zersplittert und das Empfinden vermindert wurde, das Disharmonische hervor.
Die Fortsetzung des Disharmonischen ist das Verbrecherelement. – Die Fortsetzung des gesteigerten Geistigen ist der Zerfall des Materiellen. Es stellt sich im menschlichen Körper das Physische dem aus dem Empfinden entwickelten Engelhaften entgegen.

Ideales Naturell – Verbrecher-Naturell [Hinzugefügt]

Je reicher der Mensch an idealen Gütern wurde, desto ärmer ist er an materiellen Gütern geworden. Fortsetzung folgt.


[FRANZ GRILLPARZER, DEM BEDEUTENDSTEN DICHTER DER OSTMARK ZUM 150. GEBURTSTAG (STAND 1941)]

Franz Grillparzer Anton Hähnisch

Gewaltige psychologische Erfassungskraft verbunden mit größtem Feingefühl und reichster schöpferischer Phantasie drückt dieser sehr feine, hohe und gerade aufsteigende Stirn- und Vorderhauptbau aus, auf welchen sich in edler Feinheit die Haarlocken legen und gleichsam andeuten, daß hier die geistige Werkstatt des dichterischen Schaffens zu suchen ist.

Diese lange Achse des Gehirnbaues vom plastischen oberen Vorderhaupt mit dem ausgeprägten National- und Sozialsinn zum fein ausgebauten unteren Hinterhaupt und Kleinhirn, wo die Heimatliebe, die Anhänglichkeit und Treue liegt, in Verbindung mit der starken Plastik des Gehirnbaues etwas oberhalb der Ohren zum Hinterhaupt zu, wo der Sinn für die eigene Art und Rasse liegt, – lassen verstehen, daß Grillparzer eine eindeutig großdeutsche Haltung eingenommen hat. Er hatte noch erlebt, daß sein 80. Geburtstag in ganz Deutschland als ein Nationalfesttag gefeiert wurde.

Ganz fein empfindsam ist bei Grillparzer das Auge und seine Umgebung gebaut –und großartig, schöpferische Darstellungskraft zeigt sich in der fein gebauten, langen und tiefgehenden Bildung der Nasenform, die ein wenig an das Danteprofil erinnert und die aufwühlende Dramatik seiner Dichtungen versinnbildlicht.
Das tief-eindrucksvolle Erleben des großen Dichters ist sprechend durch den lebenswahren, bewegten Ausdruck des Mundes gekennzeichnet. Das Ohr gibt das geadelte Seelenleben kund und im starken Kinn prägt sich die Tatkraft aus, sein Schaffen zur Anerkennung zu bringen und sich mit seiner dichterischen Eigenart trotz aller äußeren Hemmungen und Lebenstragik durchzusetzen.
Großen Einfluß hatten seine Dichtungen in seiner Heimatstadt Wien und besondere Bedeutung für das dortige Volkstheater.
Ganz unwillkürlich wünscht man sich, wenn man Grillparzers Schaffen würdigen will, ein Bildnis des Dichters zu sehen, um in seinem Angesicht etwas von dem Geist zu erblicken, der in seinen Werken zum Ausdruck kommt.






DIE ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS & KALLSIOPHIE UNSERES GROSSMEISTERS CARL HUTER (1861-1912) IST SOZUSAGEN DAS „MASTERPROGRAM“ ZUR SELBSTVERDELEUNG. DIE INTENSIVE REDLICHE BESCHÄFTIGUNG MIT DEN GRUNDLAGEN UND ENTDECKUNGEN DER BAHNBRECHENDEN PHYSIOGNOMISCHEN PSYCHOLOGIE & KALLISOPHIE STÄRKT DIE LEBENSLICHTLEITSTRAHLKRAFT, HELIODA, IN UNSEREN BILLIONEN LEBENDEN ZELLEN. DIESE HAUPTLEITSTRAHLKRAFT VEREDELT DIE FORMEN UND GEWEBE UNSERES KÖRPERS, IST DIE KRAFT FÜR DIE NATÜRLICHE SCHÖNHEIT.



Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum-Schobüll

DgM 096

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 31. Januar 2010 von helioda1








LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. –
LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN!

MENSCHENKENNTNIS

Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN

Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.


Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Jan. 1941, Nr. 96

DIE PHYSIOGNOMIE

DES EHRLICHEN UND
FLEISSIGEN MENSCHEN

Und wie erkennt man
Unehrlichkeit,
Verwegenheit,
Arbeitsscheu und
Verschlagenheit?

DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT

DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN.

Es bauen und formen die
Inneren Kräfte und bringen
Zum Ausdruck in Aug`und
Gesicht der Seele Gestalten,
ob gut oder böse, natürlich
oder verdorben, ob vernünftig
oder betört das menschliche
Wesen.

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK

SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS
Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


STUDIE ÜBER DEN WERT DER ARBEIT

Arbeit, ewige Jugendquelle,
Heil und Ehre Deiner Kraft!
Wer Bild 1 betrachtet, wird sich sagen, das ist ein Charakterkopf, sicherlich das Bildnis eines aufrechten, geraden, pflichttreuen und arbeitsfleißigen Mannes.

Bild 1
Und so ist es auch.
Es ist ein einfacher Bauersmann, der im Alltag des Lebens wohl Achtung und Wertschätzung genießt, aber sonst weiter gar nicht auffällt, der gerade durch das Leben geht und seine Pflichten bestens erfüllt.
Und doch liegen in diesem Manne goldene Menschenwerte, die man gar nicht mit Geld bezahlen kann, – und die man oft erst so recht durch die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] zu erkennen imstande ist.
Aufrecht, einfach, schlicht und korrekt wie die Kleidung, die Körper- und Kopfhaltung, – so ist sein Wesen.
Man hat den Eindruck der Frische, wenn man diese kernige Form, das lebhafte Gewebe und die frischen Wangen betrachtet, die gesunde und kräftige Bildung des Halses. Frisch und natürlich wie Feld und Wiesen in seiner Umgebung ist sein Sinn.

Nun betrachte man das kernige, kräftige und vorspringende Kinn. – Wenn wir nach unserer anatomisch physiologischen Erkenntnis wissen, daß Kinn und Unterkiefer vornehmlich mit dem Klein- und Hinterhaupthirn korrespondieren und somit zu den Bewegungs- und Tatimpulsen in enger Beziehung stehen, so erkennen wir aus dem wohlgerundeten, kräftig in Spannung befindlichen Kinn den Tatendrang und Arbeitseifer, aber auch die Knochenkraft und Ausdauer dieses Mannes.

Wir sehen dabei auch, wie kraftvoll und energisch das Haupthaar sich über das plastisch gerundete Hinterhaupt legt. Damit wissen wir, daß wir hier den aus Anlage und Betätigung heraus arbeitsfleißigen Mann vor uns haben.

Ja, – „Arbeit adelt“ – sagt ein altes Sprichwort – und „vom Hinterhaupt kommt das Gute“ lehrte Carl Huter, die Lust und Liebe zur Arbeit, der energische Fleiß und die Tätigkeit neben weiteren anderen einfachen Lebenstugenden.
Aus der Arbeit, aus der energischen nützlichen Körperbetätigung entspringen die besten menschlichen Eigenschaften, Natürlichkeit, Ehrbarkeit, Gerechtigkeit, Lebensfreude, Gesundheit, Bescheidenheit und Zufriedenheit. Das alles kommt bei unserem Bilde zum Ausdruck. Mancher Mensch, der mit sich und der Welt unzufrieden ist, würde wieder natürlich denken und fühlen lernen, wenn er mehr körperlich arbeitete und würde sich glücklich dabei fühlen. Man unterschätze daher nie den Wert der Arbeit.
Nun betrachte man bei unserem Bilde auch den starken plastischen Anspannungssinn, der, über den Ohren liegend, deutlich sich hervorhebt. Dieser Sinn treibt den Menschen immer erneut zu rastloser Tätigkeit und Verbesserung der Dinge des Arbeitslebens an.

Vom Anpassungssinn pflanzt sich die Spannkraft der Gewebe fort bis zu den Schläfen, wo die Impulszentren für die technischen Fertigkeiten liegen. Von dort zieht sich die Spannung weiter bis zu den kräftigen Jochbeinregionen, die die Kraft des Widerstandes zeigen, um Hemmnisse und manches Ungemach überwinden zu können.
Plastisch stark wölbt sich bei unserem Bilde die Stirn über den Augen, wo die Beobachtung, Auffassung und das natürliche praktische Denkleben liegen. Starkes Hervortreten und plastische Spannkraft liegen auch dort, wo der Nasenknochen endet, der mit dem gesamten Knochen- und Muskelsystem des Körperbaues in unmittelbarer Beziehung steht. Weiter nach unten zu zeigt die Nasenform eine milde Einbuchtung, die auf ein reiches Gemütsleben deutet.
Das alles sind ganz unverkennbare Merkmale des gesunden, arbeitsfleißigen und lebensfrohen Mannes. Was wäre er ohne seine Arbeit? Auch nicht im entferntesten das, was wir hier im Bilde sehen. Mag die Arbeit streng, ja hart sein, – fest und kernig ist der Sinn, der sie meistert.
Aber, – wird der Leser sagen, man könnte denken, unser Bauersmann wäre noch mehr, – vielleicht neben seinem Beruf noch ein Lehrer, ein Erzieher und noch mehr, – und auch das ist, wenn auch nicht in der wirklichen Berufstätigkeit, so doch der Anlage nach, der Fall. Selbstbeherrschung und –erziehung liegt in dieser Freiheit des ganzen Kopfbaues, der Haltung und des Ausdrucks.
Hoch wölbt sich der obere Kopfbau, dort, wo der Verehrungssinn und die Ehrfurcht vor dem Höchsten in der Natur liegt, das man nicht unmittelbar sehen und erfassen, sondern nur empfinden kann. Es ist der Geist in der Natur, der sich besonders dem Landmann so eindringlich zu erkennen gibt, den er verehrt, der alles in der Natur grünen und blühen läßt, der die Frucht auf den Feldern reifen und im Winter die Natur sich schlafen legen läßt. Das Bild erinnert an die Gestalt des Pfarrers Oberlin aus dem Elsaß, den uns der Dichter Friedrich Lienhard in einem Roman so lebenswahr geschildert hat. Wo diese Gestalten im Volke sind, da muß ein guter und gesunder Kern liegen.

Oberlin [Hinzugefügt]


DER GEGENSATZ.
Und nun betrachte der Leser die Bilder 2 und 3, hier ist der Gegensatz zu Bild 1 vor Augen geführt.

Bild 1

Der Leser wird auch hier bei nur kurzer vergleichender Betrachtung der Bilder sagen: das scheinen zwei sehr fragwürdige, unordentliche, haltlose, mehr oder weniger verkommene Gesellen zu sein, denen man nicht trauen kann.


Bild 2

Auch das stimmt. Allein schon die Kleidung ist unordentlich; – und wie der Mann, Bild 2, den Hut trägt, tief über Stirn und Augen hingezogen, als wäre er betrunken, – was aber keineswegs der Fall ist, – das ist nicht die Art eines Mannes, der frei, offen und gerade in die Welt blickt.
Man betrachte dazu die losen, nach unten hängenden Gewebe und unschönen und unklaren Gesichtszüge an Augen, Nasenform, Bart und Kinn. Das alles sieht wie verschwiemelt aus; man sieht, das Sinnesleben befindet sich in absteigender Richtung, in Unordnung und Dekadenz. Es ist der liederliche, verkommene Ausdruck.

Der Blick ist nach unten gerichtet, – die Augenbildung ist stark verschieden, – der Blick rechts ist stechend und lauernd, links aber schwül und lüstern. Der Mann ist ein kluger Schleich- und Hauptdieb, der sich auch viel bei Rennen und Wettspielen aufhielt, um irgend etwas auf unrechtmäßige Weise zu ergattern.
Bei dem sehr schmalen Gesicht mit dem hängenden Gewebe unter dem Kinn fällt das im proportionalen Verhältnis übergroße und in der Formbildung häßliche Ohr auf, die Zeichen, daß das Spiel der inneren Kräfte, wodurch die Formbildung entsteht, in Unordnung geraten ist. Dabei ist die Nase zu kurz und wie abgebrochen, sehr häßlich die Formbildung im unteren Teil. Genau so fällt die Wesensart des Mannes aus der guten Norm von Sitte, Pflicht und Gesetz. Man könnte versucht sein zu denken, der Mann markiere den Clown in einem Zirkus oder er sei betrunken. Das ist jedoch nicht der Fall, sondern es ist eine lebensnatürliche Aufnahme und gerade deshalb ist das Bild der Betrachtung wert. Der Mann ist aber moralisch betrunken und dabei noch gefährlich. Es ist der Gesamtausdruck des Menschen, der aus Veranlagung und Betätigung arbeitsscheu ist, der nicht aus sich selbst heraus fleißig und andauernd arbeiten will, um ehrlich, frei und offen durch das Leben zu gehen.

Bild 3.

Das ist ein Dieb und Einbrecher, genannt „der Mann mit den schönen Augen“, – wie der Polizeibericht über ihn hervorhebt.

Bild 3

Tatsächlich haben die Augen etwas Glänzendes, Sprechendes und Schöntuendes. Der Mann versteht es, in gegebenen Momenten die schönsten und ehrlichsten Gedankenbilder innerlich zu produzieren, um mit den Augen zu täuschen und in Gedanken etwas vorzuspiegeln, was in Wirklichkeit nicht vorhanden ist.
Bei näherer Betrachtung sieht man, daß aus den Augen eine verborgene List und Schlauheit spricht. Ähnlich kann ja auch die Katze den freundlichen schöntuenden Blick haben und plötzlich in das Gegenteil verwandeln. Der Mann konnte selbst im Dunkeln bei seinen Einbrüchen noch gut sehen.
Man braucht dann aber nur den Blick von den Augen weg auf den Mund und seine Umgebung zu richten; dann sieht man sofort an der unverkennbar sehr häßlichen Bildung den wirklichen Denk- und Gemütszustand. Der Mund und seine Umgebung drückt deutlich die schmutzige und ordinäre Gesinnung aus.

Auffallend ist auch die starke Verschiedenheit der beiden Gesichtshälften und der beiden Ohren, ferner der dumpfe und matte Ton des unreinen Gewebes, der auf verdorbenes Blut und schlecht Säfte deutet und das typische Merkzeichen des Menschen darbietet, der nicht produktiv arbeitet.
Gegen all diese Disharmonien fällt die an sich hohe Stirnbildung, die auf Intelligenz deutet, gar nicht ins Gewicht. Symbolisch deutet das wild liegende Haar auf dem Oberhaupt auch schon an, wie es im Oberhirn, – wo die moralischen Bewußtseinszentren liegen, – aussehen mag.
Im übrigen ist für den Einbrecher die eiserne Spannung typisch, die über der ganzen Stirn liegt, ferner an den knorpelig hart gespannten Ohrformen; diese Spannung zieht sich weiter über die Nasenform hin, über die Jochbeinregionen und die Unterkieferkinnumrahmung, obwohl die Gewebe etwas oberhalb des Unterkiefers tief eingefallen sind.
Die eisenharte Spannung überwiegt; daher begeht der Mann auch fortgesetzt Einbrüche; er muß brechen, was sich nicht biegt und er ist gutwillig nicht zu belehren und zum Besseren zu bekehren. Das ist der lebendige Formausdruck, durch den die Natur die Wahrheit in ihrer Ursprache kundgibt.



VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN
ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum.

Diese Vorlesungen geben in kurzer Zusammenfassung einen Gesamtüberblick der Welt- und Lebensentwicklungslehre Carl Huters. Alle menschlichen Wissen- und Erfahrungsgebiete sind mit neuen und großen Wahrheiten zu einem Ganzen verbunden, so daß ein einheitliches großartiges Weltbild ersteht.

Der deutsche Mensch ist ein Denker, – und hier kann das kritische, schärfste und umfassendste Denkleben verbunden mit dem allerfeinsten Gefühl zur Geltung kommen.


Ebenso kann die Freude, die größte Wahrheit in der Natur zu erfassen, sich auswirken, zur Harmonisierung der Innen- und Außenwelt beitragen und damit glücklichste Aussichten eröffnen. D.H. [Amandus Kupfer (1879-1952]

Das Wertvolle dieser neuen Naturerkenntnis, der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], liegt zunächst darin, daß sie eine natürliche Geistesoffenbarungslehre ist, die nachweist, daß sich alle Kraft und Materie und alles Geistige, alles Empfinden in der Form, in der Farbe, in der Bewegung, kurz in der natürlichen Erscheinung offenbart.

In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

In jeder Lebenform offenbart sich das Individuelle.
Alles Inidividuelle hat das Bestreben, sich vom Ganzen zu trennen, etwas Besonderes zu sein, etwas Eigenartiges, etwas Besseres zu werden.
Jeder organischen Form und der Kraft, welche diese Form innewohnt, muß notwendigerweise im innersten Kern ein Wille zum Leben innewohnen, und das der Wille, individuell zu sein, von vornherein da ist, so ist dadurch das Leben, die Liebe zum Individuellen in jeder Form bedingt.

Helioda [Hinzugefügt]
Das Individuelle setzt ferner das Geistige voraus.
Wir müssen notgedrungen folgern, daß alles Individuelle auf geistige Ursachen zurückzuführen ist; denn durch die Beschaffenheit und Begrenztheit des Körpers in der Form wird sich das Empfinden bewußt, daß es etwas Besonderes, Besseres, etwas Persönliches ist.
Das Bewußtsein geht also mit der Form einher durch die Abgrenzung einer gewissen Masse von der großen umgebenden Masse und durch die Organistation dieser Masse von innen heraus. Das Gefühl des eigenen Selbst, dieses geistige Bild, ist daher eine Welt für sich, eine Welt im Kleinen; daher ist jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, auch die erste lebende Zelle, aus welcher Pflanze, Tier und Mensch hervorgegangen sind, – eine Welt im Kleinen, eine Welt für sich.
Auch jeder andere Körper, jeder kosmische Körper, jedes Atom, jedes Molekül, jedes kleinste Ätherteilchen, das Carl Huter mit dem Namen „Ilion“ bezeichnet, ist eine Welt im Kleinen, (heute hat die moderne Atomforschung bereits nachgewiesen, daß in einem Atom um den Atomkern Elektronen in geordneten Bahnen kreisen, ähnlich wie in unserm Sonnensystem die Planeten um die Sonne,) – hat im innersten Kern eine seelische Empfindungszentrale.
Wenn wir die Welt der Erscheinung in zwei große Hälften teilen können, in die der Lebewesen und in die der toten Dinge, so ist nach Carl Huters Lehre die beseelte oder organische Welt die, in welcher die Lebenskraft zur Leitherrschaft gekommen ist, unter welche sich alle anderen Kräfte tief untergeordnet haben.
Aber das Leben ist nach dieser Lehre nicht nur in den Lebewesen vorhanden, vielmehr schlummert die Lebenskraft in allen Dingen, auch in den Formen, die uns tot erscheinen, die man als anorganische Materie bezeichnet.
Denn wenn das Leben im lebenden Eiweiß und in der lebenden Zelle besonders nachweisbar in Erscheinung tritt, so muß doch die Urenergie des Lebens schon vorher in der Materie, in den Atomen vorhanden gewesen sein, sonst hätte das Leben sich nicht aus der Materie entwickeln können.
Nach unseren Erfahrungen sind alle Lebenserscheinungen an gewisse Kräfte gebunden, an chemische Bedingungen, – so ist z.B. eine gewisse Temperatur notwendig, um das Leben wachzurufen und zu erhalten. Wenn eine sehr niedrige Temperatur eintritt, oder auch eine sehr hohe, so stirbt bekanntlich das Leben ab. Z.B. durch Feuer wird das Leben getötet. Die Lebenskeime sterben vielfach auch durch Eis, durch sehr niedrige Temperatur ab.
Wir sehen daran, daß das Leben an gewisse Wärmegrade gebunden ist, ferner aber auch an besondere chemische Verbindungen.
Das Leben tritt positiv in die Erscheinung durch das lebende Eiweiß; wo das lebende Eiweiß sich nicht entwickeln kann, das tritt der Regel nach ebenfalls kein Leben in die Erscheinung.
Das lebende Eiweiß besteht gewöhnlich aus Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff. Es enthält etwas Wasser und Schwefel, auch ein wenig Chlor und Natron, und meist auch etwas Eisen, Mangan und Kalk.
Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff sind Nichtmetalle. (Huter will diese Elemente „Nelloide“ genannt wissen.) Eisen, Mangan, Kalcium, Natrium und Kalium sind metallische Bestandteile des Lebensstoffes. Huter nahm an, daß es auch metalähnliche Elemente gibt und will diese „Metalloide“ genannt wissen. (Die heutige Chemie unterscheidet nur Metalle und Nichtmetalle unter den Elementen. Es gibt aber einige Elemente, wie heute feststeht, die je nach ihrer Struktur metallischen oder nichtmetallischen Charakter haben, z.B. Arsen und Antimon. Man kann vielleicht diese als die von Huter vermuteten Zwischenglieder betrachten. D.H.)
Der menschliche Körper besteht bekanntlich aus 15-16 chemischen Elementen. Außer den vorher genannten ist noch Silizium (Kieselsäure), Magnesium, Chlor und Fluor nachgeweisbar im Körper vorhanden.
Das Eiweißmolekül besteht also aus zahlreichen Atomen. Der Bau des Eiweißmoleküls ist noch ein Geheimnis. Man weiß, daß es aus diesen Stoffen besteht, aber die eigentliche Zusammensetzung kennt man noch nicht genau.
Wir wissen nun, daß aus dem lebenden Eiweiß alles Leben auf unserer Erde entstanden ist.
Die Lebewelt ist wieder einzuteilen in pflanzliches (vegetabilisches) Leben und tierisches Leben.
Die sogenannte anorganische Welt teilt man ein, wenn sie auch anorganisch ist, in organisierte oder kristallisierte Materie und in amorphe oder formlose Masse.
Wir wissen nun, daß alle Kristalle von innen her gewachsen sind, d.h. durch eine Triebkraft, die in ihnen waltet.


Wasser-Kristalle [Hinzugefügt]
Es muß daher in der Materie ein inneres Wachstum und eine innere Organisation liegen.
Es fragt sich nun, ist es eine chemische oder eine mechanische Kraft, die dieses Wachstum bewirkt, oder liegt noch eine andere Ursache zugrunde?
Da bekannt ist, daß die chemischen Elemente sich anziehen und abstoßen, bedarf es keine weiteren Beweises, daß in den Stoffen ein geistiges Leben wohnt, die Kraft der Sympathie und Antipathie.
Alle mechanischen Energien sind Folgeerscheinungen der inneren verborgenen Kräfte der Materie nach Huters Lehren.
Alle chemischen Erscheinungen beruhen ebenfalls auf inneren geheimnisvollen Kräften der Materie.
Daher lehrt Huter: Alles Anorganische, Amorphe, alle formlose und auch alle kristallisierte Materie, in welcher nicht unmittelbar Leben beobachtet wird, ist doch davon beseelt.
Leben wohnt in allen Dingen und überall, und selbst in der scheinbar toten Materie schlummert das Leben.
Es tritt im lebenden Eiweiß und in den daraus hervorgegangen Lebewesen das Leben durch die auffallende Eigenbewegung und Individuenbeziehung schärfer in die Erscheinung, und daher wird es uns verständlich, oder wir sind überzeugt, daß hier das wirkliche Leben vorhanden ist.
In Wirklichkeit aber ist, wie Carl Huter nachwies, auch die anorganische Materie mit Lebenskraft erfüllt.
Huter nennt nun diese Kraft, welche neben mechanischen und chemischen Energien in jedem Atom und in allen Dingen wohnt, die dritte Weltenergie, das Empfindungsvermögen der Materie, die empfindende Energie und nimmt an, daß diese einen Teil des Urstoffes, des Weltäthers, darstellt.


Uräther [Hinzugefügt]

Er nimmt ferner an, daß sich dieser Urstoff oder Weltäther in drei Teile zerlegt hat,
in das Empfindungsätherelement,
in das Schwerätherelement und
in das Leichtätherelement.
Aus dem Schwerätherelement ist die Schwermedioma, eine Vorstufe der Materie, entstanden und aus dieser wiederum sind die chemischen Elemente hervorgegangen. Die Schwermedioma ist nach Huter der Mutterstoff der chemischen Materie.
Aus den Schwerätherilionen unseres Weltäthers bildeten sich zuerst die großen Weltnebelbildungen, entwickelten sich im weiteren durch Verdichtung die chemischen Elemente.


Universum [Hinzugefügt]
Zunächst entstand der leichteste Stoff, der Wasserstoff, dann der Sauerstoff, dann der Stickstoff und dann der Kohlenstoff. Huter nimmt an, daß sich nach und nach aus diesen Gliedern die ganze Skala der chemischen Elemente, von den leichtesten bis zu den schwersten entwickelt hat.
(Anm. d.H. Der Chemiker Proust hat 1815 die Hypothese aufgestellt, daß alle Elemente durch Verdichtung von Wasserstoffatomen entstanden sein können, weil die Atomgewichte der Elemente annähernd ganze Vielfache vom Atomgewicht des Wasserstoffs sind. Die neue Wissenschaft der Elektro-Chemie hat etwa seit 1917 experimentell nachgewiesen, daß die Atome sich zertrümmern lassen in Wasserstoffkerne und Elektronen. Huter hat auf Grund philosophischer Schlußfolgerungen eine Entwicklung der Elemente gelehrt und eine innere Struktur der Atome und planetare Ordnung und Bewegung innerhalb des Atoms schon in seinem Hauptwerk 1904-06 dargestellt.) [Seit März 2007 ist das Hauptwerk als Weltpremiere erstmals vollständig digital extrem zeitaufwendig by Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm im Auftrag von Carl-Huter-Zentral-Archiv und Kooperation mit der Physiognomischen Gesellschaft Schweiz, PGS, Zürich, auf der Hauptseite www.chza.de für jeden gratis in die Internetmatrix gestellt worden.]


Hauptwerk [Hinzugefügt]

Huter hat auch eine Kraftwirkungsordnung nachgewiesen und nimmt an, und zwar mit hinreichender Begründung, daß zunächst die Konzentrationsenergie vorhanden gewesen ist.
Denn jede andere uns bekannte Kraft ist eine Folgeerscheinung anderer Energievorgänge.
Es hat also im Urbeginn das Bestreben in allen einzelnen Ätherteilen bestanden, sich in ihren festeren Teilen zu einem Weltnebelgebilde zusammenzuschließen.
Die Neigung, sich zu sammeln, sich zu konzentrieren, sich mit gleich und gleich zu vereinigen, ist die Urkraft aller Dinge.
Diese ist aber nur auf geistige Ursachen zurückzuführen, sie muß aus dem inneren Emfpinden hervorgegangen sein.

Dogma [Hinzugefügt]

Dieses alle Dinge beseelende Empfindungselement des Weltäthers nennt Carl Huter das Urelement der negativen Helioda, der negativen Lebens- und Geisteskraft.

Helioda

Da sich alle Schwerätherteile der Weltnebelgebilde sammelten, ist es wahrscheinlich, daß sich alle Geistesätherteile ebenfalls zu konzentrieren versucht und sich gesammelt haben.
Wenn man annimmt, daß beispielsweise in den großen Weltnebelbällen, die sich mehr und mehr verdichteten, der Weltäther verdrängt wurde, so konnten jene Massen aber diesen Weltäther nicht vollständig verdrängen, das der Weltäther ein alles erfüllender Urstoff ist.
Man ist genötigt anzunehmen, daß zufolge der Konzentrationsenergie sich in den großen Weltnebelbällen ein gewaltiger Kernring aus den festesten chemischen Elementen gebildet hat.
Um diesen Kernring haben sich zahlreiche weitere, gewaltige Ringkörper geformt, in denen sich mit fortschreitender Verdichtung ebenfalls immer mehr chemisch reine Elemente bildeten.

Es begann eine Rotation zur Einheit der Nebelringe um den festen Kern, und nach einem bestimmten Gesetz haben sich um den Kern neun Ringe gebildet. (Huters Sphären-, Zonen- und Polaritätsgesetze, Lehrwerk Band III, 1904-06.)

Zum Kernring selbst haben sich die schwersten Metalle, die zugleich die dichtesten Stoffe sind, zusammengezogen; daher konnten alle anderen festen Substanzen, die übrigen chemischen Elemente, durch ihn nicht hindurch dringen. Sie konnten also nicht alle bis zu einem Mittelpunkt kommen. Aber auf dem Weg nach dem Mittelpunkt haben sich viele konzentriert und den eingeschlossenen Äther zusammengedrängt. So mußte ein großer Hohlraum in diesen gorßen Weltennebelringen entstehen, der von zusammengepreßtem Äther erfüllt war.


Dieser Äther bestand nach Huters Annahme auf Grund besonderer Forschungen aus drei Grundelementen:

1.Empfindungsäther (geistiges Urelement),
2.Schweräther (chemisches Urelement),
3.Fliehäther (physikalisches Urelement)
Fortsetzung folgt.

MAJOR FERDINAND VON SCHILL

Gedenktafel des Freiheitshelden, Major Ferdinand von Schill, in der Wand des Hauses in Stralsund, vor dem er fiel.
Schill war ein Freiheitsheld aus der Zeit der Königin Luise. Er fiel am 31. Mai 1809.



Gedenktafel des Freiheitshelden, Major Ferdinand von Schill, in der Wand des Hauses in Stralsund, vor dem er fiel.
Es war die Zeit der tiefsten Erniedrigung Preußens, und Schill hat durch sein heldemütiges Beispiel mit dazu beigetragen, daß im Volk die Erhebung zum Freiheitskampf gegen Napoleon erfolgen konnte. Man muß sich in die schwere Zeit zurückversetzen, um den Mut und die Tatkraft dieses Mannes zu würdigen.
Tiefer und feierlicher Ernst liegt über der kernig kraftvollen Stirn und dem Angesicht.
Begeisterung, Mut, Kraft und Entschlossenheit spricht aus den energisch angespannten Zügen, aus der ganzen plastischen Muskulatur des Gesichts und des Kinns.
Will man aber den Freiheitsdrang und die Aufopferung Schills verstehen, dann lasse man den Blick auf diesen großen feurigen Augen haften, auf der breit gewölbten Eckenkraft der kernigen Stirn, die sich licht und frei nach oben wölbt.


Der innere Sturm und Drang, die ideale Begeisterungsfähigkeit kann symbolisch gar nicht besser zum Ausdruck kommen, wie in der äußerst bewegten großen und schönen Haarlocke, die sich vom hohen Oberhaupt über Stirn und Seitenhaupt legt, sprechend Kampf und Aufopferungsfähigkeit versinnbildlichend. Gewaltige Aufassungs- und Entschlußkraft, schnelles unterschütterliches Handeln liegt in der klassischen Bildung von Nasenform, Augenform und Stirnansatz.
Und überdies hat der Künstler, der dieses Werk schuf, noch so viel freundliche Lebenswärme und Gutheit über das ganze Bildnis gebreitet, daß man gar nicht anders kann, als bei der Betrachtung mit tiefem Ernst, aber auch mit Freude und vollster innerer Zustimmung des Helden zu gedenken.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Der Herausgeber und bedeutsamste persönliche Schüler vom Großmeister und Privatgelehrten Carl Huter, nämlich Amandus Kupfer (1879-1952) schrieb unter Lebensgefahr für sich und seine Familie bei Nürnberg, der Heimatstadt von Albrecht Dürer, der größte Deutsche Künstler, sein „Buch von 1941“ (Ende 1941) – Insbesondere das Nazi-Deutschland-System und seine führenden Repräsentanten, Reichslügenminister Goebbels, Ha-Typ, der gefährlichst Typus Mensch, Adolf Hitler, Hess, Goering und der englische Premier Churchill, der U.S.-Präsident Roosevelt und die graue Masse der Mitläufer in der deutschen Bevölkerung, direkt und undiplomatisch. Die Entdeckung durch die damaligen Gestapo (Terror-Geheimdienst-Polizei) des Orignal-Manuskriptes, vergraben bei Nürnberg, hätte sicher die sofortige Tötung von Amandus Kupfer zur Folge gehabt. Amandus Kupfer stand nun im Jahr 1941 besonders kritisch unter direkter Überwachung seitens Gobbels persönlich. Es folgten seit 1937 direkte politische Agitationen gegen Amandus Kupfer persönlich in entsprechendem Hausblatt vom damaligen Reichslügenminister Goebbels.


„Amandus schwaig“
Reichslügenminister Goebbels agitierte publizistisch offen 1937 gegen Amandus Kupfer, der bedeutsamste Schüler vom Begründer der Original-Menschenkenntnis.

Es folgten noch im Jahr 1941 die letzten fünf großformatigen Zeitungsausgaben bis zur Herausgabe der letzten Nummer 101. Dann folgte sofortiges Verbot der publizistischen Tätigkeit und somit Vernichtung der Lebensarbeit von Amandus Kupfer. In Nazi-Deutschland wurde durch Goebbels persönlich die TOTALVERNICHTUNG ALLER WERKE VON CARL HUTERs ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS angeordnet und auch auf deutschem Gebiet durchgeführt. Zum Glück konnte jedoch das bahnbrechende Grundlagenwissen über die Schweiz gerettet werden.
1945 überlebte Amandus Kupfer nur mit Glück und wohl höherer geistiger Vorsehung einen KZ-Vernichtungs-Einlieferungsbefehl aus Berlin. In den Kriegswirren konnte dieser glücklicherweise nicht mehr ausgeführt werden. Das vergrabene oben genannte Buch von 1941 wurde in Anwesendheit von den Neuen Besatzern, U.S.-Generälen, dann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg unbeschadet geborgen, jüngster Sohn, nämlich Johannes Kupfer (* 1920) schoß nach seinen persönlichen Auskünften heimlich Fotos mit einer Leica, trotz Verbot und Todesstrafe-Androhung bei dieser Ausgrabung mit U.S.-Generälen.
Bezeichnenderweise fand sich im damaligen Nachkriegs-Deutschland kein einziger Verlag, diese wissenschaftshistorisch besonders wertvolle Manuskript als Buch herauszugeben. 1948 war es wieder der Rettungsanker Schweiz mit seinen wunderbaren und redlichen Menschen, der die Herausgabe des Werkes realisierte. Vollständige Original-Publikation als Weltpremiere ist seit 2007 durch Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm auf seiner Hauptseite www.chza.de - der weltersten Gesamtschau-Digital: Carl Huters Menschenkenntnis & Schönheitslehre gratis digital als Neuherausgabe zu studieren.]


GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN

Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.
VII. Meine Kämpfe um diese Wahrheit über den Stand der Diagnose und Heilkunde.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Dieses sehr unfangreiche Werk enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Mensch auf seinem PC, oder sehr komfortabel auf seinem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren kann. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde. Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert.
Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung. Seit ca. 10 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet real das GOLDEN ZEITALTER. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]












Goldenes Zeitalter [Hinzugefügt]
[Hinzugefügt] Im 16. Jahrhundert gab della Porta, ein Verwandter von dem großen Architekten Porta, dem Miterbauer der Peterskirche in Rom, ein Werk über vergleichende Tier- und Menschenstudien heraus, das die gesamte Kunst und das Kunstgewerbe seiner Zeit beeinflußt hat.
Dann trat Johann Caspar Lavater in Zürich mit seinem gewaltigen Sammelwerk „Physiognomische Fragmente“ 1774 bis 1778 an die Öffentlichkeit; durch ihn wurde die Physiognomik ganz besonders populär gemacht.
Er hatte die bedeutendsten Maler, Schriftsteller, Philosophen und Naturforscher als Freunde für die Sache gewonnen. Dieses erweckte bald den Neid niedriger und gemeiner Naturen, deren Hauttalent gewöhnlich darin besteht, alles Schaffen großer Männer, das sie nur halb verstehen, dem sie aber nichts Ebenbürtiges an die Seite zu stellen vermögen, herabzusetzen, in den Schmutz zu ziehen und zu entstellen.
So fand auch Lavater in dem Zyniker Lichtenberg einen gemeinen Gegner und siehe da, nach dem Grundsatz „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, schlug sich die größere Masse derer, die Lavaters Arbeiten unverstehend gegenüberstanden, in Verbindung mit noch anderen Neidern und Ignoranten – auf Lichtbergs Seite und Lavaters Arbeit fand nur noch liebevolles Studium bei den Verständigen. Heute stellt Lavater bei den praktischen Amerikanern, die neuerdings für jedes Lavatersche Originalwerk einen Preis von 1000 Dollar zahlen, in hohem Ansehen.
Mancher Zurückgebliebene in der alten Welt, bei dem die Suggestionen des verlogenen, geistigen Verbrechers Lichtenberg, noch heute mehr gelten als die edlen Arbeiten des wunderbaren Höhenmenschen Lavater, läßt sich auch in diesem Punkte von dem klugen Amerikaner überholen.
Lavater war aber nur Sammler und Gefühlsphysiognomiker und in diesem Sinne müssen auch seine Werke gelesen und verstanden werden.
Lavater hat keine wissenschaftliche [Physiognomische Psychologie] begründen wollen, das hat er seither immer und immer wieder betont, er wollte nur durch Wort und Bild das Interesse für diese werdende Wissenschaft wecken, er wollte anregen und fördern und das hat er im hohen Maße getan.
Daher bleibt er der edelste und beste Vorkämpfer der guten Sache, einer natürlichen Psychologie, die ich vertrete.

Ich habe nachgewiesen, daß nicht alles so ist, wie die Kirche einseitig lehrt. Ich glaube auch nicht, daß die einseitige moderne Entwicklungslehre richtig ist, daß es nämlich nur eine mechanische Entwicklung gibt, wodurch alles geworden ist, ich lehre vielmehr beides, SCHÖPFUNG UND ENTWICKLUNG, UND DAHER EINE SCHÖPFUNGSENTWICKLUNGSLEHRE.


ALLES GEISTIGE MUSS AUS GEISTIGER URENERGIEN DER WELT HERVORGEGANGEN SEIN UND KANN SICH NICHT GEBILDET ODER ENTWICKELT HABEN, OHNE DASS DER MATERIE SOLCHE URKRÄFTE GEISTIGEN LEBENS INNEWOHNEN.


Ich glaube nicht, daß die Schöpfung durch die Persönlichkeit, die eher da war als die Welt, möglich gewesen ist. Alle Individuen und persönlichen Wesen haben sich aus dem Weltall, das ewig mit der Allseele da war, entwickelt.
Ebensowenig kann sich das Stoffliche aus dem Geistigen entwickelt haben. Aller Stoff ist aus einem Urstoff hervorgegangen und alles Geistige ist aus einer urgeistigen Weltenergie geboren.
Diese Urenergie braucht aber lange noch nicht als Gott im Sinne einer zentralen Weltpersönlichkeit aufgefaßt werden, sie kann auch als geistige Wurzelkraft – in allen, selbst den kleinsten Dingen wohnend – als Eigengeistiges unzertrennlich und unveräußerlich damit verbunden sein.
Über diesem alles beseelenden Wurzelgeist aller Dinge im Kleinen ist recht wohl ein geistiger Stamm zu denken, in welchem alle unzähligen geistigen Wurzeln sich vereinigen zu einer großen Einheit, zu einem Oberbewußtsein aller Dinge. Ich glaube, daß es so ist und daß dieses Oberbewußtsein die Vorsehung ist, der eigentliche Gott-Vater, der das All durchflutet, zugleich Weltgeist und doch Persönlichkeit ist. Aus diesem Stamm schließlich läßt sich eine Krone entwickelt denken, das Reich der ewigen Glückseligkeit.
Das aber steht fest, daß alles, was ist, durch einen innewohnenden Trieb empor entwickelt wurde und immer weiter entwickelt wird. – Alles, was ist, fühlt, daß es ein über das eigene Ich hinausgehendes, höheres Etwas gibt und daß dieses nur mit dem Innenleben, mit dem Gefühl und mit der Phantasie erfaßt werden kann. Es ist das Idealbild, das jedes gesundempfindende Lebewesen in sich erzeugt und in sich trägt, dem es nachlebt und von dem es wünscht, daß es sei.
Dieses ist sein heiliges, sein göttliches Sein, sein über das Ich hinausgehendes Lebensideal an Geist, Talent, Kraft, Glück und Schönheit. Ich habe nachgewiesen, daß diese innere Schöpferkraft die dritte Grundursache zu aller höheren Entwicklung ist; sie ist die wahre, innere und natürliche Religionskraft, die nicht vernachlässigt werden darf, sondern die wieder geweckt, geläutert und kultiviert werden muß.

GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN
für die wissenschaftliche Psycho-Physiognomik und ethische Schönheits-Religion und mein Kampf um die Wahrheit und um die höchsten Menschheits-Ideale
von Carl Huter (1910)

I. Der Kampf um die neue Weltanschauung, die dritte Weltenergie, das Empfindungsvermögen der Materie.
In jedem Kreise guter, offener Menschen, denen ich meine neuen Entdeckungen und Forschungsresultate über die oben benanntenGebiete bekannt gab, sei es durch kurze, erläuternde Erklärungen, sei es durch beweisführende Experimente oder durch Unterricht und Vorträge, das wurde bei den Anwesenden eine Begeisterung, ein Erzittern der letzten und tiefsten Seiten des innern Seelenlebens wachgerufen, das bei dem einen mehr, bei dem andern weniger einen heiligen Glauben an eine neue, frohe Botschaft wachrief.
Erwachen / Awakening [Hinzugefügt]
Hätte man doch das eine gefunden, daß der Materialismus, der eine tote Welt lehrt ohne besondere Lebenskraft, ohne Gefühl und geistige Energie, ein Irrtum ist; denn ich wies das Empfindungsvermögen der Materie, das nicht auf Wellenbewegung und Äthervibration allein beruht, als primäre Weltenergie nach.

Irrlehre – Empfindung als primäre Dritte Weltenergie [Hinzugefügt]
Ich wies nach, daß Leben nicht nur in der organischen, sondern spurenweise auch in der anorganischen Materie vorhanden ist und daß die geistige Lebensenergie nicht nur in der Zelle, sondern als Lebenskeim auch in jedem Molekül, Atom und Ätherillion, kurz in jeder auch noch so sicher tot erscheinenden Substanz existiert. „ES GIBT NICHTS UNBESEELTES IN DER NATUR. ES GIBT EWIGES, ALLÜBERALL SCHLUMMERNDES ODER TÄTIGES LEBEN!“
Das war der durch Experiment und vergleichende Forschung über Gedächtnis, Empfindungsfähigkeit und Zweckmäßigkeit im Anordnen und Aufbauen der Einzelteile jeder Materie nachgewiesene Grundsatz.
Ich stand mit meiner Anschauung unter den Naturforschern auch nicht isoliert da, denn der bekannte Zellenforscher und berühmte Biologe Oskar Hartwig, ein Anhänger der Entwicklungslehre, sowie der namhafte Anatom und Physiologe Stöhr, Direktor des anatomischen Instituts in Würzburg, erkannten eine noch nicht näher erforschte Lebenskraft an.

STÖHR UND Helioda in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Ich wies wiederholt durch Hellfühlexperimente das Gedächtnis der anorganischen Materie für psychische Eindrücke und Begebenheiten auf Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende nach. Damit war die Theorie, daß solche Eindrücke durch Atom- und Ätherschwingungen ihre Erklärung fänden, hinfällig geworden. Denn alle nachfolgenden stärkeren physikalischen Eindrücke auf einen bestimmten Gegenstand müssen die vorhergehenden nach den Gesetzen der Mechanik infolge durchkreuzender Wellenbewegungen aufheben.
Das Gedächtnis der anorganischen Materie ist daher nicht auf mechanische Ätherschwingungen, sondern auf eine besondere selbständige Empfindungsenergie zurückzuführen.
ICH NANNTE DIESE ENERGIE DER MATERIE DIE DRITTE WELTENERGIE.
Daß diese Annahme richtig war, haben alle weiteren Nachforschungen und Prüfungen ergeben.
Masaru Emoto, Japan, hat dies mit der Visualisierung und dem Nachweis der Gedächtniskraft von Wasser voll bestätigt [Hinzugefügt]
Das gab natürlich der rohen, materialistischen Weltanschauung einen gewaltigen Stoß und die Anhänger derselben, denen ihr Dogma von der unbeseelten und geistlosen Materie eine einsuggerierte Lieblingsidee geworden war, hatte ich plötzlich zu einem großen Teile als Gegner.


Dogma [Hinzugefügt]
Die tiefer Denkenden hielten sich zuerst vornehm zurück, aber viele prüften auch nach und fanden meine Angaben bestätigt. Sie erkannten an, daß durch mich der Nachweis für die dritte Weltenergie, die Eigenbeseeltheit und Allbeseeltheit der Materie, erbracht worden war.
Aber ich befand mich damit plötzlich inmitten von Kämpfen und Angriffen gebildeter und nichtgebildeter Materialisten, die wie sich bald herausstellte, Feinde der Kirche und der Religionslehren, sowie des Okkultismus und verwandeter Gebiete waren und die sich einbildeten, die Kirche könne durch meine Entdeckungen vielleicht neue Stützpunkte für ihre Gottes-, Geist- und Glaubensanschauungen gewinnen. Aus diesem Grunde glaubten manche von ihnen, sie müßten mich und die an das Licht gezogenen, neuen Tatsachen geheim halten, ableugnen, verschleiern und bekämpfen.
Dieser Wahn ist aber ebenso unehrlich als auch unhaltbar, denn die Wahrheit ist eine Macht, und niemand vermag sie zu hemmen und zu unterdrücken. Hat sich die materialistische Weltanschauung in manchen Punkten geirrt, nun, so mögen die Anhänger derselben das doch ruhig eingestehen und sich nicht neuen und tieferen Forschungen verschließen.

„Kampf ums Dasein“ sagt LAMARCK und „Zuchtwahl“ sagt DARWIN, sei die Ursache der Entwicklung der Lebewesen.
Ich aber sage: IDEALLIEBE, IDEALKRAFT, IDEALKULTUS, kurz RELIGIÖSES, VON DOGMEN FREIES, HEILIGES INNENLEBEN IM STREBEN NACH BESSEREM UND VOLLKOMMENEREM IST DIE LETZTE URSACHE ALLER HÖHERENTWICKLUNG.
Kampf ums Dasein und Zuchtwahl können uns entfalten; DIE LIEBE, DIE SCHÖNHEIT, DIE RELIGION ALLEIN KANN UNS HÖHER ENTWICKELN UND DIE LIEBE IN ALLEM KANN HÖHERES, BESSERES SCHAFFEN, ZEUGEN UND VERERBEN.
Wo diese Elemente fehlen, tritt Stillstand, Verfall und Niedergang auf und damit ist das Schicksal eines Individuums, einer Art und eines Volkes besiegelt!
Von diesen praktischen Gesichtspunkten aus möchte ich ein religiös-wissenschaftliches Kulturneuleben schaffen. DAS SIND MEINE IDEALE UND BESTREBUNGEN, DIESEN GEHE ICH NACH TROTZ DEN KÄMPFEN UND HINDERNISSEN, DIE MIR FANATIKER VON RECHTS UND VON LINKS BEREITET HABEN.

Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.



Kampf um Macht [Hinzugefügt]
Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.
(Fortsetzung folgt.)


Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

DgM 095

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 10. Januar 2010 von helioda1




Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Dez. 1940, Nr. 95


DIE LICHTE GLÜCKLICHE
SEITE DES LEBENS

DIE SCHÖNHEIT DES
AUSDRUCKS ZEIGT DIE

VOLLKOMMENHEIT DES
INNENLEBENS

EDLE UND ÜBLE CHARAKTERE
BEI MÄNNERN UND FRAUEN
Und wie offenbart sich die
dunkle, unglückliche Innenwelt?


LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. –
LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN!

MENSCHENKENNTNIS
Ist ein gutes Hilfsmittel,

um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN

Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.

VII. Meine Kämpfe um diese Wahrheit über den Stand der Diagnose und Heilkunde.
Als ich in den Jahren 1889 bis 1892 stark von der Influenza heimgesucht wurde und ein schweres Lungen und Halsleiden davontrug, habe ich viele Ärzte der verschiedensten Richtungen und auch allerlei Heilkundige konsultiert, fand aber nirgends volle Hilfe; meist verschlechterte sich durch die vorgeschriebenen Mittel, sobald sie angewendet wurden, das Leiden.
Die beste Hilfe fand ich bei dem berühmten Halsspezialisten Dr. med. Schäffer in Bremen und eine erhebliche Besserung durch die Methode des damaligen Naturheilkundigen Louis Kuhne in Leipzig.
Dieses waren die Gründe, weshalb ich zum Nachdenken über diese Erfolge und Mißerfolge und zum Studium sowohl des Systems der Allopathie und Homöopathie, als auch der Biochemie, Henselkur, Naturheilkunde, Kneipp-, Kuhne- und Schrothkur, sowie der Magnetopathie angeregt wurde.
(Man beachte wiederum auch in diesen und den nachfolgenden Ausführungen die Einfachheit und durch die Richtigkeit und Natürlichkeit der Denkrichtung, mit welcher Huter nach Wahrheit suchte. Huter sah die Dinge des Lebens ganz einfach, natürlich, gerade so, wie sie wirklich sind, dadurch kam er auf den richtigen Weg. Durch gute Veranlagung und sehr viel Fleiß mit Hilfe einer einfachen und natürlichen Schlußfolgerung und durch das Experiment fand er eine Wahheit nach der andern. D. H. [Amandus Kupfer])
Ich fand in allen Richtungen Wahrheiten und Irrtümer, die beste Wahrheit aber bei Julius Hensel; denn er stellte das geistige Prinzip des Lebens, das im menschlichen Körper über allen chemischen wirke, als das wertvollste hin. (Anmerkung d. H.: Julius Hensel, deutscher physiologischer Chemiker, war zuerst 20 Jahre Apotheker und studierte erst in reiferen Jahren Medizin. Er vertrat die Ansicht, daß in den Lebenskraft gebundenen Nährsalzen, Erden und Metallen, die den menschlichen Körper aufbauen und an die magnetische Lebenskraft gebunden ist, die Lebens- und Heilmittellehre der medizinischen Wissenschaft ihren Halt finden müsse. Sein ausgezeichnetes Werk „Makrobiotik“ ist vornehmlich den praktischen Ärzten gewidmet).
Eine ähnliche Auffassung fand ich bei Louis Kuhne, der das Prinzip der Lebenskraft vertrat und schließlich kehrte dies Ansicht auch bei den Magnetopathen wieder.
Nur war nach ihrer Meinung der Magnetismus die Lebenskraft. Das ist, wie ich nachgewiesen habe, eine irrige Annahme. Kurz, Hensel und Kuhne und einige andere sprachen von der Lebenskraft, ohne sie aber wissenschaftlich zu beweisen und erklären zu können.



Ich habe darauf ganz besonders mein Studium nach dieser Richtung hin erweitert und kam schließlich zu der Überzeugung, daß die aus der Empfindungsenergie der Materie entwickelte Lebenskraft „Helioda“ als Träger des Lebens das wichtigste Element des Lebens sei, das zu stärken, die Hauptaufgabe der wahren Heilkunst sein müsse.
Ich habe darauf nach Mitteln und Wegen gesucht, wie die Lebenskraft bei den einzelnen erkrankten Menschen am schnellsten zu heben sei.
Ich fand,daß alle Organe, die an sich geschwächt oder belastet sind, leichter erkranken als lebensstarke Organe
und daß an Form, Spannkraft, Strahlkraft, Symmetrie, Proportion und Harmonie
die Gesundheit, – dahingegen an allen Abweichungen hiervon die Krankheit zu erkennen sei.

Hier unterbrechen wir Huter, um zunächst an unseren Bildern die Wahrheit der obigen Theorien bestmöglichst selbst zu erkennen. Denn es bleibt kein anderer Weg des Fortschritts, als daß jeder Mensch aus selbsteigener Überzeugung die Wahrheit in der Natur erkenne. Das ist das Fundament, auf dem erst weitergebaut werden kann. Daher versuche man einfach und klar und doch richtig zu sehen und dann folgerichtig zu denken.

Bild 1

Betrachten wir das liebliche Kinderbildnis mit dem Apfel, Nr. 1, von C. Vogel (1830), so strahlt uns daraus ein glückliches Kindergemüt entgegen.

Ähnlich wie der Apfel, – prachtvoll in Form und Farbe, – so gesund ist auch das Gewebe im Gesicht des Kindchens, besonders die Wangen sind gefüllt und sehr schön gespannt.
Zwei reine, leuchtende und liebliche Augensterne zeigen den ganzen glücklichen und gesunden Lebensgeist des Kindes.
Wie schön und regelmäßig, voller Symmetrie und Spannkraft ist allein schon die Augenumrahmung, wie edel die schöne, plastische Nasenwurzel, Nasenform und Stirnbildung, – wie lieb ist der Mund, das kleine frische Kinn, wie gesund die Konstanz des Haares!

Der Künstler muß schon eine ganz große Fertigkeit darin haben, die Natürlichkeit und Schönheit der Formen und des Ausdrucks lebenswahr nachzubilden, um diesen seelenvollen und harmonischen Ausdruck der Lebenskraft darzustellen.
Ganz natürlich und leicht sind alle einzelnen Gesichtsformen und sie stehen in großartiger Harmonie und Proportion zueinander.
Nirgends ist eine Über- oder Unterformung, Überspannung, Versteifung oder Verformung, keine Spur von Ecken und Kanten oder irgendeiner Verkrampfung im Gewebe. Gesund, und doch wieder locker, leicht und schön formt sich das Gewebe. Es strahlt uns ein glücklicher, edler und gesunder Lebensgeist voller Seelentiefe aus dem Bilde entgegen.
All diese Lieblichkeit und Schönheit, dieses glückliche Auge und Gesichtchen, die großartige Symmetrie und Proportion ist das Resultat der formbildenden Lebenskraft, des glücklichen Gemütes und Lebensgeistes. Dieses Wunder in der Formbildung, im Ausdruck an Auge und Mund und im ganzen schönen Köpfchen des Kindes bringt in der Materie die Lebenskraft hervor.
Und die Natur legt im Prinzip auch nichts in den Weg, daß diese glückliche Formbildung des Kindes sich für das ganze Leben forterhalten kann. Im Gegenteil kann mit der zunehmenden Entwicklung, Reife und Erfahrung des Lebensgeistes die Formbildung sich noch entsprechend verfeinern und die Schönheit des Ausdrucks sich steigern. Das Glück der Seele und des Lebensgeistes braucht nicht verlorenzugehen. Die Natur will offenbar das Menschenglück, die Gesundheit und Schönheit, denn sonst gäbe es nicht diese großartige Entwicklung in der Natur, wie sie die Welt, der Mensch und alles Leben durchgemacht hat. Und darum hat sich Huter solche Mühe gegeben, um mit seiner guten Lehre die gut vollenden Menschen die Wahrheit aus der Natur erkennen zu lassen, das Glück zu verbreiten, – das allemal in der wahren und echten Schönheit gipfelt.





Das Kinderbildnis zeigt, wie der gesunde und glückliche Lebensgeist zum Ausdruck kommt. Das Kind hat den Künstler begeistert, so daß er sein Bestes hergegeben hat, um es lebenswahr mit Pinsel und Farbe auf der Leinwand festzuhalten, – und wir nehmen die Wissenschaft zu Hilfe und lernen aus dem Bilde.















Bild 2

Finden wir nicht viel Ähnliches in Bild 2 wieder? Es ist die „Heiderose“ von Otto Linger, Verlag von Gustav Schauer, Berlin.
Die Heiderose liebte einen Förster, der drei Tage vor der Hochzeit von einem Wilderer erschossen wurde. Sie ging täglich an sein Grab, sie konnte den Schmerz nicht überwinden, zog sich eine Erkältung zu und starb.
Wenn man dieses traumhaft große und schöne Auge betrachtet, dazu das wohl lange, aber doch so sehr zarte Gesicht, dessen Feinheit im Gewebe noch besonders durch den sehr zarten Hals verstärkt erscheint, dann kann man sich wohl denken, daß dieser starke Lebens-Liebesgeist, der aus den schönen, warmen Formen zu uns spricht, – es ist die heliodische Formbildung, – durch den unermeßlich großen Schmerz so geschwächt wurde, daß schon eine Erkältung den Tod herbeiführen konnte.


Daran sehen wir symbolisch, – das Glück nur kann der beste Lebenskraftstärker sein; - und jeder weiß, daß Leid und Unglück, Schmerz und Kummer die Lebenskraft aufzehrt, daß dadurch aller Glanz und alle Schönheit und Pracht in Form, Farbe und Ausdruck genommen wird.

Wenn nun der Lebensgeist in Form und Ausdruck zu erkennen ist, dann lohnt es der Mühe, das Wie und Warum zu erfahren, damit bald die Zeit kommt, daß niemand mehr Leid, Unglück und Krankheit in Angesicht und Körperform der Menschen sehen möchte, daß alle Kraft angespannt wird, das Menschenglück zu erreichen, wofür uns ja das Weihnachtsfest symbolisch ist. –






Jesus lehrte die Liebe als das Höchste, – und heute erst wissen wir durch naturwissenschaftliche Erkenntnis, daß die Liebe gleich Lebenskraft ist und in der Schönheit gipfelt.




















Bild 3

Wenn wir an Bild 1 und 2 die Lebens- und Geisteskraft aus der ganzen sprechenden Formbildung und dem Ausdruck von Auge und Gesicht wunderbar harmonisiert und edel gebildet vor uns sehen, so ist bei Bild 3 das Gegenteil der Fall.
Augen, Nase, Mund und die angrenzenden Gewebspartien sind sehr übel gespannt, gleichsam wie verzerrt und verunglückt.
Der Ausdruck bekundet Verschlagen- und Verwegenheit, Böswilligkeit, Hinterhältigkeit, Wurstigkeit, Frechheit und die Neigung zu bösartigen Handlungen.
Das illustriert auch das pelzige Haar, das keilförmig tief in die Stirn fällt, die harte Kontur des Halses, des Kiefers und der Ohren.

Wenn man weiß, daß die Lebenskraft die formbildende und die den edlen Ausdruck und das Feingefühl verleihende Kraft ist, die an sich den Charakter der Liebe, der Güte und der ruhigen Vernünftigkeit trägt, so erkennen wir, daß dieselbe hier bei Bild 3 völlig von roheren Natur- und Lebenskräften im Haushalt des Körpers übertönt ist.
Das ist es, was durch einen treffenden Vergleich gezeigt werden wollte. Man kann geneigt sein, den Zustand bei Bild 3 als eine Krankheit zu bezeichnen, zum mindesten, als vom Normalen abweichend; es ist die moralische Defektheit, die seelische Verkommenheit und geistige Bösartigkeit.
Das soll der Blick auf die Bedeutung der Formbildung, der Spann- und Strahlkraft, auf die Symmetrie, Proportion und Harmonie gelenkt werden. Erst darnach ist der wahre und wirkliche augenblickliche Zustand der Lebenskraft zu erkennen. –

Huter schreibt weiter:
Ich studierte die Reaktionsfähigkeit der Lebensenergie in gesunden und kranken Tagen und wie die verschiedenen Heilmittel auf diese wirken. –

Ein interessantes Krankheits- und Gesundheitsbild, das noch aus Carl Huters Sammlungen stammt, ist hier zum Studium gut geeignet. Allerdings fehlt die nähere Erläuterung Huters; daher muß der Leser mit unserer kurzen Beschreibung vorlieb nehmen. Des Meisters Hand kann kein Geselle ersetzen; aber wir hoffen, ungefähr das Richtige zu treffen.

1. Bild 4 zeigt an Augen und Gesicht einen verfallenen Ausdruck, während derselbe bei Bild 5 wie neu gestärkt und belebt erscheint; daran nimmt auch die Körperhaltung Anteil.

Durch die Krankheit haben zunächst die Augen einen typischen Ausdruck bekommen, weil ja die formende, Plastik, Spannung und Lebensfreude verleihende Lebenskraft der inneren Organe geschwächt ist. Daher liegen die Augen loser und der Blick zeigt Beengung und Betrübnis.













2. Auch die Gewebe um beide Augen sind lose und wie erschlafft und herunterhängend, und von den inneren Augenecken nach unten zu, wo die Nierenregion liegt, sehen wir eine tiefe, verfallene Falte mit einem sehr schwachen Gewebe.
3. Und von da abwärts mitten über die Wangen, wo die Blutsäfte, -stoffe und –kräfte ihre besondere Region haben, ist ein tiefer und konkaver Zug vorhanden, ein unreines, erschlafftes und eingesunkenes Gewebe. Diese Erschlaffung teilt sich dem Herz- und Lebenszug mit, der von den Nasenflügeln abwärts verläuft. Auch hier liegt Schwäche und eine verhaltene, stockende Spannung.
4. Eine tiefe Bekümmernis liegt im Ausdruck des Gesichts, besonders an der Stirn, am Nasen-Wangenzeug und am Mund; auch Haar und Bart nehmen Anteil.
5. Das alles ist bei Bild 5, dem Gesundheitsbild nach der Kur, ganz anders. Das Auge hat wieder Form-, Spann- und Strahlkraft und der Blick ist gehoben, geistesstark möchte man sagen, und im Ausdruck liegt sogar etwas Lebensfreudiges, Freies und Befreiendes, Gegenständliches und Positives; der Ausdruck innerer Bedrückung ist gänzlich geschwunden.



6. Die Lebenskraft strahlt wieder durch, formt und spannt die Gewebe, so wie die inneren Organe wieder lebhaft und befreit durchstrahlt. Die ganze Wangenpartie bis zum Herz- und Lebenszug, sowie die Gewebe unter den Augen sind wieder merklich gehoben. Es ist wieder Plastik und Lebensspannung vorhanden, eine merkliche Frische liegt über den gereinigten Geweben.
Diese glückliche Veränderung und unbehinderte Lebensstrahlung teilt sich dem ganzen Ausdruck, sogar dem Haar und der Kopf- und Körperhaltung, der Bewegung, mit.
Das ist der Lohn der guten Tat für den Arzt und Heiler, wenn er frohen Auges diese glückliche Veränderung beobachten kann; das ist ihm der Ansporn, nun weiter zu forschen, zu suchen und zu heilen; den ganzen Lebensfluß, den Geist, die Seele zu harmonisieren und in glückliche Bahnen zu lenken, ein Meister und zugleich ein Diener der Kranken und Gesunden zu sein. –
Es haben ja auch schon seit Urzeiten Tiere und Menschen das Kranke, Schwache und Tote vom Gesunden, Starken und Lebenden aus äußeren, körperlich sicher wahrnehmbaren Zeichen erkannt.
Dichter, Maler und Bildhauer schilderten vornehmlich alles Gesunde, Edle und Schöne.
Philosophen, Reformatoren, Priester und Lehrer suchten beides, Gutes und Böses, Gesundes und Krankes, Lebendes und Totes in ihren letzten Ursachen und Wirkungen zu erforschen, und die Redlichen und Glaubensstarken unter ihnen haben ihre Bekenntnisse zu formulieren versucht; sie lehrten den Sieg des Lebens, des Guten, Gesunden und Schönen über alles Häßliche und Leidende bis über den Tod hinaus.

















Die Wahrheit über den Tod [Hinzugefügt]

Erst durch die Auffindung der Kraftrichtungsordnung durch Huter, – das ist das Gesetz, daß da, wo eine Kraft nach einer bestimmten Richtung hin wirkt, eine andere Kraft ausweicht und sich entgegengesetzt oder in einem bestimmten Winkelabstand von der ersten Kraftrichtungsachse ab betätigt, wie beispielsweise die Elektrizität – sich stets rechtwinklig auf die magnetische Achse stützend – innen negativ, nach außen positiv wirkend auftritt, – ist auch das Wesen aller Formentstehung und Veränderung und damit auch das Wesen der Gesundheit und Krankheit näher erkannt.


Huter schreibt weiter:
Ich baute mein Heilsystem demgemäß auf:
1.Ausscheidung von Belastungsstoffen durch Luft- und Lichtbäder, Wasserkuren, Dampfbäder, Güsse, Packungen, Massage.
2.Zuführung richtiger Nährmittel durch geeignete Diät;
3.harmonische Blutzirkulation durch Massage, Heilgymnastik und Bewegung;
4.Regulierung des Nervenlebens durch seelenharmonische Einflüsse und
5.Hebung der gesamten Lebenskraft durch Überstrahlung von Lebenskraft durch den Heiler.
Dieses schien mir die Grundlagen aller wahren Heilkunst zu sein. Ich wandte sie bei mir an und ward gesund.
Ich hielt dabei die medizinischen Methoden und die Chirurgie nicht für überflüssig, sondern, wo sie notwendig, auch für zulässig.

Ich fand aber, daß jeder Mensch nach seiner Naturell- und Temperamentsanlage, sowie nach seiner Lebensenergie behandelt werden müsse und begründete den Lehrsatz:


Der Arzt oder Heilkundige soll
1. den Menschen nach Körper und Seele, also sein Naturell, sein Temperament, seine Konstitution, seine Schwächen und Charaktergrundlagen erforschen. (Hierzu sind folgende Spezialschriften erschiene: a)“Die Dreitypenlehre.“ Ein Vergleich der originalen Fassung Carl Huters mit der modernen medizinischen Dreitypenlehre Kretschmers, b)“Die neue Heilmethode auf Grund der fünf Menschentypen.“)
2. Die Art und den Sitz der Krankheit ermitteln und
3. danach erst die Heilmittel wählen.
Diese meine Methode bewährte sich als die bisher beste, sowohl bei mir, als auch bei allen andern Kranken, die danach behandelt wurden.
(Zu der Lehre Carl Huters über die Lebenskraft fügen wir noch folgendes an:
Huter lehrte schon seit 1890, daß die Lebenskraft in der anorganischen, sogenannten toten Materie ihre Keime hat und gestaltbestimmend ist. Dafür sprechen auch die experimentellen Versuche des schwedischen Dichters und Forschers August Stringberg, die dieser unabhängig von Huter antstellt.
Er fand u.a., daß die Asche von verbrannten Pflanzen in einem geeigneten Lösungsmittel solch hohe Empfindlichkeit besitzt, daß die zurückgebliebenen Kristallisationsgebilde deutliche Blumenformen der Pflanzen hervorbringen, denen sie entstammen.
Die Betrachtung der Eisblumen, die sich im Winter an den Fensterscheiben bilden, brachte Strindberg auf den Gedanken, daß das Wasser beim Gefrieren und der Kristallbildung bereits die Formungskräfte der niederen Pflanzenformen besitzt. Unabhängig von Strindberg machten neuerdings Dr. E. Pfeiffer in Verbindung mit Prof. Dr. med. Trump in München ähnliche und erweiterte Versuche. Sie suchten die Formungskräfte beim Menschen und brachten Blutproben von Gesunden und Kranken in eine Kupferchloridlösung, die ein Kristallisationsbild formten, das diagnostische Anhaltspunkte ergab. Die weiteren Versuche führten zu der bereits bekannt gewordenen Kristallbild-Diagnose.



[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Heute, Jahr 2010, ist in diesem Zusammenhang in Bezug auf Kristalle und Formbildung auf die bahnbrechenden Visualisierungen vom Wasserforscher, Masaru Emoto, Japan, hinzuweisen]

Diese Forschungen bestätigen die Lehren Huters, daß die Lebenskraft formbildend ist und daß ihre Spuren bereits in der hochempfindlichen Materie vorhanden sind. –

Daß aber die Lebenskraft als eine besondere Strahlkraft, wie Huter nachwies, auch tatsächlich zu existieren scheint, dafür spricht die moderne biogenetische Strahlenforschung, zu welcher unabhängig von Huter der russische Professor Gurwitsch und der deutsche Professor Stempell u.a. den Anlaß gaben.
Daß außerdem, wie Huter lehrte und begründete, die anorganische Materie sich in den verschiedensten Strahlungen befindet, beweist die gesamte moderne hochausgebaute Atomforschung.
Wenn auch die einzelnen Wissenszweige heute noch spezialisiert, ja isoliert sind, so läßt das Gesamtbild der modernen Forschung doch schon deutlich den von Huter vorbezeichneten Weg erkennen, der zur Begründung seiner Psycho-Phyisognomik [Physiognomische Psychologie] führte. Das berechtigt zu den freudigsten Hoffnungen bezüglich der Gestaltung eines einheitlichen Weltbildes, das die Naturforschung, Wissenschaft, Kunst und Religion, Technik, Handel, Wandel und Verkehr verbindet, das die tiefste Wahrheitserkenntnis und damit neues Menschenglück und ein neues Weihnachtsideal bringt. D. H..)
Es fügte sich, daß ich im Herbst 1894 die Räume eines Kurbades in Hannover zur Verfügung gestellt bekam, wo ich diese Methode selbst durchprüfte und von dieser Zeit an habe ich bis zum Herbst 1908 zirka in einer 14jährigen Anstaltspraxis dieses System weiter als das Bestbewährteste immer mehr erkennen können und habe auch mehrere Ärzte und Schüler darin ausgebildet. Eine große Zahl chronisch Schwerkranker wurde durch diese Methode geheilt.
Das erweckte den Neid einiger Ärzte und von diesen wurden ganz ungerechtfertigte Kämpfe gegen mich eröffnet, die aber stets erfolgreich abgeschlagen wurden, zuletzt durch die Freisprechung von der Beschuldigung, diese vorzügliche Methode sei unlauterer Wettbewerb gegen die medizinische Wissenschaft.
















Ich hatte aber nicht nur Kampf von seiten weniger, kurzblickender Ärzte, ich hatte noch viel mehr Anerkennung von zahlreichen ganz hervorragenden Ärzten gefunden. Das rief den Neid der Gegner abermals wach, auch einige Naturheilanhänger und Magnetopathen machten mir bald von dieser, bald von jener Seite Schwierigkeiten.
In Naturheilkreisen machte man mir den Vorwurf, ich vertrete nicht die reine Naturheilkunde, da ich die Chirurgie und verschiedene medizinische Mittel als wertvoll anerkannt hatte.
Manche Mediziner standen, weil sie nicht für die Form geschult waren und nur wenig Talent für Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] hatten, dieser vielfach verständnislos gegenüber und konnten sich nicht mit der Lehre von der Lebenskraft befreunden, weil die meisten von ihnen bei ihren Leichenstudien auf den Universitäten darüber nichts erfahren hatten. Dort ist eben der krasse Materialismus noch herrschend. [Gilt auch noch heute, Jahr 2010, es bahnt sich aber wohl eine neue Generation von Medizinern und Ärzten an. Meine Wenigkeit hatte die Gelegenheit mit Fachärzten eine Vollzeitweiterbildung in Management und Dienstleistung im Gesundheitswesen, 9 Monate in München 2001/2002 sogar als Klassenbester, abzuschließen. Ausnahmslos alle teilnehmenden Fachärzte gehörten zu den nachdenklichen und kritischen Menschen, die eben nicht duckmäuserisch den krassen Materialismus im Medizinbetrieb widerspruchslos hinnahmen, wie ich dies leider in meiner großen Familie Timm erleben mußte. Zwei Vetter von mir sind Mediziner, das Wort Arzt benutze ich bewußt nicht, da hierzu die menschliche Reife fehlt, wie auch ein Onkel von mir auf dem Land Doktor war, so zählte bei diesen drei Genannten primär der materielle Erwerbssinn – und am besten macht man halt Kohle, wenn man seinen Patienten Mittel verschreibt, die man selbst sich und seinen Lieben, seiner Familie niemals geben würde, da nur Kranke halt den höchsten Profit im Medizin-Mafia-System garantieren. Daher besteht in der Regel auch überhaupt kein Interesse an echter Heilung, dann gäbe es ja nichts mehr zu verdienen. Die drei genannten Familienmitglieder hätten wohl besser Kaufleute werden sollen, statt ihren Reibach auf Kosten der Gesundheit von ihnen anvertrauten Patienten zu tätigen. Aber der Patient ist auch selbst primär für seine Gesundheit und dessen Pflege zuständig! Wer leichtfertig seine Selbstverantwortung für seine Gesundheit, seelisch & körperlich - gerade in diesem lebenswichtigen Bereich -leichtfertig, naiv und fremdbestimmt unbewußt an medizinische Fachidioten abgibt trägt auch selbst die Konsequenzen. Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland.]
Statt sich nun in Liebe dem Studium meiner Lehren und Entdeckungen zu widmen auf Grund aller erreichten Erfolge, die doch für die Sache sprachen, da trieb man in Unwissenheit darüber Tratsch, Klatsch und Verleumdung, und weil ich selber nicht approbierter Arzt war, so glaubte man sich Verkleinerungen erlauben zu dürfen.


Wenn man dann immer wieder auf die glänzendsten Beweisführungen meiner Diagnosen und Heilerfolge hinwies, dann schwiegen sich solche Gegner über das System aus oder erkannten an, daß etwas Gutes darin stecke; aber sie suchten dafür an meiner Person herumzunörgeln, bald meine Schriften anzugreifen und schließlich vermeinten sie einen Punkt in meiner Ethik gefunden zu haben, mit dem sie mich moralisch zu vernichten hofften.

Damit wären wir bei dem letzten Kampf angekommen, der sich gegen meine neue Ethik richtet, die in der letzten Zeit der Brennpunkt alles Kampfes meiner Gegner geworden ist.
Fortsetzung folgt




DER GROSSE KURFÜRST VON BRANDENBURG.

Zum 300. Jahresgedenken des Regierungsantritts. [Stand 1940]



Der große Kurfürst trat in schwerer Zeit mit 20 Jahren die Regierung an. Hoch zu statten kam ihm, daß er die ganze reiche bürgerliche Bildung, Kunst und Wissenschaft und ganz besonders die neue Kriegsführung kennengelernt hatte. Er hatte erfahren, wie man auch im kleinen Lande Hilfsmittel schaffen und durch festes Zusammenhalten große Ziele erreichen kann.

Er trug in der Schlacht den schwersten Eisenhelm, er war fähig, alle Widerstände zu überwinden, – seinen Augen entging nichts, – weder zur Rechten, noch zur Linke. Starker Verstand, klügste Umsicht und Berechnung war ihm eigen. Er sorgte für die Finanzen, Verwaltung und Justiz, Kolonisation, Landbau, Handel, Gewerbe, Wissenschaft und zugleich für ein gutes und starkes Heer.
















































Preußen [Hinzugefügt]

Er war der Schöpfer Preußens durch die Kraft des Handelns und des Duldens, durch seinen staatsmännischen Blick, diplomatische Geschicklichkeit, kriegerische Tüchtigkeit und haushälterische Einsicht. –
Sein Reiterbild ist ein der besten aller Zeiten, von dem bedeutenden Bildhauer und Baumeister Andreas Schlüter in Hamburg, 1700, in Erz gegossen. Die Reiterstatue, die auf figurengeschmückten Sockel eindrucksvoll zur Geltung kommt, ist ein Werk von großartigem Aufbau, voll mächtiger Bewegung und grandioser Formbehandlung; die Haltung und Gebärde ist kräftig und beherrschend. Das Schlachtroß mit vollen derben Formen ist bis aufs Feinste in Muskeln und Adern ausgeführt und ganz lebendigen Schrittes.

[Das Denkmal für Friedrich Wilhelm schuf 1696–1697 Andreas Schlüter. Gegossen 1700 von Johann Jakobi im Gießhaus hinter dem Zeughaus am Kupfergraben, wurde es 1703 auf der Langen Brücke (heute Rathausbrücke) aufgestellt und zählt zu den berühmtesten Reiterdenkmälern der Welt. Auftraggeber war Friedrich Wilhelms Sohn Friedrich III. (Friedrich I.) (1657–1713). Beim Brückenneubau entfernt, kam das Reiterbild 1894 auf neuem Sockel an seinen alten Platz. Der 1896 erneuerte Originalsockel ohne die Begleitfiguren steht seit der Eröffnung des Kaiser-Friedrich-Museums 1904 mit einer ebenfalls 1896 angefertigten Kopie des R. in der Großen Kuppelhalle des heutigen Bodemuseums. Das Bronzeoriginal steht auf kopiertem Sockel mit den vier originalen Sklavenfiguren seit August 1951 (seit Juli 1952 mit erneuertem Sockel) im Ehrenhof des Charlottenburger Schlosses. Das Reiterstandbild zeigt den Großen Kurfürsten im Phantasiekostüm als römischen Imperator mit Allongeperücke, im Detail energisch bewegt, im Ganzen jedoch gezügelte Kraft und Ruhe ausstrahlend. Schlüter hatte einen Sieger dargestellt, dem die an den Sockel geketteten vier Sklaven flehentlich die Hände entgegenstrecken. Die 1708/09 hinzugefügten Sklavenfiguren stammen von: Gottlieb Herfert (auch: Henri Herfort und Friedrich Gottfried Herfort) († 1708), Johann Samuel Nahl d.Ä (1664–1727), Cornelius Heintzy (auch: Henzi und Hensi), Hermann Nacker. Die 1708 ergänzten Reliefs am Marmorsockel fertigten Nahl und Peter Backert (auch: Backers). Das Reiterbild steht unter Denkmalschutz.]
Großartig kann der Leser hier das Bewegungs-Ernährungs-Naturell mit Harmonie studieren und zwar bei Roß und Reiter, wodurch der Künstler den Gleichklang und die hervorragende Wirkung seines Werkes erzielte.


[Die Restaurierung des Großer Kurfürsten vor dem Schloss Charlottenburg.
Das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten, Hauptwerk Berliner Barockskulptur, wurde vor dem Jubiläumsjahr Charlottenburgs 2005 von April bis Oktober 2004 saniert. Andreas Schlüter (1659–1714) schuf 1696-1703 das erste freistehende monumentale Reiterstandbild in Deutschland. Seit 1951 steht es im Ehrenhof des Charlottenburger Schlosses. Die Restaurierung erfolgte nun durch in der Weißenseer Werkstatt der Metallrestauratoren Haber und Brandner. Sie befreiten die Plastik von groben Ablagerungen, reinigten, schlossen Löcher und Risse, wachsten die Oberfläche und entfernten grünliche Verfärbungen von der Marmoroberfläche des Sockels. Pferd und Reiter wurden vor Ort bearbeitet, die am Sockel stehenden Sklavenfiguren wurden abmontiert und in die Werkstatt gebracht. Kurfürst Friedrich III., späterer König Friedrich I., hatte das 5,6 m hohe Monument zur Verherrlichung der Taten seines Vaters, des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688), bei Schlüter in Auftrag gegeben. Dieser entwarf die Darstellung des Kurfürsten im antikisierenden Kostüm zu Pferde auf einem hohen Marmorsockel mit vier allegorischen Bronzereliefs und den vier bronzenen Sklavenfiguren an den Ecken als Verkörperungen der besiegten Feinde. 1700 führte Johann Jacobi den Guss von Ross und Reiter in einem Stück aus und 1703 stellte man das Denkmal auf der Langen Brücke vor dem Berliner Schloss auf. Das Reiterstandbild wurde vom Sockel geholt, es versank 1947 mit einem Lastkahn im Tegeler See und wurde zwei Jahre später geborgen. Der gemeinnützige Förderverein "Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e.V." kümmerte sich um die Finanzierung der jüngsten Restaurierung.]


















Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.
(Fortsetzung folgt.)


Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

© by Herausgeber Amandus Kupfer (1932-1941)
© 2001-2010 by Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

DgM 094

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 7. Januar 2010 von helioda1

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Nov. 1940, Nr. 94

VON DER NATURBEOBACHTUNG
ZUR WAHREN ERKENNTNIS
DES LEBENS


Jede Formbildung ist der charakteristische
Ausdruck des dahinter wirkenden Lebensgeistes



EDLE UND ÜBLE CHARAKTERE
BEI MÄNNERN UND FRAUEN


WELCHE CHARAKTERANLAGEN, NEIGUNGEN, TRIEBE,
SCHWÄCHEN ODER VORZÜGE OFFENBAREN SICH IN
DIESEN KOPF- UND GESICHTSPHYSIOGNOMIEN?

MENSCHENKENNTNIS
Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]

Wir wollen weiterhin an einigen ausgewählten Bildern abnorm veranlagter und gerichteter Naturen den Lebensgeist, wie er aus den Formen spricht, zu erkennen versuchen. Damit kommen wir zu einer wirklich natürlichen und wahren Seelen- und Lebenserkenntnis. Alle graue Theorie mußte demgegenüber versagen. Hier ist Wirklichkeit, hier ist Wahrheit, und zwar die ganze ungetrübte Wahrheit der lebendigen Natur, die jeder mit eigenen gesunden Sinnen erkennen, durchdenken und durch vergleichende Beobachtungen nachprüfen kann.


Damit hat die große, ewige und allmächtige Natur es so eingerichtet, - indem sie unsere Sinnes- und Denkorgane zur Entwicklung brachte, – daß wir vermöge derselben auch ihre wirkliche Lebenssprache, den nur scheinbar verborgenen Geist des Lebens, aus Form und Ausdruck zu erkennen vermögen.

Bild 1
zeigt einen Berufseinbrecher voller Kraft und Verwegenheit. Man beobachte den festen, beobachtenden und vorstellenden Blick der glänzenden Augen, die starke sinnliche Begierde, die an der unteren Nase und an dem vollen Mund zum Ausdruck kommt.
Dabei ist das Kinn breit und wie von Eisen und impulsiv, tempostark hervorgedrängt. Und seitlich vom Kinn zu den Ohren hin und bis zu den oberen Seitenhauptecken sind die Gesichtskonturen enorm wuchtig und hart angespannt. Die eckigen Ausbuchtungen seitlich der oberen Stirn zeigen einen entarteten Kunstsinn, den Diebessinn für schöne Sachen. Er stahl mit Vorliebe Schmuck und kostbare Gegenstände.
Das glaubt man gerne, wenn man den Blick auf diese hart gespannt vom Kopfe abstehende Ohren lenkt, die von einer verborgenen Häßlichkeit und Grobheit sind, – und wenn man die genannten Merkmale näher in Verbindung mit dem Gesamtausdruck betrachtet. Es sind in Form und Ausdruck die reinen Taugenichts-Ohren.


Die obere knochige Nasenpartie ist formlos, daher fehlt ihm der Tätigkeitstrieb zu nützlicher Arbeit und die elektrische Spannung an der seitlichen Peripherie des Gesichtes und des Schädels herrscht in eminenter Weise vor.
Dabei glänzen ihm die Augen und die unteren Augenlider treten gefüllt hervor, glänzt das Haar, die Haut und die Lippen sind stark durchblutet. Es ist der männlich starke Geschlechtstypus, – er schaut verliebt aus, er hatte die Frauen gern und führte seine Einbrüche mit Hilfe derselben aus; darum brauchte er Schmuck und kostbare Gegenstände.
An sich ist diese starke männliche Geschlechtsnatur etwas Gesundes und Gutes, aber hier spricht aus dem Ausdruck und der gekennzeichneten Formbildung die Verwegenheit, Durchtriebenheit, Unbändigkeit und Verbrecherische Richtung, die sich, wenn der Mann in Freiheit und ohne Aufsicht gelassen ist und im Verkehr mit einer moralisch defekten Umwelt steht, entsprechend austobt.


Bild 2
zeigt eine ganz raffinierte Person, sie stahl kostbare Pelze.
Das ist das trübe, kleine und scharf beobachtende diebische Auge, das den Blick mit der größten Spitzfindigkeit und Schnelligkeit – man beachte auch die gut geformte obere Nasenwurzel, wo der Formen-, Richtungs-, Gewichts- und Schnelligkeitssinn liegt – auf die Gegenstände richtet, die sie zu stehlen beabsichtigt.
Dabei ist das Gesicht klein, schmal und dünn, es ist ein Empfindungs-Naturell; aber das Gewebe hat einen bleichen, matten und sehr dumpfen, eiskalten Ton, – das typische Merkmal der meisten Diebe.
Kraft kann die Frau nicht anwenden, das zeigt das viel zu schwache Kinn; dafür ist aber die Glattheit und Geschmeidigkeit um so größer. Das entartete Empfindungs-Naturell verlegt sich oft auf ganz eigenartige, dem Typus entsprechende Raffiniertheiten.
Der ganze Gesichtsausdruck ist der der moralischen Verkommenheit und raffinierten Boshaftigkeit, wie oben bezeichnet, mit der blassen Haut und dem übel verformten Mundausdruck.


Der verbrecherische Sinn dieser Frau ist tatsächlich durch den phantastischen Hut mit den beweglichen Gebilden, – der die Aufmerksamkeit ablenken soll, – symbolisiert, der nach vorne zu – dort wo oben in der Vorderhauptbildung die ethische Gehirnregion arbeitet – wie abgerutscht und abgeglitten erscheint. Das ist die ihr typische Tracht.
Das Ohr ist hoch sitzend und von unten nach oben und außen zu, – wo hinter dem Ohr der Geheim- und Verschlagenheitssinn liegt, – wie abgezerrt. Das ist ein Zeichen, daß das seelische Gleichgewicht gestört ist. Ein verstörter Ausdruck, der in das Krankhafte geht, liegt im Gesicht, an den Augen, an der unteren Nase, am Mund und im Gewebe. Sie hat das Bewußtsein ihrer Schuld.


Bild 3
zeigt uns einen Schiffsmaschinisten, der auf der Brust ein Ballettmädchen tätowiert hatte, der ein gefährlicher Einbrecher auf Schiffen war und mit Schweißapparaten arbeitete.
Der Mann entkam viermal aus dem Gefängnis, das letzte Mal durch ein 500 m langes Abzugsrohr.
Man kann sich die verbrecherische Abenteuerlichkeit dieses Mannes bei der Beobachtung des Kopfes sehr gut vorstellen.


Bedeckt man das untere Gesicht bis zu den Augenbrauen, so zeigt die breite, glatt gespannte Stirn, die plastisch nach den Seiten zu – wo der Kombinations- und Konstruktionssinn liegt – ausläuft, die vorzügliche Übersicht im Beobachtungs- und Denkleben und in technischer Fertigkeit; er rechnete mit sehr vielen Faktoren. Dabei ist aber das Haar hart und widerspenstig und ähnlich ist der Lebensgeist.
Entfernt man die Bedeckung vom Gesicht des Bildes, dann offenbart sich im Augen-, Gesichts- und Bartausdruck die wahre Natur, – es zeigt sich hier, nach welcher Richtung das Denkleben geht.
Das Auge blickt zwar noch bohrend scharf, aber es ist so trübe und verödet, wie auch die verkümmerte Augenumrahmung, daß man sofort erkennt; hier ist keine Spur von einem edlen, frischen, natürlichen und tugendhaften Lebensgeist mehr vorhanden.


Alles Hohe ist erloschen und wie es erloschen ist, das zeigt die verknöcherte Nase, das zeigen die verknöcherten Wangen, die häßlich verformte untere Nase, ebenso auch das verwegene Aussehen des Bartes, – das zeigen die eckigen und spitzen, ungleichen, schweren Jochbeinpartien, der breite und trockene Kiefer, sowie die harte Formbildung der Ohren.


Das Gesicht sagt uns hier die Wahrheit, – und nicht die Phrenologie, der Stirnaufbau. Dieser zeigt nur die Anlage, das Gesicht aber die verkehrte und verstellte Richtung, welche diese Anlagen genommen haben. Es ist ähnlich wie bei einer Uhr, die nicht richtig gestellt und in Gang gehalten ist und infolgedessen die Zeit nicht richtig zeigen kann, – so ist hier das Verhältnis zwischen Stirnbildung-Gehirnanlagen und Gesichtsausdruck.
Die verformte untere Nasenbildung und die eingetrockneten Wangen zeigen nichts männlich Frisches mehr; das geistig und moralisch erloschene Auge, die Verhärtung der Mittelhirnpartie seitlich der Nase, – das Gesicht, das im Ausdruck wie tot wirkt, deuten die Verwüstung des tertiären Stadiums einer Krankheit an, die man oft bei Seeleuten findet. Gewiß die Hitze im Maschinenraum eines Schiffes, besonders in den Tropen, mag das Gewebe im Gesicht ausmergeln; sie bringt aber niemals allein diese totenähnliche Häßlichkeit hervor, vielmehr sind die erwähnten Merkmale für den Verbrecher typisch.
Das Gefühl ist wie erloschen; der Mann zwängt sich durch ein 500 m langes Abzugsrohr, es macht ihm nichts aus, – die Sinne sind abgestumpft.


Bild 4
Diese Frau kannte sich bei Aufnahme des Bildes schon 20 Jahre als Diebin in vielen großen Städten Englands und Amerikas sehr gut aus.
Der große Hutbau auf dem feisten Gesicht und Kopfbau wirkt verwunderlich, geschmacklos und doch großtuerisch. Hätte die Frau – sie wurde „Königin Liz“ genannt – nicht einen so verwunderlichen Sinn, dann würde sie einen andern Hut tragen. Aber der Hut paßt zu ihr.


Übrigens vermerkt der Polizeibericht über sie, „sie habe eine griechische Nasenform.“ – Was nun die Herren Beamten unter griechischer Nasenform verstanden haben, ist doch wohl abwegig; denn die griechische Nasenform ist gerade das Entwicklungsmerkmal für eine hohe Körper- und Geisteskultur, welche die alten Griechen einstmals besessen haben und die hier gänzlich fehlt.

Griechische Nase (B) nach Carl Huter [Hinzugefügt]
Ein wenig an die griechische Bildung mag die obere Nasenform erinnern, aber die klobige Verdickung der unteren Nasenform ganz gewiß nicht. Dieses ist hier vielmehr eine typische Diebes-, Säufer- und Fressernase.
Das Übermaß an Genuß zeigt auch der Mund, ferner die überformte, gespannte Halspartie. Das aufgedunsene Gesicht, der stiere Blick der Augen sind typische Merkmale der schweren körperlichen und geistigen Belastung.


Dazu kommt noch der dumpfe Ton des Gewebes und darnach erst, wenn man alle diese Merkmale in Betracht zieht, kann man die moralische Defektheit und Ausfälligkeit der Frau verstehen. Sie stiehlt wie eine Elster.
Das ist der lebendige Lebensgeist, der hier aus den Formen sehr deutlich spricht; alles andere ist dagegen Unwahrheit.
Mag die Kleidung und das Benehmen der Personen auch noch so vornehm oder sonstwie der Zeit und Sitte entsprechend sein, – Auge, Gesicht und Ausdruck sprechen die Wirklichkeit und Wahrheit und darüber hinaus gibt es eine noch höhere Wahrheit nicht mehr.

GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN
Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.

Mein Kampf um diese Wahrheiten und Menschheits-Ideale.
In der Reihe der Kämpfer gegen meine Lebenskraftlehre befindet sich außer dem Dr. V … auch ein Professor der Phrenologie. Wie jener nun zu Amt und höheren Titeln durch politische Instinkte gekommen ist, so ist dieser zu dem Professortitel durch einen groben Schwindel gekommen.
Denn der Professor, der sich als solcher für Deutschland, Österreich und die Schweiz benennt, ist ein ehemaliger Handwerksgeselle namens Ulrich, welcher sich als Professor in das Bilzsche Naturheilbuch und in zahlreiche Naturheilvereine eingeführt und das Vertrauen des Publikums damit getäuscht hat, als sei er eine anerkannte wissenschaftliche Größe, ein amtlich Angestellter in dieser Wissenschaft und in diesen Staaten.


Dieser Mann täuschte seit vielen Jahren außerdem Vereinsvorstände und Privatpersonen dahin, als sei meine Naturellehre dasselbe wie seine veraltete, unwissenschaftliche, dreiteilige Temperamentslehre, die er von den Gebrüdern Fowler in Nordamerika übernommen hatte. (Nach Huters Tode wurde die Naturellehre vielfach mit Eifer umbenannt, weil man mit der Zeit die Bedeutung dieser neuen und großen Wissenschaft erkannt hatte, die aber in ihrer Originalform unerreicht geblieben ist.) Ferner verbreitete Ulrich die Unwahrheit, ich hätte erst bei ihm die Phrenologie kennengelernt.


In Wahrheit habe ich mein Naturellsystem schon als zwölfjähriger Knabe in den Formen der Natur und der Menschen nachgewiesen, zu einer Zeit, als mir weder eine Temperamentslehre, noch irgendeine Phrenologie bekannt war. Ich habe, als ich als zwanzigjähriger Jüngling 1882 zu Professor Dr. med. Cyriax nach Leipzig kam, um Unterricht in Anatomie, Biologie, Psycho-Physiologie und Phrenologie zu nehmen, diesem gleich mein Naturellsystem und die Grundlage meiner Psycho-Physiognomik, Kallisophie und Strahlenlehre vorgetragen, und er ist der erste gewesen, der mir die Anerkennung aussprach, daß es das beste sei über Lebenskraft, Lebensformen und Lebensforschung, was ihm bisher vorgekommen sie und daß ich damit zugleich auch alle bisherigen Temperaments- und Phrenologiesysteme übertroffen habe.

Prof. Cyriax [Hinzugefügt]
Ich nahm trotzdem Privatunterricht bei diesem Gelehrten, um auch die alten bekannten Systeme kennenzulernen und habe ihm manche Anregung und eine erhebliche Wissenserweiterung zu verdanken. Er riet mir aber, nunmehr auf der eingeschlagenen Bahn meiner naturwissenschaftlichen Studien zu bleiben und mich als Naturforscher und psychologischer Redner und Schriftsteller zu betätigen und nicht zu meinem damaligen Beruf, der bildenden Kunst, zurückzukehren.
Ich habe diesem Rate gefolgt und schon 1884, also 2 Jahre darauf, mich in öffentlichen Vorträgen und von 1886 ab mit Erteilung von Privatunterricht betätigt. (Anm. d. H. Berichte und wertvolle Dokumente darüber sind in dem Werk „Aus eigner Kraft“ [Von Pinsel und Palette zur Natur- und Geisteswissenschaft, Philosophie, Psycho-Physiognomik und Kallisophie] von Carl Huter 1911 in Originalabdrucken veröffentlicht.)
[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Dieses sehr unfangreiche Werk enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre von und nach Carl Huter, Nicht-Akademiker. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Menschen auf ihrem PC, oder sehr komfortabel auf ihrem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren können. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde gratis.

Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und Wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert. Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung.

Seit ca. 11 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet nach meinen Privat-Recherchen real das GOLDENE ZEITALTER für alle Menschen. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]

Goldenes Zeitalter [Hinzugefügt]
Ich suchte den U … auch in seiner Sprechstunde auf, um mit von ihm eine Charakteranalyse zu verschaffen und zu sehen, was er in meinem Fache leistete. Auch habe ich 1 1/2 Stunden bei seinen drei abendlichen Lehrkursen ausgeharrt und dann war mein Urteil abgeschlossen.
Es wurde über ihn von unserer Seite aus nichts veröffentlicht, denn er konnte weder ein richtiges Deutsch sprechen, noch verstand er sich auf eine wirksame Rede; auch entpuppte er sich als Laie in den allersimpelsten Fragen über Anatomie, Physiologie, Psychologie, Biologie, Entwicklungslehre und Psycho-Physognomik [Physiognomische Psychologie].
Er besaß einen raffinierten Erwerbssinn und eine nervöse, ereifernde Art und Weise, die Menschen für sich zu interessieren. Er machte auf mich den Eindruck eines nicht ganz redlichen und fast heimtückischen Menschen. Bei all diesem bekundete sich bei ihm ein gewisses unsicheres Tasten als praktischer Phrenologe. Seine Urteile, die er mit seinen bescheidenen Geisteskräften heraustüftelte, kamen manchmal der Wahrheit nahe, manchmal auch nicht.
Damit er mir nicht schmeicheln sollte, stellte ich mich ihm nicht als Vertreter der Presse vor und damit er in seiner Erwerbssucht in mir nicht etwa einen Konkurrenten wähnen sollte, auch nicht als Lehrer und praktischen Psycho-Physiognomen, sondern als Maler.


In meinem Vortrage hatte er mich dahin beurteilt, daß er mir ein großes Rede- und Sprachtalent mit Veranlagung für philosophische und biologische Forschung, auch für Psychologie, Farbe, Form und Physiognomik, Mimik und okkulte Wissenschaften zuerkannte. Er sprach mir einen stark ausgeprägten ethisch-religiösen Sinn und auch die Gabe eines höheren, geistigen Schauens und die Fähigkeit Entdeckungen und Forschungen zu machen, zu. Was hiervon zutraf, ist bekannt.
Dieses phrenologische Urteil von U …, das er offensichtlich auf der Bühne in seinem Vortrag und dann nochmals privat, also zweimal über mich gemacht hat, stimmte annähernd mit dem, was 10 Jahre früher Professor Cyriax in Leipzig über mich abgegeben hatte, überein.
Als aber U … bald hernach erfuhr, daß ich nicht nur Porträtmaler und kunstwissenschaftlicher Lehrer, sondern auch der Begründer einer neuen Phrenologie und Psycho-Physiognomik war, da erwachte bei ihm die Eifersucht und als man ihm mit Begeisterung von meinen Lehren und Vorträgen erzählte, auch der Neid.

Menschenkenntnis von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]
Dieses war der einzige Grund, weshalb er sein erstes sogenanntes wissenschaftliches Urteil über mich nicht mehr erwähnte, dafür aber fern von Hannover, seine aus der Luft gegriffene Unwahrheit verbreitete, ich sei sein Schüler, er aber sei der eigentliche anerkannte Professor der Phrenologie für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Ich stelle hiermit fest, daß ich schon 1883, also 10 Jahre früher mich bei Professor Cyriax in Leipzig in naturwissenschaftlichen Fächern und in Phrenologie ausgebildet habe.
Die glänzenden Aufnahmen meiner Vorträge über neue Phrenologie und Psycho-Physiognomik seit 1884 und auch fernerhin nach 1893 verschwieg Ulrich, dafür schrieb er teils offene, teils anonyme Briefe an zahlreiche Freunde und Gönner, in welchen er mich verleumdete und seine Vorträge gratis anbot. Da die Berichte in der Presse über meine Vorträge regelmäßig gut, die über Ulrichs Vorträge schlecht waren, so reiste Ulrich bald überall in die Städte, wo ich gewirkt hatte und kündigte mit großer Reklame seine Vorträge an, weil er dort einen durch mich vorbereiteten Boden fand, den er gründlich ausbeutete, indem er sich als Professor ausgab. Er stellte sich bei katholischen Lehrern und Geistlichen als frommer Katholik, bei Protestanten als Protestant, bei Sozialisten als Sozi vor. Mancher fühlte sich durch den Besuch dieses Professors sehr geehrt und hat dessen unwahren Reden auch Glauben geschenkt.


So hat Ulrich Jahre hindurch ein unsauberes Schmarotzerleben geführt und die Städte und die Presse, Vereine und Studienkreise, die ich für meine wertvollen psycho-physiognomischen Lehren gewonnen hatte, wurden – durch ihn irregeführt – wieder abwendig gemacht und bei vielen schlug die Begeisterung für die Sache in Abkühlung um. Ulrich hat dadurch der guten Sache, die ich vertrete, ungeheuren Schaden zugefügt.
Er hinterließ freilich überall bei den besser Gebildeten nur unangenehme Eindrücke, sowohl als Verleumder, als auch als Schmarotzer, Reklameheld und Phrenologiekünstler. Er verstand auch auf eine ganz raffinierte Art und Weise, das Publikum auszubeuten.
Mit dem Professortitel, das wußte er, würde er den Deutschen imponieren. Nur die Behörden haben ihn oft darum verfolgt, ausgewiesen und seinen Titelschwindel verboten.
Für den Ausbau der wissenschaftlichen Phrenologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieser Mann eine Schmach und ein schwerer Krebsschaden geworden. Durch ihn sind nicht nur große Massen irre geworden an der so achtbaren Wissenschaft, auch die Behörden haben sich größtenteils von der Phrenologie abgewandt. Die Professoren Möbius, von Bunge und Schwabe haben aber Wissenschaft und Behörden wieder dafür gewonnen.
U. benutzte sein sonst nicht zu verachtendes Talent für Phrenologie und die Phrenologie selber in Verbindung mit der verleumderischen Tätigkeit über meine Forschungen auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik zu ganz eigenmächtigen Erwerbszwecken.
Er hat es dahin gebracht, daß heute sich zahlreiche Kartenlegerinnen Phrenologinnen nenne, die absolut nichts von Phrenologie verstehen. Diesem unlauteren Wettbewerb, dafür werden in Zukunft die wissenschaftlichen Vertreter der Phrenologie und Psycho-Physiognomik Sorge tragen, soll gesteuert werden.
Fortsetzung folgt.

EIN DEUTSCHER DICHTER UND ERZÄHLER
Dieses vorzügliche Porträt Wilhelm Raabes von W. Immenkamp führt uns den Dichter und Erzähler lebenswahr vor Augen.

Wilhelm Raabe, geb. 1831, gest. 1910
Aufrecht, kernig und urwüchsig, wie er in seinem ganzen Wesen war, fest verbunden mit seiner Weserheimat und seinem Volk, wie er in seine Liedern und seinen Erzählungen zu uns spricht, immer bemüht, das deutsche Wesen in seiner Größe und Volkstümlichkeit festzuhalten, so tritt er uns auch hier im Bilde wahr und einfach entgegen.


Man betrachte nur das Bildnis, – Raabe ist eine Kraftnatur im harmonischen Typus liegend, der als solcher seine eigenen Wege ging und Originales schaffte, der seine tiefe Innenwelt zum Ausdruck brachte, ohne es andern nachzumachen und sich durch Äußerlichkeiten beeindrucken zu lassen.
So einfach und ungekünstelt wie das Haar liegt, – so macht er auch kein Aufhebens von seiner Person, – und der Bart ist so schlicht wie Raabe selbst in seinem ganzen Wesen war. Wie weich und gütig und doch wie klug beobachtend blickt das Auge mit den weichen Geweben, die sich über den Augapfel legen, das große Wohlwollen und innerliche Miterleben kennzeichnend.
Welch feine Plastik liegt dort wie Sonnenschein an der Nasen-Wangenregion, wo sich der Zug des Lebens, des Herzens und der Seele zeigt, der ganze urwüchsige, sonnige Humor aus Raabes Dichtungen spricht hier zu uns.
Großartig wölbt sich das plastische Oberhaupt hervor, charakteristisch für die gleichmäßig ruhige Verbindlichkeit gegenüber den Mitmenschen und den höheren Lebenspflichten.


Licht ist der obere Teil der Stirn, wo die ethische Region zum Ausdruck kommt, – und gespannt hebt sich dort an der Schläfe die Aderbildung und der plastische Zug hervor, wo der Kunstsinn liegt, der hoch oben zum dichterischen Sinn, zum psychologischen Feingefühl und Weltidealsinn verläuft. Kernig hebt sich die weiche, starke und gemütvolle Nasenform hervor, ganz die gediegene und oft auch derbe Art seiner Schilderungen verkörpernd, ebenso seine Geselligkeitsliebe und Lebensfreudigkeit. Dabei läßt uns noch das Haar die feine und freie Formung des unteren Ohres, die Schönheit des verborgenen Seelenlebens und Seelenadels erkennen.
Wilhelm Raabe war einer der Großen und sein Bildnis, so einfach und schlicht und doch im Grunde wieder sonnig und gut, läßt sich gar nicht von seinen Dichtungen trennen.
Man muß das Bildnis betrachten, um die letzteren um so besser zu verstehen, wie ja die Person nie ganz von der Sache zu trennen ist, das Werk von seinem Schöpfer.

[Hinzugefügt] Im 16. Jahrhundert gab della Porta, ein Verwandter von dem großen Architekten Porta, dem Miterbauer der Peterskirche in Rom, ein Werk über vergleichende Tier- und Menschenstudien heraus, das die gesamte Kunst und das Kunstgewerbe seiner Zeit beeinflußt hat.
Dann trat Johann Caspar Lavater in Zürich mit seinem gewaltigen Sammelwerk „Physiognomische Fragmente“ 1774 bis 1778 an die Öffentlichkeit; durch ihn wurde die Physiognomik ganz besonders populär gemacht.
Er hatte die bedeutendsten Maler, Schriftsteller, Philosophen und Naturforscher als Freunde für die Sache gewonnen. Dieses erweckte bald den Neid niedriger und gemeiner Naturen, deren Hauttalent gewöhnlich darin besteht, alles Schaffen großer Männer, das sie nur halb verstehen, dem sie aber nichts Ebenbürtiges an die Seite zu stellen vermögen, herabzusetzen, in den Schmutz zu ziehen und zu entstellen.
So fand auch Lavater in dem Zyniker Lichtenberg einen gemeinen Gegner und siehe da, nach dem Grundsatz „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, schlug sich die größere Masse derer, die Lavaters Arbeiten unverstehend gegenüberstanden, in Verbindung mit noch anderen Neidern und Ignoranten – auf Lichtbergs Seite und Lavaters Arbeit fand nur noch liebevolles Studium bei den Verständigen. Heute stellt Lavater bei den praktischen Amerikanern, die neuerdings für jedes Lavatersche Originalwerk einen Preis von 1000 Dollar zahlen, in hohem Ansehen.
Mancher Zurückgebliebene in der alten Welt, bei dem die Suggestionen des verlogenen, geistigen Verbrechers Lichtenberg, noch heute mehr gelten als die edlen Arbeiten des wunderbaren Höhenmenschen Lavater, läßt sich auch in diesem Punkte von dem klugen Amerikaner überholen.
Lavater war aber nur Sammler und Gefühlsphysiognomiker und in diesem Sinne müssen auch seine Werke gelesen und verstanden werden.
Lavater hat keine wissenschaftliche [Physiognomische Psychologie] begründen wollen, das hat er seither immer und immer wieder betont, er wollte nur durch Wort und Bild das Interesse für diese werdende Wissenschaft wecken, er wollte anregen und fördern und das hat er im hohen Maße getan.
Daher bleibt er der edelste und beste Vorkämpfer der guten Sache, einer natürlichen Psychologie, die ich vertrete.

Kampf um Macht [Hinzugefügt]
„Kampf ums Dasein“ sagt LAMARCK und „Zuchtwahl“ sagt DARWIN, sei die Ursache der Entwicklung der Lebewesen.
Ich aber sage: IDEALLIEBE, IDEALKRAFT, IDEALKULTUS, kurz RELIGIÖSES, VON DOGMEN FREIES, HEILIGES INNENLEBEN IM STREBEN NACH BESSEREM UND VOLLKOMMENEREM IST DIE LETZTE URSACHE ALLER HÖHERENTWICKLUNG.
Kampf ums Dasein und Zuchtwahl können uns entfalten; DIE LIEBE, DIE SCHÖNHEIT, DIE RELIGION ALLEIN KANN UNS HÖHER ENTWICKELN UND DIE LIEBE IN ALLEM KANN HÖHERES, BESSERES SCHAFFEN, ZEUGEN UND VERERBEN.
Wo diese Elemente fehlen, tritt Stillstand, Verfall und Niedergang auf und damit ist das Schicksal eines Individuums, einer Art und eines Volkes besiegelt!
Von diesen praktischen Gesichtspunkten aus möchte ich ein religiös-wissenschaftliches Kulturneuleben schaffen. DAS SIND MEINE IDEALE UND BESTREBUNGEN, DIESEN GEHE ICH NACH TROTZ DEN KÄMPFEN UND HINDERNISSEN, DIE MIR FANATIKER VON RECHTS UND VON LINKS BEREITET HABEN.


Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)
Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.


Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:
„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist
Seines Wesens Spiegel.
Enthüllst du sie, so löst
Sich dir des Rätsels Siegel.

Bücher

Carl Huter:
„Der Wahrheit und der Schönheit
das ganze Sein“

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg
Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum
Copyright 2001-2010



















Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland

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