DgM 066

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 30. Juni 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 066 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Juli 1938, Nr. 66

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Juli 1938, Nr. 66

DgM066 TITEL A
DIE ENTWICKLUNG DES MENSCHEN
nach dem Naturell –
Ernährung,
Bewegung,
Empfindung

MK ENTWICKLUNG DEUTSCH
ORGAN- UND KÖRPERBAU –
Leben, Seele
und Charakter

MK ENTWICKLUNG Y

MK KRO MAN
DER MENSCH

Aus der befruchteten Mutterzelle, einem mikroskopisch kleinen Gebilde, ist jeder Mensch entstanden. Daher ist die Zelle das Wunder der Natur, der Anfang alles höheren Lebens mit Lebenswillen, Empfinden, Zeugungs- und Entwicklungsfähigkeit.
Auch hier waltet das Dreiteilungsprinzip der Natur, siehe die nachstehende schematische Darstellung.

DgM024-1934Urstoff Neo gelb
Es ist wohl eine der größten Entdeckungen Huters, bewiesen zu haben, daß in dem anatomischen Strahlengebilde der Zelle, dem Zentrosoma, die Lebenskraft als Lebenslichtstrahlkraft der Zelle wirkt.
Helioda-Strahlen Zelle
Helioda = Lebenslichtleitstrahlkraft in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]
Sie ist entwickelt aus der gesammelten Empfindungsenergie der Materie, die durch starke Konzentration zum Eigen- und Sichselbstempfinden, und mithin zum Bewußtsein und Leben erwacht.
DgM066 Fig44 Trialität
Fig. 44. Das Trialitäts-Prinzip in der lebenden Zelle.
Es ist die geistig schöpferische Form- und Gestaltungskraft der Zelle, in sich positiver und negativer Natur, die auf Strahlung beruht und durch Wohlbefinden, Liebe, Freude und Glück gestärkt, durch Kummer, Sorge und Leid geschwächt wird.
MK HELIODA2
Helioda = Lebenslichtleitstrahlkraft in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]
Huter nannte die von ihm entdeckte Lebenslichtstrahlkraft „Helioda“.
Die Helioda ist die oberste Leit- und Richtkraft der Zelle, die alle andern Kräfte und Stoffe unter ihre Botmäßigkeit bringt.

Hut BAUPLAN
Ist die Zelle das Wunder des Lebens, so ist die von Huter in der Natur, nachgewiesene Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung der große Bauplan in der Natur, wonach jede Formbildung und Bewegung zu erklären ist. Diese Forschungen Huters sind in seinen verschiedenen Werken näher behandelt.
DgM007-1933ZellNeo gelb
Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung – Helioda = Lebenslichtleitstrahlkraft in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Wir zeigen nun in Fig. 45 die lebende Zelle, schematisch nach Huters Forschungen.
Alle äußeren Eindrücke oder Reize, welche auf die Zelle wirken, müssen stets zuerst die Oberfläche treffen und werden durch die negative empfindliche Helioda von außen nach innen aufgenommen, weitergeleitet, verarbeitet und umgewandelt und mit allen inneren Lebensreizen zurückgestrahlt. Der Kreuzungspunkt aller inneren und äußeren Reize ist die Peripherie der Zelle. Fig. 45.
MK TRIALITÄT 1

DgM066 Fig45 HELIODA oT
Fig. 45. Die lebende Zelle mit der Ordnung, Lagerung und Richtung der verschiedenen Natur- und Lebenskräfte, die den drei Organsystemen für die Ernährung, Bewegung und Empfindung bei den höheren Lebewesen zugrunde liegen.
Da der Körper aller Lebewesen aus solchen, mit konzentriertem Empfinden ausgestatteten Zellen besteht, ist die Haut, die Körperoberfläche aller Wesen, die Physiognomie, das Spiegelbild aller Wechselbeziehungen zwischen den inneren Lebensvorgängen und der umgebenden Außenwelt.
MIRRORS z1
Spiegel/Mirror [Hinzugefügt]
Darauf beruht das Grundgesetz des Lebens und darauf ist die Carl Hutersche Psycho-Physiognomik aufgebaut, eine neue Lebensformen- und Seelenausdruckskunde.
Huter Geist Formen
In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Fig. 46 zeigt, wie die verschiedenen Naturell- und Geschlechtsanlagen den verschiedenen Kräften und Substanzen entsprechen, die Carl Huter schon in der lebenden Zelle differenziert nachgewiesen hat.

flow life 14-1

Er fand, daß die Anlage des Naturells durch die verschiedenartig starke oder schwache Vererbung der einen oder anderen Lebensenergie und Plasmasubstanz bedingt wird.
DgM007-1933ZellNeo gelb

MK cell kro text
Fig. 46. Die männliche und weibliche Geschlechts- und Naturellanlage in der lebenden Zelle. (Verkleinerte Wiedergabe aus Huters Hauptwerk) [Farbe gelb durch Bearbeitung von Medical-Manager Wolfgang Timm]

MK Cell1

In Fig. 47 ist die befruchtete Mutterzelle, die das väterliche und mütterliche Erbgut in sich enthält, - schematisch dargestellt.

MK Cell2

Fig. 47.-51. Die Zellvermehrung.
Die Mutterzelle wächst und teilt sich durch Spaltung des Zentrosomas, d.h. sie teilt sich aus eigner Initiative und innerer Kraft, – aus der ersten Zelle werden 2, aus den 2 Zellen 2X2=4, aus den 4 Zellen 4X2=8 usf., bis der ganze lebende Organismus aufgebaut ist.
MK Cell3
Fig. 47.-51 zeigen das erste Stadium der Entwicklung des Menschen.
Aus der ersten kleinen Zellanhäufung bildet sich schon kurze Zeit nach der Befruchtung
die sogenannte Keimblase.
DgM066 Fig52 Keimblase mT
Fig. 52. Die Keimblase.
Die Keimblase besteht aus drei Keimblättern, die sich zum Empfindungs-, Ernährungs- und Bewegungssystem des Menschen auswachsen.

flow life 15
Aus dem äußeren Keimblatt entsteht das Empfindungs-, aus dem mittleren das Bewegungs- und aus dem innern das Ernährungssystem.
DgM066 Fig53 Embryo oT
Fig. 53. Die organische Entwicklung des Embryo. Die anatomische Grundlage für Carl Huters Naturell-Typen-Lehre.
Wie die weitere Entwicklung aus der Keimblase vor sich geht, ist nach des Anthropologen Johannes Ranke und Carl Huters getrennten und übereinstimmenden Anschauungen in Fig. 53 und 54 dargelegt.

ppKEIMBLASE MK
In der Keimblase liegt das Dreiteilungsprinzip der Natur, das in Form von Stoff, Kraft und Empfinden in jedem Atom und Molekül der Zellen sich auszuwirken beginnt.
ppMENSCH MK
Fig. 54. Die Entstehung des Menschen mit dem Ernährungs-, Bewegungs- und Empfindungssystems.
Die drei oben erwähnten Körperbausysteme für die Ernährung, Bewegung und Empfindung gliedern sich in der Hauptsache wie folgt:
1. Das Ernährungssystem: a) Verdauungs-, b) Atmungs-, c) Lymphgefäß-, d) Blutgefäß-Apparat und e) die Haut, soweit diese als Atmungs- und Drüsen-Apparat in Frage kommt.
2. Das Bewegungssystem: a) Knochen-, b) Muskel-, c) Bindegewebe-, d) Bänder- und teilweise auch der c) Blutgefäß-Apparat.
3. Das Empfindungssystem: a) Haut-, b) äußerer Sinnesorgan-, c) Leitungsnerven, d) Zentralnerven-Apparat.
Das Geschlechtssystem gliedert sich in a) den männlichen, b) den weiblichen Geschlechts-Apparat.
Daß aber tatsächlich die erwähnten Körperbausysteme aus den Keimblättern hervorgehen, ist erst in neuerer Zeit durch Experimente von Biologen festgestellt.
Durch Keimplasmaverpflanzungen ist es möglich geworden, die Körpergestalt willkürlich zu verändern, z.B. bei Molchen einen zweiten Kopf und Schwanz wachsen zu lassen, das Wachstum von Beinen an Körperstellen hervorzurufen, die von der Natur nicht dazu vorgesehen sind.
DgM066 Fig54 Mensch mT
Fig. 54. Die Entstehung des Menschen mit dem Ernährungs-, Bewegungs- und Empfindungssystems.
Durch diese neue Dreiteilung erhält die Anatomie eine bessere Übersichtlichkeit und erleichterte Lehr- und Lernbarkeit, die in den anatomischen Lehrbüchern vor Huter nicht vorhanden war. [Meines Wissens wird in staatlich beschützten Einrichtungen, Universitäten – Medizinischen Fakultäten, dieses selbst heute nach 100 Jahren immer noch nicht wissenschaftlich korrekt gelehrt – statt dessen werden angehende Mediziner mit viel Detailwissen zu Anatomie voll gemüllt].
Ähnlich so wurde auch die Physiologie, die Lehre von den Lebenserscheinungen der einzelnen Organe, durch Huter in ein besonderes System gebracht, das im Prinzip bereits heute von hervorragenden Fachleuten vertreten wird:
1. Die Lehre von den Einzelorganen,
2. die Lebensmittellehre,
3. die Lehre von den einzelnen Organen und ihr Verhältnis zur Gesamtheit aller Organe,
4. die Lehre von der Tätigkeit der gesamten Organe und ihr Verhältnis zu den einzelnen Organen.
5. die Physiologie und ihre Beziehung zu Psychologie,
6. die Physiologie und ihre Beziehung zur Mystik.

Von der Physiologie und Biologie ausgehend fand Huter gute gangbare Wege zur Seelenkunde.
Aus der Dreiheit Stoff, Kraft und Empfinden ist alle erdenkliche Vielheit der belebten und unbelebten Materie hervorgegangen. Aus den allerkleinsten Anfängen hat die Natur das Höchste und Vollendetste geschaffen, und nach diesem Plan der Natur ist die Differenzierung der Lebewesen und auch des Menschen nach Form und Gestalt nicht nur zu verstehen, sondern auch dem
Grundlebenscharakter
auch zu erkennen.

Unter allen Rassen der Erde lassen sich nach Körper-, Kopf- und Gesichtsform die reinen primären Grundtypen des Lebens, – Vorherrschaft des einen oder des anderen Körperbausystems, leicht und sicher feststellen.
Das vorherrschend entwickelte Körperbausystem oder die Entwicklungsart der drei Körperbausysteme gibt die Grundlebensrichtung des Menschen an.
Wie ein Kind in der Schule mit Hilfe des A B C lesen und schreiben lernt, so ähnlich ist die Naturellehre das A B C der Menschenkenntnis.
Und mag man bei der Physiognomik auch bis in die größten Feinheiten gehen, die Naturellehre ist und bleibt grundlegend. –

Wir stellen nunmehr
die körperliche Entwicklung dar.
Die Entwicklung des Körpers durchläuft zunächst die Naturellformen, – um dann mit eintretender Reife die Harmonisierung mehr oder weniger zu erreichen.
Zur vergleichenden Betrachtung diene Tafel 55. (Siehe Titelseite.)
MK ENTWICKLUNG DEUTSCH
Tafel 55.
1. Gleich nach der Geburt bis etwa zur Vollendung des 1. und 2. Lebensjahres herrscht das Empfindungsleben vor. Das Kindchen hat den zarten Rumpf- und Gliederbau mit dem Übergewicht der Gehirnmasse.
2. Nach einigen Monaten, etwa vom 1. oder 2. bis zum 4. Lebensjahre, kommt das Ernährungssystem zur Vorherrschaft, d.h. der Rumpf herrscht als Formmasse vor, wobei die Glieder und der Kopf in der Energie und Betätigung zurücktreten.
3. Etwa vom 5. bis zum 17. Lebensjahr bekommt das Bewegungssystem die Vorherrschaft. Das Kind ist schlank gebaut, der Rumpf ist schlank, die Glieder treten hervor, die Energie im oberen Hinterhaupt entfaltet sich, Gesicht und Hals erhalten eine längliche Bildung. Die Tat- und Bewegungsliebe tritt auffallend in den Vordergrund.
So können wir im Leben des Kindes beobachten, wie mit dieser körperlichen Veränderung das ganze Wesen sich entsprechend gestaltet.
Inzwischen hat aber auch schon die Entwicklung des Nervensystems und Gehirns eingesetzt, das Kind wird klüger, lernt, sammelt Erfahrungen an und sein oftmals sinniges Wesen ist entsprechend.
4. Etwa vom 17. Lebensjahre [heute früher] an setzt die Entwicklung des Geschlechtssystems machtvoll ein, der Körper strebt in der Jungfrauen- und Jünglingszeit sichtbar zur Harmonisierung aller Formen und Kräfte. Entsprechend gestaltet sich die Wesensart.
Wenn sich das Geschlechtssystem entfaltet, ist die Zeit für die harmonische Vollendung des Körpers am günstigsten. Natürlich spielt wie stets die Umwelt eine große Rolle.
Von da ab wächst dann der Körper entweder in das Ernährungs-, Bewegungs-, Empfindungs-Naturell, in den Disharmonie- oder Harmonietypus aus.
Die Verwirklichung der Harmonie kann aber erst mit der Betätigung aller Organe von der Zeit der Geschlechtsreife an eintreten.
Nach dieser natürlichen Körperentwicklung, welche die Naturelltypen durchlaufen, kann man sich eintretende Änderungen im Wesen des Kindes und jungen Menschen leicht erklären, beobachten und sich danach richten.
Huter hat diese natürlichen Grundlagen des Lebens für die Leitsätze zur Erziehung berücksichtigt.
Die Natur schafft nun neben dieser allgemeinen Körperentwicklung bei dem einen Menschen eine angeborene Bevorzugung des Ernährungs-, bei dem andern der Bewegungs- und beim dritten des Empfindungslebens und weitere Differenzierungen.
Da sich nun die Naturellanlage weiterhin in einem Menschenleben von etwa 70-80 Jahren noch zu etwa drei Viertel umbilden läßt, so sehen wir, daß die Natur einen großen Spielraum innerhalb der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit läßt, und wir können von der Natur tatsächlich alles lernen, was zu unserm Glück nötig ist.
Denn sicherlich verfolgt die Natur mit dieser Differenzierung der Körperbausysteme auch einen Zweck. Zunächst will sie damit unter allen Umständen die Höherentwicklung des Menschen, mag sie noch so viele Neben- und Umwege gehen, dennoch am Ende gewährleisten.
Jede Versteifung und Vereinseitigung führt zur Erstarrung des natürlichen Lebens mit allen schwerwiegenden Folgen.

ppKopfMK Kopf D
Dann aber erkennen wir aus dieser Differenzierung, daß die Menschen
sich gegenseitig ergänzen sollen,
wobei jeder seine Anlage günstig entfalten kann.
Gemäß dieser natürlichen Ergänzung hat Huter die neue Naturellharmonielehre geschaffen, die Rangordnung der Persönlichkeiten nach ihren ethischen und ästhetischen Werten, da anders das Glück des einzelnen, vieler und aller Menschen wohl kaum zu erreichen ist.
Die verschiedenartige Entwicklung des Körperbaues lehrt weiterhin deutlich, daß der Mensch nach seiner Naturellanlage den geeignetsten Beruf ergreifen soll, worin er Tüchtiges leisten und Werte schaffen kann.
Huter schreibt: Wer einen Beruf ergreift, wozu sein Naturell nicht geeignet ist, – der opfert sich gegen den Willen der Natur.
Er fühlt sich in seiner Tätigkeit unglücklich, wird unzufrieden, nervös und krank und degeneriert. Sein unzufriedenes Wesen überträgt sich auf seine Arbeitsprodukte, diese werden minderwertig, es ruht kein Segen darauf.
Auch auf die Umgebung wirkt ein solcher Mensch, der auf dem verkehrten Platze steht, übel ein. Weder durch die Schule, noch durch Übung und Examen ist das an Tüchtigkeit zu erreichen, was einem Menschen in seine ganze Naturanlage hineingezeugt ist und was sich glücklich entwickeln konnte.
Es stehen eine große Anzahl Menschen in einem völlig verfehlten Lebensberuf, wodurch ihr Lebensglück untergraben wird. Wo das der Fall ist, da wechsle man den Beruf. Es ist nie zu spät dazu, seinen Anlagen gemäß ein freudiges Schaffen zu verwirklichen.
Die harmonischen Menschen sind die vielseitigsten, vollkommensten und schönsten in körperlicher und geistiger Veranlagung. –

ppADAM MENSCH MK

Wir wollen zunächst durch einige Fragen und Antworten aus einer Unterrichtsstunde Huters
den Grundbegriff der Naturellehre
weiter darlegen.

1. Frage: Was bildet sich aus dem äußeren Keimblatt?
Antwort: Haut und Nervensystem, die Organe des Empfindungslebens.
2. Frage: Was bildet sich aus dem innern Keimblatt?
Antwort: Das Ernährungssystem, Darm, Drüsen usw.
3. Frage: Was bildet sich aus dem mittleren Keimblatt?
Antwort: Das Bewegungssystem, Knochen, Muskeln usw.
4. Frage: Wie erklärt sich die Entstehung der Naturelle?
Antwort: Wenn die Natur in ein Keimblatt mehr Energie verlegt hat als in die beiden andern zusammen, dann bildet sich das primäre Naturell heraus.
5. Frage: An welchem Beispiel ist das für den Laien verständlich zu machen?
Antwort: Man stelle sich eine Waage vor und die Möglichkeit, man könnte auf die eine Schale rechts das Empfindungssystem, auf die andere Schale links das Bewegungs- und Ernährungssystem zusammenlegen. Wenn dann die Schale rechts mit dem Empfindungssystem sich herunterneigt, also das Empfindungssystem allein schwerer als das Bewegungs- und Ernährungssystem zusammen wiegen würde, dann wäre damit das Vorhandensein des primären Empfindungs-Naturells bewiesen.
In gleicher Weise erklärt sich das primäre Bewegungs- und das Ernährungs-Naturell. Zu erkennen ist das Vorherrschen des einen oder anderen Körpersystems aus der gesamten Körpergestalt, den Kopf- und Gesichtsformen.
Jedes Naturell prägt sich durch einen besonderen Formtypus im ganzen körperlichen Organismus und im Gesicht aus.

Wie das primäre Naturell in die Erscheinung tritt, darüber kann kein Zweifel mehr aufkommen.

ppKopfMK Innere Dü
Ein Irrtum ist es, wenn man z.B. glaubt, daß jeder Mensch, der körperlich korpulent ist, nun auch unbedingt ein primäres Ernährungs-Naturell sein müsse. Das ist nicht der Fall, es gibt sehr viele Abweichungen, z.B.
das Ernährungs-Naturell mit Harmonie,
das Ernährungs-Naturell mit Disharmonie,
das Ernährungs-Naturell mit Bewegung,
das Ernährungs-Naturell mit Empfinden,
das Ernährungs-Naturell mit zu starkem Impuls zur Bewegung, mit einer besonderen Toncharaktertönung, z.B. für Musik, Malerei, Naturwissenschaft usw.
Das ist bei einiger Übung leicht zu erkennen. Ähnliches gilt ebenso von den beiden andern primären Körperbautypen.

Wir wollen nunmehr
den Körperbautypus
Der drei primären Naturelle vergleichsweise nebeneinander gestellt im Bilde zeigen und kurz beschreiben.

ppADAM SCHATTEN MK
Bild 56. [Schattenbild Links] Das Ernährungs-Naturell ist von mittelgroßem Körperbau. Da die primäre Vorherrschaft des Ernährungssystems ein Wachstum in die Breite und im Dickendurchmesser begünstigt, sind die Formen breitfleischig, korpulent, rundlich, voll und dick.
Der Leibumfang ist infolge des vorzugsweise betonten Ernährungssystems größer wie der Brustumfang, der Rumpf herrscht vor, der Hals ist kurz und dick.
Ebenso sind die Arme und Beine kurz und dick, da das Knochen- und Muskelsystem zurücksteht; die Finger laufen konisch zu. Die Hand- und Fußgelenke sind dabei im Verhältnis zum vollen Rumpf-, Arm- und Beinbau fast zierlich zu nennen.
Das sind in der Hauptsache die äußeren Kennzeichen für das primäre Vorherrschen der Ernährungs- und Verdauungsorgane und die damit einhergehende Grundlebens- und Charakterrichtung.
Dieser Körpertypus stärkt seine Lebenskraft durch viel Ruhe, reichliches Essen und Trinken bei geringer oder mäßiger körperlicher und geistiger Arbeit.
Das Auftreten ist ruhig, gewichtig und imponierend. Diese Naturell können 2-3 Zentner schwer sein, befinden sich dabei äußerst wohl, sind lustig und kreuzfidel. Die Korpulenz macht ihnen nicht die geringsten Beschwerden, sie ist Naturveranlagung und sie können unter Umständen gut marschieren oder bei festlichen Gelegenheiten sogar andauernd tanzen. Sie können große Nahrungsquantitäten zu sich nehmen.

ppADAM SCHATTEN MK
Bild 57. [Schattenbild Mitte] Der Körperbau bringt hier ebenso mit aller nur wünschenswerten Klarheit die primäre Vorherrschaft des Bewegungssystems zum Ausdruck. Das Höhenwachstum, das Knochige, Markante, Sehnige und Muskulöse in der Gestalt tritt hervor. Der Körperbau ist fast athletisch.
Könnte man das Knochen- und Muskelsystem wiegen, so würde sich das schon erwähnte Übergewicht gegenüber den beiden andern Körperbausystemen ergeben, dasselbe würde der Fall sein, wenn man auch die Kräfte und Energien, die den Systemen zugrunde liegen, irgendwie messen oder wägen könnte.
Da das Ernährungssystem zurücksteht, ist der Leib schlank und wenig umfangreich.
Dagegen ist die Brust hoch und kräftig gebaut, die Schultern sind breit und stark, der Brustumfang ist größer wie der Leibumfang und Arme und Beine sind derbknochig und markant.
Das sind die hervorstechendsten Merkmale für das primäre Vorherrschen des Knochen-, Sehnen- und Muskelsystems, woraus die entsprechende Grundlebens- und Charakterrichtung hervorgeht.
Diese Naturelle stärken ihre Lebenskraft durch mäßige und oft sehr einseitige Nahrung bei geringer geistiger, aber starker körperlicher Arbeit und Bewegung.
Das Auftreten ist aufrecht, energisch, fest, bestimmt und selbstbewußt. Das Hagere und Markante der Gestalt ist durchaus nicht krankhaft, sondern Naturveranlagung, ein Ausdruck der Gesundheit und der Naturellanlage.

ppADAM SCHATTEN MK
Bild 58. [Schattenbild Rechts] Da bei dem Empfindungs-Naturell das Ernährungs- und das Bewegungssystem zurückstehen und das Empfindungssystem in primärer Form vorherrscht, so ist demgemäß die Statur von kleiner oder mittlerer Größe, dabei schlank, zart, verfeinert, von dünnem Knochenbau und feinen Muskeln.
Der Rumpf ist zart und schlank, es fehlen sowohl die massigen Formen des Ernährungs-Naturells, wie auch die harten Formen, die dem Bewegungs-Naturell eigen sind.
Der Brust- und Leibumfang ist nur mäßig, die körperliche Energie ist in der Spannkraft schwach, die Arme und Hände sind nicht stark, aber fein gebaut, der Hals ist zart und dünn, die Beine passen sich dieser Proportion an, sie sind schlank und doch kräftig.
Das sind die typischen Merkmale für das primäre Vorherrschen der Empfindungsanlage und die damit einhergehende Grundlebens- und Charakterrichtung.
Diese Typen stärken ihre Lebenskraft durch mäßige, feingewählte Nahrung und mäßige körperliche, aber starke, selbsteigene geistige Tätigkeit.
Die Bewegungen sind leicht, flink, graziös und zierlich.
Der zarte und edle Körperbau darf nicht für schwächlich und krank gehalten werden, – das wäre ganz verkehrt, – es ist Naturveranlagung und gleichbedeutend mit Gesundheit, Arbeits- und Schaffenskraft innerhalb der Naturellveranlagung. –

Man kann in der Erkennung der primären Naturelle gar nicht fehlgehen, die Unterschiede sind so handgreiflich, daß sie jedes Kind leicht verstehen lernen kann.
Der Körperbau zeigt den Grundlebenscharakter in großen wesentlichen Zügen, ist daher niemals außer acht zu lassen und bildet stets die Grundlage der Menschenkenntnis, – erst danach kommt die gesamte weitere Charaktererkennungskunst aus Schädel-, Kopf-, Augen- und Gesichtsformen in Frage.
Aus dem Körperbau wächst der Kopfbau hervor, und daß der charakteristische Körperbau ebenso eine typische Schädel-, Gesichts- und Augenbildung zur Folge hat und damit eine gleichlaufende Denk-, Gefühls-, Arbeits-, Geistes-, Willens- und Charakterrichtung ist so gesetzmäßig, daß heute, wo man die Ganzheit von Leib, Geist und Seele erkannt hat, gar kein Zweifel mehr darüber bestehen kann. –

Wir wollen nun zunächst die Kopfbildung der drei primären Grundnaturelle vergleichsweise kurz betrachten.
Es ist und bleibt – das ist leicht einzusehen, – ein Ding der Unmöglichkeit, daß auf den Körperbau eines Ernährungs-Naturells der Kopfbau eines primären Bewegungs- oder Empfindungs-Naturells passen könnte. Der Kopfbau wächst aus dem Körperbau hervor und hat entsprechend typische charakteristische Merkmale.

ppNATbeweg MK

Der Kopfbau des Bewegungs-Naturells ist hager, knochig, länglich und markant, - unterhalb des waagerechten Augendurchmessers liegt im Gesicht an Formmasse mehr wie oberhalb desselben. Die Nasenform ist nach außen gebogen, das Kinn vorspringend.
Die Gehirnmasse tritt gegenüber den knochigen markanten Gesichtsformen zurück, – entsprechend ist die Willens- und Charakterrichtung energisch und tatenvoll.

ppNATernähr MK

Der Kopfbau des Ernährungs-Naturells ist breit auslaufend, breitfleischig, voll und dick mit kurzem und dickem Hals und unterhalb des waagerechten Augendurchmessers liegt an Formmasse mehr wie oberhalb desselben. Die Nasenform ist grobfleischig, das Kinn voll und breit.
Die Gehirnmasse tritt gegenüber den weicheren, breiten und vollen Gesichtsmassen zurück, entsprechend ist die Willens- und Charakterrichtung ruhig, behäbig, praktisch und ökonomisch. –

ppNATempf MK

Der Kopfbau des Empfindungs-Naturells ist kiebitzeiförmig, im Massen- und Breitenverhältnis etwa umgekehrt wie beim Ernährungs-Naturell. Die Nasenform ist fein gebildet, das Kinn klein und in der Profillinie zurücktretend.
Hier liegt oberhalb des waagerechten Augendurchmessers an Formmasse mehr – natürlich auch an Energie und Kraft wie unterhalb desselben. Das Gesicht ist klein und zart. Die Charakter- und Willensrichtung ist gefühlvoll und verfeinert.

MK FARBSCHEMA

Die Wertigkeit der Naturelle.
Ein Beispiel aus alter Zeit.
Als einst im alten römischen Staat die Volksmasse der Plebejer sich empörte, da sandten die Patrizier den Volksfreund Menenius Agrippa zu ihnen. Er führte sie auf einen Berg und legte ihnen folgendes Gleichnis dar:
„Die Glieder des Leibes (Bewegung) wollten dem Magen (Ernährung) nicht mehr dienen,
die Beine wollten nicht mehr laufen, die Hände nicht mehr arbeiten, der Kopf (Empfindung) nicht mehr denken usw.,
weil sie glaubten, nur der Magen lasse es sich auf ihre Kosten wohl sein.
Aber siehe da, – als sie ihren Dienst einstellten, wurde nicht nur der Magen welk und schlaff, sondern auch die Glieder und der Kopf, der ganze Körper wurde kraftlos und lebensunfähig.“
Das Beispiel lehrt sehr trefflich, daß ein Organsystem ohne das andere nicht bestehen kann, daß vielmehr eine harmonische Ergänzung und Arbeitsteilung stattfinden muß.
[Heute, Jahr 2009, fällt auf, daß im oberen Management oft Führungspersönlichkeiten im sekundären Ernährungs-Bewegungs-Naturell mit Disharmonie die gegenwärtige Finanzkrise = Systemkrise = Vertrauenskrise in der Weltbevölkerung sogar noch negativ verschärfen. Sozusagen waltet unter fast völliger Ausschaltung des Empfindungs-Teiles nur noch Stoff und Kraft auf Kosten der Empfindung – also nur noch rücksichtsloses Gegeneinander. Wir alle Menschen auf unserem Heimatplaneten Erde erleben gerade in der Jetztzeit das naturnotwendige globale Zusammenbrechen dieses megakriminellen Polit- und Wirtschaftssystems, was gerade im Wesentlichen durch die im Geheimen bewerkstelligte globale Privatisierung des Weltbankensystems durch sehr Wenige im Jahr 1913 als Art „Trojanisches Pferd“ an demokratischen Instanzen und Prozeduren vorbei (ohne Liebe = Helioda) installiert wurde. (Stichwort Private Federal-Reserve-Bank, welches sehr wenigen internationalen Bankern im Prinzip ermöglichte, alle Staaten politisch und wirtschaftlich global zu kontrollieren und jedem Menschen sein unkontrolliertes und unlimitiertes Profitmaximierungs-Wahnsystem auch gewaltsam aufzudrücken. Dieses KRANKHEITSSYSTEM, was eben auf einem einseitigen und falschen reduktionistischen Welt- und Menschenbild ursächlich beruht, eben o.g. Gleichnis von Agrippa nicht berücksichtigt, ja vorsätzlich mißachtet, wird schlicht und simpel – ja muß -final an seinem Grundsystemfehler definitiv scheitern! – Dieses grundlegende fehlerhafte System wird unumkehrbar Besserem und Naturadäquatem weichen, ja weichen müssen - eben zur zukünftigen Heilung.
Dieser individuelle und globale HEILUNGSPROZESS wird auf der Basis des weltbesten WELT- UND MENSCHENBILD-SYSTEMS (echte „unique selling proposition“) maßgeblich bestimmt, der jemals von Menschenhand geschaffen wurde:
MK MK
CARL HUTERs MENSCHENKENNTNIS. Schon in der zweiten Hälfte dieses 21. Jahrhunderts kommt dabei dem existierenden Status Deutsches Reich (nicht gemeint Drittes Reich) und insbesondere die weltbeste Schaffenskraft des Deutschen Volkes die führende Schlüsselrolle zu, dann nicht mehr unterdrückt und fremdbestimmt durch die SHAEF-GESETZE, Kanzlerakte, etc. Zum Glück hatte sich Deutschland unter Bundeskanzler Schröder im März 2003 klar und eindeutig gegen die deutsche Beteiligung am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Firma U.S.A. „United-States-Of-Amerika“ kontra u.s.a.-„Republic“ (globale Steuerungslogistik erfolgt über City of London = Globale Geld-Kontrolle) gegen den Irak positioniert und keine deutschen Soldaten verheizt, wie sie dies heute seit Jahren in Afghanistan unter Alliierten Fremdauftrag tätigt bzw. tätigen muß.
Deutschl Duerer Stadt
Das erstarrte alte Deutschland, gegenwärtige Berlin-Junta der BRD-GMBH ohne Volks-Legitimation (völkerrechtlich und politisch ohne Legitimation seit Sommer 1990, es hätte eine Volksbefragung in Deutschland 1990 stattfinden müssen) wird schon bald untergehen, damit quasi wie Phoenix aus der Asche der Lügen und Märchen des 60jährigen Nachkriegs-Deutschland, das perfide Alliierten Konstrukt Bundesrepublik Deutschland, tatsächlich das NEUE DEUTSCHLAND ZUM WOHL DER WELT UND ALLER MENSCHEN auf der Erde frei macht für eine lange Epoche des FRIEDENS UND HARMONIE. Übrigens, es ist wissenschaftshistorische Tatsache, daß der Begriff „Neues Deutschland“ vom namensgleichen ältesten Sohn Carl Huters, in seiner damaligen auflagenstärksten Astrologie-Zeitschrift in Deutschland geprägt wurde. Der Begründer der Menschenkenntnis selbst beschäftigte sich nicht so stark mit Astrologie-Fragen.
Illuminati Huter M
Kurz: MACHTVOLLE LICHTMÄCHTE (Helioda) weisen DUNKELMÄCHTE in die Schranken! Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland].
Ähnlich so kennzeichnen die drei Grundnaturelle mit ihrer Einseitigkeit keine Minderwertigkeit des Menschen, sondern nur eine von der Natur gegebene.
verschiedene Wertigkeit.
Jedes Naturell ist wertig, aber anderswertig und offenbar hat die Natur diese Differenzierung geschaffen, um im Wettstreit aller Kräfte die Höchstleistung, die fortschreitende Entwicklung, mag sie noch so viele Nebenwege gehen, letzten Endes zu gewährleisten.
Je harmonischer die drei Lebensgrundanlagen in einem Menschen zusammenklingen, um so größer ist die Harmonie, je mehr sie zersplittert sind und auseinanderklingen, um so größer ist die Disharmonie.
Die Charakteristik der drei Grundnaturelle, die hier kurz, klar und deutlich gegeben wird, ist besonders wichtig, da alle anderen Naturelltypen Mischungen aus diesen Grundformen darstellen.

Das Ernährungs-Naturell hat ein breites und volles Gesicht, das voll und weich von den Fleisch- und Gewebsmassen umrahmt ist. Dabei ist das Gesicht kräftig und verhältnismäßig groß, da die Lymphgefäße, die Schlag- uns Blutadern, die aus den stark betonten Rumpforganen hier verlaufen, voll, kräftig und reich verzweigt sind.
ppNATernähr MK
Bild 62 Das Chemische Ruh- und Ernährungs-Naturell. [Zeichnung Huter]
Wenn wir den Körper stets als Ganzes betrachten, so erscheint es uns selbstverständlich, daß die bevorzugte Veranlagung des Ernährungssystems auch eine entsprechende Gedanken-, Geistes-, Seelen- und Charakterrichtung zur Folge hat, denn der Körper ist das Gefäß der Seele und des Geistes, und gesetzmäßig sind Leib und Seele aneinander gebunden.
Wir kommen damit auf dem einfachsten Wege zu einer natürlichen Charakter- und Seelenlehre.
Da der Gesamtknochenbau beim Ernährungs-Naturell nicht so stark ist, so ist auch die Nasenform im oberen Teil weniger vorgebaut und auch nur verhältnismäßig schmal, dagegen aber im fleischigen unteren Teil voll, plump und dick.
Der Charakter dieser Menschen ist real, nicht ideal, auf die körperlichen Genüsse eingestellt, der Sinn ist auf Ruhe, Bequemlichkeit, auf den leichten Erwerb aller Dinge gerichtet, die zur Befriedigung der starken Ernährungs- und Ruhanlagen benötigt werden.
In diesem Sinne ist der Ernährungsmensch stark egoistisch, aber immerhin ist doch seine Devise, da er ein großes Verständnis für die praktischen Lebensbedürfnisse hat „Leben und leben lassen“, wobei natürlich das eigene Wohlergehen an erster Stelle steht, und dann denkt er erst an die anderen.
Das Ernährungs-Naturell ist das wirtschaftliche und ökonomische Talent, – aus Veranlagung sehr klug und lebenspraktisch. Daher sagt auch schon eine alte Volksweisheit mit Recht: Umgib dich mit einem Kreis dicker Menschen, und du kommst gut durchs Leben.
DgM066 Bi62 Nat Ernähr oT
Bild 62 Das Chemische Ruh- und Ernährungs-Naturell. [Zeichnung Mellerke]
Die Lippen sind voll und weich, es ist der Mund, der für die körperlichen Genüsse eingestellt ist, für gutes und reichliches Essen und Trinken. Dahin geht der Sinn, dahin geht die Sorge.
Eine gute richtige Hausmannskost, die leicht verdaulich sein muß, ist ihm am liebsten, da schwer verdauliche Speisen leicht Unpäßlichkeit verursachen.
Man darf auch den Mund nicht als ein Organ für sich betrachten, denn derselbe steht durch die Speiseröhre mit dem Magen- und Darmkanal in unmittelbarem Zusammenhang und zeigt den gesunden Appetit, die gesunde Lymphe, den gesunden Magen und Darm, den gesunden Stoffwechsel. –
In diesem Sinne aufgefaßt, fließen Anatomie, Physiologie und Psychologie ineinander über.
So ist auch z.B. das Ohr besonders im unteren Teil stark entwickelt als Folge der reichen Lymph- und Säftebildung, und die Aufnahme durch das Gehör ist vorzugsweise auf das Reale und Praktische eingestellt.
Man betrachte das Auge, es ist tief gestellt, – die schweren unteren Körpermassen ziehen das Auge gleichsam herab, – der Blick ist auf das Naheliegende gerichtet, auf die Bedürfnisse, die das reich bevorzugte Ernährungssystem mit sich bringt. Es ist der reale, mehr kalte Blick der Ruhe und der physischen Ernährung.
Das Ernährungs-Naturell sitzt, – der Rumpf ist schwer, die Beine sind dazu im Verhältnis schwach, – ißt und trinkt mit Genuß, langsam und in Ruhe, spricht wenig, aber was es sagt, das ist praktisch, hat Hand und Fuß.
Danach sollte man diesen Typus behandeln, ihn z.B. zum Sitzen nötigen, – ihn nicht stehen lassen, wenig sprechen und nur von Dingen, die sich auf das praktische Leben beziehen, dann ruft man sein Interesse wach. Redet man aber viel, etwas von Philosophie, Psychologie, Ethik und Ähnlichem, dann wird er teilnahmslos und leicht abgeneigt.
Damit ist eine richtige Menschenbehandlung angedeutet, die außerordentlich wichtig ist, von der letzten Endes alle Erfolge abhängen.
Daß die bevorzugte Veranlagung des Ernährungssystems auch einen entsprechenden Gehirnbau zeitigt, ist selbstverständlich, – und so finden wir, daß die Organe des praktischen Denklebens, des Erwerbs- und Wirtschaftslebens vorzugsweise entwickelt sind.
Der untere Teil der Stirn ist breit und plastisch, das Seitenhaupt ist breit und im unteren Teil besonders gut und stark entwickelt.
Dagegen sind im Verhältnis die oberen Gehirnteile fast wie verkümmert: diese Naturelle sind keine idealen Geistesgrößen, sondern praktische Menschen, die meist eigennützig vorgehen. Sie suchen mit dem geringsten Kraftaufwand und großem Geschick in gute Vermögensverhältnisse zu kommen, sie neigen zu Wirtschaftlichkeit, Eigenbesitz und Häuslichkeit.
Wer glaubt, das seien Zeichen von Minderwertigkeit, der irrt sich gewaltig. Man gehe nur in Orte und Länder, wo die Ernährungs-Naturell sehr schwach vertreten sind, dort mangelt es an Ruhe, Bequemlichkeit, Gemütlichkeit, Tätigkeit, kluger Wirtschaftlichkeit, Lebensannehmlichkeit usw.
In München z.B., wo es die vielen Ernährungs-Naturelle gibt, da gibt es auch das beste Bier; für Essen und Trinken, Gemütlichkeit, Stimmung usw. ist reichlich gesorgt.
Die Ernährungs-Naturelle sind seßhaft und konservativ. Das Bestehende suchen sie zu erhalten, sie pflegen die materiellen Lebensgüter auf Kosten der ideellen und stehen dem Fortschritt aus sich heraus indifferent gegenüber.
Sie lassen sich nur schwer aus der Ruhe bringen und sind, was sehr interessant ist, durch das Tat- und Bewegungs-Naturell am stärksten zu beeinflussen.
Sie eignen sich sehr gut als Gastwirte, in der Lebensmittelbranche, überhaupt für alle praktischen und nüchternen Berufe, wie Kleinökonomie, Viehzucht usw.
Man betrachte nur das Kinn, es ist weich, voll und rund, entsprechend ist das damit korrespondierende Kleinhirn und hintere Großhirn entwickelt. Sie vernachlässigen leicht die Körperbewegung; schwere, andauernde körperliche Arbeit liegt ihnen durchaus nicht; im Gegenteil, diese lassen sie gerne durch andere besorgen, – sind aber von einer gewissen Toleranz.
Sie neigen zu bestimmten Erkrankungen und bedürfen in Krankheitsfällen, wie auch alle anderen Naturelle, einer ihrer Veranlagung entsprechenden Heilbehandlung, auf die wir aber hier nicht näher eingehen können. Es sei daher auf die Spezialbroschüre „Die neue Heilmethode auf Grund der fünf Menschentypen“ verwiesen.
MK HEILWISSEN F
Carl Huters neue Heilmethode [Hinzugefügt]
Materialisten im gewöhnlichen Sinne des Wortes sind sie nicht, sie halten meist an der ihnen anerzogenen Religion fest und beteiligen sich in bequemer Weise an ihren Einrichtungen. Insofern sorgen sie auch als praktische Menschen für ihr zukünftiges Wohlergehen.
Das Haar ist weich und glanzvoll, und in allen Teilen des äußeren und inneren Körpers und der Organbildung liegt das Typische der bevorzugten Ernährungsanlage.
Völker mit sehr vielen Ruh- und Ernährungs-Naturellen – wie die Bewohner des früheren russischen Kaiserreiches und des Chinas der Vorrevolutionszeit – sind konservativ, Reformen schwer zugänglich, sie treiben Ackerbau und Viehzucht. Entsprechen der übergroßen Mehrheit dieser Naturen bleibt ihre Geschichte, Rechts-, Religions- und Staatsform lange unverändert, in ruhigen Bahnen sich bewegend.
Wird das Ruhelement durch die Bewegung stark durchbrochen, dann gestaltet sich Neues.
MK FARBSCHEMA
Farbschema der Naturelle [Hinzugefügt]
Mit der Kenntnis der Naturellehre ist die Entwicklung der Menschheit jedoch dem Zufall nicht mehr unterworfen, sondern auf dem geradesten Wege durch menschliche Einsicht höher zu leiten. Insofern ist die Naturellehre für alle Lebensgebiet von großer Bedeutung, sie entspricht der natürlichen, naheliegenden und praktischen Lebenswirklichkeit
MK ATLAS NAT
Atlas der Naturelle [Hinzugefügt]
Es sei nochmals betont, daß diese Beschreibung nur gültig ist für das reine primäre, chemische Ruh- und Ernährungs-Naturell. –

Bild 63. Das Bewegungs-Naturell hat die lange, hagere und markante Gesichtsform. Da ja der Knochen-, Muskel- und Sehnenapparat primär entwickelt ist – treten die knochigen und muskulösen Formen hervor.
Das Gesicht geht also nicht wie beim Ernährungs-Naturell in die Breite, sondern in die Länge und man kann in der Unterscheidung gar nicht fehlgehen.
DgM066 Bild63 BewNat oT
Bild 63. Das physikalische primäre Tat- und Bewegungs-Naturell [Zeichnung Mellerke]
Die Gesichtsteile sind, wenn auch hager, so doch stark entwickelt, hartförmig und eckig. Auch der Hals ist lang und muskulös, der Nacken kräftig gebaut, wobei die Haltung voller Spannkraft und Energie ist.
Charakteristisch ist die große, nach außen gebogene vorspringende Nase, Tatkraft und Willensenergie zeigend.
Wie kühn die Kopfhaltung ist, wie klar und scharf das Auge umrahmt ist, wie fest, real und nüchtern, ganz auf die Realität des Lebens eingestellt, von unbeugsamer Willensanspannung der Blick.
Der Stirnknochen über den Augen ist stark entwickelt und vorspringend und kennzeichnet die Energie der Gehirnteile, in welchen die Naturbeobachtungs- und Auffassungskraft, die Willenskonzentration, der Orts- und Tatsachensinn liegen.
Das starke, vorspringende Kinn zeigt die Impulskraft, und der lange, starke Unterkieferbogen die Aus- und Durchführungskraft, die starken vorspringenden Jochbeine zeigen die Angriffs-, Überwindungs- und Widerstandskraft.
Dabei ist selbst das Mittelgesicht um Nase und Mund fest und straff gespannt, – da das Empfindungsnervensystem gegenüber dem Knochen- und Muskelbau stark zurücktritt.
Der Schädel ist lang und im oberen hinteren Teil kräftig gebaut, das Hinterhaupt ist besonders kräftig und plastisch, was von der großen Spannkraft der hier liegenden Organe zeugt, einer Spannkraft, die sich auf die knochigen Gesichtsteile, Jochbeine, mittlere Nase, Oberkiefer und Kinnlade überträgt.
Die Lippen sind schmal und fest geschnitten, und entsprechend dem schwächeren Ernährungsleben ist auch die Nasenspitze weniger voll, die Wangen sind hager, wodurch die Bedürfnislosigkeit und Einfachheit, aber auch die diesem Naturell eigene Strenge und Gefühlsarmut zum Ausdruck kommt. Bewegungsnaturen begnügen sich mit einfacher und derber, oft sehr einseitiger Nahrung.
Mäßig breit ist auch nur das Seitenhaupt, wo die ökonomischen Talente liegen, und es ist leicht einzusehen, daß diese Naturen bei der bevorstehenden Tat- und Bewegungsanlage so unökonomisch werden können, wie das Ernährungs-Naturell ökonomisch ist.
Körperliche Anstrengung, Muskelbewegung, körperliche Ausarbeitung in frischer, freier Luft, – man beachte die Nasenflügel, wie kraftvoll die Ein- und Ausatmung ist, – und jeglicher Sport, – Bergsteigen, Fußball, Schwimmen, Reiten, Turnen, Wettkämpfe usw. – ist ihnen freudiges Lebensbedürfnis.
Stubenarbeit macht sie unzufrieden, nervös und krank, ihre Lebensweise ist einfach und jeder Bequemlichkeit abgeneigt.
Alle Berufe, die viel Bewegung erfordern, wie Großbetriebe, Eisenbahndienst, Seefahrt, Feldarbeit usw. sind für sie bestens geeignet.
Das Haar ist dick und oft widerspenstig, sie haben dicke Nerven – wie von Draht, sagt man -, eine Natur, wie von Eisen, das sich weder biegt, noch bricht.
Sie neigen zur Überhebung und harter Herrschaft über andere. Sie lieben die Freiheit, die Unabhängigkeit, sie neigen zu körperlicher Überanstrengung und Vernachlässigung der Ruhe und Ernährung.
Sie sind entschlossen und von kühler Berechnung; nüchterne und praktische Aufgaben, selbst wenn Strapazen damit verbunden sind, führen sie tatkräftig durch.
Sie sind das Zünglein an der Waage, – jede Weichheit, Liebeseligkeit und jede zartere Gefühlsregung – das Empfindungssystem steht stark zurück, – verachten sie, sie handeln daher nicht nach dem Gefühl, sondern nach suggerierten Grundsätzen.
Sie können durch ihre Tat- und Willensenergie unter starkem, harmonischem Einfluß sehr viel Gutes stiften und Reformen tatkräftig durchführen, und umgekehrt unter disharmonischem Einfluß Unheil und Knechtschaft bringen oder vermehren.
DgM066 Bild63 BewNat mT
Bild 63. Das physikalische primäre Tat- und Bewegungs-Naturell [Zeichnung Mellerke]
Sie sind konservativ herrschend und fortschrittliche revolutionär.
Mitunter sind sie auch, wenn unter starkem entsprechendem Einfluß stehend, für das Ideale, aber sie schlagen – auf sich selbst angewiesen – auch ebenso leicht wieder um. Sie sind voll unbeugsamer Willensanspannung.
Bewundernswert ist es, wie die Natur diesen dem Ernährungs-Naturell entgegengesetzten Typus schafft und durch diese Differenzierung den großartigen Ausgleich sichert. Ohne das Ökonomie-Naturell würden die Tatnaturen nicht weit kommen, daher ist die Ergänzung der Naturelle von Natur aus geboten. Wir sollten die Gesetze der guten Ergänzung anwenden, da sonst die Entwicklung dem Zufall überlassen bleibt, wo menschliche Einsicht und Erkenntnis Platz greifen könnte.
Einfacher, vernünftiger und richtiger wie es durch die Naturellehre geschehen ist, kann eine Physiognomik [Physiognomische Psychologie], eine praktische Seelen- und Lebenskunde, gar nicht aufgebaut werden.
Disharmonische Naturelle machen sich mit Vorliebe an die Tat- und Bewegungs-Naturelle heran, beeinflussen sie, weil sie am schnellsten ihre Pläne durchführen.
Man verfolge die Menschheitsgeschichte im Lichte dieser großartigen Naturerkenntnis, und man wird die tieferen Ursachen der Ereignisse klarer durchschauen.
Völker, die vorzugsweise Tat- und Bewegungs-Naturelle aufweisen, führen Großes durch, wie einst die Römer, die Spanier, Portugiesen und die Engländer mit ihrer Welt- und Kolonialpolitik. Diese Völker haben eine politisch bewegte Vergangenheit, eine kurze und knappe Sprache.
Die Indianer im ausgesprochenen Bewegungs-Naturell lebten einfach, waren hart, liebten die Jagd, die Freiheit und den Krieg und konnten sich infolge dieser einseitigen Entwicklung den stark veränderten Lebensbedingungen in ihrer großen Mehrheit nicht mehr anpassen.
MK BAUPLAN
Der Bauplan der Natur [Hinzugefügt]
Die Differenzierung in der Keimblase und die daraus erwachsende Naturellentwicklung erschließt den Bauplan der Natur, wonach sie die Höherentwicklung der Ganzheit der Natur und der Menschheit unter allen Umständen durchsetzt. Sicher wird die menschliche Einsicht sich dieser Naturerkenntnis bemächtigen und damit das Schicksal bis zu einem gewissen Grade meistern lernen.
MK WISSENSCHAFT HU
Die Blaupause der Natur, CARL HUTERs wissenschaftliche Begründung [Hinzugefügt]

PGS Apr09 Obama TITEL part
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

CHZA 12 Hel_2
Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

WeißeFahne20erKu03aIrrlehre Kopie„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM066 BUECHER66

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

CHZA 01

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

HUTE The Gate

SCHOBÜLL März09psM

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

Hut ADAM EVE

D The Gate MK

DgM 065

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 20. Juni 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 065 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Juni 1938, Nr. 65

DgM065 TITEL A

DER BAUPLAN DER NATUR,
der von den größten Geistern gesucht
und von Carl Huter gefunden wurde

DgM065 TITEL F
Wie er sich
Bei Pflanzen, Tieren
und Menschen offenbart

DgM065 TITEL B

Sichere Grundlagen einer lehrfähigen Menschenkenntnis sind durch Carl Huter, einen einfachen Mann des Volkes, durch Fleiß und gute Begabung gefunden worden.
Durch scharfe Beobachtung und Vergleichung entdeckte Huter ein Natursystem, das sich durch eine stets wiederkehrende Formung und Gestaltung aller lebenden, d.h. von innen heraus wachsenden Organismen kundtut.
Es ist das
Dreiteilungsprinzip
in der Natur, das unter den Lebensformen
Die Naturelle,
Körperbau- oder Konstitutionstypen zur Entwicklung bringt. Aus diesen Naturelltypen –
es gibt drei primäre,
zwei polare,
drei sekundäre
und zahlreiche Mischtypen,
ist die Hauptlebensrichtung oder der Grundcharakter der lebenden Kraft eines Lebewesens zu erkennen.

DgM065 BAUPLAN E-1
Diese Naturellehre hat insofern einen besonderen Wert, als sie ein geistiges Prinzip in den Formen und Gestalten naturwissenschaftlich nachweist.

Hut FARBSCHEMA

Die drei primären Grundnaturelle sind hier zunächst nach Originalzeichnungen Huters aus dem Jahre 1908 – entdeckt und gelehrt wurden dieselben von Huter bereits vor 1880, – dargestellt und dann weiterhin beschrieben.

DgM065 BAUPLAN F-1
DgM065-1938NatPrimär
Das primäre Ruh- und Ernährungs-Naturell.
Der Leser soll zuerst einen kurzen Überblick über das neu entdeckte Natursystem erhalten.
Das primäre Tat- und Bewegungs-Naturell.
Das primäre Denk- und Empfindungs-Naturell.
Aus der harmonischen Entwicklung und Verbindung dieser drei Grundanlagen des Lebens ergibt sich das polare harmonische Naturell und aus der unharmonischen, sozusagen zersplitterten Entwicklung und Verbindung das polare disharmonische Naturell, ebenfalls hier im Bilde gekennzeichnet.
DgM065-1938NatPolare
Polares harmonisches Naturell. Polares disharmonisches Naturell.

Also bei weitem nicht jeder Mensch, der eine Ähnlichkeit mit einem primären Naturell hat, liegt nun ausgesprochen in diesem Typus.
Die Differenzierung aus den Grundformen ist infolge einer langen Entwicklung und Vererbung außerordentlich vielgestaltig geworden, worauf später noch näher eingegangen wird.

HU-HEL 07 LIEBE

Betrachten wir nun
zunächst in der Pflanzenwelt
die Entwicklung nach diesem neu gefundenen Naturprinzip.

Die Pflanzengruppen der schematischen Zeichnungen 6-8 aus Huters Hauptwerk (1904) zeigen das Vorherrschen des Ernährungslebens.

DgM065 Bi6,7,8 mT

Bild 6, 7 und 8. Das Vorherrschen des Ernährungslebens.
So mögen die Pflanzen im entsprechenden Stadium der Entwicklung der Erde gewesen sein, als schlammige Massen, schwere, feuchte, sumpfige Luft und eine entsprechende Temperatur vorherrschten. Es sind grobe, schwere, plumpe Gebilde mit einer sehr einfachen Gliederung, die heute in ihrer Urform längst ausgestorben sind.

HU-HEL 09 Träger

Die Figuren 9, 10 und 11 zeigen Pflanzen, bei welchen in einer späteren Zeit bereits das Bewegungsleben vorherrschend geworden ist.
Die Luft ist allmählich reiner geworden, die Sonne durchbricht mehr den Nebel und die Formen dieser Gebilde sind zwar noch einfach in der Gliederung, aber schon langgestreckter, in die Höhe ragend, fester und härter geworden.

Die Pflanzen, Fig 12, 13 und 14 sind bereits bedeutend feingliedriger und zarter, es herrscht das Empfindungsleben vor.
DgM065-1938PflanzeEm
Bild 12, 13 und 14. Das Vorherrschen des Empfindungslebens.
Der Boden war fester und trockener geworden, die Luft noch reiner und dünner, die Sonne schien stetiger, und an geschützten Orten konnten sich diese Pflanzengebilde mit ihren zarteren und feineren Formen entwickeln.
Die Entwicklung der Erdoberfläche lehrt uns, daß auch die tierischen Lebewesen diesen materiellen Lebensbedingungen angepaßt waren.
Daraus ist das Gesetz der Wechselwirkung von Körpergestalt und Lebensboden gefunden.

DgM006-1933KretX

Betrachten wir nun
Unsere heutige Pflanzenwelt,
so finden wir dieses Dreiteilungsprinzip der Natur entsprechend der Entwicklung der heutigen Erdoberfläche wieder.
Es ist für jeden Naturliebhaber ein Genuß und eine Freude, die Pflanzenwelt nach diesem Naturprinzip zu betrachten, – um allein schon nach der äußeren Form und Gestalt den Grundlebenscharakter der Pflanzen zu bestimmen.
Die Differenzierung ist außerordentlich mannigfaltig und reich geworden. Wir stellen hier die möglichst reinen Grundformen dar, aber bei einiger Übung und Liebe zu Natur sind die vielgestaltigen Zwischenformen ebenso leicht zu erkennen.

Die Pflanzen Bild 15, 16 und 17, Kürbis, Kohl, Rüben, ferner Salat, Kartoffeln usw. dienen vorzugsweise dem Ernährungsleben.
Sie gehören zu dem massigen, niedrigen Ruh- und Ernährungstypus. Sie haben eine saftreiche breitblättrige Form, die Früchte oder Knollen sind fleischig, voll, grob, groß und verbrauchen den Hauptteil der Lebenskraft.
DgM065-1938PflanzeErn
Bild 15, 16 und 17. Pflanzen im Ernährungstypus.
Für den Höhenwuchs und die Bildung zarter Formteile bleibt dabei nur wenig Kraft übrig.
Die innere chemische Stoffbeschaffenheit, die zugrunde liegende Kraftbildung ist einfach und auf die Masse angelegt, – es sind daher sehr geschätzte Nahrungsmittel.
Diese Pflanzen beanspruchen einen saft- und nahrungsreichen Boden, viel Feuchtigkeit, wechselnd mit Wärme.
Der Charakter dieser Pflanzen ist ausgesprochen auf das Ernährungsleben eingestellt. Wo diese Pflanzen angebaut werden und vorherrschen, ist die Stimmung in der Natur behäbig und ruhig.

Bild 18, 19 und 20, Roggen, Rohr und Buche, ferner die Pappel, Esche, Tanne usw. verkörpern vorzugsweise das Bewegungsleben.
Die Halme vom Roggen und Rohr sind fest, schlank, zäh und langgestreckt. Die Stämme der genannten Bäume sind meist von hartem Holz, kernig und fest; sie erheben sich hoch und die niedrigen und breitblättrigen Pflanzentypen und sind daher mehr dem Licht, aber auch dem Wind und Wetter ausgesetzt.

DgM065-1938PflanzeBe

Bild 18, 19 und 20. Pflanzen im Bewegungstypus.
In den hohen starken Bäumen herrscht die Kraft und Bewegung vor, – ein großes, zähes und starkes Lebensstreben. – Wo der Wald steht, dort herrscht nur er allein, – unter seinem Schutze können sich zarte Blümlein und Beerenfrüchte im Empfindungsleben entfalten.
(So ähnlich sollte es auch im menschlichen Leben sein, der Bewegungstypus sollte das Empfindungs-Naturell schützen, – aber nicht unterdrücken.)
Das Holz dieser Bäume ist hart und von zäher Struktur, entsprechend ist die vorherrschende Kraft, die dasselbe bildet.
In den harten Stämmen wird die meiste Lebenskraft verbraucht, so daß bei manchen von ihnen für Blüte, Blatt- und Fruchtbildung wenig mehr übrig bleibt, wie z.B. bei den Nadelhölzern.
Das Holz ist vornehmlich Nutzholz und findet besonders als Bauholz und für andere Arbeitszwecke Verwendung.
Bei unserem Bilde ist unter der Buche durch den Fuhrmann mit Peitsche, Pferden und Wagen das harte Arbeits-, Tat- und Bewegungsprinzip symbolisch gekennzeichnet.
Wo in der Natur die Bewegungspflanzen vorherrschen, der Wind durch das Ried, Korn und die Blätter der mächtigen Bäume weht, da ist die Stimmung in der Natur gewaltiger, bewegter und romantischer.

Bild 21, 22, 23 und 24. Durch die Rose, das Veilchen, Maiglöckchen und die Birke, – ferner die Mimose und alle Blumen und Beerenpflanzen ist der feine und zarte Empfindungstyp gekennzeichnet.

DgM065-1938PflEmpf

Bild 21 und 22. Rose und Veilchen im Empfindungsleben.
Alle diese Pflanzen sind feingliedrig, feinblättrig und blumenreich, sie brauchen viel Wärme und Sonnenschein, trockene und reine Luft, sie wachsen an warmen und geschützten Stellen, brauchen Pflege, Schutz und Liebe.
DgM065-1938MaiglöEm
Bild 23. Maiglöckchen im Empfindungsleben.
Das Empfindungsleben herrscht vor, – die herrlichen Rosen im „Großen Garten“ in Dresden wenden sich nicht nur der Sonne, sondern auch den Menschen zu, von denen sie bewundert werden.
XX
Rosen im „Großen Garten“ in Dresden [Hinzugefügt]
In der Entfaltung von Blütenpracht, Duft und Schönheit scheint ihr Hauptlebenszweck zu liegen. Nur bei wenigen bleibt Lebenskraft für Holzbildung und Früchte übrig. Die Früchte sind edel und fein im Aroma, die feinsten chemischen Stoffe und die feinsten inneren Kräfte herrschen vor.

DgM065 BAUPLAN A

Die Birke unseres Bildes ist fein gegliedert, sie hat eine schön bebildete weiße Rinde, zarten, weicheren Stamm, zarte Zweige und Blätter.
Der Knabe unter der Birke, der die Flöte spielt und die Kinder, die horchen, sollen das Empfindungsleben symbolisieren.

DgM065-1938BirkeE

Birke im Empfindungstypus.
Wo die Blumen blühen und vorherrschen, ist die Stimmung in der Natur ideal, lieblich und schön, da herrscht das Empfinden, die Pracht, die Liebe und das Liebesleben vor.

Bild 25 und 26, die Eiche und die Palme zählen zum harmonischen Typus, es ist die gute Vereinigung des Ernährungs-, Bewegungs- und Empfindungsprinzips in der Natur.
Voll, kräftig und stark, harmonisch durchgebildet im Stamm, den Zweigen, Blättern und Früchten, also in allen Einzelteilen, wie auch im Verhältnis derselben zum Ganzen verkörpert z.B. die Eiche das harmonische Naturprinzip.
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Bild 25. Eiche im harmonischen Typus.
Der Baum trotzt Wind und Wetter, entfaltet sich allseitig und wird sehr alt. Die Eiche hat viel Empfinden, Schönheit und Harmonie, ebenso wie auch die Palme. Hier sind alle Stoffe und Kräfte harmonisch vereint und entwickelt.
Aber auch der Kirsch- und Apfelbaum – wir kennen ihre Blütenpracht und herrlichen Früchte, – liegen im harmonischen Naturprinzip.
Der Hirte mit Hund und Schafen unter dem Eichenbaum soll den Frieden in der Entwicklung und die Harmonie symbolisieren. –
Wo in der Natur die Bäume im Harmonieprinzip vorherrschen, wie z.B. im Eichenwald, – da ist die Stimmung in der Natur groß und frei, heroisch, als würde das ehrwürdige Alte bewahrt und ein kraftvoller Blick in die Zukunft eröffnet. –

DgM065-1938PalmeHar
Bild 26. Palme im harmonischen und idealen Typus.
Sonst herrscht im allgemeinen nach den Jahreszeiten die Ruhe und Ernährung im Winter vor, das Empfinden, wenn alles treibt und blüht, im Frühjahr, die Bewegung im Sommer, wenn die Reise- und Wanderzeit ist und die Harmonie im Herbst, wenn die Früchte reifen und das Laub sich färbt. Die Disharmonie in der Natur herrscht bei Sturm und Ungewitter. –
Ferner gibt es Gegenden auf unserer Erde, wo die Harmonie oder Disharmonie vorherrscht, die Ruhe und Ernährung, die Tat und Bewegung oder das Empfinden, die Idealität, Stupidität usw. –
Mag die Differenzierung in der Pflanzenwelt noch so reichhaltig sein, das hier entwickelte Grundlebensprinzip der Natur mit all seinen mannigfaltigen Abweichungen ist bei jeder Pflanze wiederzufinden. Dies ist ein großes neues Studiengebiet, das immer wieder die Liebe zur Natur, die Freude an ihren Schönheiten anregt und die Verbundenheit der ganzen Lebenswelt kundtut.
DgM031 Wahrheit Schönheit
Der Wahrheit und Schönheit das ganze Sein [Hinzugefügt]

Disteln, Giftpflanzen, Bild 27, 28 und 29, ferner der Fliegenpilz, Dornen und Gestrüpp tragen den disharmonischen Lebenscharakter.
Hier sind die Stoffe, Kräfte und Formen disharmonisch vereinigt und entwickelt, sowohl in den einzelnen Teilen, wie auch im Verhältnis derselben zueinander und zum Ganzen.
DgM065-1938DistelDi
Bild 27. Die Distel (disharmonisch).
Ecken und Kanten, Spitzen, Dornen, Knorpeln, klebrige Blätter, giftige Blüten und Früchte – zu kraß oder zu zart, zu grell und zu grob oder schmutzig in der Farbe, übelriechend oder gar betäubend sind hier zu finden.
Die Stacheln und Dornen wiegen oft über, sie schützen die Pflanze und mahnen andere Lebewesen zur Vorsicht. Durch sie wird der Natur oft die Schönheit genommen und die Disharmonie tritt zutage.

Bild 28. Bilsenkraut (sehr giftig).
Diese Pflanzen wie z.B. die Giftpflanzen, eignen sich nur für bestimmte Zwecke, wobei große Vorsicht nötig ist.
Aber sie erfüllen ihre Aufgabe in der Natur. Wenn sie jedoch überhand nehmen und herrschend werden, dann ersticken sie leicht alles andere freundliche Pflanzenleben.
DgM065 Bi29 mT
Bild 29. Schwarzer Nachtschatten.
Dieses Naturprinzip der Ernährung, Bewegung und Empfindung, der Harmonie und Disharmonie, das sich ebenso auf die anorganische Welt und ihre Entwicklung ausdehnt, – was hier nicht weiter behandelt werden kann, – in der Formenwelt entdeckt zu haben, ist sicherlich eine geistige Großtat ersten Ranges und die darauf aufgebaute Welt- und Lebenslehre wird die Natur- und Geisteserkenntnis auf neue, umfassende Grundlagen stellen und immermehr vertiefen.
HU-HEL 06 CH-MK
Carl Huter – der Begründer der Menschenkenntnis [Status Absolute Referenz]

HU-HEL 04 CH
Mag der Entdecker Carl Huter auch gesäet haben ohne die Ernte zu erleben, – die Nachwelt wird den Segen dieser Entdeckung genießen.

HU-HEL 05 CH
Die Natur ist reich, sie schenkt uns ihre Gaben, gleichviel ob sie willkommen sind oder nicht, sie hält alles bereit, um ihre Geschöpfe zu beglücken.

HU KuMK-I_1936_032Trinität

Nun soll das Naturprinzip
der Naturelle in der Tierwelt
gestreift werden, um dasselbe weiterhin in der menschlichen Entwicklung zu zeigen.

Als die Erdoberfläche noch wenig Fels- und Festland hatte, noch mehr mit Wasser und schlammigen Inselmassen bedeckt war, konnte es – was leicht einzusehen ist – noch keine Landtiere und Menschen geben.
Die Entwicklungslehre bringt also teilweise unumstößliche Wahrheiten.
Man betrachte den fossilen Panzerhorch aus der böhmischen Steinkohle, Bild 30.
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Bild 30. Fossiler Panzerlurch.
Solch ein Urtier war von zwei Bedingungen abhängig und in seiner Lebensentwicklung begrenzt.
Einmal gaben die gesamten Umweltbedingungen die Richtachse, und dann führte diese zu einem entsprechenden Körperbautypus. Dieser wiederum ist gewissermaßen das Spiegelbild des seelischen Innenlebens und der äußeren Lebensbedingungen.
MIRRORS z1
Spiegel/Mirror [Hinzugefügt]

Aus dem Niederen folgerte Huter die Entwicklung des Höheren und fand so die wichtigsten Grundlagen für eine neue Natur- und Geisteswissenschaft, Körperformen-, Lebens- und Seelenausdruckskunde, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie]
CHZA 07 pgTi
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Bild 31 zeigt einen Plesiosaurus aus der letzten Juraperiode, Bild 32 einen Ichthyosaurus und Bild 33 ein gehörntes Reptil aus der Kreidezeit.
DgM065 Bi31-33 mT
Bild 31-33 Plesiosaurus, Ichthyosaurus, gehörntes Reptil.
Diese Urtiere waren teilweise gewaltige Geschöpfe im Rumpf- und Ernährungstypus.
Die Gliederung ist möglichst einfach, daher sind die Tiere plump, es waren reine Ernährungsgeschöpfe, hauptsächlich darauf angelegt, das gewaltige Nahrungsbedürfnis zu befriedigen und sich der Umwelt anzupassen.
Es waren über alles gefräßige Ungeheuer, die dadurch in
Den Kampf ums Dasein
kamen.

Bild 34 und 35 zeigen eine Iguanodon und Melagosaurus aus der älteren Kreidezeit im Kampf, um sich gegenseitig aufzufressen.
DgM065 Bi34,35 mT
Bild 34 und 35. Iguanodon und Melagosaurus.
Wohl hatten auch diese Tiere die Anlage zur Höherbildung, doch war diese durch den starken Nahrungstrieb unterdrückt und vernachlässigt, sie erstarrten mit der Zeit in der Entwicklung und gingen zugrunde.
Aus und neben diesen Geschöpfen entwickelte sich der zweite Typus, es waren die Kraft- und Energietiere.
Für diese Geschöpfe gab es schon ein höheres Lebensideal, – die Art zu erhalten. Der Geschlechtstrieb trat in den Mittelpunkt ihres Daseins und sie suchten nach Auswahl in der Zeugung.

Bild 36 zeigt ein Mammuttier aus der Eiszeit, das, wenn auch noch schwerfällig, so doch schon bedeutend höher gewachsen ist, besser in der Gliederung und von ungeheurer Kraft und Energie, – nicht mehr allein auf die Gefräßigkeit angelegt.
DgM065 Bi36 Mammut mT
Bild 36. Mammuttier aus der Eiszeit.

Bild 37 zeigt ein Paläotherium, das in der Tertiärzeit in Rudeln zusammenlebte. Die Größe lag zwischen Schwein und Pferd. Aus diesem Tier haben sich wahrscheinlich später die Tiergattungen Schwein und Rind gebildet.
Bild 38 zeigt ein Anoplotherium aus der Teritärzeit. Es war ein sehr verbreitetes Landtier, aus dem sich wahrscheinlich die Tiergattungen der Hunde und Pferde bildeten.
DgM065 Bi37,38 mT
Bild 37 und 38. Paläotherium und Anoplotherium.
Die Kraft- und Energietiere hatten mit der fortschreitenden Entwicklung mehr und mehr mit ihresgleichen um den Besitz der Weibchen zu kämpfen.
Damit begann eine stärkere Differenzierung und es entstanden neue verschiedene Arten.
Die Erdoberfläche war ruhiger geworden, das Festland vermehrt, die Pflanzenwelt differenziert. Mit der Zeit wurde für diese Bewegungs- und Energiegeschöpfe der Kampf ums Dasein gemildert, und sie ließen von der Zerstörung der eigenen Art ab.
Damit entwickelte sich eine Art moralisches Bewußtsein und es begann der Kampf um den Rassetypus.
Die Männchen kamen in den Wettstreit um das schönste oder viele schöne Weibchen.
Schließlich suchte das Männchen dem Weibchen alles zu geben, was es vermochte, Liebe, Schutz und Fürsorge.
Das Weibchen wiederum suchte durch Gefälligkeit und Koketterie, Schönheit und Grazie sich so viel als nur möglich die Liebe und Gunst des männlichen Individuums zu sichern.
Dafür entwickelte das männliche Wesen seine ganze Kraft, Gewandtheit und Schönheit, um auf alle mögliche Art sich die Liebe und die Gunst des andern Teiles zu erhalten.
In solchem Wettstreit erschienen diese Ideale dem Männchen als heilig, es entwickelte sich das erste Höherstreben, das Heiligkeitsgefühl, das erste Ahnen der Unsterblichkeit, der Trieb, aus sich heraus Höheres zu schaffen.
Das veranlaßte das Männchen zur Ritterlichkeit und zu heroischem Charakter gegenüber dem Weibchen.

Auf Grund dieser ganz neuen Lebensideals erst konnte sich mit der Zeit
Ein neuer Typus entwickeln.
Es war der ideale Schönheitstypus, das Empfindungs-Naturell, das geschaffen war zu einem ganz neuen und idealen Leben.
Für diese Typen war der Kampf ums Dasein mehr und mehr ausgeschaltet, sie waren in der groben Ernährung und in der robusten Kraft geschwächt, dafür aber liebes- und idealstark.
Es war also nicht der Kampf ums Dasein allein, noch die Zuchtwahl, welche die Lebewesen zur Höherentwicklung getrieben hat, sondern es ist, wie Huter nachgewiesen hat, der Idealsinn, der Heroismus, die Tugend, die Liebe, das Streben, über sich hinaus Höheres zu schaffen, das stärker noch wie alle andern Faktoren vorwärts- und aufwärts in der Entwicklung getrieben hat und noch treibt.

DgM065 TIERWELT Text

Werfen wir noch eine Blick auf
die heutige Tierwelt,
so finden wir das Dreiteilungsprinzip der Natur, Ernährung, Bewegung und Empfindung mit allen erdenklichen Differenzierungen ebenso klar und deutlich wieder.

Bild 39 zeigt das edle Rennpferd im Bewegungs-Naturell. Kopf, Rumpf und Hals sind langgestreckt und kräftig gebaut, die schlanken, kräftigen und hohen Beine herrschen gegenüber den Rumpforganen vor.
Der Bewegungstrieb herrscht vor, daher nehmen diese Tiere auch einen größeren Umkreis für ihre Lebensbetätigung in Anspruch, sie brauchen, um gesund zu bleiben, die Energie-, Arbeits- und Kraftentfaltung.
Sie entfalten große Ausdauer, Mut und Schnelligkeit in der Bewegung und können Anstrengungen, Strapazen, Wind und Wetter gut vertragen.
DgM065-1938TierBew
Bild 39. Das Reitpferd im Bewegungs-Naturell.
Wir erkennen aus dem Körperbau die Grundtönung, die Hauptwesens- und Charakterrichtung.
Das belgische Arbeitspferd liegt im ausgesprochenen Bewegungstypus, es sind aber auch entsprechend dem Körperbau alle andern Tönungen, z.B. Bewegung mit Harmonie, Bewegung mit Ernährung oder Empfindung und Disharmonie unter den Pferden zu finden.
Andere Tiere im Bewegungs-Naturell sind: viele Hunde, Fuchs, Star, Aal usw.

Bild 40 zeigt das Schwein im Rumpf- und Ernährungs-Naturell.
Es ist sozusagen ein groß angelegter Ernährungsapparat, es ist nicht wählerisch in der Nahrungsaufnahme, frißt alles recht viel und recht häufig.
Die Gliederung ist einfach, der Rumpf herrscht vor, der Hals ist dick, die Schnauze ist weich und groß, die Augen sind klein, listig und real.
DgM065-1938TierErnähr
Bild 40. Das Schwein im Ernährungs-Naturell.
Die Beine sind im Verhältnis zum Rupf nur kurz und schwach, längeres und schnelleres Laufen fällt daher dem Tier schwer. Es gedeiht vorzüglich bei viel Ruhe, Wärme und reichlichem Futter; es gibt dann oft schmatzende, behagliche und grunzende Töne von sich.
Der Sinn ist vornehmlich auf Ruhe, Fressen und Saufen gerichtet, dabei wird das Tier leicht neidisch und egoistisch.
So zeigt auch hier der Körperbau die Grundlebenstönung.
Andere Tiere im Ernährungs-Naturell sind: der praktisch kluge Elefant, die Ganz, die ein mächtiges Geschnatter erhebt, wenn es zum Füttern geht, die wiederkäuende Kuh und unter den Fischen die dicken und fetten Karpfen.

Bild 41. Das edel, zarte Reh liegt im Empfindungs-Naturell.
Die Glieder, der Rumpf, sowie der ganze Körperbau ist sehr zierlich und verfeinert, graziös, die Augen sind groß und seelenvoll, das Haar und die Färbung zart und weich. Die Bewegungen sind gewandt, edel und schön.
DgM065-1938TierEmpf
Bild 41. Das edle Reh im Empfindungs-Naturell.
Das Empfinden ist hier am stärksten entwickelt, das Tier ist ängstlich und scheu, aber an den Menschen gewöhnt und von ihm gepflegt, wird es sehr lieb und zutraulich.
Die robuste Kraft und rohe Ernährung steht zurück, es ist wählerisch in der Nahrung, ähnlich wie die weiße Ziege, die auch im Empfindungs-Naturell liegt, die nur die besten Kräuter und Gräser, am liebsten von allen etwas frißt.
Alle Tiere im Empfindungs-Naturell haben edlere Eigenschaften, wie z.B. die weiße Taube mit ihrem reizvollen Liebesleben, die Lerche mit ihrem herrlichen Gesang; sie haben die empfindende Seele, die weich ist wie die Behaarung oder das Gefieder.

Bild 42. Obwohl unter den Hunderassen die verschiedenen Naturelle mehr oder weniger vertreten sind, zeigen besonders der gelehrige Pudel und der Bernhardinerhund die harmonische Lebensrichtung.
Der Körperbau ist vollkräftig, sehr ebenmäßig und schön, wie auch die Behaarung und Färbung; das kluge Auge und der schöne Kopfbau treten ebenso harmonisch hervor.
DgM065-1938TierHarm
Bild 42. Der harmonische Bernhardinerhund.
Bewundernswert ist die Würde dieses Tieres, seine Treue, Anhänglichkeit, Verläßlichkeit, das Gleichmaß seines Charakters.
Die drei Grundanlagen, Ernährung und Ruhe, Tat und Bewegung und die Empfindung sind harmonisch vereint und entwickelt.
Diese Hunde sind großmütig, verträglich, voll Ruhe und Gleichmaß, ganz entsprechend der Körpergestalt, vielseitig zu verwenden, es sind Leit- und Führertiere.
XX
Hirsch [Hinzugefügt]
Das edle volle Landpferd, sowie der Hirsch mit seinen hervorragenden Eigenschaften zeigen ebenso den harmonischen Lebenstypus.

Bild 43. Die Raub-, Blut- und Schreckentiere wie Leopard, Tiger, Hyäne, Geier, Schakal, Wolf, Luchs, Marder, Fischotter usw. zählen zum disharmonischen Naturell.
Man betrachte den Leoparden, - katzenartig geschmeidig, dabei kantig und eckig ist der Körperbau, grell gefärbt oder gescheckt das Fell, ein riesiges Gebiß und Krallen sind die Waffen und der stark in die Breite gehende Kopfbau mit dem kalten, unheimlichen, grausamen, hypnotischen und flackernden Blick der Augen verrät die Raub- und Mordlust.
DgM065-1938TierDishar
Bild 43. Der Leopard im disharmonischen Naturell.
Im einzelnen wie im Gesamtbild fallen die Körperproportionen aus der guten Norm, die drei Grundsysteme des Körperbaues mit ihren Stoffen, Kräften und Organen sind disharmonisch vereint und entwickelt.
Der Gang dieser disharmonischen Tiere ist sprunghaft, schleichend, wild, sie treten überraschend hervor, ihr Heulen, Krächzen und Bellen ist der Schrecken ihrer Opfer.
Auffällig ist die starke Beobachtungsgabe, Berechnungsfähigkeit, Schnelligkeit, Körperkraft und Gewandtheit.

Es gibt die Naturell in der Tierwelt mehr oder weniger ausgeprägt unter allen Arten und Rassen. Es ist ein Naturprinzip, das stets wiederkehrt, das offensichtlich klar bei allen Lebensformen zutage tritt.
Aus allem Entwicklungsgeschehen ist zu erkennen, daß die Pflanzen und Tiere feiner geworden sind, daß die Natur an der Differenzierung und Verfeinerung arbeitet.
Fortsetzung folgt.

PGS Apr09 Obama TITEL part
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

CHZA 12 Hel_2
Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

WeißeFahne20erKu03aIrrlehre Kopie„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM065 BUECH2 65

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

CHZA 01

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

HUTE The Gate

SCHOBÜLL März09psM

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

Hut ADAM EVE

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DgM 064

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka, Johann Caspar Lavater, Physiognomische Fragmente am 12. Juni 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 064 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik



© Mai  1938, Nr. 64

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Mai 1938, Nr. 64

DgM064 TITEL Asep

GESICHTS- UND SEELEN-STUDIEN

Über Intelligenz, Energie

Und gutes Streben,

Genie, Talent,

Beschränktheit, Bosheit

und Indifferenz,

Adel der Seele, Heiligkeit,

Irrsinn und Verbrechen

DgM064 Titel Esep

Der Fortschritt in der Deutung

der Lebensformen

DgM064 Titel Fsep

Über 150 JAHRE MENSCHENKENNTNIS

LAVATERs PHYSIOGNOMISCHE KUNST

Man beobachte, vergleiche und übe das

Physiognomische Sehen und Fühlen

Lavater aus Zürich machte den ersten großen Versuch, die Physiognomik als Wissenschaft zu begründen.

Mit einer Begeisterung für dieses Gebiet erfüllt wie noch niemand vor ihm, wagte er sich an das Riesenwerk, der Physiognomik durch reiche Sammlungen und Erklärungen eine gewisse lehrfähige Unterlage zu geben.

Huter Hauptwerk Zwei Covers

Carl Huter brachte in seinem großen Lebenswerk „Menschenkenntnis durch Körperformen und Gesichtsausdruckskunde“, 1904-06, einige treffliche Bilder aus Lavaters Werk „PHYSIOGNOMISCHE FRAGMENTE zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“, 1755-78, die wir hier mit Lavaters Beschreibungen, wiedergeben wollen, um daran nach Carl Huters Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] einige lehrreiche Erklärungen zu knüpfen.

Die Urteile Lavaters sind kurze Skizzen, das Wenige, was er sagt, ist jedoch meist zutreffend.

Von den näheren geschichtlichen und wissenschaftlichen Erklärungen wollen wir hier zugunsten dieser Studien absehen, damit der Leser vornehmlich einem praktischen Nutzen daraus entnehmen kann.

DgM064 TITEL B

Bevor wir aber mit diesen Studien beginnen, wollen wir das Bildnis Lavaters betrachten, um so diesen edlen Menschenfreund näher kennenzulernen. Das Bildnis zierte einst Huters Arbeitsraum.

DgM063 Lavater Porträt

Johann Caspar Lavater

Spricht nicht aus diesen durchgeistigten, reinen und belebten Zügen des Gesichts mit den edlen Formen der hohe geistige Adel des wahren Menschenfreundes?

Wie prüfend und feinfühlend blickt das Auge, sanft überdacht von den großen Augenlidern, die seine Bescheidenheit und Frömmigkeit kundtun.

Hoch, frei und licht ist die breite Stirn mit der plastischen ordnenden Eckenkraft, die sich zum Idealsinn mit dem Drang zu dichterischer Betätigung nach oben zieht.

DgM064 Text TITEL Csep

Wie fein modelliert ist der gütige, sprechende belebte Mund mit den feingeistigen Zügen, die sich zu den Wangen bis zu der edel gebildeten Nasenform fortpflanzen.

DgM064 Bild LAVATER mT

Welcher Eifer, welche Tatkraft und Darstellungsgabe prägen sich allein in dem wohlgeformten Kinn und in der reinen Zeichnung der Nasenbildung aus.

So klug, gut und seelenvoll ist dieses Gesicht, daß man es sich sehr überlegen sollte, bevor man ein ungerechtes Urteil über Lavater fällt, was leider nur zu oft geschehen ist.

DgM064 Text TITEL Bsep

Man muß Lavaters Begeisterung für diese damals im Werden begriffene Wissenschaft verstehen und würdigen, wenn sie auch oft bis zur Schwärmerei ging.

Man halte sich die Tatsache vor Augen, daß ein Forscher, der auf ein neues Wissensgebiet stößt, das ungeahnte Werte für die Menschheit aufschließt, voller Freude darüber mit ganzer Hingabe in Begeisterung geraten kann. –

Doch lassen wir nun Lavater selbst sprechen und versuchen wir daraus zu lernen.

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Bild 12. Zeichnung von Albrecht Dürer.

Bild 12. Lavater schreibt:

„Ein keck gezeichnetes Bild von Albrecht Dürer, dem wohl kein einziger Mensch, dem es zu Gesichte kommen mag, männlichen Mut, tiefen Blick, feste Bestimmtheit des Charakters – und produktive Kraft absprechen -, in dem jeder sogleich alles das finden wird, sobald an es ihm vorgesprochen hat.“ –

DgM063 Lavater Fragmente

[Hinzugefügt]

Das Urteil Lavaters ist zweifellos richtig, denn das starke Kinn, das mit der motorischen Kraft des Kleinhirns in Verbindung steht und durch die Achsenrichtung der Kräfte liegt, – deutet auf Festigkeit und Tatkraft, Mut und Ausdauer.

Der kraftvoll geformte Mund, der den Denk- und Gemütszustand zeigt, deutet auf Bestimmtheit des Willens und Charakters.

Die starke, kraftvolle, wohlgebildete Nasenform kennzeichnet ebenfalls deutlich den starken, männlichen Charakter und Willen, die Kraft des Körpers und Geistes.

DgM064 Bi12 Duerer mT

Das offene, klare Auge deutet auf gute Beobachtung und Übersicht, eine bedeutende Geisteskraft und die offene klare Stirn auf ein helles Denken.

Es ist das Bewegungs-Naturell mit Harmonie. Auf diesen Mann kann man sich verlassen, er gehört zu den Führernaturen.

Huter sagt, es sei jener Bürgertypus, der im Mittelalter die starken Mauern, Burgen und Städte gebaut hat, die zum Teil ihre Zeit überdauerten und die man heute noch z.B. in Nürnberg findet.

XX

[Hinzugefügt]

Burgen, Mauern und Städte jener Zeit und dieser Mann, den das Bild Albrecht Dürers darstellt, gehören zusammen. –

DgM064 Bi13 oT

Bild 13.

Bild 13. Lavater schreibt:

„Es ist kein Mensch, kein Menschenbemerker, der dies Gesicht leicht in die Klasse der Dummköpfe verweisen wird.

Den feinen Weltmann, den Mann von Geschmack wird niemand im Blick, in der Nase besonders, auch mit in dem Munde verkennen.“

Auch dieses kurze Urteil ist richtig, denn der konzentrierte Blick, das forschende Auge verrät den feinen Geistmenschen, den Wissenschaftler, der wahrscheinlich ein Sterndeuter und Astronom ist.

Die breit gespannte plastische, etwas zurückgehende Stirn mit dem vorzüglichen Nasenansatz, dem gut geschnittenen Mund und den belebten Gesichtszügen läßt diese Deutung zu.

DgM064 Bi12, 13

Bild 12 zum Vergleich.

Verglichen mit Bild 12 ist das Kinn mit den weichen Falten des Unterkiefers nur schwach, es fehlt die Tatkraft, die Kraft, gefaßte Beschlüsse energisch durchzusetzen; dafür liegt mehr Feinheit in Form und Gewebe von Augen, Stirn, Nasenform und Gesicht.

Dieses Kinn deutet auf Beherrschung, Zurückhaltung und Feinheit, wie sie dem Weltmann, dem Diplomaten frommt.

DgM064 Bi13 mT

Daher eignet sich dieser Mann als Berater, er paßt in eine Beamtenstellung als Rat und Mitarbeiter.

Wir sehen im Ausdruck von Augen und Gesicht und an ganz bestimmten Formen die sehr großen Unterschiede zwischen Bild 12 und 13. Gerade die vergleichende Betrachtung und Gegenüberstellung der Bilder, die Huter vornahm, ist äußerst lehr- und aufschlußreich.

DgM064 Bi14 oT

Bild 14. Ein Umriß nach Sturz.

Bild 14. Lavater schreibt:

„So wenig sagen als ein Umriß sagen kann, gar nicht in der Lage gezeichnet, wie ein Gesicht entscheidend zum Vorschein kommt, so entblößt von allen Nuancen, die oft von so erstaunlicher Bedeutung sind, und dennoch (galt irgendeinmal ein dennoch, so galt es jetzt) gewiß nach den physiognomischen wenigstens ein fähiger, leicht-begreifender, das sinnlich Schöne feinfühlender Kopf.“

Gewiß, das Gesicht zeigt etwas weichliche Formen, besonders am Kinn, was eine Hang zum Wohlleben erkennen läßt, mäßiger Anspannung – und doch sind die Gesichtsorgane gut belebt und deuten auf rege sinnliche Anteilnahme.

DgM064 Bi14 mT

Die länglich geformten Augen mit den starken Augenbrauen zeigen Aufmerksamkeit und Festigkeit, – es wird ein guter Beamter sein mit guten auffassenden Verstandeskräften, wie die Bildung der Unterstirn zeigt, mit gutem Können und Streben.

Die Partien des Seitenhauptes sind nur mäßig stark entwickelt, das kaufmännische Denk- und Erwerbsleben nimmt ihn daher nicht zu sehr in Anspruch, läßt ihm Zeit und Muße, sich im Kreis seiner Pflichten nach der Richtung des bürgerlich Angenehmen und Schönen zu betätigen.

Es ist im Prinzip das Bewegungs-Naturell mit dem Einschlag in Ernährung und Empfindung mit seinem sanguinisch-phlegmatischen und teils cholerischen Temperament.

Bild 15

Bild 15. Lavater führt an:

„Es ist kein Mensch, der beim Anblick dieses Gesichtes nicht einen mehr als gemeinen Menschen, nicht einen feinen und scharfen Beurteiler, nicht den Mann von Geschmack erkennt.

Wird der leicht betrogen? Nein! Werdet ihr sagen. Liebt er dunkle und verworrene Begriffe? Gewiß nicht. –

Wird er mit Würde und Klugheit handeln? Gewiß, wenn er seinem Gesichte gemäß handelt.“

Wir erkennen nach Carl Huters Psycho-Phsiognomik [Physiognomische Psychologie] in diesem Typus, in den breiteren Gesichtsformen und der kräftig breit und gut hoch ausgewölbten Stirn die Richtung zum harmonischen Typus und damit schon die Grundwesensart, so daß Weiteres nur kurz ausgeführt zu werden braucht.

In der hochgehenden breiten Stirn liegt offenes Bekennen und starkes Wohlwollen, – im kraftvollen Seitenhaupt zeigt sich das ökonomische  Talent.

XX

Die starke Anspannung an Mund, Nase und den hervortretenden Augen mit dem energischen Blick zeigt den eifrigen Mannes des Wortes und der Belehrung. Das cholerische Temperament tritt stärker hervor.

Er ist ein guter Theologe, der mit Energie und Anspannung, siehe die Anspannung an Mund, Augen und Nasenwurzel, seine Pflichten erfüllt und dabei noch eine harmonische Lebensrichtung innehält. Er meint es gut und will das Beste.

Es ist in seiner Art ein Prachtmensch, nicht zimperlich, kleinlich und zaghaft, sondern eifrig strebend, ein Vorbild treuer Pflichterfüllung.

DgM064 Bi16 oT

Bild 16.

Bild 16. Lavater schreibt:

„Wie die Form, so das Profil. Und wieviel mehr kann man nicht aus diesem sehen?

Wem bürgt nicht diese Stirn und Nase für gesunden, forschenden Menschenverstand, dieser Mund, dieses Kinn für Gutmütigkeit, für Adel der Seele? Für Treuherzigkeit und Liebe?“

Lavater urteilt nach seinem Formgefühl, und wohl jeder, der ein Gleiches versucht, wird zustimmen können.

Huter Geist Formen

In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Man beachte die durchaus natürliche freie, edle, ungezwungene Form der Profillinie von Nase, Oberlippe, Mund, Unterlippe und Kinn, dann das offene, vorgedrängte Auge mit dem etwas hochgerichteten Blick; – es ist der natürliche Adel des Blutes, der Gesundheit und jugendlichen Kraft, die aus sich selbst das Gute schafft, aus natürlichem Sehen heraus dem Guten folgt und auch dem Schönen.

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Die an der gewölbten Stirn im kraftvollen Übergang anschließende Nasenlinie zeigt den gesunden forschenden Verstand.

Das proportional sehr gut und kräftig ausgewölbte untere und mittlere Hinterhaupt zeigt den starken Liebes- und Freundschaftssinn, Hand-, Arm-, Schulter- und Körpergeschick, verbunden mit Feingefühl.

Es ist der Typus, der für feinere kunstgewerbliche Arbeiten wie geschaffen ist.

Mund, Kinn und Ohr zeigen Gutmütigkeit, Treuherzigkeit und Liebe, Menschenfreundlichkeit, Aufmerksamkeit, Gastfreundlichkeit, edle reine Lebensart und gutes Benehmen. –

DgM064 Bi17 oT

Bild 17.

Bild 17. Lavater schreibt:

„Auch dem Unwissenden wird Stirn, Auge und Miene von einem denkenden und eleganten Kopf zu sein scheinen.“

Gewiß, diese stark vorgebaute hohe Stirn – siehe die weite Entfernung vom Ohrloch zur Stirnlinie – zeigt große Intelligenz und Klugheit, was durch den forschenden Blick des Auges und den klugen Gesichtsausdruck bestätigt wird.

Das Kinn zeigt Würde, wie auch das hochgebaute hintere Oberhaupt die Eleganz des Auftretens; jedoch liegt in der etwas vortretenden Unterlippe lange nicht der treuherzige Ausdruck und die Menschenfreundlichkeit wie bei Bild 16.

DgM064 Bi16 mT

Bild 16 zum Vergleich

Die im Prinzip guten Proportionen in der Gesamtbildung von Hals und Kopfbau, das gut gebaute mittlere Hinterhaupt, das Gewandtheit zeigt, und vornehmlich die starke Vorder- und Oberhirnbildung geben eine harmonische Richtung zu erkennen.

Auge und Gesicht haben einen sehr klugen und sprechenden Ausdruck, das groß ausgeformte Ohr zeigt Tat- und Unternehmungslust.

Das Auge drängt energisch beobachtend vor, der Mann ist sehr begabt und könnte ein Jurist und Regierungsbeamter sein.

Durch die Schattierung des unteren Seitenhauptes ist die hier liegende Kraft desselben angedeutet, die starke Wirtschaftlichkeit.

DgM064 Bi17 mT

Die Fülle unter den Wangen deutet auf Körperfülle und auf Wohlleben. Mund und Kinn zeigen neben Würde auch die Anpassung des Gemütslebens an den zu erreichenden Zweck, wobei dann die Menschenfreundlichkeit erst in zweiter Linie in Frage kommt.

Diese sechs Bilder sind von Huter aus Lavaters Werken vorzüglich zusammengestellt, sie zeigen die verschiedensten Lebensrichtungen. Mag die Zeit, da diese Männer lebten, längst vergangen sein, diese Köpfe führen sie uns wieder lebendig herauf.

Ewig jung führt uns die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] die Wirklichkeit des Lebens vor Augen.

PGS Apr09 Obama TITEL part

Nun betrachten wir 6 weitere Lavatersche Bilder, wiederum sehr instruktiv von Huter angeordnet.

DgM064 Bi18 Shakespeare oT

Bild 18. William Shakespeare.

Bild 18. Lavater schreibt:

„Kopie von Kopie – leerer geistiger Umriß?

Unter Zehntausenden, welcher ist ganz wahr? Welcher von einem großen Kopf erreicht sein Urbild? –

Und dennoch – wer sieht nicht bloß nach dem allgemeinen physiognomischen Gefühl in diesem Umriß den offenen, hellen, schnell und leicht auffassenden, schnell und leicht verwandelnden und umschaffenden Kopf?“

So urteilt Lavater und Huter urteilt nach dem wahrscheinlichen Originalbild dieser Zeichnung wie folgt:

Shakespeare

Wahrscheinliches Originalbild [Hinzugefügt]

„Dieses kernige, sprechende Auge verrät den Meister der Sprache und Darstellungskunst durch Rede und Handlung.

Letztere prägt sich in der Nase und in dem länglichen Gesichtstypus aus.

Diese sehr hohe Stirn mit der ordnenden Eckenkraft, prachtvoll glatt und vollendet gesund und kernig, in der alle Regionen harmonisch vertreten sind, gibt uns Kunde davon, daß dieser Geist in seinem Fache das Höchste erreicht hat; es ist der größte Dramatiker der Welt.

DgM064 Bi18 Shakespeare mT

Der Fortschritt gegenüber Lavater ist in dieser kurzen Beurteilung unverkennbar. Huter sagt ganz genau, was die einzelnen Formen bedeuten und wie diese mit dem Ganzen im Zusammenhang stehen. Es liegt dieser Beurteilung Huters das System der Psycho-Physiognomik [Phyiognomische Psychologie] zugrunde, eine ganze große weltumspannende Wissenschaft aus dem Volke.

PP Naturell Sprache Natur

Es ist eine hohe Aufgabe, das Genie unter Millionen Menschen herauszufinden. Da es von Huter in seiner Naturellehre genau gekennzeichnet ist, eine seltene organische Qualität in der Gesamtveranlagung, die Feinplastik in der Formbildung in Verbindung mit einem Gewebe von gesunder, seltener Kernkraft und einer außerordentlichen Durchspannung, Durchstrahlung und Durchleuchtung besitzt, wird es uns leichter, es zu erkennen.

Huter Memory

In der Feinheit der Augen mit dem ruhigen Blick in Verbindung mit dem harmonischen Stirnbau und dem quellenden Mittelgesicht kommt bei Shakespeares Bildnis tiefe psychologische Kunstliebe zum Ausdruck.

DgM064 Text TITEL Asep

Diese wenigen Hinweise mögen hier genügen. –

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Bild 19. Lawrence Sterne (Yorick), engl. Schriftsteller und Humorist.

Bild 19. Lavater schreibt:

„Von allen Lesern auch nicht einer, auch der Ungeübteste nicht, wird diesem Gesicht tief einschneidenden Witz, die originellste Laune voll Feuer und Kraft absprechen. Wer in diesem Gesicht nichts von Yoricks Geiste sieht, der hat ein stumpfes physiognomisches Gefühl.“

XX

Naturell-Schema in Farbe, Frauen [Hinzugefügt]

Nach Huters Naturellehre zeigt uns dieses Bild das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell mit einem hellen Ausdruck und sehr starker Anspannung an Augen, Stirn, Nase und Mund.

HUTER-head4 Kopie

Studienkopf – Frontal, Seite [Hinzugefügt]

Typisch ist die Haltung der Hand, der Finger liegt dort an der Stirn, wo die Vielheit im logischen Denken zu suchen ist und der Kontrastsinn, der Sinn des Witzes.

DgM064 Bi19 Yorick mT

Der Mann will und kann sich anstrengen, um die Gegensätze, die das menschliche Leben oft begleiten, geistvoll und witzig darzustellen und eine tiefere moralische Belehrung daran zu knüpfen.

Er hat die Geisteskraft dazu, siehe die breite Nasenwurzel, die plastisch breite, ausgewölbte Stirn, das stark konzentrierte Auge, unterstützt durch den tatkräftigen Ausdruck von Nase, Mund und Kinn. Der Ausdruck zeigt, daß er das Geplante durch scharfe Überlegung schaffen muß und will. Dem Naturell und Ausdruck nach ist es das Talent!

Wie ganz anders ist der Ausdruck des Genies, voll natürlicher Spannkraft und Ruhe. Was dem Geiste nur so zufällt, – muß das Talent schwer erringen und kann sich meist auch nur jeweilig auf etwas Einzelnes schöpferisch konzentrieren. Das Genie gibt die Anregung, zeigt den neuen Weg, den das Talent in mühsamster Arbeit beschreiten muß.

Huter DgM 100

Das Genie am Beispiel von Carl Huter, Schöpfer der naturwissenschaftlichen Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

Aber der Mann, den das Bild [19] zeigt, ist sich seines Wertes auch voll bewußt, – das Genie ist oft unbewußt voll geistiger Schöpferkraft.

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Bild 20.

Bild 20. „Von diesen kleinen Augen, den Falten im unteren offenen Mund, besonders im ganzen Unterteil des Gesichtes, des oberen, wird kein Mensch, wer es immer sein mag, Scharfsinn, Überlegung, Weisheit erwarten“, so schreibt ganz richtig Lavater.

Es ist ein Kaffer und Idiot; weit und blöde reißt er Augen und Mund auf, und doch kommt nichts Vernünftiges hinein und heraus.

Wie einfältig die Nase liegt, – es ist die Dummheit. Man beachte das Ohr, es ist inwendig verhärtet und verkrüppelt und vermag nichts Gutes und Edles, sondern nur das Allergröbste und Banalste aufzunehmen.

Das ist gewiß traurig, aber nicht zu ändern, die Form ist Gesetz für den Geist, der sie belebt. Und nun erst er grobe und klotzige Mund, er ist entmenschlicht; gefährlich kann dieser Geselle nicht nur aus sich selbst werden, sondern erst recht, wenn er unter dem Einfluß eines energischen, bösen Willens kommt.

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Das sind im Mittelalter oft jene gewesen, die im fanatischen Eifer die vermeintlichen Hexen anklagten, folgern und verbrennen halfen, – es sind die Totfeinde des Genies und des Talentes.

Die verknöcherte, harte Kropfbildung am Vorderhals zeigt bei diesem Gesichtsausdruck die stark fortgeschrittene Zerstörung der chemischen Werkstätte des Gehirns.

Niemand wird wünschen, daß dieser Mensch sich durch Zeugung fortpflanzt, oder daß er sich in voller Freiheit betätigen darf oder etwa gar das Wahlrecht erhält.

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Bild 21.

Bild 21. Lavater schreibt:

„Wer erblickt nicht in diesem Gesichte zerrüttete Vernunft, Dummheit beinahe bis zur Tierheit herabgesunken.

Dieses Auge, diese Falten der vorhangenden Stirn, dieser aufgeworfene Mund, die ganze Stellung des Kopfes – spricht sie nicht deutlich für Schlappheit und Schwäche?“

Das Gesicht ist tatsächlich noch dümmer wie das vorhin beschriebene. Das Haar sieht aus, als wenn der Sturmwind allen Geist weggefegt hätte.

Das sehr kleine Auge ist wie erloschen, und gerade damit in Verbindung zeigt das außerordentlich schlaffe, faltige Gewebe an Stirn, Augen und Gesicht mit dem blöde offenstehenden Mund, der grob wie aus Holz geschnitzt ist, den fortgeschrittenen Zustand der Dekadenz.

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Man muß sich das Gewebe, die Haut, das Fleisch in einem matten, blassen, schwammig fahlen und leeren Ton, an den Augen mit bläulicher Untertönung vorstellen, bei  strohig brüchigem Haar, um zu erkennen, daß der Forminhalt chemisch wie auch physikalisch wie erloschen ist.

Schwadronieren und Blödigkeit, die Nahrung in sich hineinschlingen, ist das, was übrigblieb, wenn man davon absieht, daß der Mensch in diesem Zustand völlig unberechenbar ist und verbrecherische Handlungen begehen kann.

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Bild 22.

Bild 22. Lavater schreibt:

„Wie unentscheidend allenfalls ist das physiognomisch Gefühl der obere Teil des Gesichtes sei, der untere ist von aller Zweideutigkeit frei. Tausende wie Einer, und Einer wie Tausende, werden von diesem offenen Mund, diesem Kinn, diesen faltigen Wangen keine wahre Besonnenheit und Überlegung erwarten können.“

Das Bild zeigt einen Zyniker, eine Bauern, der alles Gute umkehrt und das Gegenteil daraus macht, der sich freut, wenn er Unheil stiften und seine Begierden befriedigen kann.

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Typisch ist der Wirbel des Haares auf der Vorderstirn, wo die ethische Region zu suchen ist. Typisch ist das kleine Auge mit den sinnlich stark heraufgezogenen Unterlidern, der große Mund, die übergroße, tiefgehende Nase, die so stark aus der Formproportion fällt wie der Charakter, den sie versinnbildlicht. Böses Einfangen, Ausbeuten und Verächtlichmachen, Verunglimpfen und Verunzieren ist es, was diese Nasenform deutet. Der offene, gespannt verzogene Mund, der lange scharfe Zähne zeigt und aus dem die böse Gier und Schadenfreude sprechen, sowie das hart vorgedrängte Kinn (Jakobinerkinn), das die Tat- und Impulskräfte zur Zerstörung des Edlen und Guten zeigt, vervollständigen diese Physiognomie.

Lavater hat recht. Dieses Gesicht läßt keine wahre Besonnenheit mehr erwarten, dafür aber eine schamlose, hündische und unanständige Gesinnung.

Allein in der anschaulichen Zusammenstellung dieser Bilder aus dem Riesenwerk Lavaters zeigt sich das große Geschick Huters, mit dieser Materie umzugehen und sie trefflich darzustellen.

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Bild 23. Judas nach Holbein.

Bild 23. Lavater:

„Welcher Mensch wird sich bereden können, daß ein Apostel des Herrn so ausgesehen haben könne:

Daß Christus ein solches Gesicht berufen haben könne?

Und welches Gefühl wird es nicht wahr finden, wenn man so ein Gesicht ein filziges, niedriges Gesicht nennt? Wer wird sich einem solchen Gesicht gern anvertrauen?“

Ja, müßte man den Worten Lavaters hinzufügen, dieser Mensch mit der querfaltigen, zurückfallenden unteren Stirn, der in sich hinein sinnt und spinnt, der dabei das Kinn vorschiebt und mit der Hand stützt, wobei sich durch die Finger der Ziegenbart windet, hat Böses im Sinn.

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Das Auge zeigt Reserviertheit; die gurkenartige Nase einen Charakter, der trotz des besten Beispiels dennoch tut, was er will; der Mund mit den umgewölbten Lippen und den herabgezogenen faltigen Winkeln spricht die reine Mißliebigkeit.

Das verfilzte, pelzartige Haar auf dem eingezogenen Kopf und den hochgezogenen Schultern ist das reine böse Omen, zeigt die Dunkelheit, die im Gehirn dieses Kopfes wirkt, zeigt den Menschen, der um 30 Silberlinge den Jesus verraten kann.

Gewiß, niemand mag sich solchen Judas als Jünger Jesu denken, der doch das Licht, die Liebe und die Offenheit selbst war.

Aber solche Naturen wie der Judas, der hier dargestellt ist, sinnen und spinnen Verrat und eigennützige Gedanken und Handlungen aus, die sie auch ausführen, – und was das Schlimme ist, sie heften sich wie Kletten, die nicht mehr abzuschütteln sind, an die Fersen des guten, reinen und edlen Menschen, der in seiner Reinheit, Liebe und Güte selbst den Bösewicht noch duldet und ihn belehrt.

Aber Jesus hat ganz richtig es dem Judas vom Gesichte abgelesen: Einer von Euch wird mich verraten – du bist es – du hast es gesagt.

Hätten aber die anderen Jünger Jesus nicht besser wachen sollen? –

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Sie hätten dem Judas vom Gesicht ablesen müssen, was für eine Natur er ist. Sie hätten ihn rechtzeitig entfernen müssen, um Jesus, den guten Menschen, zu schützen, den Verräter von vornherein abweisen und den Jesus frei machen sollen von den Ketten, die sich ihm an die Fersen hefteten.

Daher lehrte Huter: Heraus mit dem Schwert aus der Scheide, Petrus, und rauf auf die Verbrecher, was das Zeug hält, denn ein Jesus soll leben und nicht zugrunde gerichtet werden.

Das ist die neue und gesündere Moral der Lebenswirklichkeit, welche diese Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] eindringlichst erkennen lehrt.

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Bild 24.

Bild 24. Aus diesem faltigen Gesicht mit den erschlafften Geweben und den schweren Kiefern, – dem matten Licht des Auges ist Kraft und Saft gewichen.

Das illustriert der offene Mund und das strähnige Haar, es zeigt die Dummheit, die Teilnahmslosigkeit und Unfähigkeit.

Könnte man dieses faltige, schwere, matte, form- und farblose Gewebe im Leben sehen, man würde sofort erkenne, wie auch aus den wenigen Strichen des Bildes, daß hier die Geisteskraft, der Adel, die Energie und Hoheit gänzlich fehlen.

Der Mund scheint nur noch auf Essen und Trinken eingestellt zu sein.

Gerade in der Spannung und Helligkeit der Haut kommt die gesunde und lebhafte Körper- und Geistestätigkeit und –kraft zum Ausdruck; blöde Kraftlosigkeit liegt hier in den verfallenen Geweben und Formen. Man kann wirklich sagen: die Hallen sind verfallen.

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Bild 25.

Bild 25. Ganz entgegengesetzt dem Bild 24 ist dieses Gesicht, energisch vorgespannt sind Nase, Mund, Kinn und Stirn. Tätig und voller Leben ist diese Stirn und in der plastischen Wölbung des Hinterhauptes liegt Feinheit. Impuls, Energie und Willenskraft liegen in der langen Achse vom hinteren Oberhaupt zum Kinn; Fleiß und Tätigkeit im oberen Teile der Nase; Durchführungskraft im langen Unterkieferbogen.

XX

Achsen im Kopf nach Carl Huter [Hinzugefügt]

Es ist der Verstandesadel, – der energische Willensantrieb, die Intelligenz.

Aber betrachtet man dazu das kleine Auge, das gekniffen in länglichen Lidfalten liegt, so weiß man sofort, daß hier neben aller Verstandesklugheit auch Verschmitztheit, Impertinenz und Neigung zu Ausfälligkeiten bestehen.

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Der große Mund kann große Worte sprechen, hinter denen aber nicht der ehrliche Wille steht, und das kleine Auge kennzeichnet einen Geist, der einer Idee zuliebe das Edle herabziehen, auf Dogmen und Schlagworte sich versteifen und aggressiv vorgehen kann.

Hier fehlt die Offenheit, die große Wärme der edlen menschlichen Natur, die man so gerne sieht.

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Bild 26.

Bild 26. Lavater schreibt:

„Nachstehende Vignette ist von einem Thoren, der in seiner Jugend ein sehr verständiger, sehr trefflicher, herzguter Mensch war – durch harte Begegnung seines wilden Vaters aber wegen seiner vermutlichen Verliebtheit – so mißhandelt wurde, daß er den Verstand verlor; – wenn einmal der Mund, wo vornehmlich der Sitz der Tollheit zu sein scheint, – sich im Tode schließen wird, – ich wollte wetten, der vorige Ausdruck des Verstandes wird größtenteils wieder zum Vorschein kommen.

Dieser vorige Verstand ist noch sichtbar genug, besonders in der Stirn, und im Umrisse; nicht im Blick des Auges.“

Huter schreibt: „Dieser junge Mann ist durch grausame Schläge seines Vaters irrsinnig geworden.

Das nächste Bild zeigt den Jesusknaben im Empfindungsadel.

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Welche Helligkeit des Empfindens gibt sich in diesem Gesicht kund, welch grausam harte Erfahrung spiegelt sich in dem vorigen Bild.

Leider muß auch ein Jesus noch Grausameres erdulden.“

Man kann nur sagen: Liebe Menschen, habt Erbarmen, wenn Strafe sein muß, so sollte sie das Ziel der Besserung verfolgen und niemals unnötig grausam sein.

Lavater hat recht, Stirn, Ober- und Hinterkopf des Bildes 26 zeigen eine ursprünglich gute Veranlagung.

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An Nase und Mund zeigt sich die grausame und harte Erfahrung, die Gewebe sind wie verhärtet und wie von Blei geworden – und alle Schönheit ist hier gewichen.

Wenn Lavater meint, der Tod würde die Züge um den Mund wieder veredeln, so kann er recht haben; aber wenn erst der Tod kommen soll, um den Menschen von der Vorstellung des Grauens zu erlösen, dann ist durch Menschen allerdings kein Unrecht mehr an ihm gutzumachen.

Daß dennoch das Unrecht wieder gut gemacht werden muß durch den, der es begangen hat, daran ist nach unserer heutigen fortgeschrittenen Lebens- und Naturerkenntnis kein Zweifel mehr. Denn das Böse ist eine Energie, die sich fortpflanzt und früher oder später auf den Urheber zurückfällt.

Aus Klugheit schon allein sollte der Mensch das Gute tun.

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Bild 27.

Bild 27. Im Anschluß an eine Abhandlung über das Genie, deren Ende durch dieses Bild illustriert ist, schreibt Lavater:

„Genie der Tugend und Religion – die Tugend und Gottheit ahnen, wo niemand sie ahndet – wirken und leiten, wo niemand gelehrt und geschult werden kann; die in sich und außer sich Kräfte, Anlagen, Wirkungen entdecken, die in keinem Wörterbuche Namen haben – Dinge empfinden, sehen, wirken, die kein Auge sah, kein Ohr hört, und die in keines Menschen Herz kamen, die nur von dem herrühren, der alle Tiefen der Gottheit ergründet und weiß, was in Gott ist:

Genien – der Religion! Auserwählte des Vaters! Denen bereitet ist das ewige Reich von Grundlegung der Welt an – eueren Namen und das Siegel Gottes auf eurer Stirne kennt niemand, als der eures Namens und eures Siegels ist.“

Huter sagt: „Es ist ein Jesusknabe im Empfindungsadel – welche Heiligkeit gibt sich in diesem Gesicht kund.“

Das Bild ist nur eine Skizze nach dem Original in Lavaters Fragmenten, mit ein paar Strichen ist die ganze Weichheit und Feinheit der Formen angedeutet.

Hier hat das Gewebe einen ganz und gar warmen, sehr edlen Ton – und zeigt die tiefe innere Wärme, das  feinste Gefühl.

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Bild 25 zum Vergleich

Bei Bild 25 dagegen sehen wir die Haut glatt gespannt, straff, kühl, im kalten Gewebe und Farbton, – auf innere Kühle im Gefühl – und auf Verstand deutend.

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Bild 27

Hier bei Bild 27 sind die zarten Formen voll innerer Wärme, voll allerfeinstem Gefühl und Empfinden.

Das Oberhaupt ist schön und hoch gewölbt, das Gehirn ist in seiner Blüte des Oberhauptes, das die Verbundenheit mit der Gottheit zeigt, vollendet entwickelt. Diese Tönung teilt sich den Augen, den Zügen, den Geweben, der Haut, dem ganzen Körper mit, – wie auch umgekehrt bei Bild 25 die Kühle.

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Klassisches Sehen [Hinzugefügt]

Das ist ein kleines Beispiel für das neue Sehen nach der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], es ist durchaus real und objektiv, nur sehr fein, ein Sehen, das die wissenschaftliche Erkenntnis durch den Verstand berücksichtigt und damit das Fühlen vereint.

Es ist ein Sehen, wie es ähnlich den großen bildenden Künstlern eigen war, womit hier aber gleichzeitig eine naturwissenschaftliche Grundlage verbunden ist.

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Die größte Irrlehre [Hinzugefügt]

Huter Innere Erschließung

Das Gefühl und Empfinden ist das Beste im Menschen, das er hat. Wird das Gefühl erstickt, verhärtet, dann bleibt nur noch die rohe Tat und Kraft, dann hört jede Vertiefung und Verfeinerung auf. Nie aber darf man glauben, das Gefühl sei Schwäche oder Dummheit oder minderwertig; nein, das ist es nicht. Aus dem Gefühl und Empfinden sind menschliche Größe und Tapferkeit, treue Tugend und der Heroismus hervorgegangen.

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Bild 28. Volle harmonische Natur.

Bild 28. Dieses Bildnis ist von Lavater nicht näher beurteilt, sondern nur unter vielen anderen in einem Anhang seines Werkes gebracht. Huter übernahm aber dieses Bild in sein Werk, weil es die nach Körperbau, Kopfform, Augen und Gesichtsausdruck immerhin seltene, volle harmonische Natur darstellt.

Die von Huter neu entdeckte und überaus groß ausgebaute Naturellehre gibt allein schon durch die obige Bezeichnung volle Auskunft über die Charakter- und Wesensart dieses Mannes.

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Naturellehre, Original = Huter – Plagiat = Kretschmer [Hinzugefügt]

Die Naturellehre Huters ist bekannt und wir brauchen die einzelnen Formbildungen dieses großartigen Kopfes nicht näher zu erklären.

Er ist der geborene Leiter und Führer, vollendet harmonisch, großartig und vielseitig nach Tat, Gefühl und Arbeitsrichtung veranlagt. Er wird nach keiner Richtung hin extrem und geht stets und in allen Dingen des Lebens aus innerer Veranlagung den goldenen Mittelweg.

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Er verwirft nichts vom alten Guten und fördert dennoch das gute Neue, ohne das Eine zu verneinen oder das andere zu sehr zu loben. Es ist die Natur, die das bestehende Gute läßt, wie es ist, die nicht davon zerstört, sondern nur in allen Dingen zu bessern und auszubauen sucht.

Es ist der Mann, der auch persönlich entsprechend seiner inneren Harmonie lebt, eine lebensfrohe und glücklich-heitere Natur, die normalerweise wenig oder gar nicht krank ist und auch ein hohes Alter erreicht.

Die Einsicht und Voraussicht dieses Mannes ist so groß, so hell und klar, so in sich gefestigt wie sein Auge und Gesichtsausdruck ist, daß er wie eine Eiche fest in allen Stürmen des Lebens steht.

Es ist der natürliche menschliche körperliche und geistige Adel, wie geschaffen, Führer und Leiter der elementaren Menschheit zu sein, um den goldenen, harmonischen Mittelweg des Lebens in allen Dingen zu wahren.

Große Liebe der Eltern, bestes Zusammenpasse der selben, glückliche Zeugung, Vererbung und Entwicklung sind die Hauptursachen dieser harmonischen Geist-, Seelen- und Körperbildung.

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Bild 29.

Bild 29. Lavater schreibt:

„Auch gewalttätige Fälle von Quetschungen haben oft die Wirkung, verständige Köpfe von halt und ganz Erwachsenen zu Narren oder Halbnarren zu machen.

Aber bei weitem nicht alle Thoren sind es durch Verwahrlosung der Wehmütter – oder durch gewaltsame Zufälle, Nachstehender gewiß nicht.“

Bei diesem Menschen liegt die erste Ursache der Verkommenheit zweifellos in ungesunder Zeugung, Vererbung und Entwicklung.

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Bild 28 zum Vergleich.

Huter schreibt: „Welcher Adel kommt in Bild 28, in dem vollen, ganz harmonischen Gesicht zum Ausdruck, und welche Gemeinheit in den zwei Gesichtern von ein und derselben Person!

Wer noch im Zweifel darüber ist, daß sich der Charakter nicht nur in der Mimik, sondern auch in dem konstanten Gesichtstypus bekundet, der mag heir mit überzeugt sein.“

Wer auch nur einigermaßen aufmerksam die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrachtet, wer die gesamte bildende Kunst von Anbeginn der Zeit an bis auf den heutigen Tag verfolgt, der muß einsehen, daß die Idee, der Charakter der Menschen gäbe sich nur in der bewegten Mimik des Gesichtes kund, auf einem sehr großen Irrtum beruht.

Das Bild zeigt die typische Gemeinheit und Verkommenheit nicht nur in der Mimik der Augen, des Mundes und des Gesichts, sondern auch in den festen Körper- und Gesichtsformen.

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Z.B. ist die Augenstellung stark ungleich, ein Zeichen, daß die beiden Gehirnhälften nicht in Harmonie arbeiten.

Die Nasenform und der Mund ist sehr stark typisch verbildet, und die Formbildung der Partie unter der Unterlippe im Verhältnis zum Kinn gibt uns Aufschluß über die fortgeschrittene Entartung.

Ferner betrachte man den vollkommen verbildeten Unterkiefer, der allein schon mechanisch durch seine Schwere, Spannung, Strahlung, Wärme, Elektrizität usw. auf das damit in Verbindung stehende Kleinhirn ungünstig einwirkt und zu abnormen Handlungen reizt.

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Man beachte die schwere Verformung am Hals und die völlig verbildeten und verkrüppelten Ohren; entsprechend ist der innere Zustand der damit in Verbindung stehenden Organe. –

So haben uns diese Vergleiche der Beurteilungskunst von einst und jetzt in die wunderbare Welt der Sprache der Lebensformen des Menschen geführt.

Mögen sie jedem Leser die Überzeugung geben, daß die lebendige Form ein Ausdruck des Geistes ist, der darin lebt und webt. –

Huter Geist Formen

In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]


Ostergedanken in Erinnerung an Lavater [Hinzugefügt aus Nr. 63]

Der edle Schweizer Theologe Johann Caspar Lavater, der Schöpfer der zu Weltruhm gelangten „Physiognomischen Fragmente zu Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“, fand vor 137 Jahren [Stand 1938] seinen Tod in Erfüllung der christlichen Gebote von der uneingeschränkten Nächsten- und Feindesliebe.

Lavater war ein Bahnbrecher der Menschenkenntnis, die berufen ist, der Menschheit noch einmal einen gewaltigen Auftrieb zur Vollendung ihrer Höherentwicklung zu geben.

Er fand begeisterte Verehrung und tatkräftige Förderung durch fürstliche Gönner, er fand aber auch Spott und entwertende Kritik da, wo realer Sinn seiner überschwenglichen Gefühlsschwärmerei nicht zu folgen vermochte.

Was Lavater unmöglich war, – seine Erkenntnisse über den Geist- und Seelenausdruck des menschlichen Antlitzes naturwissenschaftlich und real sinnlich zu untermauern, weil einfach Naturwissenschaft und reale Forschung die nötigen Bausteine noch nicht geliefert hatten, das ersetzte er durch begeisterte Lobpreisungen auf den Schöpfer aller Dinge, der im menschlichen Angesicht das Ebenbild seiner Größe und göttlichen Erhabenheit geschaffen hat.

Dieses Ebenbild sah Lavater wunderbar erhebend im wohlgestalteten und durchgeistigten Angesicht edler Tugendmenschen, er sah es verdunkelt, verdorben, verkümmert, verschleiert, entartet in den Gesichtern verbrecherischer Bösewichter und verneinender Zyniker.

Was zu Lavaters Zeit die Geisteswissenschaft in hoher Blüte und die naturwissenschaftliche Tatsachenforschung noch unvollkommen und teils vernachlässigt, so erleben wir heute die Blüte der Technik auf Grund naturwissenschaftlicher Tatsachenforschung, während eine Geringerschätzung der Geisteswissenschaften zweifellos Platz ergreift.

Die fortgeschrittene Naturwissenschaft hat inzwischen aber einem genialen einfachen Mann des Volkes unserer Zeit die Bausteine geliefert, das, was Lavater gefühlsmäßig und mit seherischer Begeisterung niederlegte, exakt und real, in lehrfähiger und systematischer Form zu begründen und zu einer neuen Wissenschaft auszubauen.

Carl Huter (gest. 1912) schuf seine Psycho-Phyisognomik [Physiognomische Psychologie], die Lebensformen- und Seelenausdruckskund, auf naturwissenschaftlicher Grundlage.

Die Naturellehre, das A B C der praktischen Menschenkenntnis, bildet den Mittel- und lehrfähigen Ausgangspunkt dieser vervollkommneten biologischen Physiognomik.

Wenn nun Menschenkenntnis als sichere Charaktererkennungskunst lehrfähig ist, wird sie dann mit der Zeit die Möglichkeit geben, daß die edelsten und besten Menschen aus Charakterstärke und Opfermut nicht mehr einen Leidensweg gehen? –

Lavater hat damals vor 137 Jahren [Stand 1938] ohne Zweifel den bösen Willen und den gefährlichen Charakter seines Mörders durch seine Menschenkenntnis erkannt. Er handelte aber gemäß dem christlichen Grundsatz: „Liebe Deinen Nächsten, – liebet Eure Feinde, – tuet Gutes Euren Verfolgern –„ und der betrunkene Soldat, ein Bösewicht, der alles Gute aus Naturanlage mit Undank lohnt, stach den Edlen und Weisen, der ihm mit Geld, Brot, Wein und gütigen Worten wohlgetan hatte, erbarmungslos nieder.

Ja, – es ist eine falsch verstandene Nächsten- und Feindesliebe, welche die Besten geradezu veranlaßt, dem Verbrecher, der sich schon selbst rücksichtslose durchsetzt, erst recht die Wege zu ebnen, ihm noch bereitwilligst Platz zu machen, ihn zu segnen, ihm wohlzutun, ja ihn mit allen Mitteln zu fördern – und selbst stets bescheiden im Hintergrunde zu bleiben, ja nicht hervorzutreten und ja nicht zu Mitteln und Einfluß zu gelangen. –

Dem Minderwertigen und Verbrecher Freiheit zu lassen, Platz zu machen, ihn zu fördern, ihm den Weg frei zu lassen zur Beherrschung andere, – heißt nicht ihn lieben, – sondern ist der Angelpunkt menschlicher Irrungen und der Grund und die Ursache unendlichen Unglücks.

Den Verbrecher als Nächsten lieben heißt, – ihn davor bewahren, daß er seine unseligen Anlagen und krankhaften Triebe in Freiheit entfaltet. Er muß erkannt, bewacht und bewahrt werden, er muß bei angemessener Arbeit, wo es nötig ist, mit Zwang angehalten werden, der Menschheit nach Maßgabe seines Könnens zu dienen.

Anderseits muß auch der gute Mensch ebenso erkannt werden. Ihm muß der Weg frei gemacht werden, seine guten und schöpferischen Anlagen entfalten zu können. Er wird aus Naturveranlagung stets zum Segen aller Menschen wirken und so das Erlösungswerk von Übel und Sünde vollbringen.

Käthe Kupfer.

XX

Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.

Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.

XX

Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.

XX

KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

XX

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

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Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

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DgM 063

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka, Johann Caspar Lavater, Physiognomische Fragmente am 31. Mai 2009 von helioda1


Der gute Menschenkenner 063 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                                             



© April  1938, Nr. 63

 

© April 1938, Nr. 63

 

DgM063 TITEL A

SCHATTENBILDER

und ihr

körperlicher

und geistiger

Charakterausdruck

 

DgM063 TITEL text

Man beurteile

aus eigener Anschauung und innerem Gefühl

1. das große Feinempfinden;

2. die schöpferische Geisteskraft;

3. die meiste Intelligenz;

4. die Nüchternheit, Unzuverlässigkeit, Roheit usw.

 

DgM063 LAVATER text

Studien nach den berühmten physiognomischen Frag-

menten des edlen Zürcher Menschenfreundes Lavater

 DgM063 TITEL C

Aus dem unvergleichlichen, großen Sammelwerk Lavaters „Physiognmische Fragmente zur Förderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe hat Huter in sein Hauptwerk 1904-1906 einige der besten Schattenbilder, wie sie zu Lavaters Zeit sehr beliebt waren, übernommen.

Lavater Fragmente

Lavater hat die Schattenbilder nach seinem physiognomischen Gefühl, und zwar nach ihrem körperlichen und geistigen Charakterausdruck, beurteilt.

Das liegt nun gut 150 Jahre [Stand 1938] zurück, und Huter hat mit Hilfe der Fortschritte der Wissenschaft inzwischen die Physiognomik auf eine lehrfähige, äußerst weitgreifende Grundlage gestellt.

Auf die wissenschaftliche Grundlage der Psycho-Physiognomik Carl Huters können wir hier natürlich im Rahmen dieser Arbeit nicht näher eingehen. Aber jeden wird interessieren, wie die erzielten Fortschritte in der praktischen physiognomischen Beurteilungskunst an dem Beispiel dieser Schattenbilder deutlich werden.

Jeder Mensch hat nicht das Feingefühl zur physiognomischen Beurteilung, wie es Lavater besessen hat, dafür haben wir aber heute praktische wissenschaftliche Grundlagen, so daß die Realität der Tatsachen hervortreten kann, während das Feingefühl erst in zweiter Linie Geltung erhält.

DgM063 Lavater Schatten

Wir bringen also die von Huter ausgewählten Schattenbilder aus Lavaters Werk und führen wörtlich an, wie Lavater dieselben einst nach seinem physiognomischen Gefühl beurteilte, denn andere Hilfsmittel standen ihn noch nicht zur Verfügung.

Neben den Urteilen Lavaters bringen wir dann die Ausführungen nach Huters Psycho-Physiognomik, also nach wissenschaftlichen Grundlagen, so daß sich jeder leicht ein Bild über den Fortschritt unserer Zeit auf diesem sehr schwierigen neuen Wissensgebiet machen kann und auch für das praktische Leben etwas daraus zu lernen vermag.

Wir wollen zum Vorstudium erst einmal das obige Schattenbildnis einer Dame (nicht aus Lavaters Werk) betrachten und sehen, was es uns sagt.

DgM063 TITEL Exx

[Schattenbild einer Dame]

Künstlerisch fein sind die Formumrisse von Gesicht, Stirn, Haar, Nacken, Hals und Kinn.

Die äußere Linienführung ist von großartiger Schönheit, Anmut und Grazie, leicht, licht, vornehm, edel.

Der Hals ist zart, die Nackenlinie sehr anmutig geschwungen, der Mund ist zart, die Oberlippe schön vortretend, das kleine Kinn lebhaft vorspringend.

Der Übergang der Nasenwurzel zur Stirn ist sehr schön, an griechische Formbildungen erinnernd, die Nase selbst ist lang und fein gebildet, entsprechend ausgeprägt ist der Charakter dieser Dame, sie besitzt edle Gestaltungskraft und Selbstbeherrschung.

Dabei ist das Gesicht im Verhältnis zur Stirn klein, die Stirn selbst ist hoch, vorherrschend und sehr schön plastisch nach außen gewölbt.

Das Oberhaupt ist hoch gewölbt und zeugt von hohem Feingefühl und Idealität, das Haar ist seidenartig fein, natürlich gewellt und im Nacken in edler Fülle und Schönheit geordnet.

HUTER-head3 Kopie

Es ist, kurz gesagt, das zarte edle

Empfindungs-Naturell,

der verfeinerte, hochentwickelte Kulturtypus.

Es ist das Naturell, das wie geschaffen ist für eine verfeinerte Lebensart und Kultur, das leicht begeisterungsfähig ist für Kunst, Poesie, Musik, Dichtung, Wissenschaften und edle religiöse Kultur und oft in allem Guten und Schönen schöpferisch wird.

Die rohe Kraft ist allerdings geschwächt, die Empfindsamkeit groß, die Tugend, die Güte, die Liebe herrscht vor und für den rohen Daseinskampf ist diese Natur nicht mehr geschaffen.

Der Kopf ist wie eine Blüte und so ist auch dieser ganze Mensch eine duftige, zarte Menschenblume, die von der elementaren Menschheit geschützt werden sollte, ähnlich wie die zarten Innenteile der Blüte von den äußeren Hüllblättern schützend in ihre Mitte genommen werden.

Das Schattenprofil ist mit großer Liebe und Sorgfalt ausgeführt. Der Künstler war ein hochbegabter, aber ganz einfacher, unbekannter Mann des Volkes, schon älter, als er das Bild zeichnete, aber im Herzen jung und voller Idealität.

DgM063 TITEL Dyy

[Schattenbild eines Mannes] Edmund Holze

Das Schattenprofil rechts zeigt einen Forscher und Volksgelehrten, eine kraftvoll-männliche Natur im guten harmonischen Prinzip, – voller Energie und Arbeitsanspannung.

Der vollendet ausgewölbte Kopf- und Stirnformlinie, die sehr fein und dennoch fest und bestimmt gezeichnete Nasenform zeigen den unermüdlichen, schöpferischen Arbeitsgeist.

Der Schattenumriß zeigt großartige Proportionen und ist dabei voller Licht, Wärme, Sonne und Würde.

Es ist das geniale Naturell, schöpferisch in allem Wahren, Guten und Schönen.

So kann selbst ein Schattenbild noch die allerfeinsten Formbildungen hervorheben, – obwohl nur ein Schatten des lebendigen Bildes.

 

Nach diesen kleinen, aber lehrreichen Vorübungen wollen wir nunmehr die Schattenbilder Lavaters betrachten.

DgM063 Bild I Lavater oT

Schattenprofil I. Lavater schreibt:

„Der erste ist rein-denkend, spekulativ, empfindsam, mancherlei Dinge anzuordnen und einzurichten geschickt, zum Irrtum und zum Laster unverführbar.

Die Stirn vor allem bis wo die Linie die Nase durchschneidet, – ist Buchstabe festen reinen Verstandes.“

Interessant ist, was Huter über den Gesichtswinkel sagt, den Lavater bei den vier Schattenprofilen hier anwendet.

DgM063 Bild II Lavater

Schattenprofil II

Huter schreibt: „Die geringste Abweichung von rechten Winkel, wie es im Schattenprofil II dargestellt ist, – das Profil erinnert stark an Lessing, – scheint mir die meiste Intelligenz zu verkörpern.

DgM063 Bild III Lavater

Schattenprofil III

Der Winkel ist bei I etwas stumpfer, noch stumpfer bei III und am stumpfesten bei IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Fraglos zeigt IV die stärkste Verdauungskraft aber die geringste Geistesenergie von den vier Silhouetten.“

Bleiben wir bei Bild IV. Wie konnte Huter das vorstehende Urteil darüber mit Sicherheit abgeben?

Lavater legt den Winkel am Kinn an. Bei Bild IV füllt die Partie unter dem Kinn den ganzen unteren Winkelraum aus. Die gewaltigsten kompaktesten Massen liegen bei Bild IV im kurzen und dicken Hals, am Kinn, Untergesicht und bis zum Nacken hin.

Proportional ist dagegen die Stirn, in welcher das Verstandesleben liegt, bedeutend geringer entwickelt, – man betrachte vergleichsweise die oberen und unteren Gesichtsteile. Die fleischigste Mund- und Kinnpartie hat das Übergewicht.

DgM063 Bild III IV Lavater

Da nun in den unteren kompakten Teilen des Kopfes nicht der Verstand liegt, sondern gemäß den anatomisch-physiologischen Tatsachen die Fülle und die Produktion der Ernährungssäfte und –stoffe, – so ist dieses Urteil Huters, welches das proportionale Verhältnis in Betracht zieht, offensichtlich fest begründet.

Daß im Vorderhirn hinter der Stirn das Verstandesleben sich abspielt, ist eine so große Grundwahrheit, daß wohl kein Mensch heute mehr daran zweifeln wird; – in der kleinen Zehe, im Ellenbogen, im Ohrläppchen oder im Hinterkopf, wo allerdings das Selbstbewußtsein und persönliche Hochgefühl, das Bewußtsein des eigenen Wertes liegt, wird wohl niemand das Verstandesleben mehr suchen.

HUTER-head2 Kopie

Es folgt daraus also, da die biologische und physiologische Bedeutung der einzelnen Kopf- und Gesichtspartien bekannt ist, daß wir die einzelnen Teile des Schattenprofils gegeneinander abzuwägen haben.

Auf diese Weise erhalten wir die konkrete wissenschaftliche Grundlage für die Deutung,  - womit aber beileibe nicht gesagt sein soll, daß man in erster Linie Schattenprofile beurteilen soll in einer Zeit, da die photographische Technik große Fortschritte gemacht hat und schon sehr genaue Bilder produziert. Das wäre ungefähr so, als wollte man sich im Zeitalter des Verkehrs von diesem abschließen und zur Postkutsche aus Lavaters Zeit zurückkehren. Trotzdem sind aber die Schattenbilder nicht nur interessant, sondern auch geeignet, das physiognomische Sehen zu schulen.

Huter SEHEN AUGE M

Klassisches Sehen [Hinzugefügt]

 

Betrachten wir nun wieder das Schattenprofil I, so muß man sagen, dasselbe ist von den vier Bildern zweifellos am schwierigsten zu beurteilen. Auf Einzelheiten können wir uns hier nicht einlassen, da das zu weit führt, und auf Spekulationen erst recht nicht, da wir diese nicht mehr nötig haben.

DgM063 Bild I Lavater oT

Schattenprofil I

Deutlich zu erkennen ist die tiefe Einbuchtung am Stirn-Nasenübergang, eine schwache Bildung der Nasenwurzel zwischen beiden Augen.

Es ist daher kein, oder sagen wir nur ein sehr schwacher Formensinn vorhanden.

Man vergleiche: die Formbildung ist hier schwächer wie bei den drei weiteren Profilen, es ist genau das Gegenteil von Bild IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Folglich können wir dem Manne keine Geistestätigkeit zu weisen, die mit dem Formen-, Beobachtungs- und Gestaltsinn in Zusammenhang steht.

Das hat Lavater ganz richtig gesehen, da er auf die gute Bildung der Stirn hinwies, bis zu dem Punkt, wo dieselbe die Linie der Nase durchschneidet. – Die tiefe Einbuchtung der Nasenwurzel ist hier leicht zu erkennen.

Das Kinn ist proportional auch nur mäßig stark ausgeformt, – man erkennt leicht den Zwischenraum zwischen dem senkrechten Winkelstrich und dem Kinn. Es tritt also etwas zurück. (So einfach diese Winkelmeßmethode ist, sie hat etwas für sich.)

Folglich liegt auch keine besondere Energie, Tatkraft, körperliche Kraftentfaltung und Impulsivität vor, da ja das Kinn unmittelbar mechanisch, physiologisch und durch Spannung und Strahlung mit der motorischen Kraft der Kleinhirnsimpulse in Zusammenhang steht.

Es liegt aber in der oberen Mitte der Stirn und in dieser Höhe auch nach dem Seitenkopf hin eine vornehmliche Kraft, – man beachte genau die Formbildung, man fühlt dann sozusagen die Spannkraft dieser Teile heraus, – daher wird die philosophische Veranlagung gut sein, womit auch die Profillinie in gutem Klang übereins zustimmen scheint.

Aus dieser Formbildung ist man berechtigt, auf die Denkfähigkeiten und die moralischen und ethischen Kräfte dieses Mannes zu schließen, wie Lavater es gefühlsmäßig tat.

Das mag uns genügen, denn man kann keine übermäßigen  Anforderungen an die Deutung eines Schattenprofils stellen. Vielmehr muß man sich an das halten, was tatsächlich bei der vergleichenden Betrachtung zu sehen ist.

 

Schattenprofil II. Lavater schreibt:

„Ich halte den zweiten für vernünftig; aber nicht für den klügsten und spekulativsten.

DgM063 Bild II Lavater

Schattenprofil II

Es ist ein trefflicher Geschäftsmann. In dem Zurückgehen der Stirn vermute ich Ausdruck von Witze.

Möglichst kontrastierend sind die Übergänge von der Nase zur Lippe in allen vieren; besonders in II und IV. Vielleicht ist dies der Winkel des Leichtsinns und der Klugheit.

Doch ich entscheide noch nicht. Wahrheitsliebender Leser! Du wirst mir mitforschen helfen.“

Man sieht, die Sache ist schwierig, also folgen wir dem Wunsche Lavaters und helfen mit. Man beobachte selbst mit, und man wird sehen und herausfühlen, daß Lavater auf dem richtigen Weg war.

Man beachte: In der Kopfhaltung, dem zarten Hals und in der ganzen Profillinie des Gesichts liegt Schwung, Kraft, Energie, Schneid, Eleganz, Spannung, Intelligenz und Feinheit.

Das hat Lavater nicht so scharf hervorgehoben. In der ganzen Formbildung liegt eine abgeklärte Feinheit, die Formen sind gerundet, wie abgeschliffen, wie unter einem besonderen Leitmotiv abgetönt, die Haut muß wunderfein über den Formen gespannt sein, das Ganze ist voller Leben und voller Leichtigkeit und großartig gebildet.

Damit soll nur gesagt sein, daß wir heute, geschult nach Carl Huters Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], schärfer sehen, mehr die Qualität in der Gesamtformbildung beachten.

Zu Lavaters Zeiten war die Physiognomik erst im Werden und nicht zum tausendsten Teil so durchforscht, durchdacht und wissenschaftlich begründet, wie sie es heute durch Huters Forschungen ist.

Wenn Lavater sagt, er hält diesen Mann nicht für den klügsten und spekulativsten, so hat er wohl gemeint, daß dieser Mann z.B. gegenüber Bild I nicht den philosophischen Tiefensinn und gegenüber Bild IV nicht den materiellen, groben, praktischen Lebenssinn hat.

Außerordentliche Beobachtung und Aufmerksamkeit liegt an der Stirn-Nasen- und Oberlippenlinie, insbesondere an der Stelle, wo die Augen zu denken sind. Der Mann muß ein edles und schönes Vorstellungs- und Gedankenleben haben. Aber unwillkürlich erkennt man auch aus der lauschenden Kopfhaltung die Spannung, die am Ohr liegen muß.

Die Aufmerksamkeit und Konzentration geht also nach zwei Richtungen hin, nach der Tonerfassung und nach der Beobachtung und Darstellung, – gewiß wird der Mann dahingehend Großes geleistet haben.

Man betrachte diese stolze Form und Haltung des Kopfes und die reine Profillinie, in dieser Feinheit und Anspannung liegt geistige Energie, – es ist der Ausdruck des großen Talentes, das Gegenteil von Bild IV.

Kinn, Mund und Stirn drücken sehr viel Adel aus. Demgegenüber tritt der Nacken stark zurück, - man vergleiche mit Bild IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Die Nase und mithin der Charakter tritt um so bestimmter hervor, – ebenso die Feinheit der unteren Nasenform, – infolgedessen kann sich dieser Mann geschlechtliche zügeln und enthalten. Die Sinnesorgane sind angespannt, alles drängt zur großen Feinheit in der Profillinie.

Beim Genie und Talent liegt alles in der Feinheit und diese ist hier zu finden. Man vergleiche nochmals, – außerordentlich sympathisch mutet dieser Kopf an, es ist, als sei hier das Lebens- und Seeleninstrument, der Körper, auf eine höhere Saite abgestimmt.

Die Formbildung der drei anderen Schattenprofile steht dagegen weit in der Feinheit zurück. Das ist ausschlaggebend, die Feinheit im einzelnen und in der Gesamtbildung zu beobachten, und ich freue mich, bei dieser Gelegenheit darauf verweisen zu können.

Anderseits erkennt man auch daraus, wie nötig es ist, ein möglichst scharfes und naturgetreues Bild, wie es heute die Photographie hervorbringt, zur Verfügung zu haben, aber selbstverständlich kann der Mensch nach dem Leben stets am besten beurteilt werden.

 

Schattenprofil III. Lavater schreibt:

„Der dritte ist ein sehr kluger, verständiger, aktiver, wackerer LANDMANN.

DgM063 Bild III Lavater

Schattenprofil III

Das Äußerste der Nase, was über die Linie herausgeht, schwächt viel vom Eindruck der Stirn.

Der Mund in III ist inwendig nicht bestimmt genug gezeichnet und hier wird beinah in allen Schattenrissen am meisten gefehlt. Grad in dem Punkte, wo die ganze Seele sich quintessentiert!“

Lavater weist hier darauf hin, wie schwer es ist, einen Schattenriß richtig zu zeichnen und zu beurteilen, er möchte mehr am Mund sehen. Lavater fühlt, es muß noch etwas geben, was uns genauen Aufschluß vermittelt.

Was das ist, hat Huter erst entdeckt und wissenschaftliche dargelegt: Wie man die Kraft, welche die Formen baut und in ihnen lebt, das Leben unmittelbar erfaßt, es ist ein neues klassisches Sehen dazu nötig.

HUTER innen aussen

Klassisches Sehen: INNEN – AUSSEN

Das Schattenbild III läßt von den vier Bildern die meiste Redegabe erkennen.

Gerade darin, wie der Mund hier leicht geöffnet und die Oberlippe aufgezogen ist, liegt der sprechende Ausdruck, liegt Kraft und Fülle, und im langen vorspringenden Kinn liegt Ausdauer und Aktivität.

In diesem Sinne ist auch der fließende Übergang von der Stirn zur Nase, Mund und Kinn zu deuten. Der Ausdruck ist beredt, sprechend wie bei einem Schulmann, der noch dabei sehr witzig sein kann.

Ganz typisch ist auch der Teil der etwas nach außen gebogenen Nasenform, wie Lavater andeutet, der über die Winkellinie hinausgeht.

Der Mann versteht anzugeben, kann härter sein, andere in seinen Dienst spannen, hat viel harte Erfahrungen hinter sich, sein Charakter ist gehärtet und er weiß, daß er in seiner Tätigkeit mit der Weichheit allein nicht durchkommt.

Wenn Lavater sagt, das Äußerste der Nase, das über die Linie hinausgeht, schwächt viel von dem Eindruck der Stirn, so hat er damit recht und er ist der Wahrheit auf der Spur, denn Schädel und Stirn zeigen uns nur, wie Huter nachgewiesen hat, die Geistesanlage, das Gesicht erst den tatsächlichen und wirklichen Charakterzustand.

Gegenüber der hochgehenden Stirn könnte man sich die Nasenlinie feiner denken.

Man muß sie aber so nehmen, wie sie ist und diese plumpere und härtere Linie zeigt uns gerade die härtere Charakterenergie, die dieser Mann im Laufe seines Lebens und seiner Tätigkeit sich entgegen seiner ursprünglichen weicheren Veranlagung angeeignet hat.

 

Schattenprofil IV. Lavater schreibt:

„Der vierte verbindet mit viel rsonierendem Verstande, der sich aber auf wenige Lieblingsideen beschränkt hat – viel …. – Heftigkeit und Hartnäckigkeit, welche ich zum Teil in dem kurzen Zwischenraume zwischen der Schärfe des Augknochens und der Nasenwurzel zu finden glaube.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Stirn und Nase bis auf den Punkt, wo sie durchschnitten wird, Ausdruck gedrängter, unentwickelter Verstandeskraft …

Der Nacken in IV ist sicherer Ausdruck von Hartsinn.“-

Dieses Bild zu beurteilen ist nicht nur interessant, sondern es verursacht auch von den vier Bildern am wenigsten Schwierigkeiten.

Zunächst fällt bei diesem Schattenbild am meisten die Kompaktheit im Bau des Kopfes auf, die starken unteren Gesichtsteile, die nur mäßig hohe Stirn, der starke Nacken, die Wucht, Schwere und Kraft, die in dem ganzen Kopfprofil liegen.

Der Mann verschwendet nicht, dazu ist er zu schwer und kompakt, auch nicht genug sanguinisch, leicht, heiter, beweglich und übermütig.

Er kann auch Geld ausgeben, aber er achtet sehr darauf, daß er dabei nicht zu kurz kommt, – denn das ist dieser wuchtigen und vollen Natur in diesem Falle eigen, man beachte nur die starken Lippen, die starke untere Nasenform, sowie die Fülle der Gewebe unter dem Kinn, die auf Genußliebe deuten – und den starken Nacken.

Wenn er daher etwas ausgibt, dann muß er auch den Genuß davon haben; gibt er viel aus, dann muß er auch viel Genuß dabei haben.

Es handelt sich bei ihm um körperliche Genüsse und nicht um ideale oder feingeistige Anregungen, denn die unteren Massen des Schattenprofils sind gegenüber den oberen Teilen des Gehirnbaues viel zu schwer und grob. Soweit seine körperlichen Genüsse in Betracht kommen, ist er in der Verfolgung derselben sehr energisch; auch das leuchtet ohne weiteres ein, wenn man die starken unteren Gesichtspartien betrachtet und sich vom Kinn eine Achse zum oberen sehr kraftvollen Hinterhaupt gezogen denkt, wo die Persönlichkeitstriebe liegen. Diese Achse ist sehr stark.

XX

Achsen von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]

Wer sich gegen seine Interessen vergeht, – der hat ihn zum Feinde, – denn er ist auch sehr egoistisch und wird leicht rücksichtslos, da die Selbstliebe sehr stark ist, siehe das wuchtige hintere Oberhaupt im Verhältnis zum schwächeren oberen Vorderhaupt, in welchem die Liebe zu den Mitmenschen sich ausprägt. Auch die wuchtige Profillinie des unteren Gesichts läßt diese Deutung ohne weiteres zu.

Dabei sagt er lange nicht alles, was er weiß, sondern handelt klug, das verrät die Länge der Nasenform und der starke Geheimsinn, der in den wuchtigen Partien liegt, die man sich bei der Breitenentwicklung dieses Kopfes hinter und über der Ohrengegend denken muß.

Wenn er etwas verkauft, dann nutzt er den Kauf aus, die Seitenhauptpartien mit den wirtschaftlichen Anlagen sind wuchtig, die Nase ist lang und deutet auf gute Berechnung.

Er paßt auf, daß er keinen schlechten Kauf macht und vermag den Wert einer Sache gut zu ermessen, – siehe die stark herausgeformte Nasenwurzel und die unten vorgewölbte Stirn, wo der Formen-, Sachen- und Gegenstandssinn liegt.

Wer Handelsgeschäfte mit ihm macht und nicht ganz gut dabei aufpaßt, der wird nichts verdienen.

Der Mann ist zweifellos wirtschaftlich tüchtig, er kann viel ausgeben, – wenn er noch mehr verdient.

Es ist nicht der Mann, der etwas erwirtschaftet, denn dazu ist die Wucht und Spannung in der unteren Seitenhauptgegend viel zu groß; wenn auch die Genußliebe, siehe die mächtige untere Gesichtspartie, stark ist, so bleibt er doch der kluge Ökonom.

XX

In der Liebe – siehe den wuchtigen Nacken, die starke Partie am Mund und unterer Nasenform, – kommt es ihm auf die Masse an, weniger auf die Qualität, weil die ganze Formbildung nicht leicht und fein genug modelliert ist.

Was er macht, das geschieht gründlich, so kompakt wie die Form ist, so ist er auch in seinen Handlungen.

Wenn er reich ist, so bleibt er doch z.B. in seiner Kleidung schlicht, weil ihm Übersteigerung nicht liegt, dazu ist die Formbildung zu kompakt und Eitelkeit liegt ihm fern.

Die Rede fließt ihm nicht leicht und elegant von der Lippe, obwohl oft schnell, aber grob.

Was ganz besonders auffällt, ist die stark herausgeholte obere Nasenform, sie zeigt viel Formensinn.

Dabei ist die Nasenform in den übrigen Teilen noch lang und fein gebildet, er hat den feinen Formensinn, er sieht die Feinheiten in der Form.

Wenn er z.B. etwas bauen läßt, dann müssen ihm die Leute sehr viel bieten.

Über den Augen ist der Vorsprung der Stirn stark. Diese Unterstirn zeigt die Aufnahme von sehr vielen Bildern der Außenwelt, besonders von Naturbildern. Da sich die Spannung der Unterstirn zum unteren Seitenhaupt fortpflanzt (Erwerbs- und Arbeitstriebe), will er daher sehr viel besitzen und ausführen.

Die lang und feiner gebildete Nasenform steht im Widerspruch zu der übrigen groben und derben Formbildung, daher besteht einerseits die Wucht und der Nachdruck seiner Handlungen und anderseits die starke und feine Formbeobachtung und die Lebensklugheit dieses Mannes. –

So kann man aus dem Schattenbild, wenn man die Wissenschaft der Psycho-Physiognomik [Physiognomischen Psychologie] anwendet, auf ganz einfache und durchaus reale und natürliche Weise in diesem Falle sehr leicht und gut ein Charakterbild des Mannes entwerfen.

Wir sehen daran, daß hier gegenüber der Physiognomik Lavaters ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen ist.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Daher sind folgende Begriffe von und nach dem Nichtakademischen Privatgelehrten Carl Huter: „Neue Heilwissenschaft“, „Neue Phrenologie“; „Neue Physiognomik“ und „Neue Heilkunde“ eben aufgrund der bahnbrechenden experimentellen Beweisführungen und seiner sehr umfassenden wissenschaftlichen Begründung etwas einzigartig Neues. Da in den letzten 100 Jahren alle substantiellen Fortschritte gegenüber dem Gegenstand Mensch selbst, und oder auch in Physik, Chemie, Biologie und Psychologie und Medizin dem Mainstream, also der breiten Öffentlichkeit, durch totale Ignoranz und entsprechenden  Informationsmanipulationen, Informationsunterdrückungen, Informationsverfälschungen, Informationsverwässerungen unbekannt gehalten wurde, ist nun die Zeit gekommen dieses bahnbrechende Grundlagenwissen von und nach Carl Huter, seiner Psychologie und Medizin der Zukunft, Physiognomische Psychologie, in der Gesamtschau gratis und frei zugänglich zu machen, damit jeder sich von der hochgradigen qualitativen Güte selbst ein umfassendes Bild machen kann. Aus eigener akademischer Erfahrung weiß ich genau, alle diesbezüglichen akademischen Psychologie-Systeme, die an staatlich beschützten Einrichtungen gelehrt werden, also an Universitäten, gelangen nur an den Rand, an die Peripherie. Erst das einzigartige nichtakademische Wissensfundament von und nach Carl Huter, seine Menschenkenntnis gelangt an das Zentrum, an den Kern, da es primär den Menschen als zentralen Gegenstand in den Fokus genommen hat. Daher erkenne Dich selbst, erst dann Menschenkenntnis! Mit Carl Huters Menschenkenntnis haben wir Menschen tatsächlich den Königsweg offen vor uns liegen.]

Huter Geist Formen

 

Vier vom Rücken aus gesehene Schattenumrisse

Diese vier Schattenumrisse, rückseitig gesehen, – hat Lavater beurteilt und auch Carl Huter.

Beide Urteile sind hier gegenübergestellt und ich erlaube mir, ergänzenderweise nach Huters Forschungen einige Erklärungen zu geben.

Vorausgeschickt aber sei, daß Huter zu seinen Beurteilungen schreibt: „So deute ich diese Vollumrisse der Hinterschädelköpfe nach meinem physiognomischen Gefühl. Merkwürdigerweise stehen die phrenologischen Erfahrungen damit in Einklang.

Wir sehen hieran, daß Lavater schon die Phrenologie, streifte, da er auch versucht hat, lediglich aus der Schädelform den Charakter zu deuten.

Lavater war nicht so sicher im Urteil, wie man es bei mir gewohnt ist. Das erklärt sich wohl daraus, daß ich nun schon 20 Jahre Berufsphysiognomiker, Lavater nur Gelegenheitsphysiognom war. Außerdem habe ich weit tiefere psychologische und umfassendere Natur-Studien getrieben als Lavater.“

Lavater schreibt: „Ich bin der Meinung: Ein Mensch von allen Seiten auch nur im Schattenrisse betrachtet – von Haupte bis zu den Füßen; von vorne, von hinten; im Profil, Halbprofil, Quartprofil – würde zu den neuesten, wichtigsten Entdeckungen über die Allbedeutsamkeit des menschlichen Körpers Gelegenheit geben.

Man weiß, wie wenig ich leisten kann. Indeß hab´ich doch, – obgleich ich weiß, daß man darüber lachen wird; denn worüber lacht unser prüfendes Jahrhundert nicht? … (geschrieben etwas 1770) – in dieser Abhandlung einen neuen Versuch gewagt (Lavater macht hier den Versuch, lediglich aus der Schädelform den Charakter zu deuten, erst nach ihm begründete Dr. med. Franz Jos. Gall die Phrenologie oder Kopfformenkunde), den Kopf des Menschen von hinten und von oben herab zu betrachten, und meine Versuche waren nicht vergebens.

Also! Lache der Leser – wenn sein Lachen vertönt hat, steht die Wahrheit noch gleich fest da. (Ja 160 Jahre sind verflossen und Lavater hat recht behalten [Stand 1938].) So wenig als das Verdienst dem Neide, oder der Körper dem Schatten entfliehen kann, so wenig eine sinnlich gemachte Beobachtung des Menschen von einer neuen Seite dem Gelächter markloser-seidener Strümpfe …“

Lavater schreibt, daß er bei diesen Beurteilungen den einfachsten – simpelsten – Weg ging: Köpfe zu zeichnen, deren Charakter ihm ohne Rücksicht auf ihre Bildung gekannt war.

 

Wir betrachten nun Schattenbild I.

Schattenbild I. Lavater schreibt:

„Den ersten kenn ich als einen lebhaften, schnellen, sanften, heftigen, äußerst reizbaren, elastischen, empfindsamen, tätigen Charakter.

Ein länglicher schlanker Jüngling voll Bonhemi, treffender Wirksamkeit – und der kühnsten Einbildungskraft.

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Schattenbild I

Es ist kein Kahlkopf. Man band ihm die flach gekämmten Haare hinten zusammen, daher der obere Teil des Umrisses nicht vollkommen rein ist.“

Huter schreibt: „In I haben wir fraglos einen Menschen von feinem Ehrgefühl, Liebe für Eleganz, Adel und Tatendrang vor uns, obwohl er uns die Rückseite von Kopf und Hals zeigt.“

Dazu darf ich wohl eine kurze Erläuterung geben: Der Hals ist hier länger und schlanker, entsprechen wird der Körperbau sein, es ist das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell.

Die äußere Linienführung des Halses ist schön geschwungen. Darin liegt zweifellos ein gesunder, feiner Adel des Blutes, des Körpers und der Gesinnung, etwas Graziöses und Elegantes, Schwung und Lebhaftigkeit im Körperbau.

Beide Ohren sind sehr gut und auch schön proportioniert am Kopfe angesetzt, zweifellos auch den Adel des Innenlebens kundgebend.

Die Haltung des Kopfes ist prachtvoll, frei, kernig, es muß eine großartige Natur sein.

Dabei zeigt das Hinterhaupt über den Ohren eine gute Rundung, die hoch nach oben breit seitlich ausläuft und elegante Leichtigkeit.

Tatendrang – sagt Huter, und wir wissen, in dieser hohen, breiten und schönen Rundung des Kopfes zeigt sich Mut und Unternehmungslust, Kraft und Geschicklichkeit des Körpers, hohes Persönlichkeitsempfinden, auch Vorsicht und Gerechtigkeitsliebe. Die ganzen Formumrisse sind sympathisch und kennzeichnen den Adel des Auftretens.

Diese Menschen herrschen durch ihr Auftreten und durch ihre Haltung.

Der Hals ist lang, schwungvoll, das Hinterhaut zeigt Plastik und Wölbung; – und solche Menschen treten meist mehr mit den Fußspitzen auf, sie haben das Geschick in den Zehen, Füßen und Beinen. Der Gang ist elastisch, ebenso ist es die ganze Haltung.

Solche Menschen waren die gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebenden Adelsnaturen, sie hatten alle Machtmittel und herrschten.

Dieser Adel hat unendlich viel geschaffen und hat vielfach Wunderbares geleistet. Er hat eine große Zeit hinter sich.

Huter meinte, das sei heute vorbei und vielfach sei mit wenigen Ausnahmen das Gegenteil der Fall.

Dieser Adel sei übersättigt; er habe alles, vermeine alles zu wissen. Er habe nichts mehr nötig; der Autodidakt des Volkes, der Mann ohne Titel und Rang gelte ihnen nichts mehr; sie hätten nicht mehr nötig zu lernen, als stünden sie über allem.

Daher konnte der Schachergeist auch hochkommen, das Volk ausgenutzt werden.

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Nun beurteilen wir Schattenbild II.

Schattenbild II. Lavater schreibt:

„Der zweite ist nicht so schlank, so gedehnt, weniger schnelltätig, obgleich äußerst fleißig! –

Nicht so heiter, so leichtsinnig; aber ruhiger, wie der erste, und fester, einfacher, tiefer. Voll Verstand und Empfindsamkeit.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II

Die unverführbarste Vernunft – unerschöpflich an Witz – aber schwachen Gedächtnisses!“

(Lavater urteilt nach dem Gefühl – und kannte die Person.)

Huter schreibt: „II ist eine rohere Natur mit stärkerem Selbstgefühl, aber weniger Ehrliebe, ein Mensch, der nüchtern, hart und eigenwillig bis zur Grausamkeit werden kann.“

Huter urteilt hier auch nach dem Gefühl, sagt aber, merkwürdigerweise stehe das mit seinen phrenologischen Erfahrungen in Einklang.

Diese sind unschwer zu erklären.

Die Nacken- und Halslinie hat lange nicht den edlen Schwung und die Grazie wie bei Bild I, aber dafür die rohe, straffe Kraft und gewaltige Spannung in der Kopfhaltung.

Es liegt hier auch ein Adel vor, aber ein Adel der rohen Kraft. Es ist ein Muskel-, Knochen- und Kraftmensch, ähnlich den Raubrittern vergangener Jahrhunderte.

Die Kraft des unteren Hinterhauptes liegt in der Breite nach der Ohrengegend zu, wo die Wehr-, Widerstands- und Gewaltsinn liegen. Daher sind auch die Ohren im unteren Teil vom Kopfe abgetrieben nach der elektrischen Kraftrichtung hin und im oberen Teil herabgezogen, wie verkümmert.

Daher kann der Mann in der rohen Kraftentfaltung leicht gewalttätig werden, da die Hauptenergie in einem rohen, robusten Körperbau und in der Ohrenregion des Kopfes, unmittelbar darüber und darunter liegt, während der oberste Teil des Kopfes, wo die Vorsicht gegenüber dem Leben liegt, an Fülle und Rundung nachläßt.

Das Ohr nimmt auch das Feinere nicht auf und lange nicht so viel auf, wie es bei Bild I der Fall ist.

DgM063 HiKopf I

Schattenbild I zum Vergleich

Mit der roheren, strafferen Linienführung und der Derbheit der Hals- und Ohrenregionen geht eine Eigenwilligkeit einher, die unter Umständen bis zur Grausamkeit gehen kann, wenn die rohe Kraft freies Ausmaß hat.

Fehlt die Feinheit in der Linienführung, herrscht die rohe Muskelkraft vor, ist die Aufnahmefähigkeit des Ohres für das Edle geringer, dann fehlt auch die Feinheit wie bei Bild I, und wir haben die elementare Energie vor uns.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II

Der Leser erkenne daraus, was für eine hohe und höchste Bedeutung die Schönheit im Bau des lebendigen Organismus hat. Je höher die Schönheit, desto mehr sind die rohen Energien und Kraftrichtungen durch die schöpferische Geistes- und Gefühlskraft beherrscht, gerichtet, geleitet, um so empfindsamer und feiner ist die Form und Linienführung abgestimmt.

Helioda-Strahlen Zelle

Helioda als Licht-Leit- und Richtstrahlkraft im Zentrosoma der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Erst heute mit den Fortschritten der Wissenschaft wird langsam ersichtlich, welche gewaltigen, wir können sagen unermeßlichen Atomenergien dem Bau des lebendigen Organismus zugrunde liegen, wie alles darauf ankommt, daß diese von der lebendigen, schöpferisch-geistigen Kraft in uns beherrscht, geleitet und gerichtet werden, womit dann die Schönheit und Veredelung im Bau der Formen, die Verfeinerung einhergeht.

 

Schattenbild III. Lavater schreibt:

„Der dritte – ein Mann von prüfendem – aber nicht tiefer stehenden Verstande.

Sein Geist ist Licht, nicht Blitz-Abendlicht, nicht Mittaglicht.

Er hat Geschmack, das beste Gedächtnis; wenig schöpferisches, aber sehr heitere Einbildungskraft.“

DgM063 HiKopf III

Schattenbild III

Huter schreibt: „In III haben wir einen konstruktiven Menschen vor uns, der die Lebensgüter ausbaut.

Eine geistig und physisch schöpferische Natur kann nur so oder ähnlich aussehen.

Viele Baumeister, Handwerker und Kaufleute sah ich mit dieser Schädelform.“

Huter drückt sich kurz, aber sehr genau und charakteristisch aus.

Hier ist der Hals bedeutend kürzer, aber auch die Linienführung ist weicher, biegsamer und angenehmer.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II zum Vergleich

Das Ohr ist besser ausgebildet, weicher, aufnahmefähiger, wie bei Bild II, ebenso ist die rohe Wucht in der Ohrenhöhe und –breite einer bedeutend größeren Weichheit und Milde gewichen.

Es ist ein bürgerlicher Herr, sicher ein Baumeister oder Architekt.

Man beachte, wie gerundet und breit die Auswölbung des Kopfes über den Ohren ist, man verfolge diese Linie, wie sie nach oben zu sozusagen ein breites, schön gewölbtes Dach bildet, Rücksichtnahme, Vorsicht, Gewissenhaftigkeit, Gerechtigkeitsliebe kennzeichnend.

Die breite stark plastische seitliche Auswölbung des Kopfes über den Ohren zeigt den Mann, der wirtschaften und ausbauen kann, die Weichheit und Feinheit im Nacken zeigt dabei das Feingefühl, das gute Geschick in Finger, Hand und Arm.

Die angenehme Form und Umrißlinie zeigt die natürliche und gute menschliche Vernunft und Tätigkeit, die in dieser harmonischen Formbildung waltet.

Es ist der strebsame, hochbegabte, wirtschaftliche, bürgerliche Adel. Es waren diese Menschen unsere Urgroßeltern, die den Anfang machten, Handel, Wandel, Wirtschaft, Verkehr und Kultur so auszubauen, wie wir sie von unseren Eltern übernommen haben.

 

Schattenbild IV. Lavater schreibt:

„Der vierte ist ein förmlicher Dummkopf, dem alles zu fehlen scheint, was die drei vorigen haben.

Ich kenn ihn nicht persönlich; aber ein in allen Absichten sehr zuverlässiger Mann versichert mich dessen; und ich kanns glauben.

DgM063 HiKopf IV

Schattenbild IV

IV ist beinah Fleisch ohne Geist – und scheint gar keinen Hals zu haben.

Auch ist das Zusammengedrückte, Eiförmige, Zugespitzte des Kopfes in IV auffallend und merkwürdig.“

Interessant sind die letzten Worte Lavaters. Man fühlt förmlich heraus, daß er nachgedacht hat, was wohl der schmal zulaufende Bau des Kopfes bedeutend möge.

Heute wissen wir es. Gall hat nach Lavater diesbezüglich seine ersten analytischen Studien angestellt und gefunden, daß hier oben die Organe für das Persönlichkeitsbewußtsein des Menschen liegen.

Und Huter hat fast 100 Jahre nach Gall das ganze Achsen- und Kraftrichtungssystem der Natur aufgefunden, wonach der Körper-, Organ- und Gehirnbau sich entwickelt hat – und die menschlichen Geistesorgane im Schädel ihre ordnungsmäßige Lagerung, Richtung und Verbindung finden.

HUTER-head1 Kopie

Studienkopf nach Carl Huters Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Das obere Hinterhaupt ist bei Bild IV zu hoch und zu schmal, der Mann sorgt nach bestem Wissen zuerst für sich und dann nochmals für sich und dann höchstens noch für seine allernächsten Angehörigen, vorausgesetzt, daß diese ihm freien Lauf lassen.

Huter schreibt: „In IV haben wir den nach Tat, Wert und Gewissen für andere unzuverlässigen Menschen, der alles für sich, aber nach bestem Wissen so gut als möglich ausnutzt, mit einer unbeugsamen Energie, der freilich auch das Gute in sich birgt, auch für seine Angehörigen alle Vorteile zu wahren, wenn sie ihm nur gewähren, daß er den Löwenanteil hat.“

Dieser Kopfbau ist disharmonisch, da die Ernährungsanlage in den abnormen unteren Massen zu stark überwiegend ist. Dieser Nacken biegt sich nicht.

Man beachte auch den grobfleischigen, kurzen und überbreiten Hals, der auf eine entsprechende Körperbildung deutet und die dickfleischigen Schultern.

Dabei ist der Kopfbau in der Höhe der Ohren übermäßig breit und wuchtig, in dieser Breitenspannung des Kopfes liegt eine unbeugsame Energie, die er bezüglich seiner eigenen persönlichen Wünsche walten läßt, dafür zeugt der steife Nacken mit dem steil und oben schmal zulaufenden Kopfbau.

Die Ohren sind übernormal groß und ebenso grobfleischig in der Form, – und der Seitenkopf über den Ohren zeigt im Übergang zum Vorder- und Hinterhaupt die stärkste Wucht, also dort, wo der Hab-, Massen- und niedere Erwerbssinn und der Gewaltsinn liegen.

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Schattenbild IV

Es ist ein grober Bauerntypus seiner Zeit, ein aus der guten Norm fallender Kopfbau, der, das sieht jeder, wie Huter genau zutreffend schreibt, nach Tat, Wert und Gewissen für seine Mitmenschen unzuverlässig ist.

Der Leser erkennt aus diesen Vergleichen, daß die Formdeutung Huters nach dem Gefühl mit der phrenologischen Erfahrung übereinstimmt.

Man erkennt auch die Sicherheit im Urteil bei Huter, die sich ganz damit deckt, was lebensmäßig betrachtet speziell Hinterhaupt, Nacken und Hals erkennen lehren.

Das Letztere, die Lebenslehre oder Biologie und ihre Beziehung zur Physiologie war Lavater noch unbekannt, ebenso die analytische und synthetische Kopfformkunde. Umso mehr muß man daher sein physiognomisches Feingefühl bewundern, denn er hat im Prinzip mit seiner Beurteilung recht.

Es lassen sich nicht nur durch den Verstand und objektive Forschung Wahrheiten finden, sondern auch durch das Gefühl.

 

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Ostergedanken in Erinnerung an Lavater

Der edle Schweizer Theologe Johann Caspar Lavater, der Schöpfer der zu Weltruhm gelangten „Physiognomischen Fragmente zu Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“, fand vor 137 Jahren [Stand 1938] seinen Tod in Erfüllung der christlichen Gebote von der uneingeschränkten Nächsten- und Feindesliebe.

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Lavater war ein Bahnbrecher der Menschenkenntnis, die berufen ist, der Menschheit noch einmal einen gewaltigen Auftrieb zur Vollendung ihrer Höherentwicklung zu geben.

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Er fand begeisterte Verehrung und tatkräftige Förderung durch fürstliche Gönner, er fand aber auch Spott und entwertende Kritik da, wo realer Sinn seiner überschwenglichen Gefühlsschwärmerei nicht zu folgen vermochte.

Was Lavater unmöglich war, – seine Erkenntnisse über den Geist- und Seelenausdruck des menschlichen Antlitzes naturwissenschaftlich und real sinnlich zu untermauern, weil einfach Naturwissenschaft und reale Forschung die nötigen Bausteine noch nicht geliefert hatten, das ersetzte er durch begeisterte Lobpreisungen auf den Schöpfer aller Dinge, der im menschlichen Angesicht das Ebenbild seiner Größe und göttlichen Erhabenheit geschaffen hat.

Dieses Ebenbild sah Lavater wunderbar erhebend im wohlgestalteten und durchgeistigten Angesicht edler Tugendmenschen, er sah es verdunkelt, verdorben, verkümmert, verschleiert, entartet in den Gesichtern verbrecherischer Bösewichter und verneinender Zyniker.

Was zu Lavaters Zeit die Geisteswissenschaft in hoher Blüte und die naturwissenschaftliche Tatsachenforschung noch unvollkommen und teils vernachlässigt, so erleben wir heute die Blüte der Technik auf Grund naturwissenschaftlicher Tatsachenforschung, während eine Geringerschätzung der Geisteswissenschaften zweifellos Platz ergreift.

Die fortgeschrittene Naturwissenschaft hat inzwischen aber einem genialen einfachen Mann des Volkes unserer Zeit die Bausteine geliefert, das, was Lavater gefühlsmäßig und mit seherischer Begeisterung niederlegte, exakt und real, in lehrfähiger und systematischer Form zu begründen und zu einer neuen Wissenschaft auszubauen.

Carl Huter (gest. 1912) schuf seine Psycho-Phyisognomik [Physiognomische Psychologie], die Lebensformen- und Seelenausdruckskund, auf naturwissenschaftlicher Grundlage.

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Die Naturellehre, das A B C der praktischen Menschenkenntnis, bildet den Mittel- und lehrfähigen Ausgangspunkt dieser vervollkommneten biologischen Physiognomik.

Wenn nun Menschenkenntnis als sichere Charaktererkennungskunst lehrfähig ist, wird sie dann mit der Zeit die Möglichkeit geben, daß die edelsten und besten Menschen aus Charakterstärke und Opfermut nicht mehr einen Leidensweg gehen? –

Lavater hat damals vor 137 Jahren ohne Zweifel den bösen Willen und den gefährlichen Charakter seines Mörders durch seine Menschenkenntnis erkannt. Er handelte aber gemäß dem christlichen Grundsatz: „Liebe Deinen Nächsten, – liebet Eure Feinde, – tuet Gutes Euren Verfolgern –„ und der betrunkene Soldat, ein Bösewicht, der alles Gute aus Naturanlage mit Undank lohnt, stach den Edlen und Weisen, der ihm mit Geld, Brot, Wein und gütigen Worten wohlgetan hatte, erbarmungslos nieder.

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Ja, – es ist eine falsch verstandene Nächsten- und Feindesliebe, welche die Besten geradezu veranlaßt, dem Verbrecher, der sich schon selbst rücksichtslose durchsetzt, erst recht die Wege zu ebnen, ihm noch bereitwilligst Platz zu machen, ihn zu segnen, ihm wohlzutun, ja ihn mit allen Mitteln zu fördern – und selbst stets bescheiden im Hintergrunde zu bleiben, ja nicht hervorzutreten und ja nicht zu Mitteln und Einfluß zu gelangen. –

Dem Minderwertigen und Verbrecher Freiheit zu lassen, Platz zu machen, ihn zu fördern, ihm den Weg frei zu lassen zur Beherrschung andere, – heißt nicht ihn lieben, – sondern ist der Angelpunkt menschlicher Irrungen und der Grund und die Ursache unendlichen Unglücks.

Den Verbrecher als Nächsten lieben heißt, – ihn davor bewahren, daß er seine unseligen Anlagen und krankhaften Triebe in Freiheit entfaltet. Er muß erkannt, bewacht und bewahrt werden, er muß bei angemessener Arbeit, wo es nötig ist, mit Zwang angehalten werden, der Menschheit nach Maßgabe seines Könnens zu dienen.

Anderseits muß auch der gute Mensch ebenso erkannt werden. Ihm muß der Weg frei gemacht werden, seine guten und schöpferischen Anlagen entfalten zu können. Er wird aus Naturveranlagung stets zum Segen aller Menschen wirken und so das Erlösungswerk von Übel und Sünde vollbringen.

Käthe Kupfer.

 

 

PGS Apr09 Obama TITEL part

Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.

Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.

Kupfer DgM 100

Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.

Huter SEHEN AUGE M

KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

 

 

 

 

Huter DgM 100

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

 

 

 

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

 

 

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM063 BUECHER

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

D The Gate MK

DgM 062

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 26. Mai 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 062 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                                                   



© Februar 1938, Nr. 62


Der gute Menschenkenner nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

 

DgM062 TITEL A
GEDANKEN- UND GEISTERSKRAFT IM AUGE

DgM062 TITEL E
In den Augen liegt das Herz, in den Augen liegt der Sinn,
In den Augen liegt der Schmerz, und Glück und Freude strahlt darin.

DgM062 TITEL C
In den Augen liegt das Herz,
in den Augen liegt der Sinn,
in den Augen liegt der Schmerz,
Und Glück und Freude strahlt darin.

Was hier der Volksmund spricht, ist seit Menschengedenken auch als wahr und richtig erkannt worden.
Das Auge ist wie ein Licht, ein Geisteslicht, das im ganzen Körper glüht, das aus allen Körperzellen entspringt, das die Nerven bildet und an ihnen entlang zu den Augen strahlt.
Es ist das „Lebendige“ in uns, das durch Millionen Nerven, die im Augenstern verlaufen und enden, geleitet wird.

Ist das „Lebenslicht“ im Körper getrübt und matt, – es ist bereits gesagt, daß Huter das Lebenslicht im Zellzentrosoma nachgewiesen hat, und wir brauchen nichts Näheres hier zu wiederholen, – dann ist folgerichtig auch das Auge bei den meisten Erkrankungen getrübt und matt.
Helioda-Strahlen Zelle
Helioda, das Lebenslicht im Zellzentrosoma [Hinzugefügt]
Ausgenommen im Fieber glüht und glänzt das Auge, weil das Lebenslicht durch das Heilbestreben in den Zellen und Organen erhöht ist und die damit verbundenen übrigen unbewußten Lebensvorgänge gesteigert sind.
Ist der Mensch müde, wird auch das Auge müde, bis sich die Lider schließen. Sammelt dann der Mensch durch Ruhe und Schlaf neue Kräfte, so blickt das Auge wieder ausgeruht und gekräftigt in die schöne Welt.
Fühlt sich der Mensch gesund und stark, innerlich glücklich, so hat auch das Auge den lebensstarken, gesunden und glücklichen Ausdruck.
Selbst wenn der Mensch den Ausdruck des Auges zu verstellen sucht, gelingt es ihm nicht vollkommen, ein „Etwas“ von dieser Absicht bleibt erkennbar. Das Auge verschleiert oder verdunkelt sich, verglast, nimmt eine eigentümliche Starre an und Ähnliches, – was allerdings sehr schwer zu erkennen und zu beobachten ist und hier nicht erklärt werden kann.
Aber nichts von Trübung oder Starre zeigt uns
DgM062 TITEL D
das obige große Augenpaar,
das über den Sinnspruch, womit diese Arbeit eingeleitet ist, gestellt wurde.
Dieses Augenpaar zeigt bei aller Bewegtheit und Kraft des Ausdruckes dennoch Ruhe und Harmonie, Klarheit und Güte
Das Auge blickt so klar und rein, daß man förmlich glaubt, Ausdruck und Leben einer guten Seele, eines liebevollen und edlen Geistes vor sich zu sehen.
Nicht ein Gedanke von Falschheit und Unehrlichkeit ist darin zu finden; im Gegenteil, offen und rein, ehrlich, treu und gut, sauber und schön ist jedes einzelne Teilchen der Augen, der Lider und ihrer Umgebung gezeichnet.
Klarheit im Ausdruck, Klarheit und Schönheit in der Form, das ist es, was diese Augen auszeichnet.
Gewiß unwiderlegbar schwarz auf weiß kann an das aus dem Bild allein nicht beweisen, außer man kennt den Menschen und weiß, daß sein Verhalten die Deutung bestätigt.
Die Beweise für die Wahrheit des Beobachteten liegen im Ausdruck der Augen selbst, denn die große Natur formt das lebendige Gewebe, formt den Ausdruck so, wie das Lebendige in uns in Wirklichkeit beschaffen ist.

PGS Apr09 Obama TITEL part
Und das Gefühl, das mit dem Sehen verbunden ist, gibt uns recht. – Worauf sollen wir Menschen uns denn sonst verlassen, wenn nicht auf das gesunde Sehen, Fühlen und Denken? Wer glaubt, daß mit dem Sehen verbundene Gefühl sei gegenstandslos, der irrt sich ganz gewaltig. Verstand und Gefühl sind gleichberechtigt, alle Werte im Leben werden danach mehr oder weniger bemessen. –
Das Auge spiegelt den Gedanken, und wir alle wissen aus tausendfältiger Erfahrung, daß der gute Gedanke das Auge erhellt und der böse Gedanke es verdunkelt.
Das Auge spiegelt die Gefühlsart der Seele wieder, und auch das ist leicht zu beweise. Man braucht nur das Auge des Menschen, der von Mitleid und Erbarmen ergriffen ist, zu betrachten, es spiegelt die ganze warme Anteilnahme des Menschen wieder; bleibt aber ein Mensch kalt und erbarmungslos, so spiegelt sich auch diese unverkennbare Härte im Ausdruck des Auges.
Im Auge liegt der Ausdruck der geistigen Gesinnung. Jeder kennt den ruhigen, treuen und festen Ausdruck der Augen des ehrlichen und braven Mannes und den finsteren und flackernden Ausdruck der Augen des unsteten Menschen, der Böses sinnt und trachtet, dem man nicht trauen kann. Das Auge ist das Licht des Geistes, so wie es der Volksmund nie anders ausgedrückt, aufgefaßt und geglaubt hat.
Es fragt sich nun, ob nicht auch die Größe des Auges eine Bedeutung hat. Und diese Frage wollen wir heute besonders behandeln.
Wenn wir von der Größe des Auges sprechen, so muß gleich betont werden, daß natürlich die Größe des Auges stets im Verhältnis zu Gesicht und Stirnbau und im Verhältnis zum Gesamtkörperbau betrachtet werden muß.
Wenn wir hier von der Größe des Auges sprechen, so ist natürlich stets dabei nur das normale und gesunde Leben gemeint, die Gesamtbeschaffenheit des Auges und der Ausdruck des Auges an sich ist dabei berücksichtigt, wie auch Gesicht und Stirnbildung.
Daß die Leuchtkraft und die Festigkeit im Auge mit zu beachten bleibt, ist selbstverständlich.

Erst auf dieser Grundlage kann von einer typischen Bedeutung des kleinen und des großen Auges im allgemeinen die Rede sein.
Fragt man sich, ob die Größe des Auges überhaupt eine Bedeutung hat, so ist diese Frage zweifellos zu bejahen.
Das Genie, das die Welt umfassend betrachtet und in seinen geistigen Schöpfungen dieses Bild tausendfältig und schöner neu gestaltet, kann sich niemand mit sehr kleinen, ausdruckslosen trüben und matten Augen vorstellen.
Wohl aber ist es denkbar, daß ein Mensch, der auf einem ganz bestimmten Spezialgebiet etwas Geniales leistet, – das kleine Auge hat, aber das Feuer des Geistes ist darin dennoch vorhanden.
Je stärker die Lebens-, Geistes- und Seelenkraft im Menschen ist, je stärker die Geisteskraft sich vielseitig entfaltet, umso reicher ist das Nervensystem und Gehirn organisiert, ist die Quellkraft im Nervensystem, die Leuchtkraft des Auges, und dieser innere Reichtum muß sich, da Millionen Nervenfasern im Augenstern, der Iris verlaufen, im Auge kundgeben.
DgM055-1937Mellerke sm
Feuer des Geistes, Auge [Hinzugefügt]

Demnach ist unsere Frage, ob die Größe oder Kleinheit des Auges von Bedeutung ist, zu bejahen.

Wenn der Mensch eine sehr gute geistige Veranlagung besitzt, sie aber nicht geübt und betätigt hat, sondern sie vernachlässigte oder nur ganz einseitig betätigte, dann mag das Auge zwar oftmals groß erscheinen, aber er hat dann lange nicht die Leuchtkraft, den Ausdruck der geistigen Lebendigkeit und Lebhaftigkeit, der geistigen Anteilnahme und Regsamkeit, wie es der Größe des Auges entspräche.

Das Auge zeigt also das geistige Wachstum.

Leicht hat uns die Natur bei ihrem größten Wunderwerk – dem Auge – die Beantwortung unserer Frage nicht gemacht. Aber anderseits, – wozu haben wir denn unsern Verstand, wozu das Gefühl und Sehvermögen?
Wir müssen Auge und Sinn anstrengen, um alles zu sehen und zu betrachten, denn sonst kann der Kritiker irgend einen banalen Einwand machen und damit scheinbar das ganze schöne Gebäude stürzen.
Mit anderen Worten, man muß das Gebiet beherrschen, wenn man darüber mitreden oder urteilen will, denn es ist ein großes und herrliches, lebendiges Wissensgebiet, das den größten Nutzen zeitigen kann. Niemals aber darf der ruhende und rastende Menschengeist die Forschung über dieses Gebiet dem Kritiker zuliebe nun ganz unterlassen, denn damit würde die Forschung aufhören und die Nachwelt kein gutes Urteil fällen.
Hu Schulmedizin
Carl Huter: Meine Stellung zur Schulmedizin [Hinzugefügt]
Wer aber glaubt, nur die „Schulwissenschaft“ dürfe neue Forschungsgebiete erschließen und behandeln, der sieht nicht mehr, daß alles Große und Gute ursprünglich aus der gesunden Volkskraft emporwachsen muß, daß die Schulwissenschaft noch immer aus dem Volke die beste Anregung erhalten hat.
Wir lassen nun einige Bilder zu unserem Thema sprechen, weil sich dann jeder Leser selbst durch sein eignes vergleichendes Sehen und Betrachten und durch das mit dem Sehen verbundene Gefühl ein Urteil bilden kann und auch gleichzeitig eine großen praktischen Nutzen daraus zu gewinnen vermag.

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Bild 78. Das sehr kleine Auge.
Bild 78. Unser Zeichner hat bei den Bildern das Auge etwas stärker hervorgehoben und das übrige Gesicht mehr zurücktreten lassen, damit die Beobachtung und Abschätzung der Größe des Auges im Verhältnis zum Ganzen erleichtert wird.
Das Auge ist bei diesem Bilde im Verhältnis zum Gesicht und zur Stirn zweifellos nur sehr klein.
Der Geist bewegt sich daher auf dem engen Gebiet der ureigenen und nächstliegendsten Interessen.
Was den jungen Mann besonders interessiert, was in seinem nahen Ideenkreis liegt, das wird schon lebhaft, – wie das Auge ist, – aufgefaßt und verarbeitet.
Alles, was darüber hinausgeht, das erweckt seine Anteilnahme nicht, das faßt er nur ganz schwach und gering und erst nach und nach auf.

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Wenn Neues, Fernliegendes, etwas, das er nicht kennt, an ihn herantritt, dann wird er leicht unsicher – und, wenn es ihm zu viel wird, auch leicht bockig und ausfällig, selbst rabiat, abfällig urteilend.
Das kleine Auge faßt im allgemeinen nur wenig auf, und das Wenige auch nur langsam und unsicher, was er dann aber erfaßt hat, das sitzt fest.
So ist es auch zu verstehen, daß Neues, Ungewohntes, wenn es noch so wahr ist, oft auf Verständnislosigkeit stößt, und daß fast alle Erfinder und Bringer neuer Erkenntnisse einen sehr schweren Lebensweg hatten.

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Bild 79 Das sehr kleine Auge.
Bild 79. Auch diese Dame hat bei einer sonst guten Veranlagung, siehe Stirn und Gesicht, doch nur ein verhältnismäßig sehr kleines Auge, das nicht gerade einen geweckten und freien Ausdruck hat.
Der etwas mißliebige und mürrische Zug im Gesicht – das Bild ist nach einer Photographie gezeichnet – ist daher zu verstehen.
Wenn etwas Fremdes an sie herantritt, so faßt sie das nicht gleich sachlich auf, sondern in ihrem engen Sinne und wird leicht verdrießlich. D.h. der Mensch mit sehr kleinen Augen übersieht leicht etwas, der Gesichtskreis ist enger gezogen.
Ein kleines, mattes Auge läßt nicht so viel in das Geistesleben hinein, wie ein großes, klares, lebhaftes und offenes Auge.
Man versuche es bei sich selbst, man mache sein Auge kleiner, der Gesichtskreis wird dann enger, man mag einzelne Dinge schärfer sehen, aber man sieht nicht mehr so viel wie sonst von der Welt und beschränkt sich auf das Spezielle.
So ist auch diese Dame in gewissen Dingen aufgeweckt, vielleicht sogar tüchtig, in Kleidung, Mode, Haushalt usw., aber immer nur innerhalb ihres Gesichtskreises.

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Macht sie etwas verkehrt und macht man sie darauf aufmerksam, so reagiert sie entsprechend ihrer Anlage, sie glaubt, alles richtig gemacht zu haben und wird unwillig, und wenn das noch nicht hilft, sogar leicht ausfällig.
Man erkennt daraus: jeder sieht die Welt mit seinen Augen und kann sie nur nach seiner Anlage betrachten und bewerten, daher ist „Menschenkenntnis“ unerläßlich, sie lehrt Geduld haben, langsam, eine nach dem andern den Menschen zu erklären und beizubringen, – ohne daß unnützer Streit und Unfrieden dadurch entstehen.
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Klassisches Sehen [Hinzugefügt]
Daher ist das Neue oftmals der scheinbare Feind des Alten, das läßt sich nicht ändern, – erst die Erkenntnis versöhnt und wirkt ausgleichend und fördernd.
Das Geisteslicht ist bei sehr kleinem, mattem und schwachem Auge meistens nur schwach und nimmt nur langsam Neues auf.
Man sollte daher einem Menschen mit solcher Anlage kein Unrecht tun, denn das verstimmt und verbittert. Aber man muß ihn, oftmals auch mir Energie richtig behandeln, dann hat man den besten Erfolg.

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Bild 80. Das sehr kleine Auge.
Bild 80. Auch hier ist das Auge sehr klein, es hat den nahen Blick. Der Ausdruck ist dabei sehr stark selbstbewußt. Gewiß ist der Mann auf seinem Gebiet Herr und Meister und sehr von sich eingenommen.
Aber möchte man ihn für etwas Neues interessieren, möchte man etwas mehr Licht und Freiheit in seine Denken bringen, den Blick etwas weiten, sei es auch nur in bescheidener Weise, – dann weitet sich nicht etwa das Auge, nein, es verschließt sich noch mehr. Der Geist ist zu schwach, zu eng, er nimmt nur Bestimmtes auf und reagiert nur auf bestimmte Dinge.
Man muß in solchem Falle sehr vorsichtig sein, man darf nie über ein ganz eng gezogenes Interessengebiet hinausgehen, denn sonst stößt man an und erweckt Widerstand, erreicht das Gegenteil von dem, was man erhoffte.
So ist es zu verstehen, daß mancher einfache Mensch sich von solchem Verhalten falsch behandelt und mißverstanden fühlt, obwohl er das Beste will.
Der Gesichtskreis mancher Menschen ist eng gezogen; was das sehr kleine Auge nicht aufnehmen will und kann, – das braucht gar nicht einmal böse gemeint zu sein, – dagegen ist man machtlos, – man kann höchstens die Ursachen verstehen lernen, und man sollte über den Rahmen seiner Pflichten hinaus sich noch etwas Menschenkenntnis und richtige Menschenbehandlung aneignen.

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Bild 81. Das sehr kleine Auge.
Bild 81. Das ist nun ein typischer Fall. Es ist ein älterer Mann, der sehr viel und schwer gearbeitet hat.
Er hat den sehr hohen Kopfbau und danach könnte man glauben, er hätte außerordentliche Geisteskräfte.
Das ist aber nicht der Fall, denn das Auge ist matt, schwach, sehr klein und sichtlich wie müde und eingesunken.
(Von weiteren physiognomischen Erklärungen der übrigen Gesichtsformen, des Ausdrucks und des Zusammenhangs mit dem Gehirnbau können wir hier absehen, da solche Erläuterungen in unserer Zeitschrift schon vielfach gegeben sind.)
Das Geisteslicht ist hier nur noch schwach und das Denken bewegt sich in engem Interessenkreis.
Der Mann ist in seiner Art brav und streng dogmengläubig. Er nimmt eine abwartende Haltung ein und wie die Einstellung des Auges zeigt, ist er auch neugierig.
Sieht er etwas von all den Neuerungen in Technik und Kultur, so ist er sehr erstaunt, zeigt Interesse, ohne den näheren Zusammenhang erfassen zu wollen und sagt: Das hätte ich nicht gedacht, daß es so etwas gibt.

DgM062 Bi81 Auge klein mT
Er hat eine feststehende Auffassung vom Leben und dabei bleibt´s. Nur wenn alle in seiner Umgebung eine Neuerung mitmachen, dann schließt er sich an, sonst aber bleibt´s solange er lebt, beim Alten.
Wollen seine Kinder oder Verwandten mal etwas, was nicht in seinem engen Gesichtskreis liegt, dann winkt er ab. Kann man ihm nicht zeigen, daß es andere auch so machen und bedrängt man ihn, dann wird er störrisch, sogar energisch abwehrend.
So kommt es, daß Kinder oft mit den Eltern Schwierigkeiten haben, weil diese in manchen Dingen anders denken und sich nicht mehr dem Neuen anpassen können.
Rüttelt man in unserm Falle an den Glaubenssätzen dieses Mannes, die bei dem hohen Oberhaupt stark sind, – mögen die Einwände noch so vernünftig und gut sein, – dann hat man ihn zum Gegner.
Verständnis ist alles – und etwas Menschenkenntnis dazu, – und so mancher Zwist und Ärger kann vermieden werden.

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Bild 82. Das etwas größere Auge.
Bild 82. Hier ist im Verhältnis zum Ganzen das Auge schon etwas größer oder doch geweckter, lebhafter und kraftvoller im Ausdruck.
Hier ist der Interessenbereich schon etwas größer und lebhafter, dieser Mann versteht sein Fach, er steht fest auf seinem Posten, wird mitunter witzig, auch spitzfindig, beeinflußt und belehrt bereits andere.
Er handelt bereits klug und weiß seinen Vorteil besser und umfassender wahrzunehmen. Geht´s nicht nach seinem Kopf, wird er energisch, gar nicht immer höflich, sondern auch unter Umständen grob.
Er ist in bestimmten Dingen bestimmter Ansicht und die muß unter allen Umständen gelten. Vernunfts-, Gefühls- oder andere Gegengründe, die fernliegender sind und mehr Einsicht erfordern, gelten für ihn nicht. Das kleine Auge sieht noch nicht in die Welt, umfaßt und umspannt zu wenig, er sieht und erfaßt nicht die eigenen tiefer liegenden Fehler.

DgM062 Bi82 Auge größer mT
Überraschen ihn die Tatsachen und belehren sie ihn eines Besseren, so sagt er: Durch Schaden wird man klug, – verfällt aber danach leicht wieder in die alten Fehler, glaubt, es muß alles so sein, wie er es für richtig hält, – und alles andere bleibt dann für ihn Schicksal, Fügung usw.
Im Auge liegt wirklich das Licht des Geistes, und so lernen wir das Leben von einer neuen und zwar sehr vernünftigen und natürlichen Seite aus betrachten.
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Feuer des Geistes, Auge [Hinzugefügt]
Wir werden sehen, wie mit dem Größer- und Schönerwerden des Auges auch das Geisteslicht zunimmt, wie das schwache Geisteslicht wächst und sich emporschwingt.
Es soll aber niemand beeinflußt werden und es soll auch niemandem eingeredet werden, das sei „ernste“ Wissenschaft, sofern man die Schulwissenschaft darunter versteht; denn es ist ernste Volkswissenschaft, ein Wissen, das das Volk versteht und als natürlich und richtig erkannt hat, – ein Wissen, das sicher einst auch Schulwissenschaft werden wird.

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Bild 83 Das mittelgroße Auge.
Bild 83. Hier ist das Auge im Verhältnis zum Ganzen noch größer. Hier ist die Auffassung schon von Fehlern freier. Fehler werden von vornherein vermieden, der Geist ist zugänglicher, neutraler, aufnahmefähiger.
Der Geist beherrscht schon stärker die Kräfte des Körpers und des Lebens. Der Mensch wird selbständiger, freier, großzügiger und umfassender im Denken.
Ein solcher Mann erlernt sein Fach schon zum Teil aus sich selbst, er ist tüchtig, benötigt keinen dauernden fremden Antrieb mehr. Er arbeitet aus sich selbst, macht hier und da Verbesserungen, erleichtert sich die Arbeit – und faßt aus eigenem Antrieb auch noch Interesse für Dinge des Lebens, die er nicht direkt nötig hätte.
Er beginnt, Interesse für Wissenschaften zu fassen sucht sich fortzubilden und mehr und Neues zu lernen.

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Aber aus eigner Kraft Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden, fällt ihm noch schwer, er läßt sich noch beeinflussen, sieht noch nicht immer genau, was schadet und was nutzt. Aber der Wunsch nach Aufklärung, – der nie ruhende Menschengeist ist hier wach und die Leistung geht schon über den Durchschnitt.

DgM062 Bi84 Auge mittel oT
Bild 84. Das mittelgroße Auge.
Bild 84. Diese Dame besitzt im Verhältnis zu Gesicht, Stirn und Körperbau das mittelgroße Auge.
Dabei ist das Auge lebhaft, ausdrucksvoll und klar. Klug blickt diese Dame in die Welt, in welche sie mit ihren Anlagen offensichtlich sehr gut hineinpaßt. Nicht nur das Auge ist freundlich, sondern auch der Mund – und man muß sich dabei das Gewebe, die Haut, frisch und lebhaft durchstrahlt und durchspannt denken.
So lebhaft wie das Auge blickt, so lebhaft wie das Gesicht und das ganze Aussehen ist, so lebhaft ist der Geist, der aus den Augen spricht.
Die Dame vermag allen Anforderungen, die das Leben an sie stellt, geistig und körperlich ohne weiteres leicht und gut gerecht zu werden.
Sie ist materiell tüchtig, liebt schöne Sachen, liebt die Kultur und weiß sich bezüglich ihrer Lebensart entsprechend gut einzustellen.

DgM062 Bi84 Auge mittel mT
Sie liebt Musik, liebt auch etwas von Kunst, äußert ihre Ansicht. Sie hat auch Mitgefühl, tut auch Gutes und lebt so, daß sie alles, was die Kultur ihr bietet, verständnisvoll aufnimmt und verwertet.
Was aber über die äußerliche Kultur hinausgeht, darum kümmert sie sich nicht, sie steht auf der Höhe des materiellen Lebens und der entsprechenden Kultur.
In Glaubenssachen schließt sie sich dem Allgemeinüblichen an, ob´s aber ganz stimmt oder nicht, darüber macht sie sich keine Sorge. Sie steht fest in der Gegenwart.
Aus sich selbst fördert sie keine höheren Lebenswerte, jeder muß sich selbst helfen, so denkt sie, und wo sie kann, hilft sie auch mit, ohne aber besonders aktiv zu sein. Sie geht die mittlere Höhe des Lebens.

DgM062 Bi85 Auge mittel oT
Bild 85. Das mittelgroße Auge.
Bild 85. Hier zeigt bereits das mittelgroße Auge Geist, Festigkeit, Willensstärke, klaren Verstand und Beständigkeit.
Ein solcher Mensch ist schon nach bestimmten Richtungen hin talentiert, lernt aus sich selbst, ist fleißig, läßt sich nicht so leicht mehr ablenken und beeinflussen, bildet sich selbst ein Urteil, ist beständig und auch charakterfest.
Er vermag vielerlei zu überblicken, hat eine gute Geistesruhe und ist befähigt, eine höhere Laufbahn im Leben einzuschlagen.
Er braucht die Schule zu seinem Fortkommen, er könnte studieren, das Interesse für Wissenschaften, für wissenschaftliche Arbeiten und Technik ist rege.
Die geistige Fassungskraft und die geistige Aufmerksamkeit ist gut mittelstark vorhanden, und Berufe, die eine entsprechende Begabung fordern, liegen ihm gut.
Aber auch in einfachen Berufen kann er Vorzügliches leisten, er vermag mit seinem Auge, Blick und Geist schon viel zu umfassen und zu verarbeiten.

DgM062 Bi86 Auge gut oT
Bild 86. Das gut mittelgroße Auge.
Bild 86. Hier kann man sagen, ist das Auge gut mittelgroß und im Ausdruck von einer besonderen Wärme und von starker Durchleuchtung.
Außerdem sind die Gesichtsformen nicht mehr so breit wie bei Bild 84 und das Oberhaupt zeigt schon mehr Höhe und Wölbung.
DgM062 Bi84 Auge mittel mT
Bild 84 zum Vergleich
Sodann muß man sich die Gesichtsformen weich und in der Farbe sehr schön und mild freundlich abgetönt denken, die Gewebe sind nicht mehr so fest wie bei Bild 84, sondern schon stärker von der Helioda-Lebenskraft durchleuchtet und durchstrahlt.
Helioda-Strahlen Zelle
Helioda
Die Verstandeskräfte in der Stirn sind nur mäßig entfaltet.
Hier hat die Liebe, die Helioda, bei den Personen unserer heutigen Bilderreiche schon zum erstenmal die Oberhand. Wir sehen daran, wie mit dem Ausdruck des Auges, der Größe desselben, wie mit der entsprechenden Qualität in Gewebe, Form- und Farbbildung das Leben nach oben zu ansteigt, die Seele, das Empfinden hervorgehoben wird.
Dieses junge Mädchen ist ein sehr guter und lieber Mensch. Sie ist ganz offen, ehrlich, fleißig, treu und brav. Sie will ihre Pflicht tun und zwar aus Liebe und Gutheit und ja alles rechtmachen. Sie will anderen Freude machen.

DgM062 Bi86 Auge gut mT
Ein solches Mädchen paßt wunderbar als Helferin in eine Familie, besonders zu kleinen Kindern, sie ist fleißig, umsichtig, voller Vertrauen, gläubig und gut.
Von ihr geht Glück und Wärme aus, ganz wie es die zarten Kinder zur Erziehung und Stärkung ihrer Lebenskraft nötig haben.
Wir betreten damit eine andere Stufe der Lebensleiter, wenn man sich so ausdrücken darf; das Rohe, Materielle tritt zurück und die Lebens-Liebeskraft hervor.
ANGEL 21 LIEBE
Love/Liebe
Man sollte solchen feinempfindenden Frauen auch noch ein größeres Recht im Leben geben, alles Rohe, Kantige, Harte oder gar Abnorme wird durch sie abgewendet und die Liebe und Gutheit, die Sanftmut tritt gegenüber dem sonst oft zu harten Leben mildernd hervor.

DgM062 Bi87 Auge knabe oT
Bild 87. Das gut mittelgroße Auge eines Knaben.
Bild 87. Das Gesicht ist nur klein, die Stirn groß, hell sind die Formen, man muß sie sich hell und klar durchleuchtet, von etwas gelblicher, zart blasser, aber reiner Farbtönung denken.
Man sieht im Auge, wie der jungendliche Geist noch sehr zart ist, aber auch sehr aufnahme-, bildungs- und entwicklungsfähig.
Hier kann leicht durch die Erziehung viel verdorben werden, aber nach der Menschenkenntnis und verständnisvoll behandelt, wächst der jugendliche Geist, wird stark und allmählich selbstständig.
Das Geistige ist ja in Wirklichkeit ein so zartes Lebensflämmchen oder Lebenslicht, daß es eine Kunst ist, es stark und groß werden zu lassen.

DgM062 Bi87 Auge knabe mT
Wir haben hier das jugendliche Talent vor uns, einen Knaben, dessen Lebensgeist, wie das Auge zeigt, gut entwicklungsfähig ist, auch nach der tugendhaften Seite des Lebens hin. Er verspricht nicht nur in den materiellen Dingen des Lebens stark zu werden, sondern auch bezüglich der ideellen Lebensgüter.
Gewiß, das zarte Leben an sich sucht sich zu behaupten, aber leicht wird es auch geknickt oder in der guten Entwicklung gehemmt, daher ist Menschenkenntnis gut, – es geht auch ohne diese, – aber wie – das zeigt das oft an Tragik so reiche Leben.
Huter Hauptwerk Zwei Covers
Hauptwerk Menschenkenntnis
Mit der fortschreitenden Kultur wird das Leben immer vielgestaltiger und stellt erhöhte Anforderungen; die Menschenbeurteilungskunst wird dadurch ganz zwangsläufig in den Vordergrund gehoben.

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Bild 88. Das große Auge.
Bild 88. Hier sehen wir das im Verhältnis zum Gesicht große und empfindungsreiche Auge.
Das Auge ist wie ein Stern, wie Licht des Geistes, groß und weit geöffnet. Daher sieht es viel mehr wie ein kleines Auge, nimmt mehr auf und gibt mehr wieder. Der Mensch nimmt mehr und umfassenderen Anteil am Leben.
Das geistige Wachstum ist gegenüber dem kleinen Auge fortgeschritten, empfindsamer, tiefer, größer, das geistige Leben ist idealer geworden.
Der Sinn ist auf das Schöne und Ideale gerichtet, die Seele, der Geist schwingt sich empor, das Niedere, Gewöhnliche ist abgefallen, ist überwunden durch das starke Geistes- und Lebenslicht, das in allen Nerven glüht und den Sinn für das Gute und Wahre in der Welt wachruft.
Reiche Phantasie, Ideenreichtum kündet das Auge, den Sinn für verfeinerte Kultur, Posie, Musik und Dichtung, edle Lebensart und Sitte, Kunst, Religion und Wissenschaft.

Bild 89. Das sehr große Auge.
Bild 89 zeigt das sehr große Auge, eine gespannte Haut und fest gespannte, willensstarke Gesichtszüge. Hier liegt ein großes Erziehungs- und Bildungstalent vor.
Ein solcher Mensch ist vom Niederen nicht mehr zu beeinflussen, ob im Reichtum, ob in Armut lebend, das ist gleich; wird leicht schöpferisch in Kunst, Dichtung, im praktischen Leben, in Wissenschaft und Religion.
DgM031 Wahrheit Schönheit
Carl Huter: “Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein”
Großer Arbeitseifer, große Pflichttreue gegenüber dem Guten und Schönen walten hier vor; fühlt sich als Mensch verpflichtet, dem Höheren und dem Fortschritt zu dienen – und wird von den Menschen mit dem sehr kleinen Auge, siehe Bild 78, 79 und 80, nicht mehr verstanden.
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Bild 78, 79 und 80 zum Vergleich

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Es sind zwei Welten, die wohl nebeneinander – aber sich doch unendlich fern liegen.

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Man schalte diese und ähnliche Naturen aus dem Lebenskreis eines Kulturvolkes aus und der Stillstand und Rückschritt wäre besiegelt.

DgM062 Bi90 Auge groß oT
Bild 90. Das große wunderbare Auge.
Bild 90. Je mehr man diesem Menschen Böses tut, je mehr man ihn verkennt, je mehr er leiden muß, umso größer wird die Liebe, umso erbarmender wird diese edle Frau.
Das Auge, das Gesicht, der ganze Mensch ist wie eine Sonne, und wenn man ihm Macht und Einfluß gäbe, würde das reine Glück, die Liebe, die Schönheit in seinem Wirkungskreis zu finden sein.
Daher habe ich 30 Jahre alles für die Psycho-Physiognomik getan, – um den großen guten Menschen erkennen zu lehren, – weil nur durch ihn allein das Glück in die Welt kommen und lebendig besiegelt werden kann.
Dabei ist das eine ganz einfache Frau aus dem Volke, niemand hat je erkannt, was für ein herrlicher Mensch es ist, unscheinbar, einfach, denkbar bescheiden lebt sie, immer nur gut und immer nur gut.

DgM062 Bi90 Auge groß mT
Es ist ein Pflichtmensch, ein heiliger Mensch, der wie ein Engel im Menschengestalt das Leid lindert und überall Freude erblühen lassen kann, durch den das Glück hervorgezaubert wird.
Mag auch der Kritiker das alles für Unsinn und unnütz erklären, der Fortschritt steht nicht still; es kommt die Zeit, da wird man diese und ähnliche Menschennaturen als die kostbarsten Güter, welche die gesamte Natur auf unserer Erde hervorgebracht hat, schützen und suchen.

DgM062 Bi91 Shakesp mT
Bild 91. Shakespeare. Zeichnungen E. Mellerke
Bild 91. Es ist das geniale Naturell mit dem sehr großen, herrlichen Auge und einem Gewebe von seltener Qualität.
Es wird meist verkannt und oft erst hundert und noch mehr Jahre nach dem Tode erkannt. Wird nur in sehr seltenen Fällen zu Lebzeiten verstanden und gewürdigt und wird oft für unnormal erklärt.
Von wem? – Von Menschen mit ganz geringem Geist und trübem, kleinem, schwachem und mattem Auge, dunklem, hartem Gewebe und Gesicht.
Huter hat diesen Geistesfürsten wie folgt beschrieben:
„William Shakespeare, der größte Dramatiker der Welt. Dieses kernige Auge verrät den Meister der Sprache und Darstellungskunst durch Rede und Handlung. Letzteres prägt sich in der Nase und den länglichen Gesichtszügen aus.
Shakespeare
Shakespeare [Hinzugefügt]
Diese hohe Stirn mit der ordnenden Eckenkraft (letzteres ist bei diesem Bilde nicht besonders sichtbar), prachtvoll glatt und vollendet gesund und kernig, in der alle Regionen harmonisch vertreten sind, gibt uns Kunde davon, daß dieser Geist in seinem Fache das Höchste erreicht hat.“
Mit wenigen Worten ist das Zutreffende sehr gut gesagt. Man betrachte Carl Huters Bildnis. Sein Auge, sein Gesicht, seine Stirn, sein Körperbau war noch anders. Auch er hat in seinem Fach, seiner Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], einer neuen vergeistigten Schöpfungs- und Entwicklungslehre, das Höchste erreicht. –
Huter DgM 100
Carl Huter [Hinzugefügt]
So schließen wir diese Abhandlung über das Auge mit einem kurzen Nachwort.

Bei allen diesen Ausführungen über die Größe des Auges möge der Leser nochmals beachten, daß hier niemals das Auge für sich allein beurteilt ist.
DgM007-1933ZellNeo gelb
Carl Huters Kraftrichtungsordnung in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]
Das Leben beruht auf Strahlung, Spann- und Quellkraft, geht mit chemischen und physikalischen Naturkräften einher, daher mit Durchleuchtungen, Spannungen, Strahlungen und Emanationen, Form und Farbtönungen der Gewebe, folglich ist die Größe der lebendigen Form und Organbildung an sich – nach mathematischem Rauminhalt niemals entscheidend.
Jeder Fortschritt, den die neuen Forschungen Huters tatsächlich bringen, würde bei Nichtbeachtung dieser Lebenserscheinungen von vornherein illusorisch.

Daher wäre es außerordentlich peinlich, wenn der Eindruck entstehen könnte, als wäre die Größe der Augen allein entscheidend für die Art der Geisteskraft des Menschen.
Niemals entscheidet die Größe irgend eines lebendigen Organs allein über die Qualität der Arbeitsleistung.
Ich bitte den Leser um etwas Geduld, die Farbenphotographie hat in letzter Zeit Fortschritte gemacht, und naturgetreue farbige Lichtbilder sind heute [Stand 1938] bereits möglich. Vielleicht ist es mir noch vergönnt, besondere Vorträge zu halten, in denen die Durchleuchtungen, Spannungen, Emanationen und die chemische Stoffbeschaffenheit der Gewebe an guten farbigen Bildern gezeigt und erklärt werden können.
XX
Farbaufnahmen [Hinzugefügt]
Von der Möglichkeit, die Unterschiede der Qualität, deutlich zu zeigen hängt letzten Endes alles ab. Das Leben selbst, der Inhalt und Wert der Form wird dadurch erst sicht- und greifbar.
Niemand hat vor Huter diese Lebensvorgänge genau beachtet, geschweige denn in ein naturwissenschaftliches System gebracht. Daher ist die Physiognomik vor Huters Zeit über gewisse Unvollkommenheiten nicht hinweggekommen.
Huter SEHEN AUGE M
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

XX
Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Huter Geist Formen

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band
„Menschenkenner“ Nr. 1-50
Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.
In Leinen gebunden RM. 25,-

DgM024-1934Urstoff Neo gelb
Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)
Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.
Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

HUTER innen aussen

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:
„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist
Seines Wesens Spiegel.
Enthüllst du sie, so löst
Sich dir des Rätsels Siegel
.

 

PP 64 Anzeige Okt07 M XXX

Soweit wir daher die Geistes- und Charaktererkenntnis nicht aus Taten und Begebenheiten folgern, ist die unmittelbare Geisteswissenschaft

Gehirnorgan- und Gesichtswissenschaft.

DgM035-1935KanonIris sm

CARL HUTERs PLAN DER IRIS – 33 HARTE FORSCHUNGSARBEIT VOM PRIVATGELEHRTEN, NICHTAKADEMIKER. 100 JAHRE ALT – SCHLICHT PERFEKT. SEIT 100 JAHREN INSBESONDERE VON DER AKADEMISCHEN SCHULWISSENSCHAFT IGNORIERT, DIE LIEBER MINDERWERTIGERES PRÄSENTIERT.

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

 

DgM016 Wahrheit Tod Titel

In diesem Glauben an ein Weiterleben nach dem Tode, an die Erhaltung seiner Geistes-, Form-, Lebens- und Seelenenergie hat der Mensch recht, denn diese ist unzerstörbar.

„Mensch, ergib Dich in Dein Schicksal“, lehrte der Religionsstifter Mohammed, - und auch das ist beachtenswert.

In den Tiefen der Gewebe, der Atome und Moleküle wurzelt die Lebenskraft als eine Energie, die auf Strahlung und Empfindung beruht. Die Wellenlänge dieser Strahlung ist nicht meßbar, der Stoff dieser Energie ist nicht registrierbar, weil es der letzte Feinstoff der Urbausteine des Alls ist. Genau so wie er im lebendigen Gewebe nicht durch Instrumente nachweisbar ist, bleibt das Verfahren, durch das man heute [Stand 1937] die Atome indirekt sichtbar macht, viel zu grob für die Erfassung der Lebensenergie, die hinter allem Geschehen im Verborgenen, – in der Tiefe der Kleinheit liegt. Fortsetzung folgt.

 

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

 

dgm031-wahrheit-schonheit

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

 

 

 

 

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM062 TITEL Buecher

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

D The Gate MK

DgM 061

Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 11. Mai 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 061 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                   



© Februar 1938, Nr. 61


 

Der gute Menschenkenne rnach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                    

 

 

 

 

 

© Februar 1938, Nr. 61

XX

DAS AUGE

und sein Ausdruck

 

XX

Ein Versuch, Leben, Tod

und Dasein einfach und

natürlich zu erklären

 

XX

Bild 69. Das Auge. Schematische Darstellung über den Vorgang des Sehens, den Bau des Auges, die Spaltung der Lebensenergie und den Wechsel der Lebenspole, – den man als Tod bezeichnet.

1. Negative Tiefenachse der Lebensenergie. 2. Positive Lebensstrahlkraft. 3. Pol der Lebensenergie. 4.-10. Chemisch-ätherische Feinstoffe, die beim Wechsel der Lebenspole die Lebensenergie begleiten.

 

Huter SEHEN AUGE M

Natürliches Sehen

Wir wollen die oben abgebildeten Augen betrachten und dabei einfach und schlicht versuchen, vielleicht eine natürliche Erklärung über Leben und Tod zu finden.

Der deutsche Mensch des Volkes war immer einfach und schlicht, aber dabei tief denkend, und das soll uns zugute kommen.

Huter DgM 100

Carl Huter, der deutsche Begründer der Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

 

Wir stützen uns also auf die eigene Denkkraft des natürlichen Menschen, – wollen dabei aber niemandem seine Meinung über die ersten und letzten Dinge des Lebens nehmen.

XX

Bild 68. Das gute und glückliche Auge

Läßt man den Blick auf diesem Augenpaar ruhen, so sieht man, daß es sehr zart und mild, aber auch – man betrachte die Augenlider – sehr regelmäßig, offen und wohltuend schön gebildet ist.

Man hat das Gefühl, den Eindruck, daß es seelenvolle Augen sind, Augen, aus denen etwas wie Glück und Liebe strahlt.

Was ist es nun, das diese weichen zarten Formen bildet, das den Ausdruck von Glück, Liebe und Seele gibt?

Bevor wir diese Frage zu beantworten versuchen, betrachten wir noch einige weitere Bilder.

XX

Bild 70. Der offene Blick Bilder Möller, Halle

Bild 70 zeigt uns den offenen, freundlich heiteren Blick. Der Blick liegt ganz frei und ruhig, um die Bilder der Außenwelt zu beobachten und aufzunehmen.

Eine heitere Milde und Freundlichkeit liegt im Blick und um die Augen, ja im ganzen Gesicht, an der Stirn, besonders aber am Mund, an den Zügen der Nasenform und in den Geweben des mittleren Gesichts.

Gewiß, das Auge kann schnell einen anderen Ausdruck annehmen, auch der Ausdruck im Gesicht kann schnell wechseln.

Das Lebendige, das Leben, das Empfinden, das diesen mannigfaltigen Ausdruck hervorbringt, liegt in Fleisch und Blut, liegt in allen Formen und Geweben, muß aus dem Körperinnern kommen, um sich in Auge und Ausdruck kundzugeben.

Es muß etwas Formgestaltendes sein, etwas, das die belebte Materie des ganzen Körpers, alle Stoffe und Kräfte beherrscht, leitet und richtet, sonst wäre der wechselnde Ausdruck an Auge und Gesicht nicht zu erklären.

DgM061-1938MellerkeAu

Soll denn nun das Lebensrätsel, soll die lebendige Kraft in uns ewig unerforschbar sein? Oder dürfen wir es wagen, mit Hilfe unserer heutigen fortgeschrittenen wissenschaftlichen Erkenntnis das Problem zu lösen?

Niemand kann ernsthaft gegen einen solchen Versuch etwas einzuwenden haben. Kein Mensch wird sagen, wir dürfen das Problem nicht anrühren, es ist ewig verborgen.

Die Natur hat uns das Auge zum Sehen, den Verstand zum Denken und das Gefühl und Empfinden gegeben.

Darum wollen wir uns bis zum Äußersten anstrengen, und das von der natur so sehr gehütete Geheimnis, wenn möglich, zu erkennen.

DgM016 Wahrheit Tod Titel

Die Wahrheit über den Tod [Hinzugefügt]

 

Betrachten wir noch ein weiteres Bild.

Bild 71. Hier ist die Kopfhaltung gerade und aufrecht, gespannt und die Augen liegen in den Ecken.

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Bild 71. Der offen lauernde Blick

Der Blick ist nicht mehr freundlich und heiter, sondern härter, offen lauernd, und entsprechend haben sich die Züge an Mund und Gesicht verändert.

Folglich muß es verschiedene Kräfte im menschlichen Körper geben, solche, die mit Liebe, Wärme, Weichheit und starkem Empfinden und solche, die mehr mit Spannung und Härte einhergehen.

Diese Annahme ist zweifellos berechtigt, wir haben es also nicht nur mit einer empfindenden, lebendigen, ausdrucksvollen Kraft allein zu tun, sondern auch noch mit Kräften, die das Lebendige begleiten, die Spannung, Härte und andere Wirkungen erzeugen.

Damit wird das Lebensproblem schon schwieriger, aber es wird uns auch gleichzeitig geholfen. Die Wissenschaft ist weit fortgeschritten. Wir wissen, daß es viele unsichtbare Strahlenarten gibt, die schon zum Teil ihrer Wellenlänge nach bestimmt werden können.

Damit allein schon erkennen wir, daß die Lösung der Lebensrätsel ohne die Fortschritte der Wissenschaft nicht möglich ist.

Damit erkennen wir, daß der Glaube, nur alte und heilige Bücher können uns diese Aufklärung allein geben, ein irriger ist. Um so mehr ist es daher berechtigt, Verstand und Gefühl gleichmäßig zu bebrauchen, um nicht in oft kindlich naiver Weise nu allein zu glauben, – nein, – wir wollen wissen. –

Tamid 06

Rechte und linke Gehirnhälfte [Hinzugefügt]

 

Bild 72. Der versteckt beobachtende, etwas lauernde Blick ist wieder ganz anders.

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Bild 72. Der versteckt lauernde Blick

Hier ist die Kopfhaltung nicht mehr gerade und aufrecht, offen und frei, sondern gesenkt.

Bei dem stark gesenkten Kopf ist der Blick dennoch beobachtend in die Umwelt gerichtet, was aber die Kopfhaltung zu verbergen beabsichtigt.

Wer aber beobachtet und nicht zeigen will, daß er beobachtet, der ist in dem Moment nicht mehr ganz aufrichtig, sondern es ist etwas Unaufrichtiges mit im Spiel.

Für diese Blickrichtung ist die Kopfhaltung viel zu tief.

Wir sehen daran: was uns in der Außenwelt versteckt oder gerade erscheint, das findet zweifellos im Gehirn gleichlaufende Organe und damit auch einen gleichlaufenden äußeren Ausdruck.

Wir erkennen aber auch daraus, wie fein das Lebendige in uns organisiert sein muß, wie fein sich das Seelische und Geistige im Körper, in Augen und Gesicht offenbart.

Huter Medizin Krebs Timm

Medizin [Hinzugefügt]

Wir können also auch die medizinische Wissenschaft, die den Körper zergliedert, nicht entbehren, wenn wir das Lebendige zu erforschen bestrebt sind.

Was aber ganz besonders nicht außer acht zu lassen ist, das ist der lebendige Ausdruck des Auges, des Gesichts, der Gestalt und Bewegung.

Das Letztere hat man vielfach ganz übersehen, man glaubte, das Lebendige mit dem Seziermesser finden zu können oder am toten Körper studieren zu müssen.

Das Lebendige will aber ebenso lebendig beobachtet und studiert, durchdacht und erforscht sein.

Hu Schulmedizin 2

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Diese Feststellung ist auch eine berechtigte Fundamental-Kritik an dem bis heute praktizierten akademischen Medizin-Studium in staatlich beschützten Einrichtungen, Universitäten, insbesondere in Bezug auf Anatomiestudien von angehenden Medizinern. Staatlich bezahlte und beauftragte Medizin-Dozenten zwingen junge Medizin-Studenten ihr Medizin-Wissen an toten Menschen zu gewinnen. „Das Lebendige will aber ebenso lebendig beobachtet und studiert, durchdacht und erforscht sein“. LINK: NÄHERES IN MEDIZIN-INSIDE]

Das Lebendige, das Leben in uns ist an sich unsichtbar, nicht greif- und faßbar, es liegt in der ganzen lebendigen Gestalt, im Ausdruck, im Auge und in allen Lebensäußerungen.

Huter Geist Formen

In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Das Lebendige muß also äußerst fein und flüchtig sein, äußerst empfindsam, eindrucksvoll und schnell.

Wie wollen wir nun das Geistige, das Seelische, das Lebendige und Schöpferische in uns erfassen?

Es bleibt keine andere Annahme übrig: es muß auf Strahlung beruhen, denn sonst ist das ewig bunte Spiel des geistigen und lebendigen Ausdrucks niemals zu erklären. Alle sonstigen Versuche, Leben und Geist zu erklären, sind bisher gescheitert: Aber wir werden sehen, daß dieser letzte Versuch, die Lebensrätsel restlos zu erklären, uns nicht enttäuschen wird.

Helioda-Strahlen Zelle

Helioda in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Wiederum muß die Wissenschaft unsere Führerin sein, wenn wir die Frage stellen: Woher kommt die Kraft des Geistigen, die schöpferische Lebenskraft, das Lebendige in uns, das sich im Auge so offensichtlich ausprägt? –

Die Antwort kann nur lauten: Aus dem gesamten Körperinnern; denn wir wissen, daß im Augenstern Millionen allerfeinster Nerven verlaufen, die sich im ganzen Körper verzweigen und letzten Endes ihren Ursprung in den Bausteinen des Körpers, die wir Zellen nennen, haben.

 

 

DAS STRAHLEN LEBENSLICHT

Der menschliche Körper besteht aus etwa 28 Billionen Zellen, die nur noch mikroskopisch sichtbar, aber durch die fleißigste Arbeit der Wissenschaft sehr weitgehend erforscht sind.

Damit steigen wir bereits tief hinab in die Welt der Kleinheit. Es ist naheliegend, zu folgern, daß hier die Quellkraft des Lebens zu suchen und wenn möglich auch zu finden ist.

So dachte Carl Huter, ein einfacher Mann des Volkes, der aber hochbegabt war und mehr Wahrheiten in der Natur erkannte, wie andere vor ihm.

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts stellten alle großen Zellforscher übereinstimmend in der lebenden Zelle ein anatomisches Strahlengebilde fest.

Huter, der durch seine langjährigen Beobachtungen des wechselnden Ausdrucks der Augen und des Gesichts fest überzeugt war, daß das Lebendige in uns, die Lebenskraft auf Strahlung beruhe, hatte seine Forschungen über das Leben schon sehr weit ausgebaut, als ihm die Entdeckung des strahlenden Zentrosomas in der lebenden Zelle bekannt wurde.

Er sagte sich, in dem Strahlengebilde der Zelle muß eine Strahlkraft wirksam sein, die Lebenskraft der Zelle, die Kraft, welche das Leben ausmacht, an die das Leben gebunden ist.

Er durfte seinerzeit gar nicht wagen, öffentlich seine Ansicht kundzugeben, daß das Leben auf Strahlung beruhe, ohne sich der Verhöhnung auszusetzen.

Nun erst hatte er den wissenschaftlichen Stützpunkt für seine Forschungen gefunden, denn bei der sogenannten amitotischen oder krankhaften Zellteilung, bei welcher sich die Zelle ohne genügende Mitwirkung des Zentrosomas teilt, ist der Tod die Folge!

Daraus war der Beweis abzuleiten, daß das Leben an die Strahlkraft im Zellzentrosoma gebunden ist.

Nun erst konnte Huter mit seinen Entdeckungen freier hervortreten, allerdings erging es ihm dann auch ähnlich so wie fast allen großen Erfindern und Entdeckern, die sehr viel zu leiden hatten.

Doch das sei nur erwähnt, – zweifellos ist dieses

 

DIE GRÖSSTE ENTDECKUNG

DES 19. JAHRHUNDERTS

 

Huter wies nach, daß das Wachstum und die Zellvermehrung in der Hauptsache auf Teilung, besser gesagt Spaltung des Zellzentrosomas beruht. Die Zellen bleiben durch Strahlung miteinander in Verbindung, und wo dieselbe oft verläuft, bilden sich zuerst feine Fibern, dann Nerven, Ganglionen, das Rückenmark, die Sinnesorgane und das Gehirn.

Zellen, Fibern, Nerven, Ganglionen, Rückenmark, Sinnesorgane und Gehirn [Hinzugefügt]

Huter nannte die von ihm entdeckte Lebenslichtstrahlkraft „Helioda“. Er stellte fest, daß es die geistig-schöpferische Leit-, Richt- und Formkraft des lebendigen Körpers ist.

DgM007-1933ZellNeo gelb

Helioda – Krafrichtungsordnung [Hinzugefügt]

 

DIE STRAHLENDE MATERIE

Huter forschte weiter, denn er sagte sich, daß die Lebensstrahlkraft irgendwo ihren Ursprung haben muß.

Infolgedessen experimentierte er zunächst mit der scheinbar toten oder anorganischen Materie.

Dabei kam er zu überraschenden Resultaten. Er fand, daß die Materie, daß die verschiedenen Elemente sehr verschiedenfache Strahlungen und Emanationen haben.

Nach und nach konnte er diese Strahlungen voneinander unterscheiden, lernte den Charakter derselben kennen und die Rolle, welche sie beim Formbau der Materie spielen.

Huter entdeckte also die Elementarstrahlungen der Materie und erkannte, daß alle Elemente mehr oder weniger strahlen.

Wiederum fand er dafür bald die Bestätigung. – Als das Radium entdeckt wurde, war für dieses Element die Strahlung nachgewiesen.

Heute ist die Sachlage nun schon eine ganz andere. Die moderne Physik hat eine ganze Anzahl radioaktive Elemente nachgewiesen und deren Strahlungen auch der Wellenlänge nach gemessen.

 

 

DAS EMPFINDUNGSVERMÖGEN

DER MATERIE

Bei allen seinen Versuchen mit der anorganischen Materie stieß Huter aber auf eine sehr feine Emanation derselben, die sich von allen anderen Strahlungen merklich unterschied, und die besonders dann auftrat, wenn starke Lebenseindrücke auf die Materie eingewirkt hatten.

Diese Emanation der Materie hatten große Ähnlichkeit mit dem Charakter und der Eigenart der Lebensstrahlen, die von den Lebewesen ausgehen.

Huter stellte experimentell fest, daß die anorganische Materie ja gar nicht absolut tot ist, sondern Empfindungs-, Strahlungs- und Rückerinnerungsvermögen besitzt.

Er entdeckte die Empfindungsenergie der Materie, die sogenannte Substanzinteligenz.

Damit war die große Brücke zwischen der belebten und unbelebten Materie geschlagen.

Denn es liegt auf der Hand: Ist die Materie nicht absolut tot, sondern besitzt sie mehr oder weniger, wenn auch noch so spurenhaft, eine Empfindungsenergie, dann kann sich mit der fortschreitenden Um- und Neubildung der Materie, wie es im ersten lebenden Eiweiß der Fall war, das Empfinden sammeln und konzentrieren.

Sobald sich nun das Empfinden im lebenden Eiweiß besonders stark konzentriert, sammeln sich anderseits auch die Schwerstoffe, sie bilden einen Kern.

Schließt sich das Gebilde von der Masse ab, so erwacht das konzentrierte Empfinden zum Eigenempfinden, zum Sichselbstempfinden oder Bewußtsein, und wir sagen, „das Gebilde, die erste organisierte Zelle, lebt“.

Damit war die Entstehung des Lebens in Verbindung mit allen anderen bekannten Entwicklungsfaktoren, die wir hier übergehen können, auf natürliche und einfache Weise aus der Materie selbst restlos erklärt.

Huter begründete danach eine gänzlich neue Entwicklungslehre von Stoff, Kraft und Empfinden, welche sich an die bekannten Entwicklungslehren zwanglos anschließt.

ER entdeckte die Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung in der Natur und damit die Formbildungsordnung

 

 ALPHA huter

DER TRIUMPH DES MENSCHENGESCHLECHTS

Huter hatte die Lebenskraft in der lebenden Zelle und die Keimkraft derselben in der Empfindungsenergie der Materie gefunden und experimentell nachgewiesen.

Er sagte sich: So wie jede lebende Zelle eine Lebenszentrale, das Zellgehirn, im Zentrosoma der Zelle hat, so muß jedes der Billionen Atome und Moleküle, woraus jede einzelne Zelle wiederum besteht, schon Spuren der Empfindungsenergie besitzen, – und ebenso die gesamte Materie, die sich aus Atomen und Molekülen aufbaut.

Die Atome und Moleküle sind nun allerdings fast undenkbar klein, aber die moderne Physik hat das Meisterstück vollbracht, diese kleinsten Bausteine der Materie indirekt sichtbar zu machen.

Ja, sie hat nachgewiesen, daß um den Kern eines Atoms Elektronen in großer Zahl kreisen, ähnlich wie die Planeten in unserm Sonnensystem.

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Planetensystem [Hinzugefügt]

 

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Huter auch weiterhin damit recht behalten, daß die Welt sowohl nach der Größe wie nach der Kleinheit zu unendlich ist in dem Sinne, wie wir heute die Unendlichkeit verstehen.

Unser heutiges Weltbild ist ein ganz und gar anderes geworden, als das zu unserer Väter Zeiten geltende.

Was sollen wir nun mehr bewundern, die Welt nach der Unendlichkeit der Größe oder nach der Unendlichkeit der Kleinheit?

 

 

DAS WUNDER DES LEBENS

Ein möglichst luftleer gemachter Raum enthält auf den cbm noch etwa 40 Millionen Moleküle, – es gibt Lebewesen von etwa eindreißigmillionstel mm Kleinheit, – danach kann man sich einen Begriff von der gigantischen Welt der Kleinheit machen.

Aber diese Welt ist nicht nur außer uns, sie ist auch in unserem eigenen Körper, unser eigenes Leben und Sein wurzelt in der Tiefe dieser Kleinheit, wobei noch jedes Atom und Molekül nicht nur in sich eine enorme Energie verkörpert, sondern sich auch in Bewegung befindet.

In unserer Luft, die wir atmen, stößt jedes Atom ein paar Millionen mal in der Sekunde mit einem andern zusammen.

Schier unermeßlich sind die Wunder, welche uns die moderne Atomphysik in der Welt der unendlichen Kleinheit offenbart hat. Energien von ganz großem Ausmaß sind hier zu finden, es ist der erste Blick getan in eine Welt, die zuvor völlig unbekannt war.

Es ist die Welt der unendlichen Kleinheit, die unserem eigenen Leben, die allen Dingen in der Welt zugrunde liegt, die alles trägt und erhält und noch vorwärts und aufwärts leitet.

So wenig uns die unendlichen Tiefen der Sternenwelt nach ihrer Größe zu bekannt sind, so wenig sind uns die unendlichen Tiefen der Welt nach der Kleinheit zu bekannt.

So wenig wir heute wissen, ob nicht noch weiteres Leben auf nahen oder fernen Weltenkörpern vorhanden ist, so wenig sind wir berechtigt, diese Frage zu verneinen; so wenig sind wir aber auch berechtigt, da ja das Leben in uns selbst mit keinem noch so feinen Instrument zu erfassen ist, die Frage zu verneinen, ob nicht im scheinbar leeren Weltenraum und nach der unendlichen Innerlichkeit des Raumes zu, sich nicht erst recht das Leben in uns noch unbekannten, unter allen Umständen für uns unsichtbaren Formen abspielen kann.

Das eine aber ist sicher, wenn dies der Fall sein sollte, dann ist das sogenannte Jenseits nach dem Tode dasselbe Jenseits, aus welchem das Leben einst aufgestiegen ist.

Dann ist das Jenseits nach dem Tode, von welchem Religionen, Sagen und Mythen berichten, nicht mehr über den Wolken zu suchen, sondern die modernre Atomphysik hat den Weg dorthin gezeigt.

Sie hat im rastlosen Forschungsdrang, ohne es zu beabsichtigen, eine gigantische Welt der Kleinheit erschlossen, – eine neue, kaum geahnte Welt.

Und wenn die lebendige Kraft in uns als die allerfeinste Energie, die auf kleinstem Raum sich konzentriert, die den ausgesprochenen Charakter der Kleinheit und Feinheit trägt und ihre eigenen Gesetze hat, erst als solche von der Wissenschaft erforscht ist, dann wird das, was in Religionen, Sagen und Mythen über das Weiterleben nach dem Tode gelehrt ist, in greifbare und verständliche wissenschaftliche Formen gekleidet.

Umsonst hat der niemals rastende und ruhende Menschengeist sich nicht Jahrtausende abgemüht, das Rätsel der Natur, des Lebens, zu entschleiern. Wir stehen heute vor einem Wendepunkt, wonach es möglich sein wird, Wahrheit und Irrtum zu trennen und das ewige religiöse Empfinden des Menschen auf eine gesunde naturwissenschaftliche Grundlage zu stellen.

 

 

DIE DRITTE GROSSE PRIMÄRE WELTENERGIE

 

Da sich nun, wie die Physik lehrt, die Elemente, und mithin die Atome, um- und neubilden könne, so nahm Huter dafür einen Um- und Neubildungsstoff an, den sogenannten Weltenäther.

Dieser muß logischerweise den ganzen Weltenraum ausfüllen – und analog der Form der Weltenkörper aus kugelförmigen Einzelteilen bestehen, den sogenannten Ätherilionen.

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Weltenähter [Hinzugefügt]

Diese mögen die Größe der Atome haben oder noch unterhalb derselben nach der Kleinheit liegen. Zwischen den Ätherilionen liegt der neutrale Weltäther.

Jedes Ätherilion muß Stoff, Kraft und Empfinden enthalten, denn sonst könnte kein Atom sich neu-, noch umbilden.

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Stoff, Kraft und Empfinden [Hinzugefügt]

Der Beweis, daß es sich tatsächlich so verhalten muß, ist allein schon dadurch erbracht, daß der Weltenäther weder Licht-, noch elektrische Wellen absorbiert, sondern getreulich leitet.

Wäre nicht in jedem Ätherilion das Empfinden für das Individuelle vorhanden, so könnte uns aus leicht begreiflichen Gründen das Licht der Millionen Lichtjahre entfernten Sterne niemals individuell übertragen werden.

Durch diese Begründung hat Huter neben Stoff und Kraft die dritte große primäre Weltenergie, die Empfindungsenergie als tatsächlich vorhanden nachgewiesen.

Die darauf aufgebaute Entwicklungslehre von Stoff, Kraft und Empfinden können wir hier übergehen.

 

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DAS DREIHEITSPRINZIP IN DER NATUR

 Damit war das Dreiheitsprinzip in der Natur, das allen Dingen zugrund liegt, nachgewiesen. Es ist das Prinzip der dualen Raumkräfte, die den Raum nach der unendlichen Größe und Kleinheit geschaffen haben und als drittes, ihr Kind, den Weltenäther bildeten, dem sie alles an Stoff, Kraft und Empfinden vererbten, damit das, was daraus geworden ist, werden konnte, um ewigen Zielen zuzustreben.

Damit war die Empfindungsenergie als Keimkraft des Lebens und Geistes erkannt, da ja alles, was lebt, innerlich aufnimmt und empfindet und sich entäußert und strahlt.

Es ist das Prinzip des Kraftaustausches zwischen Individuum und Außenwelt, äußerer Körperperipherie, Innenwelt und Außenwelt, worauf das Grundgesetz des Lebens und jede Ausdruckswissenschaft beruht.

HUTER innen aussen

Innen und Außen [Hinzugefügt]

Kraft, Stoff und Empfinden erschließen aber auch das Prinzip von Vater, Mutter und Kind, das Prinzip der Ganzheit in der Natur.

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Vater, Mutter und Kind, hier am Beispiel der Familie von Medical-Manager Wolfgang Timm, Foto 22. Dec. 2004, Statue „Fallen Angel“ near Atocha, „Spanisches 9-11“ mit über 200 Toten am 11.3.2004 („311“ = Terminator-Code) [Hinzugefügt]

 

 

DIE IMPULSKRAFT ZU ALLEM WERDEN

UND ENTWICKELN IN DER WELT

Da weder der Stoff noch die Kraft jemals aus sich selbst zur Bewegung gelangen könne, so liegt die Impuls- und Antriebskraft zu allem Werden und Entwickeln in der Welt in der ursächlichen Empfindungsenergie als der Wurzelkraft des Lebens.

Aus Empfinden ist erst das Sehnen, dann der Wunsch und dann der Wille zum Werden und Entwickeln geboren.

Demnach ist das Empfinden das Primäre im Weltall, es ist die oberste Weltenergie, aus der alle Kraft hervorgegangen ist. Damit kann sich das Denkleben in den Fragen nach dem „Warum und Woher“ aller Dinge wieder in zuverlässigen Bahnen bewegen.

Es muß heißen, nicht Stoff und Kraft allein sind ursächlich, sondern „Stoff, Empfinden, Kraft und Form und in allem das Leben“, – das ist der Weg zu höherem Werden.

 

 

Ewiger Tod- oder ewiges Leben?

Wie schwer die Atomzertrümmerung vor sich geht, ist bekannt uns mit darauf zurückzuführen, daß die Urbestandteile der Materie an ein bestimmtes Proportionsmaß gebunden sind, eine Umwandlung daher nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen geschehen kann.

Die Atome und Ätherilionen besitzen eine enorme Elastizität, so daß sie selbst dem Druck der gewaltigsten Weltenkörper standhalten, wobei sie sich noch in Strahlung und Bewegung befinden.

Aus der Empfindungsenergie der Ätherilionen und Atome hat sich mit der fortschreitenden Umbildung der Materie das Empfinden im Laufe einer Zeit von Jahrmilliarden in der lebenden Materie immer stärker gesammelt.

Das Empfinden, die Lebensstrahlenergie, ist durch den Lauf einer sehr langen Entwicklung und Vererbung im Menschen außerordentlich stark als Zeugungs-, Geistes- und Lebenskraft konzentriert.

Wo bleibt nun diese höchste empfindende und sich selbst bewußte Energieform mit dem Tode, - eine Energieform, die den ausgesprochenen Charakter der Individualität besitzt? -

Zurückfluten in die Atome und Moleküle kann die individuelle Lebensenergie mit dem Tode unter keinen Umständen, das ist unmöglich, denn sie ist schon eine höhere Entwicklungsform.

Folglich bleibt nichts weiter anzunehmen übrig, als daß diese höchste konzentrierte Energieform auch nach dem Tode als solche bestehen bleibt, um in der angefangenen Entwicklung im Empfinden des Weltenäthers weiter fortzuschreiten – in der Welt der unendlichen Kleinheit – jenseits der uns bekannten Kräfte und Stoffe, den ihr eigenen ausgesprochenen Charakter der Individualität bewahrend.

Denn das Gesetz von der Erhaltung der Kraft, das in der ganzen Natur Gültigkeit hat, wird hier bei der höchsten Energieform wohl in erster Linie anzuwenden sein. Damit ist die Möglichkeit des individuellen Weiterlebens nach dem Tode naturwissenschaftlich zu begründen.

Es fragt sich nun, ob die Natur Vorsorge getroffen hat, daß die Erhaltung der individuellen Lebensenergie mit dem Tode glatt und reibungslos vor sich gehen kann?

Offenbar ist das in kaum zu übertreffender Weise der Fall.

 

 

DIE SPALTUNG DER LEBENSENERGIE

 

Die lebende Samenzelle löst sich mit der Zeugung vom Körper, d.h. die Lebenskraft spaltet sich. –

Da dieses mikroskopisch kleine Lebensgebilde, sowohl ideel, wie auch chemisch materiell, den ganzen Plan des werdenden Menschen in sich trägt, so zeigt uns die Natur, daß sich die Lebensenergie mit ihrer ganzen individuellen Daseinsform abspalten kann.

Ja, die gesamte Organisation des lebenden Individuums ist auf Spaltung der Lebensenergie angewiesen.

Bei jeder der milliardenfachen Zellteilungen, die das Wachstum ausmachen, spaltet sich die Lebensenergie.

Darauf beruht der gesamte Stoffwechsel, der ständige Auf- und Abbau im lebenden Organismus. Obwohl sich der gesamte Körper in verhältnismäßig kurzer Zeit erneuert, bleibt der individuelle Lebensgeist derselbe. Die Lebenskraft spaltet sich, indem sie sich von dem abgebauten Lebensstoffen abtrennt.

Wenn nun die Lebenskraft nichts mehr gewohnt ist, wie die Spaltung, warum – um alles in der Welt – sollte sie sich dann nicht mit dem Vorgang des Todes gänzlich in ihrem besten Teil abspalten können? Es liegt kein Grund vor, bei der Vielseitigkeit der Natur und des Lebens einen solchen Vorgang als unmöglich von der Hand zu weisen.

Das Auge ist das Organ dafür.

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Der Vorgang des Sehens, der anatomische Bau des Auges und des damit zusammenhängenden Milliardenschaltwerkes des Nervensystems entspricht nicht nur aufs zweckmäßigste den Erfordernissen des Lebens an sich, sondern der Organismus ist ebenso darauf angelegt, die Erhaltung der individuellen Lebensenergie beim Vorgang des Todes zu ermöglichen, ganz gleich, wann, wo, wie und unter welchen Umständen derselbe eintritt.

 

 

DER ANATOMISCHE BAU DES AUGES

UND DER VORGANG DES SEHENS

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Alles bisher Gesagte ist in folgendem zusammenzufassen: Mit dem Licht fällt das Bild der Welt durch die Pupille – wir lassen die bekannten optischen Vorgänge hierbei unberücksichtigt, – umgekehrt in das Innere des Auges.

Der Sehnerv, der die negative Tiefenachse der Helioda-Lebensenergie verkörpert, ist äußerste empfindlich, – wie empfindlich die Augeniris ist, weiß jeder.

Der Reiz des Lichtes und des Bildes der Außenwelt wird hier äußerst empfindungsreich aufgenommen und auf dem Wege der Strahlung den Sehzentralen und dem Gehirn übermittelt.

Der Reiz pflanzt sich durch das Milliardenschaltwerk des Nervensystems fort bis in alle Zellen und noch tiefer bis in die Atome und Moleküle der Zellen, wo die Empfindungsenergie liegt.

Die Zellen reagieren mit Lust oder Unlust, Zuneigung oder Abneigung auf die empfangenen Reize – das ganze Leben nimmt Anteil – und reflektieren die Empfindungsreize auf dem Wege der Strahlung an den Nerven entlang zurück bis zu den Sehzentralen, zum Auge und zum Gehirn.

Nunmehr erst kommen in den Bewußtseinszentren des Gehirns, – die am stärksten die Empfindungs- und Lebensenergie konzentriert haben, – der Reiz des Lichtes und damit das Bild der Außenwelt mit allen individuellen Empfindungsreizen der Zellen zum Bewußtsein und lösen die schöpferische Geistes- und Gedankentätigkeit aus.

Das Bild der Welt wird mit allen Bewußtseinsvorgängen zurückgestrahlt zur Augeniris und in die Außenwelt der Atome und Moleküle. Damit erst sehen wir das Bild wieder aufrecht und damit die Schönheit der Welt, wie sie wirklich ist und wie wir sie subjektiv empfinden.

Damit ist der Vorgang des Sehens wirklich erklärt, der anatomische Bau des Auges, vor allen Dingen der Iris und des gesamten, damit zusammenhängenden Nervensystems.

Wir lassen uns gern eines Besseren belehren, aber die bisherigen diesbezüglichen Erklärungen haben den Kern der Sache kaum gestreift.

 

Somit ist aber auch erklärt, warum im Auge des Menschen nicht nur das bewußte, sondern auch das unbewußte Leben zum Ausdruck kommt, warum man selbst den Gedanken im Auge (besonders beim Kind) kommen und gehen sehen kann, warum Freude, Kummer und Leid, Begeisterung und Zorn, Adel und Entwicklung und alles innere Leben im Auge zum Ausdruck kommen.

 

Was das gute, natürlich empfindende Volk von jeher als richtig angesehen hat, die Wissenschaft wird es mehr und mehr bestätigen.

Und alle die, welche heute noch der Welt sagen, es gäbe keine wissenschaftlich begründete und lehrfähige Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], keine Wissenschaft vom Lebens- und Formenausdruck, befinden sich im Irrtum und bewegen sich noch auf der Bahn der alten Wissenschaft der Jahre vor dem Kriege.

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Verbund Physiognomische Gesellschaft Schweiz und Carl-Huter-Zentral-Archiv

 

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DER VOLLENDESTSTE ARCHITEKTONISCHE

PLAN DER AUGENIRIS

 

Nun betrachte der Leser Bild 69. Hier ist dieser Lebensvorgang im Auge schematisch dargestellt und durch die Zahlen 1, 2 und 3 angedeutet.

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Bild 69.

Auffallend ist, daß alle Zeichner, wenn sie das Auge darstellen, instinktiv bemüht sind, den Augenstern in größter Regelmäßigkeit anzudeuten.

Das ist richtig, denn die Millionen feinster Nerven in den drei Irisschichten verlaufen nicht willkürlich und planlos durcheinander, sondern in planmäßiger Ordnung, in einer Ordnung, die das höchste Erstaunen hervorrufen muß, und, und die alles an Großartigkeit übertrifft, was wir auf Erden in der Natur unmittelbar wahrnehmen können.DgM035-1935KanonIris sm

Bauplan der Iris von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]

 

Das ist allerdings ein Kapitel für sich, wir können es nur streifen. Der vollendetste architektonische Plan des ganzen Körpers liegt in der Iris. Darauf beruht die heute schon weltbekannte Augendiagnose und die Erkennung der Krankheiten mit dem Augenspiegel aus dem Augeninnern.

Dreißig Jahre hat Huter mühsamste Forschungsarbeit vollbracht, um den architektonischen Plan der Iris bis in alle Feinheiten nachzuweisen. Die Nachwelt wird diesen Forschungen Huters aller Voraussicht nach mehr Beachtung schenken als die heutige Wissenschaft.

 

 

DAS GRÖSSTE MEISTERWERK

DER NATUR

 

Die Kraft, die das „Lebendige“ ausmacht, ist nach unseren Darlegungen so organisiert, daß sie nach einem einheitlichen Plan in die Außenwelt treten kann.

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Fig 69 deutet mit der Zahl 3 schematisch den positiven Kraftpol der Lebensenergie an, durch welchen sie bei dem Vorgang des Todes in die Außenwelt tritt, den zu finden Huter sieben Jahre benötigte. Diese Stelle unter dem oberen Augenlid ist sehr empfindlich.

Wenn durch irgendeinen Vorgang die Lebensenergie sehr stark erschüttert wird oder lebenswichtige Organe ihre Funktion einstellen, dann schwindet das Bewußtsein und damit auch der Wille.

Ob daher jemand an ein Weiterleben glaubt oder nicht, ob er weiterleben will oder nicht, ist für die Vorgänge, die sich mit dem Tode abspielen, völlig gleichgültig.

Wenn der erschütterte positive Lebenspol seine sympathischen Beziehungen zum Körper löst, – es entscheidet dabei nicht mehr der Wille, sondern die unbewußte Liebe zum Leben und das Gesetz von der Erhaltung der Kraft, – tritt derselbe in die Außenwelt und zieht langsam den ganzen architektonischen Plan der Iris und des Körpers, – ähnlich wie bei der Zeugung und Abspaltung der Samenzelle – mit sich in die Außenwelt.

Die chemischen Feinstoffe und physikalischen Kräfte des Körpers folgen mit, diese sind mehr oder weniger grob oder fein durch die Lebensweise entwickelt, was durch die Zahlen 4-10 angedeutet ist.

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Es findet neben dem sichtbaren Zusammenbruch des Organismus ein Wechsel der Lebenspole statt, was man bisher irrtümlicherweise mit dem Namen Tod bezeichnete. Es ist in Wirklichkeit nur ein Wechsel der Lebensform, denn die Natur lehrt ja auch überall Leben und Wechsel der Form und nirgends Tod oder Stillstand.

Das Auge bricht.

Die Lebensenergie vollzieht lediglich eine Umorganisation und trennt sich von den unbrauchbar gewordenen Organen ab. Sobald der positive Lebenspol wieder zur Ruhe und Statik kommt, erwacht langsam das Sichselbstempfinden und Bewußtsein.

Der einstige Erdenbewohner findet sich unter gänzlich anderen Lebensbedingungen in der gigantisch großen Welt der unendlichen Ausdehnung des Raumes nach der Kleinheit wieder.

Ob im Moment des Todes gleichzeitig 100 kg Dynamit explodieren, ist für den Polwechsel der Lebenskraft völlig gleichgültig. Die Explosion berührt nicht einmal die Atome und Moleküle in ihrem Wesen, sie stieben höchstens auseinander.

Die Lebensenergie mit ihren Feinstoffen und Kräften liegt unterhalb der Grenze der Atome und Elektronen, – und was sich an der Oberfläche der Dinge auch abspielen mag: Körper, Zellen, Moleküle, Atome, Elektronen und Ionen berühren diese Tiefen der Welt nicht mehr, sie sind vermöge ihrer Kleinheit für diese und alle anderen Dinge des Diesseits unantastbar.

So hat die Natur ihr größtes Meisterwerk mit dem Vorgang des Todes vollbracht. Was nachher mit der individuell abgespaltenen Lebensenergie vor sich geht, entzieht sich hier der Betrachtung. Wir können uns nur an das halten, was durch die verschiedenen Wissenschaften bewiesen ist und was direkt in der Verlängerungslinie der bekannten Tatsachen liegt. –

Das Eine aber steht fest, in ihrer starken Sammlung ist die Lebensenergie gleichbedeutend mit Liebe, sowohl Liebe zu allem Guten und Schönen, sowie auch Liebe zum Leben.

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Daher kann auch z.B. aus Liebesgram Siechtum und selbst der Tod hervorgehen. Niemand schädige daher je die Liebes- und Lebenskräfte der fühlenden Wesen, seine eigene Lebensenergie zahlt es ihm heim. Jeder vermehre Liebe, Glück und Freude, wo er nur kann, denn auch das stahlt auf ihn zurück. Aus Klugheit sollte der Mensch schon das Gute tun.

Nach allem ist sicher, die Lebensenergie strebt dem Schönen und Glücklichen zu, und zwar bis zum höchsten Ausmaß, zum höchsten Wissen, um alle Wunder der gigantischen Sternenwelt kennenzulernen, – zum Kunstschaffen und darüber hinaus zur Glückseligkeit.

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Der Wahrheit und Schönheit das Ganze Sein.

 

Nochmals sei betont, daß hier nur ein Versuch vorliegt, die Lebensrätsel vernünftig und auf naturwissenschaftlicher Basis zu lösen. Persönlich haben mir vergleichende Forschungen im Laufe von dreißig Jahren die Überzeugung gegeben, daß das, was hier dargelegt ist, seine Richtigkeit hat. –

 

Nachdem der psycho-physiognomische Lebensausdruck des Auges vornehmlich durch Physik, Chemie und Biologie die notwendige wissenschaftliche Grundlage erhalten hat, wollen wir unsere Augenstudien nach dem praktischen Leben fortsetzen.

Bild 73. Der Kopf liegt haltlos im Nacken, um bald kraftlos herabzusinken, da die motorische Energie des Körpers völlig ausgeschaltet ist.

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Bild 73. Mimische Darstellung des Todes

Das Auge wendet sich ohne Mitwirkung des Willens ganz stark nach oben, als wolle die Seele, der Lebensgeist, hier entfliehen, wie es bereits erklärt wurde. Die Pupille, der negative Heliodapol, wird ungefähr da liegen, wo unsere Zeichnung 69 bei normaler Lebensverfassung den positiven Heliodapol anzeigt. Beide Pole fallen zusammen (der Vergleich mit einem elektrischen Kurzschluß ist berechtigt, darf aber nicht zu falschen Schlußfolgerungen führen), der Polwechsel erfolgt und die Lebensenergie spaltet sich vom Körper ab.

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Das Auge, besonders die Iris, verliert alle Spannkraft und Elastizität, – das Auge bricht.

Daran erkennt man, daß die Lebensenergie Spann-, Form-, Leit- und Richtkraft des Körpers war.

Auf Grund dieser Eigenart formt und richtet sie die chemisch-ätherischen Feinstoffe und abgewandelten physikalischen Kräfte, die beim Wechsel der Lebenspole die Lebensenergie begleiten, zu einer neuen Geistes-Individualität.

Wir sehen nur die äußeren Vorgänge des Todes, wie der Künstler sie dargestellt hat.

Die Abspaltung, das Entweichen und die Umorganisation der Lebensenergie mit dem Tode können wir natürlich nicht sehen, da sich diese Vorgänge innerhalb der Kleinheit der Atome, Moleküle, Protonen und Elektronen abspielen.

Für die feinstoffliche abgespaltene individuelle Lebensenergie ist tatsächlich keine idealere Räumlichkeit und Entwicklungsmöglichkeit denkbar, wie unterhalb der Grenze der Atome und Moleküle in der unendlichen Innerlichkeit des Raumes. Hier fällt die Abhängigkeit von der Um- und Neubildung der Atome fort und damit die irdische Gesetzmäßigkeit und auch alles damit verbundene Leid.

Es ist logisch und naturwissenschaftlich sehr wohl denkbar, daß sich unter diesen außerordentlich günstigen Lebensbedingungen Geistes-Individualitäten im Laufe einer unendlich langen Zeit der Entwicklung von erhabener, ja göttlicher Weisheit, Weltmacht und Schönheit gebildet haben.

Aus diesen Betrachtungen geht hervor, wie sehr wichtig es ist, daß der Mensch seine Lebensenergie durch Liebe und gute Taten, durch unausgesetztes Höherstreben immer mehr konzentriert und verfeinert.

Was für uns biologisch 70 Jahre sind, spielt sich z.B. in der eben noch mikroskopisch sichtbaren Bakterienwelt in Minuten ab. Hinter dieser aber liegt noch das Reich des „Virus“, jener Bakterienart, die für uns gänzlich unsichtbar ist.

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Virus mit Pentagrammform [Hinzugefügt]

Vielleicht spielt sich hier das denkbar kleinste und primitivste Leben in Augenblicken ab. Was noch einige Stufen unter dieser Grenze liegt, ist Ewigkeit, es sind die unermeßlichen und denkbar günstigsten Lebensräume der unendlichen Kleinheit.

Eine Virusart, die Erreger der Maul- und Klauenseuche, denkt man sich durch den Lichtdruck fortbewegt. – Denkbar ist es, daß noch unendlich mal feinere und hohe Lebensindividualitäten nicht nur durch den Licht-, sondern auch durch den Ätherdruck und andere Energien eminent schnell sich fortbewegen können.

Wenn der Mensch beginnt, sein Denkleben nach dieser gänzlich ungewohnten Richtung hin zu schulen, so wird ihm der Sinn des Lebens klarer und er erkennt, daß die Natur über alle Maßen großartig ist.

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Alpha – Omega [Hinzugefügt]

 

Es liegt hier nicht die Absicht vor, diese neuen Gedankengänge etwa als dogmatische Lehren aufstellen zu wollen, vielmehr besteht nur der Wunsch, die neu erkannten Naturtatsachen und Vorgänge ordnungsmäßig in unser Denkleben aufzunehmen und das bestehende Welt- und Lebensbild den Fortschritten der Wissenschaften anzupassen.

 

Das Symbol, Bild 74, ist sehr lehrreich.

Bild 74. Der menschliche Schädel ist auf Bücher gestellt, durch welche das Wissen, die Geschichte und die Wissenschaften dargestellt sind.

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Bild 74. Ein Symbol der Forschung

Der Schädel versinnbildlicht die Formkraft der Psyche. Entwicklungsgeschichtlich betrachtet zeigt die Form schon hohe Vollendung und Großartigkeit.

Diese Großartigkeit in immer neuen Schöpfungen zu symbolisieren, ist die Aufgabe der großen bildenden Kunst.

 

Der Schädel und die Bücher symbolisieren die Wissenschaft, die auf der vergeistigten Grundlage der Urkraft des Lebens ruht. Diese neue Naturwissenschaft führt zur Lebensausdruckswissenschaft und darüber hinaus zur höchsten Schönheit und Wahrheit, zur wissenschaftlichen Weltweisheit und Schönheitsreligion.

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Man braucht an all diese dem Leben zugrunde liegenden tieferen Vorgänge nicht zu glauben, die Natur läßt Freiheit, aber man kann auch sein Gefühl, seine Beobachtung und seinen Verstand anstrengen und schulen, um das scheinbar Unerklärliche auf vernünftige und einfache Weise zu erforschen.

Dabei ist die aller schärfste Kritik, wenn sie Hohn und Spott beiseite läßt und sachlich bleibt, nur erwünscht.

Wir wollen um die Wahrheitserkenntnis in der Natur ringen und forschen, dem großen und guten Neuen und nicht mehr dem Überlebten und Alten leben.

Aus Totem kann sich kein Leben bilden, – so folgert richtig der Philosoph. – Aber die Materie ist ja nicht tot, sie hat, wenn auch ein nur spurenhaftes Empfinden. Daher kann sich durch Sammlung des Empfindens aus der Materie Leben bilden, denn Leben ist gesteigertes, konzentriertes Sichselbstempfinden und Bewußtsein.

 

Bild 75. Wie unterschiedlich fein sich das Auge bei den wechselnden Geistestätigkeiten einstellt, zeigt uns dieses Bild im Vergleich zu Bild 71.

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Bild 75. Der versteckt lauernde Blick

Hier beobachtet der Mensch versteckt und lauernd, bei Bild 71 offen und lauernd.

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Bild 71.

Hier ist der Kopf nicht aufrecht und gerade gerichtet, sondern etwas nach unten gesenkt, um gar nicht zu zeigen, daß beobachtet wird, und entsprechend ist der Blick in den Augenecken liegend nach oben gerichtet.

 

Wer offen denkt und beobachtet, bei dem ist das Auge auch offen, freimütig und gerade gerichtet, er hat nicht nötig, den Kopf zu senken und von der Seite, von den Augenecken aus zu beobachten.

Aber nicht nur das Auge, sondern der ganze Gesichtsausdruck nimmt auch bei dieser Blickrichtung Anteil,. Die verhaltene Spannung bei dem versteckt lauernden Blick liegt am Mund, an der Nase und in den Gesichtszügen.

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Bild 75.

Dieser Vorgang ist nicht nur ein rein äußerlicher, das anzunehmen wäre gänzlich verkehrt, denn wir haben auf das Deutlichste gesehen, in welch innigem Zusammenhang das ganze körperliche und geistige Leben steht. Alle Zellen, ja selbst die Atome und Moleküle nehmen durch Empfindung, Strahlung und Spannung der inneren Kräfte am einheitlichen Fluß des Lebens teil.

Was uns in der äußeren Welt hoch oder niedrig, gerade oder versteckt erscheint, findet im Gehirn, in den verschiedenen hoch oder niedrig, gerade oder versteckt liegenden Gehirnteilen auch gleichliegende Organe für die geistige Tätigkeit, entsprechend pulsiert das Blut und gestaltet sich das Geistesleben, dieses spiegelt sich im Gesicht, in der Haltung und im charakteristischen Ausdruck der Augen wider.

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Spiegeln

Das Gehirn arbeitet örtlich verschieden, so daß der Geist allemal je nach dem Gegenstand, mit dem er sich beschäftigt, in bestimmten örtlichen Gehirnorganen seine Kraftquelle findet.

Diese Organe oder Bezirke des Gehirn haben sich so gelagert, daß sie wiederum mit der Außenwelt in vollkommenem Parallelismus sich befinden.

Der Gleichlauf zwischen Außenwelt, innerer Gehirnorganisation und dem Augen- und Gesichtsausdruck ist vollendet.

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Innen und Außen

Das Gehirn- und Geistesleben hat sich, rein entwicklungsgeschichtlich und morphologisch betrachtet, auf dieser Basis entwickelt.

Daher besteht zwischen Charakter und Weltanschauung, zwischen Gehirn-, Kopf-, Schädel-, Gesichtsbau, Augen- und Gesichtsausdruck und dem Geist des Menschen der innigste Zusammenhang.

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Soweit wir daher die Geistes- und Charaktererkenntnis nicht aus Taten und Begebenheiten folgern, ist die unmittelbare Geisteswissenschaft

Gehirnorgan- und Gesichtswissenschaft.

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Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

 

 

 

 

XXXXXXXXXXXX

 

In diesem Glauben an ein Weiterleben nach dem Tode, an die Erhaltung seiner Geistes-, Form-, Lebens- und Seelenenergie hat der Mensch recht, denn diese ist unzerstörbar.

„Mensch, ergib Dich in Dein Schicksal“, lehrte der Religionsstifter Mohammed, - und auch das ist beachtenswert.

In den Tiefen der Gewebe, der Atome und Moleküle wurzelt die Lebenskraft als eine Energie, die auf Strahlung und Empfindung beruht. Die Wellenlänge dieser Strahlung ist nicht meßbar, der Stoff dieser Energie ist nicht registrierbar, weil es der letzte Feinstoff der Urbausteine des Alls ist. Genau so wie er im lebendigen Gewebe nicht durch Instrumente nachweisbar ist, bleibt das Verfahren, durch das man heute [Stand 1937] die Atome indirekt sichtbar macht, viel zu grob für die Erfassung der Lebensenergie, die hinter allem Geschehen im Verborgenen, – in der Tiefe der Kleinheit liegt. Fortsetzung folgt.

 

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

 

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Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

 

 

 

 

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, -

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

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Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

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Veröffentlicht in Amandus Kupfer, böse, Carl Huter, Form, Geist, gut, Ka am 30. April 2009 von helioda1

Der gute Menschenkenner 060 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de

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Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                                                



 

 

© Januar 1938, Nr. 60

 

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DREITYPENLEHRE

in der Tierwelt

 

Vergleichende Tierstudien

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Eine neue Charakterologie

Und Ordnung in der Tierwelt

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Seit Linnés Zeiten

das erste große Neue

In der Naturbetrachtung

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Staunenswert und großartig ist die Entwicklung der Tierwelt auf unserer Erde gewesen. Etwa 150.000 Arten sollen heute [Stand 1938] noch am Leben sein.

Gewaltige Katastrophen, Eruptionen und Verschiebungen der Erd- und Wassermassen haben ganze Erdteile verschüttet und den Untergang von gewaltigen Massen organischen Lebens herbeigeführt. Nur an wenigen geschützten Stellen blieb die Lebenswelt erhalten.

Es ist aber anzunehmen, daß nach großen Katastrophen auch wieder Neuschöpfungen stattgefunden haben, denn sonst hätten sich die übriggebliebenen Lebensindividuen nicht so mannigfaltig entwickeln können.

Huter nimmt an, daß diese Neuschöpfungen aus dem Geiste der Natur, aus dem Erdgeiste und der Materie in Verbindung mit kosmischen Kräften entstanden sind. Mag der Eine an seinen Zebaoth, der Andere an seinen Allah glauben, der materialistische Naturforscher an die Mechanik des Weltgeschehens, wir glauben an den empfindenden und schöpferischen Geist der Natur.

Diese Theorie läßt die Deszendenz- und Selektionslehre bestehen und ergänzt sie nur.

Dieses neue, frische, jungschöpferische Leben gab dem Alten neue Lebens- und Liebeslust und verhütete das Aussterben.

Die stärkeren Urtiere fraßen die schwächeren, es war ein fortgesetzter Kampf ums Dasein. Aber dieser Kampf, diese Tragik in Verbindung mit der Liebe zum Leben führte zu immer höherer Entwicklung der einzelnen Arten.

Die Tierarten, welche heute noch auf der Erde leben, kamen erst im letzten großen geologischen Zeitalter, in der Tertiärzeit, zur vorherrschenden Entwicklung.

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Aber eines ist in diesem Werden und Vergehen und Neubilden absolut; stets war der Körperbautypus gewissermaßen das Spiegelbild von seelischem Innenleben und äußeren Lebensbedingungen.

Die Urtiere waren zum Teil gewaltige, massige Geschöpfe, z.B. die Saurier, Mammuttiere, Riesenechsen usw.

Es waren Rumpf- und Ernährungsgeschöpfe, die ihrem Körperbau nach hauptsächlich darauf angelegt waren, das Nahrungsbedürfnis zu befriedigen und sich der Umwelt anzupassen.

Diese Tiere haben riesige Mengen von Nahrung benötigt. Sie kamen dadurch in den Kampf ums Dasein und waren gezwungen, ihre Kraft und Energie zu entwickeln.

Es galt ihnen nunmehr die Kraft als das Ideal des Lebens und es entwickelten sich aus und neben diesen Material- und Ernährungstypen die Kraft- und Energietypen in der Tierwelt.

Die Materialtypen hatten wohl auch die Anlage zur Höherbildung, doch war diese durch den starken Nahrungstrieb unterdrückt und vernachlässigt, und sie erstarrten mit der Zeit körperlich und geistig und gingen allmählich zugrunde.

Die Kraft- und Energietiere lebten nun nicht mehr ausschließlich der Ernährung, sondern sie suchten ihre Energie und Wehrkraft zu stärken, um ihre Art zu erhalten.

Für diese Geschöpfe gab es also schon ein höheres Lebensideal, die Art zu erhalten; – damit trat der Geschlechtstrieb in den Mittelpunkt des Lebens, und sie suchten nach Auswahl in der Fortpflanzung.

Nunmehr hatten die Energiegeschöpfe mit ihresgleichen um den Besitz der Weibchen zu kämpfen.

Damit begann eine stärkere Differenzierung, – durch Zuchtwahl entstanden neue verschiedene Arten. Zu dieser Zeit mag vielleicht auch schon der Urmensch die Welt betreten haben, und auch er unterlag denselben Entwicklungsgesetzen.Hitler Urmenschenstirn

Adolf Hitler und Urmensch. [Hinzugefügt]. Source: „Das Buch von 1941“, Amandus Kupfer. Geschrieben in Not und Lebensgefahr vor der Gestapo in Nazi-Deutschland. Erstpubliziert von Schweizer Verlag, 1948. Digitale Neuherausgabe by Medical-Manager Wolfgang Timm unter www.chza.de

 

Verwandtes Blut, verwandte Eigenschaften führten zusammen, um gemeinsam neue Ernährungsgebiete zu suchen und das hatte zur Folge, daß sich das erste ökonomische Gefühl für die Ernährung und Zuchtwahl bildete.

Für diese Lebenstypen war dann mit der Zeit der Kampf ums Dasein schon gemildert und sie ließen damit von der Zerstörung der eigenen Art ab.

Dadurch wiederum bildete sich bei diesen Typen eine Art moralisches Bewußtsein, und damit beginnt der Kampf um den Rassetypus, die Männchen kamen in den Wettstreit um das schönstes oder um viele schöne Weibchen.

Schließlich suchte das Männchen dem Weibchen alles zu geben, was es vermochte: Liebe, Schutz, Fürsorge, Begeisterung, treues Wohlwollen.

Das Weibchen wiederum suchte durch Gefälligkeit und Koketterie, Schönheit und Grazie sich soviel als nur möglich die Liebe und Gunst des männlichen Individuums zu sichern.

Dafür entwickelte wiederum das männliche Wesen seine ganze Kraft, Gewandtheit und Schönheit auf alle mögliche Art, um sich die Liebe und Treue des anderen Teiles zu erhalten.

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In solchem Wettstreit und Kampf mit der Anspannung aller Kräfte erschienen diese gedachten Ideale dem Männchen als heilig, es fühlte unbewußt die Schöpferkraft in diesen Trieben und es entwickelte sich in ihm ein Heiligkeitsgefühl gegenüber einem vorgestellten Schönheits- und Höherbildungsideal.

Es entstand damit das erste Ahnen der Unsterblichkeit, das religiöse Lebensideal und das veranlaßte das Männchen zur Ritterlichkeit und zum heroischen Charakter gegenüber dem Weibchen.

Auf Grund dieses ganz neuen Lebensideals entwickelte sich mit der Zeit aus dem zweiten Kraft- und Energietypus ein dritter, neuer Typus. Es war der ideale Schönheitstypus, das Empfindungs-Naturell, das geschaffen war zu einem ganz neuen idealen Leben.

Für diese Naturen war der Kampf ums Dasein ausgeschaltet, sie waren sowohl in der groben Ernährung, wie in der rohen Kraft geschwächt, aber liebes- und idealstark.

Das führte zur Verinnerlichung, zur Schönheit, zum Göttlichen, Guten, und es offenbarte sich in ihnen die Welt der Schönheit und Liebe. Beim Menschen spielte sich die Entwicklung in den gleichen Bahnen ab, nur gelangte bei der menschlichen Art dieser religiöse Trieb durch günstige Einflüsse zu besonderer, höherer Entfaltung.

Aus dem Heiligkeitsbewußtsein entsprang die Liebe in der Ehe, Freundschaft, Sage, Poesie, Kunst, Tugend, Hoheit, Adel, religiöse Weihe und jeder höhere Lebenskult.

Das Schaffen der Natur in Millionen von Jahren gibt zu erkennen, daß die Pflanzen und Tiere feiner geworden sind, edler, schöner, durchgeistigter und harmonischer, und die gesamte Natur arbeitet immer mehr an diesem Prinzip der Individualisierung, damit die besten Arten den Sieg davontragen und höheres Leben sich entfaltet.

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Es ist also nicht der Kampf ums Dasein allein, noch die Zuchtwahl, welche die Lebewesen zur Höherentwicklung getrieben haben, sondern es ist der Heroismus und die Tugend, das Ideal- und Heiligkeitsbewußtsein, das stärker noch wie alle anderen Faktoren vorwärts und aufwärts in der Entwicklung trieb und noch treibt.

Weder Lamarck, Darwin, noch Häckel überblickten diese Entwicklungstatsachen ich ihrem vollen Zusammenhang, noch haben sie gefunden, daß es demgemäß

Drei Grundtypen des Lebens

in der Natur gibt.

Die heute weltbekannte Naturell- oder Konstitutionstypenlehre Carl Huters stützt sich mit auf diese Entwicklungstatsachen, sie ist uns geläufig und wir brauchen sie an dieser Stelle nicht weiter zu begründen.

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Carl Huter = Original; Kretschmer = Plagiat [Hinzugefügt].

 

Wir wollen nun diese neue Ordnung und Naturlehre, die selbstverständlich ebenso maßgeblich für die Pflanzenwelt ist, zunächst in der Tierwelt zeigen.

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Mensch, Tier und Pflanze [Hinzugefügt].

 

Jeder Mensch ist leicht imstande, diese drei Grundtypen in der Tierwelt nach ihrem Körperbau zu unterscheiden, wodurch erstmalig die Charakteristik, die Grundtönung der Lebensrichtung eines Tieres sofort zu erfassen ist.

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Bild 1. Das Pferd ist ein edles Tier, es hat einen großartig ebenmäßigen und schönen Körperbau.

Die Pferde liegen zumeist im Bewegungs-Naturell, d.h. die Beine herrschen gegenüber den Rumpforganen vor, sie sind schlank, aber dabei knochig und stark.

Der Rücken und Hals ist ebenfalls kräftig gebaut und langgestreckt wie der Kopfbau.

Da der Bewegungstrieb vorherrscht, nehmen diese Tiere einen größeren Umkreis für ihre Lebensbetätigung in Anspruch, sie brauchen, um gesund zu bleiben, die Energie- und Kraftentfaltung. Das Ruh- und Ernährungsleben steht demgegenüber zurück.

Sie entfalten große Ausdauer, Mut, Kraft, Energie und Schnelligkeit in der Bewegung, sie können Wind und Wetter, Strapazen, Anstrengungen und schwere Arbeit gut vertragen. Sie sind entsprechend dem Gesamtkörperbau bewegungsfreudig.

Wir erkennen also aus dem Körperbau sofort die Grundtönung, die Hauptwesens- und Charakterrichtung.

Das belgische Arbeitspferd liegt z.B. im ausgesprochenen Bewegungstypus, dagegen das edle hannoveranische Landpferd im harmonischen Typus, manche Bauernpferde weisen eine stärkere Ernährungsanlage auf, die kleinen zarten Ponys liegen im Empfindungs-Naturell, daneben gibt es auch störrische, bösartige und bissige Pferde im disharmonischen Formtypus.

Die edleren Pferde sind kunst- und schönheitsliebend, von besonders schönem Formtypus mit großen schönen Augen. Pferde lieben oft rhythmische Musik, sie sind für einen schönen Tonfall in der Sprache – man beachte bei unserer Abbildung das lauschend gebaute Ohr – ungemein zugänglich und zeigen sich dankbar.

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Auch besitzen viele Pferde ein großes Denkvermögen, starkes Gedächtnis, Orientierungsvermögen usw. Teilweise hat das Pferd bewundernswürdige Tugenden an Treue, Geduld, Aufopferung und Dankbarkeit bewiesen. Manche Pferde sind feinfühlend, sie ahnen Gefahren und Unheil oft stundenlang vorher.

Natürlich ist der Interessenbereich stets durch die Körperanlage eingeschränkt. –

Andere Tiere im Bewegungs-Naturell sind der Jagdhund, der Fuchs, Star, Aal usw.

 

Bild 2. Das Schwein ist ein Rumpf- und Ernährungstier und zum Arbeiten nicht zu gebrauchen.

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Bild 2. Das Schwein im Ernährungs-Naturell

Es ist sozusagen ein groß angelegter Ernährungsapparat, daher ist es nicht zu verwundern, daß es für die Zwecke der Ernährung Verwendung findet.

Das Schwein ist nicht wählerisch in der Nahrungsaufnahme, es frißt alles, recht viel und recht häufig, es ist derbfleischig, voll, rund, dick und setzt leicht und viel Fett an.

Der Rumpf beherrscht das Tier, der Hals ist dick und kurz, die Schnauze ist weich und groß, die Augen sind klein, listig und real.

Die Gliederung ist einfach, die Beine sind im Verhältnis zum Rumpf nur kurz und schwach, längeres Laufen fällt daher dem Tier schwer.

Wie das Pferd die Bewegung liebt, so das Schwein die Ruhe, es braucht nur einen kleinen Umkreis für seine Bewegungen.

Das Schwein gedeiht vorzüglich bei viel Ruhe, Wärme und reichlichem Futter, es gibt dann oft grunzende, behagliche und schmunzelnde Töne von sich. Der Sinn ist vornehmlich auf Fressen, Saufen und Ruhe gerichtet, dabei ist es leicht neidisch und stark egoistisch.

So zeigt uns auch hier der Körperbau die Grundlebenstönung.

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Die Kuh liegt ebenfalls im Ernährungs-Naturell, jedoch ist das Auge proportional größer, es ist schon mehr Empfindung vorhanden.

Typische Ernährungstiere sind auch die meisten Gänse. Wenn es zum Füttern geht, erheben sie ein mächtiges Geschnatter, sie können sich sehr breit machen, großspurig und wichtig tun. Sie machen viel von sich her und man kann an ihnen die typischen Charaktereigenschaften der Ernährungstiere gut studieren. Tiere im Ernährungs-Naturell dienen meist der Ernährung.

Auch der Elefant gehört zu den Ernährungs-Naturellen und zu den praktisch klügsten Tieren. Unter den Fischen zählen die vollen und fetten Karpfen zum Ernährungstypus.

 

 

Bild 3. Nun betrachte der Leser das edle Reh, – alles ist zart an diesem schönen Tier, der Rumpf, der Hals, die Beine, der Kopf, das Geweih.

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Bild 3. Das edle Reh im Empfindungs-Naturell

Aber das Tier ist nicht nur zart, sondern auch in seinen Bewegungen graziös, es ist edel, schön und verfeinert.

Das Reh hat das große seelenvolle Auge.

Es ist ängstlich, da ja die rohe Kraft zurücksteht, es ist scheu, da das Empfinden bei diesen Tieren am stärksten ist.

Das Reh bringt die Stimmung in den Wald, – und so ist das Tier selbst, – wie ein Märchen.

Das Reh tut keinem anderen Tiere etwas zuleide, es ist gewählt in seiner Nahrung und nimmt nicht viel, aber es sucht die besten Kräuter und Gräser und nimmt am liebsten von allem etwas.

Dieses hochentwickelte, edle und empfindungsreiche Tier auf der Jagd zu hetzen, zu jagen und zu schießen, ist tragisch.

Alle Tiere im Empfindungs-Naturell haben edlere Eigenschaften. Die weißen Tauben z.B. führen ein reizvolles Liebesleben, die Lerchen erfreuen durch den herrlichen Gesang, die Ziege ist sehr bescheiden, zutraulich, fast naschhaft und frißt am liebsten nur das Beste.

So sind diese Tiere zart, graziös, voller Empfinden und Seele, weich ist die Beharrung oder das Gefieder und die Farbtönung.

Die Ziege und das Reh müssen diesen zarten Körperbau behalten, das Schwein muß dick und voll und das Pferd knochig, stark und markant sein. Das ist Gesetz für die Naturellveranlagung.

DgM060 DreiTypLehreTierHat das Pferd zu wenig Bewegung, dann wird es krank; hat das Schwein zu wenig Ruhe, fühlt es sich nicht wohl und wird die Ziege zu sehr gefüttert, so wird der Bauch einseitig dick, sie bekommt allerlei Störungen und mit der Gesundheit ist es vorbei.

Daß es diese Grundlebenstypen auch in der Pflanzenwelt gibt, ist uns bekannt, es kann hier nur erwähnt werden. Daß diese Grundtypen auch unter den Menschen vorhanden sind, wissen wir alle, und so sollte auch der Mensch seine Naturellanlage kennen und danach leben, um gesund, frisch und leistungsfähig zu bleiben, möglichst alt und glücklich zu werden.

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Die drei Primären Naturelle; Polare Naturelle  [Hinzugefügt – Source: DgM Nr.1, Jahr 1932]

Die Tiere könne wohl in einzelnen sinnlichen und moralischen Trieben und Verstandeskräften den Menschen weit übertreffen, in der Summer dieser sinnlichen und seelischen Triebe, Anlagen, Fähigkeiten und Talent steht aber der Durchschnittsmensch weit über allen Tieren.

 

Bild 4. Der Hirsch liegt im harmonischen Naturell, hat also die drei Grundorgansystem für die Ernährung. Bewegung und Empfindung ziemlich gleichmäßig stark entwickelt und harmonisch verbunden.

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Bild 4. Der Hirsch im harmonischen Naturell

Demgemäß ist der Körperbau proportional sehr schön und ausgeglichen, der Rumpf ist kräftig, die Beine sind gut entwickelt und kräftig gebaut, der Hals ist kräftig, das Auge ist groß und ein prachtvolles, mächtiges Geweih ziert das Haupt.

Wie gut paßt dieses prächtige, imponierende und schöne Tier in seinen Wald, wenn der Mond scheint, wenn die Sonne aufgeht, wenn der Frühling, der Sommer, Herbst oder Winter einzieht, – es ist der König des Waldes.

Der Hirsch hat heroische Eigenschaften. Er lebt mit einer Anzahl Hirschkühen zusammen, die ihm alle absolut treu sind, keine wagt Untreue; geschieht solche, dennoch, so ist jedesmal ein Duell die Folge zwischen dem rechtmäßigen Gatten und dem Eindringling. Der Stolz und das Ehrgefühl des männlichen Hirsches sind derart entwickelt, daß der beleidigte Hirsch entweder selbst sein Leben auf dem Kampfplatz läßt oder sein Gegner den begangenen Frevel mit dem Tode büßt.

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Der Beleidigte läuft nie davon und läßt seine Frauen im Stich. Der Hirsch ist ritterlich, mutig und treu und tritt mit seinem Leben ein für seine Frauen und Kinder. Solcher Heroismus ist vorbildlich, diese Eigenschaften sind nicht immer bei männlichen Menschen zu finden. –

Die weißen Schwäne liegen ebenfalls im harmonischen Typus, sie sind auf das sehr edle Weiß ihrer Federn ungemein stolz. Der Schwan wird sehr alt und man erzählt, daß er es nicht überwinden kann, wenn ihm die Schwanin stirbt oder untreu wird.

 

Bild 5. Die Raub- und Beutetiere, wie Leopard, Tiger, Geier, Hyäne, Wolf, Luchs, Marder, Fischotter usw., gehören zum disharmonischen Formtypus.

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Bild 5. Der Leopard im disharmonischen Naturell

Die drei Grundorgansysteme für Ernährung, Bewegung und Empfindung sind disharmonisch entwickelt und vereinigt, die magnetischen, elektrischen und mediomischen Energien herrschen vor.

Infolgedessen fehlt bei dem oft katzenartigen Körperbau im ganzen und in seinen einzelnen Teilen die gute Proportion, oder die Formen sind eckig, hart und unschön.

Der Schädel ist meist ganz flach, dafür aber nach der Breitenachse, wo der Mord- und Gewaltsinn liegt, in der Gegend der Ohren und Kieferpartien, dort wo die elektrische und zerstörende Energie wirkt, übermäßig entwickelt. Das kann man bei unserm Bilde gut erkennen. Die Kauwerkzeuge und Krallen sind gefährliche Angriffswaffen.

Die Augen sind furchtbar, heimtückisch, kalt und unheimlich, der Blick ist flackernd, stechend und hypnotisch bannend, kurz, diese Geschöpfe sind der Schrecken der friedliebenden Tiere.

Der Gang ist sprunghaft, schleichend, wild, ihr Schreien, Krächzen, Heulen und Bellen ist der Schrecken ihrer Opfer. Auch die Färbung dieser Tiere ist disharmonisch, kontrastreich, scheckig, grell, gefleckt oder schreckhaft. (Es gibt menschliche Naturelle, die prunken oft ebenso in schreienden, disharmonischen Formen und Farben.)

Man betrachte den Körperbau des Leoparden, er zeigt die vollendete gefährliche Disharmonie. Der Rumpf prägt z.B. die starke Ernährungsanlage aus; die damit verbundene Ruhe wird aber ebenso stark – das zeigen die harten, eckigen und knochig kräftigen Beine, sowie der wuchtige Schweif – durch die Bewegungs- und enorme elektrische Energie fortlaufend durchbrochen.

Auffallend ist die Breite und Gespanntheit der Form zwischen den Augen, ein Zeichen des besonderen physiognomischen Scharfblicks, zu welchem sich die Berechnungsfähigkeit, die Schnelligkeit, Körperkraft und Gewandtheit gesellen.

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Mit diesem überlegenen physiognomischen Scharfblick haben sich die Raubtiere, die Kraft- und Waffentiere, zu Herrentieren über die naiven und einfältigen entwickelt, die sich nicht in ähnlichem Sinne geistig und körperlich übten, oft faul und dumm blieben, woraus sich für sie der Lohn ergibt, stets in Gefahren zu leben und eventuell gefressen zu werden.

Auch der Urmensch hat sich durch sein physiognomisches Beobachtungstalent aus dem tierischen Zustand erhoben, er hat auf Grund dessen seine Körperkraft und Gewandtheit geübt, sich Schutzhöhlen gebaut, Steinwaffen geformt, um so nach und nach nicht nur größere Ruhe und Schutz vor Gefahren zu erlangen, sondern er hat auch im Kampfe mit den gewaltigen Raubtieren diese besiegen gelernt.

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[Siehe obiges Foto: Adolf Hitler und der Urmensch vom bedeutsamsten Schüler von Carl Huter, aus seinem Werk „Buch von 1941“ in Not und Gefahr vor der Gestapo in Nazi-Deutschland 1941 geschrieben und versteckt, Amandus Kupfer. Adolf Hitler mit der flachen typischen Urmenschen-Stirn, seinem Hang zum Höhlenbau und damals weltgrößten Tunnelsystemen in Nazi-Deutschland. –

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Übrigens, dieses bevorzugte Untergrund-Herrschafts-System, also das meist geheime Anlegen von unterirdischen gigantischen Tunnelsystemen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit, insbesondere in den U.S.A. weiter entwickelt. Es gibt beispielsweise das bekannte oberirdische Pentagon auch an anderer Stelle noch einmal unterirdisch, und streng geheim. Damaliges Nazi-Deutschland kann man somit als Quasi-Blaupause für heutige geheime Systeme der tatsächlich existierenden Schattenregierung betrachten. Die Existenz dieses „Shadow-Government“ wurde öffentlich durch den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy publik gemacht. Später, 1963, wurde JFK  in Dallas erschossen. Bis heute ist den meisten Menschen nicht bewußt, daß mit der öffentlichen Ermordung von dem letzten us-Republic-Präsidenten ein Staatsstreich in den Vereinigten Staaten von Amerika vollzogen wurde! Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland]

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Aus dem Urkämpfer wurde ein Handwerker, aus diesem ein Jäger, aus dem Jäger ein Viehzüchter, aus diesem ein Ackerbauer, aus dem Ackerbauer ein Gärtner, ein Kunsthandwerker, Händler, Krieger, Künstler, Gelehrter und Staatsmann.

Wenn der Mensch irgendeiner Gabe seine Überlegenheit verdankt, so ist es die physiognomische Naturbeobachtungsgabe in Verbindung mit dem Lebenslust- und Liebestrieb.

Fühlte der Mensch sich sicher und vernachlässigte er diese beste Gabe, so konnte das lauernde Unheil über Nacht hereinbrechen, wenn z.B. kriegerische Stämme die Arglosen überfielen und zu Sklaven machten. In dem sonst hochentwickelten mächtigen römischen Volk konnte aus Mangel an physiognomischer Beobachtung ein notorischer Verbrechertypus, der Kaiser Nero, unumschränkte Macht ausüben und grausige Untaten begehen.

Man sperrt in unseren zoologischen Gärten die Raubtiere in Käfige und Gehege ein, aber menschlichen Ungeheuern gegenüber ist der Scharfblick oft wie erloschen. Hier wendet man meist infolge halber oder ganzer Blindheit keine Schutz- und Verhütungsmaßnahmen an.

So wahr die gesamte höhere Entwicklung der Tier- und Menschenwelt ohne die physiognomische Beobachtungsgabe nicht denkbar ist, die Raub- und Herrentiere vom Menschen durch seinen überlegenen Scharfblick, auf Grund dessen er seine Körperkraft, Gewandtheit und Intelligenz schulte, besiegt wurden, darf der Mensch diese seine beste Gabe nicht vernachlässigen.

Geschieht es dennoch, so gibt nicht der Hochwertige, sondern sehr leicht der Mittel- oder Minderwertige durch seine größere Energie und Rücksichtslosigkeit den Ton an und der Mensch ist gezwungen, in einem ähnlichen Zustand zu leben, wie er für die Tierwelt Jahrhunderttausende maßgeblich war.

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Kein rechtes Glück kann aufkommen, keine dauernde Höhlenkultur ist möglich. Daß die physiognomische Naturbeobachtung ganz wesentlich gesteigert werden muß, ist Vorbedingung zu jeder Höherentwicklung, denn sie steigert die Intelligenz nach jeder Richtung und das ist wiederum Ziel und Zweck der Natur.

Seit der Zeit der Differenzierung der Tierarten haben sich die drei primären und die zwei polaren Haupttypen des Lebens nebst ihren vielfachen Mischungen immer deutlicher herausentwickelt. –

Wir wollen nunmehr die Grundtypen des Lebens innerhalb der gleichen Tierart betrachten.

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Bild 6. Der Hund im Bewegungs-Naturell

Bild 6. Der Hund ist neben dem Menschenaffen und dem Elefanten das klügste Tier. Wir haben nicht einmal mehr nötig, um die Naturellveranlagung des Hundes festzustellen, die ganze Gestalt zu betrachten, sondern Kopf und Hals genügen schon.

Die Schäfer- und Jagdhunde liegen meist im ausgesprochenen Bewegungstypus, die langen und kräftigen Beine treten stark hervor, demgegenüber steht der schwächere Rumpfbau merklich zurück.

Der Kopf ist schmal und lang gebaut, der Hals und Brustbau kräftig. Jeder weiß, welche enorme Ausdauer die Jagd- und Schäferhunde in der Bewegung entwickeln. Sie sind unermüdlich bewegungsfleißig. Sie können Strapazen, Wind und Wetter, Hitze und Kälte gut ertragen.

Man betrachte bei unserm Bilde die gespannte aufrechte Haltung des Kopfes, das kluge Gesicht, alle Sinne sind angespannt, Gesicht, Geruch, Geschmack, Gehör und Gefühl.

Gespannt beobachtet das Tier die leiseste Bewegung und sucht den geringsten Ton aufzufangen, siehe die gespannten, gespitzten Ohren. Das Auge zeigt außerordentliche Aufmerksamkeit und Beobachtung.

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Tatsächlich ist die Beobachtungsgabe der meisten guten Hunde oft weit feiner als beim Menschen. Oft ahnt auch der Hund Gefahren und Unheil stundenlang vorher. Der Hund zeigt seine Freude, seine Wünsche, die Trauer usw. oft durch die Bewegungen des ganzen Körpers, er tänzelt, wedelt, springt, schmiegt sich an usw.

Es sprechen seine Augen, wenn er etwas erbittet oder einen Befehl nicht gleich versteht, wenn er fragt, besonders aber, wenn er seine Liebe zeigen will.

Die Hunde haben ihre besondere Gebärdensprache, durch welche sie sich gegenseitig verständigen.

Der Hund war klug genug, sich in den Dienst des sich zum Herrn aller Tiere entwickelten Menschen zu stellen. Die Treue des Hundes, sein