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DgM 038

Veröffentlicht in Uncategorized am 5. Juni 2008 von helioda1

Der gute Menschenkenner 038 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                             

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© März 1936, Nr. 38

 

 

Eine Studie über den

V ö l k e r b u n d

Auf naturwissenschaftlicher Grundlage

 in Wort und Bild

Die Rangordnung der

Persönlichkeiten

Große Charakterverschiedenheiten

 

 

Wenn man die Ereignisse der Welt mit Bezug auf den Völkerbund betrachtet, so bleibt das Gefühl der Unsicherheit – man ist unbefriedigt und hat den Gedanken, daß noch manches zur Vollendung fehle.

Nicht alle Staaten der Erde sind Mitglieder des Völkerbundes und etliche sind wieder ausgeschieden. Das letztere ist an sich unter den gegebenen Umständen verständlich, denn jeder Staat hat zuerst seine eigenen Interessen, denen allerdings die der Allgemeinheit auf dem Fuße folgen. Etwas Ähnliches gibt es ja auch in der Natur, es ist das Freiheitsprinzip“, das die scheinbar starre Gesetzmäßigkeit durchbricht.

Es gibt das eine und gibt das andere – es ist zweifellos auch gut so, denn sonst lebte es die Natur nicht vor.

 

Salvator Madariago, ein Mitglied im Rat des Völkerbundes, veröffentlichte eine Arbeit, wonachh er sich einen idealen Völkerbund denkt, der die Weltschicksale leitet, lenkt und regiert.

Es gehört Mut und die Vorstellung einer besseren Welt dazu, um dieser Idee auch nur zu folgen.

Aber was sind denn Ideen, Worte und Vorstellungen? Sie verfliegen vor der rauhen Wirklichkeit in alle Winde, wenn nicht die

Lebendige Kraft des Menschen

sie stützt, die in ewigen unabänderlichen Naturgesetzen wurzelt!

Das ist der Kernpunkt. Madariago gibt wohl schöne Ideen kund, aber die Hauptursache fehlt, die naturgesetzliche praktische Unterlage, wonach sie verwirklicht werden können.

Diese fehlt glänzlich, nicht einmal die Idee, daß so etwas sein könnte und müßte, ist erörtert.

Damit ist hier schon das Problem des Völkerbundes im Prinzip klar gekennzeichnet, es muß auf

allumfassende Grundlagen

gestellt werden.

Diese liegen in der Natur und in der Natur des Menschen im besonderen. Sie zu finden und ihre praktische Verwirklichung zu zeigen – ist allerdings mehr, als dem gewohnheitsmäßigen Denken entspricht – und soll hier erörtert werden.

Es sind die Gesetze der Natur und des Lebens im allgemeinen und die des Menschen im besonderen, von denen nicht im geringsten abgewichen werden darf, denn sonst ist an eine gesunde Lebensentfaltung und Entwicklung in

einem großen Staatenbund,

wie mein Lehrmeister Carl Huter es nannte, nicht zu denken.

Und doch ist die Lösung des Problems da, sie ist im Prinzip sogar sehr einfach. Der Leser suche sich in die nachfolgend geschilderte Natürlichkeit der Dinge hinein zuleben, und er wird finden: sie ist richtig. –

 

Bild 1. Mussolini.         Illustration

 

Bild 1 zeigt uns, nach einem Gemälde im venezianischen Palast in Rom, den Diktator Mussolini, den machtvollen Lenker der Geschichte Italiens.

Von diesem Bilde hat Mussolini selbst gesagt, „daß es ihn so zeigt, wie er sich fühlt“.

D.h. in dem Bilde liegt das, was ihn innerlich bewegt. In der Haltung, in den Augen, Kopf- und Gesichtsformen kommt der Geist zum Ausdruck, der die Geschicke Italiens leitet und regiert und ist daraus für jedermann zu ersehen.

Wenn das wahr ist, dann stehen wir vor einer Wahrheit, wie sie größer in der Natur nicht gedacht werden kann, und wenn das nicht wahr wäre, dann wäre alle Bildnerkunst der Welt null und nichtig – und auch so ziemlich zwecklos.

Was sehen wir nun an dem vorzüglichen Bildnis?

Zunächst einmal eine aufrechte Haltung und eine hohe Brust, die wie von Erz gegossen erscheint und sofort kundgibt, daß dieser Herrscher unweigerlich seinen Willen verfolgt und durchsetzt.

Wir sehen ein weitgeöffnetes Auge mit dem zwingenden Herrscherblick und denken an „Hamlets“ Ausspruch: „Ein Auge – zu erschrecken und zu befehlen.“

Wir sehen die Gesichtszüge fest gespannt und erkennen den Geist, der kriegerisch gegen Abessinien vorgeht. Wir sehen den starken Willen in der Nasenform, den Mund der starken Gefühle, die Stirn, die mit Kraft nach den oberen Seiten zu ausgewölbt ist, die in Fleisch, Blut und Nerven durchdrungene Phantasie zeigend, das wuchtige Kinn mit dem breit auslaufenden Unterkiefer, das an den römischen Krieger erinnert. Dazu eine machtvolle breite Hand mit stärkstem Handgelenk. Es wetterleuchtet von elektrischer Energie in dem Gesicht, wie vor dem Sturm auf hoher See, den das gesunkene Barometer anzeigt.

Das sehen wir klar und deutlich, objektiv und real sinnlich und wissen eigentlich schon alles: daß dieser Lebensgeist herrscht und Gesetz in sich selbst ist!

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er kann doch nur diesem Willen einen noch stärkeren entgegensetzen – sonst muß er sich beugen und den Dingen ihren Lauf lassen.

Die Tatsachen und Ereignisse sprechen für die Richtigkeit dieser Charakterdeutung – und die Folgerung daraus ist offensichtlich ebenso richtig und gegenständlich. Kein Wort ist mehr gegenüber dieser realen Objektivität zu verlieren. –

 

Bild 2. Kaiser Selassie von Abessinien.        Phot. Weltbild

 

Bild 2.

Nun betrachten wir Bild 2, den abessinischen Kaiser Haile Selassie, dessen Staat ebenso Mitglied im Völkerbund ist und im Kriege mit Italien steht.

Die Gestalt des Kaisers wirkt dem Bildnis 1 gegenüber wie aus einer anderen fernen Welt, einer Welt, die sich ebenso behaupten will, wenn auch in anderer Weise.

Ernst Sorge scheint im Gesicht und um beide Augen des Kaisers zu liegen. Die Augen, wohl nach außen gerichtet, aber ebenso stark in sich gekehrt und nach innen gerichtet, sind von großen Augenlidern beschattet, ähnlich wie bei den Meisterwerken der bildenden Kunst, welche die Frömmigkeit mit Tat gepaart darstellen.

Das Gesicht ist klein, das Gewebe erscheint wohl zähe, aber im Unterton zarter, auch der Hals, die Schultern und der Körper sind zarter und nur wenig voll oder gar fleischig.

Es ist sofort klar, dieser Kaiser lebt und handelt nach inneren Grundsätzen, die dem Empfinden entspringen und – nach innerer geistiger Verbundenheit.

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er muß doch zweifellos in zweiter Linie die Macht und den Willen in sich lebendig verkörpern, worin auch die Natur des Kaisers ihren höchsten Niederschlag findet, denn sonst hat das, was der Völkerbund beschließt, keinen Sinn und Bestand, denn Gerechtigkeit soll doch durch denselben die Welt und das Geschick der Völker der Erde regieren!

 

Bild 3. Außenminister Eden.         Illustration

 

Bild 3.

Nun betrachten wir Bild 3. Es ist der englische Außenminister Eden, zweifellos die machtvollste Stimme im Völkerbund.

Man sagt von Eden, daß er der bestgekleidete Mann in England sei, und diese sichere, freie und vornehme Haltung auf dem Bild und das Bild selbst scheine das dem Sinne nach durchaus zu bestätigen.

Folglich ist Eden zweifellos ein Mann, der die äußere Macht und die kulturellen Grundsätze seines Landes in sich aufgenommen hat und würdevoll vertritt.

Man beachte das lange markante Gesicht, das weniger voll, sondern eher knochig, sehnig, mit starkem Jochbein, breitem Kinn und starkem Unterkieferbogen sich darbietet.

Man beachte diese abwartende, geneigte und konzentrierte Kopfhaltung, den aufmerksamen, beobachtenden und ruhig denkenden Blick der mittelgroßen Augen, die starken Augenbrauen, die breite Stirn mit einer gewissen Eckenkraft – den wohlgeformten Mund, der den auserlesenen Geschmack deutet, um ganz den auf lange Sicht handelnden Typus des nordischen, hochgebildeten, fortschrittlichen Engländers zu erkennen, der fest auf dem Boden alter Tradition und Kultur steht.

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er muß zum drittenmal eine Macht darstellen, die all die Dinge, die Außenminister Eden in Fleisch und Blut übergegangen sind und die dieser lebendig verkörpert, in noch höherem Maße ebenfalls umfaßt. –

Wo ist nun diese Macht zu finden, wo ist sie, die den Völkerbund beherrschen soll, alles in sich birgt und alle Gegensätze völlig gerecht und würdig ausgleicht und darüber noch weise die Welt regiert und leitet?

 

Diese Macht ist da.

Der Leser betrachte das Bildnis des Turnvaters Jahn, von dem Huter sagte, daß er ganz der Typus des Herrschers über ein Weltreich sei, ja, das er getrost in Jahns Hände die Macht und Leitung über die ganze Welt legen würde.

Bei aller Größe und Anerkennung der bisher gekennzeichneten drei Persönlichkeiten wird der Leser doch in Jahn das alle überragende Jupiterhaupt erkennen, den Volkserzieher von großem Ausmaß, einen unerschütterlichen Willen, eine Abklärung und Größe in den Formen, die kundgibt, daß mit dem tiefsten und feinsten Empfinden dennoch einheitlich die Tat verbunden ist. Aus den Augen Jahns spricht die reine Vorsehung der Dinge und Geschehnisse, ihre weise Leitung. Die kraftvolle breite Oberstirn mit diesem gesunden natürlichen Ausdruck zeigt den starken psychologischen Gefühlssinn. Jahn fühlt mit dem Volk, das ist ihm angeboren, und keine Kamarilla kann ihn jemals davon abbringen.

Wer wird nicht dieser Jahnnatur freiwillig folgen, wenn er und seinesgleichen die Macht haben und weise regieren und lenken? –

Darüber hinaus scheint es keine höhere geborene Weltherrschernatur mehr zu geben.

 

Aber freilich – man betrachte das Bild 5 -, diese Natur beugt sich der Jahnnatur freiwillig nie.

Das Bild stellt die Macht des  Geldes dar, die ja immer wieder in Menschenhand liegt, denn das Kapital an sich ist tot und wesenlos.

Man betrachte diese breite brutale Physiognomie mit den seelenlosen Augen und den verbildeten Formen des mittleren Gesichts, den kurzen, schwer belasteten Hals, den dunklen, Nacht und Graus verbreitenden Gewebston.

Banker (Hinzugefügt)

Kein Mensch wird sich wundern, daß diese brutale Gestalt – auf dem Throne sitzend, der mit Totenköpfen geziert ist – den Fuß auf den edlen Mann des Volkes und der Arbeit stemmt und die Teufelshand auf den Nacken der edlen, leidenden Frau des Volkes legt.

Was sprechen denn diese Bilder? Was bringt denn der Künstler eindeutig zum Ausdruck, wenn er sagt: Das Bild zeigt ihn so, wie er sich fühlt? –

Siegel der Illuminaten (Hinzugefügt)

Banker (Hinzugefügt)

Daß der Geist in den Formen lebt und sichtbar deutlich daraus zu erkennen ist, lautet die Antwort, daß bei aller Macht, Kultur und Weisheit der Welt Menschenkenntnis regieren sollte.

Man denke sich Jahnnaturen im Rate des Völkerbundes, man stelle sich diese gewaltigen Männer vor, und man wird finden, gegen die ist alles, was nicht gerecht und gut ist, machtlos und vergeblich. Es wäre kein Krieg zwischen Italien und Abessinien ausgebrochen – oder aber, er wäre wie ein Donner, der die Luft durchzittert, in kurzer Zeit beendet. So aber gehen die Verhandlungen hin und her – und der Krieg geht weiter, und was kommen wird und muß, ist gar nicht abzusehen.

Wo ist nun aber diese Erkenntnis der Wahrheit, der Natur und der Menschen, wo finden wir sie?

Nirgends – diese Erkenntnis ist neu, aber sie liegt schon wie ein Unterton in allem gegenwärtigen Geschehen, sie kündigt sich schon im Morgenrot einer neuen Zeit an.

Der Mensch lernt immer mehr das klassische Sehen, den Geist aus den Formen erkennen, er lernt Augen und Verstand planmäßig schulen und gebrauchen, und die Fortschritte einer ihrer Vollendung entgegengehenden Naturwissenschaft erschließen mit ehernem Schritt neue Werte und Erkenntnisse.

Sie sind in der modernen Entwicklungslehre wie folgt begründet.

Wenn die befruchtete Mutterzelle sich teilt, so ist bereits alles von Vater und Mutter vererbt, was der Mensch aus Ahnenreihen übernimmt, und durch fortgesetzte Teilung und Zellvermehrung entsteht das Kind – der Mensch -, entstehen alle Menschen, Rassen, Völker und Nationen in buntester Mannigfaltigkeit.

Aber es sind alles Menschen – und es sieht die Wissenschaft – und es sieht die Welt den Menschen.

 

XX

Bauplan der Natur (Hinzugefügt)

 

Aber die Wissenschaft sieht mehr – und noch mehr als diese sah Carl Huter.

Sah die Welt die Menschen nach Rassen und ihren Mischungen, nach Würden und Religionen, nach Klassen, Kasten, Rang, Geld und Titeln, so sah Huter auf einmal: daß ja die Menschen der Welt wunderbar klassifiziert und eingeteilt nach einer planmäßigen Ordnung der Natur ihr Leben mehr oder weniger gut ausleben.

Er sah die Menschen plötzlich nach einem System der Natur eingeordnet, nach einer wunderbaren Gesetzmäßigkeit, die wahrlich an Grandiosität nichts mehr zu wünschen übrig läßt.

Es wurde Licht – und Huter sah: nun kann ich die Menschen ordnen wie Zahlen zu Begriffen und Buchstaben zu Worten, Sätzen und Begebenheiten, und er sah in dieser höheren Ordnung die Weisheit der Natur und die Möglichkeit des Glückes der Welt.

Aus dieser höheren Ordnung in der Natur ist alles, was das ist und lebt, und auch was scheinbar tot ist, entstanden.

Wohl war Huter dem Geheimnis der Natur, der anorganischen Welt, der Pflanzen, der Tiere, des Menschen längst auf der Spur – aber erst als Prof. Dr. Johannes Ranke seine großes Lehrwerk „Der Mensch, Entwicklung, Bau und Leben des menschlichen Körpers“, herausgab, da hatte er auch das letzte Glied in der Kette zur Lehrfähigkeit dieser grandiosen Ordnung in der Natur gefunden.

Sein Lehrgebäude von unaussprechlicher Pracht und Herrlichkeit war fertig, und nun war auch der Eingang, das Tor in seiner ganzen Vollendung geschaffen. Mit Hilfe der Wissenschaft war der Natur das Geheimnis abgelauscht.

Die befruchtete Eizelle teilt sich, nachdem vollständig und gänzlich die Vererbung nach der Rasse, dem väterlichen und mütterlichen Erbgut, abgeschlossen ist. Es entsteht die sogenannte Keimblase, siehe Fig. 1, aus welcher die Organsysteme für die Ernährung, Bewegung und Empfindung hervorgehen.

Ganz sachte lüftete sich damit der Schleier. Dieses Dreiteilungsprinzip liegt aller Entwicklung zugrunde. Aus dieser Dreiheit ist alle Verschiedenartigkeit der Pflanzen, Tiere und Menschen hervorgegangen. Sie zeigt sich schon als Naturprinzip in der Welt der Kristalle, in der anorganischen Welt, in der ganzen Entwicklung des Weltalls und entfaltet sich in der Lebenswelt zu einer Grandiosität sondergleichen. – Wir beugen uns in Ehrfurcht, o göttliche Natur – du hast wie eine Sphynx dein Geheimnis seit Ewigkeit gehütet, verborgen, nun ist es enthüllt und liegt offen vor uns.

Weit ist der Weg zu dieser Erkenntnis, alle Wissenschaften der Welt, Geschichte, Kunst und Religionen umspannend. – Wir aber halten uns an dieses Prinzip der Natur, wie es in der Differenzierung der Keimblase liegt, um daraus die Lehre für unser Thema

der Völkerbund auf naturgesetzlicher Grundlage, zu ziehen.

Groß ist die Natur, groß sind ihre Gesetze – noch größer ist ihre Ordnung.

[Keimblatt, Keimblase]

 

Ist ein Keimblatt, z.B. das Innere, primär in der Entwicklung, an Masse, Gewicht und Qualität so stark wie die zwei andern zusammen, dann bildet sich ein ganz bestimmter breitfleischiger Körperbautypus mit einer entsprechenden Grundcharakterrichtung, das Ruh- und Ernährungs-Naturell, das ökonomisch und konservativ ist, siehe Figur 2.

Fig. 2.

 

Zeigt das mittlere Keimblatt die vorhin gekennzeichnete Tendenz, so haben wir das typische knochig-muskuläre Tat- und Bewegungs-Naturell vor uns, das konservativ herrschend und fortschrittlich revolutionär ist. Siehe Fig. 3.

Fig. 3.

 

Zeigt das äußere Keimblatt die erwähnte Entwicklungsrichtung, so bildet sich der verfeinerte, zarte Körperbautypus des primären Empfindungs-Naturells, das veredelnd, verschönernd, vergeistigend und verfeinernd wirkt. Siehe Fig. 4.

Fig. 4.

 

So sind die drei primären Grundtypen des Lebens präzise aus der Fülle der Formen herausgeschält, ein großer Prozentsatz aller Menschen liegt zwischen diesen Typen, nach Leib, Geist und Seele ebenso genau gekennzeichnet.

 

Sind aber alle drei Organsysteme gleich stark betont, gleichmäßig verbunden und entwickelt, so haben wir das harmonische Naturell vor uns, das nebenbei gesagt leicht in das Geniale übergeht, siehe Bild 6 und 7. Diese bevorzugten Naturen machen heute je nach der Rasse nur einen kleineren Prozentsatz aller Menschen aus.

Bild 6. Kaiser Wilhelm I, im harmonischen Naturell.

Bild 7. Eine harmonische Frau.

 

Man betrachte das Bildnis des alten Kaisers, das Huter als das ausgesprochene harmonische Naturell bezeichnete und das hier außerordentlich gut zu sehen und zu studieren ist. Vollwertig nach jeder Richtung hin ist dieses Naturell, der geborene Leiter und Führer in Haus, Hof, Werkstatt und Fabrik, und wenn es ethisch durchgebildet ist, auch in der Gesellschaft und im Staat.

Es ist nicht nötig, diese Naturellehre hier bis in das einzelne zu beschreiben, denn sie ist allgemein in der Welt bekannt. Unnütz ist es, darauf einzugehen, daß sie in Psychologie und Medizin zum größten Teil unter anderem Namen als dem ihres Entdeckers bekannt geworden ist und daß die Typen selbst andere Benennungen gefunden haben. Das ist noch so der Lauf der Welt und wird sich erst mit der fortschreitenden Entwicklung und Wahrheitserkenntnis ändern. Zunächst ist alles, was mit Bezug auf diese Probleme in der Welt geschehen ist, noch relativ, aber die Wahrheit in der Natur ist ewig, und diese Wahrheit gibt es nur einmal, und sie war auch nur einmal zu entdecken und kann nicht dutzendmal nachentdeckt werden, nachdem sie weit und breit bereits bekannt war.

Vollwertig und leistungsfähig nach jeder Richtung ist das harmonische Naturell, es wirkt geistig emporziehend durch ideale Verbesserungen, geht aus Naturveranlagung den goldenen Mittelweg des Lebens, hält das gute alte ebenso stark fest, wie es das gute Neue fördert.

Bild 7.

Man betrachte Bild 7, die harmonische Frau, als solche noch durch Carl Huter gekennzeichnet. Bei aller Kraft und Fülle ist doch die edle Weichheit des Weibes vorhanden, Reinheit und Schönheit, Adel des Geistes und des Körpers. Sie ist die ideale Gattin, die Mutter ihrer hochbegabten, edlen und gesunden Kinder.

Wie treu und brav, wie ehrlich, ernst, gut und gerecht sieht der alte Kaiser aus. Dieser Typus erreicht ein hohes Alter, ist im Grunde seiner Natur glücklich und froh, ernst und verbindend, reif und vielseitig, alle Extreme vermeidend.

Die zwei harmonischen Menschen sehen fast wie Bruder und Schwester aus, obwohl sie es nicht sind, es ist der Typus, der die Ähnlichkeit gibt, und sie passen zweifellos großartig zueinander.

Ihre Welt ist die der Vollwertigkeit und Harmonie, der Fülle und Kraft, die einst bei den alten Babyloniern und Ägyptern bestand, die viele harmonische Naturelle aufwiesen und eine jahrtausendlange Höhen- und Dauerkultur. Die Kultur zerfällt aber, wie die Geschichte lehrt – ohne Menschenkenntnis und Kenntnis der Naturgesetze, wie sie im Menschen und in allen Dingen liegen. – Als im hochentwickelten Römerreich ein notorischer Verbrechertypus, der Kaiser Nero, auf den Thron kam und ähnliche Unholde – o Himmel, was für ein Wahn -, da setzten die beispiellos grausamen Christenverfolgungen ein und unter unfähigen Herrschern zerfiel das mächtige Reich und seine Kultur – und Jahrtausende haben die Nachkommen Ruhe nötig, um sich von diesem Niedergang wieder zu erholen.

So zerfiel einst das Sonnenreich des Königs Echnaton und der Nofretete schon nach einer Generation, als sie durch schwer disharmonische Naturelle in der Herrschaft abgelöst wurden und auch ihre Weltanschauung nicht mehr Geltung behielt.

Wann lernt man nun endlich aus der Geschichte, wann will man das Schicksal selbst in die Hand nehmen, anstatt nur die Naturgesetze walten zu lassen, alles dem Zufall überlassend, was oftmals sehr bittere Folgen hat?!

Man muß erst das Geheimnis der Natur enthüllt sehen.

Wenden wir es an:

1. Ein einheitlicher, hoher, gerechter und weiser Geist, lebendig verkörpert in Fleisch und Blut, muß den Völkerbund durchziehen – und das ist nur möglich durch die Herrschaft des harmonischen Naturells.

2. Die Völker der Welt  und aller Rassen machten zunächst die harmonischen Naturelle zu ihren naturgewollten Leitern und Führern – und wo diese bei den niederen Rassen fehlen, da springen solche aus einer ähnlichen und höheren Rasse ein, und zwar so lange, bis höherwertige Naturen durch vernünftige und natürliche Liebes- und Ehegesetze nachgezüchtet sind. Wie ein Zauber durchzieht bald ein harmonischer Geist die Völker der Erde, – wachen oder träumen sie? Ein dauerndes Völkerglück nimmt damit seinen ersten Anfang.

3. Nun schicken die Völker der Erde harmonische Naturelle und solche, die bereits einen Zug in das Geniale haben, in den Rat des Völkerbundes. Jahnnaturen werden Präsidenten in diesem großen Staatenbund.

Wer will dieser lebendigen Macht widerstehen? Sie ist naturgesetzlich begründet, sie steht im Gleichlauf und Gleichschaltung mit den Höherentwicklungszielen der Natur und mit dem, was die suchende Seele und das natürliche Empfinden der Völker wünscht.

Ehrfurcht vor diesem Rat des Staatenbundes durchzittert die Welt, und nun erst werden die großen Fragen der Rassenethik, Völkerkunst, Weltreligion verbindenden Technik und Weltwirtschaft langsam aber sicher zur Lösung gebracht, allseitig und allverbindend im harmonischen Sinn.

Ja, es gehört Mut und die Vorstellung einer besseren Welt dazu, dieses Ideal eines Völkerbundes praktisch und greifbar zur Lösung zu bringen, die aber in der einen oder anderen Form kommen wird, so wahr es eine Entwicklung gibt.

Das ist allerdings etwas ganz und gar anderes, als was Salvator Madariago sich vorstellt oder auch nur träumen läßt über einen Völkerbung, der die Geschicke der Welt regiert.

Vorbei wird dann die Zeit der Gegensätze, der Disharmonien, Noten, Proteste und Kriege sein, vorbei ist Kummer und Leid, Armut und Not. Nur wenige Leitsätze sind nötig, denn lebendig liegt bei einem solchen Völkerbund das gute Gesetz und Recht, Fortschritt und Kultur, Schönheit und Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit in Fleisch und Blut, Knochen und Muskeln, Nerven und Gehirn, Gestalt und Geist der harmonischen Naturen verkörpert.

Die Kenntnis der Natur und ihrer Gesetze macht weiser, die oft recht dunkle Vergangenheit der Menschheit warnt mit Blut und Tränen, um nie mehr den Weg des so errungenen Glückes zu verlassen.

Mut gehört dazu, Kenntnis der Naturgesetze, Schulung des Sehens, Herausbildung aller Verstandes- und Vernunftskräfte – und das Glück ist da, wie hergezaubert.

Es wäre doch der allmächtigen Natur nicht würdig, wenn sie uns nicht die Wege zum Glück frei lassen und die Möglichkeit geben würde, ein freundliches Arbeitsfeld für alle Menschen auf Erden zu schaffen!

Suchet, so rufet sie uns zu, nicht von selbst und nicht von ungefähr kommt euch das Glück, nur im Einklang mit der Natur und ihren  Gesetzen verwirklicht ihr das Beste!

 

Die verschiedenen Religionen,

die es in der Welt gibt und die sich oftmals bitter befehden, sind zweifellos für einen großen Staaten- und Völkerbund ein bedenkliches Hindernis.

In Wirklichkeit sind aber die Naturgesetze überall gleich, und daher kann es auch nur eine wahre Gottesanschauung und eine Wahrheitsreligion geben, ebenso nur eine Wahrheit über Leben, Tod und Unsterblichkeit.

 

Carl Huter kam daher auf Grund seiner Forschungen und Entdeckungen zu folgendem Resultat:

1. Religion, Wissenschaft und Kunst sind in Wirklichkeit eine Einheit und sollen sich befruchten und ergänzen.

2. Aus allen großen Weltreligionen ist das Wahre, Gute und Schöne auch für alle Zeit wahr, gut und schön und daher zu erhalten. Aller Irrtum und alles, was dem nicht entspricht, erübrigt sich und kann fortfallen.

3. Die Naturwissenschaft hat neben den realen, praktischen Beobachtungen auch den Geist in der Natur zu suchen. Darnach ergibt sich, daß die gesicherten Endresultate aller Naturwissenschaften in Verbindung mit den neuen Entdeckungen Huters mit dem Wahren, Guten und Schönen der großen Weltreligionen durchaus in Einklang stehen.

4. Den Geist in der Natur hat Huter dadurch nachgewiesen, daß er neben Stoff und Kraft die Empfindungsenergie als Wurzelkraft alles Geistigen, als dritte große primäre Weltenergie entdeckte.

5. Damit wird die Naturwissenschaft vergeistigt und die Religion auf naturwissenschaftliche Grundlagen gestellt.

6. Da das Empfinden allüberall vorhanden ist und also in allen Formen, Farben und Erscheinungen lebt, alles Leben bildet und zur Entwicklung bringt, so folgt daraus eine natürliche Lebensformen-, Seelen- und Geisteslehre und weiterhin eine natürliche Gottheits- und Unsterblichkeitslehre.

7. Alles aber gipfelt in der Schönheit, und hier hat die große bildende Kunst ihre herrlichste und höchste Aufgabe zu erfüllen.

So hat Carl Huter aus seine Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] die neue Ethik und Weltweisheits- und Schönheitsreligion entwickelt als natürliche Grundlage für einen großen Staaten- und Völkerbund.

 

100 disharmonische Köpfe. Zeichnung von William Howarth.

Diese lehrreiche Tafel ist dem Werk des edlen Johann Caspar Lavater entnommen, erschienen 1777 in Winterthur, und stellt disharmonische Köpfe und Gesichter nach dem großen englischen Zeichner William Howarth dar.

Man betrachte jeden einzelnen Kopf und jedes Gesicht, es zeigt entweder Unentwicklung, Verbildung oder abstoßende Häßlichkeitsmerkmale, Hirnbelastung und Abnormitäten, wodurch sich die Unreinheit des Blutes, böse Leidenschaften, niedrige Instinkte, Disharmonien und das Verbrechen kennzeichnen.

Die Ursache liegt zumeist in unglücklicher Vererbung und ungünstigen Umwelteinflüssen, denn durch Alkohol, Überernährung, Verdruß, Leidenschaften, Unreinheit des Körpers und des Geistes, durch böse Gedanken und Geschlechtskrankheiten vererben sich die liebelosen Charakteranlagen und Verbrechereigenschaften.

Dadurch entsteht die innere Disharmonie der Kräfte [Näheres zu Kräfte siehe www.chza.de „Kräfte“]. Die Keimblätter, welche wir bereits kennengelernten, siehe Figur 1, sind in solchen Fällen ungünstig bzw. disharmonisch entwickelt und miteinander verbunden.

Figur 1 Keimblätter

Eine Verbildung der inneren Organe und äußeren Formen, so wie der Zeichner sie dargestellt hat, ist die Folge.

Meist kommt dann noch eine ungesunde Lebensweise und ungünstige Beeinflussung hinzu, wodurch sich die Disharmonie verstärkt. – Aber alle Schuld rächt sich auf Erden und wird dadurch offenbar, daß die Körper-, Kopf- und Gesichtsformen so wie die Menschen werden.

So lange es noch mehr oder weniger stark disharmonische Menschen gibt, die einen gewissen Prozentsatz ausmachen – dürfen diese jedenfalls nicht den Ton in der menschlichen Gesellschaft angeben, noch viel weniger die Macht und Führung haben. Denn das führt zu unausgesetzten Disharmonien und sogar zu Verbrechen.

In der Zeichnung liegt Sinn und Plan – aber welcher?

Ein Kopf ist darunter, der alle an Intelligenz weit überragt und führend in dieser Gesellschaft ist, d.h. oben schwimmend. Seine Intelligenz ist aber nicht mit Weisheit und Liebe gepaart, sondern verkehrt so ziemlich das natürliche Leben in das Gegenteil.

Die meisten anderen denken nicht mehr, sondern handeln planlos und leben ihre Triebe aus, die in Wahn und Verbrechen enden. –

Daher teilte Huter die Menschen in drei Hauptgruppen ein, in Mittel-, Minder- und Hochwertige.

Er sah die einzig richtige Behandlung der total entarteten unglücklichen Menschen darin, daß sie richtig erkannt werden, von der Fortzeugung ausgeschaltet und in Bewahrungsanstalten lebenslänglich untergebracht werden. Sonst ist die minderwertige Gruppe als dienende zu betrachten, die Mittelwertigen als stimmberechtigte und gesellschaftlich völlig freie Menschen, die hochwertigen sollen als herrschende und führende Leitmenschen bewertet werden.

Sie werden in die führenden Stellungen durch Bestimmung und Bestätigung berufen. Die Bestimmung sollte durch die höchsten Spitzen der verschiedenen Berufs- und Gesellschaftskörper unter Beirat psycho-physiognomischer [physiognomischer psychologischer] Gutachter erfolgen, die Bestätigung durch Volkswahl der Mittelwertigen. Auf diese Weise wird verhütet, daß dem Volke unliebsame Leitpersonen aufgebürdet werden, daß unfähige Personen in leitenden Stellungen wirken.

Für die Mittelwertigen ist durch besondere psychologische Ämter alle fünf Jahre eine besondere psycho-physiognomische [physiognomische psychologische] Charakteranalyse anzufertigen.

Hiernach kann erst die aufsteigende oder abfallende Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten ermittelt und das bestehende Alte kann in diese gesunden Bahnen allmählich übergelenkt werden.

Sonst ist wohl kaum zu vermeiden, daß Kriege, Seuchen, Leid und Tragik ohne Ende die Menschheitsgeschicke begleiten. Daher der Ruf nach einem Völkerbund auf allumfassenden Grundlagen.

 

Rechts-Reform in der Schweiz.

Ein Ereignis von größter Bedeutung ist eingetreten – und wir glauben mit Recht anzunehmen, daß unsere jahrzehntelange mühsame Arbeit daran ihren Anteil hat.

Das oberste Gericht in Zürich, das Kassationsgericht, forderte aus rein rechtlichen Erwägungen und vollständig eindeutig

Menschenkenntnis für die Diener des Rechts,

eine spezielle Untersuchungsmethode zur Feststellung des Charakters jedes Angeklagten, damit der anständige Mensch von vornherein einen Rechtsschutz hat. Alle bisherigen Untersuchungsmethoden haben hierin vollständig versagt.

Zum erstenmal in der Welt seit Jahrhunderten und Jahrtausenden ist mit dem alten Schema, das vollständig versagt, gebrochen, und an seine Stelle tritt der lebendige Mensch nach Körper, Geist und Seele.

Die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters, insbesondere seine Naturellehre, die ein neues Natursystem darstellt, kann diese Forderung des obersten Gerichts in Zürich – der Stadt, in welcher vor 135 Jahren [Stand Jahr 1936] Lavater seine Todeswunde erhielt – restlos erfüllen.

Diese Entdeckungen, welche die Menschenkenntnis lehrfähig gemacht und zur Wissenschaft erhoben haben, sind teils in ihrer Originalform, teils in unglaublichen Abänderungen weltbekannt geworden. Möge es ein gütiges Geschick fügen, daß die Schweizer Behörden nicht zu den Abänderungen greifen, die zum Teil stark minderwertig sind, sondern zu den Originallehren ihres genialen Begründers und zu wirklich fähigen Menschen, die diese kennen und praktisch einwandfrei und sicher anzuwenden vermögen.

 

Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten auf die

Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

 

Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

 

 

                                                       

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 30 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

DgM 037

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , , , , , , , , , , , , am 30. Mai 2008 von helioda1

Der gute Menschenkenner 037 von 101

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MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Februar 1936, Nr. 37

 

Menschen mit bösem

und mit

Gutem Sinn

in Wort und Bild

Überwindung allen Leides

durch

MENSCHENKENNTNIS

 

Carl Huter

Begründer der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie]

Ein hier zum erstenmal veröffentlichtes Bild, das Huter in gereiftem Alter darstellt, aus jener Zeit, da er mit seinen Gegnern abrechnete und gegen ihre Angriffe seine Entdeckungen und Forschungen im Dienste des Wahren, Guten und Schönen ins Feld führte.

Daher ist auch die Körperhaltung in großer Spannung, der Gesichtsausdruck ist außerordentlich fest und bestimmt.

Die Augen sind durchgeistigt, unerschütterlich gleichsam wie auf eine sichere Naturerkenntnis gestützt -, ganz gerade, offen, groß und frei auf ein bestimmtes geistiges Ziel gerichtet.

Der Leser wolle einmal im Leben nachprüfen: die Haltung und Bewegung eines Menschen, der Ausdruck gibt die inneren Motive kund, aus denen heraus der Mensch handelt! –

Daß die Stirn außerordentlich hoch, breit und ganz fein ausgewölbt ist, kann wohl jeder sofort erkennen, ebenso, daß ein leichtes und freier,

heller und warmer Ton

über dem ganzen Gesicht, dem Haar und allen Formen liegt.

Die Stirn, das Oberhaupt, wie überhaupt der ganze Schädelbau zeigt auch nich die allerkleinste Unausgeglichenheit, sondern eine vollendete Plastik, verbunden mit größtmöglichster Feinheit und Schönheit.

Man betrachte die Breite und Höhe der Stirn, dazu die Höhe und Wölbung des Oberhauptes im Verhältnis zu Form und Länge des Nasenbaues, zu Form und Wölbung der Augen, die Ohren, wie überhaupt das ganze Gesicht, die Würde und Schönheit aller einzelnen Teile und diese in ihrem Verhältnis zur Gesamtbildung des Kopfes, so wird man feststellen müssen, daß der anatomische und architektonische Bau hinsichtlich seiner Vollendung wohl kaum noch übertroffen werden kann. Auch die Würde und Schönheit des Ausdrucks, dieses allerfeinste, empfindungsreiche Gewebe steht damit in Gleichklang.

Man beachte auch die Freundlichkeit am Mund, die Milde im mittleren Gesicht bei aller sonstigen Festigkeit des Augenausdrucks und des Formbaues. Männliche Schönheit und Klarheit liegt über dem Ganzen. Das Bild überrascht und stimmt feierlich.

Daher ist es auch wohl berechtigt, dasselbe zu veröffentlichen und damit gewissermaßen auch zu erhalten.

Aber das allein ist es nicht, was hier mit der Veröffentlichung des Bildes bezweckt werden soll, sondern es ist vielmehr der Gedanke,

xx das Bild selbst als einen Maßstab

xx ein Vorbild hinzunehmen, um darnach andere Bilder

xx einer vergleichenden Betrachtung

xxerziehen zu können xx

Das ist zweifellos berechtigt, denn viele Menschen betrachten den Augen-, Schädel-, Kopf- und Gesichtsbau eines anderen Menschen und wissen nicht recht, wie sie die Formen bewerten sollen, wo es fehlt, wo sie überentwickelt, stark oder schwach, mehr oder weniger vollendet sind.

Mit einem Wort, es fehlt der Maßstab, der Ruhepunkt in aller Erscheinungen Flucht, das Vorbild, die sichere Grundlage, nach der man sich in jedem Fall richten kann.

Prägt man sich nun dieses Bild im Geiste fest ein, so daß man es geistig stets gegenwärtig und im Sinn hat, dann kann man die Formen eines beliebigen Menschen damit vergleichen und zu sicheren Beobachtungs- und Schlußergebnissen kommen.

Was Huter geleistet hat, braucht hier nicht hervorgehoben zu werden, es ist zum Teil bekannt, und davon zeugen seine Werke, ebenso die Tatsache, daß die Forschungen an sich ohne Huters Namen zum Teil in das Geistesleben der Gegenwart übergegangen sind.

Die Leistungen stehen vollauf im Gleichlauf zu dieser Formbildung und dem Ausdruck dieses menschlichen Hauptes.

Jeder Personenkultus liegt dabei absolut fern, lag Huter selbst fern, denn er war ein einfacher Mann aus dem Volk und ist es zeitlebens geblieben. Er opferte alles für seine Forschungen und Entdeckungen.

Das zeigt ja auch der ganze Ausdruck: alles Materielle des Lebens ist sozusagen überwunden, und es herrscht an erster Stelle der Wille, das als wahr, echt, gut und schön Erkannte unbedingt zu verfechten und zu verwirklichen. Mehr kann ein Mensch nicht.

Also lediglich die reale, objektive Wirklichkeit ist es, die das Bild zu dem Vergleich mit anderen – um daraus zu lernen, einen Maßstab für Beurteilungen und vergleichende Betrachtungen zu haben – bestens geeignet erscheinen läßt.

Bild Nr. 2.

Betrachten wir nun das Bild 2, so wird es auf einmal leicht, die Abweichungen, sagen wir von einer Ideal- oder besten Normalform des Menschen, festzustellen.

Denn irgendeinen Maßstab, nach welchem man sich  richtet, muß man zweifellos haben.

Zunächst fällt auf, daß hier bei Bild 2 unterhalb der Augen ganz schwere, grobfleischige, harte Gesichtsmassen liegen.

So grob, schwer und gefühlsarm diese Gesichtsmassen sind, so ist die Wesensart dieses Menschen. – Man betrachte dazu den sehr groben, rohen und übergroßen Mund, ferner den breiten, schweren Oberkiefer, die gewaltigen Kauwerkzeuge, die dahinterliegend zu denken sind, so hat man sofort nach dem hier mit Bild 1 gegebenen Maßstab die Abweichung vom besten Normaltypus.

Man darf also von vornherein bei Bild 2 kein Feinempfinden, kein tieferes moralisches Gefühl voraussetzen, sondern Roheit, Grobheit, Gefühlskälte und Härte. Das bestätigt auch sofort der stahlharte und kalte Blick der Augen, deren Lider seitlich in scharfen, spitzen Winkeln verlaufen.

Gegenüber den groben Schwermassen des Gesichts kommen im Verhältnis die schwachen oberen Gehirnmassen fast nicht mehr in Betracht. Nur über den Augen, wo die Beobachtung und Auffassung liegt, und an den Schläfen, wo das technische Geschick liegt, herrscht Spannung.

Der in das Gesicht gezogene Hut zeigt schon symbolisch an, bei Berücksichtigung dieser sonstigen Gesamtanlage, daß die oberen Gehirnmassen herabgedrückt sind und daß die Schwermassen der Kiefer, wo die Tat- und Gewaltenergie liegt, vorherrschen.

(Es läßt sich die Tatsache nicht ableugnen, daß die Tracht und Mode Einfluß auf die Psyche hat, und unbewußt vollführen dabei die Hände, welche den Hut aufsetzen, das, was die Seele wohl denkt und empfindet, insofern hat auch die Kleidung zweifellos mehr oder weniger eine individuelle Note und Bedeutung.)

Betrachtet man nun neben diesem kalten, harten, rohen Blick der Augen auch noch die Kopfhaltung, so fällt sofort auf, daß der Hals fast verschwindet. Derselbe ist eingezogen, die Schultern sind hochgezogen, der Kopf ist geduckt, ähnlich wie bei einer Katze, die zum Sprung auf ein Opfer bereit ist.

Diese Gesamtunterschiede werden durch einen Vergleich der Bilder sofort ganz objektiv und real offensichtlich. Ebenso weicht dieser Mensch in seinem ganzen Denkleben und in seinen Handlungen vom sehr guten Normaltypus ab, er ist der Gegenpol zu Bild 1.

Er ist ein Bandit,

ein Spezialist für Einbrüche, ein Straßenräuber und noch einiges mehr.

Jedenfalls muß auch der ungeübte Beobachter auf diese Weise zu ganz guten selbsteigenen Betrachtungen kommen, die natürlich tausendfach verschieden sein können, ebenso verschieden, wie es die Menschen sind.

Niemandem geschieht damit ein Unrecht, im Gegenteil, man lernt den Menschen nach seinen Augen, Schädel- und Gesichtsformen und nach dem Ausdruck genauer betrachten und bewerten.

Man hat für alle möglichen Dinge Maße, Gewichte und Wertungen, daß solches auf die Dauer auch für den Menschen nicht mehr zu vermeiden ist, lehrt offensichtlich die ganze gegenwärtige Entwicklung.

Damit kommen wir zu einem gänzlich neuen Faktor im menschlichen Gesellschaftsleben, zu einer Lehre, die bis in das Ungeahnte durch Huter bereits ausgebaut ist und die in Wissenschaft, Kunst und Leben immer mehr Eingang findet.

Nun zu anderen Vergleichen

Bild 3.

Ein Einbrecher, den man den „Maulwurf“ nennt.

Bild 3 zeigt einen schweren Geldschrankknacker, der, um zu diesen zu gelangen, unterirdische Stollengänge anlegt.

In der Tat, das kleine, sehr unebene Gesicht dieses Menschen ist so eingetrocknet, erdfarbig und grau, daß man sich recht gut vorstellen kann, daß er wie ein Maulwurf in der Erde gräbt und ein darauf gerichtetes Denkleben hat.

Die stumpfe, aber feste Nasenform, die vorspringenden Augenwülste, welche die starke Beobachtung zeigen, und das linksseitige starke Jochbein, das die Überwindungskraft zeigt und wie ein Hammerkeil wirkt, illustrieren noch diesen Vergleich.

Dabei sind die Augen ganz klein und liegen trübe lauernd in dicken, schlitzartigen Lidern, sie zeigen, daß er nur einen sehr beschränkten Gesichtskreis hat, aber Einzeldinge sehr scharf erspäht. Man könnte auch glauben, die engen Lider schützen vor dem hellen Tageslicht, er vermag aber im Dunkeln oder bei sehr trübem Licht noch scharf zu sehen.

Die Augen liegen auch ganz tief und geschützt, ähnlich wie bei manchen Hunden, die den Kopf voraus durch Strauchwerk und Gestrüpp jagen. Auch die Nasenwurzel ist tief eingedrückt, ein Merkmal, daß er ganz bedachtsam und mit großer Vorsicht zuwege geht.

Dabei ist die Kopfhaltung wie lauschend, das Ohr steht ganz frei, es ist so geformt, daß er die kleinsten Geräusche wahrnimmt und, wie der gespannte Gesichtsausdruck zeigt, auch noch vermeidet.

Man überzeuge sich auch, wie abgekanzelt der Hut aufgesetzt ist, der Kragen und Schlips ungebunden, wie genau er nur noch etwas vom Bart stehen läßt, wie er diese Dinge genau beachtet, sich also in Grenzen hält.

Dabei sind aber die Augenbrauen dicht, stark und buschig, die Unterlippe ist abnorm breit und fleischig, auch die Oberlippe wirkt schwer, das sind Gegensätze zu den zuerst gekennzeichneten Formen und Anlagen und deuten auf schwere und stark hervortretende Leidenschaften und momentane Zähigkeit und Ausdauer.

Selbst die Nasenflügel zeigen bei dem eingetrockneten Gewebe eine starke Spannung, er vermag noch in schlechtester Luft lange auszuhalten und zu arbeiten.

Von hohem, lichtem Geist ist im Gewebe keine Spur, man blicke auf Bild 1, um das sofort zu erkennen.

 

Bild 4 zeigt ein ziemlich dickes Gesicht mit sehr festem und hartem Gewebe, ausgefüllt mit harten elementaren Stoffen und Kräften bei kurzem Hals.

 

Bild 4. Spezialist, der schwere Schränke erbricht und andere Spezialarbeiten verrichtet.

 

In der Gedrungenheit liegt viel harte Spannkraft, das zeigt auch die Kopfhaltung und der Ausdruck.

Der Mund ist verkniffen bei sehr dünnen, scharfen Lippen und abnorm starkem Ober- und schwerem Unterkiefer, dabei ist die Nase kurz und plump, das sind Merkmale abnormer Tattriebe.

Wer solche Dinge nicht zu sehen und zu beobachten gewohnt ist, der könnte wohl den Mann im Moment für einen guten Onkel halten, der aber, wenn man näher hinsieht, die „schönsten“ Henkel- und Verbrecherohren hat.

Interessant ist, was man besonders bei dem mittleren Bild beobachten kann, daß die Spannkraft des Kopfes und des Gesichts in den seitlichen Partien liegt, als dort, wo die harte elektrische Energie wirkt.

In der Mitte des Gesichtes, wo die feinste Weichheit und Schönheit liegen sollte, ist Formverhärtung, Disharmonie und Unschönheit vorhanden. Das sind gefährliche Merkmale.

Das Auge mit den harten Lidern und spitzen Winkeln hat den verstellten, halbstarren Ausdruck, der Mund läßt sich gleichzeitig nicht verstellen und spricht durch seinen fast idiotenhaften Ausdruck die Wahrheit.

Man kann auch sehen, daß der Schädel im vorderen Teil oben flach ist, und bei dem Seitenbild, daß das hintere Oberhaupt, wo die „Icheinstellung“ liegt, gegenüber dem unteren Hinterhaupt aus der Proportion fällt.

Der zweite Ring unterm Kinn zeigt bei dieser Anlage das zu starke Vorherrschen chemischer Schwerstoffe.

Man vergleiche mit Bild 1, und die gewaltigen Abweichungen von der besten Normalform werden sofort offensichtlich.

 

Bild 5 zeigt einen ganzen Schlauberger xx Disharmonie.

Bild 5. Der eigentliche Organisator der Bande von Bild 2, 3 und 4.

Man könnte glauben, er hätte mehrere Brillen auf, obwohl er keine trägt, um das wahre Wesen zu verstecken.

Die Stirn ist frei und deutet auf Intelligenz und Organisation, sie soll auch Offenheit und Wohlwollen vortäuschen, was aber sofort als Täuschung offenbar wird, wenn man das Gesicht betrachtet, das ja bekanntlich den Ausschlag gibt.

Die Nase ist auch lang und ziemlich gerade und deutet auf Intelligenz und Vorberechnung.

Es ist der Anführer und Organisator – aber was für einer? –

Das erfährt man sofort, wenn man die Augen betrachtet, die lose und glasig im Kopfe hängen und von verformtem, unreinem Gewebe umgeben sind.

Das Gewebe um den Mund und an den Wangen ist pergamentartig, es ist wenig Gefühl und Lebensgeist darin, die Oberlippe ist lappig und zu groß, der Mund hat dünne, seitlich scharf und breit verlaufende Lippen.

Die Jochbeine treten seitlich tief und breit aus der Norm, der Kiefer holt breit aus, und die Ohren sind groß und abnorm häßlich.

Das sind in Verbindung mit diesem frechen verstellten Augenausdruck und dem zerknitterten Gewebe schwere abnorme Tatmerkmale.

Dabei hat er das Auge und den Mund mit dem Ausdruck des Sprechers, er kann Wunder war für schöne Dinge vorschmusen und Pläne darlegen, dabei ist alles nur eitel Dunst und endet im Verbrechen.

Es ist eine moderne, bewegte Gaunerphysiognomie. Den ganzen gegenständlichen realen Ernst, die Gefährlichkeit dieser Natur, erkennt man sofort, wenn man den Blick auf Bild 1, dem Gegenpol, ruhen läßt.

XX

Bild 1 und Bild 5

 

Bild 6 zeichnet ein schwammiges, teigiges, unreines und mattes Gewebe aus, stark verschleierte finstere Augen mit dem trüben Blick der moralischen Verblödung, mit einer unwilligen und böswilligen Mimik.

Bild 6. Ein Verbrecher und Ladendieb.                           Bild 1-12 Archiv.

 

Das ist gerade der Unterschied vom hellen, lichten, reinen, durchstrahlten und empfindungsreichen, offenen und edlen Gewebe des besten Normalmenschen.

Der Geist liegt im Gewebe, in den Peripherieorganen, und muß daraus erkannt werden, das ist erste Bedingung zur Menschenkenntnis.

Das Gewebe muß eine milde Leuchtkraft haben, diese fehlt bei Bild 2, 3, 4, 5 und 6 gänzlich.

Diese milde geistige Leuchtkraft der Gewebe ist aber nicht zu verwechseln mit der magnetischen, elektrischen und mediomischen Strahl- und Spannkraft derselben und dem Fettglanz der Haut.

Das ist der Kernpunkt aller physiognomischen Menschenkenntnis, daher muß ein neues klassisches Sehen gelehrt werden, für welches die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] die wissenschaftliche Unterlage gibt.

Betrachtet man das Seitenbild, so fällt der flache und schwache Hinterkopf auf, der Menschen eigen ist, die keine Lust und Liebe zur Arbeit haben.

Nichtsdestoweniger ist das Hinterhaupt oben hoch, dort, wo die Selbsttriebe liegen, und das Kinn ist unwillig ein- und breit gezogen.

Arbeiten will der Mensch nicht, aber auftreten und leben wie ein Gentleman, das letztere deutet der Hut an, die großspurige Kleidung und Kopfhaltung.

Dabei hat er weiche, sinnliche Gefühle, das zeigen die dicken vollen Lippen, der vorgeschobene Mund; daß diese bösartig sind zeigen die im rechten Bilde scharf herabgezogenen spitzen Mundwinkel.

Das Gewebe um beide Augen, seitlich der Nase, unter der Nase und an den Wangen ist verformt und unrein, das deutet auf Vergiftung und Entartung des Blutes, der Lymphe und der Säfte.

Man betrachte die Stirn des mittleren Bildes, diese ist dort, wo der Erwerbs- und Diebessinn liegt und weiter nach oben hin, wo der Sinn für den Besitz schöner Sachen liegt, erheblich ausgebuchtet und in Spannung.

Dabei ist er geschmeidig, gewandt im Auftreten, und er läßt in Läden geschickt die Sachen mitgehen.

Ein Blick auf das Ohr zeit die starke Disharmonie.

Das Ohr ist auch im oberen Teil hängend, wie es typisch bei dieser sittlichen Entartung ist.

Die Naturellanlage ist Bewegung und Empfindung mit Disharmonie. Die Erfahrung lehrt, daß Entartung eintritt, sobald die Naturellanlage nicht richtig betätigt wird.

Das ist Naturgesetz und zwingt jeden Menschen in eine bestimmte Bahn der normalen Tätigkeit, die er willkürlich ohne Schaden nicht einmal abändern darf.

 

Leitspruch

Zähme deine Leidenschaften,

Hebe deine Schwächen,

Pflege und vewende deine guten Anlagen und Talente!

Dann kannst du glücklich leben und nützlich wirken.

Carl Huter

 

 

Wir haben mit der vorhergehenden Bildnisreihe die Nachtseite und den Tiefstand des Lebens kennengelernt und wenden uns nun der Lichtseite desselben zu. – Das Bildnis Huters, das nicht nur die großartigsten Porportionsmaße zeigt, sondern auch im Gesicht die sehr xx Quellkraft der Gewebe, die feine lebenswarme PlaXX und Durchstrahlung der Stirn, selbst das Ohr und xx Haar, das ja auch am Leben teilnimmt, zeigt einen warmen, milden und schönen Ton xx

In dieser milden und starken Spannung, Strahlung, Feinplastik und Durchleuchtung der Gewebe zeigt sich

der geniale Lebensgeist.

In jeder Zelle ist der Lebensgeist lebendig wirksam und tätig und läßt sich auf diese Weise direkt sehen und erkennen.

Diese Feinheiten sieht und erkennt wohl nicht jeder sofort – es bedarf einiger Übung, vergleichender Studien am lebenden Menschen, eines neuen klassischen verfeinerten Sehens, das Huter lehrte und naturwissenschaftliche begründete.

Ohne dieses verfeinerte Sehen, läßt sich die praktische Menschenkenntnis einwandfrei nicht lehren.

Das ist der Kernpunkt.

Alle Formdeutung an sich versagt mehr oder weniger, wenn man nicht aus der Qualität und der Feinheit des Gewebes das Geistige direkt sehen lernt.

Denn der Geist lebt ja in der Form, ist allen Geweben, gegenüber dem Inhalt der Form kann diese selbst an Bedeutung zurücktreten, da ja die Form zunächst bleibt, wenn sich auch der Inhalt günstig oder ungünstig verändert.

Hier aber stimmt mit der hervorragenden Proportion, dem Ebenmaß und der Schönheit der Form auch der Inhalt, die geistige Qualität überein, das zeigen die Augen und der Gesichtsausdruck, das zeigt ferner die sehr feine, lichte und warme Spannung.

Das ist es, was an diesem Bilde gezeigt werden soll.

Am besten lassen sich diese Unterschiede natürlich am lebenden Menschen sehr deutlich zeigen und erklären, wozu mir aber die Möglichkeit fehlt, und daher müssen wir uns mit den Bildern behelfen.

Denn diese hier erwähnte Qualität im Gewebe findet man natürlich auch mehr oder weniger bei anderen Menschen wieder, und von ihrer richtigen Bewertung hängt die ganze feinere Beurteilungskunst ab.

Diese feingeistige Gewebsstrahlung ist grundverschieden von dem lebhaften Glanz und dem Farbton mancher Gewebe, ebenso von der elektrischen, magnetischen und mediomischen Spannung und Strahlung und noch von einigen anderen Dingen.

Ohne Kenntnis dieser Unterschiede und das darnach geschulte Sehen gibt es keine auch nur halbwegs vollendete Menschenkenntnis. Erst dergestalt wird der Lebensgeist direkt aus den Formen erkannt und jede Täuschung bis in alle Feinheiten hinein vermieden.

Erst auf diese Weise ist die größte und fast einzige Wahrheit in der Natur, die sie unmittelbar offenbart, zu erkennen.

Darüber hinaus gibt es hier auf Erden eine höhere Wahrheit wohl kaum mehr.

So unglaublich es auch klingen mag, ist es doch Tatsache, daß diese Erkenntnis und ihre naturwissenschaftliche Begründung vor Huter gänzlich fehlte.

 

Bild 8 [Walter Alispach (1908-1998), bedeutsamster Schweizer Huter-Referent]

 

In Bild 8 sehen wir eine breite und hohe Vorderstirn, die plastisch gut in Spannung und Strahlung ist. Das übrige Gesicht zeigt einen sehr warmen und gut durchstrahlten Gewebston.

Da nun in der oberen Vorderstirn das Wohlwollen und die Menschenliebe liegt, der psychologische Lebenserkenntnissinn und die innere Herzensgüte, so ist dieser Mann aus Liebe zur Wahrheit, zum Guten und Schönen rastlos in diesem Sinne tätig.

Wie energisch er sich bei seiner Arbeit anspannt, das zeigt die große Anspannung der Gewebe and den Schläfen.

Das sehr warme innere Gefühlsleben liegt auch im übrigen Gesicht.

Jede Schwierigkeit und Enttäuschung sucht er aus dieser inneren Liebe und Wärme heraus zu überwinden. Die Arbeit für das Rechte und Wahre löst neue Begeisterung aus und stärkt die innere Lebensfreudigkeit. Diese strahlt nach allen Seiten aus, teilt sich mit, ermuntert, erfreut, belebt, begeistert, hilft durch Humor die Sorgen überwinden, schwere Arbeit wird leicht, und der Erfolg bleibt nicht aus, selbst wenn er nur in der inneren Befriedigung und Freude liegen sollte, der Freude und dem Glück. Gutes getan und dem Fortschritt und der Wahrheitserkenntnis gedient zu haben. – Das ist das Geheimnis dieser Natur.

 

Bild 9 [Amandus Kupfer (1879-1952) bedeutsamster Huter-Schüler und Herausgeber von „Der gute Menschenkenner“ Nr. 1 bis 101, 1932 bis 1941].

Dieses Bild zu beurteilen fällt mir schwer, vielleicht weil ich den Abgebildeten genau kenne, und es geschieht auch nur, um daran etwas zu zeigen, damit andere daraus lernen.

Hier finden wir wieder die plastische, breite, offene und lichte hohe Vorderstirn. Das Gewebe im Gesicht ist leicht, empfindungsreich, gut durchstrahlt und durchleuchtet, von innerer Wärme und Festigkeit wie die Formen und von einer gewissen Abgeklärtheit.

So durchstrahlt, hell und licht wie das Gewebe ist, so licht und hell ist auch das Geistesleben in Verbindung mit einem Feingefühl im Sehen und Erkennen – man beachte die Anspannung am Auge und an der Nasenwurzel -, einer guten Voraussicht und Vorausberechnung.

Aus dieser Anlage heraus konnte der Abgebildete sich fast 30 Jahre Tag für Tag [Stand Jahr 1936] in den Dienst des Wahren, Guten und Schönen stellen. Gewiß haben die Stürme der Zeit das Gewebe durchfurcht, aber die Lebensfreude, der Glaube an das gute Kommende ist geblieben, weil die Kraft wiederum aus der guten Arbeit selbst gezogen wird. Daher war trotz allem Kampf, wenn auch der Erfolg noch nicht kommen konnte, da neue Erkenntnisse sich nur langsam Bahn brechen, – die Arbeit nicht umsonst –

 

Bild 10. Edle jugendliche, noch schlummernde Kraft, die aber aus sich selbst heraus dem Guten zu folgen vermag.

Reines, frisches, gesundes, unverdorbenes Blut – man beachte die reine natürliche Zeichnung der Form – , daher auch Reinheit und Heiligkeit in der Aufnahme und im Denken.

Die Formen wirken frisch und jugendlich natürlich, da jede Versteifung fehlt.

Offen, natürlich und frei sieht er in die schöne Welt. – Starker, aber nicht übereilter Drang, Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten anzusammeln, siehe die breite Stirn, das lichte Gewebe, die Spannung in der Kopfhaltung. Das Denken beherrscht das Gefühl.

Ist in voller Entwicklung. – So sollte jedes Kind erst die Natur beobachten lernen, Pflanzen und Tiere, um sich natürlich und xx zu entfalten, sonst kann man leicht das Gegenteil von dem xx, was man wünscht.

Bild 11. Homer, der große griechische Schriftsteller und Dichter, der die Iliade und Odysee geschrieben hat.

Hier prägt sich in der machtvollen Stirn, im langen vergeistigten Gesichtstypus die hohe Geisteskrft aus, bei welcher die körperliche Kraft zugleich stark geschwächt zurücktritt.

Der Körper mußte alles bis zur letzten Kraft im Dienste des Geistigen hergeben. Dieses Gesicht zeigt uns zum Unterschied von den Bildern auf Seite 2 nach Form und Ausdruck den hohen Geistesadel.

Einige tausend Jahre sind seit Homers Zeiten vergangen und man vergleiche damit das Bildnis Huters, um zu erkennen, was die Entwicklung in dieser Zeit zustande gebracht hat.

[Carl Huter (1861-1912) Begründer der wissenschaftlichen Menschenkenntnis].

 

Hier ist ein ganz gewaltiger Unterschied in den Proportionen von Gesicht, Stirn und Schädelbau, eine unendlich vergrößerte Umspannung aller nah- und fernliegenden Dinge.

Greifbar tritt der Unterschied zutage, sowohl in der Formbildung und Proportion, wie auch in der Feinheit und der umfassenden Fülle des Geistes bis in alle Tiefen und Schönheiten.

 

XX

Bild 12. Man beachte das Gewebe und die Formbildung genau, das Bild ist unretuschiert.

Die Formen und Umrisse sind sehr bestimmt gezeichnet, so bestimmt und aufrecht ist auch die Denk- und Handlungsweise.

Dabei ist die Kopfhaltung und sind die Formen elastisch, leicht und elegant, jede körperliche und geistige Anstrengung wird leicht und mit Sicherheit überwunden.

Man beachte, wie das Auge scharf und bestimmt den Gegenstand ins Auge faßt, ebenso scharf und bestimmt ist das Denken. Die gespannte Plastik der Schläfe zeigt die sehr gute technische Befähigung.

Alle Formen sind gut abgerundet, das ganze Gewebe ist nicht nur leicht, sondern auch von feiner Qualität, Spannung und milden, warmen Durchstrahlung, daher der Sinn und Eifer für den guten Fortschritt auf allen Gebieten, die enorme vielseitige Arbeitskraft im Dienste des Wahren, Guten und Schönen bei frohem, natürlichem, heiterem Lebenssinn und gewaltiger Abneigung gegen alles Unnatürliche in Wissenschaft, Leben, Kunst und Religion.

Die Verstoßung Hagars. Gemälde von van der Werff.

Ein ergreifendes Gemälde und zugleich eine Tragödie von meisterhafter Darstellung, welche erst durch die wissenschaftliche Menschenkenntnis voll verstanden werden kann.

Eine junge Mutter von großer Reinheit und  Schönheit wird mit ihrem lieblichen edlen Kinde aus dem Hause in die Nacht und in die größten Gefahren hinein verstoßen.

Man sollte eine solche Grausamkeit nicht  für möglich halten, und doch liegt in dem Bild selbst die Lösung für dieses Rätsel.

Die verstoßene Mutter mit ihrem Kind hat weiche, lichte, helle und reine, schöne Formen.

Der alte Mann empfindet wohl Mitleid und segnet die Verstoßung, – aber er läßt auch das Unrecht geschehen. Er rafft sich nicht auf, die Schmach und das Unrecht energisch zu verhindern.

In der Haltung des Körpers hat ihn der Künstler als alten Schwächling gezeichnet und mit verdicktem, schwerem Hals, kraftlosen Händen, überdicken Lippen und einem Zug an Mund und Bart ähnlich dem des Judas von Holbein.

Aber die eigentliche Triebkraft dieser Tragödie der Verstoßung einer offensichtlich guten Mutter mit ihrem edlen Kind ist die Frau, die schadenfroh in der Türe des Hauses lehnt.

Von ihr geht der geheime Impuls zu dieser bösen Tat aus. Sie hat ein hartes, langes, böses und kaltes Gesicht, ohne Gefühl, ohne Mitleid, ohne Erbarmen.

Die Nase der Frau, die den Charakter zeigt, ist steinhart, tief nach unten und auswärts gebogen.

Der Mund hat den teuflischen, schadenfrohen, aufgeworfenen Zug. Am Oberkiefer, nach dem Zug des Herzens hin, liegt grausame Härte, Kinn und Oberkiefer ist wie von Stein, die Brust hart.

Man muß schon die wissenschaftliche Menschenkenntnis beherrschen, um den Künstler recht zu verstehen, der hier meisterhaft die Wahrheit in den Formen, Farben und Bewegungen lebendig und lebenswahr schilderte.

Die verstoßene Mutter mit ihrem Kind hat den hellen reinen Typus der edlen Rasse. (Dem biblischen Bericht nach war Hagar eine Ägypterin.) Der Mann und die Frau im Hintergrund sind unverkennbar Semiten.

Das Gemälde ist in Farben von großartiger Wirkung, die leider ja hier nicht wiedergegeben werden können, das Original befindet sich in der Dresdner Gemäldegalerie, wo man es bei Gelegenheit studieren wolle.

Das Gewand der Mutter ist hell, von goldig schimmernder Farbe, das des alten Mannes von einem neutralen, kalten und harten Blau, das der Frau von schmutziger unangenehmer Farbtönung.

Das Kind der verstoßenen Mutter hat einen unschuldigen, sehr edlen Ausdruck mit goldigem, lockigem Haar, – das zurückbleibende Kind zeigt harte Formen mit breitem Gesicht, dickem Mund und sehr kurzem Hals.

Zwischen der verstoßenen Mutter und ihrem Kind und zwischen dem alten Manne, der Frau und ihrem Kind ist keine Harmonie möglich, es sind entgegengesetzte Pole von Gut und Böse, daher geht die junge Mutter auch lieber in Nacht und Finsternis und Ungewißheit hinaus.

Der Künstler war ein vollendeter Beobachter des Lebens und der menschlichen Natur, er hat die Wahrheit – wenn auch nur für den Kenner voll ersichtlich – wunderbar dargelegt, daher ist das Gemälde heute noch von großem wissenschaftlichen Wert.

Der Künstler ist nicht nur ein Maler, sondern auch im vollsten Sinne des Wortes ein großer Natur- und Lebensforscher gewesen, der wissenschaftliche Wahrheiten, lange bevor sie bekannt waren und gelehrt wurden, bereits gesehen, lebendig wahr und richtig geschildert hat, so richtig, daß die Formen und Farben und die Bewegungen, durch die er den Sinn des Bildes deutlich machte, mit unserer heutigen wissenschaftlichen Erkenntnis noch übereinstimmen.

Die großen Meisterwerke der Kunst erhalten erst durch die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters ganz neue und lebendige Werte, die klar und deutlich lehren: Der gute Mensch soll nicht verstoßen werden und in Elend umkommen, sondern er soll den bösen Menschen erkennen und sich zum gemeinsamen Schutz und zu einer Macht des Guten mit gleichgesinnten Menschen in dem Geist der wissenschaftlichen Menschenkenntnis zusammenschließen und die Welt von allem Übel und Leid erlösen.

Einen anderen Weg der Lösung gibt es nicht, das lehrt die ganze menschliche Erfahrung und Geschichte, Kunst und Leben von Anbeginn der Zeit bis auf den heutigen Tag.

Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten auf die

Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

 

 

 

Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

 

 

                                                       

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 30 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4300. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

DgM 036

Veröffentlicht in Uncategorized am 22. Mai 2008 von helioda1

Der gute Menschenkenner 036 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Januar 1936, Nr. 36

 

Gemälde von Rudolf Henneberg.

Der Künstler will mit seinem Werk sagen, daß niemand das Glück erjagen kann. Der kühne Reiter sieht nicht mehr die Dinge um und unter sich, bemerkt nicht, daß der Weg immer schmaler wird und in den Abgrund führt.

Wenn er nicht augenblicklich das Pferd abbremst, ist er rettungslos verloren. Der Reiter ins in Selbstsuggestion verblendet und läßt jede Vorsicht und Vernunft außer Acht. Der Tod reitet mit – und erntet. -

 

 

VÖLKERGLÜCK?

4 STAATSMÄNNER

in Wort und Bild:

 

Eden, Laval,

der Negus, Graf Vinci

nach Anlage und Umwelt, Ausdruck und Bewegung.

Wo ist die größte Einsicht und Voraussicht,

reale Klugheit, Anpassungsfähigkeit,

natürliche Idealität?

 

Die 4 Bilder auf Seite 2 und 3 sind von Weltbedeutung – und nicht im alltäglichen Sinne, etwa nur aus Schaulust zu betrachten,

sondern mit tieferem Verständnis

Denn es sind Personen dargestellt, die an bevorzugten Stellen stehen und das Geschick ganzer Völker leiten, das schließlich mehr oder weniger rückwirkenden Einfluß auch auf uns haben kann.

Man muß also schon in Würdigung dieser Dinge den Alltag des Lebens beiseite lassen und mit den Augen des Künstlers und dem Blick der Welt- und Menschenkenntnis die Bilder betrachten.

Dann erst vermag man Sinn und Geist derselben zu erfassen – sonst sind die Bilder weiter nichts als bloße photographische Wiedergabe – und verfehlen fast völlig ihren höheren Zweck. –

Machen wir zunächst eine kleine Vorstudie und beginnen mit etwas Kleinem, um dann zu dem Großen und Hervorragenden zu kommen.

Bild 1

Bild 1 zeigt eine Radiostation in Asmara in Italienisch-Ostafrika mit einem jungen Eingeborenen, der dort angestellt ist.

Die Kopfhaltung des jungen Mannes läßt ihn uns wie traumverloren auf diesem Bilde erscheinen, fast noch wie ein Kind, oder besser gesagt wie ein Naturkind, das momentan in eine moderne europäische Technik versetzt ist, die ihm im Grunde genommen aber noch fern liegt.

Dieser große Schädelbau, das große Gehirn wird von einem sehr zarten und dünnen Hals getragen. Man muß sich sagen, daß der zarte Körper, – ausgesetzt der heißen Tropensonne, – kaum imstande ist, das Gehirn bis in alle seine Teile kräftig zu durchbluten, zu ernähren und zu durchstrahlen.

Daher macht er auch den Eindruck eines Träumers, – eines Mensch, der noch nicht richtig wach ist, den man sich unter anderen Verhältnissen denken möchte, inmitten seines Volkes, den Sitten und Gebräuchen, den Bergen, Wäldern, Wüsten und Steppen des Landes.

Wohl ist der Nacken schön geschwungen und das Hinterhaupt ist im unteren und mittleren Teil stark und plastisch geformt, was auf ein gutes körperliches Geschick und Handfertigkeit deutet.

Das Gesicht ist klein und weich, eindrucksvoll, und das Kinn ist auch nur schwach, die Nase ist eingebogen, – fast wie bei einem Kinde.

Das reale, praktische, nüchterne, kalte, sozusagen naturwissenschaftliche Verstandesleben kommt noch gar nicht so recht mit, er träumt noch und lebt vorzugsweise in Gefühlen.

Xxx er die rätselhaften unsichtbaren xx, die weithin ausgesandt werden, xx der Märchen und Erzählungen seiner xx Sinn dieser Technik ganz zu erfassen, mit einer uralten, uns noch wenig bekannten Tradition.

Es lebt dahin wie ein Naturvolk in den Tropen mit phantastischen Bergen, Höhen, Wäldern und Wüsen.

Und nun stelle man sich vor, dieses Volk ist plötzlich in einen Krieg mit Italien verwickelt, einer Weltmacht mit modernster Kriegsausrüstung, von deren Furchtbarkeit sich wohl im großen und ganzen diese Naturvölker noch kaum eine Vorstellung machen.

Man hat gelesen, daß die Eingeborenen, wenn sie zum erstenmal ein Bombenflugzeug erblicken, das über ihre Köpfe dahin donnert und braust, stehen bleiben und das Ungeheuer anstaunen und versuchen, es mit ihren schwachen Armen und Händen abzuwehren.

In malerischer Tracht, teils von ihren Frauen begleitet und teils noch mit alten Krummsäbeln und Flinten bewaffnet, teils mit Bogen und Pfeilen, geben sie ihre Leiber, ihr bißchen Gut und Leben den furchtbarsten modernen Kriegswaffen xx wahrlich ein Schauspiel ohnegleichen, bezüglich der Waffen ein ungleicher Kampf, von dem sicher einst die Nachwelt noch viel berichten wird.

Gewiß, ein Heldentum auf beiden Seiten. – Menschen vollbringen das Beglückendste und Schönste, aber auch das Furchtbarste und Schrecklichste. –

So führt uns dieses Bild des äthiopischen jungen Mannes vor einer Radiostation die Gegensätze vor Augen, – ein Naturkind und – moderne Technik, ein Naturvolk im tropischen Afrika – im Krieg mit einer europäischen Großmacht.

 

Die 4 Bilder von Weltbedeutung.

Bevor wir uns den 4 Hauptbildern auf Seite 2 und 3 zuwenden, die in ihrer Art einzig sind, rufen wir uns zunächst die Ereignisse kurz in das Gedächtnis.

Italien sowohl wie auch Abessinien gehören beide dem Völkerbund an. Dieser hat bestimmte Satzungen über die sich Italien hinwegsetzte, was zum Konflikt mit den übrigen Mächten des Völkerbundes und zu Sanktionen führte.

Das ist im Völkerleben ein sehr neuer Fall.

Naturgemäß besteht in der Welt zwischen den verschiedenen Rassen schon bezüglich ihrer Besonderheiten, ihrer Religion, den Sitten, Gebräuchen und Interessen ein sehr großer Unterschied. Diese in einem Völkerbund zu vereinen, ist schon an sich eine sehr schwierige Sache.

Im Prinzip ist der Völkerbund zweifellos ein Ideal, ob aber in der heutigen Form durchführbar und von dauerndem Bestand, das ist doch wohl eine andere Frage.

Carl Huter sah die Lösung in einer anderen Richtung, er teilte die ganze Menschheit

in Weiße, Farbige und Schwarze

ein, - und man hat heute den Eindruck, daß die großen Staaten der weißen Rasse sich zu allererst einmal in einem Völkerbund vereinigen sollten, denn sie haben zweifellos von Natur aus die innigsten Verbindungen.

Es steigt ein banges Gefühl auf, das man nicht unterdrücken kann, selbst wenn man den

Standpunkt der Gerechtigkeit

allein gelten lassen will, zu sehen, daß die weiße Rasse Stellung gegen ein Volk ihresgleichen für die farbige und schwarze Rasse nimmt.

Carl Huter sah, wie gesagt, die Lösung für die Zukunft in einer anderen Richtung.

Er durchforschte zunächst einmal die ganze Natur und studierte alle großen Weltreligionen, er faßte die gesamten und gesicherten Endresultate aller Wissenschaften zusammen, trennte überall Irrtum und Wahrheit, machte neue große Entdeckungen und begründete auf naturwissenschaftlicher Grundlage eine neue

Weltweisheitslehre, Religion und Ethik.

 

Ich glaube, es ist heute im Prinzip bereits entschieden, daß es im Grunde genommen und in Wirklichkeit nur eine verbindliche Weltreligion für die ganze Menschheit geben kann. Denn die Natur ist überall dieselbe, ebenso die Entwicklung und auch das Geistige und die Gottheit.

Daß diese Religion der Welt nicht vom guten Alten zu zerstören braucht, liegt auf der Hand, ebenso, daß sie auf naturwissenschaftlicher Grundlage beruhen muß und mit Einschluß der Kunst nur in

allem Wahren, Guten und Schönen

gipfeln kann.

Damit wäre im Prinzip zunächst einmal die natürliche Grundlage für einen dauernden Bund aller weißen, farbigen und schwarzen Völker der Erde gegeben, denn wirtschaftliche und ähnliche Interessen allein würden wohl kaum dazu dauernd imstande sein.

Die Überbrückung aller sonstigen Gegensätze sah Huter in einer neuen naturwissenschaftlichen Lebensformenlehre, der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie].

Den wirtschaftlichen Ausgleich der Völker der Erde sah er ermöglicht durch eine neue Naturlehre, die Naturelle- oder Konstitutionslehre,  die ja im Prinzip heute bereits in den ersten Anfängen Weltruf hat, die so handgreiflich wahr ist, daß sie jedes Kind leicht begreifen kann.

Der wirtschaftliche Ausgleich findet mach der Naturellehre in der Weise statt, daß ein Volk diejenigen wirtschaftlichen Güter produzieren soll, die es am besten und vollendetsten hervorzubringen vermag, darin kann es sich ausleben und unübertroffen bleiben.

Das wären zunächst einmal naturwissenschaftliche Grundlagen für einen dauernden Völkerbund und eine Weltwirtschaftslehre.

Daß die Welt- und Menschheitsentwicklung nach einer Lösung strebt, ist zweifellos, ebenso, daß diese nicht auf ideologischer, sondern nur auf naturwissenschaftlicher Grundlage beruhen kann.

Daß sie kommen wird, dafür bürgt die Natur, das Höherentwicklungsprinzip, das uns von den kleinsten Anfängen bis zu dem, was heute ist, gebracht hat und auch folglich weiterbringen wird.

Es kann die menschliche Vernunft sinnvoll mithelfen und entscheiden, aber wenn das nicht geschieht, dann

entscheidet allemal das Schicksal.

Besser ist natürlich das Erstere.

Daß diese neue Naturlehre gerade aus Deutschland kommt, ist an sich kein Hindernis, denn das deutsche Volk ist in der Welt als das der Dichter und Denker bekannt und in dieser Hinsicht von keinem Volk übertroffen.

Wenn wir nach solcher Überlegung die 4 Bilder betrachten, so rechtfertigt sich, wie wir noch sehen werden, das Wort: sie sind von

welt-kultur-historischer Bedeutung.

 

Betrachten wir nun das erste Hauptbild.

Bild Graf Vinci, Minister von Italien, und S.M. Haile Selassie von Abessinien         Illustration

Eine Woche vor Beginn der Feindseligkeiten zwischen Italien und Abessinien fand eine große Zeremonie statt. Wir sehen, wie Graf Vinci, Minister von Italien, S.M. den Negus begrüßt, ihm die Hand drückt und sich vor ihm verneigt. Schon eine Woche später empfing Graf Vinci die Weisung, ohne Verzögerung die abessinische Hauptstadt zu verlassen.

 

Der Negus von Abessinien.

Auffallend ist sofort diese sympathische hochstrebende Gestalt mit einer würdevollen und herzlichen Freundlichkeit im Antlitz.

Man hat sonst im allgemeinen von einem Kaiser mitten in Afrika wohl eine ganz andere Vorstellung.

Die Erscheinung des Negus wirkt halb märchenhaft, halb biblisch-patriarchalisch, und doch wiederum ganz zeitgemäß, man möchte sagen, fast europäisch.

Seine Handlungsweise ist im Grunde genommen, obwohl fest, doch wiederum bescheiden und seltsam sich an europäische Gedankengänge anpassend.

Man setze eine vierschrötige, brutale Negergestalt an seine Stelle und die ganze heutige Situation wäre undenkbar.

Mag man sie wahr haben wollen oder nicht, die Tatsache ist unbestreitbar, diese Gestalt, dieser Kaiser hat sich sehr große Sympathien in der Welt erworben.

Er ist zweifellos hochbegabt, das zeigt schon das klassische Profil, die lange griechische Nase, der plastische Rundkopf, der bekanntlich den feinsten und intelligentesten Menschennaturen eigen ist, – wie überhaupt die ganze hohe, sehnige, lebhafte Gestalt, eine königliche Erscheinung, die an Märchen erinnert und hier Wirklichkeit ist.

Interessant ist auch die malerische und original wirkende Kleidung, die Haar- und Barttracht, sie läßt auf viel Freiheitssinn und Originalität schließen, auf eine idealistische und romantische Einstellung. Zweifellos hat der Negus auf seine Völker, die ja zum  Teil noch halbwild sind, einen großen persönlichen Einfluß. Dieser ganze Mensch ist eine empfindungsreiche bevorzugte Natur.

Man beachte den übereinstimmend freundlichen Zug von Nase und Mund, sowie die feine Linie, die sich vom unteren Augenlid nach abwärts zieht, wie überhaupt die gewinnende, aufrichtige Herzlichkeit in Haltung und Ausdruck.

Man hat den Eindruck, daß der Negus im Grunde genommen die Freundschaft und nicht die Feindschaft wünscht, nur darf man nicht unvermittelt in seine Herrscherrechte eingreifen, denn dann wird die idealistische Natur wach und sie bäumt sich mit aller Kraft auf. Würde man ihn aber ganz und gar nach seiner Anlage und im guten Sinne behandeln, dann kann man vieles von ihm erreichen.

Man kann sich wohl denken, daß der Negus nach eigenen Ideen, Gedanken und Vorstellungen handelt, die richtig erfaßt, ihn leicht zugänglich machen würden. Mit einem solchen Herrscher kann man im Guten fertig werden.

 

Der italienische Gesandte.

Auch Graf Vinci ist augenscheinlich außerordentlich bestrebt, der Würde des Augenblicks Rechnung zu tragen, seine Verbindlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Das zeigt schon die feierliche Verbeugung, der Händedruck und die Verbindlichkeit des Ausdrucks an Mund und Wangen.

Aber der Gesandte ist in seiner ganzen Gestalt schwerer, wuchtiger, voller, das Empfinden ist nicht so leicht und so frei, so augenblicklich mit ganzer Wärme Anteil nehmend und überbrückend wie bei dem Negus.

Die ganze große Vergangenheit und Gegenwart des italienischen Volkes, seine Weltmachtstellung liegt in dieser kraftvollen geschmeidigen Gestalt mit der großen weltgewandten Ruhe und Sachlichkeit trotz Verneigung und verbindlicher Freundlichkeit, jedoch symbolisch verkörpert.

Die ganze Beharrlichkeit und Realität der objektiven Tatsachen, die ganze Wucht der europäischen gewaltigen Verstandestätigkeit, der realen praktischen Vernunft, der überlegenen Objektivität und Zweckmäßigkeit, die Zurückstellung der inneren Gefühle, die Tatkraft und Macht kommt schon allein in der kraftvollen Fülle und Spannkraft des unteren Stirn- und Schädelbaues zum Ausdruck.

Die lange Achse vom vorspringenden Kinn bis zum hinteren Oberhaupt, die große Fülle des kurzen Halses, die Schwere der Gestalt, zeigt den Nachdruck, der in ihr liegt, die Fülle von Stoff und Kraft, den Impuls und auch die Tatenergie.

Die Stirn zieht sich plastisch stark hoch nach oben, nur denkbar bei alten großen Kulturvölkern, denen aber trotzdem jede Romantik und Phantasie fern liegt, die Kompromisse schließen, Macht und Einfluß erweitern. Demgemäß ist auch das Gesicht glatt, das untere Augenlid zieht sich hoch, das Haar ist kurz gehalten, alles ist Sachlichkeit, Aufgabe, Pflicht, wirtschaftliche umspannende Tüchtigkeit, wobei keineswegs die Anlage für das Ideale schwach ist, denn das zeigt schon der hochgehende Bau des Kopfes, aber dieses ist zweckmäßig ein- bzw. neben- und untergeordnet.

Man sollte im Moment gar nicht glauben, daß schon 8 Tage nach dieser feierlichen Begrüßung die Feindseligkeiten beginnen konnten und doch ist die Begründung dafür zum Teil schon aus diesem Bilde zu entnehmen und durch die Beschreibung deutlich gemacht.

Obwohl die Verbindlichkeit groß ist und auch eine Naturellsympathie offensichtlich vorliegt, – der Gesandte vorzugsweise Ernährung – der Negus Bewegung und Empfindung – sind doch die Gegensätze in der Neigungsrichtung, Idealität und Realität, zu stark, sie gehen auseinander.

 

Die Gestalt im Hintergrund.

Auffallend ist die Gestalt im Hintergrund des Bildes in der Höhe der beiden Hände. Der Mann mit dem Bart und der Kopfhaube hat ein todernstes Gesicht mit weit offenen Augen und einem Dauerblick, als wenn er in sich hinein und in die Zukunft sehen möchte.

Sein Gesicht zieht wie das fragende, lebendig gewordene Schicksal aus. – Man trifft ab und zu bei an sich freundlichen Handlungen Gesichter im Umkreis, die an der Handlung selbst keinen unmittelbaren Anteil nehmen und mit ihrem Sinn und Geist ganz andere Dinge wahrnehmen. –

Die Persönlichkeiten sind unzweifelhaft starke Gegenstätze.

 Um sich von der Gegensätzlichkeit der Naturen zu überzeugen, betrachte man die äußerst kraftvolle Hand und das starke Handgelenk des Gesandten im Gegensatz zu dem schmalen, dünnen, feingliedrigen xx des Negus, der zu einer Hand gehört, xx materielle Kraft, Wucht und Fleischigkeit xx tritt.

Man kann tatsächlich sagen, wie die x starken Gegensätze sind, wie die Annäherung xx kundigen guten Willens gewisse Grenzen xx gehen die Interessen, Charakter und xx

Man kann sich nicht gut denken, daß sich die beiden Männer in sehr schwierigen Lagen schnell finden und starke Gegensätze ausgleichen. Obwohl eine sympathische Harmonie der Naturellanlage, wie gesagt, zunächst durchaus gegeben ist, trennen sie sich noch stärker in der Neigungsrichtung, wodurch der Erfolg der Mission von vornherein zum Mißlingen verurteilt ist.

 

Wie hätte diese Situation Erfolg haben können?

Wäre der Gesandte eine Bewegungs- und Empfindungs-Natur mit Anklang an das Ideale, oder eine Natur ganz in der Terz – d.h. in der glücklichsten Ergänzung (es müßte dann ein harmonisches Naturell sein) zum Kaiser liegend, die noch darüber hinaus dessen Neigungsrichtung vollkommen ergänzt und im Moment sympathisch erfaßt, so wäre der Negus bei seiner Veranlagung für eine Einigung total zu gewinnen und leicht bezüglich der Differenzen umzustimmen.

Wenn nun noch mehrere Personen in gleich guter Ergänzung auf seiten des Gesandten hinzukämen, – ihre bloße Anwesenheit würde schon genügen, – es könnten auch sympathische, edle Frauen dabei sein – und man würde dem Kaiser die Wahrscheinlichkeit eines europäischen Konfliktes mit seinen ganz unabsehbaren Folgen schildern usw., dann wäre er in ganz kurzer Zeit geneigt zu zu stimmen, zu weitgehenden Konzessionen bereit, bei Berücksichtigung seiner besonderen und berechtigten Wünsche. – der Krieg wäre vermieden, beide Männer und Völker hätten große Vorteile und die Sonne des Segens und Friedens würde über das Land strahlen.

 

Eine Diplomatie ohne Menschenkenntnis ist in Zukunft ein Unding.

Bei der Anlage des Kaisers ist diese geschilderte Möglichkeit durchaus gegeben, – man glaubt gar nicht, wie leicht ein guter Mensch für gute Pläne zu gewinnen ist, – und auch die Gestalt im Hintergrunde hätte dann wohl einen ganz andern Gesichtsausdruck.

So ist wohl ein guter Wille da, aber dieser genügt nicht, er ist zu schwach, wie es das Bild deutlich zeigt, hier müssen noch ganz andere Faktoren mitwirken, diese sind naturwissenschaftlich gegeben, und man hätte statt Krieg die günstigsten gegenseitigen und sogar freudigen Bedingungen erreichen könnnen.

Auf diese Weise lehrte Carl Huter nach naturgesetzlichen unabänderlichen Grundlagen einen ganz neuen Weg der großen und hohen Diplomatie.

Was diese vermag, und was der Mangel an gegenseitigem Verständnis und gutem Einfluß an Unglück und Tragik für ganze Völker nach sich ziehen kann, dafür ließen sich schlagende Beispiele aus der Geschichte bis in die Gegenwart anführen.

Hier kann der Zufall ausgeschaltet werden, und an seine Stelle die naturwissenschaftliche Vorausberechnung treten, eine Kunst, die noch einmal eine weltbedeutungsvolle Rolle spielen wird.

Sie läßt sich in kurzen Worten nicht schildern, sie setzt xx Studium am lebenden Menschen voraus, xx der Psycho-Physiognomik, – bevor an xx Anwendung gedacht werden kann.

Xx an diesen 4 Bildern von Weltbedeutung nur xx werden, es ist eine noch nicht allgemein be xx haft, die in der Welt ganz ohnegleichen.

kommen wir zum 2. Bilde.

Xx den Personen die ganze xx

Eden, Außenminister des englischen Weltreiches, steht ganz natürlich da, ohne jede Pose, frei und offen, – wie er ist, – ganz auf seine Sache konzentriert.

Der englische Außenminister Eden verhandelt mit dem französischen Ministerpräsidenten Laval                  Illustration

 

Es steht ganz außer Frage, daß er die erste Macht der Welt vertritt, das ist ihm ganz selbstverständlich.

Er sorgt sich nur um das Gleichgewicht der Mächte und um den Fortbestand der Kultur.

Die Umwelt ist für ihn im Moment ausgeschaltet, er besinnt sich ganz auf sich selbst.

Eden ist der Typus der Blüte der englischen  Nation, groß, reckenhaft, breitschultrig, frei, elegant, von großem körperlichen Ebenmaß und edelster Bildung der Gesichtszüge, von hohem Selbstbewußtsein.

Man beachte Nase, Mund und Kinnbildung, das hohe Hinterhaupt. Adel und hohe Formbildung zeichnet ihn aus.

Die beiden hervorragenden Staatsmänner, Eden und Laval, sind im Gespräch über die derzeitige durch den Konflikt zwischen Italien und Abessinien und das Eingreifen des Völkerbundes geschaffene Lage.

Eden, der Vertreter des weltmächtigen englischen Volkes steht ganz frei, offen, leger und natürlich da, ohne jede Verstellung, nachdenklich, ganz auf die Sache konzentriert.

Auffallend ist bei Eden der tiefernste und bekümmerte Gesichtsausdruck, selbst die Stirn ist in schwere Falten gezogen und das Auge ist ganz nach innen zu gerichtet. Um den Mund selbst liegt ein bitterer und fast salziger Zug.

Der ganze innere Mensch nimmt gefühlsmäßig augenblicklich stärksten Anteil.

In diesem ungekünstelten Ernst, in dieser Freiheit der Hingabe an die Sache, kommt nicht nur die ganze Schwere der Verantwortung und die Tragweite der Unterredung mit Laval zum Ausdruck, sondern auch die Freiheit des Entschlusses und Handelns und die weitblickende Voraussicht.

Tatsächlich ist ja auch von diesen beiden Staatsmännern das Schicksal ganzer Völker abhängig und sie sind gleichsam Symbol für das Kommende der nächsten 10 bis 15 Jahre.

Schließlich gehört auch ein Teil der Völker des britischen Reiches zur farbigen und schwarzen Menschheit und keineswegs liegt es im Interesse Englands, den Gegensatz zur weißen Rasse zu verschärfen.

Dabei ist das Gesicht Edens durchaus nicht hart und streng, oder gar versteift, – er ist nicht durch irgendwelchen Zwang festgelegt, sondern er gebraucht seine Gefühl, seine Voraussicht und diese hat entschieden, - sie ist nach dem Bilde sozusagen lebendig in Fleisch und Blut übergegangen.

Das heißt – Eden ist entschlossen, daran ist gar nichts mehr zu rütteln. Was kommt, ist im Prinzip vorgezeichnet, es fragt sich nur, in welchem Rahmen es sich bewegen wird.

 

Ministerpräsident Laval.

Interessiert man sich für das kommende Schicksal der Völker, dann muß man nicht nur die Völker kennen und weitblickend ein höchstes Feingefühl, verbunden mit Welt- und Menschenkenntnis, entwickelt haben, sondern auch die großen Staatsmänner selbst erkennen.

Den kommenden Ereignissen bei der Realität der Tatsachen, die das Bild zeigt, mit ideologischen Begriffen zu begegnen, ist gleichbedeutend mit halber oder ganzer Blindheit und völlig verkehrt.

Laval ist ganz der Typus des Vertreters des ruhmreichen französischen Volkes.

Ein XX Gestalt, voller Lebendigkeit und xx man beachte die konzentrierte Beobachtung im Gesicht, die Menschenkenntnis und Willenskraft, die daraus spricht, – und wie das Spiel der Arme und Hände die innere Lebendigkeit begleitet.

Auch hier fehlt jede Verstellung und Selbstsuggestion, alles ist Gegenwart, Gegenständlichkeit, Objektivität, Handlungs- und Entschlußfähigkeit.

Man beachte die Stoffülle bei Laval im kurzen, sehr kräftigen Hals mit seinen Sprechorganen und der Fülle der aufsteigenden Blut- und Lebenssäfte.

Man beachte die hohe Brust, den kräftigen leichtgebeugten Rücken, der viel auf seine Schultern nehmen kann.

Laval ist keine weltfremde Asketengestalt, er steht auf der Höhe der Fülle und Macht, der Genuß- und Lebensfreudigkeit – und die läßt er sich nicht nehmen.

Man beachte die fast unversiegbare Dauerkraft, die in der Vollkraft des Kleinhirns, – siehe die große Entfernung vom Ohrloch zum Hinterhaupt, – liegt.

Man beachte auch die starke Achse vom Ohrloch zum oberen Hinterhaupt, die Fülle und Plastik, die hier liegt. Es kommt darin das ausgesprochene Persönlichkeits- und Machtstreben, die unweigerliche Festigkeit bei aller Lebendigkeit und Elastizität zum Ausdruck.

Man beachte auch die Kraftspannung in dieser gedrungenen Vollgestalt, in diesem Haupte, die zwar beherrscht ist, aber ebenso zur Auslösung kommen kann.

Man beachte den sehr langen gewölbten Scheitel und täusche sich nicht,  Laval erinnert im Prinzip an eine Napoleons-Natur.

Es hieße blind sein und alle greifbaren Tatsachen leugnen, wollte man sich über die Realität des Ausdrucks dieser Bilder hinwegsetzen, es ist die realste, objektivste Sachlichkeit und Gegenwartsbeobachtung.

Es ist nach den vorangegangenen Ausführungen ohne weiteres verständlich, daß Eden in Sympathie zum Negus stehen muß und weniger zu einer Natur wie Graf Vinci. Der letztere liegt dem freien Engländer nicht, der bei aller Gebundenheit großzügig, schnell und mit Voraussicht zu handeln gewohnt ist.

Laval kann schon eher in Sympathie zu einer Natur wie Graf Vinci treten, er kann, aber er kann auch anders, denn irgendeine Versteifung liegt dem Franzosen nicht.

Cover Hauptwerk (hinzugefügt)

 

Carl Huter schrieb 1904-06 in seinem Hauptwerk, aus Anlaß einer Übersicht über Naturelle und Völker:

„In England und Amerika, wo viel politische Freiheit herrscht, kann sich jedermann freier betätigen, folglich können die Sozialdemokraten und der Anarchismus dort weniger Boden gewinnen.

Die politische und rechtliche Engherzigkeit in Rußland, Deutschland und Österreich und die kirchliche in Italien und Spanien schaffen die Revolutionsbewegungen.

Frankreich beugt vor durch Brechung der Kirchendespotie und Einräumung großer politischer Freiheiten, daher wird dort eine Revolution in Zukunft unmöglich sein.“

Man denke nach, diese Berechnungen Huters lange vor dem Weltkrieg haben sich bestätigt. –

 

Naturen wie Eden und Laval harmonieren nur unter bestimmten Bedingungen. Diese aber sind im Augenblick nicht gegeben, daher das tiefernste, sorgenvolle Gesicht Edens.

Das aber ist es, was dem scharfen Beobachter Laval blitzschnell zur Erkenntnis kommt, eine momentane imaginäre Sympathieauslösung sondergleichen, und schon lenkt er da ein, wo es unmöglich schien.

Das mag verdutzen, aber es ist so, – der Persönlichkeit und den Argumenten eines Eden widersteht er nicht.

Ein Schritt – und die Einigkeit ist da – zwei Kräfte von unerhörtem Ausmaß verbünden sich.

Es fragt sich nur, wo der Feind steht – und wenn das eine Natur wie Graf Vinci erkennt, dann rollen die Kugeln des Schicksals und sind nicht mehr aufzuhalten, selbst dann, wenn noch 10-15 Jahre darüber vergehen sollten.

Im Prinzip ist die Entscheidung – objektiv betrachtet – bereits gefallen, jedoch das sind Feinheiten der Bilder, die hier nicht zu schildern sind.

Wenn alles vom Menschen selbst und insbesondere von den führenden Persönlichkeiten bis zu einem gewissen Grade abhängt, – nun dann sind

diese Bilder von Weltbedeutung.

Es gibt natürlich auch noch eine Vorsehung. –

Würde hier nach höherer Erkenntnis eingegriffen, was heute schon sehr schwer, aber noch nicht unmöglich ist, – dann könnte die Sonne des Friedens in europäischen Landen strahlen.

Soll das Schicksal in seinem Land abgebogen werden, die Weltereignisse von menschlicher Vernunft geleitet werden, nun, – es ist gar kein Zweifel, – die höchste Kunst der Welt liegt zur Zeit in der hohen internationalen Diplomatie.

Diese ist ohne praktisch-psychologische Grundlagen, ohne die Psycho-Physiognomik, ein Ding der Unmöglichkeit, das wird die nähere Zukunft zweifellos lehren. Was dann? Wird man die Folgerungen ziehen, oder wird alles so kommen, wie es nach den Bildern kommen muß?! Werden die Waffen und damit das Schicksal oder wird menschliche Vernunft entscheiden? –

Aber nach diesem Bilde ist schon entschieden, nur die höchste Lehre der Welt könnte eventuell das Schicksal noch wenden, – Sonst trösten wir uns damit:

Hinter dem Sieger, waffenschwer, Geht Körner streuend der Sämann einher.

In aller Finsternis strahlt schon das Licht.

Am 4. Dezember 1935

 

Rückblick und Ausblick

Carl Huter, der ein einfacher Mann aus dem deutschen Volke war, fand bekanntlich mehr Wahrheiten wie andere vor ihm. In einem Aufruf von 1905 steht folgendes:

So lange der Glaube herrschte, daß Götter und Dämonen wie grausame Despoten über das Schicksal der Menschen entscheiden,

war die Kultur das Spiegelbild dieser Ideen,

es gab Herren und Knechte, Tyrannen und Sklaven.

Befreiend, erlösend von diesen Ideen wirkten große Denker des Altertums und edle Menschenfreunde.

 

Jesus lehrte eine Gottheit der Liebe und Gnade, die griechischen Weisen und Künstler eröffneten uns die Welt der Schönheit.

Moses lehrte eine geregelte Sittenstrenge (die aber untragbare Folgen und Begleiterscheinungen zeitigte).

Confutius lehrte die Verehrung der Ahnen (die bei uns leider ganz fehlte).

Zororaster erschloß eine landwirtschaftliche Kultur und Mohamed bändigte die Wildheit morgenländischer Völkerschaften durch einen wurderbaren Gotteskult, der eine seltene Hoheit in sich birgt und womit eine hohe Sittlichkeit vereinigt wurde.

Seit diese Gründer neuer Kulturen ganze Erdteile in den Bann ihrer Lehren zwangen, sind teils schon Tausende von Jahren verflossen und in unseren heutigen Staatsgebilden leben die Ideen dieser Geisteshelden als Grundlagen der Rechtsordnung weiter.

Überall ist in den Bahnen dieser Meister weitergearbeitet, aber ein Fortschritt in aufsteigender Linie, ein Erheben aus dem wagerechten Gleise dieser geistigen Bahnen hat nicht stattgefunden.

Das Christentum, sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche, reformiert sich aus sich selbst nicht mehr, sondern sie bleibt auf ihrem überlieferten Standpunkt stehen und hat in großen Ländern Europas die Macht verloren.

So weit unsere Erfahrung reicht, hat sich das Judentum nicht reformiert, im Gegenteil es drohte, die alten Kulturen zu vernichten.

Das türkische Volk hat sich im Geiste abendländischer Kulturen umgestellt.

Das Kaiser-, Königs- und Fürstentum hat nicht auf die Autodidakten des Volkes gehört und gab seine Macht beim ersten Anprall von selber auf.

Das reiche Bürgertum war versteift, rechnete in der Inflation bis in die Billionen, – bis es wirklich nicht mehr ging und verlor seinen Reichtum.

Die Sozialdemokraten und was damit zusammenhängt segelten im materialistischen Fahrwasser und erreichten folgerichtig ihr Ziel nicht.

Das alte Unternehmertum, Beamtentum und die Macht der Medizin stehen vor der Frage, ob sie im neuen Geist reformieren können und wollen.

Ein neues Ideal ist auferstanden, es ist die Idee von Rasse, Volk und Weltanschauung und hat eine Bresche in den Geist der alten Zeit geschlagen. Die Entwicklung kann nur noch vorwärts und nicht mehr zum Alten zurück.

Unserer Rasse am nächsten liegt das französische und englische Volk. Ein Dreibund zwischen England, Frankreich und Deutschland würde das Gleichgewicht in Europa sichern, dem alle andern Völker verwandten Rassen sich anschließen könnten.

Österreich hat sich zu einem freundlichen Katholizismus entschieden, bewegt sich also im Prinzip auf der alten Linie, aber in voller Entwicklung.

Ob hier eine Einigung erzielt wird, liegt gänzlich in der Zukunft, ob sich die romanischen Völker anschließen, ebenso. Die slavischen Völker gehen vorläufig ihren eigenen Weg. Es geht also hart auf hart zwischen Altem und Neuem, das im Werden ist.

Siegen wird am Ende zweifellos das Neue, da sich der alte Geist mit jedem Tag mehr überlebt. Es fragt sich nur, ob es zu einer Katastrophe kommen oder zu einer machtvollen Evolution.

Zurück zum Alten geht das moderne Weltgetriebe nicht, das ist gänzlich unmöglich, es gibt nur ein Vorwärts und das kann mit schweren Geburtswehen einhergehen. Es kann aber auch anders sein, wenn menschliche Vernunft vorbeugt.) –

 

Huter fährt weiter fort.

Wohl hat die Wissenschaft nach der Breite und nach der Tiefe seit dieser Zeit unendlich viel geschaffen, und die Technik hat Bewundernswertes verwirklicht, aber wo hat eine Wissenschaft und eine Technik Menschen zu jener hohen Begeisterung fortgerissen, wie einst die Stifter großer ethischer Religionen?

Wo hat Wissenschaft und Technik eine Anzahl Menschen zu organischen Gebilden zusammengeschweißt, die das Gefühl der Heiligkeit in sich tragen?

Wohl sind Wissenschaft und Technik international geworden, wohl haben sie neue Grundlagen gegeben zu staats- und völkerrechtlichen Reformen,

aber alles dieses bewegt sich kühl bürokratisch, es fehlt die Wärme, das Licht, der zündende Funke der Begeisterung. (Daß die Begeisterung für Neues und Großes im Volk liegt und geweckt sein will, das hat der Umsturz bewiesen.)

Daher die Unzufriedenheit, die Zerrissenheit in unserer modernen Kulturmenschheit.

Religion und Wissenschaft stehen wie bittere Feinde in stetiger Fehde und nehmen Glück und Frieden, und Gesetzgeber und Gesetze winden sich durch das Labyrinth wissenschaftlicher und religiöser Fehden und Widersprüche und hinterlassen nicht die Gewähr der höchsten Harmonie und Gerechtigkeit im Gemeinschaftsleben der Menschen.

Gewaltige Kriege heben an, die Zukunft zu verdunkeln, alle Kulturvölker stehen eisenstarrend in Waffen.

Ein Menschenschlachten, ein Opfern, ein Ringen zwischen Völkern, Rassen und Nationen wird die nächste Zeit bringen,

und wohl denen, deren Staatswesen nicht in diese schweren Erschütterungen hineingezogen wird (das war bisher z.B. die Schweiz).

(Hinzugefügt)

 

Aber in Mitleidenschaft wird über kurz oder lang auch unsere Nation gezogen werden.

Mit diesen Kriegen einhergehend, werden schwere Seuchen die Menschheit heimsuchen und Revolutionen werden den inneren Halt der Staatsgewalten hinwegfegen wie stürmende Wogen, denen die alten Pfeiler nicht mehr standhalten. –

(Nun, was Huter hier zu einer Zeit schrieb, als das alte Kaisertum noch auf der Höhe seiner Macht war und niemand an solche Dinge dachte, das ist eingetroffen und war haben es teils schon erlebt.)

 

Huter schreibt nun weiter:

Was dann? Was wird kommen? Ein Untergang der Kultur? Eine Degeneration der Menschheit? Soll alles sich schon zur Reife entwickelt haben, um so tragisch bald zu verfallen? Oder darf man die Hoffnung hegen: eine neue Zeit bricht an?

Ja, ich behaupte es, eine neue Zeit wird kommen, die Unzufriedenheit der Menschen greift zu Zerstörungen des Alten, Neues sucht man, will man.

 

Man hat Probleme allerlei Arten, aber keines ist auf allumfassenden Grundlagen gebaut. —

Huter sah die Lösung in einer Allreform, in einer Bewegung, welche sich die Wissenschaft zu eigen macht, sie hütet und pflegt und der Technik weiterhilft, die aber auch aus allen großen alten Religionen das Gute mit hinüber nimmt in eine neue Weltanschauung und somit die ethische Kultur mit der Wissenschaft vereint.

Als Grundlage sah er die psycho-physiologische und psycho-physiognomische Menschenkenntnis, die einen neuen Menschheitsadel herbeiführt, eine ehtisch-ästhetische Weltanschauung, die zu Harmonie und Frieden führt, die das selige Bewußtsein bringt, daß alle Arbeit der Vergangenheit und Gegenwart nicht vergeblich gewesen ist, sondern im Dienste der Entwicklung steht. Daß nach der modernen Zerrissenheit des geistigen Lebens die wirtschaftliche und politische als notwendige Folge kommen mußte, berechnete Huter ebenfalls voraus, aber auch, daß nach diesen Stürmen (die wir ja teils schon erlebt haben) ein Friedenshauch über die Erde wehen wird, eine neue Kultur wie ein Phönix aus den Trümmern des Alten hervorgehen wird und eine Weltanschauung, ein Menschenglück bringen wird, wie es die größten Dichter und Denker aller Zeiten in dem goldenen Zeitalter vorausgesehen haben.

Soweit Huter. Was er hier geschrieben hat, war nur möglich auf Grund der neuen großen Entdeckungen, die er gemacht hat. Würdigt man das heutige Geschehen, so muß man sich sagen, es liegt im Sinn einer neuen Weltreform, aber noch steht die Entscheidung aus.

Wir aber leben nicht mehr vom Alten, sondern dem Neuen.

 

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DgM 035

Veröffentlicht in Uncategorized am 14. Mai 2008 von helioda1

Der gute Menschenkenner 035 von 101

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CARL HUTER (1861-1912)

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Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Dezember 1935, Nr. 35

 

 

Schon als Kind beobachtete Carl Huter, daß sich das Augen bei jedem guten Gedanken erhellt und bei bösen Gedanken verdunkelt.

Er sagte sich: Was muß das für eine wunderbare Strahlkraft im Menschen sein, die schon durch den bloßen Gedanken Erhellungen und Verdunklungen im Auge hervorbringt! –

Bei einem kleinen Kinde kommen und gehen die Gedanken noch langsam, und wohl schon jede Mutter, die nicht genug in das Auge ihres Lieblings sehen kann, hat beobachtet, wie der Gedanke im Auge des Kindes aufsteigt, und wie sie denselben daraus abliest, noch ehe er ausgesprochen ist.

Ist doch das Auge und der Vorgang des Sehens

das größte Wunderwerk,

das die Natur auf unserer Erde vollbrachte.

Durch die Pupille fällt mit dem Licht das Bild der Außenwelt mit all seinen ungezählten Kleinheiten und Größen, Formen und Farben in das Innere des Auges

und in das Innere unseres Geisteslebens.

Kein Denker, Dichter und Maler kann all das zum Ausdruck bringen, was Farben, Formenpracht und Schönheit dem Auge und Geist vermitteln.

Wir sehen die winterliche Landschaft von des Berges Höhen in ihrer ganzen Schönheit und Pracht.

Wir sehen in klarer Winternacht den gestirnten Himmel, und ein Schauer der Ehrfurcht vor der Größe und Unendlichkeit überträgt sich in unser Geistesleben.

Wir sehen unter dem Lichterglanz des Weihnachtsbaumes all die schönen Dinge, die des Kindes Herz erfreuen und wir sehen in seinen strahlenden und leuchtenden Augen den Widerglanz dieser Freuden und die unergründliche Tiefe seines Seelenlebens.

So offenbart sich uns die Welt, die außer uns liegt, mit Hilfe des Auges, des Wunderwerkes der Natur, in unserem Geistesleben. –

 

Das geistige Auge der physikalischen Wissenschaft.

Wenn wir nun aber mit dem geistigen Auge, das uns die physikalische Wissenschaft erschloß, das Bild der Außenwelt betrachten, so ist die Welt wesentlich verändert.

Die prachtvollen Farben und Formen verschwinden und es offenbart sich ein Bild von einer Großartigkeit im dunklen Raum, das zwar noch gar nicht in Einzelheiten auszudenken, aber dennoch wirklich vorhanden ist.

Die Physik lehrt uns, daß allen Formen und Farben nur das Spiel unendlich kleiner und kleinster Teilchen, der Moleküle, Atome, Elektronen und Jonen zugrunde liegt.

Von jenen in fast unvorstellbarer Kleinheit und Geschwindigkeit, aber dennoch mit Gesetzmäßigkeit auf kleinstem, kaum faßbarem Raum sich bewegenden Teilchen gehen Schwingungsvorgänge aus, die als Licht den Raum durchziehen.

Kein Dichter hat diese Welt, welche die Physik uns erschloß, besungen und keine Religion ihre wirklichen Tiefen ergründet.

Staunend stehen wir angesichts des gestirnten Himmels vor der schier unendlichen Größe des Weltenalls.

Aber die Seele erzittert vor etwas noch Gewaltigerem, vor der Welt der unendlichen Kleinheit und Feinheit, die das Gegengewicht zur Größe bildet.

Das moderne Weltbild hat sich verändert. Staunten wir über die Größe des Weltalls, so staunen wir jetzt noch mehr über die Unendlichkeit der Welt des Kleinen, denn das, was uns als ein Prunken der Formen und Farben erscheint, das ist, physikalisch gedacht, weiter nichts, als ein gigantisches Spiel von Myriaden kleiner und kleinster Teilchen, hinter welchen aber erst nochmals eine Unendlichkeit der Kleinheit und Feinheit zu denken ist.

 

Das Sehen.

Wenn die Lichtwellen in unserem Auge ankommen, so treffen sie in dem lichtempfindlichen Teil der Netzhaut auf ein kompliziertes Gebäude von Zellen für die Aufnahme der Bilder der Außenwelt.

Die Stäbchen der Netzhaut sind die Organe der Empfindung für hell und dunkel, die Zapfen die Organe des Farbensinnes, – ihre Zahl ist etwa 75 Millionen.

Wir können die Netzhaut des Auges mit einer photographischen Platte annähernd vergleichen, auf welche durch die Linse ein umgekehrtes Bild der Außenwelt geworfen wird.

In den Stäbchen der Netzhaut ist ein lichtempfindlicher Stoff vorhanden, ein Farbstoff, der Sehpurpur, der bei Belichtung ausbleicht.

Es folgt eine photochemische Reaktion, durch die der Sehpurpur in mehrere Substanzen zerlegt wird, von denen eine die spätere Erregung der Nerven veranlaßt.

Dieser Reaktion folgt aber gleichzeitig eine zweite, eine Gegenreaktion, eine lichtunabhängige, die den Sehpurpur aus seinen Zerfallsprodukten wieder aufbaut.

Wir stehen also hier schon vor einer erstaunlichen Leistung des Lebens und der Welt des Kleinen.

Die Lichtstrahlen bewirken chemische Veränderungen. Es entstehen dabei in den betreffenden Nerven elektrische Aktionsströme mit einem wellenförmigen Charakter, die in der Sekunde etwa 100 Stromschwankungen aufweisen. Der elektrische Strom, der durch eine lockere Stoffmasse geleitet wird, spaltet feinste Stoffteilchen und nimmt sie mit sich.

Von der Netzhaut führen die Nerven der Erregung zu den zentralen Teilen des Nervensystems, zu Gehirn und Rückenmark und von diesen als Transformatoren fließt sie hinaus in die Muskeln und veranlaßt die Bewegung.

Die Erregung der Nerven pflanzt sich mit einer Geschwindigkeit von 70-120 Meter in der Sekunde fort.

Das Gesamtnervensystem ist ein gewaltiges Schaltwerk von Myriaden von Leitungsdrähten, durch welche die Signale des Lichts und der Reize der Außenwelt der Zentrale im Gehirn übermittelt werden, die dann die richtigen Befehle zur Beantwortung der Signale austeilt.

Wir sehen daran, es herrscht eine Empfangs- und eine Rückwirkung vor, ein Vorgang, den Huter als auf Strahlung beruhend und durch die Polarität der Kräfte erklärte.

Die Sichtbarmachung lebender Organe ist heute so weit vorgeschritten, daß es gelang, den Strom der Gehirnflüssigkeit zu studieren und festzustellen, daß diese eine Strömung und eine Gegenströmung besitzt.

Die Leitung der Ströme ist nur dadurch möglich, daß ein Nerv aus zahlreichen Fasern besteht, die isoliert zu leiten vermögen, ohne daß die Erregung auf eine benachbarte Faser übergreift.

Man kann also, grob gesprochen, den Nerv mit einem Kabel der elektrischen Leitung vergleichen.

Aber der Vergleich ist nur relativ, denn der Nerv lebt und die Leitung der Erregung, welche das Licht verursacht, ist noch mit chemischen Umsätzen verbunden, mit Stoffwechsel, Atmung und auch mit Empfindungsvorgängen.

Das ist wichtig festzuhalten, denn es sind Tatsachen, die zur Zeit Huters noch nicht in ihrer ganzen Ausdehnung bekannt waren, die dieser aber auf dem Denkwege bereits erkannte und in seine Forschungen eingeschlossen hat.

Dadurch erst erklärte er die Augendiagnose und seine diesbezüglichen Lehren haben durch komplizierte Untersuchungsmethoden heute ihre Bestätigung gefunden.

 

Der Eisennerv.

Um sich von der Fortpflanzung der Erregung im Nerven, die z.B. durch das Licht verursacht wird, ein ungefähres Bild zu machen, diene folgender Versuch: Spannt man einen Eisendraht in starke Salpetersäure, so bedeckt sich dieser mit einer unlöslichen Oxydschicht. Ritzt man mit einem Glasstab den Eisendraht an, so daß der Oxydbelag zerstört wird, so erfolgen ganz ähnliche Vorgänge wie im gereizten Nerven.

Es tritt ein Aktionsstrom auf, dieser verursacht an den benachbarten Stellen eine Störung der Oxydhaut, während sich diese an der ursprünglich gereizten Stelle wiederherstellt, sich fortpflanzend bis zum Ende des Drahtes.

Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung im Eisennerv ist ungefähr die gleiche wie im tierischen Nerv.

Danach kann sich der Leser angesichts des gewaltigen Schaltwerkes unseres Nervensystems eine gute Vorstellung von der polaren Wirkung der Kräfte und der Fortpflanzung kleinster Teilchen machen, die in den Nerven, wie wir später sehen werden, noch viel feiner und schneller mit Hilfe der Lebensstrahlung vor sich gehen kann.

Erkrankt z.B. der Magen, so zeigt sich dieses nicht nur an dem Organ selbst, sondern die Erregung pflanzt sich in Verbindung mit chemischen Veränderungen und Umsetzungen an den Nerven entlang fort, bis dorthin, wo sie endigen, in den Peripherieorganen, im Gesicht und in der Iris der Augen.

Daher kann man Krankheit und Gesundheit des ganzen Körpers und einzelner Organe in Augen und Gesicht, an der Haut und teils auch am Haar an allen Lebensäußerungen erkennen.

Damit allein ist schon nach dem heutigen Stand der Physik, Chemie und Biologie die Augen- und Gesichtsdiagnose wissenschaftlich zu begründen.

Die tote Welt der Physik

Und die durchgeistigte Welt des Lebens.

 

Das leibliche Auge zeigt uns in unerschöpflicher Fülle die bunte Lebenswelt der Formen und Farben in ungezählten Gebilden.

Sehen wir diese gleichen Dinge mit dem geistigen Auge, das uns die moderne Physik öffnet, so finden wir uns in einem dunklen Raum, angefüllt mit kleinen und kleinsten kreisenden Pünktchen und Gebilden.

Selbst die Wirkungen von Hitze und Kälte, Geschwindigkeit und Fortbewegung, die Begriffe von Zeit und Raum sind in dieser Welt der Atome und Elektronen ganz andere als die uns gewohnten.

Die Netzhaut des Auges und die Sehzentralen erscheinen uns als eine Unzahl kleinster sich bewegender Teilchen.

Wenn die Schwingungen des Lichts die Netzhaut unseres Auges treffen, so rufen sie dort gewisse chemische und physikalische Umsetzungen hervor, die sich an den Nerven entlang fortpflanzen zu einem Atomgebäude von allergrößter Komplikation,

den Sehzentren des Gehirns.

 

In langem Zeitlauf der Entwicklung und Vererbung hat die Natur hier ein Empfindungs- und Zentral-Geistesorgan von gigantischer Arbeitsleistung geschaffen, das mit der noch größeren Zentrale im Großhirn und allen körperlichen Vorgängen zu einem Wunderwerk organisch verschmolzen ist.

In dieser toten Welt, so lehrt heute die Physik, flammt plötzlich der Blitz der Empfindung auf, – und damit sehen wir den herrlichen blauen Himmel und alle Formen und Farben der Welt in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit.

Aber mit dem Blitz der Empfindung in der toten Materie der Sehzentrale in Verbindung mit allen anderen chemischen und physikalischen Vorgängen ist das Geheimnis des Sehens wahrhaftig noch nicht gelöst, denn der Blitz des Empfindens muß erst noch seine Erklärung haben.

 

Es ist nur die Tatsache festgestellt, für welche die Erklärung noch aussteht.

 

Chemie, Physik und Histologie sind noch nicht so weit vorgeschritten, daß man die Empfindung, das Bewußtsein mit Apparaten messen und beobachten kann.

Der Schluß lautet regelmäßig: Freilich – erklärt haben wir damit das Verhältnis von Leib und Seele noch nicht.

Die Wissenschaft steht vor einer großen Entscheidung. – Wenn das Empfinden und Bewußtsein wie ein Blitz erwachen kann, dann bleibt nichts anderes übrig, als anzunehmen, daß das Empfinden schon in jedem Atom, Molekül und Elektron im Keime als ursächlich vorhanden war, daß es sich stark sammeln kann und damit befähigt wird, unter günstigen Umständen in der Materie zu Bewußtsein und Leben zu erwachen. Mit anderen Worten, die wissenschaftliche Forschung muß eine andere Richtung annehmen. Hier gilt mehr wie irgend anderswo das Wort: Ein Gramm Denkarbeit wiegt mehr wie ein Pfund Technik.

Denn 1. ist die Materie ja gar nicht tot, das ist ein fundamentaler Irrtum,

der größte Irrtum der Welt,

denn 2. jedes Molekül, Atom, Elektron und jede Kraft sowie der Urstoff, aus dem sie entstanden sind, trägt Spuren der Impuls- und Empfindungsenergie und daher kann 3. mit der fortschreitenden Verdichtung und chemischen Veränderung der Materie sich das Empfinden so weit sammeln und konzentrieren, daß es in einem abgeschlossenen Gebilde, der Zelle, als Eigenempfinden erwacht zum Bewußtsein und Leben.

Das Empfinden ist das Realste aller Dinge in der Welt, dieses zu übergehen und das Ursächlichste aller Dinge als ein Erzeugungsprodukt der Materie zu erklären, das ist als naturwissenschaftliches Dogma

die größte Irrlehre der Welt,

eine Denkeinschränkung sondergleichen, die jeden wirklichen Fortschritt in der Erkenntnis von Grund auf lähmt und unmöglich macht!

Daher geht heute noch jede wissenschaftliche Forschung in die Breite und nicht in die Tiefe und führt zu keiner sonnighellen und lichten Erkenntnis der ganzen Wahrheit in der Natur.

Wir sehen die Formen- und Farbenpracht der Welt und wissen, daß es das Spiel kleiner und kleinster Teilchen ist, – noch eine Fortschritt der Vernunft und Überlegung und wir müssen uns sagen,

die Ordnung im Spiel der Kräfte,

der Moleküle, Atome und Elektronen muß ergründet werden. Erst dann haben wir die ganze Großartigkeit der Natur in ihrem Plan der Ordnung und der Lebensoffenbarung gefunden.

 

In einer 33 jährigen Arbeit hat Huter

den architektonischen Plan

Der Natur

nachgewiesen, wie er in höchster Vollendung in der Iris der Augen, dem größten Wunderwerk, das es auf Erden gibt, zum Ausdruck kommt.

Dieser Kanon über das Geheimnis der organischen Lebensoffenbarung ist hier in der nachfolgenden großen Zeichnung nach dem Original wiedergegeben. Der Leser studiere denselben.

Der Kanon über das Geheimnis der organischen Lebensoffenbarung in der Iris.

Nach Carl Huter.

Aus tausenden verschiedenen individuellen Verschiebungen dieser Richtachsen und ihrer Areale ist diese Norm als Status und Kanon gewonnen worden.

Die Welt der Kleinheit.

Die Welt, die das leibliche Auge sieht, denken wir uns fort –

und dafür die Welt der Atome, Moleküle, Elektronen und Ionen, und zwar diesmals nicht nur, wie sie die Physik und Histologie lehrt, sondern auch noch, wie sie nach den Forschungen Carl Huters ist.

Beide Welten,

die unserer Sinne und die Welt der Feinstoffe

sind zwar grundverschieden – aber dennoch wirklich vorhanden -, sie liegen neben, oder, besser gesagt, ineinander.

Die Kleinstteilchen der Materie, ihre Zahl ist Legion, sind in großer Geschwindigkeit der Bewegung und in einer Spannungs-Energie, die dem Druck der großen unendlichen Sternenwelt und der Bewegung der Himmelskörper standhält. Sie tragen dieselbe.

Eine Vorstellung von der ungeheuren Energie, die in Atomen aufgespeichert ist, kann man sich auch machen, wenn man bedenkt, daß alle unsere Brennmaterialien und derzeitigen Krafterzeuger überflüssig würden, wenn es gelänge, die Atomenergie, die beispielsweise in den Felsen unserer Gebirge ruht, frei und nutzbar zu machen, ein Problem, welches Huter schon aufwarf und welchem heute die Atomphysik bereits nähertritt.

Wir müssen also den Alltag des Lebens ablegen und uns in Feierlichkeit und schärfstem Denken diese Welt mit der fabelhaften Macht des Kleinen vorstellen.

Ordnung und Gesetzmäßigkeit beherrscht sie, sie ist das Spiegelbild des Weltalls im Kleinen, das die Physik durch verfeinerte Untersuchungsmethoden noch soeben zu erfassen vermag.

Darüber hinaus stoßen wir auf einen Ur- oder Grundstoff von kugelförmigen Einzelteilchen, der nicht nur das ganze Weltall ausfüllt, alle Schwingungen des Lichts und alle Spannungsäußerungen der sichtbaren Welt leitet, sondern aus dem sich auch die Atome und Moleküle gebildet haben, aufbauen, in welchen sie wieder zerfallen, sich also zurück- und neubilden.

Hinter diesem Urstoff nach der Innerlichkeit des Raumes zu beginnt erst die Unendlichkeit, die kein noch so feines Untersuchungsinstrument mehr registriert.

Wir sind in der Schöpfungsstätte der Welt, der Werkstatt des Lebens.

Würden wir versuchen, mit unserer fleischigen riesenhaften Hand hineinzugreifen – wir greifen ins Leere. – Diese Welt ist unantastbar und nichts, was unsere äußeren Sinne zu erfassen vermögen, stört ihre Kreise.

Kein menschliches Auge hat sie – im realen Sinne gedacht – je gesehen, kein Ohr ihre Tonwelt vernommen und kein Dichter sie geschildert.

Ohne diesen Gegenpol würde die Welt der Sterne, der Sonnensysteme und endlosen Größen nicht bestehen können, sondern in einen gigantischen Getöse zusammenbrechen, ein Chaos ohnegleichen entstehen und das absolute Ende für alle Ewigkeiten, Zeiten und Dinge wäre da.

Ist es die geistige und göttliche Welt, die diesen Gegenpol bildet – die Welt des ewigen Lichtes und des Lebens? –

Kehren wir zurück zu jenen dichteren und festeren Teilen der im ewigen Spiel und Kreislauf sich bewegenden Kleinstteilchen der Materie, um ihre Ordnung kennenzulernen – ihre Ordnung, die aus den Tiefen jener Welt geboren ist und folgerichtig Schlüsse auf dieselbe ziehen läßt.

 

Ordnung und Entwicklung von Stoff, Kraft und Empfinden

Wir sehen den Mutterstoff der chemischen Materie, der ohne Konzentrations- und Attraktionsenergie nicht entstehen konnte. Figur 1.

Figur 1                        Figur 2

Durch fortschreitende Verdichtung der Medioma kommt das erste Elementatom zur Entwicklung.

Wir lassen die ordnungsmäßige Bildung der Stoffe und Kräfte abseits liegen und untersuchen ein schon hochentwickeltes Gebilde, ein großartiges Atomgebäunde, von dem wir wissen, daß es eine lebende Zelle ist.

Figur 2.  Im Zellkern, der hier nicht abgebildet ist, den wir aber rechtsseitig gelagert wissen, sehen wir die größte chemische Spannungsenergie.

 

An einer Achse entlang sehen wir den Strom der Atome, Elektronen und Ionen und der ganzen Gefolgschaft ihrer ätherischen Vorstufen bis zum neutralen Urstoff an einem Pol ausstrahlen, das Atomgebäude der Zelle mit Kraftspannungslinien umgeben, die am entgegengesetzten Pol wieder aufgesaugt werden. (Hier haben wir bereits im Prinzip die Bildung eines Keimes der Pflanze vor uns.)

Es ist der Magnetismus, die Eigenkraft der Materie, die das Atomgebäude zusammenhält und unausgesetzt stärkt, neue Kräfte und Stoffe von außen aufsaugt, und das Ganze vor Zerfall und Auflösung schützt.

Wir lernen im Prinzip den Egoismus dieses kleinsten Lebensgebilde verstehen, es muß sich im Spiel der Kräfte erhalten, und zunächst ist ihm jedes Mittel recht.

 

Wir sehen, Figur 3, innerhalb der magnetischen Kraftspannungslinien den neutralen Äther in Pressung und in die Oberfläche der Zelle hineingedrängt und wissen, so entsteht die elektrische Energie, die lockert, treibt, explosivartig nach einer Stelle hinströmt, zerteilt, entflieht und nicht wiederkehrt.

Figur 3               Figur 4

Sie bildet die Achse da, wo der Magnetismus am schwächsten ist. Dadurch entsteht die Breite des Körpers, sowie die Gliederung.

Als Gegengewicht sehen wir die Membran- oder Peripheriekraft entstehen, wodurch sich die spezifische oder konstante Atomwärme bildet – und wir sehen im Molekül die elektro-magnetische Energie nicht nur konstant, sondern auch arbeitstätig und wissen, es bildet sich die Molekular- oder strahlende Wärme. Figur 4.

Zwischen der nah-warmen, elektrischen, und der fernkalten, magnetischen Zone, sehen wir eine Zwischenzone, die linde odische Sphäre, aus dem Mutterstoff der Medioma entstehen. Od und Medioma selbst polarisieren sich links- und rechtsseitig im Körper infolge ihrer Sympathie mit Zellkern und Zentrosomastrahlung. Figur und 6.

Figur 5

 

Mit wenigen Worten ist hier nur die Aufmerksamkeit auf die Hauptvorgänge der Kraftentwicklung gelenkt, die in dem Lebenswerk Huters ausführlich beschrieben ist. [Anmerkung Timm: Näheres unter www.chza.deHauptwerk“, welterste vollständige digitale Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm].

Wir sehen eine ganz bestimmte wunderbare Ordnung im Atomgebäude der Zelle, und erkennen, daß das Spiel aller Kleinstteilchen in Wirklichkeit einem höheren Zwecke dient.

 

Das kleinste Lebensgebäude, das Atomgebäude der Zelle.

Unser Staunen beginnt erst. –

Sahen wir bisher das uns bekannte Licht im Form von Schwingungen ziemlich gleichmäßig den dunklen Raum durchziehen, so gewahren wir jetzt in der Zelle – wie Lichter in einem großen Gebäude – unendlich viele kleine, kleinste und allerfeinste Lichtpünktchen.

 

Es ist das Eigenlicht der Zelle

(Hinzugefügt)

Wir forschen nach, woher das Licht kommen mag und finden alsbald, daß im Innern des uns bisher dunkel erschienenen Raumes ja in Wirklichkeit Legionen solcher Lichter vorhanden sind, nur unendlich mal kleiner und feiner.

Wir bewundern das Atomgebäude der Zelle und erkennen, daß das innere Licht sich in einer gleichmäßigen  Ruhe bzw. Arbeitstätigkeit befindet.

Die äußeren Schwingungseinflüsse der Sonnenstrahlen treffen das Atomgebäude und dringen in dasselbe ein. Das Eigenlicht der Zelle wird energisch angeregt und wir erkennen den Unterschied zwischen den Sonnenlichtstrahlen und dem Eigenlicht der Zelle. Letzteres strahlt wunderbar mild und weich, in einer großen Feinheit, wie von Liebe, Lebenslust und Freude getragen.

Plötzlich taucht im Atomgebäude der Zelle eine überaus starke innere Lichtzentrale auf. Die Strahlen durchdringen alle Zahlreichen Zellräume und lebhafteste Arbeit durchflutet das ganze Atomgebäude.

Wir sehen die Strahlen mit großer Kraft zur magnetischen Achse gerichtet und erkennen, daß diese sich zusammenzieht und wieder ausdehnt.

Andere Strahlen treffen vornehmlich die elektrische Breitenachse und hier entfaltet sich plötzlich eine lebhafte bildende Tätigkeit, es entstehen Auswüchse, die je nach der Stärke der mildfeinen Lichtstrahlen in lebhafter Bewegung sind.

Wir sehen die Zentrale mit ihren Strahlen willkürlich die Arbeit und Bewegung des ganzen Atomgebäudes leiten, lebhaft vollzieht sich der Stoffwechsel und die Lebenstätigkeit.

Plötzlich gehen die Strahlen besonders stark nach einer Richtung hin über die Zelle hinaus und wir sehen den Erfolg, langsam nähert sich ein anderes Atomgebäude, eine zweite lebende Zelle, die ebenfalls starke Strahlen aussendet.

Jetzt wird das ganze Rätsel klar, es ist das Lebenslicht der Zelle, das erwacht ist, und die Zelle bewegt sich voller Lebenstätigkeit.

Willkürlich sendet sie Strahlen aus und zieht sie ein – viele Lichtpünktchen suchen von außen in die Zelle einzudringen und vereinen sich sichtlich lebhaft mit anderen, sie gehen in den Dienst der Lichtpünktchen der Atomgebäudes über. Wir sind überrascht und sehen, es ist das Lebenslicht der Zelle, das die Kraft in sich selbst trägt, in Strahlung übergehen kann und das ganze Atomgebäude mit seinen Stoffen und Kräften beherrscht, formt und leitet. Das also ist das Geheimnis des Lebens! (Hier ist die Quelle aller glücklichen Verbindungen in Freundschaft, Liebe, Ehe, Familie und Gesellschaft.)

Wir haben das Atomgebäude der lebenden Zelle, den kleinsten Einzelteil unseres eigenen Körpers

ein Miniaturgebilde gesehen,

und über seine Kompliziertheit, Ordnung, Einfachheit und dennoch Gesetzmäßigkeit gestaunt.

Wir sehen auch, wie es sich gewaltig von den Atomgebäuden sogenannter toter Körper der scheinbar toten Materie unterscheidet. Hier kommen die Lichtpünktchen nicht zur Sammlung, zur Strahlung, nicht zum Eigenbewußtsein, sondern sie leuchten nur äußerst schwach, genügen aber doch durch ihre Sympathien untereinander, den ewigen Kreislauf und das Spiel der tanzenden und kreisenden Atome, Elektronen und Ionen zu erhalten, alle unendlich vielen Reize, Wellenbewegungen und Schwingungen, die den Raum durchziehen, individuell aufzunehmen und sofort weiterzuleiten.

Wahrlich, das ist eine Welt, welche uns die Physik und Biologie im Geiste betreten ließ, die wir uns nicht hätten träumen lassen.

 

Das Lebenslicht und der menschliche Körperbau.

Das Lebenslicht im Zentrosoma des Atomgebäudes der Zelle nimmt aus allen Teilen und mit Hilfe des Magnetismus aus der Außenwelt und mit dem einfallenden Licht neue Empfindungskeime in sich auf, das Ganze wird im Lebensfluß mit der Außenwelt gelockert, das Zentrosoma wird gestärkt, bis es sich teilt.

Die lebende Zelle wächst, sie teilt sich millionen- und milliardenfach nach bestimmter Kraftverteilungs-, Kraftverwertungs- und Kraftrichtungsordnung.

Die Ordnung wird immer vollendeter – die Krone der Schöpfung, der menschliche Körper, bildet sich.

Die Helioda strahlt von Zentrosoma zu Zentrosom bis in alle Atome und Moleküle, sie trägt Leben und Empfindung bis in alle Kleinstteile, sie strahlt bis zur Haut und in die Außenwelt.

Man halte sich den Vorgang der wechselseitigen Reize zwischen Innenwelt und Außenwelt vor Augen, man erhält dann eine Vorstellung, wie das Leben entsteht, wie es zwischen den Stoffen und Kräften, Atomen und Molekülen wie ein überaus feines Licht strahlt, wie es sich entfaltet –

ein bisher undurchdringliches

Geheimnis enthüllt sich.

Das Leben der Zelle ist das kleinste, faßbare Spiegelbild des Körpers im großen.

Eine günstige Umwelt – Stärkung der Helioda durch Lieben, Freude und Glück, Lockerung aller Zellteile durch Licht, Wärme und andere Reize, die dadurch bedingte milde Ausscheidung aller Stoffwechselprodukte fördern -, und das Leben der Zelle steht auf der Höhe, vollzieht sich in größter Lust, Lebensfreudigkeit und voller Spannkraft.

Hier haben wir die Grundlagen jeder gesunden Lebensweise und Heilkunst, der Kraft, des Glückes und der Stärke.

Nun versteht der Leser, daß man an der Durchleuchtung und Strahlung der Gewebe und an der Spannkraft, z.B. an der Stirn, an den Augen oder im Gesicht oder auch im allgemeinen an der Haut des Körpers, das innere geistige Wachstum, das innerste Empfinden und Wollen, das zum Bewußtsein aufgestiegen ist, erkennt.

Ohne das Sehen und Erkennen dieser Dinge bleibt alle Menschenkenntnis in den Kinderschuhen stecken.

Wo die Helioda oft hinstrahlt, zieht sie Atome und Moleküle chemischer Leichtstoffe nach sich, es bilden sich allerfeinste und feine Fibern, schließlich die Nerven, in denen die gesammelte Helioda- und Lebenskraft geleitet wird.

Wer nur mit den Nerven rechnet und nicht mit der Kraft, die darin wirkt, – muß noch einiges hinzulernen.

Alle Zellen bleiben durch die Zentrosoma- und Nervenstrahlung in Verbindung und ein einheitlicher Lebensgeist durchflutet den ganzen Körper.

Es entstehen Nerven- oder Heliodasammelstationen, die Ganglionen, und damit eine wunderbare Arbeitsteilung in einzelne Organkomplexe, in denen ein schon stark gesammeltes Eigenempfinden lebt.

Es ist das die Erklärung für das sogenannte Unterbewußtsein, welches die unbewußt vor sich gehende Lebensarbeit der inneren Organe und ihrer Gebiete leitet.

Alle überschüssige Strahlung – deren Stärkung eine vernünftige und gesunde Lebens- und Denkweise voraussetzt – wird von den Ganglionen abgegeben und durch das sympathische Nervengeflecht und Rückenmark der Hauptzentrale, dem Gehirn, den Sinnesorganen, der Sehzentrale, Netzhaut und Augeniris zugeleitet.

Versteht der Leser nun, daß ein doppelter Vorgang der aufnehmenden Empfindung nach innen und der positiven Strahlung nach außen vorliegt? Einmal die Aufnahme aller Reize und Empfindungskeime, vor allem des Lichtes aus der Umwelt durch die Sinnesorgane und alle Zellen der Haut dann Verarbeitung der Reize, der chemischen Stoffe und Kräfte, Stärkung der Helioda und endlich Spaltung derselben, die dadurch positiv wird, und Abgabe und Fortleitung aller überflüssigen Strahlkraft an die Zentralen.

 

 

Das Bewußtsein.

Alles, was somit im Laufe der Entwicklung und Vererbung an inneren Reizen, an Lust und Unlustempfinden der Zellen aus allen Organen und Teilen des Körpers gesammelt ist, das steigt auf und strahlt an den Nerven entlang in die Gehirnzentralen und lagert und ordnet sich nach bestimmten Gesetzen.

Hier sammelt sich die Erfahrung aller Lebenszellen des Körpers, die überschüssige Lebensstrahlkraft von zirka 25 Billionen Zellen und Myriaden von Atomen und Molekülen.

Es entsteht eine Klärung und Ordnung von Empfinden und Wollen, aller durch die Erfahrung, Entwicklung und Vererbung aufgenommenen und verarbeiteten unbewußten Reize der Außen- und Innenwelt, – diese erwacht in den psychischen Zentren der Großhirnrinde

zum Bewußtsein und Geistesleben.

Der Leser wird erkennen, daß dies noch etwas ganz anderes ist als das, was die Wissenschaft mit dem Blitz der Empfindung des Bewußtseins erwähnt, denn damit ist nichts erklärt, – aber hier ist die Erklärung dieser Bewußtseinsblitze aus der Empfindungsenergie der Materie, das Warum und Wie, das Woher und Wohin gegeben.

 

Der sechste Sinn.

Der Grundsinn aller unserer Wahrnehmungssinne liegt in der Empfindungs- und Strahlenenergie aller Zellen.

Erst daraus sind nach langer Entwicklung in wunderbarer Arbeitsteilung die anatomischen Organe für die fünf uns bekannten Sinne, Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack und Gefühl herausgewachsen.

Somit haben wir eine plausible und vernünftige Erklärung für die Entstehung unserer Sinnesorgane.

Schaltet man die fünf äußeren Sinne aus, dann stößt man auf den inneren Grund- oder Hellsinn, - es ist der sechste Sinn, den Carl Huter durch diese Forschungen tatsächlich entdeckte, wodurch die rätselhaftesten Vorgänge des Seelenlebens, das Hellsehen, Hellhören, Hellriechen, Hellfühlen, Hellschmecken usw. wissenschaftliche Grundlagen finden.

Versteht der Leser nun, daß jeder Mensch letzten Endes sich nach seinem inneren Empfinden richten soll, nach der geistigen Welt in ihm, daß er für das, was er tut oder unterläßt, selbst voll verantwortlich ist, – d.h., daß er in seiner Bewußtseins- und Geistesentwicklung so weit kommt, wie seine Helioda sich frei und glücklich entfaltete.

Angesichts des Wunderwerkes der Natur, des Menschen nach Körper, Geist und Seele lernen wir erst verstehen, was es heißt, Mensch zu sein. –

 

Das Geheimnis des Sehens.

Das Bild der Außenwelt fällt durch die Pupille der Augen, den negativen Saug- und Tiefenpol der Helioda, auf die Netzhaut und wird weiter geleitet bis in die Zentralen des inneren Geistes- und Empfindungslebens.

Man stelle sich jenes weiche und zarteste Gewebe der Netzhaut der Augen von kaum 2/1000 mm Durchmesser vor, in welchem etwa 78 Millionen Zäpfchen und Stäbchen das Licht der Außenwelt in wunderbarster Weise zerlegen und verarbeiten, und man wird sich sagen müssen: hier stehen wir ja schon in Wirklichkeit unmittelbar vor der Größe und Gewaltigkeit der unsichtbar feinen Kräfte der Natur im Kleinen.

Wir brauchen also gar nicht mehr lange zu suchen, denn die Natur zeigt uns allein schon in der Netzhaut der Augen, daß sie nach der Richtung der Kleinheit und Feinheit fast unbegreifliche Organisation und Arbeit vollbringt. Diese ist auf die unsichtbare Lebenskraft Helioda zurückzuführen.

Man halte nun die Vorstellung des Kleinen fest. – Mit der Helioda, der empfindenden Lebenskraft der Zellen, wird mit dem Licht das aufgenommene Bild an den Nerven entlang zu einem noch aufgenommenen Bild an den Nerven entlang zu einem noch größeren Atomgebäude allererster Ordnung, den Sehzentralen geleitet. Hier ist das Empfinden, die Helioda, ganz außerordentlich stark konzentriert.

Der leiseste Reiz genügt, – und die Zahl der Reize ist Legion, – um augenblicklich die Gegenwirkung auszulösen, einmal die Leitung zu den Bewußtseinszentren des Großhirns, dann in alle Körperteile und von den Körperteilen zurück mit den aufgenommenen Empfindungen der Lust und Unlust zu den Sehzentralen und Bewußtseinszentren, welche die höchste Reizempfindlichkeit besitzen.

Von den Sehzentralen werden die Reize des Lichtes und der Helioda durch das Myriadenschaltwerk der Nerven bis in alle Körperzellen getragen.

Der ganze Zellkomplex nimmt die Lichtreize durch die Zellempfindungszentralen auf und leitet sie bis in die Tiefe. Die Reize werden verarbeitet, der Stoffwechsel und die ganze Lebenstätigkeit wird angeregt, das Empfinden von Lust und Unlust, Annahme und Ablehnung wird wach und kommt durch Spaltung der Helioda zur positiven Rückstrahlung, - worauf das ganze Nervensystem und der anatomische Bau des Auges angelegt ist.

Der Stoffwechsel wird erhöht, das Gewebe gelockert, chemische Bindungen und Lösungen vollziehen sich, feine Abspaltungsstoffe werden auf dem Wege der Strahlung durch die positive Helioda an den Nerven entlang zurückgestrahlt.

Das individuell empfundene Bild wird in den Nerven bis in die Sehzentralen und in die Bewußtseinszentren des Gehirns zurückgestrahlt und bewußt empfunden.

Nun erst ist das volle Bewußtsein des Bildes da, aber wir sehen dasselbe noch nicht. Wir sehen dasselbe erst durch die Rückstrahlung bis zur Augeniris, - dem allerfeinsten Gehirn – und darüber hinaus in die Außenwelt.

Im Auge ist der Kreuzungspunkt des zum Bewußtsein gekommenen Bildes und des wirklichen Bildes der Außenwelt.

Daher sehen wir dasselbe mit dem Auge und tatsächlich aufrechtstehend in der Außenwelt.

Daher spiegelt sich im Auge auch das Bewußtsein des aufgenommenen und individuell verarbeiteten Bildes.

Ebenso erkennt man bei Geisteskrankheiten die Störung des Bewußtseins im Auge.

Bei verbrecherischen Gedanken und Handlungen wird der Blick hart und grauenvoll.

Bei liebevollen Gedanken und guten Handlungen ist das Auge voll mildem Glanz und voller Wohlwollen.

Das höchste geistige Wachstum offenbart und das wunderbare Auge genialer Menschen.

Die Medizin konnte bisher nicht befriedigend erklären, wie das Bild der Außenwelt, welches umgekehrt, also auf dem Kopfe stehend, auf die Netzhaut fällt, uns dennoch aufrecht stehend zum Bewußtsein kommend, gesehen wird.

Hier ist die Erklärung gegeben. Das gesamte Wissen vieler Spezialfächer muß mit den Entdeckungen Huters zusammengefaßt werden, dann erst ist das Geheimnis über den Vorgang des Sehens zu erklären.

 

 

Die Iriszeichen.

In der Irist der Augen endigen in unbekannter Weise Millionen von Nervenfasern, die aus dem Körperinnern kommen und sich strahlenförmig verteilen.

Sonnenklar ist uns mit einem Male der zweckmäßige anatomische Bau des Auges, – er ist so, wie ihn die Kraftrichtungsordnung, die Entstehung der Lebenskraft Helioda und der Kraftaustausch zwischen Augen- und Innenwelt voraussetzt, – die Pupille als Tiefenpol der aufnehmenden, negativen Helioda, die Iris als Rückstrahlungsorgan des inneren geistigen und körperlichen Lebens, der positiven, von innen nach außen wirkenden Helioda.

Einmal die richtige Erklärung und die schwierigsten Fragen lösen sich und zwar eine nach der andern.

Die Millionen Nervenfasern, die aus dem Körperinnern kommen, liegen nicht wahllos und bunt durcheinander, sondern im Gegenteil, sie folgen dem Plan des Körperbaues, der Kraftverteilung, Kraftwertung, Kraftrichtungsordnung und Entwicklung, den wir bereits kennenlernten.

Danach hat jedes Organ und jeder Körperteil in der Iris sein ganz bestimmtes Areal und entsprechend den Körperachsen korrespondieren auch die Pole der Irisachsen miteinander.

Es ist danach auch klar, daß es in der Iris kein Speichensystem geben kann, wie es der Augendiagnostiker Thiel lehrte (der Leser wird auf Nr. 34 dieser Zeitschrift verwiesen), sondern ein ideal gedachtes Achsensystem nach der Kraftrichtungsordnung, das der gesamten Formbildung in der Natur zugrunde liegt.

Es wird damit auch verständlich, daß Huter an dem Plan der Iris 33 Jahre gearbeitet hat, denn er mußte die gesamte Formbildung in der Natur zuvor erklären, ganz und gar neue Forschungen anstellen, um den architektonischen Plan der Iris über das Geheimnis der Lebensoffenbarung aufstellen zu können.

Wiederholt ist auf die chemischen Umsetzungen hingewiesen, die mit dem Einfall des Lichtes und der Lichtreize im Körperinnern verbunden sind. Besonders auch bei Entzündungen und krankhaften Vorgängen vollziehen sich Zerfalls- und chemische Zersetzungsprozesse.

Auf dem Wege der Rückstrahlung der durch die Außenwelt und Innenreize entstandenen positiven Helioda werden allerfeinste Abspaltungsstoffe in Form von Atomen, Elektronen, Jonen und noch feineren Gebilden in den Nervenbahnen zur Augeniris getragen. (Wir erinnern uns, daß selbst der Eisendrahtnerv einen ähnlichen Vorgang zeigt.) Sie lagern sich hier ab und es entstehen in der Iris infolgedessen Erhellungen und Verdunklungen, Striche, Punkte, Form- und Farbzeichen, aus denen man die Erkrankung innerer Organe erkennen und verfolgen kann, wobei allerdings mit den Bruchteilen von Millimetern zu rechnen ist.

Damit ist die Augendiagnose restlos und wissenschaftlich erklärt und begründet.

 

Ein schwerer Irrtum.

In dem Werk Augendiagnose, große historisch-kritische Ausgabe von Peter Johannes Thiel ist Huter von Thiel wegen seiner Erklärung der Augendiagnose

verhöhnt und verlacht.

Mit ein paar Worten kann man natürlich dem Leser diese Vorgänge, die im Zusammenhang mit dem Werden in der ganzen Natur stehen, nicht verständlich machen, und die Verhöhnung Thiels bleibt scheinbar als berechtigt bestehen.

Thiel übernimmt aus dem Schlußkapitel des Hauptwerkes von Carl Huter, das über 700 Seiten Atlasformat stark ist, einige  Sätze, die noch dazu entstellt und unrichtig wiedergegeben  sind. [Vollständige Digitale Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm unter www.chza.deHauptwerk“].

Er erwähnt, daß nach Huter sogar eine fünffach verschiedene Strahlung stattfinden müsse, was ihm offenbar zu viel ist, – denn er nennt das den Gipfel der Verworrenheit.

Der Mann muß eine merkwürdige Vorstellung von der Großartigkeit des Nervensystems haben, denn sonst müßte er einsehen, daß eine fünffach verschiedene Strahlung und ihre Leitung bei einem Myriadenschaltwerk wahrlich keine besondere Arbeitsleistung darstellt.

Thiel fragt sodann, wie es möglich sein soll, daß Pigmentkörnchen durch Strahlen an den Nerven geleitet und vorwärts geschoben werden können.

Wenn der Mann Einblick in die diesbezüglichen Lehren der modernen Physik und Biologie genommen hätte, dann würde er eine solche naive Frage nicht gestellt haben.

Pigmentkörner werden und können allerdings nicht auf einmal zur Iris geleitet werden, aber diese Körnchen bestehen aus Millionen kleinster Teile, Atome, Moleküle und Ionen. Diese aber können spielend leicht an den Nerven entlang auf dem Wege der Strahlung zur Iris geleitet werden, und ihre Ablagerung erfolgt im Kleinen, aber um so sicherer.

Ein großes Gebäude wird auch nicht auf einmal hingesetzt, sondern es wird Stein auf Stein geschichtet und nach und nach errichtet.

Mag Thiel den traurigen Ruhm behalten, Huter auf diese Weise verhöhnt zu haben, – es ist nur schade, daß gerade die Augendiagnose, dieses herrliche Gebiet, und große Entdeckungen, die damit in Verbindung stehen, der Tummelplatz solcher Geistesergüsse sind. –

 

Iriszeichen und Körperorgane.

Bei Fieber und Entzündungen entsteht in den betroffenen Organen eine erhöhte Blutzufuhr und übersteigerte Heliodastrahlung, die sich in der Iris an den betreffenden Organstellen bemerkbar macht, es bilden sich zumeist gut sichtbare und sich abhebende helle Formzeichen.

Jedem bekannt ist aus diesem Grunde auch der Fieberglanz der Augen eines Kranken, der sich wieder verliert, sobald das Fieber nachgelassen hat.

Ist der Blut- und Nervenstrom unterbrochen, wie es z.B. bei Knochenbrüchen und schweren Verletzungen der Fall ist, dann bilden sich naturgemäß besondere Formzeichen and den betreffenden Organstellen in der Iris.

Daher konnte auch der ungarische Arzt Peczelly, als er die Augendiagnose um 1890 entdeckte, im Auge einer Eule, die er gefangen hatte und die sich in seine Hand einkrallte, – als er ihr das Bein brach, an einer bestimmten Stelle der Iris plötzlich eine hellen Riß auftauchen sehen.

Er nahm diese Entdeckung auf und fand weitere Areale für bestimmte Organe in der Iris der Augen. –

Der Leser wird aber erkennen, daß dieser sehr beachtenswerte Tatsachenbefund des ungarischen Arztes doch noch etwas Einfacheres ist gegenüber der Riesenarbeit menschlichen Geistes, die Huter mit dem Nachwei des architektonischen Planes in der Iris vollbracht hat.

Um dem Leser einen Hinweis zu geben, von welcher Bedeutung das Achsensystem in der Iris ist, will ich kurz eine Fall schildern, den ich vor einigen Tagen beobachtete.

Ein älterer Herr litt schon längere Zeit an Venenentzündung, die ihm, da er seinem Beruf nachgehen muß, sehr viel zu schaffen machte.

Der Arzt erklärt das Leiden durch Arterienverkalkung. Die Hartnäckigkeit desselben ist besonders auffällig.

Man suche im Plan der Iris die Einzeichnung: Seitlich inneres Bein. Man verfolge die Achse nach oben hin zum entgegengesetzten Kraftpol mit der Neigung der Lebensachse und findet hier die Einzeichnung: Oberes und hinteres oberes Hirn.

An der Schädel- und Haardecke der bezeichneten oberen Hirnteile war eine Veränderung der Strahlung festzustellen. Die darunter liegenden Organe mußten also gelitten haben.

Auf Befragen stellte sich heraus, daß die Ursache ein ganz tiefes inneres Leid war, das den Herrn betroffen hatte, worüber er sich andauernd grämte.

Die Auswirkungen am entgegengesetzten Kraftpol, am seitlich inneren Bein, hatte hir eine veränderte Lebenstätigkeit zur Folge, die in dem vorgeschrittenen Alter des Herrn die hartnäckige Veneentzündung auslöste,- der sonstige Allgemeinbefund war äußerst günstig.

Eine daraufhin angewandte Therapie hatte zur Folge, daß die Besserung des Beines schon am nächsten Tag einen sehr guten Fortschritt zeigte.

Die Ursache des Leidens war richtig erfaßt – die Therapie war danach einfach und leicht. –

Wenn die Leber erkrankt – man verfolge die Achse im Plan der Iris, so bildet sich der bekannte bittere Geschmack im Munde und der entsprechende mimische Mundzug, beruhend auf der Polarität der Kräfte.

Auch das Gehirn kann auf dem Wege der Rückstrahlung Krankheitsstoffe aufnehmen, es können hier Entzündungen entstehen oder die normale Tätigkeit gewisser Gehirnzentren ausgeschaltet werden, – und als Folge sehen wir z.B. ein gelähmtes Bein.

Über die Krankheitserkennung aus den Form- und Farbzeichen der Iris gibt es Lehrbücher, auf die hiermit verwiesen wird. –

 

Die Irisachsen.

Die Helioda ist die gute Kraft im Menschen, sie begleitet alle Kraftrichtungen und Achsen in der Iris mehr oder weniger, – also nicht gleich stark!

Bei innerer Begeisterung leuchtet das Auge.

Geschlechtsstarke Menschen haben einen besonderen Glanz der Augen.

Wohlwollende und gütige Menschen haben einen milden, weichen und sanften Blick.

In sinnlicher Liebe erglüht das Auge, es hat eine warme innere Tiefe usw.

Der Magnetismus ist überall im Weltall gleich, es ist die Richt- und Energiekraft.

Die Helioda-Lebenskraft ist hauptsächlich Empfindungskraft.

Ähnlich wie bei einem Baum das Holz, in welchem die physische Kraft und Härte, die Spannung und der Widerstand des Magnetismus liegt, – das innere Mark umschließt, worin die Helioda wirkt, so ähnlich ist das Verhältnis zwischen Lebenskraft und Magnetismus.

Der Magnetismus hat durch seine zwei Pole die sympathische Polarität in sich selbst.

Der zu starke Magnetismus bei schwacher Helioda zwingt, herrscht und schlägt auch das geistige Leben in seinen Bann und wird zum Dogma. Die starke Helioda verinnerlicht und vergeistigt.

Der Magnetismus ist nicht fernwirkend und keine Gedankenkraft, – denn diese liegt in der Helioda.

Wohl sind die elektrischen Strahlen fernwirkend, aber sie befruchten nicht und erregen nur Stimmungen.

Die abneigende Richtung der Elektrizität ist die antipathische Polarität. Z.B. starke Denk- und Vorderhirnarbeit (siehe die Achse) sympathisiert nicht mit starker Arm- und Schulterarbeit, findet aber einen wohltätigen Ausgleich durch Beintätigkeit.

Dagegen stärkt sich die Brust- und Lungentätigkeit durch Arm- und Schulterarbeit.

Die Neigungs- und Weichenachsen sind elektro-magnetisch und nach der Tiefe gehend chemisch-ätherische Polaritäten, rechtsseitig mediomisch positiv, linksseitig odisch positiv, wie der Leser in dem Plan der Iris verfolgen kann.

Interessant ist, daß eine Korrespondenzachse den Pol der schwersten Auswurfs- und Belastungsstoffe mit dem Pol des Kleinhirns verbindet. Die elektromagnetische Neigungsachse zeigt das untere seitliche Großhirn und Ohr. Dort liegt nach Gall der Mordsinn, nach Huter der Wehr- und Widerstands-, Lebensschutz-, Lebensvernichtungs- und Verneinungssinn.

Es wird uns dadurch klar, daß Verbrecher oftmals schwer belastete Individuen sind, daß diese Belastung mit Reizwirkungen des Kleinhirns und der am entgegengesetzten Pol verzeichneten Organe einhergeht und speziell den sogenannten Mordsinn hinter dem Ohr beeinflußt. –

Somit hatte also Huter den guten Gedanken, die Tugend als die gute Kraft der Helioda gefunden, die das Auge von innen heraus leuchten läßt und dasselbe erhellt.

Da aber der böse Gedanke wie auch der gute zum Auge dringt und in der Iris erstrahlt, Gutes und Böses sich aber direkt entgegengesetzt liegt, so ist auch diese Kraft, und zwar in der elektromagnetischen Energie gefunden.

 

Typische Merkmale.

Ein gesunder Mensch hat klare, reine Augen, gleichviel wie die Farbe ist.

Wenn der Mensch auch schwach und krank ist und er hart viel Liebe, so leuchtet dennoch das Auge.

Starke Kaffeetrinker haben gelbe Flecken in der Iris, – starke Alkoholiker haben oft dunkle und verunreinigte Augen.

 

1. Seelische Einflüsse zeigen sich in der oberen, äußeren Schicht der Augen,

2. odische Veränderungen und leichte Erkrankungen in der mittleren Schicht,

3. schwere Erkrankungen in der unteren Schicht der Augeniris.

 

Wer nur den Verstand wirken läßt, der hat ein kaltes Auge.

Wenn jemand heuchelt, so nimmt das Auge einen starren Ausdruck an.

Untreue bringt inner Disharmonie, die im Auge zu erkennen sind. Das liederliche Weib hat eine zerrissene Iris.

Das edle, treue Weib hat eine wunderbar ruhig abgestimmte und abgeklärte Iris.

Der Rand der Iris – hier in dem Plan aus technisch-zeichnerischen Gründen in den mittleren Kreis verlegt, – verändert sich verschiedenfarbig bei Hautkrankheiten und zeigt die Peripherieorgane entsprechend der Kraftrichtungsordnung.

Das Auge eines dummen, schwachen und kranken Menschen zeigt nur wenig Glanz.

Das Auge eines Sterbenden ist fast ohne Glanz und so hat das Auge zahlreiche Ausdrücke. Nach den hier gegebenen Erklärungen werden uns diese und viele andere Tatsachen ohne weiteres wissenschaftlich verständlich und wir sehen im Auge nicht nur die Krankheiten, sondern noch viel mehr, den Gedanken, das seelische und geistige sich entfaltende und ausstrahlende Leben und das geistige Wachstum.

 

Innen- und Außenwelt.

Wir sehen ein schönes Bild der Außenwelt, – und langsam breitet sich ein Wohlgefühl im ganzen Körper aus.

Der Poet empfindet die Reize des schönen Bildes der Außenwelt noch tiefer, es dringt noch tiefer in sein Empfindungsleben ein und stärker strahlt die Helioda dasselbe in die Bewußtseinszentren, die angeregt werden und in Tätigkeit treten – der Dichter besingt die schöne Landschaft, den Wald, die Berge usw.

Im Schlaf ist das Wachbewußtsein ausgeschaltet, aber die inneren Nervenzentralen arbeiten trotzdem weiter in der Verarbeitung der aufgenommenen Reize und Bilder, steigen auf und vergehen. Der Mensch erwacht, er empfindet die Bilder in seinem Bewußtsein nach, – es war ein schöner Traum.

Ein Mensch denkt über Probleme nach und findet keine Lösung. Im Schlaf arbeiten die inneren Bewußtseinszentren, – der Mensch erwacht und – im Schlaf hat schon oft jemand die Lösung schwierigster Problem gefunden.

Bei einem Kinde arbeitet die Helioda noch am Aufbau der inneren und äußerem wachsenden Organe, daher kann es noch nicht so geistig arbeiten und mitdenken wie ein Erwachsener – und man sollte dem Kinde Zeit zur Entwicklung lassen und nicht durch übermäßige geistige Anstrengung die gute körperliche Entfaltung hindern. Pflanzt das Gute in die Seelen ein!

Eine Mutter überfüttert ihr Kind mit Speisen und Getränken, die inneren Organe werden geschwächt und können sich nicht entfalten, – die Helioda drängt zu den Gehirnzentralen, das Kind wird frühreif und auch Disharmonien werden ausgelöst.

Wir sehen ein schreckliches Bild der Außenwelt und ein Schauer durchrieselt den ganzen Körper, es bildet sich die bekannte Gänsehaut, d.h. die Haut verschließt sich gegen die ihr widerstrebenden Reize der Außenwelt.

Hier soll kurz eingeschaltet werden, daß ähnlich wie das Auge die Reize des Lichtes und der Umwelt aufnimmt, nach dem Inneren zu weiterleitet, wo sie die Lebenstätigkeit erhöhen, den Stoffwechsel und Blutkreislauf beschleunigen und die Entfaltung der positiven Helioda begünstigen, so sind auch die übrigen Sinnesorgane und die Haut Reizaufnahmeorgane der negativen Helioda und diese strahlt positiv zurück nach außen bis in alle Körperzellen.

Also auch diese Vorgänge sind mit in Betracht zu ziehen und damit ist gleichzeitig die Grundlage einer natürlichen Heilkunst und Therapie gegeben. Stärkung der Lebenskraft Helioda, milde und zielbewußte Ausscheidung aller Stoffwechselprodukte, die in fester und gasiger Form auch durch die Haut entweichen, – und alles, was heilen kann, heilt.

Wir sehen eine Lieblingsspeise, und manchem läuft schon beim Anblick derselben das Wasser im Munde zusammen, die Geschmacksdrüsen, angeregt durch das Sehen, sondern vorbereitende Säfte ab. –

Durch die hier gegebene Erklärung über den Vorgang des Sehens finden wir die restlose Erklärung für diese und viele andere Vorgänge des körperlichen, seelischen und geistigen Lebens.

 

Weitere Folgerungen.

Die großen Maler und Bildhauer haben nicht nur etwas Typisches am Auge, sondern schließlich auch am ganzen Körper und in allen Lebensäußerungen – und man erkennt sie schon nach dem individuellen Gepräge.

Das Auge nimmt das bild der Außenwelt auf und strahlt es ebenso aus dem Körperinnern zurück.

Daher kann man aus dem Auge das Bewußtsein der Schuld und der Unschuld erkennen, was für Anwälte und Richter bei psychologischem Geschick bedeutungsvoll ist.

Mild, warm, klar, gütig, voller Wohlwollen und Liebe kann die Iris der Augen erstrahlen, aber auch kalt und hart, entwertend, vernichtend, versteckt, grausam und unendlich böse kann der Blick des Auges werden.

Ein einziger furchtbarer Blick des Raubtieres, z.B. der Katze, – und das Mäuschen ist hilflos und willensgelähmt, ein wehrloses Opfer.

Wir alle kennen die Macht des Blickes, den Blick des Hypnotiseurs, der in das Körperinnere eindringt, die Bewußtseinszentren lähmt und den Menschen hilfloser wie ein Kind macht, – hier ist die Erklärung dafür gegeben.

Wir alle kennen aber auch den Blick der Liebe und Güte, das reine und offene Auge des guten und unschuldigen Kindes.

Bei einem Geisteskranken sind die Pupillen verändert, ebenso die Iris, der Blick ist flackernd oder starr und man sieht im Auge die Trübung des Bewußtseins.

Die Bilder der Außenwelt werden nicht mehr richtig aufgenommen und innerlich verarbeitet, das Myriadenschaltwerk des Nervensystems ist irgendwie in Unordnung geraten. Auch dieser Zusammenhang erklärt sich durch den geschilderten Vorgang des Sehens.

Bekannt ist, daß Huter den Irrtum der Phrenologie berichtigte, die nur allein in der Schädelform und im Gehirn das Geistesleben zu erkennen lehrte. – Augen, Gesicht, Hals, Körper und alle anderen Lebensausdrücke sind dafür ebenso beachtenswert.

 

Definition Augendiagnose nach Carl Huter (Überschrift hinzugefügt)

Ähnlich so verstehen wir unter Augendiagnose nicht nur die Diagnose aus der Iris, sondern auch aus der Pupille, dem ganzen Augapfel, dem Innern des Auges, den Augenlidern und der Augenumgebung. – Bei gewissen Erkrankungen leiblicher Organe entzünden sich beispielsweise die unteren Augenlider. –

Das Auge richtet sich dorthin, wo das Blut im Gehirn mit Hochdruck pulsiert und die Helioda am stärksten arbeitet. Selbst die Augenlider nehmen daran Anteil. Daher gibt es auch ganz bestimmte typische Blickrichtungen.

 

Das klassische Sehen.

Huter lehrte aber auch ein neues klassisches Sehen, das mit dem Sehen das innere Fühlen verbindet. Mancher Mensch hat dasselbe angeboren, er sieht das Bild eines Menschen und fühlt gleichzeitig den Charakter desselben.

Man kann die ausstrahlende Helioda und was damit verbunden ist fühlend sehend aufnehmen und mancher kann z.B. den Blick eines Menschen mit böser Gedankenrichtung kaum ertragen, er tut ihn weh, als sei es ein körperlicher Schmerz.

Es gibt daher ein großes neues klassisches Sehen der Formen und Farben, das Huter zum erstenmal systematisch gelehrt hat.

Die Augenmuskeln, welche dem Auge die Beweglichkeit geben, sind äußerst nervenreich und jeder Muskel hat etwa 5000 feinste Nervenfasern. Durch sie erst wird der Sehvorgang eingeleitet, und sie allein verrichten schon eine staunenswerte und große Arbeit.

Das größte Wunderwerk der Natur ist das Auge und nie wird man aufhören, daraus zu lernen, und erst eine spätere Zeit wird ermessen, was für eine Riesenarbeit menschlichen Geistes Carl Huter vollbracht hat, – als er das Geheimnis der Lebensoffenbarung in der Iris erforschte.

Wendet man die Kraftrichtungs-, Wertungs-, Kraftverteilungs- und Entwicklungsordnung auf den menschlichen Kopf- und Gesichtsbau an, dann erst hat man die wissenschaftlichen Grundlagen für eine neue Phrenologie, Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] und wissenschaftliche Menschenkenntnis.


Der Tod – und was dann?

Wunderbar erhebend und beglückend ist nach den vorangegangenen Erklärungen unser Wissen

über den Tod und das Weiterleben.

Man sagt von einem Sterbenden: Das Auge bricht. – D.h. die Helioda-Lebenskraft spaltet sich mit dem Tode in ihrem extraktiven und besten bewußten Teil vollständig ab. Sie zieht den negativen Teil vollständig mit sich und ebenso die Kraftrichtungsordnung und den ätherisch feinsten Teil der Medioma und des Odes.

Die Helioda verläßt den Körper – die Kraftpole wechseln.

Das ist ähnlich so wie bei der Zeugung und Vererbung.

Auch hier spalten sich extraktive Teile der Helioda in den Samenzellen ab. Sie tragen den ganzen Plan des Körpers mit den aus Ahnenreihen ererbten körperlichen und geistigen Anlagen in sich, und zwar in mikroskopisch kleiner materieller Form, woraus sich der neue Mensch entwickelt. Das Geistige ist an irdische Größen nicht gebunden.

Ähnlich so ist es mit dem Vorgang des Todes, nur mit dem Unterschied, daß sich hier der ganze individuelle Lebensgeist abspaltet und auf dem gewohnten Wege der Strahlung den Körper für immer verläßt.

Er wandert durch die Vorstufen der Materie, Atome, Moleküle, Elektronen usw., bis in die Innerlichkeit des Raumes, in die unermeßliche Kleinheit, wo sich von Anbeginn der Welt alles Empfinden mit den ätherischen Feinstoffen entwicklungsgemäß gesammelt hat. (Auch in diesem Leben wurzelt bereits das tiefste Innenleben des Menschen in jener Welt.)

Daß wir diesen entschwundenen Lebensgeist mit unseren äußeren Sinnen nicht mehr wahrnehmen können, ist bei der unendlichen Kleinheit und Feinheit desselben selbstverständlich.

Es sind unermeßliche Räume des Lichtes und des Leben nach der Feinheit und Kleinheit zu, in welchen alles erdenkliche Glück des Lebens, des Lichtes, der Ideale, des Werte- und Kunstschaffens liegt, wovon wir uns nicht einmal eine Vorstellung zu machen vermögen.

Der Mensch lebt also sofort nach dem Tode gemäß dem Maßstab seiner Entwicklung, der Feinheit und Qualität der Helioda, dort weiter, wohin ihn das Empfinden zu tragen imstande ist.

Ohne weiteres ist es nach den vorangegangenen Ausführungen klar, daß die abgespaltene, konzentrierte feingeistige Lebensenergie aus etwa 25 Billionen Zellen und noch unendlich vielmal mehr Molekülen und Atomen nicht in dieselben zurückfluten kann.

Jedes Kleinstteilchen der Materie ist an ein ganz bestimmtes Proportionsmaß gebunden, über das es nicht hinaus kann und daher muß der abgespaltene Lebensgeist, so wie er ist, ob er will oder nicht, individuell nach dem Gesetz von der Erhaltung der Kraft in seiner besonderen feinmateriellen Form weiterleben, – um sich weiter zu entwickeln zu Macht und Kraft, Weisheit, Schönheit, Glück und Gerechtigkeit.

Wunderbar ist es, daß schon der Heiland, Jesus von Nazareth, die Liebe als das Höchste lehrte.

Das ist bei aller Weisheit der Welt nicht mehr zu übertreffen.

Heute können wir in dem anatomischen Strahlengebilde des Zentrosomas der Zelle die Lebenskraft mikroskopisch beobachten. Durch zahlreiche Experimente und Erfahrung ist bestätigt, daß diese durch Huter entdeckte Lebenskraft der Zelle in ihrem innersten Wesen gleichbedeutend mit Liebeskraft, Freude am Leben und Glück ist.

Daher soll alles, was jetzt lebt, auch lebensfroh und glücklich sein, und unsere Pflicht und Schuldigkeit ist es, unsere liebe Mutter Erde – zu einem glücklichen Arbeitsfeld für alle Menschen zu machen.

Mit diesem inneren Glück, mit der Freude am Leben und der Gewißheit des individuellen Weiterlebens nach dem Tode wird das irdische Leben ertragbar, der Kampf um die Ideale verständlich, es ist der Kampf um das Glück und die Entwicklung der eigenen Lebens- und Liebeskraft, der Helioda.

(Allerdings das Leid und das Böse, das ein Mensch verursacht, pflanzt sich als eine Energie fort, die früher oder später zu ihrem Urheber zurückkehrt, und dieser muß dieselbe durch dreifach Gutes wieder aus der Welt schaffen. Auch das ist ein Naturgesetz.)

Dort in der Welt des Kleinen, des Lichtes und des Lebens, der Empfindungsenergie, hat die Helioda vermöge ihrer qualitativen Feinheit ein ungeheuer großes Entwicklungsfeld vor sich, sie hat Einfluß auf den Weltäther, auf die Gesetze der Materie und sie kann sich formen und schaffen, was sie nur will und wozu sie nach dem Grade ihrer Entwicklung befähigt ist.

Hier sind wir eingeschlossen in unserem Körper und gebunden an unsere Mutter Erde, dort sind wir frei von allem irdischen Zwang, frei von der Schwerkraft, von Druck, Pressung und Spannung, Dichtigkeit und Festigkeit, Hitze und Kälte, Zeit, Raum, Form und Fortbewegung, – frei in einem unermeßlichen größten und kleinsten Raum, getragen von der Liebe und der Schöpferkraft des Weltenäthers.

Wahrlich, ein solches Lebensziel gibt die Kraft, getreu bis in den Tod und darüber hinaus allen Kampf des Lebens zu überwinden. Das Leid tritt zurück, das Ideal hervor.

Lob und Dank der Natur, den höchsten geistigen schöpferischen Kräften und Wesen, die uns bis hierher gebracht haben. Lob und Dank der Natur in ihrer Größe und Kleinheit. – Sie, die uns bisher getragen hat, sie leitet uns weiter und läßt das Höchste und Beste in uns, den individuellen Lebensgeist nicht zugrunde gehen.

Sie hat im Gegenteil in unermeßlich langen Zeitläufen an der Entwicklung des Geistes in uns gearbeitet. So wie die Mutter Erde, wenn wir in dieses irdische Leben hineingeboren werden, die Nahrung für uns und alle Bedingungen für unsere Fortentwicklung schon bereit hält, so hat auch die Natur alles, was zu einer Weiterentwicklung nach dem Tode nötig ist, in unserer jenseitigen Heimat schon vorbereitet.

Fröhliche Weihnachten!

 

Bücher und Lehrmittel zu Weihnachten

Wahlspruch Carl Huters

(wie er von Jugend an gedacht und gestrebt hat und wie

sein Lebensschicksal wurde).

 

Ob dir auf dieser weiten Erde

Dein Glück erblüht, dir Freude lacht,

Ob dir mit freundlicher Gebärde

Des Lebensschicksals Ruh´gebracht,

Das ist es nicht, was sich mit Sorgen

Erfüllen möge Tag für Tag

Nein, lieber sorge heut und morgen,

Daß dir der Mut nicht werde schwach,

„Der Mut stets für das Rechts, Wahre,

Im Kampfe bis zum Tod bereit;

Den Mut, mein Sohn, den Mut bewahre,

Er ist das höchste Ehrenkleid.“

Und sollte dein Gebein verwesen

In allertiefster Waldesschlucht,

Wenn nur die Seele dir genesen

Auf dieser wilden Erdenflucht.

Ob du in Armut, ob in Ehren,

Ob du als reicher Bürger stirbst,

Das ist es nicht, was zu den hehren,

Den höchsten Preisen du erwirbst;

Es ist vielmehr ein rein Gewissen,

Ein reines Herz, voll edlem Mut,

Dem mächtig durch die Adern fließet

Das allerfeinste Seelenblut.

„Das Blut, das in den Nerven zündet

Den Sinn fürs Gute in der Welt,

Das mit dem Geist die Tat verbindet

Und lebt und liebt und stirb als Held.“

 

Diese große Studienbüste, 60 cm hoch, lebensgroß, hat 240 Inschriften zur Feststellung von Charakter, Neigung und Seelenkraft, Lebenskraft, Gesundheitszustand und Krankheitsdisposition. Die Büste ist einzig in ihrer Art, angefertigt nach Carl Huters Entdeckungen. Preis R.M. 45.- einschließlich Verpackung und Porto.

 

Herrliche

Plastiken der antiken Kunst

Zum Studium von Körper-, Kopf-, Gesichts- und

Seelenausdruck

 

Die ideale Kunst ist das Brot des täglichen Lebens. Ohne sie ist das menschliche Gemüt nicht zu erheben zu jenen alle Naturwahrheit übertreffenden Schönheiten und beseligenden Empfindungen, deren die menschliche Seele bedarf, soll sie nicht Gefahr gehen, zu versimpeln oder im harten, nüchternen Daseinskampf zu verrohen und zu versinken in das Niedrige zurück.

Wer sein Heim mit solchen Kunstwerken schmücken will, hat hier Gelegenheit, echte Abgüsse der antiken Originale zu erhalten.

Diese haben folgende Preise:

1. Venus von Milo, Büste, 77 cm hoch                                   R.M. 50.-

2. Knydische Venus von Praxiteles, 60 cm                           R.M. 30.-

3. Kniiende Venus, ganze Gestalt, 73 cm                               R.M. 90.-

4. Klytia, 68 cm                                                                       R.M. 50.-

5. Apollo, Büste, 85 cm                                                           R.M. 50.-

6. Paris, 64 cm                                                                        R.M. 40.-

7. Laokoon, Büste, 71 cm                                                       R.M. 50.-

8. Bachuskopf, Knabe von Praxiteles, 40 cm                          R.M. 15.-

9. Antiker Floralkopf, Original                                               R.M. 7.50

10. Der harmonische Jesus von Thorwaldsen, 58 cm         R.M. 15.-

 

Diese plastischen Abgüsse erheben Anspruch auf einen wirklichen Kunstwert. Alabaster-Elfenbein, imitiert und teils getönt.

Porto, resp. Fracht und Verpackung wird zu den Selbstkosten extra berechnet.

 

Der hier abgebildete plastische Studienkopf, 26 cm hoch, mit 148 Inschriften nach Carl Huters Neuphrenologie hat sich bestens eingeführt und praktisch bewährt. – Handarbeit. Preis R.M. 15.- einschl. Porto und Verpackung.

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Wechsle Arbeit, Fest und Spiel

Und setze Dir ein schönes Ziel,

Verknöchere im Berufe nie,

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Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 30 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4300. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

DgM 034

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , am 22. April 2008 von helioda1

Der gute Menschenkenner 034 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

pgs-link-wwwchzade-redm.jpg 

Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

 dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signed, neither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended, that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … The Grundgesetz (Basic Law)  not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what means, that a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 


 

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© November 1935, Nr. 34

Der Kampf um die

AUGENDIAGNOSE

 

 

Eine Antwort an

Peter Johannes Thiel

 

Zum Schutze der Wahrheit über den

Deutschen Forscher CARL HUTER und

Die Originalität in der Augenirisforschung

 

Dieses Monument stellt die Zeit dar, die wie mit Flügeln enteilt und doch ewig ist. Hervorragend ist im Gesicht des alten Mannes die Unzerstörbarkeit und Strenge ausgeprägt. Das Haupt und der Körper ist durch die Schwere der Verantwortung nicht gerade gehalten, sondern gesenkt. Die sehr breite, vollendete Stirn angespannt geistig alles „Nah- und Fernliegende“. Der Künstler will zum Ausdruck bringen, daß man in allem Wandel des Geschehens stets die Folgen bedenken soll, die Zeit gleicht nicht nur alles aus, sondern sie richtet auch gerecht.

 

Peter Johannes Thiel, der seit 33 Jahren [Stand 1935] in Deutschland über Augendiagnose schreibt, hat soeben eine Spezialschrift über Antlitz-Diagnose herausgegeben.

In dieser Schrift von 56 Seiten, der anschließende folgen sollen, sind fünfeinhalb Seiten nicht dem Thema Gesichtsdiagnosegewidmet, sondern einer Auseinandersetzung über Thiel und Huter bezüglich der

Augendiagnose.

 

Das Resultat jedoch ist, der Leser erhält nicht die wünschenswerte, sachliche Klarheit über die Ursache eines 33-36 Jahre zurückliegenden

Kampfes um die Augendiagnose,

wohl aber ein sehr entstelltes Bild über den deutschen Forscher Huter, das Ehre und Ansehen schädigt.

 

Alle Personen, die Zeugen jener Ereignisse vor 33 bis 36 Jahren [Stand 1935] waren, sind tot, – nur Thiel lebt noch. – Da also Huter sich nicht mehr zur Wehr setzen kann, nehme der Leser vorlieb, wenn ich heute

für Huter, für Wahrheit, Recht

und echte deutsche Volksforschung

In die Schranken trete. –

 

Wer ist Thiel? Zu dieser Frage sind sicher einige markante Sätze seiner Schrift Antlitz-Diagnose“ 1935 bemerkenswert.

 

a) Thiel schreibt daselbst Seite 9: Von Aristoteles an (300 v. Chr.) bis zu den jüngsten Werken der Psychologen, soweit sie aufzutreiben waren, suchte er alles auf Goldkörner zu durchschürfen, – aber leider fast ergebnislos. Er fand in sämtlichen einschlägigen Schriften so gut wie nichts Brauchbares.

 

Das ist in der Tat eine erstaunliche Behauptung! 2000 Jahre medizinische Literatur – und fast nichts an Goldkörnern und Brauchbarem über Gesichts-Diagnose! Ganz davon zu schweigen, daß in Huters Werken die Gesichtsdiagnose wissenschaftliche begründet, dargelegt und ausgebaut ist!

 

b) Seite 17 schreibt Thiel: „Heute wäre es fast unmöglich, daß ein wissenschaftlich geschulter Mediziner eine Kranken-Physiognomik schreiben würde.“

 

Einige Wochen vor Thiels SchriftAntlitz-Diagnoseerschien aber bereits in dem medizinischen Verlag von J. F. Lehmann, München,

Der Ausdruck des Kranken“,

von dem wissenschaftlich gebildeten Mediziner Dr. Karl Fervers, das tatsächlich sehr beachtenswert neue ärztliche Beiträge zur Krankenphysiognomik enthält.

 

Was also „fast unmöglich“ nach Thiel ist, war zur selben Zeit schon Wirklichkeit.

 

Daß meine bescheidene Schrift über Das Gesicht des Kranken1932 erschien und gleichlaufende  Arbeiten im Volksarzt1931-32 mit über 100 Bildern, erwähnen beide Autoren nicht.

 

c) Vor mir liegt ein Brief von Thiel aus dem Jahre 1926, der an mich gerichtet ist. Derselbe ist eigenhändig  unterschrieben

mit Dr. Joh. Thiel.

Der Briefkopf lautet: Dr. Pet. Joh. Thiel, im Ausl. Prom., Bad Schandau, Villa Thiel.

In der vorliegenden Schrift Thiels Antlitz-Diagnose“, sowie in neueren Briefen seines Verlegers, steht nichts mehr von dem Doktortitel.

 

Im Anschluß an diese Abhandlung ist die Frage wohl berechtigt: Ist Thiel nun Dr., im Ausl. Prom., oder nicht?

Was bringt nun Thiel gegen den vor 23 Jahren gestorbenen Carl Huter vor? 

 

Punkt I 

Thiel schreibt Seite 11: „Neben diesem Vorwurf eines „Plagiates“ des Wortes Antlitz-Diagnose (dieses bezieht sich nicht auf Huter) wird in letzter Zeit von materiell Interessierten mir die Verdächtigung wiederholt hinter meinem Rücken verbreitet, die bereits vor zweiundreißig Jahren Carl Huter sen. (Carl Huter, gest. 1912) in seiner ZeitschriftHochwart gegen  mich erhoben hat: daß ich meinen Augen-Diagnose-Schlüssel mit den von mir zum ersten Male veröffentlichten Radienfeldern ihm nachgeahmt hätte.

 

a) Der Leser  fragt: Wen meint Thiel mit den materielle  Interessierten“, die er treffen will?

Es sei nur so viel gesagt, daß im guten deutschen Schrifttum Bemerkungen, die unbestimmt aber anzüglich viele beleidigen und verdächtigen, nicht üblich sind. – Man soll auch nicht in ähnlicher Weise das tun, was man anderen gleichzeitig vorwirft.

 

b) Huter erklärte vor 32 Jahren, er habe Thiel persönlich mit seinen Forschungen über Augendiagnose bekannt gemacht, eine einzige seiner Entdeckungen habe genügt, die bester Erklärung für die Irismerkmale zu geben, die 1902 bei Thiel als – „Od=Lebenskraft“ – und als ein „Speichensystem in der Iris“, also abgeändert, wiederzufinden war (siehe Schlußausführung).

 

Da bezüglich der „Historik der Augendiagnose ein allgemeines Interesse vorliegt, so muß klar festgestellt werden, um was es sich handelt.

 

 

Punkt II

 

Thiel schreibt anschließend weiter:

„Ich bin darum leider genötigt, zum ersten Male nach dreißig Jahren öffentlich diesen „Fall Huter“ aufzuklären, nachdem ich damals die Angelegenheit begraben glaubte.“

 

a) Verzeihung, Herr Thiel, das stimmt nicht, ich muß Ihrem Gedächtnis über diesen hier für Sie so wichtigen „Fall Huter“ etwas nachhelfen, denn Sie haben schon 1929 in Ihrem WerkDer Krankeitsbefund aus den Augendie Sache Huter ausführlich behandelt! Sollten Sie das nicht mehr wissen?

 

Nun dann will ich weiter nachhelfen: Sie haben sogar zu Ihren Ausführungen über Huter damals geschrieben:

„Ich erkannte daraus die Spuren seines (Huters) Größenwahns und Verfolgungswahns, die sich dann später so tragisch bei diesem hochbegabten Forscher entwickeln sollten!“

 

Das ist eine furchtbare Anklage für einen deutschen Forscher, der tot ist und sich nicht mehr wehren kann, und Sie erwecken bei den Lesern den Eindruck, als habe sich Ihre Voraussicht sogar bestätigt, als hätte sich später dieses bei Huter tragisch entwickelt! Und wie bewerten Sie den gleichen Fall heute, 1935? „Nur“ noch pathologisch“. (Siehe Punkt XII.)

 

Also Sie haben sich schon zu einer gewissen Milderung Ihres Urteils entschieden, – wenn auch noch in beleidigender Form – Ihre Voraussicht selbst revidiert!

 

Und was war die Ursache? Ich kündigte Ihnen 1922 ein Vorgehen durch das Gericht an, wenn Sie diese maßlose  Beleidigung gegen den verstorbenen Huter nicht sofort entfernen würden.

Sie suchten daraufhin die Sache zu beschönigen, erklärten, daß das fragliche Buch von vor mehreren Jahren längst vergriffen sei, – in Neuauflagen würden Sie alle Hinweise auf Huter streichen!

Damit gab ich mich schweren Herzens zufrieden – und ließ eine Anklage gegen Sie fallen. –

 

Aber schon 1925 nahm Thiel von neuem auf Huter Bezug und beleidigte ihn in anderer Weise auf unwahrer Grundlage abermals.

Das alles hat Thiel scheinbar vergessen – oder? – Als ich dem Verleger Thiels diese Unwahrheit („zum erstemal nach dreißig Jahren“) beanstandete, gab er sie als einen Druckfehler an. Das geht meiner Überzeugung nach nicht an, denn es heißt ausdrücklich, alles in Worten ausgeschrieben, zum ersten Male nach dreißig Jahren“, auf Seite 15 wird die Zahl 30 nochmals genannt, und diese Angabe liegt auch ganz im Sinn der weiteren Ausführungen.

 

Solche Druckfehler sind doch kaum möglich.

 

 

Punkt III

 

Thiel schreibt anschließend weiter: „Ein sehr intimer Freund von mir, namens Bethmann (in Remscheid), der ein ausgezeichnetes Reformschriftchen geschrieben hatte, verkehrte viel in meiner Familie und machte mich eines Tages auf Huter aufmerksam: ob ich diesen nicht kennenlernen wollte. Bethmann  wußte, daß ich bereits eine damals noch unbescheidene Schrift: Der Krankheitsbefund aus den Augen (später Die Augendiagnose“) für den Druck in Vorbereitung hatte. Auch kannte er meinen Schlüssel, den ich kurz vorher bei meinem ersten öffentlichen Vortrage mit vielen selbstgemalten Augen-Wandbildern in meinem Eberfelder Naturheilverein zum ersten Male der Öffentlichkeit übergeben hatte.“

 

a) Wenn diese hier zuletzt gemachten Angaben auf Wahrheit beruhen würden, so hätte Thiel ja schon 1903 Huter damit entgegentreten können. Die Zeugen wären alle am Leben gewesen.

 

Aber Thiel hat auf Huters erste öffentliche Beanstandung seinerAugendiagnose eine Berichtigung eingeschrieben an Huter gesandt, bestimmt zur Veröffentlichung in HutersHochwart“. Darin ist genau das Gegenteil von seinen jetzigen diesbezüglichen Behauptungen enthalten. In diesem handschriftlichen Original vom 7.1.1903  schreibt Thiel wörtlich mit Bezug auf den Besuch Huters, der im Juli 1899 stattgefunden hat: „Zudem hatte ich damals noch gar keine Absicht, ein Werk darüber (Augendiagnose) zu veröffentlichen, und ist die Veröffentlichung von Huter nicht im geringsten, auch nicht indirekt angeregt worden.“

 

Das ist doch ein offenbarer Widerspruch. Fraglos hatte Thiel damals die diesbezüglichen Tatsachen noch besser im Gedächtnis als jetzt nach 36 Jahren.

Es kommt bei diesem Kampf alles auf die Zuverlässigkeit der Angaben an, um danach die Glaubwürdigkeit zu entscheiden.

 

Noch 1925 schrieb Thiel: „Mein Buch (sein erstes über Augendiagnose) ist Januar 1902 erschienen, 1901 verfaßt“, - danach wäre das Buch frühestens eineinhalb Jahre nach der Unterredung Huter-Thiel verfaßt. Wenn das Werk 1901 verfaßt, also geschrieben wäre, wenn Thiel bis Juli 1899 noch gar keine Absicht hatte, ein Werk über Augendiagnose zu veröffentlichen, dann konnte Bethmann vor Juli 1899 doch unmöglich wissen, daß das Werk für den Druck in Vorbereitung war.

 

Punkt IV

Thiel schreibt dann einiges über seine damaligen Vorträge, Wohltaten, die er übte, und betont nochmals, seine Augendiagnose und sein dazugehörender Schlüssel sei bei ihm fertig gewesen, bevor er Huter kennenlernte.

 

Daß Thiel die Augendiagnose nach Peczelly und Liljequist damals vielleicht kannte, daß er Krankheiten aus den Iriszeichen feststellte, ist wohl möglich, ist ihm auch von Huter nirgends bestritten.

 

Es handelt sich lediglich um die Erklärung über das Zustandekommen der Augenzeichen und der Augenachsen. Schon 1898 hat Huter in seinem WerkDie neueste Heilwissenschaft [vollständige Digital-Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm unter www.chza.deHeilwissen] die Iris der Augen in 42 Areale eingeteilt, aber keinen gezeichneten Plan der Iris veröffentlicht, er hat daran 20 Jahre gearbeitet und wollte denselben erst in seinem Hauptwerk bekannt geben [vollständige Digital-Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm unter www.chza.deHauptwerk“]. Aber eingehende Erklärungen über Lebens-Magnetismus, Od und Heliodastrahlen, über die Polaritäten und formbildende Kraft dieser Energien, womit er seine Peripherie-Diagnosen begründete, sind in diesem Werk von 1898 durch Huter niedergelegt.

 

Hierzu veröffentliche ich hier ein wichtiges Zeugnis und Beweisstück, zu welchem der Aussteller am 17. Juni 1904, an dem Tage, da der Prozeß Huter-Thiel  in Eberfeld zu Ende ging, noch den Zusatz abgab, daß Huter diese Erklärung nach Belieben veröffentlichen könne.

 

 

Dieses Dokument bezeugt, daß Thiel Anfang Januar 1902 äußerte, daß er den Vortrag Huters gerne angehört habe, daß er Huters Buch gelesen habe und daß dieses viele wichtige Entdeckungen enthalte. Diese Kenntnis Thiels fällt also in die Zeit, da sein Buch über Augendiagnose erschien.

Der Leser wolle hier etwas Geduld üben, denn diese Angaben sind alle sehr wichtig. Ich weise damit die Angriffe gegen Huter ab und kennzeichne das ganze Verhalten Thiels, ohne ein Urteil zu fällen, denn das muß sich am Schluß jeder Leser selbst bilden.

 

Punkt V

Thiel schreibt anschließend weiter: „Bei den paar Kaffeestunden an einem Nachmittag waren anwesend außer mir und Bethmann und Huter: meine Frau und deren Freundin, Lehrerin Frl. Mügge, die alle heute tot sind außer mir.“

 

a) Also die beteiligten Personen außer Thiel sind alle tot. Bevor ich nun das wichtigste Dokument und Zeugnisabgabe über diesen Besuch folgen lasse, beachte der Leser noch:

Die Zeitdauer des Besuches gibt Thiel 1935 mit ein paar Kaffeestunden an.

 

Huter gab eine Zeitdauer von zirka 5 Stunden an, etwa 3 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends.

 

1903 schreibt Thiel wörtlich: Der Besuch Huters und Bethmanns in meiner Wohnung war ganz kurz.

Man beachte, daß aber Thiel heute zu der Zeitangabe von „ein paar Kaffeestunden“ gekommen ist.

 

Nun vorerst das Dokument:

Wichtiges Beweisdokument, daß Carl Huter den Peter Johannes Thiel in seine Irisforschungen durch mehrstündige Belehrungen eingeführt hat. (Die Überschrift stammt noch von Carl Huter aus einem Druckwerk 1911.)

 

Der Zeuge Bethmann hat hier die Zeitdauer des Besuches auf 4-5 Stunden festgesetzt.

In dem Dokument bekundet Bethmann die besonders ausführliche Einführung Thiels in Huters neue Entdeckungen auf dem Gebiete der Körper-, Gesichts- und Augenausdruckskunde.

 

Punkt VI

Thiel schreibt anschließend weiter:

„Ich hatte Huter als ganz selbstverständlich wie auch Bethmann und jedemandern die Grundzüge meiner Augendiagnose dargelegt, meine Radienfelder an den Augen meiner Frau gezeigt und dabei eine merkwürdige Entdeckung gemacht. (Da diese intime Fragen ganz kurz behandelt, so lassen wir sie fort.) Ich bat nun Huter, mir auch seine Ansicht über die Augendiagnose mitzuteilen, da er mir so auffallend schwieg, was ich anfangs als Schüchternheit deutete, weil er überhaupt sehr wenig sprach und fast nur uns andere reden ließ. Auf meine direkte Aufforderung hin gab er so verlegene ausweichende Antwort, daß ich den Wunsch nicht mehr wiederholte.“

 

a) Also hier hat sich 1935 das Blatt gewendet. Thiel will Huter über seine Augendiagnose unterrichtet haben – und Huter habe auffällig geschwiegen.

Maßgebend bleibt uns die Erklärung Bethmanns.

 

 

Punkt VII

Thiel schreibt anschließend weiter: „Die ganze Aufklärung über dieses mir unbegreifliche Verhalten sollte ich erst später erhalten. Kaum war einige Zeit später mein „Krankheitsbefund“ endlich gedruckt …“

 

a) Auch das muß, damit der Leser die Tatsachen richtig erfassen kann, genauer ausgedrückt werden, denn die Unterredung Huters mit Thiel war im Juli 1899, das Buch ThielsKrankheitsbefunderschien 1902, dazwischen liegt also ein Zeitraum von etwa zweieinhalb Jahren, was sicher unter der Angabe Thiels „kaum war einige Zeit später“ nicht zu verstehen ist.

 

Punkt VIII

Thiel schildert dann kurz, welche Freude sein Buch bei andern Personen erregte, und führt fort: „Aber was bekam ich zu meinem großen Erstaunen von Huter?

Eine Nummer des Hochwarts“, worin er mich des geistigen Diebstahls bezichtigte! Als Beweis dafür hatte er sich von meinem lieben und unvergeßlichen Freunde Bethmann einen Schein unterschreiben lassen, worin es hieß, daß Huter in meiner Wohnung mir einen Vortrag gehalten, und zwar auch über Augendiagnose, und daß ich ihm ehrenwörtlich versichert hätte, niemals etwas darüber irgendeinem Menschen mitzuteilen!!“

 

a) Die Erklärung Bethmanns ist nicht nur von ihm unterschrieben, sondern eigenhändig von Anfang bis zu Ende geschrieben.

 

b) Es ist nicht nichts von einer ehrenwörtlichen Versicherung usw. darin enthalten, sondern der Inhalt ist, wie sich der Leser überzeugen kann, noch anders.

c) Das sind zwei Angaben Thiels über dieses Dokument, die nicht zutreffen.

 

Punkt IX

Thiel schreibt anschließend weiter:

„Ich war völlig sprachlos über diese unerhörte Unwahrheit und über die Dreistigkeit, zu behaupten, daß Huter von mir ein ehrenwörtliches Versprechen des Schweigens über die Augendiagnose verlangt hätte, als meine Schrift darüber bereits druckfertig war!! So etwas tun doch bloß Erfinder aus Angst, daß andere ihrer Erfindung zuvorkommen!! Aber ein Forscher, ein freier Erforscher der Naturgesetze, will sich ehrenwörtlich versprechen lassen, nie darüber andern etwas zu verraten?“

 

a) Ja, ich glaube, der Leser dürfte hier sprachlos sein, denn das Dokument des Bethmann enthält ja dergleichen überhaupt nicht, es ist darin kein Wort zu finden, das Thiel Anlaß zu dieser Empörung gegen Huter geben kann.

 

b) Bezüglich der angeblich druckfertigen Schrift wurde hier bereits unter Punkt III dargelegt, daß Thiel im Jahre 1903 und 1925 ganz andere Erklärungen darüber machte.

 

Punkt X

Thiel schreibt anschließend weiter: „Als ich darüber meinen Freund Bethmann bei seinem nächsten Besuch in meiner Familie zur Rede stellte, war er sehr verlegen und meinte, er hätte keine Ahnung gehabt, daß „sein Freund“ Huter das Schriftstück so gegen seinen (Bethmanns) Freund Thiel mißbrauchen, diesem die Ehre abschneiden und ihn als Plagiator verdächtigen wolle. Er habe geglaubt, damit seinem Freunde Huter einen harmlosen Freundschaftsdienst zu leisten.

 

a) Hier versucht Thiel, das Dokument des Zeugen Bethmann  zu entwerten, - das wird ihm aber nicht gelingen, denn das genaue Gegenteil von dem, was Thiel diesbezüglich behauptet, wird wie folgt bewiesen:

 

b) Diesen Zusatz zu seiner Erklärung hat Bethmann 1 Jahr und 4 Monate später derselben angefügt – zum Glück ist die Erklärung erhalten geblieben!

 

Dieser Zusatz befindet sich mit Tintenschrift geschrieben auf demselben Bogen – und bekundet, daß Bethmann sich der Tragweite seiner Erklärung voll bewußt war, indem er gestattete, daß Huter sie erforderlichenfalls veröffentliche.

 

Ja, der Zusatz zu der Erklärung ist an dem Tage in Eberfeld abgegeben, als der Beleidigungsprozeß Huter-Thiel daselbst beendet wurde.

Auch das spricht dafür, daß Bethmann seine Erklärung voll und ganz als zu Recht abgegeben nochmals durch den Zusatz bestätigen wollte.

 

Daher ist es zweifellos gerechtfertigt, wenn hier hervorgehoben wird: Niemals wird es Thiel gelingen, die Erklärung Bethmanns, das wichtigste Dokument in dieser Angriffssache Thiels, zu entwerten!

 

Aber der Leser soll sich hier noch selbst durch ein Bild des Bethmann überzeugen, ob er diesem Manne das zutraut, was Thiel heute nach 30 Jahren über ihn schreibt, oder ob er nicht volles Vertrauen in das setzen kann, was dieser Mann selbst geschrieben und unterschrieben hat und behördlich beglaubigen ließ!

Fruchtesser August Bethmann

Huter beschrieb das Bild wie folgt: „Er lebte geschlechtlich enthaltsam und pflegte einfache Lebensweise und ideale Gesinnung. Sündlos, heiter, fleißig sparsam, human war sein Wesen.“

 

Punkt XI

Thiel schreibt anschließend weiter:

„Auf diese Erklärung hin habe ich Bethmann zu keinem Widerruf verpflichtet, sondern die Sache als gekränkten Ehrgeiz eines wissenschaftlichen Geheimniskrämers aufgefaßt.“

Diese Beleidigung des Forschers Huter als „wissenschaftlichen Geheimniskrämer“ noch 23 Jahre nach dessen Tode ist angesichts der vorliegenden Tatsachen

Offensichtlich schweres Unrecht.

 

Punkt XII

Jetzt beginnt Thiel damit, Dinge über Huter vorzubringen, die zu der Sache „Augendiagnose“ selbst nicht gehören, aber so konstruiert sind, daß der Leser über den deutschen Forscher Carl Huter, der tot ist und sich nicht mehr wehren kann, ein sehr ungünstiges Bild erhält.

 

Thiel fährt anschließend fort: „Ich erfuhr nämlich bei meinen vielen Vortragsreisen von vielen anderen, denen Huter sen. es genau so gemacht hatte. (Das ist doch wohl schon an sich unmöglich, denn ein solcher Fall, wie er hier geschildert wurde, ist schließlich nur einmalig.) Wer dem Huterbunde“ beitreten wollte, mußte nämlich einen Revers unterschreiben, worin er sich ehrenwörtlich verpflichtete, die von Huter teuer gekauften Bücher (so teuer wie Thiels Bücher waren sie im Verhältnis sicher nicht) nie einen Menschen zum Lesen zu geben und auch selber niemals etwas darüber zu veröffentlichen, bei einer sehr großen Konventionalstrafe. Da hatte ich den Schlüssel zu dem unbegreiflichen Verhalten Huters, womit er sich außerhalb der Reihe aller gewissenhaften und selbstlosen Forscher stellte, um seine Forschungsergebnisse nur für sich allein und für teures Geld auch für seine Schüler auszunutzen, nicht aber der breiten Öffentlichkeit preiszugeben. Da war ich mir auch klar, daß er nun öffentlich so großen Wert darauf legte, daß alles, was über Menschenkenntnis von irgend jemandem geforscht und geschrieben wurde, nur von ihm allein herstammen könnte! Ich faßte also die Sache pathologisch auf. Mir ist kein weiteres Beispiel von irgendeinem freien Forscher bekannt, der so wie Huter eifersüchtig über seine Ergebnisse wachte, damit nur ja niemand außerhalb des Huterbundes, nicht einmal für Geld, etwas davon erfahren sollte!“

 

Diese Angaben von Thiels über Huter klingen wie eine Schauermär. Aber der Leser soll hier ganz objektiv über die wahren Tatsachen und Verhältnisse unterrichtet werden.

 

Es gab zwei Reversscheine Huters, der erste lautete wörtlich:

 

Ehren-Vertrag.

 

Zur Wahrung der Reinheit der Huterschen Schule und zum Schutz des geistigen Urheberrechts verspreche ich, von den Lehren, wie sie Carl Huter in einer 20 jährigen Lebensarbeit begründet hat und lehrt, keiner anderen Person Instruktion bzw. Mitteilung, die über den Rahmen der Empfehlung hinausgeht, zu machen, und bei erlaubten Besprechungen und Veröffentlichungen stets die richtige Quelle anzugeben. Ich verpflichte mich in jedem Übertretungsfalle zur Zahlung von hundert Mark an den Huterischen Bund, zu Händen des Schatzmeisters des Präsidial-Vorstandes des Huterischen Bundes.

 

a) Der Schein bringt klar und deutlich zum Ausdruck, daß Huter erlaubte Besprechungen und Veröffentlichungen bei richtiger Quellenangabe nicht nur gestattete, sondern sogar wünschte.

Mithin widerlegt dieser Schein selbst die ganze Schauermär, die Thiel darüber noch nach 30 Jahren berichtet.

 

b) Huter verbreitete von 1884 bis zu seinem Tode seine Forschungen und Lehren durch Bücher, öffentliche Vorträge und Lehrkurse, darüber haben weit über

 

300 deutsche Zeitungen und Zeitschriften

 

empfehlend und teils sehr ausführlich berichtet.

 

Huter gab seine vielen neuen Entdeckungen in den Vorträgen und Lehrkursen bekannt, bevor er sie noch in Druckwerken niederlegen konnte. Er mußte sich das Geld für seine Bücher erst verdienen – und das war sehr, sehr schwer, oft fast unmöglich.

 

Seine Forschungen weckten aber lebhaftes Interesse, wurden mitgeteilt und weitergesagt, oft nur halb richtig, oft entstellt, teilweise mit und teils ohne Quellenangabe.

 

Damit kam Huter, wenn er oftmals erst nach Jahren seine Entdeckungen in Druckwerken niederlegen konnte, leicht in eine heikle Lage, denn sie waren schon durch Abhandlungen, Broschüren usw., stückweise verflochten mit anderen Dingen, oft entstellt und ohne Quellenangabe – Huter war nur ein einfacher Mann des deutschen Volkes ohne jeden Titel – veröffentlicht.

Es handelt sich also in diesem Fall um eine einfache und selbstverständliche, durchaus erlaubte und rechtmäßige Schutzmaßnahmen.

 

Vor 1904 wurden alle Bücher Huters so verkauft und empfohlen, wie es im Buchhandel gang und gäbe ist, und waren bis 1904 schon zum Teil gänzlich vergriffen, also ausverkauft.

 

c) Nun in wörtlicher Wiedergabe der zweite Schein:

Lehr-Reservat-Recht-Schein.

 

Ich verpflichte mich Herrn Carl Huter, seine Körper-, Gesichts- und Augen-Ausdruckslehre, eine neue Lebens-, Seelen- und ethische Schönheitslehre (Psycho-Physiognomik und Kallisophie), niemandem ohne seine schriftliche Einwilligung mitzuteilen und ihn für jede Person, der ich seine psycho-physiognomische Lehre ganz oder teilweise mitteile, mit einhundert Mark zu entschädigen.

 

d) Von 1904-06 gab Huter sein großes Lehrwerk, Atlasformat, in fünf aufeinanderfolgenden Druckwerken als Manuskript heraus.

Besonders der fünfte Brief enthält sehr viele neue wichtige Entdeckungen, die aber ausnahmslos mit den Darlegungen in den vorangegangenen Werken  in Zusammenhang stehen.

 

Der Revers wurde dem Lehrwerk-Bestellschein beigelegt, unterschrieben, und der Verkauf ging glatt vonstatten.

 

Ich habe heute noch etwa 100 solche Reverse, die anstandslos von hohen Gerichtspersonen, akademisch gebildeten Beziehern, Fabrikanten, Handwerkern, Lehrern und sonstigen ehrbaren Personen unterschrieben sind.

 

So liegt z.B. auch noch eine Karte vor von Pastor Felke, der damals als Augendiagnostiker sehr bekannt war, der für eine dritte Person unter sehr anerkennenden Worten für Huter ein Lehrwerk bestellte mit der ganz einfachen Anmerkung, den ihm bekannten Revers mitzusenden. Sie die Abschrift der Karte:

 

 

Also auch Pastor Felke nahm an dem Revers keinen Anstoß. Er schrieb sogar über Huters Werk:Es ist das Wertvollste, was auf diesem Gebiet erschienen ist.“

 

Jeder Leser kann sich überzeugen, Huter wünschte, daß Mitteilungen über seine Lehren nur gemacht wurden mit seiner schriftlichen Einwilligung. Bevor er diese gab, konnte er sich überzeugen, daß die Person auch etwas von seiner Lehre verstand und nichts veröffentlichte, was zu Mißverständnissen über neue, bisher unbekannte Dinge führen konnte, und er behielt Einfluß auf die Art der Veröffentlichungen. Deswegen war aber Huter

1. nicht pathologisch veranlagt, war

2. nicht der Beitritt zum Huterbund unterbunden,

3. nicht geschah diese Maßnahme, um die Schüler auszunutzen,

4. nicht um die Forschungen nicht der Öffentlichkeit preiszugeben,

5. nicht war damit verbunden, daß alles, was über Menschenkenntnis von irgend jemandem geforscht und geschrieben wurde, nur von ihm stammen könnte. (Huter beruft sich in seinem Hauptwerk auf über 500 Forscher, Erfinder, Entdecker usw. auf deren Lehren er teilweise aufbaut.)

6. Nicht war damit verbunden, daß die teuer gekauften Bücher nie einem Menschen zum Lesen gegeben werden sollten – es war nur Huters schriftliche Einwilligung nötig – und die lag in seinem ureigenen Interesse, wenn kein Mißbrauch in Aussicht stand.

7. Nicht war damit verbunden, daß niemand jemals selber darüber etwas veröffentlichen durfte, – er brauchte nur Huters schriftliche Einwilligung.

8. Nicht war das Verhalten Huters unbegreiflich, sondern sehr naheliegend und gut begreiflich. (Es war ja 1904 der Prozeß Huter-Thiel noch im Gange.)

9. Nicht stellte er sich damit außerhalb der Reihe aller gewissenhaften und selbstlosen Forscher, sondern er stellte sich sogar damit erst recht – da er den Mißbrauch und die Mißdeutung guter Entdeckungen verhindern wollte – innerhalb deren Reihen.

10. Nicht war damit gesagt, geschrieben oder verbunden, daß er seine Forschungen nur für sich allein ausnutzen wollte und niemand, nicht einmal für Geld, davon erfahren sollte.

 

Es ist nicht anders, es ist eine Schauermär, die Thiel noch nach bald 30 Jahren berichtet.

Ich selbst habe 1907 das Werk von Huter bereits ohne Revers gekauft, wurde ohne demselben Mitglied des Huter-Bundes, was für alle andern neu eintretenden Mitglieder auch der Fall war. Ich kannte den Revers damals nur vom Hörensagen.

 

f) Nachdem das Hauptwerk Huters im Druck vollendet vorlag, fiel gegen Ende 1907 der Revers fort, und ich und alle mit bekannten Schüler Huters haben das Werk und alle anderen Bücher bis zum Tode Huters so verkauft, wie es üblich ist.

 

Huter war Mitglied des Börsenvereins Deutscher Buchhändler in Leipzig.

Und wie steht es heute mit dem Schutze der Lehren Huters?

 

Ich erwähne nur einen Punkt: die Dreitypenlehre Huters ist im Prinzip weltbekannt geworden, aber nicht unter Huters Namen und Benennung, sondern unter anderer Nomenklatur. [Carl Huter = Original; Ernst Kretschmer = Plagiat! Näheres diesbezüglich unter www.chza.deOriginal“]

 

Ist das nicht noch heute eine Illustration für die Notwendigkeit, seine Lehren zu schützen, wie es Huter mit dem Revers anstrebte? –

 

Aber was bezweckt Thiel mit seiner Schauermär?

Will er vielleicht damit nachdrücklich kundtun, daß er darum keine Werke Huters erhalten und von dessen Forschungen auch keine Kenntnis nehmen konnte? –

 

Thiel hebt auch besonders hervor, daß die Werke Huters für teures Geld gekauft wurden.

Dabei hatte z.B. der fünfte Brief des Hauptwerkes von Huter eine Preis von RM 5.- , Textseiten 240, Größe 22 X 29 cm, Gewicht 700 g. Worte über 100.000, Illustrationen 474 mit 60 Tafeln.

 

Die neue Schrift Thiels kostet ebenfalls RM 5.- , Textseiten 56, Größe 17 X 24 cm, Gewicht 160 g. Worte über 14.000, Illustrationen 52 mit 2-3 Farbdrucken auf 3 Seiten.

 

Der Unterschied ist also ganz enorm, Thiels Schrift ist im Verhältnis gut viermal so teuer – auch das ist eine Illustration zu den Angriffen Thiels 23 Jahre nach Huters Tode!

 

 

Punkt XII

Nun kommt Thiel wieder auf die Augendiagnose zurück.

Es heißt anschließend weiter: „Wie Herr D. Gerpheide (Volksarzt, 15.3.1932) berichtet, hat ihm Huter bei der ersten Begegnung i.J. 1900 erklärt, er (Huter) verstände von einer Diagnose aus den Augen noch nichts, sondern nur von einer Augen-Ausdruckskunde zur Charakterbeurteilung. Die Augendiagnose habe Huter erst später bei Pastor Felke gelernt. Sein Besuch bei mir war aber im Juli 1899, wie konnte er da mir einen Vortrag über seine Augen-Diagnose halten?“

 

Der Leser wird gebeten, diesem Punkte besondere Aufmerksamkeit zu schenken, denn blitzartig und charakteristisch wird hier die Situation erleuchtet.

 

Im August d. J. erhielt ich eine ganz kurze Anfrage von einem mir unbekannten Buchhändler und Verleger in Dresden. Derselbe erbat ein Angebot über Huters Werke und fragte, in welchen Werken Huter auf Thiel Bezug nehme.

Da ich nicht wußte, daß es sich um den Verleger eines neuen Werkes von Thiel handelte, gab ich die gewünschte Auskunft und sagte mir, der Mann kann sich am besten durch die obige Nummer des Volksarztes orientieren, welche eine Arbeit über Historische Tatsachen zur Augendiagnose von mir enthält. In gleicher Nummer hatte Gerpheide eine Erwiderung gebracht. Ebenso enthielt diese Nummer unter der Rubrik Fachfortbildung die siebente Fortsetzung einer von mir veröffentlichten Arbeit über Krankenphysiognomik“.

 

b) Thiel übernimmt hier den obigen Satz aus dem Bericht des Gerpheideaber die von ihm fett gedruckte Jahreszahl 1900 ist bei Gerpheide nicht zu finden, sondern Gerpheide gibt zweimal deutlich das Jahr 1903 an. Soll das bei Thiel etwa auch ein Druckfehler sein?

 

Aber mit der Jahreszahl 1903 hätte Thiel den Satz nicht gebrauchen können. Die Sache wäre zu durchsichtig geworden, da doch bereits 1902 Huter einen öffentlichen Angriff gegen Thiel wegen seines Buches „Augendiagnose“ gerichtet hatte.

 

Aber setzt man schlauerweise statt 1903 die Zahl 1900, so kann man sich stolz in die Brust werfen und fragen: Wie konnte mir Huter 1899 einen Vortrag über seine Augendiagnose halten, – wenn er laut Gerpheides Zeugnis im Jahre 1900 noch nichts davon verstand? –

 

Aber die Sache hat für Thiel noch einen Haken, denn in dem schon erwähnten Handschreiben vom 7.1.1903 an Huter schreibt Thiel, daß er dessen Werk habe