DgM 019

DgM 019 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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 Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

 DgM 016 Titel inkl. Kopf

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signed, neither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended,that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … “The Grundgesetz (Basic Law) — not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what means, that a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

 EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 HARMONIE MENSCHEN

 

Der gute Menschen-Kenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© März-April 1934, Nr. 16

 DgM 016 Titel 1934

Der ethische Grundsinn bildet nach rechts, der Seite der Erhaltung,Kraft und Wehr, den Nationalsinn aus, nach links. Der Seite der Veredlung und Innerlichkeit, die soziale Liebe.

 DgM 016 Studienkopf

 DgM 016 Ethische Sinn

Seit 1910 so in Druckwerken Huters gelehrt und dargestellt.

 DgM 016 Soziale Liebe

 Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Juli 1934, Nr. 19

 

KOPF-STUDIEN

auf sinnlich – erkennbarer Grundlage

 

1. Starke und schwache Hinterkopfmenschen

2. Nackenstudien und Liebesleben

3. Die erloschene Liebeskraft

4. Qualität und Schönheit in Form und Gewebe

5. Die Nackenbelastung

6. Unsymmetrische Schädelbildung bei Verbrechern

7. Das abnorme Tat- und Liebesleben

8. Das Hinterhaupt und die gesunde Spannkraft des Körpers

9. Das Hinterhaupt und die körperliche Leistungsfähigkeit

10. Parallelismus zwischen Gehirnentwicklung und menschlicher Kultur

 

 

DER MENSCH UND SEIN WERDEN.

 

Der große Wert und die hohe Bedeutung der wahren und echten Schönheit der menschlichen Körper-, Kopf- und Gesichtsformen ist noch viel zu wenig bekannt und gewürdigt.

Bereits in Nr. 15 des „Menschenkenner“ wurde dargelegt, daß die Lebens- und Geisteskraft im Menschen, die den Körper baut, formt und belebt, in ihrem innersten Wesen das Prinzip der Liebeskraft trägt.

Das kann auch gar nicht anders sein, – schon deshalb, weil ja alles Leben aus Liebe entsteht, aus höchstem Empfinden, Heiligkeitsgefühl und Idealsinn.

Ohne Liebe gibt es weder Leben, noch Gesundheit und Freude, keinen Gedanken und keine Körperbewegung, denn die Impulskraft, mag sie auch im Körperhaushalt mit anderen mechanischen Kräften einhergehen und zeitweise übertönt werden.

Aber die Liebe kann sich auch frei machen, veredeln und höher entwickeln.

Hier auf Erden steht der Mensch im Mittelpunkt alles Geschehens, um ihn dreht sich alles, um sein Glück und Wohl und Wehe. Um daher den Menschen, seine lebendige Gestalt mit den in ihm waltenden Kräften, bis in alle Feinheiten verstehen und würdigen zu lernen, sollte keine Arbeit zu gering und keine Mühe zu groß sein.

Gerade die Rassenlehre ist es, die uns unmittelbar zum Studium der menschlichen Gestalt anregt, um die vererbten und übertragenen Kräfte kennen zu lernen. Es ist nur noch ein Schritt, um von der Ganzheit der Rassen zum Typischen des Einzelnen und Individuellen zu kommen.

Der Mensch, der das Beglückendste und Schönste vollbracht hat, aber auch das Furchtbarste und Schrecklichste, er rückt immer mehr in den Mittelpunkt aller Forschung. Die Naturforschung an sich kann bald als abgeschlossen gelten, und es gilt ein Qualitätswissen herauszuschälen von allerhöchstem Wert, das als die Krönung alles Wissens, leuchtend und strahlend in unvergänglichem Wert vor uns steht.

Wiederum ist es der Mensch in seiner körperlichen Gestalt, der im Mittelpunkt dieses Qualitätswissens steht, in ihm liegt aller Fortschritt, alles Erhabene, die Seele, der Geist, alles, was uns lieb und wert, hoch und teuer und heilig ist. Daher wollen wir vom grünen Baum des Lebens unsere Erkenntnis pflücken.

Mag im Kampf um höhere Werte das alte Minderwertige ruhig fallen, wir weinen ihm keine Träne nach, denn Neues, Besseres, Schöneres ist im Werden.

Wer mit will, der lerne aus dem Werdegang der Menschheit.

Wenn Gott der Inbegriff aller Wahrheit ist, dann muß auch jegliche Naturforschung als ein Gottesdienst betrachtet werden.

 

 

URMENSCH UND KULTURMENSCH.

 

Nicht der Kampf ums Dasein allein hat den heutigen Menschen zur Entwicklung gebracht, vielmehr war es das innere Heiligkeitsgefühl, der Idealsinn, der Heroismus, die Liebe, aus sich heraus Höheres und Besseres zu schaffen, was ihn zur unaufhaltsamen Entwicklung antrieb.

 

Von dieser Erkenntnis ausgehend betrachte der Leser Figur 1, 2 und 3, um inne zu werden, daß im Menschen selbst die höchsten Werte liegen, daß nichts den Fortschritt und das Glück mehr fördern kann,

als das Studium des Menschen.

Der Schädel, Figur 1, stammt von einer ausgestorbenen Menschenrasse in Peru. Man betrachte ihn genau. Das Ober- und Vorderhirn fehlt noch fast vollständig, dafür ist aber das Hinterhirn gewaltig massiv und lang entwickelt.

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Figur 1. Schädel einer Peruanerin.

 

Dieser Schädel macht einen noch fast tierartigen Eindruck und entsprechend war auch die Kulturstufe dieser Urmenschen, primitiv, halb tierisch.

XX

Figur 2. Schädel eines jungen Schimpansen.

 

Die beiden Schädel, Figur 2, stammen von jungen Schimpansen, der höchsten Affenart. Man vergleiche dieselben mit Figur 1.

Figur 3 zeigt einen Schädel der Altgriechen, die in Kunst und Kultur vorbildlich waren. Welch hohe Entwicklungsstufe, geistige und seelische Kraft kommt schon in diesem Schädel zum Ausdruck. Es ist die höchste Menschenrasse.

XX

Figur 3. Schädel eines Altgriechen.

 

Wenn man die Schädel einer vergleichenden Betrachtung unterzieht, kommt man zu der Überzeugung, daß es ausgestorbene Menschenrassen gab, deren Schädel denen der höheren Menschenaffen näher standen wie den höchsten Menschenrassen.

Jenes Urmenschenweib, die Peruanerin, war tatsächlich dem Schimpansen an Geist und Körper ähnlicher wie dem Altgriechen.

Diese Studien sind Huter-Werken entnommen und sie bestätigen, was auch Adolf Hitler, Nürnberg 1933, anführte: „Die Spanne, die zwischen den niedersten sogenannten Menschen

Und unseren höchsten Rassen liegt,

ist größer, als die zwischen den niedersten Menschen und den höchsten Affen“.

[ANMERKUNG TIMM: Vergleiche „Das Buch von 1941“, indem Amandus Kupfer Adolf Hitler mit einem Ur-Menschen in direktem Vergleich setzt – als welterste vollständige digitale Neuherausgabe, siehe www.chza.de „Licht“].

XX Bild Hitler-Urmensch

 

Gleichzeitig erkennen wir aber auch aus dem Vergleich, daß sich mit der fortschreitenden Entwicklung und Kultur der Schädel von unten und hinten nach oben und vorn herüber entwickelte, und daß gleichzeitig sich damit der Gesichtsknochen verfeinerte.

Die starke Entwicklung des unteren Hinterhauptes, wie wir sie an den Schädels niederer Art, Figur 1, 2 und 4 beobachten, ist ein Beweis, daß hier die Hirnorgane liegen müssen, um die Art im Kampf ums Dasein zu erhalten.

XX

Figur 4. Urmensch aus dem Neandertal.

 

Folglich, so kann man schließen, müssen die Hirnorgane des Menschen, welche über die primitive halbtierische Lebensweise hinaus für eine höhere Kultur tätig sind, im oberen und vorderen Teil des Schädels liegen. Ferner erkennen wir, daß auch der Gesichtsknochenbau den Grad der jeweiligen Entwicklung des Gehirns und damit der Kulturstufe anzeigt.

Wir sehen: schon auf Grund dieser einfachen Betrachtungen kommen wir zu außerordentlich wichtigen, ganz konkreten Tatsachen über die Bedeutung der Schädelform.

Um dieses noch deutlicher zu machen, betrachte man zunächst den Schädel und den rekonstruierten Gesichtsbau eines Urmenschen aus dem Neandertale, Figur 4.

XX

Figur 4. Urmensch aus dem Neandertal.

 

Damit vergleichen wir den Schädel und Gesichtsknochenbau eines schon zur hohen Vollendung gekommenen erwachsenen Menschen der arischen Rasse unserer heutigen Zeit.

XX

Figur 5. Schädel eines ausgewachsenen Kulturmenschen.

 

Dieser Schädel, Figur 5, zeigt gegenüber dem Urmenschen-Schädel, Figur 4, geradezu eine erstaunliche Vollendung und Ebenmäßigkeit, es spiegelt sich darin der Unterschied zwischen der heutigen Kultur und dem Leben des einstigen Urmenschen.

 

 

SCHÄDEL, GESICHTSBAU UND CHARAKTER.

 

Will man die Bedeutung von Schädel und Gesichtsknochenbau für das seelische und geistige Innenleben des Menschen erkennen, so braucht man sich wiederum nur die Entwicklungstatsachen vor Augen zu halten und man findet den richtigen Weg.

In Figur 6-10 ist die embryonale Entwicklung des Menschen und zwar im 1., 2., 3., 4., und 5. Monat dargestellt.

XXX

Figur 6-10. Der Schädel in seiner Entwicklung zeigt die Gehirn- und Gesichtsbauentwicklung an.

 

Es ist deutlich zu verfolgen, wie sich Schädelform und Gehirn und damit einhergehend der Gesichtsknochenbau entwickelt.

Zieht man Figur 5, den ausgewachsenen Schädel- und Gesichtsbau des heutigen Kulturmenschen, mit zur vergleichenden Betrachtung heran, so hat man den Beweis, daß die Schädelform der Gehirnform entsprechend die geistige Anlage zeigt, daß aber der Gesichtsknochenbau den wirklichen Zustand, die Art der letzten Entwicklungsphasen spiegelt, oder entwicklungsgeschichtlich den

Wirklich vorhandenen Charakter angibt.

XX

Figur 11. Kopfbau eines Idioten aus Paris.         Figur 12. Schädelbau des Genies.

 

Betrachtet man den Schädel des Idioten, Figur 11, und den Schädel eines Genies, Figur 12, so ist der Unterschied augenscheinlich, und man hat ja seine gesunden Sinne dafür, daß man sie anstrengt, um das Wunder, das die Natur am Menschen vollbracht hat, kennen zu lernen und diese Kenntnis schließlich praktisch zu verwerten. Kein Studium der Welt ist so wichtig, wie das Studium des Menschen.

Der Kopfbau des Idioten ist merklich verkümmert, unentwickelt, häßlich, entartet, zwerghaft und degeneriert. Wunderbar licht und hell, wahrhaft königlich hebt sich dagegen der Schädelbau des Genies ab, – es soll der echte Schädel Raphaels sein, des Königs der Maler.

XX

Bild Raphael

Die ganze Geistesarbeit spiegelt sich darin wieder und zwar nicht nur in der Form allein, sondern auch in der Feinheit der Struktur und des Knochenbaues.

Man kann sich aber auch an den Schädeln sinnfällig davon überzeugen, daß der Gesichtsknochenbau, der Gesichtstypus und die ganze seelische und geistige Veranlagung um so edler und höher geartet ist, je schöner, höher, gewölbter und gerundeter der Schädel ist. Kopf- und Gesichtsbau sind ein Spiegelbild der Kultur, die ein Mensch erreicht hat, und in welcher er lebt.

Glaubt man, daß alle wahre und echte Schönheit des menschlichen Körperbaues, hervorgegangen aus unendlichem Kampf, einer ununterbrochenen Kette der Vererbung und des Liebesglückes nur eine Alltagsbedeutung habe, so irrt man sich gewaltig.

Im Gegenteil, durch die wahre und echte Schönheit des Körperbaues erhalten wir das erste Sinnbild einer besseren Zukunft, eines ungeahnten Menschenglückes, das mit dieser Wissenschaft kommen wird und naturgesetzlich kommen muß, denn auch der Mensch von heute wird nicht so bleiben wie er ist, sondern er schreitet vorwärts und aufwärts zum Großhirnkultur-, Feingefühls- und Geistes-menschen.

 

 

TATSACHEN DER GEHIRNENTWICKLUNG.

 

Betrachten wir nun den Bau des menschlichen Gehirns im einzelnen, so kommen wir immer mehr zu der Erkenntnis, daß die Natur ja alle Weisheit in Formen und Erscheinungen kundgibt, wir brauchen sie nur richtig zu erkennen, uns dieses Wissen anzueignen und unser Leben danach gestalten, um richtig zu handeln.

Der Leser betrachte Figur 13.

XX

Figur 13. Schematische Darstellung des Rückenmarks, des sympathischen Nervensystems und des Gehirns.

 

Figur 13 zeigt uns in schematischer Weise, daß aus dem Hauptnervenstrang des Rückenmarks und des sympathischen Nervensystems das Gehirn hervorgeht, – das Hauptorgan des Geistes und der Seele.

Die Wurzelkraft des Geistes- und Seelenenergie liegt in der hochgeformten Empfindungsenergie der Materie des ganzen Körpers.

Diese bildet in jeder Zelle, – Billionen Zellen bauen den Körper auf, – eine Zentrale, kommt durch starke Konzentration zur intensiven Strahlung und beherrscht endlich als Lebensstrahlkraft alle anderen Stoffe und Kräfte. Es ist das die geistig-schöpferische Gestaltungskraft, die Huter entdeckte und „Helioda“ benannte, die den Körper beseelt, baut und formt.

Mit Hilfe dieser höchsten Kraft haben sich aus den feinsten Extraktivstoffen des Körpers Nerven, Ganglionen, Rückenmark, Gehirn und Geist gebildet.

Aus dem kleinsten und unscheinbarsten, dem Empfinden, ist das Höchste entstanden, die menschliche Seele und der Geist mit seinem Zentralorgan, dem Gehirn.

Wenn wir uns diese restlos bewiesene Tatsache vor Augen halten und uns besinnen, so entsteht in uns die Frage: Ist es nicht im Weltall vielleicht ähnlich so? Denn die Empfindungsenergie ist ja als die schöpferische Impulskraft in allen Dingen und im ganzen Weltall vorhanden! Sollte sich im Weltall aus den unendlich zahllosen Liebeskeimen, ähnlich wie aus der empfindenden Strahlkraft des Körpers Gehirn und Geist, nicht auch eine höchste Blüte, die Weltseele, gesammelt haben, die Vorsehung und Gottheit?

Daß es so ist, wurde bereits in Nr. 17 des „Menschenkenner“ dargestellt. –

XX

Figur 13. Schematische Darstellung des Rückenmarks, des sympathischen Nervensystems und des Gehirns.

 

Betrachten wir nun wieder Figur 13. Im Rückenmark liegen motorische und sensible Nervenfasern nebeneinander, siehe den aufsteigenden hellen und dunklen Nervenstrang. Sie münden teils in das Kleinhirn mit dem Lebensbaum, zum andern Teil in das Mittelhirn.

Aus dem ersteren wächst vorzugsweise das hintere und aus dem letzteren das obere und vordere Großhirn hervor.

Hier am Rückenmarksende, im Mittelhirn, tritt also eine Arbeitsteilung ein, denn in der Natur sorgt das Wirtschafts- und Energiegesetz dafür, daß alles so geteilt und geordnet ist, daß es am rechten Platz und Ort wirkt und wirken kann, daß nicht zu viel und nicht zu wenig verausgabt wird, daß immer noch Kraft übrig bleibt zur weiteren Neuschöpfung. Daher ist und bleibt die Natur unsere beste Lehrmeisterin.

 

 

KLEINHIRN UND NACKEN, TAT UND LIEBESLEBEN.

 

Durch Sammlung aller motorischen Nerven im Kleinhirn, das direkt oberhalb des Nackens liegt, wird dieses zum Zentralorgan aller Bewegungsimpulse des Menschen. Im untersten Teil des Kleinhirn entsteht das Organ des körperlichen Ichempfindens, des Sinnes und des Gefühls der eigenen Liebes-Lebenskraft im Körper.

Es ist die Impulskraft, die uns antreibt, zu arbeiten, Freundschaft zu schließen, anhänglich und treu zu sein, Finger, Hände und Arme zu gebrauchen und zu üben, uns gemeinsam zur Wehr zu setzen, Nützliches anzuwenden, Schädliches zu meiden und abzuwehren, und dann nach erlangter Reife, die eigene Art, die Gattung, durch Liebe, Zeugung, Fortpflanzung und Generosität zu erhalten und zu vermehren.

Zuerst benötigt der Körper alle Säfte und Kräfte zum Wachstum, zur Entfaltung des Kleinhirns, um die zuerst angedeuteten Eigenschaften voll zu entwickeln, und wenn das geschehen ist, entfaltet sich die Liebes- und Zeugungskraft.

Wir können das im täglichen Leben am Wachstum des Kindes deutlich verfolgen und beobachten. Man betrachte Bild 14 und 15.

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Bild 14. Ein Knabe im Wachstum mit noch zartem, schwachem Nacken.

 

Bild 14 zeigt einen Knaben, der sich in vollem Wachstum befindet und durch fleißige Bewegung den Körper und damit das Kleinhirn mit seinen Organen entwickelt. Dazu verbraucht der Körper alle Säfte und Kräfte und wir sehen, wie das Kleinhirn und untere Hinterhaut stark in Spannung und Kraft entwickelt ist. Der Nacken aber ist noch ungefüllt, recht und echt kindlich, unentwickelt und zart.

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Bild 15. Ein junger Mann, im körperlichen Wachstum so ziemlich abgeschlossen.

 

Erst wenn das Wachstum so ziemlich abgeschlossen ist, siehe Bild 15, entfaltet sich langsam das Liebes- und Geschlechtsleben. Der Überschuß an Säften und Spannkräften, das Blut, das die Nerven ernährt, sammelt sich an und damit entwickelt und füllt sich auch der Nacken, das Gewebe gewinnt an Plastik, Kraft, Spannung und Strahlung und zwar in allen erdenklichen Abstufungen.

Machen wir die Gegenprobe und betrachten hierzu Bild 16 und 17.

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Bild 16. Junge Frau, gesunde Vollkraft des Nackens.

 

Bild 16 zeigt eine junge Frau. Der Nacken ist voller Frische, Kraft und Schönheit. Ganz gerade ist die Kopfhaltung und prachtvoll ist das reiche Haar in einem runden Knoten verschlungen, dort wo die Organe des Kleinhirns liegen, die der weiblichen Eigenart dienen.

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Bild 17. Alte Frau, Nacken welk und faltig, erloschene Kraft.

 

Bild 17 zeigt eine alte gute Frau, die getreulich ihres Lebens Pflicht erfüllte, ihre Kinder rechtlich und gut erzog. Nun fließt das Blut träge und langsam durch die Adern, die Säfte trocknen ein, der Nacken ist nicht mehr lebhaft gefüllt und gespannt, sondern faltig und welk geworden. Die Form bekommt wieder Ähnlichkeit mit der kindlichen, die Organe sind, könnte man sagen, – außer Betrieb.

Das sind Tatsachen, die wie gesagt, jeder beobachten und verfolgen kann, sie sind aber für das praktische Leben außerordentlich bedeutungsvoll, denn sie lehren uns, daß selbst das Liebes- und Geschlechtsleben durchaus nicht absolut verborgen ist, sondern auf Grund anatomischer, physiologischer und biologischer Tatsachen in seiner Kraft und Schönheit in allen möglichen Abstufungen in die Erscheinung tritt.

Die Natur ist weise, – wir können auch nicht ewig, trotz aller fortschreitenden Erkenntnis, bei dem Glauben stehen bleiben, es seien diese Dinge der menschlichen Beobachtung entzogen. Das Leben lehrt, daß gerade Unwissenheit und mangelnde Aufklärung auf diesem Gebiet ganz irrige Vorstellungen erwecken und die Erlösung  von den Übeln der Welt verhindern.

 

Ein krasser Fall aus den Leben soll das deutlich machen: Ein Mann mit kraftvollem, robustem Nacken und Kleinhirn heiratete hintereinander aus einer Familie vier Schwestern. Diese lagen im Empfindungstypus mit zartem und schwachem Nacken, empfindungsreichem Gewebe und schwachem Kleinhirn. Die vier Frauen starben sämtlich, teils infolge Fehlgeburt, teils an Gehirnerweichung oder Herzlähmung, teils an Unterleibsleiden.

Keine der vier Frauen war der Kraft dieses Mannes gewachsen, keine hatte eine Ahnung davon, ob ihre Natur zu der dieses Mannes passend sei, denn weder Menschenkenntnis noch sonstige biologische Aufklärung war diesen Damen beigebracht worden.

Die Liebe macht blind, sagt man, – daher müssen wir mit Hilfe der Naturwissenschaft auch in diesen Dingen sehend werden, um Fehler , die es in allen Abstufungen gibt, tunlichst zu vermeiden, glückliche Ehen und Familien und eine gesunde, starke und ideal veranlagte Nachkommenschaft zu erzielen.

Da das Zentralorgan für die Bewegungskraft, wie wir gesehen haben, das Kleinhirn ist, so können wir schließen, daß Menschen und Tiere mit großem Kleinhirn große Bewegungsimpulse und Kräfte,

mit kleinem Kleinhirn nur schwache Bewegungsimpulse und Kräfte,

und mit mittelstarkem Kleinhirn normale und mittlere Bewegungsimpulse und Kräfte besitzen.

 

Die nächste Frage ist nun die: Wie läßt sich die Größe des Kleinhirns äußerlich erkennen?

Durch natürliches Beobachten und Vergleichen schule man den Blick gemäß der den Bildern beigegebenen Anleitung.

Im Profil gesehen schätze man die Entfernung vom Ohrloch bis zur Schädelbasis des Hinterhirns ab, da wo der Übergang vom Kopf zum Nacken ist, ob diese stark, schwach oder mittel. Damit vergleiche man die Entfernung vom Ohrloch zur Nasenwurzel, oder vom Ohrloch bis zur Grenze des Oberkiefers.

Man findet so leicht das Maß, welches die Stärke und Weite des Kleinhirns andeutet. Siehe Bild 18.

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Bild 18. Das starke Kleinhirn und der starke Nacken.

 

Bei Bild 18 sehen wir die Entfernung vom Ohrloch zur Hinterhaup-tgrenze ebenso groß wie vom Ohrloch zur Nasenwurzel. Demnach ist ohne Zweifel das Kleinhirn stark entwickelt und mithin die hier liegenden Bewegungs- und Geschlechtsimpulse.

Aber auch der Nacken ist sehr kraftvoll gebildet, die Nackenlinie verläuft fast geradlinig abwärts von der Grenze des starken Kleinhirns, folglich ist auch die entsprechende Säfteproduktion stark entwickelt.

Wir können hier zunächst nur auf das untere Hinterhaupt und Kleinhirn des Menschen Bezug nehmen, aber selbstverständlich haben auch alle anderen Teile des Schädels und des Gehirns spezielle Bedeutung.

 

 

QUALITÄT UND SCHÖNHEIT

DES NACKENS UND HINTERHAUPTES.

 

Nicht nur die Größe des Hinterhauptes spielt bei der Beurteilung eine Rolle, sondern auch die Kraft, Gesundheit und Schönheit, die im Hinterhaupt zum Ausdruck kommt, die Linienführung und Plastik, die Spannung und Strahlung und auch die Konstanz und die Beschaffenheit des Haares ist mit in Betracht zu ziehen.

Charakterschulung und Wille vermag sehr viel, – eine schwache Anlage kann also geübt und gestärkt sein, – eine an sich gute Anlage vernachlässigt.

Wie wir schon eingangs an den Schädeln erklärten, spiegelt das Gesicht, während Gehirn und Schädel die Anlagen zeigen, den wirklichen augenblicklichen Zustand.

Ein Unrecht und eine Naivität wäre es, die lebendige Sprache der Natur unbeachtet zu lassen und die Augen mit Absicht für diese Dinge zu verschließen. Fortschritt ist alles und so wird die Zukunftsmenschheit an diesen naturwissenschaftlichen Tatsachen nicht mehr vorbeigehen können.

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Bild 19. Porträtrelief von einem unbekannten Künstler (aus einem Londoner Museum).

 

Bild 19. Man betrachte die sprechende Natürlichkeit dieser Darstellung, die stolze und doch freie Haltung, die wunderbare äußere Linienführung und die tadellose Durchführung aller Details, Augen, Munde und Ohr.

Das Haar ist in der Mitte vom Nacken aus durch ein Band zusammengehalten und strahlt wie in Flammen nach unten zu aus.

Der Künstler hat durch diese Eigenart der Haartracht die Kraft der weiblichen Anlage, die im Kleinhirn, Nacken und hinteren Großhirn liegt, charakterisiert.

Man kann sich gut vorstellen, daß unter dem Flammenhaar das Hinterhaupt von großer Feinplastik und gut starker Entwicklung ist.

Der Nacken ist mittelstark, kraftvoll geformt, die Nackenlinie zeigt die Grazie, Schönheit und Anmut des Körpers. –

 

 

BELASTUNG AN KLEINHIRN UND NACKEN,

DAS ABNORME TAT- UND LIEBESLEBEN.

 

Noch wertvoller werden diese Studien, wenn wir die Entartung und Disharmonie des Körperbaues, der Bewegungsimpulse des Kleinhirns und Nackens erkennen lernen.

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Bild 20. Disharmonische Entwicklung des Kleinhirns und des Hinterhauptes.

 

Bild 20. Es ist nicht schwer zu erkennen, daß hier das Kleinhirn und Hinterhaupt ganz und gar aus der guten Proportion fällt, daß es in Form und Bildung gegenüber der kurzen Linie vom Ohrloch zur Nasenwurzel und auch zur oberen Vorderstirn viel zu große, stark eckig, und schwer ist.

Wie das überschwere Hinterhaupt die ganze Haltung des Kopfes bestimmt, ist deutlich zu sehen, ebenso auch wie Form und Ausdruck des Unterkiefers und des Mundes dadurch ungünstig beeinflußt sind. Man beachte den unliebsamen Ausdruck des Mundes und entsprechend dem unsymmetrischen Hinterhaupt den schweren breiten Kiefer bei kleinem gekniffenem Auge und fliehender, schmaler Stirn.

Die starke Medioma-Ansammlung (zu viele Schwerstoffe, zu wenig Feinstoffe) im Kleinhirn und hinteren Großhirn beeinflußt ungünstig Wille, Tat und Handlung, diese werden dadurch leicht abnorm und verbrecherisch. Die Veranlagung ist auf ungesunde Zeugung zurückzuführen. –

Eine ganz schlimme Entartung des Kleinhirns, wie auch der Säfte und Kräfte des Nackens und der gesamten übrigen Organisation zeigt Bild 21.

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Bild 21. Der vielfache Luftmörder Peter Kürten.

 

Das Kleinhirn, resp. Das untere Hinterhaupt, sinkt förmlich in den Nacken hinein. Geradezu scheußlich ist das Ohr, und das Gewebe an Hals und Nacken ist verfilzt, entartet, durch Eintrocknung von Fremd- und Belastungsstoffen.

Diese wie pendelnde Haltung des eingesunkenen schweren Kleinhirns, in Verbindung mit der wabbeligen schweren Oberlippe, dem schmutzigen Ausdruck an Nase, Oberlippe, Mund, Kinn, Unterkiefer und Vorderhals ist geradezu charakteristisch für diesen Typus schwer entarteter Menschen. Der ganze Ausdruck des Kopfes vom oberen Ohr abwärts deutet auf einen schwer dekadenten Zustand, der grundlegend alle übrigen Organe entscheidend zu gewissen Zeiten beeinflußt.

 

 

DIE GESUNDE SPANNKRAFT.

 

Bild 22. Dieses Bild männlicher Kraft, Vornehmheit, Eleganz, Willensstärke, Gesundheit und Frische zeigt, wie die Spannkraft des Hinterhirns die ganze Kopfhaltung und Gesichtsbildung entscheidend beeinflußt.

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Bild 22. Ein Bild männlicher Kraft, Frische und Eleganz.

 

Obwohl man vom Kleinhirn und Nacken infolge der Bekleidung nur in der Hauptsache die großartig geschwungene Hals- und Schulterlinie beobachten kann, genügt dieses vollkommen, um im weiteren aus der Haltung des Kopfes, dem vorspringenden Kinn, dem Mund mit den belebten Zügen, der kraftvollen Nasen- und Unterstirnbildung, die ganze männliche Tatkraft, Willensstärke, Gesundheit, Frische, Vornehmheit und Eleganz, die Spannkraft des Hinterhauptes und Nackens zu erkennen.

Der Nacken und das hintere Kleinhirn ist der Akkumulator der körperlichen Spannkraft, der stabilen Ruhe und Sicherheit des Körpers.

Das ist der heutige hohe Kulturtypus der nordischen Rasse, der frei sich dem Zwang der Sitte beugt, ihre gute Seite herausholt, der aber nichts von seiner Urwüchsigkeit dabei einbüßt, dessen Nacken nicht zu beugen ist, der wert ist, daß er zu dieser hohen äußerlichen Kultur nach eine ebenso hohe, ihn noch aufwärts entwickelnde Geisteskultur annehmen könnte.

Der Körper ist durch Sport gestählt. Man versetze ihn in den Urwald und er wird seinen Mann stehen, er wird auch dort sich anpassen können, arbeiten und ringen, nur seine Freiheit, seine männliche Kraft, sein Selbstbestimmungsrecht, die darf man ihm nicht nehmen. Selbst Fehler in der Lebensweise schaden ihm nicht, die Spannkraft des Körpers, die er sich trotz aller Kultur bewahrt hat, überwindet sie.

 

 

DIE FORM IST SINNBILD.

 

Auf Grund dieser einfachen, natürlichen Beobachtungen und Schlußfolgerungen kommen wir der Bedeutung der Kopfbildung, dem Sinn der lebendigen Form, bereits näher.

Wir folgern nun logisch weiter. Gall fand bereits vor 130 Jahren bei männlichen Tieren und Menschen das Kleinhirn durchweg erheblich stärker entwickelt als bei weiblichen.

Daraus folgerte er, daß ein Zusammenhang des Kleinhirns mit der Geschlechtsneigung und Zeugungsfähigkeit bestehen muß.

Daß das richtig ist, hat nicht nur die Erfahrung bestätigt, sondern wir haben auch die Tatsachen der Entwicklung angeführt, die dafür sprechen.

Auch Prof. Möbius, Leipzig, fand die Beobachtungen Galls bestätigt.

Huter sagt dazu: Gall und Möbius haben recht, ein Zusammenhang zwischen Kleinhirn und Geschlechtskraft existiert, – aber die Wahrheit liegt noch tiefer.

Huter erklärt den Zusammenhang aus der starken Medioma-Ansammlung des Kleinhirns, – Medioma ist der von Huter entdeckte Mutterstoff der chemischen Materie. Er fand noch weit mehr einen Zusammenhang des Kleinhirns mit der Produktion chemischer Elemente im Körper, mit der Ernährung. [ ANMERKUNG TIMM: VERGLEICHE IN GESAMTSCHAU-DIGITAL: CARL HUTERs MENSCHEN-KENNTNIS, www.chza.de in Rubrik „Kräfte“]

Denn bei Lungen- und Magenleidenden magert das Kleinhirn ab, ebenso bei Muskelschwund und Schwäche.

Weil der Nacken direkt unterhalb des Kleinhirns liegt und im Hals und Nacken Lymphgefäße, Blut- und Schlagadern, die aus dem Körper kommen, reichlich verlaufen, so ist auch die Form und das Gewebe des Nackens an diesen Vorgängen beteiligt.

 

Man beachte Bild 23, den sogenannten Stiernacken, der gewaltige Kraft und Säfteproduktion und den enormen Ernährungszustand deutlich erkennen läßt.

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Bild 23. Der gewaltige starke Nacken.

 

 

Bild 24 zeigt die ganze stolze Anmut und Schönheit einer harmonischen weiblichen Gestalt.

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Bild 24. Der harmonische edle und schöne Frauenkopf.

 

Wie stolz und frei die Kopfhaltung, die Stirn, wie freundlich fest der Mund und das Kinn, von welch reicher Fülle das Haar, und wie graziös die Nackenlinie ist!

Ein Lorbeerkranz schmückt das Haupt, den Nacken und das Oberhaupt mit dem Idealsinn umschlingend.

So stolz und frei, ideal und kühn, die ganze Frauenwürde und Hoheit zeigend, kann nur ein Mensch das Haupt erheben, wenn der Lebensbaum des Kleinhirns, wenn die Säfte des Halses und des Nackens rein, gesund und glücklich entwickelt und betätigt sind. –

 

 

GESUNDHEIT UND KRANKHEIT, KÖRPERLICHE

LEISTUNGSFÄHIGKEIT BEI STARKEM UND

SCHWACHEM NACKEN UND KLEINHIRN.

 

Da das Kleinhirn der Gradmesser für die Bewegungs- und Geschlechtsimpulse ist, der Nacken aber den Grad der Säfteproduktion, Ernährung, Muskelkraft und Ausdauer angibt, so ist am unteren Hinterhaupt zu erkennen, wie der Mensch seiner Anlage gemäß in gesunden Tagen richtig leben und in kranken behandelt werden muß.

 

Der Mensch mit sehr schwachem Kleinhirn und Nacken erschöpft sein physische Kraft schnell und erholt sich langsam, siehe Bild 25.

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Bild 25. Sehr schwaches Kleinhirn und schwacher Nacken. Wendet sich okkulten Dingen zu.

 

Das ist unabhängig von seinem guten Willen und sonstiger Tüchtigkeit.

Schwere Körperarbeit, weite Touren, anstrengende Märsche und Sportleistungen liegen ihm nicht und führen gegebenenfalls leicht Übermüdung herbei und haben schädliche Nachwirkungen. Ebenso nachteilig wirken ungesunde Arbeits-, Wohnungs- und Lebensverhältnisse, ferner Fehler in der Diät, im Genuß und der sonstigen Lebensführung, Sorge, Existenzkampf usw.

Es entstehen leicht erhöhte Reizbarkeit, selbst Unwilligkeit, Unzufriedenheit, nervöse Störungen usw.

Auch Kaltwasserkuren, starke Schwitzbäder, kräftige Massagen, Arzneien und dergl. sind in Krankheitsfällen zu vermeiden, dagegen ist eine liebevolle, milde und schonende Behandlung, viel Ruhe, Schlaf, Erholung und beste Pflege durchaus angebracht.

Schon an und für sich fällt der Kampf ums Dasein den so veranlagten Menschen oft schwer, und sie vermögen oft nur mit äußerster Anstrengung und Aufopferung ihrer Kräfte noch für andere Personen mitzusorgen.

Eine Ehe mit einer Person, die das sehr starke Kleinhirn und den sehr starken Nacken hat, ist ihnen meist nicht anzuraten, da sie leicht für den einen Teil zu Unbefriedigtsein und für den andern Teil zu einem frühzeitigen Verbrauch der Kräfte führt.

 

Der Mensch mit mittelstarkem Kleinhirn und Nacken, Bild 26, ist gut daran.

Er ist sehr leistungsfähig, denn der Körper setzt selbst gesundheitlichen Schädigungen, Strapazen und Anstrengungen viel Widerstand entgegen.

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Bild 26. Kleinhirn und Nacken mittelstark. Steht fest im praktischen Leben, da die übrige Gehirnentwicklung auch dementsprechen ist.

 

Sein gesunder Schlaf wird nicht leicht gestört, auch nicht seine gute Laune und sein froher Lebensmut; er ist nach kurzer Ruhe wieder frisch und neu gestärkt.

Auch vermag er im Kampf ums Dasein sich recht gut zu behaupten, zu sorgen und zu mühen, nicht nur für sich, sondern noch für zahlreiche Angehörige.

In Krankheitsfällen kann er selbst energische Kuren vertragen, und er erholt sich schnell wieder.

Wir sehen, es ist gar keine große Gelehrsamkeit notwendig, sondern nur ein gesunder Sinn, um die Sprache der lebendigen Formen zu erkennen, Fehler zu vermeiden und Schädigungen leicht wieder gut zu machen.

Natürlich ist Voraussetzung, daß man nicht nur die Form und Weite des Hinterhauptes beachtet, sondern auch die Straffheit und Strahlung des Nackens, – dann erst lernt man fehlerfrei sehen und die wirkliche Veranlagung erkennen.

 

Bild 27 zeigt uns den Menschen mit sehr starker Kraft und Leistungsfähigkeit. Er ist fast unverwüstlich, er setzt falscher Lebensweise und gesundheitlichen Schädigungen den denkbar größten Widerstand entgegen, und seine Leistungsfähigkeit erscheint fast unbegrenzt. –

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Bild 27. Das sehr starke Kleinhirn und der sehr starke Nacken. Zu beachten ist hier jedoch, daß im Gesicht der Ausdruck des Genusses und der Verweichlichung liegt. Auch ist der oberste Teil des Kopfes gegenüber dem mittleren und unteren Teil und im Verhältnis zum Hals nur schwach. Sodann liegt Überfülle und eine Schwere des Gewebes im Gesicht, unterm Kinn, am Hals und Nacken. Man beachte im Nacken die starke Faltenbildung. Daher fehlt die sich immer erneuernde Jugendkraft und Frische des Blutes und auch die nötige, der Anlage entsprechende, energische, anstrengende Körperarbeit.

 

Menschen mit dem robusten Kleinhirn und Nacken sind oft jene Unternehmernaturen, die viele Jahre fast Tag und Nacht für zwei und drei arbeiten, und es so allmählich zu Wohlhabenheit und Reichtum brachten, die dann meist für viele andere Menschen noch mitsorgten und ihnen Arbeit und Brot gaben.

Ein Beispiel soll die Widerstandskraft illustrieren. Bei Baden können es diese Menschen ohne nachteilige Folgen, bei ziemlich kühler Temperatur oft stundenlang im Wasser aushalten, wenn andere Menschen sich nur ganz kurz oder überhaupt nicht ins Wasser wagen.

Die Ehe mit sehr schwach veranlagtem Partner ist für diese Veranlagung nicht zu empfehlen.

 

 

DAS HINTERHAUPT, EIN SINNBILD DER

KULTURELLEN ENTWICKLUNG

 

Wenn wir nun wissen, daß alles Leben aus Liebe entsteht, daß die Lebenskraft der Zelle im Prinzip Liebeskraft ist, dann ist der Organaufbau und die äußere Form des Kleinhirns zu erklären.

An den Nerven entlang strahlt die Lebens-Liebeskraft der Zellen, sie sammelt sich im Rückenmark und findet ihr erstes Zentralorgan im Kleinhirn.

Hier liegt zu unterst als erstes Organ das des Bewußtseins der Liebe, des Lebens

 

 

MAN ACHTE AUF DIE ORIGINAL-HUTERLEHREN!

 

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 20 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

 

 DgM 002 MK Unterricht

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: Graphische Kunstanstalt Zerreiss & Co., Nürnberg 

 Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 1995-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 

 D The Gate MK 

 

 

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