DgM 023

Der gute Menschenkenner 023 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

pgs-link-wwwchzade-redm.jpg 

 Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

 DgM 016 Titel inkl. Kopf

 dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signed, neither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended, that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … The Grundgesetz (Basic Law) — not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what means, that a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

 EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 HARMONIE MENSCHEN

 

Der gute Menschen-Kenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© November 1934, Nr. 23

 DgM 016 Titel 1934

Der ethische Grundsinn bildet nach rechts, der Seite der Erhaltung, Kraft und Wehr, den Nationalsinn aus, nach links. Der Seite der Veredlung und Innerlichkeit, die soziale Liebe.

 DgM 016 Studienkopf

 DgM 016 Ethische Sinn

Seit 1910 so in Druckwerken Huters gelehrt und dargestellt.

 DgM 016 Soziale Liebe

 Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© November 1934, Nr. 23

 

HANDSCHRITEN-

DEUTUNG

AUF FORTSCHRITTLICHER

GRUNDLAGE

 

GRUNDLEGENDE SCHRIFTBILDER ZUR VERGLEICHENDEN BETRACHTUNG:

 

1. Schriftbild eines ordnungsliebenden Charakters.

2. Handschrift des Tatmenschen.

3. Großtuerei, Hang zur Untreu usw.

4. Schrift eines technisch und wirtschaftlich tüchtigen Mannes.

5. Ethisches Streben.

6. Wohlwolle, zuverlässiger Charakter.

7. Unzuverlässigkeit, Heuchelei.

8. Naturmenschliche Schlichtheit.

9. Neigung zu Rohheitsverbrechen usw.

10. Überhebung, Brutalität.

11. Große geistige Fassungsgabe usw.

 

 

Die Handschriften-Beurteilung oder Graphologie ist heute allgemein bekannt und hat viele schätzenswerte Vertreter.

Mancherlei Systeme sind vorhanden, nach denen die Handschrift gedeutet wird, sie sind beschreibender Natur. Es fehlt ihnen die logische und naturwissenschaftliche Begründung. Eine solche hat der deutsche Volksforscher Carl Huter in den Grundzügen dargelegt.

Auf diese Theorien wollen wir hier nicht näher eingehen, sondern uns hochinteressanten, bisher noch unveröffentlichten graphologischen Studien aus dem einstigen Huter-Museum zuwenden, die hiermit der Vergessenheit entrissen werden sollen.

Die Tatsache steht fest, daß die Handschrift ein Ausfluß der menschlichen Geistestätigkeit ist und demgemäß auch ihre Bedeutung hat.

Wenn der Mensch beim Schreiben intensiv denkt und fühlt, so ist die Energie und Willenskraft und die momentane Geistes- und Gemütsverfassung aus der Handschrift zu erkennen.

Man kann das Seelische aus der Handschrift erkennen, aber man kann nicht unmittelbar und in jedem Falle die geistige Begabung, das geistige Können, daraus ersehen.

Das ist nur möglich, wenn man den

Lebendigen Menschen selbst

Nach Augen, Schädel, Gesicht und Körperausdruck unmittelbar vor Augen hat. Daraus folgt, was leicht einzusehen ist, daß der Mensch selbst ein ungleich wichtigeres Studienobjekt ist, wie beispielsweise nur seine Handschrift.

Ebenso wichtig wie die letztere sind natürlich alle anderen Lebensäußerungen, z.B. die Mimik, die Sprache, die Körperhaltung und Bewegung usw., als Ausdruck des Seelen- und Geisteslebens.

Die Handschrift kann durch den Einfluß der Umgebung, die Feder, das Papier, die Unterlage usw. sich stark verändern, sodaß sie oftmals der wahren individuellen Eigenart des Schreibens gar nicht mehr entspricht und dann den Graphologen irreführt.

Tatsächlich ist denn auch die Graphologie besonders in ihren Anfängen stark überschätzt, der lebendige Mensch dagegen mit allen seinen Lebensäußerungen ebenso stark unterschätzt worden.

Es kommt darauf an, wieder den goldenen Mittelweg zu beschreiten, nichts zu über- und nicht zu unterschätzen, dann erst kann die Graphologie als wirklich brauchbares Hilfsmittel zur Erkennung des Seelenausdrucks des Menschen betrachtet werden.

Insofern sind auch die nachstehenden Handschriften und Bedeutungen durch Huter ???voll.

Dieser beschritt einen neuen ?? und ganz natürlichen Weg, indem ?? das Ganze sich darbietende Schriftbild ?? ähnlich so wie man irgend einen anderen ?? den man prüfen will, möglichst unbeeinflußt ?? und dann urteilt. Wenn man dazu einige wirklich gute Beispiele als Grundlage hat, wie sie hier gegeben sind, dann ist die weitere Übung in der Beurteilung des Schriftbildes bedeutend erleichtert. Man bleibt objektiv und subjektiv auf dem richtigen Weg, ohne sich dabei in Tüfteleien und Zeichendeuterei zu verlieren, die nicht mehr der Wirklichkeit Rechnung tragen, – und hat doch bei einiger Übung eine wirklichen praktischen Gewinn.

Dabei bleibt es unbenommen, nach der Betrachtung des ganzen Schriftbildes auf die Einzelheiten der Schrift einzugehen, sie sozusagen als nähere Bestätigung des gewonnenen Eindruckes mit heranzuziehen.

Was man sagt, sei klar und einfach, es muß dem objektiven und fühlenden Sehen entsprechen und mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Man verlange von der Handschriftendeutung nicht zu viel, sondern halte sie in den kurz skizzierten Grenzen. Man lasse nie außer Acht, daß der lebendige Mensch selbst das ungleich wichtigere Studienobjekt ist.

Die fett gedruckte Beurteilung des Schriftbildes stammt jeweils von Huter, dem großen Meister der Beurteilungskunst. Der Herausgeber hat noch einige erläuternde Bemerkungen angefügt.

XX

Schriftbild Nr. 1

Handschrift eines rechtsschaffenden, ordnungsliebenden, sehr tüchtigen Bau- und Handwerksmeisters im harmonischen Naturell.

 

Wie das harmonische Naturell beschaffen ist, dürfte jedem Leser bekannt sein. Es ist die vollwertige, nach jeder Richtung hin leistungsfähige Natur, die den goldenen Mittelweg des Lebens geht.

Das ganze Schriftbild macht einen sehr soliden Eindruck. Die Buchstaben sind fest und bestimmt, teils sehr einfach, aber doch, wie in der Über- und Unterschrift, sehr schwungvoll, verschönt, verstärkt und harmonisch hervorgehoben.

Sehr ordentlich sind die Abstände und sehr korrekt ist die Verteilung.

So schreibt dieser harmonische Mensch!

Ja, wenn alle Menschen ein harmonisches Naturell hätten, dann müßte es eine Lust sein zu leben und geradezu ideal g? Zustände würden überall herrschen.

Da es aber nur eine mäßige Zahl harmonischer Menschen gibt, so sollte man sie suchen, fördern und zu Macht und Einfluß bringen, damit sie stets alles so lenken und leiten, daß die Harmonie nicht gestört wird.

Das wird in Zukunft so geschehen, – die Auslese in diesem Sinne zu fördern, ist denn auch der tiefe Sinn dieser Handschriftendeutung. –

 

XX

Schriftbild Nr. 2. Tatmensch.

 

Daß diese Schriftbild den Tatmenschen zeigt, ist wohl ohne weiteres verständlich. Das Schriftbild ist so charakteristisch, daß die Deutung nicht schwer fällt.

Lebendig, tatvoll, fest, markant und groß steht die Schrift da, sie ist sozusagen durch nichts behindert, sie behauptet sich und füllt entsprechend den Raum aus.

Es sind nicht alle Menschen solche Tatnaturen, sondern das Leben spielt sich bunt und mannigfaltig in allen Schattierungen ab. Jeder Mensch hat ein Lebensrecht, was aber nicht ausschließt, ihn richtig zu erkennen und ihn seinem wahren Wert nach der menschlichen Gesellschaft einzuordnen.

Auch der Tatmensch sollte im Leben da stehen, wo er seinen Platz richtig und gut ausfüllt, immer so, daß auch die übrigen Lebens- und Kulturgebiete sich segensreich entfalten können.

Das ist natürlich ein schweres Problem, das mit Hilfe der Seelen- und Menschenkenntnis, wohltuend für alle, sicher am schnellsten zu lösen ist.

Die lebendigen Kräfte, die im Menschen wirken, müssen klug und ökonomisch richtig im Leben verteilt werden. Dann scheint für alle Menschen auch die Sonne des Glücks.

 

XX

Schriftbild Nr. 3.

Großtuerei, Verschwendungssucht, Verstellungskünste, Hang zur Untreue, Abenteuer und starkem Liebesleben.

 

Diese Handschrift einer weiblichen Person ist sehr eigenartig.

Die großen Buchstaben haben keinen festen Halt, sie erscheinen mit den andern Schriftzeichen flüchtig und auch unordentlich, als sei kein festes Rückgrat vorhanden.

Die Haken an dem großen D sind wie spitze Dolche. Das ganze Schriftbild macht einen unsympathischen Eindruck, man kann dem Schreiber nicht trauen, möchte man sagen.

Auch der weniger Geübte hat den Eindruck, daß man dies alles recht wohl aus der Schrift entnehmen kann. Man muß sich fragen, es ist doch gut, – wenn es auch nur wenig ist, aus der Schrift einige Anhaltspunkte über das Seelenleben des Menschen zu gewinnen.

Wenn einer weiblichen Person die Festigkeit und Treue mangelt, wenn noch Unordentlichkeit und Haltlosigkeit hinzu kommt, wie es in diesen Schriftzeichen leigt, dann ist ein solcher Mensch natürlich auch leicht allen möglichen ungünstigen Einflüssen ausgesetzt.

Wenn nun ein Mann, er rechtlich denkt und fühlt und die Treue hält, mit einem solchen Wesen nahe Verbindung hat, dann muß für ihn viel Leid folgen und mit der Ruhe und dem friedlichen Glück ist es dann vorbei. Die Folgen dieser charakterlosen Haltung eines Menschen können niemals gute sein.

 

Ganz und gar anders wie die drei vorhergehenden Schriftbilder ist Nr. 4.

XX

Schriftbild Nr. 4. Schrift eines überlegenden, denkenden, ordnungsliebenden, technisch und wirtschaftlich tüchtigen Mannes.

 

Man muß unwillkürlich fragen, wie kann die Schrift nur so außerordentlich verschieden sein?

Die Antwort lautet: „Jeder Mensch hat seinen besonderen Körpertypus, sein Naturell. Dieser bedingt die Grundrichtung des persönlichen Charakters, – er beeinflußt die Tätigkeit des Großhirns und damit auch die Handschrift.“

 

So ist auch gleichzeitig angedeutet, wie Huter durch die Naturellehre ein logisch und naturwissenschaftlich begründetes System der Handschriftendeutung finden konnte.

 

Auf kleinstem Raum ist die Handschrift Nr. 4 offensichtlich mit Überlegung recht wirtschaftlich und ordentlich zusammengefaßt.

Der tüchtige Techniker muß ja viele Dinge sorglich beachten und zusammen fügen können, ganz in dem Sinne ist auch die Schrift, man möchte sagen, konstruiert und mit Beherrschung zusammengefaßt.

Wenn nun der Mensch technisch und wirtschaftlich tüchtig ist, so sollte er in seinem Fach auch möglichst viel Freiheit haben, damit er sich entfalten und auch gleichzeitig andern Menschen Brot und Arbeit geben kann.

Man darf diese Menschen nicht beengen, weil sie sonst in der Konzentrierung auf ihre besonderen Spezialgebiete gestört werden.

 

Noch ein Wort über Spezialbegabungen: Man hat oft geglaubt, wenn ein Mensch auf einem Spezialgebiet sehr tüchtig ist, dann müsse er es auch in allen andern Dingen sein. Das ist aber durchaus nicht der Fall, sondern oft gerade das Gegenteil.

Daher muß selbstverständlich eine harmonische Kontrolle bestehen, damit wirtschaftlich und technisch tüchtige Menschen in ihrer oft einseitigen Tüchtigkeit nicht den Grundsatz verletzen, daß Gemeinnutz vor Eigennutz zu gehen hat, damit andere Menschen und wichtige Lebensgebiete nicht zu kurz kommen.

 

XX

Photographie und Schriftbild Nr. 5 Ehtisches Streben, Sinn für Okkultismus und Spiritismus.

 

Hier sehen wir das Bild und die Schrift des verehrungswürdigen, einst allgemein geachteten und beliebten Lebensreformers Dr. med. Georg von Langsdorff.

Dr. v. Langsdorff hat im Jahre 1899 aus innerer Überzeugung und sozusagen in prophetischer Weise dargelegt, daß Huter durch seine Genialität einst von der Nachwelt als der Begründer eines heilsamen Fortschritts in der Medizin angesehen werden würde.

Das hat sich bereits bis heute, zu einem Teil zwar nur indirekt, erfüllt. Die Naturell- und Konstitutionslehre Carl Huters z.B., sowie auch andere Entdeckungen allererster Ordnung, haben bereits heute im Prinzip Weltbedeutung erhalten.

Betrachtet man das Bild und die Handschrift, so möchte man tatsächlich diesem alten Herrn eine prophetische Gabe zuerkennen, denn sein Bild, das einen so gutgläubigen Eindruck macht, erinnert unwillkürlich an Darstellungen der Propheten des Altertums.

 

Das ethische Streben liegt in dem würdigen Gesamtausdruck der Physiognomie, an Augen, Stirn, Mittelgesicht, Wangen, Mund, Haar, Ohr und Kopfbau. Es ist der Ausdruck menschlicher Qualität.

 

Der Sinn für Okkultismus liegt vornehmlich in der Feinplastik des Oberhaupte, dann aber auch in der sehr nervenreichen feinen Haut. Auch das obere Ohr, welches die empfindsame, zum Höchsten strebende Seele zeigt, ist schön gebaut, – außerdem liegt in der Haltung und im Gesamtausdruck eine gewisse innere Weltabgewandtheit.

 

 

Nun das Schriftbild.

 

Diese Schrift, geschrieben im hohen Alter von 80 Jahren, ist sehr klein, teils verliert sich förmlich, gleichsam als wenn das Empfinden immer tiefer in die Kleinheit und Feinheit bis in die unsichtbare geistige Welt einzudringen suche.

Anderseits erkennt man aber in der Schrift, wenn man genauer hinsieht, eine gewisse Qualität und Feinheit, sie deutet das ethische Streben.

Man sollte einen solchen Menschen, wie er uns hier in Bild und Schrift vor Augen tritt, allseits schätzen und ihm auch Einfluß geben, damit in allen Dingen das ethische Streben gefördert wird. Niemals aber sollte man die okkulte Forschung bekämpfen und verneinen, da sie ja dann aufhören muß, ohnedies ist sie schon sehr schwierig und ohne Opfer nicht zu bestätigen.

 

XX

Schriftbild Nr. 6

Bestimmter, wohlwollender, zuverlässiger, ordnungsliebender Charakter mit starker Neigung für Pracht, Kunst und Wissenschaft.

 

Wie vornehm, angenehm und schön wirkt dieses Schriftbild!

Gerade die bestimmten Schriftzüge, die dabei angenehm und sympathisch wirken, lassen den Schluß zu, daß die Schreiberin wohlwollend und zuverlässig ist.

Das Schriftbild wirkt auch sehr ordentlich, dabei genau und doch kunstvoll.

Als Ausfluß der menschlichen Tätigkeit erscheint es, wie auf einer höheren Warte stehend, das Leben verschönend, veredelnd, vertiefend, – was ja auch nur mit Hilfe der Kunst und Wissenschaft möglich ist.

Bewahrt man dieses Schriftbild in der Erinnerung, so gewinnt man gute Anhaltspunkte für die Deutung später zu beurteilender Schriftbilder, die damit Ähnlichkeit haben.

Man lernt dann auch Menschen mit solcher Begabung schätzen und fördern, denn sie heben ja das Leben über den grauen Alltag hinaus auf eine höhere Stufe.

Ist das nicht auch ein Stück praktische Lebensklugheit, Ethik oder gar Religion.

Oder solle alles Leben im grauen Alltag versinken? Nein, das ist ja gerade der Sinn des Lebens. Über sich hinaus Höheres und Besseres zu schaffen, oder: Das Talent suchen und fördern.

 

XX

Schriftbild Nr. 7.

Unzuverlässigkeit, Wankelmut, Verschlagenheit, Heuchelei.

 

Das ist eine Schrift, die gegenüber der offenen und ruhig sicheren Schrift des guten harmonischen Menschen, siehe Schriftbild 1, vollständig aus der guten Norm fällt.

XX

Nr. 1 und Nr. 7.

 

Das Schriftbild ist alles andere denn schön, es steht unter einem bestimmten Schönheitsgrad.

Die Schrift ist nicht richtig und korrekt ausgeführt, die Buchstaben sind zum Teil nur angedeutet, dafür aber mit spitzen Haken versehen. Die Worte sind in sich verschlossen und nach jedem Wort ist der Zwischenraum unverhältnismäßig groß, als habe der Schreiber dazwischen etwas verborgen.

In sich ist die Schrift unordentlich, es fehlt die Kraft der Überzeugung von dem, was geschrieben wird, sie ist zu schwach, als sei sie jedem Einfluß unterworfen.

Man muß sich in die Seelenstimmung eines solchen Menschen versetzen, – und man findet dann die Lösung. Man muß sich auch vom Schönheits- und Proportionsgefühl leiten lassen.

Der Schreiber mutet andern Menschen zu, mühsam seine Schrift zu entziffern, – weil ihm das Wohlwollen fehlt.

Symbolisch betrachtet, charakterisiert diese Schrift als Ausdruck der Geistestätigkeit die Wesenszüge, die Huter mit den wenigen Worten treffend kennzeichnete.

 

XX

Schriftbild Nr. 8.

Unter das obenstehende Schriftbild schrieb Huter die Worte: Naturmenschliche Schlichtheit.

 

Wieder in eine ganz andere Lebenswelt führt uns das Bild und die Schrift des Naturmenschen Gustav Nagel. [Vergleiche Hauptwerk, Lehrbrief 1 unter www.chza.de – Gustav Nagel wird dort mit Bild ausführlich beschrieben].

Nagel schreibt auch statt der großen Anfangsbuchstaben kleine, und im Sinne seiner naturmenschlichen Schlichtheit ändert er auch die Orthographie.

Das entspricht ganz seiner Eigenart, es liegt darin etwas Monotones, fast Krankhaftes, das Eigengesetzliche, die Einsiedlernatur und etwas fanatisch Einseitiges.

Nagel ist weder durch Tatkraft noch Strafe von seinem Lebenswandel abzubrigden, man sehe sich das prägnante Kinn an, seine Überzeugung ist beständig, er kann auch Leiden ertragen.

Nagel hat auch seine eigene Poesie, er ist tief religiös, siehe das breite und lange Oberhaupt, aber doch von wenig Geist und Lebenshumor beseelt, siehe die flache Mittelstirn und auch die einfache, gleichmäßige kleine Schrift.

Er glaubt, das naturmenschliche Leben sei allein gottgefällig. Er ist ein Schwärmer mit großer Freude am Naturbeobachten, siehe die vorspringende plastische Wölbung der Stirn direkt über den Augen. Er ist kein Mensch der Tat und des Erwerbs.

In dem zarten Körper drückt sich das Empfindungsleben aus, das aller eisernen Tatkraft, wie es z.B. das Soldatenleben mit sich bringt, abhold ist, siehe auch die an sich zarte Schrift.

Das Auge ist offen und ohne Falsch. Nagel dachte sehr milde und wohltuend, er erstrebte das Gute, aber in etwas gedankenloser kindlicher Einfalt, wie sie auch in der Schrift liegt.

Nagel ist aber auch eitel, das verrät die ganze Körperhaltung und der Gesichtsausdruck.

Gegen die subjektive Anschauung Nagels läßt sich nicht einwenden, er tut niemandem wehe, aber objektiv genommen würde ein Staat, der solche Menschen in der Mehrzahl hätte, wohl kaum konkurrenzfähig bleiben und sich behaupten können.

 

XX

Schriftbild Nr. 9. Anlage zu Rohheitsverbrechen, bei äußerlicher Gewundenheit und Begeisterungsfähigkeit auch für das Gute.

 

Dieses Schriftbild fällt beim Lesen und bei der Betrachtung auf die Nerven, Augen und Gefühl finden darin keine Ruhe.

Die Kontraste im Größenverhältnis der Schriftzeichen sind zu stark, ebenso ist die Druckbetonung übermäßig und auch der Umstand, daß die Schleifenbildung zum Teil zu stark nach links verlegt ist, fällt auf und daß große Buchstaben gewunden und geneigt, anstatt gerade stehen.

Das ist die starke Disharmonie in der Schrift, die auf abnorme Veranlagung deutet.

Anderseits verlaufen die starken Druckstellen sehr sorgfältig, wir sehen Formen, wie sie gleichsam nur aus einer inneren Begeisterungsfähigkeit fließen können.

In der lebendigen Form des Körpers kommt die Abnormität besonders an Augen, Ohren, Hals, Gesicht und Kopfform direkt sichtbar zum Ausdruck. Natürlich muß man Formenunterschiede erst sehen lernen, aber so gewiß wie 2 x 2 = 4 ist, wird der Geistesmensch der Zukunft nur durch diese Kenntnis der Natur, der Lebensformen und ihrer Gesetze sich entwickeln können.

Das das geschieht, – dafür sorgt letzten Endes auch die Disharmonie mit, denn das durch den disharmonischen Menschen verursachte Leid vertieft das Empfinden. Umso energischer sucht dann der Mensch die Wege zum Glück, bis er durch die Kenntnis der Formengesetze und durch ein scharfes Sehen die Disharmonie und das Leid bemeistern lernt.

 

XX

Schriftbild Nr. 10. Überhebung, Brutalität, Lüge und Verschlagenheit.

 

Das Schriftbild könnte zunächst glauben machen, der Schreiber sei eine hervorragende Persönlichkeit. Schaut man aber genauer hin, dann wird man gewahr, daß die einzelnen Schriftzeichen alles andere als schön sind, sie haben einen häßlich schmutzigen Zug, eine verborgene und verkrüppelte Form.

Es fehlt die edle Symmetrie und Schönheit, das Verschleierte und Häßliche wirkt über.

 

Aber zunächst einmal macht die Schrift Eindruck.

So ist die Disharmonie, sie täuscht zunächst und dann folgt ihr das Leid und die Tragik nach.

Hier setzt die Körper-, Lebens-, Seelen- und Gesichtsausdruckslehre ein, sie sucht den wahren Kern, die oft verborgene Wesensart, um dadurch das Leid und die Enttäuschung zu verhindern.

Wo ist nun eine Wissenschaft in der Welt, die dieser an Bedeutung gleichkäme? Sie ist nirgends zu finden.

 

Aber diese Wissenschaft hat ihren Parallelismus in der Natur. Zunächst sind die Geheimnisse der Formbildung verschleiert, obwohl in denselben die Lösung aller Welträtsel liegt.

Es bleibt daher nichts anderes übrig, als die Sinne und den Verstand bis zum äußersten anzustrengen, alle Formen des Lebens so zu sehen, wie sie wirklich sind, um auf diesem Wege selbst, auf Grund eigener Erkenntnis, Wahrheit und Irrtum von vornherein zu scheiden und damit den Weg zu betreten, der zum unaufhaltsamen Fortschritt führt. Darüber hinaus gibt es im irdischen Leben keine höhere Erkenntnis.

 

XX

Schriftbild 11. Große, geistige Fassungsgabe und plastische Darstellungskraft in Wort und Schrift, starken Farben- und Formensinn, Talent für Psycho-Physiognomik und Kallisophie.

 

So wurde dieses Schriftbild im Jahre 1907 von Huter beurteilt.

Diese genauen speziellen Angaben aus dem kurzen Schriftbild können Zweifel an der Richtigkeit erwecken.

Aber die Tatsachen und eine Erfahrung von nun fast drei Jahrzehnten haben sie inzwischen als wirklich richtig bestätigt.

 

Der Schreiber dieser Karte hat sich seit der Zeit da dieselbe geschrieben wurde, im Sinne der obigen Deutung ununterbrochen betätigt.

Diese Handschriftdeutung durch Huter ist ein Meisterstück, denn Huter hat, als er das Schriftbild beurteilte, weder den Schreiber persönlich, noch dessen Bild gekannt.

Merkwürdig ist der Umstand, daß die Erfahrung im Laufe der Jahre zeigte, daß Menschen, die eine ähnliche Handschrift hatten, auch ähnliche Anlagen besaßen. Dabei ist natürlich stets zu berücksichtigen, daß neben den geschilderten Anlagen auch noch andere hindernd oder fördernd zu gleicher Zeit bestehen können.

 

Daraus kann man ersehen, daß die hier beurteilten Schriftbilder zu einer vergleichenden Betrachtung mit anderen, ähnlichen Schriftbildern sehr wohl herangezogen werden können und gewisse Anhaltspunkte zu geben imstande sind, sofern man diese nicht als absolut, sondern nur als relativ zutreffend auffaßt.

 

In späteren Nummern des „guten Menschenkenner“ hoffen wir, weitere typische, von Carl Huter beurteilte Schriftbilder zu veröffentlichen.

Die Dezember-Nummer aber soll zunächst eine frohe Weihnachtsbotschaft bringen.

 

Jeder unterstütze

Das große Winterhilfswerk!

 

XX

Die natürliche Rangordnung der Persönlichkeiten

 

MIT DER FACHZEITSCHRIFT

ZU WISSEN UND ERFOLG.

 

Naturgetreue Photographien, (einschl. Handschrift)

von erwachsenen Personen und auch von Kindern kann man auf Grund der Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters beurteilen lassen. Es wird das Naturell, die Konstitution, die Grundveranlagung, der körperliche und geistige Impuls, die Hauptcharakterrichtung usw. festgestellt.

 

Der hier abgebildete plastische Studienkopf, 26 cm hoch, mit 148 Inschriften nach Carl Huters Neuphrenologie hat sich bestens eingeführt und praktisch bewährt. – Handarbeit, Preis RM. 15,- einschl. Porto und Verpackung. Zu beziehen durch den nebenstehenden Verlag.

Näheres durch den Verlag.

 

 

MAN ACHTE AUF DIE ORIGINAL-HUTERLEHREN!

  DgM 002 MK Unterricht

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: Graphische Kunstanstalt Zerreiss & Co., Nürnberg 

 Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 1995-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s