DgM 028

Der gute Menschenkenner 028 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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 Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
 

 

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTERZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signedneither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended, that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … The Grundgesetz (Basic Law) — not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what meansthat a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

 EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 HARMONIE MENSCHEN

DER GUTE MENSCHENKENNER

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© April 1935, Nr. 28

 DgM 028 Titel sm

SIND SIE RUH-, TAT– ODER GEISTESMENSCH?

DgM 028 Ruh Tat Geist M

Studien über den Körperbautypus.

 DgM 028 Kopf M

Wie wichtig es ist, mit Hilfe der Lehre von den Körperbautypen die Grundlebensrichtung des Menschen zu erkennen, das lehrt uns täglich das Leben, so bunt und mannigfaltig es sich auch abspielen mag. So erst finden wir den tiefen Sinn des Lebens, das bei aller Freiheit auch der Gesetzmäßigkeit unterliegt.

 

Bild 1. Das Ernährungs-Naturell

mit Empfinden und Harmonie.

 DgM 028 Bild 1 Nat Ernä Harm M

Betrachten wir Bild 1, einen 60 Jahre alten verdienstvollen Herrn. Es ist der Körperbautypus des Ernährungs-Naturells, was leicht an den vollen, breiten und wohlgerundeten Gesichtsformen, dem kurzen Hals und der Körperfülle zu erkennen ist.

Dabei ist der Ausdruck sehr offen, die Formen sind rein, weich und man muß sagen, sehr gut im Ausdruck.

 

Die Kopfform ist höher als wir sie bei dem primären Ernährungs-Naturell finden, daher ist das Gemütsleben und das Persönlichkeitsstreben hoch und stark entwickelt. Aber auch die Nasenform ist sehr bestimmt gezeichnet, sie ist länger und daher auch das Mittelgesicht und das Gefühlsleben stärker, ebenso die Darstellungsgabe, die Willenskraft und Ausdauer im Gefühlsleben.

 

Es ist also genau genommen das Ernährungs-Naturell mit Empfinden und Harmonie. Denn eine ruhige Harmonie liegt über den Formen mit einem etwas stillen, wie wehen Unterton, verursacht durch einen leichten Schlaganfall, der dieses Naturell im Alter häufig heimsucht.

 DgM 028 Bild 1 Nat Ernä Harm o.T. M

Wie wohlgebildet ist die Oberlippe und der Mund, so recht menschenfreundlich, hilfsbereit und wohltätig im Ausdruck, wie er stets im Leben gewesen ist.

 

Das Seitenhaupt (ich verweise auf Nr. 26 und 27 des „Menschenkenner“) direkt über dem Ohr und weiter nach oben ist breit und plastisch voll ausgewölbt und diese Spannung verläuft über die ganze mittlere Stirn, wo das praktische und verbindende Denkleben liegt. Entsprechend typisch, die gute Organisationsgabe zeigend, verlaufen die mäßig starken, markanten Augenbrauen.

 

Wie war nun das Leben dieses tüchtigen Mannes? Ganz entsprechend dieser Veranlagung. Mit hervorragendem Erfolg betätigte er sich praktisch in Wirtschafts-, Ernährungs- und Verwaltungsfragen, harmonisch, verbindend und menschenfreundlich.

DgM 028 Bild 1 Nat Ernä Harm o.T. M

 

So ist in wenigen Zügen das Leben dieses praktisch tüchtigen Menschenfreundes gekennzeichnet. Wir knüpfen daran den lebhaften Wunsch, daß ihm ein glücklicher Lebensabend beschieden sein möge. Wir lernen, wenn ein Mensch seiner Anlage nach auf den richtigen Platz gestellt ist, dann leitet er Vorzügliches, füllt sein Leben voll und ganz und segenbringend aus.

 DgM 028 Bild 1 Nat Ernä Harm o.T. M

Wir sehen an dem Beispiel von Bild 1, daß man den Körperbautypus, das Naturell, stets in Betracht ziehen muß, da man damit den Grundcharakter und die Hauptlebensrichtung erfaßt.

Vor allen Dingen ist ja auch die Feststellung der Naturellanlage verhältnismäßig sehr leicht. Es sind zunächst nur geringe Kenntnisse erforderlich, trotzdem ist der praktische Nutzen ganz eminent.

 

 

DER GENIUS DES KNABEN.

 

In diesem Zusammenhang soll hier kurz geschildert werden, wie Carl Huter zu der Entdeckung der Körperbautypen gekommen ist.

DgM 028 Carl HuterDgM 028 Heinde

Heinde bei Hannover/Hildesheim [heute eingemeindet in Stadt Bad-Salzdetfurth], Heimat von Carl Huter (hinzugefügt).

 DgM 028 Heinde DorfDgM 028 Heinde Kirche

Daraus lernt man, wie man in Zweifelsfällen die Kontrolle machen kann, ob man das Naturell eines Menschen auch ganz richtig festgestellt hat.

 DgM 028 Heinde Hu BüsteDgM 028 Heinde Hu Büste2

Z.B. ein Mann verbringt seinen freien Sonntag etwa folgendermaßen: Er steht spät auf, frühstückt gut, geht dann etwas umher, ißt reichlich zu Mittag, ruht den Nachmittag gut aus und geht abends zu Bier und Skat. Man kann sicher sein, hier herrscht in der Hauptsache das Ernährungs-Naturell vor.

 

Oder: ein junger Mann macht erst einen weiten Weg über Wies und Feld, er kommt zurück, ißt und verbringt den übrigen Tag mit Lesen. Man kann sicher sein, hier herrscht das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell vor usw. usw.

 

Will man das Naturell ganz genau feststellen und man ist zunächst etwas im Zweifel, dann kann man auch durch geschickte Fragestellung gute Anhaltspunkte gewinnen, z.B. wenn man dadurch in Erfahrung bringt, wie etwa eine Person tatsächlich einen freien Tag genau nach Gutdünken verbringt.

 

Man findet dann Anhaltspunkte wohin die Lebensgrundrichtung geht und stellt dazu bei scharfer Beobachtung Vergleiche mit dem Kopf-, Gesichts- und Körpertypus an.

 

Noch besser ist es natürlich, wenn man Gelegenheit hat, das Leben und die Handlungen eines Menschen zu beobachten und damit den Körperbautypus in Vergleich zu bringen. Auf diese Weise schult man ganz außerordentlich den Blick auf den Sinn für die Realitäten des Lebens und bildet sich so zum vorzüglichen Welt- und Menschenkenner heraus. Man lernt dann auch die mutmaßlichen Handlungen eines Menschen im voraus berechnen.

 

Huter ging denselben Weg, er schreibt darüber:

 

1. HARMONIE.

 DgM 028 Nat Harmonie

In meinem Heimatdorf wohnte ein Landwirt, der hieß allgemein der weise Bartels.

Der Mann war in der Bibel und Geschichte gut beschlagen und ein wirklich weiser, vorausberechnender Mann. Er war friedfertig, erteilte gerne jedermann guten Rat und er war grundrechtschaffen.

Alles war in seinem Kreise harmonisch und niemals hörte man Streit, Unregelmäßigkeiten oder Unangenehmes auf seinem Hofe.

 

Dieser Mann fiel mir auf wegen seiner großen weitgewölbten Augen und hohen Stirn, schönen, langen, dabei vollen Kopf-, Gesichts- und Körperformen.

 

Wo ich solchen ähnlichen Menschen wiedersah, fand ich ähnliche Charakterzüge wieder. Dieses führte mich zu der Überzeugung, daß solche Menschen Harmonienaturen seien, die, da sie die Harmonie in sich tragen, Harmonie um sich verbreiten.

 

Besondere Tatmenschen waren sie nicht, sie waren auch nicht sehr empfindlich und erregbar, sondern sie vermochten in allen Lagen eine gewisse Ruhe zu bewahren. Es fehlte ihnen auch die Neigung zu auffallender Sinneslust, zu Trunk, Spiel und übermäßigem Essen. Es waren die geborenen Philosophen und Leiter von Betrieben, in Haus, Hof, Werkstatt und Fabrik.

 

 

2. DISHARMONIE.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Nicht weit von diesem weisen Bartels wohnte ein großer Ökonom, dieser Mann hatte ein breites Gesicht, dicke aufgeworfene Lippen, kurzen gedrungenen Hals, einen mittelgroßen, gedrungenen Körperbau, auch große Augen.

XX

Bild 2. Das disharmonische Naturell.

 

Sein Blick war abstoßend, unharmonisch im Ausdruck, Stirn und Schädel waren nach den Ohren hin zu breit und nach oben zu niedrig.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Dieser Mann war jähzornig und gewalttätig, er aß und trank reichlich, nie war rechte Harmonie auf dem Hofe, fast kein Tag verging, ohne daß man nicht Streit und Schelterei von dort hörte. Der Mann war in seinem ganzen Wesen das Gegenteil von dem vorher geschilderten Weisen. Jener war das weiche B, dieser das harte P sozusagen.

 

Er war eine disharmonische Natur in sich und trotz seiner Frau, die in der harmonischen Natur lag, blieb sein Charakter unverändert. Doch leitete seine Frau im Stillen alles zum Besten, was der Herr und Besitzer an Plänkerei und Zerrissenheit stiftete.

 

Die Tat-Energie und auch der Egoismus dieses disharmonischen Menschen waren weit stärker als bei den weisen harmonischen Naturen. Sein Egoismus duldete nicht, daß ein anderer Bauer sein Vorgesetzter wurde. Seine Tatkraft gab ihm den Trieb, neben reichlicher landwirtschaftlicher Tätigkeit noch den Gemeindevorstandspflichten einigermaßen pflichtgemäß nachzukommen.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Durch seinen persönlichen Einfluß mochte ihn niemand gern, alle aber hatten eine gewisse Furcht vor ihm. Niemand im Dorfe wagte einen andern, etwa den weisen Bartels, zum Ortsvorsteher vorzuschlagen, obwohl es oft laut und heimlich gewünscht wurde.

 

Alle Menschen, die so ein Wesen wie dieser disharmonische zeigten, hatten auch ähnliche Augen, Hälse, Gesichter, Körper, Nasen, Mäuler, Köpfe und Ohren. Sah ich solchen Menschen, so erriet ich auch schon das Wesen aus seiner Gestalt.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Ich dachte damals schon viel darüber nach, weshalb die Weisen beiseite stehen und die Disharmonischen sie nie zur Geltung kommen ließen und dachte oft, daß die Harmonischen doch zu Gemeindevorstehern besser passen würden als die Disharmonischen. [Anmerkung Timm, auch heute, Jahr 2008, drängen viele disharmonische Menschen in leitende Stellungen in Politik, Wirtschaft und Kirche mit entsprechend negativen Auswirkungen für das Gemeinwesen und zu Lasten von Familie und einzelnen Menschen – ja der Menschheit als Ganzes, da Menschenkenntnis fehlt].

 

Als später in einem Nachbardorfe ein harmonischer Mensch zum Ortsvorsteher gewählt wurde, kehrte in diesem Orte Frieder und Eintracht ein, wo vorher Zerrissenheit geherrscht hatte; und in meinem Heimatdorfe war nie so recht Einklang und Harmonie unter die Leute zu bringen, solange der disharmonische Bauer das Dorf beherrschte.

 

Allgemeines gegenseitiges Mißtrauen griff Platz und vertrieb das frühere gute Vertrauen, das unter dem Vorgänger, einer harmonischen Natur, gewaltet hatte.

 

Es war, als wenn magische Kräfte von den harmonischen und von den angenehmen, die stets Wohlsein verbreiten und den unangenehmen, die stets Furcht, Angst, Mißtrauen oder doch mindestens Unbehagen verursachen, fand ich noch

drei andere Arten von Menschen,

DgM 028 Primäre Nat 

die ebenfalls grundverschieden in ihrer Natur waren die mir aber auch nicht zu dem einen und nicht zu dem andern vorhin gezeichneten Menschentypus zugehörig galten.

 

 

3. ERNÄHRUNG.

 DgM 028 Ruh Nat

Nicht weit von meines Vaters Hause wohnte eine kleine Bauerfamilie, welche großen Hang zur Schäferei zeigte. Ich fand, daß diese Personen, die Söhne und Töchter alle zur Korpulenz neigten.

Sie hatten eine mittelhohe, breitrunde Stirn, ein breitbackiges volles Gesicht, dicken, vollen Hals, gedrungenen Körper und neigten zur Ruhe und Bequemlichkeit.

Daher waren sie weniger rege Ackerbauer als gute Viehzüchter. Gänse, Schweine, Rinder, Schafe mästeten sie mit Vorliebe fett, und es war gerade, als wenn diese Fettmacherei bei ihnen leichter gelänge als bei anderen Viehzüchtern im Dorfe.

 DgM 028 Ruh Nat

Die Leute wurden in der Tat durch Viehzucht und Mästerei allmählich wohlhabend. Sie lebten einfach in der Ernährung, aber sie aßen reichlich und oft. Mir schien es, als wenn sich von ihrem Ruh- und Ernährungssinn eine Art segensreiche Übertragung auf ihre Schweine, Schafe, Kühe und Gänse nachweisen ließe. Mit diesen Tieren hantierten sie lieber als mit Pferden und Ziegen.

 DgM 028 Ruh Nat?

Ich nannte diese Art Leute die Ruh- und Ernährungsnaturen. Auf dem Hof sah alles ziemlich gleichgültig aus, besondere Ordnung und Schönheit, wie es der weise Bartels [Harmonisches Naturell] liebte, war hier nicht zu finden. Auch schien mir der Sinn für Recht und Gewissen nicht so ausgeprägt zu sein, wie bei den harmonischen Menschen.

Wenn Bartels Unrecht wahrnahm, sah man ihn kopfschüttelnd und ernstlich tadeln.

Diese dicken Leute lachten aber kaltherzig bei solchen Gelegenheiten; es waren starke Egoisten. Glaubten sie, es greife jemand in ihre Rechte ein, der hatte auch einen Prozeß am Halse, diesen wußten wie stets zu ihren Gunsten auszuschlachten. Mit den Rechten anderer nahmen sie es aber nicht so genau.

 

Ein Sohn dieser Familie wog in seinen mittleren Jahren weit über 3 Zentner, er fühlte sich dabei bombenwohl, er konnte sogar gut marschieren und unter Umständen auf Dorffesten ohne Beschwerden andauernd tanzen.

Ich folgerte hieraus, daß Menschen mit diesem Naturell trotz ihrer Korpulenz nichts Krankhaftes an sich haben, sondern daß die Entwicklung zu starker Körperfülle ihr angeborenes ganz natürliches Naturell sei.

Zum Unterschied von diesen starben andere Menschen, die nicht in diesem Naturell lagen, schon bei mäßiger Körperdicke nach wenigen Jahren.

 DgM 028 Ruh Nat?

Die Ruhe- und Ernährungs-Naturelle wurden bei ihrer Beleibtheit als, hatten nie Beschwerden und waren also gesund zu nennen. Dieses führte mich zu der Annahme, daß diese Art dicken oder gedrungenen Menschen von denen zu unterscheiden sind, die Körperfülle und Gedrungenheit krank macht, weil es zu ihrem Naturell nicht gehört.

 

4. DAS BEWEGUNGS-NATURELL.

 DgM 028 Tat Nat

Eine ganz andere Menschenart beobachtete ich in verschiedenen Bauern und Tagarbeitern des Dorfes, die einen langen, muskulösen, knochig starken Körper hatten mit langem Hals und langem Gesicht. Diese waren meist fleißige, tatkräftige, nüchterne, aber rohe, ziemlich kaltherzige Naturen.

Sie hatten mehr eine eiserne Gemütskälte, während die Ruh- und Ernährungsmenschen mehr eine gleichgültige Gemütskälte zeigten.

 

Die Stirn dieser Tatmenschen war meist nur mäßig hoch, Füße, Hände, Finger, Ohren und Nase waren groß und lang, das Haar meist hart und struppig.

 DgM 028 Tat Nat

Diese Leute standen gern morgens früh auf, gingen sehr gern weite Wege zu Fuß ins Feld, auch gingen sie Sonntags, wenn sei es nicht nötig hatten, oft weit in den Wald oder in ein Nachbardorf, oder sie spielten mit Vorliebe Kegelschieben, während die Ruhmenschen alle weiten Wege ungern gingen, lieber Karten spielten und Bier tranken.

 DgM 028 Tat Geist Nat?

Ich nannte diese gehlustigen Leute die Bewegungsmenschen. Arbeit, Körperbewegung war ihr liebstes. Sie waren sehr selbstbewußt, im Streit untereinander gefährlich, leicht zur Tat übergehend mit Stockschlägen oder Messerstechereien.

Bei jedem Dorffest kamen diese Art Menschen leicht hart aneinander.

 DgM 028 Primäre Nat sm

Waren viele harmonische Menschen anwesend, so brach kein Streit aus, trat ein disharmonischer dazwischen, dann kam alles in Wirrwarr, die Leidenschaften entflammten rasch, die tollste Schlägerei war das Ende.

Die größte Gefühllosigkeit konnte man hierbei beobachten, worüber die Dicken lachend beiseite standen und nur aufpaßten, daß sie keine Hiebe abkriegten.

Die Harmonischen suchten in Ruhe dazwischen zu treten und Frieden zu stiften, was oft gelang.

 DgM 028 Polare Nat sm

Die Disharmonischen hetzten und tollten dazwischen herum.

 

5. DAS EMPFINDUNGS-NATURELL.

 DgM 028 Denk Nat sm

Aber eine andere Sorte Menschen war tief ergriffen, jammerte und weinte oder schaffte hilfsbereit die Geschlagenen oder Gestochenen beiseite, um sie zu pflegen und ihnen wohlzutun.

Diese Sorte Menschen hatten immer denselben Kopf-, Gesichts- und Körpertypus, es waren meist kleine, zarte, schlanke Männer, Mädchen oder Frauen mit dünnem, zartem Hals, durchgeistigten Augen, feinen Gesichtszügen, Ohren, Lippen und Wangen. Auch hatten sie fein- und edelgeformte Nasen, hohe, edel gewölbte Stirnen.

 

Diese Leute konnten sich bis zur Selbstaufopferung anderen, oft ganz fremden Menschen hilfreich hingeben. Es waren empfindsame Gefühlsmenschen voller Mitleid, Liebe und Barmherzigkeit, die Engelsnaturen unter den oft in der Trunkenheit sich vergessenen Tatmenschen.

 DgM 028 Denk Nat sm

Merkwürdig fiel mir nun auf, daß zwischen diesen Empfindungs- und den Harmoniemenschen stets eine schnelle Übereinstimmung der Meinung und starke Sympathie auftrat, aber auch auf die Tatmenschen bekamen diese Empfindungsnaturen Einfluß. Der Einfluß auf die Ernährungsnaturen trat schwer oder gar nicht ein, eher noch beeinflußten sie die disharmonischen Naturen.

 

Als ich fand, daß meine Großmutter mütterlicherseits in diesem Empfindungs-Naturell lag, hatte ich Gelegenheit, ihre Natur um so eingehender zu studieren, als ich gut mit ihr harmonierte.

In der Nachbarschaft meiner Pflegeeltern wohnte ein großer Bauer, dessen Tochter Ida, damals wohl an 18 Jahre alt, ganz im Empfindungs-Naturell lag. Als 1870 der Krieg ausbrach, hat dieses edle Wesen mit größter Sorge alle Berichte aus Zeitungen und Zeitschriften gelesen und großen Anteil genommen an allen Ereignissen.

Sie sammelte fleißig für die Verwundeten Wundwerg, aus gutem Leinen gezupft, neben anderen nützlichen Sachen zusammen. Ihre große, edle mitempfindende Seele war überall liebevoll und hilfsbereit. Auch mir brachte sie, als sie hörte, wie gern ich zeichnete und Köpfe malte, illustrierte Journale, um mit gute Bilder und Vorlagen zu ermöglichen und das ich die Gesichter und Köpfe an Bildern und lebenden Personen so richtig zu deuten verstand, verband uns bald eine geistige Freundschaft.

 

Dieses sind die ersten grundlegenden Studien an Menschen gewesen, die für mich einen bleibenden Wert behielten und die ich in meiner frühen Jugend gemacht habe.

 

So müssen auch wir den lebenden Menschen in seiner Umgebung beobachten, die Handlungen vergleichen und schlußfolgernd die Grundlebensrichtung erkennen, den Menschen selbst als den Mittelpunkt alles Geschehens betrachten.

Denn die Menschenkenntnis ist eine lebendige Wissenschaft, die mit den Tatsächlichkeiten des Lebens in engster Fühlung steht, die niemals altert und ewig jung bleibt.

 

Auch die bildende Kunst ist nicht zu entbehren, da sie treu und wahr das festhält, was sonst nur flüchtig an unseren Blicken vorüber gleitet.

 

So können wir heute durch

Neue, sehr gute Zeichnungen,

angefertigt durch Erich Mellerke, Halle a.d. Saale, den Lesern das Typische des Naturells vor Augen führen.

 

Bild 1. Das harmonische Naturell.

 DgM 028 Nat Harmonie

Bild 1. Das harmonische Naturell

zeigt in Form und Ausdruck diesen herrlichen Vollmenschentypus. Kraft und ruhige Sicherheit sprechen aus diesem Gesicht. Das ist der Mensch, der aus sich heraus den goldenen Mittelweg des Lebens geht, der stets die Ruhe bewahrt, das Gleichgewicht, der dennoch bestrebt ist, das bestehende Gute nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen und das gute Neue zu fördern.

 

Es ist ein kraftvoller, starker Mensch, voller Gesundheit und Lebenskraft. Groß und kraftvoll ist das Auge, schön sind alle Formen, von großartiger Ebenmäßigkeit.

 

Das Unter- und Mittelgesicht ist weich und dennoch kraftvoll, die Stirn plastisch schön ausgewölbt, breit und hoch.

 

Man beachte auch die gute Proportion der Gesichtsteile, die Entfernungen von der Kinngrenze zur Nasenspitze, von das zum Stirnanfang und die Höhe der Stirn, ferner das kraftvolle Kinn, die gute Breite des Gesichts, die vollen, schön gebauten Ohren usw.

 DgM 028 Nat Harmonie

Mit einem Wort, es ist eine Vollnatur, harmonisch, vernünftig nach jeder Richtung, mit welcher man im Guten aufbauend wirken und arbeiten kann.

 

Da sich das Naturell bis zu 3/4 in einem Menschenleben von 70-80 Jahren umbilden läßt, so sollte jeder Mensch danach streben, sich zum harmonischen Typus zu entwickeln. Daher sagt auch der Dichter mit Recht: Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“

 

Bild 2. Disharmonisches Naturell.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Mancher hat geglaubt, das disharmonische Naturell müsse man aus Höflichkeit verschweigen, aber das geht nicht, es ist doch da, in der ganzen Welt, auch unter Tieren und Pflanzen.

Es ist darum das Beste, daß jeder Mensch seine Naturellanlage erkennt, sich ständig bemüht, disharmonische Seiten auszumerzen, zu überwinden. Das ist beste Selbstarbeit, die zuerst jedem selbst und dann auch der näheren und weiteren Umgebung zugute kommt.

 

Wer sich selbst überwindet und stets der Wahrheit und dem Guten folgt, dem gebührt der höchste Preis.

 

Man beachte die Zeichnungen genau, sowohl den Ausdruck, wie auch die Gesamtformen, die Proportionen der einzelnen Formen zueinander, und man wird die Uebenmäßigkeit, welche die ruhige Symmetrie und Schönheit, das Angenehme stört, bald herausfinden.

 DgM 028 Nat Disharmonie

Die Augen liegen uneben. Der Blick lauert in den Ecken, wobei ganz im Gegensatz dazu der schief verzogenen Mund freundlich lächelt und die Unterlippe sich vorschiebt.

 

Die einzelnen Gesichtsfelder sind ungleich und eckig, ebenso auch die Stirn, sowie die Kopfform. Die Ohren sind hart angesetzt, grob und in der inneren Form nur wenig ausgebildet. Wer diese Dinge nicht beachtet, der täuscht sich leicht, aber die lebendige Form ist der Ausdruck des sie belebenden Geistes und spricht die Wahrheit.

 

Ganz bestimmte und genau erforschte Kräfte [Näheres diesbezüglich siehe www.chza.deKräfte“] sind es, die in den Formen wirken, sie beleben, bauen und formen. Diese stehen hier nicht in innerer Harmonie zueinander, sie sind zerrissen, zersplittert und zerfahren. Daher die disharmonischen Formen, die entsprechend die Bewußtseinszentren beeinflussen, wie auch die Ideen und Handlungen.

 

Dieses Naturell ist oft in Spezialfächern sehr tüchtig.

 

Das ist die wunderbare Natur, das Leben, das durch die Formen die inneren Kräfte und den Geist offenbart, der darin wirkt und ständig tätig ist. So lehrt die Natur bis in ewige Zeiten und unausgesetzt selbst die Wahrheit in ihrer Sprache, Art und Weise.

 

 

Bild 3. Das primäre Ruh- und Ernährungs-Naturell.

 DgM 028 Ruh Nat

Man betrachte die breitfleischigen Formen, den kurzen, dicken Hals, den Mund mit dem Ausdruck zum Essen, die volle dicke untere Nase, das tiefgerichtete Auge mit dem Ausdruck des physischen Genusses, die im unteren Teil breitrunde Stirn mit dem breiten unteren Seitenhaupt, das fleischige, besonders im unteren Teil starke Ohr. Das alles sind typische Merkmale, die gar nicht zu verkennen sind und bei diesem Naturell stets wieder auftreten.

 

Ohne dieses Naturell wäre es schlecht bestellt, denn es sorgt für das wirtschaftliche Gleichgewicht, für gutes Essen und Trinken, für Bequemlichkeit und für das Praktische, Nützliche und Angenehme des Lebens.

 DgM 028 Ruh Nat

Wer möchte das wohl vermissen? Wo das Ernährungs-Naturell fehlt, da ist es ungemütlich, da fehlt die Ruhe, die Behaglichkeit, die Stetigkeit, denn dieses Naturell hält am bestehenden Alten fest und ist Neuerungen zunächst abgeneigt, es sucht die Ruhe, die Gemütlichkeit und das Angenehme zu bewahren.

 

Auch das muß sein, denn sonst hätte doch die Natur dieses Naturell nicht geschaffen, es erfüllt eine große, nützliche und praktische Aufgabe, es sorgt für das Ökonomische und für die praktischen Bedürfnisse des Lebens.

 

Man gehe in einen Ort, wo dieses Naturell nur schwach vertreten ist und man wird all das vermissen, was z.B. die Stadt München so beliebt und zu angenehmem Aufenthalt macht.

 

 

Bild 4. Das primäre Tat- und Bewegungs-Naturell.

 DgM 028 Tat Nat

Auch dieses Naturell, obwohl es ebenso in seiner Art einseitig ist wie das vorhergehende und das nachfolgend geschilderte Naturell, ist sehr nötig in unseren Lebensverhältnissen und erfüllt auch eine große Aufgabe.

 

Es sind die Tatnaturen, die herrschen und revolutionär sind, sie setzen Ideen in die Tat um, sie handeln ohne Rücksicht, weil es ihr Lebenselement ist. Ohne sie würde alles so langsam einschlafen, wäre das Leben ohne Würze, ohne den Schwung des Fortschritts.

 DgM 028 Tat Nat

Natürlich ist dieses Naturell das Zünglein an der Waage, je nachdem unter welchem Einfluß es steht, demgemäß es handelt.

 

Es sind fast athletische Naturen, voll eiserner Kraft und Willensstetigkeit, das Gefühl steht zurück, sie ertragen Strapazen und selbst harte Entbehrungen, Wind und Wetter, harte und schwere Arbeit, es sind die geborenen Energiemenschen.

 

Die Natur schafft diesen großartigen Ausgleich, sie verteilt die Gaben verschieden, – aber ohne die Ökonomiemenschen würden die Tatnaturen nicht weit kommen, daher ist die Ergänzung der Naturelle von Natur aus geboten.

 DgM 028 Tat Nat

Wie kühn die Kopfhaltung und der Blick des realen Auges ist. Die Nase ist groß, nach außen gebogen, kraftvoll ist die Ein- und Ausatmung, sind die Nasenflügel, – die Lippen sind schmal, das Kinn ist sehr stark, vordrängend, mit seitlich starkem Unterkieferbogen. Knochig, stark und markant ist das Gesicht, sehnig und lang der Hals, entsprechend der Gesamtkörperbau.

 

Wenn man dieses Naturell seiner fast athletischen Gestalt und angeborenen Tatkraft wegen, besonders wenn es helle Haare und blaue Augen hat, als nordischen Menschen bezeichnet, so gibt es ebenso Menschen, die dunkle Haare und Augen haben, die ebenso tatkräftig sind und den gleichen Körperbautypus aufweisen.

 

Unter den alten Germanen war dieser Körpertypus zwar häufig, aber nicht einzig und allein vertreten, sondern es gab auch harmonische, Empfindungs- und Ernährungstypen mit all ihren Übergängen. So ist es im Prinzip noch heute, da unabänderliche Vererbungs- und Naturgesetze zugrunde liegen. Daher sind andere Naturen bei uns auch noch heute ebensogut nordische Menschen mit einer Auftönung der jeweiligen Umwelteinflüsse.

 

 

Bild 5. Das primäre Denk- und Empfindungs-Naturell

 DgM 028 Denk Nat sm

Hat das kleine zarte Gesicht mit dem empfindsamen Ausdruck, der feingeformten Nase, dem zarten Mund und Kinn, den großen seelenvollen Augen, der hohen und breiten Stirn, dem überragenden Schädelbau und dem seidenweichen dünnen Haar.

 

Hier liegt im Gesicht oberhalb der Augen mehr wie unterhalb derselben.

 

Der Augapfel richtet sich nach oben zum Vorder- und Oberhirn, wo die meiste Kraft liegt. Der feingeformte Mund zeigt Zartheit des Empfindens, die lange Nase Intelligenz, die etwas vorgeneigte Haltung des Kopfes, da das Blut mit Hochdruck im Vorderhirn pulsiert, das Vorherrschen der warmen Gefühls- und Vernunftkräfte. Wenn man das Gesicht umdreht so hat man ungefähr die Proportionen wie beim Ernährungs-Naturell.

 DgM 028 Denk Nat sm

Die Haut ist zart, von gelblich blasser Farbtönung, auch der Hals ist zart wie der ganze Körperbau, der aber edel und graziös in seinen Bewegungen ist.

 

Der Empfindungsmensch hat wenig Tat, mangelnde robuste Kraft und praktischen Lebenssinn, es ist die ideale, ideenreiche Natur.

 

Er ist barmherzig, mitleidig und hilfsbereit, schnell interessiert, sehr empfindungsreich, für alles Ideale und Schöne begeistert, für Kunst, Wissenschaft, Poesie, Musik, Religion und okkultes Wissen, oft begabt für Kunstgewerbe, Feinmechanik, Optik usw., für hohe Kultur und edle Lebensweise.

 DgM 028 Denk Nat sm

Er braucht Wärme, viel Sonnenschein, schöne Räume, Licht, Obst, Südfrüchte und eine Diät, die dem eigenen Empfinden entspricht und liebevolle Behandlung. Dann entfalten sich diese edlen Menschenblumen und wenn sie ethisch durchgebildet sind, beglücken sie um sich her.

 

Zahllos sind die Mischungen und Übergänge der Naturelle, die ebenso leicht zu erkennen sind. Damit ist trotz der Buntheit und Mannigfaltigkeit des Lebens ein System ordnungsmäßiger Klassifizierung gegeben.

 

Was wohl die Natur damit sagen will? –

 

Sie entschleiert durch die lebendige Form im Menschen, dem Ebengebilde der Gottheit, das Geheimnis der urewigen Dreieinigkeit von Kraft, Stoff und Empfinden.

 DgM 028 Primäre Nat sm

Jedenfalls ist diese Dreigliederung der Lebensformen eine  Spitzenleistung der Natur, wodurch sie für jeden Fall den Weg zur Entfaltung offen läßt.

 

Das eine aber ist sonnig und klar, die Körperbautypen kennzeichnen keine verschiedenen Rassen, sondern eine Differenzierung innerhalb der Rasse, bedingt durch den Spielraum in der Vererbung, durch die grundlegende Entwicklung der drei Keimblätter, aus denen die drei Grundorgansysteme für die Ernährung, die Bewegung und die Empfindung hervorgehen.

 

Im Laufe der embryonalen Fortbildung entfalten sich die Organe gemäß der Grundanlage und den Umwelteinflüssen und in unabänderlichem Entwicklungsgeschehen bildet sich die typische Körperform, das Naturell, mit der Grundcharakterrichtung heraus. Diese urdeutsche Entdeckung, ausgebaut zu einer neuen Naturlehre, einer vollständigen Wissenschaft für sich, ist von größter Bedeutung.

 

 

DIE PSYCHO-PHYSIOGNOMIK [PHYSIOGMOMISCHE PSYCHOLOGIE]

Ist die Lehre von den charakteristischen Lebens- und Seelenausdruckserscheinungen in den Formen. Dazu gehört die Biologie, Morphologie, Phrenologie, Kriminalanthropologie, Zeugungs-, Vererbungs-, Dekadenz- und Lebensideallehre, die Charakterologie und psycho-physiologische Gesichtswissenschaft und Körperkunde.

 

Die großen Meister der bildenden Kunst haben der Natur das Formengeheimnis abgelauscht und haben durch die Form das Leben und den Charakter zur Darstellung gebracht.

 

Teils sind auch in der Kunst die Gesetze der Lebenserscheinungen schon bekannt gewesen, als die Wissenschaft diesen noch mit Zweifeln begegnete und ehe sie sich mit diesen Fragen zu beschäftigen begann.

 

 

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Zeitschrift, der „MENSCHENKENNER“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

Bild 8. Das harmonische Naturell mit Bewegungs-Naturelltönung.

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Bild 8. Frau Charlotte-Werfäll aus Schweden, ist die Mutter von 9 Söhnen, 7 davon kämpften 1912 in Stockholm um die Olympischen Lorbeeren und erhielten die goldene Medaille. 3 Söhne errangen 1933 erste Auszeichnungen auf den olympischen Festspielen in Los Angeles.

 

Das ist gewiß ein seltener Fall und die Mutter dieser tapferen und tüchtigen Söhne im Bild kennen zu lernen, wird sicher interessieren.

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Vor allem fällt hier die sehr reine und klare Zeichnung aller Formen auf, die eine sehr lebhafte Plastik zeigen und eine reine gesunde und gespannte Haut. Auch das reiche gewellte Haar zeigt viel Spannkraft und gute Konstanz.

 

Der Ausdruck ist sehr geistesgegenwärtig und klar, frisch, die Haltung ist dabei lebhaft, impulsiv.

Das ist es, was hier vornehmlich gezeigt werden sollte, es deutet auf eine angeborene gute organische Qualität.

Diese wird vererbt und so erklärt es sich, daß die Söhne dieser Frau zu außerordentlichen körperlichen Leistungen befähigt sind.

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Zudem liegt Frau Wersäll im harmonischen Naturell mit einer Tönung des Bewegungs-Naturells.

 

Unterhalb der Augen liegt im Gesicht etwa so viel wie oberhalb derselben. Die Stirn und das Oberhaupt ist sehr hoch und plastisch, breit gewölbt, das Gemütsleben ist also sehr stark. Die breite Nasenwurzel, die geistige Kraft, das Feuer des Geistes zeigend, ist in lebhafter Plastik, ebenso sind die unteren Augenlieder stark gefüllt, sie zeigen die sehr gute Lebensnervenfülle, auch diese konnte sie ihren Kindern mitvererben.

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Das Auge blickt mit Wohlgefallen und Freude am sinnlich Schönen und Großen in die Welt.

Man betrachte auch das sehr kräftige  Kinn, das die Tatkraft, die Kraft des Kleinhirns und der motorischen Nerven zeigt.

 

Der mittlere Teil der Ohren steht vom Kopfe ab und deutet auf eine starke elektrische Energie, welche die Kraft gibt, sich zu wahren, sich im Leben zu behaupten, wenn es auch manchmal vor schwere Aufgaben stellt.

 

Daß sie tatsächlich auch viel durchgemacht hat, zeigen die konkaven Schläfen.

Was hier gesagt wurde, ist alles leicht an dem Bilde zu sehen, und so kann man diese hervorragende Frau gerecht würdigen und verstehen. Eine körperliche Qualität und auch einen geistigen Adel bringt dieses Bild zum Ausdruck.

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Ein Sohn, Otto Wersäll, war so freundlich, mir dieses einzige Bild seiner berühmten Mutter zur Verfügung zu stellen. Aus der freundlich ruhigen und vorbildlichen Art seiner Schreiben glaube ich mit Sicherheit schließen zu dürfen, daß auch er viel Harmonie von seiner Mutter, dieser bevorzugten Natur, übertragen erhalten hat. Auch wie ein Mensch Briefe schreibt und beantwortet, offenbart ein Stück seiner Wesensart, diese Dinge zu beachten, lehrt ebenfalls ein Teilgebiet der Menschenkenntnis.

 

So läßt z.B. das obige Bildnis, wenn man die ausgesuchte Sorgfalt und Schönheit der Kleidung betrachtet, sowie die Haartracht, den Schluß zu, daß die Trägerin viel guten Geschmack und Sinn für Schönheit und Pracht besitzt.

 

 DgM 028 Gutachten

Das folgende Gutachten ist

von größter Bedeutung,

das es einen Sieg des idealen Rechts bedeutet und seinen Geist trifft, der die Würde der großen deutschen Volksforschung nicht zu wahren weiß und selbst großen Männern der Geschichte nicht die Ehrerbietung gibt, die sie verdient haben.

 

GUTACHTEN

der Reichsstelle zur Förderung des

Deutschen Schrifttums, Berlin 6.3.34

 

Hans Smolik

Rätsel Mensch

Heft 1: Grundlagen der praktischen

Menschenkenntnis.

Verlag der Dykschen Buchhandlung,

Leipzig. 10423/24

 

Der Verfasser sagt im Vorwort, daß seine Ausführungen auf den Erfahrungsergebnissen anderer, besonders auf den Entdeckungen Carl Huters fußen.

An sich ist bei einer wissenschaftlichen Arbeit gegen die Benützung fremder Quellen nichts einzuwenden, wenn sie als Unterbau für eigene, darüber hinausgreifende und wertvolle Erkenntnisse gebraucht werden.

Unstatthaft jedoch ist es, das fremde Eigentum ohne jedesmalige ausdrückliche Kenntlichmachung seiner Herkunft, derart mit eigenen Gedanken zu verrühren, daß es dem der Quellen unkundigen Leser unmöglich ist, die Verdienste gerecht zu verteilen.

Dieser Fall liegt bedauerlicherweise hier vor. Wenn man die umfangreichen und grundlegenden psycho-physiognomischen Werke Carl Huters und die nach seinem Tod ganz in seinem Geiste von seinem Schüler Amandus Kupfer verfaßten kennt, dann muß man die Arbeit Smoliks als ein Plagiat und seine gelegentlich eingestreuten  Bezugnahmen auf Carl Huter als bloße Deckungsversuche bezeichnen.

Was der Verfasser uns vorsetzt, ist ein literarisch geschickt und sprachlich einwandfrei abgefaßter Leitfaden durch einen Teil der originalen Geisteswelt Carl Huters, mit dem der Eindruck eigener Originalität erweckt werden soll.

Dazu kommt, daß manches von Smolik aus Eigenem Hinzugefügte recht bedenklich ist. Hierher gehört die Stelle: (S. 14) „Eine eingezogene, auf gewaltsame Unterdrückung des seelischen Wunschlebens deutende Oberlippe finden Sie bei Friedrich II. Zugleich kennzeichnet sich bei ihm und Amundsen eine Annäherung an das entartete Wunschleben.“

Es muß mit größter Heftigkeit dagegen Einspruch erhoben werden, daß ein deutscher Autor in der Maske des Wissenschaftlers den gemeinen Tratsch der Gosse benützt, um einen der größten Männer deutscher Geschichte als pervers abzustempeln.

Das Heft ist überflüssig, soweit sein Inhalt von den bekannten Werken Carl Huters lebt, und muß deshalb sowohl als auch wegen des seinem Autor mangelnden Taktes abgelehnt werden.

F.D.R.

i.A. Dr. B. Payr.

Stempel mit Hohheitszeichem:

Reichsstelle zur Förderung

Des deutschen Schrifttums.

 

 DgM 028 Spruch Carl Huter

SPRUCH VON CARL HUTER.

Wer soll Lehrling sein?         Jedermann!

Wer soll Gesell sein?          Wer was kann!

Wer soll Meister sein? Wer was ersann!

 

 

DER WAHRHEIT UND

DER SCHÖNHEIT DAS GANZE SEIN.

 

 

 

MAN ACHTE AUF DIE ORIGINAL-HUTERLEHREN!

 

 

DgM 028 Studienkopf Neuphrenologie

Der hier abgebildete plastische

Studienkopf, 26 cm hoch, mit 148

Inschriften nach Carl Huters

Neuphrenologie

hat sich bestens eingeführt und

Praktisch bewährt. – Handarbeit.

Preis RM 15,-

Einschl. Porto und Verpackung.

Zu beziehen

durch den untenstehenden Verlag

 

 

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 MAN ACHTE AUF DIE ORIGINAL-HUTERLEHREN!

 

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alleVertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 20 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: Graphische Kunstanstalt Zerreiss & Co., Nürnberg

Alleinauslieferung für die Tschechoslowakei: M. Geissler, Bodenbach a.d.E.

Auflage 5000 

 Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

 

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