DgM 029

Der gute Menschenkenner 029 von 101

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MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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 Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
 

 

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signed, neither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended, that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … “The Grundgesetz (Basic Law) — not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what means, that a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

 EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 HARMONIE MENSCHEN

 

Wie wichtig es ist, mit Hilfe der Lehre von den Körperbautypen die Grundlebensrichtung des Menschen zu erkennen, das lehrt uns täglich das Leben, so bunt und mannigfaltig es sich auch abspielen mag. So erst finden wir den tiefen Sinn des Lebens, das bei aller Freiheit auch der Gesetzmäßigkeit unterliegt.

 

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huterscho-Physiognomik

 

Der erfolgreiche

Bürokrat, Gelehrte und

Unternehmer

 

Studien über den Körperbautypus.

 

DER GENIUS DES KNABEN.

In der vorigen Nummer „Der Menschenkenner“ wurde dargelegt, wie der Knabe Carl Huter seine erste kindlich naive Entdeckung machte, indem er das harmonische und disharmonische Naturell fand und dann die drei primären Grundformen des Lebens, das Ernährungs-, Bewegungs– und Empfindungs-Naturell. Als er 12 Jahre alt war, bekam er Bilderbogen, mit den Porträts der großen Heerführer des Krieges 1870-71 in die Hände.

Er machte nun durch geschichtliche Vergleiche seine erste, wissenschaftliche Entdeckung.

Er fand, daß die Generäle alle mehr oder weniger im Bewegungs-Naturell lagen, nur wenige im Empfindungs- oder einem anderen Naturell.

Dahingegen lagen die Staatsmänner mehr im Ernährungs- oder harmonischen Naturell.

 

Huter sagt selbst, als er bei dem großen Strategen, Graf Moltke, das ausgesprochene Bewegungs-Naturell feststellte, und bei dem Diplomaten Bismarck das Ernährungs-Naturell, das zum Teil harmonisch, zum Teil disharmonisch im Gesichtsausdruck war, da ging ihm ein Licht auf über die Bedeutung des Naturells für den Charakter und das ganze Leben, Tun und Treiben des Menschen.

In Roon fand er den einzigen General im Empfindungs-Naturell mit Anklang an das Tatleben, und in König Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm I., das harmonische Naturell.

Hier war die Bestätigung für die Sympathie gegeben, die von Natur aus zwischen diesen beiden Naturellen besteht.

 

Roon war der beste Ratgeber des Königs und vermöge der diesem Naturell eigenen psychologischen Gabe suchte er dem König die besten Männer aus und gab den Rat, diese in die leitenden Stellungen zu bringen.

Zuerst wurde Moltke berufen, dann Bismarck und viele andere Talente kamen im Heer und im Zivildienst an den rechten Platz. So hat der König diesem Manne, der ihm nahe stand, fast alles zu verdanken.

 

Kronprinz Friedrich, der spätere Kaiser Friedrich III., lag in Harmonie mit Tatkraft, Prinz Friedrich Karl  im Tat- und Bewegungs-Naturell.

 

Der Schreckensgeneral Steinmetz lag im disharmonischen Naturell; er und der harmonische König stießen sich ab.

 

Huter schreibt, daß er schon damals zu der Überzeugung gekommen sei, daß alles Glück, alle großen Umwälzungen im Leben zu besseren Zuständen nur in der richtigen Rangordnung der Persönlichkeiten beruhen.

 

Bismarck war für die damalige Zeit der beste Staatsleiter, denn dieses Naturell schweift nie in die Ferne, sondern hat den besten praktischen Blick für das Naheliegende.

 

Auch der spätere Fürst Bülow hat sich als Staatsmann bestens bewährt, da er im Ernährungs-Naturell mit Harmonie lag.

 

Napoleon III.  lag im Ernährungs-Naturell, seine ersten Generäle und Berater vielfach im gleichen Typus, sie mußten daher wegen ihrer energielosen Gleichgültigkeit logischerweise den Feldzug verlieren.

 

Umgekehrt lag Napoleon I. durch und durch im Bewegungs-Naturell, er suchte sich die Generäle und selbst die Garden im ähnlichen Typus aus.

 

Hannibal und Julius Cäsar lagen ebenfalls im Bewegungs-Naturell.

 

Die Assyrier, Spartaner und Römer, auch die Gallier und Araber lagen vorzugsweise im Tat-Naturell, es waren Kriegs- und Eroberungsvölker.

 

Spanien mußte von der Weltherrschaft zurücktreten, als die vielen Ernährungs-Naturell der Priester und Klosterbrüder dem Volke eine andere Richtung gegeben hatten.

 

England übernahm von Spanien die Weltherrschaft zur See, denn es hat die meisten Bewegungs-Naturelle und diese neigen zu Kolonialpolitik, Seeherrschaft, Welthandel und Industrie.

 

China und Rußland kamen langsam vorwärts, da hier die Ruh-Naturelle vorherrschen, bei denen die Energie zur Ruhe stärker ist als zur Bewegung. (Erst durch den großen Krieg und die Revolution wurde das Ruh-Prinzip durchbrochen).

 

Die Babylonier, Caldäer, Ägypter, und athenischen Griechen lagen mehr im harmonischen Naturell, daher entwickelte sich dort die hohe Weisheits- und Schönheitskultur, Philosophie, Kunst, Poesie und Menschheitsgröße.

 

Die alten Inder lagen vorwiegend im Empfindungs-Naturell, folglich gingen von dort die Religionen und mystischen Gebräuche aus; – sie lassen sich noch heute von einer Handvoll Engländer im Bewegungs-Naturell politisch beherrschen.

 

Buddha hat sicher vorherrschend im Empfindungs-Naturell gelegen, da in seiner Religion soviel Weltfremdes, Überideales, ganz dem Charakter und Naturell des Stifters entsprechend zu finden ist.

 

Mohamed lag sicher im Empfindungs-Naturell, das stark mit dem harmonischen gepaart war.

 

Paulus war ein Tat-Naturell, der praktische Verwirklicher des Christentums.

 

Der Kirchenvater Augustin war ein harmonisches Naturell, das beweist der harmonische Ausbau der ersten Kirchegesetze.

 

Der große Bildhauer, Phydias, Pythagoras, der Mathematiker und Plato, der Philosoph, waren harmonische Naturelle.

 

Völker mit vielen harmonischen Naturellen hatten eine schöne, wohlklingende Sprache.

 

Völker im Bewegungs-Naturell suchen alles so kurz und knapp wie möglich auszudrücken. So war es z.B. bei der lateinischen Sprache und Schrift, und ist auch so in der englischen Sprache.

 

Der englische Staatsmann Cromwell lag im disharmonischen Naturell, der Dichter Shakespeare lag im harmonischen Naturell mit starkem Anklang an das Tatleben.

 

In dem Naturell, in dem ein Herrscher, Fürst, Dichter oder Künstler liegt, schafft er seine Ideale und das, was er wünscht und glaubt, daß es sein müsse.

 

Friedrich II. lag im Empfindungs- und Tat-Naturell, er liebte Kunst und Wissenschaft höher als das Soldatentum, dieses war ihm Mittel zum höheren Zweck.

 

Leibnitz  lag im harmonischen Naturell, er schaffte für seine Zeit eine harmonische Philosophie.

 

Shakespeare als Tat- und Harmoniemensch schuf die vollendeten Dramen.

 

Schiller als Tat- und Empfindungsmensch läßt die höchsten Ideale des Guten und Schönen höher gespannt erscheinen, als sie jemals in den Charakteren lebten, dieses durch seine überfeinerte Empfindungs-Natur, und dabei läßt er alles so schauerlich tragisch zugrunde gehen, weil sein Tatleben ebenfalls hoch überspannt war in seiner Naturellanlage.

 

Goethe, eine harmonische Natur, bewegt sich ruhiger in der Sprache und angenehmer in der Dichtung wie Schiller.

 

Fritz Reuter im Ernährungs-Naturell schaffte sein höchstes dichterisches Ideal auch nur in dieser Natur liegend im Onkel Bräsig.

 

Raphael im Bewegungs-Empfindungs- und harmonischen Naturell liegend, schaffte diesem gemäß die höchst schönsten Körpergestalten und Gesichtstypen.

 

Correggio im reinen Empfindungs-Naturell liegend, malte alle Gestalten und Gesichter im Empfindungs-Naturell.

 

Titian im harmonischen Naturell, malte die harmonischsten körpervollen Gestalten und farbensatten Bilder.

 

Luther im Ernährungs-Naturell lehrte neben aller Theologie: Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Er brachte eine natürlichere, weltfreundlichere Kirchenreform.

 

Karl Maria von Weber schaffte die vollendetste Harmonie bei lebendiger Tatfrische mit tiefstem, edlem Empfindungsleben in seinen herrlichen Opern, ganz seinem Naturell entsprechend.

 

Wagner, ausgesprochen im Bewegungs-Naturell, hat eine gigantische, großartige und dramatisch bewegte Musik mit übermenschlichen Heldentypen geschaffen.

 

Ausgesprochene Ernährungs-Naturelle findet man in der höheren Kunst, Dichtung und Wissenschaft wenig oder gar nicht.

 

Die großen Meister liegen vorherrschend im Harmonie- oder Empfindungsleben. Diese zwei Naturelle sind daher berufen, überall die Leitenden zu sein, falls der ganze übrige Charakter tüchtig ist. [Anmerkung Timm: Adolf Hitler erfüllt diese Kriterien nicht. Conklusion: Adolf Hitler ist als Führer für Deutschland ungeeignet!]

 

 

 

DIE ZWISCHEN-NATURELLE.

 

Wir beschreiben nun jene wichtigen Naturell, die sekundärer Natur sind, d.h. zwei Körpersysteme sind in diesem Falle gleich stark harmonisch geeint, während das dritte an Kraft und Neigungsanlage geschwächt ist.

 

 

 

1. BEWEGUNG UND EMPFINDUNG.

 

1. In dieser Zeichnung Nr. 1 ist die Bewegung und Empfindung gut dargestellt. Die beiden körperlichen Organsysteme, welche der Bewegung und Empfindung zugrunde liegen und diesem Typus die Grundrichtung geben, sind gleich stark und zu einer harmonischen Einheit verbunden, während das dritte System der Ernährung zurücktritt.

 

Daher wird die Bewegung und Empfindung, also das Tat- und Äußerlichkeitsleben, ebenso stark aber auch das Geistige und Innerlichkeitsleben in den Vordergrund gestellt. Die Ruhe und Bequemlichkeit, die Sorge für Essen und Trinken werden leicht vernachlässigt, die beiden ersten Dinge gehen strikte vor.

 

2. Neigungsanlage: Durch die Verschmelzung der polaren Gegensätze, Bewegung und Empfindung, (ähnlich so auch bei den andern sekundären Typen) entsteht die starke Innenspannung, die sich typisch auswirkt, einerseits zu besonderen Leistungen befähigt und anderseits auch ein Schwanken zwischen Harmonie und Disharmonie bewirkt.

 

Wenn auch diese sekundären Naturell in ihrer ausgesprochenen ganz reinen Form weniger häufig sind, so gibt es doch sehr viele Menschen, die mehr oder weniger stark in der Richtung und Tönung des sekundären Naturell liegen. Mit dieser Beschreibung ist daher im Prinzip auch ihre Anlagenrichtung gekennzeichnet.

 

3. Passende Bindungen: Die beste Harmonie hat dieses Naturell natürlich mit dem harmonischen.

 

Er sucht aber auch oft in der Freundschaft, in der Berufsverbindung, in Liebe und Ehe sein Ergänzungs-Naturell, das ist der Ernährungs-Typus mit seiner Körperfülle. Solche Ehen sind häufig zu beobachten, auf der einen Seite der schlanke Wuchs, auf der andern die Körperfülle. Die Ehen sind, wenn die sonstige Neigungsrichtung nicht auseinandergeht, glücklich zu nennen.

 

Interessant ist folgender Punkt: Dieser Typus findet seine Terz auch beim disharmonischen Naturell. Verbindet er sich mit diesem oder steht er unter ähnlichen Einflüssen, dann finden wir jene intelligente Menschen, die u.a. all ihre Kraft darauf verwenden, um z.B. Werkzeuge zu konstruieren und zu bauen, Erfindungen zu machen, die einerseits segenbringend, anderseits aber auch zu Zerstörungszwecken gebraucht werden können.

 

Schließt er sich einem harmonischen Naturell dauernd an, oder nimmt er die ideale Lebensrichtung, dann finden wir ihn oft als den selbstlosen kämpfenden Lebensreformer, wie z.B. den Brotreformer Simons, den Begründer des einstigen Huterbundes, der während des Krieges in Berlin an Entkräftigung gestorben ist, nachdem er freiwillig und selbstlos einen einträglichen Posten einem Familienvater abgetreten hatte.

 

Im gleichen Typus lag unser lieber einstiger Huterfreund Hans Nogielski, der als Fliegeroffizier im Felde starb und dessen ergreifender Abschiedsbrief an seine Eltern aus Anlaß der letzten Heldengedenkfeier in der Presse veröffentlicht wurde.

 

Auch der Dichter Hermann Löns, der für die Huterlehre begeistert war, lag in diesem Typus.

 

4. Typische Merkmale: Die Gestalt ist meist groß, aber immer schlank und dabei kräftig, schmiegsam und biegsam, sehnig und doch wieder feinnervig, sie ist elegant. Der Leib ist stets schwach entwickelt.

 

Die Arme und Beine sind lang und doch wieder kräftig, das Grobe, Robuste, Harte, Knochige und Eckige des primären Bewegungs-Naturells ist gemildert, das Zarte und Feine des primären Empfindungs-Naturells gekräftigt.

 

Das Gesicht ist wie alle Formen länglich schmal, aber doch klar, rein, die Züge sind scharf geschnitten, die Augen verraten, wie auch die beherrschten, elegantenergischen und gewandten Bewegungen Intelligenz.

 

Die Stirn ist höher entwickelt, oft auch noch breit, das Oberhaupt ist gut herausgeholt, das Hinterhaupt gerundet und kräftig, ebenso der Nacken, – sie sind geschlechts- und liebesstark, – Kinn und Unterkiefer sind gut entwickelt, die Formen in gewissem Sinne durchmodelliert.

 

5. Tätigkeit und Beruf: Diese gewandten und eleganten Menschen sind in den modernen Betrieben, da das geistige Interesse auf die Tat und Bewegung übergeht, als besonders tüchtig zu finden, z.B. als Techniker, Ingenieure, Reisende Verkäufer, als Spezialisten im Buch- und Zeitungswesen, Film, Theater, im Heer- und Flugwesen, Verwaltung, Handel und Verkehr.

 

Man findet dieses Naturell besonders auch in der Wissenschaft unter den Gelehrten und Forschungsreisenden. Es sind die Menschen, die Erfindungen machen, Verbesserungen und Neuerungen verwirklichen.

 

Anderseits sind sie auch oft Lebensreformer, Anhänger geistiger und materieller Reformen, denn sie entfalten ebensoviel Tat- und Willens-, wie auch Empfindungs- und Innenkraft.

 

Es sind also nicht nur die primären und polaren Naturelle gemäß den körperlichen Organssystemen genau umschrieben, sondern auch diese sekundären Typen, sowie alle anderen Übergangs- und Mischnaturelle sind ebenso scharf hervorgehoben. Es handelt sich um ein System der Natur, in das alle von innen heraus gewachsenen Lebensformen eingegliedert sind und gewertet werden können.

 

 

 

2. ERNÄHRUNG UND EMPFINDUNG.

 

1. Zeichnung 2: Das sekundäre Ernährungs- und Empfindungs-Naturell hat diese zwei Systeme harmonisch vereinigt und gleich stark entwickelt, das Bewegungsleben ist schwach und steht zurück.

 

2. Neigungsanlage: Daher wird die Ernährung und Empfindung, also die Pflege der Ruhe, Ernährung und Bequemlichkeit, das Lebenspraktische in den Vordergrund gestellt, aber mit einer gewissen Geistigkeit gepaart, mit kulturellem und praktisch gutem, menschenfreundlichem Streben, das den eigenen Egoismus schon stärker zurücktreten läßt. (Siehe Bild 1Der MenschenkennerNr. 28)

 

Die Bewegung und Tatkraft wird leicht vernachläßigt und es liegt auf der Hand, daß diese Menschen, da das Gewebe und die Muskeln zu weich sind, die Knochen nicht stark, durchaus nicht für körperliche, andauernd anstrengende Arbeit geschaffen sind.

 

3. Passende und unpassende Bindungen: Dieses Naturell braucht daher zu seiner Ergänzung z.B. im Geschäft, ein Bewegungs-Naturell, das sich aber teilweise unterordnen muß, in Freundschaft oder Ehe harmoniert es gut mit einem Empfindungs-Naturell.

 

Wenn dieser Typus z.B. eine Ehe eingeht mit einem Naturell, das gleich stark in Harmonie und Disharmonie liegt oder mit einem Bewegungs-Naturell, das die Neigung zur Disharmonie hat, dann wird die Ehe leicht unglücklich.

 

Dieses Naturell sucht zwar immer wieder zu beruhigen und zu beschwichtigen, hat aber nicht die Tatkraft, das Unglück energisch von sich abzuwenden, des kommt in Unruhe, Aufgeregtheit, Zersplitterung, es verliert sein sicheres Handeln und zermürbt sich.

 

4. Typische Merkmale: Die Körpergestalt ist voll, dick, korpulent, aber das Gewebe ist mit Weichheit, mit starkem Empfinden durchsetzt, es ist zarter, heller, lichter, mehr durchstrahlt und angenehmer wie beim primären Ernährungs-Naturell. Der Leibumfang ist natürlich stark, ebenso sind die Glieder voll und weich, die Bewegungen aber sind weniger plump und grob, teils zierlich.

 

Das Gesicht ist nicht so robust, breit und wuchtig wie beim primären Ernährungs-Naturell, Mund und Kinn sind edler geformt, die Augen sind ausdrucksvoller und empfindungsreicher, die Stirn ist höher, das Haar weicher und ein gewisser Adel, eine größere Feinheit und mehr Hoheitsvolles liegt über den, wenn auch dicken und vollen Formen.

 

Das Hinterhaupt zeigt wenig Spannkraft, aber im unteren Teil mehr sanfte Rundung. Der Kleinsinn ist daher stark, sie haben viel Liebe für zarteres Leben, Tiere, Blumen usw. Das Kinn und der Unterkiefer ist weich, entsprechend der schwächeren körperlichen Tatkraft.

 

 

5. Tätigkeit und Beruf: Diese dicken, weichen und doch gutmütigen Menschen sind außerordentlich tüchtig in den Büros und Verwaltungen, auch dort, wo kommunale, fürsorgliche, praktische kulturelle und staatliche Interessen vertreten werden. Sie verbinden das menschlich Soziale mit Ruhe des Nützlichen und Bestehenden.

 

Können Sie unter guter Leitung in harmonischen Verhältnissen arbeiten, so werden sie glücklich und oft zu Menschenfreunden. Wo sie aber im kleinen Kreis des privaten Lebens wirken, da sind sie beliebt, denn sie haben auch f ür ihre Mitmenschen noch Freundlichkeit, Verständnis, Herz und Sinn, bei aller naheliegenden praktischen Tüchtigkeit.

 

Im Büro und bei sitzender Beschäftigung könne sie eine erstaunliche, ruhige und andauernde Arbeitskraft entfalten. Nur Ärger, Verdruß, Disharmonie und harter Kampf muß ihnen fern bleiben, sonst werden sie in ihrem Innenleben z stark gestört und kommen aus dem Gleichgewicht, da, wie gesagt, die rohe Tatkraft  fehlt. Dieser Typus braucht Menschen in seiner näheren Umgebung, die gut zu ihm sind, dann sucht er in vernünftiger Weise zu helfen, wo er nur kann.

 

Es ist erstaunenswert, welch großartigen Ausgleich die Natur doch durch dieses Dreiteilungsprinzip, das Naturell, geschaffen hat.

 

Man muß tatsächlich alle Naturell kennen, um das Ganze, d.h. alle Menschen recht zu verstehen, um Ordnung und Sinn in die Vielgestaltigkeit des Lebens hineinzubringen.

 

 

3. ERNÄHRUNG UND BEWEGUNG

 

1. Zeichnung 3: Hier treten die Ernährung und Bewegung, – also das Knochen- und Muskel- und das Ernährungssystem, – und damit die reale Tatkraft und der praktische Erwerbs- und Wirtschaftssinn in einer Einheit, gleich stark betont, in den Vordergrund.

 

2. Neigungsanlage: Das Empfindungssystem, die ideale Geistigkeit und Innerlichkeit, tritt in geschwächter Kraft- und Neigungsanlage zurück.

 

Diese kräftigen und dicken Menschen mit ihrer robusten Gesundheit muß man von den primären Ernährungs- und den sekundären Ernährungs- und Empfindungs-Naturellen, auch von den Harmonienaturen und den anderen Naturellen, die einen Anklang an die Ernährung und Beleibtheit haben, unterscheiden, was keine Schwierigkeiten bereitet.

 

Damit ist die körperliche und seelische Veranlagung kurz gekennzeichnet und zwangsläufig ist damit der entsprechende innere Organ- und Körperbau, die typische Gesichts- und Schädelbildung verbunden.

 

3. Typische Merkmale: Die Gestalt ist, obwohl dick, beleibt und voll, dennoch kräftiger, robuster, zäher, knochiger, leistungs- und widerstandsfähiger wie die des primären Ernährungs-Naturells und weicht auch beträchtlich von der des sekundären Ernährungs-Empfindungs- und des Harmonie-Naturells ab.

 

Das Gewebe ist zäh, straff, fest, grobfleischig und unempfindlich. Die Verdauungskraft ist enorm.

 

Der Körper ist gewichtig, aber trotzdem ist die Haltung straff, energisch, der Gang elastisch.

 

Das Gesicht ist lang-breit, dabei voll und muskulös und hat den kalten Ton bei oft hervorstechenden Farben. Das Hinterhaupt ist stark, ebenso das Kinn und der Unterkiefer, voller Spannkraft. Die Formen der Ohren und Nase sind groß, markant und grobfleischig. Es sind Stoff- und Kraftnaturen.

 

Die Unterstirn ist plastisch und energisch entwickelt, das Seitenhaupt ist im unteren Teil breit und stark ausgewölbt. Oberstirn und Oberhaupt sind schwach, – die Augen haben den realen, nüchteren, kalten, praktisch denkenden Blick.

 

4. Passende Ergänzung: In der Liebe sucht dieses Naturell oft Ergänzung durch das Empfindungs-Naturell, wodurch es ganz glücklich wird, – und das ist gut so, denn es wird dadurch auch in seiner realen Kraft und Wucht gemildert. – Es ist doch eine große Weisheit in der Natur, welche diese sich ergänzenden Naturellanlagen schafft. Es gibt natürlich für dieses sekundäre Naturell noch weitere passende Bindungen. Maßgebend ist das Schema der Naturellharmonieberechnung, siehe Menschenkenner Nr. 7“.

 

5. Tätigkeit und Beruf: Dieses sekundäre Naturell hat die Tat-Energie des primären Bewegungs- und den real praktischen Sinn des primären Ernährungs-Naturells.

 

Infolgedessen geht die enorme Energie nach der wirtschaftlichen Seite zum Erwerb. Es ist ihm von der Natur alles mitgegeben, um entsprechend leben und handeln zu können.

 

Diese Menschen werden durch keine Empfindungen und gefühlsmäßigen Bedenken gehemmt. Daher können sie sich auch beliebig umstellen und jede Konjunktur erwerblich für sich ausnützen. Sie handeln leicht nach dem amerikanischen Grundsatz: „Geschäft ist Geschäft“, und ein Zeitalter, dem sie das typische Gepräge geben, kann man als „Zeit ohne Seele“ bezeichnen.

 

Auch die Wissenschaft und das Ideale beengt sie nicht, sie machen selbst aus wissenschaftlichen und rechtlichen Instituten Erwerbsunternehmungen.

 

Sie haben die Anlage, Erfindungen, Neuerungen, erwerbsschwache und sensible Personen, die tüchtiges leisten, prompt für sich auszunützen.

 

Es sind die erfolgreichen Unternehmer und Fabrikanten, vielfach die modernen großen Geschäftsleute, sie sind erfolgreich als Landwirte, Handwerker, ferner in Genossenschaften, Banken, Spekulationen, ferner in politischen, wirtschaftlichen und technischen Vereinigungen und überall dort, wo ein Geschäft zu machen und etwas zu verdienen ist.

 

Sie imponieren durch ihre beleibte kraftvolle Erscheinung und üben durch die ihnen innewohnenden Kräfte schon unbewußt auf schwächere Personen großen Einfluß aus.

 

Es ist so: Das Tun und Handeln des Menschen, wie sie Einfluß ausüben und wirken, sich entfalten oder andere unterdrücken, bleibt ohne Kenntnis dieser Naturell-Typenlehre fast unverständlich. Erst mit Hilfe dieser neuen Naturlehre,die das Dreiteilungsprinzip zur Grundlage hat, kann man Einfluß auf die harmonische Ergänzung der Menschen gewinnen, sodaß die Lebensverhältnisse glücklicher werden und nicht mehr alles dem Zufall überlassen bleibt.

 

Es ist zu hoffen, daß diese neue Naturlehre, nachdem sie in ihren ersten Anfängen in der Welt schon bekannt geworden ist, weitere Fortschritte macht, – Neues ist überall im Werden.

 

 

BILD 1

 

Bild 1. Bewegung und Empfindung. Archiv

 

Bild 1. Dieses Damenbildnis hat insofern einen besonderen und historischen Wert, als noch der Begründer der Naturell-Lehre das Naturell wie folgt festgesetz hat: Bewegungs- und Empfindungs-Naturell mit idealen Geistesanlagen.

 

Dieses sekundäre Naturell ist an dem Bildnis sehr gut zu studieren.

 

Die Gestalt ist schlank und hoch gewachsen. Die Arme, die Hände und Finger sind lang, schlank und doch kräftig entwickelt.

 

Das Gesicht ist länglich mit fein geschnittenen klaren Zügen, auch die Nasenform ist wohlgebildet, gerade und länglich.

 

Die idealen Geistesanlagen ersieht man an dem reinen und edlen Gesichtsausdruck, den warmblickenden schönen Augen und aus der hohen, sehr schön geformten, klassischen Stirn. Auch das Haar ist sehr schön, reich und natürlich gewellt.

 

Man kann sich nach dem Bilde gut eine Vorstellung davon machen, wie dieses Naturell beschaffen ist und im Leben in die Erscheinung tritt.

 

Leider war diese  Dame unglücklich verheiratet, denn der Mann lag im Ernährungs-Naturell mit Anklang an das Bewegunsleben und seine Gesinnung war gerade der hier bestehenden idealen Geistesrichtung entgegengesetzt. Daher stießen sich die Naturell und auch die Charaktere ab.

 

Die beste Naturellergänzung hätte diese Dame mit einem harmonischen Naturell finden können, aber auch mit einem Naturell im Gleichklang, oder mit dem Ergänzungs-Naturell, einem Mann im Ernährungstypus, der aber eine harmonische Neigungsrichtung hätte haben müssen.

 

Das alte Wort, daß die Liebe blind macht und sehr leicht die Naturellanlage übersieht, ist nur allzu wahr.

 

Daher sollte man nicht nur die Naturellanlage stets beachten, sondern auch für sich berechnen, wie die Naturelle von Personen, die sich nahe stehen, miteinander harmonieren. Denn damit gewinnt man einen Einblick in das Geschehen der Natur, man lernt verstehen, warum in bestimmten Verbindungen Harmonie und Frieden, in anderen aber wenig Harmonie oder gar keine und Unfrieden zu finden sind. Man bleibt dann nicht nur an der Oberfläche des Lebens haften, sondern blickt tiefer hinein und lernt die Naturellehre immer mehr lieben und schätzen, und man steht in größter Hochachtung vor der Natur, die in Wirklichkeit alle Möglichkeiten gegeben hat, damit die Menschen gut miteinander auskommen und glücklich werden können.

 

BILD 2

 

Bild 2. Ernährung und Empfindung Raoul Karty

 

Bild 2 zeigt eine junge Dame, die Baronesse Marie Vetsera, die Geliebte des Kronprinzen Rudolf von Österreich. Sie liegt im sekundären Ernährungs- und Empfindungs-Naturell. Die bevorzugte Ernährungsanlage ist gekennzeichnet durch die weiche Fülle der Formen und den stark hervortretenden, guten Ernährungszustand.

 

Die ebenso stark bevorzugte Empfindungsanlage zeigt sich durch das Vorherrschen der weich getönten Gewebe, des zarten Hauches, der über denselben liegt, der zarteren Linienführung und einer gewissen Feinheit, die bei aller sonstigen Körperfülle dennoch den Formen eigen ist.

 

Daß die Tat- und Bewegungsenergie in geschwächter Kraft und Neigungsanlage zurücktritt, ist durch die Weichheit gekennzeichnet, durch das Fehlen der Spannkraft in der Haltung und im Gewebe.

 

Auch die Nasenlinie ist weich und nach innen gerichtet, der Mund ist sehr fein geschnitten und weich getönt, das Auge ist groß und hat einen romantischen Ausdruck, die Stirn ist im oberen Teil vorgebaut, das Oberhaupt lang und breit, wodurch sich das stark entwickelte Gefühlsleben kennzeichnet.

 

Es ist aber noch etwas Besonderes zu beachen. Huter sagt, es ist der Ausdruck der Melancholie und der Anlage zu Fettsucht, Trägheit und Blutentmischung.

 

Man betrachte den weltfremden, in sich versunkenen, träumerischen und fast traurigen Ausdruck der großen, schönen Augen, die zwar stark hervortreten, aber wie gelockert erscheinen und einer gewissen Starrheit im Blick nicht entbehren. Typisch ist auch die elegische Haltung. Sie läßt sich gehen und verfällt bei Situationen, die Energie und Willenskraft erfordern, in Melancholie.

 

Die Disposition zu Fettsucht, Trägheit und Blutentmischung kennzeichnet sich durch eine besondere Konstanz und Tönung der Gewebe, die zu erkennen ein geübtes Auge voraussetzt. Jedoch kann der Leser eine gewisse Verdickung der feinen Gewebe an den oberen Augenlidern und Nasenflügeln wahrnehmen, besonders aber eine gleichmäßige Überformung und Spannung der unteren Halsgewebe.

 

Die damalige Mode bedingte die gesundheitsschädliche Einschnürung der Taille, vielleicht ist das mit ein Grund für den Zustand, da die weichen, wenig Widerstand leistenden Gewebe und die unmittelbar betroffenen inneren Organe in ihrer normalen Funktion gestört wurden.

 

Wie dem auch sei, jedenfalls wird uns das Drama von Mayerling, das katastrophale Ende der beiden Liebenden, schon durch die gekennzeichnete Anlage der Vetsera zur Melancholie in ein auf die Ursachen zurückgreifendes und verständliches Licht gerückt.

 

Vielleicht kann in einer späteren Abhandlung mit Hilfe der Bilder des Kronprinzen Rudolf und der Kronprinzessin Stephanie eine weitere Erklärung zur Naturell-Harmonielehre und über die Ursachen des Dramas gegeben werden.

 

Abgesehen von dieser geschilderten abnormen Veranlagung der jungen Dame ist das sekundäre Ernährungs- und Empfindungs-Naturell an dem Bilde leicht festzustellen. Die Naturellehre ist, wie gesagt, der Gradmesser für das Leben, Tun und Treiben des Menschen und auch für den Zusammenklang der verschiedenen Personen und Geschlechter.

 

BILD 3

 

Bild 3. Ernährung und Bewegung Archiv

 

Bild 3 zeigt eine Dame im sekundären Ernährungs- und Bewegungs-Naturell.

 

Man beachte die kraftvolle Kopfhaltung, den stämmigen Hals, den starken Ober- und Unterkieferbau und den durchaus nüchternen, realen Blick des Auges.

 

Das Gesicht ist lang und dabei voll und hartfleischig, im Verhältnis dazu ist der Gehirnbau nur sehr mäßig entwickelt.

 

Auch der Körperbau ist entsprechend kräftig und gewichtig; es ist ein festes und starkes Weib.

 

Der Sinn ist durchaus real auf das Äußere und Praktische des Lebens eingestellt, es ist kein Interesse für geistige höhere Dinge des Lebens vorhanden. Sie hat auch keine Neigung, Rücksicht zu nehmen und Pflichten zu tragen. Das Gehirn ist wenig elastisch.

 

Die Lippen sind schmal und fast hart, der Mundschnitt ist nüchtern. Es liegt hier alles äußerlich, innerlich ist wenig Gefühl und Mitempfinden, sie ist daher stark egoistisch.

 

Das Ohr ist im unteren Teil stark und im oberen Teil schwach und unausgebildet. Es fehlt auch die Religiosität.

 

Ein Naturell im Gleichklang und auch das harte Bewegungs-Naturell würde gut zu ihr passen.

 

Ihre Ergänzung ist das Empfindungs-Naturell, aber für eine Verbindung mit diesem Naturell wäre es zu spät, denn ihre Neigungsrichtung hat sich zu sehr in das Reale gehend gefestigt, sie läßt sich nicht mehr erheben.

 

Äußerlich imponiert diese Erscheinung, aber die Innerlichkeit fehlt.

 

Dieses Bild ist insofern wertvoll, als der Schöpfer der Naturell-Lehre die Naturellanlage dieser Frau noch selbst festgestellt hat.

 

Man muß lernen, den Menschen durchaus so zu nehmen, wie er ist. Alle Illusionen, die sich ein Mensch macht, z.B. wenn er glaubt, die Liebe könne Berge versetzen, scheitert an der Wirklichkeit der Naturellanlage. Die Naturellanlage ist Gesetz in der Natur und die Gesetze der Harmonie sind ewig und keine Macht der Welt vermag sie aufzuheben.

 

Die Frau war verheiratet mit einem Bewegungs- und Empfindungs-Naturell, das die Neigung zu Wissenschaft und Kunst hatte. Die Ehe war unglücklich und wurde geschieden.

 

Wenn die Naturelle offensichtlich nicht zueinander passen, dann vermag auch alle Liebe und aller gute Wille oft nichts dagegen auszurichten.

 

 

 

Reichsstelle

zur Förderung des deutschen Schrifttums

Berlin, den 9. Januar 1935

Physiognomik und Mimik als Erfahrungswissenschaft

von und nach Carl Huter

Verlag der Original-Huterwerke, Schwaig bei Nürnberg.

 

Der gut ausgestattete Band enthält in der Hauptsache photographische Bildnisse eines gewandten Mimikers, der eine große Zahl von Gefühlsstimmungen und Erregungszuständen meist – nicht durchweg – naturwahr wiedergeben.

Daran schließen sich einige Köpfe berühmter Männer nach Gemälden und Büsten und endlich Bildnisse des Verfassers Carl Huter aus verschiedenen Zeiten seines Lebens und Wirkens.

Die zum größten Teil von ihm selbst, sonst von dem Herausgeber des Buches, seinem getreuen Schüler Amandus Kupfer, den Bildern beigefügten Erläuterungen sind das Wichtigste und auch Wertvollste.

Sie zeigen das Dargestellt in seinen Beziehungen zu den Lehren der von Huter, dem Portraitmaler und Nichtakademiker, aufs scharfsinnigste begründeten psycho-physiognomischen Wissenschaft, die aus Kopf, Körper, Gesichts- und Augenmerkmalen die inneren Anlagen und Neigungen, sowie den Charakter jedes Menschen zu erkennen lehrt.

Ein fesselndes Buch, das sehr geeignet ist, die Schauungen und Findungen Carl Huters im einzelnen nachzuprüfen und für deren Anwendung in der Praxis daraus Nutzen zu ziehen.

F.d.R.

i.A. Dr. B. Payr.

 

 

Wie die praktischen Resultate waren, die Carl Huter auf Grund seiner Psycho-Physiognomik erzielte, darüber zwei Berichte.

Der heute weltbekannte Biochemiker Dr. Schüssler hielt nach einem Vortrage Carl Huters in Bad Pyrmont, 1893, folgende Anerkennungsrede:

 

Meine Damen und Herren!

Mein Name ist Dr. Schüssler, Oldenburg; ich war dem Vortragenden völlig unbekannt und als kritischer Zuhörer nach hier gekommen.

Ich bin weit gereist und habe die ersten Autoritäten auf diesem Gebiet aufgesucht; in Paris fand ich große Meister, aber so etwas ist mir noch nicht vorgekommen, die Sicherheit und Genauigkeit aller Details.

Z.B. war die Biochemie und Zellenforschung mein Lieblingsfach, ganz so wie Herr Huter feststellte. Ich erkläre hiermit offen, da auch alle andern hier vorgekommenen Beurteilungen von den verehrten Personen, die Herrn Huter völlig unbekannt waren, in gleicher Weise bestätigt wurden, daß Herr Huter ein Weltmeister der praktischen Psychologie und anthropologischen Forschung ist, daß er ganz neue Bahnen eingeschlagen hat, und daß seine Helioda-Lebenslehre, Zellentheorie und Formbildungsnachweise als die genialsten Entdeckungen unseres Jahrhunderts von unseren späteren Generationen Anerkennung finden werden. Ich glaube im Namen aller zu sprechen …

 

 

Das Kölner Tageblatt vom 21. November 1908 berichtete: Der erste Carl Huter-Vortrag im Gürzinich am Donnerstag, den 19. November über praktische Menschenkenntnis führte zu einem durchschlagenden Erfolge.

Von mehr als dreißig beurteilten Personen aus dem Zuhörerkreise, bei denen Herr Huter je zirka fünf Charakterzüge feststellte, ist ihm auch nicht in einem einzigen Falle ein Irrtum unterlaufen.

Die Betreffenden erklärten, daß sie dem Experimentator unbekannt seien und waren verblüfft über die zutreffenden Diagnosen.

Damit hat Herr Huter den Beweis erbracht, daß sein neues System der Menschenbeurteilungskunst aus den Gesichtszügen, über das er kürzlich ein großes illustriertes Lehrwerk abgeschlossen hat, auf sicheren Grundlagen beruht …

 

 

GEIST UND FORMEN.

Wie Urkraft in Gesetz und Norm,

So sucht der Geist sich seine Form,

Ideen suchen ihren Held,

Der Willensmensch sein Tatenfeld.

 

Es sucht der Geist sich sein Gebild,

Das ihn mit hoher Lust erfüllt,

In Ton und Wort und Sang und Klang,

Im Staate Recht und Macht und Rang.

Carl Huter.

 

 

Diese große Studienbüste, 60 cm hoch, lebensgroß, hat 240 Inschriften zur Festsstellung von Charakter, Neigung und Seelenkraft, Lebenskrft.

Gesundheitszustand und Krankheitsdisposition. Die Büste ist einzig in ihrer  Art, angefertigt nach Carl Huters Entdeckungen. Preis RM. 45,- einschließlich Verpackung und Porto.

 

 

SPRUCH VON CARL HUTER.

Wer soll Lehrling sein?         Jedermann!

Wer soll Gesell sein?          Wer was kann!

Wer soll Meister sein? Wer was ersann!

 

 

DER WAHRHEIT UND

DER SCHÖNHEIT DAS GANZE SEIN.

 

 

 

MAN ACHTE AUF DIE ORIGINAL-HUTERLEHREN!

 

 

Der hier abgebildete plastische

Studienkopf, 26 cm hoch, mit 148

Inschriften nach Carl Huters

Neuphrenologie

hat sich bestens eingeführt und

Praktisch bewährt. – Handarbeit.

Preis RM 15,-

Einschl. Porto und Verpackung.

Zu beziehen

durch den untenstehenden Verlag

 

 

Besitzen Sie schon eine

Bild-Beurteilung?

Ihr Photo erhält erst seinen richtigen Wert und tiefen

Sinn, wenn eine Beurteilung auf Grund der

Wissenschaftlichen Persönlichkeitsforschung

Hinzukommt. Es ist dann, von Zeit zu Zeit erneuert, ein

Dokument über den Stand der eigenen Entwicklung.

Es werden jene Charakterzüge hervorgehoben, die das

Bild deutlich zeigt.

Man sende zu diesem Zweck an den Verlag möglichst

Mehrere naturgetreue Bilder ein.

Probe-Beurteilung RM. 3,-

 

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 20 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: Graphische Kunstanstalt Zerreiss & Co., Nürnberg

Alleinauslieferung für die Tschechoslowakei: M. Geissler, Bodenbach a.d.E.

Auflage 5000

 

 

 Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

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