DgM 033

Der gute Menschenkenner 033 von 101

Deutschland Wappen Red S

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 BRD de jure erloschen

The “German Empire”

The documents of capitulation of the German War Might of the 7th of May in 1945 and of the 9th of May in 1945 finished indeed the struggles, but not the existence of the German Empire. The government of the empire became arrested on the 23rd of May in 1945. A peace treaty was not signed, neither with the FRG nor with the former GDR, and is lacking until today.

The Federal Constitution Court in Karlsruhe (President Prof. Dr. Jutta Limbach) decided on 31st of July in 1973 [BVerfGE Bd. 36, 1-37 (LT1-9) BGBl I 1973, 1058] and on the 21st of October in 1987 [Bd.77, S.137,150,154,160,167] unanimous and how intended, that the German Empire in 1945 not perished but continued.

Page 15 to 16: … The Grundgesetz (Basic Law)  not only a thesis of the International Law and of the State Law sees that the German Empire outlasted the breakdown of 1945 and neither perished by the capitulation nor by the exertion of foreign state power in Germany by the allied occupation mights nor perished later; this is to recognize from the preamble, from article 16,article 23article 116 and article 146 of the Basic Law. This corresponds to the jurisdiction of the Federal Constitution Court in which the senat persists. …

The German Empire (see e.g. BVerfG, 1956-08-17, 1 BvB 2/51, BVerfGE 2, 266 (277); 3,288 (319f); 5,85 (126); 6,309, 336, 363) owns still competence in law, but is as whole state not able to act by itself because of lacking organization, especially because of lacking institutionalized organs … the responsibility for „Germany as whole thing” (= German Empire) have — even — the four mights. The Federal Republic of Germany is in this way not “successor in law” of the German Empire, but identical as state with the state of the “German Empire”, — under reference to its territorial expanse only “partially identical”, so that insofar the identity demands no exclusivity. The Federal Republic of Germany includes in this way, concerning its state people and its state territory, not the whole Germany regardless of that it recognizes a consistent state people of the subject of the International Law “Germany” (German Empire) … and a consistent state territory „Germany” (German Empire) … It (= Federal Republic of Germany) limits its sovereignty in legal terms of state to the field of application of the Basic Law.

“The Federal Republic of Germany agrees the statement of the four mights and emphasizes that the in this statement mentioned incidents and circumstances will not occure, what means, that a peace treaty or a peace regulation is not intended“. Protocol of the Bureau of the Federal Chancellor in negotiations of the 17th of July on 1990 in Paris, appendix No. 354 B.

(furthermore dissertation of Dr. Michael Rensmann, occupation law in the re-united Germany)

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Oktober 1935, Nr. 33

Die Kräfte

im Menschen

 

– ihre Wirkung und Erkennung

aus Gesicht und Körperform –

 

Magnetismus, Od und Heliodastrahlen

die drei Grundkräfte des Lebens

 

 

XX

Ein Großunternehmer              Photo H. Steiner

Gründer der Migros und des Hotel-Planes in der Schweiz

 

 

Medioma und Od.

 

Betrachten wir das obige Bildnis eines modernen Großunternehmers, so erkennt der Leser an den vollen und breitfleischigen Formen, dem kurzen Hals und dem korpulenten Körperbau sofort, daß derselbe der Hauptsache nach im

Ernährungs-Naturell liegt.

 

Es ist also jene Naturellveranlagung, die man auch als das

Wirtschaftliche Talent bezeichnet.

 

Dieser Mann hat aus Privatinitiative und aus den einfachsten Verhältnissen heraus einen erleichterten Lebensmittelvertrieb in der Schweiz ins Leben gerufen, bei welchem in einer typischen Verpackung für einen bestimmten Betrag mehrer zusammenpassende Lebensmittel gleichzeitig bei sehr elastischem Vertrieb verbilligt abgegeben werden.

 

Eine famose Idee, – die ganz und gar diesem lebhaften, impulsiven Menschen im Ernährungs-Naturell entspricht. Praktisch einfach, wirtschaftlich. Dadurch allein wurden die Lebensmittelpreise in der Schweiz bedeutend gesenkt und die Idee hatte zweifellos viel Erfolg für sich – und nicht zuletzt für den Unternehmer selbst. Dazu soll nun ein weiteres Unternehmen kommen, ein Hotel-Plan, billige Reisen mit möglichst viel Annehmlichkeiten bei großer Elastizität und ausgiebigster Freiheit. Auch das entspricht ganz der Natur dieses Naturells, ökonomisch, rationell, Genuß, Lebensfreude.

 

Uns interessiert hierbei am meisten der wissenschaftlich menschenkundliche Standpunkt, die Frage: Was sind es für Kräfte im Menschen, die gerade diesen vollen, korpulenten Körperbau verursachen, eine entsprechende Veranlagung, die Lust und das Talent für die obige Tätigkeit bedingen und naturgesetzlich nach sich ziehen?

 

Die Antwort hat uns der deutsche Volksforscher Carl Huter erstmalig durch seine Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung gegeben, die im Weltall und in allen Formen, Pflanzen, Tieren und Menschen nachweisbar ist.

 

Ohne auf die anderen Hauptkräfte zunächst einzugehen, lernen wir hier an diesem typischen Bild erst einmal den Charakter der Medioma kennen.

 

Wo breite Massen sich ansammeln, also beispielsweise in der Rumpfbildung ferner in der Wangenbildung der Ernährungstypen wirkt vorzugsweise die Medioma, ein chemisch-ätherischer Mutterstoff, der die Elementbildung verursacht, ein äußerst neutraler und elastischer Stoff, der die Ernährung und Verdauung vermittelt, die aufgenommenen Speisen durchsetzt, durchdringt, auflöst, verarbeitet, umwandelt und dem Körper dienstbar macht.

 

Dieser Stoff, die Medioma, ist hier außerordentlich stark, sie ist gemischt mit Fein-Od, das aber zurücksteht.

Das Od ist ein stärker mit Lebens- und Seelenkräften durchsetzter Feinstoff, ist vornehmlich an den Konkavteilen der Weichformen gelagert und trägt den Charakter der Gutmütigkeit und Feinheit.

 

Das unerhört Große und Neue der Huterschen Typenlehre also, was allen bisherigen, auch den allermodernsten physiognomischen Systemen und Typenlehren fehlte, – ist, daß wir auf den Grund der Dinge sehen und aus der Körperformbildung die Kräfte und Stoffe erkennen, welche dieselbe vornehmlich verursachen, bilden, und die Leitrichtung geben. Wir kennen den Charakter dieser Kräfte und erfassen damit aus dem Gesamtbild des Menschen seine Haupt- und Grundcharakterveranlagung und Tätigkeitsrichtung. Durch Einblick in das Spiel der lebendigen Kräfte im Menschen erhalten wir somit ein Werturteil.

 

Das geht soweit, daß wir die einzelne Formbildung an sich im Moment unbeachtet lassen können und schon aus der Kraftwirkung, die den Körper vornehmlich beherrscht, die Richtung der Hauptveranlagung des Menschen erkennen.

 

Wir sehen hier den breitfleischigen, vollen, beleibten Körperbau, die prallen und gespannten Backen, den kurzen dicken Hals und Nacken, die typischen, fleischigen, dicken Hände und Arme, und wissen, daß in solchem  Falle die Medioma vorzugsweise im Menschen lebendig wirkt und tätig ist.

 

Betrachten wir den auf seinem Gebiet außerordentlich tüchtigen Herrn näher, so finden wir das über die Medioma Gesagte leicht in der übrigen Formbildung, die wiederum entsprechend dieser Kraft, der Medioma, tpyisch ist, bestätigt.

 

Dieses lebhaft pulsierende, gespannte Gewebe, besonders am Hals und an den Wangen, bestätigt die enorme gesunde  Ernährungs- und Verdauungskraft, den sehr guten chemischen Stoffwechsel.

 

Ist es ein Wunder, wenn sich auch die Befähigung und Neigung dieses Herrn auf die Dinge des Lebens richtet, die mit der Ernährung, dem Genuß und der wirtschaftlichen Lebensfreudigkeit zusammenhängen? Es ist einfach selbstverständlich so, Naturgesetz und daher denkbar einfach und vernünftig.

 

Man betrachte diesen starken Körperbau, das außerordentlich gut durchblutete, lebhaft gespannte Gewebe, diese lebhafte Gegenwartsmimik, – der Herr zündet sich gravitätisch eine gute Zigarre an, – und doch ist er mit seinen Gedanken nicht hierbei allein, sondern noch ganz wo anders und zwar zur gleichen Zeit.

 

Im Verhältnis zu dem oben genannten starken Körperbau mit dem vorzüglichen Stoffwechsel betrachte man nun den verhältnismäßig kleinen, aber plastisch gerundeten und gespannten Gehirnschädel und man hat sofort des Rätsels Lösung: Dieser Mann kann sozusagen Tat und Nacht tätig sein, denn das Gehirn wird außerordentlich gut durch die starke Medioma ernährt und ist rege durchblutet. Seine Arbeitskraft ist daher enorm, er kann, wenn er will, für zwei und drei und noch mehr schaffen, er braucht nur ganz kurze Ruhe und ist dann wieder frisch und ausgeruht und es kann von neuem losgehen.

 

Diese enorme Schaffenskraft ist das Geheimnis vieler Unternehmer und die Vorstellung, daß diese Leute faulenzen, ist ganz verkehrt. Dieser Typus ißt und trinkt, sitzt und fährt und denkt nach, wie er es am besten macht, – daher nannte Huter diese Ernährungs-Naturelle auch mit Recht Denk-Naturelle“.

 

Man gehe nur in die großen Hotels, da sitzen diese beleibten Herrn in Ruhe, – die Medioma, die enorme Verdauungskraft braucht viel Ruhe, – und sie denken dabei unausgesetzt – in Ruhe – über ihre Unternehmungen nach – und haben den Erfolg.

 

Lautet nicht schon eine alte Volksweisheit: „Umgib dich mit einem Kreis dicker Menschen und du kommst gut durchs Leben!“

 

Damit ist schon ausgesprochen, was heute naturwissenschaftlich durch Huters Entdeckungen bewiesen ist, daß die Kraft nicht nur im Körper selbst direkt wirkt, sondern auch noch auf eine kurze Entfernung außerhalb desselben, daß sie sich überträgt und in ihrem Sinne den Äther, Menschen und Dinge naher Umgebung beeinflußt.

 

Die starke Medioma und das Od verbreiten die Sphäre einer gewissen Gemütlichkeit, Annehmlichkeit und des Genusses. Ja, wenn man in ein Lokal gehen und es gemütlich haben will, gut essen und trinken will, dann muß man eins wählen, wo der Wirt und die Wirtin beleibte Menschen sind, die etwas von Essen und Trinken verstehen und es gemütlich machen, – und man wird finden, beleibte Gäste sind dort in der Mehrzahl, denn sie kennen ihre Lokale und wissen, wohin sie gehen. –

 

Doch das nur nebenbei, – man betrachte, wie die Unterstirn an unserem Bilde, wo die praktischen Verstandeskräfte liegen, plastisch gewaltig gewölbt und gespannt ist, wie sie plastisch zum unteren Seitenhaupt übergeht und eine gespannte Fläche vom Wirtschafts- und Erwerbssinn zum Ohr hin bildet. Auch da, wo der Umgang mit Gütern und Warenkapital liegt, ist Plastik und Spannkraft, und man sieht, wie auch die entsprechenden Geistesorgane, die mit der Medioma und ihrem Charakter sympathisieren, besonders stark entwickelt sind.

 

Gewiß, die Stirn zieht sich hoch nach oben, ist aber doch dort lange nicht so stark wie im unteren Teil; daher spielt die philantropische Neigung ganz gewiß oftmals stark in alle Unternehmungen hinein, aber unten ist und bleibt das Gehirn bedeutend stärker.

 

Nun betrachte man an der Schläfe dort, wo das Tempo und der Impuls, der Sinn für Komposition und Technik zum Ausdruck kommen, die impulsive Spannung: Tempo, Tempo, Impuls und Geschick ist hier die Losung.

 

Auch das etwas nach vorn zulaufende Kinn zeigt das lebhafte Tempo. Wie geschickt bloß die Hände gehalten sind, die Zigarre und das Streichholz! – Selbst die Nasenform paßt sich dem ganzen Typus an, sie ist im unteren Teil, welcher das Genußleben zeigt, stark und etwas nach außen gebogen, er versteht es daher auch gut, andere Menschen mit Geschick in seinen Dienst zu spannen.

 

Die Oberlippe ist sprechend, sie zeigt das Hervortreten der Persönlichkeit, dazu kommt die lebhafte, im Unterton trotzdem ruhige Mimik des Gesichts, lebhafte kluge Augen, eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.

 

Das Ohr ist wundervoll typisch und zeigt im gleichen Maße, wie sie schon beim Kopfbau erwähnt sind, im unteren Teil überstarke und im oberen Teil schwächere Formen, das Überwiegen materieller naher Interessen über fernliegende geistige.

 

Das Ohr spricht förmlich Unternehmungslust und Tatkraft. Auch diese Anlage wirkt sich aus.

 

Diese kraftvolle Persönlichkeit könnte auch in anderer Tätigkeitsrichtung, die z.B. die Bewegung in den Vordergrund drängt, zeitweise gute Leistungen hervorbringen, denn das Bewegungs-Element ist durchaus nicht schwach, aber gewissermaßen übertönt.

 

 

Der Magnetismus.

 

Nun betrachte der Leser das Bildder Gladiator“ (Schwertkämpfer).

 

XX

Bild 2. Der Gladiator von A. Stehle

 

Es ist das ausgesprochene physikalische Kraftnaturell,

das Tat- und Bewegungs-Naturell,

Eine athletische Gestalt.

 

Ein ganz und gar anderer Typus, mit einer ganz anderen Kraftrichtung, Körperbau-, Charakter- und Tätigkeitsrichtung wie bei Bild 1.

Das muß seinen Grund haben und kann nicht von ungefähr kommen.

 

In dieser energievollen festen Gestalt wirkt vorzugsweise eine ganz andere Kraft wie bei der erst dargestellten Persönlichkeit, und daher ist auch der Grundcharakter entsprechend dieser Kraft ein ganz anderer.

 

Es ist der Magnetismus,

der in dieser Gestalt vornehmlich zur Herrschaft kommt, Charakter, Willen und Tätigkeitsrichtung beeinflußt.

 

Der Magnetismus ist jene Kraft, welche alle Atome und Moleküle, woraus ja letzten Endes jeder Körper besteht, zusammenhält und festigt.

Ohne ihn würde kein Körper bestehen können und auch unsere Erde müßte ohne ihre magnetische Kraft auseinanderfallen.

 

Der Magnetismus stärkt also unausgesetzt das eigene Ich, in dieser Energie liegt das Selbsterhaltungs- oder egoistische Lebensprinzip verkörpert.

 

Der Magnetismus bildet die Längs- und Richtachse der Körper, den Stamm der Bäume, das Rückgrat der Wirbeltiere – das Knochengerüst vornehmlich die starken Glieder, Knochen, Knorpel, Sehnen und Muskelbänderstrahlt am Nord- oder Kopfpol – dem Haarwirbel des Hinterhauptes, aus, umgibt den Körper mit Kraftspannungslinien, die vom Süd-, Saug- oder Fußpol wieder aufgenommen werden.

 

Man betrachte nun diese kerzengerade aufrechtstehende, hohe Kraftgestalt, sprechender kann die starke Energie des Magnetismus gar nicht dargestellt und verkörpert werden, Fleisch und Blut scheint – wie Panzer, Schwert und Schild – wie von Eisen zu sein.

 

Tatsächlich hat auch dieses Naturell eine Natur wie von Eisen, das weder biegt noch bricht.

 

Die Gestalt erscheint wie aus Erz gegossen, die Knochen, alle Muskeln sind bis zum Äußersten angespannt, die Beine sind äußerst kraftvoll und muskulös, ebenso die Brust, die Arme, der Hals und das Untergesicht; es herrscht das motorische Nervensystem vor, das die Kraft und Bewegung vermittelt.

 

Entsprechend bannend und fest blickt das Auge, zu festestem Willen ist die Nasenform mit den Stirnfalten angespannt, und ebenso das Kinn mit den zu festem Entschluß herabgezogenen Mundwinkeln, und in unweigerlicher Durchführungskraft ist das Kinn und der Unterkiefer angespannt.

 

Alles Empfinden scheint im Moment wie erloschen zu sein, nur die Kraft und die Tat steht im Vordergrund.

 

Man muß also aus der Körperform die Kraft ersehen, die vorzugsweise darin wirkend tätig ist, dann erst kommt man hinter das ganze Geheimnis des menschlichen Wesens, seiner Grundveranlagung … und man begreift auch vieles andere mehr.

Daher ist die Carl Hutersche Psycho-Physiognomik, die mit den Kräften rechnet, ihrer Achsenbildung und Polarität, etwas ganz und gar anderes als alle andern bisherigen physiognomischen und phrenologischen Systeme.

 

Durch die Kraftrichtung, Ordnung und Entfaltung erklären sich auch die oft rätselhaften Wirkungen von Mensch zu Mensch, erklärt sich der Machteinfluß des Menschen auf seine Umgebung, selbst auf den Äther, jenen Grundstoff, in dem wir alle leben, aus dem alles geworden und ohne den nichts denkbar ist.

 

Diese Kraftnaturelle wirken hauptsächlich auf den Bewegungsäther.

Wer daher in die unmittelbare Nähe dieser kraftgeladenen und gespannten Gestalt des Gladiators tritt, kommt unter seinen magnetischen, bannenden und zwingenden Krafteinfluß.

 

Erst durch den Magnetismus und seine physikalische Kraftwirkung, die in den Lebensformen physiologisch und psychisch abgewandelt ist, wird die enorme Spannung, Kraft und Leistungsfähigkeit dieser menschlichen Bewegungstypen erklärlich, deren Körper doch schließlich auch nur aus Knochen, Muskeln, Nerven, Fleisch und Blut besteht.

 

Gegenüber dem Magnetismus tritt hier die Medioma, welche die Ernährung und Verdauung vermittelt und chemischen Grundcharakter hat, an Kraft und Fülle bedeutend zurück, daher auch gegenüber den starken Gliedern der schwächere Leibumfang. Alle Weichteile treten zurück, das Gewebe ist straff, kalt, gehärtet, im Moment fast wie blutleer, fast ohne Empfinden, denn auch dieses ist gänzlich zurückgedrängt, alles ist auf den Punkt des eisernen Willens, der rohen Gewalt und Kraft konzentriert.

 

Daher neigt auch das Bewegungs-Naturell entsprechend dem starken Magnetismus zu Überhebung, harter und rücksichtsloser Herrschaft über andere; für diesen Typus ist die Tat und der Kampf, die Energie und Kraftentfaltung alles. Das Empfinden steht zurück, er verträgt daher jedwede Strapazen, er handelt daher nicht nach dem inneren Gefühl, sondern nach selbst eingegebenen oder von außen her suggerierten Grundsätzen. Er ist daher das Zünglein an der Waage, er kann große Taten vollbringen, das Gefühl ausschalten, guten und schlechten Zielen dienen, je nachdem, unter welchen Leit- und Grundsätzen er handelt.

 

Greift das Bewegungs-Naturell hart und stark in das Wirtschaftsleben ein, so ist das nicht richtig, denn die Wirtschaft braucht Ruhe und hierfür gibt es andere Naturelle, die mehr eine Natur haben, wie sie nach Bild 1 beschrieben ist.

 

Auch in der Kunst, Wissenschaft und Religion darf das Bewegungs-Naturell, die Kraftnatur, nicht zu hart eingreifen, denn hier ist die Domäne für das feinste schöpferische Empfinden, das dem Bewegungs-Naturell nicht eigen ist.

 

Es sind die hervorragenden Krieger- und Soldatennaturen, die Energiemenschen, die Ideen zur Tat werden lassen und viel Gutes vollbringen können, wenn sie sich unter noch anderer Leitung, z.B. eines harmonischen Naturells stellen.

 

Die Natur schafft diese Differenzierung nach Kraft und Anlage, es wäre müßig darüber zu reden, wollten wir nicht daraus lernen.

 

Wunderbar arbeitet die Natur in ihren Kräften und tut sich durch ihre Sprache, durch Formen, Farben und Gestalten eindeutig kund, durch ewig wechselnde Bilder, die aber Sinn und Ordnung durch diese Kraftentwicklungslehre erhalten.

 

Großartig und wunderbar packend, dabei durchaus natürlich und lebenswahr hat der Künstler diese Gestalt wiedergegeben, als Urbild des Kriegers, der Tat, der Körper- und Willenskraft – es ist eine Sieges- und Kriegergestalt, die uns aber hier nach wissenschaftlichen Grundsätzen die vorzugsweise Entfaltung der magnetischen Energie erkennen lehrt.

 

 

Die Helioda.

 

Die Helioda ist die Lebens- und Geisteskraft und wurzelt im Empfinden.

Es ist die geistig schöpferische, gestaltende und formende Lebenskraft, die das Prinzip der qualitativen Höherentwicklung und der Liebe in sich trägt.

 

Es ist die oberste organisierende Leit-, Richt- und Geisteskraft im Körper, der sich alle andern Stoffe und Kräfte unterordnen. Diese letzteren können aber vorherrschen und die Helioda kann schwach entwickelt sein. Es kann aber auch die Helioda stark sein und alle andern Stoffe und Kräfte vollendet beherrschen. Dann steht der Mensch ganz im Zeichen der Helioda, Lebens-, Liebes- und Geisteskraft.

 

Das ist bei allen Menschen der Fall, die ein leichtes, sehr schönes , reines, edles, plastisches, warm durchhauchtes und von innen durchleuchtetes und strahlendes Gewebe haben, eine nervenreiche Haut.

 

Die Helioda verfeinert, veredelt, verschönert und entwickelt höher, – aber nicht nach der Mode – sondern nach ihren eigenen, ewigen, unveränderlichen Natur- und Lebensgesetzen.

 

Normalerweise ist damit Geist, Liebe, Schönheit, Kraft, Stärke und Gesundheit verbunden, aber nicht die robuste Kraft und breite Massenbildung, sondern die Helioda läßt stets in ihrer Entwicklung und Vorherrschaft die Richtung erkennen, alle Formen nach innen und außen zu und alle Lebensäußerungen zu verfeinern, zu verschönern und zu veredeln.

 

Es ist das geistige Prinzip im Menschen – mit einem Wort, es ist das Qualitätsprinzip. Daher verraten auch alle Formen und alle Gewebe und Lebensäußerungen, wo dasselbe vorherrscht, einen gewissen Adel, sobald der Blick für diese neue Naturbeobachtung geschult ist und man wundert sich dann, diese und noch andere Dinge vorher nicht gesehen und beobachtet zu haben.

 

Betrachten wir nun das Bild, des im Vordergrunde des heutigen Interesses stehenden

Kaisers von Abessinien

auf Grund dieser neuen Lehre von der Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung, so kommen wir gegenüber den beiden andern Bildern zu andern Feststellungen.

 

XX

Kaiser Selassi von Abessinien         Photo Weltbild

 

Obwohl es sich um eine ganz andere Rasse, die ätiopische, der schwarzen, afrikanischen Rasse verwandte handelt, die uns ferner liegt und naturgemäß körperliche und seelisch daher auch schwerer zu erfassen ist, so kommen wir doch nach dem Bilde schon zu ganz konkreten Feststellungen.

 

Die Gestalten, die im Hintergrunde des Bildes zu sehen sind, tragen im Gesicht den negerischen Rasseneinschlag viel deutlicher wie der Kaiser selbt, z.B. sind deutlich die dicken aufgeworfenen Negerlippen, die breitgedrückte Nase bei denselben zu sehen.

 

Das fällt beim Kaiser selbst fast fort, das Auge ist größer, nebenbei sehr ernst, die Nase ist lang, wohlgebildet, das Gesicht ist sehr regelmäßig und ebenmäßig, die Formen – mit Ausnahme des Mundes – sind sehr wohl proportioniert, die Stirn ist ebenmäßig und im Verhältnis zum Gesicht plastisch hoch und selbst breit gewölbt. Man könnte fast versucht sein, ihn den Formen und der Gesichtsbildung nach für einen sehr gut entwickelten Europäer zu halten.

 

Natürlich belehren uns dann die Hautfarbe, das krause Haar und auch ganz bestimmte Merkmale des Körpers sofort eines anderen.

 

Die Rasse läßt sich also nie verleugnen, aber innerhalb der Rasse tritt das Naturell, die Konstitution oder der Typus doch merklich klar und deutlich hervor.

 

Der Hals ist zart, länger, die Schultern sind hängend, auch nicht besonders breit, Brust und Leib sind schwächer, die Wangen schmal – wenn auch im Knochensystem eine gewisse Härte, Zähigkeit und Festigkeit liegt -, das Gesicht ist kleiner und zarter, das Haar scheint weich zu sein.

Infolgedessen ist dieser Typus nicht das Ernährungs-Naturell, bei welchem die Medioma vorwaltet, auch nicht das Bewegungs-Naturell, bei dem der Magnetismus vorherrscht, sondern hier ist tatsächlich schon

die Helioda

innerhalb der Höhe der Rassenentwicklung stark in den Vordergrund getreten, es herrscht hier in erster Linie

Das Empfindungsleben vor,

dann in nicht ganz gleicher Stärke das Tat- und Bewegungsleben.

 

Allerdings, was man vermißt und was innerhalb unserer Rasse der gleiche Typus aufweist, das ist die feinste Modellierung der Formen und Nase und Mund und der klare, absolut geistreiche, offene und im höheren, ethischen Sinne unabänderlich zielbewußte, reine Ausdruck der Augen.

 

Innerhalb der Rasse ist also auch dieser Typus an die Gesetze derselben körperlich, seelisch und geistig gebunden, und damit muß man rechnen, – anderseits aber muß auch der Kaiser von sehr edler Familie und reinem Blut sein, eine alte, wahrlich nicht zu verachtende religiöse Kultur muß solcher Entwicklung zugrunde liegen, denn sonst wäre dieser Typus innerhalb der Rasse gar nicht denkbar.

 

Damit muß man natürlich ebenso rechnen; man betrachte nur den tiefen, geistvollen Ernst im Gesicht, die großen oberen Augenlider, die man häufig bei Menschen findet, deren Vorfahren bereits eine alte, tiefreligiöse Kultur gehabt haben.

 

Die kriegerische Art, welcher die magnetische Energie zugrunde liegt, die Kraft- und Energieentfaltung des Kaisers wird sich daher in anderer Art und Weise äußern, sie steht nicht direkt und stark im Vordergrund.

 

Der Kaiser, dieses Naturell ist daher seiner Anlage nach zunächst nicht für den Krieg, der sehr ernsthaft zu werden droht. Er wird mit aller geistigen Gewandheit, die dem Empfindungs-Naturell eigen ist, auf vielfach andere Art und Weise den Krieg zu vermeiden suchen, und dennoch danach streben, seine eigene und seines Volkes Macht zu erhalten.

 

Die Art der Kriegführung durch ein Empfindungs-Naturell ist sehr schwer zu erfassen. So führen z.B. die vorwiegend im Empfindungs-Naturell liegenden Inder seit Jahren eine eigenartigen, stillen Kampf gegen ihre englischen Beherrscher, welchem letztere trotz aller ihrer Weltmacht mit Waffengewalt schwer begegnen können. So läßt auch jetzt z.B. der Kaiser von Abessinien im ganzen Volk innig und ständig um den Frieden beten, früher ließ er sogar bei ähnlichen Gelegenheiten lange fasten.

 

Darin liegt auch eine Macht, und zwar eine geistige und dagegen läßt sich schwer Krieg führen, denn das religiös Geistige ist zu leicht und nicht greifbar, es entweicht und entschwindet und vermindert im Verein mit anderen Dingen, die auf ähnlicher Basis liegen, die Angriffspunkte zum Krieg und führt dem Kaiser selbst unsichtbar und doch eine Macht verkörpernd, die Gefolgschaft, Treue und den Heroismus zu.

 

Das Bild macht den Eindruck, daß die hinter ihm sichtbaren Gestalten ihm bedingungslos ergeben sind. Daß der Kaiser eine angeborene natürliche Menschenkenntnis besitzt, zeigt der überlegene Augen- und Gesichtsausdruck, ebenso aber auch, daß er sie nicht konsequent anwendet, sonst wäre der ganze Ausdruck um vieles klarer und bestimmter. So ließ der Kaiser z.B. vor etwa drei Jahren eine mächtigen Gegner, der wegen Hochverrats zum Tode verurteilt war, begnadigen, mit dem Resultat, daß dieser sich gegen ihn von neuem empörte, obwohl er doch andere Mittel und Wege gehabt hätte, ihn festzulegen. [Anmerkung Timm: Carl Huter war gegen die Todesstrafe].

 

Dieses Naturell ist aber auch zu jedem Opfer bereit, und so ist es zu verstehen, daß der Kaiser gesagt hat, er wolle lieber mit seinem Volke sterben, als die Freiheit und den eingewurzelten Boden seiner Rasse preisgeben.

 

Sollte es also doch zum Kriege kommen, so wird dieses Empfindungs-Naturell denselben ganz anders führen wie der kriegerische Tat- und Bewegungstypus. Selassi wird auf andere Weise, natürlich auch gemäß seiner rassischen Eigenart, eine Ausweg suchen, der für die Gegenpartei schwierig und sehr schwer faßbar werden kann.

 

Auf diese einfache neue naturwissenschaftliche Art und Weise der Psycho-Physiognomik Carl Huters, die hier nur angedeutet ist, läßt sich die Persönlichkeit auch innerhalb einer anderen Rasse zunächst in der Hauptsache durchaus leicht erfassen. Man muß natürlich in Betracht ziehen, daß diese Lehren in kurzen Worten nur sehr schwer begreiflich zu machen sind. Es wird vom Leser ein tieferes Einfühlen, viel Geduld in Liebe zur Sache gefordert, die sich aber tausendfach lohnen.

 

 

Die heliodische

Künstlernatur.

 

Dieses schöne Porträt zeigt eine Schauspielerin in einer sensitiven Rolle.

Es ist das

Harmonische Naturell,

das sowohl Medioma und Od, wobei das Od vorherrscht, den Magnetismus und die Helioda annähernd gleich stark entwickelt hat.

 

XX

Die heliodische Künstlernatur    Archiv

 

Man betrachte diese von Geist und Leben allerfeinstens durchleuchteten und durchstrahlten, dabei vollen, festen und doch wieder weichen, üppigen und schönen Gewebe. Es sind plastisch quellende, sehr schöne, ebenmäßige Formen.

 

Man beachte die weiche, odische und heliodische Fülle der Gewebe an Wangen, Hals und Brust.

 

Auch diese strahlenden Augen, wie überhaupt  die Schönheit der Formen, diese vollendete Darstellung, das wunderbare Haar, welches das Haupt wie mit einem herrlichen, festlichen Kranz umgibt, die Harmonie und Ruhe, die bei aller Lebhaftigkeit der Bewegung im Gesicht und in der Büste liegt, deuten auf ein herrliches Gleichmaß aller Kräfte.

 

Diese Schönheit, dieses Edelmenschliche, Erhebende und Beglückend in den Formen ist auf die Wirksamkeit der starken negativen, positiven und organisierenden Kraft der Helioda zurückzuführen.

 

Wenn erst die Wissenschaft auf die Erforschung der Kräfte im Menschen stößt, in dem Sinne, wie Huter es lehrte, wird eine wunderbare Zeit beginnen. Man wird die höchste Kraft, die es im Weltall gibt, die alles geistig schöpferische Leben hervorbringt, mit Herz und Sinn erfühlen, sehen und beobachten lernen und eine immerwährende, sich nie erschöpfende Schönheits- und Geisteskultur, in Verbindung mit einer Wissenschaft, die vergeistigt ist und einer Religion, welche die Wissenschaft zur Grundlage hat, eine herrliche, wunderbar schöpferische bildende Kunst wird in der Verlängerungslinie unserer Gegenwartskultur liegen.

 

 

Elias betet um Regen.

 

Das Gebet, inmitten einer großartigen Natur und eines Phänomens, das der Betende mit seinen Augen nicht wahrnimmt, wohl aber erfühlt und innerlich erlebt.

 

XX

Elias betet um Regen         (Künstler leider unbekannt) Archiv

 

Der Mensch zieht seine Schuhe aus und fällt nieder auf die Mutter Erde, der er alles verdankt, er neigt das Haupt in Demut und Andacht vor einer noch höheren Macht, die er nicht sieht, die er aber dennoch fühlt – und von der er weiß, daß sie da ist.

Eine wunderbar natürliche Darstellung des Künstlers, ergreifend in ihrer Einfachheit und Wahrheit.

 

Der Rücken des einsamen Beters in der Wüste ist gebeugt, alle Muskeln sind entspannt, um die Empfindung zur vollen Freiheit und Betätigung gelangen zu lassen.

 

Dieser so natürliche Vorgang ist wissenschaftlich durch die obwaltende Kräfte zu erklären.

 

Das Empfinden, die Helioda, kommt momentan zum elementaren Durchbruch und beugt vollständig den Magnetismus, der die Eigenkraft und den Eigenegoismus verkörpert.

Daher die niederfallende Bewegung als Ausdruck des innern Erlebens und der Ergebenheit.

 

An anderer Stelle wurde bereits darauf hingewiesen, daß durch Carl Huters Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung jede natürliche Körperbewegung, die der Mensch macht – und sie sind endlos ohne Zahl -, naturwissenschaftlich zu  erklären und physiognomisch zu deuten ist.

 

In dem PrachtwerkPhysiognomik und Mimik finden sich entsprechende Deutungen. Es fehlte bisher nur an Kraft und Zeit, diesen Teil der Forschungen Huters genau darzustellen, aber große Werke werden darüber noch geschrieben werden. Wir hoffen, daß es noch gelingt, die Grundlagen, welche Huter gegeben hat, zusammenzufassen und volksverständlich darzustellen.

 

Immer wieder ist es der Kampf um diese Lehre, der zwingt, von der positiven Arbeit abzuweichen, und leider sind Kraft und Mittel eines einfachen Privatmannes nur äußerst primitiv und beschränkt.

 

 

Gedanken zu Carl Huters

Kraftrichtungsordnung.

Von Dr. med. Adolf Lehner.

 

Vorbemerkung des Herausgebers. Die nachfolgenden Ausführungen erheben nicht Anspruch auf absolute restlose Gültigkeit.

Sie werden aber den Freunden der Huterlehren Anregung geben, weiter über die Kraftrichtungsordnung und ihre mathematische Tiefe nachzudenken.

Der von Dr. Lehner versuchte Vergleich mit dem Aufbau der mathematischen Methoden ist schon trefend, aber nicht bis ins Letzte durchführbar, ähnlich wie die Harmonie unter den Menschen wohl mit der Farben- und Ton-Harmonie in Vergleich zu setzen ist. Das letzte Etwas aber bleibt irrational, es ist das Geistige, das außer der mathematischen noch eine eigene Gesetzmäßigkeit hat, das Freiheits- oder Qualitätsprinzip.

Die Lebensformen wachsen 1. von außen nach innen und von innen nach außen, 2. in der Länge und Breite, 3. in der Tiefen- oder Dickenachse und 4. nach der Qualität, Veredelung und Vergeistigung.

 

Anfang jeder Schöpfung aus dem Äther geschieht durch Konzentration. Konzentration heißt Mittelpunktskraft, ist Verdichtungskraft, erzeugt den Härtegrad. – Für das spezifische Gewichts ist sie die eine Komponente. – Auch in lebenden Formen ist sie nicht in der Massenansammlung zu erkennen, sondern an der Dichte des Gewebes, sie ist Kern-Energie! Geistig heißt sie:Es werde!“

 

In normaler Umwandlung und Fortentwicklung wird aus dem „Es werde“ ein Ich bin“! – Die auf kleinstem Raum zusammengedrängten Teilchen sind neue Einheit geworden. – Die neue Kraft, die Kraft der Einheit heißt Magnetismus. Er ist Richtungskraft des Ganzen. Die Mittelpunkte haben sich in eine Linie geschoben. Sie heißt die magnetische Achse. Die neue Einheit hat in sich zwei Pole. Die magnetischen Spannungslinien strahlen von einem zum andern und umschließen so ein Kraftfeld mantelförmig um den Körper, das ihn vor Zerfall behütet, in seiner Einheit festigt und den Äther hineinpreßt.

 

Die Konzentration schuf durch Verdichtung aus dem Äther die Vorstufe der Materie. Sie suchte zusammenzudrängen, nach innen also bildet sie konkave Formen. Deshalb mag sie der Subtraktion (-) vergleichen werden. Die Attraktion, wie eine Vorstufe des Magnetismus, wirkte nach außen vom Mittelpunkt und zog heran. So steht diese Kraftrichtung hinter jeder Form, die durch herangezogene Masse nach außen sich wölbt. So kann die Attraktion verglichen werden mit der Addition (+). Konzentration und Attraktion bringen die Medioma und alle Element-, Atom- und Molekularkräfte zur Entwicklung. – Der Magnetismus aber ist nun Rechnungsart 2. Stufe: er multipliziert, er vervielfältigt die vorhandene Ladung. (Daher haben die Wesen, die seine Stärke als sichtbare Längsachse, als Wirbelsäule aufgenommen haben, alle andern besiegt!) –

 

Auf das „Es werde!“, den Geistgehalt der Konzentration, antwortete die Attraktion: „Ich werde! Ich sammle!“ – und der Magnetismus lautet in sich: „Ich bin! Ich wachse!

 

Wie zum Multiplizieren das Dividieren, ist zum Magnetismus der Partner Elektrizität. Ihr Kraftfeld steht wagrecht mit der magnetischen Längsachse als Kreuz im Raum. Sie erzeugt die Spannung (der Haut und der Muskeln), sie ist Oberflächenkraft und sucht aus Spitzen zu entfliehen. Ihre Formel lautet: „Ich verändere“ Ich zerteile!“

 

Gefestigte Längsform! Das ist magnetisch. – Gespannte Breitform – das ist elektrisch! – Massenanhäufung ist Attraktionswirkung! – Eingesenkte Form und Höhlenbildung ist Schöpfung der Konzentrationsenergie!

 

Dabei begleiten die Formbildner 1. Stufe jene der 2. Stufe mit umgekehrten Vorzeichen. Also die (negative) Konzentrationsenergie folgt in Richtung und Ebene dem Magnetismus und schafft (mit ihm) in der Nähe seiner Pole, besonders des oberen (nördlichen) Strahlpoles (starke bedeutsame Tiefenachse). – Haarwirbel ist Nordpol, Nase ist letzte Ausläufer magnetischer Energie, daher feinster Ich-Ausdruck, Symbol des Charakters der Person. Dort vielgestaltige Höhlenbildung: Stirn-, Kiefer-, Keilbein-, Siebbein-, Nasen-, Augenhöhlen! – Die Attraktion wirkt hier äthersammelnd am Hinterhaupt, dem anderen Ende der hauptsächlichen Konzentrationsachse ballt sie den Stoff.

 

Hauptsächlich aber erscheint die (positive) Attraktion als Sammelsinn am Seitenhaupt im Bereich der elektrischen Achse und ihres Streufeldes um das Ohr. Der Mittelpunkt selbst zeigt wieder die Mittelpunkts-Tiefen-Strebigkeit eines Trichters: der äußere Ohrkanal, die Paukenhöhle.

 

Das ganze Filigran-Werk der Sinnesorgane selbst läßt sich aber nicht einmal in der nackten Form aus diesen bisher genannten Kräften allein verstehen. Die 3. Stufe dieser Mathematik der Kräfte bilden Helioda und Od (in Vergleich zu setzen mit dem Potenzieren und Wurzelziehen). Das ist einmal die höchste Verfeinerung der Form und Herrschaft des Geistes über die Materie, zum andern das Empfindend-Nährende, das Lind-Reifende in der Natur, besonders der Jugend.

 

 

Professor

Dr. Joh. M. Verweyen.

 

Vor mir liegt eine Schrift vom obigen Verfasser überPraktische Menschenkenntnis1934, die sehr problematisch geschrieben ist, die sich durch ein Labyrinth windet, um zu verneinen und dann wieder zu bejahen.

 

XX

Bild 41 Carl Huter

 

Auf Seite 45 ist die hier wiedergegebene Skizze von einem Bildnis Carl Huters zu finden und auf Seite 46 der folgende Text dazu:

„Ebenso macht die kraniologische Deutung den starken Anteil der Phantasie am Lebenswerk Carl Huters verständlich, der ursprünglich Porträtmaler war und in seinen Schriften die Vorliebe für die Welt des Schönen nie verleugnet, die Phantasie wiederholt auf Kosten kritischen Denkens sich entfalten läßt und in „Kallisophie“ seine Lebensanschauung gipfelns läßt. (Bild 41.) Siehe oben.

 

Ich erblicke in diesen Worten und in der Art der Beweisführung eine ungerechte Herabsetzung der Lebensarbeit dieses deutschen Forschers.

Soviel ich aus Darlegungen Verweyens entnehmen kann, soll die oben hochgewölbte und in der Mitte etwas nach unten zu eingebuchtete Stirnlinie für die Behauptung, daß die Phantasie auf Kosten des kritischen Denkens bei Huter in dessen Werken betätigt ist, als Beweisführung dienen.

 

In den Werken Huters sind viele sehr scharfe und genaue Photographien von ihm veröffentlicht, die sämtlich einwandfrei den Beweis liefern, daß diese Einbuchtung der Stirn, wie sie die Bildskizze Verweyens zeigt, in Wirklichkeit bei Huter nicht exisitierte.

 

Die Skizze stimmt nicht, sie ist unrichtig.

 

Ein willkürlich verändertes Bild wird zur Grundlage eines Urteils über das Lebenswerke eines verstorbenen Forschers gemacht.

 

Der Stirnbau Huters war von einer noch nicht wiedererlebten Vollendung. Anstatt das Großartige und Einmalige dieser Veranlagung in einem Lehrbuch der Physiognomik gerecht zu würdigen, wird einer vorgefaßten Meinung zuliebe die Form der Stirn willkürlich verändert, die Wahrheit also anders, der Leser irregeleitet und Huter, von dem manches übernommen ist, zumindest in ein fragwürdiges Licht gestellt.

 

Was ist das für eine Art, auf solche Weise einem deutschen Forscher sozusagen einen Hieb zu versetzen, ihn herabzusetzen?!

 

Was Kallisophie als Lebensanschauung Huters bedeutet, ist nicht gesagt, der uneingeweihte Leser kann sich also gar keine Vorstellung davon machen, aber die Herabsetzung ist zweifellos damit verbunden.

 

Huter war kein Anhänger einer dogmatischen, dem deutschen Wesen vielfach fremden Religion, sondern er trat ein für eine urdeutsche Religion der Wahrheit und Schönheit und zwar auf naturwissenschaftlicher Grundlage. Er schuf eine naturwissenschaftliche Geisteslehre, die das allerkritischste Denken sowohl wie auch das tiefste Gefühl vollauf befriedigt.

 

Ich glaube, das ist es, was Prof. V. mit der willkürlich veränderten Bildskizze Huters verneinen wollte. –

Interessant ist dabei, daß Verweyen findet, daß objektiv forschende Naturwissenschaftler die stärkere Unterstirn und stark phantasiebegabte Persönlichkeiten die stärkere Ober- und schwächere Unterstirn haben. Verweyen ist damit allerdings nicht original.

 

Huter stellte in seinem Hauptwerk 1904-1906 [vollständige Digital-Ausgabe unter www.chza.deHAUPTWERK von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm] bereits vergleichsweise die Stirnen von Naturwissenschaftlern, Philosophen, Dichtern usw. nebeneinander und erklärte ihre Welt- und Lebensauffassung und geistige Begabung nach den Stirnformen. Wenn diese Forschungen bereits vorliegen, so ist es für einen wortgewandten Professor leicht, sie in andere Form zu bringen und danach weitere Festellungen zu machen.

Warum aber mußte gerade hier Huter seinen Hieb bekommen? Ich kann solche Dinge nicht mit meinem einfachen schlichten Denken vereinbaren.

 

Auch nicht, daß Verweyen auf Seite 49 von den Anhängern Huters sagt (zu denen er, o Ironie des Schicksals, auch Burger-Villingen zählt), daß diese zur Deutung der Kopfform exaktere Methoden anwenden, durch Messungen mit Hilfe von bestimmten Apparaten. [Anmerkung Timm: Es gibt eine Abwehrschrift von Amandus Kupfer gegen Burger-Villingen, da dieser in seinen Werken Carl Huter fehlerhaft darlegt. Burger-Villingen wertet Carl Huter ab und erhebt sich selbst auf Kosten des naturwissenschaftlichen Begründers der Menschenkenntnis, um sich selber in den Vordergrund zu stellen.]

 

Huter hat keine Schädelmessungen mit Apparaten vorgenommen. Diese führen in der Charakterforschung nicht zu exakteren Methoden, sondern sind wissenschaftlich unkorrekt, da ein Apparat niemals die allein ausschlaggebende Qualität der Form registrieren kann. [Anmerkung Timm: Auch in Nazi-Deutschland wurden beispielsweise in Tibet Schädelmessungen mit Apparaten durchgeführt. Diese Vorgehensweise hat selbstverständlich überhaupt nichts mit Carl Huter zu tun!]

 

Also das gerade Gegenteil von dem, was Verweyen behauptet, ist zutreffend.

 

Dann aber behandelt Verweyen auf etwa 10 Seiten Text einen

von dem ukrainischen Arzt Bißky

eingeführten Apparat, Diagnoskop, neuerdings Neuroskop genannt. Dieser solle mit Hilfe des elektrischen Stromes die verschiedenartige Veranlagung des Menschen ermitteln helfen.

Es ist klar, daß man bei der Betastung des Schädels und des Gesichts wissen muß, wie die angetasteten Stellen charakterologisch zu bewerten sind.

Nach Verweyen soll Bißky auch festgestellt haben, daß die rechte und linke Seite des Gehirns bezüglich der Organfunktionen verschieden arbeiten, bekanntlich eine Entdeckung, die der deutsche Forscher Carl Huter gemacht hat, was nicht erwähnt ist.

Auch das kann ich nicht mit meinem einfachen schlichen, geraden und offenen deutschen Denken vereinbaren.

 

 

Dieser große Künstler neuer Wahrheiten, Carl Huter,

hinterließ seine Lehren in über 30 verschiedenen Werken, von denen heute [Stand 1935; Näheres diesbezüglich in Gesamtschau-Digital: Carl Huters Menschenkenntnis unter www.chza.de – Digitale Neuherausgaben von längst vergriffenen „Original-Huter-Werken“ durch Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm.] nur noch folgende zu haben sind:

XX

 

Besitzen Sie schon eine

Bild-Beurteilung?

Ihr Photo erhält erst einen richtigen Wert

und tiefen Sinn, wenn eine Beurteilung auf

Grund der wissenschaftlichen

Persönlichkeitsforschung

Hinzukommt. Es ist dann, von Zeit zu Zeit

erneuert, ein Dokument über den Stand der

eigene Entwicklung. Es werden jene Charakterzüge

hervorgehoben, die das Bild deutlich zeigt.

 

 

XX

 

                                                       

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 20 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

 

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: G. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Auflage 4500.

nach Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

 

                                                       

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 20 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Für den Inhalt verantwortlich: B. v. Thurn, Schwaig bei Nürnberg

Druck: Graphische Kunstanstalt Zerreiss & Co., Nürnberg

Alleinauslieferung für die Tschechoslowakei: M. Geissler, Bodenbach a.d.E.

Auflage 5000

 

 Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK 


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