DgM 035

Der gute Menschenkenner 035 von 101

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MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten auf die

Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Dezember 1935, Nr. 35

 

 

Schon als Kind beobachtete Carl Huter, daß sich das Augen bei jedem guten Gedanken erhellt und bei bösen Gedanken verdunkelt.

Er sagte sich: Was muß das für eine wunderbare Strahlkraft im Menschen sein, die schon durch den bloßen Gedanken Erhellungen und Verdunklungen im Auge hervorbringt! –

Bei einem kleinen Kinde kommen und gehen die Gedanken noch langsam, und wohl schon jede Mutter, die nicht genug in das Auge ihres Lieblings sehen kann, hat beobachtet, wie der Gedanke im Auge des Kindes aufsteigt, und wie sie denselben daraus abliest, noch ehe er ausgesprochen ist.

Ist doch das Auge und der Vorgang des Sehens

das größte Wunderwerk,

das die Natur auf unserer Erde vollbrachte.

Durch die Pupille fällt mit dem Licht das Bild der Außenwelt mit all seinen ungezählten Kleinheiten und Größen, Formen und Farben in das Innere des Auges

und in das Innere unseres Geisteslebens.

Kein Denker, Dichter und Maler kann all das zum Ausdruck bringen, was Farben, Formenpracht und Schönheit dem Auge und Geist vermitteln.

Wir sehen die winterliche Landschaft von des Berges Höhen in ihrer ganzen Schönheit und Pracht.

Wir sehen in klarer Winternacht den gestirnten Himmel, und ein Schauer der Ehrfurcht vor der Größe und Unendlichkeit überträgt sich in unser Geistesleben.

Wir sehen unter dem Lichterglanz des Weihnachtsbaumes all die schönen Dinge, die des Kindes Herz erfreuen und wir sehen in seinen strahlenden und leuchtenden Augen den Widerglanz dieser Freuden und die unergründliche Tiefe seines Seelenlebens.

So offenbart sich uns die Welt, die außer uns liegt, mit Hilfe des Auges, des Wunderwerkes der Natur, in unserem Geistesleben. –

 

Das geistige Auge der physikalischen Wissenschaft.

Wenn wir nun aber mit dem geistigen Auge, das uns die physikalische Wissenschaft erschloß, das Bild der Außenwelt betrachten, so ist die Welt wesentlich verändert.

Die prachtvollen Farben und Formen verschwinden und es offenbart sich ein Bild von einer Großartigkeit im dunklen Raum, das zwar noch gar nicht in Einzelheiten auszudenken, aber dennoch wirklich vorhanden ist.

Die Physik lehrt uns, daß allen Formen und Farben nur das Spiel unendlich kleiner und kleinster Teilchen, der Moleküle, Atome, Elektronen und Jonen zugrunde liegt.

Von jenen in fast unvorstellbarer Kleinheit und Geschwindigkeit, aber dennoch mit Gesetzmäßigkeit auf kleinstem, kaum faßbarem Raum sich bewegenden Teilchen gehen Schwingungsvorgänge aus, die als Licht den Raum durchziehen.

Kein Dichter hat diese Welt, welche die Physik uns erschloß, besungen und keine Religion ihre wirklichen Tiefen ergründet.

Staunend stehen wir angesichts des gestirnten Himmels vor der schier unendlichen Größe des Weltenalls.

Aber die Seele erzittert vor etwas noch Gewaltigerem, vor der Welt der unendlichen Kleinheit und Feinheit, die das Gegengewicht zur Größe bildet.

Das moderne Weltbild hat sich verändert. Staunten wir über die Größe des Weltalls, so staunen wir jetzt noch mehr über die Unendlichkeit der Welt des Kleinen, denn das, was uns als ein Prunken der Formen und Farben erscheint, das ist, physikalisch gedacht, weiter nichts, als ein gigantisches Spiel von Myriaden kleiner und kleinster Teilchen, hinter welchen aber erst nochmals eine Unendlichkeit der Kleinheit und Feinheit zu denken ist.

 

Das Sehen.

Wenn die Lichtwellen in unserem Auge ankommen, so treffen sie in dem lichtempfindlichen Teil der Netzhaut auf ein kompliziertes Gebäude von Zellen für die Aufnahme der Bilder der Außenwelt.

Die Stäbchen der Netzhaut sind die Organe der Empfindung für hell und dunkel, die Zapfen die Organe des Farbensinnes, – ihre Zahl ist etwa 75 Millionen.

Wir können die Netzhaut des Auges mit einer photographischen Platte annähernd vergleichen, auf welche durch die Linse ein umgekehrtes Bild der Außenwelt geworfen wird.

In den Stäbchen der Netzhaut ist ein lichtempfindlicher Stoff vorhanden, ein Farbstoff, der Sehpurpur, der bei Belichtung ausbleicht.

Es folgt eine photochemische Reaktion, durch die der Sehpurpur in mehrere Substanzen zerlegt wird, von denen eine die spätere Erregung der Nerven veranlaßt.

Dieser Reaktion folgt aber gleichzeitig eine zweite, eine Gegenreaktion, eine lichtunabhängige, die den Sehpurpur aus seinen Zerfallsprodukten wieder aufbaut.

Wir stehen also hier schon vor einer erstaunlichen Leistung des Lebens und der Welt des Kleinen.

Die Lichtstrahlen bewirken chemische Veränderungen. Es entstehen dabei in den betreffenden Nerven elektrische Aktionsströme mit einem wellenförmigen Charakter, die in der Sekunde etwa 100 Stromschwankungen aufweisen. Der elektrische Strom, der durch eine lockere Stoffmasse geleitet wird, spaltet feinste Stoffteilchen und nimmt sie mit sich.

Von der Netzhaut führen die Nerven der Erregung zu den zentralen Teilen des Nervensystems, zu Gehirn und Rückenmark und von diesen als Transformatoren fließt sie hinaus in die Muskeln und veranlaßt die Bewegung.

Die Erregung der Nerven pflanzt sich mit einer Geschwindigkeit von 70-120 Meter in der Sekunde fort.

Das Gesamtnervensystem ist ein gewaltiges Schaltwerk von Myriaden von Leitungsdrähten, durch welche die Signale des Lichts und der Reize der Außenwelt der Zentrale im Gehirn übermittelt werden, die dann die richtigen Befehle zur Beantwortung der Signale austeilt.

Wir sehen daran, es herrscht eine Empfangs- und eine Rückwirkung vor, ein Vorgang, den Huter als auf Strahlung beruhend und durch die Polarität der Kräfte erklärte.

Die Sichtbarmachung lebender Organe ist heute so weit vorgeschritten, daß es gelang, den Strom der Gehirnflüssigkeit zu studieren und festzustellen, daß diese eine Strömung und eine Gegenströmung besitzt.

Die Leitung der Ströme ist nur dadurch möglich, daß ein Nerv aus zahlreichen Fasern besteht, die isoliert zu leiten vermögen, ohne daß die Erregung auf eine benachbarte Faser übergreift.

Man kann also, grob gesprochen, den Nerv mit einem Kabel der elektrischen Leitung vergleichen.

Aber der Vergleich ist nur relativ, denn der Nerv lebt und die Leitung der Erregung, welche das Licht verursacht, ist noch mit chemischen Umsätzen verbunden, mit Stoffwechsel, Atmung und auch mit Empfindungsvorgängen.

Das ist wichtig festzuhalten, denn es sind Tatsachen, die zur Zeit Huters noch nicht in ihrer ganzen Ausdehnung bekannt waren, die dieser aber auf dem Denkwege bereits erkannte und in seine Forschungen eingeschlossen hat.

Dadurch erst erklärte er die Augendiagnose und seine diesbezüglichen Lehren haben durch komplizierte Untersuchungsmethoden heute ihre Bestätigung gefunden.

 

Der Eisennerv.

Um sich von der Fortpflanzung der Erregung im Nerven, die z.B. durch das Licht verursacht wird, ein ungefähres Bild zu machen, diene folgender Versuch: Spannt man einen Eisendraht in starke Salpetersäure, so bedeckt sich dieser mit einer unlöslichen Oxydschicht. Ritzt man mit einem Glasstab den Eisendraht an, so daß der Oxydbelag zerstört wird, so erfolgen ganz ähnliche Vorgänge wie im gereizten Nerven.

Es tritt ein Aktionsstrom auf, dieser verursacht an den benachbarten Stellen eine Störung der Oxydhaut, während sich diese an der ursprünglich gereizten Stelle wiederherstellt, sich fortpflanzend bis zum Ende des Drahtes.

Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung im Eisennerv ist ungefähr die gleiche wie im tierischen Nerv.

Danach kann sich der Leser angesichts des gewaltigen Schaltwerkes unseres Nervensystems eine gute Vorstellung von der polaren Wirkung der Kräfte und der Fortpflanzung kleinster Teilchen machen, die in den Nerven, wie wir später sehen werden, noch viel feiner und schneller mit Hilfe der Lebensstrahlung vor sich gehen kann.

Erkrankt z.B. der Magen, so zeigt sich dieses nicht nur an dem Organ selbst, sondern die Erregung pflanzt sich in Verbindung mit chemischen Veränderungen und Umsetzungen an den Nerven entlang fort, bis dorthin, wo sie endigen, in den Peripherieorganen, im Gesicht und in der Iris der Augen.

Daher kann man Krankheit und Gesundheit des ganzen Körpers und einzelner Organe in Augen und Gesicht, an der Haut und teils auch am Haar an allen Lebensäußerungen erkennen.

Damit allein ist schon nach dem heutigen Stand der Physik, Chemie und Biologie die Augen- und Gesichtsdiagnose wissenschaftlich zu begründen.

Die tote Welt der Physik

Und die durchgeistigte Welt des Lebens.

 

Das leibliche Auge zeigt uns in unerschöpflicher Fülle die bunte Lebenswelt der Formen und Farben in ungezählten Gebilden.

Sehen wir diese gleichen Dinge mit dem geistigen Auge, das uns die moderne Physik öffnet, so finden wir uns in einem dunklen Raum, angefüllt mit kleinen und kleinsten kreisenden Pünktchen und Gebilden.

Selbst die Wirkungen von Hitze und Kälte, Geschwindigkeit und Fortbewegung, die Begriffe von Zeit und Raum sind in dieser Welt der Atome und Elektronen ganz andere als die uns gewohnten.

Die Netzhaut des Auges und die Sehzentralen erscheinen uns als eine Unzahl kleinster sich bewegender Teilchen.

Wenn die Schwingungen des Lichts die Netzhaut unseres Auges treffen, so rufen sie dort gewisse chemische und physikalische Umsetzungen hervor, die sich an den Nerven entlang fortpflanzen zu einem Atomgebäude von allergrößter Komplikation,

den Sehzentren des Gehirns.

 

In langem Zeitlauf der Entwicklung und Vererbung hat die Natur hier ein Empfindungs- und Zentral-Geistesorgan von gigantischer Arbeitsleistung geschaffen, das mit der noch größeren Zentrale im Großhirn und allen körperlichen Vorgängen zu einem Wunderwerk organisch verschmolzen ist.

In dieser toten Welt, so lehrt heute die Physik, flammt plötzlich der Blitz der Empfindung auf, – und damit sehen wir den herrlichen blauen Himmel und alle Formen und Farben der Welt in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit.

Aber mit dem Blitz der Empfindung in der toten Materie der Sehzentrale in Verbindung mit allen anderen chemischen und physikalischen Vorgängen ist das Geheimnis des Sehens wahrhaftig noch nicht gelöst, denn der Blitz des Empfindens muß erst noch seine Erklärung haben.

 

Es ist nur die Tatsache festgestellt, für welche die Erklärung noch aussteht.

 

Chemie, Physik und Histologie sind noch nicht so weit vorgeschritten, daß man die Empfindung, das Bewußtsein mit Apparaten messen und beobachten kann.

Der Schluß lautet regelmäßig: Freilich – erklärt haben wir damit das Verhältnis von Leib und Seele noch nicht.

Die Wissenschaft steht vor einer großen Entscheidung. – Wenn das Empfinden und Bewußtsein wie ein Blitz erwachen kann, dann bleibt nichts anderes übrig, als anzunehmen, daß das Empfinden schon in jedem Atom, Molekül und Elektron im Keime als ursächlich vorhanden war, daß es sich stark sammeln kann und damit befähigt wird, unter günstigen Umständen in der Materie zu Bewußtsein und Leben zu erwachen. Mit anderen Worten, die wissenschaftliche Forschung muß eine andere Richtung annehmen. Hier gilt mehr wie irgend anderswo das Wort: Ein Gramm Denkarbeit wiegt mehr wie ein Pfund Technik.

Denn 1. ist die Materie ja gar nicht tot, das ist ein fundamentaler Irrtum,

der größte Irrtum der Welt,

denn 2. jedes Molekül, Atom, Elektron und jede Kraft sowie der Urstoff, aus dem sie entstanden sind, trägt Spuren der Impuls- und Empfindungsenergie und daher kann 3. mit der fortschreitenden Verdichtung und chemischen Veränderung der Materie sich das Empfinden so weit sammeln und konzentrieren, daß es in einem abgeschlossenen Gebilde, der Zelle, als Eigenempfinden erwacht zum Bewußtsein und Leben.

Das Empfinden ist das Realste aller Dinge in der Welt, dieses zu übergehen und das Ursächlichste aller Dinge als ein Erzeugungsprodukt der Materie zu erklären, das ist als naturwissenschaftliches Dogma

die größte Irrlehre der Welt,

eine Denkeinschränkung sondergleichen, die jeden wirklichen Fortschritt in der Erkenntnis von Grund auf lähmt und unmöglich macht!

Daher geht heute noch jede wissenschaftliche Forschung in die Breite und nicht in die Tiefe und führt zu keiner sonnighellen und lichten Erkenntnis der ganzen Wahrheit in der Natur.

Wir sehen die Formen- und Farbenpracht der Welt und wissen, daß es das Spiel kleiner und kleinster Teilchen ist, – noch eine Fortschritt der Vernunft und Überlegung und wir müssen uns sagen,

die Ordnung im Spiel der Kräfte,

der Moleküle, Atome und Elektronen muß ergründet werden. Erst dann haben wir die ganze Großartigkeit der Natur in ihrem Plan der Ordnung und der Lebensoffenbarung gefunden.

 

In einer 33 jährigen Arbeit hat Huter

den architektonischen Plan

Der Natur

nachgewiesen, wie er in höchster Vollendung in der Iris der Augen, dem größten Wunderwerk, das es auf Erden gibt, zum Ausdruck kommt.

Dieser Kanon über das Geheimnis der organischen Lebensoffenbarung ist hier in der nachfolgenden großen Zeichnung nach dem Original wiedergegeben. Der Leser studiere denselben.

Der Kanon über das Geheimnis der organischen Lebensoffenbarung in der Iris.

Nach Carl Huter.

Aus tausenden verschiedenen individuellen Verschiebungen dieser Richtachsen und ihrer Areale ist diese Norm als Status und Kanon gewonnen worden.

Die Welt der Kleinheit.

Die Welt, die das leibliche Auge sieht, denken wir uns fort –

und dafür die Welt der Atome, Moleküle, Elektronen und Ionen, und zwar diesmals nicht nur, wie sie die Physik und Histologie lehrt, sondern auch noch, wie sie nach den Forschungen Carl Huters ist.

Beide Welten,

die unserer Sinne und die Welt der Feinstoffe

sind zwar grundverschieden – aber dennoch wirklich vorhanden -, sie liegen neben, oder, besser gesagt, ineinander.

Die Kleinstteilchen der Materie, ihre Zahl ist Legion, sind in großer Geschwindigkeit der Bewegung und in einer Spannungs-Energie, die dem Druck der großen unendlichen Sternenwelt und der Bewegung der Himmelskörper standhält. Sie tragen dieselbe.

Eine Vorstellung von der ungeheuren Energie, die in Atomen aufgespeichert ist, kann man sich auch machen, wenn man bedenkt, daß alle unsere Brennmaterialien und derzeitigen Krafterzeuger überflüssig würden, wenn es gelänge, die Atomenergie, die beispielsweise in den Felsen unserer Gebirge ruht, frei und nutzbar zu machen, ein Problem, welches Huter schon aufwarf und welchem heute die Atomphysik bereits nähertritt.

Wir müssen also den Alltag des Lebens ablegen und uns in Feierlichkeit und schärfstem Denken diese Welt mit der fabelhaften Macht des Kleinen vorstellen.

Ordnung und Gesetzmäßigkeit beherrscht sie, sie ist das Spiegelbild des Weltalls im Kleinen, das die Physik durch verfeinerte Untersuchungsmethoden noch soeben zu erfassen vermag.

Darüber hinaus stoßen wir auf einen Ur- oder Grundstoff von kugelförmigen Einzelteilchen, der nicht nur das ganze Weltall ausfüllt, alle Schwingungen des Lichts und alle Spannungsäußerungen der sichtbaren Welt leitet, sondern aus dem sich auch die Atome und Moleküle gebildet haben, aufbauen, in welchen sie wieder zerfallen, sich also zurück- und neubilden.

Hinter diesem Urstoff nach der Innerlichkeit des Raumes zu beginnt erst die Unendlichkeit, die kein noch so feines Untersuchungsinstrument mehr registriert.

Wir sind in der Schöpfungsstätte der Welt, der Werkstatt des Lebens.

Würden wir versuchen, mit unserer fleischigen riesenhaften Hand hineinzugreifen – wir greifen ins Leere. – Diese Welt ist unantastbar und nichts, was unsere äußeren Sinne zu erfassen vermögen, stört ihre Kreise.

Kein menschliches Auge hat sie – im realen Sinne gedacht – je gesehen, kein Ohr ihre Tonwelt vernommen und kein Dichter sie geschildert.

Ohne diesen Gegenpol würde die Welt der Sterne, der Sonnensysteme und endlosen Größen nicht bestehen können, sondern in einen gigantischen Getöse zusammenbrechen, ein Chaos ohnegleichen entstehen und das absolute Ende für alle Ewigkeiten, Zeiten und Dinge wäre da.

Ist es die geistige und göttliche Welt, die diesen Gegenpol bildet – die Welt des ewigen Lichtes und des Lebens? –

Kehren wir zurück zu jenen dichteren und festeren Teilen der im ewigen Spiel und Kreislauf sich bewegenden Kleinstteilchen der Materie, um ihre Ordnung kennenzulernen – ihre Ordnung, die aus den Tiefen jener Welt geboren ist und folgerichtig Schlüsse auf dieselbe ziehen läßt.

 

Ordnung und Entwicklung von Stoff, Kraft und Empfinden

Wir sehen den Mutterstoff der chemischen Materie, der ohne Konzentrations- und Attraktionsenergie nicht entstehen konnte. Figur 1.

Figur 1                        Figur 2

Durch fortschreitende Verdichtung der Medioma kommt das erste Elementatom zur Entwicklung.

Wir lassen die ordnungsmäßige Bildung der Stoffe und Kräfte abseits liegen und untersuchen ein schon hochentwickeltes Gebilde, ein großartiges Atomgebäunde, von dem wir wissen, daß es eine lebende Zelle ist.

Figur 2.  Im Zellkern, der hier nicht abgebildet ist, den wir aber rechtsseitig gelagert wissen, sehen wir die größte chemische Spannungsenergie.

 

An einer Achse entlang sehen wir den Strom der Atome, Elektronen und Ionen und der ganzen Gefolgschaft ihrer ätherischen Vorstufen bis zum neutralen Urstoff an einem Pol ausstrahlen, das Atomgebäude der Zelle mit Kraftspannungslinien umgeben, die am entgegengesetzten Pol wieder aufgesaugt werden. (Hier haben wir bereits im Prinzip die Bildung eines Keimes der Pflanze vor uns.)

Es ist der Magnetismus, die Eigenkraft der Materie, die das Atomgebäude zusammenhält und unausgesetzt stärkt, neue Kräfte und Stoffe von außen aufsaugt, und das Ganze vor Zerfall und Auflösung schützt.

Wir lernen im Prinzip den Egoismus dieses kleinsten Lebensgebilde verstehen, es muß sich im Spiel der Kräfte erhalten, und zunächst ist ihm jedes Mittel recht.

 

Wir sehen, Figur 3, innerhalb der magnetischen Kraftspannungslinien den neutralen Äther in Pressung und in die Oberfläche der Zelle hineingedrängt und wissen, so entsteht die elektrische Energie, die lockert, treibt, explosivartig nach einer Stelle hinströmt, zerteilt, entflieht und nicht wiederkehrt.

Figur 3               Figur 4

Sie bildet die Achse da, wo der Magnetismus am schwächsten ist. Dadurch entsteht die Breite des Körpers, sowie die Gliederung.

Als Gegengewicht sehen wir die Membran- oder Peripheriekraft entstehen, wodurch sich die spezifische oder konstante Atomwärme bildet – und wir sehen im Molekül die elektro-magnetische Energie nicht nur konstant, sondern auch arbeitstätig und wissen, es bildet sich die Molekular- oder strahlende Wärme. Figur 4.

Zwischen der nah-warmen, elektrischen, und der fernkalten, magnetischen Zone, sehen wir eine Zwischenzone, die linde odische Sphäre, aus dem Mutterstoff der Medioma entstehen. Od und Medioma selbst polarisieren sich links- und rechtsseitig im Körper infolge ihrer Sympathie mit Zellkern und Zentrosomastrahlung. Figur und 6.

Figur 5

 

Mit wenigen Worten ist hier nur die Aufmerksamkeit auf die Hauptvorgänge der Kraftentwicklung gelenkt, die in dem Lebenswerk Huters ausführlich beschrieben ist. [Anmerkung Timm: Näheres unter www.chza.deHauptwerk“, welterste vollständige digitale Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm].

Wir sehen eine ganz bestimmte wunderbare Ordnung im Atomgebäude der Zelle, und erkennen, daß das Spiel aller Kleinstteilchen in Wirklichkeit einem höheren Zwecke dient.

 

Das kleinste Lebensgebäude, das Atomgebäude der Zelle.

Unser Staunen beginnt erst. –

Sahen wir bisher das uns bekannte Licht im Form von Schwingungen ziemlich gleichmäßig den dunklen Raum durchziehen, so gewahren wir jetzt in der Zelle – wie Lichter in einem großen Gebäude – unendlich viele kleine, kleinste und allerfeinste Lichtpünktchen.

 

Es ist das Eigenlicht der Zelle

(Hinzugefügt)

Wir forschen nach, woher das Licht kommen mag und finden alsbald, daß im Innern des uns bisher dunkel erschienenen Raumes ja in Wirklichkeit Legionen solcher Lichter vorhanden sind, nur unendlich mal kleiner und feiner.

Wir bewundern das Atomgebäude der Zelle und erkennen, daß das innere Licht sich in einer gleichmäßigen  Ruhe bzw. Arbeitstätigkeit befindet.

Die äußeren Schwingungseinflüsse der Sonnenstrahlen treffen das Atomgebäude und dringen in dasselbe ein. Das Eigenlicht der Zelle wird energisch angeregt und wir erkennen den Unterschied zwischen den Sonnenlichtstrahlen und dem Eigenlicht der Zelle. Letzteres strahlt wunderbar mild und weich, in einer großen Feinheit, wie von Liebe, Lebenslust und Freude getragen.

Plötzlich taucht im Atomgebäude der Zelle eine überaus starke innere Lichtzentrale auf. Die Strahlen durchdringen alle Zahlreichen Zellräume und lebhafteste Arbeit durchflutet das ganze Atomgebäude.

Wir sehen die Strahlen mit großer Kraft zur magnetischen Achse gerichtet und erkennen, daß diese sich zusammenzieht und wieder ausdehnt.

Andere Strahlen treffen vornehmlich die elektrische Breitenachse und hier entfaltet sich plötzlich eine lebhafte bildende Tätigkeit, es entstehen Auswüchse, die je nach der Stärke der mildfeinen Lichtstrahlen in lebhafter Bewegung sind.

Wir sehen die Zentrale mit ihren Strahlen willkürlich die Arbeit und Bewegung des ganzen Atomgebäudes leiten, lebhaft vollzieht sich der Stoffwechsel und die Lebenstätigkeit.

Plötzlich gehen die Strahlen besonders stark nach einer Richtung hin über die Zelle hinaus und wir sehen den Erfolg, langsam nähert sich ein anderes Atomgebäude, eine zweite lebende Zelle, die ebenfalls starke Strahlen aussendet.

Jetzt wird das ganze Rätsel klar, es ist das Lebenslicht der Zelle, das erwacht ist, und die Zelle bewegt sich voller Lebenstätigkeit.

Willkürlich sendet sie Strahlen aus und zieht sie ein – viele Lichtpünktchen suchen von außen in die Zelle einzudringen und vereinen sich sichtlich lebhaft mit anderen, sie gehen in den Dienst der Lichtpünktchen der Atomgebäudes über. Wir sind überrascht und sehen, es ist das Lebenslicht der Zelle, das die Kraft in sich selbst trägt, in Strahlung übergehen kann und das ganze Atomgebäude mit seinen Stoffen und Kräften beherrscht, formt und leitet. Das also ist das Geheimnis des Lebens! (Hier ist die Quelle aller glücklichen Verbindungen in Freundschaft, Liebe, Ehe, Familie und Gesellschaft.)

Wir haben das Atomgebäude der lebenden Zelle, den kleinsten Einzelteil unseres eigenen Körpers

ein Miniaturgebilde gesehen,

und über seine Kompliziertheit, Ordnung, Einfachheit und dennoch Gesetzmäßigkeit gestaunt.

Wir sehen auch, wie es sich gewaltig von den Atomgebäuden sogenannter toter Körper der scheinbar toten Materie unterscheidet. Hier kommen die Lichtpünktchen nicht zur Sammlung, zur Strahlung, nicht zum Eigenbewußtsein, sondern sie leuchten nur äußerst schwach, genügen aber doch durch ihre Sympathien untereinander, den ewigen Kreislauf und das Spiel der tanzenden und kreisenden Atome, Elektronen und Ionen zu erhalten, alle unendlich vielen Reize, Wellenbewegungen und Schwingungen, die den Raum durchziehen, individuell aufzunehmen und sofort weiterzuleiten.

Wahrlich, das ist eine Welt, welche uns die Physik und Biologie im Geiste betreten ließ, die wir uns nicht hätten träumen lassen.

 

Das Lebenslicht und der menschliche Körperbau.

Das Lebenslicht im Zentrosoma des Atomgebäudes der Zelle nimmt aus allen Teilen und mit Hilfe des Magnetismus aus der Außenwelt und mit dem einfallenden Licht neue Empfindungskeime in sich auf, das Ganze wird im Lebensfluß mit der Außenwelt gelockert, das Zentrosoma wird gestärkt, bis es sich teilt.

Die lebende Zelle wächst, sie teilt sich millionen- und milliardenfach nach bestimmter Kraftverteilungs-, Kraftverwertungs- und Kraftrichtungsordnung.

Die Ordnung wird immer vollendeter – die Krone der Schöpfung, der menschliche Körper, bildet sich.

Die Helioda strahlt von Zentrosoma zu Zentrosom bis in alle Atome und Moleküle, sie trägt Leben und Empfindung bis in alle Kleinstteile, sie strahlt bis zur Haut und in die Außenwelt.

Man halte sich den Vorgang der wechselseitigen Reize zwischen Innenwelt und Außenwelt vor Augen, man erhält dann eine Vorstellung, wie das Leben entsteht, wie es zwischen den Stoffen und Kräften, Atomen und Molekülen wie ein überaus feines Licht strahlt, wie es sich entfaltet –

ein bisher undurchdringliches

Geheimnis enthüllt sich.

Das Leben der Zelle ist das kleinste, faßbare Spiegelbild des Körpers im großen.

Eine günstige Umwelt – Stärkung der Helioda durch Lieben, Freude und Glück, Lockerung aller Zellteile durch Licht, Wärme und andere Reize, die dadurch bedingte milde Ausscheidung aller Stoffwechselprodukte fördern -, und das Leben der Zelle steht auf der Höhe, vollzieht sich in größter Lust, Lebensfreudigkeit und voller Spannkraft.

Hier haben wir die Grundlagen jeder gesunden Lebensweise und Heilkunst, der Kraft, des Glückes und der Stärke.

Nun versteht der Leser, daß man an der Durchleuchtung und Strahlung der Gewebe und an der Spannkraft, z.B. an der Stirn, an den Augen oder im Gesicht oder auch im allgemeinen an der Haut des Körpers, das innere geistige Wachstum, das innerste Empfinden und Wollen, das zum Bewußtsein aufgestiegen ist, erkennt.

Ohne das Sehen und Erkennen dieser Dinge bleibt alle Menschenkenntnis in den Kinderschuhen stecken.

Wo die Helioda oft hinstrahlt, zieht sie Atome und Moleküle chemischer Leichtstoffe nach sich, es bilden sich allerfeinste und feine Fibern, schließlich die Nerven, in denen die gesammelte Helioda- und Lebenskraft geleitet wird.

Wer nur mit den Nerven rechnet und nicht mit der Kraft, die darin wirkt, – muß noch einiges hinzulernen.

Alle Zellen bleiben durch die Zentrosoma- und Nervenstrahlung in Verbindung und ein einheitlicher Lebensgeist durchflutet den ganzen Körper.

Es entstehen Nerven- oder Heliodasammelstationen, die Ganglionen, und damit eine wunderbare Arbeitsteilung in einzelne Organkomplexe, in denen ein schon stark gesammeltes Eigenempfinden lebt.

Es ist das die Erklärung für das sogenannte Unterbewußtsein, welches die unbewußt vor sich gehende Lebensarbeit der inneren Organe und ihrer Gebiete leitet.

Alle überschüssige Strahlung – deren Stärkung eine vernünftige und gesunde Lebens- und Denkweise voraussetzt – wird von den Ganglionen abgegeben und durch das sympathische Nervengeflecht und Rückenmark der Hauptzentrale, dem Gehirn, den Sinnesorganen, der Sehzentrale, Netzhaut und Augeniris zugeleitet.

Versteht der Leser nun, daß ein doppelter Vorgang der aufnehmenden Empfindung nach innen und der positiven Strahlung nach außen vorliegt? Einmal die Aufnahme aller Reize und Empfindungskeime, vor allem des Lichtes aus der Umwelt durch die Sinnesorgane und alle Zellen der Haut dann Verarbeitung der Reize, der chemischen Stoffe und Kräfte, Stärkung der Helioda und endlich Spaltung derselben, die dadurch positiv wird, und Abgabe und Fortleitung aller überflüssigen Strahlkraft an die Zentralen.

 

 

Das Bewußtsein.

Alles, was somit im Laufe der Entwicklung und Vererbung an inneren Reizen, an Lust und Unlustempfinden der Zellen aus allen Organen und Teilen des Körpers gesammelt ist, das steigt auf und strahlt an den Nerven entlang in die Gehirnzentralen und lagert und ordnet sich nach bestimmten Gesetzen.

Hier sammelt sich die Erfahrung aller Lebenszellen des Körpers, die überschüssige Lebensstrahlkraft von zirka 25 Billionen Zellen und Myriaden von Atomen und Molekülen.

Es entsteht eine Klärung und Ordnung von Empfinden und Wollen, aller durch die Erfahrung, Entwicklung und Vererbung aufgenommenen und verarbeiteten unbewußten Reize der Außen- und Innenwelt, – diese erwacht in den psychischen Zentren der Großhirnrinde

zum Bewußtsein und Geistesleben.

Der Leser wird erkennen, daß dies noch etwas ganz anderes ist als das, was die Wissenschaft mit dem Blitz der Empfindung des Bewußtseins erwähnt, denn damit ist nichts erklärt, – aber hier ist die Erklärung dieser Bewußtseinsblitze aus der Empfindungsenergie der Materie, das Warum und Wie, das Woher und Wohin gegeben.

 

Der sechste Sinn.

Der Grundsinn aller unserer Wahrnehmungssinne liegt in der Empfindungs- und Strahlenenergie aller Zellen.

Erst daraus sind nach langer Entwicklung in wunderbarer Arbeitsteilung die anatomischen Organe für die fünf uns bekannten Sinne, Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack und Gefühl herausgewachsen.

Somit haben wir eine plausible und vernünftige Erklärung für die Entstehung unserer Sinnesorgane.

Schaltet man die fünf äußeren Sinne aus, dann stößt man auf den inneren Grund- oder Hellsinn, – es ist der sechste Sinn, den Carl Huter durch diese Forschungen tatsächlich entdeckte, wodurch die rätselhaftesten Vorgänge des Seelenlebens, das Hellsehen, Hellhören, Hellriechen, Hellfühlen, Hellschmecken usw. wissenschaftliche Grundlagen finden.

Versteht der Leser nun, daß jeder Mensch letzten Endes sich nach seinem inneren Empfinden richten soll, nach der geistigen Welt in ihm, daß er für das, was er tut oder unterläßt, selbst voll verantwortlich ist, – d.h., daß er in seiner Bewußtseins- und Geistesentwicklung so weit kommt, wie seine Helioda sich frei und glücklich entfaltete.

Angesichts des Wunderwerkes der Natur, des Menschen nach Körper, Geist und Seele lernen wir erst verstehen, was es heißt, Mensch zu sein. –

 

Das Geheimnis des Sehens.

Das Bild der Außenwelt fällt durch die Pupille der Augen, den negativen Saug- und Tiefenpol der Helioda, auf die Netzhaut und wird weiter geleitet bis in die Zentralen des inneren Geistes- und Empfindungslebens.

Man stelle sich jenes weiche und zarteste Gewebe der Netzhaut der Augen von kaum 2/1000 mm Durchmesser vor, in welchem etwa 78 Millionen Zäpfchen und Stäbchen das Licht der Außenwelt in wunderbarster Weise zerlegen und verarbeiten, und man wird sich sagen müssen: hier stehen wir ja schon in Wirklichkeit unmittelbar vor der Größe und Gewaltigkeit der unsichtbar feinen Kräfte der Natur im Kleinen.

Wir brauchen also gar nicht mehr lange zu suchen, denn die Natur zeigt uns allein schon in der Netzhaut der Augen, daß sie nach der Richtung der Kleinheit und Feinheit fast unbegreifliche Organisation und Arbeit vollbringt. Diese ist auf die unsichtbare Lebenskraft Helioda zurückzuführen.

Man halte nun die Vorstellung des Kleinen fest. – Mit der Helioda, der empfindenden Lebenskraft der Zellen, wird mit dem Licht das aufgenommene Bild an den Nerven entlang zu einem noch aufgenommenen Bild an den Nerven entlang zu einem noch größeren Atomgebäude allererster Ordnung, den Sehzentralen geleitet. Hier ist das Empfinden, die Helioda, ganz außerordentlich stark konzentriert.

Der leiseste Reiz genügt, – und die Zahl der Reize ist Legion, – um augenblicklich die Gegenwirkung auszulösen, einmal die Leitung zu den Bewußtseinszentren des Großhirns, dann in alle Körperteile und von den Körperteilen zurück mit den aufgenommenen Empfindungen der Lust und Unlust zu den Sehzentralen und Bewußtseinszentren, welche die höchste Reizempfindlichkeit besitzen.

Von den Sehzentralen werden die Reize des Lichtes und der Helioda durch das Myriadenschaltwerk der Nerven bis in alle Körperzellen getragen.

Der ganze Zellkomplex nimmt die Lichtreize durch die Zellempfindungszentralen auf und leitet sie bis in die Tiefe. Die Reize werden verarbeitet, der Stoffwechsel und die ganze Lebenstätigkeit wird angeregt, das Empfinden von Lust und Unlust, Annahme und Ablehnung wird wach und kommt durch Spaltung der Helioda zur positiven Rückstrahlung, – worauf das ganze Nervensystem und der anatomische Bau des Auges angelegt ist.

Der Stoffwechsel wird erhöht, das Gewebe gelockert, chemische Bindungen und Lösungen vollziehen sich, feine Abspaltungsstoffe werden auf dem Wege der Strahlung durch die positive Helioda an den Nerven entlang zurückgestrahlt.

Das individuell empfundene Bild wird in den Nerven bis in die Sehzentralen und in die Bewußtseinszentren des Gehirns zurückgestrahlt und bewußt empfunden.

Nun erst ist das volle Bewußtsein des Bildes da, aber wir sehen dasselbe noch nicht. Wir sehen dasselbe erst durch die Rückstrahlung bis zur Augeniris, dem allerfeinsten Gehirn – und darüber hinaus in die Außenwelt.

Im Auge ist der Kreuzungspunkt des zum Bewußtsein gekommenen Bildes und des wirklichen Bildes der Außenwelt.

Daher sehen wir dasselbe mit dem Auge und tatsächlich aufrechtstehend in der Außenwelt.

Daher spiegelt sich im Auge auch das Bewußtsein des aufgenommenen und individuell verarbeiteten Bildes.

Ebenso erkennt man bei Geisteskrankheiten die Störung des Bewußtseins im Auge.

Bei verbrecherischen Gedanken und Handlungen wird der Blick hart und grauenvoll.

Bei liebevollen Gedanken und guten Handlungen ist das Auge voll mildem Glanz und voller Wohlwollen.

Das höchste geistige Wachstum offenbart und das wunderbare Auge genialer Menschen.

Die Medizin konnte bisher nicht befriedigend erklären, wie das Bild der Außenwelt, welches umgekehrt, also auf dem Kopfe stehend, auf die Netzhaut fällt, uns dennoch aufrecht stehend zum Bewußtsein kommend, gesehen wird.

Hier ist die Erklärung gegeben. Das gesamte Wissen vieler Spezialfächer muß mit den Entdeckungen Huters zusammengefaßt werden, dann erst ist das Geheimnis über den Vorgang des Sehens zu erklären.

 

 

Die Iriszeichen.

In der Irist der Augen endigen in unbekannter Weise Millionen von Nervenfasern, die aus dem Körperinnern kommen und sich strahlenförmig verteilen.

Sonnenklar ist uns mit einem Male der zweckmäßige anatomische Bau des Auges, – er ist so, wie ihn die Kraftrichtungsordnung, die Entstehung der Lebenskraft Helioda und der Kraftaustausch zwischen Augen- und Innenwelt voraussetzt, – die Pupille als Tiefenpol der aufnehmenden, negativen Helioda, die Iris als Rückstrahlungsorgan des inneren geistigen und körperlichen Lebens, der positiven, von innen nach außen wirkenden Helioda.

Einmal die richtige Erklärung und die schwierigsten Fragen lösen sich und zwar eine nach der andern.

Die Millionen Nervenfasern, die aus dem Körperinnern kommen, liegen nicht wahllos und bunt durcheinander, sondern im Gegenteil, sie folgen dem Plan des Körperbaues, der Kraftverteilung, Kraftwertung, Kraftrichtungsordnung und Entwicklung, den wir bereits kennenlernten.

Danach hat jedes Organ und jeder Körperteil in der Iris sein ganz bestimmtes Areal und entsprechend den Körperachsen korrespondieren auch die Pole der Irisachsen miteinander.

Es ist danach auch klar, daß es in der Iris kein Speichensystem geben kann, wie es der Augendiagnostiker Thiel lehrte (der Leser wird auf Nr. 34 dieser Zeitschrift verwiesen), sondern ein ideal gedachtes Achsensystem nach der Kraftrichtungsordnung, das der gesamten Formbildung in der Natur zugrunde liegt.

Es wird damit auch verständlich, daß Huter an dem Plan der Iris 33 Jahre gearbeitet hat, denn er mußte die gesamte Formbildung in der Natur zuvor erklären, ganz und gar neue Forschungen anstellen, um den architektonischen Plan der Iris über das Geheimnis der Lebensoffenbarung aufstellen zu können.

Wiederholt ist auf die chemischen Umsetzungen hingewiesen, die mit dem Einfall des Lichtes und der Lichtreize im Körperinnern verbunden sind. Besonders auch bei Entzündungen und krankhaften Vorgängen vollziehen sich Zerfalls- und chemische Zersetzungsprozesse.

Auf dem Wege der Rückstrahlung der durch die Außenwelt und Innenreize entstandenen positiven Helioda werden allerfeinste Abspaltungsstoffe in Form von Atomen, Elektronen, Jonen und noch feineren Gebilden in den Nervenbahnen zur Augeniris getragen. (Wir erinnern uns, daß selbst der Eisendrahtnerv einen ähnlichen Vorgang zeigt.) Sie lagern sich hier ab und es entstehen in der Iris infolgedessen Erhellungen und Verdunklungen, Striche, Punkte, Form- und Farbzeichen, aus denen man die Erkrankung innerer Organe erkennen und verfolgen kann, wobei allerdings mit den Bruchteilen von Millimetern zu rechnen ist.

Damit ist die Augendiagnose restlos und wissenschaftlich erklärt und begründet.

 

Ein schwerer Irrtum.

In dem Werk Augendiagnose, große historisch-kritische Ausgabe von Peter Johannes Thiel ist Huter von Thiel wegen seiner Erklärung der Augendiagnose

verhöhnt und verlacht.

Mit ein paar Worten kann man natürlich dem Leser diese Vorgänge, die im Zusammenhang mit dem Werden in der ganzen Natur stehen, nicht verständlich machen, und die Verhöhnung Thiels bleibt scheinbar als berechtigt bestehen.

Thiel übernimmt aus dem Schlußkapitel des Hauptwerkes von Carl Huter, das über 700 Seiten Atlasformat stark ist, einige  Sätze, die noch dazu entstellt und unrichtig wiedergegeben  sind. [Vollständige Digitale Neuherausgabe von Herrn Medical-Manager Wolfgang Timm unter www.chza.deHauptwerk“].

Er erwähnt, daß nach Huter sogar eine fünffach verschiedene Strahlung stattfinden müsse, was ihm offenbar zu viel ist, – denn er nennt das den Gipfel der Verworrenheit.

Der Mann muß eine merkwürdige Vorstellung von der Großartigkeit des Nervensystems haben, denn sonst müßte er einsehen, daß eine fünffach verschiedene Strahlung und ihre Leitung bei einem Myriadenschaltwerk wahrlich keine besondere Arbeitsleistung darstellt.

Thiel fragt sodann, wie es möglich sein soll, daß Pigmentkörnchen durch Strahlen an den Nerven geleitet und vorwärts geschoben werden können.

Wenn der Mann Einblick in die diesbezüglichen Lehren der modernen Physik und Biologie genommen hätte, dann würde er eine solche naive Frage nicht gestellt haben.

Pigmentkörner werden und können allerdings nicht auf einmal zur Iris geleitet werden, aber diese Körnchen bestehen aus Millionen kleinster Teile, Atome, Moleküle und Ionen. Diese aber können spielend leicht an den Nerven entlang auf dem Wege der Strahlung zur Iris geleitet werden, und ihre Ablagerung erfolgt im Kleinen, aber um so sicherer.

Ein großes Gebäude wird auch nicht auf einmal hingesetzt, sondern es wird Stein auf Stein geschichtet und nach und nach errichtet.

Mag Thiel den traurigen Ruhm behalten, Huter auf diese Weise verhöhnt zu haben, – es ist nur schade, daß gerade die Augendiagnose, dieses herrliche Gebiet, und große Entdeckungen, die damit in Verbindung stehen, der Tummelplatz solcher Geistesergüsse sind. –

 

Iriszeichen und Körperorgane.

Bei Fieber und Entzündungen entsteht in den betroffenen Organen eine erhöhte Blutzufuhr und übersteigerte Heliodastrahlung, die sich in der Iris an den betreffenden Organstellen bemerkbar macht, es bilden sich zumeist gut sichtbare und sich abhebende helle Formzeichen.

Jedem bekannt ist aus diesem Grunde auch der Fieberglanz der Augen eines Kranken, der sich wieder verliert, sobald das Fieber nachgelassen hat.

Ist der Blut- und Nervenstrom unterbrochen, wie es z.B. bei Knochenbrüchen und schweren Verletzungen der Fall ist, dann bilden sich naturgemäß besondere Formzeichen and den betreffenden Organstellen in der Iris.

Daher konnte auch der ungarische Arzt Peczelly, als er die Augendiagnose um 1890 entdeckte, im Auge einer Eule, die er gefangen hatte und die sich in seine Hand einkrallte, – als er ihr das Bein brach, an einer bestimmten Stelle der Iris plötzlich eine hellen Riß auftauchen sehen.

Er nahm diese Entdeckung auf und fand weitere Areale für bestimmte Organe in der Iris der Augen. –

Der Leser wird aber erkennen, daß dieser sehr beachtenswerte Tatsachenbefund des ungarischen Arztes doch noch etwas Einfacheres ist gegenüber der Riesenarbeit menschlichen Geistes, die Huter mit dem Nachwei des architektonischen Planes in der Iris vollbracht hat.

Um dem Leser einen Hinweis zu geben, von welcher Bedeutung das Achsensystem in der Iris ist, will ich kurz eine Fall schildern, den ich vor einigen Tagen beobachtete.

Ein älterer Herr litt schon längere Zeit an Venenentzündung, die ihm, da er seinem Beruf nachgehen muß, sehr viel zu schaffen machte.

Der Arzt erklärt das Leiden durch Arterienverkalkung. Die Hartnäckigkeit desselben ist besonders auffällig.

Man suche im Plan der Iris die Einzeichnung: Seitlich inneres Bein. Man verfolge die Achse nach oben hin zum entgegengesetzten Kraftpol mit der Neigung der Lebensachse und findet hier die Einzeichnung: Oberes und hinteres oberes Hirn.

An der Schädel- und Haardecke der bezeichneten oberen Hirnteile war eine Veränderung der Strahlung festzustellen. Die darunter liegenden Organe mußten also gelitten haben.

Auf Befragen stellte sich heraus, daß die Ursache ein ganz tiefes inneres Leid war, das den Herrn betroffen hatte, worüber er sich andauernd grämte.

Die Auswirkungen am entgegengesetzten Kraftpol, am seitlich inneren Bein, hatte hir eine veränderte Lebenstätigkeit zur Folge, die in dem vorgeschrittenen Alter des Herrn die hartnäckige Veneentzündung auslöste,- der sonstige Allgemeinbefund war äußerst günstig.

Eine daraufhin angewandte Therapie hatte zur Folge, daß die Besserung des Beines schon am nächsten Tag einen sehr guten Fortschritt zeigte.

Die Ursache des Leidens war richtig erfaßt – die Therapie war danach einfach und leicht. –

Wenn die Leber erkrankt – man verfolge die Achse im Plan der Iris, so bildet sich der bekannte bittere Geschmack im Munde und der entsprechende mimische Mundzug, beruhend auf der Polarität der Kräfte.

Auch das Gehirn kann auf dem Wege der Rückstrahlung Krankheitsstoffe aufnehmen, es können hier Entzündungen entstehen oder die normale Tätigkeit gewisser Gehirnzentren ausgeschaltet werden, – und als Folge sehen wir z.B. ein gelähmtes Bein.

Über die Krankheitserkennung aus den Form- und Farbzeichen der Iris gibt es Lehrbücher, auf die hiermit verwiesen wird. –

 

Die Irisachsen.

Die Helioda ist die gute Kraft im Menschen, sie begleitet alle Kraftrichtungen und Achsen in der Iris mehr oder weniger, – also nicht gleich stark!

Bei innerer Begeisterung leuchtet das Auge.

Geschlechtsstarke Menschen haben einen besonderen Glanz der Augen.

Wohlwollende und gütige Menschen haben einen milden, weichen und sanften Blick.

In sinnlicher Liebe erglüht das Auge, es hat eine warme innere Tiefe usw.

Der Magnetismus ist überall im Weltall gleich, es ist die Richt- und Energiekraft.

Die Helioda-Lebenskraft ist hauptsächlich Empfindungskraft.

Ähnlich wie bei einem Baum das Holz, in welchem die physische Kraft und Härte, die Spannung und der Widerstand des Magnetismus liegt, – das innere Mark umschließt, worin die Helioda wirkt, so ähnlich ist das Verhältnis zwischen Lebenskraft und Magnetismus.

Der Magnetismus hat durch seine zwei Pole die sympathische Polarität in sich selbst.

Der zu starke Magnetismus bei schwacher Helioda zwingt, herrscht und schlägt auch das geistige Leben in seinen Bann und wird zum Dogma. Die starke Helioda verinnerlicht und vergeistigt.

Der Magnetismus ist nicht fernwirkend und keine Gedankenkraft, – denn diese liegt in der Helioda.

Wohl sind die elektrischen Strahlen fernwirkend, aber sie befruchten nicht und erregen nur Stimmungen.

Die abneigende Richtung der Elektrizität ist die antipathische Polarität. Z.B. starke Denk- und Vorderhirnarbeit (siehe die Achse) sympathisiert nicht mit starker Arm- und Schulterarbeit, findet aber einen wohltätigen Ausgleich durch Beintätigkeit.

Dagegen stärkt sich die Brust- und Lungentätigkeit durch Arm- und Schulterarbeit.

Die Neigungs- und Weichenachsen sind elektro-magnetisch und nach der Tiefe gehend chemisch-ätherische Polaritäten, rechtsseitig mediomisch positiv, linksseitig odisch positiv, wie der Leser in dem Plan der Iris verfolgen kann.

Interessant ist, daß eine Korrespondenzachse den Pol der schwersten Auswurfs- und Belastungsstoffe mit dem Pol des Kleinhirns verbindet. Die elektromagnetische Neigungsachse zeigt das untere seitliche Großhirn und Ohr. Dort liegt nach Gall der Mordsinn, nach Huter der Wehr- und Widerstands-, Lebensschutz-, Lebensvernichtungs- und Verneinungssinn.

Es wird uns dadurch klar, daß Verbrecher oftmals schwer belastete Individuen sind, daß diese Belastung mit Reizwirkungen des Kleinhirns und der am entgegengesetzten Pol verzeichneten Organe einhergeht und speziell den sogenannten Mordsinn hinter dem Ohr beeinflußt. –

Somit hatte also Huter den guten Gedanken, die Tugend als die gute Kraft der Helioda gefunden, die das Auge von innen heraus leuchten läßt und dasselbe erhellt.

Da aber der böse Gedanke wie auch der gute zum Auge dringt und in der Iris erstrahlt, Gutes und Böses sich aber direkt entgegengesetzt liegt, so ist auch diese Kraft, und zwar in der elektromagnetischen Energie gefunden.

 

Typische Merkmale.

Ein gesunder Mensch hat klare, reine Augen, gleichviel wie die Farbe ist.

Wenn der Mensch auch schwach und krank ist und er hart viel Liebe, so leuchtet dennoch das Auge.

Starke Kaffeetrinker haben gelbe Flecken in der Iris, – starke Alkoholiker haben oft dunkle und verunreinigte Augen.

 

1. Seelische Einflüsse zeigen sich in der oberen, äußeren Schicht der Augen,

2. odische Veränderungen und leichte Erkrankungen in der mittleren Schicht,

3. schwere Erkrankungen in der unteren Schicht der Augeniris.

 

Wer nur den Verstand wirken läßt, der hat ein kaltes Auge.

Wenn jemand heuchelt, so nimmt das Auge einen starren Ausdruck an.

Untreue bringt inner Disharmonie, die im Auge zu erkennen sind. Das liederliche Weib hat eine zerrissene Iris.

Das edle, treue Weib hat eine wunderbar ruhig abgestimmte und abgeklärte Iris.

Der Rand der Iris – hier in dem Plan aus technisch-zeichnerischen Gründen in den mittleren Kreis verlegt, – verändert sich verschiedenfarbig bei Hautkrankheiten und zeigt die Peripherieorgane entsprechend der Kraftrichtungsordnung.

Das Auge eines dummen, schwachen und kranken Menschen zeigt nur wenig Glanz.

Das Auge eines Sterbenden ist fast ohne Glanz und so hat das Auge zahlreiche Ausdrücke. Nach den hier gegebenen Erklärungen werden uns diese und viele andere Tatsachen ohne weiteres wissenschaftlich verständlich und wir sehen im Auge nicht nur die Krankheiten, sondern noch viel mehr, den Gedanken, das seelische und geistige sich entfaltende und ausstrahlende Leben und das geistige Wachstum.

 

Innen- und Außenwelt.

Wir sehen ein schönes Bild der Außenwelt, – und langsam breitet sich ein Wohlgefühl im ganzen Körper aus.

Der Poet empfindet die Reize des schönen Bildes der Außenwelt noch tiefer, es dringt noch tiefer in sein Empfindungsleben ein und stärker strahlt die Helioda dasselbe in die Bewußtseinszentren, die angeregt werden und in Tätigkeit treten – der Dichter besingt die schöne Landschaft, den Wald, die Berge usw.

Im Schlaf ist das Wachbewußtsein ausgeschaltet, aber die inneren Nervenzentralen arbeiten trotzdem weiter in der Verarbeitung der aufgenommenen Reize und Bilder, steigen auf und vergehen. Der Mensch erwacht, er empfindet die Bilder in seinem Bewußtsein nach, – es war ein schöner Traum.

Ein Mensch denkt über Probleme nach und findet keine Lösung. Im Schlaf arbeiten die inneren Bewußtseinszentren, – der Mensch erwacht und – im Schlaf hat schon oft jemand die Lösung schwierigster Problem gefunden.

Bei einem Kinde arbeitet die Helioda noch am Aufbau der inneren und äußerem wachsenden Organe, daher kann es noch nicht so geistig arbeiten und mitdenken wie ein Erwachsener – und man sollte dem Kinde Zeit zur Entwicklung lassen und nicht durch übermäßige geistige Anstrengung die gute körperliche Entfaltung hindern. Pflanzt das Gute in die Seelen ein!

Eine Mutter überfüttert ihr Kind mit Speisen und Getränken, die inneren Organe werden geschwächt und können sich nicht entfalten, – die Helioda drängt zu den Gehirnzentralen, das Kind wird frühreif und auch Disharmonien werden ausgelöst.

Wir sehen ein schreckliches Bild der Außenwelt und ein Schauer durchrieselt den ganzen Körper, es bildet sich die bekannte Gänsehaut, d.h. die Haut verschließt sich gegen die ihr widerstrebenden Reize der Außenwelt.

Hier soll kurz eingeschaltet werden, daß ähnlich wie das Auge die Reize des Lichtes und der Umwelt aufnimmt, nach dem Inneren zu weiterleitet, wo sie die Lebenstätigkeit erhöhen, den Stoffwechsel und Blutkreislauf beschleunigen und die Entfaltung der positiven Helioda begünstigen, so sind auch die übrigen Sinnesorgane und die Haut Reizaufnahmeorgane der negativen Helioda und diese strahlt positiv zurück nach außen bis in alle Körperzellen.

Also auch diese Vorgänge sind mit in Betracht zu ziehen und damit ist gleichzeitig die Grundlage einer natürlichen Heilkunst und Therapie gegeben. Stärkung der Lebenskraft Helioda, milde und zielbewußte Ausscheidung aller Stoffwechselprodukte, die in fester und gasiger Form auch durch die Haut entweichen, – und alles, was heilen kann, heilt.

Wir sehen eine Lieblingsspeise, und manchem läuft schon beim Anblick derselben das Wasser im Munde zusammen, die Geschmacksdrüsen, angeregt durch das Sehen, sondern vorbereitende Säfte ab. –

Durch die hier gegebene Erklärung über den Vorgang des Sehens finden wir die restlose Erklärung für diese und viele andere Vorgänge des körperlichen, seelischen und geistigen Lebens.

 

Weitere Folgerungen.

Die großen Maler und Bildhauer haben nicht nur etwas Typisches am Auge, sondern schließlich auch am ganzen Körper und in allen Lebensäußerungen – und man erkennt sie schon nach dem individuellen Gepräge.

Das Auge nimmt das bild der Außenwelt auf und strahlt es ebenso aus dem Körperinnern zurück.

Daher kann man aus dem Auge das Bewußtsein der Schuld und der Unschuld erkennen, was für Anwälte und Richter bei psychologischem Geschick bedeutungsvoll ist.

Mild, warm, klar, gütig, voller Wohlwollen und Liebe kann die Iris der Augen erstrahlen, aber auch kalt und hart, entwertend, vernichtend, versteckt, grausam und unendlich böse kann der Blick des Auges werden.

Ein einziger furchtbarer Blick des Raubtieres, z.B. der Katze, – und das Mäuschen ist hilflos und willensgelähmt, ein wehrloses Opfer.

Wir alle kennen die Macht des Blickes, den Blick des Hypnotiseurs, der in das Körperinnere eindringt, die Bewußtseinszentren lähmt und den Menschen hilfloser wie ein Kind macht, – hier ist die Erklärung dafür gegeben.

Wir alle kennen aber auch den Blick der Liebe und Güte, das reine und offene Auge des guten und unschuldigen Kindes.

Bei einem Geisteskranken sind die Pupillen verändert, ebenso die Iris, der Blick ist flackernd oder starr und man sieht im Auge die Trübung des Bewußtseins.

Die Bilder der Außenwelt werden nicht mehr richtig aufgenommen und innerlich verarbeitet, das Myriadenschaltwerk des Nervensystems ist irgendwie in Unordnung geraten. Auch dieser Zusammenhang erklärt sich durch den geschilderten Vorgang des Sehens.

Bekannt ist, daß Huter den Irrtum der Phrenologie berichtigte, die nur allein in der Schädelform und im Gehirn das Geistesleben zu erkennen lehrte. – Augen, Gesicht, Hals, Körper und alle anderen Lebensausdrücke sind dafür ebenso beachtenswert.

 

Definition Augendiagnose nach Carl Huter (Überschrift hinzugefügt)

Ähnlich so verstehen wir unter Augendiagnose nicht nur die Diagnose aus der Iris, sondern auch aus der Pupille, dem ganzen Augapfel, dem Innern des Auges, den Augenlidern und der Augenumgebung. – Bei gewissen Erkrankungen leiblicher Organe entzünden sich beispielsweise die unteren Augenlider. –

Das Auge richtet sich dorthin, wo das Blut im Gehirn mit Hochdruck pulsiert und die Helioda am stärksten arbeitet. Selbst die Augenlider nehmen daran Anteil. Daher gibt es auch ganz bestimmte typische Blickrichtungen.

 

Das klassische Sehen.

Huter lehrte aber auch ein neues klassisches Sehen, das mit dem Sehen das innere Fühlen verbindet. Mancher Mensch hat dasselbe angeboren, er sieht das Bild eines Menschen und fühlt gleichzeitig den Charakter desselben.

Man kann die ausstrahlende Helioda und was damit verbunden ist fühlend sehend aufnehmen und mancher kann z.B. den Blick eines Menschen mit böser Gedankenrichtung kaum ertragen, er tut ihn weh, als sei es ein körperlicher Schmerz.

Es gibt daher ein großes neues klassisches Sehen der Formen und Farben, das Huter zum erstenmal systematisch gelehrt hat.

Die Augenmuskeln, welche dem Auge die Beweglichkeit geben, sind äußerst nervenreich und jeder Muskel hat etwa 5000 feinste Nervenfasern. Durch sie erst wird der Sehvorgang eingeleitet, und sie allein verrichten schon eine staunenswerte und große Arbeit.

Das größte Wunderwerk der Natur ist das Auge und nie wird man aufhören, daraus zu lernen, und erst eine spätere Zeit wird ermessen, was für eine Riesenarbeit menschlichen Geistes Carl Huter vollbracht hat, – als er das Geheimnis der Lebensoffenbarung in der Iris erforschte.

Wendet man die Kraftrichtungs-, Wertungs-, Kraftverteilungs- und Entwicklungsordnung auf den menschlichen Kopf- und Gesichtsbau an, dann erst hat man die wissenschaftlichen Grundlagen für eine neue Phrenologie, Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] und wissenschaftliche Menschenkenntnis.


Der Tod – und was dann?

Wunderbar erhebend und beglückend ist nach den vorangegangenen Erklärungen unser Wissen

über den Tod und das Weiterleben.

Man sagt von einem Sterbenden: Das Auge bricht. – D.h. die Helioda-Lebenskraft spaltet sich mit dem Tode in ihrem extraktiven und besten bewußten Teil vollständig ab. Sie zieht den negativen Teil vollständig mit sich und ebenso die Kraftrichtungsordnung und den ätherisch feinsten Teil der Medioma und des Odes.

Die Helioda verläßt den Körper – die Kraftpole wechseln.

Das ist ähnlich so wie bei der Zeugung und Vererbung.

Auch hier spalten sich extraktive Teile der Helioda in den Samenzellen ab. Sie tragen den ganzen Plan des Körpers mit den aus Ahnenreihen ererbten körperlichen und geistigen Anlagen in sich, und zwar in mikroskopisch kleiner materieller Form, woraus sich der neue Mensch entwickelt. Das Geistige ist an irdische Größen nicht gebunden.

Ähnlich so ist es mit dem Vorgang des Todes, nur mit dem Unterschied, daß sich hier der ganze individuelle Lebensgeist abspaltet und auf dem gewohnten Wege der Strahlung den Körper für immer verläßt.

Er wandert durch die Vorstufen der Materie, Atome, Moleküle, Elektronen usw., bis in die Innerlichkeit des Raumes, in die unermeßliche Kleinheit, wo sich von Anbeginn der Welt alles Empfinden mit den ätherischen Feinstoffen entwicklungsgemäß gesammelt hat. (Auch in diesem Leben wurzelt bereits das tiefste Innenleben des Menschen in jener Welt.)

Daß wir diesen entschwundenen Lebensgeist mit unseren äußeren Sinnen nicht mehr wahrnehmen können, ist bei der unendlichen Kleinheit und Feinheit desselben selbstverständlich.

Es sind unermeßliche Räume des Lichtes und des Leben nach der Feinheit und Kleinheit zu, in welchen alles erdenkliche Glück des Lebens, des Lichtes, der Ideale, des Werte- und Kunstschaffens liegt, wovon wir uns nicht einmal eine Vorstellung zu machen vermögen.

Der Mensch lebt also sofort nach dem Tode gemäß dem Maßstab seiner Entwicklung, der Feinheit und Qualität der Helioda, dort weiter, wohin ihn das Empfinden zu tragen imstande ist.

Ohne weiteres ist es nach den vorangegangenen Ausführungen klar, daß die abgespaltene, konzentrierte feingeistige Lebensenergie aus etwa 25 Billionen Zellen und noch unendlich vielmal mehr Molekülen und Atomen nicht in dieselben zurückfluten kann.

Jedes Kleinstteilchen der Materie ist an ein ganz bestimmtes Proportionsmaß gebunden, über das es nicht hinaus kann und daher muß der abgespaltene Lebensgeist, so wie er ist, ob er will oder nicht, individuell nach dem Gesetz von der Erhaltung der Kraft in seiner besonderen feinmateriellen Form weiterleben, – um sich weiter zu entwickeln zu Macht und Kraft, Weisheit, Schönheit, Glück und Gerechtigkeit.

Wunderbar ist es, daß schon der Heiland, Jesus von Nazareth, die Liebe als das Höchste lehrte.

Das ist bei aller Weisheit der Welt nicht mehr zu übertreffen.

Heute können wir in dem anatomischen Strahlengebilde des Zentrosomas der Zelle die Lebenskraft mikroskopisch beobachten. Durch zahlreiche Experimente und Erfahrung ist bestätigt, daß diese durch Huter entdeckte Lebenskraft der Zelle in ihrem innersten Wesen gleichbedeutend mit Liebeskraft, Freude am Leben und Glück ist.

Daher soll alles, was jetzt lebt, auch lebensfroh und glücklich sein, und unsere Pflicht und Schuldigkeit ist es, unsere liebe Mutter Erde – zu einem glücklichen Arbeitsfeld für alle Menschen zu machen.

Mit diesem inneren Glück, mit der Freude am Leben und der Gewißheit des individuellen Weiterlebens nach dem Tode wird das irdische Leben ertragbar, der Kampf um die Ideale verständlich, es ist der Kampf um das Glück und die Entwicklung der eigenen Lebens- und Liebeskraft, der Helioda.

(Allerdings das Leid und das Böse, das ein Mensch verursacht, pflanzt sich als eine Energie fort, die früher oder später zu ihrem Urheber zurückkehrt, und dieser muß dieselbe durch dreifach Gutes wieder aus der Welt schaffen. Auch das ist ein Naturgesetz.)

Dort in der Welt des Kleinen, des Lichtes und des Lebens, der Empfindungsenergie, hat die Helioda vermöge ihrer qualitativen Feinheit ein ungeheuer großes Entwicklungsfeld vor sich, sie hat Einfluß auf den Weltäther, auf die Gesetze der Materie und sie kann sich formen und schaffen, was sie nur will und wozu sie nach dem Grade ihrer Entwicklung befähigt ist.

Hier sind wir eingeschlossen in unserem Körper und gebunden an unsere Mutter Erde, dort sind wir frei von allem irdischen Zwang, frei von der Schwerkraft, von Druck, Pressung und Spannung, Dichtigkeit und Festigkeit, Hitze und Kälte, Zeit, Raum, Form und Fortbewegung, – frei in einem unermeßlichen größten und kleinsten Raum, getragen von der Liebe und der Schöpferkraft des Weltenäthers.

Wahrlich, ein solches Lebensziel gibt die Kraft, getreu bis in den Tod und darüber hinaus allen Kampf des Lebens zu überwinden. Das Leid tritt zurück, das Ideal hervor.

Lob und Dank der Natur, den höchsten geistigen schöpferischen Kräften und Wesen, die uns bis hierher gebracht haben. Lob und Dank der Natur in ihrer Größe und Kleinheit. – Sie, die uns bisher getragen hat, sie leitet uns weiter und läßt das Höchste und Beste in uns, den individuellen Lebensgeist nicht zugrunde gehen.

Sie hat im Gegenteil in unermeßlich langen Zeitläufen an der Entwicklung des Geistes in uns gearbeitet. So wie die Mutter Erde, wenn wir in dieses irdische Leben hineingeboren werden, die Nahrung für uns und alle Bedingungen für unsere Fortentwicklung schon bereit hält, so hat auch die Natur alles, was zu einer Weiterentwicklung nach dem Tode nötig ist, in unserer jenseitigen Heimat schon vorbereitet.

Fröhliche Weihnachten!

 

Bücher und Lehrmittel zu Weihnachten

Wahlspruch Carl Huters

(wie er von Jugend an gedacht und gestrebt hat und wie

sein Lebensschicksal wurde).

 

Ob dir auf dieser weiten Erde

Dein Glück erblüht, dir Freude lacht,

Ob dir mit freundlicher Gebärde

Des Lebensschicksals Ruh´gebracht,

Das ist es nicht, was sich mit Sorgen

Erfüllen möge Tag für Tag

Nein, lieber sorge heut und morgen,

Daß dir der Mut nicht werde schwach,

„Der Mut stets für das Rechts, Wahre,

Im Kampfe bis zum Tod bereit;

Den Mut, mein Sohn, den Mut bewahre,

Er ist das höchste Ehrenkleid.“

Und sollte dein Gebein verwesen

In allertiefster Waldesschlucht,

Wenn nur die Seele dir genesen

Auf dieser wilden Erdenflucht.

Ob du in Armut, ob in Ehren,

Ob du als reicher Bürger stirbst,

Das ist es nicht, was zu den hehren,

Den höchsten Preisen du erwirbst;

Es ist vielmehr ein rein Gewissen,

Ein reines Herz, voll edlem Mut,

Dem mächtig durch die Adern fließet

Das allerfeinste Seelenblut.

„Das Blut, das in den Nerven zündet

Den Sinn fürs Gute in der Welt,

Das mit dem Geist die Tat verbindet

Und lebt und liebt und stirb als Held.“

 

Diese große Studienbüste, 60 cm hoch, lebensgroß, hat 240 Inschriften zur Feststellung von Charakter, Neigung und Seelenkraft, Lebenskraft, Gesundheitszustand und Krankheitsdisposition. Die Büste ist einzig in ihrer Art, angefertigt nach Carl Huters Entdeckungen. Preis R.M. 45.- einschließlich Verpackung und Porto.

 

Herrliche

Plastiken der antiken Kunst

Zum Studium von Körper-, Kopf-, Gesichts- und

Seelenausdruck

 

Die ideale Kunst ist das Brot des täglichen Lebens. Ohne sie ist das menschliche Gemüt nicht zu erheben zu jenen alle Naturwahrheit übertreffenden Schönheiten und beseligenden Empfindungen, deren die menschliche Seele bedarf, soll sie nicht Gefahr gehen, zu versimpeln oder im harten, nüchternen Daseinskampf zu verrohen und zu versinken in das Niedrige zurück.

Wer sein Heim mit solchen Kunstwerken schmücken will, hat hier Gelegenheit, echte Abgüsse der antiken Originale zu erhalten.

Diese haben folgende Preise:

1. Venus von Milo, Büste, 77 cm hoch                                   R.M. 50.-

2. Knydische Venus von Praxiteles, 60 cm                           R.M. 30.-

3. Kniiende Venus, ganze Gestalt, 73 cm                               R.M. 90.-

4. Klytia, 68 cm                                                                       R.M. 50.-

5. Apollo, Büste, 85 cm                                                           R.M. 50.-

6. Paris, 64 cm                                                                        R.M. 40.-

7. Laokoon, Büste, 71 cm                                                       R.M. 50.-

8. Bachuskopf, Knabe von Praxiteles, 40 cm                          R.M. 15.-

9. Antiker Floralkopf, Original                                               R.M. 7.50

10. Der harmonische Jesus von Thorwaldsen, 58 cm         R.M. 15.-

 

Diese plastischen Abgüsse erheben Anspruch auf einen wirklichen Kunstwert. Alabaster-Elfenbein, imitiert und teils getönt.

Porto, resp. Fracht und Verpackung wird zu den Selbstkosten extra berechnet.

 

Der hier abgebildete plastische Studienkopf, 26 cm hoch, mit 148 Inschriften nach Carl Huters Neuphrenologie hat sich bestens eingeführt und praktisch bewährt. – Handarbeit. Preis R.M. 15.- einschl. Porto und Verpackung.

Zu beziehen durch den untenstehenden Verlag.

 

 

Neuerschienen:

Die neue Heilmethode

Auf Grund der

5

Menschentypen

 

1. Die 5 Grundtypen des Lebens: 1. Körperbau, 2. Gesundheit, 3. seelische Veranlagung, 4. Lebensweise, 5. falsche Maßnahmen, 6. das Geheimnis ihrer Kraft, 7. Krankheitsneigung, 8. Therapie, 9. seelische Behandlung und 10. Prognose.

2. Durch falsche Lebensweise krank gewordene Konstitutionstypen, gesunde Typen in Wort und Bild dargestellt.

3. Carl Huters Beurteilungskunst in Wort und Bild, – die praktische Anwendung des neuen Diagnose-Systems.

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Des Glückes Wege

Wechsle Arbeit, Fest und Spiel

Und setze Dir ein schönes Ziel,

Verknöchere im Berufe nie,

Dann hast Du Glück

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Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 30 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4300. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

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