DgM 038

Der gute Menschenkenner 038 von 101

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MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

 CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                             

Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© März 1936, Nr. 38

 

 

Eine Studie über den

V ö l k e r b u n d

Auf naturwissenschaftlicher Grundlage

 in Wort und Bild

Die Rangordnung der

Persönlichkeiten

Große Charakterverschiedenheiten

 

 

Wenn man die Ereignisse der Welt mit Bezug auf den Völkerbund betrachtet, so bleibt das Gefühl der Unsicherheit – man ist unbefriedigt und hat den Gedanken, daß noch manches zur Vollendung fehle.

Nicht alle Staaten der Erde sind Mitglieder des Völkerbundes und etliche sind wieder ausgeschieden. Das letztere ist an sich unter den gegebenen Umständen verständlich, denn jeder Staat hat zuerst seine eigenen Interessen, denen allerdings die der Allgemeinheit auf dem Fuße folgen. Etwas Ähnliches gibt es ja auch in der Natur, es ist das Freiheitsprinzip“, das die scheinbar starre Gesetzmäßigkeit durchbricht.

Es gibt das eine und gibt das andere – es ist zweifellos auch gut so, denn sonst lebte es die Natur nicht vor.

 

Salvator Madariago, ein Mitglied im Rat des Völkerbundes, veröffentlichte eine Arbeit, wonachh er sich einen idealen Völkerbund denkt, der die Weltschicksale leitet, lenkt und regiert.

Es gehört Mut und die Vorstellung einer besseren Welt dazu, um dieser Idee auch nur zu folgen.

Aber was sind denn Ideen, Worte und Vorstellungen? Sie verfliegen vor der rauhen Wirklichkeit in alle Winde, wenn nicht die

Lebendige Kraft des Menschen

sie stützt, die in ewigen unabänderlichen Naturgesetzen wurzelt!

Das ist der Kernpunkt. Madariago gibt wohl schöne Ideen kund, aber die Hauptursache fehlt, die naturgesetzliche praktische Unterlage, wonach sie verwirklicht werden können.

Diese fehlt glänzlich, nicht einmal die Idee, daß so etwas sein könnte und müßte, ist erörtert.

Damit ist hier schon das Problem des Völkerbundes im Prinzip klar gekennzeichnet, es muß auf

allumfassende Grundlagen

gestellt werden.

Diese liegen in der Natur und in der Natur des Menschen im besonderen. Sie zu finden und ihre praktische Verwirklichung zu zeigen – ist allerdings mehr, als dem gewohnheitsmäßigen Denken entspricht – und soll hier erörtert werden.

Es sind die Gesetze der Natur und des Lebens im allgemeinen und die des Menschen im besonderen, von denen nicht im geringsten abgewichen werden darf, denn sonst ist an eine gesunde Lebensentfaltung und Entwicklung in

einem großen Staatenbund,

wie mein Lehrmeister Carl Huter es nannte, nicht zu denken.

Und doch ist die Lösung des Problems da, sie ist im Prinzip sogar sehr einfach. Der Leser suche sich in die nachfolgend geschilderte Natürlichkeit der Dinge hinein zuleben, und er wird finden: sie ist richtig. –

 

Bild 1. Mussolini.         Illustration

 

Bild 1 zeigt uns, nach einem Gemälde im venezianischen Palast in Rom, den Diktator Mussolini, den machtvollen Lenker der Geschichte Italiens.

Von diesem Bilde hat Mussolini selbst gesagt, „daß es ihn so zeigt, wie er sich fühlt“.

D.h. in dem Bilde liegt das, was ihn innerlich bewegt. In der Haltung, in den Augen, Kopf- und Gesichtsformen kommt der Geist zum Ausdruck, der die Geschicke Italiens leitet und regiert und ist daraus für jedermann zu ersehen.

Wenn das wahr ist, dann stehen wir vor einer Wahrheit, wie sie größer in der Natur nicht gedacht werden kann, und wenn das nicht wahr wäre, dann wäre alle Bildnerkunst der Welt null und nichtig – und auch so ziemlich zwecklos.

Was sehen wir nun an dem vorzüglichen Bildnis?

Zunächst einmal eine aufrechte Haltung und eine hohe Brust, die wie von Erz gegossen erscheint und sofort kundgibt, daß dieser Herrscher unweigerlich seinen Willen verfolgt und durchsetzt.

Wir sehen ein weitgeöffnetes Auge mit dem zwingenden Herrscherblick und denken an „Hamlets“ Ausspruch: „Ein Auge – zu erschrecken und zu befehlen.“

Wir sehen die Gesichtszüge fest gespannt und erkennen den Geist, der kriegerisch gegen Abessinien vorgeht. Wir sehen den starken Willen in der Nasenform, den Mund der starken Gefühle, die Stirn, die mit Kraft nach den oberen Seiten zu ausgewölbt ist, die in Fleisch, Blut und Nerven durchdrungene Phantasie zeigend, das wuchtige Kinn mit dem breit auslaufenden Unterkiefer, das an den römischen Krieger erinnert. Dazu eine machtvolle breite Hand mit stärkstem Handgelenk. Es wetterleuchtet von elektrischer Energie in dem Gesicht, wie vor dem Sturm auf hoher See, den das gesunkene Barometer anzeigt.

Das sehen wir klar und deutlich, objektiv und real sinnlich und wissen eigentlich schon alles: daß dieser Lebensgeist herrscht und Gesetz in sich selbst ist!

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er kann doch nur diesem Willen einen noch stärkeren entgegensetzen – sonst muß er sich beugen und den Dingen ihren Lauf lassen.

Die Tatsachen und Ereignisse sprechen für die Richtigkeit dieser Charakterdeutung – und die Folgerung daraus ist offensichtlich ebenso richtig und gegenständlich. Kein Wort ist mehr gegenüber dieser realen Objektivität zu verlieren. –

 

Bild 2. Kaiser Selassie von Abessinien.        Phot. Weltbild

 

Bild 2.

Nun betrachten wir Bild 2, den abessinischen Kaiser Haile Selassie, dessen Staat ebenso Mitglied im Völkerbund ist und im Kriege mit Italien steht.

Die Gestalt des Kaisers wirkt dem Bildnis 1 gegenüber wie aus einer anderen fernen Welt, einer Welt, die sich ebenso behaupten will, wenn auch in anderer Weise.

Ernst Sorge scheint im Gesicht und um beide Augen des Kaisers zu liegen. Die Augen, wohl nach außen gerichtet, aber ebenso stark in sich gekehrt und nach innen gerichtet, sind von großen Augenlidern beschattet, ähnlich wie bei den Meisterwerken der bildenden Kunst, welche die Frömmigkeit mit Tat gepaart darstellen.

Das Gesicht ist klein, das Gewebe erscheint wohl zähe, aber im Unterton zarter, auch der Hals, die Schultern und der Körper sind zarter und nur wenig voll oder gar fleischig.

Es ist sofort klar, dieser Kaiser lebt und handelt nach inneren Grundsätzen, die dem Empfinden entspringen und – nach innerer geistiger Verbundenheit.

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er muß doch zweifellos in zweiter Linie die Macht und den Willen in sich lebendig verkörpern, worin auch die Natur des Kaisers ihren höchsten Niederschlag findet, denn sonst hat das, was der Völkerbund beschließt, keinen Sinn und Bestand, denn Gerechtigkeit soll doch durch denselben die Welt und das Geschick der Völker der Erde regieren!

 

Bild 3. Außenminister Eden.         Illustration

 

Bild 3.

Nun betrachten wir Bild 3. Es ist der englische Außenminister Eden, zweifellos die machtvollste Stimme im Völkerbund.

Man sagt von Eden, daß er der bestgekleidete Mann in England sei, und diese sichere, freie und vornehme Haltung auf dem Bild und das Bild selbst scheine das dem Sinne nach durchaus zu bestätigen.

Folglich ist Eden zweifellos ein Mann, der die äußere Macht und die kulturellen Grundsätze seines Landes in sich aufgenommen hat und würdevoll vertritt.

Man beachte das lange markante Gesicht, das weniger voll, sondern eher knochig, sehnig, mit starkem Jochbein, breitem Kinn und starkem Unterkieferbogen sich darbietet.

Man beachte diese abwartende, geneigte und konzentrierte Kopfhaltung, den aufmerksamen, beobachtenden und ruhig denkenden Blick der mittelgroßen Augen, die starken Augenbrauen, die breite Stirn mit einer gewissen Eckenkraft – den wohlgeformten Mund, der den auserlesenen Geschmack deutet, um ganz den auf lange Sicht handelnden Typus des nordischen, hochgebildeten, fortschrittlichen Engländers zu erkennen, der fest auf dem Boden alter Tradition und Kultur steht.

 

Was will denn nun der Völkerbund?

Er muß zum drittenmal eine Macht darstellen, die all die Dinge, die Außenminister Eden in Fleisch und Blut übergegangen sind und die dieser lebendig verkörpert, in noch höherem Maße ebenfalls umfaßt. –

Wo ist nun diese Macht zu finden, wo ist sie, die den Völkerbund beherrschen soll, alles in sich birgt und alle Gegensätze völlig gerecht und würdig ausgleicht und darüber noch weise die Welt regiert und leitet?

 

Diese Macht ist da.

Der Leser betrachte das Bildnis des Turnvaters Jahn, von dem Huter sagte, daß er ganz der Typus des Herrschers über ein Weltreich sei, ja, das er getrost in Jahns Hände die Macht und Leitung über die ganze Welt legen würde.

Bei aller Größe und Anerkennung der bisher gekennzeichneten drei Persönlichkeiten wird der Leser doch in Jahn das alle überragende Jupiterhaupt erkennen, den Volkserzieher von großem Ausmaß, einen unerschütterlichen Willen, eine Abklärung und Größe in den Formen, die kundgibt, daß mit dem tiefsten und feinsten Empfinden dennoch einheitlich die Tat verbunden ist. Aus den Augen Jahns spricht die reine Vorsehung der Dinge und Geschehnisse, ihre weise Leitung. Die kraftvolle breite Oberstirn mit diesem gesunden natürlichen Ausdruck zeigt den starken psychologischen Gefühlssinn. Jahn fühlt mit dem Volk, das ist ihm angeboren, und keine Kamarilla kann ihn jemals davon abbringen.

Wer wird nicht dieser Jahnnatur freiwillig folgen, wenn er und seinesgleichen die Macht haben und weise regieren und lenken? –

Darüber hinaus scheint es keine höhere geborene Weltherrschernatur mehr zu geben.

 

Aber freilich – man betrachte das Bild 5 -, diese Natur beugt sich der Jahnnatur freiwillig nie.

Das Bild stellt die Macht des  Geldes dar, die ja immer wieder in Menschenhand liegt, denn das Kapital an sich ist tot und wesenlos.

Man betrachte diese breite brutale Physiognomie mit den seelenlosen Augen und den verbildeten Formen des mittleren Gesichts, den kurzen, schwer belasteten Hals, den dunklen, Nacht und Graus verbreitenden Gewebston.

Banker (Hinzugefügt)

Kein Mensch wird sich wundern, daß diese brutale Gestalt – auf dem Throne sitzend, der mit Totenköpfen geziert ist – den Fuß auf den edlen Mann des Volkes und der Arbeit stemmt und die Teufelshand auf den Nacken der edlen, leidenden Frau des Volkes legt.

Was sprechen denn diese Bilder? Was bringt denn der Künstler eindeutig zum Ausdruck, wenn er sagt: Das Bild zeigt ihn so, wie er sich fühlt? –

Siegel der Illuminaten (Hinzugefügt)

Banker (Hinzugefügt)

Daß der Geist in den Formen lebt und sichtbar deutlich daraus zu erkennen ist, lautet die Antwort, daß bei aller Macht, Kultur und Weisheit der Welt Menschenkenntnis regieren sollte.

Man denke sich Jahnnaturen im Rate des Völkerbundes, man stelle sich diese gewaltigen Männer vor, und man wird finden, gegen die ist alles, was nicht gerecht und gut ist, machtlos und vergeblich. Es wäre kein Krieg zwischen Italien und Abessinien ausgebrochen – oder aber, er wäre wie ein Donner, der die Luft durchzittert, in kurzer Zeit beendet. So aber gehen die Verhandlungen hin und her – und der Krieg geht weiter, und was kommen wird und muß, ist gar nicht abzusehen.

Wo ist nun aber diese Erkenntnis der Wahrheit, der Natur und der Menschen, wo finden wir sie?

Nirgends – diese Erkenntnis ist neu, aber sie liegt schon wie ein Unterton in allem gegenwärtigen Geschehen, sie kündigt sich schon im Morgenrot einer neuen Zeit an.

Der Mensch lernt immer mehr das klassische Sehen, den Geist aus den Formen erkennen, er lernt Augen und Verstand planmäßig schulen und gebrauchen, und die Fortschritte einer ihrer Vollendung entgegengehenden Naturwissenschaft erschließen mit ehernem Schritt neue Werte und Erkenntnisse.

Sie sind in der modernen Entwicklungslehre wie folgt begründet.

Wenn die befruchtete Mutterzelle sich teilt, so ist bereits alles von Vater und Mutter vererbt, was der Mensch aus Ahnenreihen übernimmt, und durch fortgesetzte Teilung und Zellvermehrung entsteht das Kind – der Mensch -, entstehen alle Menschen, Rassen, Völker und Nationen in buntester Mannigfaltigkeit.

Aber es sind alles Menschen – und es sieht die Wissenschaft – und es sieht die Welt den Menschen.

 

XX

Bauplan der Natur (Hinzugefügt)

 

Aber die Wissenschaft sieht mehr – und noch mehr als diese sah Carl Huter.

Sah die Welt die Menschen nach Rassen und ihren Mischungen, nach Würden und Religionen, nach Klassen, Kasten, Rang, Geld und Titeln, so sah Huter auf einmal: daß ja die Menschen der Welt wunderbar klassifiziert und eingeteilt nach einer planmäßigen Ordnung der Natur ihr Leben mehr oder weniger gut ausleben.

Er sah die Menschen plötzlich nach einem System der Natur eingeordnet, nach einer wunderbaren Gesetzmäßigkeit, die wahrlich an Grandiosität nichts mehr zu wünschen übrig läßt.

Es wurde Licht – und Huter sah: nun kann ich die Menschen ordnen wie Zahlen zu Begriffen und Buchstaben zu Worten, Sätzen und Begebenheiten, und er sah in dieser höheren Ordnung die Weisheit der Natur und die Möglichkeit des Glückes der Welt.

Aus dieser höheren Ordnung in der Natur ist alles, was das ist und lebt, und auch was scheinbar tot ist, entstanden.

Wohl war Huter dem Geheimnis der Natur, der anorganischen Welt, der Pflanzen, der Tiere, des Menschen längst auf der Spur – aber erst als Prof. Dr. Johannes Ranke seine großes Lehrwerk „Der Mensch, Entwicklung, Bau und Leben des menschlichen Körpers“, herausgab, da hatte er auch das letzte Glied in der Kette zur Lehrfähigkeit dieser grandiosen Ordnung in der Natur gefunden.

Sein Lehrgebäude von unaussprechlicher Pracht und Herrlichkeit war fertig, und nun war auch der Eingang, das Tor in seiner ganzen Vollendung geschaffen. Mit Hilfe der Wissenschaft war der Natur das Geheimnis abgelauscht.

Die befruchtete Eizelle teilt sich, nachdem vollständig und gänzlich die Vererbung nach der Rasse, dem väterlichen und mütterlichen Erbgut, abgeschlossen ist. Es entsteht die sogenannte Keimblase, siehe Fig. 1, aus welcher die Organsysteme für die Ernährung, Bewegung und Empfindung hervorgehen.

Ganz sachte lüftete sich damit der Schleier. Dieses Dreiteilungsprinzip liegt aller Entwicklung zugrunde. Aus dieser Dreiheit ist alle Verschiedenartigkeit der Pflanzen, Tiere und Menschen hervorgegangen. Sie zeigt sich schon als Naturprinzip in der Welt der Kristalle, in der anorganischen Welt, in der ganzen Entwicklung des Weltalls und entfaltet sich in der Lebenswelt zu einer Grandiosität sondergleichen. – Wir beugen uns in Ehrfurcht, o göttliche Natur – du hast wie eine Sphynx dein Geheimnis seit Ewigkeit gehütet, verborgen, nun ist es enthüllt und liegt offen vor uns.

Weit ist der Weg zu dieser Erkenntnis, alle Wissenschaften der Welt, Geschichte, Kunst und Religionen umspannend. – Wir aber halten uns an dieses Prinzip der Natur, wie es in der Differenzierung der Keimblase liegt, um daraus die Lehre für unser Thema

der Völkerbund auf naturgesetzlicher Grundlage, zu ziehen.

Groß ist die Natur, groß sind ihre Gesetze – noch größer ist ihre Ordnung.

[Keimblatt, Keimblase]

 

Ist ein Keimblatt, z.B. das Innere, primär in der Entwicklung, an Masse, Gewicht und Qualität so stark wie die zwei andern zusammen, dann bildet sich ein ganz bestimmter breitfleischiger Körperbautypus mit einer entsprechenden Grundcharakterrichtung, das Ruh- und Ernährungs-Naturell, das ökonomisch und konservativ ist, siehe Figur 2.

Fig. 2.

 

Zeigt das mittlere Keimblatt die vorhin gekennzeichnete Tendenz, so haben wir das typische knochig-muskuläre Tat- und Bewegungs-Naturell vor uns, das konservativ herrschend und fortschrittlich revolutionär ist. Siehe Fig. 3.

Fig. 3.

 

Zeigt das äußere Keimblatt die erwähnte Entwicklungsrichtung, so bildet sich der verfeinerte, zarte Körperbautypus des primären Empfindungs-Naturells, das veredelnd, verschönernd, vergeistigend und verfeinernd wirkt. Siehe Fig. 4.

Fig. 4.

 

So sind die drei primären Grundtypen des Lebens präzise aus der Fülle der Formen herausgeschält, ein großer Prozentsatz aller Menschen liegt zwischen diesen Typen, nach Leib, Geist und Seele ebenso genau gekennzeichnet.

 

Sind aber alle drei Organsysteme gleich stark betont, gleichmäßig verbunden und entwickelt, so haben wir das harmonische Naturell vor uns, das nebenbei gesagt leicht in das Geniale übergeht, siehe Bild 6 und 7. Diese bevorzugten Naturen machen heute je nach der Rasse nur einen kleineren Prozentsatz aller Menschen aus.

Bild 6. Kaiser Wilhelm I, im harmonischen Naturell.

Bild 7. Eine harmonische Frau.

 

Man betrachte das Bildnis des alten Kaisers, das Huter als das ausgesprochene harmonische Naturell bezeichnete und das hier außerordentlich gut zu sehen und zu studieren ist. Vollwertig nach jeder Richtung hin ist dieses Naturell, der geborene Leiter und Führer in Haus, Hof, Werkstatt und Fabrik, und wenn es ethisch durchgebildet ist, auch in der Gesellschaft und im Staat.

Es ist nicht nötig, diese Naturellehre hier bis in das einzelne zu beschreiben, denn sie ist allgemein in der Welt bekannt. Unnütz ist es, darauf einzugehen, daß sie in Psychologie und Medizin zum größten Teil unter anderem Namen als dem ihres Entdeckers bekannt geworden ist und daß die Typen selbst andere Benennungen gefunden haben. Das ist noch so der Lauf der Welt und wird sich erst mit der fortschreitenden Entwicklung und Wahrheitserkenntnis ändern. Zunächst ist alles, was mit Bezug auf diese Probleme in der Welt geschehen ist, noch relativ, aber die Wahrheit in der Natur ist ewig, und diese Wahrheit gibt es nur einmal, und sie war auch nur einmal zu entdecken und kann nicht dutzendmal nachentdeckt werden, nachdem sie weit und breit bereits bekannt war.

Vollwertig und leistungsfähig nach jeder Richtung ist das harmonische Naturell, es wirkt geistig emporziehend durch ideale Verbesserungen, geht aus Naturveranlagung den goldenen Mittelweg des Lebens, hält das gute alte ebenso stark fest, wie es das gute Neue fördert.

Bild 7.

Man betrachte Bild 7, die harmonische Frau, als solche noch durch Carl Huter gekennzeichnet. Bei aller Kraft und Fülle ist doch die edle Weichheit des Weibes vorhanden, Reinheit und Schönheit, Adel des Geistes und des Körpers. Sie ist die ideale Gattin, die Mutter ihrer hochbegabten, edlen und gesunden Kinder.

Wie treu und brav, wie ehrlich, ernst, gut und gerecht sieht der alte Kaiser aus. Dieser Typus erreicht ein hohes Alter, ist im Grunde seiner Natur glücklich und froh, ernst und verbindend, reif und vielseitig, alle Extreme vermeidend.

Die zwei harmonischen Menschen sehen fast wie Bruder und Schwester aus, obwohl sie es nicht sind, es ist der Typus, der die Ähnlichkeit gibt, und sie passen zweifellos großartig zueinander.

Ihre Welt ist die der Vollwertigkeit und Harmonie, der Fülle und Kraft, die einst bei den alten Babyloniern und Ägyptern bestand, die viele harmonische Naturelle aufwiesen und eine jahrtausendlange Höhen- und Dauerkultur. Die Kultur zerfällt aber, wie die Geschichte lehrt – ohne Menschenkenntnis und Kenntnis der Naturgesetze, wie sie im Menschen und in allen Dingen liegen. – Als im hochentwickelten Römerreich ein notorischer Verbrechertypus, der Kaiser Nero, auf den Thron kam und ähnliche Unholde – o Himmel, was für ein Wahn -, da setzten die beispiellos grausamen Christenverfolgungen ein und unter unfähigen Herrschern zerfiel das mächtige Reich und seine Kultur – und Jahrtausende haben die Nachkommen Ruhe nötig, um sich von diesem Niedergang wieder zu erholen.

So zerfiel einst das Sonnenreich des Königs Echnaton und der Nofretete schon nach einer Generation, als sie durch schwer disharmonische Naturelle in der Herrschaft abgelöst wurden und auch ihre Weltanschauung nicht mehr Geltung behielt.

Wann lernt man nun endlich aus der Geschichte, wann will man das Schicksal selbst in die Hand nehmen, anstatt nur die Naturgesetze walten zu lassen, alles dem Zufall überlassend, was oftmals sehr bittere Folgen hat?!

Man muß erst das Geheimnis der Natur enthüllt sehen.

Wenden wir es an:

1. Ein einheitlicher, hoher, gerechter und weiser Geist, lebendig verkörpert in Fleisch und Blut, muß den Völkerbund durchziehen – und das ist nur möglich durch die Herrschaft des harmonischen Naturells.

2. Die Völker der Welt  und aller Rassen machten zunächst die harmonischen Naturelle zu ihren naturgewollten Leitern und Führern – und wo diese bei den niederen Rassen fehlen, da springen solche aus einer ähnlichen und höheren Rasse ein, und zwar so lange, bis höherwertige Naturen durch vernünftige und natürliche Liebes- und Ehegesetze nachgezüchtet sind. Wie ein Zauber durchzieht bald ein harmonischer Geist die Völker der Erde, – wachen oder träumen sie? Ein dauerndes Völkerglück nimmt damit seinen ersten Anfang.

3. Nun schicken die Völker der Erde harmonische Naturelle und solche, die bereits einen Zug in das Geniale haben, in den Rat des Völkerbundes. Jahnnaturen werden Präsidenten in diesem großen Staatenbund.

Wer will dieser lebendigen Macht widerstehen? Sie ist naturgesetzlich begründet, sie steht im Gleichlauf und Gleichschaltung mit den Höherentwicklungszielen der Natur und mit dem, was die suchende Seele und das natürliche Empfinden der Völker wünscht.

Ehrfurcht vor diesem Rat des Staatenbundes durchzittert die Welt, und nun erst werden die großen Fragen der Rassenethik, Völkerkunst, Weltreligion verbindenden Technik und Weltwirtschaft langsam aber sicher zur Lösung gebracht, allseitig und allverbindend im harmonischen Sinn.

Ja, es gehört Mut und die Vorstellung einer besseren Welt dazu, dieses Ideal eines Völkerbundes praktisch und greifbar zur Lösung zu bringen, die aber in der einen oder anderen Form kommen wird, so wahr es eine Entwicklung gibt.

Das ist allerdings etwas ganz und gar anderes, als was Salvator Madariago sich vorstellt oder auch nur träumen läßt über einen Völkerbung, der die Geschicke der Welt regiert.

Vorbei wird dann die Zeit der Gegensätze, der Disharmonien, Noten, Proteste und Kriege sein, vorbei ist Kummer und Leid, Armut und Not. Nur wenige Leitsätze sind nötig, denn lebendig liegt bei einem solchen Völkerbund das gute Gesetz und Recht, Fortschritt und Kultur, Schönheit und Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit in Fleisch und Blut, Knochen und Muskeln, Nerven und Gehirn, Gestalt und Geist der harmonischen Naturen verkörpert.

Die Kenntnis der Natur und ihrer Gesetze macht weiser, die oft recht dunkle Vergangenheit der Menschheit warnt mit Blut und Tränen, um nie mehr den Weg des so errungenen Glückes zu verlassen.

Mut gehört dazu, Kenntnis der Naturgesetze, Schulung des Sehens, Herausbildung aller Verstandes- und Vernunftskräfte – und das Glück ist da, wie hergezaubert.

Es wäre doch der allmächtigen Natur nicht würdig, wenn sie uns nicht die Wege zum Glück frei lassen und die Möglichkeit geben würde, ein freundliches Arbeitsfeld für alle Menschen auf Erden zu schaffen!

Suchet, so rufet sie uns zu, nicht von selbst und nicht von ungefähr kommt euch das Glück, nur im Einklang mit der Natur und ihren  Gesetzen verwirklicht ihr das Beste!

 

Die verschiedenen Religionen,

die es in der Welt gibt und die sich oftmals bitter befehden, sind zweifellos für einen großen Staaten- und Völkerbund ein bedenkliches Hindernis.

In Wirklichkeit sind aber die Naturgesetze überall gleich, und daher kann es auch nur eine wahre Gottesanschauung und eine Wahrheitsreligion geben, ebenso nur eine Wahrheit über Leben, Tod und Unsterblichkeit.

 

Carl Huter kam daher auf Grund seiner Forschungen und Entdeckungen zu folgendem Resultat:

1. Religion, Wissenschaft und Kunst sind in Wirklichkeit eine Einheit und sollen sich befruchten und ergänzen.

2. Aus allen großen Weltreligionen ist das Wahre, Gute und Schöne auch für alle Zeit wahr, gut und schön und daher zu erhalten. Aller Irrtum und alles, was dem nicht entspricht, erübrigt sich und kann fortfallen.

3. Die Naturwissenschaft hat neben den realen, praktischen Beobachtungen auch den Geist in der Natur zu suchen. Darnach ergibt sich, daß die gesicherten Endresultate aller Naturwissenschaften in Verbindung mit den neuen Entdeckungen Huters mit dem Wahren, Guten und Schönen der großen Weltreligionen durchaus in Einklang stehen.

4. Den Geist in der Natur hat Huter dadurch nachgewiesen, daß er neben Stoff und Kraft die Empfindungsenergie als Wurzelkraft alles Geistigen, als dritte große primäre Weltenergie entdeckte.

5. Damit wird die Naturwissenschaft vergeistigt und die Religion auf naturwissenschaftliche Grundlagen gestellt.

6. Da das Empfinden allüberall vorhanden ist und also in allen Formen, Farben und Erscheinungen lebt, alles Leben bildet und zur Entwicklung bringt, so folgt daraus eine natürliche Lebensformen-, Seelen- und Geisteslehre und weiterhin eine natürliche Gottheits- und Unsterblichkeitslehre.

7. Alles aber gipfelt in der Schönheit, und hier hat die große bildende Kunst ihre herrlichste und höchste Aufgabe zu erfüllen.

So hat Carl Huter aus seine Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] die neue Ethik und Weltweisheits- und Schönheitsreligion entwickelt als natürliche Grundlage für einen großen Staaten- und Völkerbund.

 

100 disharmonische Köpfe. Zeichnung von William Howarth.

Diese lehrreiche Tafel ist dem Werk des edlen Johann Caspar Lavater entnommen, erschienen 1777 in Winterthur, und stellt disharmonische Köpfe und Gesichter nach dem großen englischen Zeichner William Howarth dar.

Man betrachte jeden einzelnen Kopf und jedes Gesicht, es zeigt entweder Unentwicklung, Verbildung oder abstoßende Häßlichkeitsmerkmale, Hirnbelastung und Abnormitäten, wodurch sich die Unreinheit des Blutes, böse Leidenschaften, niedrige Instinkte, Disharmonien und das Verbrechen kennzeichnen.

Die Ursache liegt zumeist in unglücklicher Vererbung und ungünstigen Umwelteinflüssen, denn durch Alkohol, Überernährung, Verdruß, Leidenschaften, Unreinheit des Körpers und des Geistes, durch böse Gedanken und Geschlechtskrankheiten vererben sich die liebelosen Charakteranlagen und Verbrechereigenschaften.

Dadurch entsteht die innere Disharmonie der Kräfte [Näheres zu Kräfte siehe www.chza.de „Kräfte“]. Die Keimblätter, welche wir bereits kennengelernten, siehe Figur 1, sind in solchen Fällen ungünstig bzw. disharmonisch entwickelt und miteinander verbunden.

Figur 1 Keimblätter

Eine Verbildung der inneren Organe und äußeren Formen, so wie der Zeichner sie dargestellt hat, ist die Folge.

Meist kommt dann noch eine ungesunde Lebensweise und ungünstige Beeinflussung hinzu, wodurch sich die Disharmonie verstärkt. – Aber alle Schuld rächt sich auf Erden und wird dadurch offenbar, daß die Körper-, Kopf- und Gesichtsformen so wie die Menschen werden.

So lange es noch mehr oder weniger stark disharmonische Menschen gibt, die einen gewissen Prozentsatz ausmachen – dürfen diese jedenfalls nicht den Ton in der menschlichen Gesellschaft angeben, noch viel weniger die Macht und Führung haben. Denn das führt zu unausgesetzten Disharmonien und sogar zu Verbrechen.

In der Zeichnung liegt Sinn und Plan – aber welcher?

Ein Kopf ist darunter, der alle an Intelligenz weit überragt und führend in dieser Gesellschaft ist, d.h. oben schwimmend. Seine Intelligenz ist aber nicht mit Weisheit und Liebe gepaart, sondern verkehrt so ziemlich das natürliche Leben in das Gegenteil.

Die meisten anderen denken nicht mehr, sondern handeln planlos und leben ihre Triebe aus, die in Wahn und Verbrechen enden. –

Daher teilte Huter die Menschen in drei Hauptgruppen ein, in Mittel-, Minder- und Hochwertige.

Er sah die einzig richtige Behandlung der total entarteten unglücklichen Menschen darin, daß sie richtig erkannt werden, von der Fortzeugung ausgeschaltet und in Bewahrungsanstalten lebenslänglich untergebracht werden. Sonst ist die minderwertige Gruppe als dienende zu betrachten, die Mittelwertigen als stimmberechtigte und gesellschaftlich völlig freie Menschen, die hochwertigen sollen als herrschende und führende Leitmenschen bewertet werden.

Sie werden in die führenden Stellungen durch Bestimmung und Bestätigung berufen. Die Bestimmung sollte durch die höchsten Spitzen der verschiedenen Berufs- und Gesellschaftskörper unter Beirat psycho-physiognomischer [physiognomischer psychologischer] Gutachter erfolgen, die Bestätigung durch Volkswahl der Mittelwertigen. Auf diese Weise wird verhütet, daß dem Volke unliebsame Leitpersonen aufgebürdet werden, daß unfähige Personen in leitenden Stellungen wirken.

Für die Mittelwertigen ist durch besondere psychologische Ämter alle fünf Jahre eine besondere psycho-physiognomische [physiognomische psychologische] Charakteranalyse anzufertigen.

Hiernach kann erst die aufsteigende oder abfallende Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten ermittelt und das bestehende Alte kann in diese gesunden Bahnen allmählich übergelenkt werden.

Sonst ist wohl kaum zu vermeiden, daß Kriege, Seuchen, Leid und Tragik ohne Ende die Menschheitsgeschicke begleiten. Daher der Ruf nach einem Völkerbund auf allumfassenden Grundlagen.

 

Rechts-Reform in der Schweiz.

Ein Ereignis von größter Bedeutung ist eingetreten – und wir glauben mit Recht anzunehmen, daß unsere jahrzehntelange mühsame Arbeit daran ihren Anteil hat.

Das oberste Gericht in Zürich, das Kassationsgericht, forderte aus rein rechtlichen Erwägungen und vollständig eindeutig

Menschenkenntnis für die Diener des Rechts,

eine spezielle Untersuchungsmethode zur Feststellung des Charakters jedes Angeklagten, damit der anständige Mensch von vornherein einen Rechtsschutz hat. Alle bisherigen Untersuchungsmethoden haben hierin vollständig versagt.

Zum erstenmal in der Welt seit Jahrhunderten und Jahrtausenden ist mit dem alten Schema, das vollständig versagt, gebrochen, und an seine Stelle tritt der lebendige Mensch nach Körper, Geist und Seele.

Die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters, insbesondere seine Naturellehre, die ein neues Natursystem darstellt, kann diese Forderung des obersten Gerichts in Zürich – der Stadt, in welcher vor 135 Jahren [Stand Jahr 1936] Lavater seine Todeswunde erhielt – restlos erfüllen.

Diese Entdeckungen, welche die Menschenkenntnis lehrfähig gemacht und zur Wissenschaft erhoben haben, sind teils in ihrer Originalform, teils in unglaublichen Abänderungen weltbekannt geworden. Möge es ein gütiges Geschick fügen, daß die Schweizer Behörden nicht zu den Abänderungen greifen, die zum Teil stark minderwertig sind, sondern zu den Originallehren ihres genialen Begründers und zu wirklich fähigen Menschen, die diese kennen und praktisch einwandfrei und sicher anzuwenden vermögen.

 

Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten auf die

Zeitschrift „Der Menschenkenner“ aufmerksam,

dann fördern Sie echte deutsche Volksforschung!

 

 

 

Carl Huter:

„Der Wahrheit und der Schönheit

das ganze Sein“

 

 

                                                       

„Der Menschenkenner“ ist zu beziehen durch alle Vertreter der Huterlehren, Buchhandlungen oder direkt vom Verlag Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg, Postcheckkonto Nürnberg 18330.

Bei Voreinsendung von R.M. 1.- und 30 Pfg. für Porto erfolgt jedesmalige Zusendung der nächsten 5 Nummern sofort nach Erscheinen.

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

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