DgM 040

Der gute Menschenkenner 040 von 101

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MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                                                                                                                                   


Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Mai 1936, Nr. 40 

Neue Forschungen über

Haltung und Bewegung

des Menschen. Das wunderbare

Spiel der seelischen Ausdrucks-

Bewegungen, erklärt an dem

Gemälde „Das Konzert“

Die Verfeinderung der Seele durch edle

Musik

 

Die Wechselwirkung zwischen Innenwelt,

Außenwelt und Körperperipherie

 

Heute wollen wir in ein wunderbares Lebensgebiet des Menschen einführen.

Wir wollen die stets verschiedene Haltung und Bewegung des Kopfes, der Augen und des Körpers betrachten und deuten lernen. Wir beachten sie kaum mehr und sind auch so daran gewöhnt, daß die Frage nach dem Wie, dem Warum und nach der Bedeutung kaum mehr auftaucht.

Und doch tritt hier ein wunderbarer Gleichlauf zwischen Innen- und Außenwelt zutage, und eine sehr vernünftige Zweckmäßigkeit liegt zugrunde. Durch die Kopfhaltung, die Augenstellung und Körperbewegung enthüllt sich vieles über das Geheimnis der menschlichen Natur und des Lebens.

Aber wie? – Der Leser versuche zu folgen:

Der Magnetismus, der in der Längsrichtung des Körpers wirkt, der die selbstbewußte Eigenkraft des Körpers ausmacht, umgibt diesen mit Kraftspannungslinien, die am Kopfpol ausstrahlen und vom Fußpol wieder aufgenommen werden. Der Magnetismus, der das Rückgrat, die harten Knochen, die festen Sehnen, Knorpeln und Muskeln vorzugsweise bildet, der den Körper strafft und die egoistische Kraft in uns verkörpert, verursacht die gerade, aufrechte, gespannte, feste, energische, selbstbewußte und stramme Haltung und Bewegung des Kopfes und des Körpers.

Herrscht diese Kraft stark vor und ist der Sinn, die seelische und geistige Einstellung des Menschen in diese Richtung gelenkt, was bei Tatmenschen meist der Fall ist, dann ist die Haltung und Bewegung ganz und gar typisch.

Um das dem Leser zu veranschaulichen, betrachte man die Figuren 1 und 2, die aus Engels Mimik, 1785-86, entnommen sind.

Fig. 1.                                   Fig. 2.

Selbstbewußte Erwartung         Stolzer Herrschersinn

Starke magnetische Energie.

Fig. 1 zeigt die selbstbewußte Erwartung und Fig. 2 den stolzen Herrschersinn. In beiden Gestalten herrscht die magnetische Spannung vor. Die Haltung ist ganz aufrecht, die Muskeln sind gespannt, sozusagen gehärtet, der Kopf ist gehoben, der Blick fest und geradeaus gerichtet. – Nicht das innere warme Gefühl, sondern der stolze selbstbewußte Sinn kommt in dieser Haltung und Bewegung zum Ausdruck – man beachte auch die ganz entsprechende energisch gespannte Bein- und Fußstellung und die Armhaltung.

Wird man so empfangen und erwartet, dann weiß man gleich, welche Kraft im Menschen vorwaltet und welcher Sinn ihn leitet, denn es zeigt sich so deutlich wie nur möglich, welcher Sinn und Geist und welche Kraft innerlich richtungsgebend ist.

Es ist wunderbares Spiel der Kräfte, das den Bewegungen zugrunde liegt, das tiefen Sinn hat. – Haltung, Bewegung, Ausdruck, Mimik und Gebärden sind die lebendige Sprache des Lebens.

Tritt aber bei einem Menschen der Magnetismus geschwächt zurück und eine andere Kraft dafür in Wirksamkeit, so ändert sich auch sofort das gesamte Ausdrucksbild.

Um das zu erkennen, betrachte man Fig. 3 und 4, die Demut und die Bedachtsamkeit.

Fig. 3.                                    Fig. 4.

Demut, Kummer.                       Bedachtsamkeit.

Herrscht die Demut, die Bescheidenheit im Menschen vor, dann tritt der stolze, herrschende, zwingende, bannende und beeinflussende Magnetismus zurück. Bei der Demut ist die Körperhaltung weich, die Muskeln sind entspannt, die Haltung des Kopfes, der Augen, des Körpers, der Beine und Arme ist eine ganz und gar andere.

Auch die Bedachtsamkeit zeigt etwas Ähnliches, wie vorsichtig, überlegend und behutsam ist die ganze Körperhaltung! Hier ist der herbe und stolze Magnetismus ausgeschaltet, und es wirken ganz und gar andere Kräfte, Gefühle und seelische Regungen im Menschen.

Man hat geglaubt, die Seele, der Geist des Menschen wirke im Verborgenen und niemand könne in das Innere sehen. Das ist aber nicht der Fall, der Geist sitzt gerade außen am meisten, denn deutlicher und augenfälliger kann ja der Mensch das, was ihn innerlich bewegt, im natürlichen Zustand gar nicht zum Ausdruck bringen.

Es ist die Sprache des Lebens. Man muß nur den Sinn darauf lenken, und groß und weit öffnet sich das Auge für diese und viele andere Wahrheiten, und man erkennt bald in den Bewegungen die Motive der menschlichen Handlungen.

Gerade bei den Ausdrucksbewegungen, soweit sie natürlich und nicht gekünstelt sind, kann man die unbewußt waltende Allvernunft, die sich überall in den Dingen spiegelt, besonders studieren. –

Die zweite, physiologisch abgewandte Naturkraft in uns, die dem Magnetismus entgegengesetzt wirkt und die Breitformen des Körpers verursacht, ist die elektrische Energie.

Die elektrischen Strahlen kehren nicht wie die magnetischen Kraftspannungslinien in den Körper, der sie aussendet, zurück, sondern sie entfliehen nach der Breitenrichtung und tragen den Charakter der Durchkreuzung, der Trennung, der Veränderung, der Verneinung, der Zersplitterung und Zerstörung.

Herrscht die elektrische Energie im allgemeinen oder im Moment stark vor, so ist der Ausdruck und die Bewegung wiederum eine ganz andere, siehe Fig. 5 und 6, den Widerstand und den Zorn.

Die elektrische Energie im Menschen sammelt sich ähnlich wie bei einem Gewitter mehr oder weniger stark an, und sie verneint und zerstört das Gute, wenn sie zum Ausbruch kommt und nicht von der Lebens- und Geisteskraft, der Liebes- und Vernunftkraft beherrscht wird.

Im starken Widerstand, Fig. 5, sind die Hände geballt, die Muskeln und der ganze Körper sind elektro-magnetisch geladen und gespannt, die Schultern ziehen sich hoch, der Kopf ist eingezogen, und nach der Breite der Körperformen und Bewegungen entladet sich die elektrische Energie.

Fig. 5. Widerstand                Fig. 6. Zorn.

Vorherrschende elektrische Energie.

Danach kann man auch die Bedeutung der ruhenden und konstanten Körperformen ermessen, z.B. des überbreiten Kinnes und der Unterkiefer, der seitlich starken Jochbeine, des überbreiten Schädels, besonders hinter den Ohren, der quer abstehenden Ohren usw. Diese sind Kraftspeicher der ruhenden oder tätigen elektrischen Energie.

Zum Glück verpufft sich die elektrische Energie bald wieder wie ein Gewitter, das die Luft reinigt. Was aber nach solchen Ausbrüchen zurückbleibt, ist Kummer und Leid, Ärger, Verdruß und Zerstörung, denn diese Energie wirkt blind, wo sie hemmungslos waltet, und Zerstörung des Edlen und Guten bleibt zurück.

Man betrachte das Bild, den Zorn. Die Arme mit den geballten Händen streben nach außen, der breite Kiefer tritt hervor, und der Gesamtausdruck kennzeichnet diese rohe, sinnlos waltende Kraft.

Die elektrische Energie ist aber auch schon in den Tiefen der Gewebe des Gesichts zu erkennen, nervös ist oft das Gewebe durchzuckt und in Unruhe, es gewittert und wetterleuchtet in demselben – es fehlt die tiefe, ernste Ruhe und Abgeklärtheit im Gewebe -, und nie ist man dann seines Friedens und der Harmonie sicher.

Die Bedeutung der Form an sich, auch wenn sie noch so prunkend ist, tritt gegenüber diesem Spiel der Kräfte oft gänzlich zurück. –

Nun betrachte man die Bilder 7 und 8, die Begeisterung für das Gute und Schöne und die freudige Überraschung.

Fig. 7. Begeisterung     Fig. 8. Überraschung.

Vorherrschende Lebens-, Liebes- und Geisteskraft Helioda.

Hier ist der Körper wunderbar gelockert, das Gewebe ist warm und quellend, weich, zart und schön, von einem wunderbar inneren Glanz leuchtend und voll herrlicher Ruhe und Abgeklärtheit.

Die Bewegungen, die Haltung und der Ausdruck sind vollendet, schön, edel und warm, angenehm, liebenswürdig, Sicherheit, Ruhe und Freude erweckend, glücklich schön.

Hier treten Magnetismus und Elektrizität vollends in der Vorherrschaft zurück, und es wirkt die Lebens-, Liebes- und Geisteskraft, jene höchste Kraft, die Carl Huter entwicklungsmäßig aus der Empfindungsenergie der Materie nachwies, die in er Zelle als schöpferische, gestaltende und formende Liebes- und Lebenslichtkraft strahlt und die er „Helioda“ benannte.

Es ist die höchste Kraft, die wir im Weltall kennen. Wo sie vorzugsweise wirkt, da herrscht das Gute, Freude, Liebe und Glück, da entfaltet sich alles Wahre, Edle und Schöne.

Diese höchste Kraft im Menschen läßt das Auge leuchten und strahlen, macht das Gewebe warm und empfindungsreich und die Bewegung mild, angenehm, edel und schön, feierlich und hoheitsvoll – mit einem Wort: edel-menschlich.

Ja, es ist ein gewaltiger Unterschied im Ausdruck und in den Bewegungen, man braucht nur natürlich und kindlich rein, wahr, und unvoreingenommen diese zu beobachten, um bald ihre Bedeutung herauszufinden und den tiefen Sinn, den Charakter des inneren Lebensgeistes, zu verstehen.

Das sind die drei großen Hauptkräfte des Lebens, die sich so im Gebärdenspiel und Ausdruck offenbaren, die Huter in seiner Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung nachwies.

 

Bild 9 zeigt den Hochmut, ein unklares Gemisch von Magnetismus, Medioma und elektrischer Energie mit zu wenig Helioda, Vernunft und Liebe.

Fig. 9. Hochmut.            Fig. 10. Abwehr.

Das Gewebe ist wie geistlos, gedunsen und aufgebläht, der Kopf liegt selbstgefällig im Nacken. Er übersieht die Tatsachen und überschätzt sein Ich. Die Haltung und Bewegung ist eitel, halb idiotisch und unvernünftig. Der Geist ist fern von Liebe, Weisheit und Vernunft, und mit Recht sagt das Sprichwort: Hochmut kommt vor dem Fall.

Fig. 10 zeigt die Abwehr des Unangenehmen. Wie sprechend typisch ist bloß diese Haltung, die Hände suchen, die elektrische Energie stärkend, das Unangenehme abzuwehren, der Körper und der Kopf ist zurückgebeugt, und die Sinne mit der liebevoll aufnehmenden Heliodakraft verschließen sich.

Alle Bewegungen mit Ausnahme des Irreseins tragen stets den Stempel des Zweckmäßigen.

Fig. 11 zeigt die Überredung. Die Frau rechts sucht fest den Blick der anderen zu erfassen, diese aber wendet den Kopf und das Auge instinktiv ab, um nicht den Blick aufzunehmen und der Beeinflussung zu unterliegen. Aber wer die Kraftrichtungs-, Entfaltungs- und Bildungsordnung im Menschen nach Huters Lehre kennt, weiß, daß die starke magnetische und elektrische Energie einer Person schon unbewußt durch deren bloße Gegenwart auf andere zwingend und beeinflussend wirken kann.

Wer bei einer Unterhaltung gewohnt ist, die Augen niederzuschlagen, der ist nur schwer oder gar nicht zu beeinflussen, auch nicht im guten, und Huter sagt, daß dadurch leicht auch das Verbrechen gezüchtet werden kann.

Der natürlich gute Mensch blickt frei und offen und hat gar nicht die Absicht, zu beeinflussen und seinen Willen aufzuzwingen.

Bild 12 zeigt die Kritik – prüfende Aufnahme und kritische Abwehr zugleich. Der ganze Mensch nimmt Anteil, was die lebhafte Bewegung zeigt. – Kritik ist berechtigt, aber sie darf niemals über das gute Zielt hinausgehen. – Wie leicht das der Fall sein kann, zeigt die fast schon übermäßige Lebhaftigkeit dieses Bildes.

So sehen wir ein buntes Spiel der Mimik, des Ausdrucks und der Bewegung und doch bestimmte, zugrunde liegende, immer in gleicher Richtung und Ordnung wirkende Kräfte, – daher stimmen auch bei Mensch und Tier so viele Ausdrucksbewegungen überein -, eine wunderbare Zweckmäßigkeit und Vernunft liegt zugrunde.

Der Leser möchte nun gerne wissen, wie denn dieses bunte, lebhafte Spiel des Augenausdrucks, der Kopfhaltung und Bewegung noch näher zu erklären ist.

Die verschiedenen Natur- und Lebenskräfte im Menschen lagern und richten sich ordnungsmäßig, sie lösen Spannungen aus und bringen die verschiedenen Kopf-, Augen- und Körperbewegungen, das lebhafte Spiel der Mimik und Gebärden zustande.

Wenden wir uns nunmehr dem Hauptbild zu

II. „das Konzert“,

nach dem Gemälde von Inre Goth.

Wir können an diesem vorzüglichen Kunstwerk in bester Weise die Kopf-, Augen- und Körperhaltung studieren.

Bevor wir dieses Bild näher betrachten und mit der hier folgenden Beschreibung vergleichen,

studiere man aber zuerst Abschnitt III,

die natürliche Erklärung für die verschiedenen Formen des Ausdrucks.

Man braucht dann bei dieser Anordnung des Textes nicht umzublättern und hat Bild und Beschreibung direkt vor sich.

Im Moment verdutzt dieses Bildwerk, alle Personen hören ein und dasselbe Konzert, und dennoch ist die Kopf- und Körperhaltung und der Ausdruck ganz und gar verschieden, ganz nach den Gefühlen und Vorstellungen, die in den einzelnen Personen während des Konzertes erregt werden und in Tätigkeit stehen.

(Interessant ist, daß vor Jahren Herr Kurt Hickethier die große Studienbüste mit Inschriften nach Carl Huters Psycho-Physiognomik erhielt und beim Anblick des Bildes „Das Konzert“ die Konzentrationsebene mit der Kopfhaltung in Verbindung brachte und die Personen entsprechend charakterisierte.)

Läßt man sein natürliches Gefühl und die Beobachtung wirken und beachtet man die in Abschnitt III gegebenen kurzen Ausführungen, so wird die Verschiedenheit der Haltungen verständlich und erklärlich, und man erkennt auch ihre besondere Bedeutung.

Man ersieht zunächst, daß die Mimik ganz verschieden aufgenommen und innerlich verarbeitet wird, daß sie die verschiedenartigsten Gedanken und Gefühle auslöst.

Es sind zunächst zwei Welten, die sich hier offenbaren, einmal ist es die Außenwelt, die der Tiefe, die auf das Individuum wirkt, dann die Innenwelt des Menschen, der sie in sich aufnimmt und entsprechend der inneren Veranlagung reagiert.

Dazwischen liegt das dritte, die äußere Form, das Gesicht und die Bewegungsart des Menschen, die Peripherie, welche die Innenwelt sowohl wie auch die Einflüsse der Außenwelt widerspiegelt.

Das ist Gesetz, auf dieser Basis vollzieht sich alles Leben, es ist das Grundgesetz des Lebens, und zugleich offenbart dadurch die Natur ihre größte und direkt erkennbare Wahrheit, nämlich die, daß der Geist in den Formen lebt und aus Augen und Gesicht, Kopf- und Körperhaltung erkannt werden kann.

Diese Wahrheit der Natur ist nicht mehr zu übertreffen, und sie wird ganz gewiß einstmals die Grundlage aller menschlichen Erkenntnis und Einrichtungen werden und nichts anderes wie nur noch Freude und Glück bringen.

 

Nun betrachte man zunächst Bild 2.

„Das Konzert“, Bild 2

Diese junge Dame mit den vollen Gesichts- und Körperformen, den großen, offenen und glänzenden Augen, hört das Konzert wie traumverloren an.

Daher hat auch das Auge einen weltentrückten Ausdruck – sie ist eine große Kunstfreundin.

Die Haltung des Kopfes ist ganz gerade, genau in der Richtung der gedachten Konzentrationsbasis, siehe Artikel III.

Es sind alle Sinne gleichmäßig angespannt, daher auch die gleichmäßige Ruhe und Abgeklärtheit im Gesicht, an Nase, Mund und Wangen, die Entspannung der Arme und Hände, welche in dem Schoß liegen.

Die Dame nimmt vollen Gefühlsanteil, und doch bleibt sie dabei noch verstandesgegenwärtig und ebenso stark objektiv, daher die gerade Kopfhaltung in der natürlichen Richtung der Konzentrationsebene.

Bemerkenswert ist die vergeistigte Klarheit im Gesicht, jedoch bei voller Objektivität der Sinnesorgane.

Diese Klarheit der Züge im Gesicht und die Gegenständlichkeit kennzeichnen die große Kunstfreundin.

Dieser Typus hat zweifellos eine Richtung zur Harmonie, man beachte auch, wie künstlerisch frei das Haar liegt, das im farbigen Originalbild von rotblonder Farbe ist.

Auch das einfach gehaltene Kleid ist von braunroter, prunkvoller Sammetfarbe, die Hände sind wohlgepflegt, aber dennoch kräftig und voll.

Es ist der Typus, der das Konzert besucht aus reiner Freude und Verständnis für Kunst und Künstler.

Sehr typisch ist die leichte, sich zur oberen Stirn hinziehende Schattierung seitlich über der linken Augenbraue, sie zeigt den starken Musiksinn.

 

Ganz anders der Herr links neben der Dame, Bild 1.


„Das Konzert“, Bild 1.

Die Haltung und das Gesicht zeigen die starke Innenkonzentration.

Der Kopf ist seitlich geneigt, so daß das linke Ohr, die Seite der liebenden, gefühlsmäßigen Aufnahme, etwas höher zu liegen kommt.

Die Konzentrationsbasis liegt hier nicht mehr gerade, sondern sie verläuft durch die seitlich geneigte Kopfhaltung vom linken Ohrloch schräg über den Musiksinn und die Oberstirn, wo der Künstler die beiden plastischen Spannungen gezeichnet hat, nach der ausgebuchteten Haargrenze des oberen Seitenhauptes, wo der Ansammlungssinn für Schönheit, Kunst und gute Hoffnung liegt.

Hier wirkt das Blut mit Hochdruck, und die Fülle der Gedankenkraft des kritischen philosophischen Denkens ist nach der Richtung der Verwertung und Verarbeitung des Kunstgenusses in einem höheren Denk- und Lebenssinn tätig.

Dabei ist das Auge fast geschlossen, die reale Beobachtung und objektive Vorstellung ist wie erloschen, siehe die Ruhe im unteren Teil der Stirn.

Die Musik löst hier höhere, wenn auch kritische wirkende, sehr nachdenkliche Gefühle aus.

Um sich ganz und gar diesen hingeben zu können, ist der rechte Arm jedenfalls ohne besondere Absicht auf das Knie gestützt, und die Weichteile der Hand stützen das Kinn in vollem Umfang und bedecken auch noch den Mund.

Das Kinn steht in Verbindung mit den Tat- und Arbeitstrieben, diese werden in ihrer Spannkraft entlastet, ebenso die Gefühle, mit welchen der Mund in Verbindung steht, alles zugunsten der Konzentration in den gekennzeichneten oberen Gehirnteilen.

Ist das nicht eine wunderbare Zweckmäßigkeit in der unbewußt angenommenen Haltung, ein vollendeter Gleichlauf zwischen Innenwelt, Ausdruck und Außenwelt.

Es ist ein Spiel des Ausdrucks und der Bewegung, das wirklich tiefen Sinn hat.

Es ist das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell, das zwischen Gefühl und Tat schwankt und zu kritischem Denken geneigt ist.

 

Ganz anders Bild 3.


„Das Konzert“, Bild 3.

Hier ist der Kopf mit dem sehr breiten Oberhaupt, in welchem das Blut, die Stoffe und Kräfte mit Hochdruck kreisen, offenbar viel zu schwer.

Daher sinkt das Haupt vollends herab, und die Weichteile der lose hängenden Hand umspannen und stützen in vollem Umfange die obere ethische Region der Stirn.

Dabei wird auch die breite und volle Region des Oberhauptes freier, in welchem die höchsten Gefühle und Ideale, selbst religiöse Gedanken wirken.

Die Hand beschattet das Gesicht, alle reale Objektivität ist vollends zugunsten der höchsten Gefühle ausgeschaltet, und die Konzentrationsbasis liegt in der Ebene des ethischen Denkens.

Vom äußersten Glied des Zeigefingers sieht man den plastischen verlängerten Zug des Musiksinnes der Stirn nach oben hin verlaufen.

Ihn begeistert die Musik zu den tiefsten Empfindungen und Idealen; ise ist ihm das Mittel, Vorsätze und Ideen zu fassen, das Leben zu verschönern, zu verfeinern und zu veredeln.

Sehr fein ist auch noch das linke ausgeprägte musikalische Ohr sichtbar.

Die Tonwelt hat ihn besiegt. Offenbar ist doch die große Musik ein allererstes Erziehungs- und Bildungsmittel, da sie diese Vertiefung und Versenkung in ideale Gefühle und Gedanken hervorruft.

 

Nun betrachte man die Dame Bild 5.

„Das Konzert“, Bild 5.

Es ist das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell mit den zarten durchsichtigen Wangen und dem dünnen, fein gebauten Hals.

Der Kopf ist sichtlich gereckt, über sich hinaus gehoben, das Gesicht ist gehoben und der Kopf wiegt sich leicht im Nacken.

Sie ist vollends in tiefsten und edlen sinnlichen Gefühlen und zartesten Empfindungen versunken. Zeit und Gegenwart ist vergessen, und die Augen sind geschlossen.

Hier sieht man deutlich, wie die feine Musik die edle Sinnlichkeit erweckt, der Mund ist weich und lose, alle Gefühle spiegeln sich sozusagen in ihm wieder.

Es ist alles nur eine Aufnahme, nur ein vertieftes Gefühl, selbst der Atem ist wie verhalten, was die losen, anliegenden Nasenflügel zeigen.

Selbst das Haar nimmt Anteil und fällt weich, einhüllend, die zarten Gehirnteile bedeckend, herab.

Der Verstand schaltet gänzlich zugunsten der inneren Gefühle aus, nur der Musiksinn seitlich der Augenbraue ist in zarter Spannung angedeutet.

Interessant ist, wie hier durch die gehobene Kopfhaltung die Konzentrationsebene zu liegen kommt, sie verläuft vom Hinterhaupt über das obere Ohr zum Mittelgesicht.

Hier in dem feinen, plastisch zarten Gewebe des Mittelgesichts kennzeichnet sich das Mittelhirn, das von Huter als Sitz der Seele bezeichnet wurde.

Hier wirkt die Musik unmittelbar auf die Seele, herrliche, seelische Empfindungen und Auslösungen zeitigend, sie wirkt erhebend und beglückend, die Gesundheit fördernd, sie führt weit über den Alltag hinaus, wie es die Seele bedarf, um sich über sich selbst zu erheben in eine höhere Welt der seligsten Empfindungen.


„Das Konzert“, Bild 4.

Nun betrachte man den Herrn mit der Brille, Bild 4.

Auch er fühlt keine Körperschwere mehr, aber er möchte alles, was mit der Musik zusammenhängt, erfassen, das zeigt der in sich eingesunkene Körper mit dem weit ausholenden Arm.

Das Gewebe des Gesichts ist dabei ausdrucksvoll und weich durchlebt, besonders der Mund ist sehr sprechend, er zeigt die ganzen Gefühle, wie schwer es ihm wird, die gebotene Musik in all ihren Phasen zu durchleben und zu verarbeiten.

Der Geist arbeitet schwer und angestrengt, das Gesicht ist auch lang und nicht so elastisch. Das Gefühl kann nicht allen Schwingungen der Musik so folgen, und daher wird er kritisch.

Durch die leicht geneigte Kopfhaltung kommt die Basis der Konzentration dort zu liegen, wo das Vorstellungsleben und praktische Denken in der Stirn liegt.

Hier arbeitet intensiv die Vorstellung des Gehörten, um daraus sachliche Schlüsse zu ziehen.

Man beachte, wie der Musiksinn seitlich oberhalb der Augenbrauen äußerst angespannt ist und sich seitlich nach oben hinzieht, um ja jeden Ton, jedes Instrument zu unterscheiden und aufzunehmen.

Dabei verläuft die gespannte Plastik seitlich vom Musiksinn zur konzentrierten Erfassung nach der Mitte der Nasenwurzel – und eng ist hier alles Gehörte und Vorgestellte konzentriert.

Die Vorstellung korrespondiert nach Huters Forschungen mit dem Gehör und das praktische Denken mit dem Geruch, dabei ist selbst die untere Nase voll gedehnt, als unterstütze der hier liegende Sinn das Gehörte, die Vorstellung und Denkgabe.

Von diesem Zuhörer wird die Musik bewertet, analysiert, zerlegt, vorgestellt, um auf einen Punkt das Urteil zu vereinen.

Es sind getrennte Welten, die uns diese Gestalten zeigen, jeder erlebt das Konzert anders, jeder erlebt und verarbeitet die Töne so, wie seine innere Welt, seine Veranlagung ist.

„Das Konzert“, Bild 6.

Und nun erst der ältere Herr, Bild 6.

Er hat augenscheinlich den Hauptteil des Lebens hinter sich, er beobachtet und hört auf das gespannteste.

Daher hat er den Kopf stark gehoben, um Auge und Ohr freier zu bekommen, damit ihm ja nichts entgeht.

Zu diesem Zweck hat er unbewußt die Brust zurückgezogen, den Kopf vorgereckt, und mit der linken Hand die Stuhllehne umspannt, da auf diese Weise die Kraft und Spannung des Körpers entlastet wird, und alle Kraft restlos in den Dienst der aufnehmenden Sinne tritt.

Dabei ist er einesteils durchaus objektiv, man beachte die starke Anspannung der Beobachtung, die direkt über den Augen liegt.

Der tiefe Schatten an der Schläfe nach dem Musiksinn hin zeigt, wie er sich anspannen muß, um das Konzert aufmerksam zu erfassen, denn die Kraft ist nicht mehr jung, sie ist abgeschlossen, und er hat viel erlebt.

Aber das sprechende Ohr zeigt das musikalische Gehör, es ist aufnehmend und wie belebt, jungendlich und verjüngt.

Es ist das Bewegungs-Naturell mit Harmonie und hohem Feinempfinden, starker Tat und starkem Willen, siehe die markante kräftige Nasenform.

Was uns noch besonders interessiert, das ist, daß die Konzentrationsbasis infolge des gehobenen Hauptes hier in der Höhe des oberen Ohres über die Backenknochen bis zum dunklen Schnurrbart der Oberlippe verläuft – wo sich die persönliche Einstellung zeigt – und seitlich davon zum Herz-, Lebens- und Seelenzug.

Dabei ist die Willens- und Festigkeitsachse vom Kinn zum Oberhaupt durch die vorgehobene Kopfhaltung wie verlängert.

In ihm ruft die Musik das vergangene Leben, sozusagen die ganze Persönlichkeit wach, ihm ist das Konzert das Mittel – von der Gegenwart entrückt -, nochmals offenen Sinnes alles Durchlebte und Erfahrene im schöneren Glanze auferstehend zu sehen und zu durchleben.

Es ist die Reife, die sich einlebt in die schöne und erhabene Welt des Reiches der Töne und der klingenden Symphonien.

Dieses Bild, dieses Erlebnis will also verstanden sein, es ist die Psycho-Physiognomik, die uns den Sinn desselben auf naturwissenschaftlicher Basis offenbart.

Wahrlich, packender konnte der Künstler gar nicht das Konzert und seine Wirkung in Farben und Formen schildern.

Die große farbige Wiedergabe des Bildes ist selbstverständlich noch schöner und sprechender. Es ist ein Werk der Malerei, das die Welt der Töne in Formen und Farben psycho-physiognomisch [physiognomisch-psychologisch] darstellt und hier nach Carl Huters natürlicher Geisteswissenschaft seine Deutung gefunden hat.

Wer die farbige Wiedergabe des Originals wünscht, wende sich an den Verlag dieser Zeitung.

 

Abschnitt III.

Fig. 16 soll uns eine Vorstellung davon geben, wie die Stellung der Augen, die Bewegungen des Kopfes und des Körpers entstehen, zu erklären sind und was sie bedeuten.

Erst danach erkennt man die wunderbare Zweckmäßigkeit und den tiefen Sinn des Lebens, der hier zugrunde liegt.

In der Zeichnung Nr. 16 ist das Gehirn zum Teil freigelegt dargestellt.

Im menschlichen Gehirn, der Blüte des Geisteslebens, ordnen, lagern und richten sich alle Stoffe und Kräfte, sie machen das gesamte Geistes-, Seelen- und Gefühlsleben aus.

Die Ordnung ist vollendet, und es ist klar, daß alle inneren Kräfte und Geistesanlagen, wenn sie einem gemeinsamen Lebensziel dienen sollen, einer gemeinsamen Konzentration bedürfen.

 

Die Basis der Konzentration

Liegt direkt in der Stirnmitte über beiden Augen und verläuft in der Richtung der Sehnerven bis zur Sehzentrale im Hinterhaupt, siehe die Ebene A B C .

Fig. 16. Schematische Zeichnung zur Erklärung der Ausdrucksbewegungen.

Die Konzentration aller Anlagen und Kräfte schiebt sich an einer ideal gedachten Achse entlang von der konzentrierten Erfassung und Wiedergabe, siehe D, bis zur körperlichen Konzentration, die am entgegengesetzten Pol im Hinterhaupt liegt.

In der normalen aufrechten Haltung und geradeaus gerichteten Augenstellung liegen die Dinge der Umwelt im Bereich unserer Aufmerksamkeit und Konzentration.

Je nachdem im Moment im Gehirn aber andere Organe und psychische Impulszentren arbeiten, verschiebt sich die Ebene der Konzentration entsprechend und unwillkürlich machen Kopf, Augen und Körperhaltung diese Bewegung mit, da eine milliardenfache Nervenverbindung im Moment die Reaktion aller lebenden Zellen des Organismus auslöst.

Wenn man den  wunderbaren architektonischen Aufbau des Gehirns nach Huters Forschungen kennt, so wird die Haltung und Bewegung des Kopfes und die Bedeutung derselben als Reaktion und Ausdruck des inneren Lebens verständlich.

Beobachtet der Mensch real, fest und bestimmt und denkt er entsprechend nach, so ist die Kopfhaltung und Blickrichtung gerade, ganz in der Richtung und Konzentrationsbasis.

Wirkt hauptsächlich die Geistes- und Gehirntätigkeit im vorderen Oberhaupt, also dort, wo das innere warme Fühlen und Denken liegt, so verschiebt sich die Konzentrationsbasis ideal gedacht nach dieser Richtung und der Kopf senkt sich, er neigt sich nach vorne.

Wo das Blut mit Hochdruck pulsiert, dorthin stellt sich das Auge ein, entsprechend richtet sich die Kopfhaltung und mehr oder weniger auch die Körperbewegung.

Kopfhaltung, Augenstellung, ja die ganze Körperhaltung folgen der vorzugsweisen Richtung der Gehirntätigkeit. Daran nehmen schließlich alle Gesichtsmuskeln teil, die Augenlider, das untere Augenlid erhält danach eine bestimmte Spannung und Stellung, und es läßt sich der Augen- und Gesichtsausdruck erklären.

Liegt die stärkste Anspannung im Moment oder im allgemeinen im unteren Kleinhirn, wo die Impulszentren für die Finger, Arme, für Hand- und Schultertätigkeit liegen, so neigt und spannt sich der Kopf dem Nacken zu und das Kinn hebt sich.

Liegt die Anspannung und Tätigkeit der Organe im oberen Hinterhaupt, wo die psychischen Impulszentren für die Fuß- und Beintätigkeit liegen, mit denen die Organe des Stolzes und des Selbstbewußtsein korrespondieren, so ist die Kopfhaltung und die Spannung der Muskulatur eine entsprechende, und eine gewisse gerade Steifigkeit und Haltung des Kopfes nach den Gehirnteilen des oberen Hinterhauptes macht sich bemerkbar.

Liegt die Spannung des Kopfes im unteren Seitenhaupt, so drückt die Schwere herab, der Hals zieht sich zusammen und die Kopfhaltung ist entsprechend.

Das Haupt neigt sich im natürlichen universellen Zustand dahin, wo die stärksten Gefühle wirken und die größte Spannung ausgelöst wird.

Auf diese Weise lassen sich alle erdenklichen Kopfhaltungen, der Wechsel des Augenausdrucks und der Bewegungen naturwissenschaftlich erklären, in ihrer Zweckmäßigkeit und Bedeutung erkennen.

Sind innere Organe erkrankt oder liegt irgendeine Störung im normalen Ablauf der Lebenstätigkeit vor, so wird die gesamte Bewegung, die Körperhaltung und der Gesichtsausdruck dadurch beeinflußt.

So ersah Huter den Sitz irgendeines inneren Leidens und einer Erkrankung meist schon aus der Körperhaltung, d.h. diese lenkte ihn auf den Sitz des Leidens, und er konnte dann in alle Ruhe die weiteren Merkmale im Gesicht, an den Augen und an den Geweben studieren, wonach er dann mit wenigen Worten in staunenswerter Weise das Richtige feststellte.

Huter wurde in Gesellschaft am Tische sitzend einmal gefragt, ob er bei einem Herrn, der mit am Tische saß, feststellen könne, welches Leiden derselbe habe. Huter beobachtete das Gesicht und die Haltung und ließ dann den Herrn mit dem Arm nach einer bestimmten Richtung zeigen. Die Armbewegung, welche derselbe dabei machte, waren kreisen, und Huter sagte nur das eine Wort: „Rückenmarksleiden“, was stimmte.

Ein buntes Spiel des Ausdrucks begleitet alles innere Leben, und nie wird der Mensch müde, dasselbe zu beobachten, sobald er einmal auf die richtige Spur, es zu deuten, gelenkt ist und den tiefen Sinn desselben erkannt hat.

Man beachte nun einige Hauptdaten der Figur 16.


In 1 liegt die Beobachtung und Auffassung, 2  zeigt die praktische Verstandestätigkeit, in 3 liegt das warme innere Fühlen und die Vernunft, in 4 das religiöse Denken und Fühlen, in 5 die Eigenmoral, in 6 und 7 das Geschick und die körperliche Konzentration, in 8 der Arbeits-, Familien- und Heimsinn, in 9 und 10 das seelische, sinnliche und körperliche Liebesgefühl.

Je nachdem, welche Organe in Tätigkeit und Spannung sind, nimmt die Augen und Kopfhaltung diese Richtung an, wodurch die arbeitenden Organe sozusagen in die Konzentrationsebene gerückt werden.

Es ist ferner klar, daß auch die Form des Gehirns und des Kopfes und schließlich auch das Haar, das ja auch Anteil am Leben nimmt, durch die jeweilig am stärksten entwickelte Spannkraft und Blutzufuhr beeinflußt werden.

So steht die Mimik und Bewegung, der Ausdruck, die Form und Gestalt, in völligem Gleichlauf und Kontakt mit dem inneren Erleben, das seelische und geistige Innenleben spiegelt sich in der äußeren Peripherie des Körpers.

Es ist hier nur in der einfachsten Weise auf diese Dinge hingewiesen, dahinter liegt natürlich eine neue große naturwissenschaftliche Erkenntnis-, Lebens- und Entwicklungs-, Seelen- und Geisteslehre.

 

 

Studienbüste

Zur Feststellung von Charakter, Neigung und Seelenkraft, Lebenskraft, Gesundheitszustand und Krankheits-Dispositionen.

Über diese große Studienbüste ging folgendes Schreiben ein:

 

Essen, den 29.3.36

Sehr geehrter Herr Kupfer!

Sage Ihnen meinen herzlichsten Dank für die schnelle Zusendung der Büste.

Dieselbe ist in tadelloser Verfassung und unbeschädigt angekommen; zugleich möchte ich Ihnen sagen, daß meine Erwartungen weit übertroffen worden – ist die Büste doch in Ausführung und Schönheit so vollendet, daß sie bestimmt dazu beitragen wird, meine Neigung zu Carl Huters Lebenswerk zu vertiefen und den hohen Sinn dieser einzigartigen Lehre an Hand dieses Lehrmittels immer mehr zu verstehen.

Mit vielem Dank für Ihre Bemühungen

Ihr

Paul Block.

Der Preis für die lebensgroße Studienbüste ist RM 45,,- einschließlich Verpackung, Kiste und Versand.

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

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