DgM 048

Der gute Menschenkenner 048 von 101

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Der gute Menschenkenner                      

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Januar 1937, Nr. 48

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Ernährungs-

Bewegungs- und

Empfindungs-

KRÄFTE

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Die aufbauende gute und

die abbauende böse Kraft

 

Ernährungs-, Bewegungs- und Empfindungskräfte liegen den drei Organsystemen des Körperbaues für die Ernährung, Bewegung und Empfindung zugrunde.

Sie bauen und formen den menschlichen Körper, organisieren, beleben und bewegen ihn.

Die von Huter entdeckten drei Haupttypen des Lebens, – Bild 1, 2 und 4 – ferner die polaren, sekundären und Mischformtypen in der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt sind weit über die Grenzen unseres Landes bekannt geworden und – da auf Schritt und Tritt nachweisbar – auch als richtig erkannt.

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Kretschmer vs. Huter (Hinzugefügt)

Die Ursache des so verschiedenartigen Körperbaues liegt zunächst in dem wechselreichen Spiel der Vererbung und den vielseitigen Einflüssen einer bunten, stets sich verändernden Umwelt.

Damit sind aber die inneren und letzten Ursachen von Form und Gestalt noch nicht erklärt!

Schon die Samen- und Eizelle, aus welcher der Mensch entsteht, sind winzig kleine Lebensgebilde, die dennoch bereits alle Stoffe und Kräfte, den ganzen Grundplan des werdenden Menschen in sich tragen.

Infolgedessen sind die bauenden, formenden und organisierenden Natur- und Lebenskräfte im Menschen unsichtbar, aber dennoch von urgewaltiger Energie.

Diese kleinsten Lebensgebilde bestehen wiederum aus ungezählten Billionen von Atomen und Molekülen, die ihrerseits, nur unendlich konzentrierter, die Energien in sich tragen, aus denen die Samenzelle entstehen konnte.

Wir sind also unversehens mit diesen Betrachtungen in eine Welt des Kleinen hineingeraten, welche einer früheren Zeit noch vollständig verschlossen war und daher herrschten auch bisher die dunkelsten Vorstellungen über die Energien, die Leben hervorbringen und organische Formen bilden.

Die Größenverhältnisse in einem einzigen Atom sind trotz der Kleinheit ganz unvorstellbar.

Um den Atomkern kreisen Elektronen und Jonen in solchen Abständen, daß die Größenunterschiede, Bewegungen und Entfernungen nur zu vergleichen sind mit denen der Himmelskörper unseres Sonnensystems.

Das klingt zwar phantastisch, aber es sind Forschungsergebnisse der modernen, sehr realen Physik und Biologie.

Der moderne Mensch ist aber schon auf dem Wege, sich an die Vorstellung dieser neu entdeckten Welt des Kleinen zu gewöhnen, die so unendlich nach der Kleinheit und Innerlichkeit des Raumes ist, wie der Kosmos in seiner unendlichen Größe.

Und aus dieser Welt des Kleinen steigen die Stoffe und Kräfte auf, die unser Leben, die Formen und Gestalten bilden. Ja, in dieser Welt des Kleinen, der Innerlichkeit, wurzelt schon bei Lebzeiten unser eigenes körperliches, seelisches und geistiges Sein.

Damit erklärt es sich auch, daß wir unausgesetzt, unser ganzes Leben lang Tag für Tag neue Eindrücke aufnehmen und festhalten können, ohne daß ein ausgewachsenes Gehirn auch nur um ein Geringes größer wird.

Die Innerlichkeit in uns weitet sich bis in eine unbekannte Tiefe und Unendlichkeit.

Es ist klar, daß damit nicht nur die Anschauungen vom Leben, sondern auch vom Tod, von Geist und Seele, von Kraft und Stoff aus einer dunklen Vorstellung in ein helleres Licht der wissenschaftlichen Erkenntnis gerückt werden.

Die Energien, welche die Samenzelle bilden, die Körperform und Gestalt zum Wachsen, Reifen und Sterben bringen, sind unendlich fein, sie liegen in der Feinheit weit, weit hinter dem Atom, das ja noch eine stoffliche Beschaffenheit hat, und keine Macht, nichts in der Welt vermag sie zu zerstören.

Verfällt der Körper, ereilt ihn der Tod, oder werden Teile durch Operationen z.B. entfernt, die Lebensenergien bleiben, sie sind unzerstörbar und ziehen sich nur in die Welt der unendlichen Kleinheit zurück, aus der sie zur Lebens- und Formbildung aufstiegen.

Das sind die aller einfachsten Folgerungen aus den modernen, gesicherten Lehren der Physik und Biologie, die sich seit Huters Tode ganz in dem Rahmen bewegte, wie er sie vorgezeichnet hat.

Damit änderte sich unser altes Weltbild grundsätzlich und es ist nur eine Frage der Zeit, daß man die Folgerungen aus den neuen Erkenntnissen ziehen wird.

Die Wissenschaft wird dann vergeistigt, die Religion auf naturwissenschaftliche Grundlagen gestellt, und damit kündet der Großhirnkulturmensch sein erstes Nahen an.

[Comment by Medical-Manager W. Timm: Carl Huter selbst als Mensch ist sozusagen der Prototyp des nahenden Großhirnkulturmenschen – seiner Zeit ca. 200 Jahre voraus.]

Anstelle einer dunklen Mystik in den Vorstellungen über Leben und Tod tritt sonnenhelle und lichte, naturwissenschaftliche Erkenntnis.

Das sei vorausgeschickt, und nun können wir, auf dem Boden der modernsten Physik und Biologie fußend, uns die Frage nach den Kräften und Energien stellen, die Leben, Form und Gestalt bilden.

Dabei lassen wir die alte kindliche Vorstellung, daß der Körper des Menschen dort, wo die Haut ihn abschließt, sein absolutes Ende hat, gänzlich fallen.

Der lebendige Körper besteht aus Zellen, Atomen und Molekülen, in denen der Magnetismus, die Wärme und andere Kräfte spielen, deren Wirksamkeit über die Grenzen des Gebildes hinausreicht. Die Atmosphäre, welche die Körper umgibt, besteht ebenso aus Atomen und Molekülen, und folglich stehen die Kräfte und Stoffe der Innenwelt und Außenwelt in einem Austausch ihrer Energien.

Bis zu einem gewissen Grade vermögen wir diese Energien sinnessinnlich zu erfassen oder durch Instrumente nachzuweisen, ganz abgesehen davon, daß wir sie in der lebendigen Formbildung in ihrer Auswirkung zu erkennen vermögen.

Der Leser betrachte Bild 1.

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Bild 1. Schematische Darstellung des typischen Ernährungs-Naturells mit der dieser Körperform besonders stark anhaftenden Energie.

Es ist natürlich nur eine primitive bildliche Darstellung der Energie, die diesem Körperbau zugrunde liegt.

Huter forschte der Ursache der Form- und Lebensbildung nach, und als er erkannte, mit den alten Forschungsmethoden nicht weiterzukommen, schlug er neue Wege ein.

Er stellte zunächst fest, daß der menschliche Körper von einer emanierenden Substanz durchdrungen ist, die besonders den Leiborganen und übrigen Weichteilen stark anhaftet.

Diese Substanz durchdringt nicht nur die inneren Organe, sondern sie umgibt den Körper in bestimmter Weise – siehe Bild 1 – noch auf nahe Entfernung, etwa 1/2 bis 1 m mit einem odischen, wolken- oder lohenartigen Hauch.

Diese Energie ist im Dunkeln unter günstigen Umständen als schwach leuchtende Substanz sichtbar.

Es ist das von Freiherrn Karl von Reichenbach zu Anfang des vorigen Jahrhunderts [19. Jahrhundert] entdeckte Od.

(Reichenbach errichtete die ersten Holzverkohlungsöfen, ferner große Eisenwerke, entdeckte das Kreosot und Parafin.)

Huter stellte bald fest, daß das Od die Substanz ist, welche die Ernährung und Verdauung vermittelt, die ferner besonders die inneren Organe, die weichen und vollen, sowie die konkaven Hohlformen bildet.

Damit hatte er die Energie gefunden, welche besonders stark dem typischen Ernährungs-Naturell mit seinen vollen, korpulenten, weichen und breitfleischigen Körperformen eigen ist.

Das Od durchdringt die aufgenommenen Speisen und Getränke, löst die Stoffe, welche im Magen und Darm auf uns bekanntem chemischem Wege schon zersetzt sind, weiter auf bis unter die Grenze des Atoms, so daß ein Neuaufbau, die Neubildung anderer Stoffe möglich wird. Den Beweis gibt u.a. die Tatsache, daß in unserem Körper Elemente nachweisbar sind, welche die aufgenommene Nahrung nicht enthält.

Menschen, die mager und hager sind, haben im Verhältnis zum Ernährungs- und Verdauungsmenschen nur ein schwaches Od und ein geringes Vermögen, die Nahrung dem Neuaufbau des Organismus dienstbar zu machen.

Das Od tritt nach Quantität und Qualität sehr verschiedenartig auf. Es unterscheidet sich streng von den Dunst-, Duft- und Stoffwechselemanationen. Reichenbach erkannte es bereits am Menschen und auch an Kristallen. Letzteres nannte Huter Hart-Od oder Medioma. Diese ist der Mutterstoff der chemischen Materie, der, dem Körperleben dienstbar gemacht, vornehmlich die festeren, derbfleischigen Formteile bildet, z.B. am Rücken und an der Außenseite der Glieder gelagert ist.

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Rücken eines Mannes (Hinzugefügt)

An der besonderen härteren oder weicheren Beschaffenheit der Gewebe ist das Od, sowie die Medioma deutlich zu erkennen und damit ein gut Teil der Veranlagung eines Menschen.

Menschen mit starker Medioma und grobem Od können die schwersten Speisen und Getränke noch gut verdauen. Das weiche Od hat als physiologisch abgewandelte Energie und Substanz den Charakter einer gewissen Gutmütigkeit und Gemütlichkeit.

Das Od durchdringt die Kleider, die Atmosphäre, Gegenstände und Einrichtungen, und daher haben alle Räume, in denen volle, wohlbeleibte, weichfleischige Menschen wohnen und verkehren, wo noch möglichst gegessen und getrunken wird, die anheimelnde, warme, gemütliche und teils gutmütige Atmosphäre.

Daher haben Menschen oft Kleider, Gegenstände und ihre Wohnräume so gern, als seien sie gewissermaßen ein Stück ihres eigenen Selbst, sie sind ja auch tatsächlich mit ihrem Lebensod durchdrungen, das sich nur schwach polarisiert. Daher haben durch Vermittelung des Odes viele Menschen, meist schwach oder halb unbewußt, in der Nähe eine andern Menschen zuerst einen bestimmten Eindruck, der sich erfahrungsgemäß oft als richtig erweist.

Man glaube nicht, daß diese und noch viele andere Dinge, die durch das Od zu erklären sind, von selbst oder von ungefähr kommen, das ist nicht der Fall.

Bei den Pflanzen ist die Medioma in den Holzteilen am stärksten, an den Blättern und Blüten das Od, es bildet die zartesten Formen, Knospen usw.

Bei noch jungen Tieren ist das Od sehr stark, besonders an der Brust des säugenden Tieres, es bildet die zartesten flaumigen, odisch durchhauchten Gewebe, die zartesten Haare und das sehr feine, flaumige Gefieder.

Da das Od eine emanierende Substanz ist, so haben ganz besonders stark odische Menschen in besonderen Fällen einen nicht zu unterschätzenden, stark heilenden und das Wohlbefinden steigernden Einfluß auf andere Menschen.

Umgekehrt, wenn sich ein Mensch in Gegenwart bestimmter anderer Menschen wiederholt geschwächt fühlt, so spielt der Austausch bzw. die Entziehung des Odes dabei oftmals eine Rolle.

Da das Od leicht aus den Geweben erkannt werden kann, so unterliegt es der Berechnung.

Das kleine Kindchen an der Brust oder im Schoße der Mutter liegt sozusagen in einer nährenden, wohltuenden und wärmenden Odhülle oder Atmosphäre, die es zu seinem Wohlbefinden fast nicht entbehren kann.

Nun kommen wir zur Beschreibung der zweiten großen Energie des Lebens, dem Magnetismus, siehe Bild 2.

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Bild 2. Schematische Darstellung des Tat- und Bewegungs-Naturells mit dem ihm besonders stark eigenen Magnetismus und den magnetischen Kraftspannungslinien.

Kein Atom und Molekül ist ohne Magnetismus denkbar. Also schon in der Welt der fast unvorstellbar kleinsten Teile der Materie wurzelt die magnetische Energie.

Daß dieselbe unsichtbar ist, liegt auf der Hand, denn wir sehen z.B. auch den Magnetismus des Magneten nicht (wohl seine Wirkung) und haben uns längst seit Entdeckung des Radiums und anderer strahlender Elemente, mehr noch seit Bekanntwerden der Radiowellen usw. an die Vorstellung der unsichtbaren Energien gewöhnt.

Der Magnetismus im lebenden Körper ist ähnlicher Natur wie der Magnetismus der Materie, nur ist derselbe physiologisch abgewandelt.

Der Magnetismus hält alle Atome, Moleküle und Zellen unseres Körpers zusammen, ist also Eigenkraft der Materie. Darüber hinaus stärkt derselbe unausgesetzt das eigene Ich, die Selbsterhaltung und Machtentfaltung, er ist die egoistische Kraft im Leben.

Im einheitlichen Zug durchströmt der Magnetismus alle Atome und Moleküle des lebenden Körpers, bildet aber vorzugsweise das harte Knochengerüst und findet in den Beinknochen, der Wirbelsäule und dem harten Schädelknochen die magnetische Richtachse. Durch den Magnetismus wird die Spannkraft des Körpers bestimmt, die Höhen- und Längsrichtung. Derselbe strahlt am Kopf-, Strahl- oder Nordpol aus, umgibt den Körper mit Kraftspannungslinien und wird vom Fuß-, Süd- oder Saugpol stets wieder aufgenommen, wodurch das eigene Ich gestärkt wird.

Das ist die Hauptsache das Wesen des Magnetismus, maßgeblich für alle aus der Natur gewordenen belebten und unbelebten Formen.

Ohne den Schutz der magnetischen Kraftspannungslinien, welche die Erde umgeben, könnte sie nicht bestehen, und kein ruhiges Leben auf ihrer Oberfläche wäre möglich. Erst dort, wo die magnetischen Kraftspannungslinien aufhören, beginnt der freie Weltenraum mit seinen Einflüssen.

Mit den saugenden magnetischen Wurzeln hält die Pflanze, der Baum, sich in der Erde fest, der harte Stamm bildet die magnetische Richtachse, die Krone den Strahl- oder Nordpol. Dazwischen liegen die magnetischen Kraftspannungslinien und Kraftfelder.

Daher gibt der Wald mit seinen starken Bäumen dem Wanderer die Ruhe und Erholung und stärkt dessen eigene magnetische Lebensenergie. Daher stärken weite Wege und Märsche die Bein- und Knochenkraft, den Magnetismus, die Energie, Ausdauer und Willenskraft, wodurch nachher, in der Ruhe um so stärker das Empfinden wach wird.

Daher haben auch Menschen, die auf Fels- und Granitboden mit dem stärksten Magnetismus leben, eine stärkere Urwüchsigkeit, Festigkeit, Knochen- und magnetische Spannkraft wie Menschen, die auf Sumpf-, Sand-, Ton- oder Lehmboden wohnen.

Durch den vorherrschenden Magnetismus erklärt sich der typische Körperbau des Tat- und Bewegungsmenschen, siehe Bild 2. Er hat die starke Willensenergie, Bewegungs- und Tatkraft.

Aber nicht nur die Körperform und Gestalt zeigt den starken Magnetismus, sondern auch schon das straffe, feste, gespannte und harte Gewebe, die gestrafften Züge des Gesichts, das klar und real blickende Auge lassen die vorzugsweise stark entwickelte magnetische Energie eindeutig und klar erkennen.

Mit Vorliebe unternehmen diese Menschen weite Wege. Anstrengender Sport, energische Arbeit, Wind und Wetter, ja selbst Strapazen werden mit Lust und Wohlbefinden ertragen, es ist ihr Lebenselement.

Ihr Sinn richtet sich in die Weite, auf das Äußerliche, sie wollen hinaus aus den vier Wänden, die sie bedrücken, sie wollen Taten vollbringen, es ruft sie die Freiheit, und sie streben nach harter Herrschaft über andere.

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Schon die Haltung und Spannkraft des Körpers verrät die vorherrschende oder zur Geltung drängende magnetische Energie. Nichts kann diesem Einfluß widerstehen. Der Magnetismus beeinflußt die Atome und Ätherilionen, er wirkt bannend, zwingend, herrschend, suggestiv beeinflussend, Ja, selbst den Menschen mit schwachem Magnetismus überträgt sich unter Umständen die magnetische Energie der starken Naturen, so daß sie z.B. in Marschkolonnen Strapazen ertragen und Leistungen vollbringen, die sie sonst wohl kaum durchführen könnten.

Die magnetischen Kraftspannungslinien wirken bis auf einige Meter Entfernung vom Körper und verursachen indirekt eine gewisse Ätherspannung.

Wer also in der Nähe eines magnetische starken Menschen tritt, steht in dessen magnetischem Kraftspannungskreis, der unter Umständen sehr zwingend und bannend wirken kann. Darauf beruht z.B. auch die gewaltige Kraftübertragung, die große Menschenansammlungen auslösen können.

Auch die Sympathie zwischen dem Bewegungs-Naturell und der schwach magnetischen Empfindungs-Natur ist dadurch zu erklären, die Antipathie gegen das disharmonische Naturell und die sonst fast unmögliche Beeinflussung des Ernährungs-Naturells.

Das alte Wort „In das innere Wesen der Natur dringt kein erschaffener Geist“ verliert mit den Fortschritten der modernen Biologie und Physik allmählich bis zu einem gewissen Grade seine Gültigkeit.

Der Magnetismus als Heilkraft ist bekannte, und durch die neueren Erkenntnisse der Physik ist das Wie und Warum verständlich.

Durch die magnetisch starke Energie eines Menschen kann die magnetisch schwache Kraft eines kranken Menschen gestärkt werden, wodurch die Lebens- und Heilkraft günstig beeinflußt wird.

Allerdings sollte der Heiler in solchen Fällen außer einem wirklich starken Lebensmagnetismus auch noch ein starkes Od besitzen, denn sonst kann er z.B. bei einem odisch schwachen Menschen diese Substanz bannend und lähmend beeinflussen, wodurch keine Stärkung der Lebenskraft und auch keine Besserung entsteht. Also auch hier ist die Kenntnis der Natur- und Lebenskräfte Voraussetzung.

Wenn der Magnetismus eines Menschen gebrochen ist, dann sieht es um seine Lebensfähigkeit schlecht aus. Die Haltung des Menschen, die Spannung des Körpers, aller Gewebe und inneren Organe ist dann wie gebrochen. Das Aussehen ist in solchen Fällen typisch, siehe Bild 3.

 

Gebrochene Lebenskraft
Gebrochene Lebenskraft

 

Bild 3. Briand, französischer Staatsmann. Die gebrochene Lebenskraft. Photo Vogel-Sandau

Das Bild zeigt diesen Staatsmann, als er 1931 zur Konferenz in Berlin weilte. Er starb einige Monate später im Alter von 70 Jahren infolge eines Herzleidens.

An der stark eingesunkenen Haltung des Körpers, an den hängenden Wangen und Gesichtszügen, an den unsicheren Händen, sowie an vielen anderen Merkmalen, die schwerer zu sehen sind, ist zu erkennen, daß die magnetische Spann- und Lebensenergie gebrochen ist.

Wenn der geistige Wille auch noch so stark ist, der Zustand selbst wird dadurch nicht geändert.

Bereits bei Erscheinen des Bildes erkannten wir: Es ist die gebrochene Lebenskraft, die nur noch Monate vorhält, und ich bewahrte deshalb das Bild zu Studienzwecken auf.

Solange der Magnetismus noch ungebrochen ist, vermag der Körper selbst inneren Leiden gegenüber noch vielfach standzuhalten. –

Ein einfaches Beispiel von der Wirkung des Magnetismus liegt in folgendem: Wenn der Mensch spricht und dabei aufrecht und gespannt steht, so ist der Einfluß auf andere Menschen stärker, als wenn er in einem Stuhl sitzt und spricht, wobei der Magnetismus entspannt ist.

Der Magnetismus der Lebewesen unterscheidet sich selbstverständlich von der mechanischen Energie der Materie. Auch bezüglich der letzteren schreitet die Erkenntnis mächtig fort. Ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich, wenn es gelingt, die Atom-Energien frei und nutzbar zu machen, die in den Bergen von Granit aufgespeichert sind, dann braucht kein Bergmann mehr Kohle aus der Tiefe der Erde zu fördern.

Hier wie dort, – die Kenntnis von der Natur- und Lebenskräften macht den Menschen geistig frei und gibt ihm die Herrschaft über die Natur.

 

Nun kommen wir zur höchsten Kraft, die es im Weltall gibt.

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Es ist die von Huter entwicklungsgeschichtlich und experimentell nachgewiesene Lebenslichtstrahlkraft im Zentrosoma der lebenden Zelle, die er Helioda nannte.

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Bild 4. Das Empfindungs-Naturell mit der verfeinerten Form und der ihm besonders stark eigenen schöpferischen Liebes-Lebensstrahlkraft Helioda.

In Bild 4 sehen wir die verfeinerte, zarte Lebensform, den empfindungsreichen und oft auch schöpferischen Geistmenschen. Der Magnetismus und die Medioma treten in dieser Gestalt stark zurück, aber die Nerven- und Lebenskraft Helioda tritt hervor und das feine Weichod, das mit derselben sympathisiert.

Die Helioda ist heute mikroskopisch, biologisch und experimentell erforscht, sie ist gleichbedeutend mit jener Liebeskraft, die Jesus einst als das Höchste lehrte, die er selbst so stark in sich trug, daß er sie heilend übertragen konnte.

Diese Liebes-Lebenskraft wurzelt in der Empfindungsenergie der nur scheinbar toten Materie. Dieses Urempfinden konzentriert sich mit der fortschreitenden Umbildung und Entwicklung so stark, daß es in der Zelle zu Leben erwacht.

Aus den Einzellern entwickeln sich mehrzellige Organismen. Es bilden sich mit Hilfe und auf den Bahnen der Strahlung fein Fibern, dann Nerven, Ganglionen, bei fortschreitender Höherbildung das Rückenmark, die Sinnesorgane und das Gehirn.

Die empfindende Strahlkraft ist im Spiel der Kräfte die oberste Leit- und Richtkraft, die mehr oder weniger die untergeordneten Kräfte beherrscht, die selbst die starke magnetische Richtachse biegt und den Magnetismus zur Formung des harten Schädelknochens benutzt.

Im Gehirn sammelt sie sich so stark, daß sie aus dem bloßen Reizempfinden und Unterbewußtsein zum Geist und Tagesbewußtsein erwacht und die Triebe mit Bewußtsein leitet.

Sie wurzelt in jedem Ätherkleinstteilchen, – in der jetzt von der Physik uns enthüllten und bisher unbekannten inneren Raumwelt, in der Zelle, in den Atomen, Molekülen, Elektronen und Jonen als die bisher unbekannte Impulskraft zu allem Werden und Entwickeln in der Welt.

Sie ist die schöpferische Liebeskraft, die man früher aus Unkenntnis einem unbekannten Gott zusprach, durch die alles Leben entsteht. Nun ist bewiesen, daß auch der Mensch die Schöpferkraft in sich selbst trägt. –

Die Zelle, die sich ohne genügende Mitwirkung der im Strahlengebilde des Zentrosomas liegenden Schöpferkraft teilt, ist stets dem Tode geweiht, – wie es alle Zellforscher und Histologen übereinstimmend beobachtet haben.

Die Helioda schwingt zwischen den Stoffen und Kräften des lebendigen Körpers als eine wunderbar milde und angenehme Strahlung, die nah- und fernwirkend ist, das sie durch die Empfindungsenergie der Atome und Moleküle und des Äthers geleitet wird. Daher sind auch Gedanken Kräfte, ganz besonders, wenn sie stark von Liebe getragen sind, nicht nur innerhalb des Körpers, sondern auch über diesen hinaus wirkend.

Haß und böse Gedanken verkürzen die Strahlung und heben die Fernwirkung mehr und mehr auf, das Wohlwollen und der gute Gedanke verstärkt sie.

Huter mußte sieben Jahre über diese seine größte Entdeckung schweigen, da er sich der Verhöhnung aussetzte, wenn er nur erwähnte, daß das Leben auf Strahlung beruhe. Erst als das strahlende Radium entdeckt wurde, durfte er es eher wagen, diese seine Entdeckung darzulegen und experimentell zu beweisen.

Heute gibt es über die biogenetischen, das sind diese Lebensstrahlen, schon eine Literatur und man schreibt die Entdeckung derselben dem Russen Gurwitsch zu, der sie zuerst nach Huters Tode bei Zwiebelwurzeln feststellte.

Aber das änderte nichts an der Sache, denn die Helioda ist ewig und die mit ihrer Entdeckung verbundenen weiteren Forschungen Huters werden mit der Zeit die richtige Quelle finden lassen, – wir haben Zeit, wir säen nur, ohne schon die Ernte zu erwarten.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: In der Tat ist die richtige Quelle Carl Huters Helioda, seine Kraftrichtungsordnung. Alle diesbezüglichen Forschungen Gurwitsch mit seinen Zwiebelwurzeln, oder heute unter dem Begriff „Biophotonen“, beispielsweise Forschungen von Popp, beginnen mit dem Vater dieser „Lichtstrahlungsforschungen“ in Lebewesen – nämlich Carl Huter (1861-1912). Carl Huter war Nichtakademiker und Privatgelehrter, der nie eine staatlich beschützte Einrichtung besucht hatte, da einem Universalgenie, wie Carl Huter, solche staatlich beschränkten und beschützten Einrichtungen mit mehr oder weniger konformistischen Gruppendruck für seine freie Forschungen eher hinderlich gewesen wären. LINK: http://www.chza.de%5D

Die Helioda, die Liebeskraft, ist unser höchstes Gut, sie trägt unser Leben und Sein, sie trägt es in diesem Leben, sie trägt es nach dem Tode weiter.

Wenn mit dem Tode die Zellen und Gewebe in ihre Urbestandteile, in Atome und Moleküle verfallen, also Erde zu Erde und Asche zu Asche wird, wie man so schön sagt, so ist daran die Helioda gar nicht mehr beteiligt.

Sie spaltet sich individuell ab und geht dorthin, woher sie kam, in jene Welt der unendlichen Tiefe und Kleinheit, die uns jetzt erst die Physik nach Huters vorangegangenen Lehren erschlossen hat, – um sich ewig fortzuentwickeln bis zur höchsten Kleinheit, Feinheit, Vollkommenheit, Macht und Schönheit.

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(Hinzugefügt)

Die innere Helioda ist negativ aufnehmend und gestaltend, die nach außen wirkende Helioda ist positiv schöpferisch und strahlend. Damit ist nicht nur das Leben selbst, sondern auch jedwede Organ-, Form- und Gestaltbildung zu erklären, die Sprache der Natur und des Lebens in den lebendigen Formen.

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(Hinzugefügt)

Die Helioda durchleuchtet, belebt und durchstrahlt die Gewebe, sie ist Schwell- und plastisch schöpferische Formkraft, in ihrer negativen und positiven Wirkung neben allen andern Stoffen und Kräften in der lebendigen Körperform leicht zu erkennen und nach allen erdenklichen Graden zu bewerten. Wie, – das lehrt die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie].

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PGS Link www.chza.de

Heute ist die Erklärung leider nur noch meist theoretisch zu geben. Wie Huter durch Experimente diese Strahlung bewies, ist nur noch durch Erklärungen seiner Schüler zu überliefern, daran wird die Nachwelt anknüpfen müssen. Alles ist Entwicklung und Erkenntnisentwicklung, aber ewig strahlt die Helioda aus allen lebenden Formen.

Wenn das Kind sich gestoßen hat, streicht die Mutter aus ihrem natürlichen Gefühl heraus die wehe Stelle, man würde das nach Huter „heliodisieren“ nennen.

Wenn alle Heilmittel versagen, hat die Heliodabehandlung oder Lebenskraftübertragung auf einzelne Organe oft noch helfen können.

Wenn das erst erkannt wird und wenn man weiß, daß die höchste Heilkraft im Menschen selbst liegt, wenn die Gesetze der strahlenden Lebenskraft bekannt sind, dann kommt eine Zeit, die man eine neue Götterdämmerung im modernden Völkerleben nennen kann, die kein Fürst, kein Krieger und Theologe herbeiführt, sondern welche die moderne wissenschaftliche Forschung in ihrer Entwicklung langsam erschließt. „Suche daher die Wissenschaft, als würdest Du ewig hier sein – und die Tugend, als hielte der Tod Dich schon am sträubenden Haar.“ –

Alles hat der Mensch selbst in der Hand. Am Ende wird man die heliodisch-starken Naturen erkennen und sie am höchsten bewerten.

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(Hinzugefügt)

Aus dem Empfinden steigt das Leben empor, aus Traum und Tiefe der Geist in den Formen, der sich mit keinem Instrument messen, wohl aber mit dem Wunderbau des Auges sehen und erkennen läßt. Aber auch das erfordert Übung, Kenntnis, Wissen und einen liebenden Sinn, denn das Leben ist gleich einem großen Kunstwerk. –

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Klassisches Sehen (Hinzugefügt)

 

Zwischen den magnetischen Kraftspannungslinien und der Oberfläche des Körpers entsteht ein Ätherdruck, der Oberflächenspannung oder Elektrizität erzeugt.

Atome und Moleküle werden in den Körper hineingetrieben und durch die Attraktions- und Konzentrationsenergie dem Kreislauf der Stoffe und Kräfte dienstbar gemacht.

Die elektrische Energie richtet sich stets quer zur magnetischen Richtachse, – das ist Gesetz. Sie entladet sich an irgendeiner Stelle und ihre Strahlen kehren nicht zum Körper zurück.

Die elektrische Energie ist Entäußerungs-, Flieh-, Trennungs-, Zerstreuungs-, Verneinungs- und Zerstörungskraft, entsprechend ist ihr Charakter.

Sie strömt nach einer Stelle hin und treibt und bildet somit die Breitformen, die Breiten-Gliederung der Lebewesen, beim Fisch die Seitenflossen, bei der Pflanze die Äste und Zweige.

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Bild 5. Das disharmonische Naturell mit der ihm eigenen starken elektrischen Energie.

Wir sehen in Bild 5 das disharmonische Naturell. Hier übertönt die elektrische Energie die übrigen Kräfte und entsprechend ihrem Charakter wirkt sie sich schon in der Körperform aus. Von einem Adel der Gestalt wird man hier wenig mehr finden, sondern breite, teils harte, grobe und eckige Formen treten hervor.

Der Hals ist z.B. sehr kurz und breit, der Kopf geht in die Breite, die Ohren stehen im Winkel von 45° ab.

Man kann aber auch schon aus dem Gewebe selbst die zu starke elektrische Energie durch eine kühle, zerfahrene, harte Spannung und Unruhe erkennen. Es wetterleuchtet sozusagen in dem Gewebe des Gesichts wie von verhaltener Zerstreuung und Entäußerung.

Wenn die elektrische Spannung sich auslöst in Aufregung und Erregung, in Zersplitterung und Bewegung, in Zorn und Wut, in zu starke ungerechte Kritik und Opposition, dann hat die Helioda und damit die ruhige Vernunft die Herrschaft über diese Energie verloren und man kann kein ruhiges und liebevolles Handeln erwarten, sondern muß harte elektrische Spannungen und Entladungen, Streit und Kampf gegenwärtigen.

Die elektrische Hochspannung verpufft sich zum Glück mehr oder weniger schnell wieder, aber stets bleibt eine Störung im friedlichen und harmonischen Ablauf des Lebens zurück.

In allen zu stark von der guten Proportion abweichenden Breitformen wirkt vornehmlich die elektrische Energie.

Wenn mehrere stark elektrische Menschen beisammen sind und es kommt noch ein Tat-Naturell hinzu, dann ist der Friede vorbei, die Disharmonie treibt und bald ist ein Streit oder ein böses Komplott fertig. Aber die elektrische Energie ist nicht nutzlos, sie erfüllt auch ihren Naturzweck. Die Disharmonie rüttelt den guten Menschen wach und zwingt ihn, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um die Harmonie und das Gute zu erhalten. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da herrscht statt der Liebe und Weisheit das Spielt der Naturgewalten.

Der Magnetismus festigt, das Od und die Helioda lockern, verfeinern und veredeln die Formen und Gewebe, die zu starke elektrische Energie durchbricht die Harmonie des Lebens.

Im ewigen Spiel der formenden und gestaltenden Natur- und Lebenskräfte soll die höchste Leit- und Richtkraft, die Lebens-Liebeskraft, allein führend sein. Wenn auch ungewollt trägt letzten Endes auch die elektrische Energie zur Erreichung dieses Zieles bei.

Wer aber weiß, wie die Kräfte im Menschen auf das Äußere gestaltend wirken, der lernt sie mit der Zeit auch auf Schritt und Tritt aus den Formen erkennen. Die Frage nach dem Woher und Wohin dieser Kräfte, nach ihrer Wirkung im allgemeinen und im Formbau der Natur, wird man auf die Dauer nicht abweisen können, denn ewiges Gesetz ist die Kraftrichtungs- und –entwicklungsordnung.

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Die Wärmem veranschaulicht durch Bild 6, welche dem Körper mehr oder weniger stark anhaftet, ist wohl im Spiel und Austausch der Energien am sinnfälligsten.

Die strahlende Wärme, die sich stärker veräußert, ist bei unserem Bilde durch die kleinen Flammengebilde an der Körperperipherie dargestellt. Die Körperwärme ist auf nahe Entfernung wahrzunehmen.

Die gebundene Wärme, die stärker den inneren Organen anhaftet, ist bei unserer Figur durch die Flockengebilde am Körper versinnbildlicht.

Wenn bei einem Menschen die strahlende Wärme stärker in den Vordergrund tritt, dann ist die Haut und das Gewebe lebhafter durchblutet, wärmer durchstrahlt und offener, gut reaktionsfähig für Temperaturwechsel. Oft hat dabei die Haut den warmen Ton, die Ausdünstung und der gasförmige Stoffwechsel ist lebhafter.

Daher entlastet sich der Körper bei Menschen mit starker strahlender Wärme leichter und nur selten treten ernstere Erkrankungen auf.

Ist dagegen die gebundene Wärme stärker, dann ist die Haut und das Gewebe weniger offen, weniger locker und porös, sondern in sich fester und geschlossener. Es kommt leichter zu Ansammlungen von Fremdstoffen und ernstere Erkrankungen können eher auftreten.

Auch diese Zustände sehen zu lernen, ist bei einem Anschauungsunterricht an lebenden Personen nicht schwer.

Die Wärme ist ebensowenig als die Lebenskraft anzusprechen wie das Od, die Elektrizitiät oder der Magnetismus.

 

Das Bild am Kopfe dieser Zeitschrift

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stellt das harmonische Naturell dar, das alle Natur- und Lebenskräfte voll, stark und in harmonischem Gesamtfluß entwickelt hat. Die elektrische Energie ist stark gebunden und großartig sind alle anderen Stoffe und Kräfte von der obersten Leit- und Richtkraft Helioda beherrscht, gelagert und gerichtet, daher die starke, schöne und edle Körperform und die vorbildliche, ausgleichende und edle Wesensart dieser glücklichen Menschen. –

Durch diese sinnfälligen Darstellungen gewinnt der Leser eine gute Übersicht über die verschiedenen Kräfte, ihren Charakter und ihre das Leben begleitende Wirkungsweise, und so sind die Grund- und Haupttypen des Lebens, die Naturelle, in natürlicher Weise zu erklären.

Aber zugleich eröffnet sich ein Verständnis, warum alle Menschen so sehr verschiedenfach in Sympathie und Antipathie zueinander stehen.

Ja, es läßt sich nunmehr nach Körperform und Gesicht berechnen, wie die Sympathien und Antipathien zwischen zwei oder auch mehreren Personen sind.

Das aber ist von unendlich großer Bedeutung, denn das größte Glück auf Erden liegt im Zusammenschluß von Menschen, die voll und ganz harmonieren.

Wo das nicht der Fall ist, das bleiben, mögen die äußeren Verhältnisse noch so gut sein, Leid und Bitterkeit, oft unglückliche und tragische Folgen nicht aus.

Es ist also ein großes neues Wissensgebiet, das hier in den Grundzügen gestreift werden konnte, denn so wichtig wie die Menschenkenntnis ist, – so wichtig ist es zu berechnen, wie die Sympathieverhältnisse und die Beeinflußbarkeit der Menschen sind.

Dieses neue Gebiet ist außerordentlich bedeutungsvoll, die Freude und die Genugtuung, die dasselbe bereiten kann, ist große, es ist wohl das interessanteste und schönste Studiengebiet.

Ohne viel Mühe, Liebe und Geduld ist in das inner Wesen der Natur, der Gestalten, der Formen und Farben nicht einzudringen. In großen Zügen wird uns der Zusammenhang von Leib und Seele, von Körperform und innerer Wesensart durch die hier gegebenen Unterlagen verständlich.

Der Kopf des Menschen wächst aus dem Körper hervor und hat daher das innere und äußere Gepräge dieses Körpers.

Unter den Darstellungen der Kräfte zeigt das große Bild 1 das Ernährungs-, Bild 2 das Bewegungs-, Bild 4 das Empfindungs-Naturell.

Es sind die Haupt- und Grundtypen des Lebens.

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Das Bild am Kopfe dieser Zeitschrift zeigt das harmonische und Bild 5 das disharmonische Naturell, die beiden polaren Lebenstypen.

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Die kleine hier wiedergegebene Bildreihe zeigt nochmals den genauen und typischen Kopfbau dieser Naturelle, sowie die drei sekundären Zwischentypen.

Es ist unmöglich, sich den Kopf des einen Naturells auf dem Körperbau eines anderen Naturells zu denken, weil der Körperbau die Grundlage für den Kopfbau ist und die hier dargestellten Kräfte nicht nur äußerlich, sondern vornehmlich innerlich im ganzen Körperbau wirken.

Der Körper sendet seine Lebenssäfte zu Kopf und Gehirn empor, spannt, richtet und formt diese entsprechend.

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Danach ergibt sich kurz folgendes:

1. Das Ernährungs-Naturell hat das viele Od und die starke Medioma, daher die vollen, weichen Leiborgane und die breitfleischigen Körperformen.

Entsprechend ist der Kopf- und Gehirnbau und auch das Denkleben, d.h. dieser Mensch sinnt vorzugsweise nach, wie er am besten für Ruhe, Ernährung, Gleichmaß, Bequemlichkeit, Annehmlichkeit und für die praktischen und wirtschaftlichen Bedürfnisse des Lebens sorgt, also das zu tun, was die Ernährungsorgane wollen.

Die Helioda und die körperliche Spannkraft, der Magnetismus, sind bei diesem Typus schwächer.

2. Das Bewegungs-Naturell hat den sehr starken Magnetismus im bevorzugten Knochen- und Muskelsystem.

Daher sind auch die Züge des Gesichts lang, knochig, hart, fest, gespannt und voller robuster Energie.

Daher ist das Denkleben real und nüchtern und vorzugsweise auf das eingestellt, was die Bewegungsorgane des Körpers wollen, die Arme und Beine, die Knochen und Muskeln. Sport, Arbeit, Spiel, Anstrengung, Strapazen zu ertragen, große Taten zu vollbringen und ähnliches wird hier erstrebt.

Das Empfinden und die Ernährung mit ihren Energien und Stoffen stehen zurück.

3. Das Empfindungs-Naturell hat den zarten Körperbau, die starke Helioda, die vorzugsweise Nerven, Gehirn und Sinnesorgane bildet.

Daher ist das Gesicht zart, durchgeistigt, die Augen sind groß und, wenn das Interesse wach ist, leuchtend und seelenvoll, der Schädelbau ist begünstigt.

Daher richtet sich das Gedankenleben vorzugsweise auf das, was die Empfindungsorgane wollen. Daher die Liebe zu schönen Ideen und Gefühlen, zu Poesie, Musik, Kunst, Dichtung, die Neigung in religiösen und ethischen Dingen sich auszuleben, eine verfeinerte Kultur und Lebensart zu pflegen.

Die Ernährung und die energievolle Spannkraft des Körpers stehen demgegenüber zurück, da das Od, die Medioma, der Magnetismus und die elektrische Energie schwach sind.

4. Das harmonische Naturell hat alle Kräfte, Energien und Stoffe gut entwickelt, daher die volle harmonische Gestalt, Kopf-, Gesichts- und Augenbildung.

Entsprechend ist die harmonische Denk-, Gefühls- und Lebensweise, die Leistungsfähigkeit nach jeder Richtung, die stete Wahrung der Harmonie des Lebens, da der goldene Mittelweg eingehalten wird.

5. Das disharmonische Naturell hat die Stoffe und Kräfte nicht harmonisch vereinigt, vornehmlich ist es die starke elektrische Energie, welche die Harmonie der Kräfte durchbricht.

Daher zeigt der Kopf- und Körperbau nicht das ruhige Ebenmaß, ist zu hart oder zu weich, wobei einzelne Formen mehr oder weniger aus der Harmonie des Ganzen treten.

Je runder und feiner, je edler; je eckiger, je disharmonischer kann als Regel gelten.

Daher ist dieses Naturell wohl oft im einzelnen leistungsfähig, durchbricht aber stark wieder die ruhig und heiter dahin fließende Harmonie des Lebens durch Disharmonien, wodurch es vielerlei Leid verursacht, letzten Endes aber zur Entwicklung energisch antreibt.

Zwischen den geschilderten Typen liegen alle erdenklichen Mischformen, bedingt durch Spiel und Kreislauf der Stoffe und Kräfte und durch die Entwicklung.

Neuland ist immer von stark eigenartigen Naturen, die originale Wege gingen, erschlossen worden.

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Wir stehen in Hochachtung vor der wissenschaftlichen Forschung, aber Erfahrung und Geschichte lehren, daß gute Anregungen und bahnbrechende Erkenntnisse gar oft aus dem Volke gekommen sind. Unsere bescheidene Bitte an die wissenschaftlichen Zweifler und Kritiker ist daher, bezüglich dieser Neulehren, die für das praktische Leben nur Segen bringen können, auch das Naturtalent zu Worte kommen zu lassen. 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini         (Hinzugefügt)

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

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 D The Gate MK

 

 

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