DgM 049

Der gute Menschenkenner 049 von 101

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Der gute Menschenkenner                                                          

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Februar 1937, Nr. 49

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Der architektonische

Aufbau der

S T I R N

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1. Beobachtung – Auffassung

2. Vorstellung – Gedächtnis

3. Praktisches – Denken

4. Logik – Urteil – Kritik

5. Höhere Vernunft

6. Weisheit – Ethik

7. Religiöse Erkenntnis

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Die vorliegende Arbeit behandelt ein neues, sehr nützliches Wissensgebiet, das schon wegen seiner naturwissenschaftlichen Grundlage Interesse finden dürfte.

Es ist der architektonische Aufbau der Stirn.

1. Alle Eindrücke, die wir Menschen vornehmlich mit den Augen und mit dem Gefühl, das ja jeder Sinnestätigkeit zugrunde liegt, – real sinnlich erfassen und verstandesmäßig verarbeiten können, sammeln sich organisch auf dem Wege der Strahlung direkt über beiden Augen an.

Dadurch entsteht die Basis des Vorderhirns und die entsprechende Stirnbildung.

Schon die vergleichende entwicklungsgeschichtliche Forschung bestätigt diese Tatsache, ganz davon abgesehen, daß auch die Erfahrung eindeutig dafür spricht und daß z.B. die ganze bildende und dichtende Kunst von Menschengedenken an nach dieser Richtung hin gearbeitet hat.

Man wolle beim Lesen die oben stehende Zeichnung mit betrachten, sie enthält symbolische Einzeichnungen, die den Text leichter verständlich machen sollen.

Außerdem betrachte man auch noch die unten stehende Zeichnung, da hier die Einteilung der Stirn nach sieben Regionen vorgenommen ist.

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Fig. 2 bringt den Aufbau der Stirn und des Vorderhauptes zur Darstellung. Zum Unterschied von der alten Phrenologie hat diese neue Schädellehre festgestellt, daß nicht nur in den Gehirn- und Schädelarealen, sondern noch weit mehr in der organischen Entwicklung, also im Formaufbau des Gehirns, ein wunderbares geistiges Formprinzip zum Ausdruck kommt.

Die zugrunde liegenden Forschungen sind von Carl Huter.

a) Die Dinge seiner Umgebung nimmt der Mensch zunächst wahr, er macht sich dabei seine Gedanken, sammelt Eindrücke, deren Reiz zuerst die Zellen und dann die Gehirnorgane zur Entwicklung bringt. Der Mensch lernt die Dinge der Welt nach Form, Gestalt und Bewegung erkennen und unterscheiden. Die Vorstellung, die er davon hat, sucht er wiederzugeben.

Das ist also das Erste, was der Mensch verstandesmäßig erfassen lernte und die dafür arbeitenden Organe konnten sich nirgends besser und folgerichtiger ansammeln als zwischen beiden Augen, – siehe die große Zeichnung.

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Die Innenwelt des Menschen, die Gehirnorgane und die äußere Formbildung stehen im Gleichlauf mit der Außenwelt.

Von der biologischen Begründung sehen wir zugunsten der praktischen Erläuterung ab.

b) Nach der Verarbeitung der ersten Eindrücke nehmen wir dann wahr, daß die Dinge der Außenwelt sich im Raum befinden, daß sie Entfernung und Richtung haben. Damit entwickelt sich der Raumsinn, das Augenmaß und die Orientierungsgabe, etwa einen schwachen Finger breit weiter nach den Seiten der Stirn zu.

Form, Plastik, Wölbung, Spannung und Strahlung dieser Stirnteile zeigen den Grad der Entstehung dieser Sinne.

c) Dann lernt der Mensch mit fortschreitender Entwicklung, Vererbung und Veränderung der Außenwelt die Dinge nach ihrer Schwere, ob gasig, flüssig, leicht, fest, dicht usw. unterscheiden. Es entstand, wieder etwas weiter seitlich, der Gewichtssinn.

d) Aber die Dinge der Außenwelt sind auch mehr oder weniger dem Wechsel unterworfen, besonders bezüglich der Helligkeit und Dunkelheit, der Zeit und Farbe, es entstanden, wieder etwas mehr seitlich, der Farben-, Zeit-, Licht- und Kontrastsinn.

Alles auf einmal konnte der Mensch nicht gleich gut und scharf erfassen lernen, daher ist auch keine menschliche Stirnbildung der anderen vollkommen gleich, – und ebenso konnte die Natur nicht dahin, wo eine Kraft vornehmlich wirkt, eine zweite, im gleichen Maße wirkende Kraft verlegen.

Es mußte eine planmäßige Ordnung auch im Gehirnbau entstehen und ein Organ sich nach, mit und aus dem anderen entwickeln und bilden, wobei dann gleichzeitig die äußere Tätigkeit des Menschen sich veränderte, bildete und vervollkommnete.

Diese Zweckmäßigkeit der Natur hat Huter – von der Kraft- und Stoffbildung und Entwicklung angefangen durch das ganze Reich der Natur bis zum vollendeten Gehirnbau des Menschen – systematisch nachgewiesen. – (Nebenbei gesagt war dies eine Riesenarbeit menschlichen Geistes, verbunden mit sehr vielen neuen Entdeckungen.)

e) Im Wechsel der Eindrücke von Form, Gestalt, Raum, Richtung, Orientierung, Gewicht, Zeit, Farbe und Kontrast mußte der Mensch seine geistige  Ruhe zu bewahren versuchen. Auch er konnte, ohne die Dinge in seiner geistigen Auffassungswelt zu ordnen, nicht auskommen, und so entstand, wieder einen schwachen Fingerbreit seitlich, der sogenannte Ordnungssinn, ein Sinn, – das weiß jeder, – der sehr verschiedenartig bei den Menschen ausgebildet ist.

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Studienkopf (Hinzugefügt)

Möge der Leser noch folgendes beachten: Ist die Gewebsbildung der Stirn im ganzen oder auch nur in einzelnen Teilen matt, von einem dunklen Ton, dann stimmt etwas nicht, aus irgendeinem Grund funktionieren die Organe nicht richtig.

Die Stirnform und Gewebsbildung muß stets kraftvoll, plastisch gewölbt und gespannt sein, die Haut muß frisch, straff gespannt, hell, rein und offen, von innen durchleuchtet und durchstrahlt sein.

Das ist Voraussetzung, wenn diese Formdeutung zutreffend sein soll. Die Abstufungen in dem Strahl- und Spannungscharakter der Gewebe sind natürlich verschieden, was man durch einen praktischen Anschauungsunterricht sehr leicht sehen und unterscheiden lernt.

Ohne die Beachtung der hier erwähnten Feinheiten ist diese reale und praktische Formenpsychologie gänzlich unmöglich.

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Es ist, kurz gesagt, ein neues, sehr scharfes, künslerisches Sehen nötig, das Huter lehrte, das vor ihm in dieser Feinheit unbekannt war.

Zur Erklärung sei noch kurz gesagt: Das menschliche Gehirn ist ein Entwicklungsprodukt, gewissermaßen als die Blume der Körperorgane zu betrachten.

Die Gehirnteile sind nur Organe der geistigen Kräfte, die aus den Lebens-Energie-Zentralen der Zellen zum Gehirn emporsteigen.

Wenn das Gehirn durch die Lymphgefäße des Blutes nicht richtig ernährt wird, oder es erhält nur mangelhafte Nervenkraft aus den Lebens-Energiezentralen des Körpers zugeführt, dann kann die beste Gehirnorganisation nicht normal gesund tätig sein und die Deutung nach der Schädel- oder Stirnform muß versagen.

Bis zu einem gewissen Grade kann man den augenblicklichen Zustand der Organe an der Stirn durch das schon erwähnte neue klassisches Sehen erkennen.

[Carl Huter (1861-1912) hat eine „Neu-Schädel-Lehre“ bzw. Neu-Phrenologie geschaffen. Sein bedeutsamster Schüler, Amandus Kupfer (1879-1952) betont Möglichkeiten und Grenzen dieser Neu-Lehre Huters und weist auf Ergänzungsnotwendigkeit für eine zuverlässige Beurteilung hin]

Aber den wirklichen Zustand der Gehirntätigkeit, also die wirklichen momentanen seelischen Zustände, den wirklichen Charakter, den Willen, die Gefühls- und Charakterrichtung zeigt die Schädel- und Stirnbildung nicht, sondern diese erkennt man am Körper und an den Bewegungen und an Augen, Mund und Gesicht. Es muß darum die Gesichts- und die Körperphysiognomik, die Kopf- und Stirnformenkunde ergänzen.

In Augen und Gesicht verlaufen die Nervenbahnen aus dem Körperinnern und Gerhirn außerordentlich reich und verleihen den beweglichen Weichteilen den stärksten Ausdruck und vermögen auch leichter die Formbildung zu beeinflussen.

Das ist alles klar einleuchtend und doch hat man diese physiognomischen Tatsachen vor Huter nicht unterschieden. Trotz allem Fortschritt in den Wissenschaften blieb dieses Gebiet in den ersten Anfängen stecken und wurde noch durch unwürdige Vertreter der physiognomischen Wissenschaft, die diese Unterscheidungen leicht nahmen oder überhaupt nicht erkannten, sondern nur schnell Ruhm ernten wollten, im Ansehen nicht gefördert.

Es ist lange nicht jedermanns Sache, in diesem nützlichsten und großartigsten menschlichen Wissensgebiet gleich auf den ersten Hieb als Meister hervortreten zu können, wo meist noch nicht einmal die Lehrlingszeit beendet ist.

Was also die Schädelform und der in unserem heutigen Thema speziell behandelt Stirnbau unter den zuerst angegebenen Voraussetzungen bestimmt zeigt, das sind die Verstandesanlagen.

Der menschliche Wille ist durchaus nicht so frei, wie man bisher gewöhnlich annahm, sondern sogar außerordentlich eingeschränkt, ja, er ist teilweise ausgeschaltet. Jeder Mensch steht unter Einfluß seiner Anlagen und Kräfte und unter Einfluß seiner äußeren Umgebung. (Wäre, nebenbei gesagt, der Wille des Menschen primär, so würde der Mensch wohl meist das Gute tun, allein schon aus der Erkenntnis heraus, daß das Gute die Folge des irdischen und seelischen Glückes nach sich zieht.)

Nach dieser kurzen Abschweifung, die unumgänglich zur Klärung nötig war, verfolgen wir nun den Aufbau der Stirn weiter.

f) Der Mensch lernte dann die Geräusche der Natur in sich aufnehmen, unterscheiden und teils auch nachahmen, es bildete sich der Sinn für den Rhythmus, Takt und Ton und schließlich für Musik. (Vergleiche das Titelbild.)

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Bei starker Musikalität, wie sie z.B. der Kapellmeister haben muß, zieht sich vom Musiksinn noch ein plastischer Zug nach oben, dadurch wird deutlich, daß in solchem Falle das höhere Geistesleben mit dem Musiksinn sozusagen verbunden ist und diesen verstärkt. Figur 2 zeigt die Korrespondenz der Sinne mit den Geistesanlagen. Selbstverständlich hat auch das innere und äußere Ohr bei einem Musiker stets eine charakteristische Formbildung.

g) Der Mensch lernte dann die Dinge der Welt der Zahl nach zu unterscheiden, zuerst an den eigenen Gliedern, Fingern, Zehen usw.; es bildete sich, wieder einen schwachen Finger breit seitlich, der Zahlensinn.

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Studienkopf in „Hörzu“, 2001 (Hinzugefügt)

h) Daraus entwickelte sich mit der Zeit, durch Vererbung, Übung und Betätigung dann weiterhin der Sinn für die Vielheit, für Berechnung und Mathematik.

Damit ist die Bildung der Unterstirn über den Augen von der Mitte nach der Seite zu – im völligen Gleichlauf mit der Natur und Außenwelt stehend – bis zur Schläfe abgeschlossen.

Daß innerhalb dieser vielseitigen Organbildung noch so viele Unterschiede bestehen, wie es Menschen gibt, liegt auf der Hand. Auch leuchtet ein, was für ein außerordentlich interessantes, vielseitiges und nützliches Wissensgebiet hier vor uns liegt.

Zunächst aber haben wir über die Entwicklung der Basis des Vorderhirns und der Stirn eine natürliche Erklärung, die – man sollte es kaum glauben – bisher noch fehlte.

Es scheint fast so, als wenn der Mensch auf das Einfachste und Naheliegendste oftmals zuletzt kommt.

Unmittelbar über den Augen liegt also die objektive Auffassung und Beobachtung. Die reale materielle, objektiv-sinnliche und naturwissenschaftliche Erfassung der Welt ist aber die Grundlage jeder niederen und höheren Verstandestätigkeit. Jede höhere Erkenntnis soll sich auf die niedere aufbauen.

Die Theologie ging den umgekehrten Weg, nahm als erstes den allmächtigen Gott an in der Welt und schlußfolgerte von da aus auf Mensch, Leben und die reale Welt.

Daher muß sich das Alte reformieren, es müssen gewaltige Umwälzungen kommen, damit die Menschen den von der Natur vorbezeichneten Weg beschreiten können und selbst die gelehrte Theologie sich gemäß der natürlichen Gehirnentwicklungslehre umstellt.

Die Natur zwingt. – Vernünftiger ist es daher, der Mensch entschließt sich freiwillig zu Reformen. Wer im Sturz des Alten nur etwas Schreckliches sieht, der verkennt die Natur und ihre Entwicklung.

Nun wollen wir die Stirnentwicklung weiter nach oben zu verfolgen und zwar immer unter dem Leitprinzip der hier gegebenen Einteilung der untersten Stirnbildung: Einheit, Zweiheit, Dreiheit, – Kontrast, – Vierheit, Fünfheit, Vielheit, entsprechend den Zahlen 1-10 und den sich steigernden höheren Werten.

 

Die zweite Stirnregion

Etwa einen schwachen Finger breit höher wie die unterste Stirnregion liegt in der ganzen Breie – lange nicht bei allen Menschen erreicht die Stirn die volle plastische Breite und die gesunde, energische Spann- und Strahlkraft – die Vorstellung des real-sinnlich Beobachteten und Aufgefaßten.

D.h. je nach der Entwicklung dieser Stirnregion vermag der Mensch die Dinge, die er unmittelbar beobachtet hat, sich auch noch im Geiste, wenn er sie also nicht mehr vor Augen hat, in die Erinnerung wieder zurückzurufen, sie sich vorzustellen und zu durchdenken.

Damit ist ein geistiges Behalten der Dinge verbunden, und daher liegt hier in der ganzen Breite der Stirn zugleich auch das Gedächtnis, und zwar in der Mitte der Stirn für die täglichen Begebenheiten, Namen, Personen, Gesichter usw. und für ferner liegende Dinge immer mehr nach der seitlichen Breite zu.

Es kann z.B. ein Mensch für Begebenheiten, Namen usw. ein sehr schlechtes Gedächtnis besitzen, für fernliegende Dinge, die sich auf Weltdasein, Zweck und Ziel des Lebens usw. beziehen, aber ein vorzügliches Erinnerungs- und Vorstellungsvermögen.

Es gibt Erfinder, die können sich eine Maschine, die es noch gar nicht gibt, bis in alle Einzelteile so genau und arbeitend vorstellen, als wäre sie wirklich da. Sie haben die entsprechende Stirnregion vorzüglich entwickelt.

 

Die dritte Region der Stirn

In der dritten Region der Stirn liegt die praktische Denkgabe, um das Aufgefaßte, Beobachtete und Vorgestellte praktisch zu durchdenken und irgendwie nutzbringend zu verwerten.

Je breiter und plastischer, gespannter, heller und durchleuchteter die Stirn in diesen drei Regionen ist, um so besser und leichter, intensiver, erfinderischer und anpassungsfähiger vermag der Mensch die realen Dinge des Lebens praktisch zu durchdenken und zu verwerten.

In diesen drei untersten Stirnregionen liegt also das objektive oder kalte Verstandesleben. Die Stirn zeigt auch die Richtung, welche diese Denkorgane nehmen, und zwar an feinen plastischen Zügen und noch anderen Besonderheiten, die hier im Moment nicht beschrieben werden können, das selbst die beste technische Wiedergabe der Bilder die in Frage kommenden Feinheiten nicht zeigt.

Wir wollen aber dennoch dem Leser, so gut wie es möglich ist, davon im Bilde eine praktische Vorstellung geben.

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Bild 3 zeigt die im untersten Drittel außerordentlich gut entwickelte Stirn. Dort wo die praktische Denkgabe liegt, fällt dieselbe allerdings ziemlich stark ab.

Betrachtet man bei dieser Stirnbildung die Kraft, Energie und Anspannung, die direkt über den Augen liegt und die Anspannung, die allein schon in dem vorgedrängten, alles wahrnehmen wollenden Auge liegt, so kann man in dem Träger dieser Stirn sich ganz gut den Vorläufer unseres technischen Zeitalters vorstellen.

Die Zeichnung ist 150 Jahre alt. [Stand 1937]

Dieser Mensch arbeitet sozusagen für die realen Dinge des Lebens. Er möchte immer mehr Formen und Farben sehen, nachahmen, das Gesehene vermehren, erfinden, ordnen, organisieren, berechnen, bauen, konstruieren, praktisch verwerten.

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Da der Stirnbau gegenüber dem unteren Drittel in der zweiten und dritten Region bedeutend abfällt, ist der Mann in real praktischen Dingen wohl ein Meister, für höhere Lebensfragen aber bedeutend schwächer veranlagt.

Die in der Zeichnung hervortretenden Stirnpartien machen das deutlich. Die weiteren, vergleichsweise angedeuteten Formen zeigen, wie der Stirnbau sein müßte, wenn er in allen Teilen vollendet entwickelt wäre.

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Figur 4 zeigt den im unteren Drittel schwach entwickelten Stirnbau, was man an den nicht gestrichelten Partien gut vergleichend betrachten kann.

Die Verstandestätigkeit für die reale Beobachtung und Naturwissenschaft, Anatomie, Bakteriologie, Physiologie, ist schwach, ebenso das Gedächtnis für tägliche Begebenheiten, Formen, Zeichnen, Bildhauen, Gestalten, Augenmaß, Gewicht, Farben, Orientierung, Zeit, Ort, Töne, Rhythmus, Zahlen, Namen, Begriffe, Konstruieren, Erfinden, Organisieren, Kalkulieren, – schwach also für die Dinge des praktischen Lebens.

Ein solcher Mensch bedarf in diesen Dingen der praktischen Unterweisung, der Anleitung, Führung und Aufsicht.

Wirklich produktiv und schöpferisch ist er auf diesen Gebieten nicht, er bedarf der Vorbilder, – und er wird auch leicht stark unruhig, wenn von außen viel auf einmal auf ihn eindringt.

Es ist daher auch eine undankbare Sache, etwas in einen Menschen hineinzudrillen, wozu er keine oder nur eine sehr schwache Veranlagung hat. Es führt leicht zum Bankrott der körperlichen und geistigen Kräfte. Solcher Mensch bleibt im besten Falle in diesen Dingen doch nur mittelmäßig, und das Talent überflügelt ihn schnell und mit leichter Mühe.

Daher sollte der Mensch sich einer Tätigkeit widmen, die seiner Veranlagung voll und ganz entspricht. Bei unserem Bilde ist z.B. die Stirn in der mittleren Region gut entwickelt. Solcher Mensch würde sich für eine untergeordnete kaufmännische Bürotätigkeit eignen, diese befriedigend ausfüllen und sich auch in solchem Beruf glücklich fühlen.

An dieser Stirnwissenschaft ist tatsächlich großer Nutzen zu ziehen und sie hat darum hohe Bedeutung.

 

Vierte Stirnregion

In der vierten Stirnregion kommt das neutrale, verbindende, logische, spekulative, kritische und philosophische Denkleben zum Ausdruck.

Wie immer entscheidet die freie, lichte und breite Auswölbung und Durchstrahlung der Stirn.

Wenn der Mensch die Dinge der Natur objektiv aufgefaßt, sich in das Gedächtnis zurückgerufen und praktisch durchdacht hat, so hat er schon viel vollbracht und geleistet, – aber lange noch nicht alles.

Will er in die Tiefe dringen, so sucht er zu erfahren, was hinter der Erscheinungen Flucht liegt, wie die Natur arbeitet und das, was er beobachtet hat, zustande bringt.

Er will also hinter das Wesen der Dinge, der Stoffe und Kräfte, des Entwicklungsgeschehens und der Zusammenhänge in der Natur kommen.

Um die objektive sichtbare Welt mit der unsichtbaren Welt, welche die Vernunft erschließt, zu verbinden, um sich ein selbständiges Urteil über die Dinge des Lebens und der Natur zu bilden, ist ein verbindendes, neutrales, kritisches und logische-schlußfolgerndes Denken nötig.

Dieses liegt hier in der ganzen Breite der mittleren Stirn.

Daher sind in unserem großen Titelbild als Symbole die Köpfe berühmter Männer eingezeichnet, die in unermüdlichem Forscherdrang uns das innere Wesen der Dinge tiefer erschlossen, Erfindungen und Entdeckungen machten und mit ihren Ideen teilweise der heutigen Welt Richtung und Farbe gaben: Schopenhauer, Darwin, Edison, Häckel und Kant.

In dieser Hirnbreite liegt das Vermögen, durch scharfe Vergleichungen und Analogieschlüsse Neues zu finden, z.B. von der Anatomie die Brücken zur Physiologie und Biologie zu bauen.

Wenn dabei allerdings der über dieser mittleren Region liegende obere Stirnteil schwach entwickelt ist, dann versagt der philosophische Tiefensinn und als logische Folge ergibt sich eine materialistische Naturphilosophie, die alle Metaphysik ablehnt und in das Reich der Betrachtung nicht miteinbezieht.

Was uns die materialistische Naturphilosophie gebracht hat, ist bekannt, eine bunte Fülle naturwissenschaftlicher Beobachtungstatsachen, teilweise verbunden mit einem gewissen Wissenschaftshochmutsdünkel, dabei aber einen allzu realen, nüchternen Realismus, ein ruh- und rastloses Leben, das schließlich in einen Kampf aller gegen alle auszulaufen drohte.

[Gerade heute Ende Jahr 2008, steht jedes Individuum und die Menschheit als Ganzes vor dem finalen Scheidepunkt und der finalen Selbst-Entscheidung, diese materialistische Einseitigkeit, zu transformieren, ansonsten droht für die meisten Menschen finale äußere und innere Versklavung und Ende von Privatheit zum lebensnotwendigen Selbstschutz seiner seelischen Unversehrtheit.

In der Vergangenheit wurde insbesondere durch die Religionskontrolle bzw. Glaubensunterdrückung (Stichwort „Globale City-Trinität“: Vatikan/Globale Glaubenskontrolle, City of London/Globale Finanz-Kontrolle und District of Columbia/Washington DC/Pentagon/Globale Menschen-Tötungs-Kontrolle) alle sensitiven Menschen durch grausamste Folter und Verbrennung des jeweils lebenden Opfers europaweit durch geführt.

Auf dem Territorium der heutigen Vereinigten Staaten von Amerika wurden nahezu alle Eingeborenen Indianer getötet, und mit Washington District of Columbia die Globale Politische Kontrolle errichtet. Mit der Death-Management-Zentrale, genannt Pentagon in Washington DC war die äußere Tötungsmaschinerie gegen die Menschheit als Ganzes etabliert.

Mehr als diese drei ineinander verwobenen Kontroll-Instanzen (Rom, London und Washington) bedarf es nicht, die gesamte Menschheit von ihrer jeweils inneren individuellen höheren Lebenslichtleitstrahlkraft, HELIODA, und somit seiner individuellen Selbsterkenntnis, die zur Huterschen Menschenkenntnis führt, abzulenken.

Insbesondere die letzten 500 Jahre wurde alles unternommen, um mittels selbsterzeugter Angst-Induktion jeden Menschen in seiner jeweiligen großartigen individuellen Potentialität klein zu halten. Wer aufrichtig Carl Huters Menschenkenntnis sich durch aufrichtiges Selbststudium Schritt für Schritt hart erarbeitet (kann nicht einfach käuflich erworben werden, wie dies andere Menschenkenntnissysteme suggerieren), wird zunehmend immun gegen Angstinduktion, da längst aufgewacht und klar und klassisch sehend geworden.  Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm]

Wo diese Richtungen allzu nüchtern und real wurden, da hörte auch alle religiöse Kraft und Weihe auf.

Trotzdem müssen wir aber diesen mutigen Männern der realen Naturwissenschaften Dank wissen, denn sie suchten uns aus den alten Dogmen einen neuen Weg zu bahnen.

Wo aber dieser mittlere Stirnteil voll und breit, in voller Feinheit entwickelt und durchstrahlt ist, und wo auch oberhalb desselben die Stirn noch Kraft hat, da ist der Mensch zu scharfen systematischen Prüfungen, Experimenten und Vergleichungen befähigt, zum folgerichtigen Denken, Zergliedern, Ordnen und Berechnen, er vermag sich ein scharfes, kritisches, eigenes Urteil zu bilden.

Er vermag die Vorgänge in der Natur logisch zu zerlegen und scharfsinnig in ihrem Zusammenhang zu erklären, Ursache und Wirkung zu erkennen, durch Erfindungen und Verbesserungen das Leben zu erleichtern und zu verschönern, was über die real-sinnliche Naturerkenntnis bereits hinausgeht.

Ohne diese scharfe, logisch-philosophische, spekulative  und neutrale Denken ist die Wahrheit in der Natur nicht zu erfassen. Alles Unglück, das durch naives Denken in die Welt kommt, ist erst durch diese höhere geistige Fähigkeit zu vermeiden.

Wo blinde, leichtsinnige Vertrauensseligkeit und Kritiklosigkeit herrscht, da muß der Mensch durch Schaden klug werden, das Schicksal bringt ihn dann meist erst zu tieferem Nachdenken.

Man möchte aber nicht immer wieder Schaden leiden, sondern alles Unglückliche und Schädliche von vornherein durch scharfsinnige Voraussicht und Logik vermeiden.

Dieser Stirnteil bildet also das verbindende Glied zwischen Realismus und Idealismus zwischen der objektiv sichtbaren und der unsichtbaren Natur.

Die Philosophie, das logisch-kritische, schlußfolgernde Denkvermögen ist daher die Königin aller Wissenschaften.

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Bild 5 zeigt die gut entwickelte mittlere und auch untere Stirnregion. – Alles, was einer natürlichen Denk- und Lebensrichtung widerspricht, hindert die gute Entwicklung dieser Stirnregion.

Die Natur ist also mal wieder unsere beste Lehrmeisterin, sie setzt ein gesundes und natürlich reines Leben voraus, damit sich die edlen Organe der mittleren Stirn entfalten können.

Dieser Mensch, Bild 5, ist befähigt, bei entsprechender Lebensweise und Bildung sich ein selbständiges Urteil durch verbindendes und ausgleichendes Denken zu bilden, tiefer in das Wesen der Natur und des Lebens einzudringen, das reale Denken auf eine höhere Bildungs- und Erkenntnisstufe zu erheben.

Es ist die Stirnbildung der großen Denker, Philosophen und Erfinder. Ist die Stirn des Menschen hier breit, so gibt ihm das auch eine wunderbare Ruhe und Sicherheit im Denkleben.

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Bild 6 zeigt in dem schattierten Teil eine in der mittleren und unteren Region schwach entwickelte Stirn.

Man vergleiche damit die vollendete Stirnbildung, welche durch die punktierten Linien angedeutet ist.

Dieser Mensch vermag aus sich selbst nicht logisch, kritisch und folgerichtig scharf zu denken. Er ist daher nicht zur freien praktischen und selbständigen Unternehmung befähigt. (Man rechne zur mittleren Stirn [4] einen Teil der 3. und 5. Stirnregion hinzu.)

Er macht leicht Fehler im spekulativen Denken, rechnet nicht mit genügend vielen Faktoren oder läßt wichtige Dinge außer acht, überschätzt nebensächliche Dinge usw. Kurz, er bedarf der Führung und Leitung, sonst wird er leicht ein Opfer starker äußerer und innerer Einwirkungen.

Ebenso ist es, wenn bei sonst guter Formbildung die Stirn hier flach ist, dunkel und dumpf ohne Strahlung und Spannung, oder wenn Auge und Gesicht auf eine Charakterrichtung deuten, die den Weg der Natürlichkeit verlassen hat.

Man sieht, die Natur zwingt den Menschen, alle geistige Kraft energisch anzuspannen, um folgerichtig denken zu lernen. Erst dadurch entsteht eine gewisse Statik, ein sicherer Ruhepol im Leben, denn sonst ist der Mensch wie ein schwankes Rohr, das hin und her geweht wird.

Gesetzt den Fall, ein Mensch vermöchte aus irgendeiner Ursache, weder an einen Gott, noch an eine Vorsehung, Gebet und Unsterblichkeit zu glauben; – es gäbe diese Dinge aber doch, was ja gar nicht ausgeschlossen ist, – dann hätte er am Ende seines Lebens wie ein schlechter Kaufmann gehandelt, der die Bilanz zu frühzeitig abschloß.

Jede wahre Gotteserkenntnis aber schließt die Natur-, Welt- und Menschenkenntnis nicht aus, sondern ein. Der Mensch hat nicht nur Pflichten gegen sich selbst, seine Mitmenschen und alle Dinge, sondern auch gegenüber dem All, das ihn geschaffen hat, das ihn trägt und leitet, zu erfüllen.

 

Betrachten wir nun im Zusammenhang mit dem Vorangegangenen die Stirnbildung Bild 7.

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Hier fällt die starke Entwicklung der Unterstirn auf und besonders die monumentale Kraft derselben im Übergang zur Nasenwurzel. Man kann die wuchtige Kraft dieser Stirnbildung gut beobachten. Dadurch zeigt sich die Qualität im Stirnbau, denn auch in den übrigen Teilen der Stirn tritt die kraftvolle Spannung, verbunden mit einer warmen Abtönung, hervor.

Die punktierten Linien zeigen, wie die in allen Teilen voll entwickelte Stirn zu denken wäre.

Besondere Kraft liegt hier in der Beobachtung und Wiedergabe von Form, Gestalt, Entfernung, Richtung usw., aber ebenso auch noch in der Übersicht, Ordnung und Berechnung.

Wenn auch in der 2., 3. und 4. Region die Stirn noch lange nicht voll entwickelt ist, so ist doch schon eine starke Denkkraft auch in den übrigen Teilen der Stirn vorhanden, denn man sieht, wie dieselbe mit Kraft von innen heraus gespannt und ausgewölbt ist.

Besonders geht eine plastische Auswölbung von der Nasenwurzel in der Mitte der Stirn – im zweiten Feld von links nach oben hin bis über die Haargrenze hinaus. Das ist ein Zeichen, daß im Denkleben die Humanität und Ethik erstrebt wird, wodurch dem unteren Stirnbau sozusagen Richtung und Tönung verliehen ist.

Überhaupt ist das Oberhaupt von der Haargrenze an wirklich plastisch, sehr gut und hoch ausgewölbt und offen durchstrahlt, dadurch zeigt sich das hohe Feingefühl und starke ethische Empfinden dieses Mannes, – was sich auch durch das große, sanft liegende obere Augenlid schon ausprägt.

Es ist ein hervorragender Mann, außerordentlich leistungsfähig in allen realen, praktischen Dingen des Lebens und dennoch wiederum wie ein gütiger Vater – möchte man sagen, – der mit großer Kraft schützt und bewahrt und alles zum Guten und Höheren leiten möchte.

Wenn auch die Stirnbildung noch lange nicht die höchste Vollendung zeigt, so ist dennoch schon eine hervorragende Entwicklung vorhanden.

Vor allen Dingen ist der Unterbau der Stirn gewaltig, die Erkenntnis baut sich daher auf sichere, fundamentale, aller Phantasterei abgeneigte Grundlagen auf, wobei dennoch das ethische humane Innenleben stärkste Berücksichtigung findet und ein starker Zug zum Religiösen vorhanden ist, Es wäre noch viel mehr über diesen Stirnbau zu sagen, aber das Wenige möge genügen.



Das obere Stirndrittel

In der fünften Stirnregion liegt das qualitative oder weise Denken.

Es befähigt den Menschen, aus allem durch die unteren vier Stirnregionen bisher Erkanntem nunmehr das Wertvolle und Beste aus aller Erfahrung und allem Wissen folgerichtig herauszuholen.

Das weise Denken geht also noch über das philosophische Denkleben hinaus und setzt bereits eine sehr gute qualitative Gesamtorganisation des Körpers und besonders der Stirnbildung voraus.

Es beginnt damit im Gegensatz zum realen und neutralen Denkleben das bewußte, höhere warme Denken und Fühlen, die höhere Vernunft.

 

Die sechste Stirnregion.

Das weise Denken wiederum führt konsequent nochmals eine Stufe höher, und zwar zum ethischen Denkleben.

Was nutzt am Ende alle reale Naturerkenntnis, Kritik, Philosophie und Weisheit, wenn nicht alles in den Dienst der Moral und Pflicht, des Menschenglückes, also der Ethik gestellt wird?

Unter Ethik verstehen wir die Beglückung alles dessen, was lebt, insbesondere aller Menschen. Kann es etwas Schöneres geben?

Es kann also nur der die höchste Ethik aufstellen, der die Stirn bis zu dieser Region und darüber hinaus voll entwickelt hat.

Die Grundlage bildet ein verfeinertes Empfindungsvermögen, die Steigerung des Mitfühlens, das Studium der theoretischen und praktischen Lebenspsychologie einschließlich der Metaphysik.

Daß hier ein Fortschritt wiederum ohne Welt- und Menschenkenntnis nicht möglich ist, liegt auf der Hand.

Mit der Tätigkeit dieser Stirnorgane erwacht das bewußte Wohlwollen und die Menschenliebe, der unermüdliche Forschungsdrang, das Leben zu erleichtern, zu verbessern und zu verschönern. Es wächst daraus der geistige Tief- und Weitblick hervor, um auch mit dem Gefühl die verborgensten Wahrheiten der Natur zu erfassen. Dies führt zur Moralphilosophie, Ästhetik und idealen Kunst – und schließlich zur Religion, die also mit dem Verstand und dem Gefühl zugleich erfaßt sein will.


Die siebente Stirnregion.

Bei allem Sein und Werden umflutet uns das All, das Licht der Sonne, und wir erheben den Blick über uns zu den Sternen, denn dort oben und in der Tiefe des Weltalls liegt auch noch etwas, das wir erfassen möchten, es ist das große Unbekannte in der Natur.

Alle Menschenliebe und Ethik führt zur Verbundenheit mit dem All, zu einem Abschluß, zur Ethik gegenüber dem Höchsten in der Natur.

Schluß aller Weisheit ist daher die Religion. Aber welche?

Es ist die Religion, die sich so aufbaut, wie das Nervensystem, das Gehirn und die Stirn des Menschen.

Auf naturwissenschaftlicher Grundlage mit Einschluß der Logik, Philosophie und Ethik wird die Erkennung des Höchsten und die Verbindung damit erstrebt und zwar bei strenger Vermeidung aller kirchlichen Dogmen, aber unter Berücksichtigung aller brauchbaren Symbole, Sitten und Gesetze der alten Religionen und ihrer ethischen und ästhetischen Werte.

Schalten wir die Entdeckung der dritten primären Weltenergie in unsere Naturerkenntnis ein, das Empfindungsvermögen der Materie, das allen Dingen anhaftet, den Anstoß zum Werden und Entwickeln gibt, im Atom und Molekül, sowohl wie in der lebenden Zelle die Stoffe und Kräfte ordnet und richtet, so wird die Naturwissenschaft zunächst vergeistigt, die Religion aber auf naturwissenschaftliche Grundlage gestellt.

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Der Zwiespalt zwischen Religion und Wissenschaft ist überwunden: Eine Natur, eine Wissenschaft, eine Weltreligion oder wissenschaftliche Weltweisheits- und Schönheitslehre. So baute Carl Huter seine Weltanschauung auf.

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Wenn der große englische Physiker Rutherford uns das planetarische Atom erschlossen hat, was man als eine hochwichtige Tat verzeichnet, die das Weltbild auf neue Grundlagen stellt, so steht demgegenüber, daß Huter in seiner Atomphysik zwei Jahrzehnte früher bereits dieser Erkenntnis vorgegriffen hat. –

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Titel

Wir sehen auf Seite 1 in unserer großen Zeichnung als Symbole die Bildnisse großer Männer in der obersten Stirnregion eingezeichnet.

Sie alle hatten neben einer hervorragenden organischen Gesamtqualität, siehe Auge und Gesicht, diese oberste Stirnregion in vorzüglicher Weise entwickelt.

Henri Dunant ist der edle Schweizer, der das humane Hilfswerk des Roten Kreuzes begründete, das von allen Kulturvölkern der Erde aufgebaut wurde und der Menschheit zum größten Segen gereichte.

Daneben sehen wir das Bildnis des großen deutschen ev. Theologen, Philosophen und Dichters Joh. Gottfr. Von Herder, des Zeitgenossen Goethes, der eine harmonische, ideale Philosophie und Dichtung geschaffen hat.

Daneben erkennen wir das Bildnis Carl Huters, des Begründers der Psycho-Physiognomik [Physiognomischen Psychologie], Kallisophie [Schönheitslehre] und einer neuen Ethik. Die Ethik Huters hat die Physik, Chemie und Biologie zur Grundlage. Sie führt von der Erkenntnis, daß das Gehirn durch das Rückenmark aus dem Geschlechtsnervensystem hervor wächst, zu der Forderung einer Heiligung des Liebeslebens. Da alles Leben aus Liebe entsteht, setzt jede Höherentwicklung und Entfaltung eine entsprechende ethische Kultur des Liebes-, Ehe- und Sittenlebens voraus. Erst dadurch kann alles zur höchsten Entfaltung, Schönheit, Lebens-, Geisteskraft und Gesundheit emporwachsen.

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Ferner sehen wir das Bildnis des griechischen Weltweisen Plato, der die wahre und echte Schönheit als das erstrebenswerte Lebensziel erkannte und lehrte. –

Ist bei einem Menschen das obere Stirndrittel noch schwach und schmal, dann beginnt erst ganz langsam die eigene bewußte Ethik gegenüber Mensch, Gott und Natur zu erwachen. Die geistige Reife beginnt erst, langsam erst wird der Mensch fähig, alle reale und objektive Naturerkenntnis einem höheren Zweck dienstbar zu machen, daher muß sich ein solcher Mensch vernünftigerweise dem Menschen mit einer vollendeteren Stirnentwicklung unterordnen.

Die Fülle, Plastik, Hoheit und Schönheit der oberen Stirn entscheidet also über das Wohlwollen, das der Mensch besitzt. Es ist zu unterscheiden, ob das Wohlwollen groß und qualitativ ist, ob beständig, ob es aus Anlage oder Weisheit oder aus Dankbarkeit betätigt wird, ob es geübt ist, ob dabei auch die reale Denkkraft und die Urteilsfähigkeit vorhanden ist.

 

Wir erinnern uns der seitlichen Einteilung des unteren Stirnbaues von der Einheit bis zur Vielheit.

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Diese Einteilung gilt im Prinzip für den gesamten Stirnbau, also auch für den oberen Teil. An der Breite und Auswölbung der Stirn ist zu erkennen, ob das Wohlwollen sich nur auf die Nächststehenden richtet, die Familie, Freunde, oder ob es auch die Menschen der weiteren Umgebung umfaßt bis zum ganzen Volk, bis zur ganzen menschlichen Gesellschaft, einschließlich Natur und Welt. –

Wir haben hier nur die Grundzüge dieser neuen Stirnwissenschaft darlegen können und wollen nun den vollendeten Stirnbau in Wort und Bild kurz betrachten.

Die schwarze Linie in Figur 8 zeigt die Wölbung und den Bau der Stirn des griechischen Weisen Plato, des größten Philosophen der alten Welt.

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Figur 8. Stirnstudie Plato.

Gemäß dem Hochstand der damaligen griechischen Kultur gibt sich in dieser Stirnform die vollendetste Genialität aller Geistesanlagen kund. Die Stirn ist in allen ihren Teilen von 1-12 nach Qualität und Quantität vollendet harmonisch.

Plato lehrte als Ergebnis seiner Philosophie in der wahren und echten Schönheit das erstrebenswerte Lebensideal, – was zweifellos heute noch genau so als berechtigt erscheint wie vor 2000 Jahren.

Der deutsche Forscher Carl Huter zog aus seinen Forschungen, welche sich auf die moderne Naturwissenschaft stützen, den Schluß, daß der Mensch der Wahrheit, der Schönheit und dem Guten dienen soll.

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Er vereinte mit seinen neuen Entdeckungen das gesamte gesicherte Wissen seiner Zeit und konnte damit Platos Ideal naturwissenschaftlich begründen und den praktischen Weg zur Verwirklichung zeigen.

Interessant ist, daß der Stirnbau Huters insgesamt noch weiter ausgebaut ist wie der Stirnaufbau Platos. Man betrachte Figur 9 und Figur 10.

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Figur 9  Carl Huter

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Figur 10 ist eine natürliche Photographie nach dem Leben, wobei allerdings zu beachten ist, daß die drucktechnische Wiedergabe nicht so deutlich sein kann wie das Lichtbild selbst.

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Figur 8 Plato

An der Stirnformlinie Huters, Figur 9, ist deutlich zu erkennen, daß dieselbe besonders im unteren Teil bedeutend weiter vorgebaut ist wie bei Figur 8. Hier liegen die Organe für die reale naturwissenschaftliche Erkenntnis, – welche ja die Grundlage für die Schaffung aller höheren Werte bildet.

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Figur 10 Carl Huter

Figur 10 läßt deutlich erkennen, daß die Stirn tatsächlich bis in alle Teile und Feinheiten von innen heraus außerordentlich durchspannt und durchleuchtet und feinplastisch ausgewölbt ist.

Außerdem liegt eine ganz besondere Hoheit und einheitliche Geistesenergie im Augenausdruck und in den gesamten Formen. Das ist keine willkürliche Annahme, sondern offenbar eine Naturtatsache, – und diese Art der vergleichenden Betrachtung der lebendigen Formen gehört zweifellos ebenso mit zur Naturwissenschaft, wie jeder andere Zweig derselben.

Nach dem Stand unserer heutigen Physik und Biologie ist die naturwissenschaftliche Erkenntnis außerordentlich fortgeschritten, aber trotzdem gilt das eigentliche Lebensrätsel in der offiziellen Wissenschaft noch als ungelöst. Es hat den Anschein, als ob die Verfeinerung der wissenschaftlichen Hilfsinstrumente eine Grenze finde.

Faßt man nun heute [Stand 1937] die Erkenntnis der Naturwissenschaft zusammen, so ergibt sich in allen Hauptpunkten das überraschende Resultat der Übereinstimmung mit den von Huter seinerzeit bereits gelehrten Theorien. Huters Endergebnisse allerdings weisen darüber noch hinaus.

Die Erklärung liegt darin, daß Huter auf Grund seiner überlegenen allseitigen Denkkraft schon erkannte, daß er zur restlosen Erforschung der Wahrheit in der Natur einen anderen als den üblichen Weg einschlagen müsse, nämlich den der Verfeinerung der sinnes-sinnlichen Erkenntnis. Denn an Feinheit und Qualität übertrifft das menschliche Gehirn und die Geistesorganisation alle Instrumente der Welt.

Die reale Naturerkenntnis kann infolge der Unvollkommenheit der wissenschaftlichen Hilfsinstrumente an Grenzen gelangen, die zu mehr oder weniger richtigen oder auch falschen Schlußfolgerungen führen können. Aus dieser Sackgasse heraus gelangt Huter durch den oben bezeichneten Weg.

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Die lebendige Formbildung, insbesondere die Verschiedenheit der Gehirnorganisation und des Stirnbaues, ist eine unbestreitbare Naturtatsache. Es ist zweifellos berechtigt, nach einer Begründung derselben zu streben. Hier ist eine aus Theorie und Praxis gewonnene Unterlage dafür geboten. Erweist sie sich als richtig, was durch die Erfahrung jederzeit zu prüfen ist, dann haben wir in der lebendigen Formbildung das sicherste Kontrollmittel der Welt, um festzustellen, wo die Kraft des Denkens und damit der Wahrheitserkenntnis bei einem Menschen am stärksten ist, wo sie unzulänglich ist oder versagt.

Selbstverständlich sind dabei alle neueren Erkenntnisse der Formbetrachtung, wie sie hier angedeutet wurden, mit heranzuziehen.

Gewiß kann der Mensch bei der Bewertung einer Form sich irren. Es fragt sich aber, ob die Natur in ihrem lebendigen Formaufbau sich auch irren kann, was aller Erkenntnis nach nicht der Fall ist.

Darum bleibt diese neue Naturwissenschaft des lebendigen Formenausdrucks das A und O jeder tieferen und wahren Lebenserkenntnis und ein unerschöpfliches Forschungsgebiet.

 

In diesem Sinne wolle der Leser selbst vergleichende Betrachtungen über den Stirnbau und alles, was damit zusammenhängt, anstellen, weil dadurch am besten in jedem Menschen selbst langsam eine natürliche Erkenntnis über Wahrheit und Irrtum geweckt wird. 


Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini         (Hinzugefügt)

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

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Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2008 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

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