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Der gute Menschenkenner 052 von 101

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

 

  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         
Der gute Menschenkenner                                                                        

 

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Mai 1937, Nr. 52

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GESUNDES

LEBENSGEFÜHL

BEDEUTET ALLES!

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Aus der körperlichen Gesundheit folgt die geistige Gesundheit und umgekehrt folgt aus der geistigen Gesundheit, die gleichbedeutend ist mit einem gesunden Gefühl, auch die körperliche Gesundheit.

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Gesundes Lebensgefühl bedeutet alles! – Betrachten wir das rechts oben stehende Bild, zwei edle jugendliche Frauen, – eine Darstellung der bildenden Kunst „Liebe und Gerechtigkeit“.

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Es ist das natürliche gesunde Lebensgefühl, das in diesem Bilde zum Ausdruck kommt, Gesundheit, Glück und edle Freundschaft.

Wie natürlich glücklich sind diese beiden Wesen, wie ruhig und seelenvoll verinnerlicht ist der Augen- und Gesichtsausdruck. –

Die Formen an Gesicht, Hals und Brust sind warm, voll und weich, ein gesundes Blut fließt durch Wangen und Gewebe in Verbindung mit dem feinen Od und der Lebensstrahlkraft Helioda, welche diese plastische, edle Lebensfülle der Formen bildet.

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Helioda und Biophotonen (Hinzugefügt)

Ja selbst das Haar ist glücklich im Ausdruck weich und voll gewellt; natürlich edel sind Haltung und Bewegung.

Es ist das gesunde glückliche Lebensgefühl, das Wohlbefinden, das uns hier in edler Schönheit vor Augen tritt. Die sich anschmiegende, kleinere Gestalt mit den sehr weichen Formen und dem vertrauenden Augen- und Gesichtsausdruck symbolisiert die gläubige, ideale Liebe; die klug, wissend, in gleicher Weise dem realen und idealen Leben zugewandte Freundin verkörpert die „Gerechtigkeit“. Gesundheit ist Glück und Schönheit, ist gesundes Lebensgefühl, – das zeigt uns dieses Bild.

Wie ganz anders ist dahingegen der Gesichtsausdruck des links darunter befindlichen Bildes.

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Die Frau liegt im Empfindungs-Naturell und hat die großen, seelenvollen Augen, eine hohe, breite Stirn und ein breit und voll ausgewölbtes Oberhaupt, das die starken Moral- und Pflichtgefühle zeigt.

Sie hat sich von einem Lungen- und Leiborganleiden erst langsam wieder erholt. Der Ausdruck ist recht ernst, die Wangen sind schmal und eingefallen, bleich und durchsichtig, die Brust ist hohl und der Kopf sinkt herab, als sei das Gehirn mit seinem reichen Gedankenleben zu schwer für die schwache Kraft.

Unter den Augen liegt noch große Zartheit und Schwäche, ebenso an den dünnen Nasenflügeln und an den zarten nervenreichen Häuten des Mundes.

Das Kinn ist schon an sich sehr schwach und deutet auf schwache körperliche Kraft. Die äußeren Lebensbedingungen waren zu roh und hart für diese zarte, gutwollende Natur.

Das körperliche Wohlgefühl ist noch nicht auf der Höhe, daher der schonungsbedürftige und geschwächte Gesichtsausdruck.

Und nun erst das untere Bild rechts, – hier tritt die Störung des inneren Wohlbefindens und des glücklichen Lebensgefühls, die Krankheit noch viel deutlicher, ja sehr auffallend in die Erscheinung.

Kummervoll ist die Stirn in Falten gezogen, wobei die Schläfe einfällt, – was auf ein Nachlassen der Lebenskraft, auf Kummer und Sorge deutet.

Die Augen haben den wehmütigen und leidenden Ausdruck, die Wangen sind flach und abgehärmt und lassen die körperliche Schwäche und Blutarmut erkennen. Das gleiche zeigt auch die vorgebeugte und geneigte Kopfhaltung, als sei das Haupt zu schwer für die schwache Kraft.

Der schmerzhafte Ausdruck des Mundes, die Verformung an den Lippen, die Verdickung der Oberlippe und die Starre der Form an der unteren Nase zeigen den Sitz der Erkrankung in den Leiborganen. Durch die tiefen hohlen Falten unter den Augen wird der Ausdruck des inneren Organleidens noch verstärkt.

Aber wie gut ist dabei noch der Ausdruck dieses Gesichts, – voller Geduld und Ergebenheit.

Es ist die gute Frau mit einem treuen, braven Charakter, die zu keiner bösen Handlung fähig ist.

Ganz unzweifelhaft ersehen wir an diesen vier Bildern, daß Gesundheit und Glück mit Schönheit identisch sind, mit Wohlbefinden und gesunden Lebensgefühlen, – daß Leid, Krankheit und Verfall der Kraft das gesunde Lebensgefühl, das Glück und Wohlbefinden stören, daß Gesundheit und Krankheit an Augen und Gesicht, im Ausdruck und in Haltung und Bewegung deutlich in die Erscheinung treten.

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Geist und Form (Hinzugefügt)

Wenn der Leser von dieser Naturwahrheit überzeugt ist, liebevoll und fein beobachtet, dann wird ihm nach und nach das Geheimnis in den Lebensformen offenbar.

Das Auge sieht dann des andern Menschen Leid und Freud, sein Sehnen nach Glück, und wer das Gefühl nicht verhärtet, sondern verfeinert und vertieft, der wird auf allen Wegen streben, den unversiegbaren Quell unserer Kraft, das gesunde Lebensgefühl bei sich und den Mitmenschen zu erhalte und zu stärken.

XX

Cover Kranken-Physiognomik (Hinzugefügt)

 

Wo ich bin, da soll kein Kranker weinen,

Wo ich bin, da soll die Sonne scheinen;

Wo ich bin, soll Haß und Leiden schweigen,

Soll´n friedlich klingen alle Himmelsgeigen.


In meinem Kreis sei nie ein bös Begehren,

Nur Liebe soll Gestalt und Geist verklären,

Soll echte Freude mildern jedes Leid,

So sei es heute, sei es alle Zeit!

 

Diese Worte von Carl Huter kennzeichnen sein ganzes Streben und den Sinn seiner Lebensarbeit.

Seine Entdeckung der strahlenden Lebenskraft Helioda allein ist von überragender Bedeutung.

Es ist jene Kraft, die in jeder lebenden Zelle ihre Empfindungs-, Lebens- und schöpferische Geisteskraftzentrale hat, die von Zelle zu Zelle, von Organ zu Organ den einheitlichen Lebensfluß erzeugt und schließlich alles innere geistige, körperliche und seelische Leben durch alle Gewebe strahlt, bis zur Peripherie, zu Aug´und Angesicht.

 

Krankheits- und Gesundheitsbild ein- und desselben Herrn im Ernährungsnaturell.

Nun betrachten wir das Krankheits- und Gesundheitsbild links oben am Kopfe dieser Zeitschrift.

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Jeder kann sich leicht davon überzeugen, daß tatsächlich Krankheit – gleichbedeutend mit Störung des gesunden Lebensgefühls und des Wohlbefindens – und Gesundheit als glückliches Lebensgefühl und allseitiges Wohlbefinden, in Augen und Gesicht zum Ausdruck kommen.

Wenn das der Fall ist, so muß man sich sagen, dann kommt natürlich auch das gesunde seelische und charakterliche Lebensgefühl und Wohlbefinden, die Harmonie mit dem All an Augen und Gesicht zum Ausdruck.

Wenn das aber wahr ist, dann stehen wir vor einer neuen großen Wissenschaft von überragender Weltbedeutung.

Der oben abgebildete Herr schreibt selbst über sein Befinden, daß sein Puls unregelmäßig und schwach war, daß die Verdauung völlig daniederlag, daß er keinen Appetit mehr hatte, daß er sich trotz Ofenhitze und Wollbinden nicht mehr erwärmen konnte, daß das Gewicht abnahm, das Augenlicht schwächer, die Finger der Hände steif und unbeweglich wurden, kurz, ein frostiger Todesschauer durchzog seine Glieder.

Und nun sehe man sich den tief bekümmerten Gesichtsausdruck an, das ganze Leiden spiegelt sich wieder. Die Backen sind schlaff und hängend, unter dem Hals und unter den Augen sind die Gewebe wässerig gedunsen, die Blut- und Säftezirkulation liegt offensichtlich danieder.

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Es liegt ein schweres Verdauungsleiden mit allgemeiner Körperbelastung, Gicht, Rheuma, Herzleiden und beginnender Wassersucht vor.

Nach mehreren Monaten Kur war er wieder gesund. Er schreibt selbst: Die Verdauung wurde prachtvoll und ich bekam wieder guten Appetit. Er fühlte sich gründlich ausgeheilt, als sei er noch einmal wieder jung geworden.

LINK: HEILWISSEN www.chza.de

Ganz entsprechend ist der Gesichtsausdruck, Kopf und Brust ist wieder gehoben, die Backen sind wieder voll und plastisch gespannt, das Blut fließt wieder lebhaft durch die Adern, die Augen glänzen und die Freude, wieder im Besitz des Wohlbefindens und des gesunden Lebensgefühls zu sein, spricht nur so aus dem Gesicht.

Von dieser Wahrheit kann sich jeder überzeugen.

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Der reale Gegenwarts- und der ideale Zukunftsmensch

 

Bild 6. Realer Gegenwartsmensch (Carl Huter 1910)

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Bild 6 zeigt den Kopfbau des realen Gegenwartsmenschen, der heute die Welt beherrscht.

Selbstverständlich gibt es Menschen, die nach der einen oder anderen Richtung hin noch höher entwickelt sind und solcher, die diesen hohen Stand noch nicht erreicht haben. Aus allen zusammen ist für die heutige Zeit diese gute Norm gefunden.

Gewaltig ist der Abstand vom Menschen, der in Urzeiten gelebt hat.

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Hitler und Urmensch (Quelle: „Das Buch von 1941“, Amandus Kupfer. Hinzugefügt)

Es hat also eine Entwicklung stattgefunden, die natürlich nicht stillsteht, sondern unaufhaltsam weiterfortschreitet.

Davon ausgehend, also mit der Vergangenheit die Gegenwart vergleichend und von da auf das Kommende schlußfolgernd, hat Huter sich in bestimmter Form die Entwicklung des Zukunftsmenschen gedacht.

Er folgerte: Der heutige reale Gegenwartsmensch wird sich zum idealen Zukunftsmenschen weiterbilden, siehe Bild 7.

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Bild 7. Idealer Zukunftsmensch.

Der Unterschied in der Kopfbildung zwischen Bild 6 und 7 ist sehr groß, ähnlich wie der Abstand von Bild 6 zu den Menschen vergangener Zeiten.

Diese Berechnung konnte Huter erst anstellen, nachdem er die Bedeutung der Kopfformbildung für die körperlichen, seelischen und geistigen Anlagen des Menschen erkannt hatte.

Auch hierfür hat er eine Norm aufgestellt, die der Leser in vereinfachter Weise in den Einzeichnungen der Studienköpfe wiederfindet.

Darauf fußend kann man bei einem beliebigen Menschen nach der Fom- und Gewebsbildung erkennen, ob die eine oder andere Anlage stark oder schwach entwickelt ist – wie die Gesamtanlage ist.

Die Höhe der Entwicklung, Kultur und Umwelt unserer heutigen Zeit hat also ihr getreues Spiegelbild in der Kopfformbildung des realen Gegenwartsmenschen und den entsprechenden Einzeichnungen.

Entsprechend der verfeinerten Kopfformbildung und Entwicklung des idealen Zukunftsmenschen wird zu seiner Zeit auch die Kultur und Umwelt eine wesentlich andere, bessere, schönere und höhere sein.

Die Einzeichnungen sind bei beiden Bildern die gleichen, wodurch angedeutet ist, daß auch bei Bild 6 alles Geistesanlagen schon gut vorhanden sind.

Die Kopfform des realen Gegenwartsmenschen ist länglich-breit, von einer gewissen Härte und Steifheit; die des idealen Zukunftsmenschen erinnert dagegen stark an die Eiform.

Die Augen und Augenumrahmung sind bei Bild 7 bedeutend verfeinert, das Großhirn ist ganz enorm gewachsen, die Stirn ist breiter und feinplastischer, das Oberhaupt höher und das Seitenhaupt bedeutend voller geworden.

Das Gesicht ist kleiner, die Ohren gliedern sich großartig dieser Kopfformbildung an, sie sind bedeutend in der Entwicklung fortgeschritten und bekunden eine ganz außerordentliche Tat- und Seelenkraft, die in einem harmonischen Verhältnis zu allen andern Anlagen steht.

Durch die Kopfformbildung des idealen Zukunftsmenschen ist die größte Körper-, Seelen- und Geisteselastizität symbolisiert, jeder Versteifung, Starrheit, Hitzigkeit und Härte ist von diesem Menschen abgefallen und überwunden.

Es ist der Großhirnkultur-, Feinsinnes- und Geistesmensch.

Das Mittelgesicht des Gegenwartsmenschen ist mäßig stark empfindungsreich, das des Zukunftsmenschen bedeutend voller, weicher, entsprechend dem stärkeren inneren Nervensystem empfindungsreicher, tiefer, plastischer, voll innerer Wärme und Schönheit.

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Besonders tritt aber beim Gegenwartsmenschen noch eine gewisse eiserne Härte und Vorherrschaft des Ober- und Unterkiefers hervor. Er kann daher zufolge dem hochentwickelten Oberhaupt einesteils sehr gut sein, aber fast gleichzeitig entgegengesetzt handeln.

Er kann alle Kulturgüter, selbst das Wahre, Schöne und Gute bestens fördern, anderseits aber auch in das Gegenteil umschlagen und aus Zwang zerstören.

Das hat der ideale Zukunftsmensch überwunden, daher sind seine Sinnesorgane außerordentlich verfeinert und das Untergesicht, das ja die persönliche Einstellung, die Tatenergie und robuste motorische Nervenkraft zeigt, nimmt an dieser Verfeinerung teil. Es ist kleiner, aber nichtsdestoweniger von gedrängter Kraft. Die Tatenergie steht also unter Vorherrschaft des Großhirns.

Folglich herrscht dieser Mensch nur noch stetig durch Vernunft und Weisheit, er verbessert das Bestehende, ohne das geringste Gute des Alten zu zerstören.

Der Hals des Gegenwartsmenschen ist von einer gewissen Steifheit. Hier drängen sich alle vom Körper zu Gesicht, Sinnesorganen und Gehirn aufsteigenden Seelenkräfte, Blut- und Körpersäfte zusammen. Die Übergänge vom Hals zur Brust und vom Hals zum Gesicht sind teils noch sehr robust, daher kann dieser Mensch hitzig werden, stark zur Tatentfaltung kommen, ohne daß die Vernunft mitspricht und dann das Gefühl ausschalten.

Auch das hat der Zukunftsmensch überwunden. Sein Hals ist stärker und außerordentlich edel gebildet, das zeugt von der größten Körperelastizität, Anmut, Grazie und Schönheit, von einer außerordentlichen Veredelung des Blutes, der Seelenkräfte und Körpersäfte, von gefestigter Gesundheit und außerordentlicher Körperkraft.

Es hat also eine große Veredelung und Verfeinerung nicht nur der Körper-, sondern auch aller Seelen-, Sinnes- und Geistesanlagen stattgefunden.

Die Stirn des Zukunftsmenschen ist von einer besonderen Feinheit, Auswölbung und offen durchstrahlt und feinplastisch. Für ihn ist zweifellos die reale Naturwissenschaft im Prinzip abgeschlossen, er hat die enorme Arbeit, die der Gegenwartsmensch geleistet hat und noch leisten wird, zusammengefaßt und die Qualitätsergebnisse daraus gezogen.

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Man betrachte bei Bild 7 den unmittelbaren Übergang von der Stirn zum Seitenhaupt, wogegen bei Bild 6 dieser Übergang wohl schon an sich gut, aber doch noch schwächer und stockender, nicht fließend genug ist. Die Technik und Kunst muß daher im Zeitalter dieses Menschen schon eine für uns ungeahnte Vollendung haben. Sicher hat er die Atomenergien, die z.B. im Felsgestein der Hochgebirge aufgespeichert liegen, sich längst zunutze gemacht und daher eine einfache, leicht erschließbare Kraftquelle von unerschöpflichem Ausmaß.

Er wird bei der Kraftausnutzung der Gebirge natürliche Bauwerke geschaffen haben, die an Ausmaß und Schönheit alle unsere großen Bauwerke zusammen übertreffen.

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Neuschwanstein (Hinzugefügt)

Nach der Plastik des Kopfes über den Ohren bei Bild 7 zu schließen, spannt sich dieser Mensch noch bedeutend mehr an wie der heutige Gegenwartsmensch, wenn auch bei gleichzeitiger vollendeter Geistesruhe, Übersicht, äußerem und innerem Glück.

Zweifellos ist zu seiner Zeit die Erde ein freundliches Arbeitsfeld für alle Menschen.

Die Ansammlung und der Reichtum an Kulturgütern muß nach dem großartig ausgeformten oberen Seitenhaupt bei Bild 7 ganz enorm sein. Bild 6 zeigt ja auch schon eine gute Entwicklung des Seitenhauptes, doch ist diese lange nicht so vollendet wie bei Bild 7. Alles steht sozusagen bei ihm noch im Anfang, im Werden, es ist noch zu real, noch nicht glücklich vollendet und ausgeformt.

Besonders der oberste Teil der Stirn, wo die Weisheitsanlage und Ethik liegt, ist bei Bild 7 außerordentlich stark gebildet, wogegen bei Bild 6 alles noch zu sehr in der Entwicklung begriffen ist.

Die Weisheit und Ethik bei Bild 7 ist unmittelbar aus der Natur entwickelt, daher gewiß streng und folgerichtig, aber doch überaus malerisch, vielgestaltig und glücklich.

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Religion der Liebe (Hinzugefügt)

Die Religiosität, Idealität, und Begeisterung ist bei Bild 6 in der Anlage teils schon sehr hoch, aber doch noch nicht vorherrschend, – man vergleiche fortgesetzt die beiden Studienköpfe.

Bei Bild 7 ist der Augen-, Nasen-, Mund-, Ober-, Gesichts- und Schädelbau wesentlich anders, das Oberhaupt ist im Verhältnis zum Gesicht höher und breiter, mit gewaltiger Kraft die ganze Denkanlage auswölbend und umspannend.

Daher ist die Religiosität dieses Menschen ungleich stärker, umfassend, aus der Naturwissenschaft mit Hilfe der Philosophie und Ethik entwickelt, eine einzige, freie Welt-, Wahrheits- und Schönheitsreligion, die ihn und seine Umwelt glücklich gemacht hat.

Man braucht nur das Auge bei Bild 7 zu betrachten, um sofort innezuwerden, daß ein gewaltiges geistiges Wachstum stattgefunden hat. Die Formbildung um beide Augen und über denselben, sowie die Formerfassungskraft zwischen beiden Augen ist wunderbar fein.

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In den Formen lebt der Geist (Hinzugefügt)

Dieser Mensch erkennt den Geist aus der Form, er durchschaut jeden, er ist in der Tat durch nichts mehr zu täuschen, dabei hat er eine herrliche Ruhe und Sicherheit erlangt.

Man lasse den Eindruck des Bildes auf sich wirken und man wird das erkennen können.

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Das Sehen von Form, Gestalt, Raum, Natur und Farbe ist mit der Beobachtung der Bewegung und des Ortes, der Wahrnehmung von Takt, Zeit, Ton und Rhythmus bei lebhafter Anteilnahme von Gefühl, Verstand und Ethik eine einzige, wunderbar herrliche Symphonie. Daher auch die hohe Begeisterungsfähigkeit und Idealität.

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Betrachtet man unbefangen Bild 7, so wird man es ganz undenkbar finden, daß dieser Mensch z.B. dem Gegenwartsmenschen, Bild 6, wenn er dann noch unter ihm als Überbleibsel irgendwie existieren sollte, Macht und Einfluß zukommen ließe. Er würde ja sofort an der Kopf-, Augen- und Gesichtsbildung erkennen, daß hier noch Unzulänglichkeiten sind.

Die Augen sind bei Bild 7 verfeinert, d.h. er sieht aus der lebendigen Gestalt, aus Kopf, Gesicht und Augenformen sofort den Charakter, die körperlichen, seelischen und geistigen Fähigkeiten eines Menschen. Sich danach zu richten, ist für ihn absolutes Gesetz.

Danach hat er alle Werte umgeformt, er sieht die Qualitäten aus der lebendigen Form und danach allein richtet er sich, und damit ist für ihn ein Rückfall seiner Kultur unmöglich geworden. Er selbst verfeinert sich weiter bis zu einer Höhe und Feinheit, die schwer vorstellbar ist.

Jedenfalls erstehen damit paradiesische Zustände, womit dann allmählich die Erdentwicklung ihr Ziel erreicht.

Bild 6 zeigt große, lebhafte Augen und damit große geistige Fähigkeiten, aber die Verfeinerung im Sehen fehlt noch. Doch wird dieser Mensch mit der Zeit gezwungen sein, die Verfeinerung im klassischen Sehen des Geistes aus den lebendigen Formen zu üben. Dann gibt es allerdings kein Halten mehr und die volle Entwicklung in der Richtung zu Bild 7 setzt ein, und zwar mit einer Begeisterung, Idealität und Tatkraft, die in der bisherigen Menschheitsgeschichte ganz ohnegleichen ist.

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Klassisches Sehen (Hinzugefügt)

Hat erst der Gegenwartsmensch erkannt, wie er mit allen anderen Menschen glücklich werden kann, hat er erkannt, gezwungen durch Leid und Tragik, daß es ohne Menschenkenntnis nicht geht, dann wendet er seine ganze Kraft nach dieser gänzlich neuen Richtung und das sonnig glückliche, goldene Zeitalter wirft damit seine ersten Schatten voraus.

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Golden Age / Goldenes Zeitalter (Hinzugefügt)

Die Nasenform, der Charakter, bei Bild 6 ist zwingend, fest und hart, bei Bild 7 glücklich, verfeinert, man möchte sagen, sorgenfrei.

Wie edel ist der Oberkiefer, voll und glücklich der Mund bei Bild 7, wie streng, man möchte sagen, dogmatisch ist diese Formbildung bei Bild 6. Er lebt noch in einem Zwang, in teils überlebten Anschauungen, die ihn nicht glücklich und lebensfroh genug machen, die seine volle Kraft, Seelen- und Geistesentwicklung behindern.

Mit diesen beiden Bildern haben wir sozusagen die Gesamtmenschheit vor Augen. So einfach diese beiden Zeichnungen sind und so schwer verständlich sie zunächst erscheinen mögen, – letzteres ist durch das vollständig Neue bedingt, – so geben sie doch einen Anhalt, wie und wo wir stehen, wie wir uns bilden und entwickeln und das Bestehende umwerten können.

Es ist auch klar, daß der Mensch natürliche Anhaltspunkte haben muß, die ihm zeigen, wie er sich entwickeln kann. Eine Norm muß es geben, sonst bleibt alles dem Zufall und dem Schicksal überlassen.

Wenden wir uns nun nach diesem glücklichen Zukunftsbild wieder unseren Studien zu.

 

 

Psycho-Physiognomische Studie und antike Kunst

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Zunächst betrachten wir ein Bild der großen antiken Kunst, das Medusenhaupt, Bild 8.

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Bild 8. Medusenhaupt (Capitolisches Museum in Rom).

Das Haar hat der Künstler zu Schlangen werden lassen, die aus dem Schädel und Gehirn mit seiner Gedankenkraft hervorquellen, die sich schlängeln, giftig züngeln und Verderben bringen.

Damit hat der Künstler symbolisch zur Darstellung gebracht, daß bei diesem Wese im Gehirn, Gedanken und Kräfte wirken, die wie Schlangen sind und vor denen man sich hüten soll.

Dabei ist der Schädel vorn und in der Mitte niedrig, wo sonst hoch oben die idealsten Gedanken und Vorstellungen wirken flach und uneben gebildet, was ganz folgerichtig auf ein flaches, niederes und böses Gedankenleben deutet.

Seitlich ist der Schädel übermäßig ausgebuchtet. Auch das ist ganz richtig empfunden und dargestellt, denn ganz gewiß hat der Künstler nicht gewußt, daß sich die elektrische Energie stets quer zur magnetischen Höhenachse richtet, und daß in den zu starken Breitformen des Schädels die zerstörende elektrische Energie vornehmlich wirksam ist.

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Geheimkräfte im Menschen (Hinzugefügt)

Der Künstler war ein scharfer Beobachter und er hat die Bedeutung der zu massigen Breitformen des Schädels bei niederem und flachem Oberhaupt richtig erkannt.

Aber auch die Augen liegen stark uneben im Kopfe und haben einen kalten stechenden Blick und Entsetzen erregenden Ausdruck, es ist der harte, elektromagnetische Blick, der hypnotisch und bewußtseinslähmend wirken kann.

Dabei ist die Nasenwurzel ganz im Gegensatz zu anderen antiken Bildwerken in Linien modelliert, die wie der Zickzack des Blitzes verlaufen und wir sehen in der Mitte seine tiefe Einbuchtung.

Damit hat der Künstler ganz richtig angedeutet, daß alle Geistesruhe und innere Statik, die sich in der typisch griechischen Nasenwurzel klassisch ausprägt, hier verloren gegangen ist und in bannende, lähmende, ausstrahlende elektrische Geistesenergie überging. Vollendet böse Unruhe liegt an Augen, Stirn, Nase, Munde und Kinn.

Vielleicht hat der Künstler schon die Hypnose und Suggestion im bösesten Sinne gekannt und gewußt, daß es Menschen mit dem lähmenden, das Opfer umklammernden Schlangenblick gibt, womit selbst wilde Tiere in Angst zu jagen und in Schach zu halten sind.

Jedenfalls  berichtet die klassische Sage von den Medusen, daß, „wer sie anblickte, erstarrte“.

Heute wissen wir, daß der hypnotische Blick, der mit dem Licht und durch die Pupille in die Augen drängt, die Bewußtseinszentren und damit den Willen lähmen kann, das Opfer also wehrlose macht.

Daher mußte der Sage nach der Held, der das Medusenhaupt abschlug, zu einer List greifen und mit Hilfe eines Spiegels kämpfen, durch den er sah, wie er das Schwert zu führen hatte, um nicht in das Auge und Gesicht zu blicken, gelähmt zu werden und zu erstarren

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Meisterhaft hat der Künstler in dem Medusenhaupt alles menschlich Böse dargestellt. Gerade über der tiefen Höhlung der Nasenwurzel befindet sich der gefährlichste züngelnde Schlangenkopf mit dem hypnotisierenden, stechenden Schlangenblick. Über dem Augenlid, wo sonst die feinsten Weichteile lebenswarm hervorquellen, befindet sich eine tiefe sichelförmige Einbuchtung, die nach den heutigen Erfahrungen bei unheilsamen Wahnsinn häufig anzutreffen ist.

Die Nasenform hat der Künstler wie stechend und im unteren Teil, glasig spitz verdickt dargestellt, wobei die harte Oberlippe bösartig hochgezogen und verzogen ist.

Damit ist die Unersättlichkeit im entarteten Genuß und die Gefühlshärte richtig empfunden. Heute wissen wir, daß die Formung des Mundes mit von den Bewußtseinszentren abhängig ist, die unter dem oberen Schädeldach ihren Sitz haben.

Dabei ist der Mund geöffnet, womit angedeutet werden soll, daß auch der Hauch, der hier entströmt, wie vergiftend wirken kann. Wahrscheinlich hat der Künstler die Syphilis gekannt und gewisse Krankheiten, die das Blut vergiften und deren Übertragung gefährlich ist. Daher will er auch durch die Schlangen im Haar warnen.

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Auch die Wangen, in denen sonst in feinster Röte das Blut pulsiert und die Gewebe zart durchhaucht, sind bei dem Medusenhaupt hart und die schmutzige Färbung ist durch die unreine Form angedeutet, – man hat den Eindruck, als sei das Blut, das dort pulsiert, vergiftet.

Selbst der Hals, – man beachte die Einzeichnungen bei den Studienköpfen, – wo sonst das edelste Blut fließt und die zartesten Gewebe liegen, ist hat von innen aufgedunsen, wodurch angedeutet ist, daß die Blutsäfte, Nerven- und Seelenkräfte, die aus dem Körper zu Kopf und Gehirn emporsteigen, entartet und wie vergiftet sind.

Ein Meisterwerk großer Beobachtungskunst ist hier geschaffen, das aber erst so recht mit Hilfe der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik [wissenschaftlichen Physiognomischen Psychologie] zu verstehen ist, mit Hilfe einer neuen analytischen und synthetischen Physiologie und Biologie.


Betrachten wir nun Bild 9, das uns weitab führt von der Kunst der Alten in die Lebenswirklichkeit, in die Zeit Huters, seine psycho-physiognomische Kunst und Wissenschaft.

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Bild 9. Intelligente Dame. [Carl Huter Museum Nr. 98]

Ein für die Wissenschaft sehr wertvolles Studienbild.

Daß die Dame, Bild 9, intelligent ist, zeigt schon der ganze gespannt kluge Ausdruck mit der aufmerksamen Kopfhaltung.

Auch die hell durchleuchtete, gespannte Haut mit der zwar zarten, aber doch sehr gut ausmodellierten Nasenform läßt das gleiche erkennen, ebenso die sehr plastisch und gespannt modellierte Form der Stirn über den Augen und an dem Übergang zur Nasenform.

Sprechend intelligent ist der Ausdruck. Aber welche Rätsel hat nicht schon manche Frauennatur selbst dem welterfahrenen Mann, dem Dichter, Künstler und Psychologen aufgegeben? Man muß das Bild schon sehr fein und genau betrachten und man wird dann um so deutlicher den Geist und Sinn erkennen, der aus diesen intelligenten, ganz gewiß nicht alltäglichen Augen, dem Gesichtsausdruck und dem Haar spricht.

Schon Raphael, der König der Maler, sah und malte bereits im Haar den Lebensgeist.

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Engel (Ausschnitt  Dresden – hinzugefügt)

Der Lebensgeist offenbart sich nach unserer heutigen Forschung durch die Lebensstrahlkraft, die sich fortpflanzt von Zelle zu Zelle, von Organ zu Organ, durch jedes Gewebe; welche die Schädelsubstanz durchdringt und Stirn und Kopfhaut die plastische Spannkraft gibt; pflanzt sich weiter fort durch die Haut bis in die Haare und endet in den letzten belebten Organteilen, den Haarspitzen.

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Höhere Natur im Menschen – Helioda (Hinzugefügt)

Das Haar verändert sich stark bei Tuberkulose, Gicht, Wassersucht, Nervenleiden, Blutarmut und Irresein.

In einem Gobelin von Raphael in der Dresdner Galerie, „Paulus predigt den Korinthern“, sind in den verschiedenen Gruppen charakteristische Haarformen dargestellt. Bei Wohlwollen und Glauben legt sich das Haar edel, – man betrachte die schlichte Haartracht der Barmherzigen Schwestern, – bei bösartiger Kritik stellt sich das Haar widerborstig, – man denke an manche entsprechende moderne Karikaturen großer Künstler.

Im Haar charakterisiert sich der Gemütszustand, und auch der Einfluß von Krankheiten auf die Haarform ist verständlich geworden.

Nun betrachte man unser Bild: Die schlangenartig auslaufenden Haarlocken erinnern an die Kopfschlangen des Medusahauptes, Bild 8.

Es ist eine nixenhafte, sehr sinnliche Natur, Verführerisch ist der Sinn, die Augen haben den lockenden Blick, und die Locken der Haare – die locken.

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Dabei ist die Dame aber lungenschwach und nervös. Das Erstere ersieht man an den sehr zarten, schwachen und etwas harten Nasenflügeln, welche infolge des biologischen Zusammenhangs die Kraft und Schwäche der Atmung und Lunge zeigen.

LINK: KRANKENPHYSIOGNOMIK

Aber auch die Brust erscheint unter der seidenen Bluse mit den kunstvollen Falten, Schleifen und der Rose, die sehr gut zu den Haarlocken steht, dennoch schmal, beengt, flach und hohl.

Zum zarten, klugen Gesicht mit den belebten Weichteilen seitlich der Nasenform steht die Unterkieferlinie mit ihrem harten Verlauf zum Ohr in Kontrast. Dabei ist der Ausdruck der Augen bei aller Intelligenz fast überspannt, Unruhe verratend, die ja auch im Haar liegt, und unter dem Auge ist das Gewebe bei aller Fülle dünn, – wie wässerig. Nervosität gibt sich in diesen Erscheinungen kund.

Der Mund wirkt etwas alt und fremd, die feinen Häute der Lippen sind faltig und rissig und die unteren Teile der Nasenform sind sehr schwach und matt.

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Anatomisch physiologisch sind der Mund, die untere Nasenform und die dazwischen liegenden feinen Weichteile, die Pole der inneren Unterleibsorgane, die hier in diesem Falle leidend und erkrankt sind. Das gestörte Wohlbefinden ist wie das gesunde Lebensgefühl am Ausdruck des Mundes ganz sprechend deutlich zu erkennen.

Gesundheit ist Schönheit und Wohlbefinden, gesundes Lebensgefühl. Gütiger, wohlwollender Sinn gibt sich im warmen quellenden Gewebe kund, das sich entsprechend verändert bei Krankheit, Leid und üblem Sinn.

Was ist das Leben ohne Kunst? Leicht versimpelt es im blauen Alltag.

Was ist Leben ohne Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie]? Man sieht die bunte Welt, die lebendigen Formen, Farben und Gewebe, aber man sieht sie nur halb, – denn man nimmt den Geist nicht wahr, der daraus spricht.

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In den Formen lebt der Geist (Hinzugefügt)

Was ist aber das Leben, wenn die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] es bereichert? Ein ständiges, wunderbar erkennendes und beglückendes Sehen des Lebensgeistes in allen Formen, Farben und Erscheinungen!



Psycho-Physiognomische Betrachtung zu dem Explosionsunglück in Neu-London (Nordamerika)

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Bild 10. Rektor der Schule, der Schuld an dem Unglück ist, das 426 Kindern das Leben kostete.

Eine an sich unverständliche, verbrecherische Handlung ist von dem Manne begangen worden, den das obige Bild zeigt, wodurch so viele Kinder einen entsetzlichen Tod erleiden mußten und Leid und Tragik in die Familien kam.

Das sollte uns eine Lehre sein, der Ursache nachzuforschen, damit ähnliche Unglücke, die durch verbrecherische Handlungen entstehen, vermieden werden.

Man sollte es nicht für möglich halten, daß der Rektor einer großen Schuzle eine so leichtsinnige und rechtswidrige Tat, eine geheime Gasleitung unter dem Schulgebäude legen zu lassen, überhaupt begehen kann und daß sich Techniker finden, die diesen Auftrag, noch dazu unvorschriftsmäßig ausführen.

Man erwartet doch im allgemeinen, daß der Rektor einer Schule, der den Kindern den Weg ins Leben zu weisen hat, einen nach jeder Richtung hin tadellosen Charakter darstellt, kurz gesagt, ein edler Mensch sein muß.

Das war hier nicht der Fall und das ist die Ursache des ganzen großen Unglücks, wodurch, nebenbei gesagt, auch noch Millionenwerte vernichtet wurden.

Betrachtet man das Bild, so bekommt man zunächst einen gelinden Schrecken über die sehr disharmonischen Kopf- und Gesichtsformen dieses Menschen.

Danach wird einem sofort klar, der Mann kann Handlungen begehen, die ein normal guter und edler Mensch niemals ausführen würde.

Es wäre selbstverständlich ein Gebot der Vorsicht und Klugheit, Menschen, die zu unberechenbaren Handlungen neigen, nicht auf einen verantwortungsvollen Posten zu stellen.

Sehen wir zunächst von dem – man möchte sagen – moralisch halbidiotischen Ausdruck dieses Gesichtes ab und betrachten die Formen an sich.

Deutlich erkennbar tritt die ganz abnorm schwere und grobe Oberkieferpartie hervor mit dem überaus breitgezogenen Mund und den schmalen selbstgefälligen Lippen.

Dazu sitzt das Ohr wie abgerissen am Kopf, ist übergroß, lappig und quer abstehend. Das allein schon sind Merkmale einer stark abnormen Veranlagung. Die Oberlippe zeigt die persönliche Einstellung, die hier auf Geiz, Übervorteilung und Selbstgefälligkeit gerichtet ist.

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Der Mund zeigt den Denk- und Gemütszustand, der hier verschlossen, eigenwillig und bösartig zu nennen ist.

Das Ohr, aus welchem man den Adel des Blutes und der Seele erkennen kann, zeigt hier die übermäßig starke, elektrische und zerstörende Energie, die sich unvermittelt äußern kann.

Auffallend ist die einseitig starke Ausbildung des unteren Seitenkopfes direkt über den Ohren mit dem straffen Zug zur Stirn dort, wo der Erwerbssinn liegt. Darunter bildet das seitliche Jochbein eine starke und harte, unangenehme seitliche Ausbuchtung.

Einmal ist demnach die Anspannung des Erwerbssinnes außerordentlich stark und dann die Eigengesetzlichkeit und Eigenwilligkeit der Handlungen. Wir haben damit schon fünf schwere disharmonische körperliche Merkmale gekennzeichnet, die zur größten Vorsicht mit einem solchen Menschen mahnen sollten.

Allerdings zeigt die breite und plastische Stirn die in der Anlage starke Klugheit und Intelligenz dieses Mannes, die Ausbuchtung der Stirn direkt seitlich über den Augen die gute Berechnungskraft und Findigkeit.

Aber was aus dieser an sich wertvollen Veranlagung geworden ist, darüber geben der eingetrocknete kalte Gesichtsausdruck und vor allen Dingen die Gewebsverformungen an Hals und Kinn Aufschluß, die auf eine Eintrocknung der Blutsäfte des Körpers und auf schwere materielle Körperbelastung deuten.

Die Seelenkräfte und Blutsäfte, die aus dem Körper zu Gesicht, Gehirn und Sinnesorganen aufsteigen, sind vertrocknet, verhärtet und belastet, daher auch der lederne, vertrocknete Gesichtsausdruck.

Entsprechend der Halspartie unter dem Kinn und Unterkiefer macht auch das Haar einen buschig-struppigen und keineswegs angenehmen Eindruck.

Wo soll die Frische und Natürlichkeit des Gemüts und des Blutes, der Seele, des Empfindens und Geistes herkommen, die der Jugendbildner doch in erster Linie besitzen sollte? Lederne, pergamentartige grobe Wangen finden wir hier vor, die auf ein entartetes, kaltes Gefühlsleben deuten.

Bestimmt ist damit zu rechnen, daß auch noch andere unangenehme, die Kinder körperlich und seelisch schädigende Handlungen auf sein Konto zu setzen sind.

Dabei sehen wir von den wie tot wirkenden Augen, die unter den halbgeschlossenen Lidern nach unten gestellt sind, ab, – die Ursache kann in starker Belichtung während des Photographierens liegen.

Jedenfalls sagt uns schon das natürliche Gefühl, auch wenn man keine geübte Menschenkenntnis hat: diesem Mann ist zuzutrauen, daß er andere auf Grund seiner Stellung beeinflußt, ein geheime Gasleitung unter das Schulgebäude zu legen.

Der Egoismus, Erwerbssinn und die Eigengesetzlichkeit dieses Mannes sind so stark, daß sie ihn trotz seiner Klugheit zu an sich einfältigen und naiven Handlungen verleiten. Dabei ist das Wohlwollen in der Anlage stark, siehe die breite Oberstirn, aber das entscheidet ja nicht mehr, denn der Mund zeigt den momentanen, wirklichen, moralisch verkommenen Denk- und Gemütszustand und das eckige, verknöcherte Kinn das abnorme Tatleben.

Je länger man übrigens das Bild ansieht, um so unangenehmer ist die Wirkung. Alles in Allem, wer möchte wohl diesem Manne sein junges, frisches Kind zur Erziehung anvertrauen? Das Kind braucht zunächst einmal Liebe, Wohlwollen und ein natürlich gutes Vorbild und nicht diese elektrische Energie und lederne Trockenheit.

Möge das Bild zu denken geben. Hier ist das gesunde glückliche Lebensgefühl durch Anlage und körperliche Belastung auf Abwege geraten.

Wir aber wollen Menschen mit frohem, natürlichem und glücklichem Sinn, charakterstarke, edle, gute, vorbildliche Menschen als Erzieher unserer Kinder.

Denken wir allein an die Attentate, die in den letzten Jahrzehnten auf hervorragende Personen verübt wurden, denken wir an die Betrügereien, die leicht hätten verhütet werden können, die disharmonische, belastete und abnorm veranlagte Personen begingen, so genügt das allein, um den Ruf nach praktischer Menschenkenntnis zu rechtfertigen.

 

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel. 

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini         (Hinzugefügt)

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

dgm052-buecher

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

 

3 Gedanken zu „DgM 052

  1. Endlich? Theologie und hoffnungsträger vereint? Ich kann es kaum Glauben, denn meine Umgebung verändert sich kaum – die Tore sind für mich nicht mehr sichtbar…

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