DgM 058

Der gute Menschenkenner 058 von 101

MENSCHENKENNTNIS           

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de 

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  Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY 

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         
Der gute Menschenkenner                                                                        
                                                                                                                          nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                                                                        

© November 1937, Nr. 58

 

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XX

DIE AUGEN

DER PYHSISCHEN ERNÄHRUNG

UND DER SINNLICHEN LIEBE

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Der ethische und

der religiöse Blick

XX

Der Blick des Auges richtet sich nach oben oder unten entsprechend der inneren Organ- und Gefühlstätigkeit

 

 

Carl Huter verbrachte seine Jugend in einem kleinen Dorf bei Hildesheim. Durch eine angeborene, sehr feine Beobachtungsgabe sah er schon in seiner Jugend an den Augen und Gesichtern seiner Eltern, Geschwister, Nachbarn usw., daß der gute Gedanke, die Tugend, das Auge erhellt und erleuchtet.

Da er immer wieder beobachtete und sich auch von dem, was er gesehen hatte, nicht mehr abbringen ließ, so nahm er, als er älter wurde, für das gute Prinzip im Menschen eine besondere Lebenskraft an, die im Körper waltet und von innen nach außen alle Organe, besonders aber die Augen durchstrahlt.

Er dachte sich die Strahlkraft in allen Zellen, den Bausteinen des Körpers.

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Mit der Zeit gelang es ihm, diese gute Kraft im Menschen, die er zuerst theoretisch angenommen hatte, auch experimentell nachzuweisen.

Huter beobachtete mit unermüdlichem und freudigem Eifer weiter und erkannte, daß auch der böse Gedanke zum Auge dringt, daß die Stellung und Bewegung des Auges dadurch beeinflußt wird, das Auge selbst sich verdunkelt, daß auch die Gewebe um die Augen Anteil nehmen.

Da sich Gutes und Böses direkt entgegengesetzt liegen, so nahm er für das Böse eine andere Kraft im Menschen an und zwar eine elektromagnetische Energie.

Da er die verschiedenen Gedanken, Empfindungen und Körperzustände verschiedene Augenstellungen, Bewegungen, Spannungen und Augenverfärbungen verursachen sah, kam er zu der Annahme von verschiedenen Grundkräften des Lebens im menschlichen Körper.

Es gelang ihm, die elektrische Energie als von grundverschiedenen Bedeutung gegenüber der magnetischen Energie festzustellen.

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So lernte Huter nach und nach in der Hauptsache zehn verschiedene Natur- und Lebenskräfte im menschlichen Körper voneinander unterscheiden..

Es wurde ihm zur Gewißheit, daß sich die verschiedenen Kräfte im Körper je nach der Anlage unter einer Leit- und Richtkraft ordnen, lagern und richten; er erkannte, daß er damit das Lebens- und Formgeheimnis in der gesamten Natur vollständig zu lösen imstande sein würde.

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Damit stand Huter vor einer Riesenarbeit menschlichen Geistes, vor Lebensrätseln, die er unter allen Umständen lösen wollte, auch -, wenn es sein Lebensglück kosten würde. Er war dem Geheimnis der Natur auf die Spur gekommen, das faßte ihn mit aller Gewalt und bald machte er eine neue Entdeckung nach der andern und schuf ein ganz neues Welt- und Lebensbild.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Für den Huterkenner läßt sich festhalten, daß der Privatgelehrte Carl Huter (1861-1912) mit seinem naturwissenschaftlichen Original-Menschenkenntnis-System, seiner Physiognomischen Psychologie, diese Riesenarbeit tatsächlich vollendet hat.

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Sozusagen fanden damit auch die begonnenen Forschungsarbeiten von Albrecht Dürer (1471-1526), seine vier Bücher über die menschlichen Proportionen, 400 Jahre vor Huter, seinen würdigen Abschluß. Dabei wurde Carl Huter zu Lebzeiten teils mit großen Lebensfreuden beglückt. Aber auch großes Lebensleid für sich persönlich mußte Carl Huter in großem Schmerz erleiden.

Sein unzerstörbares Wissens-Fundament der Original-Menschenkenntnis bleibt, welches in naher Zukunft großartige Entwicklungsmöglichkeiten für jeden Menschen bringen wird. Wie viele Menschen, die wirklich für echten Fortschritt für den Menschen Großmeisterliches vollbracht haben und damit ihrer Zeit weit voraus waren, fand auch Carl Huter zu Lebzeiten viel zu wenig nachhaltige Unterstützung insbesondere von den herrschenden Eliten in Kirche, Politik und Wirtschaft.

Zum Glück ist jedoch ein sehr positives Medienpresse-Echo über die bahnbrechenden Leistungen von Carl Huter bestens dokumentiert, näheres diesbezüglich in „Von Pinsel und Palette zur Naturwissenschaft und Philosophie Psycho-Physiognomik und Kallisophie“– Aus eigener Kraft aus dem Jahr 1911 (Ab Ostern 2010 werde ich persönlich mit der extrem zeitaufwendigen Neu-Publikation dieses sehr umfangreichen Medienpresse-Echos über Carl Huters Menschenkenntnis, insbesondere Zeitungsausschnitte, beginnen und Oktober 2012 abgeschlossen haben.

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Erst nach dem Tod ab 1913 wurden alle Presse-Mainstreamprintmedien, später kamen noch Rundfunk und Fernsehen hinzu, über sehr wenige Nachrichtenagenturen total kontrolliert und manipuliert – eben zum Aufbau einer megagelenkten diabolischen Neuen Weltordnung, die jeden Menschen ab Jahr 2012 zum totalen abhängigen Sklaven einer Möchtegern-Welt-Elite final gemacht haben soll, so ungefähr der Plan.

Da diese wenigen im Verborgenen wirkenden mega-verbrecherischen Internationalisten sogenannte „Elite der 300“ ohne jegliche National-Loyalität, eben überhaupt keine aufrichtige Kenntnis und Ahnung von Menschenkenntnis erworben haben, bzw. diese mißverstehen, wird dieses mega-böse Vorhaben (ein Teil ist die begonnene Dezimierung der Weltbevölkerung um 90% mittels vergifteter Luft, Nahrung, Wasser) mit Sicherheit definitiv scheitern!

Nach meinen langjährigen Privat-Recherchen handelt es sich bei dieser „Elite der 300“ um Mega-Sozio- und Psychopathen, die selbst nicht geliebt wurden und durch Machtspiele in abartigsten Dimensionen diesen Mangel an Liebeserfahrung kompensieren.

Carl Huters bahnbrechende Forschungsresultate, insbesondere die experimentell nachgewiesene höhere Natur im Menschen, also seine Original-Entdeckung „Helioda“ (= Liebe) als die Lebensstrahlleitzentralkraft in der lebenden Zelle und im Universum, ist heute, Jahr 2009, zunehmend bei immer mehr Menschen auf unserem Heimatplaneten Erde wirksam.

Völker der Welt sind dabei, sich ihrer gemeinsamen Identität und Bruderschaft als Mensch über Rasse hinweg, vollkommen bewußt zu werden. Auf einmal erkennen immer mehr Menschen die um sie lediglich künstlich geschaffene Matrix als Illusion und wachen aus ihrer induzierten Trance bzw. Hypnose unumkehrbar auf.

Auf einmal sieht der Mensch individuell hinter diesen Illusionsvorhang hindurch und läßt sich eben nicht mehr als  einzelner Mensch unbedeutend und klein halten. Sie/Er wird sozusagen ein wenig hellfühlend und durchflutet von LIEBE STATT FURCHT/ANGST, die als eigentliche Realität erkannt wird! Dieses Ganzheitserlebnis eigener Identität, seine aufrichtige mitfühlende Menschenverbundenheit und Allverbundenheit erweitert den individuellen Horizont ihres/seines Sehvermögens beträchtlich auch und gerade in Richtung Tiefe und Bereicherung, die individuell erhebend und beglückend ist!

Für Angst- und Machtspiele der sogenannten Illuminati und Mega-Verbrecher an der Menschheit bleibt da immer weniger Spielraum! Nichts fürchten diese geistig und seelisch selbst geblendeten, angeblich erleuchteten Drahtzieher, mehr, wie auch nur einen einzigen Menschen, der nachhaltig zum kritischen Denken und Empfinden fähig ist und dieses Können positiv für sich und seine Mitmenschen umzusetzen vermag und sich diesen Irren entgegenstellt!

Und siehe da: Es wird Licht – in uns und um uns. Eine andere Bezeichnung hierfür lautet „Christusbewußtsein“. Gegen kirchliche und weltliche Angstspiele und Machtspiele bleiben gerade wir echten Huterfreunde ziemlich immun und gelassen, wir wissen schon längst was der irdische Tod tatsächlich bedeutet, daß wir unsere Lebensaufgabe hier als irdisches Wesen für höhere Zwecke pflichtgemäß und mit großer Lebensfreude zu erfüllen haben, eben treu und fest, so kann uns der Lohn unserer aufrichtigen Arbeit im Geist von Carl Huter, ein einfacher und weiser Mann, auch nicht mehr genommen werden. Merke Geld und Macht kann genommen werden – wahre Liebe bleibt! Also Stärkung der eigenen Individual-Power, nämlich „Helioda“ ist geboten.]

So ist es zu verstehen, daß Huter schon die Atomenergie entdeckte, die verschiedenen Strahlungen der belebten und unbelebten Materie, die nach seinem Tode [1912] von der heute [Stand 1937] so modernen Atomphysik und Biologie festgestellt wurden.

 

Der Leser betrachte die oben dargestellten vier verschiedenen Blickrichtungen.

Die Blickrichtung der links dargestellten Augen ist der Blickrichtung der rechts dargestellten gerade entgegengesetzt und entsprechend ist auch die Bedeutung.

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Das obere Auge links ist ziemlich tief gestellt, wobei aber das untere Augenlid etwas hochgezogen ist, – das Auge darunter ist noch mehr nach unten gestellt, wobei aber das untere Augenlid normal ist.

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Das Auge rechts oben ist hochgestellt, die Lider richten sich nach oben.

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Das darunter befindliche Auge ist noch höher gestellt, die Lider und die Augenwimpern richten sich noch mehr nach oben.

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Unter jedem Bild ist die Bedeutung nach Carl Huters Forschungen gekennzeichnet.

Bevor wir nun auf das obige Thema näher eingehen, sei einiges über die dem

Leben, der Formbildung und Blickrichtung

Zugrunde liegenden Gesetze vorausgeschickt.

Der Großartigkeit der Natur offenbart sich nicht nur in den gewaltigen Schöpfungen der Weltenkörper und in der bunten sichtbaren Lebenswelt, sondern auch in der unsichtbaren Kleinheit, die allen Dingen zugrunde liegt, aus der alle Entwicklung aufstieg.

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Es ist die Atomwelt, welche die moderne Physik experimentell erschlossen hat. Atome und Moleküle sind die Bausteine der Elemente und Stoffe, also auch unserer Körpermaterie – und von fast unvorstellbarer Kleinheit.

Atome und Moleküle sind Entwicklungsprodukte der Natur, sie tragen die Grundstoffe und Energien zum Aufbau der Materie in sich, und die Atome besitzen einen Kern, um den Elektronen in großer Zahl  kreisen.

Obwohl z.B. unsere Körpermaterie verhältnismäßig dicht und fest ist, befindet sie sich in Bewegung, in ständigem Auf- und Abbau und unterliegt der Veränderung, die aber wunderbar geordnet ist durch Kräfte, die eine lockernde, spannende und strahlende Wirkung auslösen.

Da sich die Atome und Moleküle um- und neubilden können, so müssen sie eine Impulsenergie besitzen und ein Stoff, in dem sie sich um- und neubilden, ist die Grundlage ihrer Existenz.

Dieser Urstoff muß logischerweise den ganzen Weltenraum ausfüllen, es ist der sogenannte Weltenäther, der im Keime all das enthält, was aus ihm geworden ist.

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Da der Weltenäther jedem Druck und jeder Bewegung standhält, so muß er analog der Form der Weltenkörper, aus kugelförmigen Einzelteilen bestehen, – es sind die sogenannten Ätherilionen.

Da ferner alle Strahlungen, z.B. die des Lichtes, individuell geleitet werden, so muß in den Ätherilionen auch das Empfinden für das individuelle vorhanden sein.

 

Huter hat nachgewiesen, daß der differenzierte Weltenäther, daß jedes Ätherilion neben Stoff und Kraft noch eine dritte große Weltenergie, die Empfindungsenergie, in sich trägt.

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Source: Weiße Fahne, 20er, 20th Century [Hinzugefügt]

Es ist die Impulsenergie zu allem Werden und  Entwickeln in der Welt, die Keimkraft des Lebens.

Wir selbst stehen also, da unser Körper aus Zellen besteht, diese wiederum aus Atomen und Molekülen, die sich unmittelbar durch einen Mutterstoff, den Huter Medioma nannte, im Äther um- und neu bilden können, durch strahlende und spannende Stoffe und Kräfte so wie alle Dinge in der Natur mit dem Weltäther in Sympathie, in Stoff- und Kraftaustausch.

Daraus entspringt unsere Verbundenheit mit der Natur, den allgegenwärtigen Welt- und Äthergesetzen, unsere Lebens und Daseinsberechtigung.

Der Mensch hat also alle Ursache, da er aus dieser Zwangsläufigkeit des Zusammenhangs mit der Natur nicht herauskommt, sich ebenso stark, wie er sich äußerlich betätigt, sich auch noch zu verinnerlichen, seine Intelligenz bis zum äußersten je nach Veranlagung anzuspannen, um die Wahrheit in der Natur, Ziel und Zweck des Lebens kennenzulernen. [Diesbezüglich Näheres siehe Hauptwerk Menschenkenntnis, Hrsg. Carl Huter, unter www.chza.de]

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100 Jahre Carl Huter [Hinzugefügt]

 

Dazu ist jedes gute Mittel recht, Wissenschaft, Kunst und Religion haben sich zu ergänzen. [Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Schon seit Hundert Jahren hat der Privatgelehrte Carl Huter (1861-1912) aus Norddeutschland die Vereinigung von Wissenschaft, Kunst und Religion auf das denkbar tiefgreifende Wissens-Fundament seiner Zeit gelegt – dieses Fundament ist seiner Zeit so weit voraus, daß selbst heute, Jahr 2009, also 100 Jahre nach Carl Huter, Teile seiner Menschenkenntnis nach und nach von der modernen Wissenschaft bestätigt werden. Beispielsweise Gedächtniskraft des Wassers (die Botschaft des Wassers) nach Masaru Emoto].

 

Wir können uns darauf verlassen, daß der Weltenäther, der uns die Daseinsberechtigung gegeben hat und fortlaufend erhält, das Höchste, was er qualitativ geschaffen hat, das individuelle Leben, mit dem Tode, dem Wechsel der Kraftpole in den Atomen und Molekülen, nicht zugrunde gehen läßt.

Streng genommen hat der Mensch bei voller, klarer Bewußtheit seines „Menschseins“ kein Recht, in der Natur überhaupt etwas zu verändern, wenn er nicht dadurch höhere Werte schafft, denn das lebt uns die Natur, leben uns die Äthergesetze vor, die sich zunächst in dem Reich der Atome und Moleküle auswirken und in der belebten Materie mit ihren Strahlungen und Spannungen fortpflanzen.

Der Abstand zwischen der belebten und unbelebten Materie beruht in der Hauptsache auf dem Grad der Empfindungsfähigkeit. In unserer irdischen Welt steht diesbezüglich der Mensch am höchsten da, Grund genug für ihn, seine Empfindungsfähigkeit, Kraft und Gesundheit zeitlebens zu stärken.

Wenn ein Körper, mag er noch so klein sein, das niederste Zellwesen in der Natur, sich abschließt und das Empfinden so stark konzentriert, daß es zur obersten Leit- und Richtkraft wird, dann sagen wir, er lebt, er hat Eigenempfinden und Bewußtsein.

Leben ist in allen erdenklichen, auch in uns noch unbekannten Formen möglich.

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Helioda [Hinzugefügt]

In der lebenden Zelle ist das Empfinden aus der Materie in dem Strahlengebilde des Zentrosomas außerordentlich stark als Lebenslichtstrahlkraft gesammelt, die Huter Helioda nannte.

Teilt sich die Zelle ohne genügende Mitwirkung des Zentrosomas, so ist stets der Tod die Folge.

Wo die Lebensstrahlung des Zentrosomas stark verläuft, bilden sich Leitungswege, zuerst feine Fibern, dann Nerven, Ganglionen, Sinnesorgane, das Rückenmark und Gehirn.

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Rückenmark und Gehirn [Hinzugefügt]

Im Gehirn ist die gesamte überschüssige Empfindungs- und schöpferische Lebenslichtstrahlkraft außerordentlich stark im Laufe einer Jahrmillionen langen Entwicklung und Vererbung konzentriert, wodurch das schöpferische Eigenempfinden, das Bewußtsein und die Gedankenkraft entstehen.

Das gesteigerte Leben und Empfinden ist gleichbedeutend mit Liebes-, Freudes- und Glückeskraft. Folglich ist die Natur nicht chemisch-mechanistisch, denn die Wurzeln dieser höchsten Kraft liegen in der Gedächtnis- und Empfindungsenergie der Materie, die Huter fortlaufend entwicklungsgeschichtlich und experimentell als die Substanzintelligenz nachgewiesen hat.

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Empfindungsvermögen der Materie [Hinzugefügt]

Die Lebensstrahlkraft Helioda ist positiver und negativer Natur, einerseits von außen nach innen aufnehmend und organisierend, anderseits von innen nach außen strahlend, formgebend und schöpferisch gestaltend.

Der Kreuzungspunkt aller Außen- und Innenreize ist die Peripherie des Lebewesens, daher spiegeln sich im Körperbau und Gesicht sowohl die inneren Lebensvorgänge und der Charakter, als auch die Reize der Außenwelt wider.

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Spiegeln [Hinzugefügt]

Da Millionen Nervenfasern aus dem gesamten Körperinnern in der Iris der Augen verlaufen, so spiegelt sich ganz besonders mit dem Sehvorgang, mit der Blickrichtung, an den Augenlidern und in der Augenumgebung auf dem Wege der Strahlung der Charakter des inneren körperlichen, seelischen und geistigen Lebens wieder.

Da ferner im gesamten Körperbau eine wunderbare Ordnung und Arbeitsteilung herrscht, so richtet sich infolge des natürlichen Zusammenhangs durch Spannung und Strahlung der Augapfel und der Blick nach den jeweilig in besonderer Wirksamkeit sich befindenden inneren Lebenszentralen.

Arbeiten vornehmlich die oberen Hirnorgane, so richtet sich das Auge nach oben, liegt die Haupttätigkeit in den unteren Hirnorganen und den damit zusammenhängenden Körperorganen, so richtet sich der Augapfel geradeaus oder nach abwärts.

Nach diesen notwendigen Hinweisen können wir nunmehr zum Studium der vier verschiedenen Blickrichtungen übergehen, dem Augenausdruck der sinnlichen Liebe und der physischen Ernährung, der Idealität und Religiösität.

 

Der ethische Blick

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Fig.72. Der ethische Blick.

 

Fig.72. Der ethische Blick kennzeichnet sich dadurch, daß der Augapfel sehr stark hochgestellt ist.

Der Augapfel liegt über der Achse, wobei das Oberlid sich weit über denselben legt.

So ist dieser Blick von Huter gekennzeichnet, dessen diesbezügliche Forschungen hier fortlaufend behandelt sind.

Es ergibt sich bei der Beobachtung dieses Blickes von selbst, daß man die Aufmerksamkeit auch auf die Stirn, auf die Quellkraft im Mittelgesicht, auf die Weichheit, Form und Bildung des Mundes richtet. Es ist wunderbar, wie man dann die charakteristische Abtönung des einen mit dem andern übereinstimmend findet.

Die Kontrolle liegt aber auch vornehmlich in der Achsenlage des Augapfels, da ja jeder Mensch willkürlich den Blick leicht aufwärts richten kann.

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Fig.73. Der ethische Blick

Beim ethischen Blick stellt sich das Auge unwillkürlich, wenn keine starke Ablenkung vorhanden ist, immer wieder nach dieser Richtung hin ein, meist ist auch damit eine leichte Beugung des Kopfes nach vorne verbunden.

Wer immer das Edle und Gute will, der erhält diesen edlen, ethischen Blick.

Fig.73 stellt den ethischen Blick, von vorne gesehen, in einer Zeichnung nach dem Bilde Melanchtons dar. Es war Luthers Freund, ein edler Mann im Empfindungs- und Tatnaturell, der die höchste und feinste Ethik geschaffen hat. Er war der gelehrteste Theologe seiner Zeit, der sich unsterbliche Verdienste um die evangelische Theologie und Morallehre erwarb.

Wir sehen den Augapfel stark hochgestellt und über der Achse liegend. In prachtvoller sanfter Wölbung legt sich das obere Lid über denselben.

Auch die übrigen Formen an der Nasenwurzel und über den Augen weisen eine große Abgeklärtheit und Reinheit auf.

Die ganze Zeichnung, die Bauform der Augen macht einen ruhigen, erhabenen und sichern Eindruck und erweckt die Stimmung einer Andacht in der evangelischen Kirche.

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Bild 74. Der ethische Blick  Photos Archiv

Bild 74 zeigt uns den ethischen Blick eines einfachen jungen Mannes nach dem Leben.

Bei genauem Hinsehen sind die charakteristischen Merkmale dieses Blickes zu erkennen, auch ist die ethische Region der Stirn gut in Plastik und Spannung, siehe die Breite und Plastik der Stirn in der Höhe der angezeichneten Kreuze.

Trotz seiner Jugend sucht der Abgebildete sein Leben so zu gestalten, daß er einen höheren Sinn erhält und einem höheren Zweck dient.

Alles Brutale, Niedere, Rohe und nur Reale stößt ihn ab. Adel und Hoheit in der Gesinnung, Arbeitsfreude, Opfermut und Eintreten für erkannte ethische und religiöse Wahrheiten, die dem Fortschritt und dem Guten dienen, zeichnen ihn aus. Hier herrscht der Idealismus vor. Der Bau von Stirn und Nase mit Einschluß des Auges macht einen großzügigen und freien Eindruck. Es ist der natürliche Adel in der guten menschlichen Lebensführung.

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Bild 75. Der ethische Blick

Bild 75. Hier sehen wir die Augen eines älteren Mannes aus dem Volke.

Es ist der ethische Blick, der aber bereits eine Richtung zum religiösen Blick hat.

Man kann den ethischen Blick auch als den ideal-sozialen Blick bezeichnen.

Dieser Mann war selbstlos unter voller Einsetzung seiner Arbeitskraft, – wobei er keine noch so großen persönlichen Opfer scheute, in sozial-ethischer Richtung tätig.

Er hätte es nicht nötig gehabt, sich für andere in selbstloser Weise aufzuopfern und seine Kraft und Freizeit in den Dienst des von ihm erkannten Guten zu stellen. Er tat es aus innerem Drang, für ihn war es eine Selbstverständlichkeit.

Heute ist dieser Mann fast 80 Jahre alt, seine Kinder sind tüchtige Menschen geworden und sein Lebensabend ist gesegnet.

Klar und kraftvoll liegt das Auge in eine kernigen, kraftvollen Form- und Gewebsbildung. Die seitlich hängenden Augenbrauen zeigen das Wohlwollen, das ihm eigen ist.

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Bild 76. Der ethische Blick

Bild 76. Auch diese Frau hat den ethischen Blick. Man betrachte die hohe, reine, wohlgebildete Stirn, sowie die charaktervolle Abtönung, die im ganzen Antlitz liegt, die Feinheit am Munde. Wir sehen auch, wie das untere Augenlid in der seitlichen äußeren Ecke gehoben ist.

Es ist die innere Herzensbildung dieser Frau, die große natürliche Güte und Liebe, die Milde, Freundlichkeit und Sanftmut, die diesen Blick verleiht.

Es ist das ethische Denken, das es nicht zuläßt, irgend jemandem ein Leid oder Unrecht zu tun, das im Gegenteil stets das Beste will und denkt, es ist ein natürlicher Adel der Gedanken-, Lebens- und Sinnesrichtung.

Gütig, milde und freundlich ist der Charakterzug.

Es spiegelt sich im Blick und im Angesicht die Schönheit der inneren geistigen Welt wider. Das Leben war dieser Frau nicht leicht, aber sie hat sich verfeinert, ein Adel liegt an Augen, Stirn und Gesicht, Hals, Haar und Nacken.

 

 

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Bild 77. Blick der physischen Liebe

Bild 77. Kennzeichnet der ethische Blick das Ideale, so ist hier der Blick auf die sinnliche Liebe gerichtet und momentan von allem Hohen abgelenkt.

Der Blick ist auf das gegenwärtig starke physische Gefühlsleben bei sich und bei anderen Personen gerichtet.

Es ist der Blick der inneren geschlechtlichen Erregbarkeit, der Wollust und Lüsternheit.

Der Augapfel liegt etwas unter der Achse, denn das Blut pulsiert mit Hochdruck im Kleinhirn, das im unteren Hinterhaupt liegt und die Zentren für die Organe des Liebeslebens in sich trägt. Dorthin richtet sich der Blick und Augapfel.

Im Kleinhirn und Nacken ist momentan die stärkste Strahlung und Spannung der Lebensstrahlkraft.

Die Strahlung und Spannung überträgt sich auf das untere Augenlid, das damit in Korrespondenz steht, infolgedessen wird das untere Augenlid stark hochgezogen, so daß es die untere Iris bedeckt.

Wir finden darin einen wunderbaren Gleichlauf zwischen inneren körperlichen, seelischen und geistigen Vorgängen und der Augen- und Blickrichtung, wobei auch die Augenlider beteiligt sind.

Die Bedeutung des unteren Augenlides ist schon in einer vorangegangenen Abhandlung gekennzeichnet. Es ist das stark gefüllte untere Augenlid z.B. in Verbindung mit dem vorstellenden und beobachtenden Blick von diesem Blick und den stark hochgezogenen unteren Augenlidern zu unterscheiden.

Diesen Blick kennzeichnet in seiner Bedeutung auch die schon erwähnte Augenachse, jenes Kreuz, das man sich über das Auge gelegt denkt.

Liegt das Auge über der Achse, so kennzeichnet es die momentane oder stetige ideale Geistesrichtung.

 

Liegt das Auge auf der Achse, so herrscht die reale Sinnes- und Gedankenrichtung vor, wobei natürlich auch der Blick des Auges noch stärkere Unterschiede zeigt.

Liegt das Auge ganz unter der Achse, so herrscht das Niedere, Gemeine und Verbrecherische vor. Dazwischen liegen viele Abstufungen.

Hier bei dem Blick der sinnlichen Liebe liegt das Auge etwas unter der Achse, der Blick hat aber eine Richtung in das Triebhafte angenommen, ein guter Teil der Iris liegt aber noch über der Achse.

Die gedachte Achse des Auges bildet also sozusagen eine Scheidelinie, eine Grenzlinie, wonach man ermessen kann, nach welcher Richtung der Blick und die Stellung des Augapfels neigt.

Großartiger kann die Natur das innere geistige Leben bei der außerordentlichen Kompliziertheit des Körperbaues gar nicht offenbaren.

Dagegen tritt der komplizierteste technische Apparat der Welt in den Hintergrund, da hier das Leben selbsttätig, von innen heraus, den Blick und Ausdruck des Auges und des Gesichtes reguliert und richtet.

Der Vergleich des Menschen mit einer Maschine ist also mehr wie stümperhaft, bewußtes Leben, das eigengesetzlich reguliert, ist etwas ganz anderes und Höherwertiges.

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Bild 78. Blick der physischen Liebe

Bild 78 ist eine gute zeichnerische Wiedergabe dieses Blickes.

Die Sinnlichkeit und Begierde kommt deutlich zum Ausdruck.

Das Schwergewicht, die Spannung und Strahlung liegt im unteren Teil des Auges und des Lides.

Dagegen fällt die Spannung im oberen Teil des Auges, des Oberlides und der darüberliegenden Gewebe merklich ab, daher ist auch der Sinn von allem Hohen abgelenkt.

Der Augapfel liegt etwas unter der Achse und das untere Lid ist stark heraufgezogen.

Man muß die Kunst des Zeichners, der diese Lehre beherrscht, bewundern, der durch Striche den innewohnenden Lebensgeist deutlich dargestellt hat.

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Zeichner Erich Mellerke [Hinzugefügt]

Heute muß der Künstler zumeist nach Beobachtung, Technik und Gefühl arbeiten. Wenn aber in Zukunft die großen Künstler die Psycho-Physiognomik kennen werden, dann kommt zu der Technik und zum Gefühl das Wissen einer umfassenden Natur- und Lebenserkenntnis hinzu.

Die Arbeit wird wesentlich erleichtert. Die Kunst erreicht die höchste Stetigkeit und Lebenswirklichkeit und kann mehr wie je im idealen Sinne erzieherisch und beglückend wirken. Werke von unvergleichlicher Schönheit und Vollendung werden entstehen.

 

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Bild 79. Blick der physischen Liebe

Bild 79. Die nachfolgenden Bilder sind nicht in der Absicht aufgenommen, diese Blickrichtung festzuhalten. Im Moment ist der Blick wohl durch das Photographieren beeinflußt, aber im übrigen ist der Ausdruck vollkommen ungezwungen und natürlich.

An der Stellung des Augapfels und der Lider kann man die Grundrichtung des Charakters erkennen.

Das Auge liegt gesenkt, der Augapfel etwas unter der Achse, das untere Lid ist hochgezogen. Sinnliche Liebe, Selbst- und Wohlgefälligkeit liegt im Blick.

Das Auge beobachtet gerade soviel, wie der auf die sinnliche Liebe eingestellte blick zuläßt. Deutlich wahrnehmbar ist auch der Schmelz am unteren Augenlid und die Spannung, die sich von hier aus nach der Rundung der inneren Augenwinkel und der Nasenwurzel hinzieht, woraus man erkennt, welche Organe in Spannung sind.

Die gleiche Spannung und der gleiche sinnliche Ausdruck wie im Auge liegt auch im mittleren Gesicht, besonders dort, wo die untere Nasenbildung zur Oberlippe übergeht. Auch die Kopfhaltung zeigt die Spannung des Kleinhirns und Nackens.

Die Wangen sind derbfleischig und eine Härte liegt auch am unteren Ohr. Aus allem erkennen wir, daß die triebmäßigen, sinnlichen Gefühle den Grundwesenszug ausmachen.

 

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Bild 80. Blick der physischen Liebe

Bild 80. Der Kopf wiegt sich im Nacken, die unteren Lider sind stark hochgezogen, der Augapfel liegt etwas unter der Achse.

Der Blick ist glanzvoll bei freundlicher Gefühlsrichtung, das Gewebe über dem oberen  Augenlid ist seitlich herabgezogen und nimmt die Spannungsrichtung zum Nacken.

Lebhafte Spannung ist dort, wo die Oberlippe zur unteren Nasenform übergeht.

Die hohen Augenbrauen und die lichtere Oberstirn zeigen auch starkes seelisches Fühlen. Es ist der lebensfreudige Ausdruck, wobei der Grundcharakter auf das sinnlich Wohlgefällige gerichtet ist.

Vom Hohen und Idealen sind Auge und Sinn abgewandt und freudiger, sinnlicher Beobachtung und Vorstellung zugewandt.

 

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Bild 81. Blick der physische Liebe

Bild 81. Auch hier liegt der Augapfel etwas unter der Achse, das untere Lid ist stark hochgezogen, die fleischigen, weichen Wangen mit der dicken Oberlippe herrschen vor.

Aus der Augenbildung und Blickrichtung erkennt man, daß der Grundzug des Wesens zur sinnlichen Wohlgefälligkeit geht.

Allerdings liegt im Blick der Augen eine Grundruhe, ebenso im Gewebe des Gesichts, – daher haben Blick und Augapfel gleichzeitig etwas von dem Blick der physischen Ernährung

Nach dieser Richtung ist der Charakter, Sinn und Geist eingestellt, vom Idealen und Höheren ist der Blick abgewandt. – Wenn auch das Glück des Himmels winken würde, der Sinn bleibt dem Idealen abgeneigt und erschöpft sich in sinnlichen Vorstellungen, Wünschen und Genüssen.

Auffallend sind die fleischigen Wangen und Gewebe, ist das große Ohrläppchen und die wenig edel geformte Nasenbildung, die insgesamt erkennen lassen, daß der Sinn auf das Praktische und den Genuß des Lebens eingestellt ist.

 

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Bild 82. Blick der physischen Liebe

Bild 82. Man sieht an diesem Bilde ein glanzvolles Auge, dasselbe liegt etwas unter der Achse und ist mitsamt dem unteren Augenlid vorgespannt.

Spannung verrät neben dem unteren Augenlid auch die Plastik in den inneren Augenecken.

Der Mund ist weich und stark gedehnt, die Spannung zieht sich von dort über die Oberlippe zur unteren Nasenform.

Es sind die starken sinnlichen Gefühle, die hier eingewirkt haben.

Die ganze Charakter- und Seelenrichtung ist momentan in diesem Sinne abgetönt.

Wunderbar ist es, wie von innen heraus Geist, Seele, Leben die Augen und das Gesicht abtönen und charakteristisch bleiben, eine einzige sinnfällige Sprache darstellend.

 

 

Blick der physischen Ernährung

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Bild 83. Blick der physischen Ernährung

Bild 83. Hier liegt der Augapfel stark unter der Achse, siehe den Pfeilstrich bei unserer Zeichnung, der auf die wagerechte Achsenlinie verweist.

Das untere Augenlid ist normal.

Man findet diesen Blick bei Menschen, die stark zum Genuß neigen und die im Essen und Trinken ihre Seligkeit suchen.

Je mehr der Sinn des Menschen auf physische Genüsse gerichtet ist, desto mehr senkt sich das Auge. Das ist z.B. auch bei Säufern der Fall, und auf Bildern von Mönchen, die in Küche und Keller Meister waren, findet man diesen blick dargestellt.

Man kann diesen Blick beobachten, wenn Menschen sich zum Schmausen versammeln, man sieht daher am häufigsten auch diesen Blick in Gaststätten, wo viel gegessen und getrunken wird, besonders kurz vor dem Essen und während der Mahlzeiten.

Im Volke ist dieser Blick bekannt, man nennt ihn den „Genießerblick“.

Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Die Strahlung und Spannung in den Nervenzentren der Leiborgane und Drüsen überwiegt die Spannung der zum Gehirn aufsteigenden Nervenkräfte und zieht das Auge nach unten.

 

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Bild 84. Blick der physischen Ernährung

Bild 84. Der Augapfel liegt stark unter der Achse, gierig und genußfreudig ist der Augapfel und der Blick in Erwartung des Genusses nach unten gerichtet.

Das untere Augenlid ist normal.

Hier hört der Fortschritt auf, das Denken geht über das Materielle nicht mehr hinaus. Jemand erklärte einmal einem Herrn mit solchem Blick: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“ Nach kurzem Besinnen kam die Antwort, „das steht auf dem Papier-„, womit er die Unterhaltung abbrach.

Er ist in seine kulinarischen Genüsse versunken, womit auch die Welt des Geistigen und des Hohen versinkt.

Das Genie kann sich für geistige Wahrheiten bis zum letzten abmühen, bei diesen Menschen aber ist kein Verständnis für derlei Dinge vorhanden, ihnen sit der physische Lebensgenuß das Höchste.

 

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Bild 85. Blick der physischen Ernährung

Bild 85. Hier sehen wir im Kunstwerk diesen Blick dargestellt. Es ist der Kopf einer Büste des römischen Kaisers Vitellius, der ein Schlemmer und Prasser ersten Ranges war. Er wurde während eines Festgelages von seinem Gegner überrascht und verlor dabei sein Leben.

Es ist das entartete Ernährungs-Naturell. Das Gesicht hat den sinnlichen Ausdruck. Es war weingerötet und aufgedunsen. Vitellius war manchmal gutmütig, aber auch unerbittlich grausam.

[Begriffentartet“ wurde hier ca. 30-40 Jahre vor Adolf Hitler von Carl Huter (1861-1912) verwendet, hat also nicht die negative Bedeutung, die mit dem Begriff „Entartung“ in Nazi-Deutschland unter Goebbels und Hitler beispielsweise in bezug auf Kunstwerke und Bücher und deren Schöpfer, als angeblich schädlich für Deutschland pervertiert verbunden wurden.

Es war gerade die nichtakademische Physiognomische Psychologie, also die Menschenkenntnis von und nach Carl Huter, die sich im Gegensatz zu allen akademischen Psychologie-Systemen bis heute in ihrer sehr langen Tradition, eben keinen Herrschaften angebiedert hat! – Ja, im Gegenteil, Herrschende, wie Adolf Hitler und Joseph Goebbels, wurden unmißverständlich durch die Hutersche Psychologie und Schönheitslehre sogar naturwissenschaftlich dezidiert begründet kritisiert. Um nicht gleich ermordet zu werden, drückte sich der bedeutsamste Schüler Carl Huters, nämlich Amandus Kupfer (1879-1952) in dieser einzigartigen Zeitung „Der gute Menschenkenner in den Jahren 1932 bis 1941 diplomatisch aus. Andere Herausgeber, die diese Kritik an Adolf Hitler und seinem Wahnsystem in ihren Publikationen direkt zum Ausdruck brachten, wurden teils schon im Jahr der Machtergreifung 1933 ermordet. Beispiel der Münchener Herausgeber Gerling.]

Der bildende Künstler, der diese Plastik vor fast 2000 Jahren schuf, hat den Blick der physischen Ernährung richtig beobachtet. Der Augapfel liegt unter der Achse, das Unterlid ist normal. Die großen bildenden Künstler sind zu allen Zeiten die besten Naturbeobachter gewesen.

Die Soldaten, die diesen Mann zum Imperator erhoben, hofften, durch ihn Geld und gute Mahlzeiten zu erhalten. Er verbrauchte mit ihnen in 8 Monaten 40 Millionen Taler.

Dieses Beispiel zeigt, wie die Menschheitsgeschichte eine andere Wendung genommen hätte, wenn in der alten damaligen Kultur Menschenkenntnis gelehrt worden wäre, die schon den bildenden Künstlern bekannt war, und anstatt eine Vitellius, Nero usw. weise und edle Männer die Leitung und Führung erhalten hätten. In diesem Punkt waren die alten Völker oft wie mit Blindheit geschlagen. [Gilt leider auch noch heute für sehr viele Menschen, Jahr 2009, wird sich jedoch in Zukunft bald ändern, da sonst kein notwendiger Fortschritt erzielt werden kann und die Total-Vernichtung der Menschheit die Folge wäre.]

 

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Bild 86. Blick der physischen Ernährung

Bild 86. Der Kopf dieser Frau, möchte man fast sagen, erinnert entfernt an den Vitellius. Es ist das Bewegungs- und Ernährungs-Naturell. Man mache sie zur Kaiserin und man kann ähnliches wie bei Vitellius erleben.

Die Formen der Gewebe an Hals und Gesicht erscheinen stark gefüllt, fast wie verstopft und angeschoppt durch übermäßige Stoffülle.

Obwohl der Blick auch bei diesen Bildern (86 und 87) durch das Photographieren abgelenkt ist, kann man doch erkennen, daß der Augapfel unter der Achse liegt.

Das Unterlid ist nicht ganz normal gelegt, sondern ein wenig hochgezogen, es spielt daher hier auch die sinnliche Liebe neben der Liebe zur Ernährung mit eine Rolle.

Das Schwergewicht liegt am Hals, Wangen und Mund.

Am oberen Hinterhaupt, wo das Selbstbewußtsein liegt, erhebt sich die Frisur zur vollen Höhe. Das obere Vorderhirn ist dagegen wie gedrückt.

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In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Das wechselvolle Spiel des Lebens tritt offensichtlich in Form und Ausdruck deutlich in die Erscheinung.

 

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Bild 87. Blick der physischen Ernährung

Bild 87. Auch hier liegt der Augapfel unter der Achse. Die Ernährungsanlage ist stark entwickelt, unter dem Kinn zeigen sich starke Verdickungen der Gewebe, ebenso am unteren Augelid.

Trotzdem baut sich der Scheitel und damit die Gefühlsanlage hoch auf. Beide Anlagen, die der Ernährung und die des Gefühls, sind in Gegensatz getreten. Daher liegen die Augen ungleich, der Schädelbau fällt links ab und auch das linke Auge liegt tiefer.

Der Ernährungsanlage trug den Sieg davon. Das Auge selbst ist weich, der Wille ist demgegenüber zu schwach geworden, siehe die fleischige Nasenform.

Es kommt zu Trübungen im Bewußtsein, zu Lähmungserscheinungen, die dann das Ende mit sich bringen. Stirn und Mund haben linksseitig den schmerzlichen Ausdruck, der Mund rechtsseitig den des Wohlgeschmacks.

Bei den drei letzten Bildern betrachte man die Dicke und Stärke der unteren Nasenform. –

Aus allen diesen Studien geht hervor, daß es gut ist, wenn der Mensch seine Veranlagung objektiv kennenlernt, denn subjektiv glaubt er meist, so wie er ist und wie er lebt, sei es richtig. Durch Selbsterkenntnis werden oft große Fehler vermieden, so daß der Mensch sich bestens nützlich betätigen und ausleben kann.

 

 

Der religiöse Blick

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Fig. 88. Der religiöse Blick.

Fig. 88. Es ist der verstärkte ethische Blick, die Lider sind noch mehr nach aufwärts gerichtet und der Augapfel liegt stark über der Achse.

 

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Bild 89. Der religiöse Blick

Bild 89 zeigt den religiösen Blick von vorne gesehen. Das Weiße des Augapfels ist unterhalb der Iris sichtbar, der Geist, die Seele ist von allen körperlichen Trieben und Gefühlen abgelenkt, ebenso auch von den Wünschen, die damit zusammenhängen.

Es ist der Blick des Glaubens und der Ergebung an die Gottheit und der vollen Hingebung an die Allmacht mit ganzer Seele.

Das Auge richtet sich so stark nach oben, weil die Organe für die religiöse Erkenntnis hoch oben unter der plastischen Wölbung des Schädeldaches liegen, also an höchster Stelle, als Krönung aller Organe und Anlagen.

Dorthin, wo im Gehirn das Blut mit Hochdruck pulsiert, richtet sich das Auge.

Der Mensch sucht gläubig Hilfe von oben, es ist das letzte, was ihm übrig bleibt und er stellt seinen Willen unter den der Allmacht.

Es ist ergreifend, wie die Natur arbeitet, über allen Organen des Gehirns liegen die der Religion, der höchsten Erkenntnis. –

Der Mensch mit dem religiösen Blick befindet sich im Prinzip und am Ende auf dem richtigen Weg. –

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Bild 90. Der religiöse Blick

Bild 90 zeigt den religiösen Blick. Der Augapfel ist sehr hoch gerichtet und die oberen Lider dachen sich darüber, das untere Augenlid ist normal.

Von einer wunderbaren inneren Reinheit ist das Gesicht, wie von einem inneren geheiligten Lebenslicht durchleuchtet.

Edel sind alle Formen, licht und hell und breitplastisch gewölbt das Oberhaupt. Es ist die innere Erhebung im Gebet zur göttlichen Allmacht bei völliger Ergebung der Seele und die Abwendung von allem Irdischen.

 

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Bild 91. Der schwärmerische Blick

Bild 91. Kopfhaltung und Blickrichtung haben bei den Bildern 90 und 91 große Ähnlichkeit.

Daß aber beim schwärmerischen Blick das sinnliche Erleben stark beteiligt ist, die leiblichen Gefühle neben den seelischen in Verzückung geraten, zeigt das hochgezogene untere Augenlid.

Beim religiösen Blick schalten diese regen, körperlichen Gefühle gänzlich aus und das untere Augenlid ist normal. Das ist, vom rein wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet, wenn man die Korrespondenz des unteren Augenlides mit der Nervenfülle des Kleinhirns kennt, durchaus verständlich.

Demgemäß zeigt auch beim schwärmerischen Blick das Gesicht und der Mund die lebhafte und warme Blutfülle, entsprechend der Lebenstätigkeit der korrespondierenden Organe, während beim religiösen Blick die Gewebe im Gesicht den tiefen innern Ernst zeigen, eine starke Vergeistigung und demgemäß beobachten wir auch einen Unterschied in der Strahlung und im Glanz der Augen.

Fortsetzung später.

 

 

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden. 
 

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin. 

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel. 

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini         (Hinzugefügt)

 

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

dgm057-buecher57

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

 D The Gate MK

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