DgM 061

Der gute Menschenkenner 061 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

pgs-link-wwwchzade-redm.jpg

Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                   



© Februar 1938, Nr. 61


 

Der gute Menschenkenne rnach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                    

 

 

 

 

 

© Februar 1938, Nr. 61

XX

DAS AUGE

und sein Ausdruck

 

XX

Ein Versuch, Leben, Tod

und Dasein einfach und

natürlich zu erklären

 

XX

Bild 69. Das Auge. Schematische Darstellung über den Vorgang des Sehens, den Bau des Auges, die Spaltung der Lebensenergie und den Wechsel der Lebenspole, – den man als Tod bezeichnet.

1. Negative Tiefenachse der Lebensenergie. 2. Positive Lebensstrahlkraft. 3. Pol der Lebensenergie. 4.-10. Chemisch-ätherische Feinstoffe, die beim Wechsel der Lebenspole die Lebensenergie begleiten.

 

Huter SEHEN AUGE M

Natürliches Sehen

Wir wollen die oben abgebildeten Augen betrachten und dabei einfach und schlicht versuchen, vielleicht eine natürliche Erklärung über Leben und Tod zu finden.

Der deutsche Mensch des Volkes war immer einfach und schlicht, aber dabei tief denkend, und das soll uns zugute kommen.

Huter DgM 100

Carl Huter, der deutsche Begründer der Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

 

Wir stützen uns also auf die eigene Denkkraft des natürlichen Menschen, – wollen dabei aber niemandem seine Meinung über die ersten und letzten Dinge des Lebens nehmen.

XX

Bild 68. Das gute und glückliche Auge

Läßt man den Blick auf diesem Augenpaar ruhen, so sieht man, daß es sehr zart und mild, aber auch – man betrachte die Augenlider – sehr regelmäßig, offen und wohltuend schön gebildet ist.

Man hat das Gefühl, den Eindruck, daß es seelenvolle Augen sind, Augen, aus denen etwas wie Glück und Liebe strahlt.

Was ist es nun, das diese weichen zarten Formen bildet, das den Ausdruck von Glück, Liebe und Seele gibt?

Bevor wir diese Frage zu beantworten versuchen, betrachten wir noch einige weitere Bilder.

XX

Bild 70. Der offene Blick Bilder Möller, Halle

Bild 70 zeigt uns den offenen, freundlich heiteren Blick. Der Blick liegt ganz frei und ruhig, um die Bilder der Außenwelt zu beobachten und aufzunehmen.

Eine heitere Milde und Freundlichkeit liegt im Blick und um die Augen, ja im ganzen Gesicht, an der Stirn, besonders aber am Mund, an den Zügen der Nasenform und in den Geweben des mittleren Gesichts.

Gewiß, das Auge kann schnell einen anderen Ausdruck annehmen, auch der Ausdruck im Gesicht kann schnell wechseln.

Das Lebendige, das Leben, das Empfinden, das diesen mannigfaltigen Ausdruck hervorbringt, liegt in Fleisch und Blut, liegt in allen Formen und Geweben, muß aus dem Körperinnern kommen, um sich in Auge und Ausdruck kundzugeben.

Es muß etwas Formgestaltendes sein, etwas, das die belebte Materie des ganzen Körpers, alle Stoffe und Kräfte beherrscht, leitet und richtet, sonst wäre der wechselnde Ausdruck an Auge und Gesicht nicht zu erklären.

DgM061-1938MellerkeAu

Soll denn nun das Lebensrätsel, soll die lebendige Kraft in uns ewig unerforschbar sein? Oder dürfen wir es wagen, mit Hilfe unserer heutigen fortgeschrittenen wissenschaftlichen Erkenntnis das Problem zu lösen?

Niemand kann ernsthaft gegen einen solchen Versuch etwas einzuwenden haben. Kein Mensch wird sagen, wir dürfen das Problem nicht anrühren, es ist ewig verborgen.

Die Natur hat uns das Auge zum Sehen, den Verstand zum Denken und das Gefühl und Empfinden gegeben.

Darum wollen wir uns bis zum Äußersten anstrengen, und das von der natur so sehr gehütete Geheimnis, wenn möglich, zu erkennen.

DgM016 Wahrheit Tod Titel

Die Wahrheit über den Tod [Hinzugefügt]

 

Betrachten wir noch ein weiteres Bild.

Bild 71. Hier ist die Kopfhaltung gerade und aufrecht, gespannt und die Augen liegen in den Ecken.

XX

Bild 71. Der offen lauernde Blick

Der Blick ist nicht mehr freundlich und heiter, sondern härter, offen lauernd, und entsprechend haben sich die Züge an Mund und Gesicht verändert.

Folglich muß es verschiedene Kräfte im menschlichen Körper geben, solche, die mit Liebe, Wärme, Weichheit und starkem Empfinden und solche, die mehr mit Spannung und Härte einhergehen.

Diese Annahme ist zweifellos berechtigt, wir haben es also nicht nur mit einer empfindenden, lebendigen, ausdrucksvollen Kraft allein zu tun, sondern auch noch mit Kräften, die das Lebendige begleiten, die Spannung, Härte und andere Wirkungen erzeugen.

Damit wird das Lebensproblem schon schwieriger, aber es wird uns auch gleichzeitig geholfen. Die Wissenschaft ist weit fortgeschritten. Wir wissen, daß es viele unsichtbare Strahlenarten gibt, die schon zum Teil ihrer Wellenlänge nach bestimmt werden können.

Damit allein schon erkennen wir, daß die Lösung der Lebensrätsel ohne die Fortschritte der Wissenschaft nicht möglich ist.

Damit erkennen wir, daß der Glaube, nur alte und heilige Bücher können uns diese Aufklärung allein geben, ein irriger ist. Um so mehr ist es daher berechtigt, Verstand und Gefühl gleichmäßig zu bebrauchen, um nicht in oft kindlich naiver Weise nu allein zu glauben, – nein, – wir wollen wissen. –

Tamid 06

Rechte und linke Gehirnhälfte [Hinzugefügt]

 

Bild 72. Der versteckt beobachtende, etwas lauernde Blick ist wieder ganz anders.

XX

Bild 72. Der versteckt lauernde Blick

Hier ist die Kopfhaltung nicht mehr gerade und aufrecht, offen und frei, sondern gesenkt.

Bei dem stark gesenkten Kopf ist der Blick dennoch beobachtend in die Umwelt gerichtet, was aber die Kopfhaltung zu verbergen beabsichtigt.

Wer aber beobachtet und nicht zeigen will, daß er beobachtet, der ist in dem Moment nicht mehr ganz aufrichtig, sondern es ist etwas Unaufrichtiges mit im Spiel.

Für diese Blickrichtung ist die Kopfhaltung viel zu tief.

Wir sehen daran: was uns in der Außenwelt versteckt oder gerade erscheint, das findet zweifellos im Gehirn gleichlaufende Organe und damit auch einen gleichlaufenden äußeren Ausdruck.

Wir erkennen aber auch daraus, wie fein das Lebendige in uns organisiert sein muß, wie fein sich das Seelische und Geistige im Körper, in Augen und Gesicht offenbart.

Huter Medizin Krebs Timm

Medizin [Hinzugefügt]

Wir können also auch die medizinische Wissenschaft, die den Körper zergliedert, nicht entbehren, wenn wir das Lebendige zu erforschen bestrebt sind.

Was aber ganz besonders nicht außer acht zu lassen ist, das ist der lebendige Ausdruck des Auges, des Gesichts, der Gestalt und Bewegung.

Das Letztere hat man vielfach ganz übersehen, man glaubte, das Lebendige mit dem Seziermesser finden zu können oder am toten Körper studieren zu müssen.

Das Lebendige will aber ebenso lebendig beobachtet und studiert, durchdacht und erforscht sein.

Hu Schulmedizin 2

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Diese Feststellung ist auch eine berechtigte Fundamental-Kritik an dem bis heute praktizierten akademischen Medizin-Studium in staatlich beschützten Einrichtungen, Universitäten, insbesondere in Bezug auf Anatomiestudien von angehenden Medizinern. Staatlich bezahlte und beauftragte Medizin-Dozenten zwingen junge Medizin-Studenten ihr Medizin-Wissen an toten Menschen zu gewinnen. „Das Lebendige will aber ebenso lebendig beobachtet und studiert, durchdacht und erforscht sein“. LINK: NÄHERES IN MEDIZIN-INSIDE]

Das Lebendige, das Leben in uns ist an sich unsichtbar, nicht greif- und faßbar, es liegt in der ganzen lebendigen Gestalt, im Ausdruck, im Auge und in allen Lebensäußerungen.

Huter Geist Formen

In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Das Lebendige muß also äußerst fein und flüchtig sein, äußerst empfindsam, eindrucksvoll und schnell.

Wie wollen wir nun das Geistige, das Seelische, das Lebendige und Schöpferische in uns erfassen?

Es bleibt keine andere Annahme übrig: es muß auf Strahlung beruhen, denn sonst ist das ewig bunte Spiel des geistigen und lebendigen Ausdrucks niemals zu erklären. Alle sonstigen Versuche, Leben und Geist zu erklären, sind bisher gescheitert: Aber wir werden sehen, daß dieser letzte Versuch, die Lebensrätsel restlos zu erklären, uns nicht enttäuschen wird.

Helioda-Strahlen Zelle

Helioda in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Wiederum muß die Wissenschaft unsere Führerin sein, wenn wir die Frage stellen: Woher kommt die Kraft des Geistigen, die schöpferische Lebenskraft, das Lebendige in uns, das sich im Auge so offensichtlich ausprägt? –

Die Antwort kann nur lauten: Aus dem gesamten Körperinnern; denn wir wissen, daß im Augenstern Millionen allerfeinster Nerven verlaufen, die sich im ganzen Körper verzweigen und letzten Endes ihren Ursprung in den Bausteinen des Körpers, die wir Zellen nennen, haben.

 

 

DAS STRAHLEN LEBENSLICHT

Der menschliche Körper besteht aus etwa 28 Billionen Zellen, die nur noch mikroskopisch sichtbar, aber durch die fleißigste Arbeit der Wissenschaft sehr weitgehend erforscht sind.

Damit steigen wir bereits tief hinab in die Welt der Kleinheit. Es ist naheliegend, zu folgern, daß hier die Quellkraft des Lebens zu suchen und wenn möglich auch zu finden ist.

So dachte Carl Huter, ein einfacher Mann des Volkes, der aber hochbegabt war und mehr Wahrheiten in der Natur erkannte, wie andere vor ihm.

Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts stellten alle großen Zellforscher übereinstimmend in der lebenden Zelle ein anatomisches Strahlengebilde fest.

Huter, der durch seine langjährigen Beobachtungen des wechselnden Ausdrucks der Augen und des Gesichts fest überzeugt war, daß das Lebendige in uns, die Lebenskraft auf Strahlung beruhe, hatte seine Forschungen über das Leben schon sehr weit ausgebaut, als ihm die Entdeckung des strahlenden Zentrosomas in der lebenden Zelle bekannt wurde.

Er sagte sich, in dem Strahlengebilde der Zelle muß eine Strahlkraft wirksam sein, die Lebenskraft der Zelle, die Kraft, welche das Leben ausmacht, an die das Leben gebunden ist.

Er durfte seinerzeit gar nicht wagen, öffentlich seine Ansicht kundzugeben, daß das Leben auf Strahlung beruhe, ohne sich der Verhöhnung auszusetzen.

Nun erst hatte er den wissenschaftlichen Stützpunkt für seine Forschungen gefunden, denn bei der sogenannten amitotischen oder krankhaften Zellteilung, bei welcher sich die Zelle ohne genügende Mitwirkung des Zentrosomas teilt, ist der Tod die Folge!

Daraus war der Beweis abzuleiten, daß das Leben an die Strahlkraft im Zellzentrosoma gebunden ist.

Nun erst konnte Huter mit seinen Entdeckungen freier hervortreten, allerdings erging es ihm dann auch ähnlich so wie fast allen großen Erfindern und Entdeckern, die sehr viel zu leiden hatten.

Doch das sei nur erwähnt, – zweifellos ist dieses

 

DIE GRÖSSTE ENTDECKUNG

DES 19. JAHRHUNDERTS

 

Huter wies nach, daß das Wachstum und die Zellvermehrung in der Hauptsache auf Teilung, besser gesagt Spaltung des Zellzentrosomas beruht. Die Zellen bleiben durch Strahlung miteinander in Verbindung, und wo dieselbe oft verläuft, bilden sich zuerst feine Fibern, dann Nerven, Ganglionen, das Rückenmark, die Sinnesorgane und das Gehirn.

Zellen, Fibern, Nerven, Ganglionen, Rückenmark, Sinnesorgane und Gehirn [Hinzugefügt]

Huter nannte die von ihm entdeckte Lebenslichtstrahlkraft „Helioda“. Er stellte fest, daß es die geistig-schöpferische Leit-, Richt- und Formkraft des lebendigen Körpers ist.

DgM007-1933ZellNeo gelb

Helioda – Krafrichtungsordnung [Hinzugefügt]

 

DIE STRAHLENDE MATERIE

Huter forschte weiter, denn er sagte sich, daß die Lebensstrahlkraft irgendwo ihren Ursprung haben muß.

Infolgedessen experimentierte er zunächst mit der scheinbar toten oder anorganischen Materie.

Dabei kam er zu überraschenden Resultaten. Er fand, daß die Materie, daß die verschiedenen Elemente sehr verschiedenfache Strahlungen und Emanationen haben.

Nach und nach konnte er diese Strahlungen voneinander unterscheiden, lernte den Charakter derselben kennen und die Rolle, welche sie beim Formbau der Materie spielen.

Huter entdeckte also die Elementarstrahlungen der Materie und erkannte, daß alle Elemente mehr oder weniger strahlen.

Wiederum fand er dafür bald die Bestätigung. – Als das Radium entdeckt wurde, war für dieses Element die Strahlung nachgewiesen.

Heute ist die Sachlage nun schon eine ganz andere. Die moderne Physik hat eine ganze Anzahl radioaktive Elemente nachgewiesen und deren Strahlungen auch der Wellenlänge nach gemessen.

 

 

DAS EMPFINDUNGSVERMÖGEN

DER MATERIE

Bei allen seinen Versuchen mit der anorganischen Materie stieß Huter aber auf eine sehr feine Emanation derselben, die sich von allen anderen Strahlungen merklich unterschied, und die besonders dann auftrat, wenn starke Lebenseindrücke auf die Materie eingewirkt hatten.

Diese Emanation der Materie hatten große Ähnlichkeit mit dem Charakter und der Eigenart der Lebensstrahlen, die von den Lebewesen ausgehen.

Huter stellte experimentell fest, daß die anorganische Materie ja gar nicht absolut tot ist, sondern Empfindungs-, Strahlungs- und Rückerinnerungsvermögen besitzt.

Er entdeckte die Empfindungsenergie der Materie, die sogenannte Substanzinteligenz.

Damit war die große Brücke zwischen der belebten und unbelebten Materie geschlagen.

Denn es liegt auf der Hand: Ist die Materie nicht absolut tot, sondern besitzt sie mehr oder weniger, wenn auch noch so spurenhaft, eine Empfindungsenergie, dann kann sich mit der fortschreitenden Um- und Neubildung der Materie, wie es im ersten lebenden Eiweiß der Fall war, das Empfinden sammeln und konzentrieren.

Sobald sich nun das Empfinden im lebenden Eiweiß besonders stark konzentriert, sammeln sich anderseits auch die Schwerstoffe, sie bilden einen Kern.

Schließt sich das Gebilde von der Masse ab, so erwacht das konzentrierte Empfinden zum Eigenempfinden, zum Sichselbstempfinden oder Bewußtsein, und wir sagen, „das Gebilde, die erste organisierte Zelle, lebt“.

Damit war die Entstehung des Lebens in Verbindung mit allen anderen bekannten Entwicklungsfaktoren, die wir hier übergehen können, auf natürliche und einfache Weise aus der Materie selbst restlos erklärt.

Huter begründete danach eine gänzlich neue Entwicklungslehre von Stoff, Kraft und Empfinden, welche sich an die bekannten Entwicklungslehren zwanglos anschließt.

ER entdeckte die Kraftrichtungs- und Entwicklungsordnung in der Natur und damit die Formbildungsordnung

 

 ALPHA huter

DER TRIUMPH DES MENSCHENGESCHLECHTS

Huter hatte die Lebenskraft in der lebenden Zelle und die Keimkraft derselben in der Empfindungsenergie der Materie gefunden und experimentell nachgewiesen.

Er sagte sich: So wie jede lebende Zelle eine Lebenszentrale, das Zellgehirn, im Zentrosoma der Zelle hat, so muß jedes der Billionen Atome und Moleküle, woraus jede einzelne Zelle wiederum besteht, schon Spuren der Empfindungsenergie besitzen, – und ebenso die gesamte Materie, die sich aus Atomen und Molekülen aufbaut.

Die Atome und Moleküle sind nun allerdings fast undenkbar klein, aber die moderne Physik hat das Meisterstück vollbracht, diese kleinsten Bausteine der Materie indirekt sichtbar zu machen.

Ja, sie hat nachgewiesen, daß um den Kern eines Atoms Elektronen in großer Zahl kreisen, ähnlich wie die Planeten in unserm Sonnensystem.

XX

Planetensystem [Hinzugefügt]

 

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Huter auch weiterhin damit recht behalten, daß die Welt sowohl nach der Größe wie nach der Kleinheit zu unendlich ist in dem Sinne, wie wir heute die Unendlichkeit verstehen.

Unser heutiges Weltbild ist ein ganz und gar anderes geworden, als das zu unserer Väter Zeiten geltende.

Was sollen wir nun mehr bewundern, die Welt nach der Unendlichkeit der Größe oder nach der Unendlichkeit der Kleinheit?

 

 

DAS WUNDER DES LEBENS

Ein möglichst luftleer gemachter Raum enthält auf den cbm noch etwa 40 Millionen Moleküle, – es gibt Lebewesen von etwa eindreißigmillionstel mm Kleinheit, – danach kann man sich einen Begriff von der gigantischen Welt der Kleinheit machen.

Aber diese Welt ist nicht nur außer uns, sie ist auch in unserem eigenen Körper, unser eigenes Leben und Sein wurzelt in der Tiefe dieser Kleinheit, wobei noch jedes Atom und Molekül nicht nur in sich eine enorme Energie verkörpert, sondern sich auch in Bewegung befindet.

In unserer Luft, die wir atmen, stößt jedes Atom ein paar Millionen mal in der Sekunde mit einem andern zusammen.

Schier unermeßlich sind die Wunder, welche uns die moderne Atomphysik in der Welt der unendlichen Kleinheit offenbart hat. Energien von ganz großem Ausmaß sind hier zu finden, es ist der erste Blick getan in eine Welt, die zuvor völlig unbekannt war.

Es ist die Welt der unendlichen Kleinheit, die unserem eigenen Leben, die allen Dingen in der Welt zugrunde liegt, die alles trägt und erhält und noch vorwärts und aufwärts leitet.

So wenig uns die unendlichen Tiefen der Sternenwelt nach ihrer Größe zu bekannt sind, so wenig sind uns die unendlichen Tiefen der Welt nach der Kleinheit zu bekannt.

So wenig wir heute wissen, ob nicht noch weiteres Leben auf nahen oder fernen Weltenkörpern vorhanden ist, so wenig sind wir berechtigt, diese Frage zu verneinen; so wenig sind wir aber auch berechtigt, da ja das Leben in uns selbst mit keinem noch so feinen Instrument zu erfassen ist, die Frage zu verneinen, ob nicht im scheinbar leeren Weltenraum und nach der unendlichen Innerlichkeit des Raumes zu, sich nicht erst recht das Leben in uns noch unbekannten, unter allen Umständen für uns unsichtbaren Formen abspielen kann.

Das eine aber ist sicher, wenn dies der Fall sein sollte, dann ist das sogenannte Jenseits nach dem Tode dasselbe Jenseits, aus welchem das Leben einst aufgestiegen ist.

Dann ist das Jenseits nach dem Tode, von welchem Religionen, Sagen und Mythen berichten, nicht mehr über den Wolken zu suchen, sondern die modernre Atomphysik hat den Weg dorthin gezeigt.

Sie hat im rastlosen Forschungsdrang, ohne es zu beabsichtigen, eine gigantische Welt der Kleinheit erschlossen, – eine neue, kaum geahnte Welt.

Und wenn die lebendige Kraft in uns als die allerfeinste Energie, die auf kleinstem Raum sich konzentriert, die den ausgesprochenen Charakter der Kleinheit und Feinheit trägt und ihre eigenen Gesetze hat, erst als solche von der Wissenschaft erforscht ist, dann wird das, was in Religionen, Sagen und Mythen über das Weiterleben nach dem Tode gelehrt ist, in greifbare und verständliche wissenschaftliche Formen gekleidet.

Umsonst hat der niemals rastende und ruhende Menschengeist sich nicht Jahrtausende abgemüht, das Rätsel der Natur, des Lebens, zu entschleiern. Wir stehen heute vor einem Wendepunkt, wonach es möglich sein wird, Wahrheit und Irrtum zu trennen und das ewige religiöse Empfinden des Menschen auf eine gesunde naturwissenschaftliche Grundlage zu stellen.

 

 

DIE DRITTE GROSSE PRIMÄRE WELTENERGIE

 

Da sich nun, wie die Physik lehrt, die Elemente, und mithin die Atome, um- und neubilden könne, so nahm Huter dafür einen Um- und Neubildungsstoff an, den sogenannten Weltenäther.

Dieser muß logischerweise den ganzen Weltenraum ausfüllen – und analog der Form der Weltenkörper aus kugelförmigen Einzelteilen bestehen, den sogenannten Ätherilionen.

XX

Weltenähter [Hinzugefügt]

Diese mögen die Größe der Atome haben oder noch unterhalb derselben nach der Kleinheit liegen. Zwischen den Ätherilionen liegt der neutrale Weltäther.

Jedes Ätherilion muß Stoff, Kraft und Empfinden enthalten, denn sonst könnte kein Atom sich neu-, noch umbilden.

DgM024-1934Urstoff Neo    g

Stoff, Kraft und Empfinden [Hinzugefügt]

Der Beweis, daß es sich tatsächlich so verhalten muß, ist allein schon dadurch erbracht, daß der Weltenäther weder Licht-, noch elektrische Wellen absorbiert, sondern getreulich leitet.

Wäre nicht in jedem Ätherilion das Empfinden für das Individuelle vorhanden, so könnte uns aus leicht begreiflichen Gründen das Licht der Millionen Lichtjahre entfernten Sterne niemals individuell übertragen werden.

Durch diese Begründung hat Huter neben Stoff und Kraft die dritte große primäre Weltenergie, die Empfindungsenergie als tatsächlich vorhanden nachgewiesen.

Die darauf aufgebaute Entwicklungslehre von Stoff, Kraft und Empfinden können wir hier übergehen.

 

DgM006-1933KretX

DAS DREIHEITSPRINZIP IN DER NATUR

 Damit war das Dreiheitsprinzip in der Natur, das allen Dingen zugrund liegt, nachgewiesen. Es ist das Prinzip der dualen Raumkräfte, die den Raum nach der unendlichen Größe und Kleinheit geschaffen haben und als drittes, ihr Kind, den Weltenäther bildeten, dem sie alles an Stoff, Kraft und Empfinden vererbten, damit das, was daraus geworden ist, werden konnte, um ewigen Zielen zuzustreben.

Damit war die Empfindungsenergie als Keimkraft des Lebens und Geistes erkannt, da ja alles, was lebt, innerlich aufnimmt und empfindet und sich entäußert und strahlt.

Es ist das Prinzip des Kraftaustausches zwischen Individuum und Außenwelt, äußerer Körperperipherie, Innenwelt und Außenwelt, worauf das Grundgesetz des Lebens und jede Ausdruckswissenschaft beruht.

HUTER innen aussen

Innen und Außen [Hinzugefügt]

Kraft, Stoff und Empfinden erschließen aber auch das Prinzip von Vater, Mutter und Kind, das Prinzip der Ganzheit in der Natur.

XX

Vater, Mutter und Kind, hier am Beispiel der Familie von Medical-Manager Wolfgang Timm, Foto 22. Dec. 2004, Statue „Fallen Angel“ near Atocha, „Spanisches 9-11“ mit über 200 Toten am 11.3.2004 („311“ = Terminator-Code) [Hinzugefügt]

 

 

DIE IMPULSKRAFT ZU ALLEM WERDEN

UND ENTWICKELN IN DER WELT

Da weder der Stoff noch die Kraft jemals aus sich selbst zur Bewegung gelangen könne, so liegt die Impuls- und Antriebskraft zu allem Werden und Entwickeln in der Welt in der ursächlichen Empfindungsenergie als der Wurzelkraft des Lebens.

Aus Empfinden ist erst das Sehnen, dann der Wunsch und dann der Wille zum Werden und Entwickeln geboren.

Demnach ist das Empfinden das Primäre im Weltall, es ist die oberste Weltenergie, aus der alle Kraft hervorgegangen ist. Damit kann sich das Denkleben in den Fragen nach dem „Warum und Woher“ aller Dinge wieder in zuverlässigen Bahnen bewegen.

Es muß heißen, nicht Stoff und Kraft allein sind ursächlich, sondern „Stoff, Empfinden, Kraft und Form und in allem das Leben“, – das ist der Weg zu höherem Werden.

 

 

Ewiger Tod- oder ewiges Leben?

Wie schwer die Atomzertrümmerung vor sich geht, ist bekannt uns mit darauf zurückzuführen, daß die Urbestandteile der Materie an ein bestimmtes Proportionsmaß gebunden sind, eine Umwandlung daher nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen geschehen kann.

Die Atome und Ätherilionen besitzen eine enorme Elastizität, so daß sie selbst dem Druck der gewaltigsten Weltenkörper standhalten, wobei sie sich noch in Strahlung und Bewegung befinden.

Aus der Empfindungsenergie der Ätherilionen und Atome hat sich mit der fortschreitenden Umbildung der Materie das Empfinden im Laufe einer Zeit von Jahrmilliarden in der lebenden Materie immer stärker gesammelt.

Das Empfinden, die Lebensstrahlenergie, ist durch den Lauf einer sehr langen Entwicklung und Vererbung im Menschen außerordentlich stark als Zeugungs-, Geistes- und Lebenskraft konzentriert.

Wo bleibt nun diese höchste empfindende und sich selbst bewußte Energieform mit dem Tode, – eine Energieform, die den ausgesprochenen Charakter der Individualität besitzt? –

Zurückfluten in die Atome und Moleküle kann die individuelle Lebensenergie mit dem Tode unter keinen Umständen, das ist unmöglich, denn sie ist schon eine höhere Entwicklungsform.

Folglich bleibt nichts weiter anzunehmen übrig, als daß diese höchste konzentrierte Energieform auch nach dem Tode als solche bestehen bleibt, um in der angefangenen Entwicklung im Empfinden des Weltenäthers weiter fortzuschreiten – in der Welt der unendlichen Kleinheit – jenseits der uns bekannten Kräfte und Stoffe, den ihr eigenen ausgesprochenen Charakter der Individualität bewahrend.

Denn das Gesetz von der Erhaltung der Kraft, das in der ganzen Natur Gültigkeit hat, wird hier bei der höchsten Energieform wohl in erster Linie anzuwenden sein. Damit ist die Möglichkeit des individuellen Weiterlebens nach dem Tode naturwissenschaftlich zu begründen.

Es fragt sich nun, ob die Natur Vorsorge getroffen hat, daß die Erhaltung der individuellen Lebensenergie mit dem Tode glatt und reibungslos vor sich gehen kann?

Offenbar ist das in kaum zu übertreffender Weise der Fall.

 

 

DIE SPALTUNG DER LEBENSENERGIE

 

Die lebende Samenzelle löst sich mit der Zeugung vom Körper, d.h. die Lebenskraft spaltet sich. –

Da dieses mikroskopisch kleine Lebensgebilde, sowohl ideel, wie auch chemisch materiell, den ganzen Plan des werdenden Menschen in sich trägt, so zeigt uns die Natur, daß sich die Lebensenergie mit ihrer ganzen individuellen Daseinsform abspalten kann.

Ja, die gesamte Organisation des lebenden Individuums ist auf Spaltung der Lebensenergie angewiesen.

Bei jeder der milliardenfachen Zellteilungen, die das Wachstum ausmachen, spaltet sich die Lebensenergie.

Darauf beruht der gesamte Stoffwechsel, der ständige Auf- und Abbau im lebenden Organismus. Obwohl sich der gesamte Körper in verhältnismäßig kurzer Zeit erneuert, bleibt der individuelle Lebensgeist derselbe. Die Lebenskraft spaltet sich, indem sie sich von dem abgebauten Lebensstoffen abtrennt.

Wenn nun die Lebenskraft nichts mehr gewohnt ist, wie die Spaltung, warum – um alles in der Welt – sollte sie sich dann nicht mit dem Vorgang des Todes gänzlich in ihrem besten Teil abspalten können? Es liegt kein Grund vor, bei der Vielseitigkeit der Natur und des Lebens einen solchen Vorgang als unmöglich von der Hand zu weisen.

Das Auge ist das Organ dafür.

 DgM035-1935KanonIris sm

Der Vorgang des Sehens, der anatomische Bau des Auges und des damit zusammenhängenden Milliardenschaltwerkes des Nervensystems entspricht nicht nur aufs zweckmäßigste den Erfordernissen des Lebens an sich, sondern der Organismus ist ebenso darauf angelegt, die Erhaltung der individuellen Lebensenergie beim Vorgang des Todes zu ermöglichen, ganz gleich, wann, wo, wie und unter welchen Umständen derselbe eintritt.

 

 

DER ANATOMISCHE BAU DES AUGES

UND DER VORGANG DES SEHENS

 DgM055-1937Mellerke sm

Alles bisher Gesagte ist in folgendem zusammenzufassen: Mit dem Licht fällt das Bild der Welt durch die Pupille – wir lassen die bekannten optischen Vorgänge hierbei unberücksichtigt, – umgekehrt in das Innere des Auges.

Der Sehnerv, der die negative Tiefenachse der Helioda-Lebensenergie verkörpert, ist äußerste empfindlich, – wie empfindlich die Augeniris ist, weiß jeder.

Der Reiz des Lichtes und des Bildes der Außenwelt wird hier äußerst empfindungsreich aufgenommen und auf dem Wege der Strahlung den Sehzentralen und dem Gehirn übermittelt.

Der Reiz pflanzt sich durch das Milliardenschaltwerk des Nervensystems fort bis in alle Zellen und noch tiefer bis in die Atome und Moleküle der Zellen, wo die Empfindungsenergie liegt.

Die Zellen reagieren mit Lust oder Unlust, Zuneigung oder Abneigung auf die empfangenen Reize – das ganze Leben nimmt Anteil – und reflektieren die Empfindungsreize auf dem Wege der Strahlung an den Nerven entlang zurück bis zu den Sehzentralen, zum Auge und zum Gehirn.

Nunmehr erst kommen in den Bewußtseinszentren des Gehirns, – die am stärksten die Empfindungs- und Lebensenergie konzentriert haben, – der Reiz des Lichtes und damit das Bild der Außenwelt mit allen individuellen Empfindungsreizen der Zellen zum Bewußtsein und lösen die schöpferische Geistes- und Gedankentätigkeit aus.

Das Bild der Welt wird mit allen Bewußtseinsvorgängen zurückgestrahlt zur Augeniris und in die Außenwelt der Atome und Moleküle. Damit erst sehen wir das Bild wieder aufrecht und damit die Schönheit der Welt, wie sie wirklich ist und wie wir sie subjektiv empfinden.

Damit ist der Vorgang des Sehens wirklich erklärt, der anatomische Bau des Auges, vor allen Dingen der Iris und des gesamten, damit zusammenhängenden Nervensystems.

Wir lassen uns gern eines Besseren belehren, aber die bisherigen diesbezüglichen Erklärungen haben den Kern der Sache kaum gestreift.

 

Somit ist aber auch erklärt, warum im Auge des Menschen nicht nur das bewußte, sondern auch das unbewußte Leben zum Ausdruck kommt, warum man selbst den Gedanken im Auge (besonders beim Kind) kommen und gehen sehen kann, warum Freude, Kummer und Leid, Begeisterung und Zorn, Adel und Entwicklung und alles innere Leben im Auge zum Ausdruck kommen.

 

Was das gute, natürlich empfindende Volk von jeher als richtig angesehen hat, die Wissenschaft wird es mehr und mehr bestätigen.

Und alle die, welche heute noch der Welt sagen, es gäbe keine wissenschaftlich begründete und lehrfähige Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], keine Wissenschaft vom Lebens- und Formenausdruck, befinden sich im Irrtum und bewegen sich noch auf der Bahn der alten Wissenschaft der Jahre vor dem Kriege.

preview

Verbund Physiognomische Gesellschaft Schweiz und Carl-Huter-Zentral-Archiv

 

DgM035-1935KanonIris sm

DER VOLLENDESTSTE ARCHITEKTONISCHE

PLAN DER AUGENIRIS

 

Nun betrachte der Leser Bild 69. Hier ist dieser Lebensvorgang im Auge schematisch dargestellt und durch die Zahlen 1, 2 und 3 angedeutet.

XX

Bild 69.

Auffallend ist, daß alle Zeichner, wenn sie das Auge darstellen, instinktiv bemüht sind, den Augenstern in größter Regelmäßigkeit anzudeuten.

Das ist richtig, denn die Millionen feinster Nerven in den drei Irisschichten verlaufen nicht willkürlich und planlos durcheinander, sondern in planmäßiger Ordnung, in einer Ordnung, die das höchste Erstaunen hervorrufen muß, und, und die alles an Großartigkeit übertrifft, was wir auf Erden in der Natur unmittelbar wahrnehmen können.DgM035-1935KanonIris sm

Bauplan der Iris von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]

 

Das ist allerdings ein Kapitel für sich, wir können es nur streifen. Der vollendetste architektonische Plan des ganzen Körpers liegt in der Iris. Darauf beruht die heute schon weltbekannte Augendiagnose und die Erkennung der Krankheiten mit dem Augenspiegel aus dem Augeninnern.

Dreißig Jahre hat Huter mühsamste Forschungsarbeit vollbracht, um den architektonischen Plan der Iris bis in alle Feinheiten nachzuweisen. Die Nachwelt wird diesen Forschungen Huters aller Voraussicht nach mehr Beachtung schenken als die heutige Wissenschaft.

 

 

DAS GRÖSSTE MEISTERWERK

DER NATUR

 

Die Kraft, die das „Lebendige“ ausmacht, ist nach unseren Darlegungen so organisiert, daß sie nach einem einheitlichen Plan in die Außenwelt treten kann.

XX

Fig 69 deutet mit der Zahl 3 schematisch den positiven Kraftpol der Lebensenergie an, durch welchen sie bei dem Vorgang des Todes in die Außenwelt tritt, den zu finden Huter sieben Jahre benötigte. Diese Stelle unter dem oberen Augenlid ist sehr empfindlich.

Wenn durch irgendeinen Vorgang die Lebensenergie sehr stark erschüttert wird oder lebenswichtige Organe ihre Funktion einstellen, dann schwindet das Bewußtsein und damit auch der Wille.

Ob daher jemand an ein Weiterleben glaubt oder nicht, ob er weiterleben will oder nicht, ist für die Vorgänge, die sich mit dem Tode abspielen, völlig gleichgültig.

Wenn der erschütterte positive Lebenspol seine sympathischen Beziehungen zum Körper löst, – es entscheidet dabei nicht mehr der Wille, sondern die unbewußte Liebe zum Leben und das Gesetz von der Erhaltung der Kraft, – tritt derselbe in die Außenwelt und zieht langsam den ganzen architektonischen Plan der Iris und des Körpers, – ähnlich wie bei der Zeugung und Abspaltung der Samenzelle – mit sich in die Außenwelt.

Die chemischen Feinstoffe und physikalischen Kräfte des Körpers folgen mit, diese sind mehr oder weniger grob oder fein durch die Lebensweise entwickelt, was durch die Zahlen 4-10 angedeutet ist.

XX

Es findet neben dem sichtbaren Zusammenbruch des Organismus ein Wechsel der Lebenspole statt, was man bisher irrtümlicherweise mit dem Namen Tod bezeichnete. Es ist in Wirklichkeit nur ein Wechsel der Lebensform, denn die Natur lehrt ja auch überall Leben und Wechsel der Form und nirgends Tod oder Stillstand.

Das Auge bricht.

Die Lebensenergie vollzieht lediglich eine Umorganisation und trennt sich von den unbrauchbar gewordenen Organen ab. Sobald der positive Lebenspol wieder zur Ruhe und Statik kommt, erwacht langsam das Sichselbstempfinden und Bewußtsein.

Der einstige Erdenbewohner findet sich unter gänzlich anderen Lebensbedingungen in der gigantisch großen Welt der unendlichen Ausdehnung des Raumes nach der Kleinheit wieder.

Ob im Moment des Todes gleichzeitig 100 kg Dynamit explodieren, ist für den Polwechsel der Lebenskraft völlig gleichgültig. Die Explosion berührt nicht einmal die Atome und Moleküle in ihrem Wesen, sie stieben höchstens auseinander.

Die Lebensenergie mit ihren Feinstoffen und Kräften liegt unterhalb der Grenze der Atome und Elektronen, – und was sich an der Oberfläche der Dinge auch abspielen mag: Körper, Zellen, Moleküle, Atome, Elektronen und Ionen berühren diese Tiefen der Welt nicht mehr, sie sind vermöge ihrer Kleinheit für diese und alle anderen Dinge des Diesseits unantastbar.

So hat die Natur ihr größtes Meisterwerk mit dem Vorgang des Todes vollbracht. Was nachher mit der individuell abgespaltenen Lebensenergie vor sich geht, entzieht sich hier der Betrachtung. Wir können uns nur an das halten, was durch die verschiedenen Wissenschaften bewiesen ist und was direkt in der Verlängerungslinie der bekannten Tatsachen liegt. –

Das Eine aber steht fest, in ihrer starken Sammlung ist die Lebensenergie gleichbedeutend mit Liebe, sowohl Liebe zu allem Guten und Schönen, sowie auch Liebe zum Leben.

XX

Daher kann auch z.B. aus Liebesgram Siechtum und selbst der Tod hervorgehen. Niemand schädige daher je die Liebes- und Lebenskräfte der fühlenden Wesen, seine eigene Lebensenergie zahlt es ihm heim. Jeder vermehre Liebe, Glück und Freude, wo er nur kann, denn auch das stahlt auf ihn zurück. Aus Klugheit sollte der Mensch schon das Gute tun.

Nach allem ist sicher, die Lebensenergie strebt dem Schönen und Glücklichen zu, und zwar bis zum höchsten Ausmaß, zum höchsten Wissen, um alle Wunder der gigantischen Sternenwelt kennenzulernen, – zum Kunstschaffen und darüber hinaus zur Glückseligkeit.

XX

Der Wahrheit und Schönheit das Ganze Sein.

 

Nochmals sei betont, daß hier nur ein Versuch vorliegt, die Lebensrätsel vernünftig und auf naturwissenschaftlicher Basis zu lösen. Persönlich haben mir vergleichende Forschungen im Laufe von dreißig Jahren die Überzeugung gegeben, daß das, was hier dargelegt ist, seine Richtigkeit hat. –

 

Nachdem der psycho-physiognomische Lebensausdruck des Auges vornehmlich durch Physik, Chemie und Biologie die notwendige wissenschaftliche Grundlage erhalten hat, wollen wir unsere Augenstudien nach dem praktischen Leben fortsetzen.

Bild 73. Der Kopf liegt haltlos im Nacken, um bald kraftlos herabzusinken, da die motorische Energie des Körpers völlig ausgeschaltet ist.

XX

Bild 73. Mimische Darstellung des Todes

Das Auge wendet sich ohne Mitwirkung des Willens ganz stark nach oben, als wolle die Seele, der Lebensgeist, hier entfliehen, wie es bereits erklärt wurde. Die Pupille, der negative Heliodapol, wird ungefähr da liegen, wo unsere Zeichnung 69 bei normaler Lebensverfassung den positiven Heliodapol anzeigt. Beide Pole fallen zusammen (der Vergleich mit einem elektrischen Kurzschluß ist berechtigt, darf aber nicht zu falschen Schlußfolgerungen führen), der Polwechsel erfolgt und die Lebensenergie spaltet sich vom Körper ab.

XX

Das Auge, besonders die Iris, verliert alle Spannkraft und Elastizität, – das Auge bricht.

Daran erkennt man, daß die Lebensenergie Spann-, Form-, Leit- und Richtkraft des Körpers war.

Auf Grund dieser Eigenart formt und richtet sie die chemisch-ätherischen Feinstoffe und abgewandelten physikalischen Kräfte, die beim Wechsel der Lebenspole die Lebensenergie begleiten, zu einer neuen Geistes-Individualität.

Wir sehen nur die äußeren Vorgänge des Todes, wie der Künstler sie dargestellt hat.

Die Abspaltung, das Entweichen und die Umorganisation der Lebensenergie mit dem Tode können wir natürlich nicht sehen, da sich diese Vorgänge innerhalb der Kleinheit der Atome, Moleküle, Protonen und Elektronen abspielen.

Für die feinstoffliche abgespaltene individuelle Lebensenergie ist tatsächlich keine idealere Räumlichkeit und Entwicklungsmöglichkeit denkbar, wie unterhalb der Grenze der Atome und Moleküle in der unendlichen Innerlichkeit des Raumes. Hier fällt die Abhängigkeit von der Um- und Neubildung der Atome fort und damit die irdische Gesetzmäßigkeit und auch alles damit verbundene Leid.

Es ist logisch und naturwissenschaftlich sehr wohl denkbar, daß sich unter diesen außerordentlich günstigen Lebensbedingungen Geistes-Individualitäten im Laufe einer unendlich langen Zeit der Entwicklung von erhabener, ja göttlicher Weisheit, Weltmacht und Schönheit gebildet haben.

Aus diesen Betrachtungen geht hervor, wie sehr wichtig es ist, daß der Mensch seine Lebensenergie durch Liebe und gute Taten, durch unausgesetztes Höherstreben immer mehr konzentriert und verfeinert.

Was für uns biologisch 70 Jahre sind, spielt sich z.B. in der eben noch mikroskopisch sichtbaren Bakterienwelt in Minuten ab. Hinter dieser aber liegt noch das Reich des „Virus“, jener Bakterienart, die für uns gänzlich unsichtbar ist.

XX

Virus mit Pentagrammform [Hinzugefügt]

Vielleicht spielt sich hier das denkbar kleinste und primitivste Leben in Augenblicken ab. Was noch einige Stufen unter dieser Grenze liegt, ist Ewigkeit, es sind die unermeßlichen und denkbar günstigsten Lebensräume der unendlichen Kleinheit.

Eine Virusart, die Erreger der Maul- und Klauenseuche, denkt man sich durch den Lichtdruck fortbewegt. – Denkbar ist es, daß noch unendlich mal feinere und hohe Lebensindividualitäten nicht nur durch den Licht-, sondern auch durch den Ätherdruck und andere Energien eminent schnell sich fortbewegen können.

Wenn der Mensch beginnt, sein Denkleben nach dieser gänzlich ungewohnten Richtung hin zu schulen, so wird ihm der Sinn des Lebens klarer und er erkennt, daß die Natur über alle Maßen großartig ist.

XX

Alpha – Omega [Hinzugefügt]

 

Es liegt hier nicht die Absicht vor, diese neuen Gedankengänge etwa als dogmatische Lehren aufstellen zu wollen, vielmehr besteht nur der Wunsch, die neu erkannten Naturtatsachen und Vorgänge ordnungsmäßig in unser Denkleben aufzunehmen und das bestehende Welt- und Lebensbild den Fortschritten der Wissenschaften anzupassen.

 

Das Symbol, Bild 74, ist sehr lehrreich.

Bild 74. Der menschliche Schädel ist auf Bücher gestellt, durch welche das Wissen, die Geschichte und die Wissenschaften dargestellt sind.

XX

Bild 74. Ein Symbol der Forschung

Der Schädel versinnbildlicht die Formkraft der Psyche. Entwicklungsgeschichtlich betrachtet zeigt die Form schon hohe Vollendung und Großartigkeit.

Diese Großartigkeit in immer neuen Schöpfungen zu symbolisieren, ist die Aufgabe der großen bildenden Kunst.

 

Der Schädel und die Bücher symbolisieren die Wissenschaft, die auf der vergeistigten Grundlage der Urkraft des Lebens ruht. Diese neue Naturwissenschaft führt zur Lebensausdruckswissenschaft und darüber hinaus zur höchsten Schönheit und Wahrheit, zur wissenschaftlichen Weltweisheit und Schönheitsreligion.

XX

 

Man braucht an all diese dem Leben zugrunde liegenden tieferen Vorgänge nicht zu glauben, die Natur läßt Freiheit, aber man kann auch sein Gefühl, seine Beobachtung und seinen Verstand anstrengen und schulen, um das scheinbar Unerklärliche auf vernünftige und einfache Weise zu erforschen.

Dabei ist die aller schärfste Kritik, wenn sie Hohn und Spott beiseite läßt und sachlich bleibt, nur erwünscht.

Wir wollen um die Wahrheitserkenntnis in der Natur ringen und forschen, dem großen und guten Neuen und nicht mehr dem Überlebten und Alten leben.

Aus Totem kann sich kein Leben bilden, – so folgert richtig der Philosoph. – Aber die Materie ist ja nicht tot, sie hat, wenn auch ein nur spurenhaftes Empfinden. Daher kann sich durch Sammlung des Empfindens aus der Materie Leben bilden, denn Leben ist gesteigertes, konzentriertes Sichselbstempfinden und Bewußtsein.

 

Bild 75. Wie unterschiedlich fein sich das Auge bei den wechselnden Geistestätigkeiten einstellt, zeigt uns dieses Bild im Vergleich zu Bild 71.

XX

Bild 75. Der versteckt lauernde Blick

Hier beobachtet der Mensch versteckt und lauernd, bei Bild 71 offen und lauernd.

XX

Bild 71.

Hier ist der Kopf nicht aufrecht und gerade gerichtet, sondern etwas nach unten gesenkt, um gar nicht zu zeigen, daß beobachtet wird, und entsprechend ist der Blick in den Augenecken liegend nach oben gerichtet.

 

Wer offen denkt und beobachtet, bei dem ist das Auge auch offen, freimütig und gerade gerichtet, er hat nicht nötig, den Kopf zu senken und von der Seite, von den Augenecken aus zu beobachten.

Aber nicht nur das Auge, sondern der ganze Gesichtsausdruck nimmt auch bei dieser Blickrichtung Anteil,. Die verhaltene Spannung bei dem versteckt lauernden Blick liegt am Mund, an der Nase und in den Gesichtszügen.

XX

Bild 75.

Dieser Vorgang ist nicht nur ein rein äußerlicher, das anzunehmen wäre gänzlich verkehrt, denn wir haben auf das Deutlichste gesehen, in welch innigem Zusammenhang das ganze körperliche und geistige Leben steht. Alle Zellen, ja selbst die Atome und Moleküle nehmen durch Empfindung, Strahlung und Spannung der inneren Kräfte am einheitlichen Fluß des Lebens teil.

Was uns in der äußeren Welt hoch oder niedrig, gerade oder versteckt erscheint, findet im Gehirn, in den verschiedenen hoch oder niedrig, gerade oder versteckt liegenden Gehirnteilen auch gleichliegende Organe für die geistige Tätigkeit, entsprechend pulsiert das Blut und gestaltet sich das Geistesleben, dieses spiegelt sich im Gesicht, in der Haltung und im charakteristischen Ausdruck der Augen wider.

XX

Spiegeln

Das Gehirn arbeitet örtlich verschieden, so daß der Geist allemal je nach dem Gegenstand, mit dem er sich beschäftigt, in bestimmten örtlichen Gehirnorganen seine Kraftquelle findet.

Diese Organe oder Bezirke des Gehirn haben sich so gelagert, daß sie wiederum mit der Außenwelt in vollkommenem Parallelismus sich befinden.

Der Gleichlauf zwischen Außenwelt, innerer Gehirnorganisation und dem Augen- und Gesichtsausdruck ist vollendet.

XX

Innen und Außen

Das Gehirn- und Geistesleben hat sich, rein entwicklungsgeschichtlich und morphologisch betrachtet, auf dieser Basis entwickelt.

Daher besteht zwischen Charakter und Weltanschauung, zwischen Gehirn-, Kopf-, Schädel-, Gesichtsbau, Augen- und Gesichtsausdruck und dem Geist des Menschen der innigste Zusammenhang.

XX

Soweit wir daher die Geistes- und Charaktererkenntnis nicht aus Taten und Begebenheiten folgern, ist die unmittelbare Geisteswissenschaft

Gehirnorgan- und Gesichtswissenschaft.

XX

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

 

 

 

 

XXXXXXXXXXXX

 

In diesem Glauben an ein Weiterleben nach dem Tode, an die Erhaltung seiner Geistes-, Form-, Lebens- und Seelenenergie hat der Mensch recht, denn diese ist unzerstörbar.

„Mensch, ergib Dich in Dein Schicksal“, lehrte der Religionsstifter Mohammed, und auch das ist beachtenswert.

In den Tiefen der Gewebe, der Atome und Moleküle wurzelt die Lebenskraft als eine Energie, die auf Strahlung und Empfindung beruht. Die Wellenlänge dieser Strahlung ist nicht meßbar, der Stoff dieser Energie ist nicht registrierbar, weil es der letzte Feinstoff der Urbausteine des Alls ist. Genau so wie er im lebendigen Gewebe nicht durch Instrumente nachweisbar ist, bleibt das Verfahren, durch das man heute [Stand 1937] die Atome indirekt sichtbar macht, viel zu grob für die Erfassung der Lebensenergie, die hinter allem Geschehen im Verborgenen, – in der Tiefe der Kleinheit liegt. Fortsetzung folgt.

 

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

 

dgm031-wahrheit-schonheit

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

 

 

 

 

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

dgm057-buecher57

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

D The Gate MK

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s