DgM 063


Der gute Menschenkenner 063 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

Medical-Manager Wolfgang Timm

http://www.chza.de

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Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

 

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik                                                             



© April  1938, Nr. 63

 

© April 1938, Nr. 63

 

DgM063 TITEL A

SCHATTENBILDER

und ihr

körperlicher

und geistiger

Charakterausdruck

 

DgM063 TITEL text

Man beurteile

aus eigener Anschauung und innerem Gefühl

1. das große Feinempfinden;

2. die schöpferische Geisteskraft;

3. die meiste Intelligenz;

4. die Nüchternheit, Unzuverlässigkeit, Roheit usw.

 

DgM063 LAVATER text

Studien nach den berühmten physiognomischen Frag-

menten des edlen Zürcher Menschenfreundes Lavater

 DgM063 TITEL C

Aus dem unvergleichlichen, großen Sammelwerk Lavaters „Physiognmische Fragmente zur Förderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe hat Huter in sein Hauptwerk 1904-1906 einige der besten Schattenbilder, wie sie zu Lavaters Zeit sehr beliebt waren, übernommen.

Lavater Fragmente

Lavater hat die Schattenbilder nach seinem physiognomischen Gefühl, und zwar nach ihrem körperlichen und geistigen Charakterausdruck, beurteilt.

Das liegt nun gut 150 Jahre [Stand 1938] zurück, und Huter hat mit Hilfe der Fortschritte der Wissenschaft inzwischen die Physiognomik auf eine lehrfähige, äußerst weitgreifende Grundlage gestellt.

Auf die wissenschaftliche Grundlage der Psycho-Physiognomik Carl Huters können wir hier natürlich im Rahmen dieser Arbeit nicht näher eingehen. Aber jeden wird interessieren, wie die erzielten Fortschritte in der praktischen physiognomischen Beurteilungskunst an dem Beispiel dieser Schattenbilder deutlich werden.

Jeder Mensch hat nicht das Feingefühl zur physiognomischen Beurteilung, wie es Lavater besessen hat, dafür haben wir aber heute praktische wissenschaftliche Grundlagen, so daß die Realität der Tatsachen hervortreten kann, während das Feingefühl erst in zweiter Linie Geltung erhält.

DgM063 Lavater Schatten

Wir bringen also die von Huter ausgewählten Schattenbilder aus Lavaters Werk und führen wörtlich an, wie Lavater dieselben einst nach seinem physiognomischen Gefühl beurteilte, denn andere Hilfsmittel standen ihn noch nicht zur Verfügung.

Neben den Urteilen Lavaters bringen wir dann die Ausführungen nach Huters Psycho-Physiognomik, also nach wissenschaftlichen Grundlagen, so daß sich jeder leicht ein Bild über den Fortschritt unserer Zeit auf diesem sehr schwierigen neuen Wissensgebiet machen kann und auch für das praktische Leben etwas daraus zu lernen vermag.

Wir wollen zum Vorstudium erst einmal das obige Schattenbildnis einer Dame (nicht aus Lavaters Werk) betrachten und sehen, was es uns sagt.

DgM063 TITEL Exx

[Schattenbild einer Dame]

Künstlerisch fein sind die Formumrisse von Gesicht, Stirn, Haar, Nacken, Hals und Kinn.

Die äußere Linienführung ist von großartiger Schönheit, Anmut und Grazie, leicht, licht, vornehm, edel.

Der Hals ist zart, die Nackenlinie sehr anmutig geschwungen, der Mund ist zart, die Oberlippe schön vortretend, das kleine Kinn lebhaft vorspringend.

Der Übergang der Nasenwurzel zur Stirn ist sehr schön, an griechische Formbildungen erinnernd, die Nase selbst ist lang und fein gebildet, entsprechend ausgeprägt ist der Charakter dieser Dame, sie besitzt edle Gestaltungskraft und Selbstbeherrschung.

Dabei ist das Gesicht im Verhältnis zur Stirn klein, die Stirn selbst ist hoch, vorherrschend und sehr schön plastisch nach außen gewölbt.

Das Oberhaupt ist hoch gewölbt und zeugt von hohem Feingefühl und Idealität, das Haar ist seidenartig fein, natürlich gewellt und im Nacken in edler Fülle und Schönheit geordnet.

HUTER-head3 Kopie

Es ist, kurz gesagt, das zarte edle

Empfindungs-Naturell,

der verfeinerte, hochentwickelte Kulturtypus.

Es ist das Naturell, das wie geschaffen ist für eine verfeinerte Lebensart und Kultur, das leicht begeisterungsfähig ist für Kunst, Poesie, Musik, Dichtung, Wissenschaften und edle religiöse Kultur und oft in allem Guten und Schönen schöpferisch wird.

Die rohe Kraft ist allerdings geschwächt, die Empfindsamkeit groß, die Tugend, die Güte, die Liebe herrscht vor und für den rohen Daseinskampf ist diese Natur nicht mehr geschaffen.

Der Kopf ist wie eine Blüte und so ist auch dieser ganze Mensch eine duftige, zarte Menschenblume, die von der elementaren Menschheit geschützt werden sollte, ähnlich wie die zarten Innenteile der Blüte von den äußeren Hüllblättern schützend in ihre Mitte genommen werden.

Das Schattenprofil ist mit großer Liebe und Sorgfalt ausgeführt. Der Künstler war ein hochbegabter, aber ganz einfacher, unbekannter Mann des Volkes, schon älter, als er das Bild zeichnete, aber im Herzen jung und voller Idealität.

DgM063 TITEL Dyy

[Schattenbild eines Mannes] Edmund Holze

Das Schattenprofil rechts zeigt einen Forscher und Volksgelehrten, eine kraftvoll-männliche Natur im guten harmonischen Prinzip, – voller Energie und Arbeitsanspannung.

Der vollendet ausgewölbte Kopf- und Stirnformlinie, die sehr fein und dennoch fest und bestimmt gezeichnete Nasenform zeigen den unermüdlichen, schöpferischen Arbeitsgeist.

Der Schattenumriß zeigt großartige Proportionen und ist dabei voller Licht, Wärme, Sonne und Würde.

Es ist das geniale Naturell, schöpferisch in allem Wahren, Guten und Schönen.

So kann selbst ein Schattenbild noch die allerfeinsten Formbildungen hervorheben, – obwohl nur ein Schatten des lebendigen Bildes.

 

Nach diesen kleinen, aber lehrreichen Vorübungen wollen wir nunmehr die Schattenbilder Lavaters betrachten.

DgM063 Bild I Lavater oT

Schattenprofil I. Lavater schreibt:

„Der erste ist rein-denkend, spekulativ, empfindsam, mancherlei Dinge anzuordnen und einzurichten geschickt, zum Irrtum und zum Laster unverführbar.

Die Stirn vor allem bis wo die Linie die Nase durchschneidet, – ist Buchstabe festen reinen Verstandes.“

Interessant ist, was Huter über den Gesichtswinkel sagt, den Lavater bei den vier Schattenprofilen hier anwendet.

DgM063 Bild II Lavater

Schattenprofil II

Huter schreibt: „Die geringste Abweichung von rechten Winkel, wie es im Schattenprofil II dargestellt ist, – das Profil erinnert stark an Lessing, – scheint mir die meiste Intelligenz zu verkörpern.

DgM063 Bild III Lavater

Schattenprofil III

Der Winkel ist bei I etwas stumpfer, noch stumpfer bei III und am stumpfesten bei IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Fraglos zeigt IV die stärkste Verdauungskraft aber die geringste Geistesenergie von den vier Silhouetten.“

Bleiben wir bei Bild IV. Wie konnte Huter das vorstehende Urteil darüber mit Sicherheit abgeben?

Lavater legt den Winkel am Kinn an. Bei Bild IV füllt die Partie unter dem Kinn den ganzen unteren Winkelraum aus. Die gewaltigsten kompaktesten Massen liegen bei Bild IV im kurzen und dicken Hals, am Kinn, Untergesicht und bis zum Nacken hin.

Proportional ist dagegen die Stirn, in welcher das Verstandesleben liegt, bedeutend geringer entwickelt, – man betrachte vergleichsweise die oberen und unteren Gesichtsteile. Die fleischigste Mund- und Kinnpartie hat das Übergewicht.

DgM063 Bild III IV Lavater

Da nun in den unteren kompakten Teilen des Kopfes nicht der Verstand liegt, sondern gemäß den anatomisch-physiologischen Tatsachen die Fülle und die Produktion der Ernährungssäfte und –stoffe, – so ist dieses Urteil Huters, welches das proportionale Verhältnis in Betracht zieht, offensichtlich fest begründet.

Daß im Vorderhirn hinter der Stirn das Verstandesleben sich abspielt, ist eine so große Grundwahrheit, daß wohl kein Mensch heute mehr daran zweifeln wird; – in der kleinen Zehe, im Ellenbogen, im Ohrläppchen oder im Hinterkopf, wo allerdings das Selbstbewußtsein und persönliche Hochgefühl, das Bewußtsein des eigenen Wertes liegt, wird wohl niemand das Verstandesleben mehr suchen.

HUTER-head2 Kopie

Es folgt daraus also, da die biologische und physiologische Bedeutung der einzelnen Kopf- und Gesichtspartien bekannt ist, daß wir die einzelnen Teile des Schattenprofils gegeneinander abzuwägen haben.

Auf diese Weise erhalten wir die konkrete wissenschaftliche Grundlage für die Deutung,  – womit aber beileibe nicht gesagt sein soll, daß man in erster Linie Schattenprofile beurteilen soll in einer Zeit, da die photographische Technik große Fortschritte gemacht hat und schon sehr genaue Bilder produziert. Das wäre ungefähr so, als wollte man sich im Zeitalter des Verkehrs von diesem abschließen und zur Postkutsche aus Lavaters Zeit zurückkehren. Trotzdem sind aber die Schattenbilder nicht nur interessant, sondern auch geeignet, das physiognomische Sehen zu schulen.

Huter SEHEN AUGE M

Klassisches Sehen [Hinzugefügt]

 

Betrachten wir nun wieder das Schattenprofil I, so muß man sagen, dasselbe ist von den vier Bildern zweifellos am schwierigsten zu beurteilen. Auf Einzelheiten können wir uns hier nicht einlassen, da das zu weit führt, und auf Spekulationen erst recht nicht, da wir diese nicht mehr nötig haben.

DgM063 Bild I Lavater oT

Schattenprofil I

Deutlich zu erkennen ist die tiefe Einbuchtung am Stirn-Nasenübergang, eine schwache Bildung der Nasenwurzel zwischen beiden Augen.

Es ist daher kein, oder sagen wir nur ein sehr schwacher Formensinn vorhanden.

Man vergleiche: die Formbildung ist hier schwächer wie bei den drei weiteren Profilen, es ist genau das Gegenteil von Bild IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Folglich können wir dem Manne keine Geistestätigkeit zu weisen, die mit dem Formen-, Beobachtungs- und Gestaltsinn in Zusammenhang steht.

Das hat Lavater ganz richtig gesehen, da er auf die gute Bildung der Stirn hinwies, bis zu dem Punkt, wo dieselbe die Linie der Nase durchschneidet. – Die tiefe Einbuchtung der Nasenwurzel ist hier leicht zu erkennen.

Das Kinn ist proportional auch nur mäßig stark ausgeformt, – man erkennt leicht den Zwischenraum zwischen dem senkrechten Winkelstrich und dem Kinn. Es tritt also etwas zurück. (So einfach diese Winkelmeßmethode ist, sie hat etwas für sich.)

Folglich liegt auch keine besondere Energie, Tatkraft, körperliche Kraftentfaltung und Impulsivität vor, da ja das Kinn unmittelbar mechanisch, physiologisch und durch Spannung und Strahlung mit der motorischen Kraft der Kleinhirnsimpulse in Zusammenhang steht.

Es liegt aber in der oberen Mitte der Stirn und in dieser Höhe auch nach dem Seitenkopf hin eine vornehmliche Kraft, – man beachte genau die Formbildung, man fühlt dann sozusagen die Spannkraft dieser Teile heraus, – daher wird die philosophische Veranlagung gut sein, womit auch die Profillinie in gutem Klang übereins zustimmen scheint.

Aus dieser Formbildung ist man berechtigt, auf die Denkfähigkeiten und die moralischen und ethischen Kräfte dieses Mannes zu schließen, wie Lavater es gefühlsmäßig tat.

Das mag uns genügen, denn man kann keine übermäßigen  Anforderungen an die Deutung eines Schattenprofils stellen. Vielmehr muß man sich an das halten, was tatsächlich bei der vergleichenden Betrachtung zu sehen ist.

 

Schattenprofil II. Lavater schreibt:

„Ich halte den zweiten für vernünftig; aber nicht für den klügsten und spekulativsten.

DgM063 Bild II Lavater

Schattenprofil II

Es ist ein trefflicher Geschäftsmann. In dem Zurückgehen der Stirn vermute ich Ausdruck von Witze.

Möglichst kontrastierend sind die Übergänge von der Nase zur Lippe in allen vieren; besonders in II und IV. Vielleicht ist dies der Winkel des Leichtsinns und der Klugheit.

Doch ich entscheide noch nicht. Wahrheitsliebender Leser! Du wirst mir mitforschen helfen.“

Man sieht, die Sache ist schwierig, also folgen wir dem Wunsche Lavaters und helfen mit. Man beobachte selbst mit, und man wird sehen und herausfühlen, daß Lavater auf dem richtigen Weg war.

Man beachte: In der Kopfhaltung, dem zarten Hals und in der ganzen Profillinie des Gesichts liegt Schwung, Kraft, Energie, Schneid, Eleganz, Spannung, Intelligenz und Feinheit.

Das hat Lavater nicht so scharf hervorgehoben. In der ganzen Formbildung liegt eine abgeklärte Feinheit, die Formen sind gerundet, wie abgeschliffen, wie unter einem besonderen Leitmotiv abgetönt, die Haut muß wunderfein über den Formen gespannt sein, das Ganze ist voller Leben und voller Leichtigkeit und großartig gebildet.

Damit soll nur gesagt sein, daß wir heute, geschult nach Carl Huters Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], schärfer sehen, mehr die Qualität in der Gesamtformbildung beachten.

Zu Lavaters Zeiten war die Physiognomik erst im Werden und nicht zum tausendsten Teil so durchforscht, durchdacht und wissenschaftlich begründet, wie sie es heute durch Huters Forschungen ist.

Wenn Lavater sagt, er hält diesen Mann nicht für den klügsten und spekulativsten, so hat er wohl gemeint, daß dieser Mann z.B. gegenüber Bild I nicht den philosophischen Tiefensinn und gegenüber Bild IV nicht den materiellen, groben, praktischen Lebenssinn hat.

Außerordentliche Beobachtung und Aufmerksamkeit liegt an der Stirn-Nasen- und Oberlippenlinie, insbesondere an der Stelle, wo die Augen zu denken sind. Der Mann muß ein edles und schönes Vorstellungs- und Gedankenleben haben. Aber unwillkürlich erkennt man auch aus der lauschenden Kopfhaltung die Spannung, die am Ohr liegen muß.

Die Aufmerksamkeit und Konzentration geht also nach zwei Richtungen hin, nach der Tonerfassung und nach der Beobachtung und Darstellung, – gewiß wird der Mann dahingehend Großes geleistet haben.

Man betrachte diese stolze Form und Haltung des Kopfes und die reine Profillinie, in dieser Feinheit und Anspannung liegt geistige Energie, – es ist der Ausdruck des großen Talentes, das Gegenteil von Bild IV.

Kinn, Mund und Stirn drücken sehr viel Adel aus. Demgegenüber tritt der Nacken stark zurück, man vergleiche mit Bild IV.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Die Nase und mithin der Charakter tritt um so bestimmter hervor, – ebenso die Feinheit der unteren Nasenform, – infolgedessen kann sich dieser Mann geschlechtliche zügeln und enthalten. Die Sinnesorgane sind angespannt, alles drängt zur großen Feinheit in der Profillinie.

Beim Genie und Talent liegt alles in der Feinheit und diese ist hier zu finden. Man vergleiche nochmals, – außerordentlich sympathisch mutet dieser Kopf an, es ist, als sei hier das Lebens- und Seeleninstrument, der Körper, auf eine höhere Saite abgestimmt.

Die Formbildung der drei anderen Schattenprofile steht dagegen weit in der Feinheit zurück. Das ist ausschlaggebend, die Feinheit im einzelnen und in der Gesamtbildung zu beobachten, und ich freue mich, bei dieser Gelegenheit darauf verweisen zu können.

Anderseits erkennt man auch daraus, wie nötig es ist, ein möglichst scharfes und naturgetreues Bild, wie es heute die Photographie hervorbringt, zur Verfügung zu haben, aber selbstverständlich kann der Mensch nach dem Leben stets am besten beurteilt werden.

 

Schattenprofil III. Lavater schreibt:

„Der dritte ist ein sehr kluger, verständiger, aktiver, wackerer LANDMANN.

DgM063 Bild III Lavater

Schattenprofil III

Das Äußerste der Nase, was über die Linie herausgeht, schwächt viel vom Eindruck der Stirn.

Der Mund in III ist inwendig nicht bestimmt genug gezeichnet und hier wird beinah in allen Schattenrissen am meisten gefehlt. Grad in dem Punkte, wo die ganze Seele sich quintessentiert!“

Lavater weist hier darauf hin, wie schwer es ist, einen Schattenriß richtig zu zeichnen und zu beurteilen, er möchte mehr am Mund sehen. Lavater fühlt, es muß noch etwas geben, was uns genauen Aufschluß vermittelt.

Was das ist, hat Huter erst entdeckt und wissenschaftliche dargelegt: Wie man die Kraft, welche die Formen baut und in ihnen lebt, das Leben unmittelbar erfaßt, es ist ein neues klassisches Sehen dazu nötig.

HUTER innen aussen

Klassisches Sehen: INNEN – AUSSEN

Das Schattenbild III läßt von den vier Bildern die meiste Redegabe erkennen.

Gerade darin, wie der Mund hier leicht geöffnet und die Oberlippe aufgezogen ist, liegt der sprechende Ausdruck, liegt Kraft und Fülle, und im langen vorspringenden Kinn liegt Ausdauer und Aktivität.

In diesem Sinne ist auch der fließende Übergang von der Stirn zur Nase, Mund und Kinn zu deuten. Der Ausdruck ist beredt, sprechend wie bei einem Schulmann, der noch dabei sehr witzig sein kann.

Ganz typisch ist auch der Teil der etwas nach außen gebogenen Nasenform, wie Lavater andeutet, der über die Winkellinie hinausgeht.

Der Mann versteht anzugeben, kann härter sein, andere in seinen Dienst spannen, hat viel harte Erfahrungen hinter sich, sein Charakter ist gehärtet und er weiß, daß er in seiner Tätigkeit mit der Weichheit allein nicht durchkommt.

Wenn Lavater sagt, das Äußerste der Nase, das über die Linie hinausgeht, schwächt viel von dem Eindruck der Stirn, so hat er damit recht und er ist der Wahrheit auf der Spur, denn Schädel und Stirn zeigen uns nur, wie Huter nachgewiesen hat, die Geistesanlage, das Gesicht erst den tatsächlichen und wirklichen Charakterzustand.

Gegenüber der hochgehenden Stirn könnte man sich die Nasenlinie feiner denken.

Man muß sie aber so nehmen, wie sie ist und diese plumpere und härtere Linie zeigt uns gerade die härtere Charakterenergie, die dieser Mann im Laufe seines Lebens und seiner Tätigkeit sich entgegen seiner ursprünglichen weicheren Veranlagung angeeignet hat.

 

Schattenprofil IV. Lavater schreibt:

„Der vierte verbindet mit viel rsonierendem Verstande, der sich aber auf wenige Lieblingsideen beschränkt hat – viel …. – Heftigkeit und Hartnäckigkeit, welche ich zum Teil in dem kurzen Zwischenraume zwischen der Schärfe des Augknochens und der Nasenwurzel zu finden glaube.

DgM063 Bild IV Lavater

Schattenprofil IV

Stirn und Nase bis auf den Punkt, wo sie durchschnitten wird, Ausdruck gedrängter, unentwickelter Verstandeskraft …

Der Nacken in IV ist sicherer Ausdruck von Hartsinn.“-

Dieses Bild zu beurteilen ist nicht nur interessant, sondern es verursacht auch von den vier Bildern am wenigsten Schwierigkeiten.

Zunächst fällt bei diesem Schattenbild am meisten die Kompaktheit im Bau des Kopfes auf, die starken unteren Gesichtsteile, die nur mäßig hohe Stirn, der starke Nacken, die Wucht, Schwere und Kraft, die in dem ganzen Kopfprofil liegen.

Der Mann verschwendet nicht, dazu ist er zu schwer und kompakt, auch nicht genug sanguinisch, leicht, heiter, beweglich und übermütig.

Er kann auch Geld ausgeben, aber er achtet sehr darauf, daß er dabei nicht zu kurz kommt, – denn das ist dieser wuchtigen und vollen Natur in diesem Falle eigen, man beachte nur die starken Lippen, die starke untere Nasenform, sowie die Fülle der Gewebe unter dem Kinn, die auf Genußliebe deuten – und den starken Nacken.

Wenn er daher etwas ausgibt, dann muß er auch den Genuß davon haben; gibt er viel aus, dann muß er auch viel Genuß dabei haben.

Es handelt sich bei ihm um körperliche Genüsse und nicht um ideale oder feingeistige Anregungen, denn die unteren Massen des Schattenprofils sind gegenüber den oberen Teilen des Gehirnbaues viel zu schwer und grob. Soweit seine körperlichen Genüsse in Betracht kommen, ist er in der Verfolgung derselben sehr energisch; auch das leuchtet ohne weiteres ein, wenn man die starken unteren Gesichtspartien betrachtet und sich vom Kinn eine Achse zum oberen sehr kraftvollen Hinterhaupt gezogen denkt, wo die Persönlichkeitstriebe liegen. Diese Achse ist sehr stark.

XX

Achsen von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]

Wer sich gegen seine Interessen vergeht, – der hat ihn zum Feinde, – denn er ist auch sehr egoistisch und wird leicht rücksichtslos, da die Selbstliebe sehr stark ist, siehe das wuchtige hintere Oberhaupt im Verhältnis zum schwächeren oberen Vorderhaupt, in welchem die Liebe zu den Mitmenschen sich ausprägt. Auch die wuchtige Profillinie des unteren Gesichts läßt diese Deutung ohne weiteres zu.

Dabei sagt er lange nicht alles, was er weiß, sondern handelt klug, das verrät die Länge der Nasenform und der starke Geheimsinn, der in den wuchtigen Partien liegt, die man sich bei der Breitenentwicklung dieses Kopfes hinter und über der Ohrengegend denken muß.

Wenn er etwas verkauft, dann nutzt er den Kauf aus, die Seitenhauptpartien mit den wirtschaftlichen Anlagen sind wuchtig, die Nase ist lang und deutet auf gute Berechnung.

Er paßt auf, daß er keinen schlechten Kauf macht und vermag den Wert einer Sache gut zu ermessen, – siehe die stark herausgeformte Nasenwurzel und die unten vorgewölbte Stirn, wo der Formen-, Sachen- und Gegenstandssinn liegt.

Wer Handelsgeschäfte mit ihm macht und nicht ganz gut dabei aufpaßt, der wird nichts verdienen.

Der Mann ist zweifellos wirtschaftlich tüchtig, er kann viel ausgeben, – wenn er noch mehr verdient.

Es ist nicht der Mann, der etwas erwirtschaftet, denn dazu ist die Wucht und Spannung in der unteren Seitenhauptgegend viel zu groß; wenn auch die Genußliebe, siehe die mächtige untere Gesichtspartie, stark ist, so bleibt er doch der kluge Ökonom.

XX

In der Liebe – siehe den wuchtigen Nacken, die starke Partie am Mund und unterer Nasenform, – kommt es ihm auf die Masse an, weniger auf die Qualität, weil die ganze Formbildung nicht leicht und fein genug modelliert ist.

Was er macht, das geschieht gründlich, so kompakt wie die Form ist, so ist er auch in seinen Handlungen.

Wenn er reich ist, so bleibt er doch z.B. in seiner Kleidung schlicht, weil ihm Übersteigerung nicht liegt, dazu ist die Formbildung zu kompakt und Eitelkeit liegt ihm fern.

Die Rede fließt ihm nicht leicht und elegant von der Lippe, obwohl oft schnell, aber grob.

Was ganz besonders auffällt, ist die stark herausgeholte obere Nasenform, sie zeigt viel Formensinn.

Dabei ist die Nasenform in den übrigen Teilen noch lang und fein gebildet, er hat den feinen Formensinn, er sieht die Feinheiten in der Form.

Wenn er z.B. etwas bauen läßt, dann müssen ihm die Leute sehr viel bieten.

Über den Augen ist der Vorsprung der Stirn stark. Diese Unterstirn zeigt die Aufnahme von sehr vielen Bildern der Außenwelt, besonders von Naturbildern. Da sich die Spannung der Unterstirn zum unteren Seitenhaupt fortpflanzt (Erwerbs- und Arbeitstriebe), will er daher sehr viel besitzen und ausführen.

Die lang und feiner gebildete Nasenform steht im Widerspruch zu der übrigen groben und derben Formbildung, daher besteht einerseits die Wucht und der Nachdruck seiner Handlungen und anderseits die starke und feine Formbeobachtung und die Lebensklugheit dieses Mannes. –

So kann man aus dem Schattenbild, wenn man die Wissenschaft der Psycho-Physiognomik [Physiognomischen Psychologie] anwendet, auf ganz einfache und durchaus reale und natürliche Weise in diesem Falle sehr leicht und gut ein Charakterbild des Mannes entwerfen.

Wir sehen daran, daß hier gegenüber der Physiognomik Lavaters ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen ist.

[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Daher sind folgende Begriffe von und nach dem Nichtakademischen Privatgelehrten Carl Huter: „Neue Heilwissenschaft“, „Neue Phrenologie“; „Neue Physiognomik“ und „Neue Heilkunde“ eben aufgrund der bahnbrechenden experimentellen Beweisführungen und seiner sehr umfassenden wissenschaftlichen Begründung etwas einzigartig Neues. Da in den letzten 100 Jahren alle substantiellen Fortschritte gegenüber dem Gegenstand Mensch selbst, und oder auch in Physik, Chemie, Biologie und Psychologie und Medizin dem Mainstream, also der breiten Öffentlichkeit, durch totale Ignoranz und entsprechenden  Informationsmanipulationen, Informationsunterdrückungen, Informationsverfälschungen, Informationsverwässerungen unbekannt gehalten wurde, ist nun die Zeit gekommen dieses bahnbrechende Grundlagenwissen von und nach Carl Huter, seiner Psychologie und Medizin der Zukunft, Physiognomische Psychologie, in der Gesamtschau gratis und frei zugänglich zu machen, damit jeder sich von der hochgradigen qualitativen Güte selbst ein umfassendes Bild machen kann. Aus eigener akademischer Erfahrung weiß ich genau, alle diesbezüglichen akademischen Psychologie-Systeme, die an staatlich beschützten Einrichtungen gelehrt werden, also an Universitäten, gelangen nur an den Rand, an die Peripherie. Erst das einzigartige nichtakademische Wissensfundament von und nach Carl Huter, seine Menschenkenntnis gelangt an das Zentrum, an den Kern, da es primär den Menschen als zentralen Gegenstand in den Fokus genommen hat. Daher erkenne Dich selbst, erst dann Menschenkenntnis! Mit Carl Huters Menschenkenntnis haben wir Menschen tatsächlich den Königsweg offen vor uns liegen.]

Huter Geist Formen

 

Vier vom Rücken aus gesehene Schattenumrisse

Diese vier Schattenumrisse, rückseitig gesehen, – hat Lavater beurteilt und auch Carl Huter.

Beide Urteile sind hier gegenübergestellt und ich erlaube mir, ergänzenderweise nach Huters Forschungen einige Erklärungen zu geben.

Vorausgeschickt aber sei, daß Huter zu seinen Beurteilungen schreibt: „So deute ich diese Vollumrisse der Hinterschädelköpfe nach meinem physiognomischen Gefühl. Merkwürdigerweise stehen die phrenologischen Erfahrungen damit in Einklang.

Wir sehen hieran, daß Lavater schon die Phrenologie, streifte, da er auch versucht hat, lediglich aus der Schädelform den Charakter zu deuten.

Lavater war nicht so sicher im Urteil, wie man es bei mir gewohnt ist. Das erklärt sich wohl daraus, daß ich nun schon 20 Jahre Berufsphysiognomiker, Lavater nur Gelegenheitsphysiognom war. Außerdem habe ich weit tiefere psychologische und umfassendere Natur-Studien getrieben als Lavater.“

Lavater schreibt: „Ich bin der Meinung: Ein Mensch von allen Seiten auch nur im Schattenrisse betrachtet – von Haupte bis zu den Füßen; von vorne, von hinten; im Profil, Halbprofil, Quartprofil – würde zu den neuesten, wichtigsten Entdeckungen über die Allbedeutsamkeit des menschlichen Körpers Gelegenheit geben.

Man weiß, wie wenig ich leisten kann. Indeß hab´ich doch, – obgleich ich weiß, daß man darüber lachen wird; denn worüber lacht unser prüfendes Jahrhundert nicht? … (geschrieben etwas 1770) – in dieser Abhandlung einen neuen Versuch gewagt (Lavater macht hier den Versuch, lediglich aus der Schädelform den Charakter zu deuten, erst nach ihm begründete Dr. med. Franz Jos. Gall die Phrenologie oder Kopfformenkunde), den Kopf des Menschen von hinten und von oben herab zu betrachten, und meine Versuche waren nicht vergebens.

Also! Lache der Leser – wenn sein Lachen vertönt hat, steht die Wahrheit noch gleich fest da. (Ja 160 Jahre sind verflossen und Lavater hat recht behalten [Stand 1938].) So wenig als das Verdienst dem Neide, oder der Körper dem Schatten entfliehen kann, so wenig eine sinnlich gemachte Beobachtung des Menschen von einer neuen Seite dem Gelächter markloser-seidener Strümpfe …“

Lavater schreibt, daß er bei diesen Beurteilungen den einfachsten – simpelsten – Weg ging: Köpfe zu zeichnen, deren Charakter ihm ohne Rücksicht auf ihre Bildung gekannt war.

 

Wir betrachten nun Schattenbild I.

Schattenbild I. Lavater schreibt:

„Den ersten kenn ich als einen lebhaften, schnellen, sanften, heftigen, äußerst reizbaren, elastischen, empfindsamen, tätigen Charakter.

Ein länglicher schlanker Jüngling voll Bonhemi, treffender Wirksamkeit – und der kühnsten Einbildungskraft.

DgM063 HiKopf I

Schattenbild I

Es ist kein Kahlkopf. Man band ihm die flach gekämmten Haare hinten zusammen, daher der obere Teil des Umrisses nicht vollkommen rein ist.“

Huter schreibt: „In I haben wir fraglos einen Menschen von feinem Ehrgefühl, Liebe für Eleganz, Adel und Tatendrang vor uns, obwohl er uns die Rückseite von Kopf und Hals zeigt.“

Dazu darf ich wohl eine kurze Erläuterung geben: Der Hals ist hier länger und schlanker, entsprechen wird der Körperbau sein, es ist das Bewegungs- und Empfindungs-Naturell.

Die äußere Linienführung des Halses ist schön geschwungen. Darin liegt zweifellos ein gesunder, feiner Adel des Blutes, des Körpers und der Gesinnung, etwas Graziöses und Elegantes, Schwung und Lebhaftigkeit im Körperbau.

Beide Ohren sind sehr gut und auch schön proportioniert am Kopfe angesetzt, zweifellos auch den Adel des Innenlebens kundgebend.

Die Haltung des Kopfes ist prachtvoll, frei, kernig, es muß eine großartige Natur sein.

Dabei zeigt das Hinterhaupt über den Ohren eine gute Rundung, die hoch nach oben breit seitlich ausläuft und elegante Leichtigkeit.

Tatendrang – sagt Huter, und wir wissen, in dieser hohen, breiten und schönen Rundung des Kopfes zeigt sich Mut und Unternehmungslust, Kraft und Geschicklichkeit des Körpers, hohes Persönlichkeitsempfinden, auch Vorsicht und Gerechtigkeitsliebe. Die ganzen Formumrisse sind sympathisch und kennzeichnen den Adel des Auftretens.

Diese Menschen herrschen durch ihr Auftreten und durch ihre Haltung.

Der Hals ist lang, schwungvoll, das Hinterhaut zeigt Plastik und Wölbung; – und solche Menschen treten meist mehr mit den Fußspitzen auf, sie haben das Geschick in den Zehen, Füßen und Beinen. Der Gang ist elastisch, ebenso ist es die ganze Haltung.

Solche Menschen waren die gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebenden Adelsnaturen, sie hatten alle Machtmittel und herrschten.

Dieser Adel hat unendlich viel geschaffen und hat vielfach Wunderbares geleistet. Er hat eine große Zeit hinter sich.

Huter meinte, das sei heute vorbei und vielfach sei mit wenigen Ausnahmen das Gegenteil der Fall.

Dieser Adel sei übersättigt; er habe alles, vermeine alles zu wissen. Er habe nichts mehr nötig; der Autodidakt des Volkes, der Mann ohne Titel und Rang gelte ihnen nichts mehr; sie hätten nicht mehr nötig zu lernen, als stünden sie über allem.

Daher konnte der Schachergeist auch hochkommen, das Volk ausgenutzt werden.

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Nun beurteilen wir Schattenbild II.

Schattenbild II. Lavater schreibt:

„Der zweite ist nicht so schlank, so gedehnt, weniger schnelltätig, obgleich äußerst fleißig! –

Nicht so heiter, so leichtsinnig; aber ruhiger, wie der erste, und fester, einfacher, tiefer. Voll Verstand und Empfindsamkeit.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II

Die unverführbarste Vernunft – unerschöpflich an Witz – aber schwachen Gedächtnisses!“

(Lavater urteilt nach dem Gefühl – und kannte die Person.)

Huter schreibt: „II ist eine rohere Natur mit stärkerem Selbstgefühl, aber weniger Ehrliebe, ein Mensch, der nüchtern, hart und eigenwillig bis zur Grausamkeit werden kann.“

Huter urteilt hier auch nach dem Gefühl, sagt aber, merkwürdigerweise stehe das mit seinen phrenologischen Erfahrungen in Einklang.

Diese sind unschwer zu erklären.

Die Nacken- und Halslinie hat lange nicht den edlen Schwung und die Grazie wie bei Bild I, aber dafür die rohe, straffe Kraft und gewaltige Spannung in der Kopfhaltung.

Es liegt hier auch ein Adel vor, aber ein Adel der rohen Kraft. Es ist ein Muskel-, Knochen- und Kraftmensch, ähnlich den Raubrittern vergangener Jahrhunderte.

Die Kraft des unteren Hinterhauptes liegt in der Breite nach der Ohrengegend zu, wo die Wehr-, Widerstands- und Gewaltsinn liegen. Daher sind auch die Ohren im unteren Teil vom Kopfe abgetrieben nach der elektrischen Kraftrichtung hin und im oberen Teil herabgezogen, wie verkümmert.

Daher kann der Mann in der rohen Kraftentfaltung leicht gewalttätig werden, da die Hauptenergie in einem rohen, robusten Körperbau und in der Ohrenregion des Kopfes, unmittelbar darüber und darunter liegt, während der oberste Teil des Kopfes, wo die Vorsicht gegenüber dem Leben liegt, an Fülle und Rundung nachläßt.

Das Ohr nimmt auch das Feinere nicht auf und lange nicht so viel auf, wie es bei Bild I der Fall ist.

DgM063 HiKopf I

Schattenbild I zum Vergleich

Mit der roheren, strafferen Linienführung und der Derbheit der Hals- und Ohrenregionen geht eine Eigenwilligkeit einher, die unter Umständen bis zur Grausamkeit gehen kann, wenn die rohe Kraft freies Ausmaß hat.

Fehlt die Feinheit in der Linienführung, herrscht die rohe Muskelkraft vor, ist die Aufnahmefähigkeit des Ohres für das Edle geringer, dann fehlt auch die Feinheit wie bei Bild I, und wir haben die elementare Energie vor uns.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II

Der Leser erkenne daraus, was für eine hohe und höchste Bedeutung die Schönheit im Bau des lebendigen Organismus hat. Je höher die Schönheit, desto mehr sind die rohen Energien und Kraftrichtungen durch die schöpferische Geistes- und Gefühlskraft beherrscht, gerichtet, geleitet, um so empfindsamer und feiner ist die Form und Linienführung abgestimmt.

Helioda-Strahlen Zelle

Helioda als Licht-Leit- und Richtstrahlkraft im Zentrosoma der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Erst heute mit den Fortschritten der Wissenschaft wird langsam ersichtlich, welche gewaltigen, wir können sagen unermeßlichen Atomenergien dem Bau des lebendigen Organismus zugrunde liegen, wie alles darauf ankommt, daß diese von der lebendigen, schöpferisch-geistigen Kraft in uns beherrscht, geleitet und gerichtet werden, womit dann die Schönheit und Veredelung im Bau der Formen, die Verfeinerung einhergeht.

 

Schattenbild III. Lavater schreibt:

„Der dritte – ein Mann von prüfendem – aber nicht tiefer stehenden Verstande.

Sein Geist ist Licht, nicht Blitz-Abendlicht, nicht Mittaglicht.

Er hat Geschmack, das beste Gedächtnis; wenig schöpferisches, aber sehr heitere Einbildungskraft.“

DgM063 HiKopf III

Schattenbild III

Huter schreibt: „In III haben wir einen konstruktiven Menschen vor uns, der die Lebensgüter ausbaut.

Eine geistig und physisch schöpferische Natur kann nur so oder ähnlich aussehen.

Viele Baumeister, Handwerker und Kaufleute sah ich mit dieser Schädelform.“

Huter drückt sich kurz, aber sehr genau und charakteristisch aus.

Hier ist der Hals bedeutend kürzer, aber auch die Linienführung ist weicher, biegsamer und angenehmer.

DgM063 HiKopf II

Schattenbild II zum Vergleich

Das Ohr ist besser ausgebildet, weicher, aufnahmefähiger, wie bei Bild II, ebenso ist die rohe Wucht in der Ohrenhöhe und –breite einer bedeutend größeren Weichheit und Milde gewichen.

Es ist ein bürgerlicher Herr, sicher ein Baumeister oder Architekt.

Man beachte, wie gerundet und breit die Auswölbung des Kopfes über den Ohren ist, man verfolge diese Linie, wie sie nach oben zu sozusagen ein breites, schön gewölbtes Dach bildet, Rücksichtnahme, Vorsicht, Gewissenhaftigkeit, Gerechtigkeitsliebe kennzeichnend.

Die breite stark plastische seitliche Auswölbung des Kopfes über den Ohren zeigt den Mann, der wirtschaften und ausbauen kann, die Weichheit und Feinheit im Nacken zeigt dabei das Feingefühl, das gute Geschick in Finger, Hand und Arm.

Die angenehme Form und Umrißlinie zeigt die natürliche und gute menschliche Vernunft und Tätigkeit, die in dieser harmonischen Formbildung waltet.

Es ist der strebsame, hochbegabte, wirtschaftliche, bürgerliche Adel. Es waren diese Menschen unsere Urgroßeltern, die den Anfang machten, Handel, Wandel, Wirtschaft, Verkehr und Kultur so auszubauen, wie wir sie von unseren Eltern übernommen haben.

 

Schattenbild IV. Lavater schreibt:

„Der vierte ist ein förmlicher Dummkopf, dem alles zu fehlen scheint, was die drei vorigen haben.

Ich kenn ihn nicht persönlich; aber ein in allen Absichten sehr zuverlässiger Mann versichert mich dessen; und ich kanns glauben.

DgM063 HiKopf IV

Schattenbild IV

IV ist beinah Fleisch ohne Geist – und scheint gar keinen Hals zu haben.

Auch ist das Zusammengedrückte, Eiförmige, Zugespitzte des Kopfes in IV auffallend und merkwürdig.“

Interessant sind die letzten Worte Lavaters. Man fühlt förmlich heraus, daß er nachgedacht hat, was wohl der schmal zulaufende Bau des Kopfes bedeutend möge.

Heute wissen wir es. Gall hat nach Lavater diesbezüglich seine ersten analytischen Studien angestellt und gefunden, daß hier oben die Organe für das Persönlichkeitsbewußtsein des Menschen liegen.

Und Huter hat fast 100 Jahre nach Gall das ganze Achsen- und Kraftrichtungssystem der Natur aufgefunden, wonach der Körper-, Organ- und Gehirnbau sich entwickelt hat – und die menschlichen Geistesorgane im Schädel ihre ordnungsmäßige Lagerung, Richtung und Verbindung finden.

HUTER-head1 Kopie

Studienkopf nach Carl Huters Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Das obere Hinterhaupt ist bei Bild IV zu hoch und zu schmal, der Mann sorgt nach bestem Wissen zuerst für sich und dann nochmals für sich und dann höchstens noch für seine allernächsten Angehörigen, vorausgesetzt, daß diese ihm freien Lauf lassen.

Huter schreibt: „In IV haben wir den nach Tat, Wert und Gewissen für andere unzuverlässigen Menschen, der alles für sich, aber nach bestem Wissen so gut als möglich ausnutzt, mit einer unbeugsamen Energie, der freilich auch das Gute in sich birgt, auch für seine Angehörigen alle Vorteile zu wahren, wenn sie ihm nur gewähren, daß er den Löwenanteil hat.“

Dieser Kopfbau ist disharmonisch, da die Ernährungsanlage in den abnormen unteren Massen zu stark überwiegend ist. Dieser Nacken biegt sich nicht.

Man beachte auch den grobfleischigen, kurzen und überbreiten Hals, der auf eine entsprechende Körperbildung deutet und die dickfleischigen Schultern.

Dabei ist der Kopfbau in der Höhe der Ohren übermäßig breit und wuchtig, in dieser Breitenspannung des Kopfes liegt eine unbeugsame Energie, die er bezüglich seiner eigenen persönlichen Wünsche walten läßt, dafür zeugt der steife Nacken mit dem steil und oben schmal zulaufenden Kopfbau.

Die Ohren sind übernormal groß und ebenso grobfleischig in der Form, – und der Seitenkopf über den Ohren zeigt im Übergang zum Vorder- und Hinterhaupt die stärkste Wucht, also dort, wo der Hab-, Massen- und niedere Erwerbssinn und der Gewaltsinn liegen.

DgM063 HiKopf IV

Schattenbild IV

Es ist ein grober Bauerntypus seiner Zeit, ein aus der guten Norm fallender Kopfbau, der, das sieht jeder, wie Huter genau zutreffend schreibt, nach Tat, Wert und Gewissen für seine Mitmenschen unzuverlässig ist.

Der Leser erkennt aus diesen Vergleichen, daß die Formdeutung Huters nach dem Gefühl mit der phrenologischen Erfahrung übereinstimmt.

Man erkennt auch die Sicherheit im Urteil bei Huter, die sich ganz damit deckt, was lebensmäßig betrachtet speziell Hinterhaupt, Nacken und Hals erkennen lehren.

Das Letztere, die Lebenslehre oder Biologie und ihre Beziehung zur Physiologie war Lavater noch unbekannt, ebenso die analytische und synthetische Kopfformkunde. Umso mehr muß man daher sein physiognomisches Feingefühl bewundern, denn er hat im Prinzip mit seiner Beurteilung recht.

Es lassen sich nicht nur durch den Verstand und objektive Forschung Wahrheiten finden, sondern auch durch das Gefühl.

 

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Ostergedanken in Erinnerung an Lavater

Der edle Schweizer Theologe Johann Caspar Lavater, der Schöpfer der zu Weltruhm gelangten „Physiognomischen Fragmente zu Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“, fand vor 137 Jahren [Stand 1938] seinen Tod in Erfüllung der christlichen Gebote von der uneingeschränkten Nächsten- und Feindesliebe.

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Lavater war ein Bahnbrecher der Menschenkenntnis, die berufen ist, der Menschheit noch einmal einen gewaltigen Auftrieb zur Vollendung ihrer Höherentwicklung zu geben.

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Er fand begeisterte Verehrung und tatkräftige Förderung durch fürstliche Gönner, er fand aber auch Spott und entwertende Kritik da, wo realer Sinn seiner überschwenglichen Gefühlsschwärmerei nicht zu folgen vermochte.

Was Lavater unmöglich war, – seine Erkenntnisse über den Geist- und Seelenausdruck des menschlichen Antlitzes naturwissenschaftlich und real sinnlich zu untermauern, weil einfach Naturwissenschaft und reale Forschung die nötigen Bausteine noch nicht geliefert hatten, das ersetzte er durch begeisterte Lobpreisungen auf den Schöpfer aller Dinge, der im menschlichen Angesicht das Ebenbild seiner Größe und göttlichen Erhabenheit geschaffen hat.

Dieses Ebenbild sah Lavater wunderbar erhebend im wohlgestalteten und durchgeistigten Angesicht edler Tugendmenschen, er sah es verdunkelt, verdorben, verkümmert, verschleiert, entartet in den Gesichtern verbrecherischer Bösewichter und verneinender Zyniker.

Was zu Lavaters Zeit die Geisteswissenschaft in hoher Blüte und die naturwissenschaftliche Tatsachenforschung noch unvollkommen und teils vernachlässigt, so erleben wir heute die Blüte der Technik auf Grund naturwissenschaftlicher Tatsachenforschung, während eine Geringerschätzung der Geisteswissenschaften zweifellos Platz ergreift.

Die fortgeschrittene Naturwissenschaft hat inzwischen aber einem genialen einfachen Mann des Volkes unserer Zeit die Bausteine geliefert, das, was Lavater gefühlsmäßig und mit seherischer Begeisterung niederlegte, exakt und real, in lehrfähiger und systematischer Form zu begründen und zu einer neuen Wissenschaft auszubauen.

Carl Huter (gest. 1912) schuf seine Psycho-Phyisognomik [Physiognomische Psychologie], die Lebensformen- und Seelenausdruckskund, auf naturwissenschaftlicher Grundlage.

DgM006-1933KretX

Die Naturellehre, das A B C der praktischen Menschenkenntnis, bildet den Mittel- und lehrfähigen Ausgangspunkt dieser vervollkommneten biologischen Physiognomik.

Wenn nun Menschenkenntnis als sichere Charaktererkennungskunst lehrfähig ist, wird sie dann mit der Zeit die Möglichkeit geben, daß die edelsten und besten Menschen aus Charakterstärke und Opfermut nicht mehr einen Leidensweg gehen? –

Lavater hat damals vor 137 Jahren ohne Zweifel den bösen Willen und den gefährlichen Charakter seines Mörders durch seine Menschenkenntnis erkannt. Er handelte aber gemäß dem christlichen Grundsatz: „Liebe Deinen Nächsten, – liebet Eure Feinde, – tuet Gutes Euren Verfolgern –„ und der betrunkene Soldat, ein Bösewicht, der alles Gute aus Naturanlage mit Undank lohnt, stach den Edlen und Weisen, der ihm mit Geld, Brot, Wein und gütigen Worten wohlgetan hatte, erbarmungslos nieder.

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Ja, – es ist eine falsch verstandene Nächsten- und Feindesliebe, welche die Besten geradezu veranlaßt, dem Verbrecher, der sich schon selbst rücksichtslose durchsetzt, erst recht die Wege zu ebnen, ihm noch bereitwilligst Platz zu machen, ihn zu segnen, ihm wohlzutun, ja ihn mit allen Mitteln zu fördern – und selbst stets bescheiden im Hintergrunde zu bleiben, ja nicht hervorzutreten und ja nicht zu Mitteln und Einfluß zu gelangen. –

Dem Minderwertigen und Verbrecher Freiheit zu lassen, Platz zu machen, ihn zu fördern, ihm den Weg frei zu lassen zur Beherrschung andere, – heißt nicht ihn lieben, – sondern ist der Angelpunkt menschlicher Irrungen und der Grund und die Ursache unendlichen Unglücks.

Den Verbrecher als Nächsten lieben heißt, – ihn davor bewahren, daß er seine unseligen Anlagen und krankhaften Triebe in Freiheit entfaltet. Er muß erkannt, bewacht und bewahrt werden, er muß bei angemessener Arbeit, wo es nötig ist, mit Zwang angehalten werden, der Menschheit nach Maßgabe seines Könnens zu dienen.

Anderseits muß auch der gute Mensch ebenso erkannt werden. Ihm muß der Weg frei gemacht werden, seine guten und schöpferischen Anlagen entfalten zu können. Er wird aus Naturveranlagung stets zum Segen aller Menschen wirken und so das Erlösungswerk von Übel und Sünde vollbringen.

Käthe Kupfer.

 

 

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Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.

Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.

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Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]

Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.

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KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

 

 

 

 

Huter DgM 100

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

 

 

 

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

 

Der große Band

„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

 

 

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Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

 

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

 

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

 

 

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

 

 

 

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM063 BUECHER

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

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