DgM 065

Der gute Menschenkenner 065 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

http://www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

© Juni 1938, Nr. 65

DgM065 TITEL A

DER BAUPLAN DER NATUR,
der von den größten Geistern gesucht
und von Carl Huter gefunden wurde

DgM065 TITEL F
Wie er sich
Bei Pflanzen, Tieren
und Menschen offenbart

DgM065 TITEL B

Sichere Grundlagen einer lehrfähigen Menschenkenntnis sind durch Carl Huter, einen einfachen Mann des Volkes, durch Fleiß und gute Begabung gefunden worden.
Durch scharfe Beobachtung und Vergleichung entdeckte Huter ein Natursystem, das sich durch eine stets wiederkehrende Formung und Gestaltung aller lebenden, d.h. von innen heraus wachsenden Organismen kundtut.
Es ist das
Dreiteilungsprinzip
in der Natur, das unter den Lebensformen
Die Naturelle,
Körperbau- oder Konstitutionstypen zur Entwicklung bringt. Aus diesen Naturelltypen –
es gibt drei primäre,
zwei polare,
drei sekundäre
und zahlreiche Mischtypen,
ist die Hauptlebensrichtung oder der Grundcharakter der lebenden Kraft eines Lebewesens zu erkennen.

DgM065 BAUPLAN E-1
Diese Naturellehre hat insofern einen besonderen Wert, als sie ein geistiges Prinzip in den Formen und Gestalten naturwissenschaftlich nachweist.

Hut FARBSCHEMA

Die drei primären Grundnaturelle sind hier zunächst nach Originalzeichnungen Huters aus dem Jahre 1908 – entdeckt und gelehrt wurden dieselben von Huter bereits vor 1880, – dargestellt und dann weiterhin beschrieben.

DgM065 BAUPLAN F-1
DgM065-1938NatPrimär
Das primäre Ruh- und Ernährungs-Naturell.
Der Leser soll zuerst einen kurzen Überblick über das neu entdeckte Natursystem erhalten.
Das primäre Tat- und Bewegungs-Naturell.
Das primäre Denk- und Empfindungs-Naturell.
Aus der harmonischen Entwicklung und Verbindung dieser drei Grundanlagen des Lebens ergibt sich das polare harmonische Naturell und aus der unharmonischen, sozusagen zersplitterten Entwicklung und Verbindung das polare disharmonische Naturell, ebenfalls hier im Bilde gekennzeichnet.
DgM065-1938NatPolare
Polares harmonisches Naturell. Polares disharmonisches Naturell.

Also bei weitem nicht jeder Mensch, der eine Ähnlichkeit mit einem primären Naturell hat, liegt nun ausgesprochen in diesem Typus.
Die Differenzierung aus den Grundformen ist infolge einer langen Entwicklung und Vererbung außerordentlich vielgestaltig geworden, worauf später noch näher eingegangen wird.

HU-HEL 07 LIEBE

Betrachten wir nun
zunächst in der Pflanzenwelt
die Entwicklung nach diesem neu gefundenen Naturprinzip.

Die Pflanzengruppen der schematischen Zeichnungen 6-8 aus Huters Hauptwerk (1904) zeigen das Vorherrschen des Ernährungslebens.

DgM065 Bi6,7,8 mT

Bild 6, 7 und 8. Das Vorherrschen des Ernährungslebens.
So mögen die Pflanzen im entsprechenden Stadium der Entwicklung der Erde gewesen sein, als schlammige Massen, schwere, feuchte, sumpfige Luft und eine entsprechende Temperatur vorherrschten. Es sind grobe, schwere, plumpe Gebilde mit einer sehr einfachen Gliederung, die heute in ihrer Urform längst ausgestorben sind.

HU-HEL 09 Träger

Die Figuren 9, 10 und 11 zeigen Pflanzen, bei welchen in einer späteren Zeit bereits das Bewegungsleben vorherrschend geworden ist.
Die Luft ist allmählich reiner geworden, die Sonne durchbricht mehr den Nebel und die Formen dieser Gebilde sind zwar noch einfach in der Gliederung, aber schon langgestreckter, in die Höhe ragend, fester und härter geworden.

Die Pflanzen, Fig 12, 13 und 14 sind bereits bedeutend feingliedriger und zarter, es herrscht das Empfindungsleben vor.
DgM065-1938PflanzeEm
Bild 12, 13 und 14. Das Vorherrschen des Empfindungslebens.
Der Boden war fester und trockener geworden, die Luft noch reiner und dünner, die Sonne schien stetiger, und an geschützten Orten konnten sich diese Pflanzengebilde mit ihren zarteren und feineren Formen entwickeln.
Die Entwicklung der Erdoberfläche lehrt uns, daß auch die tierischen Lebewesen diesen materiellen Lebensbedingungen angepaßt waren.
Daraus ist das Gesetz der Wechselwirkung von Körpergestalt und Lebensboden gefunden.

DgM006-1933KretX

Betrachten wir nun
Unsere heutige Pflanzenwelt,
so finden wir dieses Dreiteilungsprinzip der Natur entsprechend der Entwicklung der heutigen Erdoberfläche wieder.
Es ist für jeden Naturliebhaber ein Genuß und eine Freude, die Pflanzenwelt nach diesem Naturprinzip zu betrachten, – um allein schon nach der äußeren Form und Gestalt den Grundlebenscharakter der Pflanzen zu bestimmen.
Die Differenzierung ist außerordentlich mannigfaltig und reich geworden. Wir stellen hier die möglichst reinen Grundformen dar, aber bei einiger Übung und Liebe zu Natur sind die vielgestaltigen Zwischenformen ebenso leicht zu erkennen.

Die Pflanzen Bild 15, 16 und 17, Kürbis, Kohl, Rüben, ferner Salat, Kartoffeln usw. dienen vorzugsweise dem Ernährungsleben.
Sie gehören zu dem massigen, niedrigen Ruh- und Ernährungstypus. Sie haben eine saftreiche breitblättrige Form, die Früchte oder Knollen sind fleischig, voll, grob, groß und verbrauchen den Hauptteil der Lebenskraft.
DgM065-1938PflanzeErn
Bild 15, 16 und 17. Pflanzen im Ernährungstypus.
Für den Höhenwuchs und die Bildung zarter Formteile bleibt dabei nur wenig Kraft übrig.
Die innere chemische Stoffbeschaffenheit, die zugrunde liegende Kraftbildung ist einfach und auf die Masse angelegt, – es sind daher sehr geschätzte Nahrungsmittel.
Diese Pflanzen beanspruchen einen saft- und nahrungsreichen Boden, viel Feuchtigkeit, wechselnd mit Wärme.
Der Charakter dieser Pflanzen ist ausgesprochen auf das Ernährungsleben eingestellt. Wo diese Pflanzen angebaut werden und vorherrschen, ist die Stimmung in der Natur behäbig und ruhig.

Bild 18, 19 und 20, Roggen, Rohr und Buche, ferner die Pappel, Esche, Tanne usw. verkörpern vorzugsweise das Bewegungsleben.
Die Halme vom Roggen und Rohr sind fest, schlank, zäh und langgestreckt. Die Stämme der genannten Bäume sind meist von hartem Holz, kernig und fest; sie erheben sich hoch und die niedrigen und breitblättrigen Pflanzentypen und sind daher mehr dem Licht, aber auch dem Wind und Wetter ausgesetzt.

DgM065-1938PflanzeBe

Bild 18, 19 und 20. Pflanzen im Bewegungstypus.
In den hohen starken Bäumen herrscht die Kraft und Bewegung vor, – ein großes, zähes und starkes Lebensstreben. – Wo der Wald steht, dort herrscht nur er allein, – unter seinem Schutze können sich zarte Blümlein und Beerenfrüchte im Empfindungsleben entfalten.
(So ähnlich sollte es auch im menschlichen Leben sein, der Bewegungstypus sollte das Empfindungs-Naturell schützen, – aber nicht unterdrücken.)
Das Holz dieser Bäume ist hart und von zäher Struktur, entsprechend ist die vorherrschende Kraft, die dasselbe bildet.
In den harten Stämmen wird die meiste Lebenskraft verbraucht, so daß bei manchen von ihnen für Blüte, Blatt- und Fruchtbildung wenig mehr übrig bleibt, wie z.B. bei den Nadelhölzern.
Das Holz ist vornehmlich Nutzholz und findet besonders als Bauholz und für andere Arbeitszwecke Verwendung.
Bei unserem Bilde ist unter der Buche durch den Fuhrmann mit Peitsche, Pferden und Wagen das harte Arbeits-, Tat- und Bewegungsprinzip symbolisch gekennzeichnet.
Wo in der Natur die Bewegungspflanzen vorherrschen, der Wind durch das Ried, Korn und die Blätter der mächtigen Bäume weht, da ist die Stimmung in der Natur gewaltiger, bewegter und romantischer.

Bild 21, 22, 23 und 24. Durch die Rose, das Veilchen, Maiglöckchen und die Birke, – ferner die Mimose und alle Blumen und Beerenpflanzen ist der feine und zarte Empfindungstyp gekennzeichnet.

DgM065-1938PflEmpf

Bild 21 und 22. Rose und Veilchen im Empfindungsleben.
Alle diese Pflanzen sind feingliedrig, feinblättrig und blumenreich, sie brauchen viel Wärme und Sonnenschein, trockene und reine Luft, sie wachsen an warmen und geschützten Stellen, brauchen Pflege, Schutz und Liebe.
DgM065-1938MaiglöEm
Bild 23. Maiglöckchen im Empfindungsleben.
Das Empfindungsleben herrscht vor, – die herrlichen Rosen im „Großen Garten“ in Dresden wenden sich nicht nur der Sonne, sondern auch den Menschen zu, von denen sie bewundert werden.
XX
Rosen im „Großen Garten“ in Dresden [Hinzugefügt]
In der Entfaltung von Blütenpracht, Duft und Schönheit scheint ihr Hauptlebenszweck zu liegen. Nur bei wenigen bleibt Lebenskraft für Holzbildung und Früchte übrig. Die Früchte sind edel und fein im Aroma, die feinsten chemischen Stoffe und die feinsten inneren Kräfte herrschen vor.

DgM065 BAUPLAN A

Die Birke unseres Bildes ist fein gegliedert, sie hat eine schön bebildete weiße Rinde, zarten, weicheren Stamm, zarte Zweige und Blätter.
Der Knabe unter der Birke, der die Flöte spielt und die Kinder, die horchen, sollen das Empfindungsleben symbolisieren.

DgM065-1938BirkeE

Birke im Empfindungstypus.
Wo die Blumen blühen und vorherrschen, ist die Stimmung in der Natur ideal, lieblich und schön, da herrscht das Empfinden, die Pracht, die Liebe und das Liebesleben vor.

Bild 25 und 26, die Eiche und die Palme zählen zum harmonischen Typus, es ist die gute Vereinigung des Ernährungs-, Bewegungs- und Empfindungsprinzips in der Natur.
Voll, kräftig und stark, harmonisch durchgebildet im Stamm, den Zweigen, Blättern und Früchten, also in allen Einzelteilen, wie auch im Verhältnis derselben zum Ganzen verkörpert z.B. die Eiche das harmonische Naturprinzip.
DgM065-1938EicheHarm
Bild 25. Eiche im harmonischen Typus.
Der Baum trotzt Wind und Wetter, entfaltet sich allseitig und wird sehr alt. Die Eiche hat viel Empfinden, Schönheit und Harmonie, ebenso wie auch die Palme. Hier sind alle Stoffe und Kräfte harmonisch vereint und entwickelt.
Aber auch der Kirsch- und Apfelbaum – wir kennen ihre Blütenpracht und herrlichen Früchte, – liegen im harmonischen Naturprinzip.
Der Hirte mit Hund und Schafen unter dem Eichenbaum soll den Frieden in der Entwicklung und die Harmonie symbolisieren. –
Wo in der Natur die Bäume im Harmonieprinzip vorherrschen, wie z.B. im Eichenwald, – da ist die Stimmung in der Natur groß und frei, heroisch, als würde das ehrwürdige Alte bewahrt und ein kraftvoller Blick in die Zukunft eröffnet. –

DgM065-1938PalmeHar
Bild 26. Palme im harmonischen und idealen Typus.
Sonst herrscht im allgemeinen nach den Jahreszeiten die Ruhe und Ernährung im Winter vor, das Empfinden, wenn alles treibt und blüht, im Frühjahr, die Bewegung im Sommer, wenn die Reise- und Wanderzeit ist und die Harmonie im Herbst, wenn die Früchte reifen und das Laub sich färbt. Die Disharmonie in der Natur herrscht bei Sturm und Ungewitter. –
Ferner gibt es Gegenden auf unserer Erde, wo die Harmonie oder Disharmonie vorherrscht, die Ruhe und Ernährung, die Tat und Bewegung oder das Empfinden, die Idealität, Stupidität usw. –
Mag die Differenzierung in der Pflanzenwelt noch so reichhaltig sein, das hier entwickelte Grundlebensprinzip der Natur mit all seinen mannigfaltigen Abweichungen ist bei jeder Pflanze wiederzufinden. Dies ist ein großes neues Studiengebiet, das immer wieder die Liebe zur Natur, die Freude an ihren Schönheiten anregt und die Verbundenheit der ganzen Lebenswelt kundtut.
DgM031 Wahrheit Schönheit
Der Wahrheit und Schönheit das ganze Sein [Hinzugefügt]

Disteln, Giftpflanzen, Bild 27, 28 und 29, ferner der Fliegenpilz, Dornen und Gestrüpp tragen den disharmonischen Lebenscharakter.
Hier sind die Stoffe, Kräfte und Formen disharmonisch vereinigt und entwickelt, sowohl in den einzelnen Teilen, wie auch im Verhältnis derselben zueinander und zum Ganzen.
DgM065-1938DistelDi
Bild 27. Die Distel (disharmonisch).
Ecken und Kanten, Spitzen, Dornen, Knorpeln, klebrige Blätter, giftige Blüten und Früchte – zu kraß oder zu zart, zu grell und zu grob oder schmutzig in der Farbe, übelriechend oder gar betäubend sind hier zu finden.
Die Stacheln und Dornen wiegen oft über, sie schützen die Pflanze und mahnen andere Lebewesen zur Vorsicht. Durch sie wird der Natur oft die Schönheit genommen und die Disharmonie tritt zutage.

Bild 28. Bilsenkraut (sehr giftig).
Diese Pflanzen wie z.B. die Giftpflanzen, eignen sich nur für bestimmte Zwecke, wobei große Vorsicht nötig ist.
Aber sie erfüllen ihre Aufgabe in der Natur. Wenn sie jedoch überhand nehmen und herrschend werden, dann ersticken sie leicht alles andere freundliche Pflanzenleben.
DgM065 Bi29 mT
Bild 29. Schwarzer Nachtschatten.
Dieses Naturprinzip der Ernährung, Bewegung und Empfindung, der Harmonie und Disharmonie, das sich ebenso auf die anorganische Welt und ihre Entwicklung ausdehnt, – was hier nicht weiter behandelt werden kann, – in der Formenwelt entdeckt zu haben, ist sicherlich eine geistige Großtat ersten Ranges und die darauf aufgebaute Welt- und Lebenslehre wird die Natur- und Geisteserkenntnis auf neue, umfassende Grundlagen stellen und immermehr vertiefen.
HU-HEL 06 CH-MK
Carl Huter – der Begründer der Menschenkenntnis [Status Absolute Referenz]

HU-HEL 04 CH
Mag der Entdecker Carl Huter auch gesäet haben ohne die Ernte zu erleben, – die Nachwelt wird den Segen dieser Entdeckung genießen.

HU-HEL 05 CH
Die Natur ist reich, sie schenkt uns ihre Gaben, gleichviel ob sie willkommen sind oder nicht, sie hält alles bereit, um ihre Geschöpfe zu beglücken.

HU KuMK-I_1936_032Trinität

Nun soll das Naturprinzip
der Naturelle in der Tierwelt
gestreift werden, um dasselbe weiterhin in der menschlichen Entwicklung zu zeigen.

Als die Erdoberfläche noch wenig Fels- und Festland hatte, noch mehr mit Wasser und schlammigen Inselmassen bedeckt war, konnte es – was leicht einzusehen ist – noch keine Landtiere und Menschen geben.
Die Entwicklungslehre bringt also teilweise unumstößliche Wahrheiten.
Man betrachte den fossilen Panzerhorch aus der böhmischen Steinkohle, Bild 30.
DgM065 Bi30 Lurch mT
Bild 30. Fossiler Panzerlurch.
Solch ein Urtier war von zwei Bedingungen abhängig und in seiner Lebensentwicklung begrenzt.
Einmal gaben die gesamten Umweltbedingungen die Richtachse, und dann führte diese zu einem entsprechenden Körperbautypus. Dieser wiederum ist gewissermaßen das Spiegelbild des seelischen Innenlebens und der äußeren Lebensbedingungen.
MIRRORS z1
Spiegel/Mirror [Hinzugefügt]

Aus dem Niederen folgerte Huter die Entwicklung des Höheren und fand so die wichtigsten Grundlagen für eine neue Natur- und Geisteswissenschaft, Körperformen-, Lebens- und Seelenausdruckskunde, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie]
CHZA 07 pgTi
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]

Bild 31 zeigt einen Plesiosaurus aus der letzten Juraperiode, Bild 32 einen Ichthyosaurus und Bild 33 ein gehörntes Reptil aus der Kreidezeit.
DgM065 Bi31-33 mT
Bild 31-33 Plesiosaurus, Ichthyosaurus, gehörntes Reptil.
Diese Urtiere waren teilweise gewaltige Geschöpfe im Rumpf- und Ernährungstypus.
Die Gliederung ist möglichst einfach, daher sind die Tiere plump, es waren reine Ernährungsgeschöpfe, hauptsächlich darauf angelegt, das gewaltige Nahrungsbedürfnis zu befriedigen und sich der Umwelt anzupassen.
Es waren über alles gefräßige Ungeheuer, die dadurch in
Den Kampf ums Dasein
kamen.

Bild 34 und 35 zeigen eine Iguanodon und Melagosaurus aus der älteren Kreidezeit im Kampf, um sich gegenseitig aufzufressen.
DgM065 Bi34,35 mT
Bild 34 und 35. Iguanodon und Melagosaurus.
Wohl hatten auch diese Tiere die Anlage zur Höherbildung, doch war diese durch den starken Nahrungstrieb unterdrückt und vernachlässigt, sie erstarrten mit der Zeit in der Entwicklung und gingen zugrunde.
Aus und neben diesen Geschöpfen entwickelte sich der zweite Typus, es waren die Kraft- und Energietiere.
Für diese Geschöpfe gab es schon ein höheres Lebensideal, – die Art zu erhalten. Der Geschlechtstrieb trat in den Mittelpunkt ihres Daseins und sie suchten nach Auswahl in der Zeugung.

Bild 36 zeigt ein Mammuttier aus der Eiszeit, das, wenn auch noch schwerfällig, so doch schon bedeutend höher gewachsen ist, besser in der Gliederung und von ungeheurer Kraft und Energie, – nicht mehr allein auf die Gefräßigkeit angelegt.
DgM065 Bi36 Mammut mT
Bild 36. Mammuttier aus der Eiszeit.

Bild 37 zeigt ein Paläotherium, das in der Tertiärzeit in Rudeln zusammenlebte. Die Größe lag zwischen Schwein und Pferd. Aus diesem Tier haben sich wahrscheinlich später die Tiergattungen Schwein und Rind gebildet.
Bild 38 zeigt ein Anoplotherium aus der Teritärzeit. Es war ein sehr verbreitetes Landtier, aus dem sich wahrscheinlich die Tiergattungen der Hunde und Pferde bildeten.
DgM065 Bi37,38 mT
Bild 37 und 38. Paläotherium und Anoplotherium.
Die Kraft- und Energietiere hatten mit der fortschreitenden Entwicklung mehr und mehr mit ihresgleichen um den Besitz der Weibchen zu kämpfen.
Damit begann eine stärkere Differenzierung und es entstanden neue verschiedene Arten.
Die Erdoberfläche war ruhiger geworden, das Festland vermehrt, die Pflanzenwelt differenziert. Mit der Zeit wurde für diese Bewegungs- und Energiegeschöpfe der Kampf ums Dasein gemildert, und sie ließen von der Zerstörung der eigenen Art ab.
Damit entwickelte sich eine Art moralisches Bewußtsein und es begann der Kampf um den Rassetypus.
Die Männchen kamen in den Wettstreit um das schönste oder viele schöne Weibchen.
Schließlich suchte das Männchen dem Weibchen alles zu geben, was es vermochte, Liebe, Schutz und Fürsorge.
Das Weibchen wiederum suchte durch Gefälligkeit und Koketterie, Schönheit und Grazie sich so viel als nur möglich die Liebe und Gunst des männlichen Individuums zu sichern.
Dafür entwickelte das männliche Wesen seine ganze Kraft, Gewandtheit und Schönheit, um auf alle mögliche Art sich die Liebe und die Gunst des andern Teiles zu erhalten.
In solchem Wettstreit erschienen diese Ideale dem Männchen als heilig, es entwickelte sich das erste Höherstreben, das Heiligkeitsgefühl, das erste Ahnen der Unsterblichkeit, der Trieb, aus sich heraus Höheres zu schaffen.
Das veranlaßte das Männchen zur Ritterlichkeit und zu heroischem Charakter gegenüber dem Weibchen.

Auf Grund dieser ganz neuen Lebensideals erst konnte sich mit der Zeit
Ein neuer Typus entwickeln.
Es war der ideale Schönheitstypus, das Empfindungs-Naturell, das geschaffen war zu einem ganz neuen und idealen Leben.
Für diese Typen war der Kampf ums Dasein mehr und mehr ausgeschaltet, sie waren in der groben Ernährung und in der robusten Kraft geschwächt, dafür aber liebes- und idealstark.
Es war also nicht der Kampf ums Dasein allein, noch die Zuchtwahl, welche die Lebewesen zur Höherentwicklung getrieben hat, sondern es ist, wie Huter nachgewiesen hat, der Idealsinn, der Heroismus, die Tugend, die Liebe, das Streben, über sich hinaus Höheres zu schaffen, das stärker noch wie alle andern Faktoren vorwärts- und aufwärts in der Entwicklung getrieben hat und noch treibt.

DgM065 TIERWELT Text

Werfen wir noch eine Blick auf
die heutige Tierwelt,
so finden wir das Dreiteilungsprinzip der Natur, Ernährung, Bewegung und Empfindung mit allen erdenklichen Differenzierungen ebenso klar und deutlich wieder.

Bild 39 zeigt das edle Rennpferd im Bewegungs-Naturell. Kopf, Rumpf und Hals sind langgestreckt und kräftig gebaut, die schlanken, kräftigen und hohen Beine herrschen gegenüber den Rumpforganen vor.
Der Bewegungstrieb herrscht vor, daher nehmen diese Tiere auch einen größeren Umkreis für ihre Lebensbetätigung in Anspruch, sie brauchen, um gesund zu bleiben, die Energie-, Arbeits- und Kraftentfaltung.
Sie entfalten große Ausdauer, Mut und Schnelligkeit in der Bewegung und können Anstrengungen, Strapazen, Wind und Wetter gut vertragen.
DgM065-1938TierBew
Bild 39. Das Reitpferd im Bewegungs-Naturell.
Wir erkennen aus dem Körperbau die Grundtönung, die Hauptwesens- und Charakterrichtung.
Das belgische Arbeitspferd liegt im ausgesprochenen Bewegungstypus, es sind aber auch entsprechend dem Körperbau alle andern Tönungen, z.B. Bewegung mit Harmonie, Bewegung mit Ernährung oder Empfindung und Disharmonie unter den Pferden zu finden.
Andere Tiere im Bewegungs-Naturell sind: viele Hunde, Fuchs, Star, Aal usw.

Bild 40 zeigt das Schwein im Rumpf- und Ernährungs-Naturell.
Es ist sozusagen ein groß angelegter Ernährungsapparat, es ist nicht wählerisch in der Nahrungsaufnahme, frißt alles recht viel und recht häufig.
Die Gliederung ist einfach, der Rumpf herrscht vor, der Hals ist dick, die Schnauze ist weich und groß, die Augen sind klein, listig und real.
DgM065-1938TierErnähr
Bild 40. Das Schwein im Ernährungs-Naturell.
Die Beine sind im Verhältnis zum Rupf nur kurz und schwach, längeres und schnelleres Laufen fällt daher dem Tier schwer. Es gedeiht vorzüglich bei viel Ruhe, Wärme und reichlichem Futter; es gibt dann oft schmatzende, behagliche und grunzende Töne von sich.
Der Sinn ist vornehmlich auf Ruhe, Fressen und Saufen gerichtet, dabei wird das Tier leicht neidisch und egoistisch.
So zeigt auch hier der Körperbau die Grundlebenstönung.
Andere Tiere im Ernährungs-Naturell sind: der praktisch kluge Elefant, die Ganz, die ein mächtiges Geschnatter erhebt, wenn es zum Füttern geht, die wiederkäuende Kuh und unter den Fischen die dicken und fetten Karpfen.

Bild 41. Das edel, zarte Reh liegt im Empfindungs-Naturell.
Die Glieder, der Rumpf, sowie der ganze Körperbau ist sehr zierlich und verfeinert, graziös, die Augen sind groß und seelenvoll, das Haar und die Färbung zart und weich. Die Bewegungen sind gewandt, edel und schön.
DgM065-1938TierEmpf
Bild 41. Das edle Reh im Empfindungs-Naturell.
Das Empfinden ist hier am stärksten entwickelt, das Tier ist ängstlich und scheu, aber an den Menschen gewöhnt und von ihm gepflegt, wird es sehr lieb und zutraulich.
Die robuste Kraft und rohe Ernährung steht zurück, es ist wählerisch in der Nahrung, ähnlich wie die weiße Ziege, die auch im Empfindungs-Naturell liegt, die nur die besten Kräuter und Gräser, am liebsten von allen etwas frißt.
Alle Tiere im Empfindungs-Naturell haben edlere Eigenschaften, wie z.B. die weiße Taube mit ihrem reizvollen Liebesleben, die Lerche mit ihrem herrlichen Gesang; sie haben die empfindende Seele, die weich ist wie die Behaarung oder das Gefieder.

Bild 42. Obwohl unter den Hunderassen die verschiedenen Naturelle mehr oder weniger vertreten sind, zeigen besonders der gelehrige Pudel und der Bernhardinerhund die harmonische Lebensrichtung.
Der Körperbau ist vollkräftig, sehr ebenmäßig und schön, wie auch die Behaarung und Färbung; das kluge Auge und der schöne Kopfbau treten ebenso harmonisch hervor.
DgM065-1938TierHarm
Bild 42. Der harmonische Bernhardinerhund.
Bewundernswert ist die Würde dieses Tieres, seine Treue, Anhänglichkeit, Verläßlichkeit, das Gleichmaß seines Charakters.
Die drei Grundanlagen, Ernährung und Ruhe, Tat und Bewegung und die Empfindung sind harmonisch vereint und entwickelt.
Diese Hunde sind großmütig, verträglich, voll Ruhe und Gleichmaß, ganz entsprechend der Körpergestalt, vielseitig zu verwenden, es sind Leit- und Führertiere.
XX
Hirsch [Hinzugefügt]
Das edle volle Landpferd, sowie der Hirsch mit seinen hervorragenden Eigenschaften zeigen ebenso den harmonischen Lebenstypus.

Bild 43. Die Raub-, Blut- und Schreckentiere wie Leopard, Tiger, Hyäne, Geier, Schakal, Wolf, Luchs, Marder, Fischotter usw. zählen zum disharmonischen Naturell.
Man betrachte den Leoparden, – katzenartig geschmeidig, dabei kantig und eckig ist der Körperbau, grell gefärbt oder gescheckt das Fell, ein riesiges Gebiß und Krallen sind die Waffen und der stark in die Breite gehende Kopfbau mit dem kalten, unheimlichen, grausamen, hypnotischen und flackernden Blick der Augen verrät die Raub- und Mordlust.
DgM065-1938TierDishar
Bild 43. Der Leopard im disharmonischen Naturell.
Im einzelnen wie im Gesamtbild fallen die Körperproportionen aus der guten Norm, die drei Grundsysteme des Körperbaues mit ihren Stoffen, Kräften und Organen sind disharmonisch vereint und entwickelt.
Der Gang dieser disharmonischen Tiere ist sprunghaft, schleichend, wild, sie treten überraschend hervor, ihr Heulen, Krächzen und Bellen ist der Schrecken ihrer Opfer.
Auffällig ist die starke Beobachtungsgabe, Berechnungsfähigkeit, Schnelligkeit, Körperkraft und Gewandtheit.

Es gibt die Naturell in der Tierwelt mehr oder weniger ausgeprägt unter allen Arten und Rassen. Es ist ein Naturprinzip, das stets wiederkehrt, das offensichtlich klar bei allen Lebensformen zutage tritt.
Aus allem Entwicklungsgeschehen ist zu erkennen, daß die Pflanzen und Tiere feiner geworden sind, daß die Natur an der Differenzierung und Verfeinerung arbeitet.
Fortsetzung folgt.

PGS Apr09 Obama TITEL part
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

CHZA 12 Hel_2
Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

WeißeFahne20erKu03aIrrlehre Kopie„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM065 BUECH2 65

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

CHZA 01

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

HUTE The Gate

SCHOBÜLL März09psM

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

Hut ADAM EVE

D The Gate MK

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