DgM 069

Der gute Menschenkenner 069 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

pgs-link-wwwchzade-redm.jpg

Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

http://www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Oktober 1938, Nr. 69

DgM069 TITEL A

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Oktober 1938, Nr. 69

DgM069 MK TITEL1
DIE IDEALEN NATURELLE
Mit dem schöpferischen Blick der Güte,
Liebe und Weisheit
Sind die kostbarsten Güter, welche die gesamte Natur
hervorbringt

DgM069 MK IdealText2
DAS GUTE PRINZIP
IM MENSCHEN
Überwindung der Disharmonie

DgM069 MK IdealText
Wie erkennt man
HOCHWERTIGE MENSCHEN
Mit hervorragenden Charakteranlagen und Fähigkeiten?

DgM069 MK IDEAL1
30 BILDSTUDIEN

DgM069 MK IDEAL Plato

DIE IDEALEN NATURELLE.

Wir haben bisher die drei Haupt- oder Grundtypen des Lebens, sowie die zwei polaren Naturelle kennengelernt und ein zugrunde liegendes Naturprinzip, das in allen Lebensformen, die von innen heraus gewachsen sind, wirksam ist.
m2m MK Schleier1
Geheimnis der Natur entschleiert: Visualisierung M2M [Hinzugefügt]
Es ist damit ein Geheimnis der Natur entschleiert, das von größter Bedeutung für das praktische Leben ist, wie sich in kommenden Zeiten immer mehr erweisen wird.
Gewiß wird die Welt noch einmal den Meister loben, der diese Entdeckung gebracht hat, um so mehr, da jedes einigermaßen begabte Kind die Naturellehre in den Grundzügen leicht verstehen kann.

PP Naturell Sprache Natur
Farbschema der Naturellehre [Hinzugefügt]
Um dieses Naturprinzip, das sich stets aufs Neue in den Lebensformen auswirkt, in allen Breiten, Höhen und Tiefen auch nur einigermaßen erschöpfend zu behandeln, wären wohl tausend solche Abhandlungen, wie die vorliegend, nötig.

m2m MK Schleier2
Die Einführung in das neu entdeckte Naturgeschehen mag uns hier genügen, jeder kann eine persönlichen und allgemeinen großen praktischen Nutzen daraus erfahren.
Ist einmal eine so große, bisher verborgene Naturwahrheit erkannt, so wird sie auch mit der Zeit erst durch wenige, dann durch immer mehr Menschen, die beste Auswirkung finden, das Leben erleichtern, verschönern und glücklicher gestalten. –
Das Naturprinzip, das die Naturelle zur Entwicklung bringt, steht mit dem harmonischen Vollmenschen, den wir kennenlernten, nicht am Ende seiner Auswirkung, sondern bringt darüber hinaus noch höhere Lebensformen hervor von seltener Qualität in der Stoff- und Kraftverfeinerung, von gesteigerter Kernkraft in den Geweben, verbunden mit einer außerordentlichen Schönheit der Formen.
NAT MK Harmon
Polare harmonische Naturell [Hinzugefügt]
Es ist die Verlängerungslinie vom harmonischen Typus nach oben hin.
An sich geht schon das harmonische Naturell leicht zur Genialität über, wie das disharmonische Naturell in das Verbrecherische.
Wie dort nach oben, besteht auch hier die Verlängerungslinie in der Entwicklung nach unten oder abwärts. Die Typen, welche zwischen dem Grund- und den polaren Typen des Lebens liegen, sind Zwischennaturelle, die weiterhin in den Hauptpunkten skizziert sind.
Zunächst beschreiten wir die Höhe des Lebens, indem wir das Bildnis des Turnvaters Jahn, Nr. 128, betrachten.

DgM069 Bi128 Jahn

Bild 128
Wie das Urbild der Vorsehung sieht Vater Jahns Auge und Angesicht uns an, – ein gewaltiges Jupiterhaut.
Jahn ist der befähigte Volksführer, ein Volkserzieher und Charakterbildner, ein Mann, der die Kaiserwürde verdient hätte.
Wenn es noch einmal möglich sein sollte, – so führt Huter aus, – die ganze Menschheit unter einen Regenten zu bringen, dann könnte man einem Manne wie Jahn das ganze Schicksal des Menschengeschlechts freudig und vertrauensvoll in die Hände legen.
ObamaJahn MK
US-Prsäsident Obama und Turnvater Jahn zum Vergleich [Hinzugefügt]
Jahn sieht groß und erhaben da, vollendet an körperlicher und geistiger Kraft.
Seine prachtvolle, gewölbte, breite, allseitig kraftvoll ausgebaute Stirn, sein ausgebautes Ober- und Seitenhaupt zeigen uns den Mann, der alle Gaben in sich vereint, den höchsten Platz, den eines Volks-, ja, eines Weltregenten auszufüllen, er wird von den höchsten Idealen geleitet.
DgM038 Bild 4 JAHN mT
Jahn
Dabei besitzt er den klaren Verstand, den Stolz, den Mut, die Festigkeit und Tatkraft, seinen Willen durchzusetzen und seine Menschheitsideale zu verwirklichen.
Jahn liegt im Bewegungs-, Tat- und harmonischen Naturell. –

In Bild 129 sehen wir das heute noch seltene ideale Naturell.
DgM069 Bi129 Ideal
Bild 129
Hier sind alle Formen und Proportionen von Gesicht, Kopf und Körper vollendet ausgeglichen, wunderbar plastisch in einer verfeinerten Form gerundet und edelkernig kraftvoll abgetönt, von großer Schönheit.
Lieblich und schön, voll Geist und Leben, von hohem seelischem Adel ist der Ausdruck von Augen, Nasenform, Mund und Ohr.
In allen Geweben liegt eine hohe Qualität, Reinheit und Hoheit, besonders auch im Ausdruck der Stirn. Fülle und Kraft liegt im hoch und licht gewölbten Oberhaupt, im Schmuck des Haares, im gerundeten Kinn, in der edlen Linienführung der äußeren Form.
So offenbart sich der edle Lebensgeist dieser einfachen Frau des Volkes, die im idealen Naturell liegt.

Bild 130. Alles in diesem Bilde strahlt Heiligkeit, Reinheit und zartestes Feinheitsempfinden aus. „Seelenreinheit und Seelenheiligkeit“, mit den zwei Worten ist dieser Charakter gekennzeichnet.
DgM069 Bi130 Ideal
Blld 130
Wer die wundervolle Feinheit dieser Büste an Ausdruck, Form, Haar und Linienführung betrachtet und die edle, lichte Durchstrahlung der Gewebe erkennt, der weiß, wie die Reinheit und Heiligkeit des Innenlebens zum Ausdruck kommt.
Die idealen Naturelle sind ein stetiger Ausfluß von Liebe, Güte und Wohltun, – es sind die kostbarsten Güter, welche die gesamte Natur hervorbringt.
Sollte man nicht doch diese Menschen suchen und zu Einfluß kommen lassen?
Das wäre wohl sicher der rechte Weg zum Wahren, Schönen und Guten, zum Glück, das alle Welt sucht.
DgM031 Wahrheit Schönheit
Carl Huter: Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein [Hinzugefügt]
Man betrachte nochmals die Augen und Gesichter, sie zeigen den Weg zur dauernden Höhenkultur, – und man vergegenwärtige sich das allen Lebensformen zugrunde liegende, hier dargelegte Naturprinzip, das ewig wirkt.
Ob man daher will oder nicht, die Natur wird am Ende doch ihren Willen durchsetzen und die Lebensformen zur höchsten Entwicklung führen.
Huter Geist Formen
In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Bild 131. Haupt, Gesicht, Hals und Büste verkörpern Charakterstärke, Weisheit und Seelenadel.
DgM069 Bi131 Plato
Bild 131
Das Angesicht des Plato spricht tief-innerliche Erkenntnis und sein Haupt einen hohen Seelenadel.

DgM069 MK Plato Text
Plato lehrte die wahre und echte Schönheit als das zu erstrebende Lebensideal, – und Huter, die die gesicherten Endresultate aller Wissenschaften unserer Zeit zusammenfaßte und mit seinen großen neuen Entdeckungen vereinte, kam, wenn auch auf anderem Wege, zum gleichen Schlußresultat.
DgM069 MK PlatoHuStirn
Vergleich Stirn Huter und Plato [Hinzugefügt, Source: DgM 049, 1937; Source Text DgM 002, 1932]
Plato war ein großer Mann, ein Gottes- und Wahrheitsforscher, er lehrte, daß Gutes zu tun, höchste Weisheit sei, – daß er das Geistige, das Göttliche und ein ewiges Leben mit Vergeltung gebe.

DgM069 MK PlatoGeist
Heute hat die Atomphysik eine gänzlich neue Welt, die Raumwelt nach der Innerlichkeit und unendlichen Kleinheit zu erschlossen. Und heute wissen wir, daß neben Stoff und Kraft die Empfindungsenergie, der Geist in der Natur, der alles Leben geschaffen hat, in jener Atom- und Ätherwelt seine Wurzeln hat.
OTTO MK M HEL
Helioda = Liebe – nachgewiesen im Zentrosoma der lebenden Zelle [Hinzugefügt]
Wir wissen, daß alles Leben auf Strahlung und Liebe beruht und nach dem Tode seine ewige Fortentwicklung in der unendlichen Raumwelt der Innerlichkeit und Feinheit findet.
DgM016 Wahrheit Tod Titel
Die Wahrheit über den Tod [Hinzugefügt]
Wir leben daher nicht mehr nur dem Glauben der Alten, den wir zu würdigen wissen, sondern vielmehr nach den neu erkannten Wahrheiten mit dem Blick in die Zukunft und der Gewißheit, daß alle Ideal Verwirklichung finden können.

Bild 132. Das Auge dieser einfachen Frau des Volkes ist leuchtend und seelenvoll, das Gewebe an Angesicht und Stirn wunderbar fein und edel modelliert. Es ist die vollendete Liebe und Gutheit, die aus dem Gewebe, aus Form und Ausdruck spricht.
DgM069 Bi132 Gut oT
Bild 132.
Diese Frau, der gute Mensch, kann nicht anders als das Gute, Hohe und Edle anbeten und fleißig arbeiten, bauen und bessern, d.h. sein Leben ist heilige Andacht, ist Liebe, ist Gutheit, ist ideale Welt- und Lebensanschauung, ist Religion.

Bild 133. Auch diese einfache Frau des Volkes liegt im idealen Naturell, – sie ist im natürlichen Sinne gedacht tief religiös und hat ein hohes Feinempfinden.
Man beachte alle Formen, den Ausdruck von Augen, Nasenform und Mund, man beachte die edlen Gewebe, das edle reine Blut, den Geist, der aus den Formen spricht; es ist immer wieder, wenn auch in allem erdenklichen Abtönungen dasselbe: große, höchstvollendete, wahre und echte Schönheit, eine Schönheit, die kein Talmi ist, sondern echt wie reines lauteres Gold. –
DgM069 Bi133 Ideal oT
Bild 133. Das ideale Naturell.
Das ideale Naturell tritt uns unter Dichtern, Künstlern, Theologen und Schriftstellern am meisten entgegen, aber auch in allen anderen Berufsarten, unter den Armen und Ärmsten, – dort, wo das große Leben sie am wenigsten sucht, werden diese Adelsnaturen und Höhenmenschen geboren.
Sie werden aber meist verkannt und mißverstanden und erleiden oft ein unschuldiges Märtyrertum.
Nach dieser Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] Carl Huters sollten sie an die obersten Plätze der Gesellschaft gestellt werden, denn von ihnen geht stetig Liebe, Güte und Wohltun aus.
Sie sind die göttlichen Strahlensonnen der menschlichen Gesellschaft, die die Nähe und Ferne, die einzelnen und die Menge erleuchten und befruchten und zum höchsten Guten führen.
In ihnen liegt die Garantie der Förderung des wahren, dauernden Menschenglückes. –

DIE SEKUNDÄREN NATURELLE.
1. Der erfolgreiche Gelehrte,
2. der erfolgreiche Bürokrat,
3. der erfolgreiche Geschäftsmann.

Nach allen vorangegangenen Erklärungen ist es leicht, auch das sekundäre Naturell nach Entwicklung, Körperbau und Charakter zu verstehen. Nach Maßgabe der drei Grundnaturelle gibt es drei sekundäre Typen.
Zwei Körperbausysteme liegen hier wie eine harmonisch verbundene Einheit im Vordergrund, während das dritte System in geschwächter Kraft und Neigungsanlage zurücktritt.

Bild 134. Das Bewegungs- und das Empfindungssystem liegen harmonisch vereint im Vordergrund und das Ernährungssystem tritt zurück.
DgM069 MK sekun
Bild 134. Das sekundäre Bewegungs-Empfindungs-Naturell
Daraus folgt der charakteristische Körperbau und die Grundlebensrichtung.
Der Körper-, Kopf- und Gesichtsbau hat große Ähnlichkeit mit dem Bewegungs-Naturell. Diese Menschen sind schlank, groß, markant und kräftig, aber dabei sehr schmieg- und biegsam, sehnig und doch feinnervig und elegant, das das Empfindungssystem, ebenso stark wie die Bewegungsanlage, mit dieser innig verschmolzen ist.
Die Arme und Beine sind lang und kräftig, aber feingliedriger, da das Knochige, Grobe, Robuste, Harte und Eckige gemildert ist, das Zarte und Feine des Empfindungs-Naturells ebenso stark hineinspielt.
Die Stirn ist höher und breiter wie beim Empfindungs-Naturell, das Oberhaupt ist voller ausgebaut, das Hinterhaupt gerundet und kräftig, ebenso der Nacken, – es sind geschlechts- und liebesstarke Naturen, – Kinn und Unterkiefer sind gut entwickelt, die Formen aber dabei feiner durchmodelliert.
Das Gesicht ist, wie alle Formen, länglich schmal, aber dabei klar, rein, wie verfeinert, die Züge sind scharf geschnitten, die Augen, wie auch die elegant-energischen und gewandten Bewegungen, verraten starkes Empfinden und große Intelligenz.
Die Körperfülle, der Leib, tritt stark zurück.
Da das geistige Interesse in Tat und Bewegung übergeht, so finden wir diese schlanken und beweglichen Menschen in den modernen Betrieben als Techniker, Ingenieure, Reisende, Verkäufer, als Spezialisten im Buch- und Zeitungswesen, Film, Theater, im Heer- und Flugwesen, Handel und Verkehr.
Man findet sie aber auch in der Wissenschaft unter den Gelehrten und Forschungsreisenden. Es sind die Menschen, die Erfindungen, Verbesserungen und Neuerungen verwirklichen.
Oft sind sie Lebensreformer, Anhänger geistiger und materieller Fortschrittsbestrebungen, denn sie entfalten ebensoviel Tat- und Willens-, wie auch Empfindungs- und Innenkraft.
Sie haben viel diplomatisches Geschick. In Zürich z.B., wie überhaupt in der Schweiz, gibt es sehr viele dieser sekundären Naturelle.
Der dramatische Dichter, Friedrich Schiller lag in diesem Typus. Er vernachlässigte Ernährung, Ruhe und das körperliche Wohl, was den Anlaß zu seinem frühen Tode gab. Überschwang der Gefühle, gesteigerter Schwung der Sprache und die Erhebung heldenhafter Größe ins Übermenschliche sind charakteristisch für seine ideale Kunst.
cover_schiller_alt
Friedrich Schiller [Hinzugefügt]

Die sekundären Naturelle können nach einer Richtung hin Außergewöhnliches leisten, da durch die Systemanlagen eine starke Innenspannung ausgelöst wird. Es sind die Talente.
Aber anderseits, das darf nicht übersehen werden, schwanken sie auch zwischen den Polen der Harmonie und Disharmonie und lösen leicht innere und äußere tragische Konflikte aus, was aber vermieden werden kann, wenn sie sich in dauernde Harmonie mit einem Menschen setzen, der sie ergänzt, wie das harmonische Naturell oder das primäre Ergänzungs-Naturell. Das wäre z.B. für das Bewegungs-Empfindungs-Naturell Ernährungstypus.
Tatsächlich gibt es auch sehr viele Freundschaften und Ehen in dieser Ergänzung, man beobachte im praktischen Leben und man wird die Bestätigung finden.

Bild 135. Hier tritt das Bewegungssystem zurück. Daher ist der Körperbau voll und dick, ähnlich wie bei dem Ernährungs-Naturell, aber das Gewebe ist mit Weichheit und starkem Empfinden durchsetzt, es ist zarter, lichter, heller, stärker durchstrahlt, es ist schöner.
DgM069 MK sekun2
Bild 135. Das sekundäre Ernährungs-Empfindungs-Naturell.
Der Leibumfang ist natürlich stark, die Glieder sind voll und weich, aber die Gestalt ist zierlicher, die Bewegungen sind weniger behäbig, sondern eleganter.
Das Gesicht ist nicht so robust, voll und wuchtig wie beim Ernährungs-Naturell, Mund und Kinn sind edler geformt, die Augen sind ausdrucksvoller und empfindungsreicher, die Stirn ist höher, das Oberhaupt voller, das Haar weicher und ein gewisser Adel, eine größere Feinheit und mehr Hoheitsvolles liegt über den weichen vollen Formen.
Das Hinterhaupt zeigt wenig Spannkraft, aber im unteren Teil, – wo das Feingefühl für Hand- und Fingertätigkeit liegt, – sanfte Rundung. Daher haben diese Naturelle oft viel Liebe für zartes Leben, für Tiere, Blumen usw. und sie haben das Bedürfnis nach einer feiner gewählten Nahrung, für feinere Umstände, die mit der Nahrungsaufnahme einhergehen.
Kinn und Unterkiefer sind weich, entsprechend der schwachen körperlichen Energie und Tatkraft.
Diese wohlbeleibten und weichen Menschen sind gutmütig, zwar stark im Erwerb, aber sie verbinden das menschlich Soziale mit der Ruhe des Nützlichen und Bestehenden.
Sie kommen oft durch unpassende Umgebung in Konflikte, – geschäftlich brauchen sie nach außenhin zur Ergänzung das Bewegungs-Naturell.
Diese Naturelle sind außerordentlich tüchtig in den Büros und Verwaltungen, auch dort, wo kommunale, fürsorgliche, praktisch-kulturelle und staatliche Interessen in sozialer Weise vertreten werden.
Können sie unter harmonischer Leitung arbeiten, so werden sie glücklich und oft zu Menschenfreunden. Wo sie im kleinen Kreis des privaten Lebens wirken, da sind sie beliebt, denn sie haben für ihre Mitmenschen Verständnis, Freundlichkeit, Herz und Sinn, bei aller naheliegenden praktischen Tüchtigkeit.
Sie entfalten im Büro bei sitzender Beschäftigung eine erstaunliche, ruhige, vielseitige Arbeitskraft. Nur Ärger, Verdruß, Disharmonie, harter Kampf muß ihnen fernbleiben, sonst werden sie in ihrem Innenleben zu stark gestört, verlieren das Gleichgewicht, die Zufriedenheit und auch die Gesundheit.
Es ist erstaunlich, welch großartigen Ausgleich in der Arbeitsteilung die Natur durch das in den Lebensformen wirkende Dreiteilungs-, das Naturellprinzip, geschaffen hat, um die fortschreitende Entwicklung des Menschengeschlechts zu gewährleisten.
DgM006-1933KretX
Das in den Lebensformen wirkende Dreiteilungs-, das Naturellprinzip, Original Carl Huter [Hinzugefügt]
Man sollte tatsächlich die Naturellehre auch in ihrem weiteren Umfang kennenlernen, um alle Menschen recht zu verstehen und einzuordnen, um die Ordnung und den Sinn alles Entwicklungsgeschehens bei aller Vielgestaltigkeit des Lebens recht zu erfassen.

Bild 136. Bei diesem Naturell muß man willkürlich an die alten Ritter denken, welche die schweren Rüstungen trugen, im Kampfe mit gewaltiger Kraft sich ihren Weg bahnten, die dann bei großen Humpen und Festgelagen zusammenkamen und mit eiserner Hand regierten.
DgM069 MK Sekun3
Bild 136. Das sekundäre Bewegungs-Ernährungs-Naturell.
Diese Naturelle haben das starke Knochen- und Muskelsystem und das ebenso voll entwickelte Ernährungssystem, und damit die reale Tatkraft vereint mit dem praktischen Erwerbs- und Wirtschaftssinn, – wobei ihre Handlungen durch keine tieferen Empfindungen und Gefühle gestört werden.
So nützlich und tüchtig diese Naturelle sind, – alleinherrschend sollten sie nicht sein. Sie finden ihre Ergänzung bei dem harmonischen Typus und durch das Empfindungs-Naturell, wodurch die reale Kraft und Wucht gemildert wird. – Das Naturprinzip der Naturelle ist voller Sinn und Leben. –
Die Gestalt ist, obwohl dick beleibt und voll, dennoch kräftig, robust, zäh und knochig. Diese Natur ist darum leistungs- und widerstandsfähiger wie das primäre Ernährungs-Naturell.
Das Gewebe ist zäh-, straff, fest, hartfleischig und unempfindlich. Die Verdauungskraft ist enorm. Der Körper ist gewichtig, aber trotzdem ist die Haltung straff, energisch, der Gang fest und bestimmt.
Das Gesicht ist lang-breit, dabei derb, voll und muskulös, – das Gewebe hat oft den kalten Ton bei hervorstechenden Farben. Das Hinterhaupt ist stark, ebenso das Kinn und der Unterkiefer, dabei voller Spannkraft. Die Formen der Ohren sind groß, markant, fest und fleischig. Bei Stirn und Seitenhaupt liegt die Kraft in den unteren Teilen. Das Auge ist nüchtern und real und hat den praktischen denkenden Blick. – Es sind Stoff- und Kraftnaturen.
Es sind die erfolgreichen Unternehmer und Fabrikanten, die großen Geschäftsleute, die erfolgreichen Landwirte, Handwerker, erfolgreich in Genossenschaften, in politischen, wirtschaftlichen und technischen Vereinigungen, dort, wo es gilt, die Konjunktur auszunutzen, – ein großes Geschäft zu machen.
Diese Naturelle imponieren und flößen durch ihre beleibte kraftvolle Erscheinung Respekt ein.
Das Ideale beengt sie nicht, sie machen selbst aus wissenschaftlichen und rechtlichen Instituten Erwerbsunternehmungen.
Es ist der Unternehmertypus. Sie haben das Geschick, Erfindungen, Neuerungen, erwerbsschwache und sensible Personen, die Tüchtiges leisten, prompt in ihren Dienst zu spannen. –
Es ist doch eine wunderbare Weisheit in der Natur, daß sie nach der Befruchtung durch die Entwicklung der Keimblase – gemäß den durch die jeweilige Liebe- und Zeugung vererbten Stoffen und Kräften – die Art differenziert und damit das Menschengeschlecht sozusagen ewig jung und fortentwicklungsfähig erhält.
ppKEIMBLASE MK
Keimblase [Hinzugefügt]
Die Naturellehre ist tatsächlich eine absolut neue und überragend große Entdeckung, – eine Wissenschaft für sich.
Hut HEILWISSEN F
Neue Heilwissenschaft der Zukunft aufgrund der Naturellehre [Hinzugefügt]

Bild 137. Man betrachte dieses länglich feingeschnittene Gesicht mit der edlen Rundung der Formen, der aufsteigenden hoheitsvollen Stirn, dem warm blickenden schönen Ausdruck der Augen, dem starken körperlichen und geistigen Impuls, der sich an Kinn und Nasenform ausprägt, dem Reichtum des prächtigen Haarschmuckes, der das Gemütsleben symbolisiert, um das sekundäre Bewegungs-Empfindungs-Naturell – in diesem Falle mit idealen Geistesanlagen – zu verstehen.
DgM069 Bi137 Sekund oT
Bild 137. Eine Dame im sekundären Bewegungs-Empfindungs-Naturell mit idealen Geistesanlagen.
Die Dame ist körperliche und geistig sehr regsam und fleißig und der Sinn richtet sich dabei auf das Gute, Ideale und Schöne.

Bild 138. Die weiche Fülle und Rundung des Gesichts, eine gewisse Feinheit, die trotz der Fülle der Formen z.B. in der Linienführung liegt, zeigt, daß neben dem Ernährungssystem das Empfindungssystem in gleicher Stärke vorherrscht. Es ist ein sekundäres Naturell.
DgM069 Bi138 Sekund oT
Bild 138. Das sekundäre Ernährungs-Empfindungs-Naturell.
Die Nasenlinie richtet sich nach innen, das Kinn ist weich, ein Zeichen, daß die Willenskraft und körperliche Energie des Bewegungssystems zurückstrahlt.
Häufig ist dieses Naturell mit dem sanguinischen, lebensheiteren Temperament gepaart, aber in diesem Fall haben die großen französischen Augen den liebestrunkenen Blick, die Züge einen elegischen Ausdruck, es ist das melancholisches Temperament.
Das Bild zeigt die Marie Vetsera, die Geliebte des Kronprinzen Rudolf von Österreich, dessen tragisches Ende bekannt ist. ***
Der Kronprinz lag im Bewegungs-Naturell, – daher die starke Anziehung, – aber mit Überlagerung nach der Richtung des Empfindens hin, was nicht zu seiner Naturellanlage paßte – bei cholerischem Temperament. So vermag man im Rahmen der damaligen Umwelt das tragische Ende dieser beiden trefflichen Menschen vielleicht tiefer zu verstehen.

Bild 139. Wir erkennen hier leicht die langen, kräftigen, härter getönten Gesichtsformen, den kräftigen Kinn- und Kieferknochenbau, ähnlich wie beim primären Bewegungs-Naturell, dabei sind aber die Formen auch noch voll und derbfleischig, was man besonders an dem breiten, kurzen und dicken Hals erkennt, wie es ähnlich beim primären Ernährungs-Naturell zu finden ist.
DgM069 Bi139 Sekund oT
Bild 139: Das sekundäre Ernährungs-Bewegungs-Naturell.
Der Ausdruck der Augen, – die Tönung an Stirn, Nasenform und Mund ist kühl, das Haar hart und fest, die Haut straff gespannt, die Ohrenformen sind grob, woraus ersichtlich ist, daß die Empfindungsanlage zurücktritt.
Die Dame neigt zum Lebenspraktischen, ist wenig geistig elastisch, den Religiösen gegenüber stumpf, sie nimmt keine Pflichten auf sich und kennt keine Rücksichtsnahme. Sie ist durchaus nüchtern, real, auf Äußerlichkeiten eingestellt, aber tatkräftig, willenshart und selbstbewußt, leicht rücksichtslos werdend.
Ein primäres Ernährungs-Naturell würde gut zu ihr passen. (Bei Bild 137, 138 und 139 ist die Naturellanlage noch von Huter selbst festgestellt.)

DgM069 MK Gelehrter
Bild 140. Der erfolgreiche Gelehrte.
DgM069 MK Bürokrat
Bild 141. Der erfolgreiche Bürokrat.
DgM069 MK Unternehmer
Bild 142. Der erfolgreiche Unternehmer.
Die Bilder 140, 141 und 142 stellen nochmals die drei sehr wichtigen sekundären Naturelle dar.

DIE DREI SEKUNDÄREN NATURELLE MIT HARMONIE.
Wenn zwei Organsysteme, wie vorstehend geschildert, im Vordergrund der Entwicklung stehen, so kann auch hier die harmonische Richtung herrschend werden. Das ist bei Bild 143 der Fall.
DgM069 MK Ha Er-Be
Bild 143. Ernährung-Bewegung und Harmonie.
Bild 143. Dieses Bild zeigt den letzten Präsidenten der Transvaal-Republik „Ohm Krüger“.
Das volle, breite und kräftige lange Gesicht zeigt das sekundäre Ernährungs-Bewegungs-Naturell, – dennoch liegt über allen Formen und im ganzen Ausdruck so viel Biederes, Fürsorgliches und Väterliches, daß die Harmonie ganz unverkennbar ist.
Präsident Krüger war sehr beliebt, er hat sich seines Volkes so pflichtgetreu angenommen, daß er große Sympathien fand.

Bild 144. Dieser hervorragende französisch-schweizerische Erziehungsreformer und Schriftsteller liegt im Empfindungs-, Ernährungs- und Harmonie-Naturell mit genialen Geistesanlagen.
DgM069 MK Rousseau
Bild 144. Jean Jaques Rousseu.
Das letztere zeigt sich in der außerordentlichen Klarheit und Kernkraft, die in der Stirn und in allen Teilen des Gewebes liegt. Typisch ist die Tiefe und Konzentration des Denkens, die sich im Auge ausprägt. (Vorgreifend beachte man auch die gespannte Feinheit und Klarheit seitlich der oberen Augenlider, wo sich der Zeichen- und Schriftausdruck zeigt.)
Sonst hat das feine klare Gesicht die typischen Merkmale des Empfindungs-Naturells und an zweiter Stelle – siehe den vollen Mund, die etwas breiteren Wangen bis zur vollen unteren Ohrenformbildung – auch Merkmale des Ernährungs-Naturells, wobei über den Formen noch eine harmonische Abtönung liegt.

Bild 145. Dieser noch heute sehr geschätzte französische Opernkomponist zeigt in den langen klaren und sehr warm getönten Gesichtsformen, sowie in der prachtvollen hochstrebenden Stirn und dem schönheitstrunkenen Auge die Vorherrschaft des Bewegungs-Empfindungslebens mit Harmonie und Genialität.
DgM069 MK Bou
Bild 145. AdrienFrancois Boildieu.
Typisch ist die aufsteigende seitliche Plastik der Stirn, dort, wo der Ton- und Taktsinn liegt, die Schönheit des Haares, des prachtvoll geformten, gefühlswarmen Mundes. –
Es gibt natürlich ebenso auch die drei sekundären Naturelle mit Disharmonie, die wir aber hier des Raumes wegen nicht mehr zeigen können.

DIE DREI PRIMÄREN GRUNDNATURELLE MIT HARMONIE.
Diese hervorragende Veranlagung ist gegeben, wenn ein Organsystem in der bekannten primären Form vorherrscht und sich zur Harmonie mit den beiden anderen Systemen herausentwickelt.
DgM069 MK Ha-Beweg
Bild 146. Das harmonische Bewegungs-Naturell.
Man erkennt in solchen Fällen sofort das Grundnaturell, und dennoch ist ebenso deutlich zu sehen, daß die Veranlagung weit über dasselbe hinausgeht und dabei die Harmonie in sich trägt.
Diese Veranlagung ist einfach großartig, sie birgt alle Vorzüge des primären Grundnaturells in sich, wobei alle Einseitigkeiten überwunden sind und noch dazu die Harmonie mit den beiden andern Körpersystemen vorliegt, – obwohl das Grundsystem klar hervortritt.
Einen solchen Typus zeigt Bild 146.
Bild 146. Man erkennt an den langen, knochig-festen Gesichtsformen das Grundnaturell der Bewegung, das jedoch harmonisiert ist. Ebenso abgetönt ist die ganze, ritterlich hohe und kräftige Gestalt.
Dabei ist aber das Auge ähnlich so klar und weitblickend wie beim harmonischen Typus, ebenso ist die Stirnbildung breit und aufsteigend. Ferner liegt die Harmonie in allen Gesichtsorganen, auch im Gewebe, im Ausdruck und symbolisch im Haar.
Es ist der Typus Kaiser Friedrichs des Gütigen.
Von ihm sagte Huter, daß eine 20-30 jährige Regierungszeit die Sozialdemokratie in Deutschland klein, das Volk innerlich frei und einheitlich gemacht hätte, der innere Frieden wäre erreicht worden.
XX
Kaiser Friedrich [Hinzugefügt]
Dieser Herrscher war ein Volksfreund und der beliebte Förderer einer freien Entwicklung in Kirche, Staat, Kunst und Wissenschaft.
[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Heute in Bezug auf das Kunstkontrukt Bundesrepublik Deutschland ist festzustellen: 1. BRD ist streng genommen kein Staat. 2. BRD ist definitiv fremdbestimmt (Es gelten SHAEF-GESETZE DER SIEGERMÄCHTE DES ZWEITEN WELTKRIEGES). 3. BRD hat keine Verfassung (Verfassung = vom Volk legitimiert, zur Zeit nur ein provisorisches Grundgesetz).
XX
Erster Bundeskanzler & CDU-Vorsitzender Konrad Adenauer (Hinzugefügt)
4. Es gilt Status „Deutsches Reich“ für Deutschland, sprich die letzte auch heute im Prinzip gültige Verfassung ist die Weimarer Verfassung. 5. Berlin hat einen Sonderstatus und ist im Prinzip nicht Teil des Bundesgebietes (Die Stationierung der Bundeswehr seit der sogenannten Wiedervereinigung 1990 in Berlin ist im Prinzip völkerrechtswidrig]. 6. In Deutschland herrscht lediglich Waffenstillstand, auch im Jahr 2009 existiert kein Friedensvertrag.]
Nach allen bisherigen Vorübungen wird es sich erübrigen, dieses Naturell bis in alle Einzelheiten zu beschreiben, der Leser schule seinen Blick an diesen Bildern und suche das Typische zu erkennen.

Bild 147. Das ist natürlich bei weitem kein einfaches primäres Ernährungs-Naturell mehr, kein sekundäres und auch kein harmonisches Naturell.
DgM069 MK Leiter Harmonie2
Bild 147. Ernährungs-Naturell mit Harmonie. Bild 148. Empfindungs-Naturell mit Harmonie.
Gro0artig ist die Ruhe dieses Typus, wunderbar wie er alle hervorragenden Eigenschaften des Ernährungs-Naturells sozusagen in gesteigerter Form und dennoch dabei die Harmonie in sich trägt. Es ist das geborene Verwaltungstalent. Dieses Naturell hat das gute soziale Verständnis und setzt gegebenenfalls seine eigene Persönlichkeit zurück, es zeigt in großzügiger Weise Interesse für Wissenschaft, Kunst, Technik und Religion und setzt sich mit Kraft dafür ein.
Man betrachte das großartige Auge, die gut gewölbte Stirn, das feine Haar, denn fürsorglichen und wohlwollenden Ausdruck im Gesicht. Aber, wie gesagt, alles steht im Rahmen der Vorzüge des Grundnaturells der Ernährung. Dieser Typus kommt nicht aus der Ruhe und tritt dennoch mit Nachdruck für das Recht ein.
XX
Bild 148. Empfindungs-Naturell mit Harmonie.
Bild 148. Dieser Typus ist zur Zeit wohl kaum noch zu übertreffen. Alle Einseitigkeit des Empfindungs-Naturells ist in Harmonie abgeklärt und die nicht geringen Vorzüge desselben sind noch gesteigert, noch mit Kraft und Tat im Empfinden und selbst im Wirtschaftseben verbunden.

In Bild 149 ist der weibliche Typus des gleichen Naturells dargestellt.
DgM069  Bi149 Ha-Emp mT
Bild 149. Empfindungs-Naturell mit Harmonie.
Man betrachte dieses wunderbar warme und seelenvolle, verinnerlichte Auge mit dem fühlenden Blick, diese gerade aufsteigende, breitgerundete Stirn, die Feinheit und die warme Empfindungsfähigkeit, die in den Geweben liegt.
Das Grundnaturell der Empfindung tritt klar und deutlich durch die Feinheit des Kopfbaues, durch das feinste und tiefste Empfinden, das in den Geweben liegt, hervor. Dennoch wird auch das Lebenspraktische nicht vernachlässigt und Tat und Kraft in entsprechendem Maße angespannt.
Von dieser Dame sagte Huter, daß sie den höchsten Kulturtypus seiner Zeit verkörpert.
Das will natürlich viel sagen, denn Wissenschaft, Kunst, freireligiöses Forschen, Technik, Handel, Wandel und Verkehr standen zur Zeit Huters in hoher Blüte.

Bild 150. Diese Frau hat schwere Schicksalsschläge in treuer Liebe überwunden. An den langen Gesichtsformen, den starken Jochbeinen, der kräftigen Nasenform, dem markanten Ohr, der kräftigen Halsform und dem Schulterbau erkennt man deutlich das Grundnaturell der Bewegung.
DgM069 Bi150 Ha-Bew oT
Bild 150. Bewegung mit Harmonie.
Aber die edle gute Frische, der Glanz der Harmonie liegt über den Formen, liegt im hochgerichteten schönen und großen Auge, der reinen Nasenform, liegt besonders an Mund und Kinn und symbolisiert sich auch im Schmuck des Haares, in der aufgeweckten, guten, geistesgegenwärtigen Haltung und im ganzen Ausdruck.
Alles Schwere, alle Leiden, haben diese Frau nicht etwa böse, – sondern nur noch besser gemacht. Das ist gerade das Große an diesen guten Menschen. Wenn sie auch leiden und Unrecht erdulden müssen, vergelten sie nicht Gleiches mit Gleichem, sie werden nicht böse, sondern sie bleiben gut.

Bild 151. Diese kräftig vollen Gesichts-, Hals- und Körperformen zeigen das Grundnaturell der Ernährung. Die Formen sind aber von schöner plastischer Quellkraft, – die Gesichtsorgane, Augen, Nase, Mund, sehr gut ausgebildet, und in Verbindung mit den großartigen Umrißlinien ist daraus deutlich die Harmonie zu erkennen. Sehr reich, weich und voll ist auch das Haar.
DgM069 Bi151 Ha-Ern oT
Bild 151. Ernährung mit Harmonie.
Die Dame besitzt alle Vorzüge des Ernährungs-Naturells und dabei auch noch die allseitig verbindliche Richtung zur Harmonie, – sie ist Opernsängerin und Gesangslehrerin. Typisch ist das ausdrucksvolle Auge und der sprechende Mund mit der kraftvoll schönen Formung.

Die Bilder 152, 153 und 154 zeigen uns nochmals das Grundnaturell mit Harmonie. Man studiere auch diese Köpfe und man wird mit gesundem physiognomischem Gefühl jeweils das Typisch deutlich erkennen.
DgM069 MK Leiter Bew
Bild 152. Leiter in Heer, Wehr und Ertüchtigung.
DgM069 MK Leiter Emp
Bild 153. Leiter in Kunst, Wissenschaft und Religion.
DgM069 MK Leiter
Bild 154. Leiter in Wirtschaft und Verwaltung.

DIE DREI PRIMÄREN GRUNDNATURELL MIT DISHARMONIE.
Wie die drei Grundnaturelle in Verbindung mit der Harmonie uns im Leben entgegentreten, wurde vorstehend dargelegt. Es gibt dieselben aber ebenso auch in Verbindung mit der Disharmonie.
Trägt das Grundnaturell die Neigung zur Harmonie, so geht die Lebensrichtung aufwärts, bei der Neigung zur Disharmonie geht sie abwärts.
Bild 155. Die breit-massigen Gesichtsformen kennzeichnen das Ernährungs-Naturell, – aber die Gewebe sind dabei härter und tragen den Charakter der Medioma.
DgM069 MK Disha1
Bild 155. Ernährungs-Naturell mit Disharmonie.
Der starke hintere Oberschädelbau zeigt starke Bewegungsimpulse und mithin die Neigung zur Durchbrechung der Ruhanlage.
Das Ohr hat die Henkelform bei starker seitlicher Spannung, – daher wird die Ruhe durch zu starke elektrische Energie durchbrochen.
Die Augen liegen eng und sind unruhig, der Blick ist bohrend. Die Nasenform – grob in das Gesicht gesetzt – zeigt üblen Charakter, der Ausdruck ist finster und böse und deutet auf starke Neigung zum Verbrechen.

Bild 156. Die hohe breite Stirn und das kleine Gesicht sind typisch für das Empfindungs-Naturell. Der Impuls geht aber, wie die im unteren Teil lockere und verbildete Nasenform, wie auch der lose Mund zeigt, überstark zum sinnlichen Genuß.
DgM069 MK Dis-Emp
Bild 156. Empfindung mit Disharmonie.
Die großen, übersteigert hervorgedrängten dunklen Augen sind wie sinnestrunken und der Blick hypnotisch. Die Ohren sind häßlich, übergroß und durch die elektrische Energie stark vom Kopfe abgetrieben und deuten darauf, daß die Richtung der Gefühle in abnorme Bahnen gelenkt ist.
Der Ausdruck der Stirn in Verbindung mit dem wie in Flammen flatternden Haar zeigt die zügellose wilde Phantasie, die in übersteigerter Richtung tätig ist, – wobei das Gesicht durchaus keine edlen reinen Ausdruck hat, wie er sonst dem Empfindungs-Naturell eigen ist.

Bild 157. Die langen harten Gesichtsformen zeigen das Typische des Bewegungs-Naturells.
DgM069 MK Dis-Bew
Bild 157. Bewegung mit Disharmonie.
Aber die Augenbrauen sind übermäßig stark, die Nasenform ist unausgebildet, die vollen Lippen zeigen die Neigung und Impulsrichtung zum sinnlichen Genuß, die dem Bewegungs-Naturell sonst nicht eigen ist.
Die seitlichen Kieferpartien und die Gesichtsumrisse bis hinauf zum unteren Seitenhaupt sind selbst für das Bewegungs-Naturell zu stark auslaufend und zeigen Abnormität im Tatleben. –
Wir erkennen an diesen letzten drei Beispielen, wie die mit der Naturellanlage nicht in Gleichlauf stehenden Impuls- und Neigungstriebe disharmonische Innenspannungen und entsprechende Lebensäußerungen hervorrufen. Wir erkennen aber auch, daß bei allen hier gezeigten Typen die Organsystemveranlagung und damit die Grundlebensrichtung durch die äußere Formbildung sich kundgibt und durch das „Naturell“ kurz und treffend zu kennzeichnen ist.
Fortsetzung folgt.

DgM069 MK SPRUCH HU

SPRUCH VON CARL HUTER
Wer soll Lehrling sein? Jedemann!
Wer soll Geselle sein? Wer was kann!
Wer soll Meister sein? Wer was ersann!

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

DgM069 MK DGM

Der große Band
„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.
In Leinen gebunden RM. 25,

DgM024-1934Urstoff Neo gelb
Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)
Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.
Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:
„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Hut BAUPLAN
Der Bauplan der Natur [Hinzugefügt]
Die Differenzierung in der Keimblase und die daraus erwachsende Naturellentwicklung erschließt den Bauplan der Natur, wonach sie die Höherentwicklung der Ganzheit der Natur und der Menschheit unter allen Umständen durchsetzt. Sicher wird die menschliche Einsicht sich dieser Naturerkenntnis bemächtigen und damit das Schicksal bis zu einem gewissen Grade meistern lernen.

NAT MK Keimblatt
Die drei Keimblätter, wissenschaftliche Begründung [Hinzugefügt]

Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

MK WISSENSCHAFT HU
Die Blaupause der Natur, CARL HUTERs wissenschaftliche Begründung [Hinzugefügt]

PGS Apr09 Obama TITEL part
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

WeißeFahne20erKu03aIrrlehre Kopie„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Huter DgM 100

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM031 Wahrheit Schönheit

DgM068 BUECHER68_2

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

CHZA 01

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

HUTE The Gate

SCHOBÜLL März09psM

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

Hut ADAM EVE

D The Gate MK

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s