DgM 070

Der gute Menschenkenner 070 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

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pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© November 1938, Nr. 70


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© November 1938, Nr. 70

DgM070 TITEL A
INDIFFERENTE UND NEUTRALE NATURELLE
Es sind Menschen mit wenig Innenspannung und geringerer Leistungsfähigkeit.

DgM 070 MK Bi157-160
Was bedeuten sie im Leben der Völker und des Einzelnen?
Wie erkennt man sie und wie handeln sie?

DgM 070 MK TITEL 1
DAS DEGENERIERTE, GEMEINE UND VERBRECHER-NATURELL
DgM 070 MK Bi157-160 oT
21 BILDSTUDIEN

DgM 070 MK Indiff Neutral

DIE TERTIÄREN NATURELLE.

Liegt bei den primären Naturellen ein Körperbausystem im Vordergrunde der Entwicklung, –
überwiegen bei den sekundären Naturellen zwei Systeme, wodurch eine größere Leistungsfähigkeit nach einer bestimmten Richtung hin entsteht, –
so ist bei den tertiären Naturellen die Differenzierung in den inneren Systemanlagen geringer.
Infolgedessen ist auch die Innenspannung geringer, – die Indifferenz tritt stärker hervor und meistens leisten diese Naturelle weniger wie die primären, polaren und sekundären Körpferbautypen.
Entsprechend ist die Abtönung im Formbau, der Gewebszustand und der Lebensausdruck auch ein ganz anderer.
Es treten keine besonderen Anlagen auch nur mäßig stark hervor, und es scheint, als erschöpfe sich die vorhandene Innenspannung und Kraft mit der Erfüllung der notwendigsten Lebensbedürfnisse und Lebenspflichten.
Weiter scheint die Kraft nicht zu reichen, und diese Naturelle verhalten sich zunächst einmal dem geistigen Fortschritt, dem großen Neuen, dem Wahren, Guten und Schönen gegenüber meistens abwartend und gleichgültig.
Sie nehmen daran, wenn nicht ein starkes äußerer Antrieb erfolgt, aus sich selbst heraus keinen tätigen Anteil.

DgM069 Bi128 Jahn

ZUM VERGLEICH HOCHWERTIGES NATURELL, JAHN.
Sie sind in den oben erwähnten Dingen indifferent, und so ist zu verstehen, daß da, wo diese Typen in großer Zahl auftreten, also stärker vertreten sind wie die primären, polaren und sekundären Naturelle, der Fortschritt (die Zivilisation) sehr wohl in die Breite gehen kann, – natürlich nicht durch diese Naturelle veranlaßt, – wie es Technik, Handel, Wandel und Verkehr mit sich bringen, – aber nicht im gleichen Maße in die Tiefe und Höhe. Jahrhunderte und Jahrtausende vermögen oft kaum einen merklichen, wirklichen Fortschritt in geistig-kultureller Hinsicht zu bringen.
Selbst vorhandene oder herannahende Gefahren lassen die tertiären Naturelle mehr oder weniger gleichgültig an sich herantreten, ohne daß sie sich zur Vorbeugung und Abwendung derselben rechtzeitig und aktiv entschließen.
Sie lassen alles beim Alten, – das Leben, vom höheren Standpunkt betrachtet, sozusagen an sich vorbeigehen, sie bleiben mehr oder weniger indifferent und unaktiv und sind für das Ideale nicht mehr zu begeistern.

DgM 070 MK TITEL 1
Die meisten Durchschnittsmenschen gehören zum tertiären Naturell.
Da die Differenzierung in den inneren Organsystemen, die Innenspannung nur gering ist, keine körperlichen und geistigen Anlagen besonders hervorstechen, so ist die Abtönung in der ganzen äußeren Erscheinung eine diesem Zustand entsprechende.
Man sucht die Naturellanlage oft festzustellen, aber es will nicht recht gelingen, eine gewisse Indifferenz und Lauheit über den Sinnesorganen und Formen.
Hat man jedoch den Sinn der Naturellehre erfaßt, den Blick etwas mehr geschult, dann wird auch das Typische dieser Veranlagung einem verständlich und man rechnet damit.
Gerade das Herausfinden der verschiedenen Typen nach konstitutionellen, anatomischen, psycho-physiologischen und psycho-physiognomischen Merkmalen ist die lange Lebensarbeit Carl Huters gewesen.

Bild 157. Dieses Bild zeigt den letzten Zaren von Rußland, Nikolaus II.
DgM 070 MK ZAR
Bild 157
Der Ausdruck wirkt leer.
Keine besondere Kraft und Energie spricht aus Augen, Stirn und Gesicht. Die Formbildung wirkt flach und matt.
Im Gewebe liegt keine besondere Energie, Kraft und Spannung. Wangen, Nasenform und Augen sind nicht besonders markant, vielmehr liegt ein matter Ton über Augen, Stirn und Angesicht.
Man hat den Eindruck, daß wenig Innenspannung vorhanden ist, wie es für das tertiäre Naturell typisch ist.
Daß dieser Herrscher besonders gut oder böse war, kann man nicht sagen, und zu durchgreifenden Reformen hat er sich nicht entschlossen. Es hieß im russischen Volk: „Der Himmel ist hoch und der Zar weit“, womit sicher ausgedrückt werden sollte, daß man keine tatkräftige gute Hilfe von ihm erwarten könne.
Der Zar unterlag den Einflüssen seiner stärkeren Umgebung. Als das Staatsschiff schwankte, wußte er keinen Ausweg mehr, seine Kraft versagte, – und das traurige Ende ist bekannt. –

DgM 070 MK Indiff Neutral

Wir wollen nun einige Bilder aus dem Volke betrachten, die das tertiäre Naturell, – das schwerer zu erkennen ist, – darstellen.
Die Bilder sind etwa 20 Jahre [Stand 1938], aber sehr lebenswahr und zu vergleichenden Studien bestens geeignet.

Bild 158. Auch hier liegt im Ausdruck von Augen, Nase, Mund, Wangen und Kinn nur geringe Form- und Spannkraft.
DgM070 Bi158 Tertiär
Bild 158.
Der Ausdruck ist fast ängstlich, die schwache Innenspannung kommt besonders an Nasenform, Mund und Kinn zum Ausdruck.
Die große, breite Stirnbildung zeigt gute Empfindungs- und Geistesanlagen, jedoch nur schwache Strahlkraft. Die matte und geringe Ausmodellierung von Augen-, Nasen-, Mund- und Kinnform schwächt die gute Bedeutung derselben völlig ab und läßt die Anlagen nicht zur Geltung kommen. Es mangelt an Kraft, Energie und Innenspannung.
Es sind Gefühle und Stimmungen vorhanden, aber auch Unsicherheit, Passivität und leichte Beeinflußbarkeit.
Die Festigkeit und Aktivität ist zu gering. Das junge Mädchen läßt sich schieben, macht mechanisch mit, ohne aus sich selbst energisch zu körperlicher und geistiger Anspannung zu kommen.
Man kann sich wohl denken, daß gesunder Sport, die Pflege von schönen Dingen, edle Unterweisung, eine ideale Lebensrichtung, gutes Beispiel und Vorbild mit der Zeit eine größere Aktivität und Anspannung hervorbringen könnten.
Erfolgt dieser energische Ansporn aber nicht, dann bleibt die tertiäre Naturellanlage bestehen, und damit auch die körperliche und geistige Indifferenz.

Bild 159. Hier ist die Innenspannung nach einer bestimmten Richtung voll auf der Höhe. Das sieht man an der aufrechten Kopfhaltung, das zeigt auch schon symbolisch die Sorgfalt, die auf Haarfrisur und Schnurrbartpflege verwendet ist.
DgM070 Bi159 Tertiär
Bild 159.
Man könnte sogar versucht sein, da unterhalb des Augendurchmessers ungefähr so viel liegt wie oberhalb desselben, den Herrn zum harmonischen Naturell zu zählen.
Das wäre aber ganz verfehlt, denn dafür fehle im Ausdruck die typischen Merkmale.
Man betrachte nur das kleine, scharf und real blickende Augen, das in einer ziemlich ausdruckslosen und leeren Augenumrahmung liegt, ferner die grobe, nüchterne Form von Nase, Wangen und Ohr, wodurch deutlich wird, daß die Innenspannung einseitig nur auf die naheliegenden Äußerlichkeiten des Lebens gerichtet ist.
Das genügt, um bei der sonst durchschnittlich guten Veranlagung die tertiäre Richtung des Naturells zu erkennen.

DgM069 Bi130 Ideal

ZUM VERGLEICH IDEALES NATURELL
Wer glaubt, die Pflege des großen Idealen und Geistigen in der Natur nicht nötig zu haben, sich nur auf das Reale allein verlegt, der rechnet in den meisten Fällen zum tertiären Naturell.
Das Gewebe an Gesicht und Stirn ist auch wie verdickt, als behindere eine Fettschicht unter der Haut die Lebensstrahlung. Es liegt ein Mangel an geistiger Innenstrahlung und Aktivität dem Idealen des Lebens gegenüber vor.
Gerade die starke geistige Innenspannung, die auf Empfinden beruht, die durch Pflege des Idealen täglich geweckt und gestärkt werden will, erzeugt die feine Durchstrahlung, Spannung und Formung der Gesichtsorgane, die Belebtheit der Wangen, der Haut im allgemeinen, des Ausdrucks und der Gebärde.

OTTO MK M HEL
Man geht wohl nicht fehl, wenn man die Gedankenrichtung, deren Ausdruck der so sehr gepflegte und nach oben gedrehte Schnurrbart ist, – die Mundlinie nimmt übrigens die entgegengesetzte Richtung, – als ausschlaggebend für die Hauptlebensinteressen dieses Herrn annimmt, die sich in realer Äußerlichkeit erschöpfen.

Bild 160. Es soll dieser Frau ganz gewiß kein Unrecht getan werden. Wie die Anspannung an Stirn, Augen, Nasen, Mund, Kinn, Wangen und Ohr verrät, hat sie sich redlich bemüht, gesorgt, gearbeitet und abekümmert.
DgM070 Bi160 Tertiär
Bild 160.
Aber anderseitig steht auch die Tatsache fest, daß die Formen grob sind und keine gute und schöne Modellierung zeigen.
Das ist die Folge, wenn der Mensch aus eigner Neigung oder gezwungenermaßen einseitig den realen Alltagsbedürfnissen lebt.
Das Leben in uns beruht auf Empfinden, auf Liebe, Freude, Glück. Das gesteigerte Lebensempfinden in uns ist das Göttliche, das, was selbst den Tod überdauert, und es will durch Konzentration des Empfindens nach der Richtung des Idealen, Großen und Schönen hin, durch Liebe und Freude an allem Schönen täglich gehoben und gestärkt sein.

DgM 070 MK Indiff Neutral
Fehlt dieses Bewußtwerden der höheren Lebenspflicht, dann werden die Formen so, wie sie hier sind. Gewiß, man kann ohne die Pflege des Idealen auskommen, – aber wie ?! Die Natur ist absolut gerecht.
Wie manche Frau ist in der Jugend, wenn sie noch voller Ideale ist, blühend schön, – und in späteren Jahren ist sie kaum wieder zu erkennen, wenn das Ideale und Große, die tägliche Pflege desselben vernachlässigt wurde. Das innere Geisteslicht, das entwickelt werden sollte, ist dann verkümmert. Wie edel und würdevoll ist oft das Gesicht eines gealterten Gelehrten, Geistlichen oder Künstlern!
Daher ist eine ideale Welt- und Lebensanschauung so wichtig wie das tägliche liebe Brot.

Bild 161. Wenn man die Unebenheit der schwachen Stirn, die das Verstandesleben zeigt, mit de, starken Hinterhaupt, das die Persönlichkeitstriebe kundgibt, in Vergleich setzt, dann kann man die schwache geistige Innenspannung, die an den Augen, den in der Mitte flachen Wangen, am Kinn und im Ausdruck liegt, verstehen.
DgM070 Bi161 Tertiär oT
Bild 161. Das tertiäre Naturell.
Der Charakter des jungen Menschen ist anstellig, – das zeigt die nicht üble Nasenform, – fest in seiner jungen Persönlichkeit; aber die schwächere Geisteskraft – siehe die Stirnbildung – kommt nicht mit.
Daher bleibt die schwächere geistige Kraft und Innenspannung in engen beruflichen Sorgen und einem beschränkten Lebenskreis stecken. Um aus eigenem Drang neben allen Lebenspflichten noch das Ideale zu pflegen, – so weit reicht die Kraft und Innenspannung nicht.
Es ist das tertiäre Naturell. Wohl könnte auch hier mit der Zeit gesunder Sport und natürliche Lebensweise, das energische Vorbild einer idealen Lebensrichtung noch manches ausrichten.
Wir sehen daran, wie nötig die Jugend freie Körperbetätigung in angepaßten Grenzen hat, und ebenso die Pflege des Idealen, Großen und Schönen, auch die Kunst, weil sonst das Leben leicht im grauen Alltag versimpelt. –

Bild 162. Die gute Stirnbildung und auch das Auge zeigen deutlich, was das Leben will. Es will sich freuen, es will lieben, froh und glücklich sein.

DgM070 Bi162 Tertiär oT
Bild 162. Das tertiäre Naturell.
Das geht natürlich nicht ohne innere Versenkung und ohne tägliche Pflege des Großen, Wahren und Schönen, des Geistigen.
Aus sich selbst hat auch dieser junge Mensch nicht die Kraft dazu, sie ist zu schwach, man beachte die Schatten unter den Augen, die geringe Formausbildung an Nasenform, Mund und Kinn.
Das Gewebe ist an sich matt und zeigt geringe Spannkraft und Durchstrahlung, – das Haar ist etwas strähnig.
Noch ist Jugendfrische da, aber diese will gepflegt und erhalten sein; ideale körperliche und geistige Betätigung könnte die geringe Innenspannung nicht nur erhalten, sondern stärken und entfalten.
Die Grund-, polaren und sekundären Naturelle mit ihrer großen Innenspannung und Kraft sollten es als ihre schönste Aufgabe ansehen, diese tertiären Typen anzueifern und zu heben – und der gute aufsteigende Fortschritt wäre gesichert. –

Bild 163. Hier ist die tertiäre Naturellabtönung schon in Fleisch, Blut und Nerven übergegangen, – obwohl es der Anlage nach nicht so hätte sein brauchen.
DgM070 Bi163 Tertiär oT
Bild 163. Das tertiäre Naturell.
Man betrachte die Schädelbildung, die Anlage war gut, – dagegen wirkt die Formbildung von der unteren Nasenform abwärts mit dem hochgezierten Schnurrbart wie albern, – indifferent.
Das schwache, matte Auge sinkt herab und kann sich kaum noch richtig öffnen.
Die Sinnesorgane sind unentwickelt, das Gewebe ist ernüchtert, hat den Glanz, die Kraft, die geistige Innenspannung verloren, – der Hals ist nochgereckt.
Das große Ideale des Lebens wurde vernachlässigt, das Banale und Alltägliche richtungsgebend. Das tertiäre Naturell hat sich herausentwickelt, von der Natur sozusagen durch den gesamten Ausdruck und Gewebscharakter besiegelt. –
Wir sehen an diesen Bildern und Darlegungen, daß es schwer ist, das tertiäre Naturell zu erkennen, – es tritt in allen erdenklichen Abtönungen auf.
Die primären Naturelltypen, die Huter fand, sind weltbekannt geworden; – das polare harmonische Naturell wird schon etwas weniger verstanden; – das disharmonische Naturell wollte man am liebsten übergehen und verschweigen, obwohl es so gewiß da ist, wie das Licht der Sonne.
Die tertiären Naturelle sind weniger leicht greifbar, sie sind wie die ins Grau spielenden Farbtöne, die weniger hervortreten. Sie sind aber genau so deutlich erkennbar, wie die anderen genannten Typen. Man sollte den Blick auch für das tertiäre Naturell schulen, wenn sich auch der Sehnerv am langsamsten vervollkommnet, – es geht, – das Auge hat sich auch erst zum Farbensehen und zum plastischen Sehen entwickeln müssen.
Hier werden allerdings an das feinere, fühlende, klassische Sehen gewaltige Anforderung gestellt, denn es sind Feinheiten der sich offenbarenden lebenden Kraft zu beachten, die vor Huters Zeiten gänzlich unbekannt waren, und die fast nur von den großen bildenden Künstlern, – wie ihre Werke offenbaren, – wahrgenommen und dargestellt wurden.

DIE NEUTRALEN NATURELL,
die Erbfeinde aller Genies, Talente, Forscher und Erfinder.

Durch die Bezeichnung „neutral“ soll angedeutet werden, daß die Differenzierung in den inneren Systemanlagen noch geringer ist wie bei den schon beschriebenen tertiären Naturellen, daß diese Typen dem großen Werden in der Natur und im menschlichen Leben neutral gegenüberstehen.
Sie sind noch weit mehr indifferent veranlagt als die tertiären Naturelle.
Sie verhalten sich allem Neuen, Guten und Wertvollen gegenüber erkenntnisunfähig und verneinend.
Man kann wohl sagen, daß die geistige Veranlagung ähnlich so ist wie das neutrale „Grau“ unter den Farben, das sich bekanntlich am wenigsten abhebt.
Diese Naturelle sind leicht zu beeinflussen und in der Hand von einseitig disharmonischen Naturellen leicht zu passivem Widerstand gegen alles Große, Ideale, Neue und Schöne und gegen den Fortschritt zu veranlassen.
Sie machen gedankenlos, unüberlegt und automatisch mit, ohne geistigen Wertanteil an einer Sache selbst zu nehmen. Sie festigen und verteidigen alte, überlebte Torheiten oder begünstigen neue Irrlehren, je nachdem der Wind weht.
Der einzelne Mensch im neutralen Naturell ist weniger von Bedeutung; wenn diese Typen aber in großer Menge auftreten, was z.B. bei alten Kulturvölkern, die sich in Degeneration und Niedergang befinden, der Fall ist, dann bilden sie das Element, das den Verfall besiegelt.
Sie sind in großer Menge bei sehr unentwickelten niederen Rassen anzutreffen, – im großen Ganzen mehr bei Frauen wie unter Männern.
Die Buschvölker Australiens, Polynesier und Hottentotten liegen großenteils im indifferenten Naturell, und sie blieben in ihrer Entwicklung am meisten zurück.
Aus den Tatsachen der Geschichte aller Rassen und Völker ist zu ersehen, wie die verschiedenartigen Geschehnisse auf die Vorherrschaft eines bestimmten Typus der hier geschilderten Naturelle zurückzuführen sind.
Neben den beiden Geschlechtern ist innerhalb der Rasse die Differenzierung nach den Organsystemen am stärksten hervortretend.
Das neutrale Naturell ist selbstverständlich bei genauer Beobachtung aus allen Lebensäußerungen sehr gute feststellbar, – die ganze körperliche und geistige Abtönung ist charakteristisch.
Die lebende Kraft beruht, wie Huter nachgewiesen hat, auf Strahlung, die negativ von außen nach innen und positiv von innen nach außen die Formen und Gewebe durchstrahlt und formt.
Da nun bei den neutralen Naturellen die geistigschöpferische Lebenskraft gering ist, so verbraucht sie sich in der Befriedigung der einfachen Lebensbedürfnisse.
Es bleibt nicht genügend überschüssige Lebens- und Geisteskraft übrig, die sich bei den stärker differenzierten Typen vornehmlich in der Haut, den Sinnesorganen, im Gehirn, in Augen und Gesicht konzentriert.
Die ungeordneten Natur- und Lebenskräfte, welche die souveräne, geistig-schöpferische Kraft im Menschen begleiten, treten stärker hervor und die Geisteskraft tritt mehr zurück.
Infolgedessen sind vornehmlich die Gewebe von Augen, Stirn und Gesicht weniger durchstrahlt, es fehlt sozusagen die innere Durchleuchtung und qualitative Verfeinerung, resp. Durchgeistigung. Die Form- und Gewebsbildung ist grober, starrer oder wenig belebt und nicht fein modelliert.
Das neutrale Naturell tritt äußerlich nur wenig hervor, es hat keine markanten Merkmale entsprechend ist der Lebensausdruck neutral und stumpf.

DgM069 MK TITEL
Die Feinheiten, die im lebendigen Gewebe liegen, sozusagen die Qualität der Form, der geistige Forminhalt und der Ausdruck sind stets zu beachten. Überhaupt ist ja, wie der Leser immer mehr erkennen mag, mit dieser Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] eine vollständig neue und vertiefte Natur- und Lebenserkenntnis geschaffen, wodurch es auch erst möglich war, das neutrale Naturell im rein naturwissenschaftlichen Sinne zu erfassen.
Der Leser versuche an den nachfolgenden Bildern den Blick zu schulen und womöglich das Typische derselben nach Form, Ausdruck und Gewebsbildung zu erkennen.

Bild 164. Das Gewebe sind hier ausdruckslos, schwer, matt und fast wie teigig; besonders typisch ist das kleine Auge mit den formlosen Lidern und dem schweren Gewebe um beide Augen.
DgM070 Bi164 neutral oT
Bild 164. Das neutrale Naturell.
Die Stirn zeigt Mattigkeit und fast keine geistige Durchstrahlungskraft. Nur im obersten Teil des hohen Schädelbaues, wo das Religiöse liegt, ist es etwas lichter, leichter und gespannter.
Entsprechend liegt ein etwas freundlicher Zug am Mund, – aber die geistige Erkenntniskraft, die im menschlichen Auge, an Stirn und Gesicht sich so wunderbar entfaltet, ist doch nur gering und einseitig festgelegt, so fest, wie das Gewebe schwer und strahlungsarm ist.
Das ist durch die Alterserscheinungen nicht verursacht, denn es gibt genug Menschen, die selbst im hohen Alter noch ein wunderbar feines und lichtes Gewebe und ein ebensolches Auge haben.

DgM069 MK IDEAL Plato
Charakteristisch kennzeichnet hier wohl das Ohr die Lebensrichtung. Im oberen Teil ist dasselbe wenig ausgeformt, aber immerhin noch anliegend, durchblutet und feiner im Gewebe; es korrespondiert mit dem Oberhaupt und kennzeichnet die religiöse Gefühlseinstellung. Das Ohr formt sich nach Wesen und Inhalt des Kopfbaues und der Gesamtveranlagung.
Im mittleren und unteren Teil ist das Ohr grob und fest vom Kopfe abgetrieben und kennzeichnet die starke elektrische Abwehr- und Verneinungsenergie und die damit verbundene weniger feine, durchaus reale Betätigung. Gewiß, der Mann hat viel gearbeitet, wie das starke Kinn zeigt; aber eine höhere und freie ideale Lebensanschauung, das vielseitige Interesse für das Große und Schöne, der offene, eindrucksvolle Sinn fehlte.

Bild 165. Auch hier ist das Gewebe und der Ausdruck schwer und matt, nur am Mund liegt ein wenig mehr Belebung, auch ist das Oberhaupt etwas lichter.
DgM070 Bi165 Neutral oT
Bild 165. Das neutrale Naturell.
Sonst aber liegt im Ausdruck viel Gedrücktes, das ist besonders an der schwachen eingedrückten Nasenwurzel zu erkennen, welche die Kraft des Geistes und der Erfassung zeigt.
Gewiß, Gefühle sind da, – im mittleren Gesicht ist das Gewebe lichter und leichter, – das Auge ist klugreserviert; aber die geistige Kraft hält sich, wie Stirn, Auge und Nasenwurzel zeigen, in engen Grenzen.
Ein langes Leben voller Arbeit kennzeichnet das Gesicht. Gewiß ist es auch hier zum großen Teil das Religiöse, das noch die Zufriedenheit und den Glanz verleiht.
Aber eine große ideale Welt- und Lebensanschauung, die stete Teilnahme an allem Großen und Schönen hätte auch dieses Gesicht bezüglich Durchgeistigung, Gewebsbildung und Ausdruck noch andere geformt.
Gerade die Vergleiche zeigen, wie eine große ideale Welt- und Lebensanschauung und eine entsprechende Betätigung diese enge Gedrücktheit des Geistes hätten hinweg nehmen können.

Bild 166. Obwohl der Mann noch jung ist, wirkt das Gesicht mit dem geistig ausdruckslosen Stirn- und Kopfbau, den naheblickenden Augen von schwacher Leucht- und geistiger Wachstumskraft wie alt und fast abgelebt.
DgM070 Bi166 Neutral oT
Bild 166. Das neutrale Naturell.
Der Ausdruck von Augen, Nase, Mund und Kinn ist fast stoisch (durch nichts zu erschüttern), indifferent. Aber man kann sich wohl denken, daß die inneren leiblichen Gefühle vorherrschen und das Verlangen nach Genüssen, wie es der Mund spiegelt, wogegen die Anlagen der Stirn, die sowohl im oberen wie im unteren Teil typisch matt und strahlungsarm ist, zurücktreten.

DgM 070 MK Indiff Neutral
Der Geist bewegt sich im oberflächlichen und ganz engen Bahnen. Der Blick ist träge und das Blut verdick. Wofür dieses schwere, matte Gewebe typisch ist; – der innere Gehalt fehlt, – und man kann wohl wünschen, daß hier ein frischer Wind wehen sollte, der die Trägheit und Indifferenz überwindet, das Leben anfacht, Frische hineinbringt, Auge und Sinn für das Ideale etwas öffnet und Geist und Körper zur Betätigung für das Gute und Schöne anregt und entwickelt.
Ein solcher frischer Wind scheint heute neues Leben in alten Kulturvölkern vorzubereiten, wozu Tat- und Energienaturelle den Ansporn geben.

Bild 167. Auch hier hat das Gewebe den matten Formcharakter, der typisch für das neutrale Naturell ist, wobei insbesondere auch der Ausdruck an Nasenform und Mund den in enge Fesseln gelegten Geist kundgibt.
DgM070 Bi167 Neutral oT
Bild 167. Das neutrale Naturell.
Wohl möchte sich derselbe erheben, wie Augenform und Kopfhaltung ausdrucken, aber aus eigener Kraft geht es nicht.
Daher sollte die Umgebung, die dem Volke gelehrte Weltanschauung, das Leben so sein, daß die engen Fesseln gesprengt werden, daß Sinn und Geist geweitet und aus ihrer Indifferenz und Neutralität herausgehoben werden. Leicht ist es, diesen engen Geist in Fesseln zu legen und ihn vollends im Alltäglichen versimpeln zu lassen.
Der Ausdruck dieser Bilder könnte weh tun. Wir sehen die Außenwelt und Innenwelt in Parallelismus stehen und erkennen, daß nur durch Verbesserung der Außenwelt, durch Veredlung der Weltanschauung und die Pflege des Großen und Schönen die Indifferenz vermieden werden kann.
Nur von der hohen Warte eines Ideals geleitet, gestalten sich Geist und Leben sinnvoller und inhaltsreicher. Jeder einzelne Mensch sollte sich anstrengen, um zu selbsteigener Wahrheitserkenntnis über das, was gut und böse ist, zu kommen.

Bild 168. Auch hier ist der Ausdruck stumpf, fast mumienhaft und wie eingetrocknet, was man besonders an den mittleren Gesichtssteilen, an den Wangen um Nasenform und Mund erkennt.
DgM070 Bi168 Neutral oT
Bild 168. Das neutrale Naturell.
Das Bild hat große Ähnlichkeit im Ausdruck mit Bild 166, wie überhaupt den neutralen Naturellen Ähnlichkeiten im Gewebe und Ausdruck eigen sind.
In allen Geweben liegt die matte Strahlung, als wären die einzelnen Formen aus Blech getrieben. Ich glaube, wenn man geistig, das Herrlichste und Schönste vom Himmel holen könnte, – es fände Verneinung.
Man beachte den leeren Zug an allen Formteilen und im Ausdruck, das fahle Gewebe, das weder Strahlung noch Spannung hat, das lau ist und dessen Geist sich in Nichtigkeiten des Lebens erschöpft.
Aber trotz aller geistigen Unreife und Blasiertheit, – frisches, junges Blut, das in den Nerven den Sinn für alles Gute und Schöne in der Welt entzünden, wird sich immer wieder durch Zeugung und nachfolgende Differenzierung in der Keimblase Bahn brechen und aller Indifferenz zum Trotz den Fortschritt fördern.
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Keimblase [Hinzugefügt]

Bild 169. Die Formbildung geht hier in die Breite, besonders auch an Mund und Oberkiefer.
Das kleine Auge blickt unter den schweren, verdickten Lidern von oben nach unten gleichgültig hervor, der Kopf ist etwas gehoben, wodurch das enge Blickfeld im Augenblick etwas erweitert wird.
DgM070 Bi169 Neutral oT
Bild 169. Das neutrale Naturell.
Die Gewebe sind schwer und fest, der Ausdruck wirkt erniedrigend, aber selbstzufrieden, wobei die Stirn wohl gewölbt, aber glatt und ausdruckslos ist.
Ja, wenn es in der Welt nichts anderes gäbe, wie das Nächstliegendste des Lebens, dann könnte man gegen diese Gleichgültigkeit nichts einzuwenden, – aber die Natur ist so groß, das Leben so kostbar, daß man keinen Tag verstreichen lassen sollte, ohne das Große, Ideale irgendwie zu pflegen und zu fördern, – sei es auch noch so gering; sonst hat das Leben ja gar keinen höheren Sinn und Zweck.

Bild 170. Der Blick richtet sich auch hier selbstsicher von oben herab und wirkt in Verbindung mit Nasenform und Mundausdruck sehr real.
DgM070 Bi170 Neutral oT
Bild 170. Das neutrale Naturell.
Das ist der typische Ausdruck des Sinnes des Lebensgeistes, der die höheren und idealen Dinge des Lebens nicht mehr kennt, der auch gar nicht mal gewillt ist, sich mit neuen und höheren Fragen des Lebens zu beschäftigen.
Ebenso ist die Stirn ausdruckslos, sie zeigt keine Durchstrahlung, die Nasenform einen unentwickelten Charakter.

DgM069 TITEL B
Nun vergleiche man mit diesem Lebenstiefstand die bereits beschriebenen idealen Naturelle, den leuchtenden, lichten und großartigen Ausdruck ihrer Augen und Gesichter, und dann wähle man, welche Lebensrichtung man gehen will in der Gewißheit, daß die große, unsterbliche, in der Entwicklung nach Aufstieg strebende Seele den Körper baut und die Form belebt.
AMBROSI ENGEL X
Seele [Hinzugefügt]
Huter, der das Naturprinzip entdeckte, das die Naturelle zur Entwicklung bringt, übersah im Lichte dieser Erkenntnis das unabänderliche Geschehen, die Geschichte, das Leben der Völker.
Im Zuge seiner Zeit lag das Suchen nach Neuem und er glaubte, daß dieses vielfach die Zerstörung des Alten mit sich bringen würde, das den stürmenden Wogen nicht mehr standhalten könne.
Probleme aller Art standen zu seiner Zeit im Brennpunkt des Interesses, und da es ihm vergönnt war, sehr viele und große neue Wahrheiten in der Natur zu finden, so war er bemüht, das Suchen und geistige Vorwärtsstreben seiner Zeit auf eine allumfassende Grundlage zu stellen, wie es durch seine Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] geschehen ist. –
Timm PGS prev
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Huter hielt es für wahrscheinlich, daß in Zukunft die primären und sekundären Naturelle sich vermehren würden, wodurch ein Volk einer großen Zukunft entgegengehen kann.
Gesunde Körperarbeit und Leibesübung aller Art hielt er für das gegenwärtige Geschlecht für erforderlich, da dann in Zukunft infolge von Vererbung und Gewohnheit ein neues, tatenlustiges Neuvolk entstehen würde, das alles Gute fördert, – daß dann die inneren Reibungsflächen, die vielfach im Vordergrunde lagen, verschwinden würden.
Das dumpfe und erdrückende Gewicht, das die tertiären und neutralen und einseitig disharmonischen Naturelle einem Volke auferlegen, macht mehr Licht und Freiheit Platz, wodurch das Neue, Große, Wahre, Gute, Wertvolle und Schöne sich entfalten kann. –

DAS UNENTWICKELTE NATURELL,
siehe Bild 107, ist auf Rassentiefstand oder Entwicklungshemmungen zurückzuführen und bleibt für das ganze Leben körperlich-konstitutionell.

DAS DEGENERIERTE NATURELL
Kann angeboren oder bei Disposition erworben sein. Es zeigt Spuren von vorzüglichen, neben minderwertigen Anlagen, siehe Bild 171.
Bild 171. Die Höhen sind verfallen, die Tiefen zur Herrschaft gelangt.
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Bild 171. Das degenerierte Naturell.
Neben einer gewissen Gabe für Sprachen und dichterisches Gestalten, – dies prägt sich physiognomisch im Auge mit den umliegenden Gesichtspartien aus, – besteht ein allgemeiner körperlicher und geistiger Tiefstand, wie die Überformung der Nasenbildung, des spitzen Kinnes, der abfallenden Ohrform und des spitzen Kinnes, der abfallenden Ohrform und des überstarken Halses zeigt.
Die Darstellung und der Gestaltungswunsch bewegen sich, wie die Nasenform zeigt, in sinnlich auszuwertenden Dingen. Der alternde Mund, das schwülstige Auge mit den überstarken Brauen, die Engheit an der Nasenwurzel und der Stirn mit dem spitz abfallenden Haar, sowie die Gesamtformbildung mit dem spitz abfallenden Haar, sowie die Gesamtformbildung und Haltung bestätigen trotz eines gewissen Glanzes, der noch durchblitzt, den Verfall. –
Höhen und Tiefen liegen oft im Menschen nebeneinander, es kommt darauf an, was am Ende den Sieg davonträgt.

DgM 070 MK Indiff Neutral

DAS GEMEINE NATURELL
hat einen starken Ton in das Rohe, Gemeine und körperlich Unverschämte, insbesondere nach dem physischen Genußleben hin, das typisch in der ausgesprochenen Vorherrschaft liegt.
Bild 172. Man beachte den Gesamtausdruck. Die Abtönung an Augen, Nasenform, Mund, Kinn, Ohren, Stirn, Haar und Haut ist typisch.
DgM070 Bi172 Gemein oT
Bild 172. Das gemeine Naturell.
Dieses Naturell liegt zwischen dem degenerierten und dem Verbrechertypus.
„Prüfe täglich deine Sinne,
Ob sie noch natürlich sind,
Ob sie das Leben so erkennen,
Wie die Natur es uns geschenkt.“

DAS VERBRECHERNATURELL
Steht im stärksten polaren Gegensatz zum idealen Typus. Es hat einen unwiderstehlichen Hang zum Bösen im Fühlen, Denken und Handeln. Es ist häßlich an Körper und Seele.
Wie vom idealen Naturell stets Weises, Edles, Gutes, Liebes und Segensreiches ausstrahlt, so aus diesem Typus Böses und Unglückliches.
DgM070 Bi172 Gemein mT
Bild 172. Das gemeine Naturell.
Zu unterscheiden ist das Verbrecher-Naturell, Verbrecher und Verbrechen.
In geistiger Störung kann z.B. jedes Naturell ein Verbrechen begehen, – es wird aber damit noch kein Verbrecher-Naturell.
Verbrecher können sich durch üble Einflüsse, Gewohnheiten und Suggestionen aus den elementaren Naturellen langsam entwickeln, ohne daß sie das Typische, Angeborene des Verbrecher-Naturells annehmen.
Sie nehmen dann physiognomische und pathologische Merkzeichen an, die ihre moralische Defektheit erkennen lassen.

DgM 070 MK Indiff Neutral

Bild 173. Er ist ein Schuldirektor aus Nordamerika, der aus moralischer Defektheit und Habsucht eine Handlung beging, die 400 Kindern das Leben kostete und Millionenwerte vernichtete.
DgM070 Bi173 Verbrecher oT
Bild 173. Ein Verbrecher.
Der Mann steht unter üblen Selbstsuggestionen. Man beachte den verlederten Gesamtausdruck, die Eintrocknung der Gewebe an Hals und Unterkiefer, die auf starke Belastung mit Fremdstoffen deutet, ferner den breit gezogenen Mund mit dem in sich verstockten Gefühlsausdruck, den übergroßen Oberkiefer, der auf die selbsteigene, egoistische Einstellung deutet, – das breite eckige Kinn.
Die überbreiten Jochbeinregionen, das übergroße, lappige und abstehende Ohr mit dem stark in die Breite gehenden Zug des unteren Seitenhauptes sind leicht in die Augen springende abnorme Merkmale. –

DgM069 Bi129 Ideal

ZUM VERGLEICH HOCHWERTIGES NATURELL.

Die Bilder 174-177 zeigen Verbildungen und abstoßende Häßlichkeitsmerkmale.
Schwere, abnorme oder unentwickelte Formen und Gewebe, Hirnbelastung und Unreinheit des Blutes, Disharmonie in der Entwicklung der Organe sind typisch.

Die abnormen schweren Kiefer bei Bild 174 bis zu den Jochbeinen hin haben eine eisenharte Spannung und lösen im Gehirn die Impulse zu Widerstand und Gewalttat aus.
DgM070 Bi174 Mörder oT
Bild 174. Gemeiner Mörder (Verbrecher Naturell).
Die Gewebe sind fast wie totenähnlich. Gegenüber den schweren unteren Formmassen ist die seitlich eingedrückte Stirn zu schwach. Sie zeigt im obersten Teil Leerheit, Härte und wie die Lage des Haares deutlich macht – moralische Defektheit.
Die gepreßten Augenformen mit dem stechenden Blick sind Roheitszeichen, ebenso die sehr groben verbildeten Formen der Ohren.
Augen, Nasenform und Mund zeigen üble und gemeingefährliche Gesinnung.

Bild 175. Verschlagenheit, Verwegenheit, Roheit, Heimtücke und Brutalität liegen hier im Ausdruck von Augen, Stirn, Nase und Mund.
DgM070 Bi175 Mörder oT
Bild 175. Gemeiner Mörder (Verbrecher-Naturell).
Der abnorme, breit-lange Kiefer, der nach der Jochbeinregion zu breit ausläuft, dessen Spannung noch hinter dem hartverbildeten Ohr wirkt, wo die Gewaltsinne liegen, die abnormen übrigen Formbildungen in Verbindung mit dem verschlagenen Ausdruck sind Neigungszeichen zu Mord und Gewalttat.
Diese entarteten, unglücklichen Menschen sollen von der Fortpflanzung ausgeschaltet und dauernd in Bewahrungsanstalten untergebracht werden.
Man sollte sie richtig erkennen; gebessert können sie nur wenig werden, weil sie im innersten Kern ihrer Seele dieses abnorme Böse als Erbstück mitbekommen haben.

Bild 176. Dieses lange Gesicht mit den abnormen Kiefern, der klobige Mund und die grobfleischigen Wangen deuten auf ein schwülstiges und rohes Tat- und Gefühlsleben.
DgM070 Bi176 Mörder oT
Bild 176. Gemeiner Mörder (Verbrecher-Naturell).
Die von der normalen Bildung abweichende, nach rechts geneigte, kurze und harte Nase bietet als Spiegelbild des Charakters diesen Anlagen kein Gegengewicht. Die groben Henkelohren deuten auf starke Angriffsimpulse zu Roheitsverbrechen.
Die glasigen, hängenden, düsteren Augen mit den buschigen Brauen deuten auf hemmungslose Phantasie und unbezähmbaren Hang zu Grausamkeit. Die seitlich eingedrückte Stirn zeigt Haltlosigkeit und Hirnbelastung, – eine unglückliche Natur, – für sich selbst und andere Menschen eine stete Gefahr. –

DgM069 Bi131 Plato

ZUM VERGLEICH IDEALES NATURELL, PLATO.
Durch Alkohol, Überernährung, Verdruß, Leidenschaft, Unreinheit des Körpers und des Geistes, Geschechtskrankheiten und böse Gedanken werden die lieblosen Charaktereigenschaften nicht nur hervorgerufen, sondern auch bei der Fortpflanzung der Frucht übertragen und vererbt.
Es gibt zahlreiche Verbrechermerkmale, aber der moralisch idiotische, gemeingefährliche Ausdruck ist diesen Naturellen stets eigen.
Der normale Mensch vermag sich in der Regel gar keine richtige Vorstellung davon zu machen, wie ein Verbrecher denkt und fühlt.
Wie ein guter Mensch stets das Gute will, erstrebt und tut, so stellt der böse sich stets dreist oder hinterlistig, hemmend und zerstörend diesem entgegen. –

DAS RAFFINIERTE INTRIGANTE MEPHISTO-NATURELL.
Dieses zeigt eine seltene geistige Überlegenheit mit Raffinement zum Bösen.
Bild 177. So stellt der Künstler mimisch den Mephisto dar, den Inbegriff alles Bösen, die Summe aller schlechten Eigenschaften.
DgM070 Bi177 Mephisto oT
Bild 177. Das boshafte teuflische Satanslachen. [Mimisch]
Im Kinn liegt Härte, Gier im Auge, Boshaftigkeit in den Stirnrunzeln.
Huter schreibt: Diese intelligenten Statansnaturen werden selten oder nie gefaßt, weil sie entweder das Gesetz umgehen oder beugen oder gar pharisäischen Gesetzeseifer vortäuschen, um mit den Machtmitteln des Gesetzes unerhörte Rechtsverbrechen durch falsche Gesetzesauslegung und –anwendung zu begehen.
Sie besitzen die Energie und das Geschick, durch heuchlerische und raffinierte Finessen ihre Vorgesetzten zu bestricken. Sie sind die allergrößten Gefahren für das öffentliche Leben.

MK ATLAS NAT
Diese Naturelle saßen schon oft in öffentlichen Gesellschaften, in Kirchenregierungen, Verwaltungs- und anderen Posten und haben ihren Regierungen und Völkern die schwersten Wunden geschlagen.
Es sind wissentliche Peiniger, unbemerkte Anstifter schlechter Dinge, mehr Intriganten als Gewaltmenschen, Regierungs- und Volksvergifter.

Sie gebrauchen stets Recht, Macht, Machthaber, Presse, öffentliche Meinung und Gesetz, um Ruchloses zu begehen, die Menge oder die Herrschenden oder beide zugleich irrezuführen.
Eine satanische Freude erfüllt sie, sobald sie ihre Ränke gesponnen und ein Unglück herbeigeführt haben, wobei sie die Drahtzieher waren, aber nie und von niemandem erkannt werden. Vielmehr heimsen sie neben Günstlingsstellungen oft Orden und andere Auszeichnungen ein.
Durch die psycho-physiognomische [physiognomische-psychologische] Wissenschaft und Naturellehre werden diese Naturelle entdeckt und an ganz typischen Zeichen erkannt.

Wir kommen mit dieser Abhandlung über die Naturellehre zum Schluß, ohne die weiteren, von Huter gefundenen, seltener vorkommenden Naturelltypen hier noch aufzuzählen.
Versuchen wir nochmals, im Geiste die hier dargelegte Naturellehre zu überblicken, so drängt sich uns die Erkenntnis auf, daß wir hier von einer gänzlich neuen Wissenschaft stehen.
Hut BAUPLAN
Bauplan der Natur, von Carl Huter entdeckt. [Hinzugefügt]
Es ist ein allgewaltiges Natur- und Entwicklungsprinzip, das sich durch die Naturellehre offenbart, das tief wie kein anderes Prinzip der Natur in das Leben des Einzelnen und aller Menschen eingreift. –

VERDIENSTVOLLE DEUTSCHE MÄNNER AUS DEM SUDETENLAND
DgM 070 MK Schroth Prieß
Diese beiden Männer und ihre Heilmethoden sind weltbekannt geworden und bis auf den heutigen Tag geht der Ruf der sudentendeutschen Heilstätten „Gräfenberg“ und „Lindewiese“ weit über Deutschlands Grenzen.
BRDjunta MK 2 Volk
Deutschland. [Hinzugefügt]
Die genialen Methoden dieser beiden kerndeutschen Volksfreunde möchte wohl niemand in dem Heilschatz mehr missen.
MK HEILWISSEN F
Neue Heilwissenschaft der Zukunft von und nach Carl Huter. [Hinzugefügt]

DgM069 MK SPRUCH HU

SPRUCH VON CARL HUTER
Wer soll Lehrling sein? Jedemann!
Wer soll Geselle sein? Wer was kann!
Wer soll Meister sein? Wer was ersann!

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

DgM069 MK DGM

Der große Band
„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.
In Leinen gebunden RM. 25,

DgM024-1934Urstoff Neo gelb
Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)
Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.
Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:
„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Hut BAUPLAN
Der Bauplan der Natur [Hinzugefügt]
Die Differenzierung in der Keimblase und die daraus erwachsende Naturellentwicklung erschließt den Bauplan der Natur, wonach sie die Höherentwicklung der Ganzheit der Natur und der Menschheit unter allen Umständen durchsetzt. Sicher wird die menschliche Einsicht sich dieser Naturerkenntnis bemächtigen und damit das Schicksal bis zu einem gewissen Grade meistern lernen.

NAT MK Keimblatt
Die drei Keimblätter, wissenschaftliche Begründung [Hinzugefügt]

Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.
Kupfer DgM 100
Amandus Kupfer, Bewahrer und Retter mit Hilfe der Schweiz und seinen großartigen Menschen von Carl Huters Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
Es hängt letzten Endes vom Fortschritt der Technik, Optik und Wissenschaft ab, die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie], ein neues klassisches Sehen, allgemein verständlich lehren zu können.
Huter SEHEN AUGE M
KLASSISCHES SEHEN [Hinzugefügt]

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

MK WISSENSCHAFT HU
Die Blaupause der Natur, CARL HUTERs wissenschaftliche Begründung [Hinzugefügt]

PGS Apr09 Obama TITEL part
Physiognomische Psychologie [Hinzugefügt]
Die meisten Menschen haben die Durchleuchtungen, Strahlungen, Spannungen und chemischen Farbveränderungen der Gewebe überhaupt noch nicht im Sinne Huters wahrgenommen. Zeigt man ihnen die Unterschiede an lebenden Personen, dann ist meist das Erstaunen groß, so etwas zum erstenmal zu sehen.
Was ich von Huter einst erlernte und getreulich bewahrte – möchte ich als einer seiner letzten noch lebenden Schüler gerne der Nachwelt erhalten, da es sehr schwer ist, das, was man im Leben leicht sehen lernen kann, durch Worte klar zu machen.

Ich bitte meine lieben Leser, die vorliegende Arbeit unvoreingenommen zu durchdenken. Ich will niemandem den Blick trüben, sondern habe hier nur Resultate der Volksforschung nach Carl Huter dargelegt. Was hier nur kurz erwähnt werden konnte, ist in den angeführten Werken Huters genauer erklärt.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Der große Band

WeißeFahne20erKu03aIrrlehre Kopie„Menschenkenner“ Nr. 1-50

Herausgeber von 1932-37, etwa 600 Bildbesprechungen. Zahlreiche Illustrationen. Hervorragender Inhalt.

In Leinen gebunden RM. 25,-

dgm024-1934urstoff-neo-gelb1

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)

Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.

Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Huter DgM 100

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:

„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –

Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –

Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,

Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist

Seines Wesens Spiegel.

Enthüllst du sie, so löst

Sich dir des Rätsels Siegel.

Bild „treu und fest“ (Hinzugefügt)

Lebensrichtung von Carl Huter (1905), 1. Strophe:

Immer den Blick nur nach vorwärts gerichtet,

Niemals verzagen, wenn Schweres uns droht,

Selbst wenn das Schicksal uns alles vernichtet,

Schaut nur ins Auge recht mutig dem Tod,

Eins bleibt uns sicher, das nimmt man uns nicht,

Es ist die Treue in Tugend und Pflicht.

Große Studienbüste (Photo Myrta Chesini, Schweiz)

Mail vom 23. September 2005 von “Myrta Chesini” mchesini@hispeed.chan Herrn Timm.

Sehr geehrter Herr Timm

Die Studienbüste hat ihr neues Zuhause gefunden. Der neue Besitzer würde

gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen, denn er verbreitet auch die Lehre von

Carl Huter. Wenn Sie das möchten, hier seine Mail Adresse:

info@diagnostik.de ( Hr.Michael Münch ).

Herzlichen Dank für den Kontakt mit Ihnen, wünsche Ihnen alles Gute und

herzliche Grüsse aus der Schweiz

Myrta Chesini (Hinzugefügt)

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

D.A. 4500. Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

DgM031 Wahrheit Schönheit


DgM 070 MK BUECHER

Herausgegeben von Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg

Schweizer Huterfreunde

CHZA 01

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm

HUTE The Gate

SCHOBÜLL März09psM

Copyright 2001-2009 by Carl-Huter-Zentral-Archiv

Hut ADAM EVE

D The Gate MK

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