DgM 072

Der gute Menschenkenner 072 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

pgs-link-wwwchzade-redm.jpg

Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

dgm59dgm_1937.jpg

Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

http://www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Dezember 1938, Nr. 71

DgM071MK TITEL D
DIE HARMONIE IM GLEICHKLANG
Welche Menschen passen zueinander?

DgM071MK Harmonie Text2
Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Januar 1939, Nr. 72

DgM072 TITEL A
DER IDEALE EMPFINDUNGSREICHE MENSCH
Mit dem zarten, eleganten Körperbau, den seelenvollen Augen, der freien Stirn und dem weichgetönten Gewebe –

DgM072 MK Titel X
UND SEINE GLÜCKLICHE ERGÄNZUNG
IN EHE, FREUNDSCHAFT UND BERUF

DgM072 MK Titel Z
20 STUDIEN AUS KUNST UND LEBEN.

DgM072 MK Titel X
Ein Versuch, den Gleichklang und andere Harmoniemöglichkeiten
für diesen hochwertigen, verfeinerten Lebenstyp zu finden

DgM072 MK Titel Y
Es ist für diesen Typus wegen seines reichen Ideen- und Empfindungslebens besonders schwer, die passende Bindung mit anderen Menschen zu finden.

Durch die Denk- und Empfindungs-Naturelle kommt die ideale Seite des Lebens stark zur Geltung.
Es sind die Menschen, die das reiche Empfindungsleben besitzen, da bei ihnen Nervensystem und Gehirn, Haut und Sinnesorgane stark betont und überaus fein abgestimmt sind. Die Körperbausysteme der Ernährung und Bewegung stehen dagegen stark zurück. Daher ist dieser Typus auch feingliedrig und zart gebaut, – die Bewegungen sind leicht, elegant und graziös.

DgM072 Bi13-16 oT

Wir betrachten die Bilder 13, 14, 15 und 16. Die Gesichter sind nur klein und zart, die Wangen dünn, – fast durchsichtig, von blaß-gelblicher Farbtönung. Oberhalb des Augendurchmessers liegt an Formmasse mehr wie unterhalb desselben. Dabei ist das Gesicht von geistig regsamen, seelenvollen Augen belebt.

DgM072 HEL EMPF-NAT
Solche Naturen im Empfindungs-Naturell gab es besonders in den alten Kulturzentren, Rom, Florenz, Paris, Madrid usw.
Die Indier liegen noch heute vornehmlich in diesem Typus, sie leben stark in religiösen Sitten und Gebräuchen.
Auch unter den Japanern gibt es viele Empfindungs-Naturelle. Dieses Volk entfaltete ein feines Kunstgewerbe und große nationale Tugenden.

DgM072 Bi13, 14 SEP
In Deutschland war es zur Zeit Huters die Kunststadt Dresden, die viele Empfindungs-Naturelle – teils mit einem Anklang an das Ideale – aufwies.
Auch in den Städten Bielefeld und Stuttgart war dieser Typus reich vertreten und mit ihm eine besondere feingewerbliche Tätigkeit und Kultur.
Empfindungs-Naturelle haben ein edles Wesen, sind meist bescheiden und stets hilfsbereit, – sie werden leicht übersehen, das sie weder durch Körperfülle, noch durch robuste Kraft imponieren.

ppNATernähr MK

Das Ernährungs-Naturell

Das Ernährungs-Naturell hat die gewichtige Körperfülle und sieht diese zarten und leichten Menschen oft für nicht ganz voll an, glaubt vielleicht sogar, sie seien unterernährt oder krank. Das ist aber durchaus nicht der Fall; das Zarte des Körperbaues ist vielmehr natürlicher Ausdruck ihrer Eigenart; – diese Menschen sind dabei gedankenreich und idealstark.

ppNATempf MK

Das Empfindungs-Naturell
Umgekehrt glaubt das Empfindungs-Naturell oft es den robusten Naturellen im Essen und Trinken oder in der Energie- und Kraftentfaltung gleichtun zu können. Das gelingt aber nicht, solche Versuche führen vielmehr oft zur Schädigung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

DgM072 Bi13, 15 SEP
Der Arzt alter Schule, der die Naturelle noch nicht kannte, glaubte oft, die Zartheit des ganzen Körperbaues auf Unterernährung, Blutarmut und Bleichsucht zurückführen zu müssen. Er verordnete eiweißreiche Nahrung, viel Fleisch, Lebertran, Malzpräparate usw., wogegen aber gerade dieses Naturell eine natürliche Abneigung hat, weil die zarten Verdauungsorgane, sehr fein abgestimmt sind und leicht überlastet werden.

ppNATempf MK
Wenig Fleisch, viel Obst, Südfrüchte, süße Speisen und Getränke sind den Empfindungs-Naturellen meist liebt und bekommen gut. Sie fühlen sich sogar bei sehr geringer Nahrungsaufnahme gesund und frisch und sind dann geistig außerordentlich rege.
Diese Naturelle sind oft tüchtig im Kunstgewerbe und in der Wissenschaft, in feiner Handarbeit, in der Feinindustrie, Technik, Optik usw.
Sie sind geistig interessiert, lieben Kunst, Poesie und Dichtung, freuen sich über alles Schöne und huldigen einer verfeinerten Lebensart und Kultur.

MATRIX MK MED
Durch anhaltende rohe und schwere Arbeit überanstrengen sie leicht ihre schwachen körperlichen Kräfte, und bei liebloser, kalter und roher Behandlung werden sie bald total unglücklich und leisten dann nichts mehr.

DgM072 Bi13, 16 SEP
Das Empfindungs-Naturell ist überhaupt am leichtesten der Tragik des Lebens ausgesetzt, einmal, weil das Empfindungs- und Ideenleben so außerordentlich stark ist und das Leid deshalb schwer empfunden wird und zweitens, weil diese Menschen dem brutalen Realismus nur wenig Widerstand entgegensetzen können.

MATRIX MK 6 HELIODA

Dieses edlen blumenhaften Menschentypen sollten den Schutz der elementaren Menschheit genießen, was sich tausendfach lohnt, weil mit ihnen die edelsten Kulturwerte zur Entfaltung kommen. Es sollte also neben der rohen Kraft- und Energieentfaltung, der realen Nüchternheit auch die ideale Seite des Lebens noch stärker zur Geltung kommen. Die Natur lebt uns das gewissermaßen vor. –

ppNATempf MK

Die drei Körperbausysteme für die Ernährung, Bewegung und Empfindung sollte jeder Mensch möglichst gleich stark, also harmonisch zu entwickeln bestrebt sein. –

ppEMBRYO MK
Lernten Empfindungsmenschen diese Naturellehre kennen, so hatten sie meist einen großen Gewinn, lernten sich selbst erkennen, die eigene Kraft und Lebensfreude stärken, – sie gewannen dadurch einen Schutz, innere und äußere Festigkeit, diese Lehre half ihnen mehr wie andere, oft für so wichtig gehaltene äußere Dinge.
Schon aus diesen kurzen Darlegungen kann man entnehmen, daß gerade dieses Naturell schwerer wie mancher anderer Mensch die glückliche Lebensharmonie mit einer anderen Person findet.

FREE MK 0X EVERY

War die Wahl unglücklich, so opfert sich dieses Naturell leicht und geht womöglich daran zugrunde.
War aber die Wahl des Lebensgefährten glücklich, dann sind meist die Kinder gesund und begabt, dann entfaltet sich dieses Naturell in wunderbarer Weise und gerade aus diesen Menschheitstypen sind die großen, schöpferischen Persönlichkeiten des geistigen Lebens hervorgegangen.

DgM072 MK 13-16
Ist dieser Mensch noch ethisch durchgebildet, dann beglückt er seine nähere und weitere Umgebung.
Zwei Empfindungs-Naturelle verschiedenerlei Geschlechts liegen im Gleichklang, in paralleler Harmonie.

MATRIX MK 3 HELIODA
Eine eheliche Verbindung verläuft daher meist glücklich, vorausgesetzt, daß die äußeren Verhältnisse einigermaßen günstig liegen, denn sonst sind beide leicht materieller Not und damit der Tragik des Lebens ausgesetzt.

DgM072 MK 13, 14
Gleiche Interessen finden sich, was beide beglückt. Sie lieben schöne, sonnig warme Räume, besuchen Konzerte, Theater, Museen, lieben schöngeistige Literatur, pflegen edle Lebensart, Wissenschaften, – sie sind sehr menschenfreundlich und gastfreundlich, dabei voller Güte und Liebe und stets hilfsbereit.

MATRIX MK 5 HELIODA
Ihre Vorzüge und Tugenden ergänzen sich, – aber diese Menschen übersteigern sich auch leicht durch ihre vielseitigen Ideen, geben das Reale für das Ideale hin, und wenn sie in den harten rohen Lebenskampf kommen, so opfern sie oft alles – aber ihre Ideale nicht.

DgM072 MK 13, 15
Kennen diese Menschen aber ihre Naturellanlage, wissen sie, wie sich ihr Typus von den anderen unterscheidet, dann ist viel gewonnen, sie können ihre schwachen und starken Seiten besser beachten und in Gleichgewicht bringen, vermögen klar und scharf die Grundursache ihrer Leiden zu erkennen und vermeiden so oftmals unnötige Tragik.
DgM072 Bi13-16 mT
Die 4 Bilder dienen nur zu schematischen Vergleichen. Der Leser wird jedoch den Eindruck haben, daß diese Menschen zueinander passen, sie sehen sich ähnlich, – obwohl sie im Leben nie zusammen kamen, sie liegen im gleichen Typus, in paralleler Harmonie.

DgM072 MK 13, 16

Die Bilder 17 und 18 zeigen den großen Kinderfreund und Jugendbildner Pestalozzi mit seiner Gattin. Beide liegen im Empfindungs-Naturell.
DgM072 MK Pesta2
Bild 17 Pestalozzi. Bild 18. Anna Pestalozzi.
Anna Pestalozzi versprach nach der Vermählung ihrem Gatten, „sie wolle ihm treu bleiben, solange er der Tugend treu bleibe“.
Sie hat Wort gehalten, – und Pestalozzi selbst hat sich zum Tugendnaturell entwickelt.
Als Pestalozzi bald nach seiner Eheschließung die Landwirtschaft anfing, um in reformerischer Beziehung ein Beispiel zu geben, war dieser Beruf für ihn als Empfindungs-Naturell so verkehrt wie nur möglich.

MATRIX MK 4 HELIODA
Bald war alles verloren. Frau Anna brach unter den Strapazen zusammen und hat sich nie wieder ganz davon erholt. Pestalozzi aber, der geniale Erzieher, wurde in seiner armseligen Kleidung von den Landjägern für einen Bettler gehalten – und nur seine Frau bewahrte ihn in dieser Zeit der Not vor der Verzweiflung.

DgM072 Bi17, 18 mT
Er hat es ihr zeitlebens gedankt, sie geliebt, bewundert und verehrt.
Man betrachte diese feinen zarten Gesichter, das belebte Gewebe, die zarte Haut, das seidenweiche dünne Haar; es gibt sich darin das allerfeinstens abgestimmte Nervensystem kund.

DgM072 Bi13, Pesta SEP
Das gütige Auge, der edle Ausdruck der Stirn, – alle typischen Merkmale des Denk- und Empfindungs-Naturells finden sich noch bei beiden Personen im hohen Alter wieder.

DgM072 Bi18 Pestalozzi
Alte Liebe rostet nicht!
Wenn auch Falten im Gesicht,
Bleibt doch die Erinnerung
Ewig schön und ewig jung!

DgM072 Bi17 Pestalozzi

Bild 19. Der Künstler hat in einem Bildwerk mit meisterhafter Technik und Innigkeit des Ausdrucks das Empfindungs-Naturell in einer ergreifenden Szene dargestellt.

DgM072 Bi19 Bettler

Bild 19. Der blinde Bettler. J. Laurent Dyckmans.
Vor dem Portal einer Kirche, von der Sonne beleuchtet, steht ein blinder Bettler. Vom Licht schwach erhellt ist im Innern der Kirche der gekreuzigte Heiland sichtbar.
Der Maler hat damit zum Ausdruck gebracht, daß die christliche Kirche es bei all ihrer Macht nicht vermochte, die bitterste Not zu überwinden.
Der Künstler hat den blinden Bettler im harmonischen Naturell mit so erhabenen Gesichtszügen dargestellt, daß man glauben könnte, es sei ein blinder König aus alten Heldensagen, – der hier bettelt.
Der Künstler hat damit sagen wollen, daß selbst ein verehrungswürdiger Mensch, der sicher im Leben Großes und Gutes getan hat, der in heldenhafter Tat sein Augenlicht verloren hat, bei den bestehenden Verhältnissen im hilflosen hohen Alter noch gezwungen sein kann, zu betteln.
Der Künstler geht aber auch noch weiter, – er hat die Frau, die eben das Portal der Kirche verläßt, in reicher Kleidung, aber mit sehr harten Gesichtszügen und reservierter Haltung dargestellt, – wodurch er ausgedrückt hat, daß der Reichtum in harten Händen die Not des armen, selbst königlichen Menschen nach sich zieht.
Wer schützt nun den Bettler, – wer stellt sich vor ihn?
Es ist ein engelgleiches Wesen, ein Empfindungs-Naturell! Man betrachte nicht nur das Gesicht, die Gestalt, sondern auch diese wunderbare Hand, Form und Haltung, es ist alles typisch für das Empfindungs-Naturell.
Der Künstler hat also bereits gewußt, daß dieser edle Menschentyp stets hilfsbereit ist, – und wenn es sein muß, sich für andere opfert.
Aber noch mehr, – dieses edle Wesen im Empfindungstypus hat gefühlt und erkannt, was für ein großer, prachtvoller Mensch der blinde Bettler in Wirklichkeit ist. Das Mädchen hat, was niemand gewahrte, die große Seele des alten Mannes erkannt, verehrt ihn und sucht ihn mit seiner schwachen Kraft zu schützen.

DgM072 Bi19 Bettler mT
Das ist wahrlich ergreifend und zu bewundern, wie scharf der bildende Künstler das Leben beobachtet hat. Denn es ist durch die Naturellehre heute wissenschaftlich und erfahrungsgemäß begründet, daß der harmonische Mensch stets in großer Sympathie zu dem Empfindungs-Naturell steht und diesen blumenhaften Menschen zu schützen sucht.
Sicher hat auch in diesem Falle der blinde Bettler dem Empfindungs-Naturell, das ihn jetzt schützt, viel Gutes erwiesen und es verläßt ihn selbst im Alter und in der Hilflosigkeit nicht, denn groß und tief ist die sympathische Verbundenheit dieser beiden Menschen und das Erbarmen des Mädchens.
Der große Künstler hat also schon die natürliche Harmonie dieser sehr verschiedenen Menschen gekannt und mit seinem Bildwerk sagen wollen, daß solche Menschentypen nicht nötig haben sollten, vor der Kirche zu betteln, sondern in ihrer königlichen Erhabenheit als Menschen zu Besserem berufen wären. Das alles hat den Künstler zur Hergabe seiner ganzen Kunst veranlaßt, um durch sein Werk die erbarmungslose Wirklichkeit seiner Lebensumwelt deutlich zu machen.

Bild 20. Es ist ein glücklich liebendes Paar, – das Werdende, – das eine glückliche Zukunft in sich tragende, schöpferisch gestaltende Lieben und Leben. Die reine Frauenliebe symbolisiert das Gretchen, der Künstler hat des im Empfindungs-Naturell dargestellt.
DgM072 Bi20 Faust Gret
Bild 20. Faust und Gretchen.
Faust ist der zur Harmonie strebende Typus, der Mannesgeist, der das Gute sucht; die schönsten Vorstellungen, die besten Gedanken und Vorsätze spiegeln sich in seinem Gesicht wieder. –
Der Künstler will sagen, daß diese reine, edle Liebe, das reinste Glück in sich trägt und nach sich zieht, daß dieses aber ohne Treue und Charakterstärke gar nicht denkbar ist. Man hat den Eindruck, das Glück der beiden müsse ewig sein, nur ein Mephisto kann es zerstören.

DgM072 Bi20 Faust Gret mT
Aber mag sich Faust durch Ränke zeitweilig verirren, er kehrt dennoch zum Guten zurück.
Die großen Künstler haben gefunden, wie sie es immer wieder, wenn auch mit Abweichungen darstellen, daß die Harmonie der Geschlechter, das Glück der Liebe und Ehe mit dem Typus eng verbunden ist.

DgM072 MK Faust Gret
Zwar kannten sie weder die Naturelle, noch die entsprechenden Harmoniegesetze, wie erst Huter sie lehrte. Aber scharfe Beobachtung, verbunden mit dem natürlichen Gefühl hat bereits das Richtige gefunden, bevor noch die Naturelle entdeckt waren und eine wissenschaftliche Begründung gegeben werden konnte.

Bild 21. Die Madonna, die liebende Mutter, ist hier im Empfindungs-Naturell dargestellt mit wunderbar schönen, edlen Gesichtszügen. Das Kind ist von solcher Schönheit und Zartheit, daß man unwillkürlich bangen muß, ob Mutter und Kind nicht schutzlos bleiben und einer rauhen Welt standhalten können.
DgM072 Bi21 Madonna
Bild 21. Die Madonna mit dem Jesusknaben. Von Ferruzzi. Esposizione Moderna-Venezia
Die Erfahrung vergangener Jahrzehnte hat gelehrt, daß gerade die edelsten kleinen Kinder, die den Stempel eines Adelmenschentums, womöglich der Genialität in sich tragen, – oft in größter Armut und ungünstigster Umgebung geboren, – als Kinder reinster Liebe den Unbilden nicht standhalten und – kaum auf die ungastliche Welt gekommen – sie wieder verlassen, wodurch die kostbarsten Menschengüter verloren gehen.
Daher ist unter allen Umständen der Schutz von Mutter und Kind die erste Pflicht – und das große Hilfswerk für Mutter und Kind vorbildlich.

DgM072 Bi21 Madonna mT
Der Künstler hat aber auch gerade das Empfindungs-Naturell als Mutter des Jesusknaben gekrönt und damit sagen wollen, daß dieser edle Menschentypus das schönste, gesunde und höchstbegabte Kind sein eigen nennen darf.
In den Werken der großen bildenden Kunst liegen psychologische Werte, die praktisch noch gar nicht gehoben sind und viel zu wenig beobachtet werden.
Auch das zarte Empfindungs-Naturell, dieser so oft verkannte edle Typus, sollte den Schutz finden, den es nötig hat und Verständnis; es sollte nie wieder als minderwertig angesehen werden, denn es ist hochwertig.

Bild 22. Wir greifen 3600 Jahre in der Geschichte zurück, – das Glück der Nofretete und ihr Leid war Jahrtausende vergessen und ist wieder bekannt geworden.
DgM072 Bi22 Echnaton
Bild 22. Der Sonnenkönig Echnaton und

DgM072 Bi23 Nofretete
Bild 23. die Königin Nofretete.
Wie leicht ersichtlich, liegt Nofretete vorwiegend im Empfindungs-Naturell, Bild 23. Das zeigen die klassische Stirn, das große, schöne Auge, die lange edle Nasenform, die Weichheit der Gewebe im Mittelgesicht, um Nasenform und Mund, das zeigt das feine und kleine Gesicht, der zarte Hals.
Die Königin mit ihrem Empfindungs- und Gedankenreichtum, – über dem kleinen, feinen Gesichtchen liegt es wie Sonnenschein, war die geistige Schöpferin des neuen Sonnenreiches und in ihrem Gemahl sah sie den König dieses Reiches.
Der König liegt auch stark im Empfindungsleben, teils mit Harmonie, wie die Nasenlinie und das Sonnige und Belebte des Gesichts zeigen, teils mit Disharmonie, denn der Mund ist gröber, das Kinn etwas keilförmig und lang.
Daher ist der Königin an seiner Seite wohl ein großes Glück zuteil geworden, aber sicher hat sie auch unter der Disharmonie des Königs gelitten. Der König hätte sich harmonisch entwickeln sollen, die Königin nie verletzten und ihrer besseren Meinung folgen sollen, – dann wäre sein Reich und seine neue Weltanschauung nicht in kürzester Frist, gleich nach seinem Tode, zugrund gegangen.

DgM072 MK Nofretete
Der König aber zog sich Günstlinge groß, die ihn nicht einmal verstehen konnten, noch viel weniger die Königin, die nur Verständnis vorgaben, aber in Wirklichkeit niedrige Interessen verfolgten.
Die Königin hätte gemäß ihrer größeren Einsicht und psychologischen Gabe andere, befähigtere und hochstehendere Menschen dem König als Berater vorgeschlagen. Zufolge seiner Anlage aber mußte sie neben einem großen Glück auch viel Ungemach erfahren. Das Reich des Sonnenkönigs zerfiel trotz seiner in vieler Hinsicht großartigen Weltanschauung.
Glück und Aufstieg für ein großes Volk waren damals mit dem Sonnenkönig und seiner Gemahlin Nofretete nahe gerückt, aber alles Errungene mußte wieder zerfallen, konnte sich nicht aufsteigend weiter entwickeln, weil die Hauptsache fehlte, – den Geist aus den Lebensformen zu erkennen, – die Auslese der Guten und Begabten.
Huter Geist Formen
In den Formen lebt der Geist. [Hinzugefügt]
Es ist die Tragik des Empfindungs-Naturells, sich gegenüber der Disharmonie und Minderwertigkeit nicht durchsetzen zu können. So tiefstehend und unfähig die Nachfolger des Königs waren, so groß war das Leid, das Nofretete erfahren mußte.

Bild 24 zeigt eine der bedeutsamsten Frauen Englands, die ihr ganzes Leben der Krankenpflege widmete und das gesamte Spitalwesen reformierte. Das bedeutet für eine schwache Frau im Empfindungs-Naturell ein Heldentum, und ist fast nur zu verstehen, wenn man den Opfermut, die Menschenliebe und Hilfsbereitschaft dieses Naturells kennt, das uns hier so sprechend deutlich nach Gesicht und Kopfform, Augen, Nasenform, Mund, Kinn, Halsform und Ausdruck engegentritt.
DgM072 Bi24 Nightingale
Bild 24. Florence Nightingale (1820-1890).
Diesen Menschen zu schützen, ihn vor Lebenstragik zu behüten und zu bewahren, zur Entfaltung kommen zu lassen, das lohnt der Mühe, denn das Glück der Mitmenschen zu vermehren, ist sein steter Lebensinhalt.

Bild 25 und 26. Auch diese beiden Menschen, Bild 25 und 26, liegen im Empfindungs-Naturell.
DgM072 Bi25,26, 29 mT
Bild 25 und 26.
Beim Mann fällt das kleine Gesicht, das gut geformte Ohr und vor allem die breite, vortretende Stirn auf.
Schon durch diese vornehmlich ins Auge fallende Stirn kommt zum Ausdruck, daß die Veranlagung für eine geistige Tätigkeit und Arbeitsrichtung im Vordergrunde liegt.
DgM072 Bi25 Empf
Bild 25
Dieser Eindruck der Stirn wird noch verstärkt durch das Oberhaupt mit dem hochstehenden Haar, das sich frei und ungezwungen wellt. Im Oberhaupt walten die Sinne für das höchste Gefühl und die Ansammlung hoher Wissens- und Kulturgüter, – für das Ideale.
Leicht kann man auch sehen, wie das Auge scharf beobachtet, – prüfend und denkend eingestellt ist.
Dieser Mann hat es aus sich selbst zu feinster technisch-wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeits- und Leistungsfähigkeit gebracht.
Er besitzt dabei für sein Naturell eine starke Durchführungskraft – siehe die Spannung des Unterkiefers, dort wo die Hand am Kinn liegt – und hat durch gute Begabung, Veranlagung und Ausführungskraft sehr viel erreicht. Die Hand faßt geschickt zu; dabei ist er aber wieder ganz Empfindungs-Naturell, liebt feine Handarbeit, Schönheit, Schmuck und verfeinerte Lebensart.
Um das letztere zu erkennen, braucht man gar nicht einmal diese Wissenschaft der Psycho-Phyisiognomik [Physiognomische Psychologie], denn die durch praktische Lebenserfahrung erworbene Menschenkenntnis läßt schon nach der ganzen äußeren Erscheinung, nach Kleidung, Haltung und Ausdruck diese Schlußfolgerung zu, und diese Art praktischer Menschenkenntnis hat auch ihre Berechtigung.
Nun betrachten wir das Bildnis der Dame, die auch im Empfindungs-Naturell liegt, die aber nach der ganzen äußeren Erscheinung und nach dem Ausdruck einfacher ist. – Beide Bilder sind aus dem täglichen Leben gegriffen. – Es fällt uns wiederum auf, wie geistig belebt Auge und Mundausdruck sind, wie am bewegten Kinn sich ein lebhaftes Tempo und ein frischer Impuls zeigen.
Geistige und körperliche Regsamkeit, verbunden mit Zartheit, Klarheit und Feinheit im Empfinden sind ihr eigen, – was aus der Zartheit und Feinheit der Gewebe und Formbildungen des mittleren Gesichts und vornehmlich an den Augenlidern deutlich wird.
DgM072 Bi26 Empf
Bild 26
Das Auge mit seiner Umgebung ist ausdrucksvoll und wie abgezirkelt. Die Nasenwurzel zeigt eine sehr gute plastische Feinheit und Belebtheit, typisch für den vorzüglichen Gestaltsinn, die gute Beobachtungs- und Ausdrucksfähigkeit.
Zart und doch fein bildet die Nasenform den Ausläufer der breiten und frisch-belebten Stirn, zum mindestens eine Charakter- und Denkfeinheit verratend.
Die beiden Personen standen sich im Leben fern, und diese Gegenüberstellung soll nur Studienzwecken dienen und zwar in systematisch-korrekter Lehrweise.
DgM072 MK 29, 26, 25
Bild 29, 26 und 25
Wenn man so das innere Wesen dieser beiden Menschen im Denk- und Empfindungs-Naturell sich geistig vor Augen hält, muß man schließen, daß der Mann dieser Dame all das bieten könnte, was sie gern hat und was ihrer Veranlagung und Lebensneigung entspricht.
Umgekehrt würde die Dame durch ihre geistige, natürliche und frische Regsamkeit, ihre Empfindungstiefe und Feinheit den Mann stetig und freudig anregen, ihn in seiner Tätigkeit stärken.
Das ist es, was so herzerquickend und stärkend wirkt, die Lebensfreude und Schaffenskraft erhöht, wenn ein Mensch Verständnis beim andern für die bevorzugten Anlagen findet. Daraus geht das tägliche Lebensglück hervor, – der harmonische innere Klang.
Beide Personen lieben Wissenschaft, Musik und schöne Künste, sind äußerst regsam, erfreuen sich an kleinen, schönen Dingen des Lebens, an Blumen, Farben, Formen, Natur und Sonnenschein, – pflegen eine verfeinerte Lebensart.
Man glaubt gar nicht, wie nötig das Empfindungs-Naturell diese und noch andere kleine Freuden des Lebens hat; sie sind für diesen Typus das, was für das Tatnaturell die Energieentfaltung und für das Ruhnaturell die Gleichmäßigkeit und reichlich gute Ernährung bedeuten. Sie sind Kraftquell des Lebens.
Das Empfindungs-Naturell liebt eine verfeinerte Nahrung, wobei es auf die Menge nicht ankommt, sondern mehr darauf, daß alles sehr schön hergerichtet ist.
So treffen sich diese zwei Menschen auf einer Lebenslinie und wenn die äußeren Verhältnisse nur einigermaßen ein wenig Glück zulassen, – Empfindungs-Naturelle tragen es ja vornehmlich in sich selbst, – dann ist die Freude unendlich groß und sie übertragen dieselbe auf ihre Umwelt und ihre Arbeit, die ganze Schönheit dieser Veranlagung entfaltet sich.

Das Bildnis Nr. 27. des älteren Herrn, der im Empfindungs-Naturell liegt, zeigt sehr ausgeprägte, warme und kraftvoll belebte Formen.
DgM072 Bi27 Empf
Bild 27.
Um das zu erkennen, betrachte man alle Einzelheiten des Gesichts, z.B. die sehr kraftvolle Unterstirn und die großartig breit gebildete Nasenwurzel.
Wie lebhaft die Nasenform aus dieser Stirnbildung hervorgeht, und wie quellend seitlich der Nasenform nach den Wangen zu die Gewebe sind.
Der schön geformte Mund mit seinen Zügen hat den milden, natürlich ungezwungenen und freundlichen Ausdruck.
Das Oberhaupt ist hoch und gerundet, – das obere Ohr feinstens gebildet; – sprechend, klug und gütig ist das Auge. –
Das alles sind die naturgesetzlich bedingten Merkmale dafür, daß sich die lebende Kraft, – die zugleich Formkraft ist, nicht nur stark innerlich, sondern auch stark positiv, von innen nach außen, betätigt.

Huter Innere Erschließung

Innen und Außen [Hinzugefügt]
Es spricht aus diesem Gesicht die Erfahrung, die Lebensreife, – dieser Herr konnte sich als Empfindungs-Naturell seiner Anlage entsprechend sehr günstig, geistig kraftvoll betätigen und sich so großartig entwickeln.
Man könnte ihn sich in der Regierung denken; – mit seinem warmen weiten Blick, seiner großartigen Lebenserfahrung rechtfertigt er jedes Vertrauen.

Um die Formkraft des Lebens beim Empfindungs-Naturell in den Abtönungen kennen zu lernen, betrachten wir den Gegensatz, den uns Bild 29 zeigt.
DgM072 Bi29 Empf
Bild 29
Dieser noch wesentlich jüngere Mann liegt auch, wie wir nach den vorangegangenen Schilderungen leicht erkennen, – im Empfindungs-Naturell.
Alle Formen sind hier sehr zart, man beachte allein die Zartheit der Formen und Gewebe an den unteren Augenlidern. Dabei sind die Formen und Gewebe rein, aber lange nicht so positiv, nach außen gewandt und ausgeprägt wie bei Bild 27
DgM MK 27, 28, 29
Bild 27 und Bild 29 zum Vergleich
Hier wirkt die belebende und formende Kraft, wie es oft bei dem Empfindungs-Naturell der Fall ist, vornehmlich negativ innerlich, in Gedanken, Gefühlen und Empfindungen – leicht einer Übersteigerung ausgesetzt, so daß solcher Mensch zu Gemütsverstimmungen und Melancholie neigt.
Das ist hier Anlage, – man beachte, wie breit im oberen Teil die Stirn ist mitsamt dem oberen Seitenhaupt, wo die Gefühle stark wirken.
Demgemäß ist auch das Auge etwas tiefer liegend, nach innen gewandt, fast ängstlich, mindestens zurückhaltend.
Die Lippen fallen auf, sie sind weich und voll, wie überformt und geben kund, daß die Gefühle stark und weich sind.
Der noch junge Mann war zu ängstlich, besorgt, ja so zu essen und zu trinken, daß er voller und stärker würde, wobei er die zarten Verdauungsorgane überlastete und sich schadete. So ist ein gewisse Brüchigkeit und Schwäche in der Form- und Gewebsbildung zu erklären.
Die Stärke des Empfindungs-Naturells liegt weder in der guten Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung, noch in der physischen Kraftanstrengung; es bleibt gesund bei großer Genügsamkeit und ganz intensiver geistig regsamer Tätigkeit. Bild 29 ist der lebendige Beweis dafür.

Die Frau, Bild 28, liegt auch im Empfindungs-Naturell, sie ist sehr einfach, genügsam, ohne jede Überhebung, innerlich und nach außen zu stark tätig.
Man betrachte das warme, seelenvolle, leuchtende Auge, dann die lange, gerade Nasenform, aus welcher große, kluge Voraussicht, Selbsterziehung und Selbstbeherrschung spricht.
DgM072 Bi28 Empf
Bild 28.
Diese Frau bemüht sich förmlich darum, helfend und liebevoll einzugreifen, wo sie nur kann. Das ist so recht typisch für das Empfindungs-Naturell, das sich oft selbst ganz zurückstellt, um andern Menschen und einer guten Sache zu dienen.
Die Stirn ist sehr fein, wie von innen geistig durchspannt; – weich und voll liegt das Haar, dem reichen Denk- und Gemütszustand entsprechend.

DgM072 Bi27 mT
Man glaubt gar nicht, welch feines Lebensverständnis solche Menschen, wie die Bilder 27 und 28 sie zeigen, aufbringen können – ob sie nun in kleinen einfachen oder in besseren äußeren Verhältnissen leben, – wieviel Gutes sie selbstlos zu tun imstande sind. Wenn Huter sagte, „Empfindungs-Naturelle sind wie gute, hilfsbereite Engelsnaturen unter den Menschen“, so zeigen diese beiden Bilder, – daß es tatsächlich der Fall ist. Gutes zu tun, ist diesen Naturen Bedürfnis und Selbstverständlichkeit.
DgM072 MK 27, 28, 30 mT
Bild 27 und 28
Der Mann, Bild 27, und die Frau, Bild 28, stehen ihrem innersten Wesen nach im Gleichklang, wobei jeder natürlich seine Eigenart hat. –

DAS EMPFINDUNGS-NATURELL IN GUTEN LEBENSVERHÄLTNISSEN.
Das Empfindungs-Naturell ist – wie eine zarte Blume von Sonnenschein und Wärme – sehr stark von guten äußeren Lebensverhältnissen abhängig. Weil es so nachhaltig und tief empfindet, kann es einesteils sehr lebensfreudig und glücklich sein, aber auch andernteils seelisch, geistig und körperlich tief niedergedrückt werden, so daß es sich dann kaum mehr zu behaupten vermag.

Das junge Mädchen, Bild 30, im Empfindungs-Naturell liegend, wie schon das kleine zarte Gesicht mit der großen Stirn zeigt, – hat einen recht natürlich frohen und gesunden Ausdruck.
DgM072 Bi30 Empf
Bild 30.
Das ist besonders am Mund und an den plastisch-zartgeformten Wangen zu erkennen, aber auch an Augen, Stirn und Kopfhaltung. Besonders die mittleren Weichteile des Gesichts seitlich der Nasenform, die das seelische Empfindungsleben des Mittelgesichts widerspiegeln, quellen zart und glücklich gesund hervor.
Die breite, plastisch gut hervorgewölbte Stirn zeigt die Gewecktheit im Geistesleben; – zwar ist die Nasenform und mithin der Charakter noch recht kindlich und das junge Mädchen könnte sich im Lerne und Auffassen gewiß noch viel planmäßiger und stärker geistig betätigen, womit dann auch das Auge geistig wachsen würde.

DgM072 Bi30 mT
Dazu lagen aber die äußeren Verhältnisse noch nicht günstig genug; – sonst hatte das Mädchen es gut, der Ausdruck ist freudig, voller Aufmerksamkeit und Lebendigkeit.
So ist das Empfindungs-Naturell; – wenn die äußeren Verhältnisse nur einigermaßen günstig sind, dann entwickelt es sich glücklich und gesund.

Haben wir das Empfindungs-Naturell als den idealen, edlen und empfindungsreichen Typus kennengelernt, so ist es wohl berechtigt, damit die gewaltigen Unterschiede in der Formbildung und im Ausdruck erkennt werden, einen Menschen im Bilde zu zeigen, der sich ganz und gar gegenteilig entwickelt hat. Siehe Bild 31.
DgM072 MK HEL JÜDIN
Bild 31. Eine Jüdin.
Folgendes ist hier festzuhalten:
1. Die übergroße Häßlichkeit – die noch verstärkt wird durch die Perücke, welche die Frau trägt, – ist ein Zeichen von Abnormität im Denk- und Seelenleben. Die Ostjüdinnen lassen sich bei ihrer Verheiratung das natürliche Haar abschneiden und tragen dann zeitlebens eine Perücke, die oft sehr schmierig und verfettet ist. Nach und nach zeitigt diese häßliche Sitte durch Vererbung und Gewohnheit Belastung und Verkümmerung der besonders empfindlichen Vorder- und Oberhirnorgane, die dann rückwirkend diese außerordentliche, fast sprichwörtlich gewordene Häßlichkeit der Jeduwka zur Folge.
2. Unheimlich wirkende, quer abstehende Henkel- und Verbrecherohren, die auf starke Angriffsimpulse und Neigung zu Durchtriebenheit und Verschlagenheit deuten, um heimlich oder offen verbrecherische Handlungen anzustiften oder zu begünstigen.
3. Die trüben, halb verdeckten Augen, mit dem von unten herauf selbstherrlich in die Welt gerichteten Blick bekunden einen furchtbaren Realismus, der dem eignen Vorteil zunutze vor keinem Betrug und keiner offenen oder geheimen bösen Handlung und Anstiftung zurückschreckt.

DgM072 Bi31 Jüdin mT
4. Dabei zeigt die lange, oben plastische Nasenform eine seltene böse Intelligenz und rücksichtslose Willensenergie, die kein Mitleid und kein Erbarmen kennt, verbunden mit großer Lebenserfahrung im Bösen und einer seltenen raffinierten Klugheit.
5. Die steinerne Ruhe im Gesicht, der lederartige Zug der rechten Wange, die absolute Selbstherrlichkeit ausprägende pergamentartige Oberlippe, die dünnen, wie mit dem Messer scharf nach unten geschnittenen Lippen vervollständigen dieses Bild eines Menschen, der entartete Handlungen zu begehen vermag.
6. Dabei ist der Schädel im oberen und vorderen Teil abgeflacht, was auf Verkümmerung der hier liegenden Gehirnorgane deutet, so daß jede höhere moralische Vernunft von vornherein ausschaltet.
7. In Verbindung mit dem moralisch idiotischen Ausdruck zeigen die eingetrockneten Verformungen an den Augen, an Kinn und Hals, – die nicht allein auf die Alterserscheinungen zurückzuführen sind, – vererbte und erworbene schwere Belastung des Nervensystems, wodurch auch das Blut wie vergiftet wird.
Dieser Typus kennzeichnet die totale Minderwertigkeit, und ein Unglück für gut geartete Menschen ist es, wenn solche Naturen nicht rechtzeitig erkannt werden und frei schalten und walten können.

DgM072 MK TEXT EMPF

Ein Empfindungs-Naturell, das in Abhängigkeit von solchen Menschen gerät und nicht durch Tatnaturen befreit wird, ist rettungslos verloren, der Minderwertigkeit mit Leib und Seele ausgeliefert. Daher sollte vor allen Dingen das Empfindungs-Naturell sich diese naturwissenschaftliche Menschenkenntnis aneignen und nicht blindlings dem christlichen Gebot folgen, den Nächsten zu lieben wie sich selbst; denn das Böse, das dieser Typus, verkörpert, soll man nicht lieben, sondern hassen, anderseits, aber die Liebe stets bereit halten, um sie dort walten zu lassen, wo sie verdient ist.

NAT MK Beweg

Das Tat- und Bewegungs-Naturell hat die Kraft das schützenswerte gute Empfindungs-Naturell vor minderwertige Menschen zu schützen. Bild und Text hinzgefügt.
Man strenge daher seine ganze Intelligenz an, den hochwertigen Menschen zu erkennen und ihm zu dienen, ihm Macht und Einfluß zu geben, denn das ist der natürliche Weg zum Lebensglück. –

FREE MK 0C PP TI
Fortsetzung folgt.

HELIODA GOLD

NACHRUF [IN MEMORIAM ERICH MELLERKE – DER BEDEUTSAMSTE ZEICHNER FÜR CARL HUTERs MENSCHENKENNTNIS. Hinzugefügt]
Am 11. November 1938 ist Herr Erich Mellerke, uns allen als nimmermüder Zeichner recht wohl bekannt, – nach kurzem, schwerem Krankenlager verstorben.
Mellerke war, wie das Bildnis unten zeigt, ein Empfindungs-Naturell.

DgM072 Mellerke Empf-Nat SEP
Sein Leiden, die Atemnot, von einer alten Lungenerkrankung und Behandlung herrührend, machte sich schon lange geltend und zehrte, wie der Ausdruck deutlich zeigt, an seinen Kräften.
Sein so hoffnungsvoller, lebensfreudiger Sinn half ihm immer wieder über manchen Schwächeanfall hinweg.
DgM072 MELLERKE mT
ERICH MELLERKE
Kopie nach einer Farbbildaufnahme. Juli 1938.
In den Augen konzentriert sich sein ganzer lebhafter Geist, die sinnvolle Beobachtung von Natur, Form und Gestalt bei schärfster Erfassung selbst großer Feinheiten und Kleinheiten.
Man betrachte nur den Zug der seitlichen Stirn, wo der Sinn für Technik, Impuls und Kunst liegt, der sich plastisch herausgewölbt nach oben zieht, dorthin wo der Ansammlungssinn für höhere Werte und der Idealsinn liegen.

DgM072 MELLERKE
Dabei ist die Stirn breit, – es wohnt darin ein lebhafter Sinn für Natur- und Lebenswissenschaften.
Mag auch das Gesicht die Zeichen des Verfalls der Kraft tragen, das Auge traurig blicken, – der Geist suchte den Körper zu beherrschen, der Glanz einer gütigen, leidenden und besorgten Seele, des Feinempfindens, liegt wie Sonnenschein darüber. –
Schon fast gebrochen hat Herr Mellerke noch die Naturellbilder der Frauen gezeichnet. Es sind die ersten Naturellbilder dieser Art.
Helvetia MK FRAUEN
Mellerke bei der Arbeit. Source: Der gute Menschenkenner Nr. 50 [Hinzugefügt]
Herr Mellerke war sowohl für die Wissenschaft, wie für die Kunst der Psycho-Physiognomik interessiert, er hat den scharfen Blick für Form und Gestalt, und es gelang ihm, das Typische der Naturelle in der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt meisterhaft charakteristisch wiederzugeben, wie es natürlich, wahr und echt in die Erscheinung tritt.
Nun ist der Zeichenstift seiner geschickten Hand entglitten, – er hat den Tod nicht gefürchtet, – wenn ihn auch stete, treue Sorge um Frau und Kind bewegte Den Geist, der in allen Formen, Farben und Erscheinungen lebt, darzustellen, – seine Kunst, – war ihm alles, – er wollte ja nur damit der Wahrheit und den Menschen dienen.
So nehmen wir von ihm Abschied, von dem edlen Empfindungs-Naturell, das sich aus eigner Kraft zum Künstler bildete, – und wir bewahren ihm ein treues Gedenken.

HU MK Verdelung Nach

HU MK Veredelung Vor
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren. (Fortsetzung folgt.)

Die genialen Methoden dieser beiden kerndeutschen Volksfreunde möchte wohl niemand in dem Heilschatz mehr missen.
MKLOVE FREE TITEL
Neue Heilwissenschaft der Zukunft von und nach Carl Huter. MENSCHENKENNTNIS [Hinzugefügt]

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s