DgM 073

Der gute Menschenkenner 073 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

http://www.chza.de

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Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Dezember 1938, Nr. 71

DgM071MK TITEL D
DIE HARMONIE IM GLEICHKLANG
Welche Menschen passen zueinander?

DgM071MK Harmonie Text2

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Februar 1939, Nr. 73

DgM073 MK TITEL D
SYMPATHIE UND ANTIPATHIE
unter den Menschen

DgM073 MK TITEL A

DRITTER VERSUCH,
den Zusammenklang der verschiedenen Personen, Charaktere und Geschlechter nach der natürlichen Grundlage der Naturellehre zu finden.

DgM073 MK Bi35 Übung
ZUR ÜBUNG:
Man beurteile nach eigener Anschauung und Gefühl, ob die Frau, Bild 35, zu dem Mann, Bild 33, passen würde oder nicht. Zur Nachprüfung des eigenen Urteils lese man im Text die Harmonie-Berechnung.

DgM073 Bi33, 34 Tat
DAS REALE TAT- UND BEWEGUNGS-NATURELL.

Wenn wir hier die Frage zu beantworten suchen, „Welche Menschen passen gemäß ihrer Veranlagung, Neigung und Lebensrichtung zueinander – und welche nicht?“ – so bitten wir den Leser von vornherein um sehr viel Nachsicht; denn das Problem ist schwierig, und es fehlten bisher die wissenschaftlichen greifbaren Unterlagen zu einer Klärung.
Diese sind nunmehr durch die Entdeckung der Naturell, der menschlichen Körpertypen, gefunden.
KRETSCHMER XXX
Carl Huter = Original. Kretschmer = Plagiat/Fälschung. [Hinzugefügt]
Daher möge man diese Versuche zunächst einmal zur Kenntnis nehmen, sie wollen anregen, – und die Zeit muß lehren, ob sie einer Nachprüfung standhalten.
Es handelt sich um Erfahrungstatsachen, gesammelt in langer, mühsamer Arbeit.
Wer sich vergegenwärtigt, wie bunt und mannigfaltig das Leben ist, die Anlagen, Neigungen, Triebe, Fähigkeiten und Wünsche der Menschen, der wird diese Versuche unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen.

HELIODA GOLD
Es soll versucht werden, dem Plan der Natur nachzuspüren, durch welchen sie die Entwicklung vorwärts treibt, in der Vielgestaltigkeit des Lebens dennoch System und Ordnung zu erkennen und die glückliche Vereinigung in Freundschaft, Ehe oder Beruf für kürzere oder längere Zeit oder gar für das ganze Leben zu erleichtern.
Hut BAUPLAN
Bauplan der Natur von Carl Huter entdeckt. [Hinzugefügt]

Oft schließen sich Menschen im guten Glauben, in Harmonie und Frieden leben, arbeiten und streben zu können, zusammen, ohne die Naturveranlagung zu beachten; – und oft, wenn es zu spät ist, sind sie bitter enttäuscht.
Denn was im Zusammenhang eine Disharmonie ergibt, paßt nicht zusammen, es strebt auseinander, das lehrt uns die Eigengesetzlichkeit des Lebens, das lehrt die ganze Natur, auch die Tier- und Pflanzenwelt, selbst die Chemie, denn bestimmte Stoffe und Kräfte ziehen sich an und verbinden sich innig und andere wiederum stoßen sich ab.

LEADER MK 01 DgM-1
Es ist daher sicherlich ein Verdienst Carl Huters, im langen Suchen nach den Harmoniegesetzen in der Natur positive Ergebnisse erreicht zu haben, die das praktische Leben als richtig bestätigt.
Es soll ja durch diese Versuche nur das Glück und die Freude am Leben gestärkt werden. Gesundheit und Lebenskraft erhöht, die Schaffenskraft erhalten und auch das Kinderglück vermehrt werden.
Es gibt ohne Zweifel kein größeres Glück auf Erden, als im engen oder weiteren Kreis mit Menschen zusammenzuleben, die gut miteinander harmonieren. Aus solcher Gemeinschaft im Kleinen, in der Freundschaft, im Geschäft, in der Familie wächst dann um so eher der glückliche und starke Staat im Großen hervor.
In diesem Sinne wurde bereits das Einfachste dargelegt, die parallele Harmonie der Ernährungs- und der Empfindungs-Naturelle.

Wir kommen nun zu der Harmonie im Gleichklang der
Tat- und Bewegungs-Naturelle

Die Bilder 33 und 34 zeigen einen Mann und eine Frau, beide typische Vertreter des uns bekannten und im Prinzip prachtvollen, gesunden und natürlichen Bewegungs-Naturells.
DgM073 MK Bi33, 34
Bild 33 und 34
Wir erkennen die typisch lange, hagere, markante und derbe Kopf- und Gesichtsform, die einem entsprechenden Körperbau eigen ist.
Es ist unnötig, diesen Typen, der fortlaufend im Leben zu beobachten und unseren Lesern wohl bekannt ist, hier erschöpfend zu beschreiben. Bis zu einem gewissen Grade ist es sogar möglich, von der Geschlechtsverschiedenheit abzusehen, – so sehr ähneln sich diese beiden Menschen verschiedenerlei Geschlechts in den Hauptpunkten des Lebens.

LEADER MK 03 MK
Bei beiden Bildern finden wir z.B. die kräftige Bildung der Nasenform, eine enorme Wucht besonders im oberen Teil derselben, der mit dem Knochengerüst in Korrespondenz steht und auf Tat- und Willensenergie schließen läßt.
Das Auge sitzt fest und kernig in der Umrahmung, weitsehend ist der Blick, da dieses Naturell zur Betätigung im nahen und weiten Umkreis strebt.
Kraft liegt in der unteren Stirnbildung, wo die realen Beobachtungssinne und das praktische Denkleben zu suchen sind.
Stark sind auch die übrigen knochigen Teile des Gesichts, die Einheit von Leib und Leben symbolisierend, so die Jochbeine, die für die starke Widerstands- und Überwindungskraft typisch sind, so vor allem das starke, knochige Kinn mit dem wuchtigen Unterkieferbogen und dem straffen Gewebe, charakteristisch für den lebhaften Impuls und die enorme Knochen-, Muskel- und Arbeitsenergie.

ppNATbeweg MK
Spannkraft liegt in der aufrechten Kopfhaltung, im sehnig starken Hals und Nacken, da ja bei diesem Naturell das Knochen-, Muskel- und Sehnenbändersystem des Körperbaues so stark von der Natur aus betont ist, wie das Ernährungs- und Empfindungssystem zusammengenommen.
Damit ist in wenigen Zügen die Grundveranlagung, die Grundlebensrichtung dieser beiden Menschen schnell und leicht erfaßt.
Wir nehmen zunächst an, der Mann, Bild 33, hat den richtigen Lebensberuf, der für seine hervorstechende Veranlagung paßt, – denn das ist allemal ein wichtiger Punkt zur glücklichen Lebensgestaltung.
DgM073 Bi33 Nat-Bew
Bild 33
Mit einem solchen Manne, der den richtigen Lebensberuf hat und am rechten Platz steht, kann dann auch die Frau im Bewegungs-Naturell um so eher glücklich harmonieren.
Nehmen wir aber an, der Mann wäre von Beruf Schneider oder Bürokrat, müßte also ausschließlich leichte, feine Handarbeit machen oder in der Hauptsache geistig tätig sein, noch dazu in warmen engen Räumen, dann möchte er die engen Fesseln sprengen – und kann sich nicht anpassen.
Er möchte, wie es seine Natur verlangt, lieber tüchtig und angestrengt arbeiten, die Knochen- und Muskelkraft entsprechend der Spannkraft seines Körpers betätigen.
Wie sehnt er sich hinaus in frische, freie Luft, um tief ein- und auszuatmen, um sich zu strecken und zu dehnen, auszuarbeiten, auszulaufen, seine Sinne weit zu richten. Da sein Beruf das nicht zuläßt, kann er dazu kommen, jeden Arbeiter zu beneiden, der in frischer Luft, bei Wind und Wetter, Eis und Schnee draußen in der Natur ist.
Gerade die körperliche Anspannung, die Entfaltung der Willensenergie ist sein Element. Bei dauernder Innenarbeit verweichlicht er, seine Muskeln werden schlaff und weich, die Körperfunktionen träge, die Nerven erschlaffen. Er wird nervös, unzufrieden, er wird leicht sogar unleidlich, denn sein ganzes Wesen braucht ein anderes Lebens- und Tätigkeitsfeld.
Das unzufriedene Wesen überträgt sich auf seine Arbeitsprodukte, sie werden minderwertig und es ist kein gutes Auskommen mit ihm, nur der Zwang oder das Pflichtbewußtsein hält ihn fest, wenn er nicht bei der ersten besten Gelegenheit die Fesseln bricht.
Daher müssen wir von vornherein als Vorbedingung einer glücklichen ehelichen Verbindung und eines guten Familienlebens für den Mann im Tat- und Bewegungs-Naturell den richtigen Lebensberuf annehmen. Auch für die Berufswahl ist diese Naturellehre, wie schon oft hervorgehoben, von großem Segen.
Hat aber der Mann den richtigen Beruf im Außendienst, in der Großindustrie, im Großhandel, im Reiseverkehr, im Bauhandwerk oder als Landmann, der das Feld bebaut, dann steht er am richtigen Platz und die ganze Frische, Natürlichkeit und Urwüchsigkeit seines Naturells kommt zur Geltung.

DgM073 Bi34
Und nun die Frau im Bewegungs-Naturell, – wenn der Mann Landwirt ist, so greift auch sie frisch und freudig mit an, keine Arbeit ist ihr zu grob und schwer oder nicht fein genug; der Beruf ihres Mannes ist ihr nach jeder Richtung hin recht.
Und der Mann ist wohltätig berührt durch solch eine Prachtfrau, sie paßt zu ihm.
Sie sind sich beide in allen Hauptpunkten des Lebens einig, da ja ihre Grundlebens-, Willens- und Charakterrichtung die gleiche ist. Sie stimmen überein wie zwei gleiche Töne in der Musik, wie zwei gleiche Farben, – in der Arbeit, in der Lebensfreude, – die Kraft und Lebenslust steigert sich.

DgM073 MK Bi33, 34
Beide Menschen sind Feinde von allen Zimperlichkeiten, Gefühlsergüssen und philosophischen Betrachtungen. Sie sind tat- und willensfreudig, durchaus real, gegenständlich und nüchtern eingestellt.
Das wäre eine parallele Harmonie, ein Gleichklang für das Tat- und Bewegungs-Naturell, bei voller Charakterübereinstimmung. Beide Personen würden bei normalem Lebensablauf gesund und glücklich bleiben bis ins hohe Alter.
Das ist aber keine graue Theorie, denn die Erfahrung, das Leben bestätigt diese Erkenntnis fortlaufend – und das Staatswohl erfordert solche glückliche Bindungen – sie sind natürlich, nach der Veranlagung passend, sie sind vorbildlich.

Die unpassende Bindung.
Mit kurzen Hinweisen sei ein Gegenstück gekennzeichnet.

Die gewiß stattliche Frau, Bild 35, liegt im primären Ruh- und Ernährungs-Naturell und damit dem Manne, Bild 33, und auch der Frau, Bild 34, in allen ihren Neigungen viel zu weit entfernt.

DgM073 MK Bi33-35
Die Frau, Bild 35, hat noch dazu das phlegmatische Temperament, das zeigt der sehr ruhige, fast unbewegte Augen- und Gesichtsausdruck. Die lebhafteste Bewegungsfreudigkeit und die ausgesprochene Bewegungsträgheit passen nicht zusammen.

DgM073 Bi35
Diese Frau mit ihrer stattlichen und weichen Fülle neigt unter allen Umständen zur Ruhe, Bequemlichkeit, zu gutem, reichlichem Essen und Trinken, zur behäbigen Lebensanschauung. Dabei ist sie ökonomisch und wirtschaftlich klug, sie versteht, ohne große körperliche und geistige Anstrengung gut auszukommen.

DgM073 MK Bi33, 35
Gewiß, das Bewegungs-Naturell regt selbst das Ernährungs-Naturell durch Beispiel und Willen energisch an.
Die Frau würde zunächst versuchen, die körperlichen Anstrengungen mitzumachen, aber es geht beim besten Willen nicht, – die körperliche Gebundenheit ist eine ganz und gar andere. Die grobe, anhaltend schwere Arbeit löst allerlei Beschwerden aus. Sie kann nicht dauernd mitmachen, – sie kommt aus der angeborenen Ruhe ihres Naturells heraus. Das macht sie mürrisch, unzufrieden, bringt sie mit ihrer Veranlagung in Konflikt und sie verliert die natürliche und gesunde Schönheit ihres Typus.

NAT MK Ernähr
Der Mann kann das Wesen der Frau nicht verstehen, weil er das Naturell nicht kennt und selbst ganz und gar anders veranlagt ist, – die zu starken einseitigen Gegensätze machen sich geltend. Es kommt zu Zwiespalt und Reibereien, keiner kann trotz besten Willens nachgeben und gibt auch nach.

DgM073 Bi34, 35
Die Zerwürfnisse, selbst bei anfänglicher Zuneigung, sind bald da.
Wer ist schuld? – Niemand – beide leiden am Ende ohne Schuld, was auf das ganze äußere und innere Lebensglück, und vornehmlich wenn Kinder da sind, nicht gut einwirkt.

ppNATernähr MK
Schuld ist die gegenseitig sich zu fernliegende, einseitig betonte Naturellveranlagung – und daher sollte der Mensch nicht zusammenschließen, was die Natur nicht füreinander bestimmt hat und was nicht harmonieren kann -, zumal ja der gute Klang leicht von vornherein in solchen Fällen zu finden ist. Diese kurze Darstellung möge hier zugunsten der weiteren Abhandlung genügen.

Beide Personen, Bild 36 und 37, liegen im Bewegungs-Naturell.
DgM073 MK 36, 37
Bild 36 und 37.
Der Mann hat das derbknochige Gesicht, starke Jochbeine, Kinn- und Unterkieferpartien.
Die Frau hat ebenfalls den kräftigen Gesichtsbau und den starken Hals. Dazu beachte man die Spannkraft, die in der kerzengeraden, aufrechten Haltung des Kopfes liegt, ferner das derbfleischige Gesicht mit der Kraft, die in der wuchtigen Wangenpartie zum Ausdruck kommt; – man muß sagen, es ist sogar ein Anklang an das athletische Naturell vorhanden.
Aber auch der Mann hat den klaren Blick und den ruhigen Ausdruck der Kraft.

NAT MK Beweg
Die Frau hat den energischen Blick, die entschlossenen Gesichtszüge; – man sieht förmlich, diese beiden Kraftnaturen sind einander gewachsen.

DgM073 MK Bi36,37
Wenn man den klaren Blick des Mannes, diese gerade Nasenform, die kraftvolle Stirnbildung und dabei den guten Mundausdruck beachtet, so ist es naheliegend, zu folgern, daß er in seiner männlichen Persönlichkeit auch dieser starken Frau gegenüber bleibt wie er ist.
Dabei zieht sich auch die Stirnbildung gut nach oben, dieser Mann hat viel Wohlwollen und Gutmütigkeit.

DgM073 Bi36

Bild 36
Das ist bei einer solchen Tat- und Kraftnatur eigentlich etwas Großartiges; das überlegene Kraftgefühl wird dem Schwächeren gegenüber nicht mißbraucht, sondern derselbe wird noch wohlwollend behandelt und beschützt. (Vorgreifend sei erwähnt, daß dieser Typus unter solchen Umständen sogar dem zarten und feinen Empfindungs-Naturell in der Terz liegt und glücklich mit demselben harmoniert.)
Doch bleiben wir hier zunächst beim Gleichklang, – denn auch bei der Frau geht die Kopfbildung stark nach oben und daher ist das Empfindungsleben, trotz der bevorzugten Bewegungsanlage gar nicht schwach und könnte durch Einfluß des Mannes, durch seine natürliche Gutmütigkeit noch leicht gehoben werden.
DgM073 Bi37
Bild 37
Wäre nun die Frau ein wenig mit der Naturellehre vertraut, so könnte sie sich von vornherein danach richten. Sie würde dann die Gutmütigkeit des Mannes nicht falsch einschätzen, sondern hochschätzen und unbeschadet aller Tatkraft und Empfinden und Gemüt erwidern.
Dann könnte sie selbst sich großartig entwickeln, die Neigungsrichtung beider würde zusammenfließen und der Mann hochbeglückt sein.
Es ist nun einmal so, die starken Anlagen, die ein Mensch hat, die möchte er vom anderen Geschlecht gewürdigt sehen.
Wenn das die Frau versteht, hat sie den Mann leicht gewonnen, und wenn die Naturellanlage dabei passend ist, herrscht in der Ehe eine gute Harmonie.
Man glaubt gar nicht, wieviel davon abhängt, daß die Frau den Mann richtig versteht und behandelt. Daß der Mann auch die Frau richtig behandeln soll, ist selbstverständlich, daher sollten beide etwas Menschenkenntnis besitzen, welche oftmals erst das richtige Verständnis lehrt, das aber wiederum nur durch Liebe und gegenseitiges Eingehen auf die Persönlichkeit zur Harmonie führt.
Noch wichtiger wie für den Mann ist für die Frau die Menschenkenntnis, da es oft in ihrer Hand liegt, durch richtige Behandlung des Mannes das Glück zu erhalten und zu vertiefen.
Nun hat in diesem Falle die Frau, Bild 37, die energische Kopfhaltung, den energischen Augen- und Mundausdruck. Sie hat auch breite Jochbeine, – der Mann aber auch, beide haben die starke Widerstandskraft und Eigengesetzlichkeit.
Würde nun die Frau sich dem Manne gegenüber rechthaberisch, widerspenstig und unlieb zeigen, seine starken Seiten nicht beachten oder gar mißachten, dann hätte sie von vornherein verloren. ER würde das zunächst nicht verstehen und sie durch Gutmütigkeit zu anderem Benehmen veranlassen wollen.
Wenn ihm das dann nicht gelingt, ist er enttäuscht, in seiner männlichen Persönlichkeit verletzt und es entstehen Reibungen.
Es würde dann sein Widerstand wachgerufen, die Kraftnatur in ihm, und wenn die Frau nicht klug genug ist, nachzugeben, wäre die Harmonie gestört, – weil die Neigungsrichtung auseinandergeht.

NAT MK Beweg
Man hat gewiß viel darüber geschrieben, wie Mann und Frau sich in der Ehe benehmen sollen, – aber das ist zweifellos in jedem Einzelfall verschieden. Hier ist der praktische Weg gezeigt, wie man das Verhalten von vornherein richtig einstellen kann.
Wenn aber der lebendige Form- und Lebensausdruck nichts mehr bedeuten, die Grundlebens- und Charakterrichtung, das Naturell des Menschen belanglos sein soll, dann freilich wird man vergeblich nach praktisch greifbaren Unterlagen für eine richtige Menschenbehandlung suchen und sich mit sehr wohlfeilen schönen Belehrungen zufriedengeben müssen, die gar zu oft auf den persönlichen Einzelfall nicht passen und wirkungslos bleiben.
Alles, was aber hier über Harmoniemöglichkeiten der beiden Menschen gesagt wurde, ist sozusagen aus den Gesichtern entnommen, und man kann sich durch den Augenschein von den körperlichen Besonderheiten überzeugen und auch davon, daß wissenschaftliche Grundlagen für die psychologische Deutung vorhanden sind.
Wenn man sich aber nicht mehr nach dem gesunden Sehen und natürlichen Denken richtet, dann ist man allerdings, wie man so sagt, von allen guten Geistern verlassen, handelt oftmals blindlings und gerade verkehrt, obwohl die besten Absichten vorliegen können.

Betrachten wir nun die beiden nächsten hochinteressanten Bilder.
Das Grundnaturell beider Personen, Bild 38 und 39, ist für die Harmonieberechnung als Bewegungstypus anzusprechen.
DgM073 MK 38, 39
Bild 38 und 39.
Der Mann hat den langen kräftigen Gesichtstypus, dabei die gerade, bestimmte, willensstarke Nasenform, das fest-harte Kinn und den starken Unterkiefer.
Die Frau hat ebenfalls den für das Bewegungs-Naturell bekannten langen Gesichtstypus.
Dabei ist die Nasenform kräftig entwickelt, besonders auch im oberen Teil und dort, wo der Nasenknochen endet.
DgM073 Bi39
Bild 39
Das Kinn ist kräftig, ebenso der Unterkiefer, der Hals und die Kopfhaltung verraten Spannkraft und Energie.
Dabei ist aber der ganze Ausdruck außerordentlich geweckt, das Auge ist lebhaft beobachtend und der Mundzug wie prüfend abgestimmt.
Wenn man genauer hinsieht, so findet man eine besondere Feinheit in der Haut, welche die Stirn überspannt. Dabei ist das Haar sehr ausdrucksvoll und fein, fast dünn, möchte man sagen, wie es sonst dem Bewegungstypus nicht eigen ist.
Es ist also eine großartige Abtönung des Bewegungs-Naturells, ein Einschlag in das Talentierte.
Ein Volk, das solche Frauen hat, kann sich glücklich schätzen.
FRAUEN Melerke
Erich Mellerke und seine Frauen-Bilder nach CARL HUTERs MENSCHENKENNTNIS. [Hinzugefügt]
Dieser Frau braucht man wohl nicht erst zu sagen, daß sie den Mann richtig behandeln soll.
Sie ist so aufmerksam und geistig geweckt, hat einen so forschenden lebendigen Blick, eine solch praktischen Sinn – man beachte die breite Nasenwurzel, das fein gebaute Ohr -, daß sie schon aus natürlicher Veranlagung heraus das Richtige findet, und zwar aus angeborener Menschenkenntnis, Gefühls- und Beobachtungsfähigkeit. Sie gibt sich ganz, wie sie ist und bleibt frei von Eitelkeit.
Nun der Mann. Zunächst haben beide Personen den natürlichen ernsten Lebensausdruck, jedoch die Frau mit mehr Heiterkeit. Beide sind willensstark, haben die Selbstbeherrschung, sind fest, bestimmt und auch großzügig im Charakter.
DgM073 Bi38
Bild 38
Dabei hat dieser ernste Mann die breite, hochgehende und angespannte Stirn, er ist klar im Denken, rein in Gedanken, im Charakter genügsam und bescheiden.
Bei beiden Personen ist neben der Grundtönung des Bewegungs-Naturells eine Anspannung in Bezug weitergehender geistiger Betätigung unverkennbar.
Insofern würde die Naturellanlage, die Tätigkeits- und Neigungsrichtungs im guten Gleichklang stehen.
Die Frau würde dem Manne auch bezüglich geistiger Tätigkeit infolge ihrer großen Intelligenz hilfreich zur Seite stehen könne, was für ihn eine wohltätige Entlastung bedeuten würde.
DgM073 MK Bi38, 39
Bild 38 und 39.
Man beachte beim Manne den entschlossenen Mundzug, die festgezogene Linie der willensstarken Nasenform, das geistig konzentrierte Auge, die Kraft der Stirn und das hochliegende kraftvolle Haar.
Dagegen ist die Anspannung an Kinn und Unterkiefer nicht so stark, wie es sonst bei der Bewegungs-Natur der Fall ist.
Die Bewegungsanlage ist zweifellos nicht so betätigt worden, wie es der Anlage nach gut wäre. Darauf ist auch wohl die Schwellung der Gewebe unter den Augen zurückzuführen, wie man sie bei Überlastung der Nieren findet, eine Folge mangelnder Körperbestätigung dieses Naturells.
Die Frau mit ihrem lebhaften verständnisvollen Geist würde erfrischend auf den Mann einwirken, den Ernst des Lebens für ihn mildern und ihn freudiger stimmen.
Ihre Bewegungsfreudigkeit würde ihn auch mehr zur Körperbetätigung anregen. Diese wiederum würde entlastend auf die inneren Organe wirken, denn das Tatnaturell muß ausgiebige körperliche Betätigung haben, um gesund zu bleiben.
Der Mann hätte mit dieser Frau sozusagen das große Los gezogen, es wäre ein glückliches und dauernd gutes Zusammenleben möglich.

NAT MK Beweg
Man sieht an diesen Bildern zu recht, welches Glück durch eine wohltätige Harmonie bedingt ist, – die Kraft steigert sich! –
Warum steigert die Natur dergestalt die Kraft? Als vor bald 20 Jahren mir ein vierter Sohn geboren wurde sprach eine Frau mir ihr Bedauern darüber aus. Ich war sprachlos und fragte: „Warum denn?“ Nun, meinte dieselbe, „wegen der Kosten und Lasten“. Ich war erstaunt ob solcher Gedankengänge und sagte mir, die Kraft und der Eifer von Vater und Mutter zu sorgen und zu arbeiten steigert sich – und habe das Geschäft, das diese Frau innehatte, nie wieder betreten können.
Die Natur ist weiser, wie manche Menschen glauben können, – und nichts ist mehr zu verehren, wie der Eifer und die Sorge der Eltern für ihre Kinder. Wenn das Anwachsen der Familie aber Bedauern auslöst, ist es für ein Volk nicht gut.

Zu Studienzwecken betrachten wir nochmals Bild 39 und dazu im Vergleich Bild 40.
DgM073 MK 39, 40
Bild 39 und Bild 40.
Schon allein nach dem Eindruck – vom Altersunterschied abgesehen – wird der Leser wahrscheinlich sagen, das paßt nicht zusammen.
So ist es auch in der Tat, – denn der Herr, Bild 40, liegt im disharmonischen Naturell, da sowohl der Ausdruck, wie auch die Formbildung von Kopf, Gesicht und Ohr lange nicht diese geschlossene Einheit, Regelmäßigkeit und auch Schönheit zeigt wie bei den Bildern 38 und 39.
DgM073 Bi40
Bild 40
Die Grundwesensrichtung beider Personen geht hier zu weit auseinander und steht in Mißklang, ähnlich wie die Farben rot und schwarz zueinander stehen oder Ton 4 und 5 in der Musik. Das Naturellschema Carl Huters, das eine leichte Übersicht zu dieser Berechnung gestattet, ist vielen Lesern bekannt und wird in einer der nächsten Nummern behandelt.
PP Naturell Sprache Natur
Naturellschema Carl Huters. [Hinzugefügt]
Wenn wir den äußeren Eindruck von Bild 40 mit Bezugnahme auf Bild 39 nach der Naturellehre näher begründen, so ergibt sich in den Hauptpunkten folgendes:
1. Die Nasenform, die den Charakter kennzeichnet, ist bei der Dame ausgesprochen entwickelt und zeigt Großzügigkeit, schnelle Auffassung, schnelles Handeln, Willensenergie, Festigkeit, Selbstbeherrschung und Erziehungsanlage.
Die Nasenform des Herrn ist eingebogen, ähnlich wie bei der Kindesnase, unentwickelt, im oberen Teil schwach, im unteren plump. Entsprechend ist der Charakter. Der Mann läßt sich gehen, neigt zu Unschönheiten, Launen, Plumpheiten und Ungerechtigkeiten.
Allein schon die Charakterverschiedenheit ist zu groß, die Frau würde bald enttäuscht sein, sich abgestoßen fühlen und könnte zu dem Manne nicht aufsehen.
2. Die Frau hat auch das klare, bestimmte, geweckte Auge, den reinen, lauteren Blick, – der Mann hat das verschleierte Auge, das auf einen engen Gesichtskreis und eine undefinierbare Gedankenrichtung deutet.
Auch das läßt sich nicht verneinen.
Die Frau mit ihrer hervorragenden Gewecktheit und Intelligenz würde den Mann einfach nicht verstehen, ihm auch nicht folgen können, kein gutes Vorbild finden, enttäuscht sein und sie könnte nicht mit ihm fertig werden. Im täglichen Leben würden sich daraus zu starke Gegensätze ergeben, die sich nicht überbrücken lassen.

DgM073 MK 39, 40
3. Die Frau hat den genügsamen und bescheidenen Mundzug, der Mundausdruck des Mannes zeigt starke Genußliebe und Unschönheiten im Begehren und Erleben, im Denk- und Gemütszustand. Allein schon im täglichen Wortausdruck und in den Wünschen laufen die Ansichten auseinander und lassen sich nicht vereinen.
4. Die mittleren Gesichtspartien haben bei der Frau Plastik und Wärme, beim Mann sind dieselben flach und es dringt keine Hoheit der Gefühle daraus empor.
Auch in der Klarheit der Gefühlsbetätigung laufen daher die Lebensansichten auseinander, es fehlt die so nötige Ergänzung. Das Gewebe im Gesicht des Mannes ist unrein.
5. Die Frau hat den großen Fleiß, den lebhaften körperlichen und geistigen Impuls – siehe Nasenform und Kinn – zu selbsteigener Tätigkeit und Wirksamkeit. Der Mann ist gerade entgegengesetzt veranlagt.
6. Man beachte ferner das fein gebildete Ohr der Frau, es zeigt einen inneren Seelenadel und eine feinere Empfindlichkeit in der Tonaufnahme, für die Art der Sprache usw.
Beim Mann ist das Ohr lappig und übergroß, er wird leicht roh, verständnislos und ausfällig, er hat nicht einmal die Neigung, Schönes, Gutes, Ernstes und Großes nur anzuhören.
Schon diese starken Verschiedenheiten in der Grundveranlagung machen deutlich, daß die Grundlebens- und Charakterrichtung durchaus nicht zusammenklingt. Was sollte nun die Frau an dem Manne achten und ehren, wie sollte sie sich an ihm emporrichten und zu ihm aufsehen? Sie würde enttäuscht und unglücklich werden, und er würde die Gründe dafür nicht einmal verstehen.
Man könnte vielleicht einwenden, daß zwei solche Menschen sich von vornherein abstoßen würden. Das ist aber durchaus nicht immer der Fall. Eine Ehe zwischen so unpassenden Menschen aus dem gleichen Lebensniveau verlief für die Frau total unglücklich, das Kind der Ehe wurde krank, die Frau lebenstraurig, erkrankte ebenfalls und starb bald darauf.
Zum Glück sagt ja das natürliche Gefühl dem Menschen oftmals das Richtige, aber es heißt auch nicht umsonst, die Liebe macht blind. Daher ist die Entdeckung der Naturelle durch Huter ganz gewiß ein großer Fortschritt in der Lebenserkenntnis.
KRETSCHMER XXX
Kretschmer = Plagiat/Fälschung; Carl Huter = Original. [Hinzugefügt]

Betrachten wir nun die Bilder 41 und 42, zwei prachtvolle, gesunde Menschen im Bewegungs-Naturell, die wiederum im Gleichklang liegen und daher gut zueinander passen.
DgM073 MK 41, 42
Bild 41 und Bild 42.
Es sind zwei liebesstarke Menschen, das ist aus dem plastischen Augen- und Mundausdruck zu erkennen, aus der gesunden Kraft, die im Auge und Gewebe liegt.
Die Stärke oder der Grad der physischen Liebeskraft ist für das Zusammenpassen und die Lebensharmonie ein wichtiger Faktor und stimmt bei den reinen ausgeprägten Naturellen, die im Gleichklang liegen, meist günstig überein und zwar so, daß der Mann meist etwas stärker in der Geschlechtsanlage ist und folglich bei völliger Ergänzung doch noch genügend Kraft für Beruf und Arbeit behält.
In diesem wichtigen Punkt liegt also hier Übereinstimmung vor, – und wir versuchen nun, den Charakter und weitere Hauptlebensübereinstimmungen zu erkennen.
Zunächst scheint die Feststellung des Naturells auf einige Schwierigkeiten zu stoßen, da beide Menschen eine gewisse Fülle der Formen im Gesicht, am Hals und natürlich auch am Körperbau aufweisen.
Das Hagere und Markante des Bewegungs-Naturells tritt nicht so stark, wie man es oft zu sehen gewohnt ist, hervor. Man betrachte auch den Mundausdruck, – es ist eine gewisse Richtung zur Ernährungsanlage etwas mit betont.
Aber diese spielt nur etwas stärker mit hinein, denn in erster Linie müssen wir beide Menschen für die Harmonie-Berechnung zu dem zweifellos vornehmlich betonten Bewegungs-Naturell rechnen; das andere kommt dann als Neigungsrichtung in Betracht, – und auch darin stimmen beide Menschen gut überein.
Es liegt eine Harmonie im Gleichklang vor.
Beide haben das länglich-kräftige Gesicht, den starken Unterkieferbau, wobei an Formmasse im Gesicht unterhalb der Augen mehr liegt als oberhalb derselben. Das sind ganz unverkennbar typische Naturellmerkmale.
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Bild 41
Der Mann hat den Blick der sinnlichen Liebe und der starken diesbezüglichen Gedanken- und Gemütseinstellung.
DgM073 Bi42
Bild 42
Die Dame hat das klare, offene, sehr wohltuende und freundliche Auge, den Blick der Vorstellung. Sie hat auch das vorstehende, gerundete Kinn, den starken weiblichen Impuls, die große Gatten- und Kinderliebe.
Das ist für den Mann sehr gut, es ist ein bereitwilliges natürliches und freundliches Entgegenkommen.
Wenn nun – was man voraussetzen muß – die starke beiderseitige Liebe vorhanden ist, dann hat die Natur beiden Menschen alles zu ihrem Glück mitgegeben, was sie sich nur wünschen können.
Der Mann hat auch den richtigen Beruf, denn sonst würde er nicht so lebensnatürlich und unbefangen in die Welt sehen.
Er hat, wie vornehmlich das Kinn zeigt, die starke Arbeits- und Durchführungskraft.
Dasselbe kann man auch von der Dame sagen, siehe das kraftvolle Kinn, die starken Wangenpartien.
Man lasse den Ausdruck von Augen, Gesicht und Kopfhaltung auf sich wirken, – beide Menschen sind frisch, natürlich und durchaus lebensgegenwärtig eingestellt.

DgM073 MK Bi41, 42
Bei beiden ist der Sinn auf die schöne Lebensrealität gerichtet, Arbeit, Beruf, Freude und Pflichten.
Diese Richtung herrscht vor; – die Lust, Liebe und Veranlagung zu besonderer geistiger Betätigung steht demgegenüber zurück, ebenso auch die Neigungsrichtung zur Ruhe und Bequemlichkeit, die typisch für das Ernährungs-Naturell ist.
Für beide ist die Arbeit, die Körperbetätigung das Hauptelement. Darin und auch in allem Übrigen, was dazu gehört, sind sie sich aus Veranlagung einig und gleicher Sinnesrichtung.
Entsprechend würden sie ihr Heim gestalten und ihre ganze Lebensführung, wie nach einer Linie gezogen, einstellen. Die Frau würde spielend auch mit viel körperlicher Arbeit fertig, wie würde fest zufassen, auch wenn die Arbeit grob und schwer ist, – und sich nach getaner Arbeit des Lebens freuen, weite Ausflüge mitmachen, entfernt wohnende Verwandte und Freunde besuchen. Der Mann würde noch neben seinem Beruf körperlich in Sport und Anstrengung mit Vorliebe tätig sein, und sie steht ihm im Rahmen ihrer weiblichen Veranlagung nicht nach und sieht mit Wohlgefallen des Mannes Tätigkeit und Pflichteifer.
Ihn würde ihr ganzes Wesen beglücken und zufriedenstellen, denn besser könnte er es sich nicht wünschen, – die Dame ist auch noch im Charakter gut, beherrscht sich und ist bescheiden, und er würde diesbezüglich noch einiges von ihr lernen, was ihm bei seiner Aufmerksamkeit, auf welche die hochgezogenen Augenbrauen deuten, nicht schwer fällt.

NAT MK Beweg
Wir sehen, ein Glück ist in manchen Fällen leicht zu begründen, wenn die Menschen richtig zusammenpassen.
Käme dann noch eine dritte Person hinzu, die harmonisch veranlagt ist und mit beiden Menschen zusammenleben würde, sei es der Vater oder die Mutter, dann würde sich ein großartiger Dreiklang ergeben, und die Ehegatten würden sich in der Verehrung dieser Person einig sein.
Diese würde noch ein Ideal mit hineintragen oder wenigstens die Richtung dahin angeben, und so könnte für alle die Entwicklung eine aufsteigende sein.
Der Leser wird einwenden, „Ja, – wenn“, – nun, dieses „Wenn“ hängt von Menschenkenntnis ab.
Läge aber die erwähnte dritte Person im disharmonischen Naturell, dann würde sie das Glück der ersten beiden erheblich trüben können, wie das Leben sehr vieler Menschen gelehrt hat.
Das Glück ist oftmals wie eine Sphinx, wer es allein in äußeren Dingen sucht, wird es nicht finden, – und durch Menschen- und Naturellkenntnis wird es dem Zufall entrissen.
Gewiß kommt das Glück oftmals auch wie von selbst, – aber mit Menschenkenntnis braucht man sich auf diesen Zufall nicht zu verlassen; – denn oft läßt er im Stich und man kann auf diese Weise einiges zum eigenen Glück beitragen.
Freilich muß man seine Intelligenz nach jeder Richtung hin anspannen, aber das hat die Natur durch die Differenzierung der Naturelle offenbar gewollt und beabsichtigt, es liegt in ihrem Plan, um die Höherentwicklung zu erreichen.

DgM073 Bi43

Der Mann, den Bild 43 zeigt, liegt im Bewegungs-Naturell, wie schon die langen knochigen Gesichtsformen deutlich erkennen lassen. Besonders das lange Kinn mit dem kräftigen Unterkieferbogen und die große Entfernung von der Nasenspitze bis zur Kinngrenze lassen die motorische Arbeitskraft der Knochen und Muskeln in Erscheinung treten.
Das Ohr ist groß und langförmig und zeigt die verwegene Tat- und Unternehmungslust, wogegen das Mittelgesicht seitlich der Nasenform mit der Spiegelung des inneren warmen Gefühlslebens proportional nur kurz ist und streng im Gewebe erscheint. Daher steht das Gefühl nach Kraft und Ausdauer gegenüber der Tat- und Bewegungsenergie sehr zurück.
Aber der Stirnansatz über den Augen, wo die Sinne der Beobachtung und realen Erfassung der Umwelt liegen, ist sehr markant und vorspringend, – hier liegt viel Kraft, wie auch in der energisch angesetzten Nasenwurzel und in der Willenslinie der Nasenform.
Der borstige und struppige Schnauzbart, sowie die harte Partie der Unterlippe, die etwas vorgeschoben ist, zeigen Derbheit und Grobheit in der persönlichen Einstellung und Lebensart. Der Mund ist verbissen.
Das durchaus real blickende und geistesnüchterne Auge, sowie der ganze Ausdruck, die Lage des Haares, die energischen Augenbrauen zeigen Wildheit und Verwegenheit, – die eisenharte Natur des Bewegungs-Naturells.
Schwere grobe Körperarbeit und Anstrengung bei harter Herrschaft ist sein Element. Das flache Seitenhaupt zeigt nur schwache wirtschaftliche Anlagen. Ein ungebundenes, verwegenes und abenteuerliches Leben ist ihm das liebste.
Die zarten Bande der Familie können ihn kaum oder nur in geringem Grade fesseln, die Anhänglichkeit und Familienliebe und –sorge ist schwach, der Mann gehört zu den Einzelgängern, die sich nur schwach binden lassen, die wenig Sinn für Heim, Haus und Familie haben. Es ist schwer mit ihm umzugehen, er durchbricht die zarten Bande, kommt leicht in Händel und zu Rücksichtslosigkeit bei harter Herrschaft über andere. Es ist ein Mann für schwere Arbeit und Tatdurchführung.
Die Natur schafft im bunten Lebensspiel, wie wir an diesen Bildern erkennen, die verschiedenartigsten Naturen, auch solche mit starkem und solche mit schwachem Familien- und Wirtschaftssinn.

DgM073 MK Bi43, 44

Die Frau, Bild 44, liegt, wie an den langen, harten Gesichtsformen kenntlich ist, im Bewegungstypus. Sie hat ein hartes und schweres Leben hinter sich, was zum Teil mit der Bewegungsanlage zusammenhängt. Es ist der Ausdruck der Freudlosigkeit und der Mund zeigt Unzufriedenheit.
DgM073 Bi44
Bild 44.
Dabei war sie im Grunde ihres Wesens gut, wie es die großen, jetzt hängenden Augen und die Ohrbildung zeigen. Das Haar ist strähnig und ausgetrocknet, die Nervenkraft verbraucht, die Haut ist dürr wie der ganze Ausdruck.
Es ist der harte Lebenskampf, der sich hier abzeichnet, den das Bewegungs-Naturell zufolge seiner Anlage oft führt, wobei das schmale Seitenhaupt die nur schwache Möglichkeit des wirtschaftlichen Emporkommens zeigt.
Es spiegelt sich hier die reale, nüchterne und harte Seite des Lebens, die rast- und ruhelose einseitige körperliche Anspannung und Tätigkeit.

DgM073 MK 43, 44
Diese beiden Bilder kennzeichnen oftmalige Auswirkung der ganzen starken Einseitigkeit des Bewegungs-Naturells und sie führen deutlich vor Augen, daß die Differenzierung nach der Naturellanlage ein weises Naturgesetz ist, wodurch jede Einseitigkeit in der Entwicklung vermieden wird. Gäbe es nur Bewegungs-Naturelle, dann würde das Leben sich in einer beispiellosen Nüchternheit und Realität abspielen. Erst die Differenzierung der Naturelle bedingt die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit des Lebens, ermöglicht es, das Leben wie ein Kunstwerk sinnreich und schön zu gestalten. Daher sollte die Arbeit des Bewegungs-Naturells, die oft allzu reale Nüchternheit des Lebens von einem Ideal gekrönt sein, das durch den empfindungsreichen Menschen zur Auswirkung kommt, damit die Elastizität des Lebens gewahrt bleibt.
ppNATempf MK
Empfindungs-Naturell
[Hinzugefügt]

NAT MK Empf

Wenn es angesichts der grandiosen Entwicklung, durch die das Leben und auch der Mensch entstanden ist, heißt, „der liebe Gott habe den Menschen aus einem Erdenkloß gemacht und ihm in seine Nase den lebendigen Odem eingeblasen“ -, so muß man beim Anblick dieser beiden jüdischen Gesichter unwillkürlich denken, daß hier erstens keine gute Entwicklung stattgefunden hat und zweitens, daß vom Odem wenig geblieben ist.
Daß wir, solange solche Personen die Möglichkeit haben, frei zu wirken und womöglich maßgebenden Einfluß ausüben, noch nicht den Himmel auf Erden haben können oder doch im allgemeinen einigermaßen glückliche Zustände, ist leicht zu verstehen.
Da der Lebensodem auch heute noch durch die Nase des Menschen ein- und auszieht, so ist der Eindruck, den speziell dieses Organ bei einem Menschen macht, von besonderer Bedeutung. Der Eindruck ist bei den beiden Bildern wirklich kein erhabener.
Was wir hier in den beiden Gesichtern vor uns sehen, was also die Natur im Laufe langer Entwicklung hervorgebracht hat, kann man, ohne die Ehrfurcht gegenüber dem Schöpfer aller Dinge zu verletzen, als die lebendige, auf Irrlehren, Entwicklung und Vererbung beruhende Dekadenz bezeichnen.
Der Mann, Bild 45, liegt dem Typus nach im Bewegungs-Naturell, – aber er hat eine so durchdringende Härte im Blick, in der Augen- und Gesamtformbildung, daß man glauben könnte, die Knochen hinter den Geweben seien aus Elfenbeinmasse geformt.
DgM073 Bi45
Bild 45.
Mit einer keilartigen Wucht drängt die jüdisch-hebräische Nasenform aus dem Gesicht hervor, als wolle die Natur zum Ausdruck bringen, daß der Charakter dieses Mannes alles besser geartete Leben zersprengen könne, um es sich untertan zu machen.
Das ist in der Tat der Grundcharakter. Wildheit und Unruhe liegt im Augen- und Gesichtsausdruck, verbunden mit rücksichtsloser Dauerenergie, die danach strebt, sich möglichst schnell zum Herrn der Welt aufzuschwingen, – mag auch alles unter seinen Füßen zerbrechen.
Daß der Mann sich in diesem Sinne einschätzt, geht symbolisch aus dem unheimlichen, dolchartig in die Stirn fallenden Haarsträhnen hervor, denn hier im oberen Vorderhirn liegen bei guter Veranlagung die edelsten Gehirnorgane für Menschenglück und Wohlergehen, die in diesem Falle nicht nur ausgeschaltet, sondern in das Gegenteil verkehrt sind.
Dort aber, wo die Geltungstriebe für die eigene Persönlichkeit liegen, bedeckt das Käppi dieselben, um sie zu schützen und Freiheit in allen andern Trieben zu lassen.
Drohend wölbt sich die Stirn mit den buschigen Augenbrauen und damit das reale Denkleben hervor. Dabei scheut der Mann keine Anstrengung, siehe die hervortretenden spitzigen Jochbeine mit dem abfallenden, fahlen Zug der Wangen.
Wucht und Anspannung liegt in der Ohrengegend, wo die Gewalt- und Geheimsinne ihren Sitz haben, und das Ohr selbst ist hart wie der seelische Geltungsdrang und fast wie aus Porzellan geformt.
Dabei ist der Mund wie zum sofortigen Wortgebrauch geöffnet, – mit größter Lust alles Beste sich erwünschend, – aber demgegenüber ist die Stirn und Geisteskraft sehr eng begrenzt, – und was der Mund spricht, ist in Wirklichkeit fahl und dürr wie der Bart des Gesichtes.
So ist dieser lebenswahre Form- und Gesichtsausdruck zu verstehen.
Huter Geist Formen
In den Formen lebt der Geist. [Hinzugefügt]

Und nun erst die Frau, Bild 46, – es ist das leibhafte böse Gewissen, der schmutzig finstere, leidenschaftliche Ausdruck.
DgM073 Bi46
Bild 46.
Von der Perücke abgesehen, die das Haupt ähnlich wie die Wolle das Schaf bedeckt, betrachten wir die Gesichtsformen. Die Augen sind weit aufgerissen, aber dabei unruhig, da im Hintergrund Heimtücke liegt, die Iris ist ganz dünn und bedeutungslos und hat eine schmutzigen Unterton.
Die Augen liegen ungleich und zeigen in ihrer Umgebung starke Verformungen.
Verfolgen wir die letzteren weiter, so erkennen wir deutlich, daß die Backen hängend sind, daß der ganze Hals und Vorderrumpf schwer belastet ist. Diese Verformungen geben kund, daß auch die Rumpforgane schwammig aufgedunsen, erschlafft und verfettet sind.
Man braucht nur noch den Mund zu betrachten, der mit seinem schweren Gewebe einen unreinen Ausdruck hat, – um zu erkennen, daß eine nicht mehr zu beherrschende sinnliche Genußliebe Platz gegriffen hat. Es ist der schwartige, sogenannte Fressermund. Es ist fast kein Kinn vorhanden, daher arbeitet die Frau auch nicht.
Dieser höchst unangenehme Belastungszustand hat alle natürlichen Organfunktionen gestört, insbesondere die der edelsten Vorder- und Oberhirnorgane, und daher fehlt jedes Verständnis für das Wohlergehen der Menschen, die nicht zu ihrer Sippe gehören, und sie glaubt, sich gegen diese alles erlauben zu dürfen.
Die Gewebe sind unrein und nur eines ist geblieben, die fest herausgehobene Nasenform mit einer schmutzigen, sehr üblen Willensenergie, wodurch sie ihre Art nie verleugnet.
DgM073 MK Bi46, 45
Bild 45 und 46.
Wenn man dieses Frauenbildnis betrachtet, kann man auch den Mann verstehen, es ist die gleiche Art, die zueinander paßt.
Da nun bei der Fortzeugung und Vererbung das Protoplasma, die Quelle des Blutes, eine ungeheure Konstanz besitzt, so folgt daraus, daß eine Eheschließung außerhalb der Art, eine Verbindung mit edlerem Blut, dieses vergiften und gleicher Weise entarten muß.
HU MK Verdelung Nach
Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Es ist sonnenklar, daß nie solche dekadente Naturen, sondern nur hochwertige Menschen mit körperlichem und geistigem Adel, der aus Augen, Geweben und Angesicht spricht, ein natürliches Recht zur Führung und Leitung anderer Menschen besitzen.
Fortsetzung folgt.

W MK 05 POSTER A

W MK 06 POSTER B
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren. (Fortsetzung folgt.)
DR MK Alliierte Adenauer
Deutschland. [Hinzugefügt]
Hut HEILWISSEN F

Neue Heilwissenschaft der Zukunft von und nach Carl Huter. [Hinzugefügt]

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