DgM 074

Der gute Menschenkenner 074 von 101

MENSCHENKENNTNIS

CARL HUTER (1861-1912)

CHZA 05 MK

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Der Menschenkenner und die neue Zeit

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik

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Herausgegeben von Amandus Kupfer in Schwaig bei Nürnberg

CARL-HUTER-ZENTRAL-ARCHIV

CHZA 11 chza

Medical-Manager Wolfgang Timm

CHZA 15 adamMed

http://www.chza.de

pp-schweiz-helioda-treu

Form Geist

EXTRA LIFE INTELLIGENCE TRANS ENERGY

Hut HEILWISSEN F

PSYCHOLOGIE UND MEDIZIN DER ZUKUNFT

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Dezember 1938, Nr. 71

DgM071MK TITEL D
DIE HARMONIE IM GLEICHKLANG
Welche Menschen passen zueinander?

DgM071MK Harmonie Text2

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© März 1939, Nr. 74

DgM074 MK Titel A

DgM074 Titel BiA
WIE BERECHNET MAN DIE HARMONIE
UNTER DEN MENSCHEN

in Anlehnung an die Ton- und Farbharmonie

DgM074 MK HarmA

DgM074 Titel BiB
DER HARMONISCHE VOLLMENSCH
und seine glückliche Ergänzung in Ehe, Freundschaft uns Beruf.
Es ist der Typus, der vielseitig begabt und leistungsfähig ist.

DgM074 MK Vollmensch

DgM074 Titel BiC

DgM074 MK Titel B

Hut FARBSCHEMA

Wir betrachten das rechts oben stehende Bild.
DgM074 MK SCHEMA
In der Mitte finden wir das Schema zur Naturell-Harmonielehre Carl Huters, um dasselbe geordnet, dem Kreisschema entsprechend, die primären, polaren und sekundären Naturelle.
Jeder einzelne Kopf kennzeichnet ein Naturell, das im praktischen Leben immer wieder in die Erscheinung tritt.
Der Gesichtsbau, die Kopfform, der Augen- und Gesichtsausdruck ist so typisch, daß man sofort ein System der Ordnung erkennt, das in der Lebensformbildung vorhanden sein muß.

Hut FARBSCHEMA
In der Tat, es spiegelt sich darin die unabänderliche Wahrheit der Natur, daß der innewohnende Lebensgeist in typischer Form, Gestalt und im Ausdruck sich offenbart, eine Wahrheit, die wohl durch nichts in der Natur an Größe und Allgültigkeit übertroffen wird. –

ppEMBRYO MK
Wo in der Zeichnung zwischen den im Bilde sichtbaren Typen die leeren Zwischenräume sich befinden, liegen die ebenso typischen Übergangs-Naturelle, die einen Anklang sowohl an den einen wie an den andern Typus haben.
Alle mehr oder weniger stark nach Körperform und Ausdruck, nach Charakter und Lebenswillen hervortretenden menschlichen Typen sind in diesem Schema unterzubringen, was natürlich auf so kleinem Raum im Bilde zu zeigen nicht möglich ist.

Hut FARBSCHEMA
Aber das Kreisschema hat einen besonderen Wert, vor allen Dingen zur Berechnung der Harmonie einzelner Menschen zueinander. Um diese zu erleichtern, ist die Farbenharmonielehre und die Harmonielehre der Töne der Musik vergleichsweise mit herangezogen.
Man vertiefe sich aufmerksam in die Betrachtung der Fig. 48, die dieses Schema in vereinfachter Weise leichter verständlich macht.
DgM074 Fig48 Schema
Fig. 48. Schema der Körperbautypen nach Huter.

Hut FARBSCHEMA

I. Drei primäre Naturelle

NAT MK Empf
Empfindung gelb

NAT MK Beweg
Bewegung – rot

NAT MK Ernähr
Ernährung – blau

II. Zwei polare Naturelle

NAT MK Harmon
Harmonisches Naturell – weiß
Disharmonisches Naturell – schwarz

III. Drei sekundäre Naturelle
Empfindung-Bewegung – organge
Bewegung-Ernährung – violett
Ernährung-Empfindung – grün

Hut FARBSCHEMA

DgM074 Fig48 Schema mT

IV. Acht tertiäre Naturelle
Diese liegen in den grau getönten Farben der polaren, primären und sekundären Naturelle. (2. innerer Kreis.)

V. Fünf positiv neutrale Naturelle
Diese decken sich mit dem Farbencharakter 1. des Hellgrau, und des Dunkelgrau, 2. mit gleichem Farbton bei verschiedener Lichtstärke, siehe die Einzeichnungen in der magnetischen Achse A-B.

PP Naturell Sprache Natur

Sodann Kaltgrau, 3. und Warmgrau, 4. bei gleicher Lichtstärke mit verschiedenem Farbencharakter, – und schließlich das absolut neutrale Grau, 5. das im Mittelfeld um den Schnittpunkt der magnetischen und elektrischen Achse gelagert ist. (4. und 5. innerer Kreis.)

DgM074 Fig48 Schema

VI. Sechs negativ neutrale Naturelle
Diese sind grau mit 1. blauer, 2. roter, 3. gelber, 4. violetter, 5. grüner und 6. oranger Vorherrschaft. (3. innerer Kreis.)

Hut FARBSCHEMA
Außerdem gibt es noch eine Anzahl unbestimmt neutraler Naturelle, sie fallen unter alle erdenklichen unreinen graufarbigen Töne. Es sind unbestimmte Typen der elementaren Menschheit, sogenannte charakterlose, bedeutungslose Menschen, die als graue Masse den Hintergrund bilden, auf dem alle Farben, d.h. besondere Anlagen, Fähigkeiten, Talente so schön hervorleuchten.
Ein Farbenton in Grau, der zu weiß und zu schwarz genau in der Mitte liegt und ebenso zu der kältesten Farbe, dem Blau, und der wärmsten, dem Orange, ist der absolut neutrale, der Harmonie und Disharmonie auflöst.

ppMENSCH MK

Es wären demnach 2 polare, 3 primäre, 3 sekundäre, 8 tertiäre, 5 bestimmt neutrale, insgesamt 21 Farbtöne auf unserer Tafel, denen ebenso viele Naturelle entsprechen. (Die negativ neutralen Naturelle heben sich von der grauen Masse zu wenig ab und werden daher nicht besonders gezählt.)
Je nach der Neigung der einen zur anderen Farbe entstehen noch die gemischten Farbtöne, welche zahllos sein können. Der absolut neutrale Ton ist in keiner Mischung vorhanden. Der Einfachheit halber zählen wir je zwei verschiedene Mischtöne, die sich aus zwei Haupttönen ergeben, z.B. aus blau und grün ergibt sich blau-grün mit stärkerer Blautönung und grün-blau mit stärkerer Grüntönung, so daß sich aus 20 Haupttönen 40 geneigte oder Mischtöne ergeben.

Hut FARBSCHEMA
Demgemäß finden wir in Fig. 48 diese 20 und 40 Typen oder Farben, mit Einschluß des absolut neutralen Tons, dem Zentral-Grau, 61, in guter Übersichtlichkeit.
ALLE MENSCHEN LASSEN SICH IN DIESE 61 FARBEN-NATURELL-TÖNE UNTERBRINGEN.

ppKEIMBLASE MK

Ein hervorragender Fachmann der modernen medizinischen Konstitutionsforschung, Dr. med. Fr. von Rhoden, äußerte sich im „Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten“ in seiner Arbeit: „Konstitutionelle Körperbau-Untersuchungen an Gesunden und Kranken“, Band 79, Schlußheft 5, 1927, u.a. über das obige Naturell-Harmonieschema wie folgt:
„Huter hat zu seiner Naturellehre eine schematische Darstellung gegeben, die in übersichtlicher Anordnung die komplizierten wechselseitigen Beziehungen veranschaulicht.

Hut FARBSCHEMA
Denken wir uns das gesamte Untersuchungsmaterial durch einen großen Kreis dargestellt, dann treten zunächst an der Peripherie deutlich erkennbar die drei primären Grundtypen der Empfindung, Bewegung und Ernährung auf.

ppNATempf MK

ppNATbeweg MK
ppNATernähr MK
[Hinzugefügt]
Zwischen ihnen liegen, fast ebenso deutlich sich abhebend, die drei sekundären Naturelle. Etwas außerhalb des Kreises erscheinen die beiden polaren Naturelle, oben das harmonische, unten das disharmonische.
NAT MK Harmon
Harmonisches Naturell [Hinzugefügt]
Eine weitere Verdeutlichung erfährt dieses Schema durch die Zuordnung bestimmter Farben zu den sechs primären und sekundären Körperbautypen. Nimmt man für das Empfindungs-Naturell die Farbe, Gelb, für das Bewegungs-Naturell Rot, für das Ernährungs-Naturell Blau, so ergeben sich für die dazwischen liegenden Mischtypen die Farbtöne Orange, Violett und Grün. Die außerhalb der Peripherie liegenden polaren Naturelle sind weiß und schwarz.
PP Naturell Sprache Natur
Farbschema [Hinzugefügt]
In dem mittleren konzentrischen Kreis sind die weniger deutlichen tertiären konzentrischen Kreis sind die weniger deutlichen tertiären Typen zu suchen, die zwar die Grundfarbe noch erkennen lassen, aber durch Beimischung anderer Farbtöne einen grauen Untergrund erhalten. Im dritten inneren Kreis sind die neutralen Naturelle zu denken, kenntlich gemacht durch ein völlig unbestimmbares Grau.
Dieses sinnreich erdachte Hutersche Schema hat keineswegs lediglich theoretische Bedeutung. Seine Anwendung in der Praxis der Körperbauforschung kann ich nach eigenen Erfahrungen nur empfehlen. In willkommener Weise erleichtert es die Erkennung und Rubrizierung der unendlichen Fülle der Formen.

NAT MK Keimblatt
Auch seine Keimblattheorie ist, wenn auch ihrem Wesen nach unbeweisbar (der Beweis ist inzwischen durch die Keimplasmaverpflanzung der Experimental-Biologen erbracht, Anm. d. Verf.), zum mindesten als heuristisches Prinzip nicht ohne Bedeutung und verdient in der wissenschaftlichen Konstitutions- und Rassenlehre zur Diskussion gestellt zu werden.
Durch diesen Bericht wird der Standpunkt des medizinischen Fachmannes vertreten; selbstverständlich ist aber diese neue Naturwissenschaft für alle anderen Fachgebiete und für das praktische Leben von ebenso großer Bedeutung.
Nach diesem Schema hat Huter viele Jahre die verschiedensten harmonischen und disharmonischen, physischen und seelischen Beziehungen zwischen 2, 3 und mehr Menschen berechnet. Man kann sich danach selber leicht die Naturelle, welche harmonieren, zusammenstellen, was hier in einem vierten Versuch weiterhin geschehen soll.

Hut FARBSCHEMA
Die Regel ist folgende: Wie ein Zeiger der Uhr sich nach rechts dreht, so steht irgendeine als Ausgangspunkt der Berechnung genommene Farbe, resp. ein beliebiges Naturell zum 3., 5. oder 7 Ton nach rechts in dem Schema fortschreitend in größerer oder geringerer Harmonie.
Es klingen Ton 1 und 2, 3 und 4, 5 und 6 weniger gut harmonisch, jedoch ist in manchen Fällen wie zwischen Weiß und Gelb auch schon vom ersten zum zweiten Ton eine leichte Harmonie da, resp. möglich.
Schlagen wir den Ton Weiß, das harmonische Naturell, an und gehen mit dem Zeiger der Uhr rechts weiter, so liegt das Empfindungs-Naturell, gelb, im 2. Ton, siehe Abbildung 49, 50 und 51.
DgM074 Bi49 MK
Bild 49.
Bild 49 und 50. Wie weiß auf alles lichtgebend zurückstrahlt, so wirkt das harmonische Naturell, Bild 49, das sozusagen alle Naturelle in sich vereinigt, in bester Weise auf die meisten Menschen ein.
DgM074 Bi50
Bild 50.
Es steht daher auch zu gelb, dem Empfindungs-Naturell, Bild 50, in leichter Sympathie. Siehe Bild 51.

DgM074 Fig51

Bild 51
Das zarteste Empfindungsleben der Dame findet bei dieser harmonischen Vollnatur Verständnis und Erwiderung.
Hier ist die Sympathiequelle. Der harmonische Mensch gibt dem Empfindungstypus Schutz und Schirm und sichert die glückliche Verbindung, den glücklichen Lebensablauf. Er ist und bleibt verbindlich, ob nun die Gemütsrichtung, die Tat- oder die Verstandesrichtung bei ihm angeschlagen wird, er bleibt harmonisch, voller Adel, Ritterlichkeit, Takt und Feingefühl.

Hut FARBSCHEMA
Selbst wenn der harmonische Mensch im Lebenskampf steht – mit Tat und Kraft kann ihn das Empfindungs-Naturell nicht unterstützen – hier ist ein Mangel – so folgt es ihm doch in seinen Empfindungen und nimmt lebhaft Anteil, – und wenn der Kampf des Lebens nicht übermenschlich schwer ist, hält der harmonische Mensch stand.
Man kann es den beiden Bildern förmlich ansehen, daß das reiche, feine und zarteste Empfindungsleben der Dame – man betrachte das belebte Gesicht bei Bild 50, die großen, klaren Augen – hier volles Verständnis findet, den Ruhepunkt und das Gleichgewicht. Die Dame kann unter allen Umständen – was ja auch im Grundzug des weiblichen Gemüts liegt – zu diesem Manne aufschauen.
DgM074 Bi50 mT
Bild 50.
Der harmonische Mensch ist ein prachtvoller Typus, er ist universell, er kann jeder Lebenslage gerecht werden, er behält bei allen seinen Handlungen das harmonische Gleichgewicht.
OCHSENKNECHT NAT1
Harmonisches Naturell heute: Schauspieler Uwe Ochsenknecht [Hinzugefügt]
Nicht einmal der Beruf ist beim harmonischen Menschen ausschlaggebend, weil er in jedem Beruf, sei er noch so hoch oder noch so gering, seinen Mann stellt und stets den Adel seiner Gesinnung beibehält, er ist Mensch, Ritter und Kämpfer zugleich. Aber er ist es nicht in dem Sinne, daß er z.B. alle guten Reformbestrebungen mit Feuereifer fördert, – das ist nicht der Fall. Man muß ihn nach der Wirklichkeit ganz genau verstehen, er fördert gern, er ist dem Guten gegenüber niemals abgeneigt, kritisiert auch nicht übel, er bleibt in Harmonie.

Hut FARBSCHEMA
Gesetzt den Fall, der harmonische Mensch ist Baumeister, Architekt oder Unternehmer, Kaufmann, Handwerker, Landwirt, Arbeiter oder Gelehrter, ganz gleich, er stellt seinen Mann und bei allen seinen Handlungen bleibt der Adel der Gesinnung unverkennbar.

DgM074 Bi49 Harmonie mT
Er nimmt Rücksicht auf die Zartheit des Empfindungs-Naturells, er bleibt voller Würde – auch in Armut -, voller Vornehmheit.
Eine Frau im Empfindungs-Naturell lernt bald diese Mannestugend schätzen, empfindet gleichlaufend mit; sie kann solchen Mann lieben und verehren und geht glücklich beschützt mit ihren Kindern durchs Leben.
Die harmonischen Naturen sind die natürlichen Helfer und Berater anderer Menschen.
NAT MK Harmon
Harmonisches Naturell [Hinzugefügt]
Nehmen wir den schwer disharmonischen Charakter aus – er ist zeitlebens ein natürlicher Feind alles Guten und daher auch des guten Menschen -, so sagt man oft von solchen Harmonie-Naturen, daß sie keine Feinde haben. Auch das Volk empfindet hier richtig, es steht in natürlicher Hochschätzung vor diesen Kraft-, Gefühls-, Tat- und Vollmenschen.
Es sind jene Charaktere, die oft in den großen Romanen der Weltliteratur als großartige Charaktertypen und Helden, die nie versagen, geschildert sind. Es ist der Mann, der Herz, Sinn und Verstand auf dem rechten Fleck hat, der selbst in Armut und Erniedrigung noch Hochachtung abzwingt, der unnötige Härten und Lieblosigkeiten zu vermeiden versteht, der allem Tun noch den edlen Glanz der Menschlichkeit verleiht.

Hut FARBSCHEMA
Dabei ist der harmonische Mensch aber von keiner unangebrachten Weichheit, Nachgiebigkeit oder Gefühlsseligkeit; alles findet bei ihm das richtige Verständnis, – und die großen Schriftsteller der Welt haben es meisterhaft verstanden, diesen Typus richtig zu schildern. Die Naturellehre bringt denselben zum erstenmal in naturwissenschaftlicher Weise dem Verständnis näher.

OCHSENKNECHT NAT2
Mit der Entdeckung des harmonischen Naturells ist das Geheimnis gefunden, auf Grund dessen jede Regierung, jeder Groß- und Kleinbetrieb die Garantie haben kann, daß es im guten Sinne vorwärts und aufwärts geht und kein Rückschritt mehr erfolgt.
Es ist der harmonische Mensch, der das gute Alte festhält und ebenso das gute Neue fördert, der stets den goldenen Mittelweg des Lebens geht, der die höchsten Menschenwerte lebendig verkörpert in sich trägt, und diese sind es, die letzten Endes über allen andern Werten stehen. –

Bild 52 ist eine fröhliche Darstellung, es ist ein Deutsch-Schweizer in Amerika im harmonischen Naturell, der seine ganze Familie trägt. Die Frau liegt im Empfindungs-Naturell.
DgM074 Bi52 Fam
Bild 52. Bilder Archiv
Ähnlich wie der Stamm des Baumes, der im Hintergrunde sichtbar wird, ist dieser starke Mann; – er hat auch die Kraft, für alle gut zu sorgen und die Seinen noch dabei lebensfroh und glücklich zu machen.
Dabei hat dieser treusorgende Vater zeitlebens die feinste künstlerische Arbeit verrichtet, obwohl er ebensogut schwere Körperarbeit liebte, wie auch anstrengende geistige Tätigkeit.

DgM074 Bi52 Mann
Das Bild macht deutlich, daß das harmonische und das Empfindungs-Naturell, die Frau, gut zueinander passen.
Der Mann war schon über 70 Jahre alt, dabei stets humorvoll und gesund, als ihm die Arbeitslosigkeit seine Tätigkeit nahm. Er reiste daraufhin in seine alte Heimat, und nach zwei Jahren wurde er wieder zurückgerufen, um seine frühere Berufstätigkeit wieder aufzunehmen. Er war ähnlich wie eine Eiche, von fast unverwüstlicher Lebenskraft und Freude und, wie aus dieser Beschreibung hervorgeht, von großer Vielseitigkeit und Feinheit, verbunden mit vielen sonstigen Mannestugenden.

Hut FARBSCHEMA
Es ist der gesunde Adel des Blutes, die harmonische Vollnatur. So ist auch zu verstehen, daß das ideale Empfindungs-Naturell unter seiner Obhut gut beschützt durch das Leben gehen kann. Diese Erfahrung bestätigt fortlaufend das praktische Leben.
Wir wollen nun gleich eine naheliegende Frage berühren. Die harmonische, wie auch die disharmonische Natur ist gewöhnlich nicht total harmonisch oder disharmonisch, sondern liegt stets in der Nähe der höchsten Harmonie und der niedrigsten Disharmonie.
Der harmonische Mensch vermag mit dem disharmonischen Naturell normalen Grades zu harmonieren.

DgM074 MK 54-57

Eine Studie: Bild 53, 54, 55, 56 und 57.
Bild 53 zeigt eine Mann im harmonischen Naturell, alle Formen sind ausgeglichen und auch der Ausdruck ist harmonisch.
DgM074 Bi53
Bild 53.
Die beiden Frauen, Bild 54 und 55, liegen im disharmonischen Typus. Sie liegen zum Manne, weiß, in Ton 5, schwarz, in polarem Gegensatz, siehe das kleine Schema Fig. 58.
DgM074 MK 54,55
Bild 54 und Bild 55.
Eine Harmonie ist möglich, wenn der harmonische Mensch energisch mit dem Willen, also absolut herrschend wirken kann.
DgM074 Fig58
Fig. 58.
Das wäre z.B. der Fall, wenn der harmonische Mann in einem Betrieb tätig wäre und die beiden Frauen von ihm beschäftigt würden. Hier kann er energisch mit dem Willen seinen Einfluß geltend machen und beide Frauen würden sich dieser Autorität auch fügen.

DgM074 MK 54,53,55
Wenn aber das disharmonische Naturell abgeneigt ist und den eigenen Willen durchsetzen will, dann wendet sich der harmonische Mensch ab und es ist keine Harmonie möglich.

Hut FARBSCHEMA
Beide Frauen haben die ausgeprägte, markante Nasenform, sie sind unter der Leitung eines harmonischen Menschen tüchtige Arbeiterinnen.
Der Formcharakter ist bei beiden Frauen ein harter, was gerade nicht auf ein weiches Gemüt und auf Weichheit der Seele deutet, wie sie sonst den Frauen meist eigen sind. Diese beiden haben neben Härte auch noch andere Disharmonien, Unliebsamkeiten, Ecken und Kanten, Neigung zu Widerspruch, Kritik und unnötiger Verneinung, was der Ausdruck an Augen, Mund und im ganzen Gesicht deutlich zeigt, so daß ein Eingehen auf Einzelheiten sich erübrigt.
DgM074 MK 54,55
Bild 54 und Bild 55.
Der harmonische Mensch würde die Harmonie bewahren, resp. stets wiederherstellen, er wird mit der disharmonischen Veranlagung fertig und leitet sie so, daß eine zufriedenstellende gute Arbeit für alle möglich ist. Er ist sozusagen in dieser Hinsicht im praktischen Leben ein natürlicher Lehrer und Erzieher, der stets den richtigen Ton der Unterweisung und die ausgleichende Tat findet.
Der Leser wird erkennen, daß hier dem Körperbau des harmonischen Menschen und seinem Einfluß auf die Umwelt ein Naturgesetz zugrunde liegt, da richtig erkannt und ausgewertet außerordentlich vernünftig, erhaltend, fortschrittlich und segensreich wirken kann.

Hut FARBSCHEMA
Eine harmonische Ehe zwischen dem Mann, Bild 53, und der Frau, Bild 55, wäre – starke gegenseitige Zuneigung vorausgesetzt – denkbar, denn selbst die polaren starken Gegensätze ziehen sich unter Umständen an, – aber bei Kenntnis der Naturellehre und bei Betrachtung der Bilder würde man doch dem Manne, der ein sehr hohes Feingefühl hat, eine solche Verbindung wohl kaum zumuten können.
DgM074 54,53,55
Frauen Bild 53 und Bild 55. Mann Mitte.
Besser paßt es für den harmonischen Menschen, er trifft seine Wahl auf einer anderen Lebensstufe, wie es z.B. bei den beiden Frauenbildern 56 und 57 der Fall sein würde.
DgM074 MK 56,57
Bild 56 und Bild 57.
Diese beiden Frauen liegen in der harmonischen Lebensrichtung, und das ergäbe wiederum eine Harmonie, die dem Gleichklang nahe kommt.
DgM074 Bi56
Bild 56.
Wir wissen, daß solche Verbindungen günstig sind. Allerdings hat die Frau, Bild 56, bei all ihrer Regsamkeit das Geistige zu wenig gepflegt, was sie aber in solchem Falle bei gutem Willen und mit Hilfe des Mannes nachholen könnte, wodurch sie ihm dann noch näher käme und wodurch seine Freude stärker geweckt würde.
DgM074 Bi57
Bild 57.
Die Dame, Bild 57, steht der Pflege des Geistigen, des Innenlebens aktiver gegenüber, was der verinnerlichte Ausdruck an Augen und Gesicht und die klare Formbildung deutlich zeigen.
Es ist das Ganze natürlich nur eine Studie, um zu zeigen, daß es in der Tat naturbedingte gute Harmoniemöglichkeiten für den Menschen gibt, die aus der lebendigen Formbildung, aus dem Augen- und Gesichtsausdruck zu berechnen sind, – die hier gezeigten Personen standen sich im Leben fern.

Hut FARBSCHEMA
Aber auch ohne alle Vorkenntnisse in dieser Lehre wird schon die aufmerksame vergleichende Betrachtung der fünf Bilder rein gefühlsmäßig das Richtige finden lassen, ungefähr den Klang und Ton zwischen diesen Menschen, – wie ja auch im praktischen Leben oft schon ohnehin ähnlich bei der Wahl des Lebensgefährten entschieden wird.

Bild 59, 60 und 61. Betrachten wir die Zeichnung Nr. 59, ein Originalbild nach Huters Forschungen, das harmonische Naturell darstellend, so fällt die Festigkeit, Würde und hohe Vernünftigkeit im Augen- und Gesichtsausdruck auf, ferner die außerordentliche Ebenmäßigkeit in allen Formbildungen.
DgM074 Bi59 NatHarm
Bild 59. [Harmonisches Naturell]
Das Frauengemälde nach dem Gemälde Raphaels verkörpert ebenso den idealen harmonischen Typus. Beide Bilder haben so viel Ähnlichkeiten, daß man sich sagen muß, solche Menschen passen zusammen, – es ist der Gleichklang in Harmonie, es ist ein der Anlage nach ebenbürtiges Paar.
DgM074 Bi61
Bild 61. Raphael. Rom. Die erste Stunde des Tages.
Dieses weibliche Haupt ist nicht nur sehr edel im Ausdruck, sondern auch voller Schmelz und Frische. Die Augen mit ihren Lidern haben einen ausgeruhten und wie verjüngten Ausdruck. Frisch ist das Antlitz und sehr schmiegsam die Kopfhaltung. Das reiche Haar ist wie frisch belebt, der Scheitel frei – und dort, wo sich das Haar wie eine Krone legt, liegt das Vertrauen auf das Gute des erwachenden Tages.

Betrachten wir nun Bild 60, eine Sängerin, – so fallen auch hier die vollen schönen Formen mit der plastisch schönen Stirn auf. Es ist wiederum der harmonische Typus mit sehr starkem Empfindungsleben.
DgM074 Bi60 mT
Bild 60. Eine Sängerin von Carriera, Gemäldegalerie Dresden.
Auch hier hat man im Vergleich mit Bild 59 die Überzeugung, daß auch zwischen diesen beiden Menschen eine ideale harmonische Bindung bestehen könnte. Es ist wiederum der harmonische Gleichklang.
DgM074 MK 60, 61
Bild 60 und Bild 61.
Die empfindungsreichen großen Augen der Sängerin mit den überhängenden Lidern deuten die hohe geistig-sinnliche Regsamkeit.

Nat Harmonie
Der leicht geöffnete sprechende und schöne Mund, die belebte Muskulatur um denselben, sowie die Plastik am Vorderhals in der Gegend des Kehlkopfes und der ganze Ausdruck zeigen die Lust und Liebe zum Gesang, die volle Entfaltung der Stimme. Die Blumen im Haar und die Locke auf der Schulter versinnbildlichen den Zauber und die Schönheit des Gesanges und der Persönlichkeit.
DgM074 MK 60 Harm
Bild 59 und 60 [Harmonisches Naturell]
Bild 59 aber zeigt den Mann in seiner ganzen Würde, in körperlicher und geistiger Spannkraft, den Adel der menschlichen Natur. Man kann sich wohl denken, daß solche Menschen, wenn sie einander stark zugeneigt sind, in einem großen Glück leben können, wobei auch die ideale Seite des Lebens die starke Betonung findet.

Hut FARBSCHEMA
Das Glück solcher Menschen, die wie füreinander geschaffen sind, ist dann auch tatsächlich sehr groß. Harmonische Frauen sind sehr gute Gattinnen und Mütter, die Kinder einer solchen Bindung sind außerordentlich lebensstark, gesund, begabt und leistungsfähig. Das Leben solcher Menschen spielt sich auf voller glücklicher Höhe ab, – es ist die Harmonie.
Das Glück solcher Menschen ist wie unzerstörbar, und man kann sich sein, die über alle maßen große Natur, die im Laufe einer Jahrmillionen langen Entwicklung ein solches Glück geschaffen hat, zerstört es auch mit dem Tode nicht, – es kann sich nicht müde leben. –

DgM074 Bi61 mT Raphael

Das Bild 61, „Die erste Stunde des Tages“, zeigt eine natürliche, sehr reine und noch sehr zarte erwachende Frische. Der Künstler stellt damit dar, daß die lebende Kraft in Verbundenheit mit der Natur am frühen Morgen erst langsam ansteigt, und gleichsam mit dem Aufsteigen der Sonne bis gegen Mittag ihren Höhepunkt erreicht, – um dann langsam und gegen den Abend hin etwas schneller wieder abzufluten.
DgM074 Bi61
Bild 61. Raphael. Rom. Die erste Stunde des Tages.
Dieses Auf- und Absteigen der belebenden Kraft sollte man beachten, und daher starke Reize, körperliche und geistige Anstrengungen am sehr frühen Morgen vermeiden, vielmehr die Anforderungen allmählich steigern, weil sich sonst leicht Müdigkeit am Tage, verminderte Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit einstellen.

DgM074 MK 61 Harm
Am späten Vormittag – der aufsteigenden Kurve – ist der Mensch gewöhnlich am leistungsfähigsten, die belebende Kraft steht auf voller Höhe und ist allen Anstrengungen des Tages gewachsen; – es ist daher auf Fehler zurückzuführen, wenn sich zu diesem Zeitpunkt bereits Müdigkeit und Abspannung bemerkbar machen, – was anderseits leicht zu vermeiden ist.

Raffaello Sanzio sm
Raphael, der König der Maler, war auch der große Naturbeobachter. Sein Frauenbildnis erscheint voll ausgeruht und wie neu belebt, womit der Künstler sagen will, daß Ruhe, Schlaf und Arbeit in einem harmonischen Gleichklang mit der Natur stehen sollen. Raphael hat gewußt, daß Übermüdung schadet, die Aufmerksamkeit und Frische aller Sinne beeinträchtigt und die normale Leistungsfähigkeit herabsetzt.

Hut FARBSCHEMA
Übermüdete Völker brauchen Jahrtausende, um sich wieder voll zu erholen, übermüdete Truppen vermögen meist nicht frischen und ausgeruhten Widerstand entgegenzusetzen und standzuhalten. Bergvölker, die natürlich lebten und ausgeruht waren, ertrugen alle Strapazen und waren selbst durch Übermacht nicht zu besiegen.

DgM MK Ruhe Schlaf

Raphael führt mit seinem Kunstwerk den Wert von Ruhe und Schlaf vor Augen, wie man die gute Entwicklung, Kraft, Gesundheit und Schönheit auf voller Höhe zu erhalten vermag. –

DIE TOTALEN GEGENSÄTZE
Wie bereits ausgeführt wurde, kann das harmonische Naturell, da es sozusagen alle Naturelle in sich trägt, auch im großen Ganzen mit allen andern Menschen mehr oder weniger stark harmonieren. Es ist daher auch eine Harmonie zwischen dem harmonischen und dem disharmonischen Naturell möglich, wenn das erstere absolut herrschend wirkt. Ob eine solche Bindung gerade immer sehr wünschenswert ist, – bleibt fraglich. Schließlich müssen die in Betracht kommenden Persönlichkeiten selbst entscheiden, denn im allgemeinen sollte der Mann bestrebt sein, sich mit einer Frau zu verbinden, die womöglich nach Anlage und Bildung höher steht wie er selbst; auch die Frau sollte bestrebt sein, einen Mann zu erhalten, der möglichst hoch entwickelt ist.

DgM074 Pole Gut Evil
Die Natur schafft vornehmlich durch die Differenzierung der Naturelle eine außerordentlich bunte Mannigfaltigkeit des Lebens, sie läßt den allergrößten Spielraum, damit alles Leben sich glücklich, großzügig und frei entfalten kann. Daher sollte auch der Mensch das Liebesleben nicht durch gar zu enge Fesseln, Sitten und Dogmen festlegen, sondern den von der Natur gegebenen Spielraum, wenn auch nach strengen sittlichen Normen, offen lassen.
Sicher wird auch einst die Zeit kommen, daß der Mensch in diesen höchsten und heiligsten Dingen die engen Fesseln sprengt – wie es liebesstarke Naturen noch stets getan haben -, um nach dem natürlichen Sittengesetz den unterschiedlichen Triebanlagen und den freien Lieberechten der verschiedenen Personen und Geschlechter, nach der harmonischen Gemeinschaft, der Rassen- und Rangordnung der Persönlichkeiten sich das Lebens-Liebesglück frei von engen und starren Dogmen zu wählen und zu gestalten.

Hut FARBSCHEMA
Groß und frei sich zu entfalten, ist das Vorrecht des Menschengeschlechts und es soll sich auch in seinen heiligsten Rechten groß und frei entwickeln können. Hier hat Huter wie kein anderer Forscher vor ihm, die Möglichkeiten für eine Großzügigkeit in der Entfaltung des Lebensglückes und einer hochwertigen Nachkommenschaft geschaffen, die hinter seinen größten Entdeckungen nicht zurücksteht. –
Es ist schon darauf hingewiesen, daß sowohl das harmonische, wie auch das disharmonische Naturell meistens nicht total harmonisch oder disharmonisch ist. Die totale Disharmonie, die Endbegriffe aller Entwicklung, sind außerhalb des Kreisschemas für die Harmonieberechnung zu denken.
Die über das Kreisschema hinausgehend Harmonie und Disharmonie (letzten Endes der Gottheits- und Teufelsbegriff) stehen in totalem Gegensatz zueinander, hier ist keine Harmonie mehr möglich, noch denkbar.
Es ist der Gegensatz zwischen dem vollendet guten und bösen Prinzip. –
Huter hat nach seinen Forschungen versucht, das ideale hinaufziehende Naturell und das total verbrecherische, herabziehend Naturell, soweit menschliche Entwicklung vorstellbar ist, zeichnerisch darzustellen, siehe die Bilder 62 und 63.
DgM074 MK POLE
Bild 62 und 63. [Gegensatz Gut und Böse]
Das ideale Naturell, Bild 62, hat den schöpferischen Blick der Güte, Liebe und Weisheit. Es erkennt als letzte Ursache des Seienden das Schöne und Gute als das Wahre und ewig Seiende. Dieses Naturell sollte überall als das leitende oder als Vorbild aufgestellt werden. Das Bild näher zu beschreiben, erübrigt sich, da das ideale Naturell nach den vorangegangenen Beschreibungen in dieser Zeitschrift dem Leser bekannt ist.
DgM074 Bi62
Bild 62. Das ideale Naturell.
Das herabziehende Naturell, Bild 63, hat den bösen Blick des zerstörenden Dämonismus im Impuls, Willen, Gedanken und Tat. Es ist der entartete Mensch, das Verbrecher-Naturell, der Inbegriff alles Bösen. Diese Naturen sollten rechtzeitig erkannt werden, bevor sie Unheil und Unglück über Unglück anstiften, von der Fortzeugung ausgeschlossen werden und dauernd unter Bewahrung stehen, da sonst die fortschreitende glückliche Entwicklung immer wieder aufgehalten und durchbrochen wird. –
DgM074 Bi63
Bild 63. Das herabziehende, total disharmonische Verbrecher-Naturell.
In Bild 62 und 63 sehen wir die zwei Pole von Gut und Böse verkörpert, die sich gegenüberstehen wie Tag und Nacht, wie Feuer und Wasser.
DgM074 MK POLE
Bild 62 und 63. Die zwei Pole von Gut und Böse.
Hier ist nie ein Friede und eine Versöhnung möglich, sondern nur ein Kampf auf Leben und Tod bis zum Sein oder Nichtsein. Hier gibt es nur noch einen Sieg des guten Prinzips über das böse, bis zur völligen Überwindung desselben.

Hut FARBSCHEMA
Es wurde einmal versucht, Huter zu veranlassen, mit seinen schlimmsten, ihn bekämpfenden Gegnern, die, wie sich nach seinem Tode herausstellte, völlig entartet waren, einen Kompromiß zu schließen. Das lehnte Huter völlig und ganz entschieden ab. Hier stand sozusagen das gute und dort das böse Prinzip, es gab daher nur noch einen Kampf bis zum letzten. Und den hat Huter bis zur völligen Aufopferung mit allen ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln geführt. Seine Gegner vereinigten sich. Huter allein war zu schwach, es fehlte die gesammelte Tatkraft der guten Menschen, und er ging an diesem letzten großen Kampf seines Lebens zugrunde. Er holte aber noch aus diesem Kampf seine letzte große Entdeckung heraus, indem er den Typus des Halbentarteten fand, den er vorher vermutet und berechnet hatte, dessen er aber niemals habhaft werden konnte.
So hat Huter bis zum Letzten für die Wahrheit seiner Entdeckungen gekämpft, bis seine Herzkraft versagte. Sein Sterben war mild.
Huter DgM 100
Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

KAMPF MK HU KUPFER

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keine andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

Der Leser wir bei der Beschneidung des Bildes Nr. 64 denken: „Was ist denn das für ein merkwürdiger Aufzug?“ – Der uralte Mann im Lehnsessel hält ein kleines Kind im Arm und ein anderer Mann, der davor steht, hält eine Schere in der Hand. – Es ist die Zeremonie der Beschneidung. Daß dieser Handlung große Wichtigkeit beigemessen wird, ersieht man aus dem ganzen Aufzug.
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Bild 64. Obrzezanie. Die Beschneidung – und ihre Folgen.
Es findet ein scheinbar harmloser Eingriff in die Natur des kleinen Kindes statt, – was der wissenschaftlichen Forschung längst hätte Anlaß geben können, den Folgen dieser Handlung nachzugehen, was leider nicht oder nur sehr einseitig ohne Erkenntnis der Leib-Seele-Einheit geschehen ist. Hätte man die Folgen dieses Eingriffes in die menschliche Natur an einer Stelle, die sie außerordentlich geschützt hat – ähnlich wie das Auge durch das Augenlid geschützt ist-, in ihrer ganzen Tragweite erkannt, so wäre diese Sitte wahrscheinlich längst abgeschafft worden. Aber der Schleier des Geheimnisvollen lag darüber gebreitet.
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M2M Schleier [Hinzugefügt]
Die Beschneidung wurde von dem Gesetzgeber Moses, der die bekannten zehn Gebote gegeben hat, geboten. Wahrscheinlich ist sich aber der Gesetzgeber über die Folgen dieser Handlung, die sich ergeben, wenn sie Jahrhunderte und Jahrtausende fortgesetzt wird, nicht klar gewesen.
Erst Huter hat durch seine Forschungen hierüber die sehr notwendige wissenschaftliche Aufklärung im Lichte neuer Erkenntnisse gegeben.

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Ursprünglich war die Beschneidung als ein Schutzmittel gegen Ansteckung gedacht. Die Juden zogen in alle Welt und bedurften scheinbar eines solchen Schutzes, der zunächst auch eine gewisse Berechtigung zu haben scheint.
Aber die Folgen im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende sind, wenn auch aus den kleinsten Ursachen der Vererbung und Entwicklung summiert, katastrophal zu nennen. Den anatomischen Eingriff an sich gleicht die Natur immer wider aus; aber die damit verbundenen physiologischen, morphologischen und psychologischen Folgen, die dieser Eingriff an der geschützesten Stelle des Körpers im Laufe der Jahrtausende zeitigt, sind unerkannt geblieben.
Der Eingriff hat zunächst zur Folge, daß der Kranz allerfeinster Nerven an Organen, welche die Schöpferkraft zu neuem Leben in sich tragen, frei gelegt wird und damit allen atmosphärischen, elektrischen und weiteren Einflüssen dauernd ungeschützt ausgesetzt, der Abstumpfung und Verhärtung preisgegeben wird.
Mit der Zeit stumpfen die feinsten Nervengeflechte ab und härten sich, wodurch zunächst einmal die physische Kraft unnatürlich erhöht wird.
Da nun das Leben aus Liebe entsteht, welche Trägerin aller Entwicklung ist, muß man sich folgende Tatsache vor Augen halten: Die bezeichneten Nervengeflechte verlaufen durch das Rückenmark ins Gehirn; es entspringen daraus Impuls- und Regulierungsorgane und weiterhin Zentren des Bewußtseins. Es entsteht durch die anatomische Veränderung zunächst in den Organen des unteren Kleinhirns, die für die Fortzeugung, Kinderliebe, Familiensinn, Anhänglichkeit usw. tätig sind, besonders von der Zeit der Geschlechtsreife ab, eine erhöhte, aber keineswegs eine natürliche und verfeinerte Spannung.
Das hat zur Folge, daß am entgegengesetzten korrespondierenden Pol des Gehirn, im obersten Vorderhirn, die Organe der allgemeinen Menschenliebe, des psychologischen Tiefensinnes, der umfassenden menschlichen Güte, des Wohlwollens usw., welche normalerweise gerade in dieser Zeit zur Entfaltung kommen, in der Entwicklung gehemmt werden, mit der Zeit verrohen und verkümmern.

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Weiterhin werden die unmittelbar mit den unnatürlich gestärkten Triebe des Erwerbs, – resp. Schachersinnes außerordentlich entwickelt, ferner die Machterhebung der eigenen Person, um die stark entwickelten Triebe befriedigen zu können und zwar so, daß für die körperliche Arbeit und Tätigkeit fast so gut wie keine Kraft mehr übrig bleibt.
Im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende zeitigt der vorerwähnte, zunächst harmlos erscheinende Eingriff nicht nur die bekannte jüdische Seelen- und Charaktereigenart, das bekannte reizbare Temperament, das sich selbst über die Gesetze der Wirtsvölker hinwegsetzt, sondern auch eine damit gleichlaufende innere und äußere Umbildung des gesamten körperlichen Zustandes. Das als Ausläufer der gesamten Gehirnentwicklung die Nasenform anzusprechen ist, so erklärt sich daraus die typisch-jüdisch-hebräische Nasenform, weiterhin die typische Organ-, Gesichts-, Blut- und Gewebsbildung, das Typische der Körpergestalt überhaupt, der Stimme, Sprache, Gebärden und der gesamten Lebensäußerung.
Diese typischen, mit der Zeit durch die Beschneidung hervorgerufenen Merkmale sind so stark, daß sie als Rassenmerkmale anzusprechen sind und zur Folge haben, was sonst bei einer Rasse nicht der Fall ist, daß die Eigenart derselben unter allen Zonen, Längen- und Breitengraden der Erde erhalten bleibt. Damit ist erst die Ausnahmestellung der jüdischen Rasse naturwissenschaftlich erklärt. Der Jude bleibt Jude, ganz einerlei wo er sich befindet, welche Staats-, Religions- oder sonstige Zugehörigkeit er auch annimmt.
Das Bild 64, die Beschneidung, ist eine Postkarte. Beachtenswert ist auch die Vorderseite derselben, siehe die Abbildung weiter unten.
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[Postkarte an Carl Huter von Amandus Kupfer]
Vor 30 Jahren reiste ich nach Owiecim, um das jüdische Milieu kennenzulernen und sandte die Karte an Carl Huter, – die Jahre nach seinem Tode wieder in meinen Besitz kam.

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Mein damaliges Urteil „es ist ein degeneriertes Volk, kaum zu glauben“, ist kurz, aber keineswegs unbegründet oder leichtfertig abgegeben, – die Begründung ist oben ausgeführt. Damals hatte ich schon viele Experimentalvorträge über „Menschenkenntnis“ gehalten, beherrschte dieselbe, und habe danach urteilen können. –
Fortsetzung folgt.

HU MK Verdelung Nach
Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]

Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren. (Fortsetzung folgt.)
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Deutschland. [Hinzugefügt]

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