DgM 078

Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Juli 1939, Nr. 78

DgM078 MK TITEL A
MENSCHEN IN GLÜCKLICHER EHE
UND UNPASSENDE CHARAKTERE

DgM078 EHE GLÜCK B
DgM078 MK KREIS
Menschen, die nach Anlage und
Neigung miteinander harmonieren,
sind glücklich, – Wohlsein und
Schaffenskraft steigern sich. Das
Gegenteil bringt Unfrieden und Verdruß.
WAS LEBT, WILL GLÜCKLICH SEIN. –

DgM078 MK TITEL C
DgM078 MK EHE UNGLÜCK A
Praktische Anleitung zur
Harmonieberechnung:
WELCHER TYPUS PASST ZU MIR?

DgM078 MK Text Ergänz

DgM078 MK TITEL B

DgM078 EHE GLÜCK A

Das Bild im Kreise zeigt zwei Menschen, die in
Glücklicher Ehe leben.

Schwere Schicksalsschläge haben beide zusammengeführt und glücklich vereint. Wenn man genauer hinsieht, so erkennt man wohl eine solche Übereinstimmung in Augen, Gesicht, Gewebsausdruck und Haltung, daß man die Überzeugung erhält, beide sind so eng verbunden, daß eine Trennung nicht mehr erfolgen kann.
DgM078 MK EHE GLÜCK B
Die gegenseitige Abstimmung ist außerordentlich passend. Beide kennen den Lebensernst aus eigner Erfahrung, beide sind in sich gereift und gefestigt. Keiner kann den andern auch nur in Gedanken kränken; beide sind arbeitsam, schlicht, bescheiden, fest im Charakter und nur noch gutwollend.
Die Dame liegt im harmonischen Bewegungs-Naturell und der Mann liegt im ähnlichen Typus. Man hat den Eindruck, beide ergänzen sich so, daß sie eine harmonische glückliche Einheit bilden.

DgM078 MK EHE UNGLÜCK 3
Das andere Bild zeigt, zeichnerisch sehr gut dargestellt, einen Ehezwist. Beide Ehegatten streben auseinander – und in diesem Moment zeigt das Barometer auf Sturm.
DgM078 MK EHE UNGLÜCK 2
Die vornehme Dame liegt im Bewegungs-Naturell; aber die Formen sind nicht nur straff und fest, sondern auch üppig und zeigen ebenso die stärker betonte Ernährung. Ihr Charakter ist real und hart, das ist besonders in der befehlshaberischen Haltung, dem länglich-vollen Gesicht und in der harten Nasenform herausgeholt. Sie will herrschen, liebt Glanz und Prachtentfaltung.
DgM078 EHE UNGLÜCK B
Der Mann ist im Moment wie zusammengeduckt und ebenfalls innerlich stark erregt. Er hat breite und weiche Formen und man muß ihn zum Ernährungs-Naturell rechnen. Er möchte Ruhe, Frieden und seine Gemütlichkeit haben. Ihm liegt nichts an der Unruhe rauschender Feste und er kommt bei dem bewegten Tempo seiner Gattin nicht mit. Sie ist mit ihm unzufrieden, er repräsentiert ihr nicht genügend; und er kann seinen Willen ihr gegenüber nicht zur Geltung bringen. Sie rechnet auch nicht, sondern ist großzügig in ihren Ansprüchen, – und er ist sehr ökonomisch.
Beide liegen sich, wie wir nach den vorhergehenden Ausführungen wissen, im Naturellton zu nahe, ähnlich wie Ton 6 zu 7 oder die Farben violett und blau.
Aber diese unpassende Verbindung der Naturelle und Charaktere wäre leicht zu vermeiden, wenn man sich nur einigermaßen nach der Naturellehre richtete. Wenn die Naturelle gut zueinander passen, dann streben die Menschen nicht mehr auseinander, wie es hier der Fall ist, sondern zueinander, wie beim ersten Bild, und da kann kein Zwist mehr aufkommen, denn der Zusammenklang und das eheliche Glück sind viel zu fest gefügt.

In den vorhergehenden Abhandlungen wurde die Naturell-Harmonie in den Grundzügen dargelegt.
Die Naturellehre an sich ist eine gänzlich neue Naturlehre, die für die Lebenswelt eine ganz besondere Bedeutung hat, sich aber auch auf das ganze Reich der anorganischen Welt erstreckt. Sie ist eine neue Wissenschaft für sich, und die Harmonielehre der Naturelle ein besonderer Zweig derselben, durch den der gute oder schlechte Zusammenklang der verschiedenen Personen und Geschlechter deutlich wird.

DgM078 MK Fig96, 97
Angesichts der Neuheit dieser ganz bedeutenden Naturellehre erscheint es wohl angebracht, speziell die Harmonielehre nochmals kurz und übersichtlich zusammenzufassen, was sicher auch dem Leser angenehm sein wird, da diese hier zum erstenmal auf breiterer Basis behandelt ist. Grundlegend bleibt das von Carl Huter gegebenen Schema der Harmonielehre, siehe Fig. 96.
DgM078 MK Fig96
Fig. 96. Naturell-Körper- und Seelen-Harmonielehre
Angelehnt ist das Naturell-Harmonieschema an die Ton- und Farbenharmonie, da auf diese Weise die Harmonieberechnung nicht nur erleichtert, sondern auch der Fluß und Zusammenhang in dem Natur- und Lebensgeschehen deutlich wird.
Es gibt drein Grundfarben, gelb, rot und blau, die verschiedenfach gemischt alle andern bunten Farben ergeben. Gelb wirkt tätig, sonnenhaft und licht, – rot warm, bewegt und lebensfroh, – blau kalt, konzentrierend und beruhigend.
In ähnlicher Weise gibt es drei Grundenergien in der Natur: Stoff, symbolisiert durch die Grundfarbe blau, – Kraft, durch die Grundfarbe rot, – und Empfinden, symbolisiert durch die Grundfarbe gelb, – aus denen sich alles entwickelt hat und die allem Natur- und Lebensgeschehen zugrunde liegen.
Aus der verschiedenartigen Mischung, Verbindung und Auswirkung dieser drei Grundenergien ist die gesamte Welt, alles was da ist, entstanden. Die unendliche Formverschiedenheit der Lebenswelt wird auf drei Grundformen zurückgeführt und kann danach ordnungsmäßig gegliedert werden. Es liegt hier eine neue Natur- und Formbeobachtung vor, die bisher unbekannt war und die etwas gänzlich Originales darstellt.
Sichtbar in die Erscheinung tritt dieses Naturprinzip in der Keimblase, die sich kurze Zeit nach der Befruchtung bildet.
XX
Keimblase [Hinzugefügt]
Die Keimblase, hat drei Keimblätter, aus denen die drei Körperbausysteme für die Empfindung, Ernährung und Bewegung zu einer Einheit des Lebens hervorwachsen. Es liegt auf der Hand, daß die Stoff- und Kraftmischung durch Zeugung, Verebung und Entwicklung unendlich verschiedenartig sein kann. Daher gibt es auch wohl kaum zwei Lebewesen, die vollkommen gleich sind. In dieser Mannigfaltigkeit liegt die Eigengesetzlichkeit des Lebens.
DgM078 MK Fig97
Fig. 97. Die schematische Anordnung der drei Grundnaturelle. Bilder-Archiv.
Der Vergleich mit den drei Grundfarben wird nun von den drei Grundenergien fortgeführt zu den drei Grundnaturellen, gelb gilt für das Empfindungs-, rot für das Bewegungs- und blau für das Ernährungs-Naturell, siehe Fig. 97.
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Drei Grundnaturelle [Hinzugefügt]
Die Einordnung der drei Grundnaturelle in das Kreisschema der Harmonie-Berechnung sollte man sich ebenso einprägen wie die der weiteren sekundären und polaren Typen, da die Harmonieberechnung dann nicht mehr allzu schwer fällt.
Zunächst ist natürlich die Kenntnis der Naturell-Typen Voraussetzung, – aber diese zum Teil unter medizinischer und sonstiger Benennung weltbekannt gewordene Lehre ist unsern Lesern ja geläufig.
XX
Kretschmer = Plagiat; Carl Huter = Original [Hinzugefügt]
Wenn man die Naturellehre mehrere Jahre kennt und in der Unterscheidung der Menschen nach Typen geübt ist, – ähnlich wie der Schriftzeichen zum Lesen und der Zahlen zum Rechnen, so stellt man sich, wenn man 2, 3 oder mehr Menschen zusammen sieht, schon unwillkürlich die Frage, wie dieselben wohl in Freundschaft, Beruf, Geschäft oder in der Ehe und Familie miteinander harmonieren mögen, ob sie gut oder schlecht miteinander auskommen.
Damit ist aber eine Frage angeschnitten, die für das Leben von ganz außerordentlicher Bedeutung ist. Jeder weiß, daß auf einer glücklichen Harmonie, einem friedvollen Zusammenleben und Zusammenarbeiten schließlich alles Glück des Lebens beruht. –
Mischen wir die Farben gelb und rot, also eine Grundfarbe zur andern zu ungefähr gleichen Teilen, so ergibt sich der sekundäre Farbton des feurigen, heißen Orange. Diese Farbe ist für das Bewegungs-Empfindungs-Naturell typisch.
Aus der Mischung von rot und blau ergibt sich der geheimnisvolle, prunkhafte, violette Farbton, typisch für das Bewegungs-Ernährungs-Naturell.
Blau und gelb gemischt ergibt die immer angenehme Farbe grün, typisch für das Ernährungs-Empfindungs-Naturell, siehe Fig. 98.
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Fig. 98. Die Anordnung der sekundären Naturelle
Außer diesen drei Grund- und drei sekundären Farben gibt es noch die beiden polaren, unbunten Farben weiß und schwarz, entsprechend dem harmonischen und disharmonischen Naturell, siehe Fig. 99.
Weiß reflektiert alle Lichtstrahlen und strahlt auf alles lichtgebend und Helligkeit verbreitend zurück; Schwarz absorbiert alle Lichtstrahlen und nimmt sie in sich auf.
Es gibt aber keinen Körper, der restlos alle Lichtstrahlen zurückwirft oder in sich aufnimmt. Daher gibt es kein absolutes Weiß oder Schwarz, und ebenso kein absolut harmonisches oder disharmonisches Naturell. Die Farben Weiß und Schwarz kennzeichnen mit den vielen Zwischenstufen streng genommen nur Helligkeitsunterschiede.
Der harmonische Typus, der geborene Leiter und Führer, wirkt, wie Licht und Helligkeit gebend, fortschrittlich und ideal, nach jeder Richtung hin vermittelnd und verbindlich.
DgM078 Fig99 GOLD
Fig. 99. Die Anordnung der polaren Naturelle
Das disharmonische Naturell wirkt hemmend und hindernd, will oftmals alles haben, saugt das Gute sozusagen in sich auf und gibt nichts Gleichwertiges wieder. Es stört die Harmonie. Die Charakteristik der polaren Naturelle ist dem Leser ja bekannt und es erübrigt sich hier, näher darauf einzugehen. –
Die leeren Felder in dem Kreisschema zwischen den einzelnen bisher gekennzeichneten Typen sind ausgefüllt durch mindestens zwei Zwischenfarben oder Naturelle.
Mischt man die Farbe weiß mit etwas gelb, so ergibt sich eine leichte Tönung in das Gelbliche, der für das Harmonie-Naturell mit stärkerer Empfindungsbetonung maßgeblich ist.
Mischt man gelb mit etwas weiß, so wird das Gelb etwas aufgehellt, es ergibt sich der Farbton, den wir als Naturell gedacht mit Empfindung und Harmonie bezeichnen.
Mischt man gelb mit etwas rot, oder orange mit etwas gelb, so ergibt sich das Naturell der Empfindung mit etwas Bewegung, oder Bewegung und Empfindung mit stärkerer Empfindungsanlage.
Orange mit rot gemischt, oder rot mit orange ergibt vergleichsweise das Naturell der Empfindung-Bewegung mit stärkerer Bewegungsanlage bzw. das Bewegungs-Naturell mit etwas Empfindung. –
Mischt man orange mit weiß oder rot mit weiß, so ergibt das Naturell Bewegung-Empfindung mit Harmonie, beziehungsweise Bewegung mit Harmonie usf. durch das ganze Kreisschema.
Umgekehrt ist es, wenn man orange oder rot mit etwas schwarz mischt, dann erhalten die entsprechenden Naturelle in ihrer Veranlagung die mehr oder minder starke Neigung zur Disharmonie. Schwarz dunkelt alle Farben, ähnlich wie die Disharmonie allen Naturellen eine Abwertung verleiht.
Die einzelnen Zwischennaturelle lassen sich nach Körper-, Kopf-, Gesichts- und Augenform genau so eindeutig unterscheiden, wie die verschiedenen hier angeführten Farben. Zu beachten ist, daß rechts des Kreisschemas die lichten und warmen, links die kalten Farbtöne oder Naturelle liegen. (Ob ein Mensch mehr warmer oder kalter Natur ist, läßt sich schon aus dem Farbton der Haut und aus dem Gewebe erkennen. Auch das ist unsern Lesern bekannt.)
Zu beachten ist nun folgendes: Je reiner ein Naturell ausgeprägt ist, um so reiner ist der Farbton, – und das Naturell ist um so mehr in den äußeren Ring des Kreisschemas einzuordnen.

Je mehr bei einem Menschen das Naturell verschwimmt, also unklar wird, um so weniger rein ist der Farbton und in dem Kreisschema in die inneren Ringe zu verlegen. Das einzelne Naturell gibt es also in einer reineren und unreinen Form. Je mehr ein Naturell sich veredelt und verfeinert, also höher entwickelt, was natürlich das Äußere des Menschen ebenso deutlich zeigt, um so mehr rückt dasselbe aus dem Kreisschema heraus und bekommt den Anklang an das Ideale. Auf diese Weise kann man sich die Entwicklung der Lebenswelt fortgesetzt denken bis zu den höchsten Lebensformen.
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Veredelung mit Hilfe der Original-Menschenkenntnis [Hinzugefügt]
In der Mitte des Kreisschemas kann man sich auch die Keimblase denken, aus der alles Leben und jede Formbildung entstanden ist und dahinter nach der Tiefe zu, also nach der Welt im Kleinen die formbauenden Energien, Stoffe und Kräfte, dann haben wir das Symbol eines vollständigen Weltbildes.
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Keimblase [Hinzugefügt]
Je weiter ein Naturell in den zweiten innern Ring des Schemas eingeordnet werden muß, um so mehr wird der Farbton tertiär, mit Grau vermischt, – das Naturell unklarer, tertiär und schwerer feststellbar, in dem zweiten mittleren Ring liegen also die tertiären Naturelle, z.B. grün mit grau, gelb mit grau, orange mit grau, rot mit grau usw.
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Kreisschema in Farbe [Hinzugefügt]
Ganz im Innern des Kreisschemas liegen die grauen Farbtöne und zwar nach der oberen Hälfte die hellgrauen, und nach der unteren Hälfte die dunkelgrauen Farbtöne, rechtsseitig die warmgrauen, linksseitig die kaltgrauen Töne, die sich aus der Mischung von schwarz und weiß und der Grundfarbe ergeben, und ähnlich verliert das Naturell seine Aktivität. In einer Menschengruppe stellen diese grauen Töne die große Menge der neutralen und indifferenten Naturelle dar, die in manchen Völkern bzw. in niedern Rassen überwiegen. Es ist die große Menge der Durchschnittsmenschen, die nach keiner Richtung hin besonders hervortreten, die leicht beeinflußbar, leit- und lenkbar sind. Davon heben sich die erst gekennzeichneten Naturelle wie die Farben schön und leuchtend ab. Auch diese Naturelle sind nach Körper-, Kopf- und Gesichtsform ebenso feststellbar; schon das Gewebe hat einen grauen, wenig hellen und durchleuchteten Farbton.
Diese Mitte des Kreises ist wie ein grauer, nebeliger, eintöniger Novembertag, in dem alles lichtlos und grau zu verschwinden scheint.
Es sind im ganzen 61 Farben in dem Schema einzuordnen, die aber beliebig erweitert werden können, und alle Menschen sind in diesem Kreisschema unterzubringen.
Jedes Naturell findet seinen bestimmten Platz und somit ist auf naturwissenschaftlicher Grundlage erstmalig eine bisher völlig unbekannte Ordnung der Menschheit, die Rangordnung der Persönlichkeiten, gefunden.
XX
Rangordnung der Persönlichkeiten – Der Zukunftsstaat [Hinzugefügt]
Huter glaubte, daß mit der Zeit die idealen, harmonischen, primären und sekundären Naturelle sich vermehren würden und daß die disharmonischen, tertiären und neutralen Naturelle weniger werden – und damit sah er eine große Zeit anbrechen. Neben dem Kampf ums Dasein, der Zuchtwahl und Deszendenzlehre ist das Entwicklungsprinzip der Naturelle von Bedeutung und dieses wiederum führt uns auf die Harmonielehre der Naturelle zurück.

DIE HARMONIE-BERECHNUNG
Wie finde ich den passenden
Ergänzungstyp?

Die Harmonie-Berechnung der Naturelle geschieht in Anlehnung an die Ton- und Farbenharmonie. Setzen wir bei einem bestimmten Menschen seine Naturellanlage fest, – angenommen es sei der harmonische Typus, – so schlagen wir auf unserem Schema hier den ersten vollen Ton an und fahren dann nach rechts herum weiter, so wie der Zeiger der Uhr geht.
Das Empfindungs-Naturell liegt dann zum Harmonietypus im 2. vollen Ton. Ton 1, 3, 5 und 7 harmonieren in der Musik gut, Ton 1 zu 2, 3 zu 4, 5 zu 6 und 7 zu 8 harmonieren nicht so gut. Ähnlich so ist es mit den entsprechenden Farben und Naturellen. Dennoch würde das Empfindungs-Naturell im Ton 2 zum harmonischen Typus nicht gut passend liegen, siehe Fig. 100.
DgM078 MK Fig100
Fig. 100. Harmonie und Empfindung, Ton 1 und 2
Aber hier findet eine Ausnahme von der Regel statt, denn das Harmonie-Naturell steht zum Empfindungstypus stets in guter, wenn auch leichter Harmonie und Sympathie. Ähnlich so wie die Farbe gelb sich an die weiße Farbe anlehnt, verhält es sich bei diesen beiden Naturellen. Das Empfindungs-Naturell lehnt sich an und findet im harmonischen Typus seinen wohlwollenden Beschützer, die Festigkeit und den sicheren Halt im Leben.
Die Tiefe des Empfindens findet beim harmonischen Typus den gleichlaufenden Widerklang und das gibt eine gute seelische Harmonie im Austausch der Gedanken, Handlungen usw. (Hat der eine Mensch ein tiefes Empfinden und der andere Mensch nicht, so findet kein rechter Zusammenklang der Gedanken und Handlungen statt.) Abgesehen von dieser Ausnahme harmonieren alle übrigen Naturelle, wenn sie wie Ton 1 und 2 zueinanderstehen, nicht, weil sie sich zu nahe liegen und demgemäß die Anziehung und Sympathie nicht stark genug ist. Was sich aber nicht stark genug anzieht, das stößt sich leicht ab und kommt in Disharmonie, woraus dann Unfrieden und all das bekannte Leid eines Zwanges im Zusammenleben oder –arbeiten oft entstehen.
Anders ist es mit dem Harmonie-Naturell und dem Bewegungs-Empfindungstypus. Diese liegen sich in der großen Terz, wie Ton 1 zu 3, gleich den Farben weiß und orange, siehe Fig. 101.
DgM078 MK Fig101
Fig. 101. Das Harmonie- und das Bewegungs-Empfindungs-Naturell, Ton 1 und 3
Mancher Mann und manches weibliche Wesen hat vielleicht den Menschen noch nicht gesehen oder näher kennengelernt, der ihm in der Terz, also wie Ton 1 zu 3 liegt und ihn auf das glücklichste ergänzt. Wenn der Mensch etwa 200 Anlagen, Neigungen und Triebe hat und davon sich bei der Terz – nehmen wir an – über 100 in Sympathie ergänzen, dann kann man sich vorstellen, was für ein Glück es ist, wenn der Mensch seine Terz in einem andern Menschen findet.
Bisher war ein solches Sichfinden der reine Zufall; heute aber, da wir die Naturellehre kennen und den dadurch aufgedeckten gigantisch großen Plan der Natur, liegt es in des Menschen Macht, sich die glücklichste Ergänzung suchen zu können. Wenn die Natur es in dieser Beziehung den Menschen auch nicht leicht gemacht hat, so liegt auch das offensichtlich in ihrem Plan; denn sie will insbesondere durch das Liebesleben alle Intelligenz und alle Anlagen zur höchsten Entfaltung bringen. Wiederum ist auch das nicht zwecklos, denn durch die höchstentfaltete Sympathie wird auch die Liebe, die Schöpferkraft zur höchsten Blüte angetrieben und den Segen erbt der neue Mensch, das Kind der Liebe.
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Familie: Vater, Mutter und Kind [Hinzugefügt]
Betrachten wir nun Fig. 100 und 101, so hat man schon das natürliche Empfinden, daß das harmonische und das Bewegungs-Empfindungs-Naturell noch glücklicher zueinanderpassen wie das harmonische und das Empfindungs-Naturell.
DgM078 Fig100 GOLD
Fig. 100
Bei meinen Vorträgen im Frühjahr dieses Jahre habe ich die verschiedenen Naturelle aus den Zuhörern herausgesucht, auf der Bühne nebeneinander gestellt und dazu die entsprechenden Farben gezeigt und die Töne auf einem Musikinstrument anschlagen lassen. Großartig war es, wie die Zuhörer stets den gleichen Eindruck je nach dem guten oder schlechten Zusammenklang der Personen, Farben und Töne hatten. Auf Befragen erklärten auch dann meist die betreffenden Personen, daß sie wohl in diesem oder jenem Typus ihr Ideal sehen oder nicht sehen könnten, je nachdem gerade die passenden oder nicht passenden Personen unter den Zuhörern vorhanden waren. Durch das praktisch vorgeführte Experiment ist natürlich der Beweis für diese neue Lehre um vieles eindringlicher zu erbringen, wie durch die hier wiedergegebenen kleinen schematischen Zeichnungen.

DgM078 Fig101 GOLD

Fig. 101
Auf jeden Fall hat der Mensch, der die zu ihm passende Ergänzung in der großen Terz sucht und findet, das große Los des Lebens gezogen und damit bei entsprechender Liebesethik auch für seine Nachkommen.
Das Empfindungs-Naturell, Farbe gelb, und das Bewegungs-Empfindungs-Naturell, Farbe orange, passen dagegen nicht gut zusammen, es sind die sich zu nahe liegenden Töne 1 und 2, oder 2 und 3.
Die Farben und Naturelle haben nicht den Gleichklang, aber auch nicht die anziehende Ergänzung, in der Ehe, – der Mann im Empfindungs-, die Frau im Bewegungs-Empfindungs-Naturell oder umgekehrt, kann beim besten Willen und trotz aller Liebe kein rechtes Glück aufkommen.
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Fig. 102. Empfindung und Bewegung-Empfindung, nicht passend, wie Ton 1 und 2
Dasselbe gilt für die Verbindung zwischen dem Bewegungs-Empfindungs-Naturell und dem Bewegungs-Naturell, Farbe orange und rot. Die beiden Farben liegen sich zu nahe und die beiden Menschen auch, es wird kein sympathischer Reiz ausgelöst, sondern leicht Abneigung und Antipathie.
Warum sollen sich also die Menschen unpassend verbinden und diese Verbindung wie schwere Ketten mit durch das Leben schleppen, – wenn es nicht nötig ist, da gerade in unserm Volk die Naturelle sehr reich differenziert sind und wir auf Grund der Naturellehre, einer der größten Entdeckungen der Welt, dieses vermeiden können? –
Manchmal kommt ja das Glück wie von selbst; aber bei weitem nicht immer. Es lohnt sich daher, sein Wissen durch die Naturellehre zu bereichern, – und viele tausend Menschen haben im Laufe der Jahre ihre höchste Befriedigung über diese neue Naturellehre ausgedrückt. Von selbst kommt der Fortschritt nicht, alles Unvollkommene muß durch Arbeit – durch sehr viel Arbeit langsam glücklicher gestaltet werden. Ich möchte den guten Menschen so gerne helfen, – und doch ist es so unendlich schwer, das Interesse für ein neues großes Wissensgebiet zu erwecken.

Das Empfindungs- und das Bewegungs-Naturell liegen sich wieder gut, wie Ton 1 zu 3, Farbe gelb und rot.
DgM078 MK Fig103
Fig. 103. Empfindung und Bewegung, – die Terz.
Es ist zu beachten, daß das Bewegungs-Naturell und auch der harmonische Typus in mittlerer und großer Gestalt auf tritt. Das Bewegungs-Naturell, das sich mit einem Empfindungs-Naturell verbindet, sollte eine entsprechend feinere Bildung und Lebensart besitzen und auch den natürlichen, seiner Anlage entsprechenden Beruf haben, da sonst die hier waltenden Gegensätze leicht zu groß sein können. –

Sehr schlecht paßt aber das Bewegungs-Naturell zum disharmonischen Typus, gleich den Farben rot und schwarz, die sich direkt abstoßen und in der Zusammensetzung dem Auge weh tun, siehe Fig. 104.
DgM078 MK Fig104
Fig. 104. Bewegung und Disharmonie, sehr schlecht passend
Eine solche Verbindung wirkt sich leicht sehr unglücklich aus und auch die Kinder sind vielfach die Leidtragenden und erben kein gutes Element.

Dahingegen paßt das disharmonische Naturell gut zum Ernährungstypus, Ton 1 und 3, wie die Farbe schwarz zu blau, siehe Fig. 105.
DgM078 MK Fig105
Fig. 105. Disharmonie und Ernährung – passend
Wenn auch in dieser Farbenzusammenstellung, schwarz und blau, wenig Licht und Helligkeit ist, da das Ideale fehlt, – so ist die Verbindung doch passend. Denn das Gefühlsleben ist beim Ernährungs-Naturell an sich schwach, es läßt sich durch die Disharmonie nicht beeindrucken, empfindet diese gar nicht einmal als solche und behält dabei seinen Humor, die im Grunde heitere Natur. Erst kürzlich sah ich eine solche Ehe. Die Frau im Ernährungs-Naturell war lustig und fidel, – die Disharmonie des oft brummigen Mannes störte sie nicht – und die Kinder hatten die Disharmonie des Vaters nicht geerbt, – was aber durchaus nicht immer der Fall ist.
Nach diesen Darlegungen kann der Leser selbst weitere Harmonien und Disharmonien leicht zusammenstellen, besonders, wenn dazu die entsprechenden Farben verglichen werden. –

Es harmonieren komplementär alle sich gegenüber liegenden Farben und Naturelle; aber alle nebeneinander liegenden Typen, mit Ausnahme des gekennzeichneten Einzelfalles, stoßen sich ab. Zur Veranschaulichung dient Fig. 106.
DgM078 MK Fig106
Fig. 106. Schema zur Berechnung der Harmonie und Disharmonie der gegenüber und nebeneinander liegenden Naturelle
Es harmonieren weiß – Harmonie – mit schwarz – Disharmonie – äußerlich positiv, innerlich negativ, da das disharmonische Naturell dem harmonischen Naturell in der gleichmäßigen Empfindungstiefe meistens nicht zu folgen vermag.
Bei gleichzeitiger Harmonie und Disharmonie zweier Menschen disharmonieren beide Naturelle solange bis die Aufhebung oder der Ruhepunkt in 1, dem absolut neutralen Grau gefunden wird. I bringt wieder Harmonie zu der Mischung aus II und III.
Es harmonieren die sekundären Farben zu den ergänzenden primären positiv, jedoch grün zu rot negativ. Ebenso stehen die entsprechenden Naturelltypen zueinander.

DIE TERTIÄREN UND NEUTRALEN NATURELLE
Hier tritt das Naturell nur noch gebrochen, vermischt und nicht mehr so offensichtlich hervor. Es ist ähnlich, als wenn Grund- und sekundäre Farben zu verschiedenen Teilen gemischt werden, wodurch die gebrochenen Mischfarben entstehen, die ihre Leuchtkraft verloren haben.
Die Verbindung dieser Naturelle in Ehe, Freundschaft oder Beruf sind einfacher Natur, gewöhnlich und alltäglich ohne besondere Abtönungen und Steigerungen nach irgend einer Richtung.
Die Berechnung erfolgt nach dem Harmonieschema, soweit das Naturell feststellbar ist oder die neutrale, indifferente Anlage überwiegt. Diese Naturelle können den primären, sekundären und polaren Typen beigeordnet werden, wodurch dann, ähnlich wie bei den Farben, eine bestimmte vermittelnde Wirkung ausgelöst wird.
Aber – wie gesagt – die Ehen zwischen neutralen Naturellen sind einfacher Natur, sich in der Hauptsache auf das Triebleben stützend und auf die Erfüllung der nötigsten Lebensbedürfnisse beschränkend.
Doch auch hier entscheidet wie bei allen ehelichen Verbindungen die Liebe. Ist die Liebe groß und rein, so kehrt das Glück ein und die Nachkommen stehen ihrer körperlichen, seelischen und geistigen Veranlagung nach oftmals höher wie die Eltern. Die Liebe, die Huter als die Lebens- und Schöpferkraft der Natur nachgewiesen hat, und die Allgüte, die zweifellos in der Natur waltet, kommt dadurch deutlich zum Ausdruck. So können selbst aus dem neutralen Grau die reineren Naturelle hervorgehen; aber aus den reineren Naturellen kann auch ein Zurückfluten in das Grau stattfinden, ebenso wie eine höhere Bildung und Entwicklung.
Die Natur will durch die waltende Gesetzmäßigkeit niemanden unverdient schuldig werden lassen, – sie trägt auch noch das Freiheitsprinzip in sich und läßt immer noch Auswege frei, Möglichkeiten zu aufsteigender Entwicklung, – wenn die Liebe als Schöpferkraft waltet. –
Mag anderseits eine Ehe durch gute ergänzende Veranlagung noch so passend erscheinen, noch so sehr von der Natur alles Glück den beiden Gatten mitzugeben sein, – dieses hohe Glück bleibt dennoch nur auf die Dauer erhalten, wenn beide Menschen neben ihren Pflichten und den Lebensfreuden noch ein höheres Ideal pflegen. Die Natur gibt nicht nur, sondern sie stellt auch ihre Forderungen; sie will, daß der Mensch der göttlichen Kraft in ihm, die ihm das Leben gab und erhält, gerecht werde, sich weiter, höher, vorwärts und aufwärts entwickle. –
Die ethische Verbindung zwischen einem idealen, genialen, harmonischen, primären oder sekundären Naturell mit einem neutralen Typus führt zu entsprechenden Hemmungen. Der neutrale Teil vermag dem andern nicht voll zu folgen, ihn nicht zu verstehen, er vermag ihn weder ideell, noch materiell wirksam zu unterstützen, denn die Innenspannung reicht nicht aus und die Kraft versagt. Auch ist meist der Wille nicht stark genug, und so bleibt der eine Teil der Leidtragende, der überwinden muß, der das Glück wohl gesucht, aber nur zu einem Teil gefunden hat. Viele solcher Ehen sind bekannt geworden.
Ist der Mann z.B. neben seiner Berufstätigkeit noch stark für das Ideale interessiert und tätig, und die Frau liegt im neutralen Typus, so wird der Mann mit der Zeit in den meisten Fällen unterliegen, seine Ideale mehr oder weniger aufgeben. Will er sie dennoch festhalten, so muß er schon eine gewaltige Kraft aufbringen.
So scheint das ganze Liebesleben von der Natur darauf angelegt zu sein, den Menschen zur höchsten Tatkraft und Entfaltung aller seiner Kräfte und Anlagen zu bringen. –
Es soll bei Eingehung einer Ehe in erster Linie die Rasse zusammenpassen, dann das Naturell, ebenso auch das Temperament, der Geschlechtston, die Bildung und das Feingefühl und mindestens 7-8 besondere Charaktereigenschaften, wie Kinderliebe, Heimliebe, Arbeitssinn usw., wobei die Liebe noch den Ausschlag geben muß.
Die Natur hat es dem Menschen in dieser Beziehung nicht leicht gemacht, sie zwingt ihn, will er das höchste Erdenglück erreichen und festhalten, alle seine Kräfte zur Entfaltung zu bringen, um sich höher zu entwickeln, über sich hinaus Höheres zu schaffen, an einem idealen Glück und Ziel mitzuarbeiten, denn sonst gäbe es keine höhere Entwicklung in der Natur. Daher soll der Mensch nach den Natur- und Lebensgesetzen suchen und neben allen anderen Lebenspflichten gleich stark Wissenschaft, Kunst und die Verbundenheit dem höchsten Ideal gegenüber pflegen.

DIE NEIGUNGSACHSEN ZUR SYMPATHIE UND ANTIPATHIE
In unserem Harmonieschema sehen wir links und rechts die beiden feststehenden Neigungsachsen zur Sympathie und Antipathie eingezeichnet. Diese haben eine besondere Bedeutung.
In A, weiß, liegt die Sympathiequelle, Empfinden, Gemüt, Seele und Tiefe, – die Liebe mit allen Fasern des Herzens und der Seele.
Nach rechts geht die Neigungsachse zur Sympathie.

Nach links herum liegt die Neigungsachse zur Antipathie, hier wirken mehr Verstand und Wille, das Äußere hat den Wert, – Beruf, Geld, Stand usw.
Das Harmonie-Naturell, weiß, steht zu grün, dem Ernährungs-Empfindungstypus nicht in Sympathie, sondern seine Sympathie neigt sich mehr zu den Naturellen, die nach rechts herum liegen.
Wenn wir den Kreis vom harmonischen Typus aus nach links herum zur Antipathie verfolgen, so finden wir hier in dem Schema das Ernährungs-Empfindungs-, das primäre Ernährungs- und das Ernährungs-Bewegungs-Naturell, siehe Fig. 107.
DgM078 MK Fig107
Fig. 107. Neigungsachse zur Antipathie
Man kann sich wohl denken, daß gegenüber dieser drei schweren Menschen, Fig. 107, die das Ernährungsleben stark betont haben und sehr stark für die materiellen Interessen veranlagt sind, die viel einnehmen und wenig ausgeben wollen, das Harmonie-Naturell, das auch noch höhere und ideale Interessen zu mehren bestrebt ist, nicht zur glücklichen Entfaltung kommen kann.
So wird es verständlich, daß hier nach links bei unserm Harmonie-Schema die Neigungsachse zur Antipathie liegt, und daher geht die Harmonieberechnung mit dem Zeiger der Uhr nach rechts herum.
Um hier die Harmonie zu finden, sind noch Menschen mit hinzuzuziehen, deren Naturell auf der andern Hälfe des Kreisschemas eingeordnet ist. Daß die Harmonien zwischen 3, 4 und mehr Personen etwas anders sind, wie zwischen zwei Personen, ist bereits gesagt und an Beispielen dargelegt.
Wenn nun z.B. ein Mann im Bewegungs-Empfindungs-Naturell sich mit einer Frau im Ernährungs-Naturell verbinden will, so liegen sich die beiden Personen gegenüber und eine solche Bindung würde gut passen. Geht aber die Neigungsrichtung des Mannes zur Harmonie und die Frau zur Disharmonie, dann streben die beiden in diesem Punkt auseinander und es kommt leicht zu Reibungen. Wenn aber beide Personen ihre Veranlagung kennen und beachten, dann kann die Frau ihre Neigungsrichtung zur Disharmonie aufgeben und eine solche zur Harmonie anzunehmen sich befleißigen. Hier ist also sehr viel durch Aufklärung und guten Willen zu erreichen. In allen Fällen ist daher eine etwa vorhandene besondere Neigungsrichtung in ähnlicher Weise mit in Betracht zu ziehen, wofür dieses eine Beispiel richtungsgebend ist.

DgM078 MK KÄTHE

DIE TONWELT IM VERGLEICH ZUR NATURELL-HARMONIELEHRE
Von Käthe Kupfer
Für manchen Menschen wird es leichter sein, die Harmonien und Disharmonien im Zusammenklang der Naturelle zu verstehen, wenn die Tonwelt zum Vergleich herangezogen wird.
Wir unterscheiden 8 Grundtöne, wobei der achte Ton gleich dem ersten ist in der nächsten Stufe, siehe Fig. 108.
DgM078 MK Fig108 Noten
Fig. 108
Wir finden in unserem Harmonieschema acht Grund- oder Haupttöne des Naturells, wobei aber der achte Ton sich nicht mit dem ersten Ton deckt. Daher können wir den Vergleich nicht vollkommen durchführen, sondern nur Ähnlichkeiten des Zusammenklangs aufzeigen.
Die acht Grundtöne stehen, wenn sie aufeinander in der Tonreihe folgen, in sehr gutem Zusammenklang.
Die acht Grundtöne des Naturells stehen in der Zusammenwirkung, wenn der harmonische Grundton den Anfang und Abschluß bildet, also zweimal vorhanden ist, in sehr gutem Klang oder Ergänzungsverhältnis zueinander bei Zusammenarbeit oder sonstiger Gesellschaftsbildung.
Die Vielgestaltigkeit der Töne ergibt, wenn diese in harmonierenden Gruppen oder Tonsätzen zusammengefügt sind, wunderbare Klangbilder, heitere und ernste Weisen, rhythmisch beschwingte oder getragen ruhige Formen, Symphonien und hohe Kunstformen des Wohlklangs, unerschöpfliche Möglichkeiten, so mannigfaltig, bunt und schön wie das Leben selbst.
Es harmonieren im Gleichklang die gleichen Töne gleicher oder verschiedener Höhenlage, so auch die menschlichen Naturelle des gleichen Grundtones gleichen oder verschiedenen Geschlechts.
Es ist die Harmonie im Gleichklang, wie in den ersten Abhandlungen in Wort und Bild dargestellt.
In der Musik kann man vo jedem Ton ausgehend eine wohlklingende Tonreihe, die Tonleiter, aus acht aufeinanderfolgenden Tönen bilden, und zwar ergibt die Dur-Tonleiter mit der großen Terz (Ton 3 = 2 1/2 Stufen) die stärkere Harmonie, die Moll-Tonleiter mit der kleinen Terz (1/2 Ton erniedrigt!) die schwächere Harmonie.
DgM078 MK TON DUR
C-Dur-Dreiklang – C-Moll-Dreiklang
Das Schema zur Naturellharmonie gestattet, die Terz zu jedem Grundton leicht aufzufinden. Stufe 1 und 3 des Schemas ergibt jeweils die große Terz, den besten harmonischen Zusammenklang, der in der Liebe oft zu untrennlicher, alle Hindernisse überwindender Bindung führt. Die kleine Terz auf unserm Schema, Ton 1 und 2 1/2, ergibt eine schwächere oder kleinere Harmonie.
Im harmonischen Dreiklang vereinigen sich bei jeder Tonart drei Grundtöne. Wir unterscheiden drei primäre oder Grundnaturelle und man kann symbolisch, – der Vergleich läßt sich wieder nicht vollkommen durchführen, – den ersten Grundton als den Pol der Ruhe (Ruh- oder Ernährungsprinzip der Natur) betrachten, die Quinte (Ton 5) als den Pol der Kraft (Bewegungs- und Kraftprinzip der Natur), – in dem Dreiklang die sogenannte Dominante, d.h. die führende oder herrschende Note – und zwischen beiden bald stärker zur Kraft, bald stärker zu Ruhe neigend, die sogenannte große oder die kleine Terz, das Prinzip des Empfindens, den Grad der Weichheit des Akkordes bestimmend.
Der Dreiklang der drei Grundtöne des Naturells in einem Menschen ergibt das sehr glückliche und beglückende harmonische Naturell, den edlen Vollmenschentypus. Drei primäre Grundnaturelle können aber erst den guten Zusammenhang finden, wenn sie sich alle drei einem harmonischen Typus unterordnen.
Bei dem Zusammenklang der verschiedenen Personen kann jedes Naturell den Grundton bilden, zu welchem dann die Terz und Quinte leicht nach dem Schema zu finden sind, was an zahlreichen Beispielen dargestellt wurde.
Neben den großen Harmonien der Dur- und Moll-Dreiklänge gibt es in der Musik noch zahlreiche Nebenharmonien, die in den großen Musikwerken kunstvoll zum Erklingen gebracht werden. Disharmonien, die Dissonanzen im Klang, müssen durch neutrale Töne ausgeglichen werden, die Nebenharmonien müssen sich den großen Harmonien unterordnen, diesen erst zu leuchtendem Wohlklang den Rahmen oder Untergrund bieten.
Ähnlich ist es im Zusammenklang der menschlichen Naturelle.
So ist zu verstehen, welche Rolle im Leben die vielen tertiären und neutralen Typen spielen. Sie gleichen zwischen Harmonie und Disharmonie oder zwischen großen Einseitigkeiten aus und bilden den Untergrund, auf dem herrliche Harmonien oder auch geniale Menschen hervorzuleuchten vermögen.
Je reicher und vielgestaltiger die menschlichen Naturelle, die wir mit den Tönen vergleichen, in einer Gemeinschaft, einem Verband, einem Volke oder Staat, einer Landschaft, einer Familiengruppe gemischt sind, im freien Austausch ihrer Tätigkeit, ihres handwerklichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Strebens und Könnens stehen, um so höher entwickelt sich ein solcher menschlicher Gesellschaftsverband in der Entfaltung von Lebensglück, Wohlstand, Kunst und Kultur.
Einseitigkeit, Monotonie der Töne ermüdet und bringt weder Schwung noch Begeisterung und Aufstieg, sondern Stillstand und Erstarrung.

Einseitigkeit in der Naturellentwicklung läßt ein Volk mit der Zeit erstarren und die Anpassungsfähigkeit und damit Lebensmöglichkeit verlieren.
Den Zusammenklang der Naturelle in der menschlichen Gesellschaft in großen und kleinen Gemeinschaften sinnvoll und künstlerisch zu gestalten, ist das Ziel dieser Naturellharmonielehre, das uns der Vergleich mit der Tonwelt deutlich macht.

Eine Spanierin
Dieses Bild zeigt eine schöne Frauengestalt aus Madrid.

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Der Leser erkennt an der natürlich schönen Haltung und Bewegung die vorzügliche Darstellungsgabe. Die Lebhaftigkeit des Ausdrucks an Augen, Nasenform und Mund, die Frische und der Schmelz der Haut und Formen, die Grazie, lassen auf die Schönheit des meerumspülten Landes, der Heimat dieser Frauengestalt, schließen.
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Fig. 109 [schöne Frauengestalt aus Madrid]
Dabei verrät das Gesicht, sowie der starke Arm einen kräftigen Knochenbau, das ist besonders auch am Kinn zu erkennen, wobei doch die Formen voll und sehr gut proportioniert sind. Es ist das Bewegungs-Naturell mit einer Tönung zur Harmonie.
Es ist eine alte Kultur und eine große Vergangenheit, die dieses Land mit seinen Menschen hinter sich hat, – so lebensvoll wie dieses Auge, das erwartungsfreudig in die Welt schaut. –

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[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Die redliche wahrhaftige historische Forschung der Deutschen Geschichte wird somit erhellen, warum gerade das zukünftige Heilige Deutschland, das ZUKÜNFTIGE HEILIGE DEUTSCHE REICH als Art Phoenix die zukünftige Leitkraft als Nation in sich trägt, und von der Vorsehung dazu bestimmt ist, alle Nationen, bzw. alle Völker unserer Menschheit auf unserem Heimatplaneten Erde in Frieden in das GOLDENE ZEITALTER zu führen. CARL HUTERs MENSCHENKENNTNIS ist hierbei sozusagen der „MASTER-KEY“! An diesem in der Vergangenheit unzerstörbar gepflanzten heiligen Kern von GERMANIEN (nicht gemeint 12jährige Episode der absoluten Dunkelzeit totalitäres Drittes Reich von Goebbels & Hitler), seinen Urdeutschen Stämmen, Stichwort Cherusker, werden die heute, Jahr 2009, noch sehr mächtigen Dunkelkräfte (NWO, Bilderberger, CFR, Skull&Bones, etc.) definitiv in naher Zukunft scheitern. Deshalb wurde insbesondere in den letzten 150 Jahren von diesen Dunkelmächten alles unternommen, um die wahre Identität des Deutschen Volkes zu verschleiern, zu verleugnen, zu verfälschen und zu pervertieren, schlicht vergessen zu machen. Mit dem naturwissenschaftlichen Nachweis durch den Nicht-Akademiker, unserem wunderbaren Menschen und Privatgelehrten Carl Huter aus Hainde – nämlich der Lebenlichtleitstrahlkraft Helioda in der lebenden Zellen in klarer Abgrenzung zu den anderen Kräften, in der Tradition vom größten deutschen Künstler Albrecht Dürer (1471-1528), und dem generellen naturwissenschaftlichen Nachweis des Empfindungsvermögens der Materie, also der Tatsache der Gedächtniskraft der Materie, eröffnet der Menschheit völlig neue und großartige Möglichkeiten – kurz der Mensch als Individuum wird rück-gebunden (re-ligio) an seine per se unbegrenzten Potentialitäten als Geist-Mensch. Das gesamte Werkvermächtnis von Carl Huter, ca. 12.000 Seiten, vor 100 Jahren kreiert und bestens dokumentiert, zeigt dem Aufrichtigen durch das individuell zu erarbeitende Selbststudium der Original-Menschenkenntnis den Zukunfts-Weg der Menschheit in das Goldene Zeitalter, einer großartigen Epoche des Friedensreiches auf Erden – eben aufgrund dargelegter VERGEISTIGTER NATURWISSENSCHAFT. Heutige moderne Wissenschaftsbereiche bestätigen fortlaufend die Richtigkeit in ihren jeweiligen Forschungen, beispielsweise Masaru Emoto: Die Gedächtniskraft des Wassers.]

HU MK Verdelung Nach
Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]

Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren. (Fortsetzung folgt.)

XX
Neue Heilwissenschaft der Zukunft von und nach Carl Huter. [Hinzugefügt]

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.

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