DgM 093


Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Okt. 1940, Nr. 93

DIE AUFSTEIGENDE ODER ABSTEIGENDE
ENTWICKLUNG DES LEBENS


DIE WAHRE UND ECHTE
SCHÖNHEIT ALS LEBENSIDEAL!



Wie weit sind die Kopf- und Gesichtsformen
dieser Naturen von den Maßverhältnissen
des Goldenen Schnittes entfernt – und welche
Bedeutung haben sie für das Charakter-, Tat-
Und Seelenleben.



Wie weit sind diese Naturen
vom guten Prinzip des Lebens
Entfernt. – Der normal gute
Mensch und seine idealen
Tugenden

KANN MAN DIESEN GESICHTERN TRAUEN?



DAS FORTLAUFEND
GUTE ODER BÖSE
ÄUSSERT UND VERKÖRPERT
SICH IN BESTIMMTEN
FORMEN UND GESTALTEN


MENSCHENKENNTNIS
Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen!
[Hinzugefügt]

Wenn wir in der Natur die Lebenswelt betrachten, die Pflanzen, die Tiere, den Menschen, so sind es die charakteristischen Gestalten, Formen, Farben und Bewegungen, die uns die innere Wesensart der Lebensindividualität offenbaren. Das ist Gesetz in der ganzen Natur.

Bilder 4 und 1

Die drei obigen Köpfe, Bild 1, 2 und 3, machen schon auf den ersten Blick einen reichlich phantastischen Eindruck, und man sucht unwillkürlich nach einer guten Norm, um die Absonderlichkeiten besser erkennen zu können.

Bilder 4 und 2
Die gute Normalbildung des menschlichen Kopfes finden wir in Figur 4. Hier sind die Maßverhältnisse nach dem sogenannten Goldenen Schnitt eingezeichnet. D.h. die lebendigen Formen bauen sich nach einem physikalisch-mathematischen Plan, der Kraftrichtungsordnung mit ihren Achsenlagen auf. Je vollendeter der Zusammenklang der Körper-, Kopf- und Gesichtsmasse ist, um so mehr Harmonie liegt im Gesamtausdruck, um so höher ist der Charakter und der ganze Lebensindividualismus zu werten.

Goldener Schnitt
[Hinzugefügt]
Dieses Maßgesetz gilt nicht nur in der ganzen Lebenswelt, sondern auch in der Architektur und Plastik.

Bilder 4 und 3
Durch die vergleichende Betrachtung von Bild 1, 2 und 3 mit Figur 4 sind die Abweichungen im Gesamtausdruck und in den Formen von Hals, Gesicht, Augen und Kopf leicht zu erkennen. Der ganze Form- und Lebensausdruck bei Bild 1, 2 und 3 nimmt eine Richtung an, die wir als ungewöhnlich oder als häßlich zu bezeichnen gewohnt sind. Danach ist zu erkennen, daß dem guten Form- und Lebensausdruck ein Gesetz zugrunde liegt, das in der wahren und echten Schönheit als Lebensideal gipfelt. Und in der Tat, so ungewöhnlich der Form- und Lebensausdruck bei Bild 1, 2 und 3 ist, so abnorm ist auch die gesamte Geistes-, Charakter- und Lebensrichtung.


Es sind englisch-amerikanische Typen, die uns hier vor Augen treten, die den Stempel ihrer Umwelt an sich haben. Wir können sogar von der Formbildung der Gesichter teilweise absehen, wenn wir die Aufmerksamkeit auf den Zustand der Haut und Gewebe lenken. Wir sind gewohnt, ein reines, frisches, offenes und klares Aussehen des Menschen gerne zu beobachten; aber hier ist der Zustand der Gewebsbildung minderwertig, unrein und schmutzig, was sozusagen auf ein schlechtes Material schließen läßt, aus dem der lebendige Körper aufgebaut ist.
Wenn wir nach diesen Hinweisen die drei Bilder genauer betrachten, so kommen wir damit unmittelbar auf ganz einfache und natürliche Weise zu einer wirklichkeitsnahen Lebens-, Geistes- und Seelenlehre.

Bild 1
Man kann bei Bild 1 an diesem überlangen, schmalen Gesicht, an den dünnen und langen Hals und den kraftlosen hängenden Schultern, aus der Zerklüftung und Verödung, die in der ganzen Formbildung liegt, das Abnorme ersehen, so daß man sich sagen muß: darin kann kein normal vernünftiger Lebensgeist wohnen.
Das zeigen uns ja auch schon die aufgerissenen Augen, die überspannt und habsüchtig hervorblicken, als möchten sie alles an sich reißen, was nur irgendwie begehrenswert erscheint.
Dabei liegen die Augen in zerfallenen Höhlen. Oberhalb der Augen, wo mehr der Seelen- und Geisteszustand zum Ausdruck kommt, ist das Gewebe tief eingesunken und unterhalb des Augen, wo der Organ- und Nervenzustand sich spiegelt, liegen schwere Falten, wie hängende Säcke, wobei die Jochbeine in der elektrischen Breitenachse knochig hervortreten. Unterhalb derselben sind die Wangen tief eingeschnitten, ein Zeichen, daß die Nerven- und innere Organkraft erschöpft und wie verwildert ist.


Der Körper bildet ja ein einheitlich Ganzes, ist innerlich wie äußerlich und daher ist der Lebensgeist, der in dieser Form wohnt, auch wie verwildert. Dazu paßt auch ganz der struppige Bart und oben auf dem Vorderhaupt der blöde strohige Haarbusch.
In diesem schwachen Kinn und Untergesichtsbau spiegelt sich wahrhaftig keine wirkliche ruhige Arbeitskraft und normal männliche Tätigkeit.
Dagegen tritt aber die Stirn mit sehr unschönen Falten hervor und ist stark angespannt, und die Nasenform, in der der Wille und Charakter zum Ausdruck kommt, springt hart und knochig hervor. Dieser verknöcherte harte Wille und die gespannte, cholerische Aufmerksamkeit beherrschen den Mann.


Man braucht dabei nur diese wie abgerissen, vom Kopfe abgetriebenen, häßlichen, groben und verlederten Ohren zu betrachten, um inne zu werden, daß das seelische Gleichgewicht stark gestört ist, daß hier ein ganz verknöcherter, verlederter und ganz gerissener und geriebener Lebensgeist wohnt.
Nur am Seitenhaupt, wo der Hals- und Sachensinn liegt, scheint noch die ganze Kraft übriggeblieben zu sein; denn hier liegt bei aller Unruhe und Überspanntheit des Augen- und Gesichtsausdrucks noch Festigkeit und Konstanz.
Es ist einer der ältesten Bank- und Allgemeindiebe, der nach und nach mehr Geld und Waren zusammen stahl wie irgendein anderer.
Darüber täuschen bei diesem Gesicht, bei dieser Form-, Gewebs- und Augenbildung wahrhaftig nicht das weiße Vorhemd, der hohe Kragen und der schwarze vornehme Anzug hinweg.


Bild 2
Der Mann, den Bild 2 zeigt, hatte eine romantische Spezialität. Er stahl kleiner Schiffe, wobei es dann im Verlauf der Handlung des öfteren zu Schießereien kam.
Auch hier geht der ganze Kopfbau mit dem hohen Turmschädel und den langen Hals stark in die Länge.
Dabei ist aber das Kinn und der Unterkiefer kräftig gebaut, eckig und breit auslaufend, die abnorm gerichtete Tatkraft deutlich zeigend, die Neigung zu Gewalttat und Körperverletzung.


Dagegen ist das Mittelgesicht, wo sich im normalen Zustand die Fülle der Nervenkraft zeigt, eingetrocknet, eingefallen und verhärtet.
Die Jochbeine sind dabei schwer und wuchtig herausgemeißelt, ebenso wie der eckige Unterkieferansatz.
Das Ohr sitzt lebhaft, ist aber nach oben zu spitzig gespannt, eselsohrförmig, um auf alle Geräusche zu achten.
Das Auge ist hell, aber glasig und verschleiert, wobei der Blick in die Ferne gerichtet ist, die Bewegungen beobachtend.


Nun betrachte man weiter diesen phantasievollen, hohen Stirn- und Schädelbau mit der plastischen Wölbung nach der unteren Stirnmitte zu, wo der Gegenstandssinn und der Konzentrations- und Ideenbeharrungssinn liegt, um sich eine Vorstellung davon zu machen, daß eine fixe Idee diesen Mann beherrscht, die ihn auf eine Sache hinlenkt, an der er dann starr festhält, – da ja das Mittelgesicht verflacht, eingefallen und verhärtet ist und anzeigt, daß die inneren Körperorgane gar nicht die Kraft haben, das Nervensystem und das übergroße Gehirn allseitig zu ernähren und zu durchbluten.


Daher macht auch das dünne Haar auf dem hohen Schädel einen öden und weltverlorenen Eindruck.
Aber im Seitenhaupt ist Spannkraft geblieben, um sich auf romantische Weise Besitz anzueignen.
Wie ein kleines Schiff auf schwankendem Wasser erinnert der ganze Hals-, Gesichts- und Kopfbau an eine Fabelgestalt, die sich auf Irrfahrten bewegt, wobei die Gewebe am Kinn und an den Wangen von einer minderwertigen Beschaffenheit sind und der hohe Stirnbau einen trockenen und abnormen Eindruck macht.
So offenbart sich das gestörte Gleichmaß der inneren Kräfte einer Natur, die nur durch Zwang zu nützlicher Arbeit in guten Bahnen gehalten werden kann.


Bild 3
Der dritte im Bunde, Bild 3, gibt sich einen unschuldigen Ausdruck, als wenn er kein Wässerlein trüben könne.
Dabei fallen aber dennoch sofort die eng liegenden, ungleich geformten und in der Stellung und im Ausdruck stark verschiedenen Augen auf.
Dazu paßt die schiefgestellte Nasenform, der einseitig scharf herabgezogene Mund, die starke Ungleichheit der beiden Gesichtshälften mit den Backen, die einen festen und schweren Eindruck machen und nach den Ohren zu breit auslaufen.
Im weiteren kennzeichnen auch die Ohren, die nicht nur sehr tief gestellt, sondern auch völlig verkümmert und verbildet sind und jede Schönheit entbehren, die schwere Disharmonie.
Unmittelbar über den Ohren ist der Kopfbau sehr schmal (schwacher Anspannungstrieb), und der Kopf selbst, auf einen steifen, kurzen Hals sitzend, liegt phlegmatisch und wie versteift etwas seitwärts im Nacken. Es ist keine Form- und Proportionsharmonie vorhanden, die auf ein inneres Gleichmaß und harmonische Einstellung zur Außenwelt deuten könnte.


Der Hut sitzt gerade, verdeckt aber völlig die Stirn und beschattet die Augen mit dem schwülen Ausdruck, so daß der anscheinend biedermännische Ausdruck die Verstellung, Dreistigkeit, Frechheit und Schmutzigkeit der Gesinnung offenbar werden läßt.
Es sind völlig verunglückte Formen, die in ihrer starken Ungleichheit die Haltlosigkeit und Zerfahrenheit der inneren Natur- und Lebenskräfte offenbaren und auf ein verunglücktes, schwer disharmonisches Charakter-, Denk- und Innenleben schließen lassen.


Der Mann trieb sich in Wartezimmern der Ärzte herum, spielte den harmlosen Patienten, der geduldig wartete, und zwar so lange, bis der Herr Doktor einmal fort ging, um dann schnell in dessen Arbeitsraum die Kasse zu berauben oder ärztliche Instrumente, von denen er ein ganzes Arsenal besaß, und andere Dinge zu stehlen.
Diese phantastische Diebesspezialität entspricht ganz dem wehleidigen Aussehen des Mannes. So können wir an diesen drei Köpfen die verbrecherischen Absonderlichkeiten sehr gut studieren und innewerden, daß der Form- und Lebensausdruck das bindende Gesetz für das innere Seelen-, Geistes- und Tatleben ist.

GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN
Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.
Mein Kampf um diese Wahrheiten und Menschheits-Ideale.

Die stärksten Angriffe aber mußte ich wegen der Lehre über die Lebenskraft „Helioda“ ertragen und die damit im Zusammenhang stehenden, geistigen Grundkräfte und ihre Nah- und Fernwirkungen.


Obwohl ich seit vielen Jahren die glänzendsten Beweise von den Tatsachen der negativen Helioda erbracht hatte und sowohl das Empfindungsvermögen aller Materie, als auch den Spannungs-, Emanations- und Strahlungszustand derselben festgestellt hatte, wurden die Tatsachen dennoch angezweifelt und vielfach als nicht existierend erklärt.

Es gab Gebildete und Halbgebildete, welche diesen meinen Forschungsresultaten fern standen, sich aber nicht scheuten, sich in ordinären Ausdrücken darüber zu ergehen, indem sie sich auf den Stand der gegenwärtigen offiziellen Wissenschaft stellten und Ernst Häckel als Autorität anführten, der allen solchen Dingen verneinend gegenübersteht, aus dem einfachen Grunde, weil er sich nicht damit beschäftigt hat.


Es waren solche sogenannten Gebildete, die in ihrer vollkommenen Unkenntnis über diese schwierigen Hauptfragen, die ich der Lösung nähergebracht hatte, meine Sache durch voreilige Urteile verunglimpften.
Ich sehe mich veranlaßt, auch diesen hier mit Tatsachen entgegenzutreten, wie sie in den veröffentlichten Berichten dieser Broschüre dargelegt sind.
Die gegenteiligen Ansichten meiner Gegner über diese Forschungsresultate sind damit widerlegt.


Über die Beleidigungen dieser Leute brauche ich wohl kein Wort mehr zu verlieren. Die Herrschaften dürfen sich zu den intellektuell und moralisch nicht Höchststehenden zählen, da ihnen entweder die gute Erziehung oder der gute Ton gefehlt hat, sich über diese neuen Entdeckungen anständig zu unterhalten.
Ich habe Professor Ernst Häckel am Himmelsfahrtstage 1906 in Jena aufgesucht und mich selber überzeugt, daß er niemals Forschungen über das Geistesleben getrieben hat. Er bat mich, da er auch nie Gelegenheit hatte, Experimenten beizuwohnen, ihm Gelegenheit dazu zu geben. Er sagte mir, er stände der Sache sympathisch gegenüber und nähme bei der lebenden Zelle eine Seele an.

Ich suchte ihn davon zu überzeugen, daß auch der anorganischen Materie seelische Energien, wie Gedächtnis, Formgestaltungskraft und Empfänglichkeit für psychische Einflüsse anhaften.
Er gab schließlich diese Möglichkeit zu, da er sich die Kristallisation der Materie, die nicht aus lebendem Eiweiß besteht, wie die Feder-, Schuppen- und Panzerbildungen der verschiedenen Tiere. Er glaubte aber mit der alten Vibrationstheorie der Moleküle auszukommen, um sich die seelischen Eigenschaften zu erklären.

Dogma
[Hinzugefügt]
Ich wies ihm nach, daß dieses ein unhaltbares Dogma der materialistischen Weltanschauung sei. Ich habe recht behalten. Näheres über meine Begegnung mit Häckel legte ich in der Broschüre „Huter und Häckel“, Arminius-Verlag, Leipzig 1910, nieder.

Die Strahlkraft „Helioda“, welche ich als Geistes-, Lebens- und Formkraft der organischen Lebewesen nachgewiesen habe, ist in der Broschüre von Dr. phil. G. Brandt „Die größte Entdeckung des 19. Jahrhunderts“, sowie in meinem illustrierten Lehrwerk „Menschenkenntnis“ [Hauptwerk komplett digital gratis publiziert unter http://www.chza.de by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland] und in der Broschüre „Das Empfindungsvermögen der Materie“ ausführlich behandelt.

Ich habe zum erstenmal schon in meiner Naturellehre nachgewiesen:
Alles was lebt, emaniert beim Stoffwechsel,
spannt sich bei der Kraftentfaltung,
strahlt in der Liebe,
duftet in der Sympathie,
hebt sich im Glück,
riecht übel in der Antipathie
und widert sich gegen Unglück.
Wir sehen hieran, daß mit allen seelischen Vorgängen mehr oder weniger chemische, mechanische und physiologische Vorgänge einhergehen.
Diese Symptome sind also Äußerungen und Begleiterscheinungen der Wirkungen der Lebenskraft. Die Lebenskraft gab den Anstoß dazu und sie war der Impuls zu diesen Symptomen.
Diese Symptome selbst aber sind nicht die Lebenskraft. Wer das annimmt, täuscht sich. Er steht mit seiner Anschauung auf ähnlichem Boden, wie die alten Völker, die das Erscheinungssymptom, daß die Sonne sich um die Erde drehe, als Wirklichkeit annahmen und übersahen, daß sich die Sache umgekehrt verhält, wie später Kopernikus und Galliläi nachgewiesen haben. Auch diese Männer der Forschung mußten einen Märtyrerweg gehen, weil sie zu ihrer Zeit nicht verstanden wurden und verhöhnt und bekämpft worden sind. Aber auch sie haben mit ihren Entdeckungen und neuen Ansichten recht behalten.


Die „Helioda“, die empfindende, organisierende, strahlende, ordnende und formende Lebenskraft, war überall die schöpferische Kraft in den Lebewesen.
Ich will hier drei Gegner (wir führen der Kürze halber nur zwei an) und ihre Argumente anführen, die mir diese meine beobachteten Tatsachen bestritten, entstellt und verschleiert haben.
Der erste war ein Dr. med. K … in Lüneburg, der einen ihm gefügigen und ebenso unwissenden Redakteur eines dortigen Blattes fand, mit der er in plumpen und brutalen Ausfällen durch zwei Artikel sich anstrengte, meine Forschungsresultate über die Lebenskraft zu verhöhnen und dafür die Behauptung aufstellte, daß die von mir nachgewiesenen Lebensstrahlen nur Wärmestrahlen seien.
Wie dieser Mann mit dem Scheine der Wissenschaftlichkeit, womit er vor dem Publikum wichtig zu tun glaubte, sich blamiert hat, geht daraus hervor, daß ich die Lebensstrahlen bald danach auf mehr als 60 Meter Entfernung durch Holz- und Mauerwände hindurch fühlbar übertragen habe. Damit wurde bewiesen, – da die Wärmestrahlen des menschlichen Körpers schon in 1 m Entfernung von der Atmosphäre absorbiert werden, – daß Dr. K … mit seinen rohen Ausfällen und irreführenden Artikeln der Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse Hindernisse bereitet hatte, das lesende Publikum durch seinen Redakteur irreführte und sich selbst als ein gemeingefährlicher, laienhafter Wichtigtuer entpuppte, der nichts wußte und nichts wollte, als ideellen und materiellen Schaden anzurichten.
Ein Stabsarzt in dortiger Stadt, Herr Dr. med. M …, hat den Dr. K … und seinen Redakteur dann auch in einem Artikel, den er im dortigen Tageblatt veröffentlichte, gründlich heimgeleuchtet und meine Forschungsresultate offen anerkannt.

Ein anderer Gegner ist ein in wissenschaftlichen Kreisen fast unbekannter Mann, Dr. med. V … Er war durch politische Gefälligkeiten in fürstliche Gnaden gekommen und – vordem Landarzt – wurde er plötzlich als Kreisarzt nach der Residenzstadt D … und dem dazugehörigen Landkreise berufen. Er wurde auch bald in den Rang eines Sanitätsrates erhoben.
Mit den größeren Zwecken wachsen die Kräfte, wie dem jungen Adler die Flügel.
Dieser Herr gab in einem Rechtsstreite sein Gutachten sehr unbedacht und ohne jede nähere Prüfung des Tatbestandes dahin ab, daß die Lebenskraft „Helioda“ gar nicht existiere, also quasi Schwindel sei.
Aus welcher Kraft nun dieser Herr selber lebt, wenn es meine, seine, kurz aller Lebewesen Lebenskraft, die ich wissenschaftlich experimentell tausendfach nachgewiesen habe, nach seiner Ansicht nicht gibt, darüber hat der Herr keine Auskunft gegeben.
Vielleicht nimmt er nach der Bibel als Lebensagens Gottes Odem an, der in Adam eingeblasen sein soll und damit allen Menschen wohl vererbt sein würde.
Dann aber bliebe die Frage offen, durch was leben denn Tiere und Pflanzen, die doch auch zu den Lebewesen zählen und denen Gott seinen Odem nicht eingeblasen hat, bei denen ich ebenfalls die Lebenskraft Helioda nachgewiesen habe, wenn nach der Meinung dieses Medizinmannes die Lebenskraft Unsinn sein soll.
Gott soll bekanntlich nur Adam, nicht aber Kastanien und Hollundern, auch nicht den Tieren seinen Odem eingeblasen haben. Wodurch nun auch diese Lebewesen leben, wodurch er, mein Herr Gegner lebt, wodurch wir alle leben, darüber hüllt sich dieser gescheite Herr in grabesdunkles Schweigen. Das ist eben sein Geheimnis.


Weiter hat er zu den wissenschaftlichen Erforschung des Lebensrätsel und der Lebenskraft nicht beigetragen.
Er hat da ja auch nicht nötig, denn er hat seine ärztliche Dorfpraxis gut verkauft und hat Titel und Orden, Amt und Würden. Was will man noch mehr.
Vertritt dieser Herr aber die Lehren der materialistischen Wissenschaft, die das Leben nur als chemischen Stoffwechsel und als mechanische Kraft irrtümlicherweise erklärt, nun dann hat Herr Dr. V … nicht den vollen Glauben mehr, den die Kirche verlangt, die auf dem Standpunkt von Gottes Odem als Ursache unseres Lebens steht.
Als glaubensloser Materialist hätte er sich dann mit seiner konservativ-christlichen Regierung abzufinden, was ja seine Sache ist.
Ein Kirchengläubiger ließe doch auch noch die Meinung gelten, daß, da jeder ausgeblasene Odem auch eine Art Strahlung ist, schließlich die Strahlungslehre auch so zu erklären wäre, also jedenfalls kein Schwindel sei nach den Lehren der Kirche; denn was Gott in den ersten Menschen eingestrahlt hat, müßte folgerichtig als göttliche Strahlkraft allen Menschen vererbt werden.
Da aber in neuerer Zeit, wie wir gesehen haben, auch die wissenschaftliche Forschung von anderer Seite die Strahlkraft aller lebenden Zellen nachgewiesen hat, wie der Physiologe Professor Haidenhain-Breslau, Stöhr und Boveri-Würzburg, Geheimrat Hertwig-Berlin und viele andere, so hat ja dieser Herr Gegner auch die wissenschaftlichen Nachweise dieser Gelehrten mit seinem Urteil nach dem dolus eventualis (Annahme) ebenfalls gebrandmarkt und – wie es mir scheint, ohne es selber zu wissen. Ich stehe also im Kreise ehrenwerter Forscher, die so mitbeschimpft wurden, als Mitleidensgenosse da.
Aber auch die neueren Forschungen der Madame Curie-Paris, die glaubt, daß alle chemischen Stoffe strahlen, sind mit getroffen von dem Urteile dieser seltenen Geistesgröße.
Denn – nimmt man als eingeschworener Materialist diese einfache Tatsache an, daß alle chemischen Elemente strahlen, so muß der menschliche Körper, da aus chemischen Stoffen bestehend, auch strahlen.
Der Dr. V … hat aber nicht nur die geistige Strahlkraft Helioda, sondern jede körperliche Strahlung überhaupt bestritten, auch die materielle. Damit befindet sich dieser Herr vielleicht in Einklang mit noch manchem anderen in diesen Dingen unwissenden Mann, aber im Einklang mit der Wissenschaft wahrhaftig nicht, denn diese hat das Gegenteil bewiesen und sich immer mehr den Standpunkt genähert, den ich vertrete auf Grund meiner Entdeckungen und Nachweise.
Das Gutachten dieses Mannes, der mich und meine Foschungsresultate doch wohl etwas zu leicht nahm, schädigte mich eine Zeilang, es schadet ihm selber aber weit mehr und auch denen, die es als irrtumsfrei aufgenommen und geglaubt haben, konnte es nicht von Nutzen sein.
Ich behaupte nach wie vor: Alles, was lebt, strahlt! Das in jeder Beziehung wissenschaftlich unhaltbare Urteil des Dr. V … bleibt es auch trotz der medizinischen Doktorwürde, denn ihm stehen hervorragende Ärzte gegenüber, die meine Entdeckungen nachgeprüft haben und auf meiner Seite stehen. Dieser Herr hat seine Heldentat durch Entstellung meiner Forschungsresultate und Herabsetzung meiner Person geleistet, – aber sachlich nichts an wissenschaftlichen Neuforschungen über das Leben gebracht.


Es gibt eben zweierlei Menschen, die einen suchen und forschen nach Wahrheit und die andern suchen das, was jene gefunden haben, zu entstellen, herabzuwürdigen und zu zerstören, noch andere suchen es auszubeuten.
Neues können sie nicht finden und entdecken, dazu fehlt ihnen das Talent, dabei wollen sie aber als wissenschaftliche Autoritäten gelten und so legen sie sich auf die negative Seite des Verschleierns, des Beleidigens und suchen damit zu imponieren.
Es gibt auch Leute, die sich dadurch verblüffen lassen, besonders wenn solch ein Hinderer der Wahrheitsforschung im Amte wirkt und dadurch seine irreführenden Suggestionen verstärkte Wirkungen ausüben.
Auf den wahren Mann freier Forschung über natürlich Irrum keinen, auch nicht den geringsten Einfluß aus, komme er, woher er wolle, ihm gilt Wissenschaft und Wahrheit über alles und er bleibt darin unbestechlich. Leute, die sich von Irrtümern blenden lassen und sich wie Hypnotisierte benehmen, nur weil die vermeintliche Autorität zufällig einen Titel trägt, rechne ich nicht zu der Klasse selbstbewußter, denkender Menschen, mit denen sich über wissenschaftliche Forschungen diskutieren läßt
.
Fortsetzung folgt.

EIN BAHNBRECHER DEUTSCHER ERFOLGE
IN DER CHEMIE

Das ist ein männlich schöner Charakterkopf, es ist das Bewegungs-Naturell mit Harmonie und Genialität.

Justus von Liebig, geb. 12.5.1803 in Darmstadt, gest. 18.4.1873 in München
Kühn und frei ist das ganze Antlitz gezeichnet, – es ist die Erfolgsnatur, Geistesfeuer, Gedankenkraft und –schärfe sprüht aus seinen Augen. Wie Geistefeuerflammen umrahmen die Haare die kernig breite Stirn, deren unterer Teil die Genialität in der Naturbeobachtung verrät, und die starken, geschwungenen Augenbrauen zeigen die männlich mutige Spannkraft, den Kämpfer für den wissenschaftlichen Fortschritt.
Welche Willensenergie und Planmäßigkeit, Vorausberechnung, Großzügigkeit, Darstellungsgabe und welcher Fleiß kommen allein in der wohlgeformten kraftvollen und tiefgehenden Nasenform zum Ausdruck! Wie ernst und doch wie belebt und freundlich ist der Mund geformt, wie durchgeistigt sind die Wangen, und welch enorme Widerstands- und Überwindungskraft spricht aus der links vom Beschauer ersichtlichen Jochbeinregion! Freudige und unermüdliche Arbeitskraft bekundet das belebte starke Kinn.


Allein schon in seiner Stellung als ord. Professor der Chemie in Gießen hat Liebig über 25 Jahre eine unvergleichliche Lehrtätigkeit ausgeübt und die kleine Universität, an welcher er wirkte, wurde zum Mittelpunkt des chemischen Studiums. Liebigs Leistungen sind auf allen Gebieten der Chemie die bedeutendsten. Das Hauptverdienst aber liegt auf dem Gebiete der organischen Chemie. Liebig war der Reformer des europäischen Ackerbaues und durch seine Forschungen hat Deutschland sich die Vorrangstellung in der chemischen Wissenschaft und Industrie erworben. Viele Arbeiten Liebigs wurden in die Hauptsprachen der Welt übersetzt. Jeder kannte Liebigs Fleischextrakt, wodurch das Fleisch der südamerikanischen Rinderherden Verwendung finden konnte. Liebig erkannte auch bereits, daß das heute so beliebte Vollkornbrot einen höheren Nährwert besitzt wie das aus weißem Mehl hergestellte. Liebig war aber auch ein Vorkämpfer für ein großes, geeinigtes Deutschland. So bewegt und kühn wie der Ausdruck des Gesichts und die energische Haltung des Kopfes ist, so war sein Leben. – Er war der bahnbrechende Forscher auf allen Gebieten der neueren Chemieerfolge.

Was Huter durch seine Lebensforschungen und in der Diagnostik mit seiner Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] in Wirklichkeit geleistet hat, – er sah nicht nur Geist und Leben in Form, Gestalt und Ausdruck, sondern auch die Zusammenhänge des Lebens mit den körperlichen Vorgängen und Zuständen, wodurch er seine Prognosen stellen konnte, – das ist staunenswert. In vielen Fällen habe ich nach dem Tode Huters [† 4. Dezember 1912 in Dresden] erlebt, wie seine Vorausberechnungen zutrafen.

Dr. Schüßler wird recht behalten, daß eine spätere Generation die genialen Entdeckungen Huters auf dem Gebiete der Helioda-Lebenslehre, Zellentheorie und physiognomischen Formenbeobachtung anerkennen und allgemein üben wird.
Fortsetzung folgt.

Die Hamburger Nachrichten vom 22.2.08 schreiben:

Wer Carl Huter gestern abend über die Liebe, Ehe und Gesellschaft der Zukunft hat sprechen hören, der war unbedingt von seiner unbezwinglichen Lehre hingerissen und weiß die Bedeutung dieses ungewöhnlichen Mannes zu schätzen. Und in der Tat: goldene, unvergleichlich schöne Worte waren es, die er gesprochen, die einen erhabenen ethischen Geist hauchten … Der Erfolg seines Vortrages war durchschlagend und wird es auch bleiben.




























Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland

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