DgM 094


Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© Nov. 1940, Nr. 94

VON DER NATURBEOBACHTUNG
ZUR WAHREN ERKENNTNIS
DES LEBENS


Jede Formbildung ist der charakteristische
Ausdruck des dahinter wirkenden Lebensgeistes



EDLE UND ÜBLE CHARAKTERE
BEI MÄNNERN UND FRAUEN


WELCHE CHARAKTERANLAGEN, NEIGUNGEN, TRIEBE,
SCHWÄCHEN ODER VORZÜGE OFFENBAREN SICH IN
DIESEN KOPF- UND GESICHTSPHYSIOGNOMIEN?

MENSCHENKENNTNIS
Ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]

Wir wollen weiterhin an einigen ausgewählten Bildern abnorm veranlagter und gerichteter Naturen den Lebensgeist, wie er aus den Formen spricht, zu erkennen versuchen. Damit kommen wir zu einer wirklich natürlichen und wahren Seelen- und Lebenserkenntnis. Alle graue Theorie mußte demgegenüber versagen. Hier ist Wirklichkeit, hier ist Wahrheit, und zwar die ganze ungetrübte Wahrheit der lebendigen Natur, die jeder mit eigenen gesunden Sinnen erkennen, durchdenken und durch vergleichende Beobachtungen nachprüfen kann.


Damit hat die große, ewige und allmächtige Natur es so eingerichtet, – indem sie unsere Sinnes- und Denkorgane zur Entwicklung brachte, – daß wir vermöge derselben auch ihre wirkliche Lebenssprache, den nur scheinbar verborgenen Geist des Lebens, aus Form und Ausdruck zu erkennen vermögen.

Bild 1
zeigt einen Berufseinbrecher voller Kraft und Verwegenheit. Man beobachte den festen, beobachtenden und vorstellenden Blick der glänzenden Augen, die starke sinnliche Begierde, die an der unteren Nase und an dem vollen Mund zum Ausdruck kommt.
Dabei ist das Kinn breit und wie von Eisen und impulsiv, tempostark hervorgedrängt. Und seitlich vom Kinn zu den Ohren hin und bis zu den oberen Seitenhauptecken sind die Gesichtskonturen enorm wuchtig und hart angespannt. Die eckigen Ausbuchtungen seitlich der oberen Stirn zeigen einen entarteten Kunstsinn, den Diebessinn für schöne Sachen. Er stahl mit Vorliebe Schmuck und kostbare Gegenstände.
Das glaubt man gerne, wenn man den Blick auf diese hart gespannt vom Kopfe abstehende Ohren lenkt, die von einer verborgenen Häßlichkeit und Grobheit sind, – und wenn man die genannten Merkmale näher in Verbindung mit dem Gesamtausdruck betrachtet. Es sind in Form und Ausdruck die reinen Taugenichts-Ohren.


Die obere knochige Nasenpartie ist formlos, daher fehlt ihm der Tätigkeitstrieb zu nützlicher Arbeit und die elektrische Spannung an der seitlichen Peripherie des Gesichtes und des Schädels herrscht in eminenter Weise vor.
Dabei glänzen ihm die Augen und die unteren Augenlider treten gefüllt hervor, glänzt das Haar, die Haut und die Lippen sind stark durchblutet. Es ist der männlich starke Geschlechtstypus, – er schaut verliebt aus, er hatte die Frauen gern und führte seine Einbrüche mit Hilfe derselben aus; darum brauchte er Schmuck und kostbare Gegenstände.
An sich ist diese starke männliche Geschlechtsnatur etwas Gesundes und Gutes, aber hier spricht aus dem Ausdruck und der gekennzeichneten Formbildung die Verwegenheit, Durchtriebenheit, Unbändigkeit und Verbrecherische Richtung, die sich, wenn der Mann in Freiheit und ohne Aufsicht gelassen ist und im Verkehr mit einer moralisch defekten Umwelt steht, entsprechend austobt.


Bild 2
zeigt eine ganz raffinierte Person, sie stahl kostbare Pelze.
Das ist das trübe, kleine und scharf beobachtende diebische Auge, das den Blick mit der größten Spitzfindigkeit und Schnelligkeit – man beachte auch die gut geformte obere Nasenwurzel, wo der Formen-, Richtungs-, Gewichts- und Schnelligkeitssinn liegt – auf die Gegenstände richtet, die sie zu stehlen beabsichtigt.
Dabei ist das Gesicht klein, schmal und dünn, es ist ein Empfindungs-Naturell; aber das Gewebe hat einen bleichen, matten und sehr dumpfen, eiskalten Ton, – das typische Merkmal der meisten Diebe.
Kraft kann die Frau nicht anwenden, das zeigt das viel zu schwache Kinn; dafür ist aber die Glattheit und Geschmeidigkeit um so größer. Das entartete Empfindungs-Naturell verlegt sich oft auf ganz eigenartige, dem Typus entsprechende Raffiniertheiten.
Der ganze Gesichtsausdruck ist der der moralischen Verkommenheit und raffinierten Boshaftigkeit, wie oben bezeichnet, mit der blassen Haut und dem übel verformten Mundausdruck.


Der verbrecherische Sinn dieser Frau ist tatsächlich durch den phantastischen Hut mit den beweglichen Gebilden, – der die Aufmerksamkeit ablenken soll, – symbolisiert, der nach vorne zu – dort wo oben in der Vorderhauptbildung die ethische Gehirnregion arbeitet – wie abgerutscht und abgeglitten erscheint. Das ist die ihr typische Tracht.
Das Ohr ist hoch sitzend und von unten nach oben und außen zu, – wo hinter dem Ohr der Geheim- und Verschlagenheitssinn liegt, – wie abgezerrt. Das ist ein Zeichen, daß das seelische Gleichgewicht gestört ist. Ein verstörter Ausdruck, der in das Krankhafte geht, liegt im Gesicht, an den Augen, an der unteren Nase, am Mund und im Gewebe. Sie hat das Bewußtsein ihrer Schuld.


Bild 3
zeigt uns einen Schiffsmaschinisten, der auf der Brust ein Ballettmädchen tätowiert hatte, der ein gefährlicher Einbrecher auf Schiffen war und mit Schweißapparaten arbeitete.
Der Mann entkam viermal aus dem Gefängnis, das letzte Mal durch ein 500 m langes Abzugsrohr.
Man kann sich die verbrecherische Abenteuerlichkeit dieses Mannes bei der Beobachtung des Kopfes sehr gut vorstellen.


Bedeckt man das untere Gesicht bis zu den Augenbrauen, so zeigt die breite, glatt gespannte Stirn, die plastisch nach den Seiten zu – wo der Kombinations- und Konstruktionssinn liegt – ausläuft, die vorzügliche Übersicht im Beobachtungs- und Denkleben und in technischer Fertigkeit; er rechnete mit sehr vielen Faktoren. Dabei ist aber das Haar hart und widerspenstig und ähnlich ist der Lebensgeist.
Entfernt man die Bedeckung vom Gesicht des Bildes, dann offenbart sich im Augen-, Gesichts- und Bartausdruck die wahre Natur, – es zeigt sich hier, nach welcher Richtung das Denkleben geht.
Das Auge blickt zwar noch bohrend scharf, aber es ist so trübe und verödet, wie auch die verkümmerte Augenumrahmung, daß man sofort erkennt; hier ist keine Spur von einem edlen, frischen, natürlichen und tugendhaften Lebensgeist mehr vorhanden.


Alles Hohe ist erloschen und wie es erloschen ist, das zeigt die verknöcherte Nase, das zeigen die verknöcherten Wangen, die häßlich verformte untere Nase, ebenso auch das verwegene Aussehen des Bartes, – das zeigen die eckigen und spitzen, ungleichen, schweren Jochbeinpartien, der breite und trockene Kiefer, sowie die harte Formbildung der Ohren.


Das Gesicht sagt uns hier die Wahrheit, – und nicht die Phrenologie, der Stirnaufbau. Dieser zeigt nur die Anlage, das Gesicht aber die verkehrte und verstellte Richtung, welche diese Anlagen genommen haben. Es ist ähnlich wie bei einer Uhr, die nicht richtig gestellt und in Gang gehalten ist und infolgedessen die Zeit nicht richtig zeigen kann, – so ist hier das Verhältnis zwischen Stirnbildung-Gehirnanlagen und Gesichtsausdruck.
Die verformte untere Nasenbildung und die eingetrockneten Wangen zeigen nichts männlich Frisches mehr; das geistig und moralisch erloschene Auge, die Verhärtung der Mittelhirnpartie seitlich der Nase, – das Gesicht, das im Ausdruck wie tot wirkt, deuten die Verwüstung des tertiären Stadiums einer Krankheit an, die man oft bei Seeleuten findet. Gewiß die Hitze im Maschinenraum eines Schiffes, besonders in den Tropen, mag das Gewebe im Gesicht ausmergeln; sie bringt aber niemals allein diese totenähnliche Häßlichkeit hervor, vielmehr sind die erwähnten Merkmale für den Verbrecher typisch.
Das Gefühl ist wie erloschen; der Mann zwängt sich durch ein 500 m langes Abzugsrohr, es macht ihm nichts aus, – die Sinne sind abgestumpft.


Bild 4
Diese Frau kannte sich bei Aufnahme des Bildes schon 20 Jahre als Diebin in vielen großen Städten Englands und Amerikas sehr gut aus.
Der große Hutbau auf dem feisten Gesicht und Kopfbau wirkt verwunderlich, geschmacklos und doch großtuerisch. Hätte die Frau – sie wurde „Königin Liz“ genannt – nicht einen so verwunderlichen Sinn, dann würde sie einen andern Hut tragen. Aber der Hut paßt zu ihr.


Übrigens vermerkt der Polizeibericht über sie, „sie habe eine griechische Nasenform.“ – Was nun die Herren Beamten unter griechischer Nasenform verstanden haben, ist doch wohl abwegig; denn die griechische Nasenform ist gerade das Entwicklungsmerkmal für eine hohe Körper- und Geisteskultur, welche die alten Griechen einstmals besessen haben und die hier gänzlich fehlt.

Griechische Nase (B) nach Carl Huter [Hinzugefügt]
Ein wenig an die griechische Bildung mag die obere Nasenform erinnern, aber die klobige Verdickung der unteren Nasenform ganz gewiß nicht. Dieses ist hier vielmehr eine typische Diebes-, Säufer- und Fressernase.
Das Übermaß an Genuß zeigt auch der Mund, ferner die überformte, gespannte Halspartie. Das aufgedunsene Gesicht, der stiere Blick der Augen sind typische Merkmale der schweren körperlichen und geistigen Belastung.


Dazu kommt noch der dumpfe Ton des Gewebes und darnach erst, wenn man alle diese Merkmale in Betracht zieht, kann man die moralische Defektheit und Ausfälligkeit der Frau verstehen. Sie stiehlt wie eine Elster.
Das ist der lebendige Lebensgeist, der hier aus den Formen sehr deutlich spricht; alles andere ist dagegen Unwahrheit.
Mag die Kleidung und das Benehmen der Personen auch noch so vornehm oder sonstwie der Zeit und Sitte entsprechend sein, – Auge, Gesicht und Ausdruck sprechen die Wirklichkeit und Wahrheit und darüber hinaus gibt es eine noch höhere Wahrheit nicht mehr.

GRUNDLEGENDE ENTDECKUNGEN
Fortsetzung des Originaltextes von Carl Huter, 1910.

Mein Kampf um diese Wahrheiten und Menschheits-Ideale.
In der Reihe der Kämpfer gegen meine Lebenskraftlehre befindet sich außer dem Dr. V … auch ein Professor der Phrenologie. Wie jener nun zu Amt und höheren Titeln durch politische Instinkte gekommen ist, so ist dieser zu dem Professortitel durch einen groben Schwindel gekommen.
Denn der Professor, der sich als solcher für Deutschland, Österreich und die Schweiz benennt, ist ein ehemaliger Handwerksgeselle namens Ulrich, welcher sich als Professor in das Bilzsche Naturheilbuch und in zahlreiche Naturheilvereine eingeführt und das Vertrauen des Publikums damit getäuscht hat, als sei er eine anerkannte wissenschaftliche Größe, ein amtlich Angestellter in dieser Wissenschaft und in diesen Staaten.


Dieser Mann täuschte seit vielen Jahren außerdem Vereinsvorstände und Privatpersonen dahin, als sei meine Naturellehre dasselbe wie seine veraltete, unwissenschaftliche, dreiteilige Temperamentslehre, die er von den Gebrüdern Fowler in Nordamerika übernommen hatte. (Nach Huters Tode wurde die Naturellehre vielfach mit Eifer umbenannt, weil man mit der Zeit die Bedeutung dieser neuen und großen Wissenschaft erkannt hatte, die aber in ihrer Originalform unerreicht geblieben ist.) Ferner verbreitete Ulrich die Unwahrheit, ich hätte erst bei ihm die Phrenologie kennengelernt.


In Wahrheit habe ich mein Naturellsystem schon als zwölfjähriger Knabe in den Formen der Natur und der Menschen nachgewiesen, zu einer Zeit, als mir weder eine Temperamentslehre, noch irgendeine Phrenologie bekannt war. Ich habe, als ich als zwanzigjähriger Jüngling 1882 zu Professor Dr. med. Cyriax nach Leipzig kam, um Unterricht in Anatomie, Biologie, Psycho-Physiologie und Phrenologie zu nehmen, diesem gleich mein Naturellsystem und die Grundlage meiner Psycho-Physiognomik, Kallisophie und Strahlenlehre vorgetragen, und er ist der erste gewesen, der mir die Anerkennung aussprach, daß es das beste sei über Lebenskraft, Lebensformen und Lebensforschung, was ihm bisher vorgekommen sie und daß ich damit zugleich auch alle bisherigen Temperaments- und Phrenologiesysteme übertroffen habe.

Prof. Cyriax [Hinzugefügt]
Ich nahm trotzdem Privatunterricht bei diesem Gelehrten, um auch die alten bekannten Systeme kennenzulernen und habe ihm manche Anregung und eine erhebliche Wissenserweiterung zu verdanken. Er riet mir aber, nunmehr auf der eingeschlagenen Bahn meiner naturwissenschaftlichen Studien zu bleiben und mich als Naturforscher und psychologischer Redner und Schriftsteller zu betätigen und nicht zu meinem damaligen Beruf, der bildenden Kunst, zurückzukehren.
Ich habe diesem Rate gefolgt und schon 1884, also 2 Jahre darauf, mich in öffentlichen Vorträgen und von 1886 ab mit Erteilung von Privatunterricht betätigt. (Anm. d. H. Berichte und wertvolle Dokumente darüber sind in dem Werk „Aus eigner Kraft“ [Von Pinsel und Palette zur Natur- und Geisteswissenschaft, Philosophie, Psycho-Physiognomik und Kallisophie] von Carl Huter 1911 in Originalabdrucken veröffentlicht.)
[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Dieses sehr unfangreiche Werk enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre von und nach Carl Huter, Nicht-Akademiker. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Menschen auf ihrem PC, oder sehr komfortabel auf ihrem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren können. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde gratis.

Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und Wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert. Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung.

Seit ca. 11 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet nach meinen Privat-Recherchen real das GOLDENE ZEITALTER für alle Menschen. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]

Goldenes Zeitalter [Hinzugefügt]
Ich suchte den U … auch in seiner Sprechstunde auf, um mit von ihm eine Charakteranalyse zu verschaffen und zu sehen, was er in meinem Fache leistete. Auch habe ich 1 1/2 Stunden bei seinen drei abendlichen Lehrkursen ausgeharrt und dann war mein Urteil abgeschlossen.
Es wurde über ihn von unserer Seite aus nichts veröffentlicht, denn er konnte weder ein richtiges Deutsch sprechen, noch verstand er sich auf eine wirksame Rede; auch entpuppte er sich als Laie in den allersimpelsten Fragen über Anatomie, Physiologie, Psychologie, Biologie, Entwicklungslehre und Psycho-Physognomik [Physiognomische Psychologie].
Er besaß einen raffinierten Erwerbssinn und eine nervöse, ereifernde Art und Weise, die Menschen für sich zu interessieren. Er machte auf mich den Eindruck eines nicht ganz redlichen und fast heimtückischen Menschen. Bei all diesem bekundete sich bei ihm ein gewisses unsicheres Tasten als praktischer Phrenologe. Seine Urteile, die er mit seinen bescheidenen Geisteskräften heraustüftelte, kamen manchmal der Wahrheit nahe, manchmal auch nicht.
Damit er mir nicht schmeicheln sollte, stellte ich mich ihm nicht als Vertreter der Presse vor und damit er in seiner Erwerbssucht in mir nicht etwa einen Konkurrenten wähnen sollte, auch nicht als Lehrer und praktischen Psycho-Physiognomen, sondern als Maler.


In meinem Vortrage hatte er mich dahin beurteilt, daß er mir ein großes Rede- und Sprachtalent mit Veranlagung für philosophische und biologische Forschung, auch für Psychologie, Farbe, Form und Physiognomik, Mimik und okkulte Wissenschaften zuerkannte. Er sprach mir einen stark ausgeprägten ethisch-religiösen Sinn und auch die Gabe eines höheren, geistigen Schauens und die Fähigkeit Entdeckungen und Forschungen zu machen, zu. Was hiervon zutraf, ist bekannt.
Dieses phrenologische Urteil von U …, das er offensichtlich auf der Bühne in seinem Vortrag und dann nochmals privat, also zweimal über mich gemacht hat, stimmte annähernd mit dem, was 10 Jahre früher Professor Cyriax in Leipzig über mich abgegeben hatte, überein.
Als aber U … bald hernach erfuhr, daß ich nicht nur Porträtmaler und kunstwissenschaftlicher Lehrer, sondern auch der Begründer einer neuen Phrenologie und Psycho-Physiognomik war, da erwachte bei ihm die Eifersucht und als man ihm mit Begeisterung von meinen Lehren und Vorträgen erzählte, auch der Neid.

Menschenkenntnis von und nach Carl Huter [Hinzugefügt]
Dieses war der einzige Grund, weshalb er sein erstes sogenanntes wissenschaftliches Urteil über mich nicht mehr erwähnte, dafür aber fern von Hannover, seine aus der Luft gegriffene Unwahrheit verbreitete, ich sei sein Schüler, er aber sei der eigentliche anerkannte Professor der Phrenologie für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Ich stelle hiermit fest, daß ich schon 1883, also 10 Jahre früher mich bei Professor Cyriax in Leipzig in naturwissenschaftlichen Fächern und in Phrenologie ausgebildet habe.
Die glänzenden Aufnahmen meiner Vorträge über neue Phrenologie und Psycho-Physiognomik seit 1884 und auch fernerhin nach 1893 verschwieg Ulrich, dafür schrieb er teils offene, teils anonyme Briefe an zahlreiche Freunde und Gönner, in welchen er mich verleumdete und seine Vorträge gratis anbot. Da die Berichte in der Presse über meine Vorträge regelmäßig gut, die über Ulrichs Vorträge schlecht waren, so reiste Ulrich bald überall in die Städte, wo ich gewirkt hatte und kündigte mit großer Reklame seine Vorträge an, weil er dort einen durch mich vorbereiteten Boden fand, den er gründlich ausbeutete, indem er sich als Professor ausgab. Er stellte sich bei katholischen Lehrern und Geistlichen als frommer Katholik, bei Protestanten als Protestant, bei Sozialisten als Sozi vor. Mancher fühlte sich durch den Besuch dieses Professors sehr geehrt und hat dessen unwahren Reden auch Glauben geschenkt.


So hat Ulrich Jahre hindurch ein unsauberes Schmarotzerleben geführt und die Städte und die Presse, Vereine und Studienkreise, die ich für meine wertvollen psycho-physiognomischen Lehren gewonnen hatte, wurden – durch ihn irregeführt – wieder abwendig gemacht und bei vielen schlug die Begeisterung für die Sache in Abkühlung um. Ulrich hat dadurch der guten Sache, die ich vertrete, ungeheuren Schaden zugefügt.
Er hinterließ freilich überall bei den besser Gebildeten nur unangenehme Eindrücke, sowohl als Verleumder, als auch als Schmarotzer, Reklameheld und Phrenologiekünstler. Er verstand auch auf eine ganz raffinierte Art und Weise, das Publikum auszubeuten.
Mit dem Professortitel, das wußte er, würde er den Deutschen imponieren. Nur die Behörden haben ihn oft darum verfolgt, ausgewiesen und seinen Titelschwindel verboten.
Für den Ausbau der wissenschaftlichen Phrenologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieser Mann eine Schmach und ein schwerer Krebsschaden geworden. Durch ihn sind nicht nur große Massen irre geworden an der so achtbaren Wissenschaft, auch die Behörden haben sich größtenteils von der Phrenologie abgewandt. Die Professoren Möbius, von Bunge und Schwabe haben aber Wissenschaft und Behörden wieder dafür gewonnen.
U. benutzte sein sonst nicht zu verachtendes Talent für Phrenologie und die Phrenologie selber in Verbindung mit der verleumderischen Tätigkeit über meine Forschungen auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Psycho-Physiognomik zu ganz eigenmächtigen Erwerbszwecken.
Er hat es dahin gebracht, daß heute sich zahlreiche Kartenlegerinnen Phrenologinnen nenne, die absolut nichts von Phrenologie verstehen. Diesem unlauteren Wettbewerb, dafür werden in Zukunft die wissenschaftlichen Vertreter der Phrenologie und Psycho-Physiognomik Sorge tragen, soll gesteuert werden.
Fortsetzung folgt.

EIN DEUTSCHER DICHTER UND ERZÄHLER
Dieses vorzügliche Porträt Wilhelm Raabes von W. Immenkamp führt uns den Dichter und Erzähler lebenswahr vor Augen.

Wilhelm Raabe, geb. 1831, gest. 1910
Aufrecht, kernig und urwüchsig, wie er in seinem ganzen Wesen war, fest verbunden mit seiner Weserheimat und seinem Volk, wie er in seine Liedern und seinen Erzählungen zu uns spricht, immer bemüht, das deutsche Wesen in seiner Größe und Volkstümlichkeit festzuhalten, so tritt er uns auch hier im Bilde wahr und einfach entgegen.


Man betrachte nur das Bildnis, – Raabe ist eine Kraftnatur im harmonischen Typus liegend, der als solcher seine eigenen Wege ging und Originales schaffte, der seine tiefe Innenwelt zum Ausdruck brachte, ohne es andern nachzumachen und sich durch Äußerlichkeiten beeindrucken zu lassen.
So einfach und ungekünstelt wie das Haar liegt, – so macht er auch kein Aufhebens von seiner Person, – und der Bart ist so schlicht wie Raabe selbst in seinem ganzen Wesen war. Wie weich und gütig und doch wie klug beobachtend blickt das Auge mit den weichen Geweben, die sich über den Augapfel legen, das große Wohlwollen und innerliche Miterleben kennzeichnend.
Welch feine Plastik liegt dort wie Sonnenschein an der Nasen-Wangenregion, wo sich der Zug des Lebens, des Herzens und der Seele zeigt, der ganze urwüchsige, sonnige Humor aus Raabes Dichtungen spricht hier zu uns.
Großartig wölbt sich das plastische Oberhaupt hervor, charakteristisch für die gleichmäßig ruhige Verbindlichkeit gegenüber den Mitmenschen und den höheren Lebenspflichten.


Licht ist der obere Teil der Stirn, wo die ethische Region zum Ausdruck kommt, – und gespannt hebt sich dort an der Schläfe die Aderbildung und der plastische Zug hervor, wo der Kunstsinn liegt, der hoch oben zum dichterischen Sinn, zum psychologischen Feingefühl und Weltidealsinn verläuft. Kernig hebt sich die weiche, starke und gemütvolle Nasenform hervor, ganz die gediegene und oft auch derbe Art seiner Schilderungen verkörpernd, ebenso seine Geselligkeitsliebe und Lebensfreudigkeit. Dabei läßt uns noch das Haar die feine und freie Formung des unteren Ohres, die Schönheit des verborgenen Seelenlebens und Seelenadels erkennen.
Wilhelm Raabe war einer der Großen und sein Bildnis, so einfach und schlicht und doch im Grunde wieder sonnig und gut, läßt sich gar nicht von seinen Dichtungen trennen.
Man muß das Bildnis betrachten, um die letzteren um so besser zu verstehen, wie ja die Person nie ganz von der Sache zu trennen ist, das Werk von seinem Schöpfer.

[Hinzugefügt] Im 16. Jahrhundert gab della Porta, ein Verwandter von dem großen Architekten Porta, dem Miterbauer der Peterskirche in Rom, ein Werk über vergleichende Tier- und Menschenstudien heraus, das die gesamte Kunst und das Kunstgewerbe seiner Zeit beeinflußt hat.
Dann trat Johann Caspar Lavater in Zürich mit seinem gewaltigen Sammelwerk „Physiognomische Fragmente“ 1774 bis 1778 an die Öffentlichkeit; durch ihn wurde die Physiognomik ganz besonders populär gemacht.
Er hatte die bedeutendsten Maler, Schriftsteller, Philosophen und Naturforscher als Freunde für die Sache gewonnen. Dieses erweckte bald den Neid niedriger und gemeiner Naturen, deren Hauttalent gewöhnlich darin besteht, alles Schaffen großer Männer, das sie nur halb verstehen, dem sie aber nichts Ebenbürtiges an die Seite zu stellen vermögen, herabzusetzen, in den Schmutz zu ziehen und zu entstellen.
So fand auch Lavater in dem Zyniker Lichtenberg einen gemeinen Gegner und siehe da, nach dem Grundsatz „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, schlug sich die größere Masse derer, die Lavaters Arbeiten unverstehend gegenüberstanden, in Verbindung mit noch anderen Neidern und Ignoranten – auf Lichtbergs Seite und Lavaters Arbeit fand nur noch liebevolles Studium bei den Verständigen. Heute stellt Lavater bei den praktischen Amerikanern, die neuerdings für jedes Lavatersche Originalwerk einen Preis von 1000 Dollar zahlen, in hohem Ansehen.
Mancher Zurückgebliebene in der alten Welt, bei dem die Suggestionen des verlogenen, geistigen Verbrechers Lichtenberg, noch heute mehr gelten als die edlen Arbeiten des wunderbaren Höhenmenschen Lavater, läßt sich auch in diesem Punkte von dem klugen Amerikaner überholen.
Lavater war aber nur Sammler und Gefühlsphysiognomiker und in diesem Sinne müssen auch seine Werke gelesen und verstanden werden.
Lavater hat keine wissenschaftliche [Physiognomische Psychologie] begründen wollen, das hat er seither immer und immer wieder betont, er wollte nur durch Wort und Bild das Interesse für diese werdende Wissenschaft wecken, er wollte anregen und fördern und das hat er im hohen Maße getan.
Daher bleibt er der edelste und beste Vorkämpfer der guten Sache, einer natürlichen Psychologie, die ich vertrete.

Kampf um Macht [Hinzugefügt]
„Kampf ums Dasein“ sagt LAMARCK und „Zuchtwahl“ sagt DARWIN, sei die Ursache der Entwicklung der Lebewesen.
Ich aber sage: IDEALLIEBE, IDEALKRAFT, IDEALKULTUS, kurz RELIGIÖSES, VON DOGMEN FREIES, HEILIGES INNENLEBEN IM STREBEN NACH BESSEREM UND VOLLKOMMENEREM IST DIE LETZTE URSACHE ALLER HÖHERENTWICKLUNG.
Kampf ums Dasein und Zuchtwahl können uns entfalten; DIE LIEBE, DIE SCHÖNHEIT, DIE RELIGION ALLEIN KANN UNS HÖHER ENTWICKELN UND DIE LIEBE IN ALLEM KANN HÖHERES, BESSERES SCHAFFEN, ZEUGEN UND VERERBEN.
Wo diese Elemente fehlen, tritt Stillstand, Verfall und Niedergang auf und damit ist das Schicksal eines Individuums, einer Art und eines Volkes besiegelt!
Von diesen praktischen Gesichtspunkten aus möchte ich ein religiös-wissenschaftliches Kulturneuleben schaffen. DAS SIND MEINE IDEALE UND BESTREBUNGEN, DIESEN GEHE ICH NACH TROTZ DEN KÄMPFEN UND HINDERNISSEN, DIE MIR FANATIKER VON RECHTS UND VON LINKS BEREITET HABEN.


Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.

Kraft, Stoff und Empfinden (Hinzugefügt)
Huter hat erkannt, daß die Empfindungsenergie neben Stoff und Kraft im ganzen Weltall vorhanden ist, es ist die dritte große primäre, wir können sagen göttliche Energie.


Kein Atom und kein Molekül der scheinbar toten und der lebenden Materie ist ohne Empfinden.

Der Gesichtsausdruck, die Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt, läßt sich so mit wenigen Worten erklären. Der Dichter hat also recht:
„In jedes Menschen Gesichte steht seine Geschichte, –
Sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben –
Sein innerstes Wesen, es tritt hier ans Licht,
Doch nicht jeder kann´s lesen, verstehn jeder nicht!“

Darum weisen wir auf diese lehrfähige Menschenkenntnis hin.

Des Körpers Form ist
Seines Wesens Spiegel.
Enthüllst du sie, so löst
Sich dir des Rätsels Siegel.

Bücher

Carl Huter:
„Der Wahrheit und der Schönheit
das ganze Sein“

Schriftleiter Amandus Kupfer, Schwaig bei Nürnberg
Druck: C. Brügel & Sohn AG. Ansbach.

Neuherausgeber Medical-Manager Wolfgang Timm, Husum
Copyright 2001-2010



















Edited by Medical-Manager Wolfgang Timm, Deutschland

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