DgM 098







Der gute Menschenkenner

nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© März 1941, Nr. 98

FORM UND CHARAKTER

DENKEN – EMPFINDEN –

kurz der
LEBENSGEIST – IST DAS
REALSTE IM MENSCHEN

DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN [Hinzugefügt]

DURCH NATÜRLICHE BEOBACHTUNG

DER LEBENSFORMEN LERNEN WIR UNTERSCHEIDEN
DAS GUTE VOM SCHLECHTEN
DAS WAHRE UND SCHÖNE
VON ENTARTETEN SEIN.

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK
SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS

ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]

Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte! [Hinzugefügt]


Mit der folgenden Studien soll das Spiel der Kräfte und Energien in den Lebensformen durch die vergleichende Betrachtung gegensätzlicher Bilder vor Augen geführt werden.

Die Natur ist auch in der organischen Welt der größte Baumeister und fügt das Wesen der inneren Form- und Lebenskräfte in Körperbau und Gestalt zu einem einheitlichen Ganzen und bringt es zur sichtbaren Erkennung.


In den Formen lebt der Geist [Hinzugefügt]

Daher ist das Studium der äußeren Erscheinungswelt und ihr Verhältnis zur Umwelt der unerschöpfliche Quell naturwissenschaftlicher Wahrheitserkenntnis.

Bild 1 zeigt das Selbstbildnis des bedeutenden Historienmalers Anselm von Feuerbach, der u.a. das Monumentalgemälde, „die Amazonenschlacht“, geschaffen hat.
Feuerbach, Anselm; 1829-1880. „Nanna“. (Nanna Risi, Frau eines Schusters aus dem römischen Stadtteil Trastevere, Feuerbachs Modell während der Jahre 1861 bis 1865).




Amazonenschlacht [Hinzugefügt]

Diese klar gezeichneten Formen, vornehmlich an Stirn, Nasenbildung und Jochbeinregionen in Verbindung mit der sichtlichen Durchleuchtung der Formen von innen heraus, sind der lebendige Beweis dafür, daß eine gesteigerte innere geistige Gestaltungsform- und Erlebniskraft bildend wirksam ist. Man glaubt förmlich, die Energie, die in dem Knochengerüst des Körpers und Kopfbaues tätig ist, mit Augen zu schauen.

Helioda [Hinzugefügt]

Der Blick und das Auge hat den Ausdruck der gesteigerten und lauschenden Formbetrachtung, verbunden mit der Tiefe des Verstandes der gestaltenden Phantasie und einer reichen inneren Gedankenwelt. Außerordentlich energievoll herausgeholt ist die Plastik der Stirn unmittelbar über den Augen, wodurch die markante Beobachtung von Form und Gestalt, der Richtung, Entfernung, Farbe und Ordnung, das Augenmaß und die Berechnung, Farbe und Ordnung, das Augenmaß und die Berechnung neben der darüber liegenden großartigen Erfassungs- und Vorstellungsgabe zum Ausdruck kommt.

Die energievolle Bildung der Nasenform offenbart ebenso deutlich die Kraft des Willens, wie auch den aktiven Fleiß, die hervorragende Darstellungs- und Gestaltungsgabe. Der plastische Zug der Stirn nach den Schläfen hin läßt die Kompositionskraft und technische Kunstfertigkeit offenbar werden.

Dabei spielt um den Mund das feinste Empfinden, ein herber Zug in den unteren Wangen, und am wohlgerundeten, männlich starken Kinn drückt sich der aktive körperliche Impuls aus. Die Umrahmung des Hauptes mit dem vollen Schmuck des Haares erinnert ganz an den Formenreichtum, die Bewegtheit, Kraft und Tiefe seiner Gemälde.
Das ist der schöpferische Lebensgeist dieses großen Malers, – so offenbart ihn die Natur.



Bild 2 zeigt ein Frauenbildnis voll klassischer Ruhe und Stolz, „Nana“, das Anselm v. Feuerbach gemalt hat. Man kann das Bildnis mit einem Wort – „Körperadel“ – treffend kennzeichnen.
Man kann sich denken, mit welchem Wohlgefallen das Auge des Künstlers auf dieser Frauengestalt von körperlichem Adel mit den kräftig schönen Formen, dem hochgebauten oberen Hinterhaupt, der langen griechisch-klassischen Nasenform, mit dem dunklen Haar und Auge – geruht haben mag.
Der Künstler konnte diese Frauengestalt gar nicht besser darstellen, als von der linken Schulter und dem Rücken aus gesehen, um die vorwiegende Kraft des Lebensmagnetismus zu kennzeichnen, der die Formenkraft und Festigkeit verleiht, das Hochgefühl der Persönlichkeit, den Stolz, die Ruhe und den Körperadel.
Auch hier liegt am Mund etwas ähnlich sprechend Lebensfreudiges wie bei dem Künstler selbst, wenn auch bei weitem nicht diese ausgesprochene Feinheit des Empfindens. –


Und nun werfe man einen Blick auf Bild 3. Wir steigen damit herab in eine andere Lebenswelt, – die aber ebenso wirklich und wahrhaftig ist.
Dieser abgebildete Bursche, dessen Vater ein alter Taschendieb war, ist gefährlich. Schon mit 15 Jahren fing er seine Verbrecherlaufbahn an, beging einen Hausdiebstahl und tötete dabei einen farbigen Mann, worauf seine Verurteilung erfolgte.
Den bösen und moralisch blöden Augenausdruck wird man leicht erkennen können, ebenso den fast tierisch verwilderten Mundausdruck und die häßlich verbildete charakterlose Nasenform. Bei eingedrückter Schläfe sehen wir einen hohen hinteren Schädelbau mit hartem, struppigem Haarwuchs.
Das ganze Gesicht hat dabei einen feinheitslosen, ganz gewöhnlichen, groben und dumpfen Gewebscharakter. Das Gesicht geht stark in die Breite, wobei noch die Jochbeinregionen seitlich spitz hervortreten und die ungleichen Ohren sind übergroß und häßlich vom Kopfe abgetrieben.
Das alles sind die sichtbaren Zeichen, daß im Spiel der chemischen und physikalischen Lebensenergien die elektrische Lebensenergie und der harte Lebensmagnetismus vorherrschen und völlig die Liebes-, Glückes- und geistige Lebenslichtkraft [Helioda] übertönen. Daher diese gefährliche, moralisch verblödete Veranlagung.

Bild 4. Dieser Mann hat den ausgesprochenen moralisch verkümmerten Augen- und Gesichtsausdruck. Dem entspricht ganz die schlampige Körper-, Hals- und Kopfhaltung. Dabei ist der Bursche intelligent, man betrachte die gespannte Stirn. – Er brach z.B. morgens gegen 2 Uhr in eine Bank ein, wo er viel Geld stahl. Er staute alles in seine Taschen und ging zum Bahnhof, stahl dort einen Handwagen und fuhr mit demselben 8 km weit bis zur nächsten Station, erbrach dort die Kasse, um dann mit dem nächsten Fernzug weiterzufahren.

Man betrachte den schlechten Ausdruck des Mundes, das Gewebe des Gesichtes, dem alle feineren und edleren Blutstoffe entzogen sind, die starke Verschiedenheit der beiden Gesichtshälften und die verbildeten Ohren, um sofort innezuwerden, daß die Stoffe, Kräfte und Lebensenergien einen Tiefstand der Verkommenheit erreicht haben.

Bild 5. Dieser elegant auftretende Mann ist ein gefährlicher und geschickter Taschendieb, der auch in Form von Tropfen und Bonbons Betäubungsmittel anwandte, um seine Opfer wehrlos zu machen, der anderseits aber auch Leute auf der Landstraße beraubte.
Der Gesichtsausdruck ist herabziehend und entwertend.
Typisch ist hier die kalte und herzlose Spannung, die im Augen- und Mundausdruck und in allen Geweben liegt, – und wie sich diese kühle, verhaltene Spannung der Gewebe nach der Breite, nach den Ohren hinzieht, die übergroß, vom Kopfe abgetrieben und sehr häßlich sind. Das läßt deutlich werden, daß bei aller geriebenen Intelligenz die elektrische Lebensenergie vorherrschend und entscheidend ist.
Diese vergleichende Studie lehrt, daß ohne die Kenntnis der Kraftrichtungsordnung in der belebten und unbelebten Materie der Lebensausdruck naturwissenschaftlich nicht zu erfassen und vernünftig zu erklären ist. Betont sei noch, – daß das ideale Grundprinzip des Lebens, die Ordnung der Kräfte, stets gleich bleibt, so unerschöpflich mannigfaltig der Formenreichtum in der belebten Natur auch sein mag.


VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung)
1. Die Entwicklung geht also zwei Wege:
1. Aus dem Empfinden entwickelt sich:
2. Die Ernährung daraus,
3. die Bewegung.
Dieses wird durch folgendes Beispiel sinnfällig: Man betrachte die Abbildung, welche die Entwicklung des Menschen in der ersten Jugendzeit zeigt.



[Entwicklung des Menschen in der ersten Jugendzeit]

Aus den Proportionsverhältnissen des Körperbaues ist unschwer zu erkennen, daß nach der Geburt der Kopfbau und damit das Empfindungsleben das Übergewicht hat.

Schon nach einem Jahr hat sich das Maßverhältnis wesentlich geändert, der Rumpfbau und damit das Ernährungsleben tritt hervor.

Bereits mit 4 1/2 Jahren sehen wir deutlich den Gliederbau und damit das Bewegungsleben in den Vordergrund treten. (Ähnlich haben sich in der organischen Welt in langen Zeitläufen die Lebensgrundformtypen entwickelt.)


Aus dem Bewegungselement geht bei zu starker einseitiger Fortentwicklung
4. die Disharmonie hervor,
5. daraus das Verbrechen, daraus
6. das Teuflische und später das Satanische.
Mit dem Satanischen ist nach dieser Richtung hin die äußerste Entwicklungsgrenze erreicht, ähnlich wie es eine Grenze bei der Entwicklung der Elemente gibt. Die Vererbungslehre gibt uns durch Erfahrungstatsachen die Beweise dafür. Die Minderwertigkeit führt bei fortgesetzter Steigerung der Minderwertigkeit in wenigen Generationen zum Verfall.
Es gibt die Gegenpole von Gut und Böse in der Entwicklung, den Dualismus in der Natur. Ewigkeitswert kann nur das Gute haben, denn das gesteigerte Böse, das wir als teuflisch und im Grenzbegriff als das Satanische bezeichnen, spaltet sich, – bricht zusammen, sieht seiner eigenen völligen Vernichtung und Auflösung entgegen, – und geht in sich selbst zugrunde. Das ist der Fluch des Bösen. Es gibt also nicht ewig Teuflisches; alles Minderwertige, je schlechter es ist, wird um so sicherer zerstört.



II. Der andere Weg der Entwicklung ist folgender:
1. Aus dem Empfinden entwickelt sich
2. das Ideale, daraus
3. das Harmonische, daraus
4. die seelische Verfeinerung, daraus
5. das Engelhafte, daraus
6. das Göttliche.
Auch hier, in der Entwicklung des gesteigerten Geistigen ist dem Körper eine Grenze gezogen. Wir haben demnach im Naturell drei Steigerungen der geistigen Entwicklung: das Ideale, das Harmonische und die seelische Verfeinerung. Die gesamte Entwicklung in der Natur ist aber in den uns erkennbaren Formen noch nicht abgeschlossen. Die Steigerung in der Entwicklung nach dieser Richtung hin ist ewig und unaufhörlich.
Der Fluch des Bösen ist, daß es zugrunde geht in sich selbst. Es bleibt nur das Göttliche ewig leben. Die edlen Menschen bringen das Gute in die Welt. In der Verlängerungslinie ist hier die Entwicklung Glück – im ewigen Schönheitsstreben. Wenn auch das Unedle meist mehr Erfolg im Leben hat, in der Verlängerungslinie der Entwicklung ist es zunächst Selbstqual; es stirbt alles Böse ab. Der Entwicklungsgedanke ist konsequent durchgeführt, – es ist meine neue Entwicklungs- und Ausgleichslehre. –
Ich komme nun weiter auf die Kraftentwicklung zurück. Wir haben gesprochen I. über Konzentrations-, II. über die Attraktionsenergie und kommen III. zu dem Magnetismus.
Wenn sich die Kraft nicht mehr konzentrieren und die Attraktion nicht mehr festigen kann, d.h. wenn die für den jeweiligen Weltenkörper höchste Atomdichte erreicht ist, dann suchen die bedrängten Massen einen Ausweg.
Es bildet sich eine magnetische Achse, welche bewirkt, daß der ursprüngliche Mittelpunkt sich zu einem Strahl-, dem positiven oder Nordpol ausbildet und zu einem Saugpol, dem negativen oder Südpol.



Jede Kristallisation ist ein Beweis von der magnetischen Kraft, denn sie geht immer in bestimmter Achsenrichtung vor sich.
So geht auch das Wachstum der Pflanze vor sich. Die Wurzeln saugen an dem Südpol; der Nordpol der Pflanzen, – die Blume, – liegt deshalb in der Krone, also immer oben. Dasselbe Gesetz beherrscht bei allen Weltenkörpern und bei allen Lebensvorgängen die Entwicklung.

Die vierte Kraft, welche sich entwickelt, ist die Elektrizität. Sie stellt sich immer rechtswinklig zum Magnetismus.
Der Weltenkörper bewegt sich um sich selbst, rotiert um sich selbst, infolgedessen ist er rund und kann nicht Längskörper werden.
Die Pflanze als Längskörper kann nur in der Ruhe entstehen und zum Längskörper auswachsen.
Das ideale Prinzip der Kraftordnung bleibt dasselbe, nur kann der Weltkörper aus physikalischen Gründen nicht aus der runden Form herauswachsen.
Jeder Weltenkörper hat eine magnetische und eine elektrische Achse, welch letztere sich stets rechtwinklig, also mit 90° , zur magnetischen Achse stellt.

Die stärkste elektrische Achse ist daher am Äquator. Die elektrische Kraft ist im Innern negativ und nach außen positiv.
Diese Lehren über die Entwicklung der Kräfte und die Entstehung der Formen sind noch von keinem Physiker aufgestellt worden. Es sind meine Originallehren. Um diese finden zu können, muß der Mensch Physiker, Biologe und Chemiker zugleich sein.

WIE KOMMT NUN DIE AUSSTRAHLUNG ZUSTANDE?
Sie entwickelt sich dadurch, daß der von außen zusammengepreßte Äther wieder, nach außen herausstrebt.
Die Elektrizität bildet plastische Formen. Sie bildet immer breite Formen; die magnetische Form bildet sich immer lang.
Die Elektrizität ist das verneinende, das gegensätzliche Prinzip; die hohe Achse, der Magnetismus, ist das bejahende Prinzip.
Die Elektrizität bewirkt Verneinung – keineswegs Zerstörung; – solange sie mit dem Magnetismus zusammenwirkt, solange wird sie füllend und erzeugend wirken.
In der Tertiärzeit war das wunderbar vegetabilische Leben entwickelt. Die Tertiärzeit war die günstigste Lebenszeit für unsere Erde.
In der Eiszeit hat die elektrische Achse sich verlängert, die magnetische Achse sich verkürzt. Dadurch wurde die Erde aus der hohen länglichen Form, die sie in der Tertiärzeit wahrscheinlich hatte, in eine breitgedrückte Form gebracht.
Durch das starke verneinende Prinzip wurde das Empfinden zurückgedrängt und unser Erdkörper hat sich vereist.
Das verneinende Prinzip der Eiszeit weckte aber auch den Widerstand und es hat sich die Lebensenergie erprobt.
Bei den Säugetieren wuchsen Haare, bei den Vögeln Federn, bei den Fischen Schuppen.
Der Mensch hat allein drei verschiedene Haararten. Die Lebenskraft hat neue Organe gebildet, das Empfinden, die Selbsterhaltung hat diese geschaffen. (Jetzt im Winter, bei der Kälte ist deutlich zu bemerken, daß die Haut im Gesicht dicker, fester und widerstandsfähiger geworden ist.)
Das Gesetz der Kräfte ist folgendes: Wo sich eine Kraft besonders sammelt, kann sich eine andere Kraft nicht sammeln.
Jede Kraft sucht sich ihren besonderen Ort. Wo eine Kraft sammelt, da weicht die andere aus.
Daher nenne ich dies neue Kraftentwicklungslehre die KRAFTRICHTUNGSORDNUNG.
Der positive Pol der Elektrizität steht rechtwinklig zu den magnetischen Polen, weil er vom Nord- und Südpol abgestoßen wird. Er wird stärker abgestoßen von dem Nordpol als von dem Südpol. Daher kommt es, daß die Erdachse sich neigt.
Die beiden Pole der Elektrizität haben in gleicher Entfernung vom Nord- und Südpol des Magnetismus ihren Hauptkraftentfaltungsort.
Die elektrische Energie will nicht sammeln, sie will zerstreuen.
Der Magnetismus sammelt doppelt. Am Südpol saugt er aus dem Weltall, am Nordpol sammelt er für das eigene Ich.
Die Elektrizität will zerstreuen, sie besitzt Ausdehnungskraft.
Beim Magnetismus können wir von einer Achse sprechen, bei der Elektrizität eigentlich nur von zwei Speichen.
In der Mitte eines Körpers wirkt die Attraktionsenergie; überall in seinem Innern ist sonst Konzentrationsenergie,
2. Attraktionsenergie, 3. Magnetismus, 4. Elektrizität.
Fortsetzung folgt.






















[DR. GEORG HIRTH-MÜNCHEN

ZUM 25. TODESTAG IM MÄRZ 1941 (STAND 1941)]
Das nebenstehende Porträt zeigt den Schriftsteller und Verleger, Dr. Georg Hirth, den einstigen Herausgeber der „Jugend“ und der „Münchener Neuesten Nachrichten“, der sich u.a. große Verdienste durch sein freimütiges Eintreten für die bildende Kunst in der damaligen „lex-Heinze-Bewegung“ erworben hat.

Dr. Georg Hirth-München

Hirths Lieblingskind „die Jugend“, wäre schwer bedrängt worden durch die feindlichen Elemente, die der freien Entwicklung in Kunst und Wissenschaft hindernd in den Weg traten, wäre das Gesetz (im Volke „lex Heinze“ genannt), das die beigegebene Abbildung humorvoll illustriert, Tatsache geworden.


Hirth war ein harmonischer Mann mit viel Allgemeinsinn (d.h. mit der Anlage, vielseitig verbindlich zu wirken), mit großer Liebe für geistige Freiheit, für Fortschritt, für Wissenschaft und für die Ideale der Kunst. Das zeigt der lebenswarme, freie, freundliche und natürliche Ausdruck an Augen und Gesicht, sowie die Bildung der belebten hochgewölbten Stirn, das licht bewegte, schön gewellte Haar.
Diese höheren Triebe Hirths traten in einer Zeit, da die deutsche Kunst hart bedrängt wurde, fraglos in starke Aktion.
Auf Anregung des Dichters Paul Heyse und unter kräftiger Mitwirkung von Dr. G. Hirth wurde der erste deutsche Goethe-Bund begründet mit dem Ziel, der freien geistigen Entwicklung und besonders der Kunst ein Schutzhort zu sein. Huter schrieb damals: „Schützt und schirmt unser Streben für Wahrheit, Freiheit und Schönheit durch reinste Naturerkenntnis und höchste Kunstideale“.
Die Abbildung aus der damaligen Zeit zeigt, wohin das geplante Gesetz hätte führen können. Rechts neben dem Apollo mit der umgehängten Riesenkarte sehen wir den menschenfeindlichen Dogmatiker mit der großen gebogenen Nase und dem hohen, idealeren unnatürlichen Turmschädel. Darunter sehen wir den spießbürgerlichen Sittenrichter mit kleinen Augen und überfetten Wangen, feistem Mund und dicker Nase. Dahinter ist die prüde Jungfer mit aufgerissenen Augen zu sehen, die sich über die nackte Gestalt des Apollo entsetzt.

In launiger Weise hat hier der Künstler zeigen wollen, „wer“ sich das natürlich Schöne und Nackte in der Kunst nicht mit reinen Augen anzusehen vermag und den freien Fortschritt unterbinden möchte.

Die Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] lehrt, daß Körper und Geist in innigster Wechselbeziehung stehen, sie bewertet daher den Gesamtkörperbau und schätzt gerade darum die große bildende Kunst im Alltag des Lebens, die uns vor Versimplung, vor Modetorheit und Entartung bewahren kann – und ohne die keine höhere Kultur möglich ist.


Ich möchte diesen Ausdruck angewendet sehen, denn die Zelle als solche lebt ein bewußtes Leben. Sie ernährt sich, pflanzt sich fort, bewegt sich und empfindet gegenüber Gutem Zuneigung, gegen Schädliches Abneigung und äußert das auch; das alles aber läßt auf bewußtes Seelenleben schließen.
Ich habe nachgewiesen, daß diese geistige Kraft die Lebensgrund- und Leitkraft ist, daß also das Leben nicht ausschließlich von chemischen und mechanischen Kräften abhängt. Wille, Gefühl, Gedanke und Form entstehen nicht aus den von der materialistischen Lebensauffassung angenommenen Kräften, sondern aus der von mir nachgewiesenen geistigen Naturkraft „HELIODA“.
Damit ist die materialistische Welt- und Lebensauffassung, die alles Geistge leugnet, gebrochen und die Auffassung der alten Theologie, die das lehrt, alles Geistige sei immateriell und unerforschbar, ist ebenfalls als eine irrige Idee abgetan. Denn vieles erkennbare Geistige offenbart sich in den Formen der uns umgebenden Natur.
Dogma
Ich habe ferner nachgewiesen, daß die Auffassung jeder Religionsrichtung, die lehrt, nur in ihrer Offenbarungsschrift – nach dem Mosaismus im Alten Testament, nach dem Christentum im Neuen Testament, nach dem Islam im Koran – offenbare sich einzig und allein die Wahrheit über das geistige Leben, eine viel zu eng gefaßte Welt- und Lebensauffassung darstellt und daher zu jenem unhaltbaren Glaubenszwang an Dinge führte, deren Kontrolle uns entzogen ist – und darum können diese Glaubenssysteme keine praktische Lebensreligion für den modernen, naturbeobachtenden Menschen mehr sein. Es sind Offenbarungs-, Glaubens-, Zwangs- und Suggestionsreligionen, aber nicht genügend natürliche Wissenschaftsreligionen.
Dogma
Ich will ihnen deswegen nicht ihren hohen Kulturwert absprechen, ich will auch anerkennen, daß viele Wahrheiten in ihnen enthalten sind; aber das ausgebaute Seelenleben des auch nur halbwegs Gebildeten unserer Zeit befriedigen sie nicht mehr.
Wir brauchen daher eine neue große Natur- und Weltreligion, die es einem jeden ermöglicht, mit eigenem Auge zu sehen, mit eigenen Sinnen zu fühlen und sich selbst von einer Wahrheit zu überzeugen. Eine solche Welt- und Lebenslehre habe ich in meinen Entdeckungen und Lehren begründet.
Bauplan der Natur von Carl Huter gefunden
Ich habe nachgewiesen, daß das Wesen der Lebens-, Empfindungs- und Strahlkraft der Liebe ist und daß diese als Schöpferin aller Dinge betrachtet werden muß; denn bei meinen Strahlexperimenten verstärkten sich die Heliodastrahlübertragungen mit liebenden Gedanken; sie verkürzten sich bei Schwächung der Liebe und des Wohlwollens und verschwanden bei Indifferenz und Lieblosigkeit.
Es scheint also, als zögen die Lebensstrahlen von einer verborgenen, großen Allkraft ihre Nahrung, und zwar durch die Liebe – und als könne oder wolle diese Allkraft ohne Liebe keine Kraft abgeben.


LIEBE – STÄRKUNG DER HELIODA

Es ist bei mir Überzeugung geworden, daß diese verborgene Urkraft selbst die unerschöpfliche Liebe und Güte ist und daß sie, die Trägerin aller Dinge, alles Lebens und alles Seins, im letzten Grunde auch von Ewigkeit her war.
Ich habe festgestellt, daß die Liebe das Schöne, das Harmonische, das Glückliche bildet und daß die Liebelosigkeit Lebensstillstand und Vergänglichkeit bewirkt, daß aber Haß, Wut, Neid und böse Leidenschaften lebenszerstörend wirken.
Ein Mensch, der sich mit Liebelosigkeit und bösen Gedanken erfüllt, handelt nicht klug, er vernichtet damit seine eigene Lebenskraft, sein edleres Empfinden, seine Liebe, woraus alles Wohlwollen und alle gute, schöpferische Tat entspringt.
Er zerstört damit bei sich selber seine Lebenskraft, seine Innenharmonie und seine Gesundheit und äußere Schönheit bildende Lebensstrahlkraft „HELIODA“.
Auch der, welcher in sich den Glauben an ein höchstes gute, glückliches, geistiges Wesen vernichtet hat, der gottlose Mensch, rief damit bei sich eine entgeistigende Degeneration künstlich hervor.
Der ethisch noch hochstehende, aber gottlose Mensch ist kein Vollmensch, weil er sich die wachsende Kraft, die in die Höhe treibt, genommen hat.
Der böse handelnde Mensch treibt sich aber selbst in die Vernichtung.
Ich stellte fest, daß alle bösen Gedanken und Taten von der elektrischen Energie und Strahlkraft begleitet sind, daß bei dem Übelwollenden also nicht mehr die Lebensstrahlen „Helioda“, sondern die elektrischen Strahlen im Vordergrunde der Tätigkeit stehen.
Ich glaube an den Gott der Liebe aus wissenschaftlicher Erfahrung heraus und bete ihn an als das alldurchflutende, große Welt- und Lebensgeheimnis.
Ich glaube aber in vielem anders, als wie die Kirche zu glauben lehrt. Ich glaube, Gott ist kein Rächer, kein Verdammer, kein Beschuldiger, sondern ist Geist, Güte und Gesetz des Geistes in sich selbst. Wer ihn nehmen will, nun der hat ihn; wer von ihm nichts wissen will, der erfährt ihn nicht, der erhält von ihm weniger, dem verschließt er sich mehr, dem bleibt er eventuell tot und erscheint als nicht existierend.
Aus allen diesen Gründen ist der böse und auch der gottlose Mensch nicht klug, denn er hemmt sich in seiner und seiner Nachkommen Lebensentwicklung, – er ist, selbst wenn er ein Reicher wäre, doch ein armer Mann. Der Arme aber, der Gutes denkt und tut, der das letzte und höchste Weltgeheimnis, die Gottheit, zu erkennen sucht, der an dieses höchste Lebewesen glaubt, der von ihm nimmt, der ist ein reicher Mann; er sammelt geistige Güter und er verschönt damit seine Seele und sein Leben.

Lebensschönheits-, Lebensliebegestalten, das ist daher die moralische Aufgabe dieser neuen Lebens- und Gottheitslehre und daher ist sie auch praktische Diesseitsreligion. Sie ist wahre Lebensreligion und wird alle Völker der Erde unter ihren Einfluß bringen und dermaleinst Weltreligion werden.


Wie sich aber der Geist in seinen Grundkräften äußert, wie das Gute eines Menschen und auch seine nachteiligen und fehlerhaften Seiten zu erkennen sind, das lehrt uns die [Physiognomische Psychologie], die neue Methode der praktischen Natur- und Menschenkenntnis.


Ich habe nachgewiesen, daß nicht alles so ist, wie die Kirche einseitig lehrt. Ich glaube auch nicht, daß die einseitige moderne Entwicklungslehre richtig ist, daß es nämlich nur eine mechanische Entwicklung gibt, wodurch alles geworden ist, ich lehre vielmehr beides, SCHÖPFUNG UND ENTWICKLUNG, UND DAHER EINE SCHÖPFUNGSENTWICKLUNGSLEHRE.


ALLES GEISTIGE MUSS AUS GEISTIGER URENERGIEN DER WELT HERVORGEGANGEN SEIN UND KANN SICH NICHT GEBILDET ODER ENTWICKELT HABEN, OHNE DASS DER MATERIE SOLCHE URKRÄFTE GEISTIGEN LEBENS INNEWOHNEN.


Ich glaube nicht, daß die Schöpfung durch die Persönlichkeit, die eher da war als die Welt, möglich gewesen ist. Alle Individuen und persönlichen Wesen haben sich aus dem Weltall, das ewig mit der Allseele da war, entwickelt.
Ebensowenig kann sich das Stoffliche aus dem Geistigen entwickelt haben. Aller Stoff ist aus einem Urstoff hervorgegangen und alles Geistige ist aus einer urgeistigen Weltenergie geboren.
Diese Urenergie braucht aber lange noch nicht als Gott im Sinne einer zentralen Weltpersönlichkeit aufgefaßt werden, sie kann auch als geistige Wurzelkraft – in allen, selbst den kleinsten Dingen wohnend – als Eigengeistiges unzertrennlich und unveräußerlich damit verbunden sein.
Über diesem alles beseelenden Wurzelgeist aller Dinge im Kleinen ist recht wohl ein geistiger Stamm zu denken, in welchem alle unzähligen geistigen Wurzeln sich vereinigen zu einer großen Einheit, zu einem Oberbewußtsein aller Dinge. Ich glaube, daß es so ist und daß dieses Oberbewußtsein die Vorsehung ist, der eigentliche Gott-Vater, der das All durchflutet, zugleich Weltgeist und doch Persönlichkeit ist. Aus diesem Stamm schließlich läßt sich eine Krone entwickelt denken, das Reich der ewigen Glückseligkeit.
Das aber steht fest, daß alles, was ist, durch einen innewohnenden Trieb empor entwickelt wurde und immer weiter entwickelt wird. – Alles, was ist, fühlt, daß es ein über das eigene Ich hinausgehendes, höheres Etwas gibt und daß dieses nur mit dem Innenleben, mit dem Gefühl und mit der Phantasie erfaßt werden kann. Es ist das Idealbild, das jedes gesundempfindende Lebewesen in sich erzeugt und in sich trägt, dem es nachlebt und von dem es wünscht, daß es sei.
Dieses ist sein heiliges, sein göttliches Sein, sein über das Ich hinausgehendes Lebensideal an Geist, Talent, Kraft, Glück und Schönheit. Ich habe nachgewiesen, daß diese innere Schöpferkraft die dritte Grundursache zu aller höheren Entwicklung ist; sie ist die wahre, innere und natürliche Religionskraft, die nicht vernachlässigt werden darf, sondern die wieder geweckt, geläutert und kultiviert werden muß.

I. Der Kampf um die neue Weltanschauung, die dritte Weltenergie, das Empfindungsvermögen der Materie.
In jedem Kreise guter, offener Menschen, denen ich meine neuen Entdeckungen und Forschungsresultate über die oben benanntenGebiete bekannt gab, sei es durch kurze, erläuternde Erklärungen, sei es durch beweisführende Experimente oder durch Unterricht und Vorträge, das wurde bei den Anwesenden eine Begeisterung, ein Erzittern der letzten und tiefsten Seiten des innern Seelenlebens wachgerufen, das bei dem einen mehr, bei dem andern weniger einen heiligen Glauben an eine neue, frohe Botschaft wachrief.
Erwachen / Awakening [Hinzugefügt]
Hätte man doch das eine gefunden, daß der Materialismus, der eine tote Welt lehrt ohne besondere Lebenskraft, ohne Gefühl und geistige Energie, ein Irrtum ist; denn ich wies das Empfindungsvermögen der Materie, das nicht auf Wellenbewegung und Äthervibration allein beruht, als primäre Weltenergie nach.

Irrlehre – Empfindung als primäre Dritte Weltenergie [Hinzugefügt]
Ich wies nach, daß Leben nicht nur in der organischen, sondern spurenweise auch in der anorganischen Materie vorhanden ist und daß die geistige Lebensenergie nicht nur in der Zelle, sondern als Lebenskeim auch in jedem Molekül, Atom und Ätherillion, kurz in jeder auch noch so sicher tot erscheinenden Substanz existiert. „ES GIBT NICHTS UNBESEELTES IN DER NATUR. ES GIBT EWIGES, ALLÜBERALL SCHLUMMERNDES ODER TÄTIGES LEBEN!“
Das war der durch Experiment und vergleichende Forschung über Gedächtnis, Empfindungsfähigkeit und Zweckmäßigkeit im Anordnen und Aufbauen der Einzelteile jeder Materie nachgewiesene Grundsatz.
Ich stand mit meiner Anschauung unter den Naturforschern auch nicht isoliert da, denn der bekannte Zellenforscher und berühmte Biologe Oskar Hartwig, ein Anhänger der Entwicklungslehre, sowie der namhafte Anatom und Physiologe Stöhr, Direktor des anatomischen Instituts in Würzburg, erkannten eine noch nicht näher erforschte Lebenskraft an.

STÖHR UND Helioda in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Ich wies wiederholt durch Hellfühlexperimente das Gedächtnis der anorganischen Materie für psychische Eindrücke und Begebenheiten auf Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende nach. Damit war die Theorie, daß solche Eindrücke durch Atom- und Ätherschwingungen ihre Erklärung fänden, hinfällig geworden. Denn alle nachfolgenden stärkeren physikalischen Eindrücke auf einen bestimmten Gegenstand müssen die vorhergehenden nach den Gesetzen der Mechanik infolge durchkreuzender Wellenbewegungen aufheben.
Das Gedächtnis der anorganischen Materie ist daher nicht auf mechanische Ätherschwingungen, sondern auf eine besondere selbständige Empfindungsenergie zurückzuführen.
ICH NANNTE DIESE ENERGIE DER MATERIE DIE DRITTE WELTENERGIE.
Daß diese Annahme richtig war, haben alle weiteren Nachforschungen und Prüfungen ergeben.
Masaru Emoto, Japan, hat dies mit der Visualisierung und dem Nachweis der Gedächtniskraft von Wasser voll bestätigt [Hinzugefügt]
Das gab natürlich der rohen, materialistischen Weltanschauung einen gewaltigen Stoß und die Anhänger derselben, denen ihr Dogma von der unbeseelten und geistlosen Materie eine einsuggerierte Lieblingsidee geworden war, hatte ich plötzlich zu einem großen Teile als Gegner.

Dogma [Hinzugefügt]
Die tiefer Denkenden hielten sich zuerst vornehm zurück, aber viele prüften auch nach und fanden meine Angaben bestätigt. Sie erkannten an, daß durch mich der Nachweis für die dritte Weltenergie, die Eigenbeseeltheit und Allbeseeltheit der Materie, erbracht worden war.
Aber ich befand mich damit plötzlich inmitten von Kämpfen und Angriffen gebildeter und nichtgebildeter Materialisten, die wie sich bald herausstellte, Feinde der Kirche und der Religionslehren, sowie des Okkultismus und verwandeter Gebiete waren und die sich einbildeten, die Kirche könne durch meine Entdeckungen vielleicht neue Stützpunkte für ihre Gottes-, Geist- und Glaubensanschauungen gewinnen. Aus diesem Grunde glaubten manche von ihnen, sie müßten mich und die an das Licht gezogenen, neuen Tatsachen geheim halten, ableugnen, verschleiern und bekämpfen.
Dieser Wahn ist aber ebenso unehrlich als auch unhaltbar, denn die Wahrheit ist eine Macht, und niemand vermag sie zu hemmen und zu unterdrücken. Hat sich die materialistische Weltanschauung in manchen Punkten geirrt, nun, so mögen die Anhänger derselben das doch ruhig eingestehen und sich nicht neuen und tieferen Forschungen verschließen.

„Kampf ums Dasein“ sagt LAMARCK und „Zuchtwahl“ sagt DARWIN, sei die Ursache der Entwicklung der Lebewesen.
Ich aber sage: IDEALLIEBE, IDEALKRAFT, IDEALKULTUS, kurz RELIGIÖSES, VON DOGMEN FREIES, HEILIGES INNENLEBEN IM STREBEN NACH BESSEREM UND VOLLKOMMENEREM IST DIE LETZTE URSACHE ALLER HÖHERENTWICKLUNG.
Kampf ums Dasein und Zuchtwahl können uns entfalten; DIE LIEBE, DIE SCHÖNHEIT, DIE RELIGION ALLEIN KANN UNS HÖHER ENTWICKELN UND DIE LIEBE IN ALLEM KANN HÖHERES, BESSERES SCHAFFEN, ZEUGEN UND VERERBEN.
Wo diese Elemente fehlen, tritt Stillstand, Verfall und Niedergang auf und damit ist das Schicksal eines Individuums, einer Art und eines Volkes besiegelt!
Von diesen praktischen Gesichtspunkten aus möchte ich ein religiös-wissenschaftliches Kulturneuleben schaffen. DAS SIND MEINE IDEALE UND BESTREBUNGEN, DIESEN GEHE ICH NACH TROTZ DEN KÄMPFEN UND HINDERNISSEN, DIE MIR FANATIKER VON RECHTS UND VON LINKS BEREITET HABEN.

Veredelung durch Studium der Original-Menschenkenntnis. [Hinzugefügt]
Wer erfahren hat, wie wahr das Sprichwort ist „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“, der wird die Nützlichkeit dieser Studie für das Leben nicht mehr verkennen und vielleicht wünschen, daß sie auch gelehrt werden, – denn auch der Friede auf Erden kann durch ein naturwissenschaftliche und praktische Grundlage Stärkung und Sicherung erfahren.

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.



Kampf um Macht [Hinzugefügt]
Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.

Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

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