DgM 099




Der gute Menschenkenner
nach Carl Huters Psycho-Physiognomik
© April 1941, Nr. 99

Der geistige Ausdruck an Augen und Gesicht von

WAHRHAFTIGKEIT, GERECHTIGKEIT UND LIEBE

Im Gegensatz zu Ungerechtigkeit, Bosheit und Betrug
DIE BEDEUTUNG DER LEBENS- UND
SEELENKRÄFTE IM MENSCHEN.


DIE PHYSIOGNOMIK SCHULT
DEN BLICK FÜR DIE BEDEUTUNG
DER LEBENSFORMEN [Hinzugefügt]

WODURCH ERKLÄRT SICH DIE VERSCHIEDENHEIT
DER RECHTEN UND LINKEN KÖRPER-, KOPF-
UND GESICHTSHÄLFTE?

LEBEN, SEELE UND DASEINSZWECK

SPRICHT AUS DEN LEBENDIGEN FORMEN
ZU UNS. – LERNEN WIR DIE SPRACHE
DER NATUR RICHTIG VERSTEHEN! [Hinzugefügt]

MENSCHENKENNTNIS
ist ein gutes Hilfsmittel,
um sich vor Leid,
Enttäuschung, Schaden und
Verdruß zu schützen! [Hinzugefügt]


Das Böse verzehrt sich,
Das Gute bleibt ewig,
Drum wähle das Beste,
Vermeide das Schlechte!
[Hinzugefügt]

Das obige antike Kunstwerk zeigt die Muse Clio, welche die Geschichte niederschreibt und daraus belehrt und erklärt.
Alle Geschichte, alle Erfahrung soll uns Lehren geben, damit die Menschheit an der Geschichte emporsteigen kann.
Das ist in diesem Bildwerk zum Ausdruck gebracht und meisterhaft dargestellt.
Der Künstler hat die Muse Clio in einer idealen weiblichen Figur dargestellt. Die Gestalt mit dem prächtigen Faltenwurf der Kleidung ist edel-kräftig und schön gebaut mit einer wohltuenden Harmonie in allen Formen. Die Haltung zeugt von größter Aufmerksamkeit, die Geste ist lebhaft und schön und das frauenhafte Graziöse bleibt durchaus gewahrt.
Die edle Gesichtsform der Muse erscheint so durchgeistigt, daß man fast glauben könnte, der Künstler habe dem Marmor Leben eingehaucht.
Dabei ist das Gesicht zart und die Haut erscheint so feinnervig, hell und klar, daß man das feinste Empfinden, das in den Weichteilen, in Muskeln, Nerven und Geweben wohnt, darin vermutet. Der Künstler hat gewußt, daß zur Niederschreibung der Geschichte, zur Belehrung und Erhebung ein großes Feinempfinden nötig ist.
Das Haupt der Muse erscheint wie geadelt, und bei aller geistigen Regsamkeit liegt dennoch eine klassische Ruhe über den Formen. Das Auge ist wunderbar licht, und die stark herausgehobene, lange und gerade griechische Nasenform macht die Geisteskonzentration, Darstellungsgabe und das Lehrtalent kenntlich. Sprechend schön ist der Mund mit den bewegten Lippen.

Ganz sorgfältig ist jede Locke des reich gewellten und sehr feinen Haares gelegt, womit der Künstler das sehr edle Gemütsleben, die große Ordnungsliebe und auch die Nervenkraft andeutet.
Sehr voll und schön gewölbt ist das hohe und breite Oberhaupt, wodurch die Fülle der idealen Welt-, Menschlichkeits- und Persönlichkeitstriebe zum Ausdruck kommt.
Klassisch rein und schön ist die Wölbung der Stirn besonders in der Mitte und über der Nasenwurzel, wo die Gedächtniskraft und die Gegenständlichkeit liegt, und dann spannt sich die Stirn im plastischen Zug zur Schläfe und zum Seitenhaupt hin, damit alles vielseitige Wissen von nah und fern vereint und in Betracht gezogen werden kann. Der Künstler hat gewußt, daß die Verstandesschärfe sich in der feinplastischen, sehr klar und helldurchleuchteten Stirn zeigt, die den Philologen auszeichnet, und ebenso hat er auch die Nasenwurzel, die den Sammelsinn aller Erkenntnis ausprägt, in großartigster feinster Eckenkraft modelliert.
Wahrhaftigkeit, Weisheit, Liebe und Lebensfülle kommt hier in Gestalt, Haupt, Augen und Gesicht zum Ausdruck.
So dachten sich die Alten die Geschichtsschreibung und sie haben uns mit diesem Meisterwerk ersten Ranges ein Sinnbild ihrer Kultur hinterlassen. –

Bild 1. Haben wir die Gerechtigkeit, Vernünftigkeit, die Klarheit und den besten Willen in dem Kunstwerk, die Muse Clio, kennengelernt, so zeigt dieses Bild das gerade Gegenteil. So klein und trübe wie das Auge im Verhältnis zu dem großen Gesicht ist, wie die Augenlieder verdickt und die Gewebe schwer sind, so schwach wie die Nasenwurzel ist, so eng begrenzt ist auch das geistige Blickfeld dieses Mannes.
Dabei sind aber die Augenbrauen massig, übergroß ist der vorgeschobenen Mund, dabei roh in Form und Ausdruck, wie auch die untere Nasenpartie. Daher geht der Sinn dieses Mannes zum rohen und brutalen Genuß hin, zu Verschlagenheit und Tücke. Es ist der typisch rohe Gesichtsausdruck, gepaart mit moralischem Stumpfsinn und halber Idiotenhaftigkeit.
Typisch matt und ohne Kernkraft ist das Gewebe an Hals und Gesicht. Daher ist der Mensch auch faul, er will nicht ehrlich arbeiten, aber um so mehr gut leben und genießen. Die Arbeits- und Erwerbsanlage ist, nach dem unteren eingedrückten Seitenhaupt zu schließen, sehr schwach, – aber um so stärker ausgebuchtet ist der Hab- und Sachensinn, – der kleine Pfeilstrich deutet diese Region an, – der ihn beherrscht.
Es ist nach der Personalbeschreibung ein unverbesserlicher Taschendieb mit einem langen Sündenregister, 45 Jahre alt, ohne Beruf, 5 Fuß 7 Zoll groß, mit einem Körpergewicht von 145 Pfund. Diese Personenbeschreibung besagt wenig, und sie trifft auch nicht den Kern der Sache, um so mehr aber gibt der Augen-, Kopf- und Gesichtsausdruck Aufschluß über Anlage und Wesensart.


Bild 2. Das ist eine gute photographische Aufnahme mit dem typischen Augenausdruck eines Taschendiebes. Das Auge liegt nach unten, der Blick ist unsicher, liegt in den Ecken und schweift umher, um die Gegenstände, die begehrt werden, verstohlen in das Blickfeld zu bekommen.
Das Gewebe an der Nasenwurzel, wo die Konzentration liegt, ist angespannt, um das Auge zu unterstützen, und die Augenbrauen und Gewebe zeigen, von der Berechnung ausgehend, die seitlich der Augen liegt, – bis zur Nasenwurzel, über den Form-, Gestalt-, Richtungs- und Gewichtssinn laufend, sehr lebhaften Schwung. Das gibt die Schnelligkeit und Geübtheit kund, mit welcher der Mensch bei seinen Diebereien vorgeht. Um Nase und Mund spielt ein hämischer Zug. Wo die Organe der Vorsicht, Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit liegen und Raum beanspruchen, läuft der lange Schädel nach hinten und oben zu schmal und spitz aus.
Die Stirn ist nach beiden Schläfen hin in Form der Diebesecken ausgebuchtet, siehe den Pfeilstrich. Der Mann hatte eine große Geschicklichkeit, in Warenhäusern und im Gedränge Damentaschen zu stehlen.


Bild 3. Man betrachte die merkwürdigen Augenformen, den finsteren und abstoßenden Ausdruck, der um dieselben liegt, und der sich über die unklar gezeichnete Nasenform und das ganze Gesicht ausbreitet. Das gibt schon ein Bild von dem unnormalen Lebensgeist, der in diesen Formen wohnt.
Es ist der gewohnheitsmäßige Taschendieb; das Auge rechts ist hochgezogen und verkniffen, links ist der Ausdruck unsauber, der Blick scharf und beobachtend. Verkümmert und unschön ist die ganze Augenbildung.
Im Auge liegt das Licht des Geistes, kommt der Gedanke und die Art der geistigen Erkenntnis und des Wissens, der Aus- und Durchführungskraft und des Widerstandes zum Ausdruck.
Diese Augenbildung mit dem damit verbundenen Gesamtausdruck des Gesichtes ist das Merkmal der unsauberen Gesinnung und Unehrlichkeit, der moralischen Schwäche und Bösartigkeit.
Dazu kommt die häßliche Formbildung der stark ungleich am Kopfe angesetzten Ohren, die zeigen, wie häßlich die Aufnahme durch das Ohr ist und das damit in Verbindung stehende inner Seelenleben.
Die eckige Schädelbildung mit dem groben Haarwuchs gibt den Starrsinn kund, mit dem dieser Mann behaftet ist, und rechts die scharfe Ecke des Haaransatzes am Seitenkopf, wo der Sachen- und Habsinn liegt, und ebenso an der anderen Seite läßt die scharfe Anspannung, die geistige Richtungsanlage, den Trieb zum unehrlichen Erwerb erkennen.


Bild 4. Das ist der finster und drohend gespannte Augen-, Nasenform-, Mund- und Gesichtsausdruck.
Der Augapfel ist fest und düster nach unten liegend hervorgedrückt, die Nasenform ist gestrafft, das Gewebe seitlich derselben hart angespannt, der Mundzug ist unwillig, versteckt und zeigt völlige Unzugänglichkeit. Eckig und scharf hebt sich die Kinnlinie ab.
Diese Formbildung und der Ausdruck sind der lebendige Beweis dafür, daß der Mann konsequent das tut, was er will, das Böse. Finster und böse ist der Gedanke, der Wille, der Impuls und die Tatdurchführung.
Wie es in seinem Gehirnleben aussieht, das versinnbildlicht deutlich der auf dem oberen Schädelbau kreuz und quer liegende Haarwuchs.
Gerade dort im obersten Schädelbau liegt die Gehirnregion für die Moraltriebe, – und in dieser sieht es so aus, wie es der Haarwuchs zeigt.
Wohin aber die Betätigung des Mannes, seine Verstandesrichtung und seine Veranlagung geht, das zeigt deutlich der Stirn- und Seitenhauptbau.

Links, wo der kleine Pfeilstrich hinzeigt, ist eine plastische und gespannte Ausbuchtung, es ist der übermäßig stark hervorgehobene Hab- und Sachensinn. Deutlich zieht sich die Spannkraft von hier aus über die Stirn nach der Nasenwurzel hin, wo der geistige Konzentrationssinn liegt, der den Charakter und Willen bestimmt.

Es ist der Taschendieb aus Anlage, Gedanke, Neigung und Willen, und der Mann hatte auch als Taschendieb einen besonderen Ruf.
Der finstere Sinn dieses Mannes ist so natürlich und wahr wiedergegeben, daß man sich daran erinnern kann, wenn man etwas Ähnliches im Leben wiedersieht. Hier mit Gutheit, mit Liebe, Belehrung und gutem Beispiel einwirken zu wollen, ist verkehrt und bleibt völlig wirkungslos.
Der Mann will stehlen und macht sich kein Gewissen, denn das ist übertönt.



VOLKSTÜMLICHE DARLEGUNGEN

ÜBER DIE WELT- UND LEBENSRÄTSEL.
Vorlesungen im einstigen Huter-Museum, 1910. (Fortsetzung.)
Die magnetische Energie bildet die Richtachse der Körper und den Nord- und Südpol. Die Konzentrationsenergie sammelt sich innerhalb der Peripherie. Die elektrische Energie sammelt sich stets an der Peripherie und in der Nähe derselben.

Helioda und sonstige Kräfte in der lebenden Zelle [Hinzugefügt]

Da die elektrische Energie die magnetische Achse durchschneiden müßte, dies aber nicht kann, so bilden sich zwei halbkugelförmige Hälften.
Alle Formen werden nun in dieser Weise gebildet. Dadurch wird die Seitigkeit der Erde bestätigt.



Erde [Hinzugefügt]

Die Konzentrationsenergie gibt Sammelkraft, die Attraktionsenergie gibt Rotationskraft, die magnetische Kraft gibt Richtkraft, die Elektrizität gibt plastische Formenkraft und Gliederkraft.
Die geistige Kraft ist überall mitwirkend.
Bei einem Baume z.B. bilden sich in der Rinde Einschnitte, bewirkt durch die Attraktionskraft. Was nun die Stoffe aus dem Stamm heraus treibt, ist elektrische Kraft.
In der Harmonie, d.h. in günstigem Maßverhältnis, ist die Lebenselektrizität Entfaltungskraft; wenn sie stärker wird, wird sie zur Zerstörungskraft.




Goldener Schnitt = Kräfte sind harmonisch zueinander geordnet [Hinzugefügt]
(Wird z.B. die elektrische Lebensenergie im Mittelhirn des Menschen stark, dann werden die Ohren bis quer vom Kopfe abstehend und zeigen bei einem Übermaß der elektrischen Lebensenergie eine zu harte Spannkraft. Die Bedeutung dieser Formbildung ist durch die Erfahrungen vieler Jahrzehnte bestätigt und bekannt geworden.
Aber auch die zu breite Kopfbildung in der Gegend der Ohren, der Jochbeine und Kiefer kann nicht nur elektrisch, sondern auch mechanisch, chemisch, spannend, wärmend, strahlend usw. auf die Weichteile und Nervenmassen anreizend, und schließlich willens- und bewußtseinsbestimmend zurückwirken. Der lebendige konstante Formenbau ist kein Zufallsergebnis und auch nicht bedeutungslos, sondern läßt erkennen, wie die Natur- und Lebenskräfte in ihrem Zusammenwirken geordnet, gelagert und gerichtet sind. Man sollte dem Formbau in der Natur besondere Aufmerksamkeit zuwenden und erkennen, von welch hoher Bedeutung das Gesetz der wahren und edlen Schönheit in der Lebenswelt ist.)



Goldener Schnitt = Kräfte sind harmonisch zueinander geordnet [Hinzugefügt]

Außer diesen vier positiven Kräften wirken vier weitere negative Kräfte. Es sind diese:
5. Die anhaftende Wärme, die man magnetische oder spezifische Wärme nennt. Wird diese Wärme zu stark vermindert, so tritt allmählich Zerstörung ein.
6. Die elektrische oder strahlende Wärme, welche von innen nach außen wirkt, gibt mehr Wärme ab. Die spezifische Wärme behält der Körper beständig. Es kann aber durch Ernährung neue Wärme erzeugt werden, das ist die strahlende Wärme.
7. Hartmedioma. sie ist das die Verdauung, den Ausgleich und die Umwandlung der Stoffe vermittelnde Lebenselement.
8. Die Weichmedioma. Der Hartmedioma wohnt eine stärkere Festigungskraft inne. Die Weichmedioma hat Reichenbach Od genannt; sie ist ebenfalls ein vermittelnder Feinstoff, der stärker durch das Empfindungselement beeinflußt wird.

Wir sind bei den Mediomen bereits zu einer Verfeinerung der Materie gelangt, die unterhalb der Grenze der Atome und Elektronen liegt, aber noch oberhalb der Grenze des neutralen Weltäthers, zu einer Verfeinerung, die es menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit nicht mehr ermöglicht, zwischen Kraft und Stoff die Grenze zu ziehen. Hier müssen philosophische Schlußfolgerungen und gesteigerte Wahrnehmungssinne uns zu weiteren Erkenntnissen führen.

Wenn man früher einen Biologen fragte: Hat die Pflanze eine linke und rechte Seite? So lachte er wohl. Soweit er sich aber mit Chemie befaßte, lehrte er, jedes Atom habe zwei Seiten. Aus diesem Prinzip der Seitigkeit hat sich das Symmetrische der Seitigkeit aller Lebensformen gebildet. (Die nur scheinbare Einseitigkeit bei Schnecken und Muscheln hat der Zoologe, Prof. Fleischmann, Erlangen, in mühsamer Forschungsarbeit nachgewiesen.)



Für uns fragt es sich: Was ist im Prinzip rechts, was ist links?
Es ist sehr wichtig, wenn wir wissen, daß an jedem gewachsenen Körper eine rechte und linke Seite vorhanden ist, denn dann muß sich auch eine Rücken- und Vorderseite bilden.
Rechtsseitig haben sich unter dem Einfluß der hier positiv wirkenden Elektrizität zuerst die harten Mediomen gebildet, linksseitig die weicheren Stoffe. Durch die Unterschiede der Hart- und Weichmedioma ist die unterschiedliche Wertigkeit von rechts und links bedingt.
Jeder Körper hat darum eine rechte und eine linke Seite. Unser Erdkörper, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch hat zwei Seiten. Rechtsseitig sammelt sich Hartmedioma, d.h. harte Stoffe, linksseitig Weichmedioma, d.h. weiche Stoffe.
Bei dem Erdkörper liegen an der östlichen Halbkugel die großen Festmassen; die östliche Halbkugel ist also die rechtsseitige; linksseitig liegen die geringeren Massen.
Die Rückseite des Erdkörpers bildet der große oder stille Ozean, die vordere Seite das reichgegliederte Europa und weiter abwärts, was nach Afrika zu liegt.

Die Elektrizität spannt sich bei den Lebensformen links- und rechtsseitig aus, nicht aber nach vorne und hinten.

Es ist außer dem Seitendurchmesser noch ein zweiter Durchmesser bei jedem Körper vorhanden, das ist der Lebensdurchmesser (Tiefenachse), der von der Rückseite nach der Vorderseite läuft.
Rückseitig wirkt das negative Leben, das die Schutzorgane bildete, und vorderseitig wirkt das strahlende Leben, die schöpferische Liebe.



Helioda [Hinzugefügt]
Der stille Ozean hat das wenigste Leben, wie ihn auch schon der Name kennzeichnet.
Der Mensch muß in der gemäßigten Zone entstanden sein, und demnach muß auch dort eine paradiesische Natur zu jener Zeit gewesen sein.
Beim Menschen wirkt vorn die strahlende Helioda, hinten die magnetische schützende Spannkraft.
Von der rechten Rückseite nach der linken Vorderseite muß man sich ferner eine Achse schräg durch den Körper laufend denken. Die Kraft der Ausstrahlung ist am stärksten etwas mehr nach links an der Vorderseite; die Rückseite hat rechtsseitig die stärkste Attraktion. Vorn ist die strahlende Helioda – links am stärksten wirkend, von unten nach oben sich steigernd, und rechts hinten ist der Todesteil von oben nach unten absinkend. – Links ist der lebendige Teil, das Geistige, – rechts hat die Materie das Übergewicht.
Nach dieser Lehre wird uns das Wesen der Körperbildung verständlich. Stets folgt die Natur bestimmten Gesetzen, die sich ordnungsmäßig entwickelt haben.





Der Bauplan der Natur vom Privatgelehrten Carl Huter gefunden [Hinzugefügt]

(Wir finden diese Ordnung, Richtung und Entwicklung der Kräfte, die weiterhin dargelegt ist, in der lebenden Zelle wieder.)
Im Anschluß an die obigen Ausführungen sei bemerkt, daß bei genauer Beobachtung der Gesichtsformen und besonders der Gewebe deutlich zu erkennen ist, daß beim Menschen die beiden Gesichtshälften nicht völlig gleich sind.








Man betrachte die Bilder 1, 2 und 3, die bei normaler Veranlagung die Verschiedenheit der beiden Gesichtshälften deutlich zeigen, – im Originalgroßbild noch viel leichter erkennbar.

Nach Carl Huters Psycho-Physiognomik [Physiognomische Psychologie] kann man ein Gesichtsgewebe mit der entsprechenden Formbildung wie bei Bild 2 als mediomisch bezeichnen. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß das Gewebe und die Blutbeschaffenheit mehr chemisch positiv ist, mit festeren metallischen Beimischungen. Ein solcher Mensch würde nicht nur die stärkere Verdauungskraft, sondern auch im allgemeinen die größere körperliche Widerstandskraft besitzen.

Bild 2 [Mediomisch]

Ein Gesichtsgewebe wie bei Bild 3 kann man als odisch bezeichnen und drückt damit aus, daß die leichtstoffliche Beschaffenheit der Gewebe mit mehr nichtmetallischen Beimischungen überwiegt.

Bild 3 [Odisch]

Ein solcher Mensch würde also zarter sein, körperlich nicht so robust und widerstandsfähig, dafür aber weicher und gefühlvoller, da das Od bekanntlich vornehmlich mit der negativen, innerlich gerichteten Lebens- und Liebesstrahlkraft [Negative Helioda] korrespondiert.
Die Medioma korrespondiert stärker mit dem Lebensmagnetismus und der positiven Lebensstrahlkraft [Positive Helioda].

Bild 2 und Bild 3
Der Typus Bild 2 wäre nach Form und Gewebe mehr der des aktiv nach außenhin tätigen Unternehmers; Bild 3 dagegen würde mehr den Menschen mit stärkerer Verinnerlichung und entsprechender Tätigkeit kennzeichnen.
Wir sehen daran, wie nötig die naturwissenschaftliche Erkenntnis nicht nur für das Verständnis der anorganischen Welt ist, sondern auch der organischen, da im lebendigen Organismus das gesamte Naturgeschehen ineinander fließt.
Man soll also auch die angeborenen und entfalteten Kräfte erkennen lernen, die teils schon die Körperbeschaffenheit, den Charakter und Lebensweg des Menschen mitbestimmen.
Die rechte Körper- und Gesichtshälfte offenbart, zum Unterschied von der linken, die Wehr- und Widerstandsgrundkräfte des physischen und geistigen Lebens. Die linke Hals-, Gesichts-, Hirn- und Körperhälfte des Menschen birgt vorzugsweise die sensiblen, sympathischen und freien schöpferischen Liebes- und Gestaltungtriebe.
In welcher Art diese in Kopf und Gesicht zum Ausdruck kommen, das ist von Huter zum erstenmal wissenschaftlich nachgewiesen.


Heilwissen/Krankenphysiognomik [Hinzugefügt]

Daß gewisse schleichende Krankheiten und Lebensgifte, durch welche das Blut und das sympathische Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen werden, besonders die Gewebe der linken Gesichtshälfte stark verändern können, so daß sie wie leblos erscheinen, läßt sich nach dem oben Gesagten nicht nur logisch folgern, – sondern es ist auch tatsächlich der Fall. Unsere Naturerkenntnis durch die Beobachtung des Lebendigen ist noch lange nicht erschöpft, sie beschreitet neue Wege.
Fortsetzung folgt.

[DEM GESCHICHTSSCHREIBER GERVINUS ZUM 70. TODESTAG (STAND 1941]

Georg Gottfried Gervinus Atlantik-Photo

Das Bild zeigt Georg Gottfried Gervinus, der in seinem reichen Leben, von 1805-1871, von den kleinsten Anfängen sich zum großen Geschichtsschreiber aufgeschwungen hat.
Sein erstes Hauptwerk von 5 Bänden, 1835-42, „Geschichte der deutschen Dichtung“, bringt zum erstenmal die deutsche Literatur in engste Verbindung mit dem nationalen und politischen Leben und der kulturellen Entwicklung.

Man betrachte das Bildnis, – Aus innere Liebe und Lebensfülle hat Gervinus den Versuch gemacht, das nationale Selbstgefühl und Bewußtsein in lebendiger Weise wachzurufen und zu stärken. Er hat gewußt, daß die Lebensfreude unseres Volkes und seine Kraft gesteigert wird, wenn in edler Weise seine Poesie und Geschichte, sein politisches Leben und alle Errungenschaften wie in einem Blumenkranz verflochten werden.

Dieser Gedanke lag seiner unermüdlich fleißigen Arbeit zugrunde, daher auch das freundliche Auge, der gute Zug, der um den reinen Mund liegt und im ganzen Antlitz sich widerspiegelt. Gervinus ist eine harmonische Natur. Huter schreibt: Ist die Stirn länger als die Nase, die Nase länger als die Oberkiefer-, Mund- und Kinnpartie, so haben wir den höheren Geistesmenschen vor uns – und das ist hier der Fall.



Das quellende Gewebe im mittleren Gesicht zeigt die Fülle des reichen Empfindungslebens. Die Feinplastik in der Mitte der Stirn zeigt die Verstandeskräfte und das gute Gedächtnis. Die Eckenkraft der Nasenwurzel ist ähnlich so gebildet wie bei der Muse Clio. Vorzüglich ist die Spannung und Form der Gewebe seitlich über den Augen, wo der Zeichen- und Schriftausdruck liegt. Man glaubt, aus Augen und Gesicht zu sehn, wie treu und redlich hier die Absicht ist, wie groß das innere Glück gewesen sein muß, das alle Arbeit und Mühe erleichterte und Hindernisse überwinden ließ.


[Comment by Medical-Manager Wolfgang Timm: Das sehr unfangreiche Werk „Aus eigener Kraft. Mit Pinsel und Palette“, 1911, enthält das gesamte überragende Presse-Echo damaliger Zeit über die Physiognomische Psychologie und Schönheitslehre. Der Inhalt wird von mir persönlich sukzessiv ab Februar 2010, also genau 100 Jahre nach der Publikation „Entdeckungen 1910“ in der Internet-Matrix auf meinen diversen BLOGs erstmals überhaupt vollständig digital publiziert, damit gratis jeder, insbesondere junge Mensch auf seinem PC, oder sehr komfortabel auf seinem iPhone oder Blackberry unterwegs dessen Inhalt studieren kann. Motto: Carl Huter und seine bahnbrechende Original-Menschenkenntnis für jeden auf der Erde. Da die insbesondere im Jahr 1913 faktische Monopolisierung und Globale Meinungs-Indoktrinations-Presse mit der faktischen Installation von damaligen internationalen „Bankstern“ in den U.S.A. der angeblichen „Federal Reserve Bank“, in Wirklichkeit überhaupt nicht Bund, sondern definitiv privat den Kongreß passierte, was faktisch die Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika bis heute, Jahr 2010, zementierte, wurde die gesamte globale insbesondere Politische und wirtschaftliche Meinungsbildung zentralisiert und von sehr wenigen Menschen total kontrolliert und manipuliert. Die darin und dahinter wirkenden noch sehr mächtigen Dunkelkräfte befinden sich nun verstärkt und beschleunigt aufgrund global zunehmenden Lichtkräften und der permanenten Auflösung der vor ca. 13.000 Jahren gekappten ursprünglich bestehenden 12-DNS-Stränge im Menschen auf nur 2 DNS-Stränge unmittelbar vor ihrer unumkehrbaren Macht-Auflösung. Seit ca. 10 Jahren funktionieren alle diabolischen Vorhaben, beispielsweise die Erzeugung eines Dritten Weltkrieges, damals im Balkan, jetzt im Iran, Nahen Osten, überhaupt nicht mehr. Ab 28.10.2011 startet real das GOLDEN ZEITALTER. Die Dunkelkräfte haben ihr Jahrtausende lang funktionierendes Machtspiel gegen die Höhere Natur im Menschen (Individualkraft „Helioda“ im Zentrosoma der lebenden Zelle) und gegen die Menschheit definitiv verloren. „Goldige Zeiten“ stehen an, so vorweg schon mal die frohe Botschaft für alle Menschen auf der Erde]


Goldenes Zeitalter [Hinzugefügt]

Die Wahrheit ist eine unbesiegbare Macht, sie läßt sich nicht aus der Welt schaffen.
Die Vervielfältigung und Vergrößerung der Original-Zeichnungen und Bilder ist nicht gestattet. Man wende sich an den Verlag.



Kampf um Macht [Hinzugefügt]
Die eifersüchtige Bewachung und die Verharrung auf alten Irrtümern ist kein Beweis von hervorragender Intelligenz. Die Wissenschaftlichkeit hängt in letzter Linie nicht vom Beibehalten irriger Anschauungen ab, sondern vom Fortschreiten in der Erkenntnis der Wahrheit. Jede echte Wissenschaft und ihre Anhänger sind verpflichtet, neue Tatsachen zu prüfen und den Wahrheitsbringer zu fördern und zu schützen. Solche tüchtigen Vertreter echter Naturforschung fand ich viele, aber die Fanatiker der Gegenpartei ereiferten sich darüber um so mehr, und so kam ich ohne Schuld in den Kampf wissenschaftlicher Meinungen und Irrungen und damit in den Kampf um die Weltanschauung – nur weil ich einige Tatsachen nachgewiesen hatte.
Der Wahrheit und der Schönheit das ganze Sein
Die Annahme der Materialisten, ich würde den Vertretern der Kirche ein willkommener Naturforscher sein, weil meine Entdeckungen verschiedene Dogmen der Kirche als Stützpunkt diesen könnten, ist eine unnötige Besorgnis, denn ich gehe vollständig unabhängig und unbeeinflußt von der Kirche meine eigenen Wege.
Wohl habe ich erkannt, daß in dem alten Glauben gottesfürchtiger, guter und frommer Menschen vieles vorhanden ist, was mir erhaltungs- und verehrungswürdig gilt, wie beispielsweise der Glaube an die Liebe, die Übung der Tugend und die Verabscheuung des Lasters, – so erkenne ich damit noch nicht die mancherlei Widersprüche in den Dogmen der alten Religions-Anschauungen dieser Gläubigen an.

Dieser Kampf Huters ist ein Beispiel dafür, daß es zwischen dem harmonisch guten und dem bösen Prinzip keine Versöhnung gibt. Es gibt nur einen Kampf für das Gute, die Wahrheit und Schönheit bis zur völligen Überwindung alles Häßlichen und Bösen.

Daher wird auch der gute Mensch lernen müssen aus seiner Reserve und Tatenlosigkeit herauszutreten, d.h. er wird durch immer neues Ungemach und Unglück dazu veranlaßt, er wird zum Kämpfer für Wahrheit, Recht und Schönheit werden müssen, weil es keinen andern Weg der Höherentwicklung und zur endlichen Erreichung des Menschenglückes gibt.

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