DENKMAL FÜR FRANZISKA ZU REVENTLOW IM HERZOGINNENGARTEN SCHLOSS HUSUM EINGEWEIHT

Husumer Nachrichten – Freitag, 20.05.2016

Alles möchte ich immer


Denkmal für Franziska zu Reventlow im Herzoginnengarten feierlich eingeweiht

Husum

http://helioda1.blogspot.de/2016/05/denkmal-fur-franziska-zu-reventlow-im.html






[Fotos Copyright by Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]


„Aus einem einzigen Block Jurakalkstein hat Elsbeth Arlt vier unterschiedlich große Blöcke brechen lassen“, 

beschreibt Kunsthistorikerin Dr. Dörte Nicolaisen das Denkmal für Franziska zu Reventlow in der Feierstunde im Schloss vor Husum anlässlich der Einweihung des Kunstwerkes, das im Herzoginnengarten seinen Platz gefunden hat. 


„Über diese Blöcke sind die einzelnen Wörter des Satzes ‚Alles möchte ich immer‘ verteilt, eingraviert in den Stein


Nur dort sind die Bruchstellen geglättet und poliert. . .“

Franziska zu Reventlow 


wurde im Schloss vor Husum geboren 

und 

fühlte Zeit ihres Lebens eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat. 

Und 

der Verein „5plus1“ zur Förderung von Literatur und Theater hatte schon im Sommer 2014 begonnen, sich für ein Denkmal stark zu machen.

Xx

„Franziska zu Reventlow gehört zu den besonderen Frauengestalten am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert“, 

sagte Angelika Zöllmer-Daniel, Vorsitzende des Vereins „5plus1“. 

Ihre Lebensdaten, 1871 bis 1918

fallen zusammen mit der Epoche des zweiten deutschen Kaiserreichs, 

aber zu den Konventionen dieser Zeit befand sie sich in einer Art Daueropposition. 


Sie war Lebenskünstlerin, Kosmopolitin und Pazifistin – 

und 

sie war Schriftstellerin, auch wenn sie sich selbst nie ernsthaft als solche betrachtet hat. 

Ihre Tagebuchaufzeichnungen, ihre Briefe, ihre Essays und Romane sind von ungewöhnlicher Frische und werden immer noch neu aufgelegt und immer noch und immer wieder gelesen.“

Xx

Das Denkmal ist das letzte große Werk der Flensburger Künstlerin Elsbeth Arlt, die im Herbst 2015 verstorben ist. 

Ihr Kunstwerk im Herzoginnengarten wird in Beziehung treten zu den Denkmälern für Theodor Storm und Ferdinand Tönnies.“ 


Dr. Uwe Haupenthal, Leiter des Museumsverbundes Nordfriesland, nannte Elsbeth Arlt eine Künstlerin, die „beinahe alles“ konnte. 

Sie habe häufig die stilistische Ausrichtung geändert, 

sei sich selbst dabei aber immer treu geblieben.

bgö


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