NISSENHAUS IN HUSUM EHRT SEINEN NAMENSGEBER LUDWIG NISSEN MIT HEUTE ERÖFFNETER SONDERAUSSTELLUNG. (HELIODA1)

MUSEUM NISSENHAUS HUSUM: Schleswig-Holsteins berühmtester Auswanderer: Neue Ausstellung zeigt das Leben von Ludwig Nissen

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vom [28]. Mai 2017 IN ARBEIT / WORK


Die Sonderausstellung in Husum gibt Einblicke in die Auswandererbiografie von Ludwig Nissen.



HUSUM | Der Husumer Auswanderer Ludwig Nissen verwirklichte den „amerikanischen Traum“ vieler Einwanderer: 



Als Sechzehnjähriger verließ Nissen 1872 seine nordfriesische Heimat
und brach über die Hafenstadt Hamburg in die „Neue Welt“ – nach New York auf. 



Nicht ahnend, dass er fünfzig Jahre später zu einem der erfolgreichsten Auswanderer Schleswig-Holsteins zählen sollte. 



Eine Sonderausstellung, die die Abenteuer seines Lebens zeigt, [wurde] am Sonntag, dem 28. Mai um 11.30 Uhr im Nordfriesland Museum, Nissenhaus Husum eröffnet. 



Sie läuft bis zum 29. Oktober.


Im Husumer Nordfriesland Museum thematisiert die neue Ausstellung in Kooperation mit Dr. Paul-Heinz Pauseback, Leiter des Auswanderer-Archivs im Nordfriisk Instituut Bredstedt, das facettenreiche Leben des Deutsch-Amerikaners, der nach anfänglichen beruflichen Fehlschlägen in das internationale Edelstein- und Perlengeschäft einstieg und sich später als erfolgreicher „Selfmade-Man“ in den exklusiven Kreisen der New Yorker Wirtschaftselite bewegte. 




Dass mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs und nicht zuletzt mit dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 auf den Deutsch-Amerikaner Nissen neue Herausforderungen zukamen 


und seine bislang durchgehende Erfolgsgeschichte auf die Probe stellten, wird in dieser Ausstellung ebenso thematisiert wie seine vielfältigen Aktivitäten in Vereinigungen und Interessenverbänden.


Ludwig Nissen als junger Mann in New York.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

 

Die Ausstellung präsentiert zudem ausgewählte Werke amerikanischer Kunst aus der Sammlung des Mäzens, gibt Einblicke in das Privatleben von Ludwig und Katharine Nissen und zeichnet nicht zuletzt auch ein Bild der Stadt New York jener Zeit: 



New York als Hotspot von Einwanderung und Integration, zwischen Bürgerkrieg und Weltwirtschaftskrise, die aufsteigende schillernde Weltmetropole, die niemals schläft. 


In ausgewählten Film-und Audiosequenzen wird die Faszination dieser Stadt deutlich. 
Ferner begibt sich die Regisseurin Martina Fluck auf Spurensuche in New York und Husum – zu sehen ist die knapp 40-minütige Dokumentation „Ludwig Nissen“ im museumseigenen Kino.


Ludwig Nissen Villa in Brooklyn.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

 

Heute verweist das Nordfriesland Museum im sogenannten Nissenhaus auf die bedeutende Integrationsleistung seines Gründers Ludwig Nissen, denn dieser vermachte testamentarisch sein Vermögen und seine bedeutende Kunstsammlung der Stadt Husum, mit dem Wunsch ein „Volkshaus“ mit Bibliothek, Museum und Kunstgalerie bauen zu lassen. 

Den Bau und die Einweihung des dreistöckigen Museumsgebäudes erlebte der Namensgeber nicht mehr. Ludwig Nissen starb 1924 in New York.


Die Villa Ludwig Nissen von innen.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

von Julia Gohde 

erstellt am 27.Mai.2017 | 06:30 Uhr [Bearbeitet von Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum am 28.Mai 2017]


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