THEODOR STORM, DER HEUTE VOR 200 JAHREN GEBOREN WURDE. (HELIODA1)

So feiert Husum Theodor Storms 200. Geburtstag am 14. September

Ministerpräsident Günther würdigt Theodor Storm

HUSUM Zum 200. Geburtstag von Theodor Storm (1817-1888) hat Ministerpräsident Daniel Günther an den weltbekannten Heimatdichter aus Schleswig-Holstein erinnert. „Schleswig-Holstein ist stolz auf seinen Heimatchronisten“, sagte der Ministerpräsident gestern in Husum bei einem Festakt zum 200. Geburtstag von Theodor Storm. Seine wichtigste Novelle „Der Schimmelreiter“ werde weit über Schleswig-Holsteins und Deutschlands Grenzen hinaus gelesen und sei sogar ins Chinesische und Japanische übersetzt worden.

„An fast jeder Ecke begegnen uns in Husum Orte aus Gedichten und Erzählungen des großen Schriftstellers“, sagte Günther weiter. Seine Heimat habe Theodor Storm inspiriert und damit seine Entwicklung entscheidend geprägt. In seinen Werken sei es ihm oft darum gegangen, die richtige Balance zwischen Tradition und Moderne zu finden. „Vor dieser kniffligen Aufgabe stehen wir heute auch immer noch. Vielleicht ist genau das der Grund für den großen Erfolg des Schimmelreiters“, so Günther.

Der Ministerpräsident dankte der Theodor-Storm-Gesellschaft dafür, dass sie die Werke des Dichters lebendig halte. Besonders im Storm-Haus in Husum sei das sichtbar. epd

Quelle: shz.de, Husumer Nachrichten, 15.09.2017.

Für die 200-Jahr-Feier Theodor Storms am 14. September sind bereits zahlreiche Aktivitäten in Husum geplant.THEODOR STORM, DER HEUTE VOR 200 JAHREN GEBOREN WURDE. (HELIODA1)

Im Garten des Storm-Hauses in der Wasserreihe wird morgens eine Sonderpostfiliale eingerichtet, wo ein Sonderpoststempel und eine Gedenkganzache erhältlich sind.

Nachmittags um 16 Uhr präsentiert die Berliner Malerin Koki van Trotten (Foto, links) in Storms Geburtshaus (Markt 9) eine Schaufenster-Ausstellung beim Juwelier Jensen.

Um 18 Uhr beginnt im Ratssaal der Stadt Husum ein Festakt. Das Grußwort spricht der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther.

Anschließend wird der Sprecher Henning Westphal (Berlin) eine von Tilman Spreckelsen (FAZ) eingerichtete Lesung darbieten. Für die musikalische Begleitung sorgt »Theodor Storms Chor von 1843«.

Außerdem wollen Schüler der Theodor-Storm-Schule unter Leitung von Barbara Carstensen und Claudia Mehnert am Grab Storms und in der Stadt mit verschiedenen Aktionen überraschen.

Eine Stadt feiert ihren Weltdichter

Auch Ministerpräsident Daniel Günther ließ es sich nicht nehmen, beim Empfang zu Theodor Storms 200. Geburtstag im Rathaus dabei zu sein

HUSUM Was hätte er wohl gedacht, wenn er dabei gewesen wäre. Er, der realistisch genug war, um sich vorzustellen, dass sein Werk – wie das so vieler anderer – in Vergessenheit geraten könnte. Aber Husum hat Theodor Storm nicht vergessen. Im Gegenteil: Ein ganzes Jahr lang huldigt es ihm mit Lesungen, Theater-Inszenierungen, Ausstellungen, Buch-Neuerscheinungen und – nicht zuletzt – mit einem Empfang im Rathaus. Um dem „Weltdichter“, der am 14. September (laut Tauf- und Geburtenverzeichnis sogar erst einen Tag später) 200 Jahre alt geworden wäre, gebührend zu würdigen, war sogar Ministerpräsident Daniel Günther angereist.

Es war ein grauer Tag, mit dem sich die metereologische Choreografie idealtypisch in den Ablaufplan der Feierlichkeiten einfügte. Zur Einstimmung sang Storms Chor von 1843 im vollbesetzten Ratssaal eine Vertonung des wohl bekanntesten Storm-Gedichtes „Die Stadt“ von 1852. Zuvor hatte Peter Empen die Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft – unter ihnen Kreispräsident Heinz Maurus, der Präsident und der Sekretär der Storm-Gesellschaft, Prof. Philipp Theisohn und Dr. Christian Demandt, sowie Ministerpräsident Günther – willkommen geheißen. Und natürlich erinnerte er bei dieser Gelegenheit an einen anderen großen Husumer: „Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, dass Professor Karl Ernst Laage, ohne dessen Jahrzehnte langes Wirken Storms Werk sicher nicht oder erst sehr viel später als eines von weltliterarischem Rang erkannt worden wäre, ausgerechnet in dessen Jubiläumsjahr verstirbt“, sagte der Bürgervorsteher. Dann gab der höchste Repräsentant der Stadt an den höchsten Repräsentanten des Landes weiter. Doch zuvor überreichte er Daniel Günther noch ein Geschenk, das – wie Storms Werk – „gut tut und wärmt“: Gemeint war ein Kapuzenpullover mit dem Aufdruck „Er ist ein Meister. Er bleibt.“ Das hatte Literaturnobelpreisträger Thomas Mann dem Kollegen aus Husum 1930 ins Stammbuch geschrieben.

Günther widerstand dem Drang, das Stück „gleich anzuprobieren“ und freute sich über das gute Timing der runden Geburtstage von Emil Nolde und Theodor Storm. Auch der Ministerpräsident erinnerte nochmals an Professor Laage. Der Tod des Ehrenbürgers sei ein großer Verlust für die Stadt, aber auch für Storm-Gesellschaft und Storm-Forschung. Der Dichter selbst „war – laut seinem Biografen Jochen Missfeldt – ein echter Friese“, fuhr Günther fort. „Ich würde sagen: typisch norddeutsch“. In seinen Büchern und Gedichten, allen voran im „Schimmelreiter“, sei es immer auch um das Verhältnis von Tradition und Moderne gegangen. Das mache ihn bis heute aktuell, sagte der Ministerpräsident und führte als vergleichbares gegenwärtiges Beispiel die „digitale Revolution“ an. Schleswig-Holstein sei stolz auf seinen „Weltdichter aus Husum“, schloss der Gast aus Kiel und kündigte an, „nach der Windmesse und dem heutigen Empfang“ am 5. Oktober abermals nach Husum zu kommen und mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin – das Storm-Zentrum in der Wasserreihe zu besuchen.

Danach hatte Philipp Theisohn das Wort. Der Präsident der Storm-Gesellschaft erinnerte an die Zeit, in der Storm sein Leben und Werk in Husum entfaltete. Mit ihren 3800 Einwohnern gehörte die Stadt damals noch zu Dänemark. Wohl auch vor diesem Hintergrund habe der Dichter sein „seismografisches Gespür für Veränderungen“ entwickelt. Eine seiner zentralen Botschaften sei zeitlos aktuell: „So wie die Welt ist, wird sie niemals mehr sein.“ Storms Werk bezeichnete Theisohn abschließend als „großes Geschenk, ohne das wir bedeutend ärmer wären“.

Nachdem sich Theisohn und Demandt ins neue Goldene Buch der Stadt eingetragen hatten („Das alte ist voll“, erklärte Bürgermeister Uwe Schmitz), musste letzterer für den erkrankten (Krimi-)Autor und Storm-Enthusiasten Tilman Spreckelsen einspringen. Dessen gemeinsame Lesung mit Henning Westphal hätte den Abend abrunden sollen. Selten war es im Ratssaal, wo es sonst zuweilen politisch hoch hergeht, so mucksmäuschenstill. Storm stelle das Fragen über das Antworten, zitierte Demandt Tilman Spreckelsen. „Sein Blick geht weit ins Offene. Auch das ist ein Grund, Storm zu lesen – heute und vielleicht noch in 100 Jahren.“ Dann lichteten sich die Reihen im Saal, folgten die Gäste dem Ruf ins Foyer, wo ein Imbiss wartete. Zurück blieb nur die Büste des Meisters. Aber was war das? Huschte da etwa ein leises Lächeln über das blasse Antlitz? Oder war es nur die Sonne, die sich endlich einen Weg durch die schweren Wolken bahnte, die die Dächer den ganzen Tag über so schwer gedrückt hatten? Wer weiß es schon?

Rüdiger Otto von Brocken

Sonderprägung in Silber und Gold zum Festjahr

Zum Jubiläum »200. Geburtstag Theodor Storm« gibt die Euromint GmbH in Kooperation mit dem Theodor-Storm-Haus und der Nord-Ostsee Sparkasse eine offizielle Sonderprägung in Feinsilber und Feingold heraus.

Ab dem 13.4. sind die Medaillen erhältlich in der Filiale der NOSPA in der Großstraße 7-11 in Husum.

Neu im Storm-Haus: das Schimmelreiter-Zimmer

Am 17. März wurde die Festjahressaison »200 Jahre Storm« im Beisein der Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, Monika Heinold, feierlich eröffnet. Seitdem gibt es im Storm-Haus ein neu eingerichtetes Schimmelreiter-Zimmer mit Hörstation zu besichtigen.

Mein Schimmelreiter

Eine literarische Annäherung an den großen norddeutschen Schriftsteller Theodor Storm, der heute vor 200 Jahren geboren wurde

Mein Schimmelreiter

http://www.storm-gesellschaft.de/

Am Ende eines schön dahinfließenden Spätsommertages fuhr ich den Fahrradweg am Deich des Hauke Haien Kooges entlang.

Ein Nordwest schob mich und gab mir gute Fahrt. Schafe lagen im Gras, atmeten schnell und käuten wieder. Zur Rechten hatte ich das schwarzblauschwarze Nordseewatt.

Ich sah den Strand von Wyk auf Föhr – weiß wie die Kreidefelsen von Dover, so stand es in einem Urlaubsprospekt. Amrum war nur ein Strich in der Seelandschaft – einsame Insel im Biosphärenreservat, so las ich in einem anderen.

Weit vor mir in der Ferne hatte eine gewaltige Luftspiegelung das langgestreckte Wirtshaus auf der Hamburger Hallig zwei Strich über den Horizont gehoben. Da willst du hin, das Leben ist schön, dachte ich. Zunächst würde ich dort durch das Watt waten, danach im Biergarten Bier trinken, dann Lamm-Frikadellen essen, dann Zeitung lesen, und so verirrte ich mich in meinen Gedanken und vergaß die Verabredung.

Dann aber wurde ich doch wieder auf den rechten Weg gebracht. Ich hatte gerade die Stelle passiert, wo jeden Winter – Minusgrade vorausgesetzt – unbeirrte Natur- und Tierschützer die Kuh vom Eis holen.

Hier etwa, auf dem Nordseeküsten-Radweg am südlichen Zipfel des Hauke Haien Koogs, kam mir ein hochbeiniger, hagerer Schimmel samt Reiter entgegen.

Ich hatte Glück, wich mit einem heftigen Schlenker aus; Reiter und Pferd waren ohne Vorwarnung wie an mir vorbeigeflogen.

Schemenhaft sah ich ein weißes, hin- und herschaukelndes Gebilde, wohl etwas vom Schimmel und etwas vom Reiter. Gesagt wird, der reite hier schon seit zweihundert Jahren über die Deiche, wenn nicht länger.

Wer ihm begegne, so heißt es weiter gesagt, könne von Glück sagen, erfahre er doch ein Stück alter Geschichte, dürfe mit gut verknüpftem Gedankengut einen Blick in die Zukunft werfen. Die leuchte ihm dann besser ein als jedem anderen, der nicht das Glück dieses Erlebnisses gehabt habe.

Ja, Glück gehabt, denn schon radelte ich am Schöpfwerk vorbei und dort, hart am Deich, lag bereits die große Wehle, und dahinter sah ich den Schimmelreiterkrug. Mein Drahtesel rollte jetzt in aller Ruhe seinen Weg, ich stellte ihn in den Fahrradständer vor das Gaststubenfenster und betrat das Wirtshaus.

Man wartet schon, begrüßte mich der Wirt.

Christian Brückner liest: Die Stadt

Live-Mitschnitt von der Storm-Tagung, 8. September 2013

Illustrationen: Regina Kehn, aus: Das literarische Kaleidoskop

Mehr »Storm für die Ohren« finden Sie hier

Da saßen meine beiden Stammtisch-Kollegen auf der Ofenbank: Samuel Wiebe, der alte Schulmeister und Hans Siemsen, der Freund aus der Zeit unserer gemeinsamen Fliegerei. Keiner kannte unseren Dichter besser als der alte Schulmeister.

Kein anderer konnte so wie Siemsen Auskunft geben über Geschichte und Geschichten von Deichbau und Sturmflut.

Nach kurzem Verpusten, nach kurzer Begrüßung, nach Bestellung eines eiskalten Nordfriesen-Tees saßen wir in unserer vertrauten Dreierrunde: zwei Experten und ein Liebhaber der Künste, das war ich.

Da habe sich wohl einiges verschoben und gespiegelt, als ich fast vom Weg abgekommen sei, meinte der Schulmeister, hinter dessen flink umhersuchenden blauen Augen ein gusseisernes Gedächtnis sowie eine staunenswerte Bildung und Beredtheit lauerten. Mit meiner Vorliebe für Mätzchen und Späßchen antwortete ich: So muss es gewesen sein, mein Schulmeister, du mit deiner nicht unspitzen Nase.

Samuel Wiebe lachte freundlich in sich hinein, Siemsen tat, als habe er nichts gehört. Der Schulmeister setzte sich zurecht, zog seine Schnupftabakdose mit der linken Hand aus der Jackentasche, öffnete die Dose, beklopfte sie seitlich, griff mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand hinein, nahm eine gute Prise und streute sie auf den Handrücken. Dann führte er die Prise zur Nase und schnupfte, ohne die Miene zu verziehen. Dann ließ er es niesen und husten, dann sagte er: Nun fangen wir an.

Diese Schimmelreiter-Geschichte müsse immer wieder aufpoliert werden, man könne sie nicht zu Ende erzählen, sei sie doch hochaktuell, handele sie doch von Machthunger und Geldgier und so weiter.

Da müsse man sich ja nur umsehen draußen im Lande, mir fehlen bloß die Worte, sagte ich.

Auch noch in weiteren 200 Jahren, wenn wir drei als die Altvordern dastünden, werde diese Geschichte unseren Nachkommen noch etwas zu sagen haben, bemerkte Siemsen.

Das ist doch klar, warf ich ein, wenn sie zweihundert Jahre gehalten hat, dann hält sie auch noch weitere zweihundert.

Mit seinem schulmeisterlichen Blick gebot Samuel Wiebe Schweigen, und wir lauschten einmal wieder mit unseren abgenutzten Fliegerohren, welchen vom Schicksal vorgezeichneten Weg der Hauptdarsteller dieser Geschichte, Hauke Haien, gehen musste.

Ein hochbegabtes Kind wuchs da heran. Ein Autodidakt, so einen hatte man in Nordfriesland noch nicht gesehen.

Wurde seinem Vater über mit seinem geistigen Tüdelkram, sagte ich.

Schon früh kannte er seinen Euklid, sagte Siemsen.

Den alten Griechen? Diese Frage warf ich ein.

Siemsen winkte ab. Der Schulmeister referierte weiter: Die Lektionen, die Hauke Haien zu lernen hatte, brachte er sich selber bei. Ich will nicht lange von Deich- und Wasserbau erzählen, hat Siemsen doch dazu ausführlich Stellung genommen und in einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlicht, zuletzt seinen großen Artikel „Klimaschutz geht vor Küstenschutz“.

Hab ich gelesen, hat die Fachwelt ordentlich durcheinander gewirbelt, sagte ich.

Schön, sagte der Schulmeister mit einem zufriedenen Lächeln.

Hauke Haiens Lebensweg ohne seine große Liebe Elke Volkerts – der Deichgraf wäre bei ihm nicht drin gewesen.

Hat Elke doch das Kapital ihm in den Schoß gelegt, das einer haben musste, wenn er Deichgraf werden wollte, pflichtete Siemsen bei.

Sonst wurde er kein Deichgraf?, fragte ich in die Runde.

Ja, sagten Schulmeister und Siemsen wie aus einem Munde, das war ungeschriebenes Gesetz.

Und dann hatten sie das behinderte Kind, sagte ich.

Ja, antwortete der Schulmeister, die Wienke. Wie unser Dichter mit diesem Thema umgegangen ist, das war für seine Zeit sehr ungewöhnlich … Auch da war Storm seiner Zeit weit voraus, unterbrach ihn Siemsen.

Storm hat die Tiefen der menschlichen Psyche erkundet wie kaum einer, sagte der Schulmeister, schnupfte noch einmal und dozierte:

Der Dichter Storm spricht durch die Blume so: Du wirst nicht als behindertes Wesen geboren, sondern du wirst nur so bezeichnet.

Siemsen malte weiter aus: Erst die Umwelt drückt den Stempel auf.

Man sieht’s doch an den vielen Behindertenparkplätzen, wo man als Normaler nicht parken darf, sagte ich.

Der Schulmeister rückte meine schiefe Perspektive wieder gerade und sagte: Storm habe das Problem schon erkannt, als es noch keine Behindertenparkplätze gab. Diese kleine Wienke, dieses – der Schulmeister schrieb zwei Anführungszeichen in die Luft – aus unserer behinderten Sicht behinderte Wesen. Storm schildere hier ein Menschenkind, das Liebe verstrahle und den Eltern ein Glück gewesen sei.

Ich muss das noch mal nachlesen, sagte ich. Aber können wir das Thema nicht den Fachleuten überlassen, wir wollen es doch schön haben und nicht so von unangenehmen Dingen berührt werden.

Da zeigte Siemsen mit dem Zeigefinger auf mich und sah den Schulmeister an: Er konnte das schon früher nicht ab. Vom Fliegen wurde ihm nicht übel, aber wenn es auf dieses Thema kam, dann sagte er: Hört auf damit, sonst hau ich ab.

Das ist auch heute noch so, beichtete ich.

Mach dir keine Sorgen, du fliegst deswegen nicht vom Stammtisch, sagte Siemsen.

Der Schulmeister blickte uns an und holte mit seiner Schreibhand aus, als wollte er uns noch alles, aber auch alles bis zum tragischen Schimmelreiter-Schluss erzählen und damit für die Zukunft nachdenklich stimmen.

Siemsen aber sah auf die Uhr. Der Schulmeister sah ebenfalls auf die Uhr, steckte die Schnupftabakdose wieder ein und sagte: Nun denn.

Alles umsonst gewesen, sagte ich mit schlechtem Gewissen.

Übrigens der zentrale Satz unseres Dichters, sagte der Schulmeister.

Und was machen wir jetzt mit dem Geburtstag?, fragte ich.

Da sind wir kein Stück weiter gekommen, meinte Siemsen.

Kein Stück weiter?, entrüstete sich der Schulmeister. Dann befahl er: Morgen, noch vor Sonnenaufgang, fahren wir nach Husum. An Storms Grab legen wir Blumen nieder.

Ich besorge die Rosen, sagte Siemsen.

Ich hole euch ab mit meinem alten Diesel und übernehme die Fahrtkosten, sagte ich.

Der Schulmeister zahlte die Zeche aus unserer Freud- und Leidkasse, der Wirt wünschte einen guten Abend, ich nahm mir mein Fahrrad, schob es über den Deich und fuhr den Weg, den ich gekommen war. Wieder einmal ein schöner Abend, sagte ich noch laut in die von Septembersternenlicht erfüllte Luft.

Jochen Missfeldt

»Sturm und Stille«. Jochen Missfeldts neuer Roman über Theodor Storm und Doris Jensen

Kurz nachdem Theodor Storm seine Verlobte Constanze Esmarch 1846 geheiratet hat, geht er eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit der achtzehnjährigen Doris Jensen ein.

Erst im Jahr 1848, Constanze ist im dritten Monat schwanger, verlässt Doris – wahrscheinlich auf Druck der Familienoberen – Husum.

Für sie beginnt eine fünfzehn Jahre währende Odyssee, eine Zeit des Lernens und der Selbstbehauptung. Doch das Liebesverhältnis dauert an, und als Constanze nach der Geburt ihres siebten Kindes überraschend stirbt, finden die beiden endlich zueinander.

Um diese bewegende Geschichte eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert zu erzählen, stützt sich Jochen Missfeldt auf sein Wissen als Storm-Biograph – auf Briefe, Novellen und Gedichte, auf Zeitungsmeldungen, Lebenszeugnisse, historische Quellen überhaupt.

Aber noch mehr beruht auf Erfindung, Nachempfindung, Phantasie. So ist Missfeldt hier beides: faktengetreu und unverwechselbarer Romancier.

Landschaft, Wetter und Meer, die er meisterlich beschreibt, grundieren das Ganze, verleihen ihm Sinnlichkeit und Poesie. Sturm und Stille ist die Geschichte einer Liebe – und das Porträt einer Frau, die allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz ihre eigenen Wege geht.

Alumni 1990 Abschluss Wolfgang Timm, Husum

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.html

http://www.chza.de/

Bestimme mit 7 Fragen, ob du wirklich ein Mensch bist! Legitim.ch

https://www.legitim.ch/single-post/2017/08/28/Bestimme-mit-7-Fragen-ob-du-wirklich-ein-Mensch-bist

Karl Ernst Laage ist gestorben

Aufgenommen am 20. Dezember 2016 im Hotel Altes Gymnasium. Foto: Max Brüchmann.

Am 11. Juli 2017 ist der Ehrenpräsident der Theodor-Storm-Gesellschaft, Prof. Karl Ernst Laage, im Alter von 97 Jahren gestorben.

Bis zuletzt hat er an den Veranstaltungen und dem Leben der Gesellschaft, die ihm so viel verdankt, mit unermüdlich wachem Interesse teilgenommen.

Laage, der 1956 mit einer Dissertation zum Thema »Der Friedensgedanke in der augusteischen Dichtung« promoviert wurde, war von 1965 bis 1991 Sekretär und wissenschaftlicher Leiter der Storm-Gesellschaft.

Von 1991 bis 2003 leitete er die Gesellschaft als Präsident, seit 2003 ist er ihr Ehrenpräsident. Zu seinen zahlreichen Verdiensten um den Dichter Theodor Storm gehört der Aufbau des Husumer Storm-Museums sowie des heutigen Storm-Zentrums. Ganz maßgeblich hat Laage die moderne Storm-Forschung initiiert, nicht zuletzt durch die von ihm und Dieter Lohmeier herausgegebene kommentierte vierbändige Ausgabe von Storms Werken.

Die Storm-Gesellschaft ist sehr traurig über seinen Tod, der sie kurz vor Theodor Storms 200. Geburtstag am 14. September ganz besonders trifft.

Sie ist zugleich dankbar für die Lebensleistung Karl Ernst Laages und wird sein Andenken in Ehren halten.

Für die Theodor-Storm-Gesellschaft:

Prof. Dr. Philipp Theisohn, Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft.

Dr. Christian Demandt, Sekretär der Theodor-Storm-Gesellschaft.

Theodor Storm zum 200. Geburtstag

Er gilt weltweit als Initiator der modernen Storm-Forschung.

Mit der Gründung und Eröffnung des Storm-Hauses 1972 setzte er für Husum einen Meilenstein.

Von 1991 bis 2003 war er Präsident der Storm-Gesellschaft, seitdem ist er ihr Ehrenpräsident.

Zum Storm-Jahr legt Karl Ernst Laage nun ein neues Buch vor, das Aufsätze, Untersuchungen und Dokumente aus seiner 50-jährigen Forschertätigkeit versammelt, die bisher an wenig bekannten Publikationsorten erschienen sind.

Anlass genug für Christian Demandt, sich mit ihm zu einem Gespräch im Hotel Altes Gymnasium zu treffen.

Zum Gespräch…

RuStAG 1913. DEUTSCHES REICH 1871-1918. RONALD BERNARD, DUTCH BANKER WHO EXPOSED ILLUMINATI, FOUND DEAD. (HELIODA1)

: RONALD BERNARD, DUTCH BANKER WHO EXPOSED ILLUMINATI, FOUND DEAD. (HELIODA1)

http://helioda1.blogspot.com/2017/08/ronald-bernard-dutch-banker-who-exposed.html

[Vorbemerkungen W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv:

AUGENÖFFNER-VIDEOS

❗Die BRD ❗… „und ihre erfundene Verfassung“ – Teil 1 ❗

https://youtu.be/oirO3zbTXQA

❗Die BRD ❗… „schau dir die Scheiße doch an!“ – Teil

https://youtu.be/pQQKTz0u7io

wurden diesem bedeutsamen Blogbeitrag beigelegt –

des sich selbst als hoch-kriminell bezeichnenden Banksters Ronald Bernhard

mit dargelegten Kontakten zur ELITE an der Spitze des Pyrimidal-System des FINANZ-RAUB-SYSTEMS –

mit Nennung der BIZ, Schweiz, CITY of London, VATIKAN und Washington DC, als völlig souverän und total immun /völlig unantastbar für Regierungen –

also die eigentlichen Frei-Staaten, die tun und walten können …

bis zu dem Punkt,

als dieser niederländische Bankster im sozusagen OBERSTEN EXKLUSIV KLUB selbst Kinder opfern, sprich töten sollte.

Da brach sein Körper trotz Nerven wie Stahl bei ihm total zusammen

und Ronald Bernhard funktionierte nicht mehr fehlerfrei…

In seinen Interviews vermacht der Verstorbene seiner Nachwelt ERHELLENDE EINSICHTEN zentral das Pyrimidal-System des FINANZ-RAUB-SYSTEMS inklusive Massenversklavung und Verelendung zum Profit sehr Weniger betreffend!

Auch zum ESM wird abschließend Erhellendes dargelegt

und somit verständlich, warum es heute immer mehr Menschen materiell schlechter ergeht und sehr wenige Reiche immer reicher werden …]

[KORRESPONDENZ / Antwort]

Moin Pieter,

Vorweg: 

Jeder Machthaber einer Nation, der versucht hatte UNABHÄNGIGE WÄHRUNG von Noch-US-Dollar Weltleitwährung zu etablieren wurde militärisch platt gemacht, Beispiele Hussein, Irak und Gadaffi, Libyen!

LINKs:

: RONALD BERNARD, DUTCH BANKER WHO EXPOSED ILLUMINATI, FOUND DEAD. (HELIODA1)

http://helioda1.blogspot.com/2017/08/ronald-bernard-dutch-banker-who-exposed.html

Hier mal beigefügte VIDEOS im bedeutsamen Blogbeitrag von mir – von einem leider kürzlich tot aufgefundenen Landsmann von Dir einem niederländischen Bankster Ronald Bernhad mit Kontakten zu höchsten ELITEN-Kreisen, der die grausame Wahrheit beschreibt …

: KURZMELDUNG: ROTHSCHILD VERKAUFTE SOEBEN US-VERMÖGENSWERTE IN ENORMEM UMFANG. (HELIODA1)

http://helioda1.blogspot.com/2017/08/kurzmeldung-rothschild-verkaufte-soeben.html

und

Bestimme mit 7 Fragen, ob du wirklich ein Mensch bist!Legitim.ch

https://www.legitim.ch/single-post/2017/08/28/Bestimme-mit-7-Fragen-ob-du-wirklich-ein-Mensch-bist

Lieben Gruß

Wolfgang, Husum

PS: Verweis auf RuStAG 1913 – BISMARCKs Geniestreich dem Vatikan / Jesuiten VOLLSOUVERÄNITÄT aller Bundesstaatsangehörigen für ewig abgerungen zu haben, wohlgemerkt Deutscher der die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat besitzt, eben nach biologischer Abstammung.

Ab Weimar bis Merkel-Shit BRD-Konstrukt, fremdbestimmt, alles Treuhandgesellschaften wo Du als Mensch zur absolut rechtlosen Person degradiert wurdest, so Du weiterhin unbewusst dahin lebst… 

Stichwort GLEICHSCHALTUNG Adolf Hitler vom 5. Februar 1934 „Deutsch“ im Auftrag wohl von Rothschild statt zuvor Bundesstaaten – somit vogelfrei, rechtlos, solange Du Dich als Bio-D nicht Deiner WAHREN IDENTITÄT / ABSTAMMUNG erinnerst.

Dies ist der tiefere Grund, warum Dunkelkräfte seit über 100 Jahren intensiv ALLES DEUTSCHE und JEDEN BIO-D unumkehrbar ausschalten möchten und nach WW2 ab 1945 via TAVISTOCK, London, jeden BIO-D mit SPEZIAL-GEHIRNWÄSCHE PSYCHO-PROGRAMM mit ewiger HOLOCAUST/NAZI-KEULE seiner WAHREN HERKUNFT & ABSTAMMUNG als BIO-D paralysiert haben.

Deshalb der von Adolf Hitler übernommene und erfundene Begriff „Reichsbürger“ von BRD-Institutionen zur Diffamierung von MENSCHEN als BIO-D,

die für sich bewusst erkannt haben, welch GENIALEN RETTUNGSANKER der ERSTE REICHSKANZLER BISMARCK der DUNKELKRAFTZENTRALE VATIKAN / Jesuiten UNZERSTÖRBAR auf EWIG für uns deutsche Völker für jeden BIO-D abgerungen hat.

FAZIT: WELTFRIEDEN-SCHLÜSSEL LIEGT BEI BIO-D, da einzige NATION auf Planet Erde, der hiermit VOLLSOUVERÄN ist, explizit gelten für die diesbezüglichen Menschen als BIO-D eben nicht das Admirals-/Seerecht wie für alle anderen Nationen!

[Netzfund]

Aufforderung an alle Deutschen die den Staatsangehörigkeitsausweis „gelber Schein“ besitzen.

Fragt auf der Meldestelle und beim Bundesverwaltungsamt nach für welchen Staat der Staatsangehörigkeitsausweis ist! Vielleicht wacht ihr dann mal endlich auf…

Und nein, Deutschland ist kein Staat, sondern nur ne Gebietsbezeichnung…

Die einzigen Staaten die auf dem Gebiet Deutschlands existieren sind die Bundesstaaten gemäß RuStAG 1913…! Mit dem Staatsangehörigkeitsausweis gelber Schein landet man zwangsläufig im StAG von Putinfreund Gerhard Schröder…

Somit zählt man zum Inventar des Besatzers.. und ist staatenlos…

klingt blöd..?

ist es auch!!

***

Wichtige Info für alle, die es noch nicht wussten oder es bisher als Spinnerei abtaten:

.

Teilen ist sowas von erwünscht ..!!

Netzfund

=========

Habe alle “Reichsbürger” für Spinner gehalten, bis dann … ein Schock.

Ich arbeite auch ehrenamtlich im Gemeinderat und habe nach einer offiziellen Anfrage (mehr aus „Spaß“ und als erwartetes Gegenargument für meine weitere Demontage von den Spinnern) bei der für uns zuständigen Stadt erfahren dürfen,

dass bereits 1990 (nach der “Wiedervereinigung” mit Mitteldeutschland)

alle Kommunen, Gemeinden und Städte über 40.000 Einwohner offiziell darüber informiert wurden,

dass man sich nun als Verwaltungsorgan selbst privatrechtlich organisieren und absichern muss,

da sich die Rechtsstellung und Gerichtsbarkeit im Zuge der “Wiedervereinigung” in der BRD existentiell und grundlegend im Status quo geändert hat.

Ab dann lief das lange Zeit unverständliche „Privatisierungsprogramm“ auch in Deutschland auf Hochtouren. Amtswesen, Post, Bahn, Energieversorger usw. etc. pp. wurden sukzessive still und ohne großes Tam-Tam, fast heimlich “umgestellt“ auf Firmenrecht, Handelsrecht frei von jeglichem Staatswesen.

Den wahren Grund hat man selbstverständlich gezielt unterschlagen.

Der Grund war und ist schlicht und ergreifend, dass mit der “Wiedervereinigung” von Teilen Deutschlands (quasi alle Gliedstaaten des 1. Deutschen Reiches, Länder wie Preußen, Bayern usw. – nebst allen Provinzen und Gemeinden – bis auf Berlin)

per sofort wieder ihre volle Souveränität erlangt hatten, frei von jeglichem Besatzungsstatut waren!

Ein Kulturschock für mich! Wie gesagt – bis auf Berlin!

Das heißt,

dass alle Länder in den Rechtsstand von vor 1918 und in den Grenzen und Gebieten von vor 1937 gestellt wurden.

Mangels Information und Organisation der ursprünglichen Gemeinden sind wir nur noch lange nicht alle handlungsfähig.

In 2013 war die Gemeinde Neuhaus die erste Gemeinde (Körperschaft), welche es nach Vorbereitungen in 2011 angegangen ist.

Es folgten zunächst 2 weitere Gemeinden – und bis dato arbeiten bereits 550 Gemeinden (Zahl leider noch unbestätigt) an der Wiederherstellung ihrer Selbstverwaltung, kündigen alle Verträge mit der BRiD-Verwaltung.

Wir haben am 14.04.2015 die nächste Gemeinderatssitzung zur substitutionellen Vorbereitung nach Legitimitätsprinzip als unabhängige Gemeindeverwaltung, als von Stadt, Provinz und Land oder Staat unabhängige selbstverwaltete Körperschaft.

Warum wohl, können seit vielen Jahren sogar Polen und Russen (z.B. aus Königsberg) mit Nachweis ihrer Abstammung in Deutschland aus vor 1914 bei uns Harz 4 beantragen – und bekommen das Geld auch anstandslos?

Einige sind gar so gut informiert, dass sie sich neuerdings sogar auf das alte gültige Recht berufen und bekommen die gültigen Sozialhilfesätze von über 1.100,00 Euro für den ersten Bedürftigen im Monat!

Wenn das hier die Runde macht, dann gute Nacht!

Doch recherchiere bitte selbst!

Der BRiD NGO Verwaltung als Sub-Treuhänder der UN schwimmen täglich mehr Felle weg.

Man flüchtet sich hektisch und kopflos in das EU-Firmen-Konstrukt um uns die wahren Möglichkeiten mehr und mehr zu verbauen.

Ich denke es wird ein “sehr heißer Sommer” in Deutschland werden.

Ja, auch und vor allem der Friedensvertrag mit noch 53 Ländern aus dem Weltkrieg hängt vor allem an Deutschland, und bekommen wir den endlich zustande, dann kann die ganze Scheiße der Nato und ihren Erfüllungsgehilfen beendet werden, das Spiel wäre aus, oder zumindest in der Art nicht fortzuführen.

Denn 70 Jahre Waffenstillstand hat nichts mit Frieden zutun!

Und

nein, wir werden auch dann weiter unseren Arsch bewegen müssen und uns an Regeln und Gesetze halten müssen, unsere Brötchen wie gehabt erarbeiten müssen.

Nur dann in friedlicher Kooperation auf Augenhöhe mit realer Entlohnung – und nicht mehr als Sache, als Personal, Stimmvieh und Kapitalsklave und ansonsten nutzlose überzählige Esser ohne Anspruch auf Menschenrechte und Menschenwürde im Hamsterrad laufen müssen.

HAUPTTEIL

[R.I.P.]

Ronald Bernard, Dutch Banker Who Exposed Illuminati, Found Dead — Hallo, hallooooooo, guten Morgen, wach auf!

von haunebu7

Quelle: newspunch.comRonald Bernard,

the elite Dutch banker

who exposed the financial industry Illuminati in a series of TV interviews,

has been found dead in Florida.

He was 61.

Bernard, who was 61-year-old, had been living in Sebring, Florida for the past year after marrying an American citizen.

The Highland County Sheriff’s Office said that Ronald Bernard called 911 […]

über Ronald Bernard, Dutch Banker Who Exposed Illuminati, Found Dead — Hallo, hallooooooo, guten Morgen, wach auf!

Alumni 1990 Abschluss Wolfgang Timm, Husum

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.html

http://www.chza.de/

BANKSYSTEM IST BETRUGSSYSTEM, GEHEIMGESELLSCHAFTEN, KRIEGSTREIBER, MACHTSPIEL, TERROR, VERBRECHEN GEGEN MENSCHEN

RONALD BERNARD, DUTCH BANKER WHO EXPOSED ILLUMINATI, FOUND DEAD

27. AUGUST 2017BLOGADMINISTRATORHINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

QUELLE: NEWSPUNCH.COM

Ronald Bernard, the elite Dutch banker who exposed the financial industry Illuminati in a series of TV interviews,

has been found dead in Florida. He was 61.

Bernard, who was 61-year-old, had been living in Sebring, Florida for the past year after marrying an American citizen.

The Highland County Sheriff’s Office said that Ronald Bernard called 911 at 3:46 p.m. saying he got lost after leaving for a walk at 1 p.m. on the nature trail on the west end of Sun ‘n Lake in Sebring.

More than a dozen deputies along with K-9 units, air units from Highlands and Polk counties, four-wheelers from HCSO and the Florida Fish and Wildlife Conservation Commission searched for Ronald Bernard.

“The terrain was very difficult, and searchers were at times in waist deep water as they tried to zero in on Fernandez’s location,” the sheriff’s office said.

Deputies pinged his cell phone but it kept showing different locations and Bernard called back several times — he said his life was in danger — but he kept moving despite being told to stay put, deputies said.

The last contact dispatchers had with the former banker was at 6:13 p.m.

At 8:24 p.m., the Polk County helicopter spotted Bernard, who was face down in shallow water about 300 yards away from the last known location of his cell phone and 1.8 miles from the entrance to the trail at Sun ‘n Lake Boulevard and Balboa Boulevard.

The cause of death will be determined by the medical examiner.

[Banker: I Was Told To Sacrifice Children At Illuminati Party]

Ronald Bernard blew the whistle on occult practices and child sacrifice among banking industry elites, describing his experiences in a gut-wrenching TV interview that went viral earlier this year.

Sharing explicit details about the way the Illuminati uses child sacrifice to test and blackmail its members, he said he was asked to sacrifice a child at a party.

“I was warned off when I got into this – don’t do this unless you can put your conscience 100% in the freezer. I heard myself laugh at it back then, but it wasn’t a joke at all.”

“I was training to become a psychopath and I failed.”

Describing the period his “freezer began to malfunction”,

Ronald also told stories about crashing national economies and bankrupting companies.

These actions led to suicides and destruction – successes worth celebrating, according to his banker colleagues.

Ronald Bernard High Finance Shocking Revelations (Dutch with Subtitles)

Schau dir dieses Video auf www.youtube.com an oder aktiviere JavaScript, falls es in deinem Browser deaktiviert sein sollte.

TEILEN MIT:

TwitterFacebookGoogle

ÄHNLICHE BEITRÄGE

B. Fulford, November 14 2016 – Carpe diem seize the day and mount a final assault on the Khazarian mafia

In „Fulford“

The History of the House of Rothschild (1743-2006)

In „Bankkontrolle“

Haiti Official, Who Exposed The Clinton Foundation, Found Dead In Miami

In „Bill Clinton“

Anlage

KURZMELDUNG: Rothschild verkaufte soeben US-Vermögenswerte in enormem Umfang — volksbetrug.net

von haunebu7

Jacob Rothschild

hat einen Bericht veröffentlicht,

der eine enorme Veränderung in den Vermögenswerten beschreibt,

die sich deutlich vom US-Dollar auf Britische Pfund und den Euro verlagern.

In dem Bericht von Rothschilds Investment-treuhandgesellschaft RITCAP erklärte er:

„Wir glauben nicht, dass dies eine angemessene Zeit ist, um das Risiko zu erhöhen“, und dass wir in einer Zeit […]

über KURZMELDUNG: Rothschild verkaufte soeben US-Vermögenswerte in enormem Umfang — volksbetrug.net

EX Bänker Ronald Bernards über Satanismus und rituelle Opferung von Kindern

Sonntag, Aug 27 2017

UNCATEGORIZED haunebu7 21:59

Rate This

EX Bänker Ronald Bernards über Satanismus und rituelle Opferung von Kindern in der Finanz und Geschä

Schau dir dieses Video auf www.youtube.com an oder aktiviere JavaScript, falls es in deinem Browser deaktiviert sein sollte.

[Schlussbemerkungen W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv:

ERST WENN WIR BEWUSST DIESE REALITÄTEN ERKENNEN,

WIE DAS SCHULDGELDSYSTEM WAHRHAFTIG ARBEITET,

UND

SOMIT SEHEND WERDEN,

WIE WIR ES SELBST SIND,

DIE DIESES PARASITÄRE MONSTER-SYSTEM ZU UNSEREM NACHTEIL SEIT TAUSENDEN JAHREN DURCH UNSERE BLINDHEIT NÄHREN

UND ÜBERHAUPT KÜNSTLICH AM „LEBEN“ ERHALTEN,

EBEN WEIL WIR SELBST INDIVIDUELL ZU UNBEWUSST SIND –

STATT UNS UNSERER WAHREN HERKUNFT / IDENTITÄT ERINNERND ALS PER SE UNBEGRENZT SELBSTSCHÖPFERISCHE SOZUSAGEN LICHTWESEN

MIT GROSSARTIGEM POTENTIAL FÜR WEITAUS BESSERE MÖGLICHKEITEN ZUM WOHL ALLER –

NÄMLICH WENN WIR ZUSAMMENHALTEN …

UNS INDIVIDUELL EBEN NICHT DURCH DAS TEILE UND HERRSCHE SPIEL DER ELITE IN STREITIGKEITEN UNSERER SELBSTSCHÖPFERISCHEN POTENTIALITÄT BERAUBEN LASSEN …

SOMIT UNS SELBSTVERANTWORTLICH IN UNSEREM POTENTIAL ERKENNEND –

ALS SOZUSAGEN LICHT-MENSCHEN …

SICH EBEN NICHT MEHR ZU SCHATTEN-SPIELE FÜR PARASITÄRE AUSBEUTUNG

UND

VAMPIRISTISCHE ENERGIEZERSETZUINGEN DEGRADIEREN & DEGENERIEREN LASSEN!]

VERSTEHEN

In diesem NWO-System, wirst du immer Sklave sein!

RECHTLOS – TOTE SACHE – TOTALE KONTROLLE

PS: Verweis auf RuStAG 1913 – BISMARCKs Geniestreich dem Vatikan / Jesuiten VOLLSOUVERÄNITÄT aller Bundesstaatsangehörigen für ewig abgerungen zu haben, wohlgemerkt Deutscher der die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat besitzt, eben nach biologischer Abstammung.

[Anmerkung Carl-Huter-Zentral-Archiv / Timm:

Deutsches Kaiserreich 1871-1918 hat überhaupt NICHTS mit Nazi / Rechts / Faschismus zu tun ! 

Tavisstock Institut, London, hat dann nach WW2 sein Psycho-Indoktrinations-Programm / Sonderbehandlung aller Bio-Deutschen hochgefahren, um kollektiven Schuldkomplex und Selbsthass zu implementieren, 

damit Bio-D komatös gehalten, 

damit dieser sich seiner wahren Identität & Individuellen Kraft & Grösse als Bio-D nicht mehr erinnert ! 

Charakterfester und treuer Bio-D wurde zum verweichlichten hilflosen konsumistischen D-Michel, feige, charakterlos, opportunistisch, degeneriert !]

Jahrhunderte haben die deutschen Völker um ihren Grund und Boden gekämpft und in 200 Jahren etwas weltweit Einmaliges vollbracht:

DIE RECHTLICHE ENTLEHNUNG VON KIRCHE UND ADEL IN DIE LANDGEMEINDEN.

Wer konnte ahnen, dass unsere Enkel dies in weniger als einem Jahrhundert vollständig vergessen?

ABSTAMMUNG

nach

RuStAG 1913 (Reichs und Staatsangehörigkeitsgesetz)

VERSTEHEN

In diesem NWO-System, wirst du immer Sklave sein!

RECHTLOS – TOTE SACHE – TOTALE KONTROLLE

GÜLTIGES

RuStAG 1913

TREUHANDGESELLSCHAFTEN SEIT WEIMARER REPUBLIK 1918 bis heute BRD 2017

GÜLTIGES

RuStAG 1913

TREUHANDGESELLSCHAFTEN SEIT WEIMARER REPUBLIK 1918 bis heute BRD 2017

ABSTAMMUNG

nach

BLUTLINIE

Sei der Wandel und erhebe dich!

https://youtu.be/j2hEbgfMW-Q

http://www.chza.de/

1000 GESTALTEN / G 20 Hamburg Summit

Veröffentlicht von crae´dor am 10. Juli 2017 in Dringende Fragen, Film, Freiheit, Frieden, Hinter den Kulissen der Macht, Politik

1000 GESTALTEN / G 20 Hamburg Summit

von 1000 GESTALTEN

07:04

Vimeo

Nikola Tesla Erfinder und Visionär German – YouTube

https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=aMAEflC1LZI

Alex über Ätherphysik und Nikola Tesla

https://youtu.be/JxGcHhLfHR4

http://www.chza.de/

Gesamtschau-Digital: Carl Huter´s Original-Menschenkenntnis & Kallisophie by Medical-Manager, Diplom Psychologe Wolfgang Timm, Deutschland, in Kooperation Physiognomische Gesellschaft Schweiz, Zürich, Basel.

NOLDE-STIFTUNG FEIERTE DEN 150. GEBURTSTAG DES EXPRESSIONISTEN. (HELIODA1)

150 JAHRE EMIL NOLDE

Die Nolde-Stiftung Seebüll hat den 150. Geburtstag des Expressionisten gefeiert / Biografie des Malers im Fokus

EMIL NOLDE

SEIN WERK. SEIN HAUS. SEIN LEBEN. Hoch im Norden an der Grenze zu Dänemark war der bekannte und bedeutende expressionistische Maler zuhause. Auch wenn er gern weit reiste und die Winter in Berlin verbrachte, blieb Nordfriesland immer seine Heimat.

Herren Hans-Jürgen Hansen, WestkuesteNet, und Wolfgang Timm, Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum, waren in der Jubiläums-Woche, Sonntag, 13. August 2017, in Seebüll nach Einstimmung Zur Eröffnung der Ausstellung Malerei zwischen Sylt und Elbe ERINNERUNGEN AN DIE KÜNSTLERGRUPPE "DE WARFT" in der Galerie Peters in Husum, Treibweg 41. Es sprach H.-Peter Widderich, Glückstadt:

#aktivinsh: Die ganze Woche freier Eintritt ins Emil Nolde Museum | shz.de

https://www.shz.de/tipps-trends/lifestyle/aktiv-in-sh/die-ganze-woche-freier-eintritt-ins-emil-nolde-museum-id17504791.html

Um den Mann in der Mitte geht es:

Stiftungsdirektor Christian Ring,

Dänemarks Kulturministerin Mette Bock,

Ministerpräsident Daniel Günther

und

der Kuratoriumsvorsitzende Hans Joachim Throl (von links)

vor einem Foto von Emil Nolde.nolde-stiftung



Noldes verschollener Bilder-Schatz

vom 5. Mai 2017 Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt in der Reithalle die Südsee-Bilder des Expressionisten.

SEEBÜLL Das Wetter war passend zum Anlass. Die Sonne schien über Seebüll und setzte jeden Winkel der Landschaft, die Emil Nolde bevorzugt gemalt hatte, ins rechte Licht.

Noldes 150. Geburtstag, der gestern in der Stiftung mit einem Festakt begangen wurde, war aber auch Anlass, den Künstler und die Person Emil Nolde auszuleuchten.

http://nolde-im-norden.de/2017/05/
Ausstellung "Nolde in der Südsee" in Schleswig | mutig – offen – mittendrin | WR.de

Auf besonders kluge und anschauliche Weise tat dies Jürgen Kaube.

Der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besah sich Noldes Biografie mit der angemessenen Distanz. Kaube machte mehrfach deutlich, dass der Blick auf Kunst und Künstler immer aus dem Wissen um politische und gesellschaftliche, aber auch kunsthistorische Umstände erfolge – die Kunst, und da klang beim Festredner durchaus etwas Bedauern durch, stehe nie für sich allein.

„Nolde aber war ein Maler, der dem Betrachter die Zuordnung zumindest nicht zu leicht machen wollte.“


Nolde Stiftung Seebüll
01.03.2017 – 30.11.2017

150 Jahre Emil Nolde – Meisterwerke
30.04.2017 – 30.11.2017

Emil Nolde trifft Henry Moore

Zur Ausstellung

Kaube benannte auch die „Tiefpunkte von Noldes Biografie“, Tiefpunkte, die zwar nicht entschuldbar, aber wohl zumindest erklärbar sind: „Nolde gehörte einer Generation von Künstlern an, die von einem Ausstieg aus der Geschichte träumte“, sagte Kaube und es war klar, welche Zeit in Noldes Leben er besonders meinte.

Es wäre interessant gewesen, dazu die Meinung des alten Malers zu hören, der von einem überlebensgroßen Schwarz-Weiß-Foto über den Ort blickte, an dem seine überlebensgroße Kunst gefeiert wird. So stellte auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die Bedeutung Noldes für die Region heraus: „Er ist der Maler Nordfrieslands und der Maler Schleswig-Holsteins.“

Die dänische Kultur-Ministerin Mette Bock lobte darüber hinaus die universelle Sprache in Noldes Bildern – eine Sprache, die weltweit verstanden werde. mas

Erstmals wird im Norden eine derartige Vielzahl und Bandbreite dieser Werke präsentiert, darunter viele Exponate, die selten oder noch nie öffentlich zu sehen waren. Die Ausstellung läuft bis 3. September.

AlleAlle/Landesmuseum Schloss Gottorf/Museumsberg Flensburg/Städtische Galerie Wolfsburg

11.05.2017, 19.30 Uhr, Schleswig – Vortrag: »Noldes Südsee früher und heute – (k)ein Paradies im Südpazifik?«

14.05.2017, 11.30 Uhr, Flensburg – Kuratoren-Führung: »Nolde in Flensburg«

17.05.2017, 15.00 Uhr, Schleswig – Hör Mal! für Kinder und Familien: »Märchen aus der Südsee«

28.05.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

01.06.2017, 18.00 Uhr, Flensburg – Kuratoren-Führung: »Nolde in Flensburg«

07.06.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

08.06.2017, 19.30 Uhr, Schleswig – Vortrag: »Alltagsleben und Feste im Bismarckarchipel«

10.06.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

14.06.2017, 15.00 Uhr, Schleswig – Hör Mal! für Kinder und Familien: »Märchen aus der Südsee«

15.06.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

17.06.2017, 10.00 Uhr, Schleswig – Kunstworkshop: »Einflüsse ferner Kulturen in der Kunst: Emil Nolde«

25.06.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

25.06.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Kuratorenführung: »Nolde in der Südsee«

27.06.2017, 18.00 Uhr, Wolfsburg – Gesprächsabend „Emil Nolde und der Nationalsozialismus“

04.07.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

12.07.2017, 15.00 Uhr, Schleswig – Hör Mal! für Kinder und Familien: »Märchen aus der Südsee«

AlleAlle/Landesmuseum Schloss Gottorf/Städtische Galerie Wolfsburg

13.07.2017, 19.30 Uhr, Schleswig – Vortrag: »Emil Nolde bei ›den Urvölkern der Südsee‹. Ideal und Wirklichkeit einer Künstlerreise nach Deutsch-Neuguinea«

13.07.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

23.07.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Themenführung: »Moderne und Exotismus: Die Suche nach Ursprünglichkeit bei Nolde«

23.07.2017, 14.00–16.30 Uhr, Wolfsburg – Offenes Malatelier „Farbe und Form“

27.07.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Ferienspaß für Kinder: »Singsing & Tok Kukskus: Tänze und Märchen aus der Südsee«

01.08.2017, 18.00 Uhr, Wolfsburg – Vortrag „Noldes exotische Welten“

03.08.2017, 14.00 Uhr, Schleswig – Ferienspaß für Kinder: »Singsing & Tok Kukskus: Tänze und Märchen aus der Südsee«

05.08.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Themenführung: »Moderne und Exotismus: Die Suche nach Ursprünglichkeit bei Nolde«

12.08.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Kunstworkshop für Kinder: »Wilde Masken aus der Südsee«

19.08.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Führung und Workshop: »Frei nach Nolde«

18.08.2017, 17.00 Uhr, Schleswig – Kulinarischer Abend zum Mitmachen: »Ozeanische Küche«

03.09.2017, 11.00 Uhr, Schleswig – Kuratorenführung: »Nolde in der Südsee«

NEUE BILDER

»Probst Vilstrup und Frau N.«, 1902

Öl auf Leinwand

84 × 65 cm

Neue Bilder – Nolde Stiftung Seebüll

http://www.nolde-stiftung.de/neuerwerbung-2/

Im Dezember 2016 konnte die Nolde Stiftung Seebüll ihre Sammlung erneut durch ein Gemälde bereichern: »Probst Vilstrup und Frau N.« aus dem Jahre 1902 ist das erste Ölbild, auf dem Nolde seine frisch angetraute Ehefrau Ada malt. Sie ist gemeinsam mit ihrem Onkel dargestellt, Probst Henrik Stompe Vilstrup.

Während eines Aufenthaltes in Kopenhagen im Herbst 1900 lernte Nolde die Schauspielerin Ada Vilstrup kennen. Schnell verliebte er sich in die zwölf Jahre jüngere Dänin »in ihrer reinen Schönheit, mit lichtem Sinn und offenen runden Augen«. Als Ada seine Gefühle erwiderte, konnte er sein Glück kaum fassen: »Wir beide wußten lange nicht, wie gern wir uns hatten. Ich konnte es nicht fassen und glauben, daß sie mich mochte, mich, den weltfernen sonderbaren Menschen und in Gärungen halbverkommenen Maler, der so ganz das Gegenteil war von einem Kavalier und Künstler, wie Frauen sie mögen. Daß dann dazu noch das schönste Mädchen, das ich innig verehrend höher stehen sah als alle, diejenige sein sollte, das konnte mir nur in wirren Träumen faßbar scheinen. […] daß ich mir sagen durfte, daß sie mich liebe – ich glaubte nicht mehr in einer wirklichen Welt zu leben.« Auf die Verlobung im Herbst 1901 folgte am 25. Februar 1902 die Trauung in der Kirche von Fredericksberg. Danach standen Besuche bei der Verwandtschaft an, so ging es auch nach Westjütland in die Ortschaft Borris »in das Pastorat des alten würdigen Probstes Vilstrup.

Meine Ada entstammte als jüngste Tochter von 12 Geschwistern einem alten Pastorengeschlecht, zum schleswigschen Dorf Vilstrup zurückführend. […] Auch wir genossen die seltsame Schönheit und das ländlich gesunde Naturleben, wie es in den Pfarrhöfen sich gibt, verbunden mit temperierten Werten städtischer Kultur, Musik, Kunst und Wissen.«

Bei diesem Besuch entstand das Doppelporträt. Der ergraute Probst Vilstrup wird im dunklen Anzug mit weißem Hemd als Halbfigur dargestellt. An seine rechte Schulter schmiegt sich liebevoll die 23-jährige Ada. In inniger Vertrautheit halten sich beide an der rechten Hand.

Der Ort bleibt unbestimmt, der Hintergrund ist in erdig grünen Tönen gehalten, die Köpfe der beiden werden jedoch durch ein von hinten einfallendes Binnenlicht hervorgehoben. Auffallend sind Kleid und Mantel von Ada, die skizzenhaft in zurückhaltend leuchtenden Blau- und Türkistönen gemalt sind, aber dennoch zu einem Lichtträger im Bild werden. Diese Auflösung der Form durch und in der Farbe ist eine der Errungenschaften des Impressionismus, die Nolde hier erstmals aufnimmt. Damit geht er in seiner Kunst einen wichtigen Entwicklungsschritt.

#AKTIVINSH

Die ganze Woche freier Eintritt ins Emil Nolde Museum

vom 8. August 2017 

Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zum 150. Geburtstag feiert das Nolde-Museum in Seebüll den Maler. Jetzt erscheint ein Film über den Expressionisten.

„Es war eine kreative Zusammenarbeit“, sagen Christian Ring (links) und Wilfried Hauke.

Foto: werner

1 von 1

ZUM ARTIKEL

Neukirchen | „Es ist kein leichtes, dafür ein ehrliches Geburtstagsgeschenk“, sagt Christian Ring über den Film, der anlässlich des 150. Geburtstags von Emil Nolde am kommenden Montag gedreht wurde. Damit meint der Direktor der Nolde-Stiftung Seebüll die Auseinandersetzung mit den Forschungsergebnissen der vergangenen Jahre, die den Mythos des großen Expressionisten, ein Opfer des Nationalsozialismus zu sein, klar aufbrechen. „Es ist eine kritische Analyse – die Schönheit von Noldes Werken bleibt davon aber unberührt.

Der Film soll zum Nachdenken anregen, aber genauso zum Genießen dieser einzigartigen Kunst und Landschaft“, sagt der preisgekrönte Regisseur Wilfried Hauke. Bei der gestrigen Premiere von „Emil Nolde – Maler und Mythos“ in Seebüll ist der Kieler, der als Kind viele Sommer auf Amrum verbracht hat, dabei – in einer Nolde-Himmelblauen Hose.

Nicht nur die Anziehungskraft der Bilder des weltbekannten Malers, der als Emil Hansen im Dorf Nolde an der dänischen Grenze auf einem Bauernhof aufwuchs, auch die faszinierende Natur des nördlichen Nordfrieslands spielt eine Hauptrolle in dem knapp 70-minütigen Film, der ab kommenden Montag in Seebüll zu sehen und kaufbar ist. Auch hier dominiert das Authentische. Natürlich gibt es gelbe Rapsfelder und plätschernde Wellen zu sehen, aber auch die Melancholie des langen Winters: November-Nebel, Februar-Frost und Scharen von Zugvögeln, die über zwielichtig beschienene Marschen und Salzwiesen ziehen.

In dieser kargen, kalten Zeit zieht es den Maler Christopher Lehmpfuhl immer wieder ins Nolde-Land, seine Werke entstehen dort unter freiem Himmel. Lehmpfuhl ist einer der Menschen, die im Film über den großen Farb-Magier erzählen: „Niemand zuvor hat diese Landschaft so gesehen und gemalt wie Emil Nolde – das inspiriert bis heute viele Künstler.“

Zu Wort kommt auch Veronica Ewaldsen, ehemalige Assistentin der Stiftung und Ex-Frau von Bürgervorsteher Peter Ewaldsen. Ihr Vater war der Arzt Noldes, behandelte ihn auch während seiner Krebserkrankung. „Emil Nolde war liebenswert. Er sprach nicht viel, konnte Freude aber über seine Augen ausdrücken“, sagt die heute 80-Jährige.

Andreas Weber, der Verantwortliche für den Nolde-Garten, der bis heute im Sinne des Malers gehegt und bepflanzt wird, gerät über die Farbenpracht der Beete, die wie eine Oase in der Wüste wirken würden, ins Schwärmen. Nolde und seine Frau Ada schufen den Garten nicht nach botanischen Gesichtspunkten, er sollte den Künstler emotional erregen und inspirieren. „Wohl deshalb fühlen sich bis heute so viele Menschen in diesem Paradies berührt und geborgen“, sagt Weber. „Auch die Bilder Noldes sind eher mit dem Gefühl als mit dem Intellekt zu verstehen“, betont Ring in dem Film.

Große Gefühle treiben Emil Nolde ein Leben lang, seine Sehnsucht – auch nach Anerkennung – muss immer wieder neue Ausdrucksformen finden. Den so lange angestrebten Ruhm erhofft sich Emil Nolde durch Hitler und den Nationalsozialismus. Er selbst sieht seine Bilder als „urgermanische Kunst“ und – so berichtet ein Historiker – hegt eine antijüdische Haltung. Für Nolde hat die von Juden mitgeprägte Kunstszene Berlins entscheidenden Anteil daran, dass seine Werke dort nicht den verdienten Stellenwert erhalten. Doch auch das Dritte Reich wird zu einer großen Enttäuschung. Hitler bezeichnet Noldes Stil als krank und entartet, zahlreiche Bilder des Künstlers werden beschlagnahmt, die restlichen Werke darf er nicht mehr verkaufen. Dieses Berufsverbot interpretiert Nolde als Malverbot, an das er sich nicht hält. Rund um diese Sanktionen und seine als entartet eingestuften Bilder baut Emil Nolde in selbst verklärender Weise einen Opfer-Mythos auf. Paradoxerweise gibt er dennoch seine NS-Gläubigkeit und Sympathie für Adolf Hitler nicht auf. „Es fehlt jedes Wort des Bedauerns“, sagt Christian Ring, der diese dunkle Seite von Emil Nolde, der am 13. April 1956 stirbt, „bewusst und offensiv“ darstellen will, „weil eine so starke Kunst das aushält“. 

Der Film „Emil Nolde – Maler und Mythos“ ist in der Mediathek von NDR zu finden. Anlässlich Noldes 150. Geburtstags haben alle Besucher noch bis zum 13. August freien Eintritt im Nolde-Museum in Seebüll.

– Quelle: https://www.shz.de/17504791 ©2017

NOLDE, EIN LEBEN

– DIE BIOGRAPHISCHE

AUSSTELLUNG

Biografische Ausstellung – Nolde Stiftung Seebüll

http://www.nolde-stiftung.de/biografische-ausstellung/

Der Besuch in Seebüll beginnt im „Forum“. Der elegante gläserne Bau wurde von dem Berliner Architekten Walter Rolfes entworfen und beherbergt das Café Seebüll, die Malschule und den Museumsshop – vor allem aber die Dauerausstellung zum Leben Emil Noldes.

Im lichtdurchfluteten Obergeschoss veranschaulichen Familienfotos, Zeitungsartikel, historische Dokumente und Gegenstände die Lebensgeschichte Emil Noldes. Sie berichten von seinem wechselvollen Leben, in dem sich die Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegeln. Im Filmraum wird in Dauerschleife die Dokumentation „Träume am Meer – Der Maler Emil Nolde“ von Wilfried Hauke gezeigt. In seinem eindrucksvollen Portrait besucht der Filmemacher Originalschauplätze und illustriert in szenischen Episoden, die sich mit historischen Aufnahmen abwechseln, prägende Ereignisse aus Noldes Leben.

Den Film können Sie im Museumsshop als DVD erwerben.

http://www.chza.de/

 
[JUBILÄUM 25 JAHRE DIPLOM IN PSYCHOLOGIE AN UNI HEIDELBERG, 4. DEZEMBER 1990 – WOLFGANG TIMM, HUSUM; 4. DEZEMBER = TODESTAG VON CARL HUTER, BEGRÜNDER DER ORIGINAL-MENSCHENKENNTNIS, NICHTAKADEMISCH. JAHR 1986 Wechsel Cand. Psych. Wolfgang Timm von Uni Mannheim an Universität Heidelberg erfolgte im großen Jubiläumsjahr 600 Jahre Uni Heidelberg, Oktober 1986! Wolfgang Timm, Abschluß Diplom in Psychologie 1990 an ältester Uni in D, Uni Heidelberg Alumni 1990 Diplom Timm, Wolfgang 

 

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.htmlhttp://helioda.macbay.de/Qualifikation.html http://helioda.macbay. 

 

LINK: http://helioda1.blogspot.de/2015/12/jubilaum-25-jahre-diplom-in-psychologie.html[Bearbeitung Wolfgang Timm, Husum] 

LINK:

Alumni 1990 Wolfgang Timm Diplom an Uni Heidelberg am Todestag von Carl Huter, nichtakademisch, 4. Dezember 1990

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/alumni/alumni1990.html

Gesamtschau-Digital: Carl Huter´s Original-Menschenkenntnis & Kallisophie by Medical-Manager, Diplom Psychologe Wolfgang Timm, Deutschland, in Kooperation Physiognomische Gesellschaft Schweiz, Zürich, Basel.

EIDERSTEDT: HEIN HOOP – KÜNSTLER BRACHTE KUNST ZU DEN MENSCHEN. (HELIODA1)

Hein Hoop (rechts) und eine seiner Installationen im Watt. sh:z

HUSUM Enfant terrible, Grenzgänger zwischen Welten – auch denen der Kunst, Provokateur, genialer Minimalist . . .

Obgleich er die Menschen polarisierte, kann Hein Hoop viele, sogar widersprüchliche Attribute für sich geltend machen. Persönlichkeit und Schaffen dieses Künstlers waren weit komplexer als sein Ruf.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

Bis Jahresende zeigt das Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording einen Querschnitt seines Œuvres. Hoop wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden.

Auch deshalb hat seine Familie die Ausstellung mit Arbeiten aus dem Nachlass bereichert und einige Radierplatten zur Verfügung gestellt, die Reinhard Scheuble von der Quetsche in Witzwort nachgedruckt hat.

Die Blätter können im Museum erworben werden.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

Hein Hoop war vielseitig begabt. Seine Karriere begann in den USA – als Kabarettist. Doch seine eigentliche Leidenschaft galt der bildenden Kunst, auch wenn er sie so wahrscheinlich nie genannt hätte.

Schon früh war er davon überzeugt, dass Kunst nicht in Galerien und Museen gehört, sondern auf die Straße oder auch ins Wattenmeer.

Hoop wollte sie – wie so viele Künstler der wilden 1970er und 1980er-Jahre – zu den Menschen bringen, ihnen künstlerische Denkanstöße vermitteln, Denkanstöße, die nicht nur um die Kunst kreisten. Es ging um Themen, die längst Teil des gesellschaftlichen Prozesses geworden sind – im Positiven wie Negativen: Umweltzerstörung, die(All)-Macht des Marktes, das Verhältnis von Mensch und Natur, politische Fragen jeder Façon.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

Mit Aktionen wie der Watten-Olympiade machte Hoop bundesweit auf eine Region aufmerksam, in die sich sonst nur Überzeugungstäter oder Großstadt-Flüchtlinge trauten, die ihren Kindern mal zeigen wollten, wie eine richtige Kuh aussieht. Katingsiel wurde zum Worpswede Nordfrieslands und das Wattenmeer mit seiner besonderen Dynamik zur Projektionsfläche für Rüstungswahnsinn und Umweltzerstörung. Das Konzept ging auf. Zum zweiten Mal seit der vorvorigen Jahrhundertwende, als Weimarer Künstler mit norddeutschen Wurzeln die nordfriesische Landschaft als Motiv entdeckten und dafür auch ortsfremde Kollegen entflammten, wurde der Landstrich ein künstlerischer Ort.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

Doch erst Hein Hoop machte ihn zum Ort der Kunst. Und das hatte Folgen:

Schon in den 1990er-Jahren knüpfte der Speicher mit seinem Natur-Kultur-, aber vor allem mit dem Windfang-Projekt an Hoops Happenings an.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

Mehrere Wochen lang arbeiteten Künstler aus ganz Deutschland, darunter auch einstige Weggefährten von Hein Hoop, unter freien Himmel und versetzten die Husumer in Erstaunen.


[Foto Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum]

2007 wurde die Idee mit der Windart fortgeführt.

Die Windhosen an der Husumer Dockkoogspitze erinnern an dieses und andere Projekte.

Und – ganz im Sinne des Freibeuters Hoop – haben sie eine politische Botschaft:

Jahr für Jahr werden die Gestelle mit schicken Pierre-Cardin-Hosen ausgestattet, die Wind und Wetter aber meist nur einen Sommer trotzen.

Hein Hoop hätte das sicher Spaß gemacht, aber noch wichtiger ist:

Ohne ihn hätte es das alles wahrscheinlich nie gegeben.

Rüdiger Otto von Brocken Das Museum der Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording, Olsdorfer Straße 6, ist werktags außer Dienstag sowie sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

NISSENHAUS IN HUSUM EHRT SEINEN NAMENSGEBER LUDWIG NISSEN MIT HEUTE ERÖFFNETER SONDERAUSSTELLUNG. (HELIODA1)

MUSEUM NISSENHAUS HUSUM: Schleswig-Holsteins berühmtester Auswanderer: Neue Ausstellung zeigt das Leben von Ludwig Nissen

| shz.de

https://www.shz.de/tipps-trends/lifestyle/aktiv-in-sh/schleswig-holsteins-beruehmtester-auswanderer-neue-ausstellung-zeigt-das-leben-von-ludwig-nissen-id16908676.html

vom [28]. Mai 2017 IN ARBEIT / WORK


Die Sonderausstellung in Husum gibt Einblicke in die Auswandererbiografie von Ludwig Nissen.



HUSUM | Der Husumer Auswanderer Ludwig Nissen verwirklichte den „amerikanischen Traum“ vieler Einwanderer: 



Als Sechzehnjähriger verließ Nissen 1872 seine nordfriesische Heimat
und brach über die Hafenstadt Hamburg in die „Neue Welt“ – nach New York auf. 



Nicht ahnend, dass er fünfzig Jahre später zu einem der erfolgreichsten Auswanderer Schleswig-Holsteins zählen sollte. 



Eine Sonderausstellung, die die Abenteuer seines Lebens zeigt, [wurde] am Sonntag, dem 28. Mai um 11.30 Uhr im Nordfriesland Museum, Nissenhaus Husum eröffnet. 



Sie läuft bis zum 29. Oktober.


Im Husumer Nordfriesland Museum thematisiert die neue Ausstellung in Kooperation mit Dr. Paul-Heinz Pauseback, Leiter des Auswanderer-Archivs im Nordfriisk Instituut Bredstedt, das facettenreiche Leben des Deutsch-Amerikaners, der nach anfänglichen beruflichen Fehlschlägen in das internationale Edelstein- und Perlengeschäft einstieg und sich später als erfolgreicher „Selfmade-Man“ in den exklusiven Kreisen der New Yorker Wirtschaftselite bewegte. 




Dass mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs und nicht zuletzt mit dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 auf den Deutsch-Amerikaner Nissen neue Herausforderungen zukamen 


und seine bislang durchgehende Erfolgsgeschichte auf die Probe stellten, wird in dieser Ausstellung ebenso thematisiert wie seine vielfältigen Aktivitäten in Vereinigungen und Interessenverbänden.


Ludwig Nissen als junger Mann in New York.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

 

Die Ausstellung präsentiert zudem ausgewählte Werke amerikanischer Kunst aus der Sammlung des Mäzens, gibt Einblicke in das Privatleben von Ludwig und Katharine Nissen und zeichnet nicht zuletzt auch ein Bild der Stadt New York jener Zeit: 



New York als Hotspot von Einwanderung und Integration, zwischen Bürgerkrieg und Weltwirtschaftskrise, die aufsteigende schillernde Weltmetropole, die niemals schläft. 


In ausgewählten Film-und Audiosequenzen wird die Faszination dieser Stadt deutlich. 
Ferner begibt sich die Regisseurin Martina Fluck auf Spurensuche in New York und Husum – zu sehen ist die knapp 40-minütige Dokumentation „Ludwig Nissen“ im museumseigenen Kino.


Ludwig Nissen Villa in Brooklyn.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

 

Heute verweist das Nordfriesland Museum im sogenannten Nissenhaus auf die bedeutende Integrationsleistung seines Gründers Ludwig Nissen, denn dieser vermachte testamentarisch sein Vermögen und seine bedeutende Kunstsammlung der Stadt Husum, mit dem Wunsch ein „Volkshaus“ mit Bibliothek, Museum und Kunstgalerie bauen zu lassen. 

Den Bau und die Einweihung des dreistöckigen Museumsgebäudes erlebte der Namensgeber nicht mehr. Ludwig Nissen starb 1924 in New York.


Die Villa Ludwig Nissen von innen.

Foto: Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum

von Julia Gohde 

erstellt am 27.Mai.2017 | 06:30 Uhr [Bearbeitet von Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv, Husum am 28.Mai 2017]


WAS MACHT DER POET: THEODOR MOMMSEN UND THEODOR STORM 1817-2017. (HELIODA1)


WORK – In Arbeit

HUSUM Sie waren Kommilitonen und teilten sich zeitweilig eine Wohnung. Sie interessierten sich für Literatur, schrieben und dichteten selbst und tauschten sich im Freundeskreis aus. 

Vor 200 Jahren wurden Theodor Storm und Theodor Mommsen geboren. 

Kurator Dr. Ole Petras bringt die beiden Schriftsteller in einer Sonderschau „Was macht der Poet: Theodor Mommsen und Theodor Storm 1817-2017“ im Storm-Haus wieder zusammen. Diese ist vom 18. Mai bis zum 31. Oktober in Husum in der Wasserreihe 31 zu sehen.
Der eine beschäftigte sich als Historiker mit klassischer Altertumskunde. 

Der andere widmete sein Leben Novellen und Prosa. 

Doch verbindet die Schriftsteller mehr als identische Vornamen und Geburtsjahre. Beide Schleswig-Holsteiner studierten Jura in Kiel. 

„Sie teilten einen Freundeskreis, der sich über Geselligkeit, aber auch über die Poesie definierte“, erklärt Petras.
Zusammen mit Mommsens Bruder Tycho publizierten sie ihre Gedichte im „Liederbuch dreier Freunde“.

 Ihre Dichtungen haben den gleichen literaturgeschichtlichen Hintergrund: Goethe, Heine, Eichendorff, um nur die bekanntesten zu nennen. „Was die jungen Autoren aus dem Material machen und wie sie auf ihre spezifische Situation literarisch reagieren, ist allerdings sehr unterschiedlich“, betont Petras. Storm betrachte die Dichtung als Möglichkeit, seine Gefühle zu artikulieren und ihnen eine Form zu geben. Mommsen dagegen stelle sein Wissen aus. Er sei der poeta doctus, der gelehrte Dichter, der sich im literarischen Feld der Zeit positionieren möchte.
Seit Januar hat Petras die Konzeption der Ausstellung erarbeitet und traf aus der Menge an Texten und Informationen eine Auswahl. „Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, einerseits das ,Liederbuch dreier Freunde‘ als eigenständiges Werk zu würdigen, andererseits die biografischen Hintergründe und Konstellationen nicht außer Acht zu lassen“, 

so der Kieler.
Die Ausstellung gliedere sich in drei Teile. 

Die ersten vier Tafeln würden Storm behandeln – seine Herkunft, seine Dichtung, sein Liebesleben. Die nächsten vier Tafeln zeigen das Elternhaus der Mommsen-Brüder sowie das Theodor und Tycho auszeichnende Literaturverständnis. 

Vier weitere Tafeln widmen sich den gemeinsamen Unternehmungen – dem Studium in Kiel, dem Liederbuch, der Sammlung von Sagen und Märchen – und werfen einen kurzen Blick voraus. 

„Meine Überlegung war, dass sich die Lebenslinien der Autoren in Kiel treffen und danach auseinander streben: In späteren Jahren bricht der Kontakt fast vollständig ab.“
Petras war von Tycho Mommsen beeindruckt: „Obwohl Storms Gedichte ästhetisch zweifellos höher zu veranschlagen sind, blitzt bei Tycho Mommsen etwas durch, was man später einmal modern nennen wird.“ arb

Do. 18.5. Vernissage »Was macht der Poet: Theodor Mommsen und Theodor Storm 1817–2017«

Eröffnung der Sonderaustellung im Storm-Haus (Laufzeit bis zum 31.10.). Begrüßung: Dr. Christian Demandt, Einführung durch den Kurator Dr. Ole Petras (Kiel). [Aufgrund kurzfristiger Absage / Verhinderung übernahm Herr Demandt diesen Part]. Lesung: Nino Moritz.

Storm-Haus, 19.00 Uhr

Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 15. Mai.


[Herren Hans-Jürgen Hansen, WestkuesteNet und Wolfgang Timm, Carl-Huter-Zentral-Archiv, beide Husum, waren vor Ort].

Do. 30.3. Karl Ernst Laage: »Theodor Storm zum 200. Geburtstag. Aufsätze, Untersuchungen, Dokumente« (Buchvorstellung)
Der Begründer der modernen Storm-Forschung stellte sein Buch zum Festjahr vor. Mit 25 Dokumenten aus dem Leben Theodor Storms und den dazugehörigen Ergebnissen aus 50 Jahren Forschertätigkeit. 

Der Reigen beginnt gleich mit einem Falscheintrag von Storms Geburtstag im Husumer Kirchenbuch.

[Im neuen Schimmelreiter-Zimmer fachsimpelten Herr Ehrenpräsident der Theodor-Storm-Gesellschaft und sein Sohn mit Herrn Hans-Jürgen Hansen bezüglich historisch lokalisierbarer Anregungen für das Spätwerk Theodor Storms Der Schimmelreiter].

Das Storm-Museum
Im Storm-Haus befindet sich das Storm-Museum.

Das Storm-Haus, Wasserreihe 31, ist das Haus, das der Dichter 1866–1880 bewohnt hat. Es ist ein altes Husumer Kaufmannshaus mit 14 Zimmern und stammt aus dem Jahre 1730. Das Treppenhaus, die Flure, Decken und Türen sind original aus dieser Zeit bzw. aus der Stormzeit erhalten.


Zu besichtigen:

Hof und Garten

Treppenhaus im Stil eines Alt-Husumer Bürgerhauses

Schreibtisch mit Nolde-Eulen, an dem Storm den Schimmelreiter vollendete

Wohnzimmer des Dichters (u.a. mit Original-Klavier und Original-Biedermeiersofa)

Landvogtei

Arbeitszimmer (»Poetenstübchen«), in dem Storm u.a. die Gedichte Über die Heide und Geh nicht hinein sowie über 20 Novellen geschrieben hat, u.a. Pole Poppenspäler, Aquis submersus und Carsten Curator.

Das Storm-Zentrum
Archiv, Forschungsbibliothek und Museum


Im Juni 2006 wurde das Storm-Zentrum eröffnet. Es verbindet das Museum in der Wasserreihe mit der Forschungsbibliothek und dem Storm-Archiv (StA Husum). Die Mitarbeiter des Archivs bemühen sich, die Sammlungen fortwährend zu vervollständigen und den Forschern aus aller Welt zur Verfügung zu stellen. 

Der Storm-Gesellschaft, derzeit auf ca. 1150 Mitglieder angewachsen und damit eine der größten literarischen Vereinigungen in Deutschland, gehören auch ausländische Mitglieder aus ca. 20 Ländern an, vor allem Wissenschaftler, die an Germanistischen Seminaren überall in der Welt über Theodor Storm arbeiten. Besucht man das Archiv, so fällt auf, dass sich die Auslandsgermanistik intensiv mit dem Werk des Husumer Dichters auseinandersetzt. Vor allem Wissenschaftler aus folgenden Ländern stehen mit dem Storm-Archiv in Kontakt: Dänemark, England, Frankreich, Schweiz, Österreich, Italien, Russland, China, Indien, Japan, Neuseeland, Australien, USA, Kanada und Südafrika. Die Mitarbeiter des Storm-Archivs sind bemüht, Anfragen aus aller Welt fachgerecht zu beantworten; nach Anmeldung kann jeder Interessierte das Archiv besuchen und die Bestände einsehen.
Das Storm-Archiv
Der wertvollste Teil des StA ist die Handschriftensammlung, die Entwürfe, Manuskripte und Briefe sowie weitere Familienpapiere der Storms umfasst. Sie wird ergänzt durch die umfangreiche Sammlung von Photokopien der Handschriften und Briefe Theodor Storms und vieler Verwandter und Freunde.


Kernstück der Sammlungen ist die Bibliothek mit über 6.000 Bänden. Hier werden alle Veröffentlichungen von und über Theodor Storm gesammelt und durch weitere Bücher ergänzt. Sie umfasst Erstausgaben der Werke Storms, Gesamtausgaben, Gesammelte Werke, Einzelausgaben, Literatur über Storm, Briefausgaben, Übersetzungen, Literatur von und über Zeitgenossen Storms sowie die Bereiche allgemeine Literaturwissenschaften, Regionalliteratur, Musikalien und Kunst. So sind etwa 1.600 Titel von Kompositionen bekannt, von denen die meisten erst noch für das Archiv beschafft werden müssen.

Die allgemeine Bibliothek wird ergänzt durch »Storms Bibliothek«, in der versucht wird, die Bücher, die Theodor Storm besessen (oder gelesen) hat, im Original oder in gleichen Ausgaben zu erfassen. Das ist für Einzeluntersuchungen wichtig, weil aus der Kenntnis der Bücher, die im Besitz eines Dichters waren, vielfach Aufschlüsse über Schreibvorgänge gewonnen werden können. Auch verstehen wir Bemerkungen, die Storm und seine Briefpartner über zeitgenössische Literatur ausgetauscht haben, besser, wenn wir ihre damalige Lektüre kennen.

Eine weitere Ergänzung der Bibliothek stellen die Archivmappen dar, in denen ca. 10.000 Broschüren, Kopien, Zeitungsausschnitte etc. zu unterschiedlichen Themen und Bereichen gesammelt werden. Alle Sammelobjekte werden durch Kataloge erschlossen (ca. 20.000 Karteikarten), ohne die eine fachgerechte Benutzung unmöglich wäre.

Das dritte Standbein des StA bildet das Bildarchiv mit ca. 10.000 Bildern (Originale und Photographien) von Storm, seinen Familienmitgliedern und Freunden, von Zeitgenossen, Stormstätten in und um Husum sowie ganz Deutschland, sowie eine Sammlung von mehr als 6000 Dias und einigen hundert Bild-Postkarten.

Schließlich gibt es eine Mediensammlung (Schallplatten, Tonkassetten und Videobänder fast aller Storm-Verfilmungen) und eine Kunstsammlung, in der Bilder und Graphiken von Storms Zeitgenossen, Illustrationen, Bildnisse des Dichters, Graphiken und Gemälde aus Storms Besitz sowie Photos solcher Objekte (im Bildarchiv) gesammelt werden.

Theodor Storm

Lebensstationen

1817–1842 Elternhaus, Vorfahren, Schule und Studium

1843–1852 Als Rechtsanwalt in Husum

1853–1864 Im preußischen Exil

1864–1880 Landvogt und Amtsrichter in Husum

1880–1888 Alter in Hademarschen

Biografische Literatur zu Theodor Storm finden Sie hier

Elternhaus, Vorfahren, Schule und Studium (1817–1842)

1817 – Hans Theodor Woldsen Storm wird am 14. September in Husum, Markt 9, als Sohn des Rechtsanwalts Johann Casimir Storm (1790–1874) geboren; Mutter: Lucie, geb. Woldsen (1797–1879).

1821 – Umzug in das Haus der Großeltern Woldsen, Hohle Gasse 3.

1833 – Erstes Gedicht An Emma.

1834 – Erste Gedichtveröffentlichung Sängers Abendlied im »Husumer Wochenblatt« vom 27. Juli 1834.

1835 – Im Herbst Umschulung in die Prima des Katharineums in Lübeck; dort Freundschaft mit Ferdinand Röse, der ihn mit Goethes Faust und der Lyrik Heines und Eichendorffs bekannt macht.

1837 – Beginn des Jura-Studiums in Kiel; Storm schreibt ein Märchen und Gedichte für Bertha von Buchan; Verlobung mit der 17-jährigen Emma Kühl von Föhr.

1838 – Entlobung; Studium in Berlin, Bildungsreise nach Dresden. Veröffentlichung von Gedichten in den »Neuen Pariser Modeblättern«.

1839 – Rückkehr zur Universität Kiel; Freundschaft mit Theodor und Tycho Mommsen.

1842 – Bertha von Buchan weist Theodors Heiratsantrag zurück. Juristisches Staatsexamen in Kiel. Beginn der Sammlung von Sagen und Reimen aus Schleswig-Holstein. Seit Herbst lebt Theodor wieder in Husum.

Als Rechtsanwalt in Husum (1843–1852)

1843 – Zunächst arbeitet Storm in der väterlichen Kanzlei; Anfang des Jahres eröffnet er eine eigene Rechtsanwaltskanzlei; Gründung eines gemischten Gesangvereins. Veröffentlichungen im Volksbuch auf das Jahr 1844 und im Liederbuch dreier Freunde.

1844 – Verlobung mit seiner Cousine Constanze Esmarch, Tochter des Bürgermeisters von Segeberg; Beginn eines ausführlichen Briefwechsels. Teilnahme am Nordfriesenfest in Bredstedt.

1845 – Einzug in das Haus Neustadt 56. Karl Müllenhoff gibt die Sagensammlung mit vielen Beiträgen von Storm zum Druck.

1846 – Eheschließung mit Constanze. Weitere Arbeiten für die Volksbücher.

1847 – Liebesverhältnis zu Dorothea Jensen, leidenschaftliche Liebesgedichte, z.B. Rote Rosen; Marthe und ihre Uhr im Volksbuch veröffentlicht.

1849 – Storm engagiert sich für die nationale Unabhängigkeit Schleswig-Holsteins; Immensee (1. Fassung).

1850 – Niederlage der Schleswig-Holsteiner bei Idstedt; Beschießung von Friedrichstadt.

1852 – Storms Bestallung als Rechtsanwalt wird kassiert; er ist nicht bereit, eine Loyalitätserklärung gegenüber der Dänischen Krone abzugeben. Stellungssuche, erste Reise nach Berlin. Mit der Veröffentlichung der 2. Fassung von Immensee wird Storm im deutschsprachigen Kulturraum als Dichter bekannt. Die erste Sammlung seiner Gedichte erscheint.

Im preußischen Exil (1853–1864)

1853 – Storm bemüht sich in Berlin um eine Stelle im preußischen Justizdienst; schließlich wird er zum preußischen Gerichtsassessor (zunächst ohne Gehalt) ernannt; Wohnung in Potsdam. Storm schließt sich dem »Tunnel über der Spree« an. Bekanntschaft mit Fontane, Paul Heyse, Franz Kugler, Friedrich Eggers u.a.

1854 – Gedicht Für meine Söhne, Novelle Im Sonnenschein.

1855 – Besuch bei Eduard Mörike in Stuttgart.

1856 – Freundschaft mit dem Immensee-Illustrator Ludwig Pietsch; Ernennung zum Kreisrichter in Heiligenstadt; Übersiedlung ins Eichsfeld.

1859 – In der Heiligenstädter Schaffensphase entstehen bedeutende Erzählungen, so die Novellen Auf dem Staatshof und Veronika, in denen Storm seine zunehmend kritischere gesellschaftspolitische Position darstellt.

1862 – Knecht Ruprecht; neben der Novelle Im Schloss, in der er seine demokratische Gesinnung veranschaulicht, konzipiert Storm eine Reihe von Märchen (Bulemanns Haus, Die Regentrude, Der Spiegel des Cyprianus).

1864 – In Folge des Deutsch-Dänischen Krieges besiegen preußisch-österreichische Truppen die Dänen. Storm wird zum Landvogt des Kreises Husum gewählt; er scheidet aus dem preußischen Staatsdienst aus und kehrt nach Husum zurück.

Landvogt und Amtsrichter in Husum (1864–1880)

1864 – Im März tritt Storm sein Landvogt-Amt in Husum an.

1865 – Tod Constanzes. Gedichtzyklus Tiefe Schatten; Novelle Von Jenseit des Meeres. Reise nach Baden-Baden zu Iwan Turgenjew.

1866 – Vermählung mit Dorothea Jensen; Umzug in das Haus Wasserreihe 31.

1868 – Nach Aufhebung des Amtes des Landvogts wird Storm preußischer Amtsrichter; die erste Auflage der Sämmtlichen Schriften erscheint.

1870 – Storm stellt das Hausbuch aus deutschen Dichtern seit Claudius. Eine kritische Anthologie zusammen. Freundschaft mit dem Illustrator Hans Speckter.

1872 – Draußen im Heidedorf (erste Novelle, die sich »aus den vorgetragenen Tatsachen« entwickelt); Reise nach Leopoldskron bei Salzburg zum österreichischen Politiker und Schriftsteller Julius Schindler, der unter dem Namen »Julius von der Traun« Erzählungen veröffentlichte.

1874 – Ernennung zum Oberamtsrichter; Pole Poppenspäler entsteht als Auftragsarbeit; es handelt sich um Storms einzige eigens für die Jugend geschriebene Erzählung.

1876 – Aquis submersus; Meine Erinnerungen an Eduard Mörike.

1877 – Beginn der Freundschaft und des Briefwechsels mit Gottfried Keller und mit dem Literaturprofessor Erich Schmidt; Carsten Curator. Storms Novellistik entwickelt sich in Richtung auf eine kompromisslose Realistik.

1878 – In der Novelle Renate thematisiert Storm gesellschaftspolitische Veränderungen seiner Zeit im Gewand der Geschichtserzählung (Chroniknovellen).

1879 – Gedicht Geh nicht hinein.

1880 – Storm wird auf eigenen Wunsch pensioniert und beschließt, mit seiner Familie Husum zu verlassen.

Alter in Hademarschen (1880–1888)

1880 – Umzug nach Hademarschen, um »als Poet noch eine neue Periode zu beginnen«; Neubau einer großzügigen Villa; Die Söhne des Senators.

1881 – An Gottfried Keller schreibt Storm: »Die ›Novelle‹ ist die strengste u. geschlossenste Form der Prosa-Dichtung, die Schwester des Drama’s.«

1881/1882 – Mit seinen Erzählungen Der Herr Etatsrat und Hans und Heinz Kirch setzt Storm die Kritik am Bürgertum der Gründerzeit fort und thematisiert den Verfall der Familie.

1884 – Zur Chronik von Grieshuus; Festbankett in Berlin zu Ehren Storms.

1885 – John Riew‘; Ein Fest auf Haderslevhuus.

1886 – Reise nach Weimar zur Jahresversammlung der Goethe-Gesellschaft; Bötjer Basch; Beginn der Arbeit am Schimmelreiter. Schwere Krankheit.

1887 – Ein Doppelgänger; Ein Bekenntnis; Reise nach Sylt; Sylter Novelle (Fragment). Zur Feier seines 70. Geburtstags wird der Dichter in ganz Deutschland geehrt.

1888 – Vollendung der Novelle Der Schimmelreiter; Tod Storms am 4. Juli; Beisetzung am 7. Juli in der Familiengruft auf dem Husumer St. Jürgen-Friedhof.

[Anmerkung W. Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv / Helioda1: Familie Laage stammt mW. aus Kiel. Im Bild Laage jr. Laage sr.]

Kiel (1837–1838/1839–1842)



Ein deutscher Student

Im April 1837 immatrikulierte sich der 19-jährige Theodor Storm an der juristischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und nahm Wohnung in der Kehdenstraße 20. Kiel war noch eine beschauliche Kleinstadt im dänischen Gesamtstaat mit rund 12.000 Einwohnern. Auch die Anzahl von 200 bis 300 Studenten blieb recht übersichtlich. Seinem Studienfach »ergab« Storm sich »ohne besondere Neigung«. Dennoch waren seine Erwartungen an das Studentenleben hochgespannt, wichen aber bald der Ernüchterung:

»Da bin ich denn nun seit einem Vierteljahre unter deutschen Studenten selbst ein deutscher Student. Ich hätte mir den deutschen Studenten anders gedacht: Ein Gemisch aus ritterlicher Galanterie, traulicher Heiterkeit, Begeisterung für seinen freien Stand; Geist und Herz und Gefühl für alles Schöne. – Aber was finde ich von alle dem? […] Ich möchte sagen, der Kieler, und ich glaube sagen zu können, der deutsche Student ist entweder ein Mensch, der viel kneipt und trinkt, alle Naselang auf der Mensur liegt, sich in Gemeinheiten gefällt, eben von nichts anderem redet, als von Kneipereien und Paukereien, sich irgend ein schmuckes Dienstmädchen hält, auch wohl die Farben irgend einer Verbindung und, wenn er ihn hat, einen Schnauzbart trägt und nebenbei etwas ins Kolleg geht, oder er ist arbeitsam, eingezogen, einseitig oder einfältig.«

Vier Jahre später – Storm ist nach einem eineinhalbjährigen Wechsel an die Berliner Universität wieder in Kiel – hat sich der Studiosus von seinen romantischen Vorstellungen über das Studentenleben verabschiedet und kommentiert seinen alten Tagebucheintrag als »dummes Zeug«. Storm wohnt jetzt im Hause des Hofbäckermeisters Andersen in der Flämischen Straße 12. Er ist Mitglied einer »Clique«. Diese nennt er stolz eine »kleine übermütige und zersetzungslustige Schar […], die geneigt war, möglichst wenig gelten zu lassen«. Die jungen Leute, vor allem der gleichaltrige Theodor Mommsen und dessen Bruder Tycho, begeistern sich zudem für Literatur.


Theodor Mommsen


Tycho Mommsen

Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg

Auf den Spuren der Brüder Grimm sammeln die drei Studenten volkstümliche Erzählungen aus der Heimat wie Spukgeschichten und Schwänke, Märchen und Sagen. Unterstützt werden sie dabei von dem Kieler Hilfsbibliothekar Karl Müllenhoff, der die Sammlung 1845 als Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg unter eigenem Namen herausgibt und damit seine Karriere als bedeutender Germanist begründet.

Liederbuch dreier Freunde

Man beschränkt sich jedoch nicht auf das Entdecken und Sammeln von literarischem Volksgut. Unter Theodor Mommsens Leitung verschaffen sich die drei Freunde einen Überblick über das, was in der zeitgenössischen Lyrik Geltung besitzt: Eichendorff, Heine, Mörike, Rückert … und eifern ihren Vorbildern mit eigenen Gedichten nach. Die Ergebnisse bleiben meist konventionell, wenn auch bisweilen artistisch virtuos – wie bei Theodor Mommsen – oder mit ersten Ansätzen zu einer eigenen Handschrift – wie bei Theodor Storm.

Zugleich fehlt es nicht an Mut und Selbstbewusstsein, so dass die drei Kommilitonen beschließen, ihren lyrischen Ertrag in einem Liederbuch dreier Freunde zu veröffentlichen, das 1843 in der Kieler Schwers’schen Buchhandlung erscheint. Storm steuert über 40 Gedichte dazu bei. Neben frechen studentenhaften Provokationen und Fiedel-Liedern findet sich auch tief Empfundenes und Nachdenkliches, so die lyrische Verarbeitung von Theodor Storms heikler Liebe zu Bertha von Buchan.

Als 19jähriger Gymnasiast war Storm erstmals der damals Zehnjährigen in Hamburg begegnet. Aus Kiel sandte er ihr eigene Gedichte und das für sie verfasste Kindermärchen Hans Bär. Er verliebt sich in die Zwölfjährige und macht der Sechzehnjährigen während seiner Examenszeit schließlich einen Heiratsantrag, der von ihr abgelehnt wird.
Literarische Ernte

Nach überlanger Studiendauer und mit einem Berg Schulden schloss Storm seine Kieler Universitätszeit 1842 mit dem juristischen Staatsexamen ab und kehrte in seine Vaterstadt Husum zurück. Neben seinem Brotberuf wandte er sich zunehmend der Dichtung zu und verarbeitete darin – z.T. erst nach Jahrzehnten – seine Erfahrungen im Kieler Studentenmilieu. Die Novellen Immensee (1849), Der Herr Etatsrat (1881) und Zur Chronik von Grieshuus (1884) geben davon Zeugnis. Besonderen Raum findet das Kieler Studentenleben in der Erzählung Auf der Universität (1862).

Text: Walter Arnold (Heikendorf)

Walter Arnold und Dagomar Heinz laden ein zu einem Spaziergang durch Kiel auf den Spuren seiner Dichterinnen und Dichter.

Storm-Häuser in Husum


Häuserfront am Binnenhafen zu Storms Zeit

Theodor Storm fühlte sich ein Leben lang seiner Geburtsstadt Husum verbunden. Bis in die 1870er-Jahre hinein hatte die Stadt »ein ziemlich alterthümliches Gepräge, viele Häuser noch mit Treppengiebeln« bewahrt, wie Storm 1873 an die österreichische Schriftstellerin Ada Christen schrieb. Dieses Stadtbild hatte seine Prägung im 16. Jahrhundert erhalten, als Husum eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Auf Storm übte es einen eigentümlichen Reiz aus. Häuser, die im 18. Jahrhundert seinen Vorfahren mütterlicherseits gehört hatten, vermittelten ihm zudem »den Eindruck der alten und älteren Zeit« (Storm 1873). Der Dichter hat diese Häuser zu Schauplätzen einiger seiner Prosawerke gemacht wie auch andere von ihm in Husum bewohnte Häuser.

Über sein Elternhaus, das im 18. Jahrhundert von seinem Urgroßvater errichtete Haus Hohle Gasse 3, schreibt Storm: »Von Allen, die einst darin lebten und starben, war eine Spur zurückgeblieben; uns, die wir ihres Blutes waren, trat sie überall entgegen und gab uns das Gefühl des Zusammenhanges mit einer großen Sippschaft« (Von heut‘ und ehedem, 1873/74). Diese »Spur« zu suchen war ein produktiver Grundantrieb von Storms dichterischem Schaffen: »Die Spur von meinen Kinderfüßen sucht‘ ich … doch konnt‘ ich sie nicht finden«, heißt es in einem Gedicht. »Storm widmete nicht von ungefähr den Familienhäusern in Husum eine Vielzahl von Beschreibungen in seinen Novellen«, hat die Literaturwissenschaftlerin Regina Fasold dazu bemerkt: »Seine Raumcharakteristika vermitteln allerdings neben dem sichernden und identitätsstiftenden ›Gefühl des Zusammenhangs mit einer großen Sippschaft‹ auch ein geradezu gegenteiliges Erlebnis, das für Storm so charakteristische beunruhigende Vergänglichkeitsempfinden. Seine Imaginationskraft bindet sich in den Räumen an tote Dinge, die für ihn mit großer Macht in das einst Lebendige hinabreichen und die ihm so auch zu Zeichen der Geschichte als Verfallsgeschichte werden, an dessen Ende er einsam zu stehen scheint. Man befindet sich hier bereits in einem zentralen Spannungsfeld der gesamten späteren Stormschen Dichtung« (Regina Fasold: Theodor Storm. Stuttgart/Weimar 1997, S. 3).

Die lokale Wirklichkeit hinter dieser Dichtung zu rekonstruieren, um von hier aus nachzuvollziehen, wie Storm Wirklichkeit literarisiert, also literarisch funktionalisiert, bieten die Storm-Stätten in Husum einzigartige Möglichkeiten (Link zum Projekt Literaturgeographie am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Detering).

Markt 9


Markt 9. Ansicht von Jan Hamkens (1863–1918). Rekonstruktion

Geboren wurde Storm am 14. September 1817 im Haus Markt 9, das sein Vater, der Advokat Johann Casimir Storm, im Jahr zuvor gekauft hatte. Das schlichte zweigeschossige Haus lag im Zentrum der Stadt, das meist patrizisch großzügig bebaut war, es wirkte hier eher kleinbürgerlich. Dies wird auch der Grund dafür gewesen sein, dass seine Fassade1868 im Sinne des Historismus umgestaltet, »aufgewertet«, und auch später noch mehrfach verändert wurde. Die ursprüngliche Ansicht der Fassade ist nicht überliefert; wahrscheinlich kommt eine wohl um 1900 entstandene Rekonstruktion dem ursprünglichen Aussehen nahe.

Das Haus ist ein Schauplatz von Theodor Storms Novelle Drüben am Markt (1861), es ist das Wohnhaus des »Doktors«, des Schneidersohnes, der vergeblich um die Hand der Tochter eines reichen Kaufherren und Zweiten Bürgermeisters anhält.

Theodor Storm lebte nur einige wenige Monate in dem Haus, denn 1818 erwarb Johann Casimir Storm das Gebäude Neustadt 56, das die Familie nun bezog und bis 1821 bewohnte.

Theodor Storms Mutter Lucie Storm entstammte der Husumer patrizischen Famile Woldsen. Nachdem Simon Woldsen, der Vater Lucie Storms und Großvater Theodor Storms, 1820 verstorben war, zog die Familie im darauffolgenden Jahr zur Großmutter Magdalena Woldsen in das Haus Hohle Gasse 3. – Das Haus Neustadt 56 wurde später (1845–1853) ein zweites Mal von Theodor Storm bewohnt.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Hohle Gasse 3


Hohle Gasse 3

1821 zog die Familie Storm zur Großmutter Magdalena Woldsen in das Haus Hohle Gasse 3. Es ist das bedeutendste bis heute in Husum erhaltene Beispiel bürgerlicher Bautätigkeit im 18. Jahrhundert. Errichten ließ es Storms Urgroßvater, der Kaufmann und Zuckerfabrikant Friedrich Woldsen, um 1770 für den Sohn Simon. Ein die Zentralachse der Straßenfront betonender Giebel wie auch ein 1777 seitlich an das Gebäude angebautes Kontor- und Packhaus sind nicht erhalten. Im Inneren des Hauses ist bis heute ein reiches Rokokoambiente mit Türen und Stuckaturen des 18. Jahrhunderts bewahrt. Zusammen mit dem in Theodor Storms Kindheits- und Jugendjahren noch erhaltenen beweglichen Inventar der Rokokozeit und den Berichten der Familienangehörigen, die schon bewusst im 18. Jahrhundert gelebt hatten, weckte es im jungen Storm ein Faible für diese Zeit, das der Dichter in verschiedenen Prosaerzählungen literarisch verarbeitet hat (z. B. „Im Saal“, „Im Sonnenschein“). Sie war ihm zugleich gedankliches Refugium in Phasen eigener Lebenskrisen, Möglichkeit zur Flucht aus der bedrängenden „peinlichen Wirklichkeit“ (Storm 1854). Dass sie bereits vom Schatten der Vergänglichkeit eingeholt ist, bleibt dem Dichter gegenwärtig und gehört auch zu dieser Wirklichkeit.

Friedrich Woldsen, der »letzte große Kaufherr, den die Stadt gehabt hat, der seine Schiffe in See hatte und zu Weihnachten einen Marschochsen für die Armen schlachten ließ« (Theodor Storm, Aus der Jugendzeit, Erstdruck: 1888), bewohnte das schräg gegenüber liegende Haus Hohle Gasse 8, dieses ist zusammen mit Hohle Gasse 4 Schauplatz von Storms Novelle Die Söhne des Senators (1880). Das Haus Hohle Gasse 8 ist heute nur stark verändert erhalten.

Theodor Storm war zunächst Schüler der Husumer Gelehrtenschule, er schloss 1837 den Schulbesuch in Lübeck ab. Das Studium der Rechtswissenschaften beendete er im Oktober 1842 und wurde Mitarbeiter in der Anwaltspraxis seines Vaters in Husum. Die Praxis befand sich im Haus Hohle Gasse 3. Theodor Storm eröffnete schließlich im April 1843 in Husum eine eigene Anwaltspraxis und zwar im Haus Großstraße 11. Dieses Gebäude ist nicht erhalten. 1845 zog Storm dann in das Haus Neustadt 56.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Neustadt 56


Neustadt 56 heute

Bereits 1818 hatte Storms Vater Johann Casimir das Haus erworben. Theodor Storm verbrachte hier seine ersten Lebensjahre, bis die Familie 1821 das Haus Hohle Gasse 3 bezog. 1845 kehrte Storm dann in das Haus Neustadt 56 zurück, das Eigentum seines Vaters geblieben war. Nach seiner Heirat mit Constanze Esmarch 1846 wurden in diesem Haus die drei Söhne, Hans, Ernst und Karl geboren. Im Haus Neustadt 56 verfasste Storm erste Prosaskizzen, die Novelle Immensee (1850) und Gedichte wie Oktoberlied (1848) und Die Stadt (1851). Später machte er es zum Schauplatz der Novelle Der Herr Etatsrat (1881).

1853 nahm die Familie Abschied von diesem Haus und Husum, um ins Exil nach Potsdam und später Heiligenstadt zu gehen. Storm hatte in den Wirren der schleswig-holsteinischen Erhebung gegen den dänischen König für die Sache Schleswig-Holsteins gestritten. Daher weigerte sich die dänische Regierung 1852, seine Zulassung als Advokat zu bestätigen.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Süderstraße 12


Süderstraße 12 heute

1864 kehrte die Familie nach Husum zurück, Storm war zum Landvogt nach Husum berufen worden, leitete somit die Justiz- und Polizeibehörde für den Landbezirk Husum. Die Familie bezog das Haus Süderstraße 12, das Eigentum der Stadt Husum war. Storm hatte für die Räumlichkeit der Landvogtei selbst zu sorgen. Das Wohnhaus bot hierfür zu wenig Platz, und so richtete er die Landvogtei in einem Nebengebäude im Garten ein.

Im Haus Süderstraße 12 verstarb Constanze Storm am 20. Mai 1865 nach der Geburt der Tochter Gertrud. Unter dem Eindruck des Todes Constanzes schrieb Storm in den folgenden Tagen in diesem Haus den Gedichtzyklus Tiefe Schatten:

In der Gruft bei den alten Särgen

Steht nun ein neuer Sarg,

Darin vor meiner Liebe

Sich das süßeste Antlitz barg.

(Erste Strophe des ersten Gedichts)

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Wasserreihe 31

Storm, der im Jahr 1866 Dorothea Jensen heiratete, erwarb im gleichen Jahr das Haus Wasserreihe 31. Die Bau- und Nutzungsgeschichte dieses Gebäudes ist in einzelnen Facetten erforscht und im Ganzen recht kompliziert. In seinem vorderen Teil stammt es aus der Zeit um 1730/40 und ersetzte einen vielleicht noch spätmittelalterlichen Bau. Den rückwärtigen Teil ließ Storm 1868 errichten.


Wasserreihe 31 (Jan Hamkens)

Im Jahre 1868 wurde das Amt des Landvogtes aufgehoben, Storm wurde nunmehr Amtsrichter am preußischen Amtsgericht zu Husum. Mit der Übernahme dieses Amtes war allerdings eine Kürzung seines Gehaltes um ein Drittel verbunden. Storm sah sich nun gezwungen, die untere Etage seines Hauses zu vermieten. In dieser unteren Etage war ursprünglich die Landvogtei untergebracht, deren Raum wurde nun frei, denn für das Amtsgericht mietete der preußische Staat anderweitig Räume in Husum an.

So zog sich die Storm-Familie in das Obergeschoss des Hauses Wasserreihe 31 zurück. Dort befand sich im rückwärtigen Anbau v. 1868 das Arbeitszimmer des Dichters, das »Poetenstübchen« (Ferdinand Tönnies), in dem zahlreiche Novellen, sonstige Prosawerke und Gedichte entstanden. – Das Haus ist Schauplatz der Novelle Viola tricolor (1874).

Theodor Storm hat 14 Jahre im Haus Wasserreihe 31 gelebt, 1880 zog die Familie nach Hademarschen in Holstein um. Im Jahre 1969 konnte die Stadt Husum das Haus erwerben, sie stellte es der Storm-Gesellschaft zur Verfügung. Seit 1972 befindet sich in ihm das Storm-Museum. In liebevoller Detailarbeit konnte die Wohnatmosphäre der »Storm-Zeit« rekonstruiert werden durch Erwerb zahlreicher Einrichtungsgegenstände aus Storms Nachlass. Sie werden eindrucksvoll ergänzt durch Dokumente zu Storms Leben und Wirken.

Zum Museum

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Alter Schützenhof


Alter Schützenhof

Der ehemalige Schützenhof der bis heute fortbestehenden »Husumer Schützengilde von 1586« ist Hauptschauplatz von Theodor Storms Novelle Pole Poppenspäler. Die zuerst 1874 veröffentlichte »Puppenspielergeschichte« (Storm brieflich an Paul Heyse 1873) ist heute eine der meistgelesenen Erzählungen des Dichters.

Theodor Storm beschreibt in der Novelle das Gebäude: »Du kennst unseren Schützenhof in der Süderstraße; auf der Haustür sah man damals noch einen schön gemalten Schützen, in Lebensgröße, mit Federhut und Büchse […]. Das alte zweistöckige Haus wurde von Niemandem weder bewohnt noch gebraucht […]; nur in dem öden weißgekalkten Saale, der fast das ganze obere Stockwerk einnahm, produzierten mitunter starke Männer oder durchreisende Taschenspieler ihre Künste.« Dort im Festsaal der Gilde, deren Vereinsleben im 19. Jahrhundert zeitweise fast ganz zum Erliegen gekommen war, gibt auch der »Mechanikus und Puppenspieler« Joseph Tendler »aus der Residenzstadt München« seine Vorstellungen, beginnend mit dem Stück »Pfalzgraf Siegfried und die heilige Genovefa«.

Die Fassade des Gebäudes mit der heutigen Zählung Süderstraße 42 wurde 1874 neugotisch überformt, in jüngerer Zeit jedoch teilweise wieder zurückgebaut. Im Kern stammt das ehemalige Gildehaus, das 1885 in Privathand überging, wohl aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Die Gründung der Gilde wurde vermutlich vom Landesherrn Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1526–1586) gefördert; Schützengilden hatten insofern Interesse für die Landesherrschaft, als sie neben ihrer sozialen Funktion (gegenseitige Unterstützung der Schützenbrüder, Förderung des Zusammenhaltes durch Schützenfeste) auch militärische Aufgaben als Bürgerwehren erfüllen konnten.   

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

St. Jürgen

Das »Gasthaus zum Ritter St. Jürgen« in Husum (an der Straße »Osterende« gelegen) hat bis heute trotz baulicher Veränderungen viel von jener Atmosphäre bewahrt, die Theodor Storm in seiner Novelle In St. Jürgen (1868) beschrieb.


Das »Gasthaus« ist als Armen- und Siechenhaus vermutlich im 15. Jahrhundert gegründet worden (erster urkundlicher Nachweis 1465). Ursprünglich eine kirchliche Einrichtung, die dem Heiligen Georg – niederdeutsch: Jürgen – gewidmet war, lag es zunächst noch außerhalb (östlich) der Siedlung Husum. Nach der Reformation brachte man seine Insassen zeitweilig in einem aufgelassenen Franziskanerkloster unter, bis sie einen

1563–­1571 wohl an der Stelle des ursprünglichen Anwesens errichteten Neubau beziehen konnten. Die Ortsbezeichnung »Kloster« wurde gleichwohl tradiert und wird noch heute synonym neben »Gasthaus« verwendet.

Seit der Reformation fungierte das »Gasthaus« entsprechend der 1528 durch den königlichen Landesherren Friedrich I. von Dänemark bestätigten »Gasthausordnung« als Armen- und Altenstift, zudem als Zentrum der Armenversorgung innerhalb Husums. Heute ist es ein Seniorenheim als Stiftung des öffentlichen Rechts. Wesentliche Erträge bezieht es aus Landverpachtung. Das »Gasthaus« wird von vier ehrenamtlich tätigen »Klostervorstehern« mit jeweils achtjähriger Amtszeit verwaltet. Für je zwei Jahre – im dritten und vierten Jahr der Amtszeit – leitet jeder Klostervorsteher den Vorstand als »Speisemeister«, unterstützt durch seine Ehefrau als »Speisemeisterin«.

Der direkt am »Osterende« gelegene Trakt des »Gasthauses« wurde 1878 neu errichtet. Er erhielt eine Fassade im Stil märkischer Gotik. Rückwärtig schließen ein ab 1563 errichteter Flügel mit einer Kapelle sowie Erweiterungsbauten aus den 1950er- und 1970er-Jahren an.

Der westlich des »Gasthauses« gelegene St.-Jürgen-Friedhof ist seit 1965 Eigentum der Stadt Husum (letzte Bestattung 1954). In ihm liegt die Woldsen-Storm-Grabstätte.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Storm-Woldsen-Grab


Storm-Woldsen-Gruft

Am 4. Juli 1888 verstarb Theodor Storm in seinem Haus in Hademarschen (Holstein). Die Beisetzung fand drei Tage später in Husum statt, und zwar auf dem im Osten der Stadt gelegenen St.-Jürgen-Friedhof; dort hatte zu Anfang des 19. Jahrhunderts Storms Urgroßvater Friedrich Woldsen († 1811) eine Gruft anlegen lassen. Sie war zunächst für die Aufnahme von Särgen aus dem Woldsen’schen Erbbegräbnis in der Husumer St.-Marien-Kirche bestimmt, dieses musste anlässlich des Abbruches der Kirche 1807/08 aufgegeben werden.

Das Grabmal auf dem St.-Jürgen-Friedhof birgt eine 3,20 Meter hohe Kammer, deren oberirdisch liegender Gewölbeabschluss durch Granitplatten ummantelt ist; auf ihnen liegen vier aus der alten St.-Marien-Kirche übernommene sandsteinerne Grabplatten.

In der Gruft sind 36 Mitglieder der engeren und weiteren Familie bestattet. Am 24. Mai 1865 fand hier Storms erste Frau Constanze, geb. Esmarch, ihre letzte Ruhe. An Eduard Mörike schrieb Storm am 3. Juni 1865: »Nachdem ich mit Freundeshilfe sie […] selbst in ihren Sarg gelegt, wurde sie […] von den Mitgliedern meines Gesangsvereins nach unserer Familiengruft getragen; als die neugierige Stadt erwachte, hatte ich schon all mein Glück begraben.« Auch Storms zweite Frau Dorothea, geb. Jensen († 1903), liegt in der Storm-Woldsen-Gruft.

Theodor Storms Beisetzung fand am 7. Juli 1888 unter großer öffentlicher Beteiligung statt. Sie wurde jedoch nicht durch einen Geistlichen begleitet, dies entschied die Familie im Sinne der Schlussverse von Storms Gedicht Ein Sterbender (1863): 
Auch bleib der Priester meinem Grabe fern;

Zwar sind es Worte, die der Wind verweht;

Doch will es sich nicht schicken, dass Protest

Gepredigt werde dem, was ich gewesen,

Indes ich ruh’ im Bann des ew’gen Schweigens.
Der Verlust Constanzes warf Storm in eine existenzielle Krise. »Einsamkeit und das quälende Rätsel des Todes« lasteten schwer auf ihm. Vom Christentum und der christlichen Hoffnung auf ein jenseitiges Leben hatte Storm sich abgewandt; zugleich ringt er verzweifelt um ein Wiedersehen mit der Geliebten nach dem Tod. In dieser Situation entstand der Gedichtzyklus Tiefe Schatten, in dem es heißt:
Markverzehrender Hauch der Sehnsucht,

Betäubende Hoffnung befällt mich,

Aber ich raffe mich auf, 

Dir nach, dir nach;

Jeder Tag, jeder Schritt ist zu dir.
Doch, unerbittliches Licht dringt ein;

Und vor mir dehnt es sich,

Öde, voll Entsetzen der Einsamkeit;

Dort in der Ferne ahn ich den Abgrund;

Darin das Nichts. –
Die Lösung des Konfliktes sah Storm in der Hinwendung zu einem bewussten und tätigen Leben im Diesseits:
Aus dem seligen Glauben des Kreuzes

Bricht ein andrer hervor,

Selbstloser und größer.

Dessen Gebot wird sein:

Edel lebe und schön,

Ohne Hoffnung künftigen Seins

Und ohne Vergeltung,

Nur um der Schönheit des Lebens willen.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)

Hademarschen (1880–1888)


Storm-Statue in Hademarschen

Theodor Storm lebte die letzten 10 Jahre seines Lebens im holsteinischen Hademarschen, einem knapp 70 km von Husum entfernten beschaulichen Dorf. Hier schuf er sich »sein eigenes, geheimes Husum mit Tee am Nachmittag und Gespenstergeschichten am Abend«, vor allem aber ein grünes Gartenidyll, von dem die junge Besucherin Hermione von Preuschen berichtet: »Welch gemütliche Stunden erlebten wir in dem lauschigen Garten, wenn der Dichter mit seiner leisen Stimme allerhand ›selbsterlebte‹ Spukgeschichten erzählte.«

Für die Umsiedelung nach Hademarschen waren mehrere Gründe ausschlaggebend. Storm schreibt in einem Brief: »Den ersten Antrieb gab ein angenehmer Ferienaufenthalt hier im Hause des nach mir kommenden Bruders Johannes, des großen Holzhändlers, und der Wunsch meiner Frau, mit dessen Frau, ihrer sehr geliebten Schwester, zusammen das Leben auszuleben. Dann war ein schön gelegnes Grundstück zu Kauf«. Schließlich »zog Eins nach dem Andern; die sehr anmuthige Gegend, dabei die Eisenbahnstation vor der Thür, näher an Kiel u. Hmbg., als Husum, das viel wohlfeilere Leben für einen Pensionierten etc. Genug, ich bin jetzt hier und hoffe von hier aus noch Vieles zu bestreiten«.

Storm schuf in seinem »Altersparadies« sein bedeutendes novellistisches Spätwerk. Dazu zählt nicht nur Der Schimmelreiter, sondern dazu zählen auch Novellen wie Zur Chronik von Grieshuus oder John Riew’.

Literatur: Hartmut Schalke: Dass es doch immer wieder Rosen gibt. Theodor Storms letzte Jahre in Hademarschen und Hanerau. Wewlsfleth 2012.

Termine Storm-Jahr 2017 in Hademarschen
***
Schlossgarten


Storm-Denkmal im Schlossgarten

»In unserem zu dem früher herzoglichen Schlosse gehörigen, seit Menschengedenken ganz vernachlässigten ›Schloßgarten‹ waren schon in meiner Knabenzeit die einst im altfranzösischen Stile angelegten Hagebuchenhecken zu dünnen, gespenstischen Alleen ausgewachsen; da sie indessen immerhin noch einige Blätter tragen, so wissen wir Hiesigen, durch Laub der Bäume nicht verwöhnt, sie gleichwohl auch in dieser Form zu schätzen; und zumal von uns nachdenklichen Leuten wird immer der Eine oder Andere dort zu treffen sein.« (LL 2, S. 378) So leitet Theodor Storm seine zuerst 1876 gedruckte Novelle Aquis submersus ein.

Im östlichen Teil als Baumgarten angelegt, enthielt der Husumer Schlossgarten im Westen nördlich des Schlosses und seines Vorwerks noch Reste eines streng axialsymmetrisch ausgerichteten Wegesystems, das vermutlich gegen Ende des 17. Jahrhunderts nach französischen Vorbildern entstanden war.

Im Jahre 1878 erwarb die Stadt Husum den westlichen Teil des Gartens vom Preußischen Staat und ließ ihn unmittelbar darauf nach Gestaltungsprinzipien des ›Englischen Landschaftsgartens‹ umformen. Heute ist das gesamte Gartenareal Eigentum der Stadt Husum.

Berühmt ist der Garten durch seine im Frühjahr weitflächig erscheinende Krokusblüte. Die Krokusart ist nicht ursprünglich heimisch, es ist ›Crocus napolitanus‹, der eingeführt worden ist, möglicherweise aus Italien, wo er zum Beispiel im Süden und in der Toskana wildwachsend vorkommt. Die Gottorfer Herzöge sammelten fremde Pflanzen in ihren Gärten, vielleicht ist die Art auf diese Weise im 17. Jahrhundert in den Husumer Schlossgarten gelangt. Die flächenhafte Ausbreitung zu einem ›nordischen Blütenwunder‹ begann erst im frühen 20. Jahrhundert.

Am 14. September 1898 wurde im Schlossgarten eine auf einem roten Granitpfeiler postierte Porträtbüste Theodor Storms aus Bronze enthüllt. Geschaffen hatte sie der 1855 in Husum geborene Bildhauer Adolf Brütt, der es zu einer erfolgreichen Karriere im wilhelminischen Deutschland gebracht hatte († 1939). Von den Kindern Storms wurde eine »überraschende Lebenswahrheit« der Büste festgestellt, die allein nach Porträtfotografien entstanden war.

Text: Holger Borzikowsky (Husum)
V

255 JAHRE PETER III. – DER KIELER ZAR ALS BEGRÜNDER DER DEUTSCH-RUSSISCHEN DYNASTIE ROMANOW-HOLSTEIN-GOTTORF – SONDERAUSSTELLUNG IN HUSUM. (HELIODA1)


Sonderausstellung: 255 Jahre Peter III. zugleich Herzog von Holstein-Gottorf- Der Kieler Prinz auf dem Zarenthron –
So 14. Mai 2017 15.00 Uhr


Sonderausstellung: 255 Jahre Peter III. zugleich Herzog von Holstein-Gottorf | Husum Tourismus

https://www.husum-tourismus.de/Media/Veranstaltungen/Sonderausstellung-255-Jahre-Peter-III.-zugleich-Herzog-von-Holstein-Gottorf-Kunst-Museen-Ausstellungen

Sonderausstellung / Ausstellungsprojekt zu Peter III.




Im Schloss vor Husum ist ein Ausstellungsprojekt zu Peter III. zu sehen.


Der 1728 in Kiel geborene Enkel des russischen Kaisers Peter I., Prinz Carl Peter Ulrich, ab 1745 regierender Herzog von Holstein-Gottorf, wurde 1762 in Personalunion auch Zar Peter III. von Russland.


Historiker haben das durch die Zeitgenossen Katharinas gezeichnete negative Bild Peters lange Zeit weitgehend übernommen, so etwa W. Klutschewskij und die meisten westlichen Historiker, die den Zaren als schwärmerischen Wirrkopf betrachteten, der letztlich zum Wohle Russlands habe gestürzt werden müssen. 

Andere Historiker, wie etwa Alexander S. Mylnikow in Russland und Elena Palmer in Deutschland, lehnen dieses negative Bild in neuerer Zeit entschieden ab und bezeichnen Peter wegen seiner Reformprojekte als umsichtig regierenden Herrscher und fortschrittlichen Reformer.


Am 13. Juni 2014 wurde vor dem Kieler Schloss ein Denkmal für Zar Peter III. enthüllt.[9] Das Bronzestandbild schuf der russische Künstler Alexander Taratynov


Zar Peter III. vor dem Kieler Schloss. Er trägt in seiner rechten Hand eine Urkundenrolle mit den Begriffen „Frieden“, auf Russisch „Mir“, die Jahreszahl 1762 sowie seinen Namenszug auf Deutsch und Russisch. Der Abstand zu seinem Thron symbolisiert das vorzeitige Ende seiner Herrschaft.[8]



Die Ausstellung des Kieler Zarenvereins erlaubt den Besuchern einen faszinierenden Einblick in das Leben und Wirken eines aufgeklärten Fürsten am St. Petersburger Hof, dessen soziales Reformwerk weitsichtig geplant und von großem Verantwortungsgefühl für das russische Volk geprägt war. 

„Die Abschaffung der Folter und der Geheimpolizei, 

die Förderung religiöser Toleranz, erste Maßnahmen zur Aufhebung der Leibeigenschaft 

sowie wichtige Wirtschaftsreformen machen deutlich, 

dass der Holsteiner Zar seiner Zeit weit voraus war,“ 

so die Einschätzung des Vorsitzenden des Kieler Zarenvereins Jörg Ulrich Stange.


​​
Das Reformwerk des Zaren blieb jedoch unvollendet. 

Seine Gattin Katharina II. arrangierte ein Mordkomplott, dem er zum Opfer fiel. Katharina die Große setzte als seine Nachfolgerin schließlich viele Reformen fort und erzielte für Russland eine Modernisierung nach westlichem Vorbild. 

An ihrem Gemahl ließ sie dagegen kein gutes Haar und verbreitete in ihren Memoiren allerlei Spott und üble Nachrede.
Die Ausstellung überzeugt darin, dass sie nunmehr die falschen Behauptungen Katharinas widerlegt 

und 

dank aktueller Forschungen russischer Historiker und Recherchen der Ausstellungskuratoren eine neue Perspektive auf die Biografie des Regenten wirft.




Eine Ausstellung des Kieler Zarenvereins in Kooperation mit dem Museumsverbund Nordfriesland.
 

Eine Ausstellungsbroschüre ist gegen eine geringe Schutzgebühr erhältlich.
Laufzeit: 14.05. – 25.06.2017
Öffnungszeiten: 

März bis Oktober: Di bis So, 11 bis 17 Uhr
Die Ausstellungen im Schloss vor Husum werden von der Nord-Ostsee-Sparkasse unterstützt.
Weitere Informationen zum Termin


Die Ausstellung wurde am 14. Mai um 15 Uhr im Rittersaal des Schloss vor Husum eröffnet. 

[Herr Wolfgang Timm / Carl-Huter-Zentral-Archiv / CHZA / Helioda1 war vor Ort anwesend, hatte anschließend noch Gespräche mit Herren Haupenthal und Jörg Ulrich Stange vom Kieler Zarenverein in lockerer Atmosphäre.]

Dafür tritt der russische Zar Peter III., dargestellt von Helmut Grieser, höchstpersönlich auf. Er wird begleitet von einem Barockensemble, das eine historische Szene vom Sankt Petersburger Zarenhof spielen wird.

http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/schloss-vor-husum/39-0-Sonderausstellungen.html